rn . Einbin lle, be, Hondschuhe ilseise! osderung det 10. 12 18 l. gertsch. — ung. derettr zu ben nge den del bergehulst. gen mechermen der, 2 kr, 7 kr. uswahl dei ö Weis. lines Dienstag den 23. Mai. berhessischer A Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatl. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag,. — 5 Deutsches Reich. Darmstadt, 19. Mai. Wie den„Hess. Volksbl.“ aus guter Quelle mitgetheilt wird, ist die Rückkehr unserer hessischen Division in drei, höchstens vier Wochen zu erwarten. Das Haupt- quartier der Division befindet sich seit dem 12. Mai in Epinal, wo auch das 2. Bataillon des 4. Inf. Rebiments Standquartiere bezogen hat. Die Division verließ am 5.(der Divisionsstab am 6.) Mai die früheren Cantonnements im Departement Haute-⸗Marne und marschirte beim schönsten Wetter über Neuf- Chateau, Mirecourt und Dombire nach Epinal, in dessen Umgebung sie nun Standquar⸗ tiere, auf hoffentlich nur kurze Zeit, bezogen hat. — 20. Mai. Durch Allerhöchste Decrete vom 13. l. M. wurden ernannt: der Großh. Land- richter Justizrath Carl Faustmann zu Alten- stadt zum Landrichter in Lorsch und der Großh. Landgerichtsassessor Wilhelm Mittler zum Landrichter in Altenstadt. * Friedberg, 22. Mai. Heute Vormittag 10 Uhr traf S. K. H. der Großherzog in unserer Stadt ein, um, wie verlautet, für längere Zeit seinen Aufenthalt im hiesigen Schlosse zu nehmen. S. K. H. begleiteten die Flügeladjutanten Major v. Küchler und Major v. Herff. H. Friedberg. Die„H. V.“ bringen folgende Mittheilung: Die von dem„Frankfurter Journal“ gebrachte und auch in diesen Blättern reproducirte Nachricht über die Reorganisation der bessischen Division haben wir in mehrfacher Hin— sicht als eine irrige zu bezeichnen. Die Verhand— lungen über die Neuformation unserer Truppen sind zum Abschluß noch keineswegs gelangt, und ebenso ist die Frage der künftigen Garnisonen, deren endliche Erledigung sich übrigens nicht in Berlin, sondern in Hessen vollziehen wird, noch eine offene. Die Städte Offenbach, Butzbach und Babenhausen, welche nach der betreffenden Corre⸗ spondenz die Garnison verlieren würden, mögen sich daher einstweilen nicht beunruhigen und Darm— stadt seine Freude über die ihm zugedachten zwei Reiterregimenter ꝛc. noch zurückhalten. Auch Friedberg, das möglicherweise aufhören könnte, Garnisonssladt zu verbleiben, mag den schon im „Wetterauer Boten“ zum Ausdruck gekommenen Schmerz noch zurückhalten, da ihm als eventueller Ersatz ein ständiges Commando von so beträcht⸗- licher Stärke zugedacht sein soll, daß die Zahl der Garnison, wie sie in den 50er Jahren ge— wöhnlich bestand, mehr ale erreicht wird.— Nach den vocstehenden Mittheilungen des ge— wöhnlich gut unterrichteten Blattes möchte es scheinen, as wenn Friedberg in der That seine Garnison verlieren und nur mit einem wenig Ersatz bietenden Commando bedacht werden sollte. Wir wissen nicht, ob nach dem Vorbilde anderer Städte auch von Seiten der Vertreter Friedbergs Schritte für fernere Erhaltung der Garntson ge— schehen sind und ob an entscheidender Stelle aus⸗ gesprochen worden ist, daß man im Interesse vieler Geschäftsleute unserer Stadt und aus mancherlei sonstigen Gründen Werth legt auf die Beibehal⸗ tung einer Garnison. Die Anwesenheit S. K. H. des Großherzogs in unserer Stadt möchte die ge eignetste Gelegenheit bieten, das etwa Versäumte nachzuholen oder die bereits ausgesprochene Bitte nochmals zu erneuern, ehe es zu spät und die definitive Entscheidung getroffen ist. Berlin, 19. Mai. Reichstag. Der Präsi⸗ dent theilt ein Schreiben des Reichskanzlers mit, worin derselbe den Reichstag ersucht, den Straf— antrag gegen die„Hannöversche Landeszeitung“ wegen Beleidigung des Reichstags zu genehmigen. Der Antrag wird der Geschäftsordnungscommission zugewiesen. Es folgt die Prüfung der Sonne— mann'schen Wahl. Die Abtheilung beantragt, die Wahl ungültig zu erklären. Das Haus nimmt nach längerer Debatte mit großer Majorität den Antrag Stauffenberg's auf Gültigkeitserklärung an. Der Additionalartikel zu dem Postvertrag mit den Vereinigten Staaten für die Verbesserung des Postdienstes, sowie zu dem Additionalvertrag vom 17., resp. 23. April 1870 wird in erster und zweiter Berathung angenommen. Es folgt hierauf die zweite Berathung des Nachtrags zum Postetat auf Grund des Berichts der Budgetcom— mission. Sämmtliche Positionen werden bewilligt. Hierauf folgt die dritte Berathung des Gesetz— entwurfes, betreffend die Inhaberpapiere mit Prämien.§. 1 wird ohne Debatte, die§§.2—6 werden mit einigen, vorwiegend redactionellen Ab- änderungen angenommen. Die wichtigsten dieser Abänderungen sind, daß der Ertrag der Ab- stempelungsgebühr zur Reichscasse fließt, und daß bei§. 6 der Passus, wonach die nicht beizu⸗ treibende Geldstrafe in eine, ein Jahr nicht über- steigende Gefängnißstrafe umzuwandeln ist, ge— strichen wird. Am Schluß der Sitzung ergreift Fürst Bismarck das Wort. Der Bundeskanzler zeigt die Ratification des Friedensvertrages durch die französische Nationalversammlung an, sowie, daß er sich heute Abend nach Frankfurt begeben werde, um den Austausch der Ratification zu voll- ziehen und diejenigen Besprechungen mit den fran— zösischen Ministern einzuleiten, die unsere jetzigen Verhältnisse in Frankreich und die Ausführung der einzelnen Paragraphen des Friedens vertrages noch bedingten. — 20. Mai. Reichstag. Der Präsident theilt ein aus dem nordamerikanischen Staate Illinois ihm zugegangenes Schreiben mit, worin das Haus von der daselbst von den Deutschen veranstalteten Friedensfeier in Kenntniß gesetzt wird.— Es folgt die zweite Berathung des Gesetzentwurfes betreffend die Vereinigung Elsaß— Lothringens mit dem deutschen Reiche. Staats- minister v. Delbrück erklärt, daß die Regierung keineswegs beabsichtige, mit den bestehenden Insti— tutionen Elsaß⸗Lothringens tabula rasa zu machen. Im übrigen wolle er nur zwei Punkte berühren; es würde allerdings sehr einfach und bequem ge— wesen sein, aus Elsaß einen selbstständigen Staat zu machen oder es an einen anderen Staat zu annectiren, es habe jedoch an einem Staate, welcher die Annexion für sich gewünscht hätte, gefehlt. Was die Bildung eines selbstständigen Bundesstaates anbetreffe, so sei er der Ansicht, daß die Einfügung Elsaß Lothringens in das deutsche Reich geschehen könne, ohne eine Bresche in die Reichs verfassung zu legen oder die berech— tigten Ansprüche Elsaß Lothringens zu schädigen. Die Reicheverfassung lasse es sehr gut zu, daß Reichsorgane für Elsaß Lothringen das Gesetz— gebungsrecht ausübten. Die Stellung des Bundes— rathes werde dadurch nicht alterirt, ebenso wenig sei die Stellung des Kaisers gegenüber den neuen Provinzen eine solche, welche der Reichs verfassung widerspriche. Krueger(Hadersleben) verliest eine Rede, welche auf der Tribüne unverständlich bleibt. Dieselbe scheint gegen den Anschluß Elsaß-Loth— ringens zu protestiren, durch welchen das Selbst— bestimmungsrecht der Bewohner jener Landestheile verletzt werde. Niegolewski erklärt Namens der Polen, dieselben würden sich der Abstimmung ent— halten, was er mit der nationalen Stellung der Polen motivirte. Hierauf wird die Diseussion geschlossen und§. 1 nach der Regierungsvorlage angenommen. Dagegen stimmsen Sonnemann und Schraps. Vor der Abstimmung entfernten sich die Polen und Krüger. — Sämmtliche Soldaten, welche den Krieg gegen Frankreich mitgemacht haben, werden zur Erinnerung eine Denkmünze erhalten, mit deren Prägung in nächster Zeit vorgegangen werden wird. Sie soll ungefähr die Größe der Denk⸗ münze für den dänischen Krieg erhalten. Auf dem äußeren Rande wird sie die Worte tragen: „Aus eroberten Geschützen“, auf der einen Seite der Münze soll ein gothisches W. mit der Kaiser⸗ krone stehen und ringsum die Worte:„Gott war mit uns, ihm sei die Ehre“, auf der anderen Seite das eiserne Kreuz mit den Jahreszahlen 1870, 1871. — Die Kaiserin von Rußland ist am 20. Mai Abends hier eingetroffen und vom Könige, sowie den Prinzen am Bahnhof empfangen worden. Dieselbe wird wahrscheinlich nächsten Dienstag nach Ems weiterreisen. Frankfurt, 20. Mai. Fürst Bismarck traf heute Morgen 8½ Uhr auf der Ostbahn von Berlin mit diplomatischer Begleitung hier ein. Auch die Herren Jules Favre und Pouyer— Quertier in Begleitung ihrer Attachés langten heute Vormittag kurz nach 11½ Uhr auf der Main⸗Neckar⸗Bahn an, so daß der Friedens- Congreß nun wieder vollständig hier versammelt ist. Sie stiegen im„Russischen Hof“ ab, während Fürst Bismarck wieder im„Schwan-Hotel“ wohnt. Um 3¼ Uhr fuhr Jules Favre mit Pouyer⸗ Quertier, nachdem sie durch die Ordonnanz des Fürsten Bismarck benachrichtigt worden, daß er zu ihrem Empfang bereit sei, zur Auswechslung des Friedens-Instruments in den„Schwan“. Um 5 Uhr fuhr Jules Favre mit zwei Begleitern wieder nach seinem Hotel zurück. — Das„Fr. J.“ meldet: Die Truppenzüge aus Frankreich, die am 25. Mai beginnen und am 16. Juni endigen sollten, sind in Folge höherer Weisung wieder abbestellt worden. Straßburg. Der„Niederrh. Kurier“ meldet mit gesperrten Lettern: Zufolge einer tele graphischen Mittheilung des gegenwärtig in Berlin anwesenden Herrn Maire⸗Adjunkten Klein erhält die hiesige Stadt zum Wiederaufbau der zerstörten Gebäude vorläufig 10 Millionen Frances, welche Summe bereits unterwegs ist.“ Ars an der Mosel. Die beiden Gemeinden Ars und Joug⸗aux-Arches haben bis gestern in einer Gefahr geschwebt, deren Größe Niemand ahnte. Durch den Polizeicommissär Allipi wurde in der jene beiden Orte verbindenden neuen Moselbrücke das Vorhandensein zweier geladenen Minen constatirt. Dieselben wurden von den aus Metz beorderten Pionieren entladen und das Pul⸗ ver in die Mosel gestürzt. Die beiden Minen, von denen die eine sich im zweiten Pfeiler vom rechten Moselufer befindet, enthielten in sieben Tonnen über sieben Centner Pulver. An dem- selben Tage, an dem die Minen entdeckt wurden, sellten die der englischen Gesellschaft gehörigen, zur Unterstützung der armen Landleute bestimmten Dampflüge die Brücke passiren; doch wurde diese gefährliche Passage noch rechtzeitig verhindert. Ausland. Frankreich. Paris, 17. Mai. Die Ver⸗ sailler, welche nunmebr von Montrouge bis Issy in fortlaufender Communication stehen, haben Bat— terien auf dem Glacis von Vanvres etablirt; die⸗ selben greifen scetre und Haut Bruheres heftig an. Ein schreckliches Bombardement wird auf die Porte Maillot und den Are de Triomphe gerichtet. — 18. Mai. Das Comite der öffentlichen Sicherheit hat einen Aufruf an die Nationalgarden erlassen, worin es dieselben beschwört, Paris den Triumph zu sichern, und die furchtbaren Folgen schildert, welche aus dem Siege der Versailler entstehen würden.— Ein gestern Abend spät von den Versaillern auf Neuilly unternommener Angriff wurde abgeschlagen. Die Batterien des Mont⸗ martre beschießen seit heute früh Schloß Becon. — In der gestrigen Sitzung der Commune wurde Rigault instruirt, für die von den Versaillern an den gefangenen Nationalgarden verübten Grau— samkeiten Repressalien an den diesseits gemachten Gefangenen zu nehmen.— Auf dem Marsfelde ist eine Patronenfabrik aufgeflogen. Die Explosion soll durch Geschosse der Batterie von Breteuil hervorgebracht sein. Die Zahl der Opfer wird den verschiedenen Berichten zufolge zwischen 50 und 200 geschätzt. Sämmtliche Fenster der Rue de Grenelle, der Rue de St. Dominique und der Avenue de la Motte Piquet sind gesprungen. — 19. Mai. Die Versailler haben in der verflossenen Nacht Montrouge angegriffen. Die Föderirten waren anfangs gezwungen, Verstärkungen heranzuziehen, schlugen aber sodann den Angriff zurück und nahmen angeblich mehrere Kanonen. Ein Angriff auf Dorf Vanvres sei gleichfalls ab— gewiesen worden. Die Föderirten vertrieben ihrer Behauptung nach ein Corps von 6000 Mann Versailler Truppen aus dem Bois de Boulogne. — Einer officiellen Depesche der Commune vom gestrigen Abend zufolge wären die Versailler von den Trancheen vor der Porte de la Muette zurück— getrieben und die Trancheen meistens zerstört wor— den.— Seit gestern Nachmittag weht vom Fort Vanvres die Tricolore. — Nach dem„Eri du peuple“ ist der Sicher heitsausschuß entschlossen, Paris lieber in die Luft zu sprengen, als zu capituliren. Die in der Kirche Notre⸗Dame des Victoires befindlichen silbernen Leuchter wurden im Wege der Requisition mit Beschlag belegt. Im Süden und Westen von Paris dauert die Kanonade fort. — Eine Batterie von 30 Geschützen wurde an der Porte Dauphin etablirt. Die Kanonade ist heute weniger heftig. Während der Nacht darf Niemand die Thore von Paris im Norden und Osten ohne specielle Erlaubniß passiren.— Die Commune läßt die Nachricht verbreiten, daß die Föderirten gestern Abend die Positionen am Lyceum in Issy wieder genommen und die Versailler aus dem Dorfe Vanvres vollständig vertrieben haben. Dem„Salut public“ zufolge ist der Graf Ladis- laus Zamoyski bezüglich der Explosion der Patronen fabrik durch bei ihm vorgefundene Papiere schwer incriminirt, da aus denselben ein Einverständniß mit Versailles hervorginge.— Die Commune hat das Silberzeug und die Kostbarkeiten aus der Dreifaltigkeitskirche entnommen; ein Gleiches steht allen Kirchen bevor, welche alsdann geschlossen werden sollen. Das„Corps der Rächer Flourens'“ vollzieht alle Arrestationen und Requisitionen. Die Demolirung der Sühncapelle hat heute begonnen. — 20. Mai, Die Verbrechen des Raubes und Diebstahls sollen, laut Decret der Commune, mit dem Tode bestraft werden. Alle Versammlungen find untersagt. Das Marinecorps ist aufgelöst. — Das Journal„Reveille“ dementirt das Gerücht von der Räumung des Fort Montrouge. La Cecilia steht mit 12,000 Mann bei Petit Vanvres. Die erlittenen Schäden werden schnell ausgebessert. Bei den Vorposten befinden sich Mit⸗ glieder der Commune. Die Reiterstatue Heinrich IV. wurde aus dem Hotel de Ville entfernt. Die Kirche von Notre-Dame ist geplündert und mili— tärisch besetzt worden. 7 Heute Nachmittag fand ein heftiger Kampf im Westen und Südwesten statt; derselbe war sehr mörderisch; die Zahl der Verwundeten auf Seiten ssie respektirt, die Commune von Paris hat sie zu der Insurgenten soll bedeutend sein. Die Commune erklärt sich mit den heutigen Erfolgen zufrieden. Die Batterie auf dem Montmartre demolirte die Batterie bei Gennevillers. Die Einwohner der in der Nähe von Malakoff liegenden Dörfer sowie von Vaugirard und Montrouge fliehen. In dem Gefängniß von St. Lazare werden 70 Nonnen nebst 200 anderen Weibern gefangen gehalten. Die Versailler haben gestern und beute die An- kunft von Lebensmitteln in Paris verhindert. — 21. Mai. Die Versailler errichten drei schwere Breschbatterien, welche auf Auteuil feuern. Im Bois de Boulogne wird Alles zu dem allge⸗ meinen Angriff bereit gehalten. Die ganze Nacht hindurch heftige Kanonade. Im„Vengeur“ ver⸗ langt Felix Pyat die Abschaffung der Beichte und die Besteuerung aller Unverbeiratheten. — Das Centralcomite fordert alle Pariser Grundbesitzer auf, innerhalb 48 Stunden in die Stadt zurückzukehren, da sonst die Besitzdokumente vernichtet würden. Versailles, 18. Mai. Das„Journal officiel“ veröffentlicht einen Artikel, welcher die ungeheueren Schwierigkeiten betont, die besiegt werden mußten, um in Versailles das Centrum der militärischen Operationen gegen das insurgirte Paris zu schaffen, und welcher sich gegen Die— jenigen wendet, die nach der Befreiung der Haupt— stadt seufzen und sich nichtsdestoweniger gegen die Maßregeln ereiferten, durch welche dieselbe vor— bereitet werde. Der Artikel schließt folgender— maßen:„Die Regierung thut Alles, was Menschen möglich ist, um die Unschuldigen zu schonen und die Wirkungen eines Kampfes zu beschränken, dessen Opfer unglücklicherweise nicht allein die Schuldigen sind; aber sie kann nicht Wunder thun. Die- jenigen, welche sie von ihr verlangen, zeigen durch ihre sich widersprechenden Forderungen, daß sie noch ihre Erziehung als Bürger eines freien Landes zu machen haben.“ — Die Nationalversammlung berieth heute über den Friedensvertrag. Der Berichterstatter wies auf die Abweichung desselben von dem Prä— liminarfrieden hin, wonach die Räumung erst nach Wiederherstellung der Ordnung erfolgen soll. Der Berichterstatter hofft jedoch, die Anwesenheit der deutschen Truppen werde sich abkürzen lassen, nach— dem der Finanzminister die Versicherung ertheilt habe, daß die ersten 1500 Millionen mittelst einer einzigen Anleihe auf ein Mal bezahlt werden wür— den. Der erste Artikel des Commisstonsantrages geht auf Ratifikation des Vertrags. Der Artikel wird einstimmig angenommen. Artikel 2 des Com- missionsvorschlags beantragt Genebmigung des Gebietsaustausches. General Chanzy und andere Redner bekämpfen den Austausch. Thiers bemüht sich, zu beweisen, daß die Grenze von Luxemburg keinen militärischen Schutz gewähre und deren Ab— tretung in keiner Weise unsere politischen Interessen schädige, während Belfort, welches den Ausgang; zwischen den Vogesen und dem Jura versperrt, von außerordentlicher strategischer Bedeutung ist. Seit dem Verlust von Straßburg hat Belfort eine noch größere Wichtigkeit. Die Cantone, welche Belfort neuerdings zugetheilt werden sollen, ver— binden die Vogesen mit dem Jura und machen Belfort zu einem der festesten Plätze in Europa. Thiers erklärt weiter, Fürst Bismarck suche die Kohlenlager der Ardennen nur aus dem Grunde zu erwerben, um die Elsässer zu gewinnen und die rheinische Industrie zu entwickeln, aber Frankreich besitze anderwärts weit werthvollere Kohlenlager, die Abtretung einer Parzelle habe nichts zu sagen. Im ferneren Verlaufe seiner Rede erinnert Thiers an seine Opposition gegen die Kriegserklärung, an seinen Schmerz, einen solchen Frieden unter zeichnen zu müssen, protestirt gegen Verleumdungen und fügt hinzu, er halte diesen Vertrag für eine hochpatriotische Handlung. Die Generale Duerot und Chabaud befürworten den Gebietsaustausch aus militärischen Gründen. Artikel 2 wird hierauf mit 440 gegen 98 Stimmen angenommen. Versailles, 19. Mai. Ein Tagesbefehl Mar Mahons, in welchem die Zertrümmerung der Vendome⸗ Säule angezeigt wird, sagt: Die Fremden haben Boden geworfen. Menschen, die sich Franzosen nennen, haben unter den Augen der Deutschen, welche uns beobachten, gewagt, dieses Zeugniß der Siege Eurer Väter über das coalirte Europa zu zerstören. Hofften sie dadurch das Andenken der militärischen Tugenden, deren ruhmvolles Symbol die Säule war, zu verwischen? Soldaten, wenn die Erinnerungen, welche die Säule hervorrief, auch nicht mehr auf Erz eingegraben sind, sie wer— den dafür in unseren Herzen fortleben, wir wer⸗ den durch sie begeistert Frankreich ein neues Pfand patriotischer Tapferkeit und Opfermuthes geben. — Zwei Bataillone unserer Truppen haben gestern Abend mit dem Bajonnet Grange Ory, Maison Plichon und bierauf Fort Montrouge ge- nommen. Die Föderirten hatten ungefähr 400 Todte und Verwundete, sowie 42 Gefangene, unter diesen einen Bataillonschef und mehrere Offiziere, welche heute nach Versailles gebracht werden sollen. Auch eine Fahne fiel in die Hände der Soldaten. Die Truppen haben in der Folge die eroberten Positionen, welche zu sehr dem seind⸗ lichen Feuer ausgesetzt waren, wieder geräumt. Unser Verlust ist gering. Versailles, 20. Mai. Die Neationalver⸗ sammlung nahm die Dringlichkeit eines Antrags an, welcher verlangt: 1) daß die Behörden sich in Einvernehmen mit den deutschen Befehlshabern setzen, um die Städte zu bezeichnen, in welchen die deutschen Truppen Garnison beziehen werden; 2) die Municipalbehörden aufzufordern, die nöthigen Einrichtungen zum Unterbringen dieser Truppen zu treffen. — Es bestätigt sich, daß Rochefort mit einem gewissen Mouret in Meaux verhaftet wurde. Die beiden Gefangenen werden unverzüglich in Ver⸗ sailles eintreffen. Belgien. Brüssel. Die„Indépendance belge“ berichtet aus Paris: Die reactionäre Rechte der Nationalversammlung verhehlt nicht mehr ihre Absicht, Thiers so bald als möglich abzusetzen. Sie offerirte dem Kammerpräsidenten Greévy die Präsidentschaft des Ministeriums und der Executive. Derselbe hat abgelehnt. Mae Mahon wurde hierauf angegangen, der indeß mit Hinweis auf seine Freundschaft mit Thiers gleich- falls ablehnte. Zuletzt wandte man sich an den General Changarnier, der völlig mit Thiers ge— brochen hat, aber bisher noch keinen Bescheid auf die Offerte ertheilte. Großbritannien. London, 20. Mai. Die„Times“ melden aus Versailles vom 19. d.: Fort Montrouge ist eingeschlossen. Die Truppen marschiren gegen Hautes Brypydres.— Das Hauptquartier des Kronprinzen von Sachsen be— findet sich in Margency.— Der„Daily Tele- graph“ meldet aus Versailles vom 19. d.:„Ein Parlamentär ist angekommen. Ein Ausfall der Födcrirten aus dem Boulognerthor wurde zurück⸗ geschlagen. Die Föderirten hatten starke Verluste. Italien. Rom. Am 14. Mai hat Papst Pius IX. seinen 79. Geburtstag gefeiert. Donaufürstenthümer. Bukarest. Die Wahlen der wallachischen Großgrundbesitzer sind durchaus günstig für die Regierung ausgefallen. Friedberg. Die Nachtfröste der vorigen Woche haben übereinstimmenden Berichten nach auch in unserer Gegend großen Schaden verursacht, namentlich haben die Kartoffeln, Gariengewächse, Kirschen und anderes Obst stark gelitten. D. Nauheim, 21. Mai. Heute ist unsere erste Kur⸗ liste ausgegeben worden. Dieselbe zeigt bereits eine er— freuliche Frequenz, wodurch die Hoffnungen auf eine gute Saison vermehrt werden. Die Gesammtzahl angekom⸗ mener Fremden beträgt bereits 300, darunter finden wir den Fürsten zu Hohenzollern und Eisenwerk⸗Besitzer Krupp aus Essen. Unsere Häuserbesitzer sind eifrig be⸗ schäftigt, die letzten Vorbereilungen zum Empfange der bereits zahlreich angemeldeten Kurfremden zu vollenden. L. Ans dem Kreise Vilbel. Zur Warnung des Publikums glaubt Einsender nachstehenden Vorfall zur Veröffentlichung bringen zu sollen: Kömmt eine saubere Gesellschaft aus der Gegend von Hessen-Cassel zu uns nach Oberhessen, kehrt auf dem einzeln stehenden Gehöfte eines alten, leidenden Müllers und Gutsobesitzers ein, kauft diesem sofort Mühle, Haus, Hof, Viehstand, Schiff und Geschirr, Acker und Wiesen ab. Der Verlrag wird sogleich abgeschlossen; aber wie? Der Verkäufer wird mit allen möglichen Klauseln an Händen und Füßen gebunden, Ir 00 * Wrsangene, nm nihrere nüt. debtacht A du Hände * sehr der Jelge dem feind. daader geräumt. * Netienalver- tines Astrags Sczerdm sch 2 Sestklehabern sta, in welchen ttt ting t erden; em, die noͤthigen dieser Truppen gett mit tinem tet wurde. Die Iaglich 1 Ver⸗ 1 Irdependarte Dit rrattionäre nicht dals röglic trerasdentin Mirriame und dorheblt 19. U. 9 Aut fal det „ Fart * et 7. zuru . ierlustt. 4 wan i eye 9˙¹ een be. 3 e 1 en. die Käufer sind es nur dem Scheine nach, da sie binnen einer beftimmten Frist von dem Kaufe ohne Weiteres ab⸗ steben können, während sie nur dann in denselden wirklich eintreten, wenn sie spüren, daß der Verkäufer die ihm gestellten schlüpfrigen Bebingungen gar nicht— oder zur Zei nicht— zu erfüllen im Stande ist. In dies der Fall, daun Verkäufer o web! Nach der Praxis dieser Leute tauchen alle möglichen Entschädigungsansprüche auf, Pro⸗ zesse werden angedroht, der Advokat zu deren Führung bestellt, und der Verkäufer läuft Gefahr sich um se in ganzes Vermögen gebracht zu sehen. Dann zieht er das kleinere Uebel dem größeren vor, er vergleicht sich, was auch bier in dem angeführten Falle gescheben ist. Und so hat der Betreffende für den kurzen Besuch gewisser Leute aus der Näbe von Cassel mit einer Vermögenseinbuße von mehr als 2000 fl. bezahlt, sebr honorig für das Ver⸗ gnügen einige Stunden den Anblick mehrerer orienlalischer Physiognomien zu genießen. Neu e st e 8. Frankfurt, 22. Mai. Fürst Bismarck reiste heute Morgen nach 8 Uhr mit der Hanau-Bebraer Bahn, nachdem er gestern Abend noch eine bis nach Mitternacht dauernde Conferenz mit Favre gehabt, nach Berlin. Letzterer ist gleichfalls heute Morgen 7 Uhr nach Versailles zurückgekehrt. Paris, 21. Mai, Mittags. Die Föderirten haben Malakoff, Petit Vanvres, Grand Montrouge geräumt. Das Einrücken der Versailler wird stündlich erwartet. Hier herrscht große Er⸗ regung. Viele Personen wurden durch Bomben getödtet. — Die Avantgarde der Versailler Armee ist auch durch das Thor de la Muette(nördlich vom Point du jour) in Paris eingedrungen. Die In⸗ surgenten versuchen einen Flankenangriff. Versailles, 21. Mai, 10 Uhr Morgens. Unsere Breschebatterien fahren fort, lebhaft zu feuern. Rochefort wird heute Nachmittag hier erwartet. Versailles, 21. Mai, Unsere Truppen sind heute, auf zwei Punkten durch Cloud am Point du jour von Montrouge 6 Uhr Abends. 4 Uhr Nachmittags, das Thor von St. und durch das Thor in Paris eingerückt. Die Wälle waren von den Insurgenten verlassen. Oeffentliche Aufforderung. 810 Johannes Schulmeper, Sohn des verstorbenen Johannes Schulmeper von Ilbenstadt und dessen Ebefrau Catharine, geb. Pauli, ift seit vielen Jahren unbekannt wo? abwesend und würde, wenn er noch leben sollte, das 70. Lebensjahr zurückgelegt baben. Auf Antrag der hierorts bekannten nächsten gesetz— lichen Erben werden der abwesende Jebannes Schul— meper oder dessen Leibes⸗ oder Testamentserben aufge⸗ fordert, sogewiß innerhalb 90 Tagen, vom ersten Erscheinen dieser Bekanntmachung an gerechnet, sich Zur Empfangnabme des seitber curatorisch verwalteten Ver— mögens von 635 fl. 30 kr. dabier anzumelden, als sonst — nach fruchtlosem Ablauf der Frist— dasselbe den bekannten nächsten gesetzlichen Erben des Jobannes Schulmeyer ohne Cautionsleiftung ausgeantwortet werden wird. Friedberg den 18. März 1871.. Großberzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts Assessor. Edictalla dung. Betreffend: Den Concurs des Conrad Becker von Butzbach. 1112 Nachdem von Großberzoglichem Hofgericht der Provinz Oberhessen über das Vermögen der Conrad Becker's Eheleute zu Butzbach der förmliche Concurs erkannt worden ift, werden dessen gerichts-, sowie ge⸗ richtsunbekannte Gläubiger zu dem auf Freitag den 23. Juni, Vormittags 9 Uhr, anberaumten Llqutdattonstermin zur Anmeldung und Begründung ihrer Ansprüche an den Crider bei Mei— dung des, ohne besonderes Präclusivdecret, erfolgenden Ausschlusses von der Concursmasse hlermit vorgeladen. Zugleich soll in dieser Tagfahrt über Zuftandekommen tines Arrangements Bestellung eines Massecurators, Berfült erung der Masse und Wahl eines Gläubiger— eusschusses verhandelt werden und werden die aus— leibenden oder durch genügend Bevollmächtigte nicht vertretenen Gläubiger als den von der Mehrheit der rschienenen gefaßt werdenden Beschlüssen beigetreten ungesehen werden. Butzbach den 29. April 1871. 1) Die alte Schulhofraitbe, bestehend in Wohnhaus, Stallungen und Schoppen. Auf den Abbruch: 2) Eine Scheuer von 42 Fuß Länge und 30 Fuß Breite. Dieselbe ist von Eichenholz erbaut und bifindet sich in einem guten Zustande. 3) Ein einstöcktger Stall von 44 Fuß Länge und 19 Fuß Breite. Wisselsheim den 14. Mai 1871. Großherzogliche Bürgermeisterel Wisselsheim. Huber. Deffentliche Aufforderung. 242 Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nach— a der Witiwe des Christoph Salzmann IV., Sophie, geb. Fleischhauer, von Bar-Nauheim find linen einer zerftörlichen Frist von 14 Tagen, vom etten Erscheinen dieser Aufforderung in den öffent— chen Blättern an gerechnet, bei dem unterzeichneten Oricht anzumelden, widrigenfalls sie bei Regelung des Nechlasses keine Berückfichtigung finden werden. Zugleich werden Alle, welche an die Verflorbene Geld schulden, aufgefordert, solche binnen gleicher Frist an den bestellten Vormund Georg Fleischhauer III. oo Bab⸗Nauhelm zu entrichten, widrigenfalls sie fich gnschtlicher Belangung zu gewärtigen haben. Bad⸗Nauheim am 2. Mai 1871. Großherzogliches Landgericht Bad-Nauhelm. rich. Feinstes Dorschußnech 4% blligst bet Braunko 1254 Freitag den 19. Mai d. J. beginnt auf dem der Verkauf neu geformter Kohlenklötze. 13 kr. Für die aus Centner= 14 Stück 6 ke. Gleichzeitig beginnt eine neue Exeditperiode. Ende d Ossenheimer Bergwerk den 16. Maf 1871 Gegen Einlage leses Jahres Credit, verbunden mit einer Zablungsfrist bis Ende März 1872, gestattet. hlen⸗Verkauf. Gräflichen Braunkohlenbergwerk bei Ossenheim Der Preis per Cenner— 14 Stück der neuen Aufbereltung beträgt Koblenklein neu geformten Klötze— einige Tausend Centner— beträgt der Preis per vorschriftsmäßiger Bürgscheine wird bis Graäfliche Bergverwaltung. Chelius. * 1296 Von der Braunkohlen Preise von 13 Kreuzer per Centner bezogen werden. Grube Weckesbeim den 18. Mai 1871. Braunkohlen-Verkauf. rube bei Wölfersheim können von jetzt ab wieder trockene Braunkohlenkloͤtze zum Fürstliche Bergverwaltung. Kröber. Holz- Versteigerung. 1207 Die Adfahrt des am II., 12. und 13. April l. J. im hiesigen Gemeindewald, Dißrikt Steinbühl, derfteigerten Holzes ist eingestellt; das noch nicht ab⸗ gefahrene Holz darf in dem für das Schälholz demnächst befimmt werdenden Termine abgefahren werden. Ober⸗Mörlen am 19. Mal 1871. Großherzogliche Bürgermelsteret Ober-Mörlen. J ec e l. Arbeits- Versteigerung. 1300 Freitag den 26. Mal 1871, Nachmittags 2 Uhr, soll die Herstellung von Planirarbeit am Weg nach Söoͤdel an Ort und Stelle einer öffentlichen Verffeige⸗ tung ausgesetzt werden. Nach dem Kostenüberschlag beträgt dieselbe 7000 fl. Nach Beendigung dieser Versteigerung wird um 4 Uhr das Brechen, Anfahren und Aufsetzen von ohn gefähr 20— 30 Cubikklafter Steinen im Rockenberger und Oppe shofer Markwalde, sowie für 12 fl. Glaserarbeit auf dem Ratbhause zu Oppersbofen versteigert. Gambach am 22. Mal 1871. Schneider, Bezirks Bauaufseher. Bekanntmachung. 1301 Die am 17. d. M. in dem Domamalwald- Distrikt„vorderer Köppel“ abegehaltene Holzver⸗ steigerung ist genelmigt worden.— Die Abfuhr scheine köunen vom 30. d. M. an bei Großherzoglichem Rentamt Friedberg in Empfang genommen werden.— Der erste Fahrtag wurde guf den 31. d. M. und das Ende des Absuhrtermins auf den 30. Juni d. J. fest⸗ gesetzt.— Die Holzabfuhr ist nur bei trockener Witte⸗ tung gestattet. Butzbach den 20. Mai 1871. Grob herzogliche Oberförsterei Hoch⸗Weisel. Free Kleeversteigerung. 1299 Donnerstag den 25. Mai, Nachmittags 5 Uhr, läßt der Unterzelchnete von circa 5 Morgen Luzerner Klee die diesjährige Aberndtung öffentlich versteigern. Dorbeimer Bergwerk den 20. Mal 1871. . ͤ int.. An Magenkrampf, verdau⸗ ungsschwäche etc. etc. Leidenden 585 wird das seit beinabe 50 Jahren segensreich wickende Ur. wed. Doecks' sche Hellmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Expedition d. Bl. Das Mittel ift nur direkt zu beziehen durch den Apotheker Doees in Harpstedt b. Bremen(wohin derselbe selnen Wohnfitz von Barnstorf verlegt hat),. Krippen, Tröge und Gossensteine Ph. Dan. Kümmich. 376 aus s. g. Lungstein(Dolerit) empfiehlt die Ziegelei am Bahnhof zu Bad⸗Nauheim. Nische Obergährhefe 1281 in der Brauerei zum weißen Roß von driedberg. Ehristian Friedrich Frick, 2 vormals: Georg Krieger. rische Bierhefe 1293 per Schoppen 16 kr.„unter Garantie, in der Brauerei von. Philippi, zum steiner nen Haus. Frisehe Neps kuchen eorg Groß 1214 biliast dei Steinkahlen, 691 namentlich auch Schmiedeköhlen, verkauft zu billigen Preisen die Ziegelei am Vahnbof zu Naubeim. Lehrlingsgesuch. 1263 In einer hiesigen Handlung wird ein Lehrling mit den nöthigen Schulkenntnissen zum sofortigen Ein— tritt gesucht. Näheres det der Expedition d. Bl. 2 E az 2 88 — 28 — 0 E Daheim 5 5 8 88 2 5 2 Die soeben erschienene Rummer 84 S 35 enthält: S 88 88 Der Münztburm. Ein vaterländischer Roman von Georg Hütl.(FJortsetzung.)— Margelbli von Appen⸗ zell. Von Robert Pfeil. Zu dem Bilde von Ritt⸗ meper.— Generalpofldirektor Stephan. Von Hans Blum. Mit Porträt.— Sechs Monate in französischer Gefangenschaft.(Fortsetzung.) Von unserm Bericht⸗ erstatter Max von Schlägel.— Am Familientisch: Bild⸗ liche Erläuterungen zu Hiltl's Roman. Das königliche Schloß zu Berlin. Zu Bestellungen empfehlen fich: Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Ein Lehrling 308 kann ohne Lehrgeld bet dreifähriger Lehrzeit ein⸗ treten bei Ehristoph Ritzel, Großb. Hosschmied. Für Gemeinden! 1278 Faselochsen, 2 Rothschecke und 1 Schwarzscheck, stehen zu verkaufen bei Pachter Schudt in Nieder⸗Rosbach. Wagen 2 für zwel Küde Schmiedmeister Schäfer. 1241 Einen neuen Ufingen. bat zu verkaufen . Freiwillige Bürger-Feuerwehr. 1306 Peute Dienstag Abend 7½ Uhr Ausrücken. Zusammenkunft am Sprltzen⸗ haus. Der Commandant. Kirchenvorstandswahl. 1314 Wem es um die Sache des Protestantismus zu Kir chenvorstandswahl. 1313 Diejenigen Gemeindeglieder, welche sich morgen an der Wahl zu betheiligen haben, werden dringend ersucht, sich, wenn irgend moglich, zur festgesetzten Stunde, Vormittags 9 Uhr, in der Burgkirche einzufinden, damlt die Wahl in der vorgeschriebenen Weise vollzogen werden kann. b f s 0 0 Friedberg am 22. Mai 1871. Der Vorsitzende des evangelischen Kirchenvorstandes. e 25 ist, der wähle folgende 1 Pflichten 0 7 2 f. 5 5 est voraussetzen darf, daß sie ihre ichten a 6 Kirchenvor tandswahl Kirchenvorstände redlich erfüllen werden. f 10 Bisch, Nikol., Lebrer. 22 1312 Die Wahl wird morgen fortgesetzt. Auch die Wähler der ersten Hälfte des Alphabets, Fertsch, Wilb., Kaufmann. e 8. Görtz, Karl, Apotheker. die am Montag verhindert waren, werden zugelassen.* Huber, Jean, Kaufmann. Thue Jeder seine Schuldigkeit! ö Hanstein, Emmerich, Metzgermeister. 91 Mählet nur solche Männer, denen es wirklich nur um das Wohl der evangel. Kirche S Jb. e 0 i l igiös. Leb ö— f midt, Joh., uhmachermeister. und die Blüthe des religiösen Lebens, nicht um irgend etwas Anderes zu thun ist. Steinhäußer, Joh., Beigeordneter. an Waas, Friedrich, Metzgermeister. Wahl, Seminarlehrer. 205 90 1315 Die am 21. Mat 1871 versammelt gewesenen Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde zu Fried⸗ Israelitische Feiertage. ö. berg baben beschlossen den Wählern folgende Personen 1307 Freitag den 26. und Samstag den 27. Mai. als Mitglieder 2 vorzuschlagen: 0 Mayer J. Hirsch. M. L. Goldmann. 1. Curtman, Wilhelm, Advocat, 8 2. Fertsch, Wilhelm, Kaufmann, 3. Huber, Jean, Kaufmann, 4. Jäckel, Hermann, Advocat, 5. Nebhuth., Daniel, Bergrentmeister, 6. Scriba, Carl, Buchhändler, 7. Steinbäußer, Joh., Beigeordneter, 8. Störger, A., Lehrer, 9. Trapp IV., Eduard, Advocat, 10. Wahl, Johannes, Seminarlebrer. Wirthschafts-Etöffuung. 1303 Einem geebrten Publikum, sowie Freunden und Bekannten die ergebene Anzeige, daß ich in meinem in der Friedrichsstraße daher neu erbauten Hause Gaflwirtbschaft verbunden mit Gartenwirthschaft am 8 28. d. M. eröffne. Meln Bestreben wird sein, die mich deehrenden Gäste gut zu bedienen. Bad⸗Nauheim den 21. Mai 1871. 9 Jacob Schimpf. 1302 Freitag den 26. d. M., Nachmittags 5 Uhr, findet ein Abschiedsmahl zu Ehren des Herrn Staatsanwalts Steinberger im Saale des Hötel Trapp statt. Auswärtige und Diejenigen, weschen aus Versehen die Subscriptionsliste nicht zugekommen sein sollte, werden gebeten, sich wo möglich bis zum Donnerstag Morgen im Hötel Trapp anzumelden. Müdchen-Zustitut und Pensionat in Friedberg. 130⁵ Mit dem 8. Juni beginnt ein neuer Cursus in unserer Anstalt. Aufnahme finden Mädchen schon von 6. Jahre an, und für Confirmirte besteht eine Fortbildungsklasse. An⸗ meldungen für Schule, Pensionat und musikalischen Unterricht werden von den Unterzeichneten entgegengenommen. A., M.& L. Werner. Erklärung. 1310 Durch Mittheilung mehrerer Freunde habe ich erfahren, daß man mich als den Urheber e L 88 der 1 Stadt vorgekommenen Verheimlichung eines Falles von Blattern betrachtet. 5 au iese Unterstellung enthält eine so schwere Gefährdung meiner Ehre als Arzt und 0 1 Kreisarzt, daß ich mich verpflichtet fühle, öffentlich zu erklären, Todesanzeige. 1) daß ich nicht behandelnder Arzt in dem fraglichen Falle gewesen bin, Mine g eb ie Ka e ge e N 5 1 2 8 7 2) ae en. 5* habe, nachdem die amtliche Anzeige zur es dem Allmächligen gefallen hat, meine innigst ler es Anlaß gab, geliebte Frau 3) daß sofort und unmittelbar nach Mittheilung dieser Anzeige sowohl die Untersuchung Dorothea Kranz, des Thatbestandes als auch die Beantragung der zur Verhütung weiteren Unglückes geb. Geiß, nöͤthigen Maßregeln an Großberzogliches Kreisamt dahier erfolgt ist, heute Morgen ½᷑8 Ubr nach langem schweren 1 4) daß mir also in Bezug auf die fragliche Erkrankung nicht nur keinerlei Unterlassung. 5 1 1 vorgeworfen werden kann, sondern auch daß, soweit mir als Großherzoglicher Kreisarzt Um stille Theilnahme 1 6 aus der Sachlage Pflichten ecwuchsen, dieselben so schnell und vollständig als nur irgend Friedberg, 25. Mai 1571. möglich erfüllt worden sind. Dr. Lorenz, Großh. Kreisarzt. Der trauernde Gatte. 145 50 Ausstattung von Blumenbeeten Markt⸗ A J 5 J empfiehlt d 0 Hartne i 1 El E 2 a ie Gräfliche Gärtnerei zu Assenheim— 5 9 Danksagung. Fuchsien 12 Stück fl. 1. Petunten 12 Stück fl. 1.1304 Einem geehrte Ablik iedb 1309 Für die zablreiche Belhetligung dei dem Begräbniß der J Verbenen 12 Sill f. 1. Feltotrop 12 Scl fi l. gegend die eee 300 fl 30h Frau Helene Ferro 9 Pelargonium 12 Stück fl. 1. Landnelken 12 Stück fl. 1. markt mit einem großen Lager von Bettzeug und Lein⸗ sagen allen Theilnebmern herzlichen Dank. R Blattpflanzen zu Tepplggruppen 12 Stück fl. 1. wand besuchen und gänzlich ausverkaufen will. Bettzeug g Die trauernden Hinterbliebenen. Sämmtliche angeführte Pflanzen stehen in Töpfen 6/ breit, ächtfarbig, per Elle von 10, 11, 12, 13 und 5 2 l eee 2 1 10 7 vorjährige Vermehrung. Emballage wird billig 14 Kreuzer an, Leinwand per Elle von 12 bis 14 Kragerrr 5 1 N erechnet. 2 7 6% W 1 das gar nicht entzwei K ircheen buch s an 33 ug t. Di 2 244 geht, per e von 16, 17, 18 Kreuzer an und viele 77 5 Ein Wittwer, Sor, schöne Sachen. 3 verkaufe nur deßwegen so billig, e Gemeinde. 1 1273 ohne Kinder, neben einem luerativen Geschäft geit uc maten feuterie gewonnen habe, Nur un der i 8 a i g Besitzer eines ansehnliche Vermögens m einem Jen duma erkenptlich! 1 0 con Nea e bee 50 Städtchen Süddeutschlands, sucht eine Rudolph Hensel und Dienflknecht, Sohn des Ortabürgers und Ackermannes ür E 8 iter eigene Fabtit aus Königteic Sacsen. rede Hessen Jeannes Sein, 0 ee Boe . rovinz Hessen, ohanne ein, un argaretha Boller i aushä erin 1 geborene Heß, verwittwele Tochter des Ortsbürgers und des gan e d eee Die Gartenlaube.„ 8„we niges Vermögen besizt. Auf ein ge⸗ Getaufte: de jälliges Acußere wird gesehen, weil sich dieselbe theil⸗ f 1 14. 1 i 2 i„ weise auch im Geschäfte nützlich zu machen hätte. Re⸗ Nr. 2 meister awd Wen ae ee. . 2 ihre Offerte sub Chiffre 8. 2346 r. 21. Wilhelm, geboren am 14. April. g 6 an die Annoncen⸗Expedition von Rudolf Mosse in Inhalt: Ein Held der Feder. l i: a Frankfurt a. M. zur Weiterbeförderung übersenden. 35 1 e 2 ae eee 14. Mai. Georg n Sohn des biesigen la 2 2 2— Von Dr. med. L. Fürst. Mit Abbildung: Das neue Bürgers, Wirthes und Küsers Heinrich Wind J., 27 e Ein braves Dienstmädchen srädtische Krankenhaus in Leipzig.— Zwei 11 Monate 17 Tage 9 W e* f 2 Sommergeschichten. Von Karl Wartenburg.— Dte c c f 15 8 kann, gesucht. Näberes bei der Expe⸗ neue Künstler Herberge in Berlin. Von Rudolf Löwen⸗ Hi chliche Ahꝛei 1 ie db ditten d.. 248 5 stein. 71 rer Das neue Heim des Ber⸗ K r Anzeigen für Grit erg.. 1 7 2 liner Kümstler⸗ Vereins. Originalzeichnung von Eyangeli inde. Wür el 2 0 uck Er Ludwig Loeffler.— Die Industrie im Waldbache. Von. Mittwoch den 24 uh 8 Uhr, Confie⸗ 1 7 H. Beta.— Blätter und Blütben: Wie Mühlhausen] mandenprüfung in dei Stadikleche 0 a g a 1127 in feinster Qualltät empfiehlt biltgst Fabrikart geworden ift.— Wo befindet sich der Sattler a— 0 Wilhelm 225 beck Frtedrich Buchholz.— Für den Componisten der„Wacht Verantw. Red.: Hermann Schimpff. 90 i Wernbeck. am Rhein“, Karl Wilhelm. Druck und Verlag von Bindernagel& Schiyipff. Fü *