opel 11 et f ender 9 18 J Schimpf n Hotel Tru erdan indecker. ech, ta- Handlung N 158 Eiern. alba, 165 Schell artellen del 2—ů——— S —— U 9 3 n ert Fr 1871. 1 1 * 1 0 M emitnzD 01 nee Ne Samstag den 25. November. ec Ot treffer Enthält die amtlichen Erlasse für den Kzejs Friedberg. Stirdberger Inttlligenzblatt. 20 Erscheint jeden Dienstag, Donnerstaß und Samsag —* Amtlicher Theil. Betrestend; Die Volkszäblung am 1. Dezember 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzogl. Bürgermeistereien, den Großherzogl. Polizei⸗Commissär zu Wickstadt und Umer Bezugnahme auf unser Amtsblatt Nr. 11 von diesem Jah zäblung aufmerksam und erwarten, dat solche pünktlich nach Vorschrift stattfindet und genaue Ergänzungen und Verbesserungen vermieden we rden. Friedberg am 23. November 1871. den Großherzogl. Beigeordneten zu Oes. re machen wir Sie auf die am 1. k. Mets. stattzufindende Volks. Arbeit geliefert wird, damit nachträgliche Ter a pvp. Oeffentliche Bekanntmachung. Betreffend: Anstellung eines Bezirksbauaufsebers sm Kreise Frtedderg. Im Kreise Friedberg ist die Stelle eines Bezirksbaugufsehers in Erledigung gekommen und es soll diese mit wieder besetzt werden. Diejenigen, welche sich um fragliche Stelle bewerben wollen, baben Zeugntsse ihres Leumunds, ihrer Kenntnisse, ihrer Leistungen bei seüheriger Verwendung u, s. w. längstens bis zum 15. Dezember l. J. bei uns einzureichen und sich darüber, daß sie das Examen als dem 1. Januar k. J. Friedberg den Geometer, wenigstens der III. Klasse, bestanden baben, auszuweisen. Der Gehalt besteht in 400 fl. Schreibmaterialien und Bezug von Taggeldern bei Verwendungen von unter Leitung des Großherzoglichen Kreisbauamts Friedberg ausgeführt werdenden Neubauten oder Hauptreparaturen. jährlich, einer Vergütung für 22. November 1871. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. T Fach bun Deutsches Neich. Darmstadt. Am 10. November wurde dem Rentner August Schenck zu Darmstadt, dem Guts besitzer Dr. Josepb Gros zu Hof Kolnhausen, dem e l e auf der Hohenau und esderrn Dr. Friedrich Lurwig Dael von Köth.⸗Wanscheid zu Sörgenloch die goldene Medaille für Wissenschaft, Kunst, Indystrie und Landwirthschaft verliehen. — In der jüngsten Sitzung des Handels vereins war die Steuerfrage auf die Tagesord⸗ nung, gest⸗Ut. Der Reserent, Steuercommissär Rau, kedeie warm dem den Ständen des König, reichs Sachsen vorgelegten neuen Steuergesetzent⸗ wurf das Wort. Der Redner sprach sich für die Herbeiziehung der, Actiengesellschaften zu der, Ein⸗ kommensteuer, gleichwie für die des gesammten Einkommensteuercapftals zu den Communallasten als allein der Gerechtigkest entsprechend aus. Der Vertreter unserer Resldenzstadt, Hofgerichtsrath Hallwache, nahm Veranlassung, der Versammlung gegtrüber seine Sympalbien für die angestrebten Ziele auszudrücken und sicherte feine Mitwirkung zu. — In Bezug auf das Deficit von 1,000,000 fl., welches unser Staatsbudger für 1872 aufweist ind welches leriglich rurch vie vom Staat 1868 e Eisenbabnzinggarantien veranlaßt ist und obne welche ein Ueberschuß von 171,291 fl. vorbanden sein würde, sagt die Vorlagt der Re⸗ gletung; Die dem Staat durch vie Eisenbabn: garantzen ewachsende Last ist abet eine solche, die sich allmählig vermindern und hoffentlich mit rer Zeit ganz verschwinden wird. Sie ist ge⸗ wissermaßen der in abnehmender Skala zu bezab⸗ lende, unter günstigen Umssänden spättt duch wieder zum Ersatz kommende Preis für das Zustande⸗ kommen der betreffenden Eisenbahnen, die für alle Zukunft dem Lande großen Vortheil bringen. Daß die heben Beträge der ersten. Jahre dusch die laufenden Staatstinnahmen gedeckt werden, ist nicht zu verlangen; vielmehr würde es gerecht⸗ fertigt sein, den größten Theil derselben auf dem Wege von Ace zu bestreiten, wenn es an andern Mitteln, dazu sehlte, und um so weniger wird es einem begründeten Bedenken unterliegen können, die vorhandenen Ueberschüsse der Haupt⸗ stdatskasse dafür in Enspruch zu nehmen. Von einer Steuerberminderung, die ohne dit Ausgabe man aber mit Rücksicht auf das bedeutende Desi⸗ cit, welches sie jetzt verursacht, und voraussichtlich, wenn auch in minderem Grade, in den nächsten, Jahren verursachen wird, abseben müssen. — Prinz Ludwig von Hessen ist von London * hter wieder eingetroffen. — Die Regierung hat den Ständen eine Vorlage wegen weiterer Anstellung von Revisoren à 1400 fl., zwei Probatoren erster Classe à 1200 fl. und zwei zweiter Classe à 800 fl., sämmtlich bei der zweiten Justificatur Abtheilung der Oberrechnungekammer, gemacht. Eine weitere Vorlage betrifft die Erhöhung der Dota- tion der landwirtbschaftlichen Vereine von 12,000 auf jährlich 20,000 fl.— Die zweite Kammer wird Mitte December zusammentreten. — Wie von bier berichtet wird, bereitet sich unter der protestantischen Bevölkerung des Landes eine Agitation vor, welche ein gesetzliches Betbot des Jesuitenordens bezweckt. f Offenbach. Nachdem die hiesigen Maschinen⸗ fabrikanten an ihre strikenden Arbeiter die Kund⸗ machung gerichtet batten, daß alle Arbeiter, welche bis zum Montag den 20. d. die Arbeit nicht wieder aufnehmen würden, unnachsichtlich von den Fabriken ausgeschlossen blieben, erschienen, am Montag in der einen der hiesigen Maschinen⸗ fabriken nach und nach wieder beiläufig, vier Fünftel, in anderen dagegen nur eine kleine An⸗ zahl, in noch anderen gar keine der darf deßhalb wegen der zwei Arbeiter und Wiederaufnahme der sttionen des Marine Etats genehmigt, ebenso die von den Reichstagscommissarien beantragten Reso⸗ lutienen, ausgenommen der Passus bezüglich der Abkürzung der Gründungsperiode. Die Ausgaben für die Besoldungs⸗Berbisserungen werden ohne Debatte genehmigt, Finanzwinister Camphausen bezeichnete die vorgeschlagene Maßregel als eine Radikalkur, welche durch eine Erhöhung aller Be⸗ amtengehälter um 16½ pCt. den bestehenden Miß⸗ verhältnissen für längere Zeit abhelfen soll. Eine gleiche Gehaltserhöhung stehe für die preußischen Beamten bevor. Es folgt die dritte Berathung des Reichs münzgesetzes. Nach Schluß der Gene⸗ raldebatte vertagt sich das Haus auf morgen. — 22. Nov. Reichstag. Die Gesetzentwürfe, betreffend den Nachtrag zum Haus haltsetat von 1871, die Einführung des Quartierleistungsge⸗ setzes und des Gesetzes des norddeutschen Bundes über die Unterstützung bedürftiger Familien von Ersatzreservisten in Baden, werden ohne Debatte nach dritter Berathung genehmigt, ebenso der Ge⸗ setzentwurf über die Einführung des Gesetzes des nerddeutschen Bundes, betreffend die Kriegsdienst⸗ verpflichtung in Bavern. Die§§. 1 und 3 werden unverändert genehmigt,§. 2 in der Fas⸗ sung der Regierungsvorlage wiederbergestellt. Ir⸗ Lauf der Diecussion betonte der würtembergische Minister Mittnacht gegenüber den Anführungen Hölder's, daß die würtembergische Regirrung sich das Recht wahre, bei der, Aufgabe von Reservat⸗ rechten auch ohne Einvernehmen mit der Kammer Arbeit seiteng einer ansehnlichen Minorität der vorzugeben. Nach den Bündnißverträgen komme Arbeiter die Coalition des Maschinenbauervereins als gesprengt angesehen werden. Uebrigens ere fährt man, daß eine Deputation der feiernden Maschinenarbeiler vorige Woche guch in Darm- stadt war, um bei der Regierung über die Schließung der Fabriken Beschwerde zu führen. Als ihnen aber dort entgegnet wurde:„Wenn die Arbeiter Strikes machen, kann dies den Fabrikanten doch auch nicht verboten werden“, vermochten sie gegen diese Logik Nichts weiter vorzubringen. Zwei Redner aus einer am ver- flossenen Sonntag abgehaltenen Arbeiter-Versamm⸗ lung sollen übrigens wegen Schmähung des Reichs- oberhaupts gesänglich eingezogen und nach Darmstadt verbracht worden sein. Berlin, 21. Nov. Reichstag.(Schluß.) für die Eisenbahn-Garautien zulässig wäre, wird Bei der Specialdiscussion werden sämmtliche Po nur die Zustimmung des Bundesratbs in Betracht. Das Gesetz, betreffend den Geldbedarf für die Reichs ⸗Eisenbahnen in Elsaß Lothringen, wurde in dritter Berathung ohne Discussion genehmigt. Darauf folgten Wahlprüfungen. Schließlich folgte der Bericht der Geschäftsotdnungs-Commission über die Auslegung des§. 43 der Geschäftsord⸗ nung. Nach längerer Debatte wurde der Antrag Winothorst's angenommen, die Entscheidung der Frage in die Commisston zurückzuverweisen und dieselbe aufzufordern, Vorschläge zu machen, um über das Verfahren bei Entziehung des Wortes feste Bestimmungen zu treffen. — 23. Nov. Reichstag. Fortsetzung der dritten Berathung des Reichs münzgesetzes. Staats- minister Delbrück erklärt, die Regierung sei mit den Beschlüssen des Hauses im Allgemeinen ein- versfanden, hebt jedoch bezüglich des Paragraphen 11 hervor, daß die Regierung die Verpflichtung nicht anerkenne, bei Ausprägung eines jeden Pfundes der neuen Goldmünze zugleich ein Pfund alter Goldmünzen einziehen zu müssen. Die Regierung sei fernet der Ansicht, die Einziehung von groben Silbermünzen könne nicht auf administrativem, sondern nur auf legislativem Wege ersolgen. Der Minister betont endlich die Zweckmäßigkeit des Dreißigmarkenstückes und empfiehlt die Wiederher⸗ stellung der Regierungsvorlage in diesem Sinne. Das Letztere empfieblt der Finanzminister Camp⸗ hausen als bestes Mittel, die Uebergangszeit zu erleichtern und eine ungesunde Papiertcirtulation zu vermindern. Die§. 1 und 2 werden hierauf angenommen.— F. 3 wird, nach Ablebnung des Amendements Kittbergs auf Wiedereinführung des Dreißigmarkenstückes angenommen. Die§§. 4 bis 13 werden angenommen, sowie die in zweiter Lesung genehmigte Kesolution Braun's, den Reichs⸗ kanzler zu ersuchen, durch eine Vorlage baldthun⸗ lichst die Einztebhung von Staatskassenscheinen zu regeln.— Es folgt die erste Berathung über den Gesetzentwurf, betreffend die Ergänzung des Straf⸗ gesetzbuchts durch eine Strafbestimmung gegen die politische Agitation der Geistlichen. Der bape⸗ rische Cultusminister v. Lutz motivirt die Vorlage. Es handle sich, führt Redner aus, nicht um eine lediglich bayerische Frage, das ganze Reich sei in Mitleidenschaft gezogen, wenn ein Glied leide. Die Frage in Bayern sei, ob die Regierung Herr im Staate sein solle, oder die römische Kirche. Zwei Regierungen könnten nicht neben einander bestehen, widrigenfalls alle Autorität zu Grunde ginge. Die katholische Kirche suche ihre Macht auf alle Gebiete auszudehnen, der Staat habe zum Schutze gegen kirchliche Uebergriffe das Placetum regium und ähnliche Einrichtungen getroffen, die⸗ selben ständen jedoch mit den Principien des mo⸗ dernen Staates im Widerspruch. Die Kirche müsse auf ihrem Gebiete frei sein, und der Staat sich eine Reihe von Bollwerken gegen kirchliche Uebergriffe schaffen, deren erstes das vorliegende Gesetz sei. Redner weist die Nothwendigkeit der⸗ selben durch die Haltung des Clerus und des Dogmas der Unfehlbarkeit nach und betont, daß die Geistlichen das Gesetz gegen den Terrorismus der ultramontanen Bischöfe geschützt würden. — Die„Kreuzzeitung“ schreibt: Wie ver⸗ lautet, hat der Cultusminister, Herr v. Mübler, dem Staateministerium nunmehr einen alle Theile des Unterrichts wesens umfassenden Gesetzentwurf vorgelegt. Ueber die Einbringung desselben in den Landtag ist noch kein Beschluß gefaßt worden. — Die Ernennung des General ⸗Lientenants v. Stosch zum Marineminister scheint der„Kreuz ⸗ zeitung“ zufolge beschlossen. — Eine kaiserliche Cabinetsordre besieblt: daß lich die Armee an der am 26. d. M. stattfinden⸗ den kirchlichen Todtenfeier in allen Garnisonen in möglichster Ausdehnung zu betheiligen hat. Sämmtliche Offiziere legen an diesem Tage am linken Oberarm einen Trauerflor an. Alle Fahnen und Standarten der Linie und der Landwehr— mit einem Trauerflor behängt— werden von den Truppen überall mit in die Kirche gebracht und während des Gottesdienstes am Altar oder vor der Kanzel aufgestellt. In denjenigen Garnison⸗ orten, in welchen Seitens der Civilbevölkerung eine kirchliche Gedächtnißfeier für die Verstorbenen am 26. November nicht begangen wird, soll ein entsprechender militärischer Gottesdienst für die Garnison abgehalten werden. 2177n In ver letzten Woche haben zwischen dem Fürsten Bismarck und einzelnen hervorragenden Mitgliedern der nationalliberalen Partei vorläufige Pourparlers über den Militäretat stattgefunden, die zu dem Resultat führten, daß die National- liberalen dit Ueberzeuzung von der Nothwendig⸗ leit gewannen, den eisernen Militäretat bis zum 31. Dezember 1874 zu prolongiren. — Die„Kreuzzeitung“ vernimmt, daß der Cultusminister den Landtage mehrere Gesetzent⸗ würfse, betreffend die erargelische Kirchenverfassung, vorzulegen beabsichtige. Ein mit großer Bestimmtheit 170 retendes Gerücht besagt, der bisherige würktembergische Kriegsminister Generallieutenant von Suckow sei an Stelle des Generals der Infanterie v. Boyen zum Gouverneur von Mainz ernannt worden. Dies Gerücht, bemerkt die„Karls r. Ztg.“ offitiös, scheint alle Glaubwürdigkeit zu besitzen. — Wit die„Köln. Ztg.“ meldet, soll die Reichsgoldnünze zu 10 Mark„Ducaten“, die zu 20 Mark„Wilbhelmsd'or“ genannt werden. Aus Schwerin wird den„Hamburger Nach⸗ richten“ berichttt, daß auf Befehl des Kaisers die Paraden nicht mehr am Sonntag, sondern am Sonnabend abgehalten werden sollen, damit das Militär am Sonntag Ruhe habe. Kassel. Vom 7. brandenburgischen Infanterie⸗ Regiment Nr. 60 und vom braunschweigischen Infanterie-Regiment Nr. 92 kehren in den nächsten Tagen je cirta 260 Mann Reservisten nach der Heimath zurück. Dieselben treffen am 25. d. in Frankfurt a. M., wo sie verpfleg: werden, ein, und werden von da theils äber Bebra, theils über Marburg nach Berlin, kesp. Braunschweig weiter befördert. Marburg. Hier circulirt eine Petition an den Reichstag, welche im Anschlusse an die von Köln ausgehende Adresse den Reichstag ersucht, für Aueweisung des Jesulten⸗Ordens aus Deutsch⸗ land Sorge tragen zu wollen. Die Bittschrift hat aus allen Kreisen der Bevölkerung Unter⸗ schriften gefunden. Karlsruhe. Die bei Eröffnung des Land⸗ tages don dem Großberzogt gehaltene Thronrede gedenkt der großen Ereignisse des letzten Jahres und fährt dann fort:„War es Mir auch als tine unumgängliche Pflicht erschienen, auf wesent⸗ liche Kronrechte zu Gunsten des Vaterlandes zu verzichten und dadurch für Meinen Theil dazu beizutragen, daß des deutschen Reiches Auschen und Kraft gehoben werde, Wir selbst aber dabei die⸗ jenige Stärkung erfahren, welche aus einheitlicher Führung des Heeres und der Politik erwachsen muß, so wird es fortan in erhöhtem Maße Mein Bestreben sein, die selbstständige Entwickelung der geliebten Heimath in ihrem freien und unabhängig zu erhaltenden Staatsleben mit allen Kräften zu fördern.“ Nach Ankündigung verschiedener Ge setzes vorlagen schließt die Thronrede mit folgenden Worten:„Die politische Einigung Deutschlands hat, wie die günstige finanzielle Lage des Landes zeigt, demselben keine neuen Opfer auferlegt. Viel⸗ wehr hoffen wir von der Kraft des Reiches, welches den glorreichsten Frieden errungen hat und ihn schützen wird, einen neuen Ausschwung alles materiellen und geistigen Lebens, wie in dem ganzen weiten deutschen Vaterland, so in der theuren badischen Heimath. Das walte Gott!“ Ausland. Oestert eich. Wien. In Betreff der statt · gehabten Besprechung einer Anzahl hervorragender Mitglieder der Versassungspartei mit dem Fürsten Adolph Auersperg melden hiesige Blätter über⸗ einstimmend, daß das Progtamm des Letzteren die Zusage der Unterstützung dieser Partei gefunden habe. Als eventuelle Cabinets mitglieder werden Lasser, Stremayr, Glaser, Unger, Chlumetzky, Banhans und Brestl genannt. Frankreich. Paris. Die Internationale hat in einem der bedeutendsten socialdemokratischen Pariser Blätter, der„Constitution“, die Beschlüsse kundgegeben, welche auf der vom 17. bis 23. Sepiember d. J. in London stattgefundenen Dele⸗ girten⸗Versammlung gefaßt worden sind. In diesen Btschlüssen wird den Mitgliedern der Internationale zunächst angekündigt, daß sie sich einfach und aus⸗ schließlich nur als Zweigvereine, Sectionen, Grup- pen, Comites u. s. w. zu constituiren haben, die Bezeichnung Gentral-Rath dagegen dem Central“ rath in London verbleiben muß. Diesen Unter⸗ abtheilungen wird verboten, andere Zwecke zu verfolgen oder sich specielle Aufgaben vorzusetzen, als ihnen von der Internationale vorgeschrieben wird. Als Erkennungszeichen und gleichzeitig zur Einziehung des Cassenbeitrags dient nach Artikel 4 mäßige Stempelmarke, welche der Generalrath zum Preise von 10 Centimes pro Stück den Vor⸗ ständen der einzelnen Sectionen übersenden wird. Ferner wird die Bildung von Frauen ⸗Sectionen empfohlen, und die von statistischen Commissto innerhalb jedes Ortsverbands angeordnet, ug eine genaue Statistik aller der Internationale zugänglichen Kräfte zu ermöglichen. Soviel als möglich soll die Agikation auf die ländliche Be⸗ völkerung ausgedehnt werden und ist zu versuchen, innerhalb derselben öffentliche Versammlungen ab⸗ zuhalten und ländliche Sectionen zu begründen, In Artikel 14 wird die Arbeiterbewegung für un ⸗ zertrennlich von der politischen Bewegung erklärt und überall die Constituirung des Proletarkats als politische Partei angeordnet. — Das„Journal des Döébats“ berichtet, daß sich Thiers neulich bezüglich des Falles, daß der Papst ein Asyl in Frankreich verlangen sollte, gesprächsweise folgendermaßen ausgelassen habe. Suchen wir, sagte Thiere, die Entschließung des Papstes in keiner Weise zu beeinflussen, rathen wir ihm weder zu noch ab, herzukomm en; aber wenn er ein Asyl verlangt, wird er mit tiefer Achtung empfangen werden. Er wird Sicherheit und Ergebenheit finden und vollständig frei sein. Ich wollte ibm Anfangs Avignon anbieten, aber wegen der Abneigung der Einwohner dieser Stadt gegen das Project zog ich es vor, ihm das Schloß von Pau zur Verfügung zu stellen. Ueb⸗ rigens glaubt Thiers nicht, daß der Papst ernst⸗ lich daran denke, Italien zu verlassen. — Gerüchtweise verlautet, daß Haussuchungen bei hervorragenden Bonapartisten vorgenommen wurden.— Die Generalrathswahlen in Algier siad ausnahmslos radical ausgefallen. Belgien. Brüssel. Man schreibt der „Indépendance“ aus Vexsailles, das Thiers erust⸗ lich daran denke, eint Reihe Maßregeln zur Be⸗ festigung der Republik zu ergreifen und einem Volksplebiscit zu unterwerfen. Großbritannien. London.„Dailh News“ veröffentlichen den Entwurf eines fran zösischerseits vorgeschlagenen Handelsvertrags. Die hauptsächlichste Bestimmung desselben ist eine be⸗ deutende Erböhung dee Eingangszolles auf Hanf, Flachs, Wolle und Baumwolle. Der Vertrag soll bis 1877 dauern. Die Ratification seitens der Nationalversammlung ist vorbehalten, Itaien. Rom. Wie der„Tempo“ meldel, ist auch hier ein Verein der Altkatholiken in der Bildung begriffen. An 2000 Personen haben bisher ihren Beitritt erklärt. Amerika. Newyork. Aus Mexito wird gemeldet, daß im ganzen Lande furchtbare Revo⸗ lutionen ausgebrochen sind. Die Armee ist unzu⸗ frieden, die Gouverneure der Provinzen reichen ihre Entlassungen ein, allenthalben herrscht Be⸗ sorgniß und die Regierung ist zelähmt. Frankfurt. In dem Main⸗Weserbahnhof wurde ein Bahnhofarbeiter von einem Rangirzug umgessoßen und todtgefahren. Die Räder waren dem Unglücklichen, det Vater von 5 Kindern ist, über den Leib gegangen. Ein ähnliches Unglück bätte sich mit zwei Kindern, welche zu der Sorte gehören, die die Steinkohlen auf der Neckar⸗ bahn zehnten, ereignen können, wenn dieselben nicht durch die Geistesgegenwart eines Dritten vor dem rückwärts ins N hereinftoßenden Kohlenzug gerettet worden wären. Invalide, aus dem letzten Kriege, Herr Bott getraut. Der Genannte, welcher vor Paris beide Beine verloren hat, ist Inhaber des eisernen Kreuzes. Aus Düsseldorf meldet die„Köln. Volkszig.“: Det Werth der nach den jüngsten Ktiegsereignissen endgültig in bayerischem Besitz verbliebenen Düsseldorser Gemälde⸗ galerie wird von kompetenter Seite auf 12 Millionen Thaler veranschlagt. Der Stadtratb hat den Beschluß ge⸗ faßt, im Namen Düsselborss eine Bittschrift abzusenden, wonach unsere Stadt gegen Zahlung von 300,000 Thlr. die, wie schon früher erwähnt, zum Bau eines Theaters und einer Ausstellungs halle benutzt werden sollten, allen Ansprüchen auf ihre Eigenihumsrechte an die Galerie entsagt. Dortmund. Zu den Gruben, welche wegen Wagen⸗ mangels die Förderung haben einslellen müssen, gehört u. A. auch bie Zeche„Vereinigte Germania“ bei Marten. Die Bergleute der letzteren haben sich deßhalb telehraphisch mit der nachstehenden naiven Blite an den Fürsten v. Big marck gewandt:„An den Reichskanzler Fürsten Bismarck, Berlin. Seit dem 1. Novembet flockt der Güterverkehr eine für alle Mitglieder in allen Ländern gleich⸗ gänzlich. In Folge dessen können wie unsere Kohlen nicht mehr aus der Grube bekommen, wir verdienen nichts anau. Am vergangnen Sonntag wurde hier ein surchbal 405 neu den eifle Sernau/ duc der Nilig dt vit Fel dutsche, Stüde daß mus wok tin mehr Of faite w — Hofr 2918 11. Uhr stelwils den selbt glur. J. 1 weg zug werden. gri — wrd lunge 00. 23 125 fur 1. gang trllan b vrolclatiut * bericht 129 langen folg adi bat lczrng del Aer, rathe kan 1 ahn t an feht n Sicherhen dig tei sein bieten, ahn dieser Suß „ idea dn delrt. th. Payst ern 1 ubsuch rngn dergtnonnt n i Algin 5 rb der Thiert cral⸗ eln ger Be · r nen „Dailg gts fras- ragt. Dit ant de⸗ u f dan, Der Vertrag 11 stiltu⸗ . be Act, hellt in det des habet Atrit ird aben Nene tt i n 1 richt unc be 1 aN unser Leben ist⸗ gefährdet, da durch die vielen un der Grude lagernden Kohlen der Wetterzug gehemmt und sich die Betriebe voll schlagender Welker siellen. Deute hat unsere Direction uns gar nicht anfahren lassen. Dir verdienen also niche, und das ist sehr hart für den Arbeiter in dieser euren Zeit. Lieder Fürst Bismarck! Wir haben Ihnen vor einem Jahre geholsen und nun nelsen Sie auch einmal, daß wir wieder an den Verdienst ommen. Für die wegen Wagenmangel feiernden 714 Bergleute der Zeche„Vereinigte Germania“ Fritz Sonntag.“ Paris. Am Nachmittag des 19. d. erschreckte ein urchtbarer Knall die Einwohner des Viertels Saint⸗Maux: aut neue Dampfmaschine, mit der man in einer Fabrik den ersten Versuch machte, war explodirt. Dem Mechaniker Sernau, der den Versuch leitete, wurde durch ein Eisen⸗ gück der Oberkörper vom Unterkörper getrennt und gleich⸗ zeitig drang ihm der beiße Dampf in das Fleisch, welches wie Feu von den Knochen herabraun. Ein 17jäbriger Bursche, der ihm zur Seite stand, wurde buchstäblich in Stücke zerrissen und sein Kopf so weit weggeschleudert, das man ihn bisber noch nicht wiedergefunden hat. Es wat ein wahres Wunder, daß die Exploston nicht noch mehr Opfer forderte; denn in einer nahe gelegenen Werk⸗ Hätte waren 120 Arbeiter beschäftigt. Nur einige von ihnen wurden durch die Glassplitter, welche von allen Seiten herum flogen, leicht verletzt. loosung fielen auf folgende Nummern höhere Gewinne: senzeitung,“ die dem Publikum, nicht den großen Spekulanten dienen will, als einen zeitgemäßen begrüßen müssen. Die vielen Millionen der kleinsten Ersparnisse, die an den„Rumänsern“ und äpnultchen Papieren verloren gegangen find, würden den Leuten erhalten ge⸗ blieben sein, wenn ein Organ vorhanden gewesen wäte, das mit einem sachgemäßen Urtheil ausgerüstet, bei Zeiten gewarnt hätte. Das Publikum solgte den Aupreisungen der Banquiers und Wechsler, die ihnen die Schwindel⸗ papiere mit hohem Gewinn zufertigten, und dit alten Vörsenblätter unterstützten solche Proceduren— sie wußten schon warum. Jetzt geben sie Rathschläge, die aus dem Sumpf in die Pfütze fübren. Ein wiklich wachsames und unbeflechliches Blatt, das sich dem Dienst des Privat- kapitals ausschließlich widmet, findet heute noch ein er⸗ sprießliches Arbeitsfeld und wird immer noch Gelegenheit haben, dem Kapital sichere Wege anzuweisen, und es gegen traurige Schädigungen zu schüßen. Die„Neue Börsenzeitung“, die sich solche Ziele gesetzt hat, if am 15. November in Berlin erschienen, und kann für den billigen Preis von 1 ¼ Thlr. für das ganze und 20 Sgr. für das jetzige halbe Quartal durch alle Poft⸗ anstalten bezogen werden. 2894 Verloos ungen. Freiburg(Canton), 17. Nov.(5 Frs-Loose von 1860.) Bei dei am 15. d. statigehabten Ver⸗ 19 der Serie 7709 50,000 Frs., auf Nr. 33 auf Nr. Nr. 31 der Serie 2126 der Serie 1565 5000 Fr., auf 1000 Frs., auf Nr. 49 der Serie 1565, Nr. 38 der Serie 4362 Nr. 45 der Serie 4576, Nr. 49 der Serie 4849, auf Nr. 18 der Serie 43962 und auf Nr. 8 det Serie 6304 je 250 Fre. Die Zahlung ersolgt am 15. Februar kommenden Jabres. Wer vie Rathlosigkeit der Kapitalisten und kleineren Rentier kennt, die Gelder anzulegen baben und lediglich den Weisungen der Banquiers preisgegeben sind, der wird den Gedanken, eine„Bor Hofraithe- und Garten-Versteigerung, 2918 Montag den 27. November d. J., Vormittags 41 Übr, sollen auf biefigem Ratbhause auf wiederholt Ireiwilligen Antrag der Karl Sommers Eheleute die wenselben zuffebenden Immobilien: Alux. Nr. Klfir. Gemarkung Friedberg. 1. 44. 22½¼0. Dofralthe in der Stadt, 1 Ace er bei der St. Leonbards rche. weg zugsbalber nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 24. November 1871. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar. Schaafpferche⸗Versteigerung. 2915 Montag den 27. Novemder d. J., Vormittags 11 Ubr, sollen in blesigem Ratbhause 10 dis 15 Schaaf⸗ pferche, welche den 27. November d. J. ihren Anfang nehmen, öffentlich meistbietend verstelgert werden. Friedberg den 24. Novemder 1871. Groß berzogliche Bürgermeisteres Friedberg. Roucar. Verpachtung des städtischen Rosenthals. 2901 Olenssag den 28. November d. J., Vormittags 10 Uhr, soll in biefigem Ratbhaust das städtische Ge⸗ lande, sog. Rosenthal, auf weltere 6 Jabre in 9 Ab- thellungen oder im Ganzen öffentlich meifbletend ver⸗ pachtet werden. Friedberg am 24. November 1871. L. Hanau, gos-Uhrmacher X Goldarbeiter. 2845 Fabriklager. Schweizer Taschenuhren, 8 Pariser Pendules, in schwarzem Remontofres, am Bügel aufzuziehen, 8 8. Marmor, Alabaster und Bronze, mit in Gold, Silber und Talmygold, 2 und ohne Schlagwerk, Damen⸗Uhren, 2 Pariser Wecker und Regulateure, Cylinder und Anker⸗Uhren, Talmygold⸗Ketten, neueste Muster. r diucch directe Einkäufe zu außerordentlich billigen Preisen. Wit erlauben ung auf unsere seit Jabren bestehende, einer sehr zahlreichen Bethelligung sich erfreueude Journal-Lese-Anstalt ergebenst aufmerksam zu machen. Dieselbe dietet die reiche Auswahl von 22 der besten und dellebtesten Unterbaltungsdlätter, von denen viele mit schönen und interessanten Illustrationen verseben siad. Der Umtausch der Zeitschristen ersolgt seden Samstag; eine präelse und geregelte Circulation der Heste ist unsere angelegentlichste Sorge. Das Verzeichniß der circulirenden Blätter, Interessenten mit Vergnügen zu Diensten. Die Betbetligung kann zu jeder Zelt erfolgen. Bindernagel& Schimpff. Neue ungar. Bohnen, Erbsen, Linsen, sowie die näheren Abonnementsbedingungen stehen den Feinste Punsch⸗Essenz, Jamaica Rum, Batavia Arac, 71 Oroß herzogliche Bürgermeiflerel Friedberg. Foucar. Güter- Verpachtung. 2916 Dienffag den 28. November d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in plefigem Rathbause zwei dem Augufliner Schulsonde babler zufebende Güterfiäcke; Flur. Nr. Klftr. Gemarkung Friedberg. 14. 27. 412. Acker Großgalgenfeld am Teufels bödichen, 14. 79. 598. Acker Großgalgenfeld, nochmals öffentlich melstbictend verpachtet werden. Friedberg den 24. November 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Zoucar. Mobiliar- Versteigerung. 2919 Donnerstag den 30. November d. 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Das Chauffirsteine, bierauf das Zerschlagen derselden, soll in den unten bemerkten Terminen und Orten an, dle ergebende Präclussedecret wird nur durch Anschlag am Weniggnebmenden in Accord gegeben weben. „ gene 851 5 anau am 24. Okioder 1871. 2 j 2 Königliches Amtsgericht Abtheilung II. 85 par Neri 2 Name u C 8 st e r. 2 8 12 der eee 0 Tag. Stunde. Ort. Local. 1 Bauausseher. Verste iger a Bersteigtrung der Requisiten des vormalig l Montag den 27. Nod. 10 U. Morgens] Nauheim Oeulscher Ho 2 unt 31 Weide und Sunner Reserve* Lazareths zu Bu 6 ba ch. 2] Dienflag den 28. Nov. 10 U. Morgens Butzbach Brauerei von J. Melchion 1 Hölzer. 2859 Wontag den 27. und Otenstiag den 28. d. M.,] 3 Mittwoch d. 29. Nov. 10 U. Morgens Ilbenstadt Chausseehaus 5 und 7 Konrad und Stipp. Morgene von 9 Ubr und Nachmittags von 2 Uhr an⸗ 4 Donnerssag d. 30. Nov. 10 U. Morgens Dortelweil Chausseebaus 6 Schäfer. jangend, werden in der Retter⸗Caserne dahser sämmt⸗] 5 Freitag den 1. Dec. 10 U. 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