Vorbach. 0 Sichel Lümmich. ung tet un In- N. n in Trreinscztt. kr. 1 Nunbf nge, 277 IU, kann it er, Süterntifttl — ritdbttg Dienstag den 20. Juni. M 71. berhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag, 7 Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publieiren: F 19. sub. 1. Bekanntmachung, die Steuervergütung bet der Ausfuhr von inländischem Branntwein betr.— sub. 2. Bekanntmachung, die Vereinigung der Großherzoglichen Ober⸗Steuerdireklion und der Großherzoglichen Ober-Zolldireknon zu einer Behörde betr. Friedberg den 17. Juni 1871. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publieirt worden: a Nr. 23. Nr. 645. Allerhöchfer Erlaß vom 20. Mai 1871 betr. die Stiftung einer Kriegsdenkmünze für die Feldzüge 1870 und 1811.— Nr. 646. Aller⸗ böchfter Erlaß vom 22. Mal 1871 betr. die Verleibung des Anspruchs auf die Kriegsdenkmünze für Nichtcombattanten an die nach dem Statut nicht berechtigten Offiziere, Aerzte, Beamten und Mennschaften der deutschen Armeen und der Marine.— Nr. 647. Allerhöchster Erlaß vom 22. Mai 1871 betr. die Verleihung des Anspruchs auf die Kriegsdenkmünze für Nichtcombattanten an Hof- und Civil⸗Staatsbeamte, an Angestellte der Privat⸗Eisenbabngesellschaften, an die Johanniter- und Maltbeser-Ritter ꝛc.— Nr. 648. Gesetz, betr. die Feststellung des Haushalts⸗Etats des deutschen Reichs für das Jahr 1871. Bekanntmachung, detr. allgemeine polizesliche Bestimmungen über die Anlegung von Dampfkesseln. Vom 29. Mat 1871.— Nr. 23 des Reichsgesetzblattes: 1) Anweisung, die Medieinalgewichte deu. Nr. 32 des Bundesgesetzblatio) und zur Eichgebübrentaxe vom 12. Dezember 1869(Besondere Reichs bauptkasse. 5 Vom 1. Junt 1871.— Besondere Betlage zu Nr. 2) Nachträge zur Eichordnung vom 16. Juli 1869(Besondere Betlage zu Vom 31. Mai 1871.— Nr. 649. 650. Bekanntmachung, betr. die Vom 6. Mat 1871. Beilage zu Nr. 40 des Bundesgesetzblatis für 1869). Vom 6. Mai 1871. 3) Zweiter Nachtrag zur Taxe vom 12. Dezember 1869. Das Ende Junt dieses Jabres fällige Holzgeld, don 2 bis 5 Uhr an das unterzeichnete Rentamt bezahlt werden. Bekanntmachung. mit dem Bemerken bekannt machen zu lassen, daß nach dem 15. Juni d. J. die Mahnung erfolgt. Friedberg den 18. Juni 1871. kann an den bestimmten Zahltagen Dienstags und Donnerstags Morgens von 8 bis 12 und Nachmittags Die Großberzoglichen Bürgermeisereien werden ersucht, dieses im Interesse ihrer Ortsangehörigen Großherzogliches Rentamt Friedberg. Lindec. Deutsches Reich. Darmstad t. Die„H. V.“ bringen folgende Mit heilung vom 16. d. über den Einzug unserer gessischen Truppen in Mannheim: Nachdem die Quartiermacher der hessischen Division unsere Stadt gestern theils durchschritten, theils durch- ritten hatten, trafen die ersten Truppen geschlossener Tolonnen heute Morgen kurz vor 12 Uhr in ziesiger Stadt ein, empfangen nicht allein durch auten Zuruf der Bevölkerung, sondern auch durch teichen Flaggenschmuck sowohl hier, wie in der Schwesterstadt Ludwigshafen. Was ich Ihnen don den Quartiermachern sagte, gilt in demsel— den Maße von allen Mannschaften. Dieselben sahen in der That brillant aus, wie Rrieger und Helden im wahren Sinne des Wortes. Von dem Stadt-Commando Mannbeim empfangen, zwei badische Militärmusi⸗ len an der Spitze, rückten die Sieger von Mars la Tours, Gravelotte, Vionville, Blois, Chambord hier ein. Vorcrst das 1. und 2. Infanterie-Re⸗ giment, dann die Pionier-Compagnie, das 1. Jäger- bataillon und die ꝛeitende Batterie. Letztere rückte weiter nach Freudenheim am Neckar. Rückwärts liegen noch das 3. Regiment, zur Hälfte heute in Speyer(2. Bataillon), zum Theil in Ludwigs: bafen(1. und 2. Compagnie nebst Stab dieses Regiments) Vielleicht interessirt es Ihre Leser noch zu erfahren, daß in Folge der zum Einzug n Berlin abrommandirten Offiziere der preußische Oberst v. Winkler die Division, Oberstlieutenant Kullmann die 1. und Oberst Kraus die 2. Brigade ührt. Die Einwohner der nächstgelegenen hessischen Orte haben sich natürlich massenhaft hier einge— unden, um ihre Söhne und Brüder zu begrüßen. 5 Friedberg, 19. Juni. Bezüglich der unsere Stadt so wesentlich interessirenden Garnisonsan- gelegen beit hat am 17 d. M. Abends im Hertlein'schen Locale eine Besprechung stattgefunden, im Gefolge welcher eine von der gesammten Bürgerschaft zu uuterschreibende Adresse an S. K. H. den Groß- verzog ergehen soll. Diese Adresse ist bereits ent- worfen und wird dem Stadtrath heute Abend vorgelegt und von morgen an zur Unterzeichnung lolportirt werden. Die Einwohnerschaft Fried- zergs ist hierbei so sehr interessirt, daß man hofft, ie werde sich Jeder, dem am Wohlergehen der Stadt Etwas gelegen ist, unterschriftlich bethei⸗ igen. Die fragliche Adresse soll dem Großzherzog K. H. durch eine vom Stadtrath aus der Bürger- schaft zu erwählende Deputation sofort überreicht werden. Auch bei dem Gr. Kriegsministerium sollen auf die fragliche Angelegenheit sich beziehende Schritte geschehen, denen freilich durch kadelnde, aus Friedberg datirte Artikel in dem Wetterauer Boten und der Frankfurter Presse schlecht vorge- arbeitet wird. Zum Mindesten erscheint jener Tadel voreilig, da bis jetzt noch gar Niemand wissen kann, Wer die Schuld an der Nichtbe⸗ rücksichtigung Friedbergs trägt. V Friedberg, 19. Juni. Die Ersatzcom⸗ pagnie des 1. Jägerbataillons ist heute Morgens 4½ Uhr unter Führung ihres Commandeurs, Haupt mann Euler, nach der Residenz Darmstadt ab- marschirt. Die Stadt Friedberg hat somit faktisch aufgehört, unter die Garnisonsstädte des Groß herzogthums zu zählen, nachdem dieselbe länger als 60 Jahre sich dieser Bevorzugung erfreuen konnte. Zu den Dienstleistungen während der Dauer der Anwesenheit S. K. H. des Groß— herzogs ist ein Detachement des 2. Infanterie- regiments commandirt und in einer Stärke von 65 Mann gestern Nachmittag schon von Gießen eingetroffen. Mainz. Von bessischen Truppen sind hier eingetroffen die Ersatzeompagnie des 2. Jäger— bataillons(seither in Offenbach), das Ersatzbataillon des 4. Infanterie-Regiments. Die Mannschaft des letzteren ist seit gestern zum gewöhnlichen Dienste in Bewachung zc. herangezogen worden. Das Regiment selbst hat in den mehr gegen Rhein und Main liegenden Gemeinden des Kreises Groß— gerau Cantonnements bezogen, da es vorerst fac tisch unmöglich ist, die Mannschaften hier unter— zubringen. Schon die oben bezeichneten liegen in Außenforts. Das 19. Regiment dürfte in acht Tagen abmarschiren und dann das 4. Regi— ment einrücken. Worms, 16. Juni. Auch zum Empfang des 2. Bataillons des Hessischen 4. Infanterie Regiments, welches heute Nacht hier ankam, hatte sich eine gleich zuhlreiche Menge wie gestern zur Be— grüßung des 1. Bat. eingefunden. Nach halbstündigem Aufenthalte, während dessen das Erfrischungscomite die Ossiziere und Mannschaften bewirthete, fuhr der Zug nach Oppenheim weiter; von dort mar- schirten die Truppen in Quartiere der Umgegend. Zu Ehren des am Sonntag Vor- mittag in unsere Stadt einziehenden 1. Hess. In⸗ fanterie-Regiments werden zwei Ehrenpforten er⸗ richtet, die eine am Speyererthor, die andere am Anfange der Kämmererstraße. Ueberall regen sich fleißige Hände, um die Stadt in ihr schönstes Festgewand zu büllen.— Das Ersatzbataillon des 1. Infanterie-Regiments ist heute in der Frühe von hier abmarschirt. Berlin. Die bei Schluß des Reichstages vom Kaiser gehaltene Thronrede lautet:„Geehrte Herren! Als ich Sie vor drei Monaten an dieser Stelle begrüßte, bezeichnete ich es als den ehren⸗ vollen Beruf des ersten deutschen Reichstages, die Wunden, welche der Krieg geschlagen hat, nach Möglichkeit zu heilen und den Dank des Vater- landes Denen zu bethätigen, welche den Sieg mit ihrem Blute und ihrem Leben bezahlt haben. Sie haben diesen Beruf nach dem Herzen des deutschen Volkes erfüllt. Mit freigebiger Hand haben Sie für die an ihrer Gesundheit geschädigten Krieger und für die Hinterbliebenen der Gefallenen gewährt, was die Dankbarkeit des Vaterlandes er- statten kann. Sie haben die verbündeten Regie- rungen in den Stand gesetzt, die Nachtheile zu mildern, welche der Ruf zur Fahne für die Er⸗ werbsverhältnisse vieler Berufenen herbeigeführt hat. Zum Ersatz der Schäden, welche die An⸗ wohner unserer bisherigen Grenzen und die für Deutschland zurückerworbenen Gebiete erlitten haben, zur Ausgleichung der Verluste, welche die deutsche Schifffahrt durch den Krieg erfahren hat, und zur Erleichterung der Lage, in welche deutsche Mit- bürger durch ihre Ausweisung aus Frankreich ver⸗ setzt worden sind, haben Sie bereitwillig Ihre Mitwirkung gewährt. Im Vereine mit den ver- bündeten Regierungen haben Sie es mir ermög- licht, den Dank des Vaterlandes den Männern darzubringen, welche das deutsche Heer zu seinen Thaten erzogen, dasselbe von Sieg zu Sieg ge— führt und die glorreichen Errungenschaften des Krieges sichergestellt haben. Ich erfülle ein Be- dürfniß meines Herzens, indem ich Ihnen dafür in meinem und des deutschen Heeres Namen meinen kaiserlichen Dank ausspreche. Durch die neue Redaction der Reichs verfassung haben die staats⸗ rechtlichen Verhältnisse Deutschlands die den Ver- trägen entsprechende Form gewonnen und durch den Nachtragsetat für 1871 haben die finanziellen Beziehungen der Bundesstaaten zum Reiche ihre Regelung gefunden. Der größte Theil der Gesetz ⸗ gebung des norddeutschen Bundes ist zur Gesetz⸗ gebung des Reiches geworden, und die letztere ha“ im Beginn Ihrer gemeinsamen Thätigkeit die Haft- pflicht der industriellen Unternehmungen in einer Weise geregelt, deren Wohlthaten an erster Stelle den Invaliden der Arbeit zu Gute kommen werden, Für die Einrichtungen, welche in Elsaß und Lotb- ringen zu treffen sind, ist die gesetzliche Grund- lage gewonnen; die Verhandlungen, welche darüber in Ihrer Mitte stattfanden, werden den Bewohnern dieser Gebiete die Ueberzeugung gewähren, daß den deutschen Regierungen und dem deutschen Volke— wie auch über einzelne Fragen die An— sichten abweichen mögen— der eine Gedanke und der eine Wille gemeinsam ist, das rückerworbene Land unter der Schonung bewährter Einrichtungen durch eine milde Verwaltung und durch eine frei- heitliche Entwicklung seiner Gesetzgebung zu einem auch innerlich verbundenen Gliede unseres großen Vaterlandes zu machen. Während der Dauer Ihrer Versammlung ist der Frieden mit Frank- reich endgiltig abgeschlossen worden. Dieser Ab- schluß und die Wiederherstellung gesetzlicher Ge: walten in Frankreich haben es zu meiner Freude möglich gemacht, einen großen Theil des Heeres in das Vaterland zurückkehren zu lassen. Der Schluß Ihrer Thätigkeit fällt zusammen mit dem Einzuge der siegreichen Truppen aller deutschen Heerestheile in meine Hauptstadt. Sie werden, geehrte Herren, Zeugen des Einzuges sein, und wenn Sie unter dem Eindrucke dieser nationalen Feier in Ihre Heimath zurückkehren, werden Sie die freudige Gewißheit mit sich nehmen, daß die patriotische Hingebung der deutschen Volksver⸗ tretung an der großartigen Entwicklung des Vater— landes und an dem Glanze der Siegesfeier ihren Antheil hat. Möge, wie ich zu Gott hoffe und wie ich nach den neu begründeten Beziehungen des deutschen Reiches zu allen auswärtigen Mächten überzeugt sein darf, der Frieden, dessen wir uus erfreuen, ein dauernder sein!“ — 15. Juni, Abends 7 Uhr. Die Stadt trägt schon heute den vollen Festcharakter. Die Decorationen überragen weit Alles, was in dieser Beziehung hier je gesehen worden ist. Eine colossale Menschenmenge durchwogt die Straßen. Die Vor— bertitungen für morgen sind fast vollendet. Das Programm der Einzugsfeierlichkeiten bleibt un— verändert. Der Fremdenzuzug ist stündlich im Steigen begriffen, das Wetter prächtig. — 16. Juni. Der Einzug der Truppen und die Enthüllungsfeier des Denkmals König Friedrich Wilhelm's III. fand unter dem unbeschreiblichen Enthusiasmus der gesammten Bevölkerung nach der programmäßigen Feststellung statt. Das Wetter war herrlich. Der Kaiser verlieh dem Prinzen Karl das 15. Ulanenregiment, ernannte den Prinzen Friedrich Karl zum General-Inspecteur der dritten Armee⸗Inspetion, den Kronprinzen zum General- Inspecteur der vierten, den Kronprinzen von Sachsen zum General-Inspecteur der ersten, den Großherzog von Mecklenburg zum General-⸗Juspecteur der zweiten Armee Inspection, den Prinzen Albrecht Vater zum Generalobersten der Cavallerie und den Grafen Moltke zum General-Feld marschall. Prinz Luitpold von Bayern erhielt das 4. Artillerie-Regiment, Prinz Georg von Sachsen das 16. Ulanen Re- giment, Prinzessin Friedrich Karl das 12. Dragoner- Regiment. Der Kriegsminister v. Roon ist in den Grafenstand erhoben worden. General v. Man- teuffel erhielt den schwarzen Adlerorden. Eine große Anzahl commandirender Generale wurden Chefs von Regimenteru.— Bei der Begrüßung unter dem Baldachin am Eingange der Linden⸗ promenade erwiderte der Kaiser auf die Aprede dee Bürgermeisters ungefähr wie folgt:„Ich spreche Ihnen meinen Dank aus für Das, was Sie mir gesagt haben, in meinem Namen und für meine Armee, die heute mit ihren Repräsen⸗— tanten einzieht. Was wir Großes erlebt haben, wir verdanken es dem Himmel, der uns Kraft und Ausdauer gegeben hat; wir verdanken es der Treue sowohl der Truppen im Felde, wie der Treue der Unseren in der Heimath. Diese Treue wollen wir als theueres Gut für die Zukunft be⸗ wahren. Der Stadt Berlin sage ich meinen Dank für den wunderschönen Empfang.“ Bei der Enthüllungsfeier des Denkmals König Friedrich Wilhelm's III. hielt der Kaiser folgende Ansprache an die umstehenden Deputationen:„Was wir im, tiefsten Frieden ersonnen und vollendet, was wir hofften, im tiefsten Frieden enthüllen zu können, dieses Standbild ist nun zum Denkmal des Schlusses eines der glorreichsten, wenn auch blutigsten Kriege der Neuzeit geworden. Wenn der König uns sehen könnte, würde er mit seinem Volke, seinem Heere zufrieden sein. Möge der Frieden, den wir mit so vielen Opfern erfochten, auch ein dauernder werden! An uns Allen ist es, Hand anzulegen, daß es also geschehe. Das walte Gott!“ — 17. Juni. Bei dem heutigen Galadiner im königl. Schlosse sprach der Kaiser folgende Worte:„Der Gedenk- und Ebrentag, welcher der Welt das Erzstandbild meines königlichen Vaters, der sein Volk und Heer zu unvergänglichem Ruhme führte, überliefern sollte, war bestimmt, im tiefsten Frieden begangen zu werden. Anders war aber von der Vorsehung beschlossen. Ein zweites Mal wurde Preußen berufen, wie damals mit seinen Alliirten, so jetzt mit dem gesammten Deutschland verbunden, denselben Feind, der uns herausge- fordert, zu bezwingen, von Sieg zu Sieg, in un— bekannter Größe und Ausdauer. In der Heimath haben alle Classen in beiden Geschlechtern sich in Opferfreudigkeit und Nächstenliebe überboten. Volk und Heer stehen unübertroffen vor der Welt. Darum ergreife ich das Glas gegen Volk und Heer.“ Der Kaiser nahm bald zum zweiten Male das Wort: „Ich weihe dieses Glas in Dankbarkeit dem Wohle des jetzt geeinten Deutschland, sowie seiner Monarchen und Fürsten, der abwesenden wie an— wesenden.“ — Die„Kreuzztg.“ vernimmt, daß Prinz Albrecht(Vater) gestern, fast am Schlusse der Einzugsfeierlichkeiten, von einem glücklicherweise nur leichten Schlaganfall betroffen worden ist. — Der„Karlsr. Ztg.“ wird officiös ge⸗ schrieben: Nachrichten aus Paris machen es wahr scheinlich, daß Mitschuldige der Pariser Commune auch auf preutzisches Gebiet kommen. Besonders dürften sich solche Individuen nach der Provinz Posen wenden. Dem Vernehmen nach ist ange- ordnet, daß gegen preußisch: Unterthanen dieser Kategorien eine gerichtliche Verfolgung eintritt. Ausländer werden verhaftet, um sich ihrer Person zu versichern. Alsdaun wird deren Auslieferung an ihre zuständigen Behörden von Verhandlungen mit den betreffenden Cabineten abhängig sein. Frankfurt. Die diplomatischen Grenzregu⸗ lirungs⸗Conferenzen zwischen Deutschland und Frankreich sind vertagt worden. Die deutschen Herren Bevollmächtigten sind nach Berlin gereist, um der Einzugsfeier und dem Sieges und Dank⸗ feste beizubohnen. Nach den bis jetzt erzielten Geschäftsergebnissen dürfte sich die Vermuthung rechtfertigen, daß die Zrsammenkuuft noch etwa 14 Tage dauern wird. Die französischen Be— vollmächtigten werden während der Abwesenheit der deutschen Diplomaten in unserer Stadt ver— bleiben. Meiningen. Aus Anlaß des wieder her— gestellten Friedens hat der Herzog von Meiningen eine Amnestie erlassen, die alle politischen und Preßvergehen, sowie Jagd-, Fischerei- und Forst⸗ vergehen betrifft. München. Nach der„Allg. Ztg.“ wird gegen Ende Septembers oder, falls es nöthig erscheinen sollte, schon früher, eine größere Ver— sammlung von Allkatholiken Deutschlands statt⸗ finden, und zwar höchst wahrscheinlich in Heidel- berg, jedenfalls nicht in München, sondern in einer Stadt, welche mehr in der Mitte von Deutschland liegt. Ausland. Frankreich. Paris. Die republikanische Garde wird in Paris die Ordnung aufrecht er— halten.— Der„Tempe“ erklärt, daß die Berichte über die in Belleville ausgebrochenen Unruhen un— begründet seien. — Das Ereigaiß des Tages in Paris ist der Brief von Alexander Dumas Sohn an einen Freund. Der Verfasfer der„Cameliendame“ tritt in diesem eigentlich an Frankreich gerichteten Briefe als Moralist auf und hält den Fran, alle Sünden dec letzten hundert Jahre vor. Er sagt u. a.:„Seit 70 Jahren leben wir nur in Fic⸗ tionen, von Worten die absolut nichts enthalten, und die Haupsache ist, daß wir seit dem Anfange dieses Jahthunderts alle unsere Institutionen an— gegriffen und umgeworfen haben, für so solide und annehmbar wir sie auch immer erklärt haben mochten. Die Freiheit, die Gloire, die Charte, die Republik, das allgemeine Stimmrecht, die Opposition, die Nation, die Politik, die Diplomatie, die Alliancen, die Mitrailleusen, der Kaiser, Berlin, die Mar— saillaise, die Gleichheit, die Brüderlichkeit, die Gesetze, die Justiz, die Obrigkeit, Alles ist nach; einander bekämpft, lächerlich gemacht und unter- graben worden... An dem Tage, an welchem Herr Thiers uns aufforderte, uns 24 Stunden zu besinnen, ehe wir uns in den Krieg mit Preußen stürzten, wollten wir ihm das Haus einreißen und nun, da wir geschlagen sind, machen wir einen Gott aus ihm und votiren eine Million, damit er sich ein neues Haus baue. Wir lassen 30,000 unserer Söhne todtschlagen, das ist hart, wir bezahlen 5 Milliarden für eine Phrase des Herrn Jules Favre, das ist theuer, und wir klagen Trochu des Verrathes an, weil er uns nicht bis auf den letzten Mann umkommen lassen will— das ist dumm. Und wir erdulden die Belagerung von Paris wie Helden, und erlauben den Preußen, den Siegern, nicht, ein Glas Bier in einem Café zu trinken, lassen aber zu, daß Freudenmädchen, Leierkastenspieler, verworfene Journalisten, Italiener aus la Vilette und Polen aus allen Ländern Paris besetzen, plündern und in Brand stecken. Und zuletzt verlangen wir noch aus voller Kehle alle unsere exilirten Prinzen wieder zurück; mit andern Worten, wir erklären vor den Augen aller Welt, daß wir seit achtzig Jahren nicht mehr wissen, was wir thun: daß 1789 ·ein Mißverständniß war, 1804 ein Irrthum, 1830 eine Dummheit, 1848 ein Fehler, der 10. December eine kleine Zerstreuung, der 4. Sep⸗ tember ein Gassenjungenstreich, daß dies Alles nicht mehr zählt, daß es nur was zum Lachen war und man wieder don vorn anfangen will. Du lieber Gott! Welch ein Volk! Ich begreife, daß es die anderen Völker genirt und daß Preu— ßen von ihnen den Auftrag bekommen hat, es zu vernichten— und dahin wird es auch noch kom⸗ men, denn Preußen ist zäbe und hartnäckig,— wenn wir uns nicht bald entschließen, zu wissen, was wir wollen.“ Das„Paris-Journal“ berichtet: Ein Wahlmanifest des Centraleomites der Internationale sagt:„Arheiter, zur Wahlurne! Obgleich besiegt, sind wir noch Hunderttausende. Die Gesellschaft muß sterben; wir sind die Zahl und das Recht. Nur fehlt uns die Gewalt.“ — Die„Verité“ erklärt, die finanzielle Lage und der Credit Frankreichs sei in mehreren Punk⸗ ten erschüttert; der landwirthschaftliche Credit habe furchtbar gelitten. Der Credit foncier werde 100 Frs. per Actie erheben müssen. Nur der industrielle Credit sei wenig verändert. — Mit der Nordbahn kommen täglich, melden die„Times“, etwa 15,000 und mit der Westbahn 10,000 Personen nach Paris. Die Ostbahn ist mit heimkehrenden deutschen Truppen überfüllt, welche, so schmähen französische Blätter frecher Weise,„großze Massen geplündeter Gegenstände“ mit sich schleppen.— Täglich treffen Truppen aus ihrer Gefangenschaft in Deutschland hier ein; sie sehen alle gesund und gut aus.— Im Garten des Luxembourg wurden drei Offiziere der National- garde in Frauenkleidern verhaftet.— Die Cafés chantants in den Champs Elyssées sind wieder er— öffnet worden. Versailles, 15. Juni. In der heutigen Sitzung der Nationalversammlung ergriff Trochu wiederum das Wort. Die Haltung Preußens gegenüber den Jasurgenten besprechend, drückte derselbe sein Erstaunen aus, daß Fürst Bismarck e Utit 9 ndltt piibe Nur kel von der Commune hobe sprechen können, ohne sie zu brandmarken. Baze stellt den Antrag, daß die Versammlung ihr Mandat weitere 2 Jahre ausüben und die Vollmachten Thiers für die ganze Dauer der gegenwärtigen Legislaturperiode verlängern möge. Ferner wurde beantragt, eine Commission zur Ausarbeitung eines Gesetzentwurfes beireffend die Constituirung der Regierung zu wählen. — Bei dem letzten Sonntagsempfang bei Thiers drückte General Fabrice dem Chef der Executive die Befriedigung des Fürsten Besmarck englische Banquiers sich sehr zurückhaltend gezeigt haben. Der Finanzminister müsse also die im Juli stattfindenden Nachwaylen abwarten, welche hoffentlich größere Creditgarantien bieten. Belgien. Brüssel. Die„Indépendance“ meldet aus Paris: Die Wahlliste der„Inter— nationale“ enthält die Namen von Gambetta, Victor Hugo, Floquet, Beslay und anderen mehr oder minder der Commune nahestehenden Männern. Ein Befehl aus Versailles verfügt, der Prinz Napoleon sei auf Grund verläumderischer Angriffe bezüglich der Unterdrückung der Commune aus. auf die Republik zu arretiren, sobald er nach Wenn Frankreich fortfahre, ähnliche Pfänder der Wiederkehr zur Ordnung zu geben, sei die deutsche Regierung entschlossen, die allmählige Zurückziehung der Occupationsarmee zu beschleunigen. — Das„Journal de Paris“ bestätigt, daß die mit den auswärtigen Bangquiers eingeleiteten Unterhandlungen gescheitert sind; namentlich sollen Frankreich käme. Italien. Florenz. Der„Opinione“ zufolge ist Bertele-Viale, Adjutant des Königs, nach Rom abgegangen, um dem Papste zu dessen Jubiläum — Die Reserve⸗Armee ist aufgelöst. General Vinoy, welcher sie commandirte und welcher vor⸗ her schon zum Großkanzler der Ehrenlegion ernannt worden war, scheidet aus dem activen Dienste aus. in welcher der die Glückwünsche des Königs zu überbringen. — Die„Gazetta d'Italia“ bringt die Nach- richt, daß eine päpstliche Bulle erscheinen werde, Cardinäle von der Abhaltung eines Conclave entbinde und Cardinal Patrizzi zu seinem Nach— folger bestimme. Papst, im Falle seines Todes, die — Die„Turiner Zeitung“ schreibt, daß in Florenz Gerüchte im Umlauf sind, nach denen die italienische Regierung den Abschluß eines Bünd⸗ nisses mit dem deutschen Reiche anstrebe. Rom. Im Vatikan findet fortwährend Em⸗ pfang statt. 3000 Pilger sind hier eingetroffen. Die Ruhe ist vollständig Darmstadt. Verschiedene Elsässer unb Deulsch⸗Loth⸗ ringer, welche während ihrer Gefangenschaft bei hiesigen Geschäftsleuten in Arbeit gestanden und alsdann in ihre Heimath zurückkehrten, wo sie aus dem Militärverband entlassen wurden, haben sich bei ihren Arbeitgebern hier wieder eingefunden. Umgekehrt wollen viele aus Paris vertriebene Tarmstädter in den nächsten Tagen wieber nach der Seinestadt zurückkehren. Darmstadt. In der Sitzung des Bezirksstrafgerichts om 19. d. wurde Hr. Staatsanwalt Steinberger ver⸗ eidigt. Hr. Direcior Wirth hielt eine dem Akt entsprechende Anrede, welche von Seiten des neu in das Amt Getre— tenen erwiedert wurde. Berlin. Der Verein für deutsche Mo de zu Berlin fordert die Fabrikanten Deutschlands auf, zu einer ersten Generalversammlung am 24. August d. J. zu Berlin zusammenzutreten, wo die„deutsche Mode“ festgestellt werden soll. Hofraithe⸗Versteigerung. 1435 Donnerffag den 20. Juli d. J., Vormiitags 10 Ubr, soll in biesigem Rath hause die nachbeschriebene den Wolf Battenbergs Erben von Friedberg zu⸗ stehende Hofraithe Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 2. 511. 12¾0. Hofraithe in der Judengasse öffentlich meistbietend versteigert werden Friedberg am 3. Juni 1871. In Auftrag: Groß berzoglichen Landgerichts Friedberg Groß herzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar. Güter⸗Versteigerung. 1434 Dennerstag den 20. Juli d. J, Vormittags 11 Uer, sollen in hiesigem Rathhause die nachverzeichneten dem Messerschmied Friedrich Jacob Schäfer dahier gebörenden Güterfücke: Flur. Nr. Klftr. Gemarkung Frledberg. 5. 99% 3. N. Grabgarten an den Mauergärten, 85 5 1. Acker an der Warte, 75 5,6. 194. Desgleichen. zriedberg den J. Juni 1871. In Auftrag: Großberzoglichen Landgerichts Friedberg Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. Fo uc ar. Holzversteigerung in den Gräflich Solms-Rödelheimschen Waldungen. 1515 Freitag den 23. l. M. gelangen in dem Revier Eirattsbausen, Diffrikten„Dickenstrauch“,„päsels“, und„Dörnberg“ zur öffentlichen Versteigerung: 72 Stecken Buchen-⸗Scheitholz, 34 4 Prügelholz, 5„ Gemischt⸗ 2. 6. Nadel⸗ 7 120„ Buchen⸗Stockholz, 320 3 Reisholz, 45* Gemischt⸗ 1 200 Nadel- 16 Buchen Stämme und Stammabschnitte von 1729 Zoll mittlerem Durchmesser und 15 bis 35 Fuß Länge= 2042 Cubiksuß, 1 50 Fichten Stämme von 6 bis 8 Zoll mittlerem . Durchm. und 40-65 Fuß Länge= 886 Cbf., 129 Kiefern Stämme von 6-8 Zoll mittlerem Durch- messer und 20— 50 Fuß Länge 1210 Cbf., gichten⸗Stangen von 2—5 Zoll mittlerem Durch⸗ messer und 20— 50 Fuß Länge 2077 Cbf., 112 Lärchen⸗Stangen von 4—5 Zoll mittlerem Durch- messer und 20—30 Fuß Länge 358 Cubikf., 78 Kiefern⸗Stangen von 4—5 Zoll mittlerem Durch⸗ messer und 20— 25 Fuß Länge= 393 Cubikf. Zusammenkunft und Anfang der Versietgerung Morgens 8 Über im Distrikt Häsels auf dem von der Kilfaus⸗ herberge nach Einartshausen führenden Vicinalweg. Wickstadt den 10. Juni 1971. Schal las, Nräflicher Oberförster. Bekanntmachung. 1514 Donnersftag den 22. Juni l. J., Vormittags 9 Ubr, kommt in dem Wirthslekal des G. Bechtold 8 Arnold) zu Nieder- Wöͤllstadt das dleslährige eu- und Grummetgras von elrca 190 Morgen Gräflichen Wlesen in Nleder⸗Wöllstäster Gemarkung in einzelnen Abtheilungen— meist zwet Morgen Ortemaß— zum offentlichen Verkauf. Afsenhelm, den 14. Junt 1871. Gräflich Solmo⸗Rödelheimssche Rentkammer. Heugras-Versteigerungen. 1556 Das diesjährige Heugras von nachbeschriebenen Freiherrl. Löw'schen Wiesen kommt zur öffentlichen Verffelgerung: 85 111 f Ort der 8 Gemarkung. 1 Versteigerungstermin. 1 1 8 Wiesen Zusammenkunft— Morgen 1 Nieder⸗Mockstadt 20 Donnerstag den 22. d. M., Vor⸗ bei Herrn Gastwirth Schöhl. mittags 10 Uhr, 2 Bauernheim 9 Freilag den 23. d. M., Vormittags dei Herrn Gastwirth Höres. Uhr, 3 Nieder Florftadt 90 an demselben Tage, Nachmittags bei Herrn Gastwirth Wagner. 1 Uhr Nieder ⸗Florstadt den 12. Juni 1871. Freiderrlich Löw'sche Rentei. ü fer — 7 1 0 Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 1568 Künftigen Montag den 26. d. M., Morgens 9 Uhr, soll im Distrikt Mönchwald auf dem Schlagweg am Wendensreeck und Albacher Wald anfangend ver⸗ steigert werden 151 ftarke Eichen-Bauholz-Stämme von 6065 Cubik⸗ suß ub, 71 flarke Tannen Bauholz⸗Stämme von 909 Cubik— fuß, 3118 starke Tannen Stangen von 4102 Cubiksuß. Alsdann wird Dienstag den 27. d. M. hierselbft anfangend folgendes Brennholz versteigert: 9 Stecken Buchen⸗Scheitholz, wobei auch Hain⸗ buchen Kammholz, 141„ Eichen-, Tannen- und Aspen-Prügel⸗ holz, 85 V„ Eichen- und Tannen⸗Stockholz, 5300 Wellen Eichen-Reishonz, 3132⁵„ Tannen ⸗Forffreiser, meistens zu Vohnenftangen geeignet und 450 Weichbolz. Lich den 20. Juni 1871. Fürftliche Oberförsterei Lich. Eigen brodt. Gras-Versteigerung. 1559 Freitag den 23. d. M., Vormittags um 9 Uhr, soll die diesjährige Graserndte von 110 Morgen Ge⸗ meindewlesen im biesigen Rathbause in einzelnen Ab— thellungen meistbtetend versteigert werden. Reichelsbeim den 16. Juni 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Reichelsheim. Schmid. Gras- Versteigerung. 1560 Freitag den 23. d. M., Vormittags um 11 Ubr, soll die diesjährige Gragerndte von 24 Morgen Kirchen⸗ und Pfarrwiesen im biesigen Rathhause in einzelnen Abtbeilungen meistbietend verstelgert werden. Reichelsheim den 16. Juni 1871. Großherzogliche Bürgermeifterei Reichelsheim. Scheme id. Bekanntmachung. 1566 Nächsten Freitag den 23. d. M., des Vormitlags 9 Uhr anfangend, wird das Gras von elrca 150 Morgen gemeinheitlichen Wiesen in einzelnen Abtheilungen auf hiesigem Rathhause verfseigert. Nleder-Wöllstadt den 17. Juni 1871. Großherzogliche A Nleder⸗Wöllstadt. too l l. Arbeits-Versteigerung. 1557 Diensag den 4. Juli, Vormittags 11 Uhr, soll auf dem Büteau des Großherzoglichen Bürgermeisters zu Wecesbeim das Liefern von 1 Cubikkift. Steinen zum Eindecken der Ortsstraße einer öffentlichen Ver⸗ fleigerung ausgesetzt werden. Zugleich wird das Zer⸗ schlagen dieser Steine sowie das Aufsetzen derselben öffentlich versteigert. Der Kostenüberschlag sämmilicher Arbeiten beträgt 60 fl. Gambach am 15. Juni 1871. Schneider, Bezirks Bauaufseber. Arbeits-Versteigerung. 1558 Dienftag den 27. Junt, Nachmittags 1 Uhr, sollen auf dem Büreau des Großberzoglichen Bürgermeisters zu Oder⸗Mör len nachstehende Arbeiten einer öffent⸗ lichen Versteigerung ausgesetzt werden. 1) Schieferdeckerarbeit, laut Kostenüberschlag 120 fl. 2) Maurerarbeit 3) Glaserarbeit 32 fl. 4) Steinhauerarbeit 20 fl. 5) Pflafterarbeit 150 fl. 6) Liefern von Pflaftersteinen, Kies aus der Usa 350 fl. 7) Aufsetzen der Pflaflersteine und das Messen von Pflasterkles. 40 fl. Gambach am 15. Juni 1871. Schneider, Bezirks⸗Bauaufseher. Heugras ⸗Versteigerung. 1567 Mittwoch den 21. d. M., Vormittags 10 Ubr, soll das der Gemeinde Fauerbach del Friedberg zu⸗ siebende Heugras in einzelnen Abtbetlungen auf hlesigem Rathbause öffentlich meistbietend verstelgert werden. Fauerbach b. Fr. den 20. Juni 1871. Großberzogliche Bürgermeisterei Fauerbach b. Fr. Helfrich. Gras-Versteigerung. 1562 Freitag den 23. d. M., von Vormittags 9 Uhr anfangend, soll dabier auf Ort und Stelle das der Ge⸗ meinde gehörige Heugras öffentlich meistbietend ver— steigert werden. Bönstadt den 17. Juni 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Bönstadt. Geibel. 1565 Die deutsche landwirtbschaftliche Ver⸗ sicherungs⸗Gesellschaft für Vieb⸗ Hagel⸗ und Frostschaden sucht in allen Orten Hessens tbätige sollde Agenten unter günftigen Be⸗ dingungen zu engaglren. Franco Offerten besorgt die Exped tion d. Bl. Durch direkten Bezug unserer Briefcouverte von einer der renommirtesten Fabriken sind wir in den Stand gesetzt von jetzt an zu enorm billigen Preisen zu liefern. Couverte von 12 kr. an per Hundert in allen Formaten, bis zu den dicksten und feinsten Sorten und zu allen Preisen. Friedberg und Nauheim Bindernagel& Schimpf. Paris, Exposition universelle 1867. Wann PI N0d sowie selbftverfertigte, in allen Formen, empfeblen wir dem geehrten Publikum 9 f bestens. Unsere Vernichtung nebst Kostenverzeichniß im Betrage von 3267 fl. 57 kr. Mauer(163 fl. 24 kr. jährlicher Zinsenverlußt) bei odiger Ausstellung, sowie unsere Klage Pariser an Se. Königl. Hoheit den Großherzog gegen den Commissär det ge⸗ nannter Ausstellung, haben wir Herrn Anstoss, Ludwigsstraße, à 3 kt. zum Verkauf übergeben. Gebr. Schaubruch, 1384 Planofortefabrik in Mainz. Wohl zu beachten. 1564 Künftigen Jahrmarkt in Friedberg, Mittwoch am 21. Juni d. J., werden nachstehende Artikel zu ganz ungewöhnlich billigen Preisen verkauft: 25 Stück engl. Nähnadelnn... 3 kr. 144 Stück Knöpfe 6 kr. 409 Stedna deln n 1 144„ Krappen und Schlingen 3„ „ 12 r 12„ Sißrhetsgademm 2, 12„ Schnür riemen 3 FFF 50 Gedund Leinenzwirn... 15, Schnur, alle Sorten Schnürriemen, alles reell und billig. Der Stand befindet sich auf dem Jahrmarkt und ist an obigen Preis-Firma's leicht kenntlich. Wilhelm Bernbeck, Colonial, Material-& Farbwaaren-Handlung i 8 in Friedberg e e Staden. 1487 nächf der Burg. Lager in allen Sorten Tabaken und Cigarren. 1563 Das am 22. Mai l. J. in hiesigem Gemeinde walde versteigerte Gehölze darf von jetzt an allen Oeffentliche Aufforderung. Wochentagen abgefahren werden. Die Abfahrzeit endigt 1498 Alle Dtejenigen, welche an Herrn Dr. med. mit dem 30. d. M.— Dle Säumigen werden zur An-⸗Moldenbauer(früber zu Reichelsheim, dermalen in zeige gebracht werden. Solingen) noch Honorar für ärztliche Behandlung ver— Ober⸗Mörlen am 17. Juni 1871. schulden, werden biermtit aufgefordert, die betreffenden Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen. Zahlungen läugstens innerbald 4 Wochen, vom ersten . Erscheinen dieser Aufforderung an gerechnet, bei Meti⸗ 5 dung der Einleitung gerichtlicher Schritte an den zur Ve r st eilgerung von Gra 8 amen. Einkassirung der Ausstände und ihrer eventuellen Zwangs⸗ 1564 Donnerstag den 22. d. M., Nachmittags 1 Ubr, beitreibung bevollmächtigten unterzeichneten Anwalt zu wird die diesjährige Grassamen- Erndie im biesigen leisten. Gemeindewalde von ungefäbr 169 Morgen auf hlesigem Edenso wolle man wegen etwalger Forderungen an Bürgermeißerei⸗Büreau versteigert. Herrn Dr. Moldenhauer die bezüglichen Rechnungen Ober-Mörlen am 17. Juni 1871. dei mir einreichen. Großherzogliche Bürgermeisteret Ober-Mörlen. Friedberg den 13. Junt 1871. e W. Curtman, Hofgerichtsadvokat. 1574 Montag den 26. d. M., Morgens 9 Ubr, werden im Domanialwald Distrikt Westerferd'scher Wald und 3 Lehrlingsgesuch. Kellerberg Schlag Nr. 11 bei Ober⸗ Rosbach ver⸗ 1473 Ein mit tüchtigen Schulkenntnissen versehener steigert: junger Mensch aus guter Fomilie kann in eine hiesige 5 Stecken Eichen Schäl⸗Prügelbolz, Handlung als Lehtling eintreten. Näheres bei der 6464 Stück 55„ Reis holz Wellen, xpedition d. Bl. 60 Läfte Allerleiholz. Die Zufammenkunft ist im Schlag Nr. 11 bei Ab⸗ 1434 Ein zu;. 8 2 findet zählung Nr. 1. 8 5 verläßfiger Bückergeselle gegen Oder⸗Rosbach den 19. Mai 1871. guten Lohn dauernde Beschäftigung auf dem Lande. Großberzogliche Oberförflerei Ober-Rosbach. Wo? sagt die Exp. d. Bl. Schneider An Magenkrampf, Berdau--. 2 5 1495 finden Beschäftigung bei ungsschwäche etc. etc. Leidenden Bernhard Königsberger, 585 wird das seit beinabe 50 Jahren segensreich Neue Kräme 19. witckende Dr. med. Doecks' sche Heilmittel empfohlen. Frankfurt a. M. Heugras-Versteigerung. 1571 Freitag den 23. d. M., Vormitags 9 Uhr, soll das der Gemeinde Staden gehörende Heugras elrea 150 Morgen meistbietend versteigert werden. Staden den 18. Juni 1871. Holz ⸗Versteigerung. Holz ⸗Versteigerung. 7 Einladung. 1561 Samstag den 15. Jult 1871, Nachmittags 2 Uhr, soll zu Friedberg im Gaffhaus zu den dret Schwertern eine Versammlung der Gewerken der Braunkohlengrube Wilhelmsboffnung bei Dorn⸗Assenheim slatt⸗ finden, wozu die Betbeiligten und zwar: 1) Herr Philipp Dantel Kümmich zu Friedberg; 2) Dte Erben des Herrn Hofgerichtsadvocaten Wilhelm Trapp III. daselbst; 3) Die Erben des Herrn Inspector Heinrich Wilhelm zu Neubau bei Jesberg und a 4) die Erben des Herrn Peter Karl Seltz zu Ockstadt von dem unterzeichneten Repräsentanten der Gewerkschaft hiermit eingeladen werden. Tagesordnung: 1) Vertheilung des Kassebestandes; 2) Prüfung der Schlußrechnung; 3) Auflösung der Gewerkschaft. Reichelsheim den 14. Juni 1871. Sch em ld. Lehrerconferenz. Section Ockstadt. 1569 Montag den 26. Junt. Geschäfts- Eröffnung. 1570 Hiermit dle ergebene Anzeige, daß ich unter Heutigem eine Brodbäckerei an hiesigem Platze errichtet und den Verkauf des Brodes der Frau Wittwe Starck hier übertragen habe. Um geneigten Zuspruch bittet Anton Vorbach. Wohnungsveränderung. 1540 Den geebrien Bewohnern Friedbergs und Um⸗ gegend zur Nachricht, daß ich vom 16. d. M. an im Dause 366 in der Usagasse wohne. Friedberg im Juni 1871. J. H. Hofmann, Kappermacher. Brod erste Sorte 17 kr., zweite„%„. Bäcker Rumpf. Brod erste Sorte 16 kr., zweite 779 1„ Ph. Thönges. 1672 Die Unterzeichneten verkaufen von heute an: Ersie Sorte Brod 4 Pfund zu 18 kr., 2 1538 bei 1573 bei 7 7* 8* 77„ *** 1*** Zweite Sorte Brod 4 Pfund zu 16 3 ** 5 2 7, 7 7 7* 1 1* 4 5 Fr. Reuß. K. Stelz. E. Lochmann. W. Schreiber. P. Rauch. M. Philippi. A. Engel. F. Reitz. K. Hengft. K. Fritz. Uegenschirme 45 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen Preisen bei K. Friedrich neben der Post. Schrift darüber gratis in der Expedition d. Bl. Das 7 Sellerie und Lauch, Mittel ift nur direkt zu bezlehen durch den Apotheker Doeeks in Parpstedt b. Bremen(wohin derselbe seinen Wohnfftz von Barnstorf verlegt hat) 1539 sowie alle Sorten Pflanzen bei Georg Engel. , Heugras,- Persteigerunn. rut Alatjes-Häring Fürfiliche Gragsee bei Hungen, soll Donnerfla g; 72 den 22. d. M., Vormittags halb 11 Uhr, öffentlich ver: l bei Wilh. Fertsch. Annonce. kauft werden. Hungen am 12. Juni 1871. 8 Fürstliches Rentamt. 1542 Eine noch in sehr gutem Zustande erhaltene Demme. Trompete ist billig zu verkaufen. Näheres zu er⸗ 7 4 7 fragen Jobanntsflraße Nr. 201 in Bad-Nauheim. Alle Unterleibsbrüche heilbar. 2 in 1 8 370 Bei der Expedition d. Bl. kann jederzeit die Schrift Der 1 Cursus des Kleidermachens resp. eines berübmten Brucharztes mit Belehrung und vielen Maßnehmen, Richten, Zuschgeiden und Anprobiren 100 Zeugnissen bezogen werden, aus welchen mit Be-(innerhalb 4 Wochen) beginnt am 1. Jull und nimmt stimmtheit hervorgeht, daß Unlerleibsbrüche geheilt] Anmeldungen entgegen 8 Frau Lehrer Heß. werden können. 1547 Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getraute: 17. Junt. Adam Adolf Konrad Andreas Hippenstiel, Großherzogl. Distriktseinnehmer zu Groß⸗Felda im Kreise Alsfeld, Sohn des verst. Großherzogl. Silberverwalters in Darmstadt Johann Christtan Friedrich August Hippen⸗ stiel, und Margaretha Elisabetba Engel, Tochter des 1 Bürgers und Metzgermeisters Johann Nicolaus ngel. Getaufte: 30. April(zu Bockenbeim). Dem hiesigen Bürger und Agenten zu Bockenheim Jacob Feudtner eine Tochter Auguste, geb. den 21. März. 5 Beerdigte: 12. Juni. Heinrich Friedrich Grill, Söhnchen der Maria Grill aus Dillingen, alt 1 Monat 1 Tag, am 11. Junt. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. Ent Bett beau 2 fl. b) N 15½ 12). 56); det SS=