46 11 ir, Nin Jen, t vordefallen. Sertert. nge, n Berubeck. eisch 5, Hagest. — ien Ernst Aer, Vorßadi. „ „ seht dilligen den det pos. — 1871. Donnerstag den 26. October. 126. berhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Itiedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag 2 7 Auf das vierte Quartal dieses Blattes können noch Abonnements angenommen und vollständige Exemplare desselben geliefert werden. — Amtlicher Theil. Betreffend: Die Verwendung der eingehenden Feldstrafendritttheile zur Besoldung bes Aussichtspersonals. Friedberg am 19. October 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. g Wir ermächtigen Sie die überwiesenen Strafdritttheile von Anzeigen der angestellten Feldschützen und der auf den Feldschutz ver⸗ pflichteten Ehrenfeldschützen vom Jahre 1870 und 1. Periode l. J. an zur Auszahlung an diejenigen Feldschützen und auf den Feldschutz noch besonders verpflichteten Personen, die sich durch ihre Thätigkeit bei Entdeckung oder Verhütung von Feldfreveln und gewissenhaften Dienstführung einer Anerkennung würdig gemacht baben, anzuweisen und dafür zu sorgen, daß die Zahlung daldigst erfolgt. Ter a p p. 3 E n 5 Die mir von dem Vorstande des Ausschusses des Kongresses deutscher Landwirthe in Berlin zugekommene Einladung der Mitglieder unseres landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins bringe ich mit dem Wunsche zu deren Kenutniß, daß eine zahlreiche Betheiligung an dem mit dem 20. Februar k. J. beginnenden Kongresse recht erwünscht wäre. Friedberg den 21. Oktober 1871. Der Direktor des landwirthschaftlichen Bezirkvereins Friedberg Ar e. Einem verehrlichen Vorstande des landwirthschaftlichen Vereins überreichen wir den aus unserm Bureau hervorgegangenen Korrespondenz⸗Artikel über die Sitzung unseres Aussschusses vom 1. September d. J. und das Programm des nächsten im Februar k. J. stattfindenden Kongresses Deutscher Landwirthe und bitten, denselben zur Kenntniß der Vereins mitglieder bringen zu wollen. Indem wir dortseits auf eine lebhafte Betheiligung an dem Kongresse rechnen, und noch besonders hervorheben, daß es uns sehr erwünscht sein würde, wenn einige Mitglieder aus Suͤddeutschland sich zur Betbeiligung an den Referaten melden möchten, bitten wir den verehrlichen Vorstand um freundliche Unterstützung zur Förderung der Zwecke des Kongresses. Berlin den 16. September 1871. Mit Ergebenheit Der Vorstand vom Ausschusse des Kongresses Deutscher Landwirthe. v. d. No o dt. Bericht über die am 1. Sept. d. J. im Lokale des Klub der Landwirthe zu Berlin gehaltene Sitzung des Ausschusses. Der Ausschuß des Kongresses Deutscher Landwirthe hielt unter dem Vorsitze des Herrn von Benda⸗Rudow am 1. Seplember d. J. eine Sitzung, um über die Einberufung des nächsten(IV.) Kongresses zu entscheiden. Es wurde beschlossen, den IV. Kongreß Deulscher Landwirthe im Februar 1872 abzuhalten, denselben am 20. Februar zu eröffnen, und die Dauer desselben, vielfach geäußerten Wünschen ge— mäß, auf 4 Tage zu veschränken. Die 4. allgemeine Versammlung wird für die sernere Wirksamkeit des Kongresses von entscheidender Bedeutung sein. Einestheils ist es der erste Kongreß, welcher die Gesammtheit der Deuischen Landwirthe umfassen und, wie es zu hossen sieht, auch aus Süddeutschland zahlreich besucht werden wird. Dann handelt es sich nech dem Hinscheiden des Herrn von Saenger-Grabowo um dle neue Koystituirung des Präsidii, worauf wir die Aufmerksamkeit aller Theilnehmer des Kongresses jetzt schon hinlenken wollen. In das Programm bes nächsten Kongresses hat der Ausschuß sich bemüht, aus dem reichen vorliegenden Materiale diejenigen Gegenstände auszuwählen, welche für die ganze Deutsche Landwirthschaft von Interesse, und mit Rücksicht auf die bevor stehende Gesetzgebung von besonderer Dringlichkeit sind. Der erste Tag wird durch die Berichterstattung über die zweijährige Thätigkeit des Ausschusses und die Wahl des Bureau's zum großen Theil hinweggenommen werben. Den Hauptbericht, auch über das Ergebniß der Kokurrenzschriften über die Kredit- und Steuerfrage wird der Herr Graf zur Lippe aus Sachsen, erstatten; es reihen sich daran: Kassenbericht, der Rechenschastsbericht über die Sammlungen für Elsaß⸗Lothringen; dann die Wahl des Präsidti. Als weiterer und einziger Gegenstand der Berathung an diesem Tage folgt dann den Beschlüssen des III. Kongresses ge— mäß die Wegebaufrage. Der zweite Tag ist für die Steuerfrage bestimmt und zwar sollen a) die nötbigen Steuerreformen im Deutschen Reiche(Beseitigung und Exsatz der Matrikular⸗ beiträge); bd) die Stellung der Grund- und Gebäudesteuer im Staate, im Kreise und in der Gemeinde besprochen werden. Auf die Tagesordnung des dritten Tages sind gestellt: 1) Die Bank⸗ und Münzfrage in ihrer Bedeutung für den Grundbesitz und die Landwirthschaft. 2) Die fachgemäße Ausbildung der landwirthschaftlichen Jugend, namentlich zur Erreichung des einjährigen Freiwilligen⸗Rechtes, die Verleihung dieses Rechtes an die landwirthschaftlichen Schulen höherer Ordnung. Der vierte Tag endlich ist für die Frage der Differentialtarife der Eifenbahnen, für die sonstigen aus der Mitte des Kongresses etwa angeregten Anträge, sowie für die Neuwahl des Auschusses bestimmt.(Verschiedene anderweit eingegangene Anträge finden durch die festgestellte Tagesordnung ihre Erledigung.) Alle diese Gegenstände sind gewiß von hervorragender Wichtigkeit und Dring⸗ lichkeit. Bemerkt wird dabei, daß zwar vorläufig mehrere Mitglieder des Ausschusses Referate übernommen haben, daß es aber überaus wünschenswerth wäre, wenn noch andere Kongreß-Theilnehmer, namentlich aus Süddeutschland sich zur Uebernahme solcher Arbeit bereit erklären, und dem Büteau des Ausschusses dem entsprechende Wunsche zugehen lassen wollten. Beschlossen wurde ferner, daß mit dem Einladungs⸗ schreiben für den nächsten Kongreß zugleich der Jahresbeitrag der ständigen Mitglieder pro 1872 mit 5 Thlr. erhoden werden soll. Die Auswahl des Versammlungslokales wie alle sonstigen äußeren Anordnungen wurden dem Vorstande des Ausschusses übertragen. Der Aus schuß rechnet für die wichtige Thätigkeit des nächsten Kongresses auf die allgemeinste Berheiligung der Deutschen Landwirthe und der landwirthschaftlichen Vereine. Deutsches Reich. Berlin, 23. Oct. „Friedberg, 25. Oct. Reichstagssitzung. Erste namentlich die Anleihe von 1859 getilgt. Bundes- Gestern Abend Berathung des Gesetzentwurfes, betreffend die rath für Bayern, von Pretzschner, widerlegt die schon trafen dahier telegraphische Nachrichten ein, Bildung eines Reichskriegsschatzes. Löwe und Bedenken Greil's und hebt namentlich berver, daß daß das Hoftheater in Darmstadt in Flam- Greil bekämpfen die Vorlage vom volkswirthschaft- men stehe und wohl vollständig ausbrennen werde, lichen Standpunkte. Greil findet durch die Bildung die Bildung eines Reichsschatzes mit den Ver⸗ trägen nicht im Widerspruche stehe, die Betheili- da man schwerlich Herr des mächtigen Feuers eines Reichelriegsschatzes auch das verfassungs⸗[gung Bayerns an dem Reichsschatze sei im Bundes- werden könne. Das nahe, von den Flammen be— mäßige Recht Bayerns auf selbstständige Kriegs- rath ausreichend festgestellt worden. Nachdem noch drohte Zeughaus, das durch Militär eiligst aus- verwaltung beeinträchtigt. Finanzminister Camp⸗ Gumbrecht, Bethusp-Huc, Hirschberg und Miquel gräumt wurde, soll keinen erheblichen Schaden] bausen betont die eminent friedliche Bedeutung für die Vorlage gesprochen, wird der Antrag auf gelitten haben. „Aus Darmstadt“ unter„Neuestes“. Mainz. am verflossenen Sonntag zusammenberufene, von Erfahrung des letzten Jahres die Nützlichkeit eines (Siehe Näheres in dem Art. des Kriegsschatzes, sagt, je mehr Deutschland Verweisung derselben an die Budgetcommission gerüstet sei, desto größere Bedenken würde man angenommen. Hierauf folgt die erste Berathung Eine von den Social- Demokraten] tragen, es anzugreifen, und hebt hervor, daß die des Gesetzes, betreffend die Zurückzablung der oprocentigen Anleihe vom 21. Juli 1870. Auf wa 1000 Theilnehmern besuchte Volksversamm— Kriegsschatzes bewiesen habe. Der Finanzminister] verschiedene Bemerkungen Richter's erklärt Staats- lung machte zum Gegenstand ihrer Berathung die erklärt auf das Bestimmteste, daß der preußische des Staatsschatz nach der Bildung eines Reichsschatzes schusses von 30 Millionen sei rechnungsmäßig noch aufgelöst werden würde, mit den frei werdenden nicht erfolgt, dagegen seien die an die Darlehens 30 Millionen würden die drückendsten Schulden, kasse schuldigen 17 Millionen Thaler zurückerstattet Wohnungsnoth und einigte sich zu einem an den Gemeinderath zu richtenden Antrage wegen Erbauung von Arbeiterwohnungen. minister Delbrück, die Wiedererstattung des Vor⸗ worden. Redner gibt bezüglich der bisherigen Verwendung der Kriegsentschädigung eine ein- gehende Uebersicht. Die französische Regierung habe die ersten anderthalb Milliarden thatsächlich bezahlt, eine vollständige Abrechnung hierüber sei bisher nicht erfolgt. Ueber etwaige Vorlagen wegen Verwendung dieser Gelder könne er sich augenblicklich nicht auslassen. Von einer Anlage des Invalidenfonds von 240 Millionen Thalern in Speculationspapieren sei keine Rede. Bei der nun folgenden zweiten Berathung des Gesetzes, betreffend die Controle des Etats von 1871, be⸗ antragt Benda folgende Resolution: Der Reichs kanzler sei aufzufordern, dafür Sorge zu tragen, daß dem Reichstage in der nächsten Sesston ein, Gesetzentwurf über Errichtung eines Rechnungs- hofes für das deutsche Reich vorgelegt werde, Hagen stellt ein Amendement, betreffend bestimmte Vorschriften über die Art der Rechnungslegung Seitens des Rechnungshofes. Benda und Lasker erklären sich gegen das Amendement Hagen als selbstverständlich überflüssig. Nach längerer De⸗ batte, in welcher sich auch Staatsminister Delbrück gegen das Amendement Hagen ausspricht, wird der einzige Paragraph des Gesetzentwurfes ange- nommen, der Antrag Hagen abgelehnt. — 24. October. Reichstag. Auf die Inter- pellation Richter's, betreffend die Zurückhaltung von Reservisten, erwidert der Kriegsminister: die meisten von den Interpellanten hervorgehobenen Mißstände seien bereits erledigt. Von 31,000 noch unter der Fahne zurückgehaltenen Reservisten würden 8130 mit der Rückkehr der 11. und 24. Division entlassen. Durch Reduction der in Frankreich zurückbleibenden Bataillone kämen 4824 zur Entlassung. Nach Ablauf der Uebungszeit in Elsaß-Lothringen würden 2700, durch Nachschub von Rekruten 5506 frei, mithin im Ganzen zwei Drittheile der obigen Summe. Bezüglich der Cavallerie sei aus technischen Gründen allerdings nöthig, sogenannte Remontereiter einzubehalten, wovon einzelne bis Mitte nächsten Sommers bei den Regimentern bleiben müßten. Den einjährig Freiwilligen sei durch kaiserliche Entschließung jede mögliche Erleichterung gewährt. Hierauf wird die Wahl des Abg. Los(Düsseldorf) für ungültig, das Mandat des Prof. Biedermann als nicht er⸗ loschen erklärt. Sodann wird das Gesetz betr. die Zurückzahlung der 5proc. Anleihe vom 21. Juli 1870 in zweiter Berathung angenommen. Nächste Sitzung morgen. Der Reichstag genehmigte außer⸗ dem das Post⸗ und Posttaxgesetz in erster und zweiter Lesung. — Der Kaiser hat dem Berliner Comite zur Unterstützung der Hülfsbedürftigen von Chicago 1000 Thlr. zugehen lassen. — Das Armeeverordnungsblatt veröffentlicht eine Verordnung des Kriegsministers vom 16 d., wonach die Bestimmung des Artikels 3 der zwischen dem norddeutschen Bunde und Würtemberg ab⸗ geschlossenen Militärconvention dahin abgeändert wurde, daß das würtembergische Armeecorps als 13. Corps dem Reichsheere eingereiht wird. — Wie verlautet, hat der erste, die Münz⸗ reform betreffende Entwurf im Schooße des Bundesraths vielfache Anfechtungen erlitten und es soll jetzt der sächsische Bevollmächtigte, Herr v. Nostiz⸗Wallwitz, mit der Ausarbeitung eines andern Entwürfs betraut worden sein. — Nachdem als Folge der neuesten Conven⸗ tionen mit Frankreich wiederum 3 Divisionen unseret Occupationsarmee den Rückmarsch nach Deutschland antreten können, verbleiben jetzt nur die 4. Division(Pommern), die 6. Division (Brandenburg), die 19. Diviston(Hannover) und die 2. Bagerische Diviston noch als Be— satzungstruppen auf französischem Gebiet, und zwar in den Departements Vosges, Haute Marne, Marne, Ardennes, Meuse, Meurthe und Moselle. — Nach den Ausstellungen des Reichshaus— haltsetats für das Jahr 1872 haben an Matrikular⸗ beiträgen einzuzahlen: Preußen 18,189,114 Thlr., Lauenburg 38,297 Thlr., Bayern 972,714 Thlr., Sachsen 1,862,075 Thlr., Würtemberg 350,999 Thlr., Baden 280,194 Thlr., Hessen 304,455 Thlr., Mecklenburg Schwerin 439,783 Thlr., Sachsen⸗ Weimar 128,153 Thaler, Mecklenburg ⸗Strelitz 77,329 Thlr., Oldenburg 186,971 Thlr., Braun⸗ schweig 214,494 Thaler, Sachsen- Meiningen 81,727 Thlr., Sachsen⸗ Altenburg 67,094 Thlr., Anhalt 82,325 Thlr., Schwarzburg⸗Sonders⸗ hausen 30,418 Thaler, Schwarzburg⸗Rudolstadt 34,122 Thlr., Waldeck 26,717 Thlr., Reuß älterer Linie 20,816 Thlr., Reuß jüngerer Linie 39,851 Thlr., Schaumburg-Lippe 14,586 Thlr., Lippe 55,065 Thlr., Lübeck 20,199 Thlr., Bremen 68,699 Thlr., Hamburg 189,618 Thlr., zusammen 23,775,755 Thaler. Diese Summe der Matri⸗ kulareinzahlungen erhöht sich eventuell noch um den von den Postüberschüssen an Sachsen-Coburg⸗ Gotha herauszuzahlenden Betrag. Die Verschie— denheit der von den einzelnen Bundesstaaten baar zu entrichtenden Matrikularbeiträge hat ihren Er⸗ klärungsgrund in anderweiten Leistungs⸗ und Er⸗ tragsabrechnungen. — Die„Kreuzztg.“ bestätigt, daß das Unter⸗ richtsgesetz im Cultusministerium von Neuem be⸗ arbeitet werde, doch sei die Vorlage desselben auf dem nächsten Landtage noch unwahrscheinlich. — Der großh. hessische Major Weyland, der Major Thelo vom ehemaligen badischen Armee⸗ corps und der General-Verwaltungs⸗Director im bayerischen Kriegsministerium, v. Feinaigle, sind als Bevollmächtigte bei der Commission für Vor schläge zu Grundsätzen bei Vertheilung der Kriegs- entschädigungsgelder hierher commandirt worden und eingetroffen. München. Ein in Simbach, an der öster⸗ reichischen Grenze, stattgefundene Versammlung von Altkatholiken war sehr zahlreich aus Bayern und Oestecreich besucht. Professor Huber, dem das Ehrenpräsidium übertragen war, besprach die Unwahrheit des neuen Dogmas und geißelte das Verhalten der deutschen Bischöfe. Professor Friedrich begründete das vom Mänchener Congresse ange⸗ nommene Programm. Landgerichtsassessor Flurl verlas das Statut betreffs der Bildung von Local— vereinen und forderte zum Eintritt in den Local⸗ verein auf. Karlsruhe. Die„Karlsr. Ztg.“ theilt amtlich mit, daß der Großherzog die Einziehung sämmtlicher badischen Gesandtschaften mit Aus- nahme der Gesandtschaft in Berlin, verfügt hat. Dresden. Nach eingetroffenen Nachrichten hat die sächsische 24. Division von Berlin aus den Befehl erhalten, sich vom 15. d. M. an zum Rückmarsch bereit zu halten. Ausland. Frankreich. Paris. Das„Journal officiel“ enthält in seinem amtlichen Theil ein Decret des Präsidenten der Republik, welches den Finanzminister Pouyer⸗Quertier zum Großoffizier der Ehrenlegion ernennt,„in Anbetracht des außerordentlichen Dienstes, welchen derselbe soeben dem Staate geleistet, indem er mit Erfolg in Berlin die wichtige finanzielle Unterhandlung zu Ende führte, welche uns die vorzeitige Befreiung eines Theiles unseres Gebietes verschafft hat.“ — Das„Journal officiel“ widerspricht in lebhafter Weise den bonapartistischen Journalen, welche behaupten, daß Thiers sich seine Bezüge in Gold auszahlen lasse, um von dem Goldagio Nutzen zu ziehen. — Das„Journal de Paris“ enthält folgen- den amtlichen Status über die Vertheilung der deutschen Occupationstruppen in den sechs letzten Departements, welche noch ferner besetzt gehalten bleiben. Ardennen 9875 Mann, 2031 Pferde; Marne 13,362 M., 1917 Pf.; Meuse 5074 M., 501 Pf.; Meurthe 9281 M., 4266 Pf.; Vogesen 5737 M., 1174 Pf.; Haute Marne 1908 M., 130 Pf.; Belfort 4694 M., 318 Pf.— Wie die„Liberté“ wissen will, sei die Commission, welche mit der Uatersuchung über die Capitula⸗ tionen betraut ist, im Besitz von so gravirenden Aussagen und Beweisstücken gegen den Marschall Bazaine, daß dieser, durchdrungen von dem be— sonderen Ernst seiner Lage, den Entschluß gefaßt habe, nicht vor seinen Richtern zu etscheinen. — Französische Zeitungen welden: Es steht Gastein sich zu energischem Vorgehen gegen die Internationale verpflichteten, daß aber andererseits Italien, welches zum Beitritt aufgefordert wurde, diesen ablehnte unter dem Vorwande, daß die italienischen Agitatoren, wie Mazzini, nichts mit der Internationale gemein haben und sich in di⸗ recter Opposition gegen diese befinden. 5 — Das„Journal officiel“ bringt an der Spitze folgende Note:„In Folge der Aus- wechselung der Ratificationen der durch den Finanz- minister verhandelten Uebereinkunft hat die deutsch Armee von Berlin aus Weisung erhalten, die Räumung der 6 Departements, Aisne, Aube, Cote d'or, Haute Saone, Doubs und Jura, vor zunehmen.“ — Der Kriegsminister hat durch eine General- ordre vom 21. Okt. verfügt: Trotz wiederholter Weisungen fährt eine große Anzahl von Offizieren fort, Broschüren erscheinen zu lassen und in Zeitungen zu schreiben. Der Minister constatirt sogar mit Bedauern, daß die Mehrzahl dieser Veröffent⸗ lichungen sich lediglich auf persönliche Fragen beziehen. Da es darauf ankommt, um jeden Preis Ordnung in diese Akte der Indisciplin zu bringen, so beschließt der Kriegsminister, daß in Zukunft jeder Soldat, welches auch immer sein Grad sein möge, der sich durch die Presse derartige Ver⸗ öffentlichungen erlauben sollte, ohne dafür die vorgängige Erlaubniß erhalten zu haben, mit 30 Tagen strengen Arrestes bestraft werden wird. Im Rückfalle wird er sofort zur Disposition ge⸗ stellt und sein Rang ihm entzogen werden. — Dijon ist seit Donnerstag vollständig von der deutschen Armee geräumt, Lons le Saulnier laut Depesche am 22. Okt. i Versailles. Die große Mehrzahl der bis jetzt bekannt gewordenen Präsidenten der General- räthe gehört, wie die„Agence Havas“ meldet, der regierungsfreundlichen Richtung an. Belgien. Brüssel. Man schreibt der „Indépendance“ aus Versailles, es würden bereits Unterhandlungen wegen völliger Räumung Frank⸗ reichs Seitens der deutschen Occupation geführt. — Von den wegen Theilnabme an dem Auf⸗ stande der Communlsten in Paris verhafteten Belgiern sind wie der„Moniteur“ mittheilt, 133 in Freiheit gesetzt worden, 183 befinden sich noch in Haft. 5 Großbritannien. London. Die„Times“ veröffentlicht Mittheilungen über die Unterredung eines ihrer Mitarbeiter mit dem Kaiser Napoleon, denen zufolge der Kaiser erklärt habe, er glaube nicht an eine bonapartistische Verschwörung, weil Frankreich sich von seinem Unglück ruhig erholen müsse und das gegenwärtige Provisorium keine Regierungsform ausschließe; auch könne kein Kammerbeschluß, sondern nur ein regelrechtes Ple. nehmen. Den Ossizieren, weiche sich, als durch ihr Wort gebunden, an ihn gewandt hätten, habe er das Verbleiben im Dienste ihres Landes gestattet. Italien. Rom. Laut einem Privattele gramm von hier an die„Berl. Börs. Ztg.“ werden die Arbeiten im Sitzungssaale des Parla- mentsgebäudes unter starker militärischer Bewachung fortgesetzt, weil unter dem Sitzungssaale pulver gefüllte Fäßchen vorgefunden wurden. Türkei. Konstantinopel. In Folge der Gerüchte, die Regierung beabsichtige das Ein⸗ kommen der Moscheegüter für die Bedürfnisse des Staates zu verwenden, herrschte große Bewegung an der Börse. — Die Cholera ist trotz der ungünstigen feuchten Witterung im Abnehmen begriffen. — Die„Malta⸗Times“ schreibt:„Während man von einer Eisenbahn direct nach Indien spricht, um die Reise von London nach Calcutta in fünf Tagen zurückzulegen, hat der Vicekönig von Aegypten thatsächlich auf seinem Terri torium ein ähnliches Riesenwerk begonnen, näm⸗ lich die Eisenbahn-Verbindung von Ober- und Unter Aegypten. Am Endpunkt aller alten und modernen Civilisation legt auf Befehl des Vice— königs eine Armee englischer Ingenieure und Ar- jetzt fest, daß Deutschland und Oesterreich in beiter den Schienenweg nicht nur bis zu den Grenzen von Nubien, sondern bis in das Herz biscit ihm das von der Nation übertragene Mandat mäßig B Herrn einer und 9 versar teraui Lokale ner Fran Entst. Thier stehut 2 zeigen — Irrößsen Lucht Frag n in bringe n Zei n Grad iin dttariigt Ver. dt kafür dit beben, nit erden witz. pofition 90 erden. J delfandiz „ ons le Un zahl der bis der Gercral⸗ “ Aldi, 1 N sctribt der 18 Werden bereits ig Franl⸗ 1 geführt. u den Auf- verhafteten din sich och 5 Dit„Tine“ t Ustentdurg 5 ict Npoltot, 5 de, er glaute crung, wil dan, babe * 8 1 5 1 5 * 2 5 * 7 11 rt gtslattti. 1 puattelt bit. 31g, „eis Parla- „ Ben achung (galt pul ber 37 Folge ige das Ein- rütlalse des 57 Bertgung „ ti 770, Josepb zon Afrika, auf diese Weise dem Handel neue felder erschließend. sien. Während der Telegraph aus Nord- merika die Einäscherung ganzer Städte meldet, ningt aus China die neueste Ueberlandpost die Fachricht, daß in Tientsin Ueberschwemmungen oßen Schaden angerichtet haben und gegen 3000 Personen verunglückt sind. Die neueste Nummer des Organes Verbreitung von Volksbildung(der Bildungsverein“) bringt eine Reihe interessanter Mit⸗ geilungen aus allen Theilen Deutschlands über den Fortgang der Gesellschaft, denen wir entnehmen, daß man in verschiedenen Orten praclisch thätig ist. Zunächst hat nan die Errichtung von Lesezürkeln, Volksbibliotheken und je Veranstaltung öffentlicher Vorträge begonnen. Der om Ausschuß an die Verleger gerichtete Aufruf bezüglich er Lieferung populärer Bücher ist von großem Erfolge zewesen. Man ist soeben mit der Ausstellung von Muster⸗ gatalogen für Volksbibliotheken beschäftigt. Eine Anzahl Werke ist schon zur Vertheilung bereit, alle zu sehr er⸗ mäßigten Preisen. Bad⸗Nauheim. Der Gemeinderath dahier hat dem Herrn H. Siesmayer in Bockenheim, als Anerkennung einer verdienstvollen Leistung bei Ausführung der Kur⸗ und Parkanlagen, das Ehrenbürgerrecht ertheilt. Hanau. Am 16. October wurde die 50. Jahres- dersammlung der Mitglieder der natursorschenden Wet⸗ erauischen Gesellschaft unter sarker Belheiligung in dem Zokale der Gesellschaft abgehalten. Gymnasiallehrer Flied— ger sprach über Johannes Keppler, Prosessor Lucae aus Frankfurt über Darwinismus, Physikus Möller über Entstehungsarten von Krankheiten bei Menschen und Thieren, sowie Prosessor Zehfuß von Frankfurt über Ent⸗ fiehung des Nordlichts. 0 Darmstadt. Riesige Friedberg. er Gesellschaft für Placate an den Straßenecken zeigen an, daß der Circus des Amerikaners Myer am 1. November Morgens 11 Uhr hier eintreffen wir am selbe 1 eine Wastuunz in In 0 Gegellshaft miigeführten Zelt stallfinden wird. Die sellschaft, welche hier nur 2 Vorstellungen gibt, wird am Nachmitlag des 1. November, um 3 Uhr, mit Pferden, 20 Ponnis, 3 Elephanten ꝛc. einen Zug durch die Haupistraßen der Stadt veranstalten. Aus Bingen, 22. Oct. wird der„K. Z. mitgetheilt, daß in vergangener Nacht ein von Bingerbrück abgelassener Güterzug zu Bingen auf einen im dortigen Bahnhof zur aus Mainz gekommenen Güter⸗ Entgleisung der Maschine und ferner Abfahrt bereit stehenden, zug stieß, was eine die Entzündung eines mil Oel beladenen Wagens Folge batte. Das Feuer theilte sich einem zweiten Kaufmannsgut beladenen, und dann einem driuen vierten Wagen mit und zerstörte dieselben gänzlich. außerordentlichen Anstrengungen dle es, einen fünften n Sstherbeil zu bringen. mit Petroleum beladenen Wagen Vom Personal ist Niemand verletzt worden. Berlin. In der Charité hat man einen, wie lautet, glücklichen Versuch gemacht, einen Pockenkranken durch Einspritzen gereinigten Blutes in eine geöffnete Ader vom Tode zu retten.— Am 15. d. wurde vor Palast des Kalsers eine Fuhre Mobilien abgeladen. Juhaber verblieben bei den Sachen, der Wagen eiligst davon. Es war eine Familie, finden konnte, Obdach zu erlangen. Diese Hoffnung ist dings ausnahmsweise erfüllt worden, indem ihr eine U kunft in einem disponiblen Kasernenraum angewiesen wurde. Nordamerika, wird eine eigenthümliche Von Florida, Naturerscheinung berichtet. County ist plötzlich zu einem See geworden. und Häuser mit ihren Bewohner gingen unter. Augenzeuge sagt, daß die Bäume, ebe sie versanken im Kreise zu bewegen schlenen. soweit das Auge reichte, tiefer und immer lieser un Ein großer Theil von Or seine Stelle trat brauseudes, zischendes und schäͤumendes Wasser, welches ein Geräusch wie das eines, rie Wasserfalls hervorbrachte. die keine Wobnung und diese verzweifelte Demonstration wählte, um auf diesem allerdings sehr ungewöhnlichen Wege ein ihr denn aller— Bäume Dann sank das Erdreich, Hin und wieder wurden die und der Ge⸗ 150 zur mit und Den ver⸗ dem Die fuhr nier⸗ ange Ein „sich d an sigen Wurzeln und die Kronen gewaltiger Fichten unb Eichen an die Oberfläche geschleudert. Die ganze Gegend fleht unter Wasser und ist zu einem großen See geworden. Der Ort Orlando soll ganz untergegangen und bie Seen von Apopka bis zum Lake Conway durch eine neuent⸗ standene gewaltige Inlandsee in unmittelbare Verbindung gebracht worden sein. Die Einwohner der Umgegend suchen, von Entsetzen erfüllt, andere Wohnorte. In Kleinasien scheint der Handel mit weiblichen Sklaven zu floriren. Der„Malta⸗Times“ der am 23. September von Tripolis in Malta angelangte Dampfer„Trabulus Garb“ eine weitere Ladung von Negermädchen, deren Bestimmungeort Constantinopel ist. Die Zahl der Mädchen war so groß, daß deren Hüter die Noihwendigkeit einsah, sein Cargo zu theilen und in zwei verschiedenen Schiffen nach Constantinopel zu ver⸗ senden. Die Manrinepolizei besuchte die armen Geschöpfe in dem Hause, wo sie einlogirt waren, aber Mangels eines die Dialekte des innern Afrika sprechenden Dol⸗ metschers konnte ihnen nichts weiter als das Wort„Stam⸗ bul“(türkischer Name für Constantinopel) entlockt werden, woraus man schließt, daß sie ihren Bestimmungsort und ihr Schicksal zu kennen scheinen. Sie sind von einer Wache in militärischer Uniform umgeben, aber man arg⸗ wöhnt, daß dies eine Maske ist, um die Aufmerksamkeit der Behörden einzuschläfern. 5 Heute, bei dem stets steigenden, schon jetzt alle Classen der Gesellschaft umfassenden Verkehr, ist wohl ziemlich Jedermann eines Nolizbuchs bedürftig. Wir glauben als ein solches Leske's Schreib⸗ und Geschäfts⸗ kalender für 1872, 61. Jahrgang, jedem Beamten und Geschästsmanne, sowie jeder Familie mit vollem Recht empfehlen zu sollen. Sein, auf der Höhe der Zeit stehen⸗ der Juhalt ist reich an geschäftlichen, statistischen und sonstigen gemeinnützigen Notizen, das Format, klein Octav, bandlich, die Ausstattung durchaus sauber, der Preis von 36, Kreuzern füt das gebundene, 20 Bogen flarke Exemplar sehr billig. Man findet das Büchlein in jeder Buchhandlung. Bekanntmachung. Das Schuldenwesen des Josep Weil von Oppersbofen detreffend. 2564 Die Verfleigerung der folgenden Immobilien der Weils Eheleute von Oppershofen, als: 1) Gemarkung Oppershofen. I. 1608. 66[UI Klfir Hofraithe im Ott 1609. 23„ Grabgarten 4 2) Gemarkung Rockenberg. VIII. 417. 124 LEJeiftr. Acker am gräfigten Weg, wird das unterzeichnete Gericht im Termin: Montag den 30. Oktober, Vormittags 9 Ubr, unter den alsdann bekannt zu gebenden Bedingungen abhalten und dei angemessenen Geboten sofort den Zu⸗ schlag ertbeslen. Steigliebbaber werden hierzu ein⸗ geladen und kann Emsicht der Immobilien durch Ver⸗ mittlung Großherzoglichen Ortsgerichtovorstebers von Oppershofen genommen werden. Butzbach den 13. Oktober 1871. Großherzogliches Landgericht Butzbach. Dr. Gllmer, Fresenius, Landrichter, Landgerichts ⸗Affessor. Bekanntmachung. 2635 Die Ansuhr des Salzes von der Saline auf den hiesigen Bahnbof, sowie in die Niederlagen zu Büdingen, Homburg, Nidda, Ortenberg und Ufingen soll für das Jabr 1872 an den Mindeflfordernden vergeben werden und ist dazu auf Dienstag den 31. d. M., Vormittags 11 Uor, ein dahier in unserem Amtolocal abzuhaltender Termin anberaumt worden. Bad- Naubelm den 19. Oktober 1871. ende ee Nauheim. e i ß. Bekanntmachung. 2640 Der Gemeinde Einnehmer Landvogt in Rocken berg ist von Großherzoglicher Obersorst⸗ und Domänen— Direktlon zum Rechner der Mark Rockenberg und Oppers⸗ hofen ernannt worden, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Arnsburg den 24. Oktober 1871. Großherzogliche Obersörsteret Münzenberg. Stumpf. — 7 7 f Die Gartenlaube. Nr. 42. Inhalt: Das Haideprinzeßchen. Erzählung von E. Marlitt.(Fortsetzung.)—. Die jüngste„Königin der Instrumente.“ Von Dr. H. Langer. Mit Abbildung; Ole neue Orgel im Schwerlner Dom Nach der Natur aufgenommen von E. S.— Briefe eines Wissenden. Zwelter Brief: Eulenburg, Mühler, Adel held, Moltke's Schwelgsamkest.— Unter den Willen des Niagarafalles. Von C. Löwenberz.—, Die Sühne durchs Leben. Von Gotifriev Kinkel.(Schluß.)— Blätter und Blütben? Streifzüge eines Feld⸗ maler s, III. Mit Abbildung bon Chr. Sell in Düssel⸗ dorf.— Die letzte Reise. Gedicht von Ir. Pm. Mit Abbildung von Bengt Nordenberg in Düsseldorf. Bindernagel& Schimpff in Friedberg empfehlen sich zu geneigten Aufträgen. Leere Oelfässer Georg Groß. 2637 in allen Größen bei Beste Zeit zum Abonnement. Daheim. Die soeben erschienene Nr. 4. enthält: Im Hochland. Novelle von Hans Tharau.( setzung.)— Der Kampf um zwei Madonnen. Von Alltbn.— Der Telegraph und die Witterungskund Berliner Wohnungenotb. Von Th. Coßmann. Orig'nalzeichnung von H. Lüders.— Der Sturz Meißters. Vaterländischer Roman von Georg Studie von Robert Pfeil. Mit Iüuffratton von fessor Knaus.— Am Familientische: Der Gebur des Ralhsherrn. Zu dem Bilde von Professor B Zu Beßellungen empfehlen sich Bindernagel& Schimpff in Friedb Ein fehlerfreies Pferd, 2001 6 Jahre alt, Fuchs, hal zu verkaufen Bad-Naubelm. Beginn des neuen Jahrganges! Neuestes. Aus Darmstadt bringt das„Fr. 2 folgende Nachricht vom 24. Okt.: Wenige Minuten vor 5 Uhr Mittags verkündigten dichte aus dem Dachstuhl unseres Hoftheaters emporsteigende Rauchwolken einen großartigen Brand, der höchst wahrscheinlich in dem Schnürboden ausgebrochen usgestzg n upon ug unjguvgpng zun band Fort Mar k.— Mit des Hiltl. (Fortsetzung.)— Der Berliner Leierkasten, Eine soctale Pro⸗ tstag ecker. erg. Heinrich Euser II. Wittwe. Ein braver Junge, und darinnen sehr bewandt ist, sucht Stelle zum al digen Eintritt. Näberes bei der Exp. d. Bl. Sechenkammen können stets Stelle erhalten durch Frau G. Schwabe, 2075 welcher eine schöne Handschrift schreibt bal 2617 Bockgasse Nr. 6 in Frankfurt a. M. war. In unglaublich kurzer Zeit stand der ganze Dachstuhl in Flammen, die sich mit rasender Schnellig⸗ keit dem Innern mittheilten, so daß nach 2 Stunden das unter Ludwig I. durch Moller aufgeführte Gebäude bis auf die Umfassungsmauern abge⸗ brannt war. Feuerwehr und im Theater be⸗— schäftigte Arbeiter leisteten bei dem freilich ganz vergeblichen Löschversuch Unglaubliches und wagten mit beispielloser Tollkühnheit ihr Leben. Das dem Theater gegenüberliegende Zeughaus schwebte an⸗ fänglich in der größten Gefahr, wurde zum größten Theile geräumt, blieb aber, Dank den unge eueren Anstrengungen, unversehrt. Aus dem Theater- gebäude wurden die Bibliotbek und die Musika- lien gerettet, die werthvolle darin aufbewahrte Garderobe hingegen fast ganz ein Raub der Flammen, so daß der Schaden mindestens ½ Mill. Gulden beträgt, jedoch durch Versicherungen ge⸗ deckt ist. Ueber den Ausbruch des furchtbaren Brandes verlautet zur Zeit noch nichts; anwesend war im Hause selbst Niemand, da die Vorstellung, und zwar—„Pechschulze“, um 77 Uhr be⸗ ginnen sollte. Menschenleben sind keine zu beklagen. Soeben traf ein: Leckts Schreibkalender für 18 72. Preis 36 kr. Bindernagel& Schimpff. Frucht preise. per Malter. Friedberg, 24. Oktober. Waizen 15 fl. 45 or 9 fl. 45 kr.; Gerste Jil. 50 kr.) Hafer 5 fl. 15%— 1623 Kor) Hafer 8¼— 2/3; Rüböl(100 Zollpfd.) ohne Faß bis 15 Grünberg, 21. October. Kore 11 fl. 31 kr.; Gerste 7 fl. 50 kr.; Hafer 4 fl. 3 15 kr.; Moinz, 20. October. 10 fl. 32 ke.; Gerste— fl. Kartoffeln 5 fl. 20 kr.; Reggenstroh per 100 Gebuntd Waizen 16 fl. 33 kr.; Frankfurt, 23. Oktober.(200 Zollpfund.) W. 12— 125,12; Gerste 10— 11; (r. 17 18 K. aszen 27 0 Branntwein(50% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß—. Waizen 15 fl 58 kr.! 2 kelz . — Molter 10 fl. 10 kr.; Erbsen 10 fl. 52 kr.; Linsen 15 fl. Saamen 19 fl. 55 kr.; Kartoffeln 4 fl. 40 fr. 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's zusammengetreten, welche sich die Sammlung von Beiträgen zur zu nehmen und dieselben ihrer n bee M. ein Raub der Flammen geworden. ach dem Lande geflossen sind. tion des Oberhessischen Anzeigers. Ueber „aus welchem im letzten Jahre Bestimmung gemäß an eine geeignete Local-Veranderun Vom 15. October an befindet sich 2 mein Geschäftslocal nicht mehr Vilbeler Straße 23, sondern Fahrgasse 83. 2555 M. Fuhirlander Nachfolger ö in Frankfurt a. M. 2631 Don Gasthaus zu den drei Schwertern. Bei 6440 1 10 Friedberg nerstag den 26. Oktober 1871, um 7 Uhr Abends anfangend: Streichconcert à la Strauss, ausgeführt von dem Musikcor ter persönlicher Leitung des Capellmeisters Herrn Adam. Entrée à Person 18 kr.— Programme werden an der Kasse ausgegeben. In dem Musikcorps des 1. Jnfanterie-Regiments befindet sich der größte Theil de Mitglieder unseres früheren Jägermusikcerps. vs des 1. In f.⸗Reg. un ist vorräthig: Schulbibel. Bearbeltet von Georg Thudichum. Preis fl. 1. 30 kr. 2636 Nuss. 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