tet, die * diet Nin 1 14 0 tr. . * 1 Jenltg, Lesse 1 Dienstag den 24. Januar. N M 10. 1871. Oberhessischer Anzeiger. botzelt die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Fritdberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Für Febrrat und März kann man bei der Post mit 32 kr. abonniren. Bei der Verlags- Expedition werden nur halbjährige l Abonnements(resp. für 5 Monate) angenemmen. So weit der Vorrath reicht, werden die Nummern vom Monat Januar gratis nachgeliefert. 15 5 Kriegs nachrichten. Issp gezeigt. Eine Abtheilung von 12 deutschen] Bordeaux weggenommen worden. Das gekaperte Officielle militärische Nachrichten. Versailles, 21. Januar. Der Kaiserin- Lönigin in Berlin. Der Feind hat sich gestern Vormittag ganz nach Paris zurückgezogen. Vor St. Cloud wurden noch 15 Offiziere und 250 dann Gefangene gemacht. Bei St. Quentin läuft sich die Zahl auf 9000 unverwundete efangene, über 2000 Blessirte in der Stadt gcl. der in der Umgegend befindlichen und der kodten, so daß gewiß ein Verlust von 15,000 Nann anzunehmen ist. Der Feind ist bis Valen- dennes und Douay zurückgegangen und besetzte Jambrai wieder. Wilhelm. Versailles, 21. Jan. Gegen Paris wurde de Beschießung in den letzten Tagen ununter⸗ kochen fortgesetzt. Am 21. eröffnete die Be⸗ lgerungsartillerie das Feuer gegen St. Denis. Ein Ueberfall⸗Versuch von Langres au gen zwei in der Gegend von Chaumont zostirte Landwehr-Compagnien in det Nacht zum A. mißlang völlig. v. Podbielskp. Bourogne, 21. Jan. In der Nacht vom 145 zum 21. die vom Feinde stark besetzten und rschanzten Gehölze Paillts und Baiuy, sowir gegen Dorf Perouse(östlich von Belfort) genommen; officiel 80 Mann unverwundete Gefangene. Unser Derlust nicht ganz unbedeutend. Vier neue Batterien bei Dangoutin seit beute Morgen im Feuer hauptsächlich gegen die Schloßfronte. v. Tresckow. f Versailles, 20. Jan.(Officiell.) Graf elperison, angeblich von General Trochu beauf- nagt, einen 48 stündigen Waffenstillstand zum Begraben der Todten bei dem Kronprinzen zu beantragen, erhielt die mündliche Antwort, daß die Befehlshaber der Vorposten, in gleicher Weise die in jedem früheren Gefechte auf dem Raume is den beiden Linien sich dahin zu verstän⸗ igen haben, daß jeder Verwundete unter gegen- seitigem Beistande in Sicherheit gebracht wird; ef Waffenstillstandsanträge, welche darüber hin⸗ ausgingen, könne diesseits nur eingegangen werden, penn ste schriftlich vorlägen. Aus dem Haupfquartier in Ver sailles vom 14. d. liegen in Londoner Blättemn vom 17. d. Mittheilungen vor. Es heißt darin u. A., daß mehrere 72 Pfünder bie an die Seine geschafft borden seien. Dort müssen dieselben indessen legen bleiben, bis der Eisgang vorüber ist. Der Belagerungstrain, welcher vor Mezieres in Thätig⸗ lit war, ist in einer Stärke von 75 schweren Oeschügen in Gonesse eingetroffen. Dieselben werden zur Armirung der Batterien an den Ab- bangen von Montmorency benutzt und sind be⸗ fimmt, St. Denis zu bombardiren, da man dort ten Parisern eine Warnung zu geben denkt. Die oben erwähnten 72. Pfünder sind gezogen und werden noch in der alten Weise nach dem Loliber bezeichnet, obschon sie ein Sprenggeschoß ton 224 pfund entsenden. Sevres liegt voll⸗ fandig in Trümmern. Das Feuer von Mont wlout hat die Kasernen in Fort Valerien beschä⸗ igt. Die Franzosen haben sich wieder in Fort Soldaten recognoscirte dasselbe am 11. und fand 7 todte Soldaten und 3 Pferde vor. Montrouge antwortet immer noch mit zwei Geschützen. Ein unaufhörliches Feuer wird gegen diesen Punkt unterhalten, auch gelegentlich wieder gegen Fort Issyp gefeuert. 460 Granaten wurden am 11, 268 am 12. in die Stadt geworfen. Ueberhaupt dauert das Bombardement der Stadt fort. Hauptquartier Versailles, 18. Jan. Die Beschießung der Südforts nimmt den normalen Verlauf, der Schall der Schüsse ist des ent- gegeagesetzten Windes halber hier fast nicht zu hören. Die Forts Issp und Montrouge schweigen stit 6 bis 7 Tagen, während das Fort Vanves noch ganz schwache Lebenszeichen von sich giebt. Wir könnten, wenn wir wollten, jede Stunde Fort Issp besetzen, da dasselbe fast ganz geräumt ist. Die feindlichen Geschütze sind an die Enceinte gebracht, von wo aus ein lebhaftes Feuer unter- halten wird. Auch auf der Nord- und Ostfront gehen die Operationen ihren Gang, die Forts Aubersillers und de l'Est haben stark gelitten; die Beschießung des Forts St. Denis soll gestern ihren theilweisen Ansang genommen haben. Da- schweigrn die Forts, insbesondere der Valerien, gänzlich und unsere von Vorposten kommenden Soldaten sind überglücklich, daß sie von dem 3½ Monat anhaltenden Granatregen des Valerien nun erlöst sind. Der Valerien hat seine Gesch tze schweren Calibers an andere Forts abgeben müssen und schießt nur noch von Zeit zu Zeit aus 7-Pfündern auf die in Meudon stehende Batterie. In jeder Nacht wird unsererseits mit der Beschießung der inneren Stadt fortgefahren; jede Batterie feuert in je 5 Minuten eine Granate ab, so daß gegen 1000—1200 Granaten all- nächtlich nach Paris hineingesandt werden. Man spricht bereits von nahe an 1000 Verwundungen, die unsere Geschosse in Paris angerichtet haben sollen. Aus Versailles wird gemeldet, daß Graf Bismarck zum Generel-Lieutenant ernannt worden ist. Bei der Kaiserproklamation am 18. d. M. waren auch die baperischen Armeecorps vertreten. — Wie man der„N. bad. L.-.“ schreibt, ist vor einigen Tagen General Moltke, von einem Besuch der deutschen Batterien im Südwesten nach Versailles zurückkehrend, knapp einem Unfall ent- gangen, der ihm das Leben hätte kosten können. Ein Projektil platzte ganz in der Nähe seines Wagens und die Explosion hatte zur Folge, daß der General selbst und seine Adjutauten, Kutscher und pferde mit Eis- und Erdstücken bedeckt wurden, ohne daß indeß eine Verwundung stattgefunden. — Privatmittheilungen aus Versailles vom 20. d. zufolge ward der am Donnerstag vom Mont Valcrien aus stattgehabte Ausfall mit 40 Bataillonen unternommen und schwach durch- geführt. Der Feind wurde mit großen Verlusten zurückgeschlagen. — In London ist über Plymouth das sol⸗ gende Telegramm eingetroffen:„Die französische Brigg„St. Marc“, 185 Tonnengehalk, Capitän Cotelter, von Dünkirchen mit einem Cargo Bohnen und Mehl nach Bordeaux unterwege, ist von der Schiff, welches die Segel verloren hat, lief in Plpmoutb ein, um Kohlen und Mundvorräthe einzunehmen. Außer der eigenen, aus 7 Köpfen bestehenden Mannschast, bat dasselbe eine deutsche Prisenmannschaft von einem Offizier und fünf Mann an Bord.“— Wie weiter aus Plymouth gemeldet wird, erhielt die von der preußischen Dampffregatte„Augusta“ weggenommene franzs⸗ sische Brigg„St. Mare“ von der britischen Re⸗ gierung die Aufforderung, unverzüglich den Sund von Plymouth zu verlassen, da sie 24 Stunden in dem neutralen Hafen verweilt. Demgemäß wurde die„St. Mart“ von einem Schleppdampfer in die offene See bugsirt, worauf sie sich nach dem nächsten deutschen Hafen auf den Weg machte. Der von Bipo in Plymouth angekommene Londoner Schraubendampfer„Britannia“ berichtet, daß die preußische Schraubenfregatte„Augusta“ am 12. d. auf der Höhe von Vipo ein frauzösisches Ka⸗ nonenboot in den Grund bohrte, wobei sie 6 Offiziere und 26 Seeleute, die von dem sinkenden Wrack in ibren Booten zu entkommen versuchten, gefangen nahm. Der Commandeur des Kanonen⸗ boots sprang mit der Erklärung, daß er sich nicht gefangen nehmen lasse, über Bord und ertrank. Die„Augusta“ wurde hierauf von einer großen französischen Panzerfregatte nach Viffo hinein ver⸗ folgt, wo die beiden Schiffe, eins das andere überwachend, am 15. d. sich befanden. Reims. Der Generalgouvernement macht bekannt, daß jeder Franzose des Gouvernements, der zur Recrutirung sich stellt oder zur Bildung von Freicorps gegen das deutsche Heer in irgend einer Weise behülflich ist, verhaftet und kriegs gerichtlich abgeurtheilt wird.— Gegen die Ge⸗ meinden, die immer noch mit ihren Steuern im Rückstande sind, wird dermalen executorisch vor⸗ gegangen; dieselben bezahlen außerdem als Strafe weitere 5 Prozent der Steuer. Straßburg. Der Gouverneur, General v. Ollech, hat das in Bern neugegründete und vorzugsweise für elsässische Leser berechnete Blatt „'Helvetie“ unter Androhung scharfer Bestrafung verboten. Buchhandlungen, Gasthöfe, Wirths⸗ stuben, Cafes, Lesekabinette, in denen dieses Journal gefunden wird, werden ohne Weiteres für die Dauer des Krieges geschlossen. Der Inhaber tiner Nummer dieses Blattes wird mit Gefängniß oder Geldbuße bestraft. Aus Baden. Mit aller Reserve theilen wir ein Gerücht mit, wonach General v. Zastrow (oder Frausecky) bei Dijon stehe. Wenn während der letzten Kämpfe das Bombardement von Belfort suspendirt war, so erklärt sich dieß schon dadurch, daß ein Theil des schweren Geschützes in den Beftstigungen der Lisainellnie verwendet wurde. — Der„Bad. Land.-Ztg.“ wird geschrieben: Es soll wirklich beabsichtigt gewesen sein, Garibaldi mit seinen Leuten einen Einfall in den badischen Schwarzwald versuchen zu lassen; aber man hat diesen abenteuerlichen Plan aufgegeben. Als Jemand Garibaldi sagte:„die Schwierigkeit läge nur darin, hineinzukommen“, soll Garibaldi geant⸗ wortet haben:„die Hauptschwierigkeit ist die, norddeutschen Fregatte„Augusta“ 6 Meilen von] wieder daraue zurückzukommen.“ f d dem„Movi 8 meldet, daß die R 45„Movimento“ 8 . 8 egierun ge⸗ Bismar 1 baldi die Vertheidigung 2 General Gari-⸗[Kern Ae den Gesandten der Schwei hat, und daß derselbe zu di Nee 17. Jan. Di eiz, Herrn tionen län 2 ene Wage Behufe dieselbe N Sch 13. Jan. an den een St. 0 5 Ein Verst 1 90 ie Truppen des Ge en versehen lasse. der Schwei reiben, welches 501 Bismarck und unsere Tru 1 8 5. ö den G zu halten, hä ppen zu besetzen di 110 unter Reinen e nerals Pelissier wurden m chweiz und Amerikas, s n esandten Stadt ten, hätte das Bomb e e r in erbefehl gestellt. Nicciotti aten unterzeichnet w„sowie anderen Diplo⸗ herbeigefuͤhrt. Mehrere fei ardement der der m Detach Ricciotti, nachsucht ar, und in welchem di waren bereits in di re feindliche Gr ti von dcn Preuge em it dei Min ard en, daß es ihr em dieselben verbrei in die Stadt ge anatenf m a f werde, 7 en Landel ben verbreitet N geschl 55 hezu cernirt gewesen, sei führt in 10 jetzt zu verlassen. 5 e Enwor Je und Entsetzen Are 1 f iner Antwort aus, daß diese a nach en 9 85 daher der Rice 14 a- Punkte angeordnet. t. Quentin li f geordnet. Unsere n liegenden del erluste sind stark au 1 1 ihnen glücklich e 8 8 utschluͤpft . Vitteaux. und marschire auf tion vö n nicht begründet sei und eri Sept. und innert 3 Noten, welche auf die Wear erlassenen— es 1 hat folgendes Rundschrei es Pariser gerichtet: er e l die W 15 inister des Innern 0 und des“ 5 Hessen. D des 2. Reiterregi Arma h. Vie kefbschm a . gim 0 adron] A 4 81 Briare am 14. e Gefechte bei e de, Weder Gesetz noch G . erluste: rpflichte dazu, Bel 8 e · Kri zu denen die Bela zu, Belagerten Operati ieges hat beschl gerung vorschreite ionen, Tage an kei ossen, daß vo 10% „ anzuzeigen; gebilde eine Franctireurs m heutigen t werden. Si rs⸗Compagnien mehr Sie wollen mir dahe eh r sofon 5 ö Major und Schwadrons f ehr rad va D U** Co 0 van er Hoop, d b „ F 9 1 Schusses act der K f i orps · 1 op i i st todt, in olge eines S. e— rstande die Be⸗ den Be d 5 it heile i i em 1 Gefr. Valentin Hohl a 5 1 unbekannt us Griesheim, todt, Verwundu schießun ˖ b.. Ve n g von 5 88 F Lindheim, schw man gefaßt 8 9 70 würde. idekauf mußte Gbedargl. Plilzy Weigel ane Alen San f Einwand dor. e e kein rechtsbegrün⸗ eee formirt werden 5 W iplomatischen G. en Mitglied itution derart 0 und deren Con- Tromp. Heinr. Grüne ein, befiuhet sich b. b. Schwabr, ds Sach orps ertheilte Ermächti ern des kürzest rart vorgeschritten i 1 . let 5 2 der 0 rmächtigun zester Frist de 115 5 ist, daß sie* „Johann 8 1 8 aus Fürfeld, berni erh der internationalen C gung werde, unte r ministeriellen Ermächti 1 Chevauxl. Heinrich aus Jügesheim, vermiß b, halten bleiben, ob i ourtoiste, auft rworfen werden kö n Ermächtigseg 1 5 Side al Md sei; di„obwohl dies schwierig und st acht aller and u können, Die Bllbung 0 vermißt, gel aus Nieder- Bessin die zahlreichen Landsl ierig und störend ndern Compagnien„Die Bildung . Jab. Clear böser ben, der Belagerung verb eute derselben den mi und die Freiwilliger muß eingestellt werden. ee 1 Lich, vermißt ziehen, dazu j erbundenen Gef mit hören, mü gen, welche zu d ve 8 e hen, dazu jedoch lä Gefahren zu ent- einver müssen aufgelö ng 1 geo ee Berlin Die Ad ss. Win ee at 5 e kein 5 e rde en en armes 0 1 e rdnctenhauses lautet: g resse des Ab⸗— Die 5 ation von N ille, 20 5 0 5 Sa Bolschaft, mache N 1 1 Aller- Allgemeine eee und die e Nord- Armee kehrt 10 Ein großer Theil der 1 S ge 5 rkündet hat 55 0 en aiser⸗ kiteres zu ve 1 5 ie Conferen 1 ist in ei ionalgarde. —2 1 begrüßt A i Abgeordneten⸗ auf derselben de 2 die feat drag 1 das 22. sic ee lee Jace 5 ige Fübrung, wel gegen Gottes„— 21. 3 4. efindet. Der is kessergg 5 l en bert Jan. 5 7 verwu Zufland! e des Wache Nec be die 2 0 5 1 Fesistelung 925 eingetroffen. e e Dubessol ist 1 Auf Ruf E Keiches beschieden Nanonendoor„N e. weten dae ewegung. Gambetta i rene 6 bald die Ab 8 w. Majestät Avi„Mettor“ vo eutsche hie ambetta ist um 2 U gruß en geordneten D werden sich viso„Bouvet“ i n dem französt r eingetroffen, hielt ei br Nachmitt 1 n Deutschlands f an 24 in den westindi zösischen Volk, i„ hielt eine A ags] sin „Wir balt m Reichs- Dez. 1870 auf indischen Gewäßß„in welcher e nsprache an das nung, daß auch die V en fest an der Hoff— die offtci aufgebracht wäre, Erft cen zum Aeußesst eier e, mid is e e Vertreter des Stamm 6 ie officibse„Provinzi„Erfindung. welch rsten zu leisten. Er war rstand bis d 4 triotisch„een dessen klärt, daß erst Provinzial Corres 1 W ilwei mente dor Ane folgend, in 2 en Rufe ihres Königs rst, nachdem die wä pondenz“ er- Fried der theilweisen Ni e n esiegung des Fei es Königs drohende Gef die während d en um jeden Prei. eee mit den übrigen deu 7 Feindes wetteif Gefahr des Vorrück des Nov. protestirt Heels herdeifüh 45 tschen Stä eiferten, nach Paris beseiti ückens der Loire⸗ irte gegen die A eiführen wollen. E und Tapferkeit Stämmen an Anstrengu leitu is beseitigt war, die ire-Armee der Dictatu uschuldigung, d 4 friedlichen 132 uns nicht fehlen werden b gung ng mit voller Zuversich deutsche Hecres⸗ Pflich r strebe und erklärt, en aß er nach t des Nati n bet der stellung der f icht an die endli oflicht thun und für die Ei rt, er werde seine 0 Frucht— 9 1 ationalparlaments 8 er schweren Bel n iche Auf- eint für die Einh ö seine 2 reis des Als gehen könn elagerungsbatteri eintreten.— Zwis eit und Revolution Opfern reich eis des gewaltigen, an den b önnen.„Jetzt“, fü batterien habe sist eine Z. ischen Jules Fav An 1 ruhme en Krieges, der unt edelsten dies glücklich ausgefü„fügt sie binzu, wo Zusammenkunft in O e een oller Führung mit Ni nter Ew. Majestät Paris i geführt und der Angri e e 1 schöpfung des g mit Niederwerfung und Er⸗ in allen Beziehun Angriff gegen een, e N a„ fortschreitend i gen erfolgreich eee ee 10 . Feindes menschlicher B r end im Gange i U und stetig überfü es Forts des B cht, der Com; 0 f 1 r l oraussicht Punkte der u ge ist, wird auch in di gsüberführt word 5 arres in Bel ii nach mächtigem Nin„ ist unserem Vaterla H Umsicht und B in diesem Y rden, im Einverständni fort sei ichtigem Ringen und Kä nde Hauptquartiers ü Besonnenheit reußen gehand eee, 3 dais e n. e gezollt. überall bereitwillig Seu Bae erschlichen 11 und Obers Dee 77 ation würdi ie ei ö i g worden. Nicht Deutsch. Stellung zu Theil ge. fei Köln. Vor einigen Abend hat eich enthel„ i* sucht; ihm 11 5 1 hat den Kampf 0 Woh aße ug französische Offgie wurden zwei Pangert ertheilt, daß ee Regierung 0 1 seines besie nicht zu thun um Demüthi. Wobnung abgeholt und Rete dus bret rfregatten, sowie vi olg und zwei . seines besiegten Nachbars; müthigung Bahnhof gefüh zum Central: 9 ann een ee Ren 0 g jederzeit bereit sein, die 2 Deutschland wird spr⸗ rt, von wo a ersonen⸗ des 8 nach Mittelameri regten 5 die W ö wird sprechenden B o aus sie unter d französische e sobald ihm durch d affen niederzul Mi edeckung in i 2 e— ihr den Wi erzulegen inden abfu der Richtun i ort stationirt dels, welcher. der Uneinigkeit iedererwerb in Zeiten hren, um zu einer östli g Köln d ˖ en preußisch ˖ von i i d Schwä Zeiten gebracht zu zu einer östlich roht ist, ab en Kriegsschi 1 b un ber 8 zu werden, weil f östlichen Festung meld„abgehen sollen. A gsschiffen bee Schutz vo ürlichen und künstlichen B renz mehr an ihr Ehrenw e erklärten, sich nicht ieldet, daß eine neue 5 ußerdem wird ge- eee e ollwerken Desgleichen ort gebunden zu häfen durch lokade der N 9 8 Gesichert ge Angriffen gewährt ist. C n wurden mehrere U sieben Panzerfr male beste Bü gegen Frankreich wird D rt ist.] Coblenz nach Koni e solcher Offiziere v Belgien f egatten bevorst 1 f rgschaft bilden für ei eutschland die fuhren ci igsberg dirigirt.— on Gen 1 Brüssel. G ehe. 1 päischen Frieden. Mit ehrerbie dauernden 6 rca 4000 kriegsgefangene um 19, d. Jeneral e Autellen Halabt zam ben bat den f ö 5 t ehrerbieti n euro- oblenz nach Fl gefangene Franzos geboten, ine ein Com 1 40 e ee i rerbietiger 2 26 hei ö ensburg und R zosen aus ah„Letzterer jedoch die U mando an⸗ 0 den Worte Ew anke begrüßen wir di ung les heißt, sollen die Kri endeburg. Wie gelehnt. ebernahme desselben 6 b„ Majestä ie erheben ⸗ Haide eb e Kriegsgefangenen d 5 wee 14 Hingebung und T iestät, welche, durchweh enfalls ähnlich er Wahner A e 11 1 t von a 4 verlegt werd Abends ist bei u Parlement“. ee e e„Frankreich. B 25 ee nag„Ans. ö 0 5 8 de ein 778 770 Ew. Maiesa on unter dem kaiserli, der Die Truppen D orden, 19, Jan der in Pari nde ein Ballon ni f 5 jestät und d ichen Scepter R etroyat's i. Jan. gesti aris des M nieder⸗ erlauchten Hau eren Nachfolger aus d ochelle haben Befel im Lager von L egen war. Die orgens 3 Uhr un 8 5 12 f b l zum Ab 15 Nach a von demselb 1 auf⸗ U A af e Hohenzollern eine se 5 Die Volksstii i marsch erhal richten sind dahi elbe sterbr unf f 5 gens eie sstimmung ist s ten. bard dahin zu resumiren: achten 0 Freiheit und 8 Gebieten nationaler Wohlf Fourichon erwi ehr ernst. ement auf die Fo a iren: Das Bom 5 10nd erwiedert f. ununterb rts und die S 1 1 der großen C esittung in friedliche ahrt, empfangenen D; e einer von rbrochen fort i tadttheile wi 8 1 f lturvölk f m Wetteiferruhi a eputation ihm bard gesetzt. Die l 0 6 Arbeit des Fri er verheißen. Von di uhigen Sie sich die Mü von Rhedern: B ement enkstande e 6 1 dens wi Von dieser Sei h die Münd„Be⸗ deutend ne Verwüstung ist ziemli n 0 des preußisch 8 wird auch den B eine und Lo ungen der Gir nd. Groß: Schwieri a u den be. 101 bischen Boltes ei erkrelern Wohl ire sind vo onde, Mahle chwierigkeiten e⸗ 0 4 zufallen in überli ein werlhvoller Anthei hl bewacht.“ J n unserer Mari n des Mehles, da vi verursacht das i 1 überlieferter st f ntheils gram i In Folge von L nessind. Tägli e ie ö. in N ren 7 men ond ich i ühlen a V e, e höheren Auf und in voller Anerkennun me macht wird, ci„Augusta, Mittheilu ird aus Arlon v 33,, f gabe des d Anerkennung der S ird, cirlulirt eine A ug ge⸗ Bomb e 0 es Ew. Mafesi eutschen Reichsta 5 taat für die du eine Adresse, worin d ardement von Lon richtet, daß da 1 vergönnt e agp Ln e Schaden ran wol Schiffe ver 1 8 1 1. i. da 5 f Sn ruhmgekrönter Si 0% e e ene geborsten. M tadt. Ein Kirch⸗ 0 * n e e eic ne Generals Fache 20% b de Le eden e ee o e,, des Friedens al und noch lan elche besagt: A erbe eingegan ˖ n e reibt:„Das, 5 95 N als deutscher 9 151 ge Jahre Kam f* m 19. d. hat 5 gen, wie man in L estung Lon w 5 7* a U 1 nig zu herrschen, get aiser und Preußens 2 pf um St. Quenti Me e be ee uremburg fürch e ee, e e 1 und die Liebe eines getragen von der Dank Armee und der 1 n zwischen der Nord etzung des neutralen l tete, zu einer Ver“ 0 s treuen Vol ankbarkeit funde preußischen A rd⸗ führen. Ei uremburgische dür — Der„Staatsanzei olkes!⸗ n. Unsere Tru rmee stattge⸗ darüb in Telegramm u Territorium? Aber zwelfe K sanzeiger“ veröffentlicht i Stellungen bis zu e behaupteten 1 rüber Gewißheit aus Berlin gibt uns 0 gahe eine Depe icht in Mannschaft zum Einbruch der Nach hre burgischen Ber Die Abhänge d e Mache fee erschöpft; 65 A e i hohen ge 1 0 feng gell 11 daher 1 er unmögli at di i ir en, möglich, die Posi⸗ alle die Gepe des Großen andererselt“ orsichtsmaß regeln getr. zogthums auch b offen, welche ihr Ae nalgerdt d. dla drinn daß Zrzen al Dubesel hurt kint auß % Nai sind nur noch Trümmer übrig. 1 1 1 ö Fracht an de Ducftant h. ent det Ikuez ledtrlagen de wollen. G. 3, daß e 106 tr perde stin ert Nerolxtiet rt Ganbetta ben porten. , der Jom- 1 Sclsert sei tui mit der Ober Densen t Negieru eint. aubenfrtgatin 1 zun SG er ron ba as schiffen be den wirt ge err Norbses A dbevorsteht tit bat den zanante an- Int detselbtt :„n 5 bellen rüste 1 3 Ubr a0, „ bberbrachttt 2 Del ken Stößenangabe für N * r 7 Graf Bismarck anempfohlen. Die Regierung hat 5 die Gränzlinie militärisch besetzen lassen und aus der angrenzenden Gegend alle Individuen aus- weisen lassen, welche im Verdacht standen, fran- zoͤsische Dienste nehmer zu wollen. — 21. Jan. Das„Echo du Parlement schreibt: Wir erhalten traurige Nachrichten aus dem franzoͤsischen Nord⸗Departement, besonders aus Valenciennes, dessen Umgegend unter Wasser gesetzt wurde, und wo man die Ankunft der Deutschen erwartet. Die Niederlage des Generals Faidherbe wurde durch die schlechte Haltung eines Theils der mobilisirten Nationalgarde verursacht. Ein Corps von etwa 15,000 mobili⸗ sirten Nationalgarden floh in Aufloͤsung nach Cateau⸗Campresis, wo es in einem beklagens— werthen Zustande eintraf. Viele Einwohner Valenciennes sind nach Mons(Belgien) ge— flohen. — die„Etoile belge“ meldet aus Cambrai vom 20. Januar: Die Nordarmee erlitt eine furchtbare Niederlage, von welcher sie sich schwerlich erholen wird. General Faidherbe schätzt die deutschen Streitkräfte auf 100,000 Mann. Der Rückzug der Franzosen begann Mittags, von den Deutschen verfolgt. Der Bericht der„Eloile belge“ entwirft ein trauriges Bild von der Unordnung, welche bei den in Cambrai angekommenen Franzosen herrschte. Viele marschirten mit nackten Füßen; es war eine Armee in Lumpen. Von der Nordarmee L pPariser Ballonbriefe vom 17. d. melden: Das Feuer des Feindes ist äußerst heftig. Die Geschosse erreichen die Quais d' Orleans und Bethune, einige auch die Seine. Bei Le Val und Fleury demaskirte der Feind neue Batterien. Jules Favre befragte die Maires bezüglich der Theilnahme an der Conferenz. Die Ansichten waren getheilt. a — Die„Indep. belge“ theilt aus Paris vom 17. Januar Folgendes mit: Die Journale fordern entschieden, daß Trochu energisch zur Action schreite, besonders sprach sich Picard hierfür aus. Ein Triumvixat bestehend aus Vinoy, Rigault de Genouilles und Clement Thomas, war bereits designirt, um die weitere Leitung der Vertheidigung zu übernehmen; Trochu erklärte jedoch, er sei bereit, seine Demission zu nehmen und als Divisionsgeneral in die Armee zu treten, falls seine Collegen ihrerseits bereit seien, die Verantwortlichkeit für die Ausführung des zwischen ihm und den Chefs der in den Provinzen stehenden Armeen verabredeten Planes zu übernehmen. Da diese Verantwortlichkeit Niemand übernehmen wollte, so kam keine Aenderung zu Stande.— Es heißt, es werde eine Monstreversammlung in Paris beabsichtigt, um eine Petition zu be— schließen, welche den Massenausfall fordert. Großbritannien. London. Die über die dem Grafen Bernstorff für die Conferenz von dem deutschen Bundeskanzler ertheilte Instruction verbreiteten Verstonen sind gutem Vernehmen nach dahin zu berichtigen, daß der Bundeskanzler dem Orafen Bernstorff die bestimmte Weisung ertheilt dat, die Londoner Conferenz sofort zu verlassen, wenn die deutsch⸗französische Kriegsfrage überhaupt in die Verhandlungen gezogen werden sollte, also ganz abgesehen davon, ob der Vertreter Frank- reichs die Vollmacht zu Verhandlungen über eine Abtretung französischen Gebietes habe oder nicht. Friedensverhandlangen könnten nur zwischen den kriegführenden Theilen stattfinden, die Londoner Conferenz sei kein Forum. — Der„Dailp Telegraph“ enthält ein Tele- gramm aus Versailles, dem zufolge die Südbatterien sich den Forts auf 800 Pards genähert haben. Die Bomben erreichen die Ludwigs inseln. — Die Ankunft Jules Favre's ist auf den 23. d. M. angekündigt. — Lavalette kam aus Brüssel in Versailles an. Der Correspondent des„Daily Telegraph“ versichert, Paris habe Unterhandlungen be— gonnen.— Neuestes. Bordeaux. Die Regierung läßt folgende Nachrichten verbreiten: Döle ist von den Preußen besetzt. Aus Dijon, 21. d., 10½ Ubr Abende, wird gemeldet: Heute Morgen 8 Uhr fand in der Umgegend von Dijon ein Kampf gegen zahlreiche feindliche Truppen statt. Der Kampf entwickelte sich namentlich in der Nähe von Norges, Fontaine-Fran⸗ gaise, Talant u. St. Seine.(Diese Orte liegen nord- östlich von Dijon, zwischen Mirebeau u. Champlitte.) Französischerseites waren die Truppen von General Bossak, Rietiotti und Menotti Garibaldi im Ge⸗ fecht. Im Allgemeinen behaupteten die Franzosen ihre Stellungen. Die preußischen Truppen ge⸗— bören dem pommer'schen Armeecorps an. Unsere Verluste sind erheblich; man glaubt, daß die Schlacht morgen von Neuem beginnen wird. Die preußischen und französischen Vorposten stehen ein⸗ r in nächster Nähe gegenüber. L. Gießen. Der hiesige Handelsverein hat in Anbe⸗ tracht der großen Nachthetle, welche nicht allein für Handel und Induftrie, sondern auch indirekt für das Gesammt⸗ publikum aus den anbaltenden Stockungen des Güterver⸗ kehrs auf den Eisenbahnen entstehen, den Beschluß gefaßt, eine Deputation an das norddeulsche Bundeskanzleramt zu schicken, mit dem Auftrage, an dieser bohen Stelle die Veryälinisse vorzutragen und um Abhülfe zu bitten. Man ist überzeugt, daß bei vermehrter Thäligkeit, bei enisprechender Energie, verbunden mit gutem Willen von Seiten der Eisenbahnverwaltungen, wesentliche Besserungen eintreten könnten, ohne Beeinträchtigung der Armeen und ohne schädlichen Einfluß auf die Kriegezwecke.— Der Handels verein hofft, daß sein Schritt auch andere Vereine und Corparationen veranlassen werde, thäng in diese wichtige Ftage einzugreifen. Mainz. Dieser Tage wurde hier ein französischer Osstzier und ein Sergeant eingebracht, welche auf der Flucht, ersterer in Bingerbrück, letzterer in Kreuznach, erwischt wurden. Der Offizier kein Wort deutsch verstebend, batle in Bingerbrück ganz ungenirt ein Billet zur Weiter⸗ fahrt auf französisch verlangt. Der Sergeant batte ein Tagebuch geführt, worin er seine Leiden und Freuden der Gefsangenschast beschrieb und sich beklagte, daß man den Gesangenen die„Indep. Belge“ entzogen bälle, wofür sie sich mit der„Indep. de Berlin“ begnügen müßten. Vom 1. bis 15. d. wurden auf dem biesigen Kirchhofe 118 Franzosen und 11 Deuische beerdigt. Bekanntmachung. 2106 Es wird bierdurch zur öffentlichen Kenntniß ge⸗ bracht daß das neu errichtete Grundbuch der Gemarkung Ober ⸗Mörlen mit den dazu gehörigen Parzellen⸗ karten auf dem Ortsgerichtsdüreau zu Ober⸗Mörlen zur Einsicht offen gelegt worden ist. Die Betheiligten find desugt, dasselbe während der Zeit der Offenlegung in diesem Locale einzuseben, auch gegen die Gebühr von dem Großherzoglichen Ortsgerichts⸗ Vorsieher der Gemeinde Ober-Mörlen Grundbuchs Auszüge(Geschosst) zu verlangen. Auch werden sie durch Letzteren auf die von den Feldgeschworenen entdeckt werdenden, sie betreffenden Zehlet aufmerksam gemacht werden. Allen Denfenigen, welche sich bei den Angaben des Grundbuchs rücksichtlih des Besitzstandes und der beschwert erachten, steht es frei, binnen einer unerstrecklichen Frist von sechs Monaten ihre Anflän de entweder auf gütlichem Wege bei dem Ortogerichts⸗Vorsteber der Gemeinde, vor welchen sie ibre etwaigen Gegner vorladen lassen können, zu beselligen und, insoferne dieses nicht von Erfolg ift, ihre Ansprüche bel dem sür Besiczfireltigketen zufßändigen Gerichte gelterd zu machen. Ist dieses Gericht ein anderes, als das unterzeichnete, so haben sie davon, daß Letzteres geschehen, binnen eben dleser Frist die Anzeige zu machen. Dieselbe Anzeige liegt ihnen binnen der⸗ selben Frist alsdann ob, wenn sie vor Offenlegung des Grundbuchs gegen den daselbst eingetragenen Besitzer eine Besitzklage angeslellt hatten. Nach Ablauf dieser Frist wird der Besitz, wle ihn das Grundbuch angtbt, in Bezug auf die Personen der Besitzer und die Größenangaben in allen den Fällen für richtig angenommen, in welchen weder eine gütliche Beseltigung bei dem Ortsgerichte Vorsteher zu Protocoll gegeben, noch eine gerichtliche Klage deshalb erhoben und erforderlichen Falls bel dem unterzeichneten Gericht zur Anzeige gebracht worden ift. Zugleich werden Diefenigen, welche dle in Gemäß bell des Art. 30 des Gesetzes vom 21. Zebruar 1852, die Erwerbung des Grundeigentbums betr. beigefügten Ewerbtitel berichtigt zu seben wünschen, aufgefordert, dle nöthigen Anträge binnen der fesigesetzten Frist von sechs Monaten bel dem zuständigen Gerichte zu slellen, und, wenn dieses eln anderes, ale das unterzeichnete ist, bel dlesem die Anzelge zu machen. Wie unerftreckliche Fiist von sechs Monaten geht mit dem 28. Februar 1871 zu Ende. Bad⸗Nauhelm am 27. August 1870. Großherzogliches Landgericht Bad- Nauhelm Ulrte, Schultispahn, Landelchter. Landgerichte Assessor. Cdictal ladung 2835 Nach erkanntem formellen Concurs über den bedeutend überschuldeten Nachlaß des Metzgers Heinrich Oröninger von Friedberg wird Termin zur Anmel“ dung und Begründung der Forderungen und sonstigen Ansprüche auf Mittwoch den 8. März 1871, Vormittags 9 Uhr, unter dem Rechts nachtheil des stillschweigend eintreten⸗ den Ausschlusses von der Masse anderaumt. Im Falle dee Abschlusses eines Arrangements sind die ausbleibenden oder durch Bevollmächtigte nicht ver⸗ ttetenen Gläubiger den durch die Majorität gesaßt werdenden Beschlüssen als beitretend anzusehen. zriedberg den 25. November 1870. Groß herzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts Assessor. Holz ⸗Versteigerung. 170 Mittwoch den 25. d. M., Vormtttage 10 Uhr, werden im hiesigen Gemeindewald nachflehende Holz- sortimente öffentlich meistbietend verstetgert, als: 69 Eichenstämme von 10—26“ Durchmesser und 16-73“ Länge, 28 Stecken Eichen⸗Scheitholz, 18 Prügelbolz, 17*„ Stockbolz 2200 Wellen Aft⸗ und Durchforstungs⸗Rels holz. Gegen genugende Bürgschaft wird Zablungsscist bis 11. Novemder l. J. gestattet. Die Verstetgerung be⸗ ginnt im Disiriet Auwald. Assenheim am 18. Januar 1871. Großherzogliche Bürgermeisterel Assenheim Bee st. Hofraithe- und Güter-Versteigerung. 178 Donnerstag den 26. Ja uatr l. J., Vormittage 11 Ubr, sollen im hlefigen Ratbhause die zum Nachlasse der Friedrich Wilbelm Zobels Wlttwe dahier ge⸗ hörenden Immobilien; Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 2 NI. 15,7. Hofralthe in der Stadt, 2. 80. 41. Grabgarten Liebfrauengärten, * 83. 42. desgl. daselbst, Gematkung Ockstadt 26. 64. 22. Gewann im Ried, auf freiwilligen Antrag der Erben nochmals öffentlich melsibletend verstelgert. Friedberg den 20. Januar 1871. Großherzogliche s Ortégericht Friedberg Fouc ar. Mobiliar- Versteigerung. 183 Mittwoch den 1. Februar, Vormittags 9 Uhr an⸗ sangend, läßt Pötlipp Bär I. Wittwe von Groß⸗ Karben nachfolgende Gegenftände unter den det der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen etbverthetlungshalder an den Metstbietenden versteigern: 2 noch gute Wagen und Ackerpferde nebst dem dazu gehörigen Wagen und Ackergeschirr, 4 trächtige Kühe 4 fette Schweine, 4 Gänse, 1 vollftändigen zweispaͤnnigen Wagen, 3 verschiedene Pflüge, 2 Eggen, 1 Rangenmühle, 1 Frachtsegemöhle, 1 Pfublfaß, 1 Fruchtwaage, mehrere Bütten und Fässer, 3 große Wagentücher und noch sonstige Oecconomiegeräthschaften, sowie circa 50 Centner Heu und 50 Ceniner Grummet, 1 Partie schönes Roggen, Waizen:, Gersten⸗ und Haserstroh; 100 Malter Kartoffeln, 300 Centner Raagen, 100 Körbe Spreu, eine Partie Mist und noch sonst Verschiedenee. Die Verstetigecung deginnt mit dem Vieh. Groß- Karben den 20. Januar 1871. In Auftrag Bär, OrtsgerichtsVersteher. Kapitalien 184 bis zu 7000 fl. werden zu 4½% Zinsen fähr⸗ lich von der Gemeinde Wölfers beim zur Abtragung der ihr gekündigten 4% Pfarrbesoldungs⸗Capftalien auf⸗ zunebmen gesucht. Reflectanten werden gebeten, ihre Offerten recht dald an den Unierzeichneten gelangen zu lassen. Wölfersheim den 20. Januar 1871. Großberzogliche Bargermetsteret Wölfersheim Heyer. 0 * 0 Aufforderung. 141 Diejenigen, welche noch mit Holze, Gras oder Pachigeidern von 1870 im Rückstande sind werden aufgefordert, die Zablung bis zum 24 d. M. zu de⸗ wirken, da alsdann das gerichtliche Beitretdungsverfadren beginnt. Hungen den 9. Januar 1871. ürstliches Rentamt Dem me. Schüler, 163 welche eine böbere Lebranstalt in Darmstadt besuchen, finden del einer elnzelstebenden Dame gute Aufnahme und Pflege. Herr Professor Dr. Britt in Darmstadt erthellt nähere Auskunft. Zu der Verloosung, welche wir zum Besten der Verpflegung un meistens recht werthvolle und schoͤne Geschenke gestiftet worden. Nachmittags von 1 bis 5 Uhr, in dem Hotel Trapp rahier gegen ein Geschenke bei unserem Unternehmen unterstützt Zugleich bitten wir Diejenigen, soll, auch für die Zukunft denen einen kleine Die Mittel des Comites sind erschöpft und Hülfe ist dringend nöthig. Marie Simon. Emilie Groß. Anna Wahl. Anna Theobald. Wahl. serer durchziehenden kranken und verwundeten Krieger veranstaltet haben, sind berests 300 Dieselben sollen von Dienstag den 24. bis Sonntag den 29. Januar, Eintrittsgeld von 3 kr. ausgestellt werden. Denjenigen, welche uns durch baben, ist am Dienstag den 24. und Mittwoch den 25. Januar der Eintritt gratis gestattet. welche größere Partien von Loosen unterbringen können, denn der Zweck der Verloosung macht die möglichst weite Verbreitung der Loose Soldaten unsere Stadt passiren sieht, der wird einsehen, dringend wünschenswerth. daß Alle helfen müssen, wenn das Friedberger Verpflegungscomite im Stande sein dies dem unterzeichneten Comite anzuzeigen, Wer täglich die Züge kranker Erquickung zu reichen, welche im Felde für unsere Sicherheit Leben und Gesundheit einsetzen. Elise Simon. Ottilie Auguste Groß. Loose à 12 kr. sind zu haben bei Storch. Mathilde Weis. Emilie Sophie Ramspeck. Auguste Pfeiffer. Futter⸗(Häcksel⸗) Schneid⸗Maschinen, 53 wovon ich monatlich 400 Stück versende, konnen jetzt wieder sofort geliefert werden.— Preise und Abbildungen werden auf Verlangen franco zugesandt. Heinrich Lanz in Mannheim. Der Lahrer Hinkende und 0 zu haben bei allen Buch⸗ händlern Bindernagel& Schimpff. Etbsen, Linsen, Johnen, 190 gutkochende, bet Georg Groß. Holz⸗Versteigerung. 187 Mittwoch den 25. d. M., Nachmittags 1 Uhr, sollen in dem Freiherrlich v. Löw'schen Wald bei Wisselsheim: 19 Stecken Kiefern ⸗Prügelholz, 1400 Stück Kiefern⸗Wellen, 1000„ Weichbolz⸗ Wellen, n Klefern⸗Rüstraidel, * Kiefern⸗Stämme= 65 Cubikfuß, öffentlich meistbletend versteigert werden. Steinfurt den 21. Januar 1871. Der Freiherrlich v. Löw'sche Oberförster Weigand. Versteigerung. 188 Montag den 30. Januar d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll auf freiwilliges Anflehen der Nachlaß der verstorbenen Jost Kinzenbach's Eheleute, be⸗ slehend in: Kanapee, Kommoden, Schränken, Tischen, Stühlen, Bettstellen und sonstigen Paus⸗ und Küchengeräth⸗ schaften, in der Behausung des Herrn K. Lang am Malnzerthor öffentlich meistbietend versleigert werden. Kriegs-& Friedensnummern der Gartenlaube. Die Nr. 4 bringt folgende Beiträge: Pulver und Gold. Den Mittheilungen eines Offiziers nacherzählt von Levin Schücking.(Forts.)— Ber Maler der Kinderwelt. Von H. S. Mit Oscar Pletsch's Porträt. Origtnalzeichnung von Adolph Neumann. — Die Geburtssffätte des„großen Schweigers.“ Mit Moltke's Geburtshaus in Parchim. Nach elner photographischen Aufnahme.— Watrmannsglück vor der Jagd. Gedicht von Hermann Oelschlager. Mit Abbilrung: Jedenfalls nicht eim Kriegszustande. Originalzeichnung von J. Watter in München.—„Herr von Beethoven find eingeladen.“ Mit Benutzung münd⸗ licher Mitthelluagen von Zeitgenossen Beethovens von Dr. Märzrotb.— Prinzeß Editha. Aus meiner Reise⸗ mappe von C. Löwenherz.— Blätter u. Blütben: Ein bischflich Verfluchter im Elend. Ein fsilles Hauptquartier. Mit Abbildung: Hauptstraße in Margency dem Dauptquartler der Maas armee vor Paris. Nach der Natur aufgenommen von unserm Feldmaler F. W. Heine.— Die Manesse sche Sammlung, ein französisches Ranbflück. Von Dr. C. Beper.— Kleiner Briefkaffen. Spieldosenverloosung. Ziehung Anfangs April. Das Loos zu 1 Thaler, 12 Loose 10 Thaler. 191 Zu beziehen von J. H. Heller in Bern(Schwen). Zu verkaufen drei Fichten 176 zu einem billigen Preis und zwar zwei à 106 Cubikfuß und eine von 71 Cubikfuß, alle eignen sich hauptsächlich zu Durchzügen. Nähere Auskunft ertheilt Johannes Schneider, Langenbain bel Butzbach. aufg ug 1 qu a uo uu un ug og 1 Ind n og nt uus 120 eee ihn e! unos binn 55 2 22 E 2 2 8 2 8 2 2 2 22 2 5 f 5 2 Die Nr. 17, die neuefle 22 2 Krietzenummer, enthält: EE 82 3 8 Der Commandeur des II. balrsschen Corps. Mit General von Hartmanns Porträt.— Die Helden der 1 Max von Schlägel.— Ludwig van Beethoven.(Schluß.) Blograpbische Skizze Paris. V. Von Ver⸗ i un. Von Georg Hlltl.— Der Dauphin von Frankreich bei Simon dem Schuster. Histerische Skizze von G. Hilil. Mit dem Bilde von Prof. Piloty.— Eine Ulanenattacke. Zu dem Bilde von O. Fikenischer.— Im Granatfeuer vor Paris. Mit Illufration von P. Lüders.— Zwei Berge. Schwabens. Gedicht von K. Gerok. Preis pro Nummer 9 kr. 1450 Gulden 186 lönnen aus der Kirchenkasse ze Reichelsheim legen genügende Sicherheit ausgellehen werden. Reichelsheim am 20. Januar 1871. Der evangelische Kirchenvorstand. Braunkohlenklein, 43 als Brennmaterial zum Vermischen mit Stein⸗ kohlen, verkauft billigt Die Ziegelei am Bahnhof zu Bad Nauheim. Das Jutherdenkmal in Worms. 13 Holzschnitte mit Text. 2. Auflage. Preis: 12 kr. Vorräthig bei Bindernagel& Schimpff in Frtedberg. Schon bei einer kleinen Partle geben wir Frei⸗ Zu Beffellungen empfehlen sich Binder n Schimpff in Frierberg. 15 ernagel& exemplare und machen wir namentlich die Herren Lehrer 185(Humor.) per für 1871 erschtenene Her⸗ riedener Laubfroschkalender und Wetterproßhet bringt des Köstlichsten wieder Vieles; die in den Text gedruckten Illustrationen sind von ganz vor⸗ züglicher Wirkung auf die Lachmuskeln; das drollige Titelblatt bringt statt des bisherigen Laubfrosches den gefangenen Napolium im Wetterglas. Zugleich enthält dieser Kalender, der durch alle Buch⸗ handlungen und Buchbinder, in Friedberg durch Bindernagel& Schimpff, um 12 kr. zu beziehen ist, die vollständigste bisher exschienene Kriegs⸗ AI und die reichhaltigste Sammlung von riegsanekdoten u. s. w. Ataunschweiger Flachs 189 biligst bei Georg Groß. Eeine Chaise 2675 steht zu verkaufen. Wo? saat die Exped. d. Bl. Bet Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg ist vorräthig: Das neue Maaß N Gewicht. Ausführliche Anleitung dasselbe richtig versteben und gebrauchen zu lernen. Von L. Do sch. Preis: 12 kr. Auszug aus dem Civilstandsregister der israel. Religions ⸗ gemeinde zu Friedberg. Geborene: 29. Mal. Johanna Butzbach, Tockter des hiesigen Burgers Joseph Butzbach. 10. Juli. Max Stahl, Sohn des hiesigen Bürgers Moritz Stahl. 12. Juli. Bertha Adler, Tochter des Liebmann Adler, Bürgers zu Nieder⸗Florstadt. f 8. Angust. Bertha Meper, Tochter des hies. Bürget! David Meper. 13. Sept. Louts Oppenheimer, Sohn des hiesigen Bürgers Eduard Oppenheimer. 19. Oet. Sally Maas, Sohn des hies. Bürgers Alexander Maas. 11. Nov. Sallp Stern, Sohn des hies. Bürgers Jakob Stern. 25. Dez. Georg Mannheimer, Bürgers Jakod Mannheimer. Gestotrbene: 10. August. Bertha Meper, Tochter des Eltas Meper, alt 2 Jabte 3 Monate. 20. August. Johanna Butzbach, Tochter des Joseph Butzbach, alt 3 Monate. 25. Nov. Die Ehefran des Jalob Stern, Belts, geb. Mühlbausen. Kirchen buchs auszüge. Evangelische Gemeinde. Getaufte: 15. Jannar. Dem biesigen Bürger und Schmiede⸗ meister Joseph Martin Oberländer eine Tochter Marie Christine, geb. den 19. Dezember 1870. Beerdigte: 19. Januar. Ludwig Erust Langsdorff, hlefiger Bürger und Rentter, alt 84 Jahre 7 Monate 16 Tage, 1 den 17. Januar. 20. Januar. Heinrich Lang, Sohn des Hautbolsten im 1. Großherzoglichen Jägerbataillon, alt 1 Jahr 9 Monate 5 Tage, F den 18. Jannar. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Mittwoch den 25. Januar, Abends 5 Uhr, in der Burgkirche! Betflunde mit Ansprache von Herrn Pfarrer Baur. f Sohn des hiesigen Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. in der Umgegend auf dies Schristchen aufmerksam. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. — — D — 1 amlung den lach Groß aise mau*. tierderg — twicht. I 5 N e — 8 3 Kriegs nachrichten. Offictelle militärische Nachrichten. Aus einem Telegramm Seiner Majestät des Kaisers-Königs an Ihre Majestät die Kaiserin⸗ Königin entnommen: Bersailles, 19. Jan. Ich kehre soeben von einem Aussall⸗Gefechte zurück, das heftig an Kanonade war, aber ohne allen Erfolg. Wilhelm. Roupp, 19. Jan. Die Nordarmee vor St. Quentin in 7stündigem Kampfe geschlagen. Bis jetzt über 4000 un⸗ verwundete Gefangene und 2 Geschüge. v. Göben. Versailles, 19. Jan. Vor Paris am 19. Auesall bedeutender feindlicher Streitkräfte vom Mont Valerien aus gegen die Stellung des 5. Armee- Corps zurückgewiesen. Kampf von Vormittage 11 Ubr bis nach Einbruch der Dunkelheit. Diesseitiger Verlust, soweit zu über⸗ sehen, nicht bedeutend. Belagerungs Artillerie setzte ihr Feuer ununterbrochen mit gutem Er- solge fort. Gentral v. Werder hat die Verfolgung der Armet Bourbali's unter glücklichen Gefechten begonnen. Die erste Armer warf am 18. vorgeschobene Abtheilungen der Nordarmee von Beauvois auf St. Quer tin zurück, wobei der Feind 1 Geschütz und 500 unverwundete Gefangene verlor. Am 19 griff General v. Oöben die fran⸗ ösische Nordarmet in ibrer Stellung vor St. uentin an, warf sie in 7stündiger Schlacht aus allen Positionen, und nach bartnäckigem Kampfe nach St. Quentin hinein. Bis jetzt constatirt: 2 Geschütze im Feuer genommen, über 4000 un- verwundete Gefangene. Von Abtheilungen der 2. Armee wurde am 19. Tours ohne Widerstand besetzt. Die Beschießung von Longwy hat heute be⸗ gonnen. v. Podbiels kp. Versallles, 20. Januar. Der Kaiserin-⸗ Königin Augusta in Berlin. General v. Göben hat gestern vor St. Quentin den Feind abermals geschlagen, in die Stadt hineingeworsen und will syn heute verfolgen. So sind also 3 Armeen zur Entsetzung von Paris geschlagen. Der gestrige Ausfall war stark an Truppen, ohne Erfolg, doch siezt der Feind noch außerhalb Paris in der Ebene von Mont Valerien und greift gewiß heute wieder an. Wilhelm. Das„Dresd. Journ.“ veröffentlicht ein Tele- gramm des Prinzen Georg von Sachsen, wonach am 18. früh bei einem Recognoscirungsgefechte zwei Compagnien der sächsischen Grenadier-Re⸗ gimenter Nr. 100 und 101 die Ferme Groslay überfallen und 5 Ossiziere mit 150 Mann zu Gefangenen gemacht baben. Sächsischer Verlust 2 leicht Blessirte. Versaillee. Wenngleich die bis zum 14. Januar rrichenden Pariser Privatberichte sast sämmtlich behaupten, daß das Bombardement bis zum 17. Tage verhältnißmäßig nur wenig Scha⸗ den angerichtet habe und die entstehenden Brände sofort gelöscht würden, so ist doch gewiß, daß Bomben bis einige Schritte von der Seine, bei der Fontalne St. Michel, dem Palais de Justice, das bikanntlich auf der Insel(Cite genannt) liegt, gefallen sind. Auf die Sternwarte sollen 21 Bomben gefallen sein. Die Lebensmittel sind selbsverständlich im Steigen begrissen. Die Kaninchen werden zu 30—50 Franken verkaust. Das Brod, welches man setzt in Paris backt, besteht aus 40 Prozent Weizen und 60 Prozent ser hat mit ——— — Reis und Hafer. An falschen Gerüchten sehlt es in Paris nicht. So erzählte man dort am 13., daß Faidherbe sich Paris nähere, daß Chanzy in Chartres sei, daß Bourbaki sich in Dijon besinde (was begründet war), daß der Prinz Friedrich Karl in Versailles schwer verwundet darnieder liege. Auch wollte man wissen, daß ein allgemeiner Angriff der Preußen gegen Paris nahe bevorslehe. Chaville bei Paris. Ueber den Fortgang des Bombardements gegen Fort Issy und den sür westlichen Theil der Enceinte von Paris mit dem wichtigen Point du jour wird dem„r. J.“ vom 16. berichtet: Fast jede Nacht schlteßt sich der eherne Gürtel unserer schweren Geschütze enger um die Stadt. Die Pioniere haben bei der strengen Kälte und dem festen Erdreiche fast Un⸗ mögliches zu leisten. Die äußerste Batterie ist jetzt schon bis zum Eisenbahndamm rive gauche dei dem Dorfe Le Val vorgeschoben und neben dem hohen Viadukt placirt, um von hier aus wit weiter rücwärts gegen Clamart zu stehenden Vier- undzwanzig- Pfündern den Point du jour unter Feuer zu nehmen. Das Fort d'Issy stellt sich als sormlose Masse dar, aus welcher die Giebel mauern der ausgebrannten Kasernen emporstarren. Die südwestliche Bastion ist zum großen Theile zusammengeschossen. Eine leichte französische Feld · Ballerie ist hinter der langen Mauer des großen Gartens postirt, welcher techte von der Straße Bellevue⸗Issp sich bis nahe unter die Mauern des Forts hinziebt. Dieselbe beschießt zeitweise unsere Feldwachen und vorgeschobenen Posten jeuseits des genannten Eisenbahndamms, wechselt jedoch häufig ihre Stellung. Die beiden Seine ⸗Inseln sind von den Franzosen geräumt. Hinter der crene⸗ lüiten Mauer dicht am techten Flußufer stehen noch zahlreiche sranzösische Posten, welche Chassepot⸗ kugeln bis in die hinteren Straßen von Belle⸗ Vue senden. Die Kanonenboste wagen sich nicht mebr weit aus der Enceinte heraus. In der Nähe der großen Gasfabrik in Grenelle wurde gestern eine bedeutende Feuersbrunst bemerkt. Unsere Feldwachen an der Seine bei Sevres und Belle-Vue werden seit Beginn des Bombardements nur wenig belästigt; die Ausmerksamkeit der Franzosen concentrirt sich auf unsere Batterien, deren Feutr heute ungewöhnlich hestig ist. Der herrschende Südwestwind läßt jedoch im Rücken der Batterien wenig daven bemerken. In den letzten zwei Nächten wurden die beiden Orte Issy und Vanvres, welche zwischen den gleichgenannten Forts und der Enceinte liegen, von uns stark beschossen. Wir hoffen, daß der Sieg bei Le Mans, welche den Parisern offiziell notificirt worden, die Endcatastrophe nunmehr rasch herbei führen wird. — Manteuffel hat mit der Avantgarde seiner zwei Armetcorps Grap erreicht; so wird bereits am 18. aus Versailles telegraphirt. Grap liegt balbwegs zwischen Dijon und Vesoul. Die Vereinigung mit dem Werder'schen Corps zu ge⸗ meinschaftlichen Operationen wird zur Stunde erfolgt sein, da ein Vormarsch auf der ganzen Linie bereits gemeldet ist. Der linke Flügel Werder's geht knergisch gegen Beaumont vor. Für Bourbaki ist jetzt kein Halt mehr und nicht die geringste Aussicht, dit Offensive gegen die vereinigten deutschen Armeen wieder aufnehmen zu können. Man wird indeß zugesteben müssen, daß Bourbaki nach besten Kräften operirte, er hat rasche und wuchtige Stöße gesührt mit Truppen, die theilweise wie die Lyoner Armee noch kaum im Feuer wartn; seine Bulletins, auch das letzte, worin er das Scheitern seiner Anstrengungen zu— gibt, sind nicht ruhmredig, wie die der anderen sranzösischen Generale, sond ern sachlich und knapp; einem Wort die vorhandenen Miitel Douerhelsischer Anzeiger. M 10. mit dem Zweck in Einklang gebracht; aber sein Gegner war ihm mehr als je gewachsen und Bourbaki's ganze Operation ist als gänzlich miß⸗ lungen zu betrachten. Er wird seine große Noth haben, der ihm drohenden vollsländigen Ein⸗ schließung durch die deutschen Truppen zu entgehen. Epernay, 15. Jan. Gestern Mittag sand zwischen Reims und Epernay ein Eisenbahnunglück statt. Dicht vor dem großen Tunnel stießen zwei Militärzüge aufeinander, wobei mehrere Wagen zertrümmert, die Lokomotiven stark beschädigt wurden und mehrere Militärpersonen das Leben verloren. Sieben Verwundete wurden heute nach Epernap gebracht. Hessen. Darmstad t. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 2 enthält: I. Großberzogliches Edikt, die Mitglieder des Staats- raths für 1871 betreffend. 1I. Bekanntmachung, die Ausführung der Gewerde⸗ Ordnung vom 21. Juni 1869 in den Provinzen Starken⸗ vurg und Rbeinhessen detressend. III. Bekannimachung Großb. Oberrechnungeskammer, die Vergütung für die in 1871 in Geld zu verichtigenden Besoldunge⸗ und Pensions⸗Naturalien betreffend. Aus den in 1870 auf den Fruchtmärkten zu Mainz vorgekom⸗ menen Fruchtverkäufen, welche nach der Verordnung vom 10. Dezember 1857 der vorgenannten Vergütung zur Grundlage dienen, ergeben sich als Durchschniitspreise eines Malters von: 8251 Maltet Waizen 12 f. 11 ke. 3139½„ Korn 9 fl. 45 kr. 87 5 Gerste. 7 fl. 44 kr. Z 5 fl. 49 kr. woraus sich der Werid von 100 fl. Naturalien auf 209 fl. 1 kt. berechnet. In den Städten Tarmstadt und Gießen, aus welchen nach der vorerwähnten Verordnung die Frucht⸗ verkaufe gleichfalls zu berücksichligen sind, wurden in 1870 keine Früchte zu Markt gebracht. Hiernach kommen für 1871 binsichuich derjenigen Besoldungen und Pensienen, auf welche die angezogene Verordnung Anwendung findet, die Belräge von resp. 175 fl., 150 fl. und 115 fl. in Berechnung. Für die nach den früheren Grundsätzen in vebandelnden Pensionen sind für 100 fl. Naturelien 115 fl. zu vergüten; sodann beträgt der nach der Verordnunz vom 13. Oktober 1840 und dem Tarif vom 22. Sept. 14 zu leistende Zusatz für Holz von 100 fl. Penston 1 IV. Bekanntmachung Groß. Kriegsministeriume, die Freitertlich von Wepherische Eleonotenstistung detreffend. Aus der Fieiberrlich von Wepherischen Eleconorenflistung ist eine Pension zu vergeben. Eo werden daher alle Die · jenigen, welche auf Grund der Allerhöchsten Verordnung vom 19. Januar 1848(Regierungs blau Nr. 3) um diese Pension nachsuchen wollen und nicht bere ils früher um eine solche eingekommen find, aufgefordert, innerbald 4 Wochen von dem Erscheilnen der gegenwärtigen Bekannimachung im Regierungsblatte an, ihre Gesuche dei dem Kriegsministerium einzugeben. v. Betannimachung, die Verkündigung gerichtlicher Anzeigen in der Provinz Ryheinbessen betreffend. VI. Concurtenzeröisnung: Erledigt sind: die evangel. Pfaristelle zu Lindenfels, im Dekanale Lindenfels, mit einem Gehalte von 1072 fl. 20 kr.; die vierte evangel. Schulstelle zu Arbeilgen, im Kreise Darmsiadt, mit einem Gebalte von 300 fl. excl. des May'schen Legats und einet Vergütung von 40 fl. für Heizung des Schullokals; die erste evangelische Gemeindeschulstelle zu Schornsbeim, im Kreise Oppenbeim, mit einem Gehalte von 445 fi. 37 ker, wovon voreist 75 fl. abzugeben sind; die dritte evangel. Schulstelle zu König, ine Kreise Neustadt, mit einem Ge⸗ balt von 300 fl.; das Präͤsentatiensrecht zu dieser Stelle sieht dem Herrn Grasen zu Erdach⸗Schönbeig zu; die evangel. Schulstalle zu Pleuersbeum, im Kreise Alzey, mit welcher ein Gebalt von 300 fl. nebst einer Vergütung von 30 fl. für Heizung des Schullokals verbunden istz die cvangel. Schulstelle zu Waschenbach, im Kreise Darmstadt, mit einem Gehalt von 300 fl. 4 kr. nebst 11 fl. füt Heizung des Schullok s, cl. des Mav'schen Legats; die sunsie evangelische Schulstelle zu Pfungsladt, im Kreise Darmsiadt, mit einem Gebalt von 300 fl. VII. Gcioben: am 18. Nov. 1870 der evangelische Schullebret Balz zu Heppenheim; am 1. Dezember det penstonirte Scullehter Vonn zu Burkhards; am 4. Ocz. der evangel. Pfsarter Stock zu Seligenstadt. — urterm 17. d. wurden ernannt: 1) im 1. Reiter⸗Regiment Lieutenant Freiherr von Vouchenroͤder zum Oberlieutenant, 2) im 2. Reiter-Regiment Lieutenant Langsdorff zum Oberlieutenant, Landwehrlieutenant Zimmer Gerben, web e Hu- fuugetororniiichen reifungen in Ertragung von ungünstigen Gefechts bei Dijon verlegt ist. 2— ——— * mann zum Oberlieutenant bei der Landwehr, 3) im 2. Infanterie-Regiment Vicefeldwebel Julius Carl Homberger aus Gießen, Ludwig Emmelius aus Aslau im Königreich Preußen und Emil Friedrich Pistor aus Gießen zu Lieutenants der Reserve. — Prinz Heinrich von Hessen, Comman⸗ deur des Königl. Preuß. 2. Garde⸗Ulanen⸗ Regiments, wurde am 14. d. von dem Kaiser von Rußland mit dem St. Georgsorden 4. Klasse decorirt, nachdem ihm bereits Mitte September v. J. von dem König von Preußen der Orden des eisernen Kreuzes 2. Klasse ver⸗ liehen worden war. 4 — Schloß Chambord, ein altes Familien- besitzthum der französischen Bourbonen ist bei dem ersten Vormarsche der zweiten Armee nach Blois einer starken französischen Besatzung durch einen kühnen Bajonne: angriff, welchen Hauptmann Kattrein im hessischen 4. Infanterieregiment mit seiner Compagnie unternahm und bei welchem ihn Hauptmann Seriba mit seiner Mannschaft tächtig unterstützte, entrisen worden. Unter den zahl⸗ reichen Troyhäen, welche in Folge dieser kurzen, aber ruhmvollen Episode in deren Hände fielen, befinden sich auch mehrere complette Geschütze. Dieselben sollen, wie wir glaubwürdig vernehmen, demnächst durch ein Detachement der Kattrein'schen Compagnie hierher gebracht werden. Mainz. Der Gouverneur von Mainz, Prinz Woldemar von Holstein, ist am 20. d gestorben. — die bis jetzt noch für den Befehl zum Abgang bier bereit gehaltene Artilleriereserve für den Belagerungtpark vor Paris besteht aus 18 glatten zwölfzölligen Mörsern 3 4 Pfund Ladung und 40,000 Rundbomben. Preußen. Berlin. Die Präsidenten des Abgeornetenbauses, v. Forckenbeck und v. Köller, gingen am 20. d. in Begleitung des Büreau⸗ vorstehers Happel nach Versailles ab, um dem Kaiser die vom Hause beschlossene Adresse zu über⸗ reichen. — Am 26. und 27. d. M. werden hier und in London die weiteren 51 Millionen Schatz⸗ anweisungen in demselben Verhältniß wie das erste Mal zum Course von 96½ zur Zeichnung aufgelegt. Bannern. München, 20. Jan. Abge⸗ ordnetenkammer. Gegen die Verträge sprechen Neumaier, Pfahler; dafür Hohenadel, Sellner, Fischer, Karl Schmidt. Minister Graf Bray mahnt, durch Pfahler's Ausfälle veranlaßt zur Mäßigung. Morgen wird die Debatte fortgesetzt. Würtemberg. Stuttgart. In Bezug auf die von einigen Blättern gebrachte Nachricht einer Revolte der französischen Gefangenen auf dem Asperg meldet der„Staatsanzeiger“: Eine Revolte der französischen Gefangenen auf dem Asperg oder in einem sonstigen Gefangenendepot hat nicht stattgefunden. Der Verdacht einer meu⸗ terischen Unternehmung Seitens der Asperger Gefangenen liegt vor, weßhalb verschärfte Sicher heitsmaßregeln getroffen, Verhaftungen vorgenom⸗ men und die Freiheiten beschränkt worden sind. Frankreich. Bordeaux. Eine Depesche Bourbaki's vom 17. d. meldet:„Ich ließ einen allgemeinen Angriff von Montbelliard bis zum Mont Vaudois ausführen und gleichzeitig die Lisaine⸗Linie bei Bethontourt, Bassurel und Heri⸗ court überschreiten. Ich bemächtigte mich des Ortes St. Valbert durch Umgehung. Zugleich ließ ich durch den linken Flügel eine Umgehungs⸗ bewegung ausführen, um die Operationen zu er— leichtern. Die hierzu beauftragten Truppen wurden selbst bedroht, in ihren Flanken angegriffen und konnten sich daher nur in ihren Positionen be— haupten. Vor uns ist ein zahlreicher Feind mit surchtbarer Arlillerie; von allen Seiten werden ihm Verstärkungen zugeführt. Der Feind verdankt günstigen Umständen die starken von ihm einge⸗ nommenen Stellungen und den Hindernissen, welche unserem Votmarsche theils entgegenstanden, theils von Longwy wird am nächsten Sountog beginnen. Das schwere Geschütz ist bereits angekommen. 25* 4 von ihm geschaffen worden, daß er allen unseren Angriffen widerstanden. Der Feind erlitt be⸗ deutende Verluste. Unser Angriff vom 15. Jan., der am 16. und 17. Jan. erneuert wurde, brachte trotz aller angewandten Kraftanstrengungen nicht vollständig die gewünschte Wirkung hervor, flößt aber dem Feinde Achtung ein, so daß derselbe beständig die Defensive innehält. Das Wetter ist so schlecht als möglich, der Vorwärts marsch sehr schwierig, daher habe ich mich entschlossen, morgen in die Positionen zurückzukehren, welche ich vor der Schlacht eingenommen batte.“ — Die legitimistischen Blätter verlangen die Auf- hebung des rechtswidrigen, gegen die Hauser Orleans und Bourbon erlassenen Berbannungsdecrets. — Vom General Faioberhe ist eine Depesche aue St. Quentin vom 18. d. M. eingetroffen. Dieselbe lautet:„Am 17. zog eine preußische Colonne bestehend aus Jufanterie und Artillerie, von Vermand aus(nordwestlich von St. Quentin) unseren Truppen entgegen. Am Morgen des 18. wurde ein im Marsch befindliche Colonne von einem Theil des Corps Göben angegriffen. Eine unserer Divisionen kämpfte den ganzen Tag in tiner Position bei Vermand und behauptete dieselbe bis zur Nacht.“ Brest. Das Hauptquartier Chanzp's ist in Vitre zwischen Rennes und Laval. Gambetta und Laurier sind dort eingetroffen. Valenciennes. Der„Courtier du Nord“ schreibt:„Niemals werden Augenzeugen die Scenen der letzten 48 Stunden vergessen, denn dit Bevölkerung war trotz des vorhergehenden amtlichen Avis auf eine rasche Unterwassersetzung der Stadt und des Festungsgebietes nicht vorbe⸗ reitet. Die Ueberschwemmung ist eine totale. Menschenleben sind dabet glücklicherweise nicht zu beklagen. Belgien Brüssel. Das„Echo du Parlament“ meldet:„Gambetta hat angeordnet, daß de Bildung neuer Franctireurs-Compagnien unterlassen werden soll. Die in der Bildung be- griffenen Compagnien sollen entlassen oder zu einer Hülfsarmee vereinigt werden. — Der„Etoile belge“ wird gemeldet: Der Maire von Bapaume gab den Befebl, die auf dem Schlachtfelde vom 3. d. aufgesammelten fran⸗ jösischen Waffen fortzuschaffen. Die Anzahl der aufgefundenen Waffen gestattet nur eine geringe und niederschlagende Meinung über den Muth und die Widerstandsfähigkeit der Mobilen. — Der in Lille erscheinende„Propagateur du Nord“ bringt folgenden Ballonbrief aus Paris vom 15. Januar:„Das Quartier St. Antoine ist noch nicht von den Projectilen erreicht worden. Von einem großen Theil der Quartiere von St. Germain, St. Jacques, Quartier Latin und des linken Seine-Ufers mird wahrscheinlich kein Stein auf dem andern bleiben, wenn das Bombardement noch in der Stärke, wie in den letzten fünf Tagen, eine Zeitlang fortdauert. Man schätzt die Be⸗ wohnerzahl der nicht haltbaren Arrondissements auf eine Million. 100,000 Menschen sind be⸗ reits nach dem Quartier des Gobelins aus be⸗ drohten Quartieren übergesiedelt. Man hatte daselbst gestern den Vorgeschmack einer Hungers noth, einen Tumult vor den Bäckerläden, wo Brodmangel war. Man sagt jedoch, es fehle nicht an Mehl, sondern an Backöfen. Ein neuer Emeuteversuch der„Communeux“ wurde am 13 d. Abends von der energisch auftretenden National- garde unterdrückt. Tretz des allgemeinen Ver⸗ langens nach einem Ausfall verfolgt Trochu, der die Armeen der Provinz zu erwarten scheint, seinen Plan mit Festigkeit. Indeß soll wie man vernimmt, bei günstigem Wetter nächstens wieder ein Ausfall stattfinden. Brüssel, 21. Jan. Aus Cambrai wird gemeldet, daß die Armee des Generals Faidherbe buchstäblich zertrümmert ist.— Die Beschießung 8 „ Neue ste 3. dfffieielle militärische Nachrichten, Bersailles, 20. Jan. Der Kaiserin⸗ Königin in Berlin. St. Quentin durch die Division Prinz General v. Göben hat noch gesten Abend, nach dem Sturm des Eisenbahnhofes durch das 19. Regiment, Albrecht Sohn und eine Brigade des 8. N Corps besetzt, und den nach Norden und ö Osten zersprengten Feind heute verfolgt. Hier ist bis jetzt 2 Uhr alles still Die 1 Truppen stehen aber gegenseitig in Position. Wilhelm. Versailles, 20. Januar. General v. Göben meldet: Noch am Abend des 19. d. wurde der Bahnhof von St. Quentin von den diesseitigen Truppen erstürmt und dem⸗ nächst die Stadt selbst besetzt. In derselben wurden 2000 Verwundete des Feindes vor⸗ gefunden. Außerdem hatte sich bis zum Morgen des 20. die Zahl der in unsere Hände ge⸗ fallenen unverwundeten Gefangenen auf 7000 vermehrt. 6 Geschütze wurden genommen. Diesseitiger Verlust vor Paris am 19. wird auf 400 Mann geschätzt. Der Verlust des Feindes war so bedeuteud, daß derselbe um einen 48 stündigen Waffenstillstand nach⸗ suchte. 500 Mann des Gegners wurden ge⸗ fangen. von Podbielsky. St. Quentin 20. Jan. Die erste Armee hat gestern einen glänzenden Sieg bei St. Quentin erfochten: hierbei betheiligten sich außer Truppen der ersten Armee, Truppen des sächsischen Generals Graf Lippe. St. Quentin wurde am Abend be⸗ setzt, vachdem das 19. Regiment von der Division des Prinzen Albrecht den Bahnhof mit Sturm genommen. Mehrfache glückliche Cavalerie⸗ attaquen. 6 Geschütze und etwa 10,000 uaver⸗ wundete Gefangene genommen. Ueberall Zeichen der größten Auflösung der feindlichen Armee, unser Verlust noch nicht constatirt, der der Fran- zosen viel größer. v. Sperling. München, 21. Jan. netenkammer hat in namentlicher Abstimmung die Bundes Verträge mit 102 gegen 48 Stimmen angenommen. Die Abgeord⸗ Bordeaux. Aus Besangon wird vom 19. Januar gemeldet: Gestern lebhaftes Gefecht bei Abbevillers zwischen den Truppen des Generals Bourras und einer preußischen Abtheilung von 2000 Mann mit 6 Geschützen. Die Franzosen haben den Ort beim Einbruch der Nacht geräumt, da die Feinde die franz. Rückzugslinie bedrohten. Lille, 21. Jan. Der„Progres du Nord⸗ sagt: Von unserer herrlich hingestellten Nord⸗ armee sind nichts als Trümmer in erbärm⸗ licher Ausrüstung nach Cambrai entkommen. Dem Verhalten der Mobilgardisten am 19. Jan. ist der Verlauf der Schlacht zuzuschreiben. Der Regierungscommissär Testelin, sowie der Präfect des Nord-Departements haben ihre Demission gegeben. Cambrai, 20. Jan., 6 Uhr Abends. Die Preußen marschiren auf Cambrai. Man hört Kanonendonner. Granaten fallen auf die Wälle. Die Franzosen sind auf dem Rückzuge nach Lille, Arras und Douai. Der Generalstab Faidherbe's ist nach Douai abgegangen, General Farre nach Lille. Von der Division Paulze d'Jvoy liegen keine Nachrichten vor. — Aus Cambrai wird vom 20. Januar gemeldet:„General Faidherbe ist mit seinem Stabe um 2 Uhr Nachts auf der Flucht von St. Quentin hier eingetroffen. Die Nor darmee befindet sich in vollständiger Deroute, überall berrscht die größte Consternation, die Verlustt sollen sehr beträchtlich sein.“ 108