— net gtpestuen ratudt i Fried⸗ gende persoren detasgagen: . nr fung. rt turden und a meien n bent Hause rwuthschaft 4 * sem, die mith Schimpf. 1871. Donnerstag den 25. Mai. M 61. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Gemeindevoranschläge für das Jahr 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Bönstadt, Bruchenbrücken, Fauerbach v. d. H., Friedberg, Gambach, Griedel, Hausen, Hoch-Weisel, Ilbenstadt, Kirch-Göns, Maibach, Münzenberg, Nieder-Mörlen, Nieder-Weisel, Ober⸗Wöllstadt, Steinfurth, Trais⸗ Münzenberg, Wisselsheim und Wobabach. Friedberg am 22. Mai 1871. An die sofortige Erledigung unserer Verfügung vom 3. März d. J., Oberhessischer Anzeiger Nr. 39, werden Sie bei Meidung von Wartboten erinnert. Betreffend: Den Abverdienst der uneinbringlichen Feldftrafen mittelst Arbeit. Ter a pp. Friedberg am 22. Mai 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir sehen der sofortigen Einsendung der Nachweise über den Abverdienst der Feldstrafen durch Arbeit entgegen, widrigenfalls wir Wartboten zur Abholung absenden müßten. Betreffend: Die Vertilgung der Maikäfer. Trapp. Friedberg den 4. Mai 1871. Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien und den Großh. Polizeicommissär zu Wickstadt. Sie wollen bis zum 30. d. M. anzeigen, daß Sie unserer Verfügung v. 4. d. M., Oberhessischer Anzeiger Nr. 53, nachgekommen und zugleich angeben, welche Quantitäten Maikäfer geliefert worden sind. Be Die ordentliche öffentliche Sitzung des Bezirksraths des Kreises Betreffend: Bezirksrathssitzungen. Friedberg in 1871 findet Mittwoch den 31. d. M., Vormittags ½11 Ubr, auf dem Rathhause zu Friedberg statt. Tagesordnung: 1) Wahl der Mitglieder der Einschätzungs-Commissionen der Ein— kommensteuer I. Abtheilung. Be kann t m k a n htm a sch u Hoch- Weisel. a ch 1 n g. 2) Die Erbauung des Vicinalwegs von Münzenberg nach Wohn⸗ bach, hier in der Gemarkung Wohnbach. 3) Die Herstellung des sog. Schulbergs zu Nieder-Florstadt. 4) Die Herrichtung eines Gemeindebrunnens am Lindenplatz zu 5) Berathung des Voranschlags für die Kreiskasse für das Jahr 1872. Friedberg den 23. Mat 1871. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Ter a pp. unn g. 5 Die Forftstrafen vom II. Quartal und die Feldstrafen II. Periode d. J. können an den destimmten Zahltagen, Dienstags und Donnerstags von Morgens 8 bis 12 und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, an das unterzeichnete Rentamt bezahlt werden. Als besonderen Erhebungerag für den Landgerichtsbezirk Butzbach be⸗ fimmen wir Mittwoch den 31. Mal l. J. von Morgens 8 bie 10 Uhr, bet Herrn Gafwirth Joutz zu Butzbach. Wir ersuchen die Großherzoglichen Bürgermeistereien dieses im Interesse ihrer Ortsangehörigen mit dem Bemerken dekannt machen zu lassen, daß nach dem 15. Juni die Mabnung erfolgt. Friedberg den 20. Mal 1871. Großherzogliches Rentamt Friedberg. Lin deck. Deutsches Reich. Darmstadt. Bereits im Februar dieses Jahres war hier eine Anzahl Bürger zusammen— getreten, welche für die Versetzung des an den Rheinbund und die Zeiten der Erniedrigung Deutsch— lands erinnernden Veteranen-Monuments auf dem Narienplatze von da nach dem Friedhofe agitirten. Dieser Wunsch wurde in einer am 27. Februar dem Gemeinderathe übergebenen Eingabe ausge— sprochen. Der Gemeinderath nahm die Eingabe beifällig auf und richtete am 3. April ein Gesuch in diesem Sinne an den Großherzog. Laut einer Mittheilung des Kriegsministeriums, welche kürzlich dem Gemeinderath zuging, hat der Großherzog as Gesuch nunmehr abschläglich beschieden, von ser Erwägung ausgehend, daß das Denkmal leinerlei politische Bedeutung habe, sonde ein nur in der Absicht errichtet wurde, das Andenken an die in einer langen Kriegsperiode von hessischen Truppen bewährte Treue und Tapfer- leit zu ehren. Friedberg, 24. Mai. Des Großherzogs K. H. begab sich gestern Nachmittag nach Gießen ur Begrüßung der Kaiserin von Rußland und Uhrte Nachts hierher zurück. Die Kaiserin begibt sch mit den Großfürsten Wladimir, Sergius und aul, sowie der Großfürstin Marie zu einem fünf wöchentlichen Kur gebrauche nach Ems, wo auch der Kaiser von Rußland nebst dem Groß— längerer Discussion wird§ 2 nach Ablehnung fürsten Alexis zwischen dem 8. und 12. Juni der Anträge Dunker's in der Fassung der Com- ebenfalls zu einem vierwöchentlichen Aufenthalte erwartet wird. Berlin, 22. Mai. Reichstag. Die zweite Berathung des Gesetzentwurfes, betreffend Elsaß und Lothringen, wurde fortgesetzt. Zu F. 2, welcher unter Anderem bestimmt, daß die deutsche Reichsverfassung in Elsaß und Lothringen mit dem 1. Januar 1873 in Kraft tritt, einzelne Theile der Reichsverfassung aber durch kaiserliche Verordnung mit Zustimmung des Bundesrathes schon früher eingeführt werden können, beantragt Dunker: statt 1. Januar 1873 1. Januar 1872 zu setzen und statt der Worte:„durch kaiserliche Verordnung mit Zustimmung des Bundesraths“ zu sagen:„durch Reichsgesetz“. Staatsminister Delbrück erklärt sich gegen beide Amendements; derselbe betont, daß die Annahme derselben in den Augen der verbündeten Regierungen der Ver— werfung der Vorlage gleichkomme. Die Vorlage bezwecke, die Regierung in die Lage zu setzen, die Organisation von Elsaß und Lothringen bis zu einem gewissen Punkte durchzuführen: dazu sei der Termin 1. Januar 1872 zu kurz, weil bis dahin die Durchführung der planmäßigen Organisation unmöglich sei. Was das zweite Amendement an— belange, so sei die theilweise Einführung der Ver— fassung im Verordnungswege unerläßlich. Nach mission angenommen.— Zu F. 3 hat Abg. von Stauffenberg an Stelle des Alinea 2 folgende Fassung beantragt:„Bis zum Eintritt der Wirk— samkkit der Reichsverfassung ist der Kaiser bei der Ausübung der Gesetzgebung an die Zustimmung des Bundesrathes, und bei Gesetzen, welche Elsaß und Lothringen mit Anlehen und Garantien be— lasten, auch an die Zustimmung des Reichstags gebunden.“ Wigard beantragt, hinter§. 3 einen neuen Paragraphen einzuschalten, wonach zum Erlaß von Gesetzen während der Uebergangsperiode das vorhergehende Gutachten einer gewählten Landesvertretung nothwendig sein soll. Staats- minister Delbrück hält den Antrag Stauffenberg für unannehmbar, da der Fall eintreten könnte, möglichst schnell eine Anleihe contrahiren zu müssen. Staatsminister Delbrück erinnert an die allseitig gewünschte Errichtung einer Universität in Straß burg, wozu die Mittel wahrscheinlich durch eine Anleihe aufzubringen seien, da dieselben aus den laufenden Einnahmen nicht zu decken sein würden. Staatsminister Delbrück spricht sich sodann gegen den Antrag Wigard aus, da die verbündeten Regierungen, wie schon aus den Motiven hervor gehe, ohnedies beabsichtigten, bei administrativen Maßregeln die Mitwirkung angesehener Einwohner von Elsaß und Lothringen in Anspruch zu nehmen. Bei der Abstimmung wird§. 3 in der Fassung der Commission mit den Abänderungsanträgen Stauffenberg's unter Adlehnang aller übrigen Amendements angenommen, ebenso§. 4 und zwar ohne Debatte. Hiermit ist die zweite Berathung erledigt. — Der Reichstag nahm bei namentlicher Ab- stimmung den Gesetzentwurf über die Inhaberpapiere mit Prämien mit 133 gegen 119 Stimmen an. — 23. Mai. Reichstag. Berathung des dringlichen Antrags v. Bunsen's, wonach bei Aus- arbeitung eines Gesetzes, betreffend die Verwen— dung der Kriegsentschädigung, Fonds zur Auf— hülfe der rückkehrenden bedürftigen Reservisten und Landwehrleute gebildet werden sollen. Nachdem Abg. v. Bunsen seinen Antrag befürwortet, erklärt Staatsminister Delbrück: Die Regierungen er— kennten die Opferwilligkeit und Hingebung des gesammten Heeres, besonders der Reservisten und Landwehrleute, an, deßgleichen die großen Opfer, welche dieselben namentlich durch Unterbrechung ihrer früheren Thätigkeit erlitten hätten. Die Regierungen sähen in dem Antrage Bunsen's keinerlei Mißtrauensvotum, allein der Behandlung dieser Frage als Reichsangelegenheit stellten sich unbesiegbare Schwierigkeiten schon deßhalb ent— gegen, weil die verschiedenen Staaten verschiedene militärische Einrichtungen hätten. Gerade die Landwehrmänner und Reservisten vertheilten sich in den einzelnen Heeren durchaus nicht nach dem Maßstabe der Präsenzstärke. Die Regierungen stimmten desbalb der Behandlung der Sache als Reichsangelegenheit nicht zu; es sei indeß damit nicht ausgeschlossen, daß die einzelnen Regierungen ihrerseits auf geeignetem Wege diesen Bedürfnissen abhülfen. Der Minister empfiehlt Ablehnung des Antrages. Der Antrag Bunsen wird mit großer Majorität unverändert angenommen. Es folgt die dritte Berathung des Gesetzentwurfes, betreffend das Posttaxwesen. In der Generaldebatte bittet Legationsrath Hoffmann Namens der verbündeten Regierungen, den§. 8 der Vorlage, betreffs des Landbriefbestellgeldes, in der ursprünglichen Fassung wieder herzustellen. Redner führt aus, daß die Nachwirkung des Krieges auf den Verkehr noch ss bedeutend sei, daß das Reich diese Einnahme noch nicht entbehren könne. Hierauf werden die §§. 1 bis 7 ohne Debatte,§. 8 nach kurzer Debatte nach den Beschlüssen der 2. Berathung fast einstimmig angenommen. — Dem Großherzoge von Hessen wurde das Kreuz der Groß⸗Comthure des kgl. Hausordens von Hohenzollern verliehen. Magdeburg, 22. Mai. Der„Magdeburger Correspondent“ bringt eine Aufstellung über die Rückkehr der ersten Hälfte des Gardecorps, wonach diese Truppen vom 2. bis 11. Juni in Binger— brück eintreffen und von da nach ihren Bestim— mungsorten weiterfahren würden. Die Ankunft derselben in Berlin und Umgegend, in Hannover und Kassel sei vom 4. bis 12. Juni zu erwarten. München. Eine große Katholikenversamm— lung wird auf Pfingsten stattfinden, zu welcher auch Frauen eingeladen werden sollen. Professor Michelis, welcher heute nach Innsbruck und Gratz abgereist ist, wird zu jener Versammlung hierher zurückkehren. Stumpf von Coblenz und andere Theologen werden hier erwartet. — Nach eben eingelaufener Anzeige sind in Großbrund und Taufkirchen, Bezirksamt München R./ 1, in einigen Stallungen unter dem Hornvieh äußerst rasch verlaufende Erkrankungen vorge— kommen, welche von den Sachverständigen als Rinderpest erklärt wurden. Ueber die Art der Einschleppung liegt Aufschluß noch nicht vor. Alle zur Unterdrückung, sowie zur Verhütung einer Verbreitung der Seuche erforderlichen Maßregeln sind ergriffen. Ausland. Oester reich. Wien, 22. Mai. Die Reichsrathsdelegation wurde heute eröffnet, von Schmerling zum Präsidenten, Vidulich zum Vice- prästdenten erwählt. Der Reichskanzler Graf Beust legte den Voraͤnschlag des gemeinsamen Staats- haus haltes nebst Denkschrift und Erläuterungen vor, ferner das Rothbuch. Dasselbe ent⸗ hält 105 Actenstücke. Der Inhalt ist meistens bekannt und bietet nur historisches Interesse. Wieder- holt tritt in demselben die Uebereinstimmung der Cabinette in Wien und Berlin in der Pontus und Donaufürstenthümerfrage zu Tage. — Dem Voranschlag des Ministeriums des Aeußeren zufolge werden die bisherigen Gesandt- schaften in Carlsruhe und Darmstadt ganz auf gegeben; in Dresden und Stuttgart werden fortan nur Residenten fungiren. Der Gesandtschaftsposten in München bleibt unverändert. Frankreich. Paris, 21. Mai. Ein Pariser Correspondent des„Daily Telegraph“ gibt eine Aufstellung der Verluste, welche durch die Commune der Stadt Paris zugefügt werden. Er gelangt zu einer Totalsumme von 34 Mil- lionen täglich, also in zwei Monaten zu 2 Mil- liarden. Lassen wir die Zahlen folgen: Löhnung von 150,000 Nationalgarden zu 2 fr. per Tag: 300,000 fr.; Löhnung ihrer Frauen und Kinder 50 Centim. durchschnittlich per Kopf: 75,000 fr.; Kriegsausgaben, einschließlich der Munition, 500,000 fr.; Verlust in den Verdiensten der 300,000 Arbeiter zu 6 fr. per Tag 1,800,000 fr., welche sich nach Abzug der Löhnung auf 1,500,000 fr. redutiren. Verlust der Arbeitgeber, in Folge des Arbeitermangels, zu 2 fr. per Tag 600,000 fr.; Verluste der Produktion von Pariser Artikeln 2½ Mill.; allgemeine Handelsverluste 10 Mill.; Verluste durch Verminderung des Verkaufs von Lebensmitteln in Folge der Auswanderung von 800,000 Personen 2,400,000 fr.; Verluste im Kleiderhandel aus nämlicher Ursache 2,400,000 fr.; Verluste in Folge der Abwesenheit von 150,000 Provinzbewohnern und Fremden, Ausgaben und Einkäufe 9 Mill.; Verluste an Hauszinsen 2 Mill.; Unterhaltungskosten der Armee von Versailles 3 Mill. Im Ganzen 34,275,000 fr. — Im Etablissement Godard in Paris stehen über 30 Luftballons für die beabsichtigte Flucht der stark compromittirten Communemitglieder und Chefcommandanten der Föderirten in Bereitschaft. — Ein Pariser Bürger hat, wie„Daily News“ melden, Demjenigen eine Belohnung von 200,000 Fr. angeboten, der Thiers lebendig nach Paris bringen würde.— Die Commune be— hauptet mit aller Kühnheit, die Patronen-Explo— sion sei das Werk von Versailler Agenten ge— wesen; es sei jedenfalls verdächtig, daß die Mehr⸗ zahl der dort beschäftigten Arbeiter bereits vor 5 Uhr weggegangen, während die gewöhnliche Feierabendstunde 7 Uhr sei. — Nach vorheriger Verständigung zwischen der Regierung von Versailles und dem deutschen Generalcommando wurde die Nordbahn durch Besetzung hermetisch abgeschlossen, um flüchtende Föderirte nicht hinaus zu lassen. Dombrowski soll gefangen sein. Versailles, 20. Mai. Wie die„Indep belge“ erfährt, soll der Finanzminister die Absicht hegen, nach dem Falle von Paris, eine einzige Anleihe von 6 Milliarden zu erheben, da die finanzielle Erfahrung zeige, daß die Aussicht auf eine spätere Anleihe einer sofortigen Anleihe nur schade und es darum besser sei, auf einmal an den europäischen Credit zu appelliren, als ihn nach und nach mit kleineren Anleihen anzuzapfen. — 21. Mai. Eine Depesche des Comman⸗ danten Troͤves meldet, daß er um 3½ Uhr Nach- mittags durch die Porte de St. Clopd in Paris mit den Marine-Füsilieren eingedrungen ist und diese an dem Thore Position genommen und die Telegraphendrähte zerschnitten haben. Eine andere Depesche von 5 Uhr sagt: Die Parlamentärfahne weht auf der Porte d' Auteuil. Man vermuthet, daß die Insurgenten das Thor übergeben wollen. Privatnachrichten zufolge ist das 37. Linienregiment von der Armee Vinoy's zuerst durch die Porte de St. Cloud eingerückt. Eine Depesche des General Cissey sagt:„Parlamentäre sind ge— kommen, um die Räumung der Position Malakoff und des Forts Montrouge anzuzeigen, aber die Batterien der Wälle fuhren noch Nachmittags fort zu feuern.“ Die letzten Nachrichten von 7 Uhr Abends melden:„Ungefähr zwei Regimenter sind in Paris durch die Porte d' Auteuil eingedrungen und haben den Viaduct der Gürteleisenbahn über⸗ schritten. Dieselben stießen nur auf schwachen Widerstand. Eine Panik herrscht in Paris. Man versichert, Felix Pyat, Grousset und andere Chefs seien verschwunden. b — 22. Mai. Circa 80,000 Mann unserer Truppen sind in Paris eingerückt und bis zum Arc de Triomphe, dem Trocadero, der Avenue Uhrich und der Ecole militaire gelangt. Diesen Morgen wurde in der Richtung des linken Seine⸗ ufers lebhaftes Kanonenfeuer gehört. Dasselbe scheint gegen die Barrikaden beim Are de Triomphe gerichtet zu sein. In vergangener Nacht nahmen unsere Truppen das Chateau Muette in Passy und machten daselbst 600 Gefangene. 400 Ge— fangene sind bereits diesen Morgen hier in Ver— sailles angtkommen. Unter denselben befindet sich Assy. — 22. Mai, Nachm. Die Armee hat den Platz vor der neuen Oper besetzt. Das Haupt- quartier des Generals Cissey befindet sich in der Militärschule. Um 12½ Uhr fand in der Renn- bahn des Generalstabs an der Esplanade der Invaliden eine bedeutende Explosion statt, welche eine Feuersbrunst zur Folge hatte. Abends. Unsere Truppen setzen ihren Vormarsch in Paris fort. Dieselben haben den Bahnhof von Montparnasse nach leichtem Gefecht besetzt. Die Insorgenten haben auf der Terrasse der Tuilerien eine Batterie errichtet, welche die Champs Elysées bestreicht, die Position wurde jedoch vom General Clinchant umgangen. Man hofft, daß der Widerstand nicht lange anhalten wird. Die Truppen haben bereits 819,000 Ge⸗ fangene gemacht. Einige Pariser Maires sind diesen Abend von hier abgereist, um sich in ihren Mairien wieder einzufinden. Während einiger Tage wird Niemand nach Paris gelangen, noch dasselbe verlassen können, bis die Hauptführer der Insurrection verhaftet sein werden. — In der heutigen Sitzung der National- versammlung erklärte Thiers, daß Dank der tapferen Armee die Sache der Gerechtigkeft, der Ordnung und der Civilisation triumphiren werde. (Einstimmiger Beifall.) In Betreff der militärischen Operationen sagte Thiers, das Armeetorps des Generals Douay sei bis zum Triumphbogen vor— gedrungen, gleichzeitig habe General Ladmirault die Avenue de la grande Armee bis zum Triumph⸗ bogen besetzt. General Vinoy reiche General Cissey die Hand. Dieser letztere lehne sich mit seinem linken Flügel an das Hotel der Invaliden, mit seinem rechten an Montparnasse. General Clinchant sei durch den Faubourg St. Hanoré bis zur Oper vorgedrungen. So sei die Lage um 2 Uhr Nachmittags gewesen.„Wir haben den festen Glauben“, fährt Thiers fort,„daß Paris an seinen wirklichen Souverän, d. h. an Frankreich, baldigst zurückgegeben wird.“ In Bezug auf das Schicksal, welches die Insurgenten erwartet, sagt Thiers:„Die Gesetze werden mit Strenge vollzogen werden. Mit dem Gesetze an der Hand werden wir jene Elenden verfolgen, welche weder das Privateigenthum noch die Denk⸗ mäler achten.“ — 23. Mai. In der Nationalversammlung machte Jules Simon den Vorschlag, die Capelle Louis XVI. und die Vendomesäule wieder herzu⸗ stellen. Die Statue Frankreichs soll darauf gesetzt werden.— Die Truppen haben die Tuilerien, den Vendomeplatz und den Concordeplatz besetzt. — Vorm. Nachrichten aus Paris von heute 6 Uhr melden, daß unsere Truppen die Place de Clichy, den Bahnhof von St. Lazere, das Palais de l'Industrie, das Palais des gesetzgebenden Körpers, das Hotel der Invaliden und den Bahn— hof von Montparnasse besetzt halten. Ein leb⸗ hafter Kampf fand an der Place de la Concorde, welche die Insurgenten noch nicht aufgegeben hatten, sowie vor der Place de Clichy statt. Unsere Truppen sind voll Kampflust, ihre Verluste sind leicht. Man v rsichert, unsere Truppen seien zum Angriff auf Montmartre geschritten. St. Denis, 23. Mai. Die Jsolirung von Paris im Norden und Osten ist vollkommen. 1 * sczen ihren letz haben den icten Gtsecht der Terrast 2 velche die Pesfnen purtt act. Man large enbalttn 10,000 Ge- Maires sind u sich in ihren Arend tinigtt Felangen, noch parptführer det der National- „ Danf der echtigleit, der piren werde. n willtätischen titterpt des Abdogtn vor ⸗ ral Lad mirault un Triunyh- reicht Gtutral lehnt sich mit ter Invaliden, General St. Hanore 7 271 LC die Lag Dir babe 76 sort,„daß 1 168, b. h. 2 bind“ J dit Jrsurgenlel dg: verde 11 berauf gi 1 Tuiliuich, * Heute früh furchtbare Kanonade in der Richtung von Montmartre. St. Quen. — 23. Mai, 2 Ubr 15 Min. Nachm. Die Tricolore weht auf dem Montmartre. — Gegen 1 Uhr haben die Truppen den Montmartre genommen. Die Operationen werden energisch fortgesetzt. Man bofft, die völlige Unter— drückung der Insurrection heute oder morgen zu erreichen. Unsere Verluste sind wenig beträchtlich. Großbritannien. London, 22. Mai. Die„Times“ melden aus Paris vom 21. d. Abends:„Es werden Anstalten getroffen, den ge— heimen Gang zwischen dem Fort Montrouge und dem Thore von Vaugirard zu zerstören.“ Das— selbe Blatt läßt sich aus Versaisles von dem selben Tage schreiben:„Rochefort wurde Nach— mittags eingebracht. Er hatte sich durch Bart und Beschneidung seines Haares unkenntlich gemacht. Das aufgeregte Volk rief:„Tod dem Mörder?“ Türkei. In Albanien ist ein Aufstand aus- gebrochen, welcher im beständigen Fortschreiten be— griffen. Türkische Truppen werden dorthin abgesandt. Versailler Infanterie besetzte Aus der Pfalz. Die von vielen deutschen Blättern nach dem„Land. Anz.“ gebrachte Nachricht, wonach in der Stadt Metz am 24. April d. J. ein bayerischer Unter— offizier sowie drei preußische Infanteristen in dem Gewölbe eines Hauses auf schändliche Weise ihres Lebens beraubt gefunden sein sollen und zehn Tage früber die Leichen eines preußischen Infanteristen und eines Kürassiers, auf scheußliche Art verstümmelt, in der Mosel gefunden seien, werden durch den kaiserlichen Polizeidirector in Metz für absolut unwahr erklärt bis auf den Punkt, daß am 13. April die Leiche eines Kürassiers in der Mosel aufge— funden wurde. Bezüglich des Letzteren habe die gericht— liche und ärztliche Leichenschau festgestellt, daß die Leiche nicht die geringste Spur einer Verletzung zeigte und der Tod unzweifelhaft durch Ertrinken erfolgt sei. Weder in letzter Zeit, noch überhaupt seit Einnahme der Stadt Metz sei ein Verbrechen gleicher oder ähnlicher Art, wie die be— haupteten, gegen Civil- oder Militärpersonen verübt oder versucht worden. Bremen. Am 6. Mai wurde von Bremen aus ein jugendlicher, erst 21 Jahre alter Verbrecher nach Amerika transpoctirt, der im Verdacht siebt, fünf Morde in dem Gebiete der Vereinigten Staaten begangen zu baben. Die Polizei folgte seiner Spur durch Ost⸗- und Westindien und Aegypten, wo sie dieselbe verlor, bis es ihr endlich gelang, dieselbe in Bremen wieder aufzufinden und den gefähr⸗ lichen Menichen selbst(er ist in Braunschweiger Namens Ziegenmayer, der Sohn eines wohlhabenden Zucker⸗ raffinadeuzs) zu verhaften. Man fand in seinem Besitze ca. 90,000 Doll. in baarem Gelde und guten Papieren, außerdem ein Kistchen Sovercians und Werthpapiere im Betrage von ca. 60,000 Doll. Dieses Kistchen wird wahrscheinlich ein Haupibelastungsmoment gegen ihn bilden, da es Geldrollen und Papiere mit dem Siegel des in Chicago ermordet gefundenen Mr. Gumbleton enthielt. In Prag starb dieser Tage eine junge Nähterin, die sich seit einiger Zeit einen Kanarienvogel hielt, den sie sehr lieb gewonnen hatte. Schon in den letzten Stunden des Mädchens bemerkte man an dem Vogel große Angst und Unruhe. Nachdem seine Pflegerin verschieden war, flog er von seinem Käfig, den er fortwährend offen hatte, herab und setzte sich beim Haupte der Verstorbenen nieder. Niemand konnte ihn von diesem Platze verscheuchen, auch rührte er die Körner, die man ihm als Futter streute, gar nicht zn. Als man zuletzt in das Zimmer trat, wo die Verstorbene gag, fand man den treuen Kanarienvogel neben ihrem Haupte ob liegen. Die Verwandten legten nun das treue Thierchen nit in den Sarg zu seiner verblichenen Pflegerin. Der Friede von Frankfurt. (Schluß.) Art. 10. Die deutsche Regierung wird fort— fahren, im Einverständnisse mit der französischen Regierung die Gefangenen zurückkehren zu lassen. Die französische Regierung wird diejenigen der Kriegsgefangenen, die dienstfrei sind, an ihren beimathlichen Herd befördern. Diejenigen Ge— sangenen, die ihre Militärpflicht noch nicht voll— tändig erfüllt haben, werden sich hinter die Loire surückzichen. Man ist übereingekommen, daß die Armee vor Paris und Versailles, nach Wieder— serstellung der Autorität der französischen Re— zierung in Paris und nach Räumung der Forts burch die deutschen Truppen, die Zahl von 30,000 Mann nicht überschreiten darf. Bis zu bieser Räumung darf die französische Regierung eine Ansammlung von Truppen auf dem rechten lfer der Loire vornehmen, aber sie wird die egelmäßigen Garnisonen in den Städten dieser Zone halten, nach Maßgabe der Nöthigung zur Aufrechthaltung der Ordnung und des öffentlichen Friedens. Je nach dem und in dem Maße wie sich die Räumung vollziehen wird, werden sich die Corps⸗ chefs über eine neutrale Zone zwischen den beiden Armeen verständigen. Zwanzigtausend Gefangene werden unverzüg— lich nach Lyon expedirt mit der Bedingung, daß dieselben sogleich nach ihrer Organisation nach Algier geschickt werden, um in dieser Colonie ver— wendet zu werden. Art. 11. Nachdem die Handelsverträge mit den verschiedenen Staaten Deutschlands durch den Krieg annullirt sind, werden die französische und die deutsche Regierung als Basis ihrer Handels- beziehungen die gegenseitige Behandlung auf dem Fuße der meist begünstigsten Nation anzusehen haben. Es sind unter dieser Bestimmung zusammen- gefaßt: Die Ein- und Ausgangszölle, die Zoll— behandlung, die Zulassung und Behandlung der Angehörigen beider Nationen, sowie deren Agenten. Jedenfalls werden von der obigen Bestim— mung die Begünstigungen ausgenommen sein, welche einer der vertragenden Theile durch Handels ver— träge den folgenden Staaten zugestanden hat oder zugesteben wird: England, Belgien, Niederlande, Schweiz, Oesterreich, Rußland. Die Schifffahrtsverträge, sowie die auf den internationalen Eisenbahn Zoll- Dienst bezügliche Convention und die Convention wegen gegensei— tiger Garantie des Eigenthums von Werken der Literatur und Kunst treten wieder in Kraft. Doch behalt sich die französische Regierung das Recht vor, auf die deutschen Schiffe und ihre Ladungen Tonnen- und Flaggerabgaben zu legen, unter dem Vorbehalt, daß diese Abgaben nicht höher seien als die der vorerwähnten Nationen. Art. 12. Alle vertriebenen Deutschen werden in den vollen und ganzen Wiedergenuß der Be— sitzthümer treten, die sie in Frankreich erworben haben.— Diejenigen Deutschen, welche die von den französischen Gesetzen geforderte Erlaubniß zur Niederlassung in Frankreich erhalten hatten, werden in alle ihre Rechte wieder eingesetzt und können folglich ihren Wohnsitz auf französischem Gebiet aufschlagen.— Die Frist, die durch die französischen Gesetze zur Erlangung der Naturali— sation festgesetzt ist, wird als durch die Kriegszeit nicht unterbrochen angesehen für die Personen, welche von der erwähnten Befugniß, nach Frank— reich zurückzukehren, innerhalb sechs Monaten nach Auswechselung der Ratificationen dieses Vertrags Gebrauch machen und die Zeit zwischen ihrer Austreibung und ihrer Rückkehr auf französisches Gebiet wird in Anrechnung gebracht werden so als ob sie niemals aus Frankreich entfernt gewesen wären.— Die obigen Bestimmungen werden mit vollständiger Reciprocität angewandt werden auf französische Unterthanen, die in Deutschland wohnen oder zu wohnen verlangen. Art. 13. Die deutschen Schiffe, welche durch Prisengerichte vor dem 2. März 1871 condemnirt waren, werden als definitiv condemnirt betrachtet. — Diejenigen, welche an dem angegebenen Ter- mine noch nicht condemnirt waren, werden mit ihrer Ladung, so weit sie noch vorhanden ist, zu— rückgegeben. Wenn die Wiedererstattung der Schiffe und ihrer Ladung nicht mehr möglich ist, wird ihr Werth, abgeschätzt nach dem Kausßpreise, ihren Eigenthümern erstattet. Art. 14. Jede der vertragschließenden Par- teien wird auf ihrem Gebiete die für die Canali— sation der Mosel begonnenen Arbeiten fortsetzen. Der gemeinsame Antheil der getrennten Theile der beiden Departements der Meurthe und Mosel wird liquidirt. Art. 15. Die hohen contrahirenden Parteien verpflichten sich gegenseitig, die Maßregeln, welche sie für nützlich finden können zu Gunsten derjenigen ihrer Staatsangehörigen zu adoptiren, welche in Folge der Kriegsereignisse in die Unmöglichkeit versetzt sind, ihre Rechte zu rechter Zeit wahrzu— nehmen und aufrechtzuhalten, auf die betreffenden Unterthanen auszudehnen. Art. 16. Die beiden Regierungen verpflichten sich gegenseitig, die Gräber der auf ihrem resp. Gebiet begrabenen Soldaten zu achten und zu unterhalten. Art. 17. Die Regelung von Zusatzpunkten, über welche in Folge dieses Vertrages und der Präliminarien eine Einigung erfolgen muß, wird der Gegenstand von Schlußverhandlungen sein, die in Frankfurt stattfinden werden. Art. 18. Die Ratificationen des gegenwär⸗ tigen Vertrags durch die Natio nalversammlung und den Chef der Executivgewalt der franzgsischen Republik einerseits und durch Se. Maj. den Kaiser von Deutsch⸗ land anderseits werden ausgewechselt zu Frankfurt in einer Frist von zehn Tagen oder, wenn es angeht, noch eher. Zu Urkund dessen haben die bezügl. Bevoll— mächtigten den Vertrag unterzeichnet und ihr Siegel daneben gesetzt. Geschehen zu Frankfurt, den 10. Mai 1871. Es folgen mehrere Zusatzartikel über die Be— dingungen, welche der Osteisenbahn-Gesellschaft gemacht sind und im Besondern bestimmen, daß die deutsche Regierung der französischen für die Abtretung der Eigenthums rechte an den in den abgetretenen Provinzen gelegenen Eisenbahnen die Summe von 325 Millionen Fres. zahlen wird. Diese Summe wind von der in Art. 7 festgesetzten Kriegsschuld abgerechnet. Art. 3 der Zusatzartikel ist bezüglich auf das Gebiet von Belfort und lautet: Die von der deutschen Regierung in Art. 1 des gegenwärtigen Vertrags in Austausch gegen eine im Westen von Thionville geforderte Grenz— regulirung angebotene Gebietsabtretung wird ver⸗ mehrt durch die Gebiete folgender Ortschaften: Rougemont, Leval, Petite-Fontaine, Remagny, Félon, La Chapelle-sous-Rougemont, Augeot, Vauthier⸗Mont, la Rivière, la Grange, Reppe, Fontaine, Frais, Foussemagne, Cunelières, Mon- treaux-Chäteau, Bretagne, Chavannes-les⸗Grands, Chavanette und Suarce. Die Straße von Giromagny nach Remiremont, die über den elsässischen Belchen führt, wird in ihrem ganzen Laufe bei Frankreich bleiben und soweit sie außerhalb des Cantons von Giromagntz gelegen ist, die Grenze bilden. Schiffsnachrichten. Mitgetheilt von Chr. Hecht, Spezialagent in Friedberg. Das Hamburg-Newyorker Post-Dampfschiff Germania, Capitain Hebich, welches am 3. Mai von bier nach New⸗ Vork abgegangen, ist am 18. d. 6 Uhr Morgens wohl⸗ behalten in New-York angekommen. Das Hamburgs Newyorker Post⸗Dampfschiff Thuringia, Capitain Ehlers, am 9. d. von New-York abgegangen, ist nach einer Reise von 9 Tagen 7 Stunden heute Morgen 9 Uhr in Plymouth angekommen und bat, nachdem es daselbst die Verein. Staaten-Post, sowie die für England bestimmten Passagiere gelandet, um 11½ Uhr die Reise nach Hamburg sortgesetzt. Dasselbe überbringt: 354 Passa⸗ giere, 75 Briefsäcke, 1200 Tons Ladung und 522,700 Dollars Contanten. Frucht preise. Per Malter. Friedberg, 23. Mai. Waizen 14 fl. 30 kr. 10 fl.— tr.; Gerste 81.— kr.; Hafer 5 fl. 40 kr. Frankfurt, 22. Mai.(200 Zollpfund.) Waizen 14½ 15 ¼ Nor 11—; Gerste— 3 Hafer 10—10¼83 Rüböl(100 Zollpfd.) ohne Faß 263 Branntwein(50% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß—. Grünberg, 20. Mai. Waizen 14 fl. 30 kr. Korx 11 fl. 16 kr.; Gerste 8 fl. 30 kr.; Hafer 6 fl. 21 kr.; Molter 9 fl. 50 kr.; Erbsen 15 fl.— k.; Wicken— fl. — kr.; Saamen— fl.— kr.; Kartoffeln 4 fl.— kr. Moinz, 19. Mai. Waizen 13 fl. 30 kr.; Korn 11 fl. 17 tr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer— fl.— kr. Kartoffeln 5—5 fl. 30 kr.; Reggenstroh per 100 Gebund 42-45 fl. N Geld Cours. Frankfurt am 23. Mai 1871. Kor Preussische Kassenscheiue. fl. 1 49—1⁵ Preuss. Friedrichsd'or 5„ 9 58—59 Mole 3 44—146 Holländische fl. 10 Stücke„ 9 55—57 Ducaten 8 e 9 al marco. 9 8 20 Franes-Stücke. n 5 9 25½—26½ Englische Sovereignus, 1 ii Russ. Imperiales„„ 9 44-0 Dollars in Gold l„ 2 27½—28½ Kirchenvorstandswahl. 1335 Bei der gestern beendigten Wahl erhielten nachbenannte Gemeindeglieder die meisten Stimmen, nämlich: Kaufmann J Huber 189, Beigeordneter Steinhäußer 183, Bergrent⸗ meister Nebhuth 154, Kaufmann W. Fertsch 153, Seminarlehrer Wahl 150, Lehrer Störger 131, Hofgerichtsadvokat Curtman 123, Buchhändler Scriba 103, Hofgerichtsadvokat Jöckel 97, Hofgerichtsadvokat Trapp IV. 85. dem Uoterzeichneten zur Einsicht offen. Friedberg am 24 Mai 1871. Das Wahlprotokoll liegt an den nächsten 3 Tagen bei Der Vorsitzende des evang. Kirchenvorstandes B. ga, u er. Bad⸗ Nauheim. A m 1330 wozu freundlichst einladet , eee ee Tanzmusik, D. Fritz Bad-Salzhausen. 1327 Eröffnung des neu restaurirten Kursaals am 2. Pfingsttag. Nassauer Hof in Reichelsheim. 1328 Am 2. Pfingstfeiertag findet in meinem vergrößerten Garten gut besetzte Harmonie⸗ und Tanzmufik statt.— Nebst 8 Sorten Weinen werde ich auch verschiedene gute Speisen verabreichen lassen, um mir die Zufriedenheit meiner geehrten Gäste zu erwerben. Freunde und Freundinnen des geselligen Vergnügens sind höflichst eingeladen. Conrad. r. Nobert 3 Fridberg, Augenarzt in Frankfurt a. 1272 Behandlung und Operationen fuͤr Unbemittelte unentgeltlich. Sprechstunden: Wohnung: Töngesgasse 6. täglich von 2—4 Uhr Nachmittags. Ginstern ⸗Versteigerung. 1321 Dienstag den 30. l. M., Vormittags um 8 Uhr anfangend, werden in hiefigem Gemeindewald, Distrikt Filzbardt, 1800. Ginsternwellen metstbietend versteigert. Fauerbach p. d. H. den 22. Mai 1871. Großherzogliche Bürgermeisterel Fauerbach v. d. H. Philtpps. Vie wostze ie ge u n.. 1322 Donnerstag den 1. Juni l. J., Vormittags 9 Uhr, werden erbvertheilungshalber in der Wohnung der ver⸗ storbenen Konrad Wirth Eheleute nachfolgende Gegenstände, als: 2 frischmilchende guse Fahrkühe, 1 halbjähriges Rind, 1 trächtiges Mutterschwein, 4 Schaafe, worunter 1 schwarzer Bock(englische Race), 1 leichter, voll. ständiger Wagen, 2 Pfluze, einige Malter Hafer, Korn, Welzen und sonst noch viele Haus- und Wirth⸗ schaftsgeräthschaften öffentlich versteigert. Nieder⸗Wöllstadt den 23. Mai 1871. Gk n Ortsgericht Nieder-Wöllstadt. 5 n 1289 Meine durch Einberufung als Landwehl⸗Arzt fur die Dauer des Krieges unterbrochene Praxis hierselbst nehme ich heut wieder auf. Ich bin in meiner früheren Wobnung, Bleichstraße 66a, nur für Augenkranke, zu sprechen: Vormittags von 8—9 Ubr, Nachmittags von 3—5 Uhr, (Für Unbemittelte unentgeltlich) Mittags von 12—1 Uhr. Frankfurt a. M. den 18. Mai 1871. Dr. Krüger, Augenarzt. Kleeversteigerung. 1299 Donnersta den 25. Mat, Nachmittags 5 Uhr, läßt der Unterzelchnete von circa 5 Morgen Luzerner Klee die diesjährige Aberndtung öffentlich versteigern. Dorheimer Bergwerk den 20. Mal 1871. Wi nt er Frische Mepskuchen 21 Wi. bei Georg Groß Steinkohlen, 691, namentlich auch Wügte 80 zu billigen Preisen die Ziegelei am Bahnhof zu Nauhe em. gür Unterleibsbruchleidende. 1326 Die Bruchsalbe von G. Sturzen⸗ egger in Herisau, Schwelz, hat in Folge ihrer vorzüglichen Wirksamkeit bei Unterleibsbrüchen, Multervorfällen und Hämorrhoiden vielseitigsten Dank geerntet. Zahlreiche Atteste bestätigen eine vollständige Heilung selbst bet veralteten Fällen. Auf frankirte Anfrage wird Gebrauchs⸗ anweisung gratis versandt.— Zu beziehen in Töpfen zu fl. 3. sowohl durch den Erfinder selbst, als durch J. B. Lindt, Nachfolger, Apotheker, Schnurgasse 58 in Frankfurt a. M Zu verkaufen 1318 wegen Aufgabe des Geschäfts leichte Landauer Tilbury(Korb⸗ und Stuhl⸗ wägelchen), Hall ⸗Chaischen, leicht und elegant. Rothhan, neue Schlefingergasse Nr. 3. Holz⸗Kohlen, 1333 ein vorzüglicher Brand für Herd⸗- und Ofenfeuerung, vorräthig in der Steinkohlenhandlung G. H. Freundlieb. Magensalz, 435 bekannt als age, Universal Reintgungssalz gegen Magensäure, Sodbrennen ꝛc. ꝛc. in /, ½, / Pfunden empfiehlt J. A. Windecker in Friedberg. Ein kräftiger Zunge 1203 kann in die Lebre treten bei Martin Mondigler II., Kupferschmled. 1319 Ich wohne nunmehr bei Herrn Bäcker Stoll im Stern. Gießen im Mai 1871. Dr. Gutfleisch, Hofgerichts Adpokat. 3 5 7 Ein Lehrling 1334 kann in die Lehre treten bei Fried berg. Jean Moth, Tapezier. Ossenheimer Wäldchen. 1331 Am 3. Pfingstfeiertage Harmonie⸗ und Tanz⸗ musik, wozu freundlichst elnladet G. F. Korndörfer. Einladung. 1336 Freitag den 26. findet ein Ball bei Gastwirth Fuhr, ausgeführt durch den ersten Musfikverein, statt, wozu freundlichst einladet Groß⸗Karben den 23. Mai 1871. Peter Fuhr. 1317 Montag den 2. Pfingstfeiertag findet auf dem Selzerbrunnen Tanzmusik statt, wozu freundlichst einladet Flische Orca Kirchenvorstandswahl zu Bad⸗Nauheim. 1320 Bei der hohen Wichtigkeit der demnächst stattfindenden Wahl neuer Mitglieder des Kirchen⸗Vorstandes halten wir eine Ver⸗ ständigung über die als Wahlcandidaten auf⸗ zustellenden Männer für dringend geboten und schlagen deßhalb unseren evangelischen Mit⸗ bürgern folgende Herren vor: Schutt, Bürgermeister. Schaub, Schulinspektor. Quehl, Lehrer. Hartmann, Georg. Geberinger, Beigordneter. Dr. Siebert, Salinenrentmeister. Stoll, Peter, Oeconom. Dr. Bode, Medizinalrath. W. Wagner, Croupier. Grünewald, Stadtkämmerer. Aletter, Peter, Bäckermeister. Ostermeyer, Gemeinderath. Mehrere Wähler. Süße Orangen, Eitronen, süße und bittere Man⸗ deln, Eitronat 1332 bei Wilbelm Bernbeck. 1325 Die Buchhandlung von T. O. Weigel in Leipzig sucht zu kaufen: Bibliotheken und einzelne Weike protestantisch⸗theologischen Inbalts, namentlich Luther von Walch, Ltlientbol's Offen. barung ꝛc. Defideratenliste auf Verlangen franko. Ei u Pferd 1329 hat zu verkaufen Kaspar Stumpf Wittwe. Ossenheim. Ein Logis 1323 ist an eine stille e zu vermiethen. sagt die Expedition d. Bl. Wo? Todesanzeige. 1333 Theilnehmenden Verwandten und Be⸗ kannten widmen wir hiermit die schmerzliche An⸗ zeige, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, unseren geliebten Gatten, Vater, Bruder, Schwiegervater, Schwager und Onkel Christian Bingel, Schneidermeister, nach langem Leiden geflern Nacht um 3 Uhr von unserer Seite abzurufen. Um ftille Theilnahme bitten Bad⸗Nauheim den 24. Mai 1871. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Dennerstag den 25. d. M., Nachmittags um 3 Uhr, flatt. 77.. Israclitischer Gottesdienst in Friedberg. Beginn: Donnerstag Abend, Pfingstfest, 7½ Uhr. Freitag Morgen, Pfingstfest, 8. Uhr. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. 0 Druck und Verlog von Bindernagel& Schimpff. 1 r 31 T ·www. 2 —