Dienstag den 25. Juli. 86. Went,. 0 6 ö 0 . lug, die: 1* E f * ug, un f 8 . 1* 1A ** 10 ke Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Antelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. P Auf dieses Blatt können für das zweite Halbjahr noch Abonnements angenommen und vollständige Exemplare desselben geliefert werden. Um vorgekommenen unangenehmen Mißverständnissen und Irrungen, welche bei mündlichen Bestellungen von Inseraten leicht entstehen konnen, für die Folge vorzubeugen, bitten wir Inserat-Auftrage nur schriftlich aufgeben zu wollen. Die Expedition * n Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte find zu publieiren: 5 Nr. 20. Bekanntmachung, die Ergebnisse der Verwaltung des Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke betreffend. ntn- Handlung——— Cabinetsordre, die freiwillige Hülfstbätigkeit im Großherzogthum Hessen betreffend. g Nr. 23. sub 1. Bekanntmachung, die Ausfertigung von Uebergangsscheinen bei der Versendung übergangssteuerpflichtiger Gegenstände ermächtigter Stellen betr. Nr. 24. sub 1. Gesetz, die Ausführung des Reichsgesetzes über den Unterstützungswoh nsitz betreffend.— sub 2. Belanntmachung die Demobilisirung detr. Chatten. Friedberg am 21. Juli 1871. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. n 5. 8 pda a o, Kreis ⸗Assessor. em: g Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publieirt worden: Stamm. l Nr. 33. Nr. 676. Gesetz, betreffend die Verleihung von Dotationen in Anerkennung hervorrogender im letzten Kriege erworbener Verdsenstk. Vom 22. Juli 1871.— Kr. 677. Verordnung, betreffend die Cautionen der bel der Militär- und Marineverwaltung angesiellten Beamten. Vom 5. Juli 1871.— Nr. 678. Bekanntmachung, betreffend die zwette Ergänzung der unterm 19. Juni c. erlassenen Vorschriften zur Aussührung des Reichsgesetzes vom 8. Juni c. über die Inhaber⸗ 4 5 papiere mit Prämien. Vom 10. Juli 1871.. . meinte 8 eh, f Betreffend: Die den Gemeinden zukommenden Forststrafen vom 4. Quartal 1870, bier Einnahme- Friedbe rg am 20. Juli 1871. Dekretur derselben. 1 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Indem wir Ihnen das Verzeichniß der Ihren Gemeinden zukommenden Forststrafen vom 4. Quartal v. J. nachstehend in Abdruck mittheilen, beauftragen wir Sie die Beträge dem Rechner in Einnahme zu dekretiren und controliren zu lassen. F Haas, Kreis ⸗Assessor. Auszug aus dem Verzeichniß über Forststrafen vom 4. Quartal 1870. chen Fahn ut. 1) Assenbeim 20 kr. 2) Bad Nauheim 8 kr. 3) Bönfladt 6 kr. 4) Butz⸗ J Florstadt 50½ kr. 14) Nieder-Weisel 3 fl. 19 kr. 15) Ober-Florftadt 35 kr. 4 85 bach 4 fl. 39 kr. 5) Fauerbach v. d. H. 17 kr. 6) Gambach 3 fl. 52 kr. 16) Ober⸗Mörlen 41 kr. 17) Ober⸗Rosbach 56 kr. 18) Ofibeim 10 kr. 19) Pohl⸗ 1 125 3 7) Hoch⸗Weisel 26 kr. 8) Kirch⸗Göns 1 fl. 29 kr. 9) Langenhain 6 fl. 2 kr. Söns 4 kt. 20) Reichels beim 53 kr. 21) Södel 5 kr. 22) Weckesheim 50 kr. 10) Maibach 1 fl. 2 kr. 11) Mark Griedel 17 kr. 12) Münster 20 kr. 13) Nieder⸗ 23) Wohnbach 33 kr. 24) Wölfersheim 4 kr. 8 zu** * 3 1 95 zen. Be k an n t m ain ien g. 9 Wegen vorzunehmender Reparaturen im hiesigen Landgerichtsgebäude werden mit Genehmigung Großherzoglichen Hofgerichts der * 5 Provinz Oberhessen die Amtstage vom 10. August bis Anfang September ausgesetzt, so daß Donnerstag den 10. August der Schluß der Amtstage erfolgt und Dienstag den 5. September der erste Amtstag wieder abgehalten wird. Während des genannten Zeitraums konnen 1 daher nur solche Geschäfte auf Erledigung rechnen, die keinen Aufschub erleiden. 5 Altenstadt am 21. Juli 1871. Großherzogliches Landgericht Altenstadt. 11 Mit na esd. 9 nr eee neg. 7 Die Feldstrafen von der 3. Periode d. J. können an den bestimmten Zahltagen, Dienstags und Donnerstags, von Morgens 8 bie 10 und Mittags 2 bis 5 Uhr, an das unterzeichnete Rentamt bezablt werden.— Als besonderen Erhebungstag für den Landgerichtobezirk Butzbach bestimmen wir Freuag den 28. d. M., Morgens don bis 8 bts 10 Uhr, bei Herrn Gastwirth Zoutz zu Butzbach. Die Großherzoglichen Bürgermelstereien werden ersucht, dieses im Interesse ihrer Ortsangehörigen mit dem Bemerken bekannt machen zu lassen, daß nach dem 15. August d. J. die Mahnung erfolgt, Friedberg den 22. Juli 1871. Grob berzogliches r e. Lien 8 bereits mit Erfolg besuchten, rücken in dem zweiten Winterhalbjahre 10 us* X.. i 15 5„ g 5 a f 5 K Winter- Ackerbauschule des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Starkenburg zu Darmstadt betr. 1 1872 Der Unterricht au der Winter-Ackerbauschule zu Darmstadt be- in den oberen Cursus auf.— Die Austalt ist mit Lehr-Hülfsmitteln 11 ginnt für das nächste Winterhalbjahr in beiden Cursen am 1. No- reichlich ausgestattet.— Die Schüler nehmen Wohnung und Kost 2 vember.— Derselbe wird von 15 Lehrern ertheilt, erstreckt sich auf in Privathäusern zu Darmstadt. Das Verhalten in und außer der 25 1 die Fortbildungsfächer, die verschiedenen Zweige der Naturkunde und[Schule wird strenge überwacht.— Das Schulgeld beträgt für den * die Landwirthschaftslehre, und wird durch Excursionen und Demon[ Besuch der Anstalt im ersten Winterhalbjahr 25 fl., im zweiten 15 fl., strationen unterstützt.— Aufnahmsfähig sind solche junge Männer, und ist beim Eintritte in die Anstalt an die Vereinskasse zu entrichten. welche das 14. Lebensjahr überschritten haben und in der Landwirth:⸗]— Anmeldungen zur Aufnahme nimmt das Bureau des landw. Ver- 1 schaft bereits praktisch thätig waren.— Neu Aufzunehmende treten,[eins entgegen, durch welches auch auf desfallsige Anfragen nahere 4 sofern sie nicht durch eine vorherige Prüfung oder durch Vorlage von[ Auskunft ertheilt wird. ern Zeugnissen anderer Lehr-Anstalten, außer 1 e N ande Darmstadt am 1. Juli 1871. f der Kenntnisse nachweisen, welche in der oberen theilun rlang g W 1 1 N 1 werden, in 5 unteren G20 ein. Diejenigen Schüler, welche diesen Der Präsident des 5 5 für die Provinz Starkenburg. v. old mann. Deutsches Reich. Darmstadt. Mit der Berichterstattung über den von dem Allg. Hallwachs und Genossen ge⸗ stellten Antrag auf alsbaldige Vorlage eines neuen Wahlgesetzes zur Stände Versammlung resp. die in Aussicht stehende Weigerung der 2. Kammer, auf eine von der Regierung kürzlich angeordnete Berathung des neuen Budgets für die Finanz- periode 1872/74 einzugehen, wurde der 2. Präsi⸗ dent der Kammer, zugleich auch Vorsitzender des Finanz- Ausschusses. Abg. Wernber, beauftragt. — Am 22. d. wurde eine Anzahl Mann- schaften der biesigen Garnison entlassen, da die- selben jetzt zur Reserve übertreten. Berlin. Die„Kreuzzeitung“ bezeichnet die Mittheilung, daß der Kaiser sich in nächster Woche nach Wiesbaden begeben werde, als durchaus unrichtig. Vor der Beendigung der Kur, also Anfangs August, ist an weitere Reisen nicht zu denken. Ueber die Art der Nachkur scheint bisher keine Bestimmung getroffen zu sein. Uebrigens bekommt die Emser Kur dem Kaiser wohl. Mi— nister von Eulenburg ist heute in Berlin eingetroffen. — Der„Staatsanzeiger“ veröffentlicht eine königliche Verordnung, durch welche die im Mi⸗ nisterium der geistlichen, Unterrichts- und Medi— cinal⸗ Angelegenheiten jetzt bestehenden gesonderten Abtheilungen für evangelische und katholische Kirchenangelegenheiten aufgehoben und deren Ge— schäfte einer Abtheilung für geistliche Angelegen⸗ heiten übertragen werden. — Das Gesetzblatt für Elsaß und Lothringen veröffentlicht das Gesetz, betreffend die Einführung der deutschen Zoll⸗Sieuergesetzgebung in Elsaß— Lothringen, und zwar sollen das Vereinszollgesetz vom 1. Juli 1868, die Gesetze, betreffend die Besteuerung des Zuckers, die Abgaben vom Salz, sowie der Zollvereinstarif, soweit sie nicht bereits in Wirksamkeit sind, an einem durch den Reichs- kanzler festzusetzenden Tage in Kraft treten. — Die Frage, ob die im Verlauf des letzten Krieges deutscherseits erbeuteten Eisenbahntrains als wahre und wirkliche Kriegsbeute zu betrachten und damit für Frankreich als dauernd verloren anzusehen seien, hat nach der von dem deutschen Regierungs- Bevollmächtigten bereits der franzö⸗ sischen Regierung abgegebenen Erklärung eine Beantwortung im verneinenden Sinne erfahren. Die Rückgabe des noch im deutschen Besitz befind— lichen Eisenbahnmaterials dürfte demnach wahr- scheinlich unmittelbar mit Abschluß der jetzt noch stattgehabten großen Transporte erfolgen. Um welch bedeutendes Object es sich hierbei gehandelt hat, ergibt sich aus der officiell in der franzö— sischen Nationalversammlung erstatteten Mittheilung, daß sich gegenwärtig noch gegen 10,000 Waggons im deutschen Besitz befinden. — Eine sehr traurige, für die hohe franzö⸗ sische Civilisation und Humanität beschämende Er⸗ scheinung ist, nach vielfachen und zum Theile völlig authentischen Nachrichten, die sich mehrende Schändung der deutschen Soldatengräber auf französischem Boden. Es soll von Berlin aus nunmehr darauf hingewirkt werden, daß die Ge— setze gegen die Uebelthater nach voller Strenge zur Anwendung kommen. An Aufforderungen und Mahnungen hat es bisher zwar nicht gefehlt, doch soll diefe Angelegenheit der Pietät und Ge— sittung auf geordnetem Wege weiter verfolgt werden. — Dem Vernehmen nach ist dem König Lud⸗ wig von Bayern der Schwarze Adlerorden mit Eichenlaub verliehen, welcher demselben mit einem Handschreiben des Kaisers überreicht werden soll. Auf Antrag des Kronprinzen soll ferner der General v. d. Tann zum General- Feldmarschall ernannt sein. — Der„Börsenzeitung“ zufolge hat der Handelswinister an die Direction der bergisch— märkischen Eisenbahn die bestimmte Aufforderung gerichtet, sich binnen Kurzem zu erklären, inwie⸗ fern sie die Ausführung einer directen Eisenbahn von Kassel nach Köln zu übernehmen bereit sei, da er sonst die Concession dieser Bahn für andere Bewerber befürworten werde. — Die k. Münze ist augenblicklich derartig mit Arbeiten der einzelnen deutschen Regierungen überhäuft, daß alle Privataufträge zur Ausmuͤn— zung von Silberbarren zurückgewiesen werden müssen. Diese Privataufträge hatten in letzter Zeit ebenfalls eine ganz abnorme Höhe erreicht. — Nach einer statistischen Zusammenstellung der während des deutsch- französischen Krieges 1870/71 gebliebenen und verstorbenen Officiere der Königl. Preußischen Armee beträgt die Ge- sammtsumme beider Kategorien 1364, von denen 1210 unmittelbar im Gefecht geblieben oder an Wunden und 154 an Krankheiten gestorben sind. Nach den verschiedenen Waffengattungen vertheilen Infanterie kommen, 96 auf die Cavallerie, 83 auf die Artillerie, 17 auf die Ingenieurs und 19 auf den Train. Von den 1210 an Verwundung gebliebenen Officieren kommen 755 auf den ersten Monat des Krieges, nämlich auf die Tage Weißen— burg, Wörth-Spicheren 192 und 484 auf die Tage, bei Metz nämlich am 14., 16., 18. August je 55, 209 und 220 und endlich 79 auf die Tage Beaumont Sedan. Auf die sechs übrigen Monate des Feld- zuges kommen demnach noch 455 Officiere. — Der„Reichsanzeiger“ schreibt: Nachdem der Kaiser die Räumung der Departements Eure, Somme und Seine inférieure durch die deutschen Truppen anbefohlen hat, werden das General— commando des ersten Armeetorps und die erste Division den Rückmarsch in die Heimath antreten. — Die„Kreuzzeitung“ bemerkt bezüglich der Maßregel betreffend die Aufhebung der besonderen Abtheilung des Cultusministeriums für die katholi— schen Angelegenheiten, daß dieselbe ihren Grund unzweifelhaft in der jetzigen Spannung zwischen der Regierung und dem Episcopat habe. — Aus Ems wird gemeldet, daß der König den Kronprinzen zum Protector der königlichen Museen ernannt und demselben persönlich das be— treffende Diplom überreicht hat. Es fallen damit dem Kronprinzen nicht unwichtige Functionen zu, die derselbe ohne Zweifel im Inkleresse unserer Kunstinstitute verwerthen wird. — Gegenüber den aus Frankreich kommenden Nachrichten von dort stattfindenden Grabschän— dungen kann man nur mit höchster Befriedigung folgenden Bericht aus Breslau lesen, welcher ein schönes Zeugniß davon gibt, wie in Deutschland auch das Grab des todten Feindes in Ehren ge— halten wird: Vor Kurzem fand hierselbst die feier— liche Enthüllung des Denkmals, welches die hier internirt geweseuen französischen Offiziere ihren in Breslau verstorbenen Kameraden gewidmet hatten, auf dem neuen Militärkirchhofe statt. Auf Anord⸗ nung der hiesigen königlichen Commandantur waren von jeder hier garnisonirenden Truppenabtheilung 10 Mann und ein Unteroffizier zur Enthüllungsfeier⸗ lichkeft commandirt, und außerdem noch das voll— ständige Musikcorps des 2. schlesischen Grenadier— regiments Nr. 11 zur Mitwirkung befohlen worden. Zur festgesetzten Stunde fiel auf Befehl des an— wesenden Commandanten, Generalmajors von Lindern, die das Monument noch verhüllende Decke, und nachdem das Musikcorps den Choral „Jesus meine Zuversicht“ intonirt hatte, hielt der General folgende Ansprache:„Den zwölf franzö— sischen Soldaten, welche treu dem ihrem Kaiser und ihrem Vaterlande geleisteten Eide während des Krieges zum Opfer fielen und hier in Breslau ihren Wunden erlagen, ist von ihren sie ehrenden Kameraden dieses Grabmonument errichtet worden. Es ist wohl nicht anzunehmen, daß die in weiter Ferne wohnenden Angehörigen der Verstorbenen diese Gräber werden pflegen und erhalten können, und darum hat die hiesige Commandantur diesen Act der Pietät übernommen, und boffe ich, daß in Frankreich eine gleiche Achtung den Gräbern der preußischen Helden widerfahren möge.“ Hierauf wandte sich der General an einen hier internirten und noch anwesenden Sseuslieutenant vom 44. Linienregiment und bat denselben in französischer Sprache, daß er seinen Kameraden in Frankreich sagen möge, wie Preußen seine ihrem Eide treu gebliebenen Feinde achte. Nachdem das Musikcorps einen Trauermarsch executirt hatte, vollzog der Regens und Domvicar Sambale die den Militärbehörden und den Anwesenden im diese Verluste sich so, daß 1149 Officiere auf die Namen der binterbliebenen Angehörigen für diesen Liebesdienst seinen Dank aussprach. Mit einem von der Regimentsmusik vorgetragenen Schlußchoral wurde diese würdige Feier beendet. München. Nunmehr sind 1552 Bayern durch Verleihung des eisernen Kreuzes zweiter Klasse ausgezeichnet, und zwar 3 Prinzen, 130 Generale und Stabsofficiere, 511 Oberofficiere, 839 Unterofficiere und Soldaten und 69 Aerzte, Beamte und Feldgeistliche. Das eiserne Kreuz erster Klasse haben 17 Bayern erhalten. — Professor Friedrich ist vom Exzbischof sei⸗ nes ihm vom König verliehenen Beneficiums ent- setzt worden. Als Grund der Maßregel bezeich- net der Erzbischof die Erklärung des Professor Friedrich, geistlichen Beistand leisten zu wollen, sowie die Spendung der Sacramente an Prof. Zenger und die kirchliche Beerdigung des Letzteren durch Professor Friedrich. Aus der Pfalz schreibt man dem„F. J.“: Der wiederholte Ausbruch der Rinderpest in El⸗ saß Lothringen hat zu einer abermaligen Ab- sperrung der Grenze geführt, was sich für unseren Handel mit den neuen Landestbeilen, der sich bei den großen Bedürfnissen derselben in letzter Zeit etwas gehoben hatte auf das Empfindlichste fühl⸗ bar macht. Hier ist man davon überzeugt, daß nach den vielen, schweren Schlägen, von denen das Reichsland betroffen, der Ausbruch eines all⸗ gemeinen Nothstandes sicher zu erwarten sei; in einzelnen Gegenden haben die Preise der aller- nothwendigsten Lebensmittel bereits eine ganz enorme Höhe erreicht, wozu noch Stocken fast aller Ge— schäfte tritt. Straßburg. Die„Str. Ztg.“ schreibt: „Skit einigen Wochen geht durch die Bevölkerung von Elsaß⸗Lothringen eine Bewegung, die wir nicht unbeachtet lassen dürfen. Theils auf Grund von Correspondenzen in einigen deutschen Blättern, theils durch absichtliche Anstrengung von gewisser Seite hat sich das Gerücht verbreitet, daß schon im Herbste dieses Jahres eine Militäraushebung stattfinden solle. Die Folge davon ist, daß die Auswanderung der waffenfähigen jungen Leute, unterstützt durch förmliche französische Werbungen, größere Dimensionen annimmt. Wir können diesen Gerüchten und Umtrieben gegenüber die bestimmte Versicherung geben, daß bisher nicht die mindeste officielle Andeutung vorliegt, welche eine solche Beschleunigung der Einführung der deutschen Mi litärgesetzgebung erwarten ließe.“ — Auch in Königshofen bei Straßburg ist jetzt die Rinderpest ausgebrochen. Ausland. Oesterreich. Wien. Die amtliche„W. Ztg.“ enthält ein kaiserliches Handschreiben vom 20. Juli, durch welches der Geheimerath Graf Goluchowski zum Statthalter von Galizien er⸗ nannt wird. — In diplomatischen Kreisen verlautet auf das Bestimmteste, Fürst Bismarck habe im Auf- trage des deutschen Kaisers den Wunsch aus- sprechen lassen, die diesseitge Regierung möge den früheren österreichischen Gesandten in Berlin, Grafen Alois Karolyi, zum Betschafter beim deutschen Kaiser ernennen. — Wie aus diplomatischen Kreisen weiter ver⸗ lautet, wird Graf Karolyi bestimmt den Berliner Botschafterposten übernehmen und ist Frhr. v. Kübeck an Stelle des Baron v. Prokesch, welcher in den Ruhestand tritt, als Botschafter bei der Pforte in Aussicht genommen. Schweiz. Pfarrer J. B. Egli veröffentlicht im„Luz. Tagbl.“ einen Appell an das gesammte liberal ⸗katholische Schweizervolk, dasselbe möchte sich zu einer neuen Kirchengenossenschaft zusammen⸗ thun und für dieselbe den Schutz des Staates anrufen. Frankreich. Paris. Das„Journal offi⸗ ciell“ sagt: Die Räumung der Departements Eure, Seine inferieure und Somme wird in Folge besonderen Befehls des deutschen Kaisers erfolgen, da die guten Absichten des Generals Manteuffel Einsegnungsceremonie, worauf er in kurzer Rede an den Schwierigkeiten der materiellen Beglau⸗ bigungen scheitern. Der Conseilspräsident er- — — 1 eh tin Ver kund irank der nge e 5 Ihc bie C0 1 lung. Vebung Minist elbst b Sie g inn fühl. Loerzeugt, daß der denen ach tints all · atten sti; in mist der aller. t ganz tnormt sat aller Ot⸗ * , 318. schreibt: dit Berölktrung dit eit ils auf Grun den Blätlem 2 rg, b un gtnisn irt, daß schon rartdebung daf die Inge Etult, „ Werbungen, fenntn ditsen dit deim u dit mindestt solck 1 uchte den General Manteuffel, sich direct an den Kaiser zu wenden, welcher daraufhin den sofor— tigen Abmarsch der Truppen, welche die genann— nen. ten drei Departements besetzt hielten, anordnete, ohne abzuwarten, bis die fälligen Zahlungen voll— dändig geleistet seien. Das„Journal officiel“ zügt hinzu, daß bis zum 15. Juli den deutschen Behörden die Summe von 500,957,000 Fr. in Baar und Wechseln abgeliefert worden sei. Be— fehle zur Räumung seien bereits nach Amiens, Rouen und Peronne ergangen.— Man verfolgt dier in officiellen Kreisen die Beziehungen Deutsch— lands zu Oesterreich mit sehr bedenklichen Mie— Ueber die Unmöglichkeit, das gute Ein— dernehmen beider Staaten zu stören, macht sich die französische Diplomatie längst keine Illusionen mehr. Man befürchtet jetzt nichts Geringeres, als ein förmliches austro-germanisches Schutz- und Trutzbündniß. — Am 15. Juli erschien in Bordeaux ein Jour- nal mit schwarzem Rande, weil es der Tag war, un dem Frankreich im vorigen Jahre Preußen den Krieg erklärte. Es forderte das Volk auf, den Exkaiser, die Olliviers und die Leboeufs zu verfluchen, welche so viel Elend über Frankreich kebracht haben. — Tas Journal officiell kann melden, daß vie deutsche Autorität in die Räumung des Bade— ortes Luxeuil durch die Truppen gewilligt hat, um den Patienten den Gebrauch der dortigen Kur zu ermöglichen. — Nach ofsiciellen Angaben starben in Paris vom 18. September 1870 bis zum 24. Februar 4971, 64,154 Personen, gegen 21,978 Pers. im leichen Zeitraume des vorherigen Jahres. Jetzt sst, besagen die officiellen Mittheilungen, der Ge— undheitsstand ein befriedigender. Dennoch fehlt is nicht nur an Fremden, sondern selbst die aus— zewanderten begüterten Pariser kommen nur, um dach Hab und Gut zu sehen und dann dem Hort er Civilisation baldigst wieder den Rücken zu ehren. — Mehrere Abgeordnete dringen in Thiers, daß ie Regierung einen Gesetzvorschlag einbringen nöge, wodurch die Lasten und Verluste der occu— sirten Landestheile auf das ganze Land über— wommen würden. Bis jetzt hat Thiers die Drängen⸗ sen hinzuhalten gewußt.— Der Times wird aus Bersailles vom 19. telegraphirt: Das Gerücht on dem Bestehen einer chwörung im Süden ist unbegründet. Es ist leichfalls unwahr, daß die Regierung beabsich— ige, Spielhöllen zu coneessioniren. — Die Vorbereitungsarbeiten für die Reorgani— sution der französischen Armee werden nach einer Nariser Corespondenz des„Daily Telegraph“ nit großer Energie betrieben. Die Gesammt— ahl der thatsächlich unter Waffen befindlichen Nannschaften wird 245,000 betragen. Von diesen sollen 50,000 Mann nebst den für den Dienst in der Hauptstadt eigens organisirten 15,000 Gendarmen die Garnison von Paris bilden— Algier wird eine Besatzung von 70,000 Mann erhalten; in Lyon und Sartory sollen 30,000, 1 Versailles und den umliegenden Dörfern 30,000, und in anderen Lagern und Garnisonsorten drankreichs 50,000 Mann Unterkunft finden. — Aus Algier meldet die„Corr. Hav.“: In der Provinz Constantine wurde einer der Häupt— linge der Aufständischen, Bu Mezag, ein Enkel des Bey von Hitesti, welcher die Unterwerfung n rückwies, vollkommen bei Dra-el-Aiba durch die Colonne des Generals Saussier geschlagen, Versailles. Sitzung der Nationalversamm- lung. Schölcher verlangte neuerdings die Auf habung des Belagerungszustandes von Paris. inister Lambrecht erwiderte, die Regierung wünsche sebst den Belagerungszustand beendigt zu sehen. Sie glaube, daß Paris ruhig sei, allein die Pa— ner Polizei sei noch nicht hinreichend reorgani— it, um Sicherheit zu gewähren, daß sie ohne anderweitigen Beistand die Ordnung aufrecht zu halten vermöge, Großbritannien. London. Im Unter- eus machte Gladstone die Mittheilung, daß die fegierung der Königin gerathen habe, den Stellen— kauf mittelst Deerets abzuschaffen und die Königin eingewilligt habe; das Stellenkaufsystem werde vom 1. Nov. 1871 beseitigt sein. Hierüber erhob sich eine lange Debatte, bei der Disraeli den Schritt der Regierung für inconstitutionell und gesetzwidrig erklärte, da die Regierung die Frage durch die Prärogative der Krone zu lösen suche, Gladstone vertheidigte die Regierung, welche be— müht gewesen sei, den gegenwärtigen, die Armee beschimpfenden Zustand zu beseitigen, und stellte der Opposition die Einbringung eines Mißtrauens— votums anheim.— Im Oberhaus machte Lord Granville die gleiche Mittheilung. Der Herzog v. Richmond erklärte, sich seine Ansicht vorbehalten zu wollen. Spanien. Madrid. Die„Correspon⸗ dencia“ schreibt: Der König hat den Marschall Serrano mit der Bildung eines neuen Ministe— riums beauftragt. Serrano hat, bevor er den Auftrag annahm, dem Könige ein Programm vorgelegt, nach welchem das neue Ministerium ein Cabinet der Versöhnung und der Fusion der Parteien sein wird. Die Antwort des Königs ist noch nicht erfolgt. Sagasta empfiehlt, Zorilla und Martos bekämpfen die Versöhnug. Frankfurt. Die Geschichte mit dem in der Stelzen— gasse aufgefundenen, angeblich weiblichen Gerippe ist nun vollständig aufgeklärt. Die zwischen zwei Wänden, d. h. einer überdeckten Almei aufgefundenen Knochen, waren Knochen von Haasen, Schweinen, Ochsen und der Schädel war der eines Menschen, und wurde derselbe wie so manches Andere, wahrscheinlich von einem Chirurgen, der daselbst gewohnt hat, um es schnell aus dem Weg zu schaffen, in den Ort, wo er gefunden wurde, geworfen. Ueber die beiden in der Nähe der Verbindungsbahn jüngst aufgefundenen Gerippe ist noch keine Aufklärung vorhanden. Darmstadt. Die„H. V.“ berichten: Unter dem als Ehrenwache des Kaisers von Rußland nach Jugen⸗ heim commandirten Detachement des 1. Inf-Regiments befinden sich verschiedene während des letzten Feldzugs decorirte Soldaten, für welche der Kaiser besonderes Inte— resse an den Tag legt. So erkundigte sich der Kaiset bei einem mit dem eisernen Kreuze decorirten Unterofftzier, bei welcher Gelegenheit sich derselbe diese Auszeichnung erworben, und ließ sich ausführlich über die verschiedenen Schlachten und Gefechte, an welchem das Regiment Tbeil genommen, berichten. Der Kaiser hestete darauf eigen— händig dem tapferen Unteroffizier einen russischen Orden auf die Brust, wobei S. M. wiederholt seine Aner— communistischen Ver⸗ kennung für die tapfere hess. Division aussprach. . Das Baden im Mittelalter. Wir befinden uns gegenwärtig in den Juli— und Augusttagen, in der Hochfluth der Badezeit. Wer Geld hat und zu Hause abkömmlich ist, be— ucht für einige Zeit ein Bad. Ganze Völker- panderungen wälzen sich den Badeorten zu. Wer licht zu den Bevorzugten gehört, die zu den Heil— qucllen pilgern, sucht sich zu Hause zu entschä— digen. Wo irgend Wellen rauschen, werden sie zim Baden benutzt. Und das mit Recht. Es ligt eine wunderbar heilende oder doch die Lebens- funktionen anregende, stärkende Kraft im Wasser. Dis wußten schon die Alten, und Adam und Eta haben gewiß schon in den Flüssen des Paca— dises gebadet. Die egyptische Königstochter ging, um zu baden, an den Nil und fand den Knaben Mies; Agamemnon wurde im Bade getödtet; bei den vornehmen Römerinnen bildete das Baden einc wesentlichen Theil ihrer Tagesordnung. Nicht minser liebten unsere Vorfahren das Bad, sowohl das kalte, wie das warme. Schon Tacitus be— „daß die Germanen sich jeden Morgen ba— Interessant ist, was Dr. Kriegk in„Deut— Bürgerthum im Mittelalter“ über das Ba— i den Deutschen sagt. Neben den gewöhn— Bädern gab es damals schon Mineralbä— n welchen manche, ganz wie bei uns, als Vergiigungsort für Gesunde galten, wo es nach Dr. ec mitunter recht toll herging. Diese Bäder hießen„natürliche Bäder“,„Badbrunnen“, „Weilsäder“ und Wildbäder“.„Ins Wildbad will en reiten, wo heiß ein Quell entspringt, der Sieche heilt und kräftigt, der Greise wieder jüngt.“ Vermutlich dachte man, diese Wirkung müßte um so clatanter sich zeigen, je länger man im Badewalne. In Ems badete man bei einer 14 Bade 9 5 Man blieb stundenlang in der tägigen kur jeden Tag eine Stunde länger bis zu dem Maximum von 10 Stunden. Man aß, trank und sang im Bad.„Außlig Wasser, inne Wein, laßt uns Alle fröhlich sein!“ Die sogenann— ten Johannisbäder, denen man ganz besondere Wirkungen beimaß, dauerten sogar 24 Stunden, von Nachts 12 bis wieder Mitternacht. 1602 wurden sie in Württemberg als etwas Abergläu— biges verboten. Selbst Dörfer hatten ihre Bade— stuben. Daß sie häufig und von Jedermann be— nutzt wurden, beweist der Ausdruck„Badegeld“ für unser heutiges„Trinkgeld“.„Jeder Hand— werksmann pflegte am Samstag Abend ein Bad zu nehmen. Dies war so durchaus gebräuchlich, daß z. B. auf einem Wandgemälde, welches die Verrichtungen eines Leinewebers darstellt, als die letzte derselben das Baden erscheint.“ Selbst einem Schuldgefangenen mußte auf Kosten seines Gläubigers alle 4 Wochen ein Bad bereitet wer— den. Viele Privathäuser hatten ihre Badestuben. Man lud förmlich„zum Baden“ ein, und badete in Gesellschaft mit guten Freunden. Auch den Armen wurden an gewissen Tagen in öffentlichen Badstuben Bäder verabreicht. Die Kosten dafür wurden von milden Stiftungen be— stritten. Man hieß solche Bäder Seelbäder, weil sie das Werk von Privaten waren, welche sie als„Seelgerätbe“ d. h. für das Heil ihrer Seele gestiftet hatten. Außer den Wasserbädern kannte man auch Schweiß⸗ und Dampfbäder. Die Schweißbäder kamen zur Zeit der Kreuzzüge in Gebrauch, da sie als ein Präservativ gegen den durch die zurück⸗ gekehrten Kreuzfahrer in's Land gebrachten Aus— satz betrachtet wurden. Die Dampfbäder lernte man wohl von den Russen kennen. Zugleich mit dem Bade wurde häufig das Scheeren(Barbieren) und Schröpfen vorgenom- men. Vielfach waren die Bartscheerer und Schröpfer zugleich Besitzer der Badstuben. Dann war die— selbe die Stube für alle möglichen Operationen der niederen Chirurgie, Aderlassen, Nägelschnei— den, Zahnausziehen ꝛc. Daher der Name Bader. Bis übrigens das Verhältniß zwischen Scheerer und Bader geregelt war, kamen oft zwi— schen den Vertretern der beiden Gewerbe Streitigkeiten vor. Im 16 Jahrhundert schmol— zen beide Zünfte in Eins zusammen. An manchen Orten stand das Badergewerbe in üblem Geruch, und schloß von dem Tragen der Waffen und an— deren Rechten aus. Der Grund davon lag da— rin, daß seit den Kreuzzügen der Verkehr in den Badestuben oft ein anstößiger war. Mit Rücksicht auf die öffentlichen Gesundbeits— verhältnisse ist es zu beklagen, daß die Badestuben aus mancherlei Ursachen mit dem Ende des Mittel- alters eingingen. Jeder Ort, auch das kleinste Dorf sollte sein Badestübchen haben, nicht als Vergnügungslokal, sondern ausschließlich zum Baden und zwar auf Gemeindekosten, wie den Ge— meindebackofen, damit für wenige Kreuzer nach guter alter Sitte Jedermann am Ende der Woche ein reinigendes, kräftigendes Bad nehmen könnte. „Wer die Seife spart, muß die Salbe kaufen.“ Wie viel Krankheitsursachen würden mit solch' öfteren Schweiß und Schmutz hinwegschwemmen— den, die Haut erfrischenden Bädern hinweg— geschwemmt werden! 1867 Frankfurt a. M. Nachdem jetzt der neunte Jahresbericht der Dr. Steffan' schen Augenbeil Anflalt dahier erschienen ist, haben wir zugleich mit dem Referat über diesen letzterschienenen Bericht auch noch des achten Jahresberichtes zu gedenken, dessen Veröffentlichung in den Beginn des vorigjäbrigen Krieges fiel, daher der allgemeinen Beachtung entging. Vom 1. April 1869 bis 1. April 1870 betrug die Zahl der Hülfesuchenden Augenkranken 3110(gegen 2854 im Vorjadre) und stieg im letzten Jahre, d. b. vom 1. April 1870 bis 1. April 1871, trotz der durch den Krieg vielfach gestörten Ver⸗ kehrsverhältnisse auf 32913 das wären also ein 2 Jahren 6401 zur Behandlung gekommene Augenpatienten. Davon kommen 3558 auf die Privat- Anstalt(Krögerstraße 8 in Frankfurt, Sprechzeit 3—5 Uhr Nachmittags), wahrend die übrigen 2813 in der Armen-Augenklinik(Dreiköntgs⸗ straße, Bäckergasse 2 in Sachsenhausen, Sprechzeit halb 12 bis hald 1 Uhr Mittags) vollkommen freie Be— handlung und wo nöthig auch freie Verpflegung und Verköstigung fanden.— Operattonen wurden in dem zweijährigen Zeitraum(vom 1. April 1869 bis 1. April 1871) 475 ausgeführt, 460 mit vollkommenem Erfolg, 9 mit haldem Erfolg und nur 6 obne allen Erfolg. Con der Musik des Großherzoglichen 2. Infanterie-Regiments von Gießen, wozu freundlichst einladet 1876 Schwalheimer Mineralbrunnen. Dienstag den 25. Juli, Nachmittags 3 Uhr, cert G. Bailly. Ossenheimer Wäldchen. 1786 Semstag den 29. d. M. findet in hiesigem Wäldchen ein israelitischer Ball, Nach⸗ mittags von 2 Uhr an, statt, wozu Freunde des geselligen Vergnügens, israel. Confession, hiermit höflichst eingeladen werden Ossenheimer Forsthaus den 11. Juli 1871. G.. Korndörfer. Amerikanische Heugabeln und Dunggabeln 1871 sind wieder in allen Sorten angekommen bei Louis Marburg& Söhne, „zur Reichskrone« in Frankfurt a. M. Erbsen 1858 zur Stoppelaussaat dbilligst bei Jacob Stern, nächst der Burg. 1834 Für einen Lehrking, der die nöthigen Vorkenntnisse besitzt, ist auf unserm Comptoir eine Stelle offen, die möglichst bald besetzt werden soll. Demselben ist Gelegenheit geboten, sich in allen Kassen⸗Geschäften, sowie Correspondenz und doppelter Buchhaltung praktisch auszubilden. Anträge nimmt der Vorstand entgegen. Vorschuß⸗⸗ und Eredit⸗ Verein (Eingetragene Genossenschaft) zu Friedberg. „ Verlangen N Ball für Israeliten statt, wozu freundlichst einladet Butzbach. Gasthaus zum Löwen. brunnen ein Ball für Jsraeliten statt, wozu freundlichß einladet i P. Weitzel. 1875 Zur gesellschaftlichen Belustigung: 8 2 Louis le petit, oder: Der immer gern gesebene Gesellschafter, Taschenspieler und Lustigmacher. Eine Sammlung scherzhafter Aufgaben, 14 arithmetischer Belustigungen, 38 Taschene⸗ spielerkünste, 25 Kartenkunststücke, 24 Gesell⸗ schaftsspiele, 58 Räthsel und scherzhafte Räth⸗ selfragen. Von Fr. Bahr. Fünfte Aufl. 45 kr. NB. Um eine Gesellschaft auf angenebme Weise durch Kunststücke, Gesellschaftsspiele und Räthsel zu unterhalten, bietet dieses Buch reichen Stoff. Vorrätbig bet Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Bad⸗Nauheim. Zwei Mehlkasten, 1866 mit je zwei Gefachen, ganz neu, sebr billig zu verkaufen bet 1 5 Bad⸗Naubelm. Louis Löb. Wilhelm Perubech, Colonial-, Material⸗& Farbwaaren⸗Handlung in Friedberg nächst der Burg. 1487 1757 Der eingetretenen schlimmen Bekanntmachung. Witterungsverhältnisse wegen wird das auf den 12. und 13. d. Mts. dahier bestimmte landwirthschaftliche Fest, verbunden mit einem Volksfest und Verloosung von Zucht- und Milchvieh, nicht an diesen Tagen, sondern den 2. und 3. August d. J. abgehalten werden. Gleichzeitig soll auch der alljährlich in diesen Monat fallende Jahrmarkt mit abgehalten und ferner Sonntag den 6. August der sogenannte Nachmarkt gehalten werden. Vilbel am 6. Juli 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Vilbel. Durch direkten Bezug unserer Briefcouverte von einer der renommirtesten Fabriken sind wir in den Stand enorm billigen Preisen zu liefern. Friedberg und Nauheim. Couverte von 12 kr. an per Hundert in allen Formatel, bis zu den dicksten und feinsten Sorten und zu allen Preisen. gesetzt von jetzt an 31 Bindernagel& Schimpff. Obligations ⸗Verloosung. 1821 Bei der heute dahier stattgefundenen Verloosung hiesiger Pattial- Obligationen find die Nr. 45 und 93 mit je 100 fl. rückzablbar geworden, was dem Inhaber derselben mit dem Anfügen mitgetbeilt wird, daß der Betrag bis zum 1. September l. J. gegen Rückgabe der quittirten Schuldverschreibung und der nicht fälligen Zinscoupons bei hiesiger Gemeindekasse in Empfang zu nehmen ist, da eine weitere Verzinsung von jenem Tage an nicht mehr stattfindet. Ossenheim den 14. Juli 1871. Großherzogliche Bücgermetsierei Ossenheim. Maul. —— 5 ( Ein braver Junge, 1839 welcher das Dachdeckerhandwerk erlernen will, kann in die Lehre treten bei Ehr. Baumann. 1869 100 Maurer- und Steinhauer⸗ Gesellen werden veim Bau einer neuen Brücke bei Wabern zum Lohn von 1 bis 1½ Thaler pro Tag gesucht von Bad⸗Nauheim. E. Aletter, Baurnternehmer. Bekanntmachung. 1874 Der Bedarf des sür das Haftlocal zu Friedberg auf 1 Jahr erforderlichen Brennholzes soll Mittwoch den 2. August l. J, Vormittags 10 Ut, von dem unterzeichneten Gericht an den Wenigstnehnen⸗ den verfsleigert werden. Friedberg am 24. Juli 1871. Großherzogliches Landgericht Friedbei. Rei tz. 8 80 Versteigerung. 1873 Donnerslag den 27. d. M., Vormittags L Uhr, soll nachstehende Erndte an Ort und Stelle öff ntlich an den Meifibtetenden, in der Gemarkung Bruchenbücken, versteigert werden: 1) 1½ Morgen Waizen am Schleutersweg, 2) 3 Morgen Korn auf dem Görbelheimer Gusweg. Die Zusammenkunf. Vormittags 9 UÜUbr uf der Großherzoglichen Bürgermeisterei Bruchenbrücken Friedberg den 24. Juli 1871. 1 Schuchard, Domänen-Pfandmester. Schwarze feidene Halstäher, 18 sowie farbige Umknöpftücher und Foulardesbei K. Friedrich,»eben der Post in 5 Daheim Die soeben erschienene Rummer 43 enthält: Möchentlich 1 Nummer. usgekeg ent zuphoch en ubiquvqcne uv ping Vierteljayruch 10 Spr. Der Dahetmkalender für das deutsche Reich auf das Jahr 1872. Herausgegeben von der Redaction des Daheim.— Der Münztburm. Ein vatersändischer Roman von Georg Hill.(FJortsetzung).— Mutter Simon, die Helferin auf den Schlachtfeldern. Mit dem Porträt der Frar Simon.— Das wendische Braut⸗ examen. Mit Illustration.— Am Familtentische: Aus alten Büchern. II.— Der Sachsenwald, Fürst Bis⸗ marcks Dotation.— Deutsche Frauenhuldigung am Siegesfeste des Katsers. Zu dem Bilde unsers Special⸗ artisten H. Lüders. Zu Bestellungen empfehlen sich Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg. N An Magenkrampf, Verdau- ungsschwäche etc. etc. Leidenden 585 wird das seit beinabe 50 Jahren segensreich wickende Dr. med. Doecks sche Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Expedition d. Bt. Das Mittel ift nur direkt zu bezlehen durch den Apotheker Doeeks in Harpftedt b. Bremen(wohin derselbe seinen Wohnsitz von Barnstorf verlegt hat), Unter jacken und Unterhosen zu verschtedenen Preisen bei K. Friedrich neben der Post in Friedberg. 1802 Kirchen buchsanuszüg e. Evangelische Gemeinde. Getaufte: 0 18. Juli. Ein unehelicher Sohn, Frievrich Wilhelm, geb. den 5. Juli. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 1670 Sama den 20. Jult fudet auf vielfellges Jacob Seulburger, 1868 Samfsag den 29. Juli findet auf dem Selzer Lager in allen Sorten Tabaken und Cigarren. 8 r 1 111 Pflicht. Vorschrif hier für Dan nächsten die dem Kritgsen Summe