Urra nden · Let ber drei- ten Ot ier 8. Fest bei in. Sl. 141 icung. 0 n Se 4 Sd, en 1 1 den rette nt * ß tall. n kan zütt zertt ag erlkert, fei i Nettes; n der Naß vertrriestr t tige erden der cl „ rürbeig 8 l n 2673 * 1 101 nt Samstag den 21. Januar. 1871. N 9. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. FSritdberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. —— r Nr. 2. den Provinzen Starkenburg und Rheinbessen beir.— sub 3. sub 1. Friedberg am 18. Januer 1871. Aus dem Großberzoglichen Regierungsblatte sind zu publieiren: Edict, die Miglleder des Staatsraths für 1871 betr.— sub 2. Bekanntmachung, die Ausführung der Gewerbeordnung vom 21. Juni 1869 Bekanntmachung, die Vergütung für die in 1871 in Geld zu derichtigenden Besoldungs- und Penfions⸗ Groß herzogliches Kreisamt Friedberg Trapp. b betr.— sub 4. Bekanntmachung, die Freihertlich von Wepherische Eleonoren Stiftung betreffend. Auch die feindliche Batterie in Villancourt ist nun zum Schweigen gebracht und unsere Vorposten auf Repli sind glücklich, jetzt die nächtliche Ruht pflegen zu können, ohne das plötzliche Einschlagen der Granaten aus den Forts besorgen zu müssen. Weiter wird Londoner Zeitungen unterm 16. d. telegraphirt, daß Fort Issy bereits fast ganz zer ⸗ stört ist. Bei Montrouge ist eine solche Bresche in die Wälle gelegt, daß die Enceinte sichtbar geworden. Eine Brücke über die Seine soll von den Bomben erreicht und zerstört worden sein, als eben viele Personen dieselbe passirten. Die Einwohner von Paris hoffen zwar noch immer, sich länger halten können. Aber außer dem Bom- bardement scheint jetzt auch der Mangel an Lebensmitteln den baldigen Fall von Paris vot— zubereiten; denn obwohl Trochu noch immer in seinen Proklamationen vom Kampf bis auf's Messer spricht, obwohl er einen neuen Credit von 20 Millionen sich eröffnen ließ, als bequemes Mittel, die Nationalgarden mit dem nöthigen Traktament zu versehen, so sah er sich doch bereits gezwungen, die tägliche Fleischration um neue 20 Grammes herabzusetzeu. — Der„Kreuzztg.“ wird aus Versailles, den 13. Jan., geschrieben, daß die sämmtlichen Belagerungsgeschütze noch gar nicht heran siud, die vor Mezieres so gute Dienste gethan haben und zu Eisenbahn bis zu den Einschließungs⸗ truppen im Norden gebracht werden und daß auch die noch in Reserve stehenden 72 Pfünder noch nicht in Batterie gebracht worden.— Der für das Obercommando der Artillerie während der Belagerung von Paris hergerichtete Observations— punkt liegt zwar hoch genug, um das ganze aus- gedehnte Schußfeld zu übersehen, und doch tief in der Erde. Auch das stärkste Wurfgeschoß schlägt die auf starken Balkenlagen ruhenden Erd- und Rasendecken nicht durch. Der Raum ist nicht groß, aber durch einen kleinen Ofen so comfortable gemacht, daß er den Ehrentitel„Casino“ erhalten hat. In den Seitenwänden gewähren schmale, schartenartige Einschnitte Aussicht in's Freie und werden durch die Stärke der Erdschicht, g welche sie durchschneiden, zu Fernröbren ohne v. Podbielsky. Gläser. Von hier aus beddachden die beiden Versallles, 18. Jan. Die Armee des General-Inspekteure der Artillerie, v. Hindersin, Henerals Bourbaki ist nach dem durch und der Ingenieure und Pioniere, v. Kameke, e dreitägigen siegreichen Kämpfe des den Gang des Angriffs gegen die Riesen-Festung. enerals v. Werder vereitelten Ent- Ist der Aufenthalt in dissem„Casino“ selbst sagversuche von Belfort in vollem gefahrlos, so ist es der Zugang zu deuselben, Rückzuge. v. Podbielsky. und gar das frei stehende Observatorium desto Kriegsnachrichten. Officielle militärische Nachrichten. Brevillers, 17. Jan. In der Nacht zum 17. besetzte General Keller Frahier, überfiel henebiers(beide Orte westlich bei Belfort), zahm Bagage und machte etwa 7 Offiziere, 400 J 15 zu Gefangenen. Am Morgen gegen 8 Uhr iff der Feind wiederholt, aber vergeblich, Chagey und Mittags Betboncourt heftig an. Bei Mont⸗ kliard und westlich Lure lebhafte Kanonade. im 4 Uhr Nachmittags griff der Feind den Ge⸗ ral Keller mit bedeutend überlegenen Kräften in. Derselbe hielt jedoch die feste Stellung bei Frahier. Diesseitiger Verlust in den letzten Tagen dqwa 1200 Mann todt und verwundet. v. Werder. Karlsruhe. Die„Karlsr. Ztg.“ veröffent- cht folgendes Telegramm an den Kriegsminister Beper:„Brevillers, 18. Jan., 3 Uhr 52 Min. Nachm.: Am 17. Januar wurden die Angriffe us Feindes auf der ganzen Linie siegreich ab- yschlagen. Unser rechter Flügel General Keller var am mtisten engagirt. Heute Feind in Abzug. Herluste ziemlich bedeutend. Details fehlen noch. 4 v. Glümer.“ Hamburg. Die„Hamb. Nachr.“ enthalten ein Telegramm aus Alengon vom 18. Januat, vonach die Armee des Großherzogs von Mecklen⸗ burg über Mayenne nach Rennes marschirt. Versailles, 18. Jan. Der Kaiserin- Königin Augusta in Berlin. Bourbaki hat nach neitägiger Schlacht sich vor dem Werder'schen heldenmüthigen Widerstande zurückgezogen. Werder gebührt die höchste Anerkennung und seinen tapferen Truppen. Wilhelm. Versailles, 18. Jan. Am 17. erneuter Bersuch Bourbaki's gegen den General Werder, der seine verschanzte und mit schwerem Geschütz erstärkte Position siegreich behauptete und alle Angriffe abwies. Diesseitige Verluste in den zreitägigen Kämpfen werden auf etwa 1200 Mann geschätzt. Vor Paris Fortsetzung der Beschießung mit guter Wirkung. Diesseitiger Verlust 2 Offi⸗ tere, 1 Mann todt, 1 Offizier, 6 Mann verwundet. 1* weniger, und es gehört die ganze Liebe zu dem Versailles, 18. Jan., 12 Uhr Mittags.„edeln Handwerk“ dazu, um den damit verbun- Tilegramm des Großherzogs von Baden an den denen Gefahren zu trotzen, welche ja auch Ursache Staatsminister Jolly. Die Kaiserproklamirung des strengen Verbotes sind, irgend Jemanden in iudet so eben in feierlicher Weise in dem großen die Batterien eintreten oder in der Nähe derselben Saale des Schlosses statt. verwellen zu lassen. Es wurden die Forts vor— Wie aus Versailles der„Köln. Ztg.“ zugsweise, hin und wieder auch die Stadt be— geschrieben wird, ist seit dem 13. Januar das schossen, und Personen, die mit der Oertlichkeit ö nze schwere Belagerungegeschütz aus den Forts in Parts wohl bekannt sind, bezeichneten die Gegend 15 Vanvres unp Monkrouge herausgezogen und der Kirche St. Jacques, in der Nähe des Palais Aware commanbirt worden. Fällt hier und du Luxembourg, als von unseren Geschossen er— noch ein Schuß aus den nahezu durchsiebten reicht. Für diese Schüsse waren noch keinesweges Forte, so kommt er, wie man deutlich zu unter-(dit höchsten Elevalionen angewendet worden. Sie helden vermag, nur noch aus leichten Feldstücken. geben aber den Sachverständigen den Anhalt dafür, was sich mit Anwendung weiterer Hülfs⸗ mittel an verstärkter Ladung und allenfalls Ein- graben der Rohre für die Entfernung noch er⸗ reichen lassen wird. L— Am 15. sandte General Trochu einen Parlamentär mit einem Briefe an Graf Moltke, um gegen die Zerstörungen, die das Bombarde- ment an Schulen und Hospitälern anrichtet, zu protestiren. Graf Moltke antwortete, daß nur der Nebel und die große Entfernung schuld seien, wenn solche Gebäude getroffen würden; sobald die Batterien näher gerückt sein würden, könnten die Kanoniere ihr Ziel genau anterscheiden. — Man erwartet in naher Zeit eine weitere Ausdehnung unseres artilleristischen Angriffs auf Paris. Es sollen dazu schon sehr umfassende Vorbereitungen im Gange sein. Dann dürfte namentlich auch das rechte Seine-Ufer mehr in den Bereich des deutschen Feuers gezogen werden. Die Angaben englischer Blätter über die mehr und mehr hervortretenden Wirkungen des Bom- bardements auf die Bevölkerung der franzoͤsischen Hauptstadt werden auf Grund anderseitiger Wahr- nehmungen vollkommen bestätigt. — Die Westarmee Chanzy's ist in immer schnellerer Rückzugsbewegung begrissen. Die deut- schen Truppen sind dicht hinter ihr, in Alengon, bei Laval fanden hestige Verfolgung sgefechte statt, die die Zahl der Gefangenen noch immer erhöhen. In Tours fürchtet man den baldigen Anmarsch der Preußen und andererseits sieht man in Bor- deaux einer concentrischen Bewegung der einzelnen Armeccorps Friedrich Karls auf Rennes entgegen, gegen welche Stadt auf der Straße über Laval das 10. Armeccorps vorgeht, während der Groß— herzog von Mecklenburg mit dem 13. Corps über Alengon-Mayenne die Verbindungen zwischen Rennes und Cherbourg abschneidet. Aus Le Vert⸗ galant, 14. Jan., wird gemeldet: Ueber den gestrigen Ausfall gegen die preußischen Garden liegen bis jetzt nur unvoll⸗ sändige Nachrichten vor. Er richtete sich im Wesentlichen gegen le Bourget und betraf gleich zeitig Dugnyp und Blanc Mesnil. Trotzdem er zu dreien Malen wiederholt, wurde, hatte er keinerlei Erfolg. Feldgeschütz und Kanonade unter- stützten ihn. Einzelne Bataillone der vorderen sächsischen Linie waren alarmirt, kamen aber nicht zum Eingreifen. Das Feuern halte um 10 Uhr begonnen, war um 11 Uhr am heftigsten und starb etwa um Mltternacht ab. — Nach einer Correspondenz der„Nat. Ztg.“ aus Versailles, 13. Jan., glaubt man in den artilleristischen Kreisen und„an einer einflußreichen Stelle“ mit Sicherheit annehmen zu dürfen, daß Paris im Verlauf von 14 Tagen zur Capitulation genöthigt sein werde.„Ich kann bezeugen, fahrt der Correspondent sort, daß diese Ausicht von zwei Drittheilen unserer Armee getheilt wird, während meine Meinung bleibt, daß der vielleicht in 4— 6 Wochen eintretende Mangel an Lebeus— mitteln der Hauptfaktor sein wird, der Paris zwingen wird, seine Thore uns zu össnen. Aller- dings wird die Beschießung der Forts und even- tuell der Stadt selbst die Uebergabe etwas be— schleunigen, aber keineswegs darf man einen so nahen Termin wie 14 Tage dafür in Aussicht stellen.“ — Der„Darmst. Ztg.“ schreibt man aus Orleans vom 10. d.:„Das falsche Gerücht, daß die Franzosen in den letzten Schlachten ge— siegt, hat die Phystognomie der Stadt auffallend geändert. Ueberall stehen Gruppen, laut sich unterhaltend, zusammen: man begegnet wenig freundlichen Gesichtern, und, was das schlimmste ist, die Mordversuche gegen unser Militär mehren sich.— So wurde gestern ein junges Ehepaar eingebracht, welches die bei ihm im Quartier liegenden Soldaten des 1. Infanterie-Regiments mit Phosphor vergiften wollte. Eine große An⸗ zahl abgeschnittener Köpfe von Streichhölzern fand die Mannschaft Abends in der Suppe. Doch hiermit noch nicht genug, entdeckte ein Unter- offizier fast zu gleicher Zeit ein Kohlenbecken mit glimmenden Koblen unter dem Bette, offenbar in der Absicht dahin gestellt, die projektirte Vergiftung durch Erstickung zu vollenden. In Blois wurde der Musketier Ameran 3. Comp. 4. Inf. Reg. in seinem Quartier erstochen gefunden. Strenge Untersuchung gegen die Haueleute ist eingeleitet.“ Vor Belfort. Aus einem Telegramme der „Karlsr. Ztg.“ aus Brevilliers vom 17. d. er fahren wir, daß General Keller dem bereits in Frahier stebenden General Degenfeld zu Hülfe geeilt war. Es standen dort Theile der 2. und 3. Brigade bis zum Eintritt der Dunkelheit fort- gesetzt im Kampfe gegen sehr überlegene Kräfte, behaupteten sich aber in Frahier. Die Verluste der Badenser sind nicht unbedeutend, wohl 300 Mann. Das genannte Blatt gibt ferner die Gesammtstärke Werder's und Treskow's auf 61,000 Mann an. Ferner erklärt dasselbe die Nachricht, daß am 16. d. die Deutschen Delle und die ganze Schweizer Gränze geräumt hätten, für unwahr.— Die Correspondenz zwischen Bel⸗ fort und Pruntrut wird durch geheime Boten besorgt, deren jeder eirea 200—300 Briefe zum Preis von 2 Frs. mitnimmt. Nach Mittheilungen dieser Boten befinden sich die etwa 4000— 5000 zählenden Einwohner in Sicherheit in den Case— matten. Die Besatzung beträgt 10— 12,000 Mann. Man schätzt die Stärke der Belagerungs— armee auf 25,000 Mann. Bern, 19. Jan. Dem„Bund“ wird aus Pruntrut vom 19. Jan. telegraphirt: Gestern verjagten die Deutschen die Franzosen aus allen französischen Grenzortschaften. Die Bevölkerung flüchtet bei Damvant auf Schweizerboden. Bern. Der„Bund“ enthält folgendes Tele- gramm aus Pruntrut:„Am 18. d., Nachmittags, nahmen die Deutschen das in Brand gerathene Dorf Abbevillers weg. Die Franzosen retirirten südlich auf Blamont und Pont de Roide.“ Aus Baden, 17. Jan., meldet das„Fr— Journ.“: Der französische Oberbefehlshaber hat gestern seine Angriffe auf die von General von Werder mit ungemeiner Tapferkeit seiner Truppen vertheivigte Linie der Lisaine erneuert, und zwar mit großer Heftigkeit, aber gleich vergeblich wie am 15. d. M. Die Deutschen haben alle ihre Stellungen siegreich behauptet. Es war wieder vorzugsweise Artilleriekampf, worin wir einen Beweis erblicken möchten, daß die Artillerie Bour— baki's wahrscheinlich der beste Theil seiner Streit— kräfte ist. Die Gefechte im Süden der Allienlinie waren nicht bedeutend. Wird gleichwohl schwei⸗ zerischerseits berichtet, daß Croix und Delle von den Deutschen geräumt seien, so geschah dies sicherlich nicht sowohl vor dem andringenden Feind, als im Interesse der möglichsten Concentration. Wir glauben zu wissen, daß die eine Division Zastrow's schon(7. Armeecorps) sich bereits mit den Truppen des Generals v. Werder vereinigt hat. Die zweite(14.) hat ein Lebenszeichen von sich gegeben, inden das 77 hannover'sche In. fanterie-Regiment, von dem eine Abtheilung unter Major v. Köppen in der Nähe von Langres etwa 1000 Mobilgarden geschlagen hat, zur 14. Di- vision gehört. Die Kämpfe um Belfort dürften noch hartnäckig werden, aber eigentlichen Besorg⸗ uissen deßhalb begegnet man in militärischen Kreisen nicht. Karlsruhe, 18. Jan. Dem„Fr. J.“ wird von hier gemeldet: Wie eine Mauer steht das Corps Werder vor Belfort, und Bourbaki stoßt sich vorerst vergeblich die Hörner daran ab. Deutsche Linien sind eben nicht so leicht zu durchbrechen. Von den Kämpfen an der Lisaine schweigen bis jetzt noch die französischen Faufaronaden; deutscherseits wissen wir, daß auch gestern sich die Angriffe Bourbakis auf der ganzen Linie wiederholt haben, und zwar mit noch geringerem Erfolge, da die badische Brigade des Generalmajors Keller einen ge— lungenen Vorstoß machte und dem Feinde seine Bagage und über 400 Gefangene abnahm. Bourbaki hatte offenbar die Absicht, Werder's Linie nördlich zu umgehen und ihm so in den Rücken zu kommen. Dieß ist vollständig miß⸗ lungen. Die deutschen Truppen wußten die schwierige Aufgabe, die sie zu erfüllen hatten, in vollem Umfang zu würdigen; Verwundete des ersten Tages, die bereits hier angekommen, erzählen, daß Einer zum Anderen ermuthigend gesprochen:„Wir dürfen sie nicht durchlassen, nicht um die Welt!“ Die dreitägigen unge heuren Anstrengungen haben bereits ihre Früchte getragen. Soeben erfahren wir, daß Bourbaki sich zurückzuziehen beginne, da Preußen in seinem Rücken seien. General v. Fransecky soll gestern in Epinal eingerückt sein, ein Theil des Corps Zastrow sich in Autun befinden. Hessen Darmstadt. Dem„Fr. J.“ wird gemeldet: Nach den bier eingetroffenen Feldpostbriefen hat bis zum 14. d., außer dem telegraphisch gemeldeten Gefecht bei Gien, kein Zusammenstoß der hessischen Truppen mit dem Feinde stattgefunden. Das 4. Infanterieregi— ment und die Pioniercompagnie wurden bis Vendome vorgeschoben; das J. Infanterieregi— ment, das 1. Jägerbataillon und das 1. Reiter⸗ regiment stehen südlich bis La Ferte, von wo aus sie bis gegen Vierzon Recognoscirungen vorgenommen haben, ohne auf Feinde zu stoßen. Das Detachement Rantzau(2. Infanterie⸗ regiment, 2. Reiterregiment, reitende Batterie) steht noch östlich von Orleans, und die übrigen Truppen(3. Infanterieregiment, 2. Jägerba⸗ taillon, 5 Fußbatterien), liegen in Orleans selbst. 0 fortan den Kaisertitel in allen Unseren Be— und Unsere Nachfolger in der Krone perle N ziehungen und Angelegenheiten des deutschen Reiches führen und hoffen zu Gott, daß es der deutschen Nation gegeben sein werde, unter den Wahrzeichen ihrer alten Herrlichkeit das Vaterland einer segensreichen Zukunft entgegen⸗ zuführen. Wir übernehmen die kaiserliche Würde in dem Bewußtsein der Pflicht, in deutscher Treue die Rechte des Reiches und seiner Glie- f der zu schützen, den Frieden zu wahren, die Unabhängigkeit Deutschlands zu stützen und die Kraft des Volkes zu stärken. Wir nehmen sie an in der Hoffnung, daß es dem deutschen heißen und opferwilligen Kämpfe in dauerndem Frieden und innerhalb der Grenzen zu genießen, welche dem Vaterlande die seit Jahrhunderten entbehrte Sicherheit gegen erneute Angriffe Frankreichs gewähren werden. Uns aber und Unsern Nachfolgern in der Kaiserkrone wolle Volke vergönnt sein werde, den Lohn seiner Gott verleihen, allzeit Mehrer des Reiches zu sein, nicht zu kriegerischen Eroberungen, son⸗ dern in den Werken des Friedens, auf den Gebieten der nationalen Wohlfahrt, Freiheit und Gesittung. aus Martinique, daß das preußische Kanonen- bo ot„Meteor“ von dem franz. Kriegsdampfer Bayern. München, 18. Abgeordnetenkammer, Für die Verträge sprechen: Huttler, Frankenburger, Wülfert; dagegen: Kolb. Debatte wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. Die Forsetzung der Debatte findet morgen statt. — 19. Jan. Abgeordnetenkammer. der Kaiserproclamation, die Kammer hierzu nicht veranlassen, des besser nach der Feststellung des Resultates — Nach einer„Summarischen Verlustliste“ der Gr. Armee Diviston während des Feldzuges 1870(abgeschlossen am 31. Dez. 1870) sind gefallen und an Wunden gestorben 39 Offiziere 377 Mannschaften, sonst gestorben 5 Offiziere, 230 Mann, verwundet 59 Offiziere, 1378 Mann, vermißt 1 Offlzier, 69 Mann; zusammen 104 Offiziere und 2158 Mann. Preußen. Berlin. Wie unter Denen, die mit der Geschichte des Preußischen Fürsten⸗ hauses bekannt sind, längst vermuthet wurde, hat König Wilhelm den Kaisertitel an dem- selben Tage, nämlich am 18. Januar ange— nommen, an welchem vor 170 Jahren sein Ahnherr der Kurfüͤrst Friedrich I. von Branden⸗ burg den Königstitel annahm. Die Procla— mation des neuen Kaisers an das deutsche Volk, welche aus Versailles am 18. Januar dem preußischen Abgeordnetenhause und dem Herrenhause durch den Minister Grafen v. Itzeuplitz zugegangen, lautet also: Wir Wilhelm von Gottes Gnaden, König von Preußen verkünden hiermit: Nachdem die deutschen Fürsten und freien Städte den ein— müthigen Ruf an Uns gerichtet haben, mit Her— stellung des deutschen Reiches die seit mehr denn 66 Jahren ruhende Kaiserwürde zu erneuern und zu übernehmen, und nachdem in der Verfassung des deutschen Bundes die entsprechenden Be— stimmungen vorgesehen sind, bekunden Wir hiermit, daß Wir es als Pflicht gegen das gesammte Vaterland betrachten, diesem Rufe der verbündeten deutschen Fürsten und freien Städte Folge zu leisten und die deutsche Kaiser— krone anzunehmen. Demgemäß werden Wir der Berathungen geschehe. Der Präsident theilt sodaun mit, daß 68 weitere zustimmende Tele— gramme zu den Verträgen von den Gemeinde— vertretungen und Volksversammlungen zum größten Theil aus den patriotischen Wahl⸗ bezirken neu eingelaufen sind. Schlör berichtigt verschiedene volkswirthschaftliche Aeußerungen Für die Verträge sprechen Hocheder Kolb's. und Freyberg. Dagegen Triller, Wiernet, Hafenbrädl, Lerger. Minister Bray erklärt, der jüngste österreichisch-preußische Depeschen— Ber Eröffnung der Sitzung erwähnt der Präsident will jedoch seinen Gefühlen darüber im gegenwärtigen Stadium dier Berathungen keinen Ausdruck geben, auch weil Der von Hafenbrädl, Greil, Baper gestellte Antrag auf Schluß der . 2 Hamburg. Die„Hamb. Nachr.“ melden 1 3 FF r. wechsel habe wirklich ein Freundschaftsverhält⸗ niß zwischen Preußen und Oesterreich ange- bahnt. Der Minister des Aeußern, Graf Bray, erklärt, er theile die Hoffnungen der Einen 6 und die Befürchtungen der Andern bezüglich des Verhältnisses zwischen Preußen und Oester— J U 1 reich nicht; er freue sich, daß die erste poli- tische Action des neuen deutschen Reiches eine Annäherung an Oesterreich gewesen. ein großes Gewicht beizulegen sei; wenn aber hinter den Aeußerungen der Regierungen die wesentlichsten Interessen der Nation ständen, folgte dem Worte die That und wurden Worte selbst zur That. Man solle sich vergegen— wärtigen, was in der Depesche des Grafen Beust von der Auffassung des Kaisers von Oesterreich bezüglich der Neugestaltung Deutsch— lands gesagt sei: wenn solche Worte aus solchem Munde kämen, sei das allein schon ein Ereig niß von politischer Tragweite. mit Oesterreich ist bis jetzt das einzige Mittel zur Verwirklichung dessen gewesen, was Viele von uns auf ihr Banner geschrieben— die großdeutsche Idee.“ können wir es erwirken, außerhalb sind wir nur Streitobjecte. 24 „Die Allianz Innerhalb des Bundes c Man habe gesagt, daß dem jüngsten Depeschenwechsel 2 ee ee „Talisman“ am 24. Dec. aufgebracht wurde.. — A dtrudem . grnißen, adttanderter att Agri * ater un rtront woll Nichte z ungen, sog⸗ , auf den tt, Fteiteit dt.“ melder t Kanonts⸗ negt dampf tracht wur rtterlannt alkrrer 1 Haitebrak! Solaß de t abgelehn nctger ian ner B Holz- Versteigerung. Flur. Nr. Klstr 0 t prasiden 160 Mittwoch den 25. d. M., Vormittage 10 Ubr. 2. 271. 15,7. Hofrallde n der Stad. 8 i sollen im biesigen Gemeindewald, Distriet Eichkopf, fol⸗ 2. 80. 41. Grabgarten Liebfrauengärten, 0 2 gende Holzsorimente, als: 2. 83. 42. deogl. daselbft. Status 17 Stecken Kiefern-Prügelbolz, Gemarkung Ockstadt geben, aud„„ Stockbolz, 26. 64. 22. Gewann im Ried. aßen, wel 8000 Stiick Klefern⸗Relgbolzwellen, auf freiwilligen Antrag der Erben nochmals öffentlich att 48 Kiesern⸗Stämme, 314 Cubikfeß daltend, meiftbietend versteigert. ** 80 Wa e 7 Nüftreitel, bun Friedberg den 20. Januar 1871. rafdemt ud 860 desgl. zu Baumpfädlen und Bohnenstar gen 1. 1 8 ende Tele öffentlich meistbietend versteigert werden.*— 9 unn „ endnde Es wird— dal das Gebölz nabe an der 4 ö e e Cbaussee unterbalb Zlegenberg liegt. 2 ungen zun Zlegenberg am 17. Januar 1871. Versteigerung. en Wat, Groß berzogtiche Bürgermeisterei Langenhaln ir bericht Rumpf. 262 Dienstag den 24. Januar, Vormittags 10 Übr, 3— 1 eint der ce 2 seiner Behausung folgende caßcrung. 1 erstei gerung. Gegenstände öffentlich meistbietend gegen Baarzablung 1 Fechter. 170. 25. 12 ien 10 uhr, versteigern: Wiernet, werben im hiesigen Gemeindewald nachsiehende Holz ⸗ 2 trächtige Fabrkühe, 1 Rind, 1 vollständiger 20 trklätt, sortimente öffentlich meistbietend verssetgert, als: Wagen mit Zudebör, 1 kleiner Wagen, 1 Spitz Pweschen⸗ 69 Eschenflämme von 10— 26“ Durchmesser und und Schaufselpflug, 1 Egge, 1 Kelter mit Mahl⸗ Dee 16—73“ Länge, trog, 1 Fruchtfege, und 1 Rangenmüble, 1 Strob itt ettball⸗ 28 Stecken Elchen⸗Scheltbols, dank, 3 Reffenkämme, mehrere Sorten Stroh, sowie trtich auge 5 5 2 e=: 3 und Spreu und sonst noch 2 1 15 1 tockholz verschiedene Gegenstände. graf— 1 2200 Wellen Ast⸗ und nn Bönstadt den 17. Januar 1871. d ö Gegen genügende Bürgschaft wird Zablungsstist bis 7 vgüglid 11. November l. 3. gestanlet Die Versteigerung de— Georg Leonhardt. * Oester⸗ ginnt im District Auwald. 2 2 2 3 rel, Assenheim am 18. Januar 1871. 2— ere* Großherzogliche Bürgermeisteren Assenbeim 8 9 B e ft. 5 . Na 9 7 r S2 2 duanechsel Holz ⸗Versteigerung. 8 8 1 abtt 171 Donnerfsag den 20. d. M. wird im Ober⸗ 888 8 eee Ros aber Gemeindewald. Oigriet große Jobannes 86 ungen in pPecke, folgendes Holz öffentlich meiffbictend versteigert: S 2 „ ee 17 Stecken Ecchen⸗Scheitholn, S3 8 eee 4½ 5„ Prügelbolz, 8— 2 erm, 29%„ Stockbolz, 9 S2 1 rege 1 826 Wellen„ Re serbolg, 2828 0. 14 23 Eichen Stämme von 16 24“ Durchmesser 888„ 716 50. 0 und 15— 45“ Länge, 2216 Cubikfuß haltend. 1 g n 4. tat Unter dem Scheitholz befinden sich etuige Stecken, eee 0 2 1 106 welche sich zu Weikbolz elgnen. AN W 8 38 8 „ fe Anfang der Versteigerung Morgens 9 Uhr. WM 58 e r Obe Rosbach am 18. Januar 1871. en 8 28 „ e Großherzogliche Burgermeisterei Ober-Roobach 228 S885 Du I Blecher. 0 W 15 1 1 7— 2 8 6% 9 Ein möblirtes Zimmer Dag, Flacon Pastillen ain welchem dle Salze aus 1 1 einem Litre Rakoezy enthatten, koßet 30 kr.— Kur 100 baue 179 bat zu vermietben E. Müller allein ächt in Friedberg bel Hofapotbeker C. Görtz. b 7 N iu der usagasse. Kgl. Bailer. Mineralwasser Versendung. ö daß dort eine große militärische Feierl — Aus Versailles geht die Nachricht ein, it an- lläßlich der definitiven Annahme der Kaiserkrone 4 — durch den König von Preußen stattfinden solle. Jedes Regiment soll durch Deputation vertreten sein. Belgien. Brüssel. Die Regierung er- hielt Nachrichten aus Arlon, welche bestätigen, daß das Bombardement von Longwy am 17. Jan. begonnen hat.— In Tournatz wurden 20 Kisten mit Chassepotgewehren mit Beschlag belegt.— Nach einer Correspondenz der„Ind.“ aus Bordeaux wird beabsichtigt, der Pariser Bepölkerung die Eingänge zu den Katakomben zum Schutzt gegen das Bombardement zu öffnen.— Die Preußen werden in Arras erwartet. Die Franzosen baben St. Quentin wieder besetzt. Das Hauptquartier Faidherbe's war am Montag in Fins, einem Dorfe zwischen Cambrai un Peronne. — Der„Independance belge“ wird aus Bor- deaux unterm 12. Jan. geschrieben, daß die dortige Regierung mit der Unthätigkeit der Pariser unzufrieden sei. Die Regierung halte einen Aus- fall für unerläßlich, um den Operationen der Provinz einen günstigen Erfolg zu verschaffen. Großbritannien. Plymouth. Die 285 Dampffregatte Augusta kaperte die ranzösische Brigg St. Malo mit Kornfracht für Bordeaux und schickte sie Behufs Proviant- Einnahme gestern hierher. Ne u e st e 8. Officielle militärische Nachrichten. Die„Karlsr. Zig.“ bringt folgendes Tele- gramm an den Kriegsminister v. Beyer: Frahier, 19. Jan, Mittags 12 Uhr. Heute Verfolgung des Feindes durch die Avantgarden auf der ganzen Linie. Die badische zweite Infanterie-Brigade, 2 Batterien und 2 Escadrons, unter General— major v. Degenfeld auf Bevern(im Arr. Lure, bei Hericourt). v. Glümer. Frankfurt. Vier in Untersuchung genommene Metz gergesellen der hiesigen Militärschlächterei entwendeten innerhalb 3 Monaten im Durchschnitt wöchentlich 10— 15 Pfund Rindfleisch und verkauften es unter Anderem an einen hiesigen Wirth, welcher der Heblerei angeklagt ist. Bei Letzterem wurden im Keller noch 500 Pfd. Rincfleisch eingesalzen vorgefunden.— Die neuerdings bier durch⸗ kemmenden Gefangenen bieten ein sehr interessantes Bild. Ihre Kleidung steigt von der blauen leinenen Blouse bis zum eleganten Modeanzug. Dazwischen bemerkt man ganz und halb uniformirte, abgerissene und gut gekleidete Civilisten. Der Holzschuh ist jedoch gegen die vorherrschend zerrissenen Stiefel und Schuhe noch als eine Art Luxus zu betrachten, zumal derselbe eine verhältnißmäßig elegante Form und durch einen feinen schwarzen Lack auch ein an⸗ sländiges Aussehen hat. Mainz. Am verflossenen Samstag gelang es 27 Unieroffizieren von den hiesigen Kriegsgefangenen zu ent⸗ wischen. Es ist demzufolge die Erlaubniß, in die Stadt zu gehen, sämmtlichen Unteroffizieren, denen dieses früher gestatiet war, entzogen.— Die Zahl der an Blattern erkrankten Franzosen beläuft sich augenblicklich auf 161, gegen etliche 80 Deutsche. Diese Kranken sind alle in der Prinz Karl Kaserne untergebracht und strengstens al⸗ gesondert. 1— Zur Erhebung der obrigkeitlich ge⸗ nehmigten Collecte für das Mathilden⸗ Landkrankenhaus in Darmstadt ist gegenwärtig ein Beauftragter dieser Anstalt in unserem Kreise. In dem Mathilden-Landkrankenhause finden Kranke ohne Unterschied der Confession Aufnahme, ärztliche Behandlung und heilsame Pflege, weßhalb die Unterstützung dieser Anstalt jedem Menschenfreunde empfohlen zu werden verdient. Ein Freund der Anstalt. Frucht Versteigerung. 172 Nächssen Dienssag den 24. Januar l. J., Nach⸗ Augustinerschulsonds 41½ Malter Gerste Friedberg den 18. Januar 1871. Großherzogliche Bürgermeistetei Friedberg Fo uc ar. Bekanntmachung. rath reicht, Laubach den 17. Januar 1871. Die Verwaltung des Gräflichen Holibofs. mittags 2 Uhr, werden von den Fruchtvorräthen des auf hiesigem Ratbhause öffentlich meistbsetend versteigert. 159 Aus dem biesigen Holzbof kann, sowelt der Vor⸗ Buchen⸗ Scheitholz neuester Fällung, der Stecken zu 7 fl., gegen daare Zablung bezogen werden. Frucht- Versteigerung. 173 Dienfsag den 24. Januar l. J., Nachmlitags 2 Uhr, werden von den Fruchtvorrätden des biesigen Armenfonde 50 Malter Korn und 45 Malter Gerfte auf biesigem Ralbhause öffentlich meiftbietend versteigert. Friedberg den 18. Januar 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedderg Foucar. Hofraithe- und Güter-Versteigerung. 178 Donnerflag den 26. Januar l. J., Vormittags 11 Ubr, sollen im biesigen Raldbause die zum Nachlasse der Friedrich Wilbelm Zobels Wittwe dahler ge⸗ börenden Immobilien Gemarkung Friedberg. An Garibaldi. Gartbaldt, Garibaldi! Ehe wir dich fangen— fließ'!— Wie kannst du dich unterstehen Gegen uns in's geld zu geben? Konnte auf Caprera bleiben, Dort den Bock zur Welde treiben, Den zum Besten der Franzosen Du so jämmerlich geschossen.— Als auf Krieg die Franzleut' sannen Und Verratb und Ränke spannen, Nanntest du ihr Treiben schlecht, Fandest uns im vollen Kecht; Nun wir aber Steger blieben, Louis von Haus und Hof getrieben, Rom euch in die Hand genötdig: Frankreich's Republik ermoglicht, Zlebst du ganz verwog' ner Kämpe Gleich vom Leder deine Plempe!— Gabst vor Jahresfrist in Genf Noch zum Frieden deinen Senf; Aber trotz den Friedensschmusen Kommi du mit den rolben Blusen Mit den wilden Krtegerhorden Jetzt beran zum Nauben. Morden!— Alter, Alter! Hör bei Zeiten Gegen ODeutschland auf zu streiten!— Steich berab vom Schlachtengaul!— Sieck' die Friedenspfeif in's Maul Und den Degen in die Scheide!— Suche möglichst schnell das Weite!— Ziebe aus das rotde Hemd!— Bleibe unstem Streite fremd! Denke nur, wie Pfaff und Fürsten Längst nach deinem Blute dürsten Und sich freu'n, wenn schleisen geht Deine Popularität! O, du wirft, wenn sie dich fangen, Wohl gar wie ein Schelm gehangen, Und am ersten besten Baum Schließt dein idealer Traum. Darum, lieber Garibaldi, Nach dich aus dem Staub und— fliebh!— Auch wirst du für deine Thaten, Wenn sie schlecht wenn gut gerathen, Ernten bei der grande nation Sicher Spott, doch keinen Lohn. 164 Feinste Vanille-Hruch-Chocolade, 161 per Pfund 32 kr, ift wieder eingetroffen. Friedr. Hilbrecht Wittwe. Zur Pewirthschaftung einer Oekonomie 161 von circa 100 Morgen, in der Näbe von Frank- furt, wird ein junger Mann gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. Zwei Steinkohlen-Oefen 175 mit Robr, neuester Consiructton, babe ich in Auf⸗ trag zu verkaufen. Römig, Polizeidiener. Schuler, 163 welche eine köbete Lebranslalt in Darmstadt besuchen, finden bei einer elnzelstedenden Dame gute Aufnabme und Pflege. Herr Professor Dr. Brill in Darmstadt ertbellt näbere Auskunft. Zu der Verloosung, welche wir zum Besten der Verpflegung unserer durchziehenden kranken und verwundeten Krieger veranstaltet haben, sind bereits 300 Dieselben sollen von Dienstag den 24. bis Sonntag den 29. Januar, Nachmittags von 1 bis 5 Uhr, in dem Hotel Trapp dahier gegen ein Eintrittsgeld von 3 kr. ausgestellt werden. Denjenigen welche uns durch Geschenke bei unserem Unẽternehmen unterstützt baben, ist am Dienstag den 24. und Mittwoch den 25. Januar der Eintritt gratis gestattet. Zugleich bitten wir Diejenigen, welche größere Partien von Loosen unterbringen können, dies dem unterzeichneten Comite anzuzeigen, denn der Zweck der Verloosung macht die möglichst weite Verbreitung der Loose dringend wünschenswerth. Soldaten unsere Stadt passtren sieht, der wird einsehen, daß Alle helfen müssen, wenn das Friedberger Verpflegungscomite im Stande sein soll, auch für die Zukunft denen einen kleine Erquickung zu reichen, welche im Felde für unsere Sicherheit Leben und Gesundheit einsetzen. Loose à 12 kr. sind zu haben bei 9 meistens recht werthvolle und schöͤne Geschenke gestiftet worden. Die Mittel des Comites sind erschöpft und Hülfe ist dringend nöthig. Anna Theobald. Marie Simon. Elise Simon. Ottilie Wahl. Emilie Groß. Anna Wahl. Auguste Groß. Wer täglich die Züge kranker Storch. Mathilde Weis. Emilie 1 Sophie Ramspeck. Anguste Pfeiffer. 2** 0 Vorschuß-& Creditverein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) 24 Spar und Darlehen⸗Zinsen pro 1870 sind von heute an bus zum 31. d. M. gegen Vorzeigung der betreffenden Spar Einlagen Bücher und Darlehen⸗ Schuldscheine an unserer Kasse zu erheben. Friedberg, 4. Januar 1871. Der Vorstand: Hecht. Weis. Ermus. 222 66— Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschaft. Directe Post⸗Dampfschifffahrt zwischen HAMBURG A' NEW voRK vermittelst der Post-Dampfschiffe Westphalia, Mittwoch, 25. Jan. Thuringia, Mittwoch, 22. Febr. Morgens Silesia, Mittwoch, 8. Febr. Eimbria, Mittwoch, 8. März.* Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Ert. Rthlr. 165, Zweite Cajüte Pr. Crt. Rihlr. 100, Zwischendeck Pr. Crt. Riblr. 55. Fracht L. 2.— pr. 40 bamb. Cubiksuß mit 15% Primage, für ord. Güter nach Uebereinkunft. Briefporto von u. nach den Verein. Staaten 8 Sgr. Briese zu bezeichnen„per Hamburger Dampfschiff.“ Näheres bei dem Schiffsmakler August Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, Hamburg, sowie den alleinigen Generalagenten für das Großherzogthum Hessen 42 Carl Nacké& Cie. in Mainz. 5 Friedberg bei Chr. Hecht. Original-NMähmaschinen N. Singer Manufacturing Cie. in New- Tork. Morgens. * Lit. 4. Neue Familien-Nähmaschinen fl. 79. 8 b Nr. 2 Maschinen für Schneider fl. 100. b 5 Vr. 2„ mit Roltfuss f. Schuhmacher fl. 105. 2 52 Um vor Tauschung zu schuützen, wird jeder Original-Maschine ein Ursprungs-Certificat beigegeben, welches in New⸗Pork ausgestellt ist, die Nummer der Maschine enthält und meine Unterschrift trägt. i Zur größeren Bequemlichkeit des Publikums habe dem Herrn M. Mainz in Friedberg eine Niederlage meiner Maschinen übergeben und können solche zu obigen Preisen und unter vollständiger Garantie von demselben bezogen werden, G. Neidlinger, General-Agent der Singer Manufacturing Cie., Zeil 37, Frankfurt a. M. Petroleumlampen, Bepshuchen! Lampenschirme, Cylinder, Petroleum 121 ßets frisch von der Mühle bel Vasen, Moderateur⸗Kugeln, Gas⸗ Wilh. Fertsch. schaalen ꝛc. ꝛc. billast bei Ein fleißiger und solider 124 e Metzgergefelle Wohnungs— Vermiethung. 165 findet bei gutem Lohn sosort Stelle bei f Schweinemetzger C. G. Hartmann, 88 Der zweite Stock in meinem Hause, nächst der 0 Schmledftube 1, Frankfurt a. M. 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Friedberg den 18. Januar 1871. Der Vorstand. Eine Dogge, 130 Männchen, 4 Jahre alt, gelb, mit gespaltener Nase, sehr gut dressirt, ist zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bl. Unterricht in allen Handarbeiten 144 erthetlen per Monat 30 kr. M.& K. Schleuning nächst der Stadtkirche. Worscht gege Worscht. 168 Näheres im Herriedener Laubfroschkalender für 1871. Bei allen Buchhändlern und Buchbindern um 12 kr. zu haben; in Friedberg bet Bindernagel und Schimpff. Zu verkaufen drei Fichten 176 zu einem dilligen Preis und zwar zwei à 106 Cubikfuß und eine von 71 Cubikfuß, 8 alle eignen sich hauptsächlich zu Durchzügen. Nähere Auskunft ertheilt Johannes Schneider, Langenhain bei Butzbach. 41 8 — ö Für Glaser 125 empfehle ich Tafelglas in allen Farben, Spiegel⸗ gläser, Fensterbeschläge und Fensterblei. Georg Groß. Lehrling 1 — 8— 2 — 2 174 gesucht in ein Specerei⸗Geschäft in Frankfurt a. M., Kost und Wohnung frei. Franco- Offerten unter der Chiffte D. O. 436 besorat die Annoncen⸗Expedition von Haaseustein& Vogler in Frankfurt a. M. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangclische Gemeinde. 3. Sonntag nach Epiphanias. Pfarramiswoche Herr Pfarrer Diegel. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Jakobi. 2 Nachmittags: Herr Pfarrer Baur. 9 Gottesdienst in der Burgkirchen: Vormittags: Herr Pfarcer Diegel. Nachmittags: Herr Candidat Bernhard. Katholische Gemeinde. ö Samstag um 3 Uhr Nachmittags Beichte. 9 3. Sonntag nach Epiphanie. Vormittags: 10 Uhr Hochamt und Predigt. 8 Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht.. Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen Mor⸗ 8 Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. 5 Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff.. ** — Fleiwillige Jürgerseuerwehr. Turnverein. 4 die anderen jungen Leute unserer Stadt, welche Interesse 1 an dem Turnwesen nehmen, sich an den Turnstunden 14 gens 7½ Uhr. I dert daß ung de Jnttresst Tirziatdter tk. Netten. e, antett Nast Bene dei der eiten Startfrot. t. Ulttrtt dt: att u zindernagel Jul n Naben decide, N 2478. 0 3 Beilage. Hherhessischer Anzeiger. M9. Preußen. Berlin. des Koͤnigs hat in Berlin die freudigste Auf— regung hervorgerufen. Bald nach ihrem Be— kanntwerden hatten alle Häuser geflaggt. Gegen Abend versammelte sich eine ziemliche Volks— menge vor dem Palais der Koͤnigin, der eine Ovation dargebracht wurde. — 18. Januar. Abgeordnetenhaus. Nach der Verlesung der kgl. Proclamation durch den Minister Itzenplitz erklärt Präsident Forckenbeck: Mitten in dem unserem Vaterlande zur Wahrung seiner Rechte und seiner Ehre und zur Verthei⸗ digung seiner Sicherheit aufgezwungenem Kriege, am Gedächtnißtage der Krönung der preußischen Könige, empfaugen wir tiefbewegt soeben die kgl. Botschaft. Wir boffen, daß auch der letzte deutsche Stamm bald dem großen Vaterlande seine Schuld abtragen werde, daß zur Gewährung der Sicherheit Deutschlands der Zustand der Bedrohung auf— hören und die Zeit steten Friedens beginnen werde in einmüthiger Vereinigung aller deutschen Stämme unter der Leitung der Krone Preußens. In diesem Sinne fordere ich Sie auf, diesen Ge— fühlen Ausdruck zu geben in dem Rufe: Der deutsche Kaiser, unser allergnädigster König und Herr lebe hoch!— Das Haus stimmt begeistert ein. Der Präsident schlägt vor, zur Beantwortung der königl. Botschaft eine Adreß Commission von 21 Mitgliedern zu wählen, welche sofort unter dem Vorsitz des Präsidenten zusammentritt. — 18. Jan. Herrenhaus. Der Handels- minister Itzenplitz verliest die Proklamation des Königs, welche das Haus stehend anhört. Nach Verlesung sagt der Präsident: Ich darf hier wohl Namens des Hauses auesprechen, daß wir Alle mit tiefbewegtem Herzen die Proklamation des theuern Königs vernommen. Wir wissen, daß das Band, welches uns mit ihm vereint, kein festeres werden kann, aber mit freudiger Zuversicht wollen wir im Aufblick auf die wunderbare Fügung Gottes von Herzen zustimmen und ausrufen: „Unser König, der Kaiser von Deutschland lebe boch!“ Das Haue stimmt begeistert ein und wiederholt den Ruf drei Mal. — Die„Provinzial Corresp.“ schreibt be- züglich der Londoner Conferenz: Die vorgängige Verständigung unter den Mächten über die wesentlich in Betracht kommenden Punkte bürge dafür, daß die Conferenz nicht ohne günstiges Ergebniß ver laufen werde. — Wie verlaulet, hat Lord Granville in einer Depesche an den Grafen Bismarck seine volle Genugthuung über die Behandlung der Angelegenheit wegen der in ber Seine versenkten Schiffe kundgegeben. Am Schluß der Depesche ist die Erwartung ausgesprochen, daß diese Be- handlung zur Befestigung der zwischen Deutsch⸗ land und England bestehenden freundschaftlichen Beziehungen dienen werde. — Die„Nortd. Allg. Zeitung“ bestätigt, daß wegen des völkerrechtswidrigen Verfahrens der Franzosen gegen deutsche Handelsschiffe be⸗ schlossen wurde, den bei dem Beginn des Krieges ausgesprochenen Verzicht auf die Aufbringung und Wegnahme französischer Handelsschiffe zurück, zunehmen. Da indessen neutrales Gut im Ver- trauen auf den obigen Verzicht in französische Schiffe verladen sein kann, so wird die Maßregel erst in vier Wochen vom 12. Januar ab in Vollzug gesetzt. Die erforderlichen Verfügungen zur Ausführung des gefabten Beschlusses sind dem Vernehmen nach bereits ergangen. Luxemburg Eine Abtheilung luxemburgi⸗ scher Chosseurs hat die Ortschaften Dieffendingen, Niederkorn, Rodingen und Pettingen bei Longwy besetzt. Die Altersklasse 1868 ist einberufen worden. Dem Vernehmen nach ist die luxem- burgische Regierung damit einverstanden, daß ein — Commissär für Luxemburg ernannt wird. Frankreich. Bordeaux. Es liegen folgende zwei Telegramme des Generals Faidherbe Die Proklamation] vor:„Arras, 12. Jan., 3 Uhr 35 M. Nach- mittags. General Faidherbe an den Commissär der Vertheidigung und den Major-Adjuncten. Bei meiner Ankuft in Bapaume erfahre ich mit Bestürzung, daß Peronne in den Händen der Preußen sich befindet; ich war ja doch in der destimmtesten Weise benachrichtigt worden, daß am 3. Jan. in Folge der Schlacht bei Bapaume die Belagerung aufgehoben worden sei und die Belagerungsartillerie sich vom Platze zurückgezogen habe. Seitdem hatte ich Angesichts der preußlischen Armee, im Vertrauen auf die täglichen Berichte, die mir anzeigten, daß das Bombardement nicht begonnen habe, manövrirt. Was ist vorgegangen? Wenn Sie es erfahren, lassen Sie es mich wissen. Es ist gewiß, daß während der Beschießung die Artillerie von Peronne die Belagerungsartilleri: vernichtet hatte, und daß die Werke dieses Platzes unberührt geblieben waren.“—„Achiet, 13. Jan., 10 Uhr 15 Min. Vormittags. Oeneral Faid⸗ herbe an den Vertheidigungs- Commissär, den Major-Adjuncten und den Kriegsminister. Ich habe entschieden, daß der Commandant des Platzes Peronne vor ein Kriegsgericht gestellt werden soll, um Rechenschaft abzulegen für die Uebergabe dieses Platzes, da seine Werke unversehrt waren und eine Hülfsarmee 5 bis 6 Meilen entfernt davon zum Entsatz manövrirte.“ — Eine Depesche aus Laval vom 13. d. sagt: Die Armee Chanzp's hat am Donnerstag in sehr guter Ordnung die Rückzungsbewegung auf neue Positionen vollführt. Das 21. Corps kämpfte mit großer Energie gegen 3 Divisionen des Großherzogs von Mecklenburg. Die Haltung des Generals desselben, Jaures, kann nicht genug ge⸗ lobt werden. Der Feind hat in den letzten drei Tagen viel gelitten. Die französischen Verluste sind auch ernstlich. — Eine Depesche Bourbaki's aus Onans vom 13. sagt: Wir haben die Dörfer Arcey und St. Marie mit Begeisterung genommen, ohne all— zugroße Verlaste im Vergleich zu den gewonnenen Resultaten. Ich gewinne noch immer Terrain. Ich bin sehr zufrieden mit meinen Armeecorps— Commandanten und Truppen. Manövrirend habe ich Dijon, Gray, Lure, Vesoul vom Feind ge— räumt; den letzteren Ort haben meine Plänkler besetzt. Die Tage von Viller-Sexel und Arcey gereichen der ersten Armee zur großen Ehre, welche seit 6 Wochen in der strengsten Jahreszeit be— ständig operirt hat und trotz Kaͤlte und Schnee marschirt ist. Eine Depesche des Generals Bourbaki vom 15. d. sagt: Die Armee hat sich den Tag über geschlagen. Diesen Abend halten wir ver— schiedene Positionen und Montbelliard, mit Aus— nahme des Schlosses, besetzt. Morgen werden wir bei Anbruch des Tages den Kampf fortsetzen. Wiewohl wir starke Streitkräfte und hauptsächlich eine mächtige Artillerie vor uns haben, hoffe ich doch, noch Bahn zu gewinnen und vorzurücken. — Das„Journal des Dedats“ ergeht sich des Längeren und Breiteren über die aus Anlaß der Räumung des Mont Avron veröffentlichten deutschen Berichte, und beschuldigt dieselben der Lügenhaftigkeit, da weder ein Geschütz noch irgend- welche Munition dort in die Hände der Deutschen gefallen sei. Das Blatt schöpft seine Information, wie es versichert, aus dem Munde glaubwürdiger Personen, und schließt daraus: man müsse allen Er— zählungen mißtrauen, die man in den den Gefangenen oder Getödteten abgenommenen Blättern finde. — Die Bestätigung der Wegnahme französi⸗ scher Schiffe durch die„Augusta“ und deren Miischleppung bis Plymouth erregte hier tiefere Sensation, als alle Vorfälle bei der Ostarmee. Die gesammte Presse verlangt energisch die Ab- setzung Fourichon's, der auf Gambetta's Bitte nur noch dessen Heimkehr von der Westarmee abwartet. — Gambetta hat sich auf Wunsch des Generals Changy zur Westarmee begeben. Es ist die Meldung hierher gelangt, daß die Preußen Tours bedrohen. Die Telgraphen⸗ und Eisenbahn- Verbindung zwischen Tours und Le Mans ist unterbrochen. — Aus Nevers, 17. Jan., wird gemeldet, daß der Feind in einer Stärke von 4—5000 Mann Avallon angegriffen und später ostwärts gegangen ist. Gambetta ist am 17. Januar in Laval eingetroffen.— General Faidherbe hat die Nachricht hierher gesandt, daß er am 16. d. durch eine fliegende Colonne St. Quentin besetzen ließ. Aus Paris wird gemeldet, es seien Vor— kehrungen beabsichtigt, die Bewohner des linken Seine- fers, soweit als möglich, auf dem rechten Ufer unterzubringen. Das Bombardement er— reichte bisher das 4., 5., 6., 7., 14., 15 und 16. Arrondissement. Valenciennes. Der Präsident der Muni⸗ cipalcommission ordnet auf Befehl des Gent ral Faidherbe die Unterwassersetzung, der Umgebung der Stadt an und fordert die Einwohner auf, Vorsichtsmaßregeln zu treffen. — Der„Moniteur universel“ theilt in seinem amtlichen Theil ein Decret der Regierung mit, nach welchem in Ansehung dessen, daß Gründe vorliegen, die Sympathien der nach Algier geflüchteten Hannoveraner anzuerkennen, in Algier eine In- fanterie-Compagnie als Corps unter der Begeich⸗ nung„Hannövrische Hülfstruppen“ gebildet wird. Es soll eine Stärke von 200 Mann haben und wird wie eine französische Compagnie nach Sold, Leistung und Uniform organisirt. Der Kriegs- minister ist mit Ausführung des Beschlusses be⸗ auftragt. Brest, 18. Jan. Heute erhielten 7 Trans- portdampfer den Befehl, nordwärts abzusegeln, vermutblich nach Cherbourg, um die im dortigen Lager befindlichen Truppen schleunigst nach St. Malo zu bringen, von wo die Eisenbabhn in drei Stunden nach Rennes führt. Havre. Die Preußen haben den Maire und die Notabeln von Bolbeck gefangen weg— geführt. Sie verlangten 100,000 Frs. Lose⸗ geld. Die 50,000 Mann Verstärkung, welche von Cherbourg abgegangen waren, um sich mit Chanzy's Armee zu vereinigen, konnten nicht zu derselben gelangen, da die Eisenbahn unterbrochen war. In Cherbourg ist eine große Anzahl Truppen und Matrosen concentrirt Belgien. Brüssel. Aus Arlon, 16. Jan. wird gemeldet: Am Freitag, Sonnabend und Sonntag haben Ausfälle der Besatzung von Longwy stattgefunden, um die Erbauung der Be— lagerungs-Batterien zu verhindern. Augenscheinlich wurde der Zweck in keiner Weise erreicht, da heute die Einschließungslinie— selbstverständlich mit Ausnahme der belgischen Seite— vollendet ist. Dem Vernehmen nach wurde die luxem— burgische Regierung von Seiten Preußens auf preußenfeindliche Vorgänge in der Gegend von Grevenmachern aufmerksam gemacht. — Der Präfekt vom Departement du Nord, Legrand, ist durch Paul Bert ersetzt. Legrand hat seine Entlassung selbst nachgesucht, weil er das Todesurtheil der verurtheilten Mobilgarden nicht unterzeichnen wollte.— Das Bombarde— ment von Longwy vom 17. d., ist wirkungslos geblieben. Deutscherseits will mau zur Wieder⸗ aufnahme desselben die Ankunft von Belage— rungsgeschützen abwarten. — Die„Etoile belge“ bringt eine Depesche aus Blandin vom 18. d.: Die Armee des General Faidherbe ist am Montag in Fins (einem Dorfe auf der Straße von Cambrai und Peronne) angekommen. Gestern Morgen hat ein Gefecht zwischen den Vorposten statt— gefunden. Die Preußen haben sich vor der Uebermacht zurückgezogen. Gestern Abend wurden die Preußen unweit Bapaume und in der Umgegend von Akras signalisirt. Nach Arras ist Befehl ergangen, das Eifenbahn— material nach Lille zu flüchten. ——————; —— 0 W. Fuhrländer Nachfolger, 8 1 * 5 Vilbeler Straße Nr. 23 in Frankfurt a. M., dem Pfau gegenüber. 10 Großes Lager in den modernsten Kleiderstoffen. 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Januar 1871. olz-Versteigerung. Bekanntmachung. Her F Friedberg 149 Dienstag den 24. d. M. kommen im Gemeinde- 150 Im Licher Stadtwald, District Plastenwald, Lagt, — wald Ockstadt, sog. Jungenwald, nachverzeichnete kommen den 25. und 26. d. M. nachverzeichnete Holz⸗ 1 Güter ⸗ Verpachtung. Holzsortimente zur Versteigernng, als: sortimente zur Versteigerung: Kant 4 a 5 6 16 Stecken Buchen ⸗Scheitholz, Mittwoch den 25. Januar. e 8 145, Dienstag den 24. Januar d. J., Vormittags 3„ Eichen 260 Eichen- Bau- und Werkbolztämme von 7— 20“ e 8 10 Ubr, sollen im hiesigen Rath hause die dem vereinigten 1„ Aopen⸗ 7 Durchmesser und 1060“ Länge, Nit it . zu 2 7 55 Sen F 55„ Buchen⸗Prügelholz, 4 Buchen⸗ desgl. pie e, welche aus den Verpachtungen vom 19. und 5 1 i N 77 f f 20. Dezember 1870 nicht genehmigt worden find und 70 1 9 25 1 14 W bi 17% Dich, r e 1 zwar: 1 1 J N ichen⸗, B. ten. g ie Gemarkung Nauheim: 158 Morgen 158 Klafter, 1 5 455 ae Ae een een n daf . 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