M138. ebbetg 1871. Donnerstag den 23. November. Oberhessischer Anzeiger. 2 Exmus Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstaß und Samstag. 5 gs! Amtlicher Theil. — Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publieiren: 1 — Nr. 35. Gesetz, betr. den Uebergang zu dem Strafgesetzbuch für das deutsche Reich, insbesondere bezüglich der Poltzeistrafgesetzgebung und der Preßpollzei, 8— Jagd-, Fischerel⸗, Forst⸗ und Feld polizeigeseze vom 10. Oklober 1871. Ni. 36. sub 1. Bekanntmachung, die Bücherbestellzettel der.— sub 2. Bekanntmachung, die Erwetterung der Drucksachenbesörderung mit der Post betr.— sub 3. Bekanntmachung, die nachträgliche Einlösung der Grundrentenscheine betr. Friedberg den 20. November 1871. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp. Nachverzeichnete Gesetze zc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publieirt worden: Nr. 43. Nr. 720. Zusötze zu dem Friedensvertrag zwischen Deutschland und Frankreich. Vom 12. Oktober 1871.— Nr. 721. Separatconvenlion. Vom 12. Oktober 1871.— Nr. 722. Gesetz über die Einführung des Norddeutschen Bundesgesetzes, Maßregel gegen die Rinderpest vom 7. April 1869 in Bapern und Würtemberg. Vom 2. November 1871.— Nr. 723725. Die Bestellung von Consuln betr. e Nr. 44. Nr. 726. Gesetz, betr. die St. Gotthards⸗Eisenbahn. Vom 2. November 1871.— Nr. 727. Uebereinkunft zwischen Deutschland, Italien und der Schweiz wegen Herstellung und Subventiontrung einer Eisenbabn über den St. Gottbard. Vom 28. Ottober 1871.— Nr. 728. Uebeteinkunft zwischen Italien und der Schweiz wegen Herßsellung und Subvenuonirung einer Eisenbahn über den St. Gotthard. Vom 15. Oktober 1859.— Nr. 729. Die Bestellung von Corsuln betr. 9—— Betteffend: Die Verwendung der eingebenden Feldstrasdritttbelle zur Besoldung des Aufsichtspersonals. Friedberg am 20. November 1871. 1 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir ermächtigen Sie, die überwiesenen Strafdritttheile von Anzeigen der angestellten Feldschützen und auf den Feldschutz verpflichteten 1 Ehrenfeldschützen von der 2. Periode d. J. zur Auszahlung an diejenigen Feldschützen und auf den Feldschutz noch besonders verpflichteten K Personen, die sich durch ihre Thätigkeit bei Entdeckung oder Verhütung von Feldfreveln und gewissenhafte Dienstführung einer Anerkennung 5 würdig gemacht haben, anzuweisen und dafür zu sorgen, daß die Zahlung baldigst erfolgt. 1 Trapp. 5 0. ibrli ö 10 Betreffend: eee te der Bevölkerung, bler an den Bundesrat zu Berlin alljährlich ein Friedberg am 20. November 1871. f — 529 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg 5 au die Pfarrämter, die Großhetzoglichen Bürgermeistereien und den Großherzoglichen Polizei⸗Commissär zu Wickstadt. ö elbe Nachstehendes Schreiben Großherzoglicher Centralstelle für die Landesstatistik vom 18. v. M. zur Nr. C. L. St. 389 lassen wir 1 5 7 Ihnen zur genauen Beachtung bezüglich der wegen Führung und Einsendung der Register über die Bewegung der Bevölkerung bestehenden 5 Frbsen Bestimmungen zugehen. ö ee e. Die Großberzogliche Centralstelle für die Landesstatistik an die Großherzoglichen Kreisämter. b Andreas Nach Beschluß des Bundesraths des Zollvereins vom 23. Mai 1870; der Justruktion vom 31. Oktober 1862, betreffend die Führung der 5 —(S. 91 des Protokolls der 7. Sitzung) sollen für jedes Kalenderjahr Register über die Bewegung der Bevölkerung im Großherzogthum 1 Sattel in den Zollvereinsstaaten nach vorgeschriebenem Schema Uebersichten[Hessen, für die Einsendung der Register festgesetzte Frist von 8 Wochen 1 — über die Zahl der Eheschließungen, der Geborenen und der Gestorbenen nach Jahresschluß eingehalten wird, nachdem die Register selbst in Bezug g nr aufgestellt und von den Vereinsregierungen an den Vorsitzenden des auf Vollständigkeit und Richtigkeit(S. 7 der Instruktion) von Ihnen 1 — Bundesraths Behufs deren Zusammenstellung und zwar spätestens geprüft worden sind. 8 e g 9 5 bis zum 1. Oktober jedes folgenden Kalenderjahres eingesendet Hiernach erlauben wir uns für die Jahre 1871 ff. die genaue ö lüchel werden. Beachtung der im Groß herzogthum Hessen bezüglich der Führung, Ans bet Wir vermögen die nach diesem Beschlusse im nächsten Jahre[Prüfung und Einsendung der Register über die Bewegung der Be⸗ A zum ersten Male von uns zu bearbeitenden Uebersichten bis zu jenem völkerung bestehenden Bestimmungen ergebenst anzuempfehlen. — Termine nur dann aufzustellen und einzusenden, wenn die in§. 9 Maurer. Fertsch. . K 9 g. Deutsches Reich. in Folge der Aufhebung der Gesandischaften zu g 4 Gali: Darmstadt. Der Abschluß des Budgets- Paris und Wien und Wegfall der früher hier beauftragt worden. Zu Postseeretären sind er⸗ 1 * entwurfss für 1872 weist eine Einnahme von verrechneten Bundeslasten mit einer d worden: Die Postpracticanten Henricy und 9 118 lich 11,387,759 fl. gegenüber einer Ausgabe von gabe von 123,637 fl. gegen das frühere Budget Siebler hier, Kißseberth und Jungmann in Mainz, 0 * 9,783,468 fl. auf, daher ein Ueberschuß von ab. Dagegen weist das Ministerium des Innern Lipke in Bensheim, Bernhard in Gießen, Koch⸗ 9 187¹ 1,004,291 fl. erscheint. Da jedoch unter den Ein- einen Mehrbedarf von 224,632 fl., das der Fi⸗ lovius in Vilbel und Kriegbaum in Dieburg. 1 „t Juist. nahmen pie Ueberschüsse aus den früheren Finanz- nanzen um 375,536 fl. und das der Justiz einen Die Posteleven Weihl und Kretschmann in Worms 3 perloden mit 2,713,000 fl. mitinb⸗griffen sind, so solchen von 98,314 fl. auf, welcher hauplsächlich sind zu Postpracticanten ernannt worden. Zu 1. ——— stellt sich ein Deficit von 1,108,709 fl. heraus, auf den beantragten Gehaltsaufbesserungen beruht.] Postexpediteuren wurden ernannt: der Kaufmann 5 IU welches lediglich durch die auf 1,280,000 fl. ver- Bezüglich derselben wird im Allgemeinen der Grund- Brandt in Nieder ⸗Olm und der Stationsver- anschlagten Ausgaben für Eisenbahngarantien ent- satz aufgestellt, daß die dermaligen eff'etiven Be- walter Schaffner in Lengfeld. Zu Postagenten 9 steht, welcher Posten sich indeß voraussichtlich von soldungen(d. h. incl. der sog.„Naturalvergütung“) sind angenommen worden: die Postexpediteure Harb 0 4% Nahe Jahr zu Jahr mindern wird. Wie bekannt, wird bei Gehalten bis zu 1000 fl. um etwa 5 bei in Allendorf a. d. L. und Lorey in Sprendlingen, ö ant ane keine Steuererhöhung vorgesehen, da der Staat Gehalten von mehr als 1000 fl. für weitere sowie der Orteeinnehmer Albrecht in Düdelsheim,. * 40 über anderweitige Mittel, insbesondere den auf 1000 fl. gleichfalls um /, der Restbetrag aber der bisherige Stadtpostbote Grebe ist zum Brief- 1: unseren Anibeil enisallenden Betrag der sranzösi⸗ um ¼ zu erhöhen sei. f träger und die bisherigen Postillone Menges und 0 „60 schen Kriegskosten, auf welchen bertits 5, 284, 160 fl.— Wie biesige Blätter melden, soll in dem Reinschild sind zu Stadtpostboten bei dem Kaiser N an bezahlt sind, zu verfügen hat. In Folge der s neuen Budgetentwurf wieder der von den Ständen lichen Postamte hier ernannt worden. Die Post⸗ 5 — 9710 saltunt der Verhältnisse sind die Einnahmen abgelehnte Betrag von 58,000 fl. Zuschuß für expeditionsgehilfen für den Ort Rettig in Eber 170%* aus Zöllen 5. w. aus dem Budget verschwun⸗ das hiesige Polytechnikum enthalten sein. Die stadt und Lauber in Wolfskehlen, sowie die den, desgleichen auch der Etat des Kriegsministe⸗ seitherige Bewilligung betrug nur etwa 44,000 fl. Stadtpostboten Stützer in Mainz und Köhler ge riums an dessen Stelle die auf 1,150,000 fl.— Der Ober- Postrommissarius Schwarz ist bierselbst sind freiwillig aus dem, Pofidiensit ge- 4 00 veranschla ten Matricularumlagen des Reichs ge- zum Poftcasstrer bei dem Kaiserlichen Postamte in schieden. Der Posteleve Weisel in Alzey ist un- . treten 5 Die Rubrik:„Ministerium des Groß-] Mainz ernannt und der Ober ⸗Postsecretär Schmeller freiwillig entlassen worden. 2 * herzoglichen Hauses und des Aeußeren“ schließt mit der commissarischen Verwaltung der Post Berlin, 20. Nov. Reichstag. Staats minister Kassirer⸗Stelle bei dem Kaiserlichen Postamte hier N 1 9 Delbrück erklärt in Beantwortung der Interpel⸗ lation Erhard's wegen der Vorgänge in Lippe⸗ Detmold: Der lippe'schen Regierung sei mitge⸗ theilt, daß die erlassene landesherrliche Verordnung nicht im Einklang stehe mit den Paragraphen 3 und 6 des deutschen Strafgesetzbuchs, unter gleich zeitigem Ersuchen, diese Widersprüche zu beseitigen, welchem Wunsche bereits gewillfahrt sei. Den zweiten Punkt der Interpellation anlangend, so sei in der mit Lippe abgeschlossenen Militärcon- vention nicht bestimmt, welche Behörde zur Mili⸗ tärrequisition qualificirt erscheine. In den drei bezeichneten Fällen wäre die Requisttion von der Regierung ausgegangen, welche unzweifelhaft com ⸗ petent sei. Das Militär habe die Verpflichtung gehabt, der Requisition Folge zu leisten. Hieran knüpft sich eine kurze Debatte, welche ohne Be— schlußfassung verläuft. Der Gesetzentwurf, betref⸗ fend die Einführung der Maß und Gewichts ordnung in Bayern, wird in erster und zweiter Lesung unverändert nach der Regierungsvorlage angenommen. Das Gesetz, betreffend den Geld- bedarf für die Reichseisenbahnen in Elsaß-Loth- ringen wird in erster und zweiter Berathung an— genommen. Auf eine diesbezügliche Anfrage erklärt Staatsminister Delbrück, daß die Betriebsmittel aus dem Betriebsfond des norddeutschen Bundes herrührten. Die Sorge der Reichsregierung sei hauptsächlich an die Ergänzung und Erweiterung des Eisenbahnnetzes gerichtet. Der Nachtragsetat, betreffend die Ausgaben für das badische Militär⸗ Contingent pro 1871, wird in erster und zweiter Berathung angenommen. Der Gesetzentwurf, be⸗ treffend die Einführung der Gesetze des norddeutschen Bundes über Quartierleistung und Unterstützung der Familien von einderufenen Reservisten in Baden, wurde in erster und zweiter Berathung angenom- men. Es folgte hierauf die erste und zweite Be— rathung, betreffend die Einführung des Gesetzes des norddentschen Bundes über die Verpflichtung zum Kriegsdienste in Bapern. Auf die Anfragen Dove's und Mallinckrodt's, betreffend die faktisch bestehende Exemtion der Theologen vom Kriegs- dienste, erwiderte der Kriegsminister von Roon: Die Exemtion derselben sei nicht beabsichtigt. Die Regierung beabsichtige keineswegs, von den gesetz⸗ lichen Bestimmungen abzuweichen. Bei§. 1 be— kämpft der bayerische Staats minister v. Lutz die Aeußerung Greil's, zur Aufhebung des bisherigen baperischen Wehrgesetzes sei die Zustimmung der bayerischen Kammer erforderlich. Die bayerische Regierung, sagte er, sei durchaus nicht der An— sicht, daß zu einem Verzicht auf ein Sonderrecht die Zustimmung der Kammern erforderlich sei. Der§. 1 wurde mit großer Majorität angenom- men. Dagegen stimmte das Centrum. Der§. 2 wurde mit dem Amendement Valentin's auf Strei⸗ chung des Stempels für die Entlassungsscheine und mit dem Amendement Stauffenberg's, die Aufnahme der das Ersatzwesen berührenden Be— stimmungen in das Gesetz betreffend, angenommen. Staatsminister Delbrück hatte gegen das Amende— ment Stauffenberg's gesprochen.§. 3 des Ge— setzes wurde ebenfalls angenommen. — 21. Nov. Reichstag. Fortsetzung der zweiten Berathung über den Etat der Marine- verwaltung. Marineminister v. Roon widerlegt die Anschauung, als ab der Küstenschutz im letzten Kriege lediglich den todten Vertheidigungsmitteln, wie den Torpedos, zu verdanken sei. Die Flotte habe das wesentliche Verdienst gehabt, daß die französische Flotte jene Schutzmittel nicht beseitigen konnte. Ein Kampf mit der überlegenen feind⸗ lichen Sermacht wäre eine un verantwortliche Un— klugbelt gewesen. Die verbündeten Regierungen beabsichtigten auch heute nur die Herstellung einer Seemacht zwriten Ranges, die Regierung verlange augenblicklich nur die Bewilligung des Etats pro 1872. Zu den Forderungen auf Erweiterung des Planes der Flotiengründung und der Abkürzung der Gründungsperiode erklärt der Minister, nicht Stellung nehmen zu können. Eine Erweiterung des Planes werde augenblicklich nicht beabsichtigt, durch die Abkürzung der Grünvungsperiode würde man in eine Treibhaus entwickelung hineingerathen, welche die Regierung durchaus nicht begünstige. 1 — Bayern bat dem Bundesrath folgenden Gesetzentwurf gegen den Mißbrauch der Kanzel in Vorschlag gebracht:„Einziger Artikel: Hinker §. 167 des Strafgesetzbuches für das deutsche Reich wird folgender neue§. 167 a eingestellt: Ein Geistlicher oder anderer Religionsdiener, welcher in Ausübung oder in Veranlassung der Ausübung seines Berufes öffentlich vor einer Menschenmenge oder welcher in einer Kirche oder an einem ande— ren zu religiösen Versammlungen bestimmten Orte vor Mebreren Angelegenbeiten des Staates in einer Weise, welche den öffentlichen Frieden zu stören geeignet scheint, zum Gegenstand einer Ver kündigung oder einer Erörterung macht, wird mit Gefängniß bis zu zwei Jahren bestraft.“ Es ver— lautet, daß der Antrag im Bundesrathe, wenig- stens in dessen Justizausschuß, auf keinen Wider— spruch stoßen wird. — Dem Reichstage sind jetzt noch fünf Gesetzentwürfe zugegangen: wegen Einführung des deutschen Wehrgesetzes in Bayern, über die Quar— tierleistung, über die Uuterstützung der Familien der Mannschaften der Ersatzreserve in Baden, der Nachtragsetat für das Jahr 1871 wegen des badischen Contingents und der Gesetzentwurf, be- treffend den außerordentlichen Geldbedarf für die Reichs⸗Eisenbahnen in Elsaß- Lothringen. — Hiesige Blätter veröffentlichen ein Circular des Fürsten Karl zu Löwenstein. Dasselbe fordert die Adressaten auf, massenhafte Beitrittserklärungen zu der Kundgebung zu beschaffen, welche vom Grafen Arro-⸗Zinneberg und 261 anderen Herren zu Gunsten der Jesuiten gegen die bekannten Resolutivnen des Darmstädter Protestantentages und des Münchener Altkatholiken-Congresses ge- richtet worden ist. — Bezüglich der bisherigen Beschlüsse des Reichstags über das Münzgesetz— schreibt man der„Kölg. Zig.“— ist im Bundesrathe Neigung vorhanden, sich die Beseitigung des Groschens anzueignen und dafür 10Pfennigstücke ausprägen zu lassen, welche dann im Verkehre wohl doch den Namen„Groschen“ führen würden, dagegen die Beibehaltung des 30 Markstückes durch die dritte Lesung anzustreben, vielleicht durch ein neues Amendement. Es heißt, daß an höchster Stelle auf die Aufrechterhaltung der Vorlage bezüglich des 30⸗Markstückes besonderer Werth gelegt werde. — Dem Reichstag ist nunmehr die vom Bundesrathe angenommene Vorlage, die strafrecht⸗ liche Verfolgung der Geistlichen betreffend, zuge⸗ gangen. Straßburg. Kürzlich fand abermals die Einweihung eines Denkmals in Wörth statt. Die Offiziere und Mannschaften des preußischen 50. In- fanterie-Regiments hatten dasselbe ihren gefallenen Kameraden errichten lassen und eine Deputation zu dieser Feier entsandt. Die Einweihung, welcher auch der kaiserl. Präfect, Herr v. Ernst· hausen anwohnte, geschah durch einen katholischen und protestantischen Geistlichen. Ausland. Oesterreich. Wien. Graf Beust wird Ende dieser Woche nach London reisen, um den englischen Gesandtschaftsposten zu übernehmen. Frankreich Paris. Die preußische Commandantur in Epernay hat dort folgende Kundmachung anschlagen lassen: Nachdem gestern Abend ein Soldat der Garnison in der Straße erdolcht worden, ohne daß es bisher möglich ge⸗ wesen wäre, den Thäter zu entdecken, werden auf Befehl Sr. Excellenz des commandirenden Generals der Division folgende Maßregeln getroffen: 1) Die Einwohner haben bis Donnerstag den 16., Mit⸗ tags 12 Uhr, alle ihre Waffen, sei es Schuß oder Stichwaffen, abzuliefern. Sobald diese Frist verstrichen, werden Haussuchungen abgehalten und wird ein Jeder, bei dem man Waffen findet, vor ein Kriegsgericht gestellt werden. 2) Um 8 Uhr Abends werden alle Cafés und Restaurants ge⸗ schlossen, nit Ausnahme des Saales im 1. Stock des Café Sparnacien und der Baracken am Boulevard de la Motte, in welchem sich die deutsche Wachen und Patrouillen haben Befehl, jedes Individuum, welches dann ohne Erlaubniß der Commandantur in den Straßen eirculirt, zu ver⸗ haften. — Der„Agence Havas“ zufolge ist es noch unbestimmt, ob die Regierung selbst den Antrag stellen werde, nach Paris zurückzukehren. Dieselbe werde aber in jedem Falle einen darauf gerich⸗ teten Antrag unterstützen, und man hält es für wahrscheinlich, daß die Nationalversammlung ihre Zustimmung ertheilen werde. — Der Schwurgerichtshof des Departements Seine-et⸗Marne verhandelte am 14. d. M. gegen den 25jährigen Gärtner Bertin, welcher im Au- gust d. J. in dem Dorfe Chelles bei Lagny den in dem Hause seines Brodherrn einquartierten preußischen Feldwebel Krafft erschlagen hatte. In seiner verantwortlichen Vernehmung sagt der An- geklagte: Ich war von Haß gegen die Preußen erfüllt; als ich Krafft an mir vorübergehen sah, erwachte dieses Gefühl in mir mit neuer Stärke und ich beschloß, ihn zu tödten. Präs.: Hatten Sie ein Aergerniß mit Krafft? Angekl. Nein, aber es hatte mir geschienen, als ob er Obst in unserem Garten gepflückt hätte, und er hatte meinem Herrn gesagt, daß ich der Schuldige wäre. Präaͤs.: Hatten Sie die Absicht, ihn zu tödten? Angekl.: Ja wohl, Herr Präsident. Präs.: So handelt kein Franzose; wie grausam auch unsere Feinde gewesen sein mögen, die Franzosen rächen sich nicht durch Meuchelmord. Die Geschworenen fällten ein freisprechendes Verdict und Bertin wurde sogleich in Freiheit gesetzt. Italien. Rom. Der König von Italien ist hierselbst eingetroffen und auf dem Bahn- hofe von dem Kronprinzen Humbert, den Ministern, den Behörden und den Nationalgarden empfangen worden. Eine in ungeheurer Zahl zusammenge⸗ strömte Volksmenge begrüßte den König enthu⸗ stastisch. Die Stadt ist beflaggt. Serbien. Belgrad. Der bisherige General- consul des norddeutschen Bundes, Dr. Rosen, über⸗ reichte dem Fürsten seine Creditive als Bevoll⸗ mächtigter des deutschen Reiches und erklärte dabei, er halte es für seine Pflicht, zur Con- solidirung guter Beziehungen zwischen Serbien und dem deutschen Reiche möglichst beizutragen. M Friedberg. Der Musikvereln beabsichligt Mutwoch den 29. d. M. sein erstes Concert zu veranstalten. Er darf dabei wohl jetzt, wo alle zu den Werken des Friedens zurückgekehrt sind, einer lebhaften Betheiligung von Seiten des Publikums gewiß sein. Wer auf dem nächster Tage zu veröffentlichenden Programm ein größeres Tonwerk vermissen sollte, dem sei bemerkt, daß der Musikverein sich zur Pflicht gemacht hat, in Zukunft nicht eber nach Großem zu greifen, als bis er des Kleineren sich vollkommen mächtig weiß. Aus diesem Grunde werden von dem Händelschen Oratorium„Samson“ nur einige Chöre zum Vortrag kommen, daneben aber eine größere Anzahl vierstimmiger Lieder von Mendelssohn und Schumann. Es ist und bleibt Hauptaufgabe des Vereins, den Gesang in unserer Stadt zu pflegen und zu verebeln; er hat damit das Recht, in seinen Concerten vorzugsweise mit eignen Kräften zu ar⸗ beiten. Uebrigens greift er bei solchen Gelegenheiten auch gerne über den eignen Kreis hinaus, und so werden denn auch in dem bevorstehenden Conrerte auswärtige Kräfte wesentlich dazu beitragen, den Genuß zu erhöhen. Darmstadt. Am 17. Nov. Nachmittags, wenige Minuten vor 2 Uhr, wurde in einem großen Theil unserer Provinz, insbesondere aber in dem Modauthal und im Vorodenwalde, ein heftiger Erdsioß verspürt, während auffallender Weise in Groß⸗Gerau, dem Mittelpunkt aller seit Jahren beobachteten Erschütterungen, Alles ruhig ge⸗ blieben.: Darmstadt. Die hess. Regimenter führen bereits außer ihrer Nr. im hess. Contingent auch die ihnen zu⸗ kommende Nr. der Reichsarmee. Die Chevauxlegers haben die Bezeichnung Dragoner und die Jäger die Be⸗ zeichnung Fusiliere erhalten. Die neuen Uniformen er⸗ hält das Militär indessen erst auf Neujahr. Aus dem Großherzogthum Hessen. Der aus Veranlassung der jüngsten Nordpol⸗Erpedition mehrfach genannte österreichische Schiffslieutenant Karl Weyprecht ist nicht ein Badenser, sondern ein Hessen⸗Darmstädier. Er ist 1838 in Darmstadt geboren und hat seit 1842 seine Heimaih zu König, im bessischen Odenwald, wo sein Vater als Beamler angestellt ist. Seit, 1856 ist er im activen Dienst der österreichischen Kriegsmarine. Heidelberg. Der biesige akademische Senat hat be⸗ schlossen, den im Sommer 1870 vier Studirenden, welche zu den Fahnen einberufen wurden und im Kriege gefallen oder in Folge desselden Wunden oder Krankheiten erlegen Cantine befindet. 3) Es ist den Einwohnern verboten, nach 8 Uhr Abends auszugehen. Die sind, eine Gedenklafel zu setzen. Der Prorector fordert zu dem Ende am schwarzen Breite die Commilitonen auf, einer mit noc und au wolle! habe au in She, — Vet 2859 Molgel fangen liche,! silen, b Zwlichd ledernel 38 Sit 10 Vo lüsschen dlur 2 in hie 81 — 1 278 den T. rateure halber dersseig 21 Bie und N schüsse 100 8 platten ö tingaartitrits den hatt. J. u rde Stätt Nl: Hatt Argell, Nein ed er Obst in tt haut meinte rin. pril, na! lugt. „ Se hanttl rasert Find. ta rächen sih dettnen sällla Gettin wur g 0 Italien den Bahr ⸗ den Ninißtert, rden enpsangen N gasemntige Kerig enthn rige Stetril · Kein über- % Bevol⸗ ud uklätte u, zur Co · att Stirbien 1 deihntagen. — i Nutvog erarbaten. Et * det Frieden! 42 ben Stiten * Usitt Tag n Teuwer ad drrtin sic a uad Gren A net ml un Clrbelschen „ un Betitag A erktimmigzet 4 1 und bleib! 1 ertt Stabt 100 Recht, u 1 en u at. anden au zur Aufstellung eines genauen Verzeichnisses derselben mit dehüslich zu sein. Coblenz. In Folge der am 18. d. im sozenannten „Feuerhause“ an der Neuendorfer Flasche stattgehabten Explosion von Sprenggeschossen sind bis jetzt 10 Mann gestorden und 9 schwer, und einige andere nur leicht ver⸗ wundet. Außer einem Oberfeuerwerker des 8. Artillerie⸗ Regiments gehören dieselden der 3. Compagnie 4. Garde⸗ Grenadier⸗-Regiments an. Die Kaiserin desuchte die Verwundeten längere Zeit im biesigen Militär ⸗Lazarethe. Die Beerdigung der Verunglückten fand am 20. d. statt. * In Landau wurde am 17. d. Jos. Kern. Soldat des kgl. bayr. Infanterleregimenis aus Bernzell in Nie⸗ bayern, wegen Raubmords, verübt an dem französischen Architeeten Alph. Des muyck aus Paris, von dem Militär⸗ Bezirksgericht zum Tode verurtheilt. Derselbe hatte während des Waffenstillstandes mit dem Architekten in einer Marketenderbude tüchtig gezecht, denselben hierauf mit noch andern Kameraden nach Vincennes zu begleitet und auf dem Wege niedergeschlagen und ermordet. Zwar wollte Kern dem Gericht glauben machen, der Ermordete babe auf die Deuischen geschmäht und sei darüber mit ihm in Streit gerathen; allein die Kameraden Kerns sagten gegen ihn aus; einer derselben Pullmaier, wurde wegen Thellnahme an dem militärischen Vergehen des Diebstahls mit 1 Jahr Gefängniß unter Aussioßung aus der Armee verurtheilt. Der Spruch des Militärbezirksgerichts ver⸗ dient um so mehr allgemein bekannt zu werden, als bei nahe zu gleicher Zeit in Meulan von einem sranzösischen Schwurgericht ein gewisser Bertin, der einen Deutschen meuchlerisch erdolcht hat, freigesprochen wurde, weil er die That aus Patriotismus begangen haben wollte. In Mülhansen wurde eine Falschmünzerbande entdeckt. Die von derselben gefertigten Falsifica te waren italienische halbe Frankenstücke. Lugau(Sachsen). Am 12. d. Früh wurden in dem früheren Schacht„Neue Fundgrube“, bei einer Tiefe von 504 Ellen, die ersten irdischen Ueberreste von den daselbst vor vier Jahren Verunglückten, bestehend aus einem Schädel und einigen Gebeinen, aufgefunden. Der Ver⸗ unglückte hat jedenfalls der ihm brohenden Gefahr durch schnelles Ausfahren zu entrinnen versucht und ist durch die einbrechenden Massen zurück in die Tiefe mit forige⸗ rissen worden. Berlin. Kennzeichen der falschen und ächten Dar⸗ theilungen: 1) die Falsifikate sind auf lithograpbischem Wege, die ächten Scheine durch Buchdruck bergestellt; 2) der Unserdruck in blauer Farbe mit weißen Linien ist auf den Falsifikaten blasser, verschwommener und nicht so regelmäßig wie auf den ächten Scheinen; 3) sämmilscher Schwarzdruck auf den Falsificaten ist fetter und intensiver schwarz, als auf den ächten Scheinen, mit alleiniger Aus⸗ nahme der Nummer auf der Rückseite, welche verschwom⸗ mener und heller sind; 4) das erste und dritte 8 in „Kassenschein“ sieht, weil der Obertheil größer ist als der Unkertheil, aus, als ob es auf dem Kopf stände; 5) ber Oberkörper der wilden Männer am Wappen ist hell und ohne Konturenzeichnung gelassen, während auf den ächten Scheinen die Brust- und Bauchflächen schraffirt sind, die Körper erscheinen auf den Falsifikaten dadurch voller; 6) sonstige, wiewohl unbedeutende Abweichungen sinden sich in der anders geformten Wappenkrone und der Rosette, im der nicht aujgedruckten. Jondern gezeichnelen, und daher in den wiederkehrenden Buchstaben nicht übereinstimmenden Strafandrobung, in der punktirten Linie binter„Ausge⸗ fertigt⸗, welche anstatt aus runden Punkten aus kurzen Strichen besteht, endlich in dem„o“ von„Nro“, welches auf den ächten Scheinen beinahe senkrecht, auf den Nach⸗ lebenskassenscheine 3 25 Thaler nach amtlichen Mit⸗ bildungen schief steht. Versteigerung der Requisiten des vormaligen — Reserve-Lazareths zu Butzbach. 2859 Montag den 27. und Dtenstag den 28. d. M., Morgens von 9 Uhr und Nachmittags von 2 Uhr an⸗ fangend, werden in der Reiter⸗Caserne dahier sämmt⸗ liche, dem vormaligen Reservelazateih gehörige Requi⸗ siten, bestehend in 241 Hemden, 151 Zwilchröcken, 142 Zwlilchbosen, 479 Paar untauglichen Socken, 147 Paar ledernen Pantoffeln, 15 Krankenröcken, 32 Strobsäcken, 38 Strobpolstern, 16 Tuchmänteln, 12 Bettteppichen, 10 Vorhängen, 9 Nachtstüblen von Holz, 82 Spuck⸗ käsichen, 4 neuen Bettschirmen, 6 Schemelflüblen 15 neuen wollenen Unlerfacken, 88 Kaffeetassen, 83 Löffeln, 83 Gadeln, 1 großen Laterne, 6 Wandlaternen 3 Leuchtern, 1 großen neuen Kaffeekessel von Blech, 68 Tellern von Steingut, 17 steinernen Nachttöpfen, 130 Schiesectafeln, 1 Waschleine ꝛc. ꝛc. gegen gleich baare Zahlung an den Meiftbietenden versteigert. Butzbach den 17. November 1871. Großherzogliche Garntson-Lazareld⸗Commission. Frhr. v. Wedekind. Dr. Melchior. Hofraithe⸗Versteigerung. 2866 Montag den 27. November d. J., Vormittags 11 Ubr, wird auf freiwilligen Antrag des Jultus Boller dahier nachstehend beschriebene dofraithe, nemlich: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr.[IJ Kiftr. 2. 370. 12,3. Hofraithe in der Stadt, in biesigem Rathbause öffentlich meistbietend versteigert. Friedberg den 18. November 1871. Großherzoglich's Ortsgericht Friedberg. on eer⸗ Versteigerungs⸗ Anzeige. 2878 Nächsten Montag den 27. d. M. und die folgen · den Tage werden auf freiwilliges Anstehen des Restau ⸗ rateurs Cogerp im neuen Kurhause dabter abzugs⸗ halber öffentlich an den Meistbietenden gegen Baarzahlung versteigert: 2000 verschiedene Weingläser, 300 Eisgläser, 24 Bierkannen von Glas, 60 Crpflallflaschen für Liqueur und Wasser ꝛc., 24 Früchteteller von Glas, 60 Compot⸗ schüsseln, Mundschalen ꝛc. von Glas, 80 Dutzend Teller, 100 Kaffee- 1c. Tassen, Salatiers, Gemüs's und Zisch⸗ platten, Ther- und Koffeckannen, 100 kupferne Casserolen, 1 feuerfester Kassaschrank, sodann 1 Causseuse, 4 Sessel, 2 Kleider⸗ 4 Wasch⸗ und 4 Gläserschränke, 3 CTommoden, 15 diverse Betistellen mit dazu gebörigem Betiwerk und Matratzen, Tische, Stühle, 2 Eiskasten, 1 Eismaschine mit Zubebör, 500 Flaschen Wein, 100 Flaschen Cognac, 50 Flaschen Adsyntb, 100 Flaschen verschiedene Liqueure, 25 Fässer, sodann sämmtliche Paus⸗, Küchen ⸗ und Keller · geräthschasten. Bad⸗Naubelm am 19. November 1871. ene Ortsgericht Bad⸗Nauheim. ch ut t. Versteigerung ausrangirter Requisiten. 2880 Mittwoch den 29. c., Vormittags 9 Uhr, sollen in der Burgeaserne die bei der diesjährigen Localrtvision als avsrangirt bezeichneten Wäschestücke, hölzerne Bett⸗ stellen ic. ꝛc. und sonstige Gußwaaten gegen gleich baare Zahlung an den Meifibietenden versteigert werden. Friedberg den 22. November 1871. Großherzogliche Garntsonverwaltung. Dorfeld. 280 Gulden 2876 können aus der Kirchenkasse zu Relchels heim 5% ausgeliehen werden. * WA am 18. November 1871. Der evangel. Kirchenvorfland daselbst. 2884 Unterzeichneter empfiehlt einem geehrten Publikum seine Lederschuhe mit Holzsohlen zu den billigsten Preisen unter Zusicherung sollder Arbett. Ebenso welden Reparaturen rasch und* besorgt. 0 u n in Frankfurt a. M., goldne Hutgasse 3. Cbaussirsteine, hierauf das Zerschlagen derselben, soll Wenigfnehmenden in Accord gegeben werden. Versteigerung von Straßenarbeiten. 2879 Die Lieferung der zur Unterhaltung der Staatsstraßen für das Jahr 1872 erforderlichen ganzen in den unten bemerkten Terminen und Otten an die 2 Der Verstei ger u n g 28 38 2 g 2 der 8 Tag. Stunde. Ort. Local. 8 8* Bauaussehtr. 11 Montag den 27. Nod. 10 U. Morgens Nauheim Deutischer Hof 2 unt 31 Weide und Suünner. 2 Dienfsag den 28. Nov. 10 U. Morgens Butzbach Brauerel von J. Melchior 1 Hölzer. 3 Mittwoch d. 29. Nov. 10 U. Morgens Ildenstadt Chausseehaus 5 und 7 Konrad und Stipp. 4 Donnerstag d. 30. Nov. 10 U. Morgens Dortelweil Chauffechaus 6 Schäfer. 5 Freitag den 1. Dec. 10 U. Morgens Reichelsheim Poft 7 Stipp. 6 Montag der 4. Dec. 10 U. Morgens Ober⸗Rosbach Gasthaus von G. Ruppel 4 Kreß. 7 ODlenssag den 5. Dec.] 10 U. Morgens Stammbeim[Gafibaus von Metzler 8 Jäger. 8 Denselben 3 U. Mittags Altenstadt Gaflhaus zum Adler 9 Einhäuser. 9 Mittwoch den 6. Dec.] 9 U. Morgens Lindbeim Gasthaus zum Hess. dauss9 und 10 Einbäuser und Mettenheimer. 10 Donnerstag d. 7. Dec. 10 U. Morgens Büdingen Gaflbaus zum Stern 11 Klepenßeuber. 110 Samfag den 9. Dec.] 10 U. Morgens Ober⸗Eschbach Brüsseler Hof 12 Michel. 12 Denselben 3 U. Mittags Steinbach Gastbaus zum Schwanen 13 Michel. griedberg den 21. November 1871. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u 65. Spielwerke, Spieldosen wie bekannt in größter Auswahl und stets die neursten Erfindungen.— Jeder Käufer ethält vom Belrage von je Franken 25. ein Loos als Zugabt zu der am 28. Februar statlfindenden Berloosung. 2871 . H. Heller in Bern. Preis- Courante und Prospekte versende franco. Verloosung. Auf vlelseitigen Wunsch habe eine Verloosung von Werken verauftaltet, das Loos 1 Thlr., 12 Leose 10 Thlr. Ziebung 28. Februar. . Die Gartenlaube. Nr. 46. Inhalt: Das Haideprinzeßchen. Erzählung von E. Marliit.(Fortsetzung.)—»Die Armuth im zer⸗ riss'nen Kleide«. Gedicht von Friedrich Hofmann. Mit Abbildung: Nur vor der Kirchenthür. Original- zeichnung von Prosessor Tbon in Weimar. Auf dem schwimmenden Hötel. Von Gustav Kopal.— Wie der „Struwwelpeter“ entstand. Von F. S.— Literatur- briefe an eine Dame. Von Rudolf Gottschall. VII.— Die Kranz ⸗ Reliefs am Sockel der Germania in Berlin. Mit Abbildungen.— Blätter und Blüthen: Plauberelen im Mufikzimmer. Von Rob. Eltner.— Eine Deuunciatlon für den Reichstag.— Der Tunnel unter dem Canal von Dover nach Calais. Von Arn. Ruge.— Streifzüge eines Feldmalers. Nr. 4. Mit Abbildung: Quartier im Dorse Puxe bei Metz. Von F. W. deine.— Bock's Briefkassen. An die Dummen, welche nicht alle werden.(Fortsetzung).— Lulustein.— Kleiner Briefkastes.— Für Chicago. Bindernagel& Schimpff in Friedberg empfehlen sich zu geneigten Aufträgen. Schenkammen 2756 können slets Stelle erbalten durch Frau G. Schwabe, Bockgasse Nr. 6 in Frankfurt a. M. 0 0 ö EDITION PETERS 2 e 1 N 1 5 5 Beste Kludstktl TTud Aub Zu beziehen durch: Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Cataloge werden auf Verlangen portofrei versandt. 4 Versteigerung. 2873 Nächsten Freitag den 24. d. M. werden dei B. Schiel's Wittwe in Oder⸗Florstadt 1 vollständiger Wagen, 1 Pflug, 1 Kubdgeschirr, 1 Fruchtfegmühle und sonffige Oeconomiegeräthe freiwillig versseigert. 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Korn 10 fl. 10 fr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 5 fl. 38 ke. z Kartoffeln 5 fl. 30 kr.; Reggenstroh per 100 Gebund 24 f. 1 2870 (Eingetragene Wir machen nochmals und wiederholt darauf aufmerksam, 9 bis 12 Uhr des Vormittags, 7 2* 99 U offen ist. Vorschuß-& Credit- Verein friedberg Genosseusch aft). daß unsere Kasse nur von Nachmittags Der Vorstand: Fr. Hecht. Ermus. Butzbacher Katharinenmarkt. 2863 Montag den 27. d. M. Abends Ball im Hessischen Hof, wozu höflichst einladet J o u tz. Wir erlauben uns darauf aufmerksam zu machen, daß unsere Leihbibliothek unter anderen mit folgenden neuen Werken ergänzt wurde: Armand, Der Krösus von Phila⸗ delphia. 4 Bde. Braddon, M. E., Entlarvt. Roman aus dem Englischen. 4 Bde. Brunold, F., Die Königin im Traum. 2 Bde. Carion, Fr., König August und sein Goldschmied. 3 Bde. Dempwolff, C. A., Novellen. 3 Bde. Gerstäcker, Fr., In Mexiko. 4 Bde. — Der Flatbootmann. Der Wabnsinnige. Habicht, L., Zwei Höfe. 2 Bde. Hackländer, F. W., Der letzte Bom⸗ bardter. 4 Bde. Sorgenlose Stunden in heiteren Geschichten. 2 Bde. Höfer, Edmund, Land und See. Novellen. 2 Bde. König, E. A., Durch Kampf zum Frieden. 4 Bde. Mützelburg, A., Die Enterbten. 2 Bde. Der Nonnengrund. 2 Bde. Mühlbach, L., Kaiser Joseph und sein Landesknecht. 1. und 2. Ab⸗ theilung. 8 Bde. Polko, E., Frische Blätter. Raimund, G., Durch zwei Men⸗ schenalter. Rau, H., Deutschlands Kassandra. FPranzösische und englische Werke. desegebühren pr. können zu jeder Zeit erfolgen. Friedberg. Tag 2 kr., pr. Monat 30 fr., zwei Bände 45 kr. Reid, Capitäne Mayne, Blanche. Roman aus zwei Welten. Aus dem Englischen. 4 Bde. Schücking, L., Deutsche Kämpfe. 2 Bde. Gustav v. See, Von Rhein und Rhone. Novellen. Spielhagen, Fr., Deutsche Pionniere. Steffens, A., Standes-Vorurtheile. Roman. 4 Bde. Temme, J. D. H., Ein Gottver⸗ trauen. Volkshausen, Ad., Das Kind aus dem Ebräergang. Roman. 2 Bde. Waldmüller, R., Das Vermächt⸗ niß der Millionärin. 3 Bbde. 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