fun . de ich inter Paz ericttt ck hier Vorbach. derung. ergt und In . N. n erter nacht. Tbönges. 2 en beute an M72. Donnerstag den 22. Juni. berhessischer Anzeiger. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Abonnements⸗ Einladung. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. * Das Abonnement beträgt bei der Verlagsexpedition ohne Bringerlohn halbjährlich 1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel⸗ jährlich 47 kr., mit Bringerlohn. i Der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. 1—— Bestellungen beliebe man baldigsst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter⸗ brechung eintritt. Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir den Anzeiger auch für das zweite Halbjahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Abbestellung erfolgt. Die Expedition. Amtlicher Theil. Betreffend: Die den Gemeinden zukommenden Feld ö d i i er ee 5 aden Feldstrafen von der 4. Persode 1870, hier deren Friedberg den 16. Juni 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Ueber die Ihren Gemeinden von der 4. Periode 1870 zukommenden Feldstrafen lassen wir das nachstehende Verzeichniß folgen und beauftragen Sie hiernach den Gemeinde-Einnehmern Einnahmedekretur zu ertheilen und Controlirung zu verfügen. S Auszug aus dem Verzeichniß über Feldstrafen von der 4. Periode 1870. 1 1) Bönstadt 1 fl. 56 kr. 2) Bad Nauheim 4 fl. 37¼ kr. 3) Dorheim 43 ½ kr. 18) Dorn⸗Assenbeim 2 fl. ½ kr. 19) Fauerbach b. Fr. 4 kr. 20) Fried⸗ 2 fl. 59 kr. 4) Nieter-Mörlen 5 fl. 33½ kr. 5) Ober⸗Mötlen 13 fl. 30½ kr. berg 5 fl. 58½ kr. 21) Ilbenstadt 8 kr. 22) Melbach 21 fl. 58½ fr 23) Nieder⸗ 6) Rödgen 51 kr. 7) Schwalbeim 2 fl. 3½ kr. 8) Fauerdach v. d. P. 10 fl.] Florstadt 5 fl 53 ¼ kr. 24) Nieder-Rosbach 9 fl. 14 kr. 25) Niedet⸗Wöllstadt 15 ¼ kr. 9) Poch⸗Weiscl 47¼ kr. 10) Langenbain 3 fl. 26½ kr. 11) Maibach 38 kr. 40 kr. 26) Ober⸗Flor gad fl. 16 kr. 27) Ober- Wöllstadt 51½ kr. 28) Reichels⸗ 12) Mänster 36/ kr. 13) Oppersbosen 7 fl. 153/ kr. 14) Ostbeim 2 fl. 28 kr. heim 4 fl. 45 kr. 29) Ober⸗Rosbach 6 fl. 5½½ kr. 30) Bußbach 7 fl. 23¼ kr. 15) Rockenderg 16 fl. 8¾ kr. 16) Assenheim 22 fl. 29¼ kr. 17) Bruchenbrücken[ 31) Kirch Göns 1 fl. 25¼ kr. 32) Pohl⸗Göns 3 fl. 47 kr. 33) Staden 5 fl. 22½ kr. Betreffend: Die Aufstellung der Kirchenvoranschläge für 1872 resp. 1872/74. Friedberg am 20. Juni 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Kirchenvorstände des Kreises. Unserer Verfügung vom 8. Mai d. J. haben nur wenige von Ihnen entsprochen, weshalb wir an die sofortige Erledigung diermit erinnern. J. Haas, Kreisassessor. Betreffend: Die Ausführung des Gesetzes über die Portofteibetten im Gebiete des Norddeulschen Bundes, hier die Contirung der Portobeträge. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. In Gemäßheit Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 23. v. M. zu Nr. M. d. J. 5439 benachrichtigen wir Sie, daß nach einem mit dem Bundes-General,Postamt getroffenen Uebereinkommen für die seither stattgehabte Contirung der Porto- und Gebührenbeträge für dienstliche Sendungen der Großherzoglichen Bürgermeistereien in Nordhessen eine Gebühr micht zu entrichten ist, daß dagegen von jetzt an der Postverwaltung ein Recht auf Bezug der Contirungsgebühr hinsichtlich solcher Sendungen zusteht. Mit Ruücksicht darauf, daß in den meisten Fällen der Betrag der Contirungs-Gebühr von 18 Kreuzer minimum monatlich außer Verhältniß stehen würde zu der Summe der zu contirenden Porto- und Gebuͤhrenbeträge, weisen wir Sie an fortan gänzlich zu unterlassen, von der Contirung bei Dienstsendungen Gebrauch zu machen. J. U.. K. Haas, Kreisassessor. An die Großh. Ortsgerichtsvorsteher der der Mathildenstiftskasse Friedberg zugewiesenen Gemeinden. Betreffend: Die Zahltage der Matbildenstiftskasse zu Friedberg. Bisher bestand die Einrichtung bezüglich der rubricirten Prüfung, daß nur die Hypotheken und Schuldscheine über 100 fl. vor dem Zahltag in den regelmäßigen Ausschußsitzungen geprüft und angenommen oder abgelehnt wurden, während die Schuldscheine bis zu 100 fl. erst an den Zahltagen bei Mitgliedern des Ausschusses zur Prüfung vorgelegt wurden, wodurch die alsbaldige Zahlung verzögert und die Leute oft lange aufgehalten wurden. Der Ausschuß des Mathildenstifts Friedberg hat deß halb bei seiner letzten Sitzung den Wunsch ausgesprochen, daß die Ortsgerichtsvorsteher angewiesen werden möchten, auch die gedachten Scheine über Anlehen bis 100 fl. schon vor dem Zahltag also längstens bis zum Dienstag jeder Woche, an welchem die Ausschußsitzungen abgehalten werden, an den Director oder ein Ausschußmitglied oder den Rechner zur Prüfung und Genehmigung, abzugeben oder abgeben zu lassen. Da die Scheine bis zur Eröffnung der Kasse alsdann alle in der vorherigen Ausschußsitzung gepruft sind, so kann deren Auszahlung alsbald erfolgen, jedoch versteht es sich von selbst, daß die Scheine, welche etwa bis zum Dieustag nicht eingeschickt werden konnten, doch am Mittwoch noch geprüft und ausge⸗ zahlt werden und Niemand wegen verspäteter Eingabe zurückgewiesen werden soll. a Sie wollen die Angehörigen Ihrer Gemeinden, die aus dem hiesigen Mathildenstifte Geld zu en zweckmäßige Einrichtung, deren genaueste Beachtung wir Ihnen anempfeblen, aufmerksam machen, Erleichterungen erwachsen. 8 5... er den 15. Juni 1871. Der Praͤsident des Wachen g e des Kreises Friedberg r 5 Friedberg den 19. Juni 1871. tleiben beabsichtigen, auf vorstehende da hiermit den Betheiligten große Der Vorstand der Mathildenstiftung an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. ir ersuchen Sie, diejenigen Ihrer Gemeindeglieder, welche Zoͤglinge der Mathildenstiftung in Verpflegung haben, zu benachrichtigen, daß W eee e geerdete i dahier, die Pfleggelder fur das 1. Semester 1871 am 26. und 27. dieses 0 5 auszahlen wird, daß die Auszahlung aber nur gegen Beibringung der vorschriftsmaßigen Bescheinigung über accordmaͤßige Verpflegung 05 Kinder erfolgt und daß, wenn die Pflegeltern ihr Guthaben nicht in eigner Person abholen, der sie vertretende und gehörig zu Rn e Bevollmächtigte eine von ihnen selbst ausgestellte und von der Großherzoglichen Buͤrgermeisterei beglaubigte Quittung vorzulegen hat. Friedberg den 20. Juni 1871. Steinberger. 8 Der Unterzeichnete macht die Aussteller von Vieh nochmals besonders darauf aufmerksam, daß die Musterung durch die Experten an den Tagen der Viehpreisvertheilungen Vormittags 8 Uhr beginnt, weßhalb sämmtliches Vieh, welches um einen Preis 1 Betreffend: Viehpreievertheilungen. bis zu dieser Stunde auf dem Festplatz aufgetrieben sein muß. Laubach am 17. Juni 1871 kzuge nen tt mana uch cu Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhe 0 n. N41. 12 1 * 9 Otto, Graf zu Solms, Laubach. Zur Garnisonsfrage. Ein offenes Wort an Friedbergs Bürger. Es bedarf den Einwohnern Friedbergs gegen— über wohl keiner Auseinandersetzung über die Wichtigkeit der Garnisonsfrage und keiner Recht- fertigung der Schritte, welche zu einer günstigen Erledigung derselben unternommen werden. Ueber diese Schritte ist am 17. d. M., wie schon in der vorigen Nummer dieses Blattes berichtet wurde, Beschluß gefaßt worden— Gesammtadresse an S. K. H. den Großherzog und Verhandlungen mit dem Gr. Kriegs⸗Ministerium— und es sind diese Beschlüsse gegenwärtig in der Ausführung begriffen. Es ist daher gewiß Pflicht aller Bürger dieser Stadt hierzu eisrigst mitzuwirken um einen günstigen Ausgang zu sichern. Was soll man aber dazu sagen, wenn im Gegensatz zu diesen Bestrebungen Schlag auf Schlag im Wetterauer Boten(18. Juni), der Frank- furter Presse(18. Jun) und in der Main-Zeitung (20. Juni) aue Friedberg datirte Artikel er⸗ scheinen, worin nicht allein das Kriegsministerium sondern sogar die Person des Großherzogs in hämischer und verleumderischer Weise angegriffen, worin die Entziehung der Garnison in schlecht verhüllter Form als ein Akt politischer Rache und die Folge eines Wortbruchs dargestellt wird? Ich nenne nämlich Denjenigen einen Verleumder, der Jemand beschuldigt ohne für diese Beschul— digung genügenden Nachweis zu haben. Da man aber unbedenklich annehmen darf, daß den Cor- respondenten der genannten Blätter weder aus dem preußischen noch aus dem hessischen Kriegsministerium oder gar aus den Cabinetten der betreffenden Fürsten authentische Mittheilungen darüber zugegangen sind, Wer an der Nichtberücksichtigung Friedbergs Schuld ist, so bezeichne ich die Behauptung, daß das hessische Kriegsministerium hieran Schuld, das preußische hierauf keinen Einfluß geübt, oder daß gar der Landesherr selbst entgegen gegebenen Ver— sprechungen die Anträge des Kriegs ministeliums genehmigt habe, als eine Verleu mdung. Es ist sonst nicht meine Art mich um schmutzige Preßerzeugnisse zu kümmerg, und ich würde es auch im vorliegenden Fall nicht gethan haben, wenn es hier nicht gälte einer Presse und deren Zuträgern entgegenzulreten, die sich für den wahren Ausdruck der Ansichten der hiesigen Bürgerschaft ausgeben, während Dies auch nicht zum kleinsten Theil wahr ist, während die Büsgerschaft in ihrer großen Ma- jorktät jenes verächtliche Treiben aufs Schärfste mißbilligt. Ich halte es aber für Pflicht diese Mißbilligung nicht bloß in vertraulichem Kreise laut werden zu lassen, sondern davon öffent— lich Zeugniß zu geben. Denn wie sollte die an den Großherzog K. H. zu entsendende Deputation dem Landesfürsten gegenübertteten, wenn aus der Stadt Friedberg keine andere Meinungsäußerung in die Oeffentlichkeit gedrungen wäre, als daß der Großherzog und sein Ministerium der Stadt Fried— berg aus falschen Motiven die Garnison entzogen hätten? Und sollen solche halb trotzige halb blöd— sinnige Attikel für den Ausdruck der Gesinnungen unserer ebenso maaßvollen wie verständigen Bürger — unwidersprochen— gelten? f Ich glaube nun, daß die hiesige Bürgerschaft ihre entgegengesetzte Anschauung schon durch die fast ausnahmslose Unterzeichnung der an S. K. H. den Großherzog gekichleten Adresse bezeugt hat, bin aber gleichzeuig der Ansicht, daß Dies öffentlich dadurch konstatirt werden möge, daß Jed weder, welcher den Inhalt der er- wähnten Schmähartikel und die darin ausgesprochene Gesinnung billigt und vertreten will, entweder feinen Namen von der Adresse ausstreichen oder öf- fentlich eine gleichbedeutende Erklä⸗ rung abgeben möge. Geschieht Das nicht, so darf mit vollem Grund an genommen werden, daß die Bürger ⸗ schaft Friedbergs jenes Treiben ver⸗ dammt und von sich abweist. Möge man aber hieraus auch erkennen, von welcher Seite Verderben für die Stadt droht! Denn diejenigen sind gewiß die schlimmsten Feinde des öffentlichen Wohls, welche in dem Augenblick, wo eine schwere Calamität abgewendet werden soll, die Instanz, die allein helfen kann, verleunden und mit Koth bewerfen, und die je nach Umständen sogor leugnen, daß Friedberg überhaupt lokale Interessen habe. Friedberg, den 21. Jubi 1871. Withelm Curtman. Deutsches Reich. Darmstadt. Ein Mannheimer Correspondent der„H. V.“ bringt noch weitere Mittheilungen. vom 18. d. über den Einzug und Aufenthalt unserer hessischen Division in Mannheim. Er sagt: Nachdem in der Morgenfrühe das 1. Re⸗ giment nach Worms, das 2. nach Heppenheim abgerückt waren, durchzogen um 10 Uhr Vor— mittags die ganze Cavallerje- rigade in ge— schlossenem Zuge von Ludwigshafen kommend unsere Stadt, sowie einige Batterien Artillerie. Mannschaft wie Pferde dieser Truppengattungen sahen gleichfalls vorzüglich aus, Roß und Reiter mit Blumen und theilweise Kränzen geschmückt. Eine halbe Stunde später rückte sodann das 3. Inf. Reg. ein und bezog mit einem Bataillon(2) hier Quartiere, während das 1. den Neckar über- scritt und in den badischen Orten Feudenheim, Käferthal, Heddesheim und Wallstadt einquartirt wurde. Große Menschenmassen gaben den ein— ziehenden und abrückenden Truppen jedesmal das Geleite, wie sich denn die Leute durch ihr biederes, einfaches und bescheidenes, von jeder Renomage entferntes Betragen nicht allein hier, sondern auch aller Orten der bayekischen Pfalz das beste An— denken gesichert haben. Die mir vorliegenden Blätter letzterer Provinz sprechen sich einmüthig in diesem Sinne aus. So schreibt namentlich der Speyerer Anzeiger:„Das freundliche und he— scheidene Wesen dieser Leute wird von Jedermann gerühmt. Von übermüthiger Siegesfreude und Prahlerei keine Spur; dieselben äußern nur ihre herzliche Freude, wieder auf deutschem Boden und in der Nähe des häuslichen Heerdes zu sein.“ Soweit unser Mannheimer Correspont.— Von Worms, wie Heppenheim, bringt oben genanntes Blatt Schilderungen über den enthustastischen Empfang, welcher den dort einziehenden Wackeren wurde. In Worms namentlich wurde das 1. Re— giment mit unbeschreiblichem Jubel begrüßt, die Stadt prangte in einem Festschmucke, so großartig, wie bei der Enthüllung des Lutherdenkmals und die Blumenspenden waren so bedeutend, daß auch kein Soldat unter 5—6 Sträußen und Kränzen wegkam, Helm, Bajonnet, Brust waren bei Allen damit geschmückt, sogar die Pferde bekränzt. In Heppenheim empfing die Gemeinde an der Grenze die Heimkehrenden, die ganze Umgegend war zu— sammengeströmt und lief ergreifend waren einzelne Scenen des ersten Wiedersehens. Aehnlich, wenn auch nicht ig dem großen Maßstab, war der Empfang in allen Städtchen und Dörfern; die Thräne, die leider an diesem Tage bei so Vielen ihr Recht geltend machte, stahl sich hinweg, vor dem nur zu berechtigten Ausdruck der Freude der Lebenden und Gesunden. Berlin. ˖ Die„N. A. Ztg.“ schreibt: Die erhebende patriotische Feier, deren Schauplatz die * Residenz gestern war und noch heute ist, läßt wenig andere Gedanken aufkommen, als solche,, welche sich auf diese Feier beziehen. Es ist aller⸗ dings äußerlich der Einzug unserer Truppen, der den Anlaß zu diesem Feste bildet, innerlich ist es aber der Gedanke der Wiedergeburt des deutschen Vaterlandes, der die Feier beherrscht, der die Hunderttausende von Gästen aus allen Theilen Deutschlands nach Berlin geführt. Und dieser Gedanke fand denn auch seinen offieiellen Aus- druck in dem Sinnspruch des Banners, das aus den Fenstern des naturgemäß bei diesen Festen so schweigsamen Hotels des Fürsten Reichskanzlers wehte: 5 „Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, In keiner Noth uns trennen und Gefahr.“ — Die„Kreuzztg.“ schreibt: Der Kaiser hat die Entschließung bezüglich einer dreitägigen Reise nach Ems geändert und ist es zweifelhaft, ob der Kaiser überhaupt noch diese kürzere Reise antritt. — Die„Post“ berichtet in halb offizieller Weise: Ueber die Verhandlungen, welche in Frank- furt gegenwärtig noch zwischen deutschen und fran⸗ zösischen Commissären geführt werden, verbreitet man vielerlei irrthümliche und widersprechende Gerüchte. Es handelt sich aber bei denselben einzig und allein um die in dem Friedensvertrage ausdrücklich für solche Verhandlungen vorbehaltenen Specialfragen, wie die genaue Grenzregulirung ꝛc. Von der Aufnahme neuer außerhalb des Friedens— vertrages liegender Verhandlung ist nicht die Rede. — Es verdient als eine Erinnerung an König Friedrich Wilhelms III. Zeit noch besonders her— vorgehoben zu werden, daß gestern dem Sieges- zuge voraus ritt der greise General-Feldmarschall Hraf Wrangel mit dem österreichischen General der Cavallerie Frhrn. v. Gablenz und dem russischen Oberstallmeister Frhr. v. Meyendorff. Beide Herren trugen das große Band des rethen Adlerordens. — Der Kaiser hat bestimmt, daß die Straße auf dem linken Ufer der Spree, von der Unterbaum- brücke nach den Zelten(im 3. Polizei-Revier) den Namen Kronprinzen ⸗Ufer, und die Straße auf dem rechten Spree-Ufer, von der Unterbaums⸗ bis zur Eisenbahnbrücke(im 4. Polizei-Revier) den Namen Friedrich-Karls-Ufer führen soll. — Die„Börsenztg.“ erfährt positiv, daß die französische Anleihe im Betrage von 2150 Mil- lionen Francs auf der Basis von Sproc. Renten- liteln abgeschlossen sei. Die öffentliche Subseription werde in aller Kürze erfolgen, hier wahrscheinlich bei Bleichröder, zum Course von 82. Bei der Subscription sollen 12 pCt. eingezahlt, der Rest durch 14 Ratenzahlungen zu 5 pt. berichtigt werden. Bei sofortiger Vollzahlung werden 5 pCt. Zinsen vergütet, der Cours wird sich mithin auf circa 79/ pCt. stellen. — Der„Staatsanz.“ berichtet: Der Kaiser empfing am 15. d. M., Nachmittags 1 Uhr, die sämmtlichen General ⸗Superiatendenten der Mo- narchie, welche Allerhöchstdemselben ihre Glück— wünsche im Namen ihrer Gemeinden zu dem wiederhergestellten Frieden darbrachten. Kassel. Am 16. Juni starb dahier hoch- bejahrt ein in Hessen sehr geachteter Mann, der im öffentlichen Leben unseres früheren Kurstaates einst sehr viel genannt wurde und ssch große Ver⸗ dienste erworben hat: der Justiz Minister a. D. Me ritz v. Baumbach. München. Nachdem nunmehr der feierliche Einzug der aus Frankreich zurückkehrenden baye⸗ rischen Truppen in München bestimmt auf Mitte Juli festgesetzt ist, ist bayerischen Blättern zufolge von Seiten des Königs Ludwig die officielle Ein- ladung an den Deutschen Kronprinzen ergangen, diesem Einzuge an der Spitze der von ihm so glorreich geführten baperischen Kämpfer beizuwohnen. In allen Schichten der Münchener Bevölkerung sou, ä„ r ( . 4* Lrpen ang f erde . 0 beute 15 8. lat en, ale sulg, u.. 11. er Trappe f 1 28 — gibt man sich der frohen Erwartung hin, daß der „Generalfeldmarschall der Süddeutschen“ mit seinem Stabe in der bayerischen Hauptstadt erscheinen werde. — In der Nacht vom 14. auf den 15. d. M. versuchten die französischen Kriegsgefangenen auf dem Lechfelde einen Ausbruch, der durch eiligst aus Augsburg herbeigekommenen Succurs von Cavalleriemannschaft verhindert wurde. — Die Nachricht verschiedener Blätter, Graf Bray habe seine Entlassung eingereicht, ist un— richtig. Die schwebende Ministerkrisis findet erst im vollzähligen Ministerrath ihre definitive Erledigung. Ausland Oesterreich. Wien. Mitebeilungen in diplomatischen Kreisen zufolge ist es der Ver mittelung des englischen Gesandten in Alexandria gelungen, die noch schwebenden Differenzen zwischen der Pforte und Aegypten beizulegen. Pest. An die ungarischen Bischöfe ist neuerlich ein päpstliches Monitorium ergangen, das Unfehl— barkeitsdogma zu publieiren. Der weitaus größte Theil des ungarischen Episcopats wird bei der Weigerung beharren. Schweiz Bern. Der Rhein ist zwischen Wartau und Haag mehrfach ausgetreten. Der Bezirk Werdenberg steht beinahe gänzlich unter Wasser. Abhülfe ist bereits im Gange. Frankreich. Paris. Die Pariser Section der Internationale, das sogenannte Centralcomite dieser Gesellschaft, hat, wie„Paris- Journal“ versichert, keinen Anstand genommen, gestern in Paris selbst eine Sitzung zu halten und ein Wahl— manifest auszuarbeiten. In diesem Manisfest werden die Arbeiter aufgefordert, sich um die internationale Gesellschaft zu schaaren, sie allein könne zur Befreiung führen und das Joch des Capitals und der Priester abnehmen. Die In— ternationale, heißt es weiter, ist in diesem Angen— blick der große Verbrecher. Alle Capitulards, alle unfähigen Persönlichkeiten der Hauptstadt machen sie für das Unglück Frankreichs, für den Brand von Paris verantwortlich. Das Unglück Frank— reichs, wir legen es den Trochu, Jules Favre und Genossen zur Last. Der Brand von Paris, für den nehmen wir die Verantwortung auf uns. Die alte Gesellschaft muß untergehenz sie wird unter— gehen. Ein riesiger Angriff bat sie bereits er— schüttert, eine letzte Anstrengung wird sie zu Boden werfen. Facta an's Licht ziehen. Untersuchung die genaue Anzahl der Mitglieder — Vor einigen Tagen sah man 28 Mann Nationalgarde unter Bedeckung über den Boule: vard de Magenta ziehen; sie waren in der Krypta der Peterskirche von Montmartre, wo sie sich ver— borgen gehalten hatten, entdeckt und gefangen ge ⸗ nommen worden. Sie waren halb verhungert und konnten sich kaum auf den Beinen halten; eine Anzahl von Leidensgefährten folgte ihnen in noch kläglicherem Zustande auf einem Wagen. Weiber und Kinder begleiteten unter Wehegeschrei iesen traurigen Zug, der sich nach dem Luxem- bourg bewegte, wo über die weitere Bestimmung der Gefangenen verfügt werden soll. — Der„Constitutionnel“ sagt: schäftigt sich gegenwärtig mit einer gründlichen Nachforschung über die Internationale. Ste wird mit großer Sorgfalt, Klugheit und großem Scharf— sinn geleitet. Mehrere unserer Vertreter im Aus lande haben schon merkwürdige Nachrichten über die Verzweigungen dieser berüchtigten Gesellschaft in ganz Europa geliefert. Andere ähnliche Docu— mente werden noch erwartet. Man versichert, der Nationalversammlung werde, nach Beendigung dieser Untersuchung, ein specialer Gesetzentwurf vorgelegt werden, welcher strenge Strafen gegen die Association und ihre Mitglieder aufstellt. Die Auslegung der Motive, welche dem Entwurfe vor— ausgehen wird, soll sehr wichtige und unbekannte Man wird durch die der Internationale, welche 3 Millionen übersteigen soll, erfahren.“ Belgien. Brüssel. Bei der Feier des Papstjubiläums versuckten Blousenmänner und Studenten ein Local zu stürmen, wo die italienische Flagge wehte. Die Polizei berief die Bürger— garde, die nach großem Getümmel und Handge— menge, wobei es mehrere Verwundete gab, die Straßen energisch säuberte. Unter den Verhafteten befindet fich ein kirchlicher Beamter der St. Gu— dulakirche. Später erfolgten tumultuarische Mani— festationen vor dem italienischen Gesandschaftshotel und demjenigen des päpstl. Nuntivs. Die„Etoile belge“ sagt, die Internationale habe mit Eifer mit den Päpstlichen gemeinschaftliche Sache gemacht. — Nach dem„Etoile belge“ beträgt die Zahl der in der Nacht vom 18. Juni vorgenommenen Verhaftungen 68; eine große Anzahl Schneider— gesellen, welche der Internationale angehören, befinden sich unter den Verhasteten. 0 — Die„Indépendante“ meldet aus Paris: „Jules Favre hat mit allen europäischen Cabi⸗ netten Unterhandlung behufs Bildung einer Allianz gegen die„Internationale“ eingeleitet.“ Großbritannien. London. Einer Brüsseler Depesche des Londoner„Echo“ zufolge, hat der päpstliche Nuntius in Brüssel erklärt, daß wenn König Victor Emanuel in Rom einziehe, der Papst unverzüglich die Stadt verlassen und eine Zuflucht in Corsika suchen werde.* Italien. Rom. Thiers hat dem Papste ein Schreiben übersandt, worin er denselben zu seinem 25jährigen Jubiläum beglückwünscht. Ebenso „Man be- bat der engl. Geschäftsträger dem Papste ein Glück— wunschschreiben der Königin überreicht. Auch die sämmtlichen übrigen Vertceter der auswärtigen Mächte waren von ihren Souveränen beauflragt, entweder dem Papste Glückwunschschreiben zu über⸗ geben, oder ihn mündlich zu beglückwünschen. * Friedberg. Vom 22. Juni bis einschließlich den 4. Juli fallen wegen Truppentransporte folgende Personen⸗ züge der Main-Weserbahn aus: Frankfurt⸗Marburg 540 Morg. und Marburg⸗Frankfurt 615 Nachm. Frankfurt. Der definitive Friede ist zu Frank⸗ furt a. M. im Hotel„zum Schwan“, wie die„Thür. Ztg.“ berichtet, uicht mit der goldenen Feder unterzeichnet worden, die ein Pforzheimer Fabrikant dem Fürsten Bismarck vor längerer Zeit zu diesem Zwecke verehrte. Eine einfache Gänsefeder, die der doctige Oberkellner nebst dazu gehörigem Tintenfaß kaufte, hat den Sieg über die goldene Feder davongetragen. Doch das Spaßhafte kommt noch. Ein Sohn Albious, welcher Kunde hievon erbielt, bot dem besagten Kellner flugs 10 fl. für die Glücksfeder, reussirte jedoch wider Erwarten nicht mit seinem Gebote; er wendete sich alsbald an dessen Principal und glaubte nun ganz sicher Herr der famosen Feder zu werden, wenn er diesem 500 fl. dafür biete. Doch— fehlgeschossen! Der böse Oberkellner verweigerte die Herausgabe derselben, weil sie, wie schon erwähnt, sein Eigenthum sei, und ließ sich selbst dadurch nicht abschrecken, daß ihm sein Principal mit einer Klage drohte. Berlin. Als Miethpreis für eine Front von fünf Fenstern und einem Erker, zwei Treppen hoch in einem Hause der Königgrätzerstraße belegen, sind— für die Dauer des Einzuges— am verflossenen Freitag fünf⸗ zehnhundert Thaler geboten und bezahlt worden. Verloosung. Ansbach⸗Gunzenhausener Eisenbah-An⸗ lehen. Bei der am 15. Junt stattgefundenen Gewinn⸗ ziehung fielen auf folgende Nummern die beigesetzten größeren Gewinne: Serie 1360 Nr. 25 16,000 fl., Serie 1889 Nr. 36 2000 fl., Serie 431 Nr. 16 500 fl., Serie 511 Nr. 2, Serie 1032 Nr. 15, Serie 1763 Nr. 47, Serie 2272 Nr. 2 und Serie 2272 Nr. 32 je 100 fl. Oeffentliche Bekanntmachung. Betreffend: Anordnung einer Curatel über Leonhard Bruder von Reichelsheim. 1483 Nachdem Rubrikat unter Curatel gefellt worden ist, so wird dies hiermit mit dem Anfügen zur öffent— lichen Kenntniß gebracht, daß Rechtegeschäfte jeglicher Art gültig nur mit dessen Curator Phitipp Wilhelm Vogt von Reichelsheim abgeschlossen werden können. Zugleich werden etwaige Gläubiger aufgefordert ibre Forderungen binnen 14 Tagen a dato dem Curator an⸗ zumelden. Zahlungen find, dei Meidung doppelter Zahlung, nur an den Curator zu leisten. Friedberg den 6. Juni 1871. Großherzogliches Landgericht Friedberg. . Heugras⸗Versteigerung. 1586 Montag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, soll das der Gemeinde gehörige Heugras in Abtheilungen im biesigen Gemeindehause öffentlich versteigert werden. Ober⸗Wöllstadt den 20. Jum 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober Wöllftadt. Feuerbach, Holz ⸗Versteigerung. 1576 Freitag den 23. d. M., Vormittags 9 Uhr sollen in dem Nieder⸗Mörler Gemeindewald, Schlag Nr. 17, dem Hof Hasselheck gegenüber, nachverzeichnete Holz sortimente versteigert werden; 5 Stecken Scheitholz Eichen-Lohholz, 19 ¼„ Prügelbolz desgleichen, 11767 Wellen Eichen Lobholz, 58 Läst Späne desgleichen. Die Zusammenkunft ist im Schlag selbst und das Holz guter Qualltät. Nieder- Mörlen den 19. Juni 1871. Großherzogliche eece Nieder-Mörlen. b 300 Gulden 1592 liegen in der kath. Kirchenkasse zu Friedberg zum Ausleihen bereit. Kempf, Kirchenrechner. 5 0 Holzversteigerung. 1579 In den Gräflich Solms-Rödelheim'schen Wal— dungen sollen versteigert werden: 1) Donnerstag den 29. I. M., von Vormittags 9 Uhr ar, in der kleinen Dtebseiche: 10 Stecken Eichen-Prügelholz, 10700 Wellen„ Reisoholz, Schälholz, Stangen, 75 67 2) Freitag den 30. I. M., von Vormittags 9 Uhr an, im Untetbainhards: 1 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 4 1 Eichen⸗Prügelholz, 6 9„ Stockholz, 20„ Reisoholz, 54 77 Nadelholz— 77 175 Wellen 7 0 6 Stecken Eichen Prügelholz, 10500 Wellen„ Reisholz, 6 Haufen Allexleibolz, 108 Cubikfuß diverses Stammholz, 80 1 7 Stangenholz. i Zusamenkunft am erssen Tag im Lobschlag bei den ersten Holznummern und am zweiten Tag am Forft⸗ haus Bainhards. Wickstadt den 19. Juni 1871. Gräfliche Oberförsterei Assenheim. Schal las. Schälholz, soll das der hirsigen Gemeinde gehörige Heugras öffent⸗ lich meistbietend verkauft werden. Bruchenbrücken den 19. Juni 1871. Großherzogliche Bürgermeisteret Bruchenbrücken. Wagner. r Liehrlingsgesuch. 1473 Ein mit tüchtigen Schulkennintssen versehener junger Mensch aus guter Familte kann in eine hiesige Handlung als Lehrling eintreten. Näheres bei der Expedition d. Bl. Arbeits- Versteigerung. 1575 Die zur Erbauung eines neuen Wehtes oberhalb der Laupus'schen Mühle zu RNieder-Eschbach erforder⸗ lichen Arbeiten und Materiallieferungen, veranschlagt: Alk. Maurerarbeit 912 14 Steinhauerarbeit 837 12 Zimmerarbdeit 169 46 Schlosser⸗ und Schmiedearbeit 155— Lieferung von 50 Tonnen Cement 325— Liefe ung von 73 Cubikmeter Steindrocken 73— Lieferung von 190 Cubikmeter Mauersteinen 570 Beifubhr von 2400 Center Schlackensand von der Station Bonames zur Bauftelle 90 Lieferung von 80 Bütten Wasserkalk 120 sollen Montag den 26. d. M., Vormittags 11 Ubr, auf dem Gemeindehause zu Nieder-Eschbach öffentlich an den Wenigstnebmenden versteigert werden. Plan, Vor ⸗ anschlag und Versteigerungsbedingungen liegen dis dadin auf dem Büreau des Großberzoglichen Kretsbauamts Friedberg, sowie auch auf Großberzoglicher Bürger- meifteret Nieder⸗Eschbach zur Einsicht offen Nieder⸗Eschbdach den 16. Juni 1871. Großherzogliche Bürgermetsterei Nieder Eschbach. A. Fendt. Heugras-Versteigerung. 1578 Freitag den 23. d. M., Nachmittags 1 Uhr, soll das der biesigen Gemeinde zustebende Heugras in ein⸗ zelnen Abtheilungen auf diesigem Rathhpause veisteigert werden. Ossenbeim den 19. Junt 1871. 0 Grobprrzoppfcof, Düften eien Ossenheim. „ e Heugras-Versteigerung. Samflag den 24. d. M., des Vormittags um 10 Uhr, soll das der hiefsigen Gemeinde zustebende diessährige Heugras in einzelnen Abtheilungen bei Gastwirth Doͤres dahter öffentlich meistotetend verfleigert werden. Bauernheim am 20. Juni 1871. Großherzogliche Burgermeisteret Bauernbeim. 1591 en Schwalheimer Brunnen. 1597 Sonntag den 25. d. M. Harmonie- und Tanzmusik. Georg Bailly. Denjenigen Einwohnern hiesiger Stadt, welchen die Adresse an S. K. H. den Großherzog um Erhaltung der Garnison aus Ver, sehen nicht zugekommen ist, diene zur Nachricht, daß dieselbe noch 2 Tage zur Unterschrift in der Expedition des Anzeigers offen liegt. Anfrage. 1596 Was ist bis jetzt geschehen, um unser durchziehendes 2. Regiment würdig zu empfangen und zu bewirthen? Wer empfängt die Truppen am Eingange der Stadt? Es soll mit dieser Anfrage Niemanden ein Vorwurf gemacht werden; man will nur darauf aufmerksam machen, daß die Sache sofert in die Hand genommen werden muß. Mehrere Einwohner. 1581 Im Verlag des Unterzeichneten ist erschienen: Gedenktafel der gefallenen Ofstziere der hessischen Division. Zur Erinnerung an 1870/71.(Eine Zusammenstellung mit dem Medaillon⸗Portrait der 43 Gefallenen.) Größe der Tafel 20 + 24%[. Subseriptionspreis fl. 3. 30 kr. Zu bezieben in Friedberg bei Bindernagel& Schimpff. Darmstadt im Juni 1871. Fr. Hauff, Ptotogr ap. Lebensversicherungsbank für Oeutschland in Gotha. Versicherungsbestand am 1. Juni 1871 Effektiver Fonds am 1. Juni 1871 Jahreseinnahme pr. 1870 Dividende der Versicherten im B. 1 *** 1585 Diese Anstalt gewährt durch den 69,369,600 Thir. 17.500,00„ . 3,170,051 11K e ban e Das großen Umfang und die solide bypothekarische Be— legung der vorhandenen Fonds eben so nachhaltige Sicherheit, wie durch die unverkürzte Vertheilung der Ueberschüsse an die Versicherten möglichste Billigkeit der Versicherungskosten. Antragsformulare und neuester Rechenschaftsbericht werden unentgeltlich verabreicht in Friedberg i. d. W. durch Hofgerichts-Advokat G. Trapp II., „ Büdingen durch Ortseinnehmer Louis Höhler, „ Nidda durch Stadtrechner Mantel. Englische glasirte Thonröhren 1474 stets eintge Tausend Fuß 3“, 4“, 6“, 9“, 12“, 15“ englische Durchmesser auf Lager Andreae, Große Eschenheimergasse 41, Frankfurt a. M. Hengras-Versteigerungen. 1394 Das diesjährige Heuaras von den Großberzog— lichen Domanial⸗Wiesen unterfertigten Rentamts kommt an nachfebenden Terminen und Orten, fedesmal Vor— miitags 9 Uhr anfangend, zur öffeniltchen e Mittwoch den 28. Juni, Gemarkung Ulrich stein, beginnend an der Hrauwiese, von 81¼ Morgen einschließlich 3½ Morgeu Kleegras an der Kölzenhainerwiese, ferner von 7½ Morgen dei Sauerwiese im Grund an der Bach und der Wtese unter der Stebr'schen Hofraithe zu Sigmundshäuserhof. Samstag den 1. Juli, Gemarkung Petersbatnerbof von 28½ Morgen des untersten Grundes und 7½ Morgen Kleegras der Fläche unter'm Kirchweg. Montag den 3. Juli, Gemarkung Bobenhausen, in der Wohnung des Groß herzoglichen Bürgermeisters Möser, von 5 Morgen der Gerichts- und Mahlwicsen und von 6 Morgen der Wiese„am Windhain.“ Mittwoch den 5. Juli, Gemarkung Petershainerhofß von 65 Morgen oberflen Grundes. Montag den 10. Juli, beginnend an der Hinterwiese von 47 Morgen des Sigmunds häuserhofs. Dienstag den 11. Juli, beginnend am alten Selgenbof von 96/ Morgen ein⸗ schließlich 14 Morgen Kleegras des Neu-Selgenhofe und von 13 Morgen der Ober-Seibertenröder Herrn⸗ und Försterswiese. Samstag den 15. Juli, Gemarkung Betzenrod von 125¼ Morgen ber Leihwiese. Gleichzeitig wird bemerkt, daß nach jedesmaliger Grasversteigerung eine Vermiethung von Scheune⸗ und Bodenräumlichkeiten, zur Aufbewahtung dee Futters, vorgenommen wird und die Wiesenwärter an— gewiesen find über die einzelnen Wiesen und Loosab⸗ thetlungen auf Verlangen nähere Auskunft zu ertheilen. Schotten den 19. Juni 1871. Großhelzogliches Rentamt Schotten. Schliephake. des Aufforderung. 1580 Auf Anttag der Erben der verlebten Johannes Vorbach II. Eheleute auf der Dickmühle bei Rodheim werden hiermit alle Diejenigen, welche Forderungen an dieselben zu machen haben, aufgefordert, ihre deßfallsigen Rechnungen ingerhalb 14 Tagen bei uns einzureichen. Rodbeim am 17. Juni 1871. Großberzogliches Ortsgericht Rodheim. Sa eo bi. Heugras⸗Versteigerung. 1593 Montag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, soll das Heugras hiesiger Gemeinde versteigert werden. Ober ⸗Florstadt am 20. Juni 1871. Großberzogliche Bürgermeisterei Ober-Florstadt. Dauern heim. Uustreitig das beste Mittel, worüber eine große Anzahl Atteste vorliegen. 1484 Ale, auch veraltete rheumatische und Gicht-Krank⸗ heiten durch Einreibungen heilbar: Flaschen à 1 Thlr. 5 Sgr.= fl. 2— inel Verpackung nebst Gebrauchs anweisung gegen Posteinzahlung oder Nachnahme durch das Paupt⸗Depot Mainz zu beziehen. Unbemittelten senden wir gegen Nachweis hrer Behörde abet nur durch das Haupl⸗Depot obige Prä⸗ parate gratis. Bei Leichtkranken genügen 2 Flaschen. Uebernehmer erhalen Rabatt. J. Egener& Frey, Mainz. 1565 Die deutsche landwirthschaftliche Ver⸗ sicherungs⸗Gesellschaft für Vieh-, Hagel⸗ und Frostschaden sucht in allen Orten Hessens tbätige sollde Agenten unter günstigen Be⸗ dingungen zu engagiren. Franco Offerten besorgt die Expedition d. Bl. ae latens Bick ergeselle verläffiger gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung auf dem Lande. Wo? sagt die Exp. d. Bl. Depots⸗ Casin o. 1589 Mittwoch den 28. Junk d. J., Abends 7 Uhr, Generalversammlung. Tagesordnung: Berathung über die durch die Ver⸗ 5 legung der Garnison nothwendigen Maßregeln. 1 Friedberg den 21. Junt 1871. Der Vorstand. Cut t ma n. eue Aatjes-Häring 1436 bei Wilh. Fertsch. Louis Waas, Schuhmacher, 1598 empfiehlt sein wohl assortirtes Schuh⸗ und Stiefellager. Brod erste Sorte 16 kr., zweite 7 14 72 Ph. Thönges. Bernbeck, Wilhelm Colonial, Material⸗& Farbwaaren⸗Handlung in Friedberg 1487 nächst der Burg. Lager in allen Sorten Tabaken und Cigarren. Waschen und Bügeln 1584 übernimmt im Hause und bittet um geneigte Aufträge Frau Pfeiffer, wohnbaft am Nauheimer Weg in der Vorstadt. Kleine und größere Geldbeträge 1587 liegen zum Tusleihen bereit. Näheres bei der Expedition d. Bl. 5 50-60,000 Dickwurzpflanzen 1583 können abgegeben werden. Hof Hasselheck. Einen halben Morgen ewigen Alte 1588 hat zu verkaufen Carl Hieronimuß. Ein Logis, 1590 wesches sogleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen Geck in der Vorstadt. Ein Junge 1599 kann in die Lehre treten bei Louis Waas, Schuhmachermeister. Forstämter 1595 oder Holzhandlungen, die bedeutende Quan⸗ litäten Buchen⸗ und Tannenscheitholz gegen comp⸗ tante Zahlung derkaufen wollen, belieben ihre Adresse unter C. D. E. Nr. 75 poste restante Frank⸗ furt a. M. einzusenden. Runkelrüben, ächte Oberndörfer 1000 Stück fl. 1., Gemüsepflanzen in diversen Sorten 1000 Stück fl. 1. 30 kr., empfiehlt die Gräfliche Gärtnerei Assenheim. 1477 Fruchtpreise. ber Malter. Friedberg, 20. Juni. Waizen 14 fl. 45 fr.; Kor! 10 fl.— kr.; Gerste 8 fl.— kr.; Hafer 5 fl. 40 kr. Frankfurt, 19. Juni.(200 Zollpfund.) Waizen 14½—15½; Korn 113; Gerste—; Hafer 10—10½; Nüböl(100 Zollpfd.) ohne Faß 26½; Branntwein(500% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß—. Grünberg, 17. Juni. Waizen 14 fl. 5 kr.; Korn 11 fl. 10 kr.; Gerste 8 fl. 16 kr.; Hafer 6 fl. 34 kr.; Molter 10 fl. 30 kr.; Erbsen— fl.— kr.; Wicken— fl. — kr.; Saamen 22 fl. 30 kr.; Kartoffeln 5 fl. 12 kr. Mainz, 17. Juni. Waizen 13 fl. 39 kr.; Korn 10 fl. 42 fr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer— fl.— kr. Kartoffeln 6 fl. 30 kr.; Reggenstroh per 100 Gebund findet 40 fl Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 3 En N 5 U . mung 1 J. die E und g Uuger 2088 Umla Religt II Umla bom um