de Fredbeig deabschigt tt nder Gemtint fel u erich therrer lend. se inden font tigung auf ner zeichneten eit Ant Setmgungen taar pfeift 8 cinttettz. 0. Sergean⸗ 2 2 ergerthntü en d. N. m 1 ö an ting arb! dete the 17 l Jug 1 7 1871. Donnerstag den 24. August. 99. Oberheffischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 455 Amtlicher Theil. Betreffend: Die den Gemeinden zukommenden Zeldstrasen von der 5. und 6. Periode 1870, hier deren Einnahme⸗Dektetur. Friedberg am 18. August 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bür, ermeistereien des Kreises. Ueber die Ihren Gemeinden von der 5. und 6. Periode 1870 zukommenden Feldstrafen lassen wir das nachstehende Verzeichniß folgen und beauftragen Sie hiernach den Gemeinde⸗Einnehmern Einnahmedekretur zu ertheilen und Controlirung zu verfügen. 8 4 „id. Kae Haas, Kreis“-Assessor. Auszug aus dem Verzeichniß über Feldstrafen. Von der 5. Periode. 1) Sönstadt 1 fl. 11 kr. 2) Bad- Nauheim 7 fl. 14½ kr. 3) Dorheim 1 fl. 9½ kr. 4) Ober-Mörlen 35 fl. 18¼ kr. 5) Rödgen 6 fl. 4 kr. 6) Schwal⸗ heim 4 fl. 10¾ kr. 7) Steinfurth 3 kt. 8) Fauerbach v. d. H. 5 fl. 4% kr. 9) Griedel 10 kr. 10) doch Weisel 2 fl. 3½ kr. 11) Langenhain 2 fl. 57½ kr. 12) Maibach 1 fl. 9% ke. 13) Münster 1 fl. 25¾ ke. 14) Oppersbofen 2 fl. 58½ kr. 15) Ostbeim 1 fl. 57½ kr. 16) Rockenberg 6 fl. 28 kr. 17) Assenheim 11 fl. 23¾ fr. 18) Bruchenbrücken 12½ kr. 19) Dorn⸗Assenheim 2 fl. 36% kr. Von der 6. 1) Bönustadt 1 fl. 57½ kr.) Bad⸗ Nauheim 5 fl 2¾ kr. 3) Dorbeim 3 fl. 29½ kr. 4) Nieder⸗Moͤrlen 6 fl. 35½½ kr. 5) Ober⸗Mörlen 8 fl. ½ kr. 6) Rodgen 22½ kr. 7) Schwalhem 1 fl. 2¾ kr, 8) Fauerbach v. d. D. 2 fl. 9) Hoch⸗Weisel 3 fl. 1½ kr. 10) Langenhaln 1 fl. 56¼ kr. 11) Maibach 21½ kt. 12) Münster 42½ kr. 13) Oppershofen 4 fl. 6½ kr. 14) Ostbeim 2 fl. 42½ kr. 15) Rockenberg 2 fl. 7 kr. 16) Assenheim 3 fl. 25½ kr. 17) Friedberg 5 fl. 0 20) Friedberg 22 fl. 24 kr. 21) Itbenstadt 5 kr. 22) Melbach 10 fl. 33 kr. 23) Nieder ⸗Florstadt 4 fl. 11½ kr. 24) Nieder- Rosbach 4 fl. 59% kr. 25) Nieder⸗ Wöllftadt 18 kr. 26) Ober ⸗Florstadt 1 fl. 12 kr. 27) Ober⸗Rosbach 4 fl. 4½ kr. 28) Ober⸗Möllfladt 6 fl. 19 kr. 29) Reichelsheim 2 fl. 42% kr. 30) Södel 2 kr. 31) Nieder-Mörlen 7 fl. 2¾ kr. 32) Butzbach 9 fl. 39½ kr. 33) Kirch⸗Göns 1 fl. ½ kr. 34) Pobl⸗Göns 3 fl. 4½ kr. 35) Staaden 20 fl. 17½ kr. Periode. 2½ kr. 18) Melbach 4 fl. 2 kr. 19) Nieder Florstadt 2 fl. 9¾ kr. 20) Nieder- Rosbach 2 fl. 50% kr. 21) Ober⸗Florstadt 54 kr. 22) Ober⸗Ros dach 10 fl. 7% kr. 23) Ober Wöllftadt 46 ½ U kt. 24) Reichelsbeim 1 fl. 1½ kr. 25) Butzbach 10 fl. 9. 26) Kirch- Göns 2 fl. 14½ kr. 27) Pohl⸗Göns 2 fl. 6½ kr. 28) Staden ½ kr. 9 Mit Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 5. Juli d. J. bringen wir biermit weiter zur öffentlichen Keuntniß der Betheiligten, daß die nächsten Prüfungen in folgender Weise vorgenommen werden: Dienstag den 3. September d. J. und folgende Tage für diejenigen Angehörigen des Großherzogthums, welche im Jahre 1882 geboren sind; Freitag den 8. September d. J. und folgende Tage für diejenigen Angehörigen des Großherzogthums, welche im Jahre 1883 geboren sind; in dem Locale der„Polytechnischen Schule“ dahier. Darmstadt den 12. August 1871. kann tm a chung. Dienstag den 12. September d. J und folgende Tage für diejenigen Angehörigen des Großherzogthums, welche im Jahre 1851 geboren, sowie für die Angehörigen eines anderen Staates, weiche nach F. 20. der Militär-Ersatz-Junstruction im Großherzogthum Hessen gestellungspflichtig sind. Die Prüfungen beginnen an jedem Tage Morgens um 8 Uhr Großherzogliche Prüfungs⸗Commission für einjährig Freiwillige. Pa bst. Strecker. Deutsches Reich. Darmstadt, 21. August. 2. Kammer. Der Abg. Dumont bringt einen Antrag, die Erweite- rung der Reichsfestung Mainz betr., ein. Eine Antwort des Ministeriums der Justiz, betr. die Interpellation des Abg. Dumont wegen Aufhe⸗ bung des im vorigen Jahr über den Bezirk des 9. Armekcorps verhängten Belagerungszustandes, besagt, daß die Regierung denselben als aufge⸗ f zoben betrachte. Die Wahl des Abg. Keil(Mel⸗ bach) wird ohne Debatte für gültig erklärt. Der Antrag des Abg. Backe wegen Versehung der Berwundeten mit den nöthigen Reisemitteln wird auf Grund der von der Regierung ertheilten Aus- junft als erledigt betrachtet. Ein weiterer Antrag des Abg. Hallwachs, die Unterstützung der Fa— milien der im Felde stehenden Soldaten u. s. w. während des Krieges, resp. eine Petition des biesigen Handelsvereins in gleichem Sinne gibt benfalls nur zu einer kurzen Debatte Anlaß. Hallwachs erachtet es für nicht richtig, daß in solchen Fallen der Staat fast Alles der Privat- mildthätigkeit überlasse und wünscht u. A. auch schleunigste Regulirung der Pensionsverhältnisse der Invaliden. Redner führt Beispiele an, wonach in Soldat, der bei Gravelotte einen Arm ver- soren, heute vom Staat noch keinen Pfennig er— kalten habe. Die Vertreter des Kriegsministeriums klären, von solchen Verhältnissen keine Kenntniß zu haben, da die Betreffenden entweder den In- balidengehalt, oder doch ihre Bezüge als Sol- 1 Fink gleichwie Hallwachs wünschen, daß diejenigen 1 4 taten erhielten. Die Debatte, in welcher noch Eltern, deren Söhne erwerbsunfähig geworden, 1 falls sie deren Stütze, resp. Ernährer waren, von Staatswegen unterstützt werden möchten, schließt Gemeinden und Einzelnen auf Anfordern in den Jahren 1870 und 1871 gemachten Kriegsleistun⸗ damit, daß auch dieser Antrag für ecledigt er- gen, soweit es nicht aus der Reichskasse erfolgen klärt wird. Auf Grund eines von den Abg. Heß kann, etwa mit Ausschluß des Naturalquartiers, und Bindewald gestellten Antrags, die Errichtung aus den dem Großherzogthum zufallenden Kriegs- eines Gebäudes für die technischen Fächer an der Landesuniversität Gießen betr., erhebt die Kammer nach kurzer Debatle einstimmig den Antrag ihres Ausschusses:„die Regierung zu ersuchen, sobald als die neue Gerichtsorganisation auf Grund der deutschen Reichsgesetzgebung feststehe, eine Propo- sition einzubringen zu dem Zweck, die vorliegenden baulichen Bedürfnisse der Landesuniversität und der Justizbehörden zu Gießen in angemessener und würdiger Weise gleichzeitig zu befriedigen,“ zum Beschluß.— Die Vorstellung mehrerer Ortsbürger der Gemeinde Groß-Karben, gemeinheitliche Thei— lung betr., veranlaßt eine längere Verhandlung Die Abstimmung ergab Annahme des die Petition befürwortenden Ausschußantrags, sowit eines von Kempff gestellten eventuellen Amendements, wonach die Regierung ersucht werden soll, nöthigenfalls eine Gesetztsvorlage einzubringen, welche die auch hier in Rede stehende Umwandlung von gemein- heitlichen Viehweiden in Ackerland u. s. w. selbst gegen den Widerspruch einzelner Ortsangehörigen ermöglicht.— Einen weiteren Gegenstand der Berathung bildet der Antrag des Abg. Goldmann, die Ausgleichung der Kriegslasten aus dem Jahr 1870ë71 betr. Der berichtende Ausschuß bean tragt durch seinen Berichterstatter, den Abg. Kraft: „die Kammer wolle die Gr. Regierung ersuchen, auf baldmöglichste vollständige, dem wirklichen Werthe entsprechende Vergütung der von den Kreisen, entschädigungsgeldern Bedacht zu nehmen und die dazu nöthige Vorlage an die Stände zu bringen, auch die erforderlichen Vorbereitungen alsbald vornehmen zu lassen, insoweit sich eine solche Ver⸗ gütung aber als unthunlich erweisen sollte, einen Gesetzentwurf wegen Ausgleichung dieser Kriegs- leistungen vorzulegen.“ Die Abstimmung ergibt Annahme des Ausschußantrags. Die Vorstel⸗ lung der Gemeinden Hutzdorf, Fraurombach und Sandlofs, die Wiederaufhebung der Pfarrei Hutzdorff betreffend, wird abgelehnt. Weiter werden die Vorstellungen des Vorstandes der Weidig⸗ stiftung in Darmstadt, Butzbach und Ober⸗Gleen, die Vollziehung der Statuten dieser Stiftung betr., die Beschwerde der David Feist Eheleute zu Mainz, Rechtshülse betr., die Beschwerde des Johannes Fleischer zu Ruppertsburg, Kreis Schotten, Rechts- hülfe betr., ohne Debatte abgelehnt. — 22. Aug. 2. Kammer. Die Abgg. Bindewald, Curtman und Genossen bringen einen Antrag auf Regulirung der Bäche in der Provinz Oberhessen ein, und zwar veranlaßt durch die Schäden, welche die dießjährigen Fluthen anrichteten. Curtman interpellirt das Kriegsministerium, ob es das In- stitut der Stellvertreter noch für praktisch halte, resp. nach welchen Grundsätzen hierbei bis zu Ende d. J. verfahren werde. Hallwachs knüpft an eine seiner gestrigen Bemerkungen an, und weist auf Grund amtlicher Aktenstücke nach, daß es aller⸗ F dings richtig stehe, daß verschiedene Invaliden ihre Pension bis jetzt noch nicht erhalten. Der erste Gegenstand der Berathung ist die Vorlage der Regierung, die Erhöhung des der polytech⸗ nischen Schule zu Darmstadt gewährten Staats- beitrags für das Jahr 1871 um den weiteren Betrag von 13,500 fl. Der Ausschuß beantragt bekanntlich in seiner Mehrheit Ablehnung. Der erste Redner ist Fink, der in längerem Vortrag für die Vorlage eintritt und Nachweis liefert, daß das Bedürfniß nach einer höheren technischen Lehr⸗ anstalt vorliege und daß kein provinzielles In- teresse, was sich hier geltend mache, dem entgegen treten könne. Was die Erhöhungen der Lehrer- gehalte betrifft, so ist Fink, obaleich der Meinung, daß die jetzige Kammer kein 3. Budget zu machen berufen sei, dennoch dafür, da ein VBedürfniß in der That vorliege. Heß spricht gegen die Vorlage, als ein letztes erfolgloses Experiment, welches nur die Universität schädige. Seine Ausführungen gipfeln sich in dem Schlußantrag das Polytechnikum aufzuheben, resp. es wieder in eine höhere Ge⸗ werbeschule zu verwandeln, wie sie früher so segens⸗ reich gewirkt und in der That ein Bedürfniß für die Gewerbtreibenden des Landes sei.(Schluß folgt.) — Nach vierstündiger lebhafter De⸗ batte lehnte die zweite Kammer die er⸗ höhte Dotation des Polytechnikums mit 21 gegen 17 Stimmen ab. Offenbach. Die Verhaftung von vier Führern der hiesigen socialdemokratischen Ar⸗ beiterpartei ist nicht auf Requisition der berliner Staatsanwaltschaft erfolgt, wie beim Bekannt⸗ werden der Nachricht allgemein geglaubt wurde, sondern, wie sich herausgestellt, auf Verfügung des großherzoglich hesäschen Landgerichts. Auf⸗ reizende Reden, welche die Betroffenen auf Volks⸗ versammlungen in Bieber und Mühlheim gehalten, sollen die Veranlassung zu der erwähnten Maß- regel gegeben haben. Berlin. Das Kriegsministerium hat bei dem Auftreten der Cholera in der preußischen Monarchie sofort an die Truppenbefehlshaber ein Circular erlassen, durch welches zu Vorkehrungen gegen die Ausbreitung der Krankheit auch das Militär auf⸗ gefordert wird, wobei auf die betreffenden in den Jahren 1864 und 1866 erlassenen Bestimmungen verwiesen wird. Diese ordnen Maßregeln in Be— zug auf das Eindringen in das Militär, die Diät, Kleidung, Mediein ꝛc. an. Bei einem Aus⸗ bruch der Krankheit verspricht man sich viel von den aus dem Kriege herrührenden Gefangenen und Kranken⸗Baracken zur Aufnahme von Cholera— Kranken. Der Handelsminister hat unterm 15. Aug, eine Verfügung an die Directionen der Staats- Eisenbahnen erlassen, durch welche dieselben an⸗ gewiesen werden, ungefäumt mit einer zweckent⸗ sprechenden Desinfection der Bedürfniß⸗Anstalten auf den Bahnhöfen vorzugehen. Gleichzeitig ist den königlichen Commissariaten bei den Privat- bahnen die Weisung zugegangen, die Directionen dieser Bahnen zu der gleichen Maßregel zu ver⸗ aulassen.— Wie aus Wien telegraphisch hierher gemeldet wird, soll Preußen den deutsch ⸗österrei⸗ chischen Tele graphenvertrag gekündigt haben. Eine solche Kündigung ist auch an die Regierung der Niederlande ergangen. Es handelt sich dabei um den Plan, das deutsche Telegraphenwesen unab— hängig von ausländischer Betheiligung einheitlich zu organisiren und dann mit Oesterreich wie mit den Niederlanden von Seiten Gesammtdeutschlands neue Telegraphenverträge abzuschließen. — Einem Artikel des„Militär⸗Wochenblattes“ zum ersten Jahresgedächtniß der drei Schlachten bei Metz(14, 16., 18. August) entnehmen wir die Mittheilung, daß bei Colombey 73 Offiziere und 1081 Mann, bei Vionville⸗Mars la Tour 230 Offiziere und 3022 Mann, bei Verne ville⸗ St. Privat⸗Gravelotte 271 preußische, 17 säch⸗ sische, 22 hessische, im Ganzen 310 deutsche Offiziere und 3903(davon 3536 Preußen, 200 Sachsen und 159 Hessen) den Heldentod gestorben sind. — Die„D. R.⸗C.“ will in Erfahrurg ge⸗ bracht haben, daß die Friedens ver hand- lungen in Frankfurt voraussichtlich vor Ende August nicht aufgenommen werden, und fügt hinzu, daß Fürst Bismarck am Sonntag vor seiner Ab⸗ reise nach Gastein in einer Unterredung mit dem französischen Gesandten Marquis de Gabriae die Kriegsentschädigungsfrage resp. die Anträge Frank- reichs auf frühere Räumung des occupirten Ge⸗ biets, als die Präliminarbedingungen vorschreiben, besprochen und ihm keinen Zweifel über das Ver⸗ hältniß Frankreichs zu Deulschland gelassen habe. Marquis de Gabriae soll sofort an Herrn Thiers in längerer Depesche das Resultat seiner Rück- sprache mit dem Reichskanzler gemeldet haben und Herr Thiers wird nun den Friedensunterhändlern in Frankfurt jedenfalls bestimmte Weisung zugehen lassen, wenn es ihm überhaupt um eine Verstän⸗ digung mit Deutschland zu thun ist. — Die„Tribüne“ will wissen, Herr Stieber sei nach Gastein abgereist, wo eine Verabredung gemeinschaftlicher Grundsätze über das Verfahren gegen die propagandistische Thätigkeit der Inter⸗ nalionalen zwischen den beiden Reichskanzlern be⸗ absichtigt werde. — Der„Reichsanzeiger“ veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung, betreffend die näheren Be⸗ stimmungen der Einführung des Artikels zu der Reichs verfassung(Gemeinschaftliche Zollgrenze) in Elsaß⸗Lothringen. 5 München. Auf Befehl des erzbischöflichen Ordinariats wurde die Nikolai-Kirche am Gasteig⸗ berg, in welcher Professor Dr. Friedrich die Trauung des Kaufmanns J. B. Mayer vorge- nommen hatte, geschlossen, obgleich dieselbe städti⸗ sches Eigenthum ist und daher über sie nur vom Magistrat verfügt werden kann. Der Magistrat ordnete hierauf sofort einen Rechtsrath als Com- missär ab, auf dessen Befehl der Meßner die Kirche öffnen mußte, und zugleich augewiesen wurde, seine übrigen Funktionen, wie Gebetläuten u. s. w., wie bisher vorzunehmen. Den weiteren Schritten des Ordinariats wird die gleiche Entschiedenheit des Magistrats entgegentreten. Wie man indeß vermuthet, wird der Erzbischof von Mänchen den hiesigen Magistrat, soweit er an der Einräumung der Kirche am Gasteig zu der von Dr. Friedrich vorgenommenen Trauung betheiligt ist, mit der Excommunication belegen. — Durch eine königliche Entschließung, datirt Berg, 21. August, ist das neue Ministerium fol- gendermaßen gebildet: Staatsministerium, Mini- sterium des königlichen Hauses und des Aeußern: Graf Hegnenberg Dux; Finanzministerium: von Pfretzschner; Kriegsministerium: v. Prankh; Cultus⸗ ministerium: von Lutz; Ministerium des Innern: Regierungspräsident v. Pfeufer; Justizministerium: Dr. Fäustle; die provisorische Leitung des Handels- ministeriums ist bis zu dessen sofort in Angriff zu nehmender Reorganisation dem Staatsrath Schubert übertragen.— Die Wahl des Stifts probstes Döllinger zum Rector der Universität ist bestätigt worden. — Die Wahl des Professors Friedrich zum Universitätssenator wurde nicht bestätigt. Die Nichtbestätigung wurde demselben von der Regie— rung mittelst eines Schreibens notificirt, in welchem derselbe unter dem Bedauern, daß die Bestätigung aus formellen Gründen unzulässig sei, in einer für Professor Friedrich höchst schmeichelhaften Weise constatirt, daß andere Gründe für die Nichlbestä⸗ tigung nicht vorhanden seien. Straßburg. Dem Vernehmen nach ist bie im Gesetz, betreffend die Einverleibung Elsaß⸗ Lothringens in das deutsche Zollgebiet, vorgesehene Verordnung in Vorbereitung. Für die überwie⸗ gende Mehrzahl der Zolltarifsartikel, insbesondere Eisen⸗ und Webewaaren, soll Zollfreiheit ent— weder unbeschränkt oder nur durch Ursprungs- zeugnisse beschränkt unmittelbar hergestellt werden. — Der Präfect des Niederrheins veröffent- licht eine Instruction zur Ausführung der Ver— ordnung vom 18. April über den Schulzwang. Die Anwendung desselben findet vorläufig nur auf öffentliche und Privatschulen, welche von Kin— dern besucht werden, die in Fabriken arbeiten, statt. Die Anwendung auf andere Privatschulen bleibt nach Bedürfniß vorbehalten. — Wie der„Karlsr. Ztg.“ geschrieben wird, haben die Schwierigkeiten, die sich in den Frank⸗ furter Verhandlungen erheben, nicht ei 19 de⸗ von den elsässischen Industriellen gewünschten Ver⸗ längerung der Zollfrist ihren Grund, schen Sparkassen und Gemeinden se träge zu entziehen sucht; daß sie ferner hiesige und die Bankiers anderer 0 welche mit der Auszahlung der fälligen Renten und Penstonen beauftragt sind, angewiesen hat, die Renten der digen Gemeinden und öffentlichen Institute nicht einzu-. lösen. 5 Aules Frankreich. Paris. Das„Journal officiel“ veröffentlicht ein Decret der Regierung, welches anbefiehlt, alle Maßregeln bezüglich der Recrutirung der Altersclasse 1871 bis auf weiteren Befehl einzustellen. 3 10 — Briefen aus Versailles zufolge werden die Berathungen über die Verlängerung der Voll machten Thiers, unter Ausschluß der Oeffentlichkeit, fortgesetzt, man weiß nur, daß dieselben eine ver— söhnliche Wendung genommen haben. — Der„Agence Havas“ zufolge wird als wahrscheinlich angenommen, daß betreffs der Frage der Vollmachtenverlängerung eine Vereinbarung auf folgender Grundlage getroffen werden wird: Die Vollmachten Thiers' werden auf so lange verläygert, als die gegenwärtige Nationalversamm⸗ lung ihre Functionen ausübt. Derselbe erhält den Titel eines Präsidenten der Republik. Man versichert, daß die Versammlung nach den Ferien zu der Berathung und Beschlußfassung über die Verfassung schreiten werde. i Großbritannien. London. Das Parla⸗ ment wurde am 21. d. durch die königl. Com⸗ mission vertagt. Die Thronrede bedauert die Nichterledigung gewisser Maßregeln, zählt die Re⸗ sultate der Session auf und dankt für die Be⸗— willigung des Budgets. Sie führt ferner an, daß die Ereignisse auf dem Continent die freundschaft⸗ lichen Beziehungen mit den ausländischen Mächten unberührt gelassen haben. Die großbritannische Regierung wird sich an den Völkerfragen nur be⸗ hufs der Wahrung des allgemeinen Einverständ⸗ nisses und des öffentlichen Rechtes betheiligen, Die einstimmige Entscheidung der Conferenzmächte zu einem neuen Pontusvertrage sichere hoffentlich die Ruhe und Wohlfahrt des Orients. Dik Be⸗ ziehungen zu Amerika seien besonders befriedigend. Amerika und England gaben das gute Beispiel durch die Beachtung der Bestimmungen des Pa- riser Vertrages, internationale Differenzen durch Conferenzen auszugleichen. Das Parlament von Canada habe das Recht, über Bestimmungen des Washingtoner Vertrags, welche Canada betreffen, abzuurtheilen. Die französische Regierung hat ine Modisicirung des Handelsvertrages gewünscht; die englische Regierung hegt den Wunsch, dem be⸗ freundeten Staate entgegenzukommen, würde aber eine Beschränkung des Handelsverkehrs bedauern. Spanien. Madrid. Dem„Imparcial“ zufolge dürfte das Budget durch die projectirten Ersparnisse auf 600 Millionen Pesatos herabge⸗ mindert werden. Das Deficit würde sich alsdann auf 11½ Mill. beziffern und zu Veränderungen an der Staatsschuld keine RNothwendigkeit vor⸗ handen sein. sondern auch darin, daß die französische Regierung sich gewissen Verpflichtungen wan, e 9 — Rußland. In zahlreichen Städten fand a man Afsichen an den Mauern angeklebt, welche die Vernichtung aller russischen Städte durch Feuet 1 verkündigen. Die weitgehendsten Maßregeln sind von Seite der Behörden wie der Einwohner er⸗ griffen worden. sehr ernst. Man nimmt diese Brandbriefe 1 Homburg. Dieser Tagt wurde dahier eine junge Frauensperson aus Magdeburg verhaftet, welche dahier, sowie auch in unserer Nachbarstadt Frankfurt die Läden unsicher gemacht hatte, indem sich namentlich in Mode⸗ waarenhandlungen und bei Juwelieren Sachen vorzeigen ließ.— Sodann wurde dahier vor acht Tagen eine eng⸗ lische Taschendiebin, welche im Kurhaus die Taschen der 2 Fremden erleichterte, zur Haft gebracht, doch sind daselbst 4 seit jener Zeit noch eine Reihe gleicher Diebstähle verübt worden und scheint es nach allen Anzeichen, als ob eine ganze Bande Londoner Taschendiebe hier ihr Wesen triebe, welches hoffentlich die längste Zeit gewährt haben wird. zt beiden dit der Voll. Orpeallicltel dtn eint der 7 lg: wird an ß der dig Berenberg werden wirt; auf se lang enuldersans · erselbe erhilt vublil. Net 8 den Frrin ang iiber dit . Das Palo eig. Len Icdauert dit iblt dit Re str dit Br erutt an, daß f frtuxtschaft en Nächten bre annisch n zur be⸗ Cuvarsland 1 dußriligin, diutmznitt 1er: beftutih . Dit Be ( befnittiztrt. 121 Beit d 2000 be 90 ftnjen run arlantn! del ib en d ata ber U deutschen Reiches nothwendig —— 1 4 4 4 — Mainz. Sept, hierher verlegten 21. Generalversammlung der kath. Vereine Deutschlands ist am 12. d. vom hiesigen Vorbe⸗ reitungscomite versandt worden. Es werden vier geschlos⸗ sene und vier offentliche Versammlungen statthaben. Diese Versammlungen finden im großen Saale des„Frankfurter Hofes“, die Ausschußsitzungen im bischöflichen Seminar flatt; daneben gibt ges Gottesdienst im Dom, Seelenmessen in der Seminarkirche, zum Schluß(am 14. Sept.) Zest⸗ mahl im katbolischen Casino. Aschaffenburg. Am Sonntag Nachmittag ereignete sich bei dem nahen Laufach ein schreckliches Eisenbahn⸗ unglück dadurch, daß von einem Gsiterzug, welcher dem von hier 3 Uhr 3 Minuten abgehenden Schnellzug voraus⸗ fuhr, sich auf der dortigen schiefen Ebene einige Wagen ablösten und dem nachkommenden Schnellzug entgegen⸗ folgte. zertrümmert, rollten, wodurch ein Zusammenstoß der stärksten Art er⸗ Der unmittelbar hinter der Locomotive des Schnell⸗ zuges gewesene Postwagen wurde in kleine Stückchen die zwei darin fungirenden Postbeamten wurden herausgeschleudert und kamen wunderbarer Weise bruch davon. der Eine ganz unversehrt, der Andere mit einem Rippen⸗ Der dem Postwagen nächste Wagen erster Classe wurde ebenfalls total zertrümmert, von den Rei— senden wurden zwei getödtet, einer schwer und vier leicht verwundet. kamen mit Ausnahme Die Reisenden in den folgenden Wagen unbedeutender Contusionen mit dem Schrecken davon, vom Dienstpersonale wurden der verwundet. Locomolivführer und drei Bremser, wovon einer schwer, Beinahe eine Stunde währte es, bis man die Personen aus den Trümmern des ersten Wagens be⸗ freien konnte. Die Mitreisenden, sowie die Bewohner von Frohnhofen und der Umgegend waren bülfereichend zur Stelle. Der Anblick der beiden Züge war schrecklich, die Locomotive war ganz in die Kohlenwägen verfahren, die sich fünf Wagen hoch über ihr aufthürmten. Heidelberg. Anfang September tritt eine vom Vor⸗ stande des Buchhändler⸗Börsenvereins nach Heidelberg berufene Commission von Buchhändlern zusammen behufs Berathung und Fesistellung einer nach Gründung des gewordenen gemeinsamen Literatur⸗Convention des deutschen Reiches mit den frem⸗ den Staaten. Das Ergebniß der Berathung wird dem Reichskanzleramie unterbreitet werden, welches vom Bör— lenvorstande eine eingehende Darlegung aller Mängel und wünschenswerthen Aenderungen der bestehenden inter⸗ nationalen Verträge zum Schutze der literarischen Pro⸗ ductionen erbeten hat. Kassel. Von dem am 20. d. um 2 Uhr 12 Min. won hier abfahrenden Schnellzuge ist die Locomolive zwischen Grebenstein und Hofgetsmar enigleist und die Böschung hinuntergestürzt. Ein Feuermann soll hierdurch seinen Tod gefunden haben. Der Verkehr war noch am Abend auf dieser Strecke unterbrochen. f Görlitz. Der„Vo sks⸗Z.“ wird vem 17. d. Adends 8 Uyr 5 M. telegraphirt:„Berlin-Görlitzer Mittagszug nach Berlin stürzte bei Cotibus den Damm hinunter. Von Passagieren sieben contusionirt, Niemand geiödtet.“ Das Programm der auf den 10. bis 14. dapier, Tinte und Feder. Bekanntlich grub man in den ältesten Zeiten, und zwar nur bei wichtigen Gelegenheiten, die Schrift auf Felsen, Stein- oder Metalltafeln. Die mit Inschriften versebenen Felsen im nördlichen Europa zeigen uns, daß es noch im 10. Jahrhundert üblich war, auf diese Weise Nachrichten aufzube— wahren. Die Werke Hisiod's sollen zuerst auf Bleitafeln geschrieben sein; später bedienten die Griechen und Römer sich der hölzernen mit Wachs überzogenen Tafeln, doch dienten dieselben nur zu vorübergehenden Zwecken, nicht zu dauernden Urkunden; zum Schreiben selbst verwendete man Metallstifte. Die Egypter und wohl auch die Griechen nahmen in den frühesten Zeiten Baum- blätter zum Schreiben in Gebrauch, wie denn auch die Indier noch vor wenigen Jahrhunderten sich derselben bedienten und selbst in unseren Tagen Bücher von Baumblättern im südlichen Indien und auch auf der Insel Ceylon nichts Ungewöhn— liches sind. Die Blätter einiger dort einhetmischen Bäume eignen sich ihrer Größe und Glätte wegen so vortrefflich dazu, daß das Papier den alten Gebrauch dort noch nicht ganz verdrängt hat. Der römische Name für Buch— liber, Rinde — deutet ferner darauf, daß die innere Baum- rinde, die man überdieß zusammenrollen konnte, ebenfalls seit den frühesten Zeiten zum Schreiben benutzt wurde; vielleicht auch ist ihr Gebrauch so alt, als die Kunst des Schreibens selbst. Noch häufig findet man unter den mexikanischen Alter— thümern ein aus den Fasern der Agave(eine Alosart) bereitetes und mit Talkerde überzogenes Schreibmaterial. Die Chinesen gebrauchten vor der Erfindung des Papiers Seide und Baumwolle und in den egyptischen Mumiensärgen findet man nicht selten Handschristen auf Leinwand vor. Der Gebrauch der letzteren Stoffe machte natürlich eine Veränderung in der Art des Schreibens noth— wendig; man bedurfte eines flüssigen, färbenden Stoffes, der eine dauernde Spur hinterlassen konnte, und Dies führte zur Erfindung der Tinte und Feder. Höchst wahrscheinlich bestand die erste Tinte aus einem Gemisch von Lampenruß und Gummiwasser, die den Vortheil einer unveränder— lichen Farbe besaß. Wenigstens sind die in Her— culanum aufgefundenen Handschriften, obgleich sie seit Jahrhunderten vergraben und fast verkohlt sind, noch ganz lesbar, weil die Tinte gleichsam erhöht auf der Oberfläche erscheint. Als Werk⸗ zeug zum Schreiben bediente man sich in vielen Gegenden des Morgenlandes häufig des Rohres, das in Form einer Feder zugeschnitten wurde. Der Gänsekiel scheint erst um das 7. Jahrhundert in Brauch gekommen zu sein. Die uralten Ab- schriften der biblischen Bücher, welche die Juden in Cochin büsitzen, sind auf Leder gefertigt, welches als der Vofläufer des Pergaments anzuseten ist. Die Erfindung dee Letzteren geschah 300 Jahre vor Christus, gleichzeitig mit der Einführung des Papyrus aus Egypten. Dieses bestand aus der inneren, mittelst eines scharfen Instruments von der Pflanze getrennten Haut, die in mehreren Lagen zusammengeklebt, gepreßt und geglättet wurde. Im ersten christlichen Jahrhundert verfertigten die Chinesen Papier aus der inneren Substanz des Bambusrohres, zuweilen auch des Maulbeerbaumes oder aus Baumwolle Um das Jahr 716 brachten die Griechen das erste in Mekka bereitete Baum- wollenpapier nach Konstantinopel, das nunmehr alle anderen Schreibstoffe verdrängte und bis zu Ende des 13. Jahrhunderts in ganz Europa ver⸗ breitet war, nachdem um die Mitte des 11. Jahr⸗ hunderts die ersten Papiermühlen in Spanien entstanden. Bevor das heutige Linnenpapier zu Ende des 13. Jahrhunderts verfestigt wurde, vermischte man Linnenlumpen mit Baumwolle, bis das Verhältniß der ersteren immer über⸗ wiegender und endlich allgemein gebraucht wurde. Die ältesten bekannten Urkunden auf reinem Linnen⸗ papier datiren aus dem Anfange des 14. Jahr- hunderts. Die Stadt Treviso erhielt im Jahre 1366 ein ausschließliches Recht, Linnenpapier zu verfertigen, während die erste englische Papiermühle zu Dartfort in der Grafschaft Kent durch einen Deutschen angelegt wurde. Frankreich und Genua versorgten lange Zeit fast ausschließlich das übrige Europa mit den feinen Papierarten, bis es end- lich den Holländern gelang, den ersten Rang in der Fabrikation zu behaupten, trotzdem es ihnen an Lumpen und an gutem Wasser mangelte. Die Ehre der Erfindung, Papier seit dem Jahte 1800 in jedem beliebigem Format zu verfertigen, und nicht wie bisher in einzelnen Bogen aus dem Brei zu schöpfen, gebührt dem französischen Buch⸗ drucker Didot. Jagd ⸗ Verpachtung. 2079 Die am 21. August d. J. abgehaltene Verpach⸗ kung der der Berstädter Märkerschaft in dem Berstädter Markwald zustehenden Jagd ist nicht genehmigt worden; es wird deßbalb genannte Jagd Montag den 28. August b. J., Vormittags 10 Uhr, auf unserem Büreau noch⸗ mals öffentlich meisbietend verpachtet, wozu Pacht“ liebhaber eingeladen werden. Berstadt den 23. August 1871. Großherzogliche e Berstadt. e Chaussir⸗ Arbeit. 2073 Samslag den 28. d. M., Nachmittags 2 Uhr, wird auf hiesiger Grube die Chaussirung einer 35 Klafter langen Wegstrecke öffentlich an den Mindestsordernden dergeben. Grube Weckesheim den 21. August 1871. Fürstliche Bergverwaltung. Mr ben. Patent- Mais-Mehl von Brown& Polson in Paisly, Schottland, Hoflieferarten Ihrer Malestät der Königin von England, von den ersten ärztlichen Autorttäten wegen seiner leichten Berdauung als vorzügliches Nahrungsmittel für Säug⸗ linge, Kinder und Reconvalescenten empfohlen. Außer⸗ zem sehr geeignet für jede Daushaltung und Hötels, da man auf eine rasche und vortheilhafte Welse sehr schmachafte Speisen zubereiten, sowie Delicatessen aller Art, als Puddings, Omelettes, Blanc mange, Confect, 1943 4 Biscuits ic. davon anfertigen kann. 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August, Morgens 9 Uhr, sollen im Gaffhof zum Fürflenhof zu Büdingen gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert werden: Mehrere Bettladen, Betten und Commode, verschiedene Tische, Stühle und Schränke, 2 Schreibtische, 2 Schreibsecretäre mit gutem Verschlusse, mehrere Lampen, Koffer, 1 Billard, 1 Posischalter⸗Fenster, Tassen und Poeczellan, 4 Chalsen⸗Federn, 1 Chatseachse, 1 Stadtwagen(Landauer), 1 Tylburp zum Versetzen, 1 Polzschlitten, 1 Chaisenuntergestell, 1 vollständtge Jalousie, sowie noch verschledene andere Gegenstände. Büdingen den 17. August 1871. Müller. 2065 Einem soliden Mann ist Gelegenheit und gebildeten geboten fich monatlich in den Städten Oberhessens bei einiger Thätigkeit fl. 30— 40. außer seinem bisherigen Wirkungs⸗ kreise zu verdienen. Gef. Franco- Offerten unter F. W. an die Expe⸗ dition d. Bl. Corseten& Crinolines 73 billigst bei K. Friedrich neben der Poft. Wilhelm Jernbeck, Colonial-, Material⸗& Farbwaaren-Handlung in Friedberg 1487 nächst der Burg. Lager in allen Sorten Tabaken und Cigarren. 2064 Ein gebildeter junger Mann von angenehmem Aeußern. 30 Jahre alt, welcher in Frankfurt a. M. ein rentables Fabrikgeschäft betreibt, wünscht sich mit einer gebildeten fungen Dame vom Lande, welche im Besitzt eines Vermögens von fl. 40006000. ist, zu verehelichen. Briefe beltlebe man unter der Chiffre A. R. C. 237 poste restante Frankfurt q. M. zu apressiren. Photographie wäre erwünscht; strengfle Verschwiegenhelt wird zuge⸗ fichert. Frankfurt a. M., 19. August 1871. 2074 Lehrern auf dem Lande und in Städten, sowie Beamten und kleinen Kaufleuten kann ein Nebenverdtenst von einigen 100 Gulden jährlich nachgewiesen werden. Dies Geschäft ist fret von jedem Schwindel und kein Kapital nothwendig. Die Thätigkett kann sogleich de⸗ ginnen. Reflectanten haben sich daldigft unter Bet⸗ fügung der Auslage von 18 Kreuzer in Poslmarken zu wenden an Gebrüder Thiel in Frankfurt o. M. 11— ä 8 Nauheimer 2089 Zur Vorfeier des Geburtstages Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs von Hessen Donnerstag den 24. August, Abends 7 Uhr, Tanzmusik und Zu recht zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein Feuerwerk. C. Kramm m. Ossenheimer Wäldchen. 2084 Nächsten Sonntag als am 27. d. M. findet bei Erndtefest dahier statt, wozu freundlichst einladet Harmonie und Tanzmusik das G. H. Korndörfer. Joologischer Garten in Frankfurt a. M. Sonntag den 27. August Morgens von 6 Uhr bis Abends ist der Eintrittspreis auf 12 Kreuzer per Person ermäßigt. Nachmittags 4 Uhr Concert vom Musik Corps des Rhein. Dragoner Regiments Nr. 5. 2078 Der Verwaltungsrath. Für Echzell und nächste Umgebung. 1442 Unsere verehrten Kunden in Echzell und Umgebung machen wir hierdurch darauf auf⸗ merksam, daß der israelitische Lehrer, Herr Kaufmann in Echzell, bereit ist, Bestellungen auf Schulbücher, Zeitschriften, überhaupt auf Literalien für uns in Empfang zu Dieselben werden pünktlich und rasch besorgt. nehmen. Friedberg im Juni 1871. Bindernagel& Schimpff. Neue holländische — 222 Vollhäringe! 1956 bei Wilhelm Fertsch. 2077 Ein perfect gerittenes und gefahrenes, elegantes gutes Pferd, Chocoladeschimmel, 8 Jahre alt, wird ohne Vermittlung zu verkaufen gesucht. Nähere Auskunft durch die Annoncen ⸗Expeditton von Rudolf Mosse in Frankfurt a. M. 22— Ein Schuhmachergeselle 2080 wird gesucht von Georg Heinrich Schmidt, Schuhmachermeister in Ossenheim. 2083 Marmor⸗, Granit⸗ und Sandstein⸗Kreuze, Denkmäler, Platten und Grabsteine werden schön und billig geliefert durch die Agentur dee 5 H. Heinemann in Nleder⸗Weisel bei Butzbach. Circa 80 Centner Hen, 2076 bestes Gewächs, habe ich zu verkaufen und bin am sichersten Samstag und Sonntag zu Hause an⸗ zutreffen. Johs. Meyer, Bürgermeister in Breungeshain. Arbeiter am Bahnhofe Friedberg finden sofort Beschäftigun und guten Verdienst. U Frledberg im August 1871. Die Verwaltung der Friedberger Bergbau⸗ 2088 Gesellschaft. 2092 Empfehle einen vorzüglichen alten Weinessig um Einmachen von Früchten nebst den dazu gehörigen Gewürzen Wilhelm Sturmfels, Hof⸗ Apotheker. Gesucht. 2094 In meinem Glacé-Handschuh⸗Geschäft wird ein Lehrling und ein junges Mädchen angenommen. Heinrich Gonder. für die Eisensteinverladung g Schenkammen 2075 können stets Stelle erhalten durch Frau G. Schwabe, . Bockgasse Nr. 6 in Frankfur a. M. Pechfackeln, 2095 gut brennend, per Stück 18 kr. el 1. Seilermeister Dieterich. Foulards, 252 seidene Umknöpftücher, schwarze seidene Halstücher und Halsbinden bel K. Friedrich neben der Post. Ein vollständiges Logis 2085 ist zu veimiethen. Näheres bei Hof-Schlosser p. Rumpf dahter. Von Frankfurt a. M. 5 direct mit jedee Post befördere sch die meiner Annoncen⸗Expedition zur Vermittlung aufgegebenen Inserate, ohne Anrechnung von Proplsion oder Porto, zu den Original⸗Zeitungspreisen an die für die ver⸗ schiedenen Zwecke bestgeeigneten Zeitungen des In⸗ und Auslandes. Meine Provision beziehe ich als officieller Agent von den betreffenden Zeitungen. Rudolf Mosse, Annoneen⸗Expedition 45 Stil, Frankfurt a. M. Heil 35. Berlin, Wien, Nürnberg, München, Hamburg. Alleinige Inseraten⸗Pacht: „Fliegende Blätter,“„Kladderadatsch,“ „Figaro.“ 479 Eine gute Doppelflinte ist zu verkaufen. Näheres bei der Exp. d. Bl. 2060 Maurergesellen werden noch beschäftigt bet 2091 25. August J. J., Nachmittags 2 Uhr. Friedberg im August 1871. Für das Curatorium;: 2096 Ppotographien enthaltend, wurde verloren und wird um gef. Rückgabe gegen entsprechende Belohnung an Herrn Jos. Hoffmann, Posamentir, gebeten. 2090 Bet meiner Abreise nach Amerika sage ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten, von denen ich nicht persönlich Abschied nehmen konnte, ein berzliches Lebewohl. August Burck. Pechfackeln 2086 sind zu baben bei Franz Stadelmann, Seilermeister. Ein möblirtes Zimmer 2081 im Hause des Herrn Hof⸗Apotheker Sturmfels ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. Joseph Butzbach. 5 Todesanzeige. 2087 Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, unser geliebtes Kind ö Louise Schneider in einem Alter von 11 Monaten in ein besseres Jenseits aufzunehmen. Friedberg den 22. August 1871. f Die trauernden Hinterbliebenen. Fruchtpreise. per Malter. 8 Friedberg, 22. Augusl. Waizen 13 fl. 30 lt Kore 9 fl. 30 kr.; Gerste 7 fl. 20 kr.; Hafer 5 fl. 40 kr. Fraukfurt, 21. August.(200 Zollpfund.) Waizen 14 ½;, Korn 9¼; Gerste—; Hafer 7/8— 8½ per 160 Lit.) ohne Faß—. Grünberg, 19. August. Waizen 13 fl. 40 — kr.; Saamen— fl.— kr.; Kartoffeln— ft.— kr. Mainz, 18. August. 9 fl. 17 kr.; Gerste 6 fl. 36 kr.; Hafer— fl.— kk.; e i n Freitag Abend 6½ Uhr. 2 Samstag Morgen 8 Uhr. f Karl Berg. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Einladung 2038 zur Jahresfeier der Blinden ⸗Anstalt auf den Die Direktlon. 7 Ein goldenes Medaillon, 2 9 Lebewohl! Geld Cours. m Frankfurt am 22. August 1871.— Preußische Friedrichsd'or. fl. 9 58—59 Piflolen:: Holländische fl. 10⸗Stücke„ 9 55—57 Ducaten„ 5 33—35 Ducaten al marco.„ 5 34-36 20 ⸗Frankenstücke„ 9 18½—19½ Englische Sovereigns.„ 11 48-50 Russische Imperiales.„ 9 38-40 Dollars in Gold 3„ Rüböl(100 Zollpfd.) ohne Faß 263; Branntwein(50% Tr. Korn 9 fl. 15 kr.; Gerste 7 fl. 14 kr.; Hafer 5 fl. 10 kr. Molter S fl. 30 kr.; Erbseu 9 fl. 30 kr.; Wicken— l. Walzen 12 fl. 27 kr. Kon e 3 fl. 12 kr.; Reggenstroh per 100 Gebund 7 Asratliliscer Gottesdiens in Friedberg. ———— 1 2.2520.