cer Netten in für die don füt die tetschen Voll / Berschlage ö 1871. Donnerstag den 23. Februar. M. 23. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Zntelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Reichstagswahlen. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Die Ihnen mitgetheilten Formularien zu dem Protocoll über die Wahlhandlung enthalten theuweise einen Druckfehler. Es sind dies die Formularien, welche den Großherzoglichen Bürgermeistereien im Jahre 1870 mitgethelt wurden, und auf welche sich die in unsetem Amtsblatt ohne Nummer vom 7. Januar 1. J. angeordnete Correctur bezieht. In allen diesen Formularien dätten auf Seite 2 die beiden letzten Bemerkungen am Rande:„Wird durchstrichen, wenn die Zahlen übereinstimmen“ und:„Wird durchstrichen, wenn die Zahlen „Friedberg am 20. Februar 1871. Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. nicht übereinstimmen“ mit einander vertauscht werden müssen, so daß die ersterwähnte Bemerkung an letzter, und die zweiterwähnte Bemerkung an erster Stelle abgedruckt worden wäre. Sie werden daher, insofern Ihnen solche Formularien zugegangen sind, ver⸗ anlaßt, in der ersten Randbemerkung vor dem Wort:„übereinstimmen“ das Wort:„nicht“ einzuschalten, dagegen in der zweiten Rand— bemerkung das Wort:„nicht“ zu streichen und die Wahlvorsteher aufzufordern bei Abfassung des Wahlprotokolls nach Maßgabe dieser Abänderung zu verfahren. 1 B e k an n t machung. Die Forfiftrafen vom 1. Quartal 1871 können an den bestimmten Zahltagen Dienstag und Donnerstag Morgens von 8— 12 und Mittags don 2— 5 Ubr an das unterzeichnete Rentamt bezahlt werden. Als besonderen Erhebungstag destimmen wir für den Landgerichtsbezitk Butztach Mittwoch den 1. von 8— 10 ÜUbr, bei Herrn Gastwirtb Joutz zu Bußbach. Wir ersucken die Großherzoglichen Bürgermeistereten die 15. März d. J. die Mabnung erfolgt. zrtedderg den 20. Jebruer 1871. März d. J., Morgens ses im Intetesse ihrer Ortsangebörigen mit dem Bemerken bekaunt machen zu lassen, daß nach dem Groß herzogliches Rentamt Ztiedberg Lin deck. Kriegs nachrichten. — Dem„Daily Telegraph“ wird aus Ver- sailles vom 15. telegraphirt:„Der Kaiser leidet noch immer an einem heftiger rheumatischen An- fall, und ist daher nicht im Stande, die Truppen zu empfangen, welche die Stadt verlassen, oder aus dem Süden nach Versailles zurückkehren. Er inspicirt die vorbeimarschirenden Mannschaften von seinem Fenster aus, während der Kronprinz in der Straße Stellung nimmt. Wit ich höre, ist der triumphirende Einzug nach Paris noch keines wegs beschlossene Sache, und sind die Ansichten im Hauptquartier über diesen Punkt noch immer stark getheilt. Es ist gar nicht unwahrscheinlich, daß der Knoten durch die Krankheit des Kaisers durchhauen werde, und daß dieselbe seine Theil nahme an eirer Ceremonie verhindert, auf die er, so sagt man, sein Herz gesetzt hat.“ Aus Versaitles geht die Meldung ein, daß, wie zwischen dort und Paris, so auch zwischen Versailles und Bordeaux nunmehr eine regel. mäßige telegraphische Verbindung für amtliche Communicationen hergestellt ist. — Der Kaiser hat sich in diesen Tagen ver⸗ anlaßt gesehen, in einem Armeebesehl den allzu⸗ häufigen Besuch von Versailles durch Offiziere der Cernirungs- Armee einigermaßen zu beschränken. Das Aktenstück ist deßhalb wichtig, weil es an⸗ nehmen läßt, daß man höheren Orts nicht der Ansicht ist, als dürfe während des Waffenstill⸗ standes schon ein völliger Friedenszustand bei den Cernirungeregimentern Platz greifen. Wie dem auch sei, so wird und soll schließlich doch der Armee der Sieg über Parie nicht verkürzt werden und ein Einmarsch steht rotz alledem und alledem bestimmt zu erwarten. Aus Versailles, 14. Februar, wird der „Wes.⸗ 31g.“ gemeldet:„Sonnabend, am 11., wurden die aus Eisen construirten französischen Geschütze auf sämmtlichen Forts gesprengt, da uns die für dieselben brauchbare Munitson fehlt. Auf dem Mont Valerien hatten Abtheilungen des 7. Pionierbataillons unter Leitung des Premier- Lieutenants v. Foerster die Ordre erhalten, die Sprengung der französischen Geschütze vorzunehmen. Innerhalb 3 Stunden wurde diese Arbeit an 20 Geschützen ausgeführt und zwar mittelst Litho⸗ sracteur, das aus einer Mischung Nitroglycerin und getrockneter Insusorienerde besteht. Bei der- artigen Operationen wird die Ladung oben auf das Geschütz gelegt; in dieser Weise bleiben die Stücke in der Nähe der Geschütze liegen. Die durch das Sprengen verursachte Detonation war auf dem Mont Valerien so heftig, daß sämmt⸗ liche Fensterscheiben der Kasernen entzweibrachen; vier in einem Zimmer eiftigst converstrende Ossiziere fielen zur allgemeinen Erheiterung durch den starken Druck von ihren Stühlen. Mit Aus nahme der Valerie, dieser Riesenkanone sonder Gleichen, welche zum Andenken an die 4½ monatliche Be⸗ lagerung nach Berlin gebracht wird, wurden alle eisernen Geschütze vernichtet. — Die Verproviantirung von Paris ist durch die dort unablässig einlaufenden Proviantzüge eine so bedeutende, daß die dortigen Lebensmittelpreise bereits unter die Durchschnittspreise von Versailles gesunken sind. Als Curiosum und zum Beweise, wie freidenkend wir sind, bemerkt ein Correspondent, führe ich an, daß mir vor einigen Tagen in Chaville ein vom Vorposten abcommandirtes Ba- taillon begegnete, dessen Musik ganz lustig dis Marseillaise spielte. — Während Englands Vertreter überall er- klärt hatten, daß die englische Regierung die Conferenz über die im Wesentlichen erledigte Pontus Affaire vor Eröffnung des Parlaments abzuschließen wünsche, hat England neuerdings die Conferenz, angeblich wegen Frankreichs Abwesen— heit, fortwährend verlaͤngert, wahrscheinlich um neben der Conserenz, deren Programm andere Angelenheiten ausschließt, einen europäischen Con- greß über die Friedensfrage vorzubereiten. — Aus Posen meldet die„Osideutsche Ztg.“: „Höheren Orts ist der Befehl ertheilt worden, die fernere Absendung von Munition, so wie die Fuhrparkzüge nach Frankreich sofort zu sistiren. Die bereits abgesandten Fuhrparkzüge sollen zurück. dirigirt werden. Diese Anordnung ist wohl ein sicheres Friedens zzschen.“ Der„Möniteur officiel“ des General- Gouvernements zu Reims enthält nachstehende Bekanntmachung: Nachdem in der Nacht vom 6. zum 7. Febr. auf ein in Belval eingerücktes Requisitions-Commando von den benachbarten Bergen herab mehrfach geschossen worden, ist der Pfarrer Carl Miroy, 42 Jahre alt, aus Cuchery, zu dessen Parochie auch Belval gehört, welcher Waffen aufbewahrt und an die Bewohner ver- theilt hat, als die Triebfeder dieser Feindselig— keiten verhaftet und heute früh hierselbst in Folge kriegsgerichtlichen Spruches wegen verrätherischer Handlungen gegen deutsche Truppen, erschossen worden. Reims, 12. Febr. 1871. Der Gencral- Gouverntur v. Rosenberg-Gruszezynski. — Die Kapitulation der Festung Belfort steht mit der Verlängerung des Waffenstillstandes in Zusammenhang. Die„Karlsr. Ztg.“ erfährt, daß das Belagerungscorps bei Belfort schon alle Veranstaltungen getroffen hatte, um mit einem wirksamen Angriff gegen das Schloß, als den Kernpunkt der Festung, vorzugehen. Sobald diese Veranstaltungen fertig waren, forderte der General v. Treskow den Festungskommandanten nochmals zur Uebergabe auf. Die Aufforderung kreuzte sich mit der vom Commandanten eingehenden Meldung, daß er von seiner Regierung angewiesen sei, unter den ihm früher schon angebotenen Be— dingungen zu kapituliren. Straßburg. In Belfort weht die preußi⸗ sche Flagge seit dem 18. d. auf dem Schlosse. Ihr Aufziehen wurde durch 101 Schüsse aus französischen Kanonen von allen Forts salutirt. Dem General v. Tresckow wurde vom Kaiser der Orden pour le mérite verliehen und aus- gesprochen, daß hierin eine vorläufige Anerkennung der bewiesenen Tapferkeit und Ausdauer der Truppen zu erkennen sei. Deutschland. «Friedberg. Für die Reichstagswahlen sind jetzt folgende Candidaten bekannt geworden. Im ersten Wahlkreis(Gießen, Grünberg, Nidda) ist der seitherige Reichstagsabgeordnete Freiherr von Rabenau wieder als Candidat aufgestellt. Im zweiten Wahlkreis(Friedberg, Vilbel, Büdingen) stehen sich der seitherige Vertreter, Hofgerichtsrath Buff in Gießen, und der Landtagsabgeordnete der Stadt Friedberg v. Wedekind gegenüber. Im dritten Wahlkreis(Alsfeld, Lauterbach, Schotten) wird Prosessor Onken als Candidat neben dem Erbgrafen von Solms-Laubach genannt. Im vierten Wahlkreis(Darmstadt, Großgerau) sind Hofg.-Advokat K. J. Hoffmann, Hofgerichtsrath Hallwachs und Mechaniker Klotzsch aufgestellt. Im fünften Wahlkreis(Dieburg, Offenbach] can. didiren einerseits die deiden Kreisräthe v. Stark und Küchler, anderseits der Landtagsabgeordnete —— 22 TTL r CFFFFFCbCTCCCCbbTTTTTTTPTCTCTCTCTCTCTCTbTCTbTTTTT 2 f. 2 —— N eee eee 8 . 1 — 1 1 4 Dernburg. Für den sechsten Wahlkreis(Beus— beim, Erbach, Lindenfels, Neustadt) sind als Candidaten Rentier Martin und Heinr. v. Gagern bezeichnet. Für den siebenten Wahlkreis(Heppen⸗ heim, Worms, Wimpfen) candidirt Kreisrath Pfannebecker. Für den achten Wahlkreis(Bingen, Alzey) ist bisher nur Metz aufgetreten. Im neunten(Mainz) candidirt Dumont für die demo— kratische, Bamberger für die nationalliberale Partei. Die Conservativen dürften möglicher Weise Staats- procurator Dr. Bellue und die katholische Partei Domcapitular Dr. Moufang als Candidaten auf— stellen. Berlin. Preußen wird die jetzt von Frank— reich durch freie Wablen anerkannte republikanische Regierung selbstverständlich bald anerkennen.— Mehrere Anzeichen bestätigen, daß boxaparkistische Agenten bei den französischen Kriegsgefangenen eine Agitation für ein Plebiseit zu organisiren versuchen.— Die orleanistische Partei der National— versammlung, gestützt auf die Aeußerungen eng— lischer Minister im Parlament und Englands diplomatische Action in Wien und Florenz, be— günstigt einen schleunigst zu berufenden Congreß zur Herabminderung des deutschen Friedens-Pro— grammes. Die nut für wenige Tage von Preußen bewilligte Verlängerung des Waffenstillandes be— weist, daß jede eurepäische Einmischung zurück— gewiesen wird. — Wie die„Kreuzztg.“ hört, gilt es mit Rücksicht auf den Gang der Friedensverhandlungen noch für zweifelhaft, ob der Zusammentritt des Reichstages nicht auf kurze Zeit hinausgeschoben wird. Die„Kreuzztg.“ und die„Nordd. Allg. Ztg.“ erfahren, daß der Kaiser dem von dem Landtage beantragten Gesetzentwurf über die Ehe— schließung von Militärpersonen seine Zustimmung um so bereitwilliger ertheilt hat, als bisher zur Kenntniß gekommene Fälle von gesetzwidrigen Ehe— schließungen keinen Anlaz zur Versagung der nachträglichen Genehmigung darbieten. — 20. Febr. Der Bundesratb des deutschen Reiches hielt heute seine erste Sitzung unter dem Vorsitz des Staatsministers Delbrück. Unter den Vorlagen befindet sich der Entwurf der berichtig— ten Verfassung des deutschen Reiches, der Gesetz— entwurf über die Verbindlichkeit zum Schadenersatz für Körperverletzungen bei Eisenbahnen, in Berg— werken ꝛc., der Abschluß des Abkommens mit Italien wegen der gegenseitigen Unterstützung von Hülfsbedürftigen, die anderweitige Feststellung der Matricularbeiträge pro 1869, die Feststellung der Wahlkreise der süddeutschen Staaten. Dresden. Die Handels- kammern zu Dresden, Chemnitz, Plauen und Zittau protesticen gegen den Beschluß des Aus schusses des Handelstages auf unveränderte Wie— derherstellung des deutsch französischen Handels- vertrages, und verlangen, daß in den Friedens— bedingungen vielmehr für die französischen Tarif- Positionen Modifikationen anzustreben sind, welch den Interessen des deutschen Handels besser entsprechen. München. Es wird von bier gemeldet, daß tionalversammlung. sich der Minister des Auswärtigen Graf Bray im Auftrage des Königs, begleit't vom Legations⸗ rath Rudhardt, zu den Friedensverhandlungen nach Versailles begeben hat. Der Staatsrath auswärtigen Ministeriums betraut worden. Aus Straubing in Bayern wird gemeldet, Jägerkaserne internirten Kriegsgefangenen revol⸗ tirten. Die Wache schritt sofort ein und ver— stärkt durch das Depot des Ersatzbataillons wurden die Revoltirenden zur Ruhe gebracht. Leider wurde ein Gefreiter des 8. Jägerbataillons dabei durch einen Revolverschuß schwer verwundet. Untersuchung ist eingeleitet. Aus Baden. Die Universität Freiburg will in einer ehrenden Anerkennung gegen den tapferen General v. Werder nicht zurückbleiben; ihre philo— sophische Fakultät hat ihm den Grad eines Ehreu- doctors verliehen. Die Benachrichtigung davon Ehre mit großer Freude annehme. In diesen Zudrange des Publikums statt. der neue Ministerpräsident, Graf Hohenwart, sein glieder des Reichsraths und des Publikums mit Stillschweigen aufgenommen. Preußen soll am 26. d. M. stattfinden. verlautet hat sich ein Syndikat wegen Uebernahme der Kriegskosten⸗Entschädigung gebildet. „Patrie“ zufolge macht die Friedensfrage große Fortschritte.— Nach dem Abschluß des Friedens soll zer Nationalversammlung ein Gesetzentwurf betreffs Bildung einer provisorischen Armee, welche aus den Classen 1871 beständen, vorgelegt werden. Ein anderer Gesetzentwurf würde die Entlassung der jetzigen Armee und die Neuorganisirung des Heeres anordnen.— Die Mehrzahl der Journale bespricht die Wahl Thiers äußerst günstig. Trochu und Gewerbe. soll demnächst nach Bordeaux abreisen, um seinen Sitz in der Nationalversammlung einzunehmen. zug der deutschen Truppen am 26. Februar statt⸗ finden werde; sie fordern die Bevölkerung auf, sich nicht in den Straßen, sich bewegen wird Fenster auf dem Boulevard Malesherbes zu hohen Preisen vermiethet. welcher er erklärt, daß er, obwohl erschreckt durch die schmerzliche vom Lande ihm auferlegte Auf— gabe, dieselbe annehme mit dem Gehorsam und 27 e N der Hingebung und Liebe, deren das Land um Daxenberg ist mit der interimistischen Leitung des so mehr benöthige, als es unglücklich sei, unglück. licher als es in irgend einer Epoche seiner Ge⸗ schichte daß dort am 16. d. Abends die 300 in der„Frankteich bleibt immer groß, jung und reich an Hülfs quellen; es wird immer ein beständiges Denkmal Thiers bemerkte weiter, daß er die neuen Minister nur mit Rücksicht auf die öffentliche deren sie genössen, auf Befähigung ernannt habe. dringend nöthig, Frieden muthig zu führen; derselbe dürfe nur angenommen werden, wenn er ehrenvoll sei. Thiers verlangt den Beistand der Versammlung zur Wahrung der Interessen des Landes. Favre beantragt die Ernennung einer Commission hat der General dahin beantwortet, daß er f pe 15 Mitgliedern, welche sofort nach Paris Tagen wird das geschmackvoll gedruckte Diplom dem General eingehändigt werden. Denkmal hält man im Oberlande fest, und es ist in der Zusanmenkunft der Gemeindevorstände in Freiburg Allem nach dessen Ausführung beschlossen worden. Schweiz Bern. General Röder übergab das Schreiben des Kalsers Wilhelm, in welchem dieser dem Bundesrathe die Annahme der Kaiser— würde anzeigt. — Die Bourbaki'sche Armee hat der Schweiz zu- letzt noch eine Bescheerung gebracht, die vielleicht mit weit größerer Besorgniß betrachtet wird, als 85,000 Internirte: die Rinderpest ist an der waadtlän— disch⸗neuenburgischen Grenze ausgebrochen. Die Krankheit wurde eingeschleppt durch das der Armee nachgeführte Vieh. In Pontarlier fällt das Vieh zu Hunderten. Strenge Vorsichtsmaßregeln sind getroffen. — Was die internirten Franzosen betrifft, so hat sich der Gesundheitszustand derselben wesentlich verschlimmert. Von überall her kommen Berichte, daß die Lazarethe überfüllt sind. Meist find es Typhus, Lungen- und Blatternkranke, die den Aerzten zu schaffen geben. Die geringern Fuß- leiden sind gehoben. Bis jetzt sind uns 60 Todes- fälle von Internirten bekannt geworden. Genf. Sämmtliche hier internirte Franzosen, 1200 an der Zahl, sind wegen der Schwierig- keiten, welche sich der Ueberwachung entgegenstellten, unter Bedeckung per Eisenbahn zur Internirung nach der östlichen Schweiz abgeführt worden. Oesterreich. Wien. Am 22. d. fand die Wiedereröffnung des Reichsraths unter großem Die Rede, worin Programm entwickelte, wurde Seitens der Mit- Frankreich. Paris Der Einzug der Wie Der — Fast alle Journale glauben, daß der Ein- durch welche der Zug „zu zeigen. Trotzdem werden Bordeaux, 19. Febr. Sitzung der Na- Thiers hält eine Rede, in gewesen.„Aber“, sagt der Redner, der Energie und Humanität sein.“ Achtung, ihren Charakter und ihre Et erklärt es für die Verhandlungen über den Jules Auch an dem den Personen, welche die Unterhandlungen führen, stehen soll. Die Verhandlungen würden det Commisston zur Berichterstattung an die National- versammlung mitgetheilt werden. Jules Fapre's auf Einsetzung einer Commission von 15 Mitgliedern zur Beihülfe bei den Frie⸗ densverhandlungen wird angenommen und die Mitglieder der Conmission wurden ernannt. Thiers fordert wiederholt zur Suspendirung der Sitzungen auf, damit die Friedensverhandlungen nicht durch Anträge von schädlichem Einflusse be⸗ einträchtigt werden. Germain bringt einen An⸗ trag auf Eröffnung eines Credits von 100 Mill. zur Deckung der Kriegskosten ein. — Zu Ministern wurden ernannt: Dufaure (Justiz), Jules Favre(Aeuß eres), Picard (Inneres), Jules Simon(Unterricht), Lambrecht (Handel), Leflo(Krieg), Pothuan(Marine) und de Larcey(Arbeiten). Der designirte Finanz⸗ minister ist noch nicht in Bordeaux eingetroffen, kann daher noch nicht genannt werden. Thiers hat kein Ressortministerium übernommen, um mehr Zeit für die allgemeine Geschäftsleitung zu haben. — 19. Febr Die Rational-Versaumlung wählte in die Commission zur Mitwirkung an den Friedensver handlungen: Benoist d'Azy, de Limaprac, Pierrot de Seilligny, Victor Lefranc, Laurence, de Lesperut, St. Marc-Girardin, Bar— thelemy St. Hilaire, Aurelles de Paladines, La Roncière le Rourrp, Vatbie, Vitet und Saisset. (Zwei Namen fehlen.) Diese Commission soll die Vermittlerin zwischen den Unterhändlern und der Nationalversammlung sein.— Picard und Jules Favre sind heute Abend nach Paris abgereist. — 20. Febr. Die gewählte Specialcommisston für die Friedensverhandlungen reist übermorgen nach Paris ab. In der Nationalversammlung ward die neue Ministerliste mit Beifall begrüßt. Das Finanzportefeuille ist Buffet übertragen. — Die hier angekommenen Prinzen von Orleans sind auf Bitten ihrer Freunde wieder abgereist, ohne auf ihrer Zulassung in die National- versammlung zu bestehen.— Die„Gazette de France“ gibt folgende Ernennungen als positiv an: der Herzog von Noailles zum Gesandlen in St. Petersburg, Herr de Remusat in Wien, der Herzog von Broglie in London. — Die Zahl derjenigen Journale, welche fordern, daß die gesetzgebende Gewalt ihren Sitz außerhalb Paris habe, ist im Zunebmen. — Die„Liberte“ theilt mit, daß Etienne Arago mit einer Mission bei der italienischen Regierung beauftragt sei, die auf die am Krieg theilnehmenden Italiener und auf die nizzardische Frage Bezug habe.— Aus Nizza werden erneute zahlreiche Demonstrationen gemeldet. Das Volk rief: Nizza soll frei sein! Hinaus mit den Franzosen! Dieppe. Das„Journal von Rouen“ sagt, bei der Besprechung, die Jules Favre mit Bismarck gehabt, habe Letzterer zugegeben, daß nur die— jenigen Contributionen wirklich eingetrieben werden dürfen, welche vor dem Waffenstillstande aufgelegt worden seien; so hoffe denn Dieppe, sein Geld zurückbezahlt zu bekommen. Der„Semaphore de Marseille“ bringt Näheres über den Aufstand in der Provinz Con- stantine. Am 26. und 27. Januar machte ein starkes Corps Araber den Versuch, die Stadt Suk- Arras zu nehmen, doch wurde die Stadt am 28. durch eine französische fliegende Colonne be⸗ freit. Aber ein halbes Hundert Meiereien wurde geplündert und in Brand gesteckt und ein Dutzend Colonisten getödtet. Die Fregatte„Provence“ wurde eilends von Algier mit Verstärkungen nach Bona geschickt. Nizza. Der Präfect hat solgende Verfügung erlassen: 1) Die Garibaldi'schen Freiwilligen, welche vom Kriegsschauplatz zurückkehren, haben auf dem Bahnhof von Antibes ihre Gewehre und sonstigen Waffen abzulegen; 2) der Aufenthalt in Nizza ist ihnen untersagt. unmittelbar durch das Departement nach der Grenze begeben. Sie müssen fich Belgien. Brüssel. Die„Independance belge“ gehen und im beständigen Zusammenhange mit! dem Versailler Hauptquartier, daß sofern die fran glaubt auf Grund von Nachrichten aus Der Antrag noch kom 1377 Antag Adtrein Wema 158 8 ellen 358 * Wald — 71 srtuntt bitt tir Nena; agellt de * posilib N Nen u 11d ptrtten bt a8fgtltzt vürste. zelenweise öffentlich an den Meisibietenden verpachtet. iel gung binnen 4 Wochen dahler anzuzeigen. zosischen Unterbändler ermächtigt werden, sämmt- iche Friedensbedingungen anzunehmen, deutscher Seits auf den Einzug in Paris verzichtet werden — Das„Journal de Bruxelles“ läßt sich zus Rom von einer lärmenden Demonstration terichten, die unter dem Fenster des belgischen Hesandten stattgefunden, um gegen die belgischen Sympathien für die weltliche Herrschaft des Vapstes zu protestiren. Großbtitannien. London. Die Confe- enz hat beschlossen, das schwarze Meer den frem— en Kriegsschiffen zu öffnen und der Türkei das Recht zurückzugeben, in die Dardanellen Kriegs- chiffe aller Nationen zuzulassen. Rußland ist da— nit einverstanden, die Türkei hat sich aber noch icht dazu bereit erklärt und weigert sich auch, nehr als zwei Kriegsschiffe an der Donaumündung uzulassen. — In hiesigen diplomatischen Kreisen spricht nan davon, daß neuerdings der Papst die Absicht egen soll, sich nach Belgien zu begeben. Spanien. Auf den Präsidenten Zorllla ind Senor Hernandez ist geschossen worden. Die— ben blieben unverwundet. Sieben Kugeln wur— en in der Mauer des Hauses gefunden. Die Neuchelmörder blieben unentdeckt. Friedberg. In der Generalversammlung des Lathildenstifts am 29. Juli v. J. wurde für dle An⸗ scöcigen der im Felde befindlichen Soldaten und Land— ehrmänner die ansehnliche Summe von 10,000 fl. ve⸗ ligt. Bis ende des Jahres sind hiervon aus der lasse in Friedberg 4231 fl. und aus der in Butzbach 133 fl. verwendet worden. Da dermalen monallich 1 gefähr 1400 fl. erforderlich sind, ist der noch vorhandene Cedtt nicht ausreichend, um die Unterstützung in der enherigen Weise zu gewähren, wenn auch Aussicht für i Frieden vorhanden ist. Die Ausschüsse beider Kassen ten deßhalb in einer hierüber stattgebabten Sitzung bachlossen, der Generalversammlung vorzuschlagen eine nätere Summe von 3000 fl. aus dem Reservefond des Sifts zu diesem Zwecke zu bewilligen und außerdem uch für die Verköstigung der mit der Eisesbahn durch— In der am 10. Februar stattgehabten Generalversammlung wurde diese Summe bewilligt und hierbei bestimmt, daß es dem Ausschuß überlassen bleiben soll, falls der ersie Betrag nicht ganz erforderlich sein sollte, den Rest für Kranke und Verwundete oder für die in dem Kreise er⸗ richteten Lazarelhe zu verwenden. Auf diese Weise ist sür den Unterhalt der Angehörigen der aus dem Kreise Fried⸗ berg im Feld befindlichen Leute, ohne den Gemeinden zu Last zu fallen, entsprechend gesorgt; dieselben erhalten monatlich: die Frau eines Unteroffiziers 8 fl., eines Reservisten oder Wehrmanns 4 fl., jedes Kind der ersteren 1 fl. 45 ke., der letzteren 52½ kr.(Nachr. fr. H.) Frankfurt. Da die Steinkohlen so außerorbentlich theuer sind, zeitweise kaum zu erhalten waren, so sahen sich viele hiesige Industrielle und Familien nach einem andern und billigern Brennmaterial um und haben Ver— suche mit der Braunkohle gemacht, welche sebr befriedigten. Darmstadt. Am 19. und. d. wurden wieder mehrere schwache Erdstöße beobachtet.— In welchem Zustande die jüngsthin hier eingetroffenen Gefangenen von der Armee Bourbaki's gewesen sein mögen, erkbellt wohl daraus, daß ihre Kleider theilweise den Flammentod sterben mußten.— Die Mannschaften der Artillerie und Cavalerie, welche am 21. d. von hier auf den Kriegs- schauplatz abgeben sollten, haben plötzlich Contreordre u er— balten und bleiben vorerst noch bier. Hoffentlich ist deren Nachsenden nach Frankreich überhaupt nicht mehr noth⸗ wendig.— Am 20. d. wurden von dem hessischen An— theil an den Kriegstrophäen wieder eine Anzahl Kanonen und Mitrailleusen bierzer gebracht. Darmstadt. Wie man der„Fr. 31g.“ von hier meldet, haben Hauptmann Kattrein, Lieutenant Weber und Corporal Schmitt vom 4. Inf.⸗Reg. auf ihre Prämien— antheile für in Schloß Chambord erbeutete Pferde im Betrag von 271 fl. zu Gunsten des Hülfsvereins für Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Soldaten verzichtet. Diese schöne That verdient gewiß allgemein bekannt zu werden. Worms. Kürzlich wurde hier ein Individuum ver— haftet, welches die Kriegszeit benutzte, um sich auf einige Monate ein angenehmes Leben zu verschaffen. Dasselbe gab sich für einen königl. preußischen Hauptmann aus der in der Schlacht bei Gravellotte verwundet worden und bis zut gänzlichen Wieberherstellung beurlaubt sei. Es gelang ihm, seine angenommene Rolle während eines halben Jahres spielen zu können, ohne entlarvt zu werden, bis ihn denn hier die Nemesis erreicht hat. Das Merk- würdige bei der Sache ist übrigens, daß es kein Militär war, seither aber stets mit Militärpersonen in Berührung gekommen ist und doch so lange Zeit sein Wesen ungeniert tmmenden verwundeten und kranken Krieger 2000 fl. treiben konnte. Bescheinigung. Bei dem Rechner des Comités für die Unterstützung ber verwundeten und erkrankten Soldaten sind vom 1. bis 20. Februar eingegangen unb werden dankbar be⸗ scheinigt:. für Knochen 3 55½ durch Herrn Bürgermeister Wagner von Florstadt aus einem Vergleich 2— von Herrn E. Hessenberger in Staden und Herrn H. Maley in Reichelsheim aus einem Vergleich 1 45 Kirchenopfer aus Dorheim 5 6 durch Herrn Conrad Appel aus Bauernheim für das Gedicht des Herrn Tönges 32 Kirchenopfer aus Beienheim 6— durch Herrn Regierungsrath Trapp: 1) durch Herrn Bürgermeister Gröninger ge⸗ sammelt bei der Feierlichkeit der Pariser Capitulation zu Ockstadt 12 30 2) von Herrn C. F. W. Keller in Ossenheim 10— 3) von Heryn Cbristian Schäfer in Ossenheim 10— anläßlich der silbernen Hochzeit des Herrn Lud— wig Grödel 5— von A. H. Steten in Reichelsheim aus einem Vergleich 2 30 Kirchenopfer aus Ossenheim 10— Kirchenopfer aus Baueruheim 2— Malertallen: durch Herrn Kreisassessor Haas: von Herrn Gencral-Consul Stiefel in Frankfurt a. M. 25 Flaschen feinen Weins; von Herren Lehrer Epple in Ockstadtel Meste Winterbirnen, 5 Pfund Dörrobst; von Herrn Gemeinderath Ruths 1 Päckchen Dörrobst. Friedberg den 20. Februar 1871. Für das Comité: J. Huber, Rechner. Verloos ungen. Brüssel, 15. Febr.(100 Fr.⸗Loose von 1867.) Bei der heute statigehabten Ziehung fielen auf folgende Nummern höhere Gewinne: auf Nr. 220,736 25,000 Fr.; auf Nr. 55,573 2000 Fr.; auf Nr. 173.040 und 216,477 je 1000 Fr.; auf Nr. 212,627 und 234.895 je 500 Fr.; und auf Nr. 136822, 200,867, 222.707 und 232,740 je 250 Fr. Die Zahlung ersolgt am 2. Juli. In der Kölner Dom bau⸗Lotterie hat Nr. 61,284 den höchsten Preis mit 25,000 Thlin., Nr. 41,987 den zweiten mit 10,000 Tolrn. gewonnen. Letzterer fiel * an den Dom in Köln. Guts ⸗ Verpachtung. I Nächsien Samstag den 25. Februar d. J., Nach⸗ netags 2 Ubr, wird auf biesigem Ratbbaust das den einigten Armenfonds zu Friedberg in Naubelmer Onmarkung zustebende s. g. Hoepitalgut— 158 Morgen 4 Klafter— von Petri v. J. ab auf 12 Jahre par- Bad-⸗Nauheim am 18. Februar 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad Nauheim. Schutt. Holz- Versteigerung. 35 Freitag den 24. Februar 1871, Vormittags 9 Uhr Mangend, sollen in den Freiherrlich v. Rüler'schen Bildungen zu Hof Hasselheck: 4 Siecken Kiefern⸗Scheltholz, 1 i* 95 K Liefern. Prugelbon, 0* K Stockholz ellen Birken⸗ 6655„ Kiefern⸗ Reiserholz, 200 Gebund Ginstern, 4 Stämme Klesern⸗ Bauholz von 6“ Durch⸗ messer und 30“ Länge, 375 Stück Kiefern⸗Bohnenstangen, 12⁵ 1„ Stangen zu Baumstützen von 2“ Düirchmesser und 117 Länge, 71*„Stangen von 5“ Durchmesser und 25 bis 30“ Länge, zu Dach⸗ sparren geeignet, entlich meiftbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist an der Sh ag Nr. 1. Friedberg den 16. Februar 1871. In Auftrag der Freihertlich v. Ritter'schen Gutsverwaltung zu Rüdesheim dei dt. Edictalla dung. Die Anna Marie Meier, ledige Tochter des thenn Wilhelm Conrad Meier von Bruchenbrücken bdegen Geifleskrankbeit unter Curatel gesttllt, was ter dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß sie ohne un mmung ihres Curators, des Oeconomen Philtpp 9% II. zu Bruchenbrücken, sich nicht weiter rechtlich erplichten kann. Etwaige noch nicht angemeldete Forderungen oder dige Ansprüche sind bel Meidung der Nichsberück— Langenschneise, Friedberg den 11. Februar 1871. Großberzogliches Landgericht Frledberg. Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts Assessor. Bekanntmachung. 400 Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nach— laß der Philipp Roß Wittwe von Ober Rosbach und ihres vorber verstordenen Ehegatten sind binnen Rrist von 14 Tagen dahier oder bei dem Großberzogl. Ortsgerichts⸗Vorsteher Blecher in Ober⸗Noosbach so gewiß spec esicirt anzumelden, als sonst sie bei der Regu; rung des Nachlasses obne Berücksichtigung bleiben. Friedberg den 13. Februar 1871. Groß berzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Holz-Versteigerung. 398 Dienstag den 28. Februar J. J. sollen im Mock tädter Markwalde, District Krebsberg, nachfolgende Holtzsorten zur öffentlichen Versteigerung kommen: 1 19 Stecken Eichen⸗Werk Scheitholz I. Classe 2 16*** 7 II. 7 33 8⁰„ Prügel bolz, 12 5 Stockholz, 5) 700 Eichen-Wellen, 6) 11 Stämme Eichen-Bauholz von 25— 537 Länge und 13—23“ Durchm., 842 Cubik⸗ fäͤß haltend. Die Zusammenkunft findet statt Vormittags 9 Uhr am Krebsberg beim Küchenwäldchen. Nieder⸗Mockstadt den 20. Februar 1871. Der Markmelster Reuther. ** Holz-Versteigerung. 404 Donnerstag den 2. März l. J. werden im Nsen— burg⸗ Stammheimer Walde verstelgert: 100 Stecken Buchen Scheitholz, 12 0 Eschen⸗ 1 17 8 Buchen-Prüge holz, 4350 Stück 5 Stammwellen, 1050,„ Astwellen. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr im Osstrict Kühmark. Büdingen den 18. Februar 1871. rich, Fürstl. Zorstmeister. 350 ßür ein 5 großes Gut bel Frankfurt a. M. wird ein erster Feuerschmied gegen guten Lobn und sortigen Eintritt zu engagiren gesucht. Die Stellung ist eine selbsiständige und dauernde. B. Mettenheimer, Gutleuthof bei Frankfurt a. M. Holz ⸗Versteigerung. 395 Montag den 27. l. M., Vormittags 9 Uhr an⸗ fangend, soll das durch den Abirteb des Lutherhain sich ergebene Stammbolz an Ort und Stelle meisl⸗ dietend versteigert werden, als: 105 Stamme Eichen- und Fichten-Bau-, Werk- und Nutzholz, 4 Lastanten-Stämme und 136 Stück Fichten Stangen. Buß bach am 21. Februar 1871. Großberzogliche Bürgermeisterei Butzbach. Wehn, Ewsg, kinn Gestrickle Kamisoler bel Konrad Heß gegepüber dem Ratbbause. 296 Ein schwarzer Metzgerhund 397 mit weißer Brust ist zugelausen und kann in Empfang genommen werden bet N Fr. Wagner III. in Söͤdel. A 5 D* 2 85 85 85 hk 28 5 8 88 85 85 5 Die Nr. 21, die neueste 5 2 Kriegenummer, enthält: 8 8 8 85 Aus dem Leben Makfulschis. Mit Illustration von E. Hünten.— Die letzten Falkenburger. Erzählung von F. Bodenstedt.— Vor und um Partg. IX. Oer Ausfall am 30. November. Heimführung einer Leiche. Von Georg Hiltl.— Die Von Dr. Karl Stieler.— Die Helden der Arbeit.(Fortsetzung.) Roman von Max von Schlägel.— Ein Liebesgadenzug. Zu dem gilde von Nikutowoky.— Am Familtentische: Aus der Bildermappe unsers Schlachtenmalers. Wit 2 Skizzen von W. Friedrich.— Die Ehrentage des Werder'schen Armeecorps. Zu dem Bilde von F. Kaiser. Preis pro Nummer 9 kr. Zu Bestellungen empfehlen sich! Bindernagel& Schimpff in Friedberg. ———— 2. ä . ä—ů— . 2 5** E m]% M 7... ̃7]§«Ü2,-t.,.—.——.. ̃§7—¼—˖V....— 2— Reichstagswahlversammlungen. 405 Zur Besprechung der bevorstehenden Reichstagswahlen finden Samstag den 28. d. M., Nachmittags 5 Ubr, bei Gastwirth Schneider in Södel, Sonntag den 26. d. M., Nachmittags 4 Uhr, im Gasthaus zu den drei Schwertern in Friedberg, 8 Montag den 27. d. M., Abends 7 Uhr, in Hotel Iburg(vorm. Henkel) in Bad Nauheim, Mittwoch den 1. März, Nachmittags 3 Uhr, Altenstadt, öffentliche Versammlungen statt, zu denen die Wähler hiermit eingeladen werden Der von den freisinnigen Parteien des Wahlbezirks aufgestellte Candidat, Herr Land, tagsabgeordnete v. Wedekind, hat sein Erscheinen bei diesen Versammlungen zugesagt. Die vereinigten Wahlcomites des 2. Oberhessischen Wahlbezirks. Jorschuß reditverei iedber Vorschuß-& Creditverein zu Friedberg. 401(Eingetragene Genossenschaft.) Nach Beschluß der General- Versammlung vom 21. Februar l. J. pro 1870 auf 10%% festgesetzt. §. 75 der Statuten: Der Reingewinn wird an die Mitglieder, nach Höhe der von jedem auf seinen Geschäfts. anthetil gemachten Einzahlungen und zugeschriebenen Gewinn Antheile, am Jahresschsuß als Dividende gewährt, ausbezahlt oder dem Geschäfts-Antheile, bis derselbe die Höhe von Siebenzig Gulden erreicht hat, zugeschrieben. Wir ersuchen die Mitglieder, unter Vorzeigung der Antheil- Bücher, von heute an, den betreffenden Betrag an unserer Kasse in Empfang nehmen oder zuschreibes zu lassen. Friedberg den 22. Februar 1871. Der Vorstand Hecht. Weis. Ermus. Volschuß- und Credit-Verein Zu Meichelsheim. 373 Die Mitglieder der 1. Klasse werden hiermit ersucht ihren Dividendenrest aus 1870 an der Kasse in Empfang zu nehmen, wozu nech bemerkt wird, daß die Kasse von jetzt ab an allen Wochentagen nur von Nachmittags 1 bis 4 Uhr bis auf Weiteres geöffnet ist. 5 Die Saamenhandlung„Zum strinernen Haus“ bei Gastwirth Holzapfel in ist die Dividende Georg Andreas in Frankfurt a. M., Markt 44, hält ihr Lager in allen Gattungen Gemüse⸗, landwirthschaftlichen⸗, Wald⸗& Blumen ⸗Saamen en gros& en detail unter Zusicherung reellster und billigster Bedienung bestens empfohlen.— Cataloge gratis& franco. 403 Lebens-Versicherungs-Vank f. D. in Gotha. 393 Die Geschäftsergebnisse dieser Anstalt im Jahre 1870 waren durchaus günstiger Art. Es sind derselben wiederum 2373 neue Mitglieder mit einer Versicherungssumme von 5,133,600 Thlr. beigetreten, wodurch nach Abzug des mäßigen Abgangs die Zahl der Versicherten auf 36,400 Pers., die Versicherungssumme auf 68,100.000 Thlr., die Bankfonds auf 17,000,000 Thlr. gestiegen ist. Die Einnahmen an Prämien und Zinsen betrug etwa 3,150,000 Thlr. Für 786 Sterbe— fälle, einschließlich der wenigen durch die Kriegsversicherung veranlaßten, waren 1,380,000 Thlr. zu vergüten,— ein Betrag, der wesentlich unter der rechnungsmäßigen Erwartung steht und den Versicherten eine abermalige gute Dividende in Aussicht stellt. In diesem und den nächsten vier Jahren werden über Drei Millionen Thaler vorhandene reine Ueberschüsse an die Versicherten vertheilt, was fär das Jahr 1871 eine Dividende von 34 Prezent, für das Jahr 1872 eine solche von 37 Prozent ergibt. Durch eine neue Einrichtung in der Prämienzahlung wird der Zutritt zur Bank wesent⸗— lich erleichtert. Versicherungen vermitteln in Friedberg Hofgerichts-Advokat G. Trapp II., in Büdingen Ortseinnehmer L. Höhler, in Nidda Stadtrechner Mantel. Kissinger Pastillen, 406 Die Unterzeichnete erbietet sich als Scheu kam me (gesund und stark) und kann sofort eintteten. Katharina Adolph von Rüdingshain bei Schotten. Versteigerung. 374 Wegen Aufgabe der Oekonomie läßt Unterzeichnete in ihrer Behausung Freitag den 24. Februar, Vor⸗ C mittags 10 Uhr, öffentlich versteigern: 1 trächtige Fabrkuh, 2 Mutterschweine, 1 Wagen und sämmtliche Ockonomiegeräthschaften, 1 Partle Heu, Grummet, alle Sorten Stroh, Dickwurz, sowte alle Arten Hausgeräthschaften. Bon stadt. 0 8 Heinrich Walz Wittwe. 89 hergestellt aus den Salzen des Rakoczi, über dessen heilkräftige Wirkungen die Schristen von Hofrath Dr. Bahling, Hofrath Dr. Erhardt und Dr. Diruf handeln. Besonders empfehlenswerth gegen Trägheit der Ver⸗ dauungsorgane, mangelhafte Secretion, Bleichsucht, Blutleere, wie auch gegen Hämmorrholden, Neigung zu Gicht und Seropheln. Preis per Flacon 30 kr. Nur allein ächt käuflich in Friedberg bet Hof⸗Apotheker örtz. Kgl. Baier. Mineralwasser⸗Versendung. Zettel- X Einschlaggarn 396 von bekannter Qualität bei. Nathan Hirschhorn, Usagasse. 0 Strohhüte 392 werden gewaschen, gefarbt und nach neuster Fagon Zuuminations-Lämpchen, 402 gestllt und füllt, fiehlt ge und ungefüllt, empfie Carl Frick. * Danksagung. 394 Bei meiner Entlassung aus dem hiesigen Reserve— lazarethe fühle ich mich gedrungen, den Herren Winckler, sowie den geehrten Damen Frl. Born, Keim und Müller für alle mir erwiesene Güte und Theilnaßme öffentlich meinen aufrichtigen Dank zu sagen. Friedberg. Konrad Engel vom 1. hess.(Garde-) Jäger⸗Batalllon. Kriegs-& Ftiedensnummern der Gartenlaube. Nr. 8. Inhalt: Die Zuwider⸗Wurzen. Eine Geschichte aus den bairischen Bergen. Von Hermann Schmid.— In der„Todtengadt“ von Paris. Mit Abbildung: Vom Pore ᷑achaise. Orlginalzeich nung von Olaf Winkler.— Im Hauptquartier des Prinzen Friedrich Karl. Von unserem Berichterstatter Georg Horn. Elfter Brief. Am Tage von Sanct Hubert.— Pulver und Gold. Den Mittheilungen eines Offizlers nacherzählt von Levin Schücking.(Schluß.)— Das boͤse Haus. Distorische Erinnerungen von Georg Hilti. Mit Ab; bildung: Schloh Malmaison vor seiner Zer⸗ störung durch die Franzosen. Nach der Natur aufgenommen von Fritz Schulz und auf Holz gezeichnet von R. Püttner.— Um Paris berum. Von Friedrich Gerstäcker. II.— Blätter und Blüthen: Die Feld⸗ schmiede. Mit bbildung: Bet einer Feldschmiede des schlesischen Feldartillerte-Regiments Nr. 6 vor Paris. Nach der Natur aufgenommen von Louis Braun.— Aus dem Husarenleben. Mit zwei Abbildungen: Transport gefangener Frane⸗ tireurs bei Rimogue;— Husaren und Franc⸗ tireurs in Rimogue. Nach Sktzzen des Freiwilligen Knackfuß im Husaren-Regiment Nr. 15.— Die Prin- und Kinder unserer unbemittelten Wehrleute. Leere Oelfässer, 390 zu Pfuhl ꝛc. ꝛc., bei Georg Groß. Sprengpulver, 386 beste Qualität, empfiehlt in Fässel von 30 Pfund h. Dan. Kümmich. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 22. Februar. Waizen 14 fl. 45 kr.; Korn 10 fl. 40 kr.; Gerste 9 fl.— kr.; Hafer 5 fl. 20 kr. Frankfurt, 20. Februar.(200 Zollpfund.) Waizen 14½—15¼½; Kor) 11/9/43; Gerste—3 Hafer 9¾— 10½; Rüböl(100 Zollpfd.) ohne Faß 313 Branntwein (50% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß—. Grünberg, 18. Februar. Waizen 14 fl. 37 kr.; Korn 11 fl. 8 kr.; Gerste 7 fl. 15 kr.; Hafer 5 fl. 48 kr.; Molter 9 fl. 30 kr.; Erbsen— fl.— kr.; Linfen— fl⸗ — kr.; Saamen— fl.; Kartoffeln 4 fl.— kr. Mainz, 17. Februar. Waizen 14 fl.— kr.; Korn 11 fl. 25 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 5 fl. 30 kr.; Kartoffeln 5 fl. 30 kr.; Rrogenstroh per 100 Gebund 50 fl. Geld- Cours. Frankfurt am 21. Februar 1871. Preussische Kassenscheiue. fl. 1 44%ͥ—45½%½ Preuss. Friedrichsd'or„ 9 57½—58½ Pistolen„ 9 44—46 Holländische fl. 10 Stücke.„ 9 54—56 Ducaten 5„ 5 37—39 5 al mareo.„ 5 38240 20 Franes-Stücke. 44.„ 9 27½—28½½ Englische Sovereign„ 11 54—58 Russ. Imperiales„ 9 45—47 Dollars in Gold 2 27 28 Beg i nen; Freitag Abends 5 Uhr. Samstag Morgens 8½ Ubr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Oruck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 18 geändert bet K. Friedrich, neben der 8 Dr. Lorenz, Dr. Weckerling und 5 zesfin Editha.— Für die Verwundeten und die Frauen Istaclitischer Gottesdienst in Friedberg. 0 8 Enth