dert debiln 1 Sor, * otr m ite n pe 7 * 8 Lan in sagn Lugel K* Wr eulen ummtn aube. * der Sasch nn Senn N Aken; nnz den Ol Frater dritert d ben El n.— pelt un ett rachtrzäh Det dhe Pau f N Nu tistt 3e. Lech ter Nau 1 be 1 Stztier . Des riet Mech: Die eh te Jet senien teit-N testi Int agtituan ten. Nut zur ttt test, ert tert r d rigen — Die peru 11 du Mann „ „ aͤsse,. georg Groß lber, Ade den 0 In c Kümmich — e. erwiderten das Feuer * fßebr.:„ jugegen. * Samstag den 25. Februar. M24. 4 berhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Jnttlligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 1 Nur diejenigen Einsendungen, welche bis sp eingelaufen sind, können in dem nächsterscheinen ätestens Vormittags 9 Uhr 7 den Blatte Aufnahme finden. Kriegsnachrichten. Versailles, 22. Februar. In Folge der sestern bier zwischen dem Grafen Bismarck und Herrn Thiers stattgebabten Verhandlungen, in geren Berlauf sich der Bundeskanzler mehrmals am Kaiser begab, ist der Waffenstillstand um wei Tage, und zwar bis zum Sonntag Abend 2 Uhr, verlängert worden. 1 Der hlesige„Moniteur officiel“ warnt zum weiten Male Nie Pariser Presse, von ihren zügel⸗ osen Angriffen gegen Deutschland und Preußen bzusteben. Aus Versailles wird gemeldet: Mit Ablauf as Waffenstillstandes ist Paris in unserer Hand. Der ursprüngliche Plan soll sich darauf beschränken, vaß drei Corps— man nennt das Gardetorps, das 11. und 12. Corps,(vielleicht auch das 1. daperische) in die Stadt einrücken, daß der Kaiser auf einige Tage seine Residenz im Tuilerienpalast aufschlägt und auf den Champs Elpsees eine große Parade abhält. Auch verlautet aus der⸗ selben Quelle, es werde für den Rückmarsch der Truppen in's Vaterland nach dem Friedensschlusse beab sichtigt, das bah orps von der Tann über Berlin, dagegen da„Armeccorps(General v Schachtmayer) über München heimkehren zu lassen. Ein solches Arrangement würde gewiß allgemeine Befriedigung in Deutschland erregen. Würden aber strenge Maßregeln gegen Paris nothwendig, so ist außer Zweifel, daß die Be · fetzung der Hauptstadt bis zur Zahlung des loczten Sous der Kriegsentschädigung und bis zur gänz⸗ lichen Räumung des französischen Territoriums durch die deulschen Jruppen überhaupt aufrecht erhalten würde. So sehr auch nach dem Ergebniß der Wahlen zur Nationalversammlung die friedliche Stimmung in einem großen, Theil Frankreichs vorzuherrschen scheint, so beweisen doch noch aller neueste Vorkommnisse, daß unter der Landbe— völkerung noch Fanatiker existiren, die sich durch die Waffenruhe nicht abballen lassen, den Krieg auf eigene Faust fortzuführen. So wurde am 10. d. M. die Feldpost in der Näbe von Troyes von etwa 20 mit Gewehren bewaffneten Inkivi⸗ duen angefallen. Sie war von 10 Landwehr⸗ leuten des 59, Regiments zu Wagen als Bedeckung begleitet, von denen einer durch die seuergebenden Angreifer verwundet wurde; die Landwehrmänner aber so energisch, daß sie sofort drei ihrer Gegner todischossen und zwei so schwer verwundeten, daß dieselben nach kurzer Zeit starben; die Uebrigen entflohen. — Der„Köln. Ztg.“ schreibt man aus Ver · sailles: Der General Ducrot, welcher zu fürchten scheint, daß ein Einmarsch der deutschen Truppen in Paris ihn zum unfreiwilligen Gefangenen dete selben machen müsse, hat sich jetzt freiwillig gestellt. — Die„Times“ melden aus Versailles, 22. —„Daily Telegraph“ meldet aus Paris, 19. Febr.:„Die Polizei hat bei Durchsuchung der unruhigen Bezirke nach Waffen und Hand- granaten bereits deren viele saisirt. Die Behör⸗ den fürchten unliebsame Demonstratlonen gegen Kaiser Wilhelm und Bismarck, wenn die Deut- schen in Paris einziehen. Der deutsche Präfect bat für St. Denis eine Contribution von 800,000 Francs auegeschrieben.“ — Der„Times“ wird von ihrem Bericht⸗ erstatter in Paris unterm 20. telegraphirt:„Die Centralhallen haben wieder ihr gewöhnliches An- seben angenommen. Pferdefleisch ist aus ihnen verschwunden; Rind- und Hammelfleisch sind wieder zu ungefähr den nämlichen Preisen zu daben, wie vor der Belagerung. An frischen Gemisen indeß herrscht noch immer Mangel. Welch enorme Quantitäten an Lebensmitteln in der Zeit vom 3.— 14. Februar nach Paris allein durch die Nordbabn geschafft worden sind, geht aus folgen · der Zusammenstellung hervor, die man in den Pariser Journalen liest: 107 Trains mit 8948 Waggons sind innerhalb 11 Tagen nach Paris speditt worden; in den Zügen befanden sich 12,915,004 Kil. Mehl, 533,688 Kil. Reis, 1,896,897 Kil. Bisqufts, 1,305,955 Kit. gesal⸗ zenes Fleisch, 2,532,469 Kil. diverse Waaren, 537.534 Kil. Fische, 8658 Ssück Viech. Zu diesen Proviantmassen kommen noch 6,464,690 Kil. Breunstoffe. — Die Commission der Nattonalversammlung, Thiers, Jules Favre, Faidherbe, Chanzy und noch ein fünftes Mitglied, ist Behufs Führung der Friedensunterhandlungen bereits in Versailles angelangt. Ueber die Art und Weise, wie der Marsch durch Paris ausgeführt wird, vernimmt man schon, daß zunächst zwei Armeccorps die Stadt besetzen und dort den Sicherheltsdienst bis zum vollendeten Durchmarsch sämmilicher Corps der Pariser Armee versehen werden, während der Kaiser in den Tuilerien residirt. Hand in Hand mit unseren Einzuge vorbereitungen, als da sind: Parademarsch, Dislecationen, Bau von Schiff- brücken, geben die Offensivarbeiten gegen Paris; so wur be beispielsweise am 19. d. trotz des heil. Sonntags eifrig auf Fort Issy geschaunzt und an den Batterien im Norden gebaut, was der Auf⸗ merksamkeit der Pariser nicht entgeht und ihnen offenbar ein ernstlicheres Nachdenken über ihre wirkliche Lage erweckt, als uns ihre Orsinibomben. — Der Berschterstatter des„Dafly Telegraph“ in Versailles sagt, dle Grafen Bismarck und Mollke, über viele Punkte im Meinungswibderstreit, seien insoweit einig, daß sie beide den Kaiser zum Eluzug in Paris rrängen, während der Kronprinz nebst seinem Stabe die entgegengesetzte Ansicht und die ernstlichsten Befürchtungen hegen sell. — Aus Dieppe wird vom 19. Febr. ge- meldet: Das 8. deutsche Armetcorps trifft hier Der Kaiset empfing Thlers im Präsectur⸗ gebäude 10 Uhr Morgens. General Chanzy war Der Frieden wird als geschlossen be: trachtet, wenn er auch noch nicht unterzeichnet ist. Thiers besuchte den Kronprinzen. Nächsten Sonn- tag erfolgt wahrscheinlich der Pariser Einzug, ruhig, ohne Triumphsfeierlichkeiten. Die Truppen bleiben nicht lange in Paris.“ am Mittwoch ein. Die Viehscuche wüthet hier noch immer; 3000 Stück Rindvieh, welche nach Paris abgehen sollten, sind auch angesteckt. Straßburg, 21. Febr. Nach einem soeben veröffentlichten Erlasse des Civilcommissars im Elsaß soll zufolge höherer Anordnung eine außer- ordentliche Kriegssteuer von 25 Franken per Kopf zur Dedung der Kosten für die Naturalverpflegung der Truppen auch im Departement Niederrhein erhoben werden. b 5 — General v. Manteuffel hat unterm 14. d. M. folgenden Armeebefehl erlassen:„Soldaken der Sudarmee! Ich habe die Freude, Euch wohlver⸗ diente Ruhe gewädren zu können. Se. Majestät unser Kalser und König haben auch für die Süd⸗ armet Wafsenstillstand abschließen lassen; aber selbst bei diesem Abschlusse springen die Folgen Eurts siegreichen Schlagens bei Belfort, Eures unaufhaltsamen Marsches über den hohen Jura, durch den ihr in blutigen Kämpfen die letzte feindliche Armee über die Schweizer Gränze warftt, in die Augen. Ihr räumt keine der tiu⸗ genommenen Positionen, alle drei Departements dis Lons le Saulnier herunter bleiben von Euch besetzt und die starke Festung Belfort hat ihre Schlüssel überliefern müssen. Soldaten der Süd⸗ armte! An Euch ist es jetzt, nach Euren großen Waffenthaten der Welt auch zu zeigen, daß die wahre Bildung in den germanischen Velksstämmen wohnt; Sitte, Milde, Schonung, Rücksichtnahme dem übetwundenen Feinde gegenüber thun dieß. v. Manteuffel.“ — Obderst Denfert, der mit allen kriegetischen Ehren und dem gesammten Gepäck der Garnison, die noch an 12,000 Mann beträgt, aus Belsort abmarschirt, wird, wie der„Köln. Ztg.“ aus dem Jura geschrieben wird, seinen Weg über Mont⸗ bdeliard nach dem Departement der Haute Saone et Loire nehmen. So wie er hinter der Demar- cationslinie angekommen ist, kann er nach dem 24. Februat die Feindseligkeiten wieder anfangen, falls dann wider alles Hoffen und Erwarten der Krieg von Neuem beginnen sollte. Die Stadt Belfort und auch die Festungswerke der Forts Miotte und Justice haben durch unsere Kugeln sehr wenig gelitten und auch das Fort auf dem „Rocher de Belsort“ soll ganz unverletzt sein. Auch an Lebensmitteln soll in Belsort noch kein Mangel gewesen sein, obgleich alle besseren Eß- wagren zuletzt gänzlich ausgegangen sind. Es sollen aber böse Seuchen daselbst herschen, und wem nicht die Pflicht da zu bleiben gebietet, der meidet wobl jetzt diese Stadt. Deutschland. Darmstadt. Das Groß herzogliche Regie rungsblatt Nr. 6 enthält: 1. Bekanntmachung Großherzoglichen des Innern. Ucbersicht deß im Jahr Großberzogliche. Gendarmerie geschehenen und Denunciationen. II. Gkanmmachung Großherzoglichen Oberconsisto⸗ viums, die Ergebnisse der Verwalfung des allgemeinen evangelischen Kürchensonds vom Jahre 1869 detressend. 111. Bak ennmachung Großberzoglicher Civildiener⸗ Wuswenkesse Commission, die Ergebnisse der Veiwaltung der Ctwüdienet⸗Wülwenkasse von den Jabren 1868 und 1869. IV. Bekanntmachung Großberzoglicher Commission für Postangelegen heilen, den Postanweisungoeverkehr mit Geoßvriaunsen und Irland betressend. In Folge eines zwischen der norddeuischen Postverwaltung und der britt⸗ schen Postverwaliung getroffenen Uebetemkommens it seit dem 1. J. M. das Postanweisunge⸗Versahren im Verkebr nat England eingesübtt worden, und kommen blerdei nachstepende Bestimmungen zur Anwendung? Nach fämmt⸗ lichen Orten Großbrianniens und Irlonds können Post— Ministeriums 1870 durch die Arrestauonen anweisungen bis zum Betrage von 70 Thalern der 122½ fl. südd. Wöbrung angenommen werden.— Die pp!— 5 e — 2 ane e ee . 3 1 eee, „ Einzahlung erfolgt auf ein gewöhnliches Postanweisungs⸗ Formular, in welches der Absender solgende Angaben einzutragen bat: 1) den in England auszuzablenden Be— trag in englischer Währung, zu welchem Behuf der Vor⸗ druck: Thlr. Gr. Pf. ꝛc. unzweidentig abgeändert werden muß; 2) den Zunamen und mindestens den Anfangs- buchslaben eines Vornamens des Adressaten(ozw. die Bezeichnung der Firma des Adressaten), sowie die ge⸗ naue Bezeichnung desselben;— 3)— auf dem Coupon— den Zunamen und mindestens den Anfangsbuchstaben eines Vornamens des Absenders(bezw. die Bezeichnung der Firma des Absenders), sowie die genaue Adresse des⸗ selben.— Sonstige Mittheilungen darf die Postanweisung bezw. der Coupon nicht enthalten.— Die Aufgabe-⸗Post⸗ anstalt hat sich in jedem einzelnen Falle zu überzeugen, daß die Postanweisung genau nach Maßgabe der vor- lebenden Bestimmungen vom Absender ausgefertigt ist, und auf die Beseitigung etwaiger Mängel dinzuwirken.— Die Aufgabe⸗Postanstalt rechnet den in englischer Währung angegebenen Betrag in die Thaler⸗ bezw. Guldenwährung — für jetzt nach dem Verhältniß von 1 Pfund Sterling gleich 6 Thaler 24 Groschen— um und nimmt den danach sich ergebenden Beirag vom Einzahler entgegen. Diese Possanstalt ist mithin auch im Stande, dem Ein⸗ lieferer genaue Auekunft zu geben, welchen Betrag der⸗ selbe in englischer Währung in die Postanweisung einzu⸗ rücken hat, falls er eine in deutscher Währung ausgedrückte Zablung nach England zu leisten hat.— Die thunlichst in Marken zu frankirende Gebühr beträgt: a. bei Summen bis 25 Thaler oder 43⅜ Gulden südd. Wahr. 7½ Groschen bezw. 27 Kreuzer; d. dei Summen über 25 Thaler eder 43% Gulden südd. Währ. dis 50 Thaler oder 87½ Gulden südd. Währ. 15 Groschen bezw. 53 Kreuzer; o. bei Summen sber 50 Thaler oder 87½ Gulden füdd. Währ. dis 70 Thaler oder 122½ Gulden südd. Währ. 22 Greschen bezw. 1 Gulden 13 Kreuzer. V. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Alzey, die Erhebung einer Umlage zur Bestrettung der Beduͤrf⸗ nisse der katholischen Kirche in Flonheim für das Jahr 1871 betreffend. VI. Uebersicht der für das Jahr 1871 genebmigten Umlagen zur Bestreitung von Communalbedürfnissen in den Gemeinden des Rreises Eroß⸗Gerau. Darmstadt, 22. Febr. 2. Kammer. Unter den neuen Einläufen befindet sich eine Interpellation des Abg. K. J. Hoffmann, die Feuerversicherungs- gesellschaften betr, resp. eine deßfallsige Antwort der Regierung, welche besagt, daß es keineswegs in der Absicht sei, alle zugelassenen Gesellschaften als inländische zu betrachten. Auf eine von Curtman gestellte Interpellation, ob die Versassung der evangelischen Kirche nicht auf dem Weg der Gesetz⸗ gebung geregelt werden solle, verweist die Regie rung zunächst auf die in Aussicht stehende Landes spnode resp. deren Beschlüsse, von welchen es ab— hängt, ob eine Gesetzesvorlage zu erfolgen hat. Hallwachs hat seiner Zeit wegen Errichtung eines Sanitätszugs der Main⸗Neckar⸗Bahn interpellirt, das Finanzministerium erwiedert, daß es bei dem herrschenden Wagenmangel nicht im Stande sei, eine solche Einrichtung zu treffen, daß es aber mit der Hess. Ludwigs Bahn eine Vereinbarung wegen Benutzung ihres Sanitätszugs getroffen. — Das Justizministerium erwiedert auf eine deß⸗ fallsige Interpellation von K. J. Hoffmann, den Verkarf der Notariatsstellen betr., daß an dem seithtrigen System nichts geändert sei, daß man fortwährend von der Ansicht ausgehe, daß jene Stellen nicht verkäuflich seien.— Curtman bean- tragt Erhöhung der Gehalte der Civilstaatsdiener, insbesondere der Gehalte unter 1000 fl.— Auf der Tagesordnung steht die Berathung über das bekannte Gesetz, die Zusammenlegung der Grund— stücke betr. In der Generaldebatte ergreift zu- nächst Krämer das Wort. Derselbe erörtert haupt- sächlich die Nothwendigkeit eines solchen Gesetzes. In der Specialdebatte befürwortet Goldmann, daß die im Abstimmungstermin nicht Erscheinenden als für die beantragte Zusammenlegung stimmend betrachtet werden sollen.— Wernher findet hierin einen nicht gerechtfertigten Eingriff in die Rechte des Einzelnen. Curtman will jeden Grundbesitzer besonders aufgefordert haben im Abstimmungs⸗ termin zu erscheinen, andernfalls er als für die Zusammenlegung stimmend angesehen werden soll, was K. J. Hoffmann unterstützt und eine vier⸗ wöchentliche Frist vorschlägt. Auch Wadsack spricht sich für den Curtman'schen Antrag aus, ebenso Zimmer und Kraft. Der Regierungsentwurf, d. h. die Bestimmung, wonach die im Abstimmungs⸗ termin nicht Erscheinenden als für die beantragte Zusammenlegung stimmend betrachtet werden sollen, wird von Geh. Staatsrath v. Bechtold, sowie den Abg. Keil, Zentgraf, Volhard, A. v. Löw und Krämer warm befürwortet, während Kempff, v. Biegeleben, Schäfer, Becker, Dumont und George diese Bestimmung als zu weitgehend be— trachten und die im Abstimmungstermin ni Anwesenden als dem Beschluß der Mehrheit bei⸗ stimmend angesehen wissen wollen. Das Resultat der nahezu Zstündigen Debatte ist Annahme des Regierungsentwurfs mit 20 gegen 17 Stimmen, während das von Curtman gestellte Amendement nahezu einstimmige Annahme findet. — 23. 2. Kammer. Der Tagesordnung gemäß wird die Berathung über den Gesetzent⸗ wurf, die Zusammenlegung der Brundstücke betr., fortgesetzt. Nachdem in der gestrigen Sitzung der Schwerpunkt des ganzen Gesetzes Art. 3 d battirt und angenommen worden, bieten die heute zur Berathung kommenden Artikel des Entwurss nur wenig Anlaß zu Bemerkungen und finden fast durchweg einstimmige Zustimmung. — Zu Bevollmächtigten zum Bundesrathe des deutschen Reichs sind der Großherzogliche außer- ordentliche Gesandte und bevollmächtigter Minister Geheimer Legationsrath Hofmann, der Groß- herzogliche Geheime Oberstenerrath Ewald und der Großherzogliche Obersteuerrath Göring er nannt worden. — Täglich passiren eben hier Züge mit in Frankreich eroberten Trophäen, theils nach Nord- deutstland, theils nach Bayern bestimmt. Auch in unserer Stadt ist bereits von dem auf Hessen entfallenden Theil eine beträchtliche Anzahl ein⸗ getroffen. Derselbe beziffert sich bereits auf drei 24-Pfünder, 2 Mörser, 16 Feldgeschütze(die bei Chambord erbeuteten 5 Geschütze sind hierin nicht inbegriffen), eine Mitrailleuse, über 1000 Chasse- pots, sowie zahlreiche Cuirasse, Helme und Pallasche; große Quantitäten rothes und blaues Tuch, sowie Wagen und anderes Armeematerial wurden gleich- falls abgeliefert. Nach beendigtem Krieg dürfte eine Ausstellung sämmtlicher Trophäen veranstaltet werden. Mainz. Mehrere Blätter bringen die Nach⸗ richt, daß ein in preußischen Diensten stehender Prinz unseres Fürstenhauses als Vicegouverneur von Mainz designirt sei. Der einzige Prinz dieses Hauses, welcher z. Z. in preußischen Diensten sich befindet, ist der Commandeur des 2. Garde- Ulanenregiments, Prinz Heinrich, ein Neffe des Großherzogs. Berlin. Die„Provinzial-Correspondenz“ sagt: Die deutsche Reichsregierung hat die For- derungen, welche sie im Interesse einer gerechten Entschädigung Deutschlands, sowie einer zukünftigen Sicherheit stellen muß, so bestimmt auf das Maß des Unerläßlichen beschränkt, daß es für die fran⸗ zösischen Unterhändler in der Hauptsache sich nur um einen raschen, festen Entschluß handeln kann. Nur falls bei Ablauf des Waffenstillstandes die Forderungen Deutschlands im Wesentlichen bereits angenommen sind, wird möglicherweise eine noch malige Frist von einigen Tagen zum definitiven Abschluß gewährt. Die Regierung hat in der Zuversicht auf das Gelingen der Friedensverhand⸗ lungen Vertreter der süddeutschen Regierungen zu- gezogen. Die nächste Woche wird, wenn die bis⸗ herigen Anzeichen nicht trügen, die Grundlagen des wiederhergestellten Friedens bringen. — Der„Kreuzztg.“ zufolge wird die Rückkehr des Kaisers voraussichtlich sofort nach dem Ab⸗ schluß der Friedenspräliminarien, die des Grafen Bismarck sowie des Grafen Moltke und des Kriegs⸗ ministers v. Roon jedoch erst später erfolgen. — Der„Staatsanzeiger“ enthält eine kaiser⸗ liche Verordnung, welche verfügt, daß am 1. März d. J. auf dem Neckar die Erhebung der nach dem §. 1 des Gesetzes vom 1. Juni 1870 über die Abgaben von der Flößerei unzulässigen Abgaben aufhört, Bremen. Dem hiesigen Senate ist die officielle Mittheilung zugegangen, daß die in fran⸗ zösischer Kriegsgefangenschaft gewesenen 70 deut- schen Schiffscapitäne in Orleans eingetroffen sind, von wo dieselben die Reise nach Deutschland un⸗ verzüglich fortsetzen. München. Die baherischen Minister Pranckh und Graf Bray, die wüͤrtembergischen, Wächter und v. Mittnacht, und der badische Minister Jol sind von Graf Bismarck eingeladen worden, dem definitiven Abschluß des Friedens in Versailles anzuwohnen. e, Stuttgart, 23. Febr. Heute reisen Major Steinheil und Adjutant Fränzinger nach Ver⸗ sailles. Morgen begibt sich der König mit dem Kriegsminister v. Suckow ebendahin. Freiburg. Die Delegirten von 27 Ge— meinden, welche kürzlich dahier zusammentraten, um in der Werder'schen Angelegenheit sich end⸗ gültig zu entscheiden, haben nach einer mehrstün— digen gründlichen Berathung sich einstimmig auf den Beschluß geeinigt: es soll in Anerkennung der Leistungen des Generals v. Werder und der Thaten des 14. Armeecorps ein Werder⸗Denkmal, und zwar in der Stadt Freiburg, errichtet wer⸗ den. Außerdem erhält der General eine Dank— adresse und sollen im Wege der Vervielfältigung angefertigte Abdrücke des zu errichtenden Denk⸗ mals zur Vertheilung an Alle kommen, welche in den Kämpfen des 15., 16. und 17. Januar mit- gewirkt haben. B. Friedberg, 21. Fedruar. Die auf heute Abend anberaumte, im Gasthaus zu den drei Schwertern stattge⸗ habte statutenmäßige Generalversammlung des hiesigen Vor⸗ schuß⸗ und Creditvereins war von etwa 60 Mitgliedern desucht. Aus dem von dem Vorstand erstatteten Rechenschafts⸗ bericht ist das fortwährend fortschreitende Aufblühen des Ver⸗ eins ersichtlich. Wir heben hieraus nur hervor: Die Kassen⸗ Einnahme betrug fl. 540,967. 14. gegen fl. 315 461. 6. von 1869. Die Ausgabe betrug fl. 545,543. 18. gegen fl. 310,819. 24. von 1869. Der Gesammtumschlag in Soll und Haben betrug fl. 1,086,510. gegen fl. 624,280. 30. von 1869. Die Mitgliederzahl ift, nachdem 40 Mitglieder ihre Unterschrist zu den neuen Statuten versagten, seit dem Tage der Einführung, 1. März 1870, von 411 auf 438 ge⸗ stiegen. Das Stammvermögen hat sich nun, trotzdem fl. 1481. 4. an die vorerwähnten ausgeschiedenen Mit⸗ glieder zurückbezahlt wurden, um fl. 2762. 6. vermehrt Und schließt am 31. Dezember 1870 mit einem Stand von fl. 22,362. 57. ab. Von dem Gewinn von= fl. 5531. wurden nach Dotirung der Beamten und Verwaltungs kosten und nachdem die Dividende auf 19% festgesetzt war, noch fl. 537. auf gleiches Conto von 1871 über⸗ tragen. Ein gewiß sehr erfreuliches Resultat.— Die Ergänzungswahl des Ausschusses führte zur Wiederwahl der seitherigen Ausschußmitglieder.— Die Dolirung der Beamten wurde nach lebhafter Discussion zur Freude des Ausschusses noch höher, als der Ausschuß beantragt, normirt. Die Verhältnisse des Vorschuß⸗ und Credit⸗ vereins haben sich überhaupt zu einem völligen Bankgeschäft in dem letzten Jahre umgestaltet und wünschen wir, daß der Verein seine segensreiche Wirksamkeit in noch größerem Maße entfalten möge. 1 Gustav⸗Adolf⸗Verein. Obgleich die gegenwärtige Zeit die Opfer— willigkeit nach den verschiedensten Seiten hin in Anspruch nimmt, so wagt es der unter— zeichnete Vorstand doch auch in diesem Jahre die Glieder der evangelischen Kirche in unserm Kreise recht dringend zu bitten, bei der dem— nachst stattfindenden Einsammlung von Gaben für unsern Verein ihre Herzen und Hände zu oͤffren. Tausende von Gemeinden und Aastalten in der Nähe und Ferne setzen ihr Vertrauen auf unsere Liebe und unsere Hülfe, ohne welche gar manche in ihrem Bestande bedroht sein wurde. Wir hoffen deßhalb, daß neben den großen Opfern, welche die Zeit fordert, die Liebe zu unserer evangelischen Kirche und unsern Glaubensgenossen auch das Scherflein finden und darbringen werde, um damit der kirch⸗ lichen Noth derselben zu steuern und eine von Jahr zu Jahr sich mehrende Anzahl von An⸗ stalten, Schulen, Confirmanden⸗ und Waisen⸗ häusern erhalten zu helfen. Friedberg, Ende Februar 1871. Der Vorstand des Wetterauer Zweigvereins ber Gustav-Adolfstiftung. 9 Neue st e 8. Bordeaux, 24. Febr. Die Friedens ⸗ Bedingungen beiderseitiger Bevoll-⸗ mächtigter sind festgestellt, den einzigen Streitpunkt bilden noch die Garantien für die Kriegskosten-Entschädigung, welcher wahrscheinlich im Laufe des Tages beigelegt wird. Der Tractat kann noch Abends paraphirt werden. wan, it d Mau Sestaltes derart a eiche gal * 4 ens ter, dee greßtl t Liebe 170 ufer f enn sinken der lirch⸗ b tine en N 0 As- a Baier 66 0 671 107711“ 107% 5 5* An die Bewohner Nachdem gestern in der Stadt Friedberg ein Fall von Blattern ist, glauben wir dieß zur Kenntniß der Bewohner innerhalb der letzten Jahre mit Erfolg geimpft Blatternepidemien glänzend bewährten Schutzmittels der Impfung zu bedienen. worden ist, Aufnahme des Ansteckungsstoffes wahrscheinlich ist, indem auch dann ein weit milderer Verlau Der Unterzeichnete ist zur Vornahme von Impfung täglich Mor mittelte unentgeltlich. Friedberg am 24. Februar 1871. Friedbergs. (der erste innerhalb der Friedbergs bringen zu sollen mit der angelegentlichen Bitte, daß Niemand, welcher nicht versäumen möge sich des gerade durch die Civilbevolterung) zur Beobachtung gekemmen Beobachtung der neuesten großen Dieß gilt auch für solche, bei welchen die bereits geschehene f der Krankheit erzwungen wird. gens von 7—8 Uhr und Nachmittags 2—3 Uhr bereit, für Unbe⸗ Großherzogliches Kreis Medicinalamt Friedberg. Dr. . Arbeits- Versteigerung. 410. Die zur Herstellung eines Kanals an der Staats⸗ straße in Ilbenffadt erforderlichen Arbeiten und Matertallieferungen, als: fl. kr 1) Maurerarbeitslohn, vetanschlagt zu 80 43 2) Pflasterarbeitslohn 30 55 3) Steinhauerarbeit 17 20 2) Schlosserarbelt 19— Materialtea lieferung. 1) 46 Cabtmeter Mauersteine, 2) 1130 Stück Russenfleine, 3) 18 Bütten Bönffädter Kalk, 4) 37.5 Cubikmeter Sand, 5) 115 Cubikmeter dehauene Pflosterneint, en Samstag den 4. März l. J., Mittags 2 Uor, aus zu den drei Hagsen zu Ildenftadt an dle Wenigsinebmenden vergeben werden. Friedberg den 23. Februar 1871. Oreßberzogliches Kretsbauamt Irledberg. 1 Renz. 7 Versteigerung von Oeconomie- Geräthen und Mobilien. 424 Dienstag den 28. Februar d. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Behausung des biesigen Bürgers Jobannes Falk auf freiwilligen Antrag und wegen Aufgabe der Oeconomie nachverzeichnete Gegenstände, als: : vollfländiger Oetconomiewagen; 1 Schaufel, Sech, Schwaben und Kartoffelpflug; 1 Egge; 1 Fruchtfegemühle; 1 Pfublfaß; 4 Welnbaume; 1 Strobdank; mehrere Bütten; 1 große Grube mit Dung; sodann zwel gebrauchte Sopha; mehrer Tische und sonstige Gerälhschaften öffentlich meiftbietend gegen Baarzahlung verfstelgert werden. Irledberg den 23. Februar 1871. Groß berzogliches Ortsgericht Friedberg. Foucar. Güter ⸗Versteigerung. 425 Freitag den 3. März d. J., Vormittage 11 Ubr, sollen im besigen Rathbaust die zum Nachlasse der N Jof Künzesbach's Eheleute gehörenden ülerstücke Gemarkung Friedderg. Flur. Nr. Klftr 5. 72. 41. Grabgarten am Ellerupfuhl, * 11. 352. Acker an der Warte, auf freiwilligen Antrag der E ben nock mals öffentlich melsibletend versteigert und del annehmbaren Geboten den Letztbietenden die Genehmigung alsbald ertheilt werden. Irtledberg am 23. Febrrar 1871. 1 Großherzoglich s Ortsgericht Friedberg. Fon car. Güter ⸗Versteigerung. 426 Olenstag den 7. März d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen im hiesigen Rathhause auf freiwilligen Antrag des Dein rich GDilgenrelner zu Okarben die dem⸗ en in i und Fauerbacher⸗ Gemarkung zu⸗ den erstücke: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. ö 1. 107. 153. Grabgarten am alten Paingraben, 4. 108. 204. Grabgarten daselbst, 1 1 68. 167. Grabgarten Liebstauengärten, Gemarkung Fauerbach. 4. 231. 203. Acker auf der Lelmenkaute, oͤffentlich meifbletend auf 6jäbrige Zahltermine ver⸗ slelgert werden. Bel annehmbaren Geboten wird die Genehmigung alsbald erthetlt. Frledberg den 23. Februar 1871. Oroßherzogliches Ortsgetlcht Friedberg. FB ouc ar. Durchsichtige Glycerinseife! 120 anerkannt bestes Mittel zur Verschönerung der Daut, empfiehlt in Stücken zu 4. 6. 9. 10 12. 18 kr. Wilh. Fertsch. Sprengpulver, 300 deshe Qualität, empfiehlt in Fässel von 30 Pfund Dan Küwmm ch Huhrer Steinkohlen empfiehlt in ausgezeichneter Qualität Ph. Dan. Kümmich. Tapetenhandlung. 272 Vollfändig assortirtes Lager von Tapeten zu den bill igsten Preisen empftehlt C. Horn. Bad⸗Naubeim. Leere Oelfässer, zu Psub! ꝛc. ꝛc., bet Georg Groß. 412 Eine große Partie Waizenspreu dat zu verkaufen Heuchelheim. W. Gatzert. Eine Wohnung 428 ist den ersten Mai zu vermiethen. Bel wem? sagt die Exped. d. Bl. Bender& Schwarz. 427 Neue Sendungen von Nuhr ⸗Kohlen find an- 432 390 Arabische Gummikugeli von W. Stuppel in Alpirsbach. 5 Dieses Unkversalheilmtttel erweist sich nach dem Gutachten der hohen königt. Obermedizinal⸗ Collegten in München, sowie in Stuttgart bei Dusten, Heiserkeit, Brustschmerzen, Verschleimung der dungen und der Luftröbren als überaus wohl- tbätig, zumal bei Krampf und Keuchbuften be— sö dern diese Brufslbonboys den Auswurf des jäben, steckenden Schleimes, mitdert sofort den Reiz im Keblkopfe und beseitigt in kurzer Zeit den beftigsten Husten. Preis 3 ½¼ Schachtel 14 kr., ½ Schachtel 7 kr. bet J. A. Windecker in Friedberg. 420 Dtenstag den 28. d. M., Morgens 9 Ubr, läßt der Unterzeichnete circa 5 Fuder Erbsennroh, 3 Fuder Daferstroß, Korn- und Wolzenstroh, ½ Centner ewigen Kleesamen, Spreu, Kartoffeln und Brennbolz, Tische, Stüble und sonflige Hausgerätbe oͤffentlich versteigern. Georg Schweitzer II., Nieder⸗Mörlen. Bis 100 Centner Dickwurz, 407 1 Parlie Grummet, 1 voch guten Wagen zum ein⸗ und zweispännig Fabren(letzterer gegen Bürgschaft bis 1. September d. J.) verkauft Pb. Kuhl in Rödgen. Den Herten Landwirthen erlauben wir uns auch für die gegenwärtige Saison die Benutzung unserer Bureaux zur prompten Ueder— miitelung von Inseraten feder Art, wie; Zuchtviehverhaͤuse, Pockauclionen, Guts- käͤusc, Ver pachtungen elc. für alle gewünschten Zeitungen des In⸗ und Auslandes in empfehlende Erinnerung zu bringen. Haasenstein& Vogler.— Annoncen-Exped. Berlin, Hamburg. Lübeck. Leipzig. Dresden, Breslau. Prag. Wien. Cölu. Fraukfurt à. M. Stuttgart. Zürich. St. Gallen. Lausanne. Basel. Genf. ür diesenigen Herten, welche biber mit ung noch nicht in Verbindung steben sollten, die höflich Milibeilung, daß es für die prompte Erledigung uns zugewiesener Aufträge ohne Einfluß ist, an welche unserer Filialen dieselben andressirt find; wir bitten deßhalb nach Belleten das zunächsl oder bequemst gelegene unserer Geschafte zu wählen. Nachruf an meinen Freund Philipp Leonhardt. 1 Morgen, den ich werd' erleben, leber Freund, werd' ich gedenken Deln; Auf Deinem Grabe möcht' ich gerne beiten, Wo jetzt wohl Deine Mutter weint. Mein scönster Traum, er ist verweht, Obgleich es bald zur Heimath geht. Freudig dacht“ ich sonft dem Heimathsorte, Oeute wird mir's web' um's Perz, Im Bivouak sprachst Du zu mir die Worte: Lieber Freund, wir theilen Freud' und Schmerz. Doch allzu früh rief der Allmächtige Dich ab Und schon seit Wochen rubest Du im Grab. Lelder konnten wir uns nicht mebr sprechen, Ein ieder, der Dich aber dat gekannt, wie ich, O ibm muß auch wie mir das Herz bald brechen. Niemals wird man vergessen Dich. Hart ist es Deiner Mutter wohl ergangen Als sie Dich aufnahm schwach und krank; Ruben thuf Du wohl nach ihr'm Verlangen Daheim im lieben Vaterland, Tod, schönster Tod für's Vaferland! Gewidmet von selnem Freunde P. Rüfer, Sergeant Gr. Dess. Feldartlllerie 423 ahnen, Erbsen, Linen, Versteigerung. 413 Donnerstag den 2. März, Vormittags 10 Uhr, laßt der Unterzeschnete in seinem Hause versietgern: 1 Wagen, 1 Partie Watzen⸗ und Roggenßroh, Heu, 2 Wagen Dickwurz, mehrere Pfund aus gedroschenen Flachs, 1 Mutterschwein mit 8 Ferkeln. Hch. Hahn II. in Bönstadt. Alpen-Kkäuter-Liguei! (Feinstes Magenbitter) ist wieder in frischer Füllung angekommen bet Wilh. Fertsch. 415 Zur Uebertragung der Haupt- Agentur tiner angesebenen veuischen Lebens Ver siche⸗ rungs- Gesellschaft fur die Provinz Ober⸗ hessen wünscht man mit einer Persöalichkelt in Ver⸗ kehr zu treten, deren Bekanntschaften und Verbindungen in dem dezeichneten Bezirk eine erfolgreiche Geschäfte⸗ sübrung erwarten lassen. Geneigte Offerten sind unter R. I. 360 durch die Annoncen Expedition von G. L. Daube& Comp. in Frankfurt a. M. erbeten. Russische Sardinen, fl. 1. 54 in Zässel von 10 Pfund, Hollandische Vollhäringe, in/ Tonnen, dilltigst dei 113 b. Dan. Kümmich. Glack-Handschule, Militärhandschuhe, sowie Rauhleder- und Fil-d'Ecosse-Handschuhe 4 bet K. Friedrich neben der Pol. Geld Cours. Frankfurt am 23. Februar 1871. Preussische Kassensche fue l. 1 44½—45% Preuss Erfedriehsd'or» 9 57½—38½ FFF„ 9 1868 Holländische fl. 0 Stücke„ 9 54—506 Ducaten 14„ 5 37-39 3 al mare,„5 6 3840 20 Franes-Stücke. 9 27—28 Englische Soverelgus.„ 11 54-38 Russ, Impertales„ 094400 Dollars i Geld„ 2 27—28 * Friedensfeier. Die Nachricht des Friedensabschlusses kann jeden Augenblick erwartet werden. Behufs einer wuͤrdigen Feier die ses Ereignisses in unserer Stadt erlauben wir uns unseren Mitbürgern folgende Vorschläge zu machen: i Die Ankunft der officiellen Nachricht wird durch Glockengeläute verkündet. Kommt die Nachricht vor 3 Uhr Nachmittags, dann beginnt Abends 7 Uhr eine allgemeine Illumination der Stadt. Der Anfang derselben wird durch Glockengeläute angezeigt. Abends 6 8 Uhr firdet ein Fackelzug statt, der am Mainzer Thor beginnt bis an die Burg und von da an's Rathhaus sich begibt, wo die Fackeln i unter Absingung eines Liedes zusammen geworfen werden. Die Theilnahme daran ist Jedermann gestattet; ein gewähltes Comite wird die 0 Anordnung desselben leiten. Nach beendigtem Fackelzuge gesellige Zusammenkunft im Simo n'schen Saale. pte 5 lied Im Falle die officielle Depesche erst Nachmittags nach 3 Uhr eintrifft, finden die vorgenannten Festlichkeiten erst am folgenden dune Tage statt. Viele Bürger der Stadt. ö 5 — Auel Annonee Feiwillige Pürgerseuerwehr. 430 uebung Sonntag früh ½8 Uhr. Sammlung am ful . .. 0 85 1 r. 382 Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum erlaube ich mir hiermit die ergebene] Spritzenhaus. Der Vorßßand. Anzeige zu machen, daß ich unter dem Heutigen ein 7 Colonial⸗, Material⸗ und Farbwaaren⸗Geschäft Papier⸗Lampen, in dem früheren Adam Wagner'schen Hause, nächst der Burg, etablirt habe. 416 zu Jüumination, in verschledenen Sorten bei igt Jos. Hoffmann, Posamentier. Uiben Judem ich um gütigen Zuspruch bitte, sichere ich keelle und gute Bedienung zu. 1 Friedberg den 20. Februar 1871. uri Fackeln Hochachtungsvoll gut f 8 5 401 zur bevorstehenden Ftiedensfeier empfiehlt jule Wilhelm Bernbeck 9 Franz Dieterich 15 ra Reichstagswahlversammlungen.„ ur riedens leine e 405 Zur Besprechung der bevorstehenden Reichstagswahlen finden 7 De 11 e r w E 1 E E daf Samstag den 28. d. M., Nachmittags 5 Ubr, bei Gastwirth Schneider in Södel, 429 feder Art, einzeln und zusammengesetzt. Sonntag den 26. d. M., Nachmittags UÜbr, im Gasthaus zu den drei Schwertern Ke Sus tee Hof ⸗Apotbeker. eint in Friedberg, Montag den 27. d. M., Abends 7 Uhr, im Hotel Iburg(vorm. Henkel) Va 5 in Bad Nauheim, i 1 V e r 1 O re n. in Mittwoch den 1. März, Nachmittags 3 Ühr, bei Gastwirth Holzapfel in* die — 417 Heute Morgen, am 23. Febrnar, früb 5 Uhr, die Altenstadt, i ion N im 2 5 r g 5 wurde von Steinfurt dis an die Station Nauhe öffentliche Versammlungen statt, zu denen die Wähler hiermit eingeladen werden. ein Packet Kleider verloren. Der redliche Finder wird bat Der von den freisinnigen Parteien des Wahlbezirks aufgestellte Candidat, Herr Land- gebeten. dasselbe gegen eine Belohnung auf der J tagsabgeordnete v. Wedekind, hat sein Erscheinen bei diesen Versammlungen zugesagt. Bürgermeisterei Steinfurt abzugeben. digt Die vereinigten Wahlcomites des 2. Oberhessischen Deu Wahlbezirks. A N 7 x ag 2. 4 * ew * 0 2 C* 0„ db 408 Der Ausschuß 251 n wn fall ** insbesondere err Advokat Trapp, hat in der General⸗ 0 ors huß-& reditverein Zu rie el 9. Versammlung seine ungleiche Wee e l. 4 7 5 0 Cassirer und Controleur dadurch zu motiviren gesucht, wit 401(Eingetragene Genossenschaft.) daß er den Controle W Pd e 32 der . 0 283 1 le Di zustellen suchte. Warum ist aber bei der Votstands⸗ ö Fee eee Versammlung vom 21. Februar l. J. ist die Dividende e iar e fab vo auf 00 estgesetzt. Controleur zur rechten, resp. Herr Hecht in erster und leg §. 75 der Statuten:„ Herr Ermus in zwerter Linde unterzeichnet? 30 Der Reingewinn wird an dle Mitglieder, nach döbe der von jedem auf seinen Geschäfts⸗(———. c N 97 0 Einzahlungen und zugeschriebenen Gewinn ⸗Autheile, am Lehe Ahe als— g l iwidende gewährt, ausbezahlt oder dem Geschäfts⸗Antheile, bis derselbe die e von 2 ö f Siebenzig Gulden erreicht hat, zugeschrieben. Todes ⸗ Anzeige. Ne Wir ersuchen die Mitglieder, unter Vorzeigung der Antheil⸗Bücher, von heute an, 431 Verwandten, Freunden und Bekannten nor den betreffenden Betrag an unserer Kasse in Empfang nehmen oder zu schreibesf zu lassen. widmen wir die schmerzliche Anzeige von dem ö Friedberg den 22. Februar 1871. Der Vorstand am 23. d. eher Tode unserer lieben Tochter Bort echt. is. Ermus. und Schwesser Vorb Hecht. Weis. E g 9 a ** 0 0 4. mit der Bitte um stie Tbeilnahme. J dürft Volschuß- und Credit-Verein Zu Aeichelsheim. abel ute as gane, 7 f Ml 5 275 J. Die Beerdigung findet Sonntag den 26. d. 6 373 Die Mitglieder der 1. Klasse werden hiermit ersucht ihren Dividendenrest aus 1870 Nachmittags 3 Uhr, statt. 0 an der Kasse in Empfang zu nehmen, wozu nech bemerkt wird, daß die Kasse von jetzt ab an 0 allen Wochentagen nur von Nachmittags 1 bis 4 Uhr bis auf Weiteres geöffnet ist.„ r ie 5 Kirchliche Anzeigen sür Friedberg. 1 Versteigerungsanzeige. Eangliche Benene. 0 414 Olenslag den 28. ßebruar 1871, Morgens 8 Übr⸗ lägt der Unterzeichnete in seiner Wobhnuna en der Sonntag Invocavit. teleg N Weßtzlarersnaße gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigern: Eine größere Partie gelagertes Werkbolz, Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. lens namentlich Etchen⸗, Buchen:, Nuß⸗, Kirsch⸗, Birn- und Pappelholz, bis zu 20“ Länge und von verschledener Dicke. Gottesdienst in der Stadtkirche: „ zwei Hobelbänke nebst entsprechendem Werkzeug, eine Partie neu: und gebrauchte Stühle, einen neuen Sopha⸗ Vormittags: Herr Candidat Wahl. di lisch, Kletderschrank, Sessel, Nachttisch, Küchenschrank, Küchentisch, verschledenes Eisenwerk und sonstige Gegenstände. Rachmuags: Hert Diakonus Meyer. a die Butzbach den 22. Zebruar 1871. Heinrich Peter, Schreinermeister. Gottesdienst in der Burgkirchen erke 0 Vormiliags Herr Pfarrer Die gel. wal Mein Lager in allen Sorten Mehl ee 1 421 en gros, zu billigen Preisen, empfehle bestens Jacob Stern, 1 Katholischt Gemeinde. von u A ih str d A e d. Samslag um 3 Uhr Nachmittags- Beichte. 1. Fastensonntag. Ges i Türkische! Weiße leinene Caschenkücher, be e 270 Kraufen, Kragen, Manschetten, Beginn des Gottesdiensies an den Wochentagen Mor⸗ M. und Bamberger Zwetschen Herrenkragen, sowie Vorhemden und— 7/1 Uhr. 112 in ganz vorzüglicher Waare del“ Hosenträger bei. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. daß Wilh. Fertsch. K. Friedrich neben der Post. Stuck und Verlag von Vindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltunge Blatt Nr. 8 und eine Beilage.) — 2 8 tagt, dam * Aden * Fackeln Nit dirt du * telgerden bt — lauch. dan t Seen — el, * Srrttn bel * datztier. ien Dieterich ict! ke . turmfels, Nadin ren. b 1 U a t utt zn n e e 2 * 171 inn 4517 8181 nt getgtite 1 3 2 t 5 att! 1 „ — 7 e. 1 etzt im Ueberflusse vorhanden. Beilage. berhessischer Anzeiger. M 24. Oesterreich. Wien. Der Augsburger Allg. Zig.“ wird von hier geschrieben:„Der haiser Franz Joseph hat dem Vernehmen nach en Entschluß ausgesprochen, für den Fall der seutschen Kaiserkrönung sich bei derselben nicht zurch einen einfachen außerordentlichen Gesandten, ondern durch das ihm am nächsten stehende Mit- lied des Kaiserbauses, durch den Erzherzog Karl zudwig, vertreten zu lassen. Schweiz. Bern. Auf die eidgenössische Inleihe wurden 105 Millionen gezeichnet. Aus- ändisches Geld war direkt schwach, durch die ermittlung von Basel, Zürich und Bern jedoch ark betheiligt. Frankreich. Paris. Die Deputirten in Zordeaux sind über die Frage uneinig: ob eventuell er definitive Sitz der Regierung außerhalb Paris u verlegen sei?— Vorräthe an Mehl sind hier Der Preis der zebensmittel geht wieder auf seine normale Höhe urück. — Das„Journal officiel“ meldet: Thiers, Jules Favre und Picard sind am 20. d. hier ingetroffen. Jules Favre schrieb sofort an den Brafen Bismarck, daß Thiers heute nach Versailles zehen werde, um mit ihm zu konferiren.— Wie „Siecle“ vernimmt, sind zwei Kriegsschiffe nach Jorsica gesandt worden, um die dortigen Unruhen zu unterdrücken. — General Trochu veröffentlicht in der„Liberté“ einen Brief gegen den Marsch der Deutschen durch Paris und sagt:„Nach der Convention, welche nur der Hunger dictiren konnte, wollte der Feind die militärische Ehre von Paris respectiren und die Trauer der Bevölkerung achten. Der Feind hat die Enceinte nicht genommen, die detachirten Forts nicht gestürmt und das äußtre Verthei⸗ vigungsspstem nicht nehmen können.(2) Wenn die Deutschen einzuziehen versuchen, sollten sie auch allein das Odium der Verantwortlichkeit für diesen Gewaltakt tragen. Mit einem feierlichen Protest sollte die Sladt ihre Thore schließen und es dem Feind überlassen, dieselben mit seinen Geschützen wieder zu öffnen. Das entwaffnete Paris kann der Geschichte das Urtheil über ein solches Ver- fahren überlassen. Der Britf Trochu's hat Auf⸗ regung hervorgerufen.— Die Behörden haben 3000 Bomben mit Beschlag belegt.— Die Deut- schen treffen Vorbtreitungen zum Einmarsch. — Der„Rappel“ meldet, daß Naquct, der Präfekt vnn Corsika, von den Bonaparltsten er- mordet worden ist. Bordeaux, 21. Febr. Das„Journal de Bordtaux“ schreibt:„Wir erklären ohne jeden Vorbehalt: man kann den Frieden so gut wie unterzeichnet betrachten. Die Territorialfrage dürfte desinitiv in dem für die Ehre vollständig Rechnung getragen werden. Thiers ist heute vom Kaiser empfangen worden.— Die deutsche Armee wird nur einen kurzen Durch- morsch durch Paris halten.— Die Regierung hat(vor dem Friedens abschluß.) alle von Gambetta. — Präsident Gran! Regierung Sei- ernannten Präfecten abgesetzt. telegrephirt die Anerkennung der tens Amerika. — Auch die Türkei die französische Regierung anerkannt. wartet. — Alle Pariser Journale, mit Ausnahme von Rochesort's„Mot d'ordre“ und Pyat's„Vengeur“, Geist der Versammlung spenden dem versöhnenden von Bordeaux Beifall. — Die„Liberté“ sagt:„Der Zar hat seinem Geschäftsträger Okuneff lelegraphischen Befehl er- theilt, die Regierung anzuerkennen.“ — Der Waffenstillstand ist bis zum 26. Febr., Mitternachte, verlängert. — Es herrscht die allgemeine Ueberzeugung, daß der Friede gesichert ist. Graf Chaudordy französischen Inte- tessen günstigsten Sinne erledigt und der nationalen und die Schweiz haben Die An- erkennung der übrigen Mächte wird baldigst er- übernimmt während der Abwesenbeit Jules Favre's die Leitung des Ministeriums des Auswärtigen. Buffet hat das Portefeuille der Finanzen hauptsächlich aus Befürchtung vor Empfindlichkeiten, welche aus seiner früheren politischen Rolle entstehen würden, abgelebnt. Remusat hat den Posten eines Gesandten in Wien nicht angenommen. — Der Herzog v. Broglie ist zum außer- ordentlichen Gesandten in Londos ernannt. — Der„Moniteur“ zeigt an, daß Thiers am 21. d. in Versailles mit Bismarck conferirte, und daß alle Gerüchte, welche über die preußischen Forderungen coursirten, jeden Grundes entbehren. Die Theilnehmer an den Verhandlungen beobachten absolutes Stillschweigen über den Gegenstand derselben. Amiens. Chanzy hat an die Armee eint Aufforderung erlassen, worin er sie auffordert, sich zum Kampf bis aus's Messer bereit zu halten, wenn Deutschland beabsichtige, Frankreich zu de⸗ müthigen. Frankreichs Gebiet müsse ebenso intact bleiben, als seine Ehre. In Cherbourg trifft die Armee Faidherbe's zur See von Dünkirchen ein, um Chanzp zu verstärken. Belgien. Brüssel. Das„Journal de Bruxelles“ dementirt das„Echo du Parlament“ in Betreff der Nachricht von der Uebersiedelung des Papstes nach Belgien. Es sei durchaus keine Rede davon. Großbritannien. London. Der„Times“ wird aus Versailles unterm 20. d. gemeldet: Der Friede ist als gesichert zu betrachten. Der Tag des Einzuges der deutschen Truppen in Patris ist noch nicht endgültig festgesetzt. — Eine„Times“- Depesche aus Paris vom 20. sagt, die Waffenslillstands verlängerung bis zum 1. März sei gewiß. Die Post nach Paris geht jetzt über Calais. Am Samstag wird Paris wieder Gasbeltuchtung bekommen. Spanien. Ueber Bordtaux kommt die Nachricht, daß Serrano aus einem noch unbe- kannten Grunde in Madrid verhaftet worden sei. Wiesbaden. Als mit Beginn des Krieges die viel- besprochene Auswelsungs- Verfügung der Deulschen aus Frarkecich in Kraft trat, wurde u. U. auch ein im Elsaß arbeitender Wiesbadener bierron betroffen. Der junge Mann verließ seine Arbtitsstelle und benachrichtigte seine Eliern, daß er demnächst über die Schweiz zurückkommen werde— aber alles Harren seiner Angebörigen war ver— geblich, der Sohn kam nicht. Man stellie Recherchen nach ihm an privatim und amtlich, allein umsonst, er war und blieb verschwunden. Da endlich trifft zur freudigen Ueberraschung seiner Eltern vergangene Weche ein Schreiben des längst verloren gehlauvten Sohnes hier ein, welches ihnen durch Vermuthung eines Freundes aus Algier zugestellt würde. Es geht daraus hervor, daß der junge Mann auf der Rö ise nach der Schweiz von den Franzosen aufgegriffen, als der Spionage verdächtig in Belsort lange Zeit inhaftirt und alsdarn wach Algser transportirt wurde, wo man ihn kurzer Hand einem Regiment der Fremdenlegion an⸗ verleibte. Verschiedene von ihm hierher gerichtete Briese sind nicht an ihre Adresse gelangt, sie wurden vermutbltch nicht befördert. Die nöthiyen Schritte, um die baldige Auslieferung des Gefangenen zu bewinken, sind bereits ersolgt. Worms. Der Ausschuß des Lutherdenkmal⸗Vereins verbssentucht seinen definitiven Rechnungsabschluß, wonach die Einnahmen des Denkmals 229.992 fl. 22¼ kr., die Ausgaben 218.567 fl. 12½½ kr. beuagen. Der Ueber⸗ schuß beträgt sonach 21425 fl. 10 ke. Hamburg. Die Norodeuische Bank hal in ihrer Generalversammlung 30,000 Mark Banco für die deutschen Verwundeten mit allen gegen 2 Stimmen bewilligt. Königsberg. Ju unserer Stadt derrscht gegenwärtig eine Aufregung, wie wir sie in ähnlicher Weise nur zur Zeit der Cyolera Epidemie 1866 erlebt haben. Gleich die ersten, schon im August bier eingetressenen sranzöͤsischen Kriegsgefangenen, also Bestandtheile der besten sranzösischen Armee, baben biet die Pocken eingeschleppt, die sich jetzt in dem Maße über die Stadt verbreitet haben, daß sich bei der ohnehin schon verkälimißmäßig großen Sterblichkeil von wöchentlich ewa 120 Personen durchschnitilich 20 25 Pocken Todesfälle ereignen. Die Epidemie ist noch im Zunebmen, so daß die 5 so eben die sorgfältigsten Vorsichtomaßtegeln durch eine Publication auf's Dringendste angeraiben hat. Brüssel. Ueber die angeblichen„Zehn, Millarden Kriegoconnibution“, welche Frankreich zaplen müßte, macht ein beigisches Blait solgenbe Glossen: Zehn Milliarden in Fünffrankenstücken wiegen 50 Millionen Kilogrammes. Um sie auf einmal per Bahn zu transportiren, würde man, jeden Waggon zu 5000 Kilo Tragfäbigkelt ange⸗ nommen, einen Train von 10.000 Wagen nöthig haben. Wenn man aus den zehn Milliarden in Füuffcanken⸗ stücken einen Gürtel hersiellen wollte, so daß immer ein Geldstück an das andere gereiht wird, erhielte derselbe eine solche Länge, daß er ein- und dreiviertelmal um die Ertkugel gelegt werden könnte. Aufeinandergehäust würden die zehn Milliarden Fünffrankenstücke eine Höhe von 5400 Kilemeter oder 1080 Lieues erreichen. An⸗ genommen diese Geld stückäule hätte ihre Basis in Paris, und sie flele in der Richtung auf Berlin zu, so würde der Theil, welcher diese Stadt verübrt, kaum den Abschnitt eines Fünftels der ganzen Länge dieser Säule ausmachen. Weng ein geschickter Kassier, der durchschnitllich per Stunde 40,000 Franken in Fünffrankenstücken zählen kann, die Zahlung der zehn Milliarden allein besorgen will und et im Alter von 30 Jahren anfängt, um 300 Tage per Jahr und 8 Stunden per Tag beschäfligt zu sein, so müßte er 135 Jahre all werden, um diese Aufgabe zu lösen. Et würde dann sicherlich die Wahrheit des Sprich⸗ wortes begreifen:„Geld macht nicht glücklich.“ Paris bat ungeheuer viel während dieses schrecklichen Winters gelitten. Die Sterbeliste der letzten 13 Beloege⸗ rungswochen weist nach: Vom 13. bis 19. Nov. 1870 2061 Todte 82 n* 1928„ „ 27. Nov. bis 3. Dez. 2 ß Juen Rr 2 „ 18. 17 24. 7 7 2728 0 535 5 2 1 320 5 8 3. Jan. 1871 2880 „5* 11 5 8 14 „ 3292„ 4465 FCC 2 1 „ 28. Jan. bis 3. Febr. 4671* „ 5 4451 Die Durchschnittszahl in gewöhnlichen Zeiten füt Patis ist 1100— 1200 Sterbefälle in der Woche. Aus Rußland kommen Nachrichten von sclöst füt russische Verhalinisse sehr flarken Fiksten; so waren u. A. am 6. Febr. in Archangelks 33 Grad Kälte nach Calfius, in Kasan 31, Moc kau 23. Orenburg 40, am 7. in Wilna 25, Helsingsors und Dorbal 32, Kasikt 35, Reval 30, Niga 6 und Petersturg selbstam 8. um 7 Uhr Morgens 33.8 und um 1 Uhr Nachmittags 27,4, und am 10. resp. 22,6 und 16.2 Grad. Die Spinnstube, ein Volksbuch für das Jahr 1871. Begründet von W. O. v. Horn (Wübelm Oertel). Im Berein mit namhaften Volkeschriftstellern fortgeführt von G. Oertel. 26. Jahrgang. Der gewaltige Krieg mit seinen tiesigen Ereignissen bat j des andere Interesse in den Hintergrund gedrängt. Namentlich die Bücher, deren Inhalt nicht in ditektester Beziehung zu demselben stand, mochten sich deschweren. Urbeachtet und unberührt lagen sie ouf dem Pult; wer dachte viel an sie, wo mit fieberhaster Spannung Alles nat nach Zentungen griff, nur den neuesten Depeschen ent⸗ gegenbarrie! doch ist die große Blutarbeit vollendet und — peffentlich recht bald!— der goldene Friede wieder bei uns eingezogen, so werden auch sie wieder zu ihrem Rechte kommen. Dann wird unter den am weitesten ver⸗ breiteten Volkobüchern auch die Spinnstube wieder ihren alten Rang und zwar mit patriouschem Stolze behaupten. Denn daß wie überall in deuischen Marken so besonders auch in den Rbeinlanden die deuische Fahne hochgehalten wurde zur Akwendung der entsetzlichen Gefahr, mit der uns Frankreich bedrohte, und daß wir uns heute so herr⸗ licher Thauen deutscher Volkekrast und der dadurch er⸗ kämpften Ausferstehung deuischer Reichseinbett erfreuen dürßen, dabei kann auch die„Spinnstube“ ihr be⸗ scheiden Theil Verdienst in Anspruch nehmen. Die Pflege deulschen Geistes, valerländischer Gesinnung war immer ihre angelegentliche Sorge. Darum wurde der alte „Schmiedjakob“ nicht müde aus seinen Erlebnissen in den Zeiten der Erniedrigung Deuischlands zu erzählen von wälschem Uebermuth und wälscher Gewaltihar, wäͤlscher Tücke und Unsiite und dem gegenüber zu ermahnen zu neuem Festhalten an guter deuischer Sille und deutschem Wesen, und mancher unserer jetzt im Felde stehenden deulschen Jünglinge, dem vielleicht sonst nicht sonderlich viel Bücher in dle Hande flelen, hat aus der Spinustude für sich den Entschluß berausgelesen:„Nein solche Schmach wie dazumal darf uns Deuischen von dem unruhigen Nachbar nicht mehr geboten werden!“ Zur Erhaltung der edlen Güter deutschen Volkslebeus; deusscher Kraft und Ausdauer, deutscher Einfachbeit und Genügsamkeit, deutscher Treue und Biederkeit, deutscher Gotteesurcht und Frömmigkeit beizutragen, ist auch der Grundton der großen und kleinen Erzärlungen der „Spinnstu be“ für 1871. Einsache Gemüther werden auch sie gerne lesen und kein Gist daraus einsaugen. Q eee eee 2— 85 ee e es W e dee e Vorschuß-& Creditverein zu Friedberg. .(Eingetragene Genossenschaft.) Wir nehmen jeder Zeit Kapitalien auf Spareinlagen& 4%. Betrage von fl. 500 an bei halbjähriger Kündigung gegen Schuldschein& 4 ½%. Zins Anfang einen Tag nach der Einlage. Unsere Kasse ist an den Wochentagen von 8 bis 12 Uhr offen. 219 Der Vorstand. Hecht. Ermus. Weis. Uenten-& Lebens- Versicherungs-Anstalt zu Parmstadl. 51 J. Versicberung steigender Renten, auf Gleichberechtigung und Erbverbrüderung beruhend, wobei volle Einlage von 100 fl., sowie den jüngeren Altersklassen Theileinlagen von 10 bis 60 fl. und Nachzahlungen von 5 fl. an zulässig sind. Die jährliche Rente einer vollen Einlage kann bis zu 150 fl. anwachsen. II. Lebensversicherung, und zwar die Versicherung sowohl von Kapitalien auf den Todes, und Lebensfall, und zu Ausstatt ungen, als auch von Leib⸗ renten, Wittwenpensionen u. s. w. Die Versicherungsbeiträge sind gering und der Versicherte ist zu keinerlei Nachzahlung verpflichtet. Außer der rechnungsmäßigen, noch um 10 pCt. verstärkten und vollständig sicher gestellten Prämien-⸗Reserve ist das bedeutende, in steter Zunahme begriffene, Rentenkapitalvermögen für alle aus dem Lebensversicherungsgeschäft entstehende Verbindlichkeiten der Anstalt haftbar. Versicherungsanträge werden entgegengenommen, Statuten und Prospekte unentgeltlich verabfolgt, sowie Aufschlüsse bereitwillig ertheilt von dem Agenten der Anstalt Buchbinder C. C. Weis zu Friedberg. CSCCCCCCCCCCcCCcCCCCc0cCcccccccc o.. Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschast. Directe Post⸗-Dampfschifffahrt zwischen HAMBURG& NEW- TORK vermittelst der Post-Dampfschiffe g 5 8 Thuringia, Mitiwoch, 13. März. 5 * 3— ies. Morgens. Hammonia, Mittwoch. 22. März. Morgens. Holsatia,* 3• Cimbria, Mittwoch, 29. Wrärz. Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Ert. Rihlr. 165, Zweite Cajüte Pr. Ert. Rihlr. 100, Zwischendeck Pr. Cri. Rthlr. 38. Fracht L. 2.— pr. 40 bamb. Cubiffuß mit 15% Primage, für ord. Güter nach Uebereinkunft. Briefporto von u. nach den Verein. Staaten 3 Sgr. Briese zu bezeichnen„per Hamburger Dampfschiff.“ Näheres bei dem Schiffsmakler August Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, Hamburg, sowie den alleinigen Generalagenten für das Großherzogthum Hessen 2 Carl Racké& Cie. in Mainz. 5 Friedberg bei Chr. Ilecht. Original-Mähmaschinen Singer Manufacturing Cie. in New- Tork. Lit. 4. Neue Familien-Nähmaschinen 1 7 Nr. 2 Maschinen für Schneider fl. 100. Nr. 2„ mit Rolifuss f. Schuhmacher fl. 105. 52 Um vor Täuschung zu schötzen, wird jeder Original-Maschine ein Ursprungs,Certisicat beigegeben, welches in New-Nork ausgestellt ist, die Nummer der Maschine enthält und meine Unterschrift trägt. b Zur größeren Bequemlichkeit des Publikums habe dem Herrn M. Mainz in Friedberg eine Niederlage meiner Maschinen übergeben und können solche zu obigen Preisen und unter vollständiger Garantie von demselben bezogen werden, G. Neidlinger, General-Agent der Singer Manufacturing Cie.,, Zeil 37, Frankfurt à. 5 „0 Maschinengarn . Bepshuchen! 5 121 flets frisch von der 1 bel ö Einschlagbaumwolle, 1 Wilh. Fertsch 231 sowte alle Sorten Strickgarne, empfehlen billigst dreifarbig, nach 1—— Geschwister Schloß. Bundesfahnen, wann ae ite Stock gung, mit oder ohne Germanta, waschächt. Auch Trane⸗ 5 f—— Der zweite Stock parente, sowte Satben zur Illumknation empfieblt 5 355 in dem Hause der Wi ö 366 Bonner Fahnenfabrik in Bonn a. Rhenn.. eee Burg ist zu vermietben und am 1. Mal beziehbar. Filet-; ecken, Einen guten Wagen ee 18 die neusten und schönsten Muster, verkauft zu sehr[422 hat billig zu verkanfen 365 Mit den 1. März d. J., Vormittage 9% f Jolen in der vormals G Tel, 10 anfangend, Dofralthe dahler die zum Nochlasse der Geor Krteger's Witiwe gebörenden Mobilien, besebend Wand- und Standuhten, Spiegeln, Glas, Porzellan aus⸗ und Küchengerathen, auf freiwilligen Antrag d fleigert werden. Friedberg den 16. Februar 1871. In Auflrag: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Foucar. Edictal ladung. Das Schuldenwesen des Helin ric betreffend. 409 Heinrich Löschhorn IV. von Münzenberg ho unterm 10. d. M. unter Zustimmung seiner Ehefrau und Schwiegermutter, der Willwe des Helnr. Gorr I, mit seinen gerichtsbekannten Gläubigern ein Arran⸗ gemenf abgeschlossen. termin geladenen, aber nicht erschtenenen Gläubiger det wendungen gegen dieses Arrangement sogewiß innerhalb 1 Wochen, vom ersten Erscheinen dieses in öffentlichen Blär tern, geltend zu machen, als sonst das Arrangement gerichtlich bestätigt und vollzogen werden wird. Butz bach den 16. Februar 1871. Großherzogliches Landgericht Butzbach. Dr. Glmer, Königer, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Ankauf eines Faselochsen. 440 Die Gemeinde Wohnb ach beabsichtigt eine! fungen Faselschsen anzukaufen, am llebsten Rotbschetl der unterzeichneten Bürgermelfferei unter gleicher Adresst unfrankirt baldgefällig mittheilen.. Bei dieser Gelegenbeit wollen wir alle Diejenigen welche sich für das Verfahren wegen Ankauf von Fastl— vieh interessiren, auf das Ausschreiben Großberzoglichen Ministeriums des Innern vom 16. Juni 1835 als Aus⸗ legung der Gemeindeordnung, erinnert mit kreisamt— licher Verfügung vom 15. September 1853, Amtsblal des Kreises Friedberg Nr. 10, aufmerksam machen. Wohnbach am 22. Februar 1871. Großberzogliche Bürgermeisterei Wohnbach. e Eine halbhedeckte Chaise, 418 noch in gutem Zuffande, hat in Auftrag zu ver⸗ kaufen Fritz Ritzel, Schmiedemeister. 6 5 7 Allerneuestes 5 Amerikanisches D 3 U* 4 Glanz-Stärke-Zusatz- a Präparat unter Garantie. 2 318 Mit einem Paquet für 35 kr. können ca. 97 300 Herrenhemden nebst der feineren Damen— 5 wäsche auf viel bequemere, sichece und billigere Wedlse eine so elegante Appretur erhalten, wie 075 dies bisher zu erzielen nicht möglich war. Auf⸗ G merksame Hausfrauen werden zugleich sehr bald herausfinden, daß die Wäsche, auf diese Weise 97 behandelt, bedeutend länger getragen werden 6 9005 1 55 einzige Probe, wird Jedermann cher befriedigen. 0 7 0 — Nur allein zu beziehen in Friedberg durch Jean Huber. e Dee. h o S.- O 5 1 2 0 gegen Magen⸗ gries. Vortäthig in nur Gebr.⸗Anw. à 30 kr. Mobiliar ⸗ Der gne Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Bettung, Kleidern, Weiß 0 Sophas, Kommoden, Tischen, Stüblen, Schränken rben öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung ven Löschhorn IV. von Münzendeng⸗ Unter Gestattung der Acteneinsicht auf unsrem Actuartat werden die unbekannten und die zu dem Vergle lch Heinrich Löschborn IV. aufgefordert, ihre etwaigen El Berner Race. Hierauf Reflectirende wollen ihre Offerten“ N e D Do e d N E DD.= Gen W e e. Ye SO De e Dee Dofapotheker C. Görtz S2 — „Säurebildung, Aufstoßen, Verdauungs⸗ Atbemnoth und Harn 0 che 110 Wissenschoftlich empfohlen katarrhe ã schw plombirten Schachteln mit billigen Preisen K. Friedrich naben der Post. Jacob Stern, nächff der Burg. Die Administration der Felsen — 2 5 — allein acht in Friedbergbei