68 Samstag den 23. September. N 112. Oberhessischer Anzeiger. Itiedberger Intelligenzblalt. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag 1 beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich dreimal erscheinen wird. Das Abonnement beträgt bei den Poststellen vierteljährlich 38 kr., mit Bestell⸗ geld 47 kr. Bei der Verlags⸗Expedition kostet das Blatt für das kommende Quartal 30 kr. Auswärtige Abonnenten sind gebeten ihre Bestellungen bei den Poststellen oder Postboten baldigst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unterbrechung eintritt und vollzählige Exemplare geliefert werden können. Die Expedition. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Ausführung des Neichsgesetzes vom 14. Juni 1871 wegen Gewährung von Friedberg am 20. September 1871. Am l. October 4 Belhülfen an Ausgewiesene. n Nachdem die Feststellung und Ueberweisung der auf das Groß⸗ herzogthum entfallenden, durch Reichsgesetz zu Behülfen an Ausge— wiesene bestimmten Summe vor kurzem erfolgt ist, wird die Auszah⸗ lung der auf die einzelnen Anmeldungen bewilligten Beträge mit thunlichster Beschleuniguug zu Ende geführt werden. 4 Die in jüngster Zeit gemachte Wahrnehmung, daß eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Liquidanten, in der Meinung, daß die Aus zahlung der Beihülfen nur in Darmstadt bei der hierzu bestellten Com⸗ misston erfolge, sich mit dem Verlangen alsbaldiger Befriedigung bei dieser Commission ein findet, gibt Veranlassung die Interessenten von der Reise bierher oder nach Darmstadt abzumahnen und darauf auf— merksam zu machen, daß die Ueberweisung der bewilligten Summen in der Regel durch die betreffende Districts-Einnehmerel stattfindet, sowie daß die Bittsteller, bezüglich deren Anmeldungen noch Anstände obwalten und diejenigen, deren Ansprüche geprüft und der Großherzoglichen Hauptstaatscasse bereits zur Auszahlung überwiesen sind, in keinem Falle sofortige Befriedigung bei ihrem persönlichen Erscheinen zu gewärtigen haben, mithin die Kosten der Reise vergeblich aufwenden. Bei der Anzahl der nach definitiver Feststellung 5922 Köpfe umfassenden Anmeldungen kann, ungeachtet bereits eine beträchtliche 8 1 Wnamt dt! i ber 8 1 At Census n n Anzahl geprüft und ausbezahlt worden ist, die Erledigung der der Commission obliegenden Aufgabe noch einige Wochen in Anspruch nehmen. Es dürfte sich daher empfehlen, wenn diejenigen Liquidanten, deren Lage eine alsbadige Berüͤcksichtigung dringend nothwendig erscheinen läßt, ihre desfallsigen Gesuche von den betreffenden Groß⸗ herzoglichen Bürgermeistereien attestiren und an uns zur weitern Be⸗ förderung gelangen lassen, da auf sonstige nicht besonders begründete Er⸗ innerungsvorstellungen keine Rücksicht genommen werden kann. Schließlich machen wir darauf aufmerksam, daß die Erledigung der erhobenen Ansprüche insbesondere dadurch verzoͤgert wird, daß von den bedeutendere Summen in Anspruch nehmenden Li⸗ qutdanten nur ein geringer Theil sich veranlaßt gesehen hat, seine Anmeldungen, der unterm 28. Juni l. J. ergangenen Aufforderung Großherzoglichen Ministeriums des Großherzoglichen Hauses und des Acußern enksprechend, durch Erklärung über Wiederauffinden des zuruͤck⸗ gelassenen Mobiliars zu berichtigen, oder bezüglich der angeblich durch Zerstörung, Nachforderung von Miethe ꝛc. entstandenen Verluste irgend welche Bescheinigung beizubringen. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden beauftragt etwaige Interessenten nach Vorstehendem zu belehren. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. . * schriftlich bei uns einzureichen. Friedberg den 19. September 1871. In Gemäß heit Allerhöchster Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs wird zum Vollzuge des Reichsgesetzes vom 22. Juni 1871, die Gewährung von Beihülsen an Angehörige der Reserve und Landwehr betreffend, hiermit verordnet, wie folgt: —§. 1. Die der Großherzoglichen Regierung gemäß dem Reichsgesetze + vom 22. Juni 1871 zur Gewährung von Beihülfen an Angehörige der eee wide k. Scnent 0 dri Reserve und Landwehr zur Verfügung gestellte Summe von 149,201 fl. i 30 fr. wird auf die einzelnen Kreise, nach Verhältniß der aus denselben, 4 aus Veranlassung des Kriegs gegen Frankreich in den Jahren 1870 und 1871 zur Fahne einberufenen Officiere, Aerzte und Mannschaften der Reserve, Ersatzreserve erster Klasse und Landwehr vertheilt. b §. 2. Die Bewilligung der Beihülfen aus den, den einzelnen Kreisen überwiesenen Beträgen erfolgt durch die nach Vorschrift des Gesetzes vom 27. Februar 1850(Regierungsblatt von 1868 Seite 925) und die Be tanntmachung des Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 16. März 1809(Regierungsblatt Seite 154) gebildeten Kreise ⸗Unterstützungs⸗ Commissionen an die aus den betreffenden Kreisen zum Dienst einbe- rufenen Personen. 8 b 130 Die Kreieunterstützunge-Commissionen haben. sich bei der Be⸗ willigung der Beihülfen nach folgenden allgemeinen Grundsätzen zu bemessen: f 1) Die Beibülfe wird nur in den Fällen gewährt, wenn Angebörige ver Reserpe, Ersatzreserve erster Klasse oder Landwehr durch ihre Ein- 1. Klasse, welche einen Anspruch auf eine Beihülfe bilden zu können glau einzurichtende, gehörig zu begründende und mit den erforderlichen Nachweisen zr versehende Gesuche binnen 14 Tagen Bekanntmachung. Die Gewährung von Beihülfen au Angehörige der Reserve und Landwehr betr. 7 Unter Bezugnahme auf das Reichsgesetz vom 22. Juni d. und die im Abdruck nachfolgende Verordnung rubr. Betreffs vom 8. September 4 d. J. serdern wir alle diejenigen aus dem Kreise Friedberg zum Dienst einberufen gewesene Reservisten, Landwehrmänner und Ersatzreservisten ben, hiermit auf, ihre deßfallsigen, nach§. 3 und 4 gedachter Verordnung Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Ter a p p. Verordnung, die Gewährung von Beihülfen an Angehörige der Reserve und Landwehr betr. berufung zum Kriegsdienste in eine solche Lage gekommen sind, daß sie zur Erhaltung in ihrem Besitzstand oder ihrer Leistungsfähigkeit einer Beihülfe bedürfen. 5 2) V!ie Beihülfen werden in der Regel als Darlehen gewährt, zu deren Rückzahlung in einem oder mehreren Terminen angemessene Fristen bis zu fünf Jahren zu gestatten sind. Dabei kann eine mäßige Verzinsung der gewährten Darlehen, etwa bis zu drei Procent. ausbedungen werden. Kleinere Darlehen bis zu 100 fl. können unter der Bedingung der jähr⸗ lichen Rückzahlung einer bestimmten Summe, etwa von 10 fl. bewilligt werden. Ausnahmsweise können auch Unterstützungen, ohne Verpflichtung zur Rückzahlung in hierzu geeigneten Fällen, bis zum Betrage von Hundert Gulden bewilligt werden. §. 4. Diejenigen, welche ein Darlehen oder eine Unterstützung zu erhalten wünschen, haben ihre Gesuche bei dem betreffenden Kreis amte binnen einer von diesem anzuberaumenden Frist einzureichen und dabei nachzuweisen, daß und inwieweit sie in ihren Erwerbsverhältnissen durch ihre Einziehung zum Kriegsdienste geschädigt sind, und daß sie einer Bei- hülfe bedürfen, um sich in ihrem Besitzstande oder in ihrer Leistungs⸗ fähigkeit zu erhalten. Außerdem haben die Bittsteller in ihren Vorstellungen anzugeben, welche Summe sie zu erhalten wünschen, sowie ob und in welchen Terminen sie die Rückzahlung leisten wollen. Von den Kreisämtern sind die eingehenden stützungs⸗Commissionen vorzulegen, und sind von diesen die Entschließungen, nach vorgängiger genauer Prüfung der Verhältnisse, zu ertheilen. dringenden Fällen sind diese Entschließungen möglichst zu beschleunigen. §. 5 Diejenigen, als Darlehen hingegebenen Beträge, welche dem⸗ nächst wieder zur Rückzahlung gelangen, sind, insoweit noch ein Bedürfniß Gesuche den Kreis-Unter⸗ In wenden ist. der fraglichen Art in den betreffenden Kreisen besteht, zunächst zu dessen Das Großherzogliche Kreisamt Vorstehende Bekanntmachung wollen Sie alsbald zur Kenntniß der in Ihrer betr. und Ersatzreservisten J. Klasse bringen. Befriedigung, im anderen Falle aber zur Bildung eines Fon wenden, welcher, nach noch zu ertheilenden näheren Vorschriften zu verwalten und für ähnliche Zwecke in den betreffenden Kreisen zu ver- separat zu ver ⸗ Darmstadt den 8. September 1871. 5 n Großherzogliches Ministerium des Innern. 4 v. Bechtold. Lotheißen. Friedberg den 19. September 1871. Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Gemeinde sich aufhaltenden Reservisten, Landwehrmänner Tex g p y. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Distrietseinnehmer der Districtseinnehmerei Gau-Algesheim Carl Mann und der Finanz- Accessist Johannes Bittel aus Nierstein wurden zu Steuercontroleuren ernannt, Steueraufseher Erust Fuhr zum Districtseinnehmer der Districtseinnehmerei Lampertheim. — Dem Postinspector Hoppe aus Frank⸗ furt a. M. und dem Oberpostcommissarius Schultz hierselbst sind die Postinspectorenstellen für den hiesigen Bezirk, dem Letzteren unter Verleihung des Amtscharakters als„Post-Inspector,“ über— tragen worden. — 20. Sept. II. Kammer. Der neu ein- tretende Abg. Keil(Melbach) leistet den vorge— schriebenen Eid. Die eingelaufene Antwort des Ministeriums des Kriegs auf eine Interpellation des Abg. Curtman, die Stellvertretung betr., besagt, daß dieselbe noch bis Ablauf dieses Jahres statthaft ist. Hallwachs beantragt Aufbesserung der Pensionsverhältnisse des Fahrpersonals der Main-⸗Neckar⸗Bahn, Edinger die Errichtung von Postsparkassen nach englischem Muster. Backs bringt einen Antrag auf Erhöhung der Besoldungen sämmtlicher Staatsdiener ein. Auf der Tages; ordnung steht zunächst die Berathung über den Antrag des Abg. Wadsack auf Einlösung der seit Ende 1870 wertöͤlos gewordenen Grundrenten⸗ scheine. Der Ausschuß beantragt Ablehnung dieses Antrags, der indeß von dem Antragsteller, den Abgg. Schäfer, K. J. Hefmann, Volhard, von Biegeleben, Fink und Hallwachs, und der Regie— rung befürwortet wird, während Wernher und Kraft sich für Verwerfung des Antrags aussprechen. Die Kammer beschließt indeß, die Regierung zu ermächtigen, die noch ausstehenden Scheine inner— halb einer zu bestimmenden Frist bei der Staats— schulden⸗Tilgungskasse einzulösen. Die Abgg. Fink, Bamberger und Edinger hatten den Antrag ge— stellt, die Kammer wolle Großh. Regierung er mächtigen, von der Erhebung des Brückengeldes bei den stehenden und fliegenden Staatsabrücken ebhestens abzusehen und ersuchen, im nächsten Budget eine Einnahme aus Brückengeld nicht mehr vorzusehen. Der Antrag des berichtenden Aus— schusses geht indeß dahin:„die Kammer wolle den Antrag der Ab. Fink und Consorten der Regie— rung zur thunlichen Berücksichtigung bei Aufstel— lung des Hauptvoranschlags der Staats-Einnahmen und Ausgaben für die Finanzperiode von 1872/74 empfehlen“ und wird derselbe mit großer Mehr- heit zum Beschluß erhoben Es folgt die Be— rathung des Antrags des Abg. Curtman: die Kammer wolle die Regierung ersuchen, in dem nächstjährigen Budget einen Staatszuschuß zu der Volks Schullehrer ⸗Wittwenkasse vorzusehen, wo— durch die jährliche Wittwenpension auf 150 fl. gebracht und an die Waisen der Lehrer bis zum vollendeten 21. Lebensjahre ausbezahlt werden kann. Nach längerer Debatte, in welcher sämmt— liche Reduer, die Abgg. Schäfer, Kraft, Goldmann, Fink, K. J. Hoffmann, Dernburg Hallwachs u. A. ihren Sympathien für die Interessen des Lehrer— flandes Ausdruck verlieben und die deßfallsige Bexreitwilligkeit der Kammer documentitten, wird auf Autrag des Abg. Volhard beschlossen, die Regierung um eine Vorlage über diesen Gegen⸗ staud zu ersuchen. Ein Antrag des Abg. Keil (Fürth), eine allgemeine Erhöhung der Besol— dungen und Gehalte der Volks⸗ Schullehrer aus Staatsmitteln betreffend, wurde nach einigen kurzen Bemerkungen für erledigt erklärt, da die Regie⸗ rung dem Ausschuß eröffvet Jatte:„Die Regie— rung hat eine weitere Erhöhung der Gehalte der Volksschullehrer bereits in Aussicht genommen und ist dermalen mit der Frage beschäftigt, in welchem Umfange und in welcher Weise solche zu bewirken sein möchte. Dabei glaubt aber die Regierung an dem seither befolgten, auch in der Verordnung vom 22. November 1864 ausgedrückten Grrndsatze festhalten zu müssen, daß zunächst die Gemeinden verpflichtet sind, die Mittel zur Aufbesserung der Schullehrergehalte aufzubringen, und daß nur dann, wenn und insoweit die Gemeinden hierzu mitteln einzutreten hat. Die hierzu nöthigen Mittel werden in dem nächsten Staäatsbudget vor— gesehen werden.“— Ein Antrag des Abg. Kolb, der Realschule zu Alsfeld eine weitere Staats— lassen, wird trotz der warmen Befürwortung des Antragstellers und des Abg. Haberkorn abgelehnt, da die Regierung eine Erhöhung der Dotation sämmtlicher Realschulen in Aussicht genommen hat. — 21. Sept. Die II. Kammer verwarf in heutiger Sitzung mit 29 gegen 10 Stimmen den Antrag des Abg. Hallwachs und Genossen, die Kammer wolle Gr. Regierung ersuchen, das revi⸗ dirte Wahlgesetz den Ständen noch in diesem Jahre, und zwar so zeitig vorzulegen, daß das Budget pro 1872— 74 der auf Grund dieses Wahlgesetzes alsbald neu zu wählenden Kammer zur ständischen Verabschiedung vorgelegt werden könne. Dagegen genehmigte dieselbe mit 22 gegen 17 Stimmen einen Antrag das Abg. Wernher und Genossen, daß die Regierung ersucht werden möge, noch im Laufe des Jahres 1871 ein neues Wahlgesetz vorzulegen; ein weiterer Antrag der genannten Abgeordneten, daß die Kammer sich nach dem Geiste der Verfassung für nicht berech tigt erkläre, ein Finanzgesetz pro 1872 bis 1874 zu vereinbaren, wurde mit 23 gegen 6 Stimmen angenommen. Die Kammer erklärte sich zugleich bereit, um eine Vereinbarung zu ermöglichen, unter Beobachtung des Artikels 10 der Verfassung ein einjähriges Finanzgesetz zu berathen. Elf Mit⸗ glieder stimmten dagegen. — Die 1. Kammer tritt Mittwoch den 27. d. Vormittags ½10 Uhr zu einer Sitzung zusammen. — Eine Correspondenz des„Fr J.“ aus Darmstadt vom 20. d. sagt: Gestern hat das Gesammtwinisterium dem Großherzoge in der viel— besprochenen Besoldungsfrage Bericht erstattet. Die Majorität hat sich für Beibehaltung des jetzigen Besoldungssystems(der fixen Gehalte und der Naturalvergütungen) ausgesprochen und eine Er— höhung jener, mithin der Grundlage, um ¼ empfohlen. Man hofft, daß die schwerbedrängte pecuniäre Lage unserer Subalternbeamten durch diesen Vorschlag wenigstens einigermaßen aufge- bessert werde. Bezügliche Vorlage wird den Ständen nach Genehmigung dez Großherzogs alsbald zugehen. Berlin. Die„Provinzial ⸗Correspondenz“ schreibt: Die Untechandlungen über die Zollver⸗ hältnisse Elsaß⸗Lothringens sind, nachdem sie schon einem befriedigenden Ergebniß nahe schienen, auf ernste Hindernisse gestoßen, da die Nationalver— sammlung dem vorgelegten Vertragsentwurf nur mit Abänderungen zustimmte, die zu Gunsten Frankreichs noch weitere Zugeständnisse beanspruchen. — Dem Vernehmen nach wird eine deutsche Eisenbahngesellschaft mit 5 Millionen Thalern von außer Stand sind, eine Beihülfe aus Staats- subvention von 1500 fl. zu Theil werden zu Bank, dem schlesischen Bankverein, Unionbank, G. Müller und Comp. und Henoch und Goldschmidt gegründes. E Der„Kreuzzeitung“ nach erfolgt die Einberufung des Reichstags keinenfalls vor de 15. October, da die Einberufung des Bundes- rathes, dem die Vorbereitung der Vorlagen obliegt, vorangehen muß. Wilbelmshöhe. Am 18. d. ist der Kron⸗ prinz nebst Gemahlin, Kindern und Gefolge mittelst Extrazuges der hannoverschen Eisenbahn dahier angekommen. München. Der König verlieh der Königin der Belgier, sowie der deutschen Kronprinzessin das Verdienstkreuz pro 1870— 71 am großen Bande und zeigte diese Auszeichnung beiden Fürstinnen schristlich an.* e Zu dem Katholikencongreß sind bereits Abgeordnete von der russischen und spanischen Re⸗ gierung, aus England, Frankreich, von der Kirche zu Utrecht und aus allen Theilen Deutschlands eingetroffen. Als Redner wird auch Pater Hya⸗ einthe auftreten. Augsburg. Auf einer hier abgehaltenen Vorversammlung zum Allkatholiken-Congreß be⸗ merkte Bürgermeister Fischer u. A.: Es handle sich viel weniger um eine confessionelle als um eine politische Frage. Auch die Nichttheologen hätten da ein dreifaches Recht, mitzusprechen: 1) als Mitglieder der katholischen Kirche, 2) als Bürger Bayerns, 3) als Angehörige des deutschen Reichs.„Man darf sich(schloß der Redner) nicht auf die Vorsehung der höchsten Staatsge⸗ walt verlassen: diese muß ihre Unterlage im Volke finden, denn wie kann man verlangen, daß die Leiter des Staats in so verwickelten Fragen mit Energie vorwärts gehen, wenn sie nicht sehen, daß das Volk hinter ihnen steht? Wir müssen deutlich und vor aller Welt Zeugniß geben, daß auch hier ein richtiges Verständniß für die Frage vorhanden ist und zeigen, daß wir würdig sind, die Mitglieder eines großen Staats zu sein.“ In Deggendorf wurde am 17. d. M., nachdem Tags zuvor schon in einer Vorversamm⸗ lung Pfarrer Mahr, Pfarrer Pfahler, Freiherr v. Hafenbrödl u. A. gesprochen, die dritte Stif⸗ tungsfeier des bayerisch-patriotischen Bauernvereins abgebalten. In der Nachmittags abgehaltenen öffentlichen Generalversammlung verlas Dr. Pfahler fünf Resolutionen, welche Professor Greil in einer einstündigen Rede ausführlich begründete, Während sodann ein P. Lorenz über die Katholikenver⸗ sammlung in Mainz Bericht erstattete, wurde, da auch Frauen sich eingefunden, was gegen das Ver⸗ einsgesetz verstößt, die Versammlung von dem Vertreter des Bezirksamts aufgelößt. Straßburg. Das Kuratorium der Straß⸗ burger Universität ist, wie der„Magdeb. Zig“ gemeldet wird, Seitens des Reichskanzlers dem früheren badischen Minister des Auswärtigen, v. Roggenbach, angeboten worden. Herr v. Roggen⸗ bach hatte sich in Folge dessen nach St aßburg begeben; wie es scheint, ist derselbe nicht abge neigt, den wichtigen und einflußreichen Possen unter gewissen Voraussetzungen zu übernehmen. — Eine Bekanntmachung des Präfecten des Niederrheins besagt:„Das kaiserliche Reichs⸗ kanzleramt hat durch Erlaß vom 15. August die Aufhebung der seit dem 18. April c. bestehenden confessionellen Lehrerseminarien und die Umbildung derselben in Simultan-Anstalten angeordnet. Das der mitteldeutschen Creditbank, der internationalen Seminar zu Straßburg wird demnach mit dem der deutschen 1 14 N 1 1 — —— 0 E „ 78 2 det Kron rege nimh Eaerbahn dahlz tut der Konig d Lrewriftft * a große reenzzg beide Aer irt ber ret pparischen N., 8 ver der Kirg realer Derischlan auc Peter 95 gt kes keulschen der Nedutt) ien Staatsge erlagt in Volke aeg, daß dit ict Fragen 11 scha, 6 l fein“ 28 17. 5. 1 1 Veterans fahle, Frtihen S6. ue Sch; „ kran en Autbtrtint z betbaltentt n 1 Dr Pfablet 7 is kintt Beginn des neuen Semesters als Simultan-Seminar wieber eröffnet werden, und setze ich die Eröff⸗ nung auf den 10. October c. fest.“ — Vor seiner Abreise hat Graf v. Bismarck— Bohlen für nöthig erachtet, der katholischen und protestantischen Geistlichkeit von Elsaß und Lothringen eine Verwarnung zu ertheilen in Bezug auf deren politische Haltung. Anlaß zu dieser Maßregel gaben einige in Wörth, Weißenburg und anderswo in den Kirchen oder auf den Friedhöfen gehaltene Reden. Besagte Verwar— nung ist den einzelnen Geistlichen durch die betr. Behörden beider Kirchen mitgetheilt worden. Ausland. Oesterreich. Wien. Die„Wiener Abend— post“ dementirt die hier eirculirenden Gerüchte über eine Ministerkrists und betont neuerdings mit aller Entschiedenheit, daß das kaiserliche Reseript an den böhmischen Landtag die Verfassung voll— kommen intact lasse.— Die„Presse“ meldet: Kaiser Wilhelm hat dem Grafen Beust das Band des schwarzen Adlerordens verliehen; General v. Schweinitz hat dem Reichskanzler am 19. d. die Decoration überreicht. Schweiz. Eine Altkatholikenversammlung in Solothurn hat beschlossen die Kantonsregierungen zu ersuchen, das Unfehlbarkeitsdogma und den Syllabus für verfassungswidrig zu erklären, die Lehre derselben im Schulunterricht zu verhindern, den Altkatholikengemeinden Eigenthumsrecht an den Kirchengütern und das Recht ihre Geistlichen zu wählen zuzusprechen. N Frankreich. Paris. Nachrichten aus den Provinzen zufolge ist die Entwaffnung der Na- tionalgarden in den Departements Rhone und Loire nahezu beendigt. Ueberall herrscht Ruhe. — Die„Agente Havas“ meldet nun auch, daß Zerstörung des Thiers'schen Hauses habe er nicht angeregt; bei seiner Gefangennahme in Meaux habe er die ihm angebotene Freiheit abgelehnt. Nach langer Beweisaufnahme forderte der Regie- rungscommissär zur strengen Anwendung des Ge— setzes auf. Hierauf wurde die Sitzung auf morgen vertagt. Großbritannien. Prinz Ludwig von Hessen ist nebst Gemahlin zum Besuche bei der Königin in Balmoral eingetroffen. Italien. Den französischen Freundschafts⸗ versicherungen gegenüber hat fast die gesammte italienische Presse einen sehr eisigen Ton ange— schlagen. Die Journale meinen, daß auf Worte wenig zu geben sei, wenn Thaten fortwährend mit denselben in Widerspruch stehen, und weisen darauf hin, daß der König nicht am Einweihungs— feste des Tunnels durch den Mont-Cenis habe Theil nehmen können, weil der Präsident der fran— zösischen Republik demselben fern geblieben sei, so wie darauf, daß Frankreich noch immer keinen Vertieter bei Victor Emanuel habe, wohl aber bei Pius IX. Nordamerika Nach der„Köln. Ztg.“ hat sich seit Kurzem die Internationale auch in den vereinigten Staaten eingebürgert und besteben jetzt dort zehn Abtheilungen. Diese zehn Abthei⸗— lungen bilden einen innigen Verband, der seine besonderen Weisungen von London aus empfängt. Au jedem ersten und dritten Sonntage eines jeden F finden in einem mit schauderbaft gemalten Emblemen, unter denen Revolver und Dolch die Hauptrolle spielen, verzierten kleinen Saale einer obscuren Kneipe des zehnten Stadtviertels Sitzun— gen der in New-ANork ansässigen Seetionen der Internationale statt, zu welchem auch theilweise Delegirte von den auswärtigen Sectionen sich einfinden. Die Debatten sind der leidenschaft— die Modisicationen, welche die französische National- lichsten Natur und drehen sich um den Umsturz versammlung beschlossen hat, den Abschluß des aller bestehenden Verhältnisse, welcher Art sie auch Vertrags um einige Tage verzögern könnten, dau sein mögen— social oder politisch. Bemerkens— sich Graf Arnim in Folge dessen genöthigt ge- wertb ist hierbei, daß bie jetzt die Abtheilungen 1— sehen habe, vorher Bericht nach Berlin zu erstatten. — An der Börse waren Gerüchte sehr ernster Natur verbreitet. Man erzählte von einer ent— deckten bonapartistischen Militär-Verschwörung und fügte sogar das Detail an, daß General Douai, Commandant der Pariser Division, an ihrer Spitze stehe. Factisch ist, daß in den Casernen und namentlich in den Hotels Verhaftungen, angeblich aus London gekommener bonapartistischer Agenten vorgenommen wurden. — Der„Agence Havas“ zufolge österreichische Geschäftsträger dem Präsidenten der Republik eine Depesche seiner Regierung übergeben, welche darlegt, daß in der Annäherung Oestexreichs an Deutschland keine Bedrohung Frankreichs oder des Friedens überhaupt liege. Diese Annäherung lasse dem Kaiser von Oesterreich die Freiheit, die Beziehungen der Freundschaft und des Vertrauens gegen die französische Republik fortzusetzen. N Rochefort lehnte vor dem Kriegsgericht die Soli darität mit den Männern der Commune ab, sagte, daß er dieselben nicht einmal kenne, und verthei— digte sich lebhaft gegen die in der Anklage gegen ihn erhobenen Beschuldigungen. Die ineriminirten Journal- Artikel rührten nicht von ihm her; er habe stets der Commune Opposition gemacht; die hat der Aus Bornheim meldet das„Fr. J.“, der Internationale aus Arbeitern der niedersten Gattung besteben, nur die Führer gehören den bessern Ständen an; zusammengesetzt siad sie aus allen Völkerschaften und Ragen, selbst der Neger ist darin vertreten. E. Bad⸗Nauheim. In dem Garten des Herrn Bittong dahier befindet sich ein Kastanienbaum, welcher die Blätler verloren, Früchte trägt und dabei in voller Blüthe steht. Auch blühen in dem Weinberge des Herrn P. Aletter die Trauben zum zweitenmal. Aus Gießen wird gemeldet: Wie wir vernehmen, ist am 19. d. die an dem Bahnhof Wetzlar gelegene Phosphorilfabrik durch Explosion in die Luft geflogen. Man spricht von 4 Todten, welche gräßlich verstümmelt worden sejen und 4 Verwundeten. Unachtsamkeit des Heizers soll Schuld an diesem Unglück sein. daß der Verkauf der der dortigen Gemeinde gehörigen Bornheimer Haide an ein Frankfurter Consortium(als Theilnehmer nennt man die Herren Oppenheim und Well, sowie die — Bau- Unternehmer Gebr. Holzmann) zum Abschluß ge⸗ kommen. Die verkauften 72 Morgen erzielten einen Preis von 504000 fl. Es kommt somit der Morgen auf 7000 fl. zu stehen. Die Käufer übernehmen felostverständ⸗ lich die Herstellung und Pflasterung der Straßen, sowie die Kosten für die beabsichtigte Canalisation. Frankfurt. Auf der Hanamer Bahn erscholl dieser Tage der Ruf:„Feuer, die Spritze brennt!“ Alles stürzie nach dem Spritzenhaus und überzeugte sich von der voll⸗ ständigen Wahrbeit des Rufes. Das Feuer soll durch die Unachtsamkeit eines Arbeiters, welcher auch entlassen wurde, entstanden sein. In Limburg ist am 19. Sept. Nachmittags in der der Bergwerkschaftsgesellschaft Victor Meyer u. Comp. ge⸗ hörigen Fabrik der Dampfkessel explodirt, wobei 4 Arbeiker todt geblieben und eine größere Anzahl leicht und schwer verletzt worden sein sollen. Düsseldorf. Eine neue kolossale Locomotive aus der Borsig'schen Fabrik(Nr. 2686.„Wörth“) kam vor einigen Tagen von Berlin hier an und fuhr sofort nach Deutz, um den Courierzug nach Berlin zu bringen. Die Locomolive soll den Weg von Köln nach Berlin in acht Stunden zurücklegen. Das Räderwerk war kaum zu hören. Baden⸗Baden. Es ist hier eine namhafte Anzahl verwundeter Militärs aus allen deutschen Staaten, welche stets, wenn sie den Weg des Kaisers kreuzen, angesprochen werden; mit den Offizieren unterhält sich der Kaiser dann besonders freundlich; Krüppel aller Arten gibt es, leider! unter diesen jungen Männern viele. Vom Bodensee. Ein nach Romanshorn abge sahrenes Segelschiff mit Steinen geladen versank in der Gegend von Horn in ziemlicher Tiefe mit sämmtlichen 3 Schiffsleuten; bis jetzt hat man merkwürdiger Weise gar keine Spur vom Schiff und dessen Requisiten.— Am Abend desselben Tages suhr ein Bahnzug von Romans⸗ horn auf einen stark besetzten Personenzug ein, welcher zwischen Bahnhof und Kornhaus stand. 4 Personenwagen wurden aus dem Geleise geworfen und ziemlich stark be⸗ schädigt, glückticherweise wurden nur wenige Personen hierbei verletzt. Metz: Auf der Station Bettembach sticß der von Luxemburg kommende Güterzug unb der von Metz kom⸗ mende Personenzug zusammen, die Güterwagen wurden auf das Kitrsch'sche Haus gestoßen und das Haus fast voll⸗ ständig zertrümmert, 12 Personen wurden mehr oder minder verletzt. Der zweite Vorsteher des Bahnhofs und der preußische Locomolipfübrer sind verhaftet. Oeffentliche Zekanntmachung. Da auf dem fünften deutschen Protestanten-Tag die Verhältnisse der einzelnen deutschen Staaten nicht zum Gegenstand spezieller Verhandlung und Beschlußfassung gemacht werden können, so erscheint es zweckmäßig, daß an den Plotestanzen-Tag anschließend der protestantische Landesaussschuß für Hessen, sowie die Delegir-⸗ ten, Mitglieder und Freunde der hessischen Protestanten-Vereine zu einer besonderen Berathung über die kirchlichen Verhältnisse in Hessen zusammentreten. Für die Tagesordnung sind vorläufig zwei Fragen in Aussicht genommen: 1) Wie die Großh. Regierung zu einem Einschreiten gegen die verfassungswidrig vollzogene Verkündigung des Dogma's der päpftlichen Unfehlbarkeit und gegen den Jesuitenorden zu bestimmen; 2) wie sich von 8 der Protestanten Vereine in der protestantischen Verfassungssache zu verhallen und mit welchen Mitteln insbesondere die Aufhebung der Präsentationsrechte zu erzielen sei. Außerdem wird für den in Folge seiner Wahl zum Ober-Pfarrer zu Eisenach aus dem Landesausschuß aus⸗ tretenden Herrn Pfarrer Dr. Marbach von Obbornhofen ein neues Mitglied in den Landesausschuß zu wählen ein. Ich lade hiermit die Mitglieder des Landesausschusses, die Delegirten, Mitglieder und Freunde der hessischen Pro testauten⸗Vereine zu einer Versammlung auf Donnerstag den 5. October, Nachmittags 3 Uhr, in den großen Saal des Schützenhofs dahier ein und rechne mit Zuversicht auf zahlreiches Erscheinen. Die Einttitiskarten zu den Verhandlungen des Pro— testanten⸗Tags legitimiren auch zum Eintritt in den Saal. Darmstadt, 19. September 1871. A. Ohly, Hofgerichts⸗Advocat. Eingesandt. Wenn auch Friedberg eben keine Krieger herandildet, so bat es doch den höheren Beruf„Männer des Friedens und Volksbitdner“ heranzubilden und damit die Bildung ein Gemeingut werde, möchten wir die tüchtigen Fach⸗ männer Friedbergs höflichst gebeten haben, die während des vorigen Winters durch den Krieg unterbrochenen Vorträge etwas vermehrt srühzeittg ins Leben zu rufen. Mehrere Bürger. tue Linsen! Erbsen und Bohnen, in gut kochender Waare, bel Wilb. Fertsch. Zu verkaufen 2283 einen Morgen Acker am Wartberg und ½ Morgen Garten am Schüßenraln Ad. Söllner l. Wittwe. Der neue Cursus 2255 ur schnellen und gründlichen Erlernung des n resp. Zuschnelren, Maßnehmen, Richten und Anprobtren, innerhalb 4 Wochen, bealnnt den 9. Oktober l. J. Anmeldungen nimmt entgegen Frau Lehrer Heß. 2265 Ein kraͤftiger Junge, 2201 welcher die Bäckerel erlernen will, kann sofort getzen Lohn eintreten. Frtedbergz A. Vor bach Wohnungs veränderung. 2336 Meinen geehrten Kunden diene zur Nachricht, daß ich mein seitheriges Logts verlassen und nunmehr im Hause dee Herrn Nikolaus Müller neben Herrn Gast⸗ [wirtb Scheibel wobne. Friedberg am 23. September 1871. H. W. Hofmann, Schubmochermeißer. —Pestes Aaschinenäl Wilhelm Fertsch. 18 4 2209 bet Glace-Aandschuhe ,, W. WTürkische Zwetschen 2210 bei Wilhelm Fertsch. 2351 Das deutsch⸗lateinische Wörterbuch von Dr. Georges, 2 starke Bände, neueste Auflage von 1870, fhark und schön eingebunden und noch ganz neu, wird billig verkauft. Wo? sagt die Expedition d. Bi. Einen Wagen mit Jugehuͤr 2335 hat zu verkausen Heinrich Scheibel in Ober-Mörlen. Eine Partie Mist 2348 hat zu verkaufen E. Hanstein. r Butzbacher Kirchweihe. 2315 Sonntag den 24. und Montag den 25. d. M. 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Die Ftische und Ktaft der Leitartikel unseres Blattes ist bekannt, ebenso die echt deutsch⸗natianale und fortschrittliche Gesinnung der Main-Zettung. Für unsere fortdauernden Bemühungen durch Zuziehung neuer tüchtiger Kräfte und durch Anknüpfung neuer Verbindungen den Inhalt des Blattes nach allen Seiten hin reichhaltiger und gediegener zu machen, haben wir den Lohn unseres Strebens in einem auffallend starken Wachsthum unseres Blattes gefunden. Wir find dadurch auch in die Lage versetzt gewesen, den Raum unseres Blattes durch häufige Beilagen zu vergrößern, ohne den Preis des Abonntments zu erhöhen. Indem wie zum zahlretchen Abonnement auffordern, bemerken wir, daß jede Postanstalt ein solches gegen Erlegung von 1 fl. 42 kr. cytgegennimmt. Daß Inserate in der Main-Zeitung eines ganz besonderen Erfolges versichert find, braucht kaum hinzugefügt zu werden. Hochachtungsvollst Darmstadt im September 1871. Die Expedition der Main⸗Zeitung. Eine Partie Reste 2340 ächten französischen Seidensammt für Jacken und Paletots, Grosgrainsbänder in allen Farben und Breiten zu Schleifen geeignet, verkaufe zu außergewöhalich billigen Preisen. Gleichzeitig bringe ich auch noch mein wohl⸗ assortirtes Lager in Winterartikeln und Hüten aller Gattungen in den neuesten Fagons in empfehlende Erinnerung. L. Hi Ir s eh, Möbel-Lager Tapetenhandlung. 2284 Alle Sorten Möbel, für deren 15 garantirt, 272 Vollständig assortirtes 5 von Tapeten zu den find in großer Auswahl zu haben bei Pfeffer, billigsten Preisen empfiehlt Friedberg. Hof⸗Möbelschreiner. Bad⸗ Nauheim. Horn. ur ussagat Hirsche Fuabeucer! Zur Aus 1996 bei Wilhelm ertsch Waldecker Staudenroggen 2342 bet J. L. Rappolt. zu Ockstadt. ö 2337 Sonntag den 24. September stadet n meinem Saale Tanzmufik be wozu böflichst einladet Katharina Steyer. Nachkirchweihfest zu Ockstadt. 2346 Sonntag 4 24. d. M. findet bei mir Tanzmute statt, wozu freundlichst einladet Karl Hermes. Uauheimer Kirchweihfest. auf seiner Kegelbahn einen Hammel auskegeln und find Freunde des Kegelsplels zur e 10 0 Re eingeladen. interichuhe 2350 in größter Auswahl, ohne Preisaufschlag, bei Heinrich Diehl, usagasse. Rechtfertigung! 2349 In der letzten Nr. des Oberhessischen Anzeigers erklären vier Herten Schuhmachermeister hiesiger Stadt und auch Einziger mit der Unterschrift„Mehrere Familien⸗ väter“, daß fis mit dem in einer öffentlichen Versamm⸗ lung hiefiger Schuhmacher gefaßten Beschlusse, zu welcher Schubwaaren um 200% zur Folge batte, nicht einver⸗ standen seien und dlese Erhohung als ungerechtfertigt bezeichnet wird. Thalsach: ift aber unt bleibt, daß in andern Städten, wo eine Erhöhung nicht neuerdings beschlossen, die Preise der Schuhwaaren bereits so hoch find, daß wir diese Höhe noch nicht mit unserm deab⸗ fichtigten Aufschlag erreichen. Lederhändler und Fabri⸗ kanten werden allen Interessenten aber gerne beftättgen,= daß die Rohwaaren um das Doppelte gegen früher ge⸗ fliegen und Lebensmittel und Ardeitslöhne find als sehr hochstebend allseitig bekannt. Unser Aufschlag ist hiernach volländig gerechiseligt und wir verweisen fast zum Ueberflusse, ungerne auf unsere früheren Herren Collegen, aller Orlen, die der Schuhmacherei längst Valet gesagt, um eine sehr bescheidene dtenstliche Stellung zu versehen. Zwei unserer derren Collegen, die insgesammt mit uns das gleiche Klagelied gesungen, daß wir zu geringen Verdienst haben und obendrein mit der Be⸗ zahlung unserer Rechnungen bis ins Unendliche warten müssen, find so glücklich, die Schuhmacherei als Haupt⸗ sache nicht mehr zu betrachten, und die beiden andern Herren stehen möglichenfalls mit ihren seitberigen Preisen uns erf jetzt gleich. Wir hätten hiernach glauden können, daß sie mit uns einverstanden und uns den Fehler ver⸗ ziehen, den wir heute durch bessere Unterzeichnung unserer Kundmachung zu erreichen gedesken. Die vereinigten Schuhmacher. 1* 9 8 = luer Vitriol! 2333 in schönster Qualtität und zu billigstem Preis bei Wilh. Fertsch. Unter jacken und Unterhosen zu verschledenen Pressen bei K. Friedrich neben der Post in Friedberg. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangtlische Gemeindt. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Baur. 16. Sonntag nach Trinitatis. Gottesdieust in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Schwabe. Nachmittags: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags: Herr Pfarrer Köhler. Nachmitlags: fällt aus. Katholische Gemtinde. Samstag um 5 Uhr Nachmittags Beichte. 17. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags: ½9 Uhr Hocham! und Predigt. Nachmittags: ½'2 Uhr Christenlehte und Andacht. Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen Morgens 7½ Uhr. f 1802 Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs Blatt Nr. 38 und eine Beilage.) 4 . 4. Nachkirchwei eibfes— f 1 2338 Unterzeichneter läßt während des Kirchweihfefses 1 1 alle Betheiligten geladen und welcher die Erhöhung der J I nnn Wee en lee 11. rere amm dete ie pelt 1 * u Crtö bung is laut 1. n 4 gert e urt ekt, de u : ritt rm, b darts tus se 90 n nm bes mbit! ut gaht dr te brüder; ur gt gen wüher g. iet int 46 tit e 0g f rene det r Ferret Cen ure Salct ge,, ,t Süung 11 * t rtgtsamm! dert, def un n tm ut det be⸗ mti warn ert. alt dau u dent aden tut den drhitt er a nf 1 f 14 e, D Beilage. berhessischer Anzeiger. M112. Güter Versteigerung. 2220 Montag den 25. September d. J. Vormittags 9 Uhr, sollen in hiesigem Ratbhause auf freiwilligen Antrag der Carl Friedrich Graff's Erben dahier die denselben in den Gemarkungen Friedberg und Fauerbach zustehenden Güterstücke unter sehr vortbelldaften Be— dingungen öffentlich metstbietend versteigert werden. Das Guterverzeichniß liegt bis zum Versteigerungs— termin im hiesi ten Rathhause zur Einsicht offen; auch werden die Flurschützen etwa gewünscht werdende Aus— kunft ertheilen. Friedberg am 7. September 1871. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. . Falck, dienssältester Gerichtsmann. Güter Versteigerung. 2273 Montag den 2. Oct. d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in biefigem Rathhause auf freiwilligen Antrag der Ebefrau des Großherzoglichen Gendarmen Dillen⸗ burger, Elise geb. Möhling, nachbeschriebene Güterstücke: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 9. 91. 165. Acker Großwartfeld, 10. 33. 249.„ Lachenseld des Eygen, 10. 79. 208.„ Lachenfeld, 13. 276. 330.„ Großgalgenfeld am Dachspfad, 14. 80. 177.„ Großzalgenfeld, 14. 150. 219.„ binter der Töpferkaut, öffentlich meinbteteno auf sechsjähtige Martiniziele ver steigert werder. Friedberg den 12. September 1871. Großherzogliches Ortogericht fertedberg. Dienstältester Gerichtosmann Fa ld. Oeffentliche Aufforderung. 2332 C. Naumann in Offenbach a. M. fordert laut bet dem unterzeichneten Gerichte eingereichter Klage an die Wutwe des S. Samuel in Friedberg 1) aus Waarenverkauf den Restbetrag von dg fl. 33 kr., 2) aus Wechsel die Summe von 14 fl. 11 kr. Der dermalige Aufentbaltsort der Beklagten— dem Vermutben nach außerhalb Europa gelegen— ift unbekannt, weßhalb dieselbe auf diesem Wege unter dem Anfügen, daß es ihr freistehe, die Akten in dem Gerichtslocale einzusehen, oder einschen zu lassen, auf⸗ gefordert wird, sich Donnerstag den 4. Jannar 1872, 3 Vormittags 9 Uhr, kei Meldung der Annahme Zugefländuisses und Aus- schlusses mit Einreden auf die Klage zu erklären. Weitere procesleitende Verfügungen werden an die Gerichtsthüre angeschlagen. Friedberg den 14. September 1871. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Zimmermann, Landrichter. Landgerichts- Assessor. Kapitalgesuch. 2345 Die Sladt Friedberg beatsichtigt ein Kapital von 4 bis 5000 fl. zu 4½ Procent Zinsen getrennt oder im Ganzen aufzunehmen und können Anmeldungen zu diesem Anlehen binnen 14 Tagen auf dem Buürgermeisterei Vüregu dahter erfolgen. Friedberg den 21. September 1871. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg. 8. Stelnhäußer, Beigeordneter. Mobiliar-Versteigerung. 2344 Dienstag den 26. September d. J, Vormlttags 9 Uhr anfangend, sollen in der Hofraithe des Schreiner meisters Chriflian Valentin dahter die zum Nach⸗ lasse ter Johann Philspp Jungs Wittwe gehörenden Mobllten, bestehend in Tischen, Stühlen, Schränken, Coumoden, Veitstellen, Bettung, Kleidern, Welßzeug, Küchengeräthen und sonstigen Haus haltungsgegenständen öffentlich meisibtetend gegen Baarzahlung versteigert werden. 2 Friedberg den 21. September 1870. Groß berzogliches Ortsgericht Friedberg. J. V. d. B.: a lck, dienstältester Gerichtsmann. Bekanntmachung. 2331 Montag den 2. k. Mte., Vormittage 11 Ubr, wird auf hiesigem Rathhause die der Wittwe des Schorn— sleinsegers Gottiteb Schäfer, Susanne, geb. Horn, und Kinder dahier in biesiger Stadt zustebende Hoftalthe: pmb. 1229 24%1ỹ.e Rib. Hoftalthe in der Park⸗ 1228 nraße neben Herrn C. 1230 Wlegand und „ 1228 2 13 ¼%„ Oarten dabet öffentiich an den Melstbtetenden versleigert. Bad- Nauheim am 21. September 1871. Großherzoglichen Ortagericht Bad⸗Nauhelm. Schutt. Vorschuß- und Credit-Verein Zu Kiitdberg. (Eingetragene Genossenschaft.) 2234 Kapitalisn nehmen zu jeder Zeit und verzinsen dieselben zu 4% mit Zins⸗ anfang einen Tag nach der Einlage. Unsere Kasse ist an den Wochentogen des Vormittags von 9 bie 12 Uhr und des Nachmittags von 2 bis 4 Uhr offen. Der Vorstand: F. Se ch t. Er m u s. Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Actien-Gesellschast. Directe Post-Dampfschifffahrt zwischen HAMBURG A NEW- TORK vermittelst der Post-Dampfschiffe Sangen Ang, 25 et. N Wesiphalia, Mittwoch, 4. Oct. Thuringia, Sonnab., 18. Octbr. 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Mainz in Friedberg eine Niederlage meiner Maschinen übergeben und können solche zu obigen Preisen und unten vollständiger Garantie von demselben bezogen werden. G. Neidlinger, General-Agent der Singer Manufacturing Cie., Zeil 37, Frankfurt a. JI. mit Rolifuss f. Schuhmacher 52 Um vor Taäuschung zu schützen, wird jeder Original- Maschine ein Ursprungs,Certificat beigegeben, welches in New⸗Nork ausgestellt ist, die Nummer der Maschine enthält und meine An unsere verehrten Kunden! 2309 In Folge des seit Jahren gestiegenen, jetzt aber so enorm hohen Preises der Leder— stoffe, der immerwährend steigenden Arbeits⸗ löhne, sowie der Theuerung aller Lebensbe— durfnisse, sehen wir uns gezwungen, die Preise der Schuhwaaren um 20%, in Aufschlag zu bringen. Ferner haben wir beschlossen, im Interesse unserer Kunden wie dem unsrigen, die Rechnungen jedes Vierteljahr zuzustellen. Die vereinigten Schuhmachermeister Friedbergs. Düngemittel 2334 der Chemischen Fabrik Griesheim in Frankfurt a. M. 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Waagen, als: Decimal⸗, ober⸗ und unterschaalige Tafel- und Schnell⸗Waagen, sowie eiserne und messingene Gewichte, — alles nach Vorschrift der am 1. Januar 1872 odligatorssch werdenden neuen Maaß⸗ und Gewichts⸗ Ordnung— empfiehlt Laulerbeach a. d. Oberhessischen Bahn. 2203 Jean Becker. Bergleute jeder Arbeiterklasse finden fort— während Beschäftigung auf den Ober⸗Rosbacher Gruben der unterzeichneten Grubenverwaltung und können jederzeit unter den üblichen reglementmäßigen Bedingungen für Ein⸗ und Austritt in den Knappschafts, verband mit voller Berechtigung eintreten. Friedberg im August 1871. Die Verwaltung der Friedberger Bergbau— 2008 Gesellschaft. b. 1520 Mein mit den schönsten und neuesten Mustern wohl assortirtes Tapeten⸗Lager bringe ich zureellen Prelsen in empfehlende Erinnerung. Georg Groß. Phosphorsaurer Kalk(feines Pulver). Kalk⸗Phosphat, das robe Knochenmehl ersetzend. 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