nchen, s em Un de n Naubtin cken, afet * Strauß. der für 1871. Donnerstag den 23. März. 35. ————— berhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Auf den wöchentlich dreimal erscheinenden„Oberhessischen Anzeiger“ kann man für das zweite Quartal l. J. bei allen Poststellen für 38 kr., mit Bestellgeld für 47 kr. abonniren. Bei der Verlags- Expedition kostet das Blatt für das zweite Quartal 30 kr. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Krankenanstalt für Geschäftsgehülfen, Lehrlinge und Dienstboten dahier. Be Iur„ Nen„ en e e n g. n. Da die Bestimmungen des§. 1 des Regulativs der Kranken-Anstalt für die Geschäftsgehülfen, Lehrlinge und Dienstboten in dem Hospitale dahier vom 27. September 1860 von diesen nicht allseitig beachtet werden, so bringen wir denselben, wie auch den Art. 89 und 94 des Polizeistrafgesetzes, die die Anmeldung des Dienstein- und Austritts bei Großherzoglicher Bürgermeisterei und dem Verdinger oder der Verdinge rin vorschreibt, nachstehend im Abdrucke zur Kenntniß der Betreffenden. Friedberg den 18. März 1871. 8 eder Dienst stehende, oder in der Folge erst Geschaftsgehülfen, Lehrlinge und Dienstboten männlichen oder weib— lichen Geschlechts(nicht aber die nur während der Erndte in Fried— berg sich aufhaltenden Taglöhner, Schnitter und Drescher) sind— und zwar im ersteren Falle bei Vermeidung der Ausweisung aus Fried— berg, im letzteren Falle als Bedingung, unter welchen ihnen allein der Arbeits-, Lehr- oder Diensteintritt gestattet wird— verbunden, dieselben in Friedberg bestehenden Krankenanstalt Dauer ihres Aufenthaltes daselbst beizutreten und an diese Anstalt die im§. 5 bemerkten Beiträge zu entrichten. dadurch das Recht, im Falle ihres Erkrankens in die Krankenanstalt aufgenommen und bis zu ihrer Herstellung nach Maßgabe der hier— über bestehenden naheren Bestimmungen unentgestlich verpflegt, ge— Ausnahmsweise können wartet und ärztlich behandelt zu werden. verheirathete, oder im Wittwenstande lebende gehülfen, Lehrlinge und Dienstboten, die einen eigenen Haushalt in Friedberg führen, auf ihr Nachsuchen, von der Verpflichtung, der Kraukenanstalt beizutreten, freigegeben werden. werden, daß, obgleich eine Verpflichtung hierzu nicht ausgesprochen wird, auch die in Friedberg heimathberechtigten Geschäftsgehülfen, Lehrlinge und Dienstboten sich durch den Beitritt zu der Krankenanstalt der damit verbundenen Wohlthaten theilhaftig 8.2. Saäumtliche in Friedberg wohnende, in Arbeit, Lehre Die Beitrittserklärung geschieht(so lange nicht eine andere Zeit festgesetzt wird) am ersten Mittwoch und Samstag nach dem Eintritt in den Dienst Nachmittags 4 Uhr in dem dazu bestimmten eintretende ortsfremde Anstalt Art. 89. für die Dieselben erwerben binnen 24 Stunden Art. 94. ortsfremde Geschäfts— Es darf erwartet machen werden. Stunden erstreckt. dinger von der Polizeiverwaltungsbehörde bestellt sind, Dienstboten ohne Rücksicht darauf, ob sie die Vermittelung der Ver— dinger für einen Dienst bereits in Anspruch genommen haben, oder in Anspruch nehmen wollen, binnen vier und zwanzig Stunden, nach— dem sie in einen Dienst eingetreten, oder aus einem Dienste ausge— treten sind, dem betreffenden Verdinger davon, bei Vermeidung einer Strafe von 15 kr. bis 1 fl., die Anzeige zu machen. werden sie jedoch von der Verpflichtung, die durch Art. 89 vorge— schriebenen Anzeigen bei der Polizeiverwaltungsbehoͤrde zu machen, nicht entbunden, dagegen wird an den bezeichneten Orten die in den oben erwähnten Artikeln bestimmte Frist zu den Anzeigen bei der Polizeiverwaltungsbehöorde von vier und zwanzig auf acht und vierzig Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Ter a p p. Local des Krankenhauses bei dem Arzte der Anstalt und den von der Armencommission beauftragten Personen. Aufgenommene Kreuzer zu entrichten sind. Jeder als Mitglied der erhält einen Aufnahmeschein, wofür vier Wenn ein auswärtiger oder einheimischer Handwerks— geselle, Lehrling oder Fabrikarbeiter oder ein auswärtiger oder ein— heimischer Dienstbote in einer dieser Eigenschaften in einen Dienst wirklich eintritt, oder wenn er aus einem solchen Dienst austritt, so ist er bei Vermeidung einer Strafe von 30 kr. verpflichtet, davon nach (vergl. Art. 94) der Polizeiverwaltungsbehörde die Anzeige zu machen. An denjenigen Orten, wo besondere Dienstbotenver— erfolgtem Diensteintritte oder Austritte haben die Hierdurch Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Stadtdiener Friedrich Dietrich dahier ist auf den Polizeischutz verpflichtet worden. Deutsches Reich. Darmstadt. Am 18. d. trafen hier die ersten aus dem Felde zurückkehrenden hessischen Soldaten ein. Es waren 2 Reserve-Munitions- rolonnen unter Führung der Lieutenants Bern— hardt und von Putkammer. Das Aussehen der Mannschaften war ein vorzügliches. — Prinz Ludwig ist am Nachmittage des 21. d. dahier eingetroffen und von den verschie- denen Sectionen des Hülfsvereines am Bahnhof empfangen worden. Die Straßen, welche der Prinz bis zu seinem Palais zu passiren hat, waren festlich geschmückt. Der Kreisassessor bei dem Kreisamte Bingen, Alfred Klietsch, ist zum Kreisassessor dei dem Kreisamte Worms ernannt worden. — Im Wablbezirke Offenbach⸗Dieburg siegte in der engeren Wahl Dernburg mit mehr als Behörden unb event., 500 Stimmen Majorität über Küchler. * Mainz. Die regelmäßige Zurückbeförderung ver französischen Kriegsgefangenen hat nun seit einigen Tagen in zwei Zügen täglich von je 200—300 Mann begonnen. Die Elsässer und Lothringer Mobilgardisten waren die ersten; ihnen folgen jetzt auch Linie und ehemalige Garde. Berlin. Wie dem„Staatsanzeiger“ aus Fontainebleau telegraphirt wird, ist der General- Feldmarschall Prinz Friedrich Karl am 18. d. von Schloß Fontainebleau nach Berlin abge— reist, um der Eröffnung des Reichstags beizu— wohnen. J— Wie der„Börs. Cour.“ erfahren haben will, ist am 17. März eine neue Note des Grafen durch uns sollten vollbracht werden. eine nochmalige Besetzung von Paris als noth— wendig dargestellt wird. — 21. März. Bei dem gestrigen großen Empfange erwiderte der Kaiser Folgendes;„Sie können sich vorstellen, mit welchen Empfindungen ich Ihnen heute gegenüberstehe, besonders Ihnen, den Vertretern meiner Haupt- und Residenzstadt, an derselben Stelle, wo ich vor fast 8 Monaten von Ihnen tief bewegten Herzens Abschied nahm. Wer damals die Ereignisse, wie sie nun eingetreten sind, hätte voraussagen wollen, ware wohl der Vermessenheit geziehen worden. Es war der Wille der Vorsehung, daß diese großen Thaten Wir waren Biemarck an die französische Regierung abge⸗ nur Werkzeuge in des Allmächtigen Hand. Was gangen, worin das feindliche Verhalten der Fran- die Armee geleistet hat, das stebt so groß da, zosen, speciell aber auch das Benehmen französischer gegen Deutsche zur Sprache gebracht daß es einer Anerkennung mit Worten nicht be⸗ darf; aber ich fühle mich gedrungen, hier meine wenn nicht schleunigst Abhülfe geschieht, dankbare Anerkennung für alles Das auszusprechen, 1 14 1 . 5 ————— was das Volk daheim für das Heer gethan. Der Krieger fühlte sich geboben, gestarkt, da er wußte, wie in der Heimath für die Seinigen gesorgt sei, da er darauf vertrauen durfte, daß den zurück- kehrenden Kampfunfähigen die liebende Fürsorge nicht fehlen werde. Was die Gestaltung Deutsch⸗ lands und meine persönliche Stellung zu derselben betrifft, so habe ich für mich Nichts gesucht, son⸗ dern kaum erwartet, daß wir gegenwärtig schon diesen Abschluß erreichen würden. In der kurzen Spanne Zeit, die mir noch gegeben ist, wird es mir nur vergönnt sein, die Grundlagen zu legen, meine Nachfolger werden den jungen Baum weiter wachsen und grünen sehen. Lange lag dieser Ausgang in den Herzen, jetzt ist er an das Licht gebracht; sorgen wir, daß es Tag bleibt!“ — Bei seinem Scheiden von französischem Boden dat der Kaiser Wilhelm folgenden Tages- befehl erlassen:„Soldaten der deutschen Armee! Ich verlasse an dem heutigen Tage den Boden Frankreichs, auf welchem dem deutschen Namen so viel neue kriegerische Ehre erwachsen, auf dem aber auch so viel theueres Blut geflossen ist. Ein ehrenvoller Frieden ist jetzt gesichert und der Rück- marsch der Truppen in die Heimath hat zum Theil begonnen. Ich sage Euch Lebewohl, und Ich danke Euch nochmals mit warmem und ge— hobenen Herzen für Alles, was Ihr in diesem Kriege durch Tapferkeit und Ausdauer geleistet habt. Ihr kehrt mit dem stolzen Bewußtsein in die Heimath zurück, daß Ihr einen der größten Kriege siegreich geschlagen habt, den die Weltge— schichte je gesehen,— daß das theuere Vaterland vor jedem Betreten durch den Feind geschützt worden ist, und daß dem deutschen Reiche jetzt Länder wiedererobert worden sind, die es vor langer Zeit verloren hat. Möge die Armee des nunmehr geeinigten Deutschlands dessen stets ein- gedenk sein, daß sie sich nur bei stetem Streben nach Vervollkommnung auf ihrer hohen Stufe er— halten kann; dann können wir der Zukunft ge- trost entgegensehen. Nancy, den 15. März 1871. Wilhelm.“ — Der Kaiser⸗König hat an die Kaiserin- Königin nachstehendes, aus Nanch vom 14. d. M. datirtes, Handschreiben gerichtet, das nach der „Nordd. Allg. Ztg.“ also lautet:„Indem ich von meinen tapferen und siegreichen Truppen, welche noch auf fremdem Boden zurückbleiben, Abschied nehme, drängt es mich, Ew Majestät auszusprechen, wie tief und freudig mein Herz die liebreiche Fürsorge und Unterstützung bewegt hat, welche der Armee unter dem Vorgange und dem Schutze Eurer Majestät aus der Heimath, aus dem ganzen deutschen Vaterlande während des ganzen Feldzuges zu Theil geworden ist. Die deutsche Einheit war durch das Centralcomite der deutschen Vereine zur Pflege im Felde ver— wundeter und erkrankter Krieger auf dem Ge— biete der Humanität vollzogen, als die politische Einheit unseres Vaterlandes sich noch im Kreise der Wünsche bewegte. Dasselbe hat sich bei Be— ginn der Feindseligkeiten zu einem fest organi— sirten Körper gestaltet, in welchem die Landes— Vereine sämmtlicher deutschen Staaten vertreten sind, und dem selbst über den Ocean herüber die Hülfsvereine Amerika's die Hand gereicht haben. Mit Freuden habe ich erkannt, wie gerade durch diese Zusammenfassung aller deutschen Kräfte, ge— tragen von der allgemeinen Opferwilligkeit und von der hingebenden und unermüdlichen Thätigkeit der Männer, welche der schwierigen Leitung dieses Werkes ihre Kraft und Zeit widmeten, Leistungen möglich geworden sind, die jede Erwartung über— stiegen, und wesentlich dazu beigetragen haben, der Armee, unter den schweren Mühsalen des Krieges, Freudigkeit und Kraft zu erhalten. Die dankbare Erinnerung daran wird in der Armee und der Nation unauslöschlich fortleben. Meinen Dank und meine Anerkennung kann ich nicht besser bezeugen, als indem ich Eure Majestät selbst bitte, sie dem Central-Comite der Vereine in meinem Namen auszudrücken. — Wie die„D. R. C.“ hört, wird am Sonntag, den 2. April, auf Befehl des Kaisers in dem gesammten Deutschland eine Gedächt— nißfeier für die gefallenen Helden des deutschen Heeres abgehalten werden. Die Art und Weise dieser kirchlichen Feier, wird durch eine allgemeine Verfügung geregelt werden. — Bis jetzt sind von Frankreich ca. 10,000 Mann Landwehr hier eingetroffen. Der Rück- marsch geht in dieser Weise ununterbrochen vor sich, so daß anzunehmen ist, in etwa sechszehn Tagen werde die gesammte deutsche Landwehr auf heimischem Boden sich befinden. Die Entlassung geht Zug um Zug vor sich, schon im Hinblick auf die Feldbestellungen. Daß die Landwehr schon jetzt zurückkehren kann, ist von der allergrößten wirthschaftlichen Bedeutung. — Der goldene Lorbeerkranz, welchen 3000 Gemeinden der Rheinprovinz dem Kaiser bei seinem Wiederbetreten des deutschen Bodens über— reichten, ist ein künstlerisches Prachtstück. Derselbe besteht aus zwei Lorbeerzweigen mit 60 Blättern, durch welche sich ein weißes Platinband schlingt, auf dem in schwarz emalillirter Frakturschrift die Namen„Weißenburg, Wörth, Saarbrücken,— Metz, Sedan und Straßburg“ prangen. Der Hauptzweig, die Beeren und die Stiele der Blätter sind von rothem Golde, die theilweise von grünem, theilweise von dunkelgelbem Golde getriebenen Blätter sind auf der Rückseite blendend polirt und die Hauptadern polirtes Gold. Beide Zweige werden durch den Knoten eines Platinbandes zu— sammengehalten, dessen Innenseite aus gelbpolirtem Golde besteht; auf dieser lassen reiche Ciselirungen das Platin wieder in gefälligen Arabesken hervor— treten. In der Mitte des Knotens steht das Wort„Paris“, während die beiden Endschleifen desselben in mattgelber und erhabener Fraktur schrift die Widmung„Ihrem Kaiser und Helden— könige die dankbare Rheinprovinz 1870—71“ tragen. Der Kranz, welcher auf einem Kissen von dunkelrothem Seidensammt ruht, wird durch Decken von weißem Atlas mit einem fein und kunstreich gestickten, heraldischen preußischen Adler geschützt. Das Ganze ruht in einem reich aus— gestatteten Ebenholzkasten. — Zur Bewillkommung des Deutschen Reichs— tages soll nach dem Antrage der für diesen Punkt eingesetzten gemischten Deputation der Stadtbehörden von Berlin eine Festlichkeit im Rathhause statt— finden, die durchaus den Charakter eines zwangs— losen gemüthlichen Beisammenseins tragen soll An einem mäher zu bestimmenden Tage Abends 8½ Uhr würden sich die Eingeladenen, die Mit— glieder des Reichstages, die Bevollmächtigten zum Bundesrathe, die Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung, die Ehrenbürger, Stadtältesten 1c., ca. 800 Personen in dem Fest— saal und den anstoßenden Räumlichkeiten ver— sammeln. Die Festlichkeit soll ohne Festmahl, doch mit Verabreichung leichter Erfrischungen stattfinden, so daß die gegenseitige zwangslose Unterhaltung nicht beeinträchtigt wird. Darnach wird auch die Musik eingerichtet werden. Die Kosten für das projektirte Fest sind auf circa 12,000 Thlr. veranschlagt. Dresden. Es heißt, daß der ruhmgekrönte Feldherr Sachsens, Kronprinz Albert, zum Vertreter des Kaisers in Elsaß-Lothringen erkoren sei, zumal er sich als katholischer Fürst besser dazu eigne, als Prinz Wilhelm von Baden. Wilhelmshöhe. Am 19. März, 11% Uhr Vorm., ist Napoleon mit einem Extrazug abgereist. General Graf Monts begleitete den— selben bis zur Grenze. Zwei Compagnien des 83. Inf.-Regts. hatten Spalier gebildet. Die Reiseroute ging über Gießen, Köln und Aachen nach Herbesthal, von da mit einem neuen Extra- zug na Verviers und ohne Aufenthalt über Brüssel, Ostende, Dover nach Chislehurst. Der größte Theil des Reisegepäcks, die Pferde und Wagen sind nach der Schweiz und zwar nach Schloß Arenenberg abgegangen. München. Die allmählich aus der Kriegs— gefangenschaft heimkehrenden bayerischen Soldaten bringen einstimmig mit der größten Erbitterung ihre Klagen über die unwürdige Behandlung zum Ausdruck, welche ihnen während ihrer Internirung in Frankreich widerfahren ist. In den Briefen, welche mehrere derselben aus ihrer Gefangenschaft nach Hause geschrieben und worin sie über ihr Befinden sich befriedigend aussprachen, hatten sie sich nicht anders aussprechen können, da jeder Brief mit Klagen zurückgehalten wurde und noch schlimmere Behandlung zur Folge hatte. Karlsruhe. Das Hauptquartier der badi schen Division befand sich am 19. d. in Mübl⸗ hausen. Man glaubt, daß das Leib-Garde⸗Re⸗ giment am 2. oder 3. April hierher zurückkehren werde. Prinz Wilhelm, seit einiger Zeit wieder bei der Armee, wird dem Einzuge anwohnen und deßhalb erst etwas später seinen Sitz im Reichstag einnehmen. Gerüchtsweise verlautet auch von der Betheiligung des Generals v. Werder am Einzuge. Ausland. Oesterreich. Auch in Baden bei Wien hat eine bedeutende Menschenmenge die deutsche Friedensfeier, die im„Hotel zur Stadt Wien“ abgehalten werden sollte, gestört. Sämmtliche Spiegel des Lokals und die aufgestellte Germania wurden zertrümmert. Wien. Der erste General- Adjutant des Kassers, General Graf Bellegarde, reiste nach Berlin ab. Derselbe ist Ueberbringer eines eigen; bändigen Gratulationsschreibens des Kaisers Franz Joseph zu dem Geburtsfeste des Kaisers Wilhelm. Schweiz Bei Bürgern und Einwohnern Zürich's eirtulirt eine bereits mit vielen Unter- schriften bedeckte Adresse an die Cantonsbehörde, in welcher die Unterzeichner ihrer Enutrüstung Ausdruck geben über die kürzlich bei Anlaß des deutschen Friedensfestes in der Tonhalle stattgefundenen schmählichen Auftritte. Sie sind tief empört über die begangenen Rohheiten und beklagen von Grund ihres Herzens jene Vor⸗ kommussse, die den Namen des Züricher Volkes schaͤnden. Der Kern dieses Volkes, sagt die Adresse weiter, will nicht blos mit den Franzosen, er will auch mit den deutschen Nachbarn in gutem Einvernehmen leben; siad sie doch zum guten Theil Träger und Förderer der Gesittung und Bildung, auf welche Zürich von jeher so stolz war. Die Unterzeichner bitten schließlich die Re⸗ gierung, in der Ueberzeugung, daß dieselbe die ausgesprochenen Gesinnungen im vollsten Maße theile, gegenüber den beleidigten Deutschen Dol metscher ihrer Gefühle zu sein. Frankreich. Paris, 20. März, 1 Uhr Mittags. Folgende Adresse ist in der Stadt an- geschlagen:„Durchdrungen von der Nothwendig— keit, Paris und die Republik zu retten, indem wir die Ursachen des Streites entfernen, und überzeugt, daß es kein besseres Mittel gibt, diesen Zweck zu erreichen, ale die legitimen Wünsche des Volkes zu befriedigen, haben wir baschlossen, heute von der National-Versammlung zu verlangen, daß sie zwei Maßregeln genehmige, welche, wie wir hoffen, dazu beitragen werden, die Ruhe herzustellen. Diese zwei Maßregeln find die Wahl aller Chefs der Nationalgarde, und die Einrichtung des von den Bürgern gewählten Municipalrathes. Das, was wir wollen, Das, was das öffentliche Wohl erheischt, Das, was die gegenwärtige Lage mehr denn je als unerläßlich hinstellt, das ist die Ord⸗ nung in der Freiheit und durch die Freiheit. Es lebe Frankreich, es lebe die Republik! Unter- zeichnet: Louis Blanc, Schölcher, Peyrat, Adam Floquet, Bernard Langlois, Lockroß, Busson, Greppo, Milliere.“ — General Chanzy, der auf dem Bahnhof bei seiner Ankunft von Tours von den Nationalgarden festgenommen wurde, ist arg mißhandelt worden. — Der Exminister Rouher wurde am Sonntag in Boulogne durch Nationalgarden verhaftet. Bei der Verbringung desselben ins Gefängniß machte der Pöbel einen Versuch, ihn zu lynchen, wurde jedoch zurückgewiesen.— — 20. März. Aufrührerische Bataillone der Pariser Nationalgarde marschiren auf Versailles. Die um Versailles liegenden Dörfer werden als Außenwerke bewaffnet und militärisch besetzt. General Vinoy organisirt die Vertheidigungs⸗ anstalten. den 5 4 : Ciertehem A meles later · Certettethen: rt Catrüterg Arles tet Tenbalt Sit in Kehdeut m: 11 ert Ber- * 380 m ——ͤ ———-— Da die heutigen Frankfurter Morgenblätter erst Nachmittags 4 Ubr dahier eintrafen, so konnten neuere Nachrichten aus Berlin und Paris für den„Anzeiger“ nicht mehr be⸗ nutzt werden. Die Red. Aus Oberhessen melden die„H. V.“: Hessische Tapferkeit erwarb sich auch außerhald des Verbandes der deimischen Truppen Anerkennung! Oer Bergpraktikant Ludwig Benator aus Kockenberg, Enkel des verslorbenen Oberstlieutenants Venator, der den Feldzug als Einjährig⸗ Freiwilliger im Preuß. 2. Rhein. Juf.⸗Reg. Nr. 28 mit. gemacht, hat das eiserne Kreuz 2. Cl. erhalten. Berichtigung. In Nr. 33 dieser Blätter beißt es irrthümlich, Seine Excellenz Freiherr von Frauckenstein habe dem Friedberger Comité durchziehender deutscher Krieger 120 fl. zufließen lassen; diese Summe gelangte an das Fried— berger Comité für Unterstützung verwundeter und erkrankter Soldaten. Güter ⸗ Versteigerung. 703 Samstag den 25. März d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag des Heinrich dilgen reiner von Okarben die dem⸗ selben in Friedberger und FJauerbachtr Gemarkung zu— stehenden Güterstücke: Flur. Nr. Klftr. 1. 107. 153. Grabgarten am alten Haingraben, 1. 108. 204. Desgleichen daselbst, 2. 68. 167. Desgleichen Liebfrauengärten, 4. 331. 203. Acker auf der Leimenkaute nochmals öffentlich meiftbletend versfeigert und dei an⸗ nehmdaren Geboten die Genehmigung alsbald ertbeilt werden. Friedberg den 21. März 1871. Großberzogliches Ortsgericht Frtedderg. Foucar. Bekanntmachung. 699 Frettag den 24. d. M., Mitiags 1 Ubr, werden in dem Burggarten dahier mehrere Haufen Erbsenreiser und ein Eschenstamm, circa 24 Fuß lang, 1 Fuß Durch⸗ messer, öffentlich verfleigert. Frtedberg den 21. März 1871. Großberzogliches Rentamt Friedberg. Lindeck. Bekanntmachung. 700 Dienstag den 28. März, Vormittags 11 Ubr, werden auf dem Büreau des unterzeichneten Rentamis 1, Malter Hafer zu Stammbeim und 4 Korn auf dem biefigen Speicher lagernd, öffenllich an den Meistbietenden gegen Baarzahlung versteigert. Friedberg den 20. März 1871. Großherzogliches Rentamt Friedberg. Linde ck. Holz- Versteigerung. 693 Montag den 27. d. M. kommen im Gemeinde⸗ d Ockstadt, sog. Jungenwald, nachverzeichnete Holz⸗ sortimente zur Verstelgerung, als: 12% Stecken Scheitholz Buchen, 15 5 1 Eichen, 1„* Birken, 3* 5 Aspen, 71„ Prügelholz Buchen, 50 5 5 Eichen ⸗Birken, 10 7„ Aspen, 72 ½¼ Sstockbolz Buchen, 11 2 7 Birken, 11„ 7 Aspen, 4163 Wellen Buchen, 2200 Birken⸗Elchen, 475„ Aapen, 3 Paufen Späne, 14 Eichen-Stämme von 6—11“ Durchmesser. Bemerkt wird, daß das Eichen Scheit⸗ und Prügel⸗ 15- 30“ Lange und Volz sich zu Waguerholz eignet. Die Zusammenkunft if im Schlag selbst. Anfang er Versteigerung Morgens 9 Uhr. Zahlungs frist wird „el Niederlegung von Bürgscheinen bis zum 11. Novem⸗ ver l. J. geflattet werden. Ockstadt den 31. März 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Ockftadt. Gröninger. Luzerner und Rothhlee, 85 Prima⸗Qualität, bet J. A. Windecker. Weiße leinene Caschentücher, % Kragen, Manschetten, Herren, tragen, sowie Vorhemden und Hosen— träger bei K. Friedrich neben der Pofl. Holz- Versteigerung. 694 Mittwoch den 29. d. M., Vormittags 10 Uhr ansangend, soll in dem Maibacher Gemeindewald, Distrilt Paasenberg, nachbenanntes Gehölz versteigert werden: 10 Stecken Buchen Scheitholz, 31*„ Prügelbolz, 107 70„ Stockbolz, 9175 Stück„ Wellen, Nr Nadel⸗„ Ban-, Werk⸗ und Nutzholz. 15 Stück Eichen⸗Stammholz, 1* Nichten⸗* 6„ HDainbuchen⸗ 3„ Etchen⸗Stangenholz, 146„ Fichten.* 2„ Birken⸗ Die Zusammenkunft ist in Matbach. Bemerkt wird noch, daß das Holz bis den 1. Sepiember d. J. gegen vorschriftsmäßige Bürgscheine verborgt wird. Maibach den 20. März 1871. Großherzogliche Bürgermesflerei Maibach. Pbiltppil. J Bel Bindernagel& Schimpff in Friedberg ift vorräthig: Zur Friedensfeier. 3 Festchöre von Ehr. Völsing. Preis für die dreistimmige Ausgabe 6 kr. Preis für die Ausgabe für Chor und Orgel 18 kr. Ferner find auch die früheren Publicattonen Chr. Völsing noch zu haben: Fünf Kriegslieder von Preis 9 kr. Hurrah Germania„ 6„ Hurrah Germania für Chor 918„ Drei Lieder für Chor„ 5 2 2 5 —.—* 2 — 22 85 83 12 28 82 8 1— f 2 8 2 Die soeben etschienene Nummer 28—— 88 enthält: 2 88 8 Der Generalstabschef der ersten Armee. Mit dem Por- trät des Generals von Sperling.— Die letzten Falken— burger.(Forts.) Erzählung von F. Bodenfledt.— Deutschland als Sanct Michael, nach Prof. Grosse's Carton in Holzschnitt ausgeführt; mit zwel Sonnelten von Karl Gerok.— Was steckt hinter dem Zaun? Zu dem Bilde von L. Pasfint:„Ote kleine Neugierige.— Lazaretherinnerungen einer deutschen Frau. II. Auch ein elsernes Kreuz.— Kutschkes Genesis und Lebenslauf.— Sechs Monate in französischer Kriegsgefangenschaft auf Bitsch. I. Von unserm Berichterstatter Max v. Schlägel. — Am Familientische: Erinnerungen aus der Belagerung von Paris. I. Mit zwei Bildern von H. Lüders Ge— fangene franzöfische Geistliche in Tremblay vor Parie und Begräbniß eines franzöfischen Marinesoldaten.— Zwei neue deutsche Dramen. 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Ohne phos-⸗ phorbaltiges Gehirn kein Verstand, kein Gemüth, keln Wille, also keine geissige Thätigkeit. Strafpredigt für Eltern, Lehrer und Schulvordeher. VI. Blut und Blut⸗ lanfeleiden. Von Bock.— Im Hauptquartter des Prinzen Friedrich Karl. Von unserem Berichterstatter Georg Horn. Drelzehnter Brief. Ein Stündchen in der Armee post.—— und Friede auf Erden!“ Gedicht von F. p. Mil Abbildung: Friedensfeier zwischen Himmel und Erde. Für die Gartenlaube gezeichnet von Erwin Oehme in Dresden.— Oas dairische Wunderöl. Von H. S.— Vier und zwanzig Stunden im Paris der dittern Noth. Von Friedrich Hofmann.— Blätter und Blütben: Armeelseferanten. Von A. D.— Auf dem Frledbofe zu Bar le Duc. Mit Abbildung nach elner Photographie.— Nachtrag zu Moltke's Liebes! und Eheleden.— Plonplon's Lieblingefizz. Mit Ab⸗ bildung: Das ausgebrannte Schloß Meudon im Februar 1871. Nach der Natur aufgenommen von unserem Feldmaler F. W. Heine.— Literarische Plonniere.— Für die Verwundeten und die Frauen und Kinder unserer undemittelten Wehrleute. Ein Schweizer gesucht. Löwenhof dei Ockstadt. Den Herren Landwirthen erlauben wir uns auch für die gegenwärtige Saison die Benutzung unserer Bureaur zur prompten Ueder— mittelung von Inseraten jeder Art, wie: Zuchtviehverkäuse, Dockauclionen, Guts- kaufe, Verpachtungen elc. für alle gewünschten Zeitungen des In- und Auslandes in empfehlende Exinnerung zu bringen. Haasenstein& Vogler.— Aunoncen-Exped. Berlin. Hamburg. Lübeck. Leipzig. Dresden. Breéslau. Pratz. Wien. Cöln. Frankfurt a. M Stuttgart. Zürich. St. Gallen. Lausanne. Basel. Genf. Für diejenigen Herren, welche diober mit uns noch nicht in Verbindung steben sollten, die böfliche Mittbeilung, daß es für die prompte Erledigung uns zugewiesener Aufträge obne Einfluß ist, an welche unserer Filtalen dieselben andressirt find; wir bitten deßhalb nach Belleben das zunächst oder bequemst gelegene unserer Geschaͤfte zu wählen. Jean Huber. 671 702 um unserem demnächst heimkehrenden Garde- Jäger-Bataillon einen ihren Thaten und großen Verdiensten um's Vaterland entsprechenden würdigen Empfang zu bereiten, hat sich aus dem hiesigen Stadtvorstand und einer größeren Anzahl von Buͤrgern ein Comité gebildet, welches die Vorbereitungen eifrigst betreibt. Das Comité hat nun unter Anderem beschlossen, die ganze heimkehrende Mannschaft als Ehrengaͤste der Stadt an diesem Tage zu betrachten, und da wegen mangelnder entsprechender Räumlichkeit ein allgemeines Banket nicht ausführbar, dieselben bei den hiesigen Einwohnern festlich zu bewirthen. Air bitten also unsere Mitbürger, die Sache in ihren Familien zu besprechen, damit, wenn in nachster Woche einzelne Muügtieder des Comité's in der Stadt Umfrage halten, sie schon bestimmt sich schlüssig gemacht haben, wieviel Mannschaften sie als Ehrengäste zu bewirthen wünschen. Friedberg den 22. Marz 1871. Für das Comité: Der Großherzogliche Buͤrgermeister Fo uc ar. das Neueste in 1 onnenschirmen und Strohhüten K. Friedrich, neben der Post. ——— S 605 empsiehlt zu reellen Preisen Zur Aussaat 84 Erbsen, Wicken, Gerste und Hafer empfiehlt zu sehr billigen Preisen Jacob Stern nachst der Burg. Preußische Hagel Versichetungs-Actien-Gesellschast. 682 Dieselbe versichert Bodenerzeugnisse gegen Hagelschaden. Die Prämien sind fest und billig, Nachschuͤsse werden also niemals erhoben. Die Schaͤden werden wie in früheren Jahren eoulant und unter Zuziehung von Landesdeputirten regulirt und binnen Monats- frist nach Feststellung voll und baar bezahlt. Versicherungen auf mehrere Jahre genießen einen angemessenen Prämienrabatt, welcher sofort von der Jahresprämie in Abzug ge— bracht wird. Die Unterzeichneten sind zu jeder Auskunft und zur persoͤnlichen Aufnahme von Ver- sicherungen stets bereit und empfehlen dem landwirthschaftlichen Publikum obige Ge sellschaft ganz ergebenst. Carl Gaul“, General-Agentein Darmstadt. Dr. G. Schäfer in Relchelsheim. J. Tönges in Assenherm. M. Münzenberger in Büdingen. Steuerausseher Röder in Gießen Th. Wortmann in Gießen. J. Kämmerer in Lich. W. Kullmann in Vilbel. Emil Hill in Nieder⸗Mockstadt. C. Scharmann in Grünberg. 1 Zur bevorstehenden Aussaat prima Erbsen und Wicken J. L. Rappolt. Einladung zum Abonnement auf das täglich erscheinende Mainzer Wochenblatt. Preis vierteljährlich nur 84 kr.(rcd. etwaiger Stempelsteuer oder Bestellgeldes.) Außer den regelmäßigen telegraphischen Gorrespondenzen, welche dieses Blatt gleichzeitig mit allen größeren Zeitungen bringt, bat es längere Artikel über wichtige Ereignisse, Beschreibungen von besonderen Vorkommnissen auch ebenso schnell wie jene produelrt. Stets bemüht, die gegebenen Thalsachen objectiv zu betrachten, hat es die Redaction sich doch zur Regel gemacht, keine Nachricht ohne vorsichtige Krinnk anzunehmen und dadurch seinen Lesern mil größter Schnelligkeit nicht allein das,„was man sagte,“ sondern möglüchst auch das, was es heißen soll, vor! gesübrt.— Frei von Extravaganzen nach beiden Seiten hat das„Wochenblatt“ die Sache des Vaterlandes während des Krieges versochten, wie es jene der Freihelt im Innern während des Friedens zu seiner Devise macht. Has dem„Mainzer Wochenblatie? belgegebene Feuilleton ist fortwährend bemüht, durch eine Auswahl guter Erzählungen ze. dem Verlangen nach Unterhaltung gerecht zu werden. Das„Mainzer Wochenblatt“ erfreut sich in der Stadt Mainz sowohl, ale in der Provinz der größten Ver⸗ breisung, ist Organ der städtischen Behörden und wird vom Kreisamte Mainz zur Verössentlichung seiner Bekannt machungen benutzt. g Inserate finden durch das„Mainzer Wochenblatt“, da dieselben auch als Plakit in der Stadt angeschlagen werden, die lobnendste Verbreitung und wird die Petltzeile oder deren Raum mite 3 ke. berechnet. Alle soliden Annoncen Expeditlonen nehmen Anzeigen für dasselbe entgegen. Die Expedition. Mein Lager in allen Sorten Mehl 421 Jacob Stern N der Burg. 704 bel en gros, zu billigen Preisen, empfehle bestens Frische Reps- und Leinkuchen 604 btütgst bel Georg Groß. Von Groß herzoglicher Oberstudien-Direk- tion concessionirles Lehr-Institut zu Nidda. 613 unser seltber in Echzell bestandenes Justltut haben wir nach Nidda verlegt und mit dem dortigen vereinigt. Das Sommersemester begtunt den 24 April. Anmel⸗ dungen werden in Nidda bel Herrn Pfarrer Junker und in Echzell bei uns entgegengenommen. Echzell eim März 1871. amberger& Heidingsfelder. l Bitte. 698 Oer gute Freund, der mein kleines Wlrthsschtld aus Versehen abgehängt hat, wird gebeten dasselbe setzt We Wer über den Verbleib desselben Aus- unft erhellen kann, erhalt eine gute Belohnung. MMartin Scheibel. is r7ror uzerner X Rothklee! in unübertroffener Prima⸗Qualltät bel Wilh. Fertsch. Jäcke, 641 einmal benutzt, zu dem billigen Preis per Stück 30 kr. habe mehrere Hundert abzugeben L. H. Strauß. 617 Anzeige. 689 Meinen geehrten Freunden und allen an Augen- schwäche Leildenden die ergebene Anzeige, daß meine Ankunft in Friedberg Mittwoch den 22. d. M. statifinden wird und ist meine Wobnung wie seit Jahren im Hotel Schott. 1 Wiesbaden. Hofopticus L. Lehmann. 4. Todes- Anzeige. 688 Allen Verwandten und Bekannten mache ich blermit die Anzeige, daß beute früh um 4½ Ubr meine liebe Frau Linchen, geb. Heidolph, von Holzbeim, nach mebrläbrigen schweren Leiden sanft dem Deren enischlafen ist, und bitte ich um stille Theilnahme. Schotten am 20. März 1871. Gustav Suppes, Landgerichts, Assessor. ECC 697 Freunden und Bekannten blerdurch die traurige Nachricht von dem Hinscheiden unserer lleben unvergehlichen Tochter und Schwester Amalie Müller im nicht ganz vollendeten 24. vebenssfahre. Allen Denfenigen, welche dieselbe zu übrer Ruhestätte geleiteten, sagen wir unseren wärmsten Dank. Um stille Thbeilnabme bitten Frledberg den 21. März 1871. Die trauernden Hinterbliebenen. —. b Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 22. März. Waizen 14 fl. Sd atiez 10 fl. 30 Kr.; Gerste 8. 45 kr.; Hafer 5 fl. 40 kt. Frankfurt, 20. März.(200 Zollpfund.]) Wafzen 14½—15½ Nor 11½—7⁰3 Gerne— 3 Hater 9ů—— 10¼ 3 Rüdöl(100 Zollpfd.) ohne Faß 30½3 Branntwein (50% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß—. Grünberg, 18. März. Walzen 14 fl 30 kr; Korn 11 fl. 11 kr.; Gerste 7 fl. 53 kr.; Hafer 6 fl. 5 ke. Molter— fl.— kr.; Erbsen(t fl. 24 kr.; Linsen— fl. — tr.; Saamen— fl.— keez Kartosseln 3 fl. 52 kr. Mainz, 17. März. Wazen 13 fl. 51 kr. Korn 1 fl. 14 tr. Gerste 9 fl.— z Hafer— fl.— kr. Kartoffeln 5 fl. 36 ke. Ruggenstrob per 100 Gebund 40 fl. Ifaelitischer Goltesdienst in Friedberg. Beg n ne Freitag Abends 55% t. Samstag Morgens 8½ Ubr. Ker Verantw. Redacte: Dermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Dieren eine Beilage.) e. en n gt er gt. def ut . N ain n Jahren Feb mann. 5 Beilage. Hherhessischer Anzeiger. 35. —— r Deutsches Reich. es Agenten einer solchen dreifachen Alllanz? Was kriege schließen wird Der Belagerungszustand Darmstadt Das Großherzogliche Regie- immer sie sein mögen, sie sind die Feinde von ist aufgehoben. Das Volk von Paris ist in seine rungsblatt Nr. 10 enthält: I. Bekanntmachung des Bundes-General-Postamts, die Correspondenz nach Orten ohne Postanstaßt betressend. Vom 1. Mäzz o. ab ist den Cortespondenten, welche ihren Wohnsitz in Orten ohne Postanstalt haben, allge— mein gestattet, ihre Postsendungen auch von solchen Post anstalten abholen zu lassen, deren Landbestellbezirk den betreffenden ländlichen Ort nicht einschließt. In Folge dieser aus den Kreisen des betheiligten Publikums wleder⸗ bolt beantragten Veikebrserleichterung muß die Spedition der Postsendungen nach Orten, an welchen Postanstalten sich nicht befinden, nach Maßgabe der von dem Absender auf der Adresse bezeichneten Distributions-Postanstalt be— wükt werden. Durch die unrichtige Bezeichnung dieser Postanstalt oder das gänzliche Fehlen einer bezüglichen Angabe lönnen leicht Verzögerungen in dee Ueberkunft der Posisendungen herbeigeführt werden. Es ist daher im eigenen Interesse der Correspondenten nothwendig, daß die Absender von Postsendungen, welche nach Orlschaften ohne Postanstalt gerichtet sind, auf der Adresse außer dem eigenilichen Bestimmungsorte thunlichst noch diejenige Postanstalt angeben, von welcher aus die Bestellung der Seudung an den Adressaten bewirkt wird, bezw. die Ab⸗ holung erfolgt. Zur Forderung dieses Zweckes wird es deitragen, wenn Correspondenten, an deren Wohnsitz sich eine Postanstalt nicht befindet, diejenigen Personen, mit welchen sie im Brieswechsel stehen, auf das gedachte Er— forderniß aufmerksam machen und denselben mittheilen, durch Vermiitelung welcher Postanstalt sie ihre Postsachen beziehen. Insbesondere wird es sich auch empfehlen, wenn die auf dem Lande wohnenden Correspondenten mzöglichst allgemein dem. theilweise bereits bestehenden Gebrauche folgen, in den von ihnen abzusendenden Briefen bei der Orts- und Datumsangabe den Namen des Postorts hin— zuzufügen, durch welchen sie ihre Postsachen empfangen. II. Bekanntmachung Großherzoglichen Oberconsisto— riums, die Ergebnisse der Verwaltung der allgemeinen geistlichen Wittwenkiisse vom Jahre 1868 betreffend. III. Bekaummachung Greßherzoglicher Provinzial— Direction Starkenburg, den Steuerausschlag zur Bestrei— tung der Bedürfnisse der Landjugendschaftekasse zu Darm- stadt für 1871 betreffend. IV. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Erbach, die Erhebung einer Umlage in der israelitischen Religionsgemeinde zu Michelstadt für das Jahr 1871 betreffend V. und VI. Uebersicht der sür das Jahr 1871 ge— nehmigten Umlagen zur Bestreiiung von Communalve— dürfnissen in den Gemeinden der Kreise Neustadt und Nidda. VII. Promottenen an der Großherzoglichen Landes- Universität Gießen. VIII. Ectbeilung eines Erfindungspatentes. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst age ruht: am 11. Februar dem Portefeuiller Heinrich Knopf macher und dem Gürtler Wilhelm Sieben zu Offenbach auf deren Nachsuchen ein Erfindungspatent auf die durch vorgelegtes Muster näher erläuterte Construction eines Verschlusses für Portefeuille⸗Waaren, unter dem ausdrück— lichen Vorbehalte jedoch, daß durch das verliehene Patent Niemand in der Anwendung bereits früher schon bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großberzogthums zu ertheilen. IX. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 18. Februar dent Schullehrer an der 2. evangelischen Schule zu Ober⸗ Ingelbeim, Peter Wenzel, die erste evangelische Schulstelle daselbst— und dem Schulamtsaspiranten Johannes Haas aus Bobenbausen II, im Kreise Schotten, die evangelische Schulstelle zu Wernges, im Kreise Lauterbach,— zu übertragen.. 8 X. Versetzung in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 18. Febr. den Schullehrer Weis zu Ellenbach, im Kreise Lindenfels, auf sein Nachsachen in den Ruhestand zu versetzen. XI. Concurrenzeröffnung. Erledigt ist: die Stelle eines Steuercommissärs des Steuercommissariats Langen. Concurtenzsähige Bewerber haben sich binnen einer Frist von 14 Tagen anzumelden. Ausland. Frankreich. Paris, 19. März. Das „Journal officie!“ veröffentlicht folgende Prokla— mation der Regierung:„Au die Natlonalgarden von Paris. Ein Comite, welches sich Central— Comite nennt, hat, nachdem es sich einer gewissen Arzahl von Kanonen bemächtigte, Paris mit Barrikaden bedeckt, auf die Vertheioiger der Ord— nung geschossen, Gefangene gemacht und mit kaltem Blute die Generale Lecointe und Thomas ermor— det. Wer dle Mitglieder dieses Comites sind, weiß Niemand. Es könnte selbst Niemand sagen, welcher Partei sie angehören. Sind es Com- munisien ober Bonapaclisten oder Preußen? Sind Paris, das sie der Plünderung überantworten, die Feinde Frankreichs, das sie den Preußen über— liefern, der Republik, welche sie dem Despotis— mus preisgeben werden. Die verabscheuungs— würdigen Verbrechen, welche sie begehen, nehmen jede Entschuldigung Denjenigen, welche ihnen folgen oder sie dulden. Wollt ihr die Verant— wortlichkeit für die Mordthaten und Verbrechen, welche sie anzuhäufen im Begriffe sind, auf euch nehmen, dann bleibt zu Hause. Wenn ihr jedoch um eure Ehre und ure heiligsten Interessen be— sorgt seid, dann schaart euch um die Regierung der Republik und die Nationalversammlung! Unter— zeichnet von den in Paris anwesenden Ministern: Dufaure, Jules Favre, Picard, Simon, Pothuan und Leflö.“ — Das amtliche Blatt sagt in seinem Be— richte über die Ereignisse an 18. d.: Die von der Position auf dem Montmartre entfernten Kanonen sollten in die Arsenale übergeführt werden, als die Natlonalgarden, die Menge auf— reizend und mit sich fortreißend, sich auf die Soldaten warfen und ihnen die Waffen entrissen. Mehrere Bataillone wurden cernirt, andere ge— zwungen, sich zurückzuziehen. Die Emeule war nunmehr Herr des Terrains. Der Tag schloß unter der Herrschaft der Unordnung, ohne daß die am Morgen einberufene Nationalgarde in genügender Anzahl erschtenen war, um des Abends die Insurrektion, welche das Quartier des Ge— neralstabs der Nationalgarde und des Justiz— ministeriums occupirt hatte, unterdrücken zu können. — Tasselbe Blatt theilt ferner mit, daß die Generale Lecointe und Thomas ohne Urtheil fü— silirt und ihre Leichen verstümmelt wurden. Zwei Adjutanten Lecointe's hätte beinahe dasselbe Schicksal ereilt, Die gesammte Regierung befindet sich in Versailles. 10,000 Mann unter General Vinoy sind in guter Ordnung in Versailles concentrirt Alle Behörden, sowie die Aermeechefs sind daselbst eingetroffen. Die Civil- und Militärbehörden der Departements werden nur die Befehle des Gouvernemenss in Versailles ausführen, bei Strafe der Absetzung Eine von Versailles an alle Prä— fecten, Generale, Generalprocuratoren und Maires gerichtete Proklamation erklärt, daß die in Ver— sailles residirende Regierung die einzig rechtmäßige sei; alle Minister seien daselbst um den Chef der Executivgewalt und die Nationalversammlung ver— sammelt, folglich würden alle Diejenigen, welche der insurrektionellen Regierung anhängen, als Rebellen betrachtet. — 19. März, 1 Uhr Morgens. Die sieg- reichen Meuterer haben sich in den Vorstädten Montmartre und Belleville hinter zahlreichen Barrikaden verschanzt. Die Linien- und die See— soldaten fraternisiten an der Bastille und auf den Barrikaden. 6 Uhr Morgens: Die Insurgenten occupiren den Vendomeplatz und die Quartiere der Quais und nahmen in der Nacht das Hotel de Ville. Heute Morgen hört man Kanonen— donner. Die Insurgenten haben die Leichen der beiden erschossenen Generale öffentlich ausgestellt. — 19. März, 1 Uhr Mittags. Folgende Proklamation ist heute in den Straßen angeschlagen worden:„Bürger! Das Volk von Paris hat das Joch abgeschüttelt, welches man ihm aufzulegen versuchte. Ruhig, leivenschaftslos in seiner Kraft, hat es ohne Furcht, ohne Provocation die scham- losen Narren erwartet, welche an der Republik rütteln wollten. Dießmal haben unsere Brüder von der Armee ihre Hand auf die geheiligte Bundeslade unserer Freiheiten nicht legen wollen. Dank Allen! und möget ihr und Frankreich die Grundmauern der Republik errichten, durch all— gemeinen Zuruf angenommen mit allen ihren Consequenzen als die einzige Regierung, welche für immer die Aera der Invasion und Bürger- Comitien einberufen, um Communalwahlen vor— zunebmen. Die Sicherheit der Bürger wird durch die Mitwirkung der Nationalgarde gewahrt. Hotel de Ville, 19. März. Centralcomite der National- garde. Assp, Bellevray, Ferrat, Babak, Moreau, Dupochet, Varlin, Boursier, Mortier, Gouhier, Valette, Jourde, Rousscau, Lullier, Blanchet, Grollard, Baron Geresme, Halse, Pougeret.“ — In einer anderen Proklamation erklärt dasselbe Comite sein Mandat für erloschen, nach— dem die Regierung vertrieben sei, welche das Volk verrathen habe. Mit der Zurückgabe des Mandats, fordert das Comite auf, die Communal— wahlen vorzunehmen. Thiers und das Ministerium haben sich nach Versailles begeben. Die For— derung des Central-Comites ist der Regierung übermittelt worden. Es verlangt folgende Er- nennungen: Langlois zum Oberbefehlshaber der Nationalgarde, Edmond Adam zum Polizeiprä— fekten, Dorian zum Maire von Paris, General Billan zum Commandanten der Pariser Armee. Die Regierung scheint bereit, auf die Forderung einzugehen. Ein General Dasdid, der sich selbst ernannt hat, mit einem Adjutanten Namens Lion Meillet, commandiren die Insurgenten. — 20. März, 6 Uhr Morgens. Die Situa- tion ist unverändert. Die Nationalgarde, welche dem revolutionären Central-Comite gehorcht, bat ohne Widerstand sämmtliche Posten besetzt; aber der weit größere Theil der Nationalgarde fährt fort, sich jeder Betheiligung zu enthalten.— Alle Journale beklagen di: Ermordung Lecomte's und Clement Thomas und erklären, daß sie keine andere Autorität als die der Nationalversammlung anerkennen. Keines der Journale hält die gegen- wärtige Bewegung für bedenklich und von langer Dauer.— Es geht das Gerücht, die National- versammlung werde sich nach Orleans begeben und den General Faidherbe zum Generalissimus der Streitkräfte zu Wasser und zu Land ernennen. — Der„Daily Telegraph“ meldet, daß die Nationalgarden meist von betrunkenen und be— waffneten Weibern begleitet in den Straßen von Paris umherziehen. Der Pöbel zwingt alle Leute, die sich auf der Straße zeigen, an den Barrikaden zu arbeiten. Die Eßwaarenläden werden geplün— dert. Ein an die„Times“ gerichtetes Telegramm sagt, die einzige Armee, welcher die Niederwerfung des Aufstandes noch möglich sei, sei die siegreiche feindliche Armee, die Paris zur Uebergabe brachte. — Der neue Polizeipräfekt, General Valentin, hat dafür Sorge getragen, daß die 2 Preußen, welche in Paris von Nationalgardisten verhaftet und bei dem„Centralcomite“ eingeliefert worden waren, den Händen dieser willkürlichen Behörde entrissen und dem französischen Generalstade zur Verfügung gestellt worden sind, der sie ohne Zweifel an die preußischen Militärbehörden diri— girt hat. Es waren nicht, wie man behauptet hatte, Offiziere, sondern Eisenbahnbeamte; sie heißen Wertz und Haußmann. Großbritannien. London. Die„Daily News“ melden aus Washington, daß die Unions— regierung Spanien den Antrag gestellt habe, die Inseln Cuba und Portorico für 100 Mill. Doll. an die Vereinigten Staaten zu verkaufen. — Die großartige deutsche Siegesfeier in London ist nunmehr auf den 13. April, Don- nerstag nach Ostern, sestgesetzt worden. Die Theilnahme des deutschen Botschafters und des sächsischen Gesandten steht in Aussicht; die besten deutschen Namen, welche Wissenschaft, Kunst und Kaufmannschaft hier in London aufzuweisen haben, sind im Festvorstande vertreten, aber nicht minder die Arbeitergesangvereine des Ostendes. Das Fest verspricht das großartigste zu werden, was in dieser Richtung von unsern Landsleuten in England noch zu Stande gebracht worden ist.“ Oeffentliche Aufforderung. 543 Nachdem die Ebefrau des Philipp Dietz von Niedere Mörlen, Kalbartna, geb. Derbert, um Sicherflellung ibres eingebrachten Vermögens nachge— sucht, gleich jeitig aber auch deren Ebemaunn seine Ueber— schuldung angezeigt dat, werden zur Abwendung des förmlichen Concutses dessen sämmtiche Gläubiger zur Anmeldung und Begründung ihrer Forderungen, sowie zum Versuche eines Arrangements auf Montag den 3. April J Morgens präeis 8 un, unter dem Anfügen hierher vorgeladen, daß von der Minderheit der erscheinenden, oder den ungenügend ver— tretenen, oder den ausbleibenden Gläudigern der Bel— trut zu den Beschlüssen der Mehebeit der gehörig auf— itetenden Gläubiger unterstellt werde. Bad Nauheim am 3. März 1871. Großderzogliches Landgericht Bad- Nauhelm. Ulris, Schnitespahn, Landrichter. Landgerichts Assessor. 7 1 Gläubiger- Aufforderung. 597 Die Glcudiger des am 14. November 1870 im Lazateih zu Vodenbeim verstordenen Hemrich Konrad Goh, Sobn der Heintich Hroh III. Ebeleute don Nieder Rosbach, werden hiermit aufgefordert ihre Fot— derungen diinnen drei Wochen bet dem unterzeich⸗ neten Gerichte anzuzeigen, wi rigenfalls solche bei Ord- nung des Nachlosses unberücksichtigt beiden werden. Friedberg am 9. März 1871. Großberzogliches Landgericht Irtedberg. Rei 8. Güter Verste i gerung. 655 freitag den 5 März d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in diesigem Ralbbause die zum Nachlasse des ver— florbenen Johannes Oberländer dahser gehörenden Gäterssücke in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung auf freiwilligen Antrag der Erben nochmals öffentlich meisthietend versteigert werden unter dem Anfügen, daß eine we tere Versteigerung nicht abgehalten und dei annehmdaren Geboten den Letzebietenden die Ge— nehmigung alsbald ertteilt werden soll. Friedberg den 17. Män 1871. Greßberzoglich ts Ortsgericht Friedberg. Foucar. Holzversteigerung er Oberförsterei Nidda. Distlikt Eichelacker, in den Domanialwaldungen d 651 Es sollen im Harbwalde, verneigert werden: 1) Montag und Dienstag den 27. und 28. d. M. 642 Eichen Stamme, zu Bau- und Wagucrhosz geeignet. bis zu 16½ Zoll mütlerem Durch messer und bis zu 60 Juß Länge, 13.625 Cubik— fuß enthaltend, 45 Kiefern Stämme, meisens zu Schnittholz ge— eich net, bis zu 22½ Zoll mittlerem Durchmesser und bis zu 65 Fuß Länge, 1 Buchen Stamm von 16½ Zoll mittlerem Durchmesser unt 20 Fuß Länge, 43 Cudiksuß enthaltend. 2) Mittwoch den 29. d. M. 7 Stecken Buchen Scheithoiz, 68„ Eichen Rundscheitholz, 10„ Kiefern Scheitholz, 2„ Aspen⸗Schegholz, 103„ Eichen⸗Piugelbolz, 3„ Kiefern⸗Prügelholz, 73½„ Eichen⸗Stockholz, 9„ Kiefern⸗ 5 239„ Eichen⸗Ressbolz, 26 Klefern⸗„ Die Zusammenkunft ist jetesmal Morgens 9 Uhr im Holzschlage an dem Vicinalwege aus dem Harbwalde nach Ula. Nid da den 14. März 1871. Großherzogliche Oberförflerei Nidda. ae. Holz ⸗Versteigerung. 668 Freitag den 24. d. M., Morgeno 9 Uhr anfangend, werden im hiesigen Gemeindewald, Distrikt Wasserköll, folgende Holzsortimente meistbietend versteigert: 2 Stecken Eichen Scheitholz, 19/1„ Buchen Prügelholz. 4 7 E chen⸗* 48/ 75 Buchen Stockholz 12„ Eichen⸗ 5 587 Buchen Wellen, 900 Eichen⸗„ 2 Buchen⸗Stämme, 19½ Zoll Durchmesser und 15 bis 20 Fuß Länge, mit 105 Cubikfuß, 68 Eichen-Stämme von 5½ bis 15 Zoll Durch messer und 15 bis 48 Fug Länge, mit 1596 Cubikiuß. Bemerkt wird, daß das Buchen- und Eichen⸗Stamm⸗ und Stangenholz sich zu Bau- und Werkholz elgnet. Die Zusammenkunft ist am Pflanzgarten in der Wasserdöll. Nieder⸗ Rosbach am 18. März 1871. Hessi D Pecis: vierteljährlich fl. Darmstadt im März 1871. eee eee eee Einladung zum Abonnement auf dle ee Volksblätter(Landeszeitung) in Dar m st ad t 1. mit Postaufschlag fl. 1. 27 kr. Auflage 3800. Die, Expedition der Slide Volksblätter W 5 ee 4g Regiments, geboren am 4 Juni 1846 zu Ostheim, Kreis Feiedberg, 15) Reservist Johannes Armbrüster, des Graßh. 2. Land⸗ wehr Regiments, geboren am 14. Oktober 1845 zu Mü ster, Kreis Frtedberg; Reservist adam Rühl, des Großh. 2 xandwehr— Regimente, geboten am 18. November 1842 zu Ober-Mörlen, Kreis Friedberg; 17) Ersatz⸗ Reservist 1. Kl. Heinrich Wilhelm Steinhauer, des Grobh. Landwehr Regimento, geboren am 24. Jul: 1847 zu Steinfurth, Kreis Friedberg; 18) Reservist Peter Joseph König, des Großh. 2. Land— wehr⸗Negements, geboren am 13. August 1842 zu Ober-Mörlen, Kreis Friedberg; Dispositonsurlauber Christian Gerhard Sack, des Grokh. 2. Landwehr⸗Regsments, geboren 17. April 1840 zu Wölfersheim, Kreis Friedberg, der Desertionsprozeß eröffnet worden ist, werden die— selben hiermit aufgefordert, zu threm betreffenden Tuppen⸗ theile zurückzukebren, spätestene aber in dem auf Freitag den 30. Juni 1871, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Termin sich zu stellen, widrigenfalls die wider sie eingeleitete Untersuchung geschlossen, dieselben in contuwaeiam für Deserteute erklärt und ein feder der Genannten in vine Geldbuße von 50— 1000 Tbalern verurtheill werden wird. Darmstadt den 11. März 1871. Großherzogliches stellvertreten es Diviflonsgericht. In Auftrag: Schenck, Oioistonsauditeur.— 16) 19) Holz-Versteigerung. 681 In dem Gräflich Stolberg-Ortenberz'schen U distrikt Kronbach kommen am Montag den 27. Vormittags von 10 Uhr ab folgende Nutz u. Breit! zer: 2 Eschen mi in Summa 36 Cubiksuß, „ 1883 Stecken Buchen⸗Scheit,. 123 1„ Prügel, I. Klasse, 457 755* 17 II.„ 134 56„ Erdstöcke, 358 0„ Alufnreiser zur Verstelgerung. Zusamwenkunft am Usenbörner Vicinalwege in der Kronbach. Ortenberg am 18. März 1871. Großherzogliche Bürgermeisteset Nieder⸗Rosbach. Gir en Oräflich Stolberg'sche Rentkammer. 680 Nachdem wider die Nachgenannsen: 1) Reservist Johann Lorenz Lenz, des Großh. 2. Land— wehr Regimenis, geboten am 9. e 1842 zu Reichelsheim, Kreis Friedberg; 2) Diovofillongutflauber Phtlipp Seipp, des Großh. 2. Landwehr⸗ Regiments, gebore am 19. April 1846 zu Nieder- Weisel, Kreis Friedberg; 3) Reservist Heinrich Kehler, des Großh. 2. Landwehr Regiments, geboren am 25. November 1846 zu Nieder Weisel, Kreis Frtedbergz 4) Reservist Peter Rompf, des Großb. 2. Landwehr⸗ Regiments, geboren am 11. September 1837 zu Nieder Weisel, Keie Ittedderg; 5) Webemann Peter Löw, des Großh. 2. Landwehr Regiments, geboren am 10. September 1844 zu Nieder Weisel, Kleie Friedberg; 6) Reservdist Wühelm Lenz, des Großh. 2. Lagdwehr— Regiments, geboren am 17. Dezember 1841 zu Nieder Weisel, Kreis Friedberg; 7) Reservist Johann Beorg Jung, des Großh. 2. Land⸗ wehr Regiments, geboren am 15. Oktober 1841 zu Nieder-Wessel, Kreis Frtedberg; 8) R servist Balthaser Will, des Groß h. 2. Landwehr⸗ Regiments, geb. am 15. Mätz 1844 zu Langenhain, Kreis Friedberg; 9) Reservist Caspar Becker, des Großh. 2. Lardwebr— Reg ments, geboren am 9. Juli 1845 zu Traie⸗ Munzenberg, Kreis Friedberg; 10) Reservist Franz Auzust Kipp, des Großh. 2. Land⸗ webr⸗ Regiments, geboren am 1. Januar 1847 zu Oppersbofen, Kreis Frtedderg; 11) Ersatz-Reservist 1. Klasse Heinrich Well, des Grohb. 2. Landwehr Regiments, geboren am 20. August 1877 zu Oppershbofen, Kreis Friedberg; 12) Resergist Johann Georg Muller, des Großh. 2 Land. wehr⸗Regiments, geboren am 25. Sepiemder 1841 zu Rockenberg, Kren Irtedberg; 13) Reservist Heinrich Baper, des Großb. 2. Landwehr Regimentos, geboren am 24. Juli 1845 zu Rocken derg, Kreis Friedberg; 14) Reservist Georg Frees, des Groß h. 2. Landwehr— 90 1 e 692 Montag den 27. d. M., Vormittags 9 Übr, sollen in dem Gemeindewald zu Belenheim bei Bingen⸗ beim an den Siebenwegen nachbenannte Holzsorten verstelgert werden: 7 Stecken Buchen-Prügelholz, 4 8 Stockholz, 376„ Reiserholz. Die Zusammenkunft if an den Siebenwegen. Belenbeim den 20. März 1871. Großherzogliche 5 Beienheim. u Schmidt. Strohhüte 392 werden gewaschen. gefärbt und nach neuster Fagon geändert bet K. FJ Friedrich, neben der Post. Ungarisches Futtermehl 640 in reiner 95 Qualität, per 100 Pfund mit Sack 5 fl., empfiehlt H. Strauß. Schmiedekohlen 654 find wieder in 10 Qualität eingetroffen bei Ph. Dan. Kümmich. Kissinger Pastillen, 89 bergestellt aus den Salzen des Rakoezt, über dessen beilkräftige Wirkungen die Schriften von Hofrath Dr. Bahling Hofrath Dr. Erhardt und Dr. Diruf handeln. Besonders empfehlenswertb gegen Trägheit der Ver— dauungsorgane, mangelhafte Secretion, Bleichsucht, Blutleere, wie auch gegen Hämmorrhoiden, Neigung zu Gicht und Seropheln. Preis per Flacon 30 kr. 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Imperiales 5„ 9 45—47 Dollars iu Gold.„ 2 27—28 * 0