8 5 1 Drktten n u un deurtbat * Peer Fendt. Ott inmue d. dal Alt eigzig. Det Stetger⸗ lig. Original; deilei n Norder. eam. Lon 1871. Samstag den 19. August. * N 97. — tt. fir tie %— as dem del Dux. Nit iattitz test tut rc elteichnung „ en Besuch Den 8.— ubschuben 80 * maßung und Vaterlandslicbe zu beanspruchen. Schlacht beizutragen. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Deutsches Reich. Darmstad t. Zum 18. August schreiben die„H. V.“: Wenig Stkundenschläge noch und zum ersten Male jährt sich ein Tag, der der ruhmreichste genannt werden muß, den die hessische Geschichte zu verzeichnen hat. Einen Mond vor- her waren die Söhne unseres Landes hinausge— zogen in freudigem Opfermuth gegen fremde An— jede Stunde mußte uns Kunde bringen, daß sie mit eingegriffen in das blutige Würfelspiel des Krieges. Wer könnte die Tage der Aufregung, der Erwartung, der bangen Sorge jemals vergessen! Und endlich kam die erste Kunde, die Nachricht von der Schlacht bei Mars la Tour, der die von Gravelotte nach nur zweitägigem Zwischenraum folgen sollte. Mit ehernem Griffel ist in die Tafeln der Geschichte eingeschrieben, was an jenem Tage die hessische Diviston leistete, wie sie das Centrum bis in die Nacht hinein einem überlegenen Feinde gegenüber behauptete, wie sie wesentlich zum Erfolg des Tages beitrug. Wahrlich, es bedarf keiner prunkenden Worte, um solche That zu verherrlichen; nur ein berechtigter Stolz läßt uns constatiren, daß das Hessenland dem großen deutschen Vaterlande auch wackere deutsche Söhne gegeben hat und daß wir nicht zurückzutreten brauchen, wenn es gilt, auch unser Blatt an dem blätterreichen Ruhmeskranze tapferer, todesbereiter Ja, todesbereit waren die hessischen Männer, als es galt, das Höchste zu wagen. Wir batten vor unseren anderen deutschen Brüdern keinen Vorzug. In den Jubel mischte sich der tiefste Schmerz um die Todten, um die Verwundeten. Mehr als der zehnte Theil der Division war außer Kampf ge- setzt, etwa hundert und neunzig— darunter 21 Offiziere— für immer. Und manche Nachlese hielt der Tod noch später, so daß des edelsten Blutes in reicher Fülle dahingegeben ward. Ge denken wir deßhalb am heutigen Tage zuerst der Todten; ihnen die Zähre der Wehmuth, der nimmer erlöschenden Erinnerung und das heilige Ver sprechen, das Vaterland so treu zu hüten, wie sie es gethan. Aber nach dem stillen Gebete dürfen wir mit den Lebenden, mit den glücklich Deimgekehrten uns der Freude über die großen Tage hingeben,„denn der Lebende hat Recht.“ Ind so bringen wir unseren freudigen Gruß all' den Wackeren, welche die Heimath wieder sahen, jenen wandelnden Zeugen hessischer Pflichttreue, deutscher Vaterlandsliebe, unüberwindlicher Tapfer keit und höchsten Heldenmuthes. — Prinz Ludwig hat, um das Andenken der in dem verflossenen ruhmvollen Feldzug Ge sallenen zu ehren, bei dem Gr. Offlciercorps die Errichtung eines Denkmals auf dem Schlacht- seld von Gradelotte in Anregung gebracht. In dem betr. Schreiben an die Commandeure heißt es:„Am 18. August v. Js. war es der Division zu Erstenmale beschieden, in ihrer Gesammtzahl unserem Feinde mit Energie entgegenzutreten und wesentlich zum Erfolge der ewig denkwürdigen Die Verluste dieses Tages sind für die Großherzogl. Division die bedeutendsten während des ganzen Feldzuges, die Folgen aber auch sehr erheblich gewesen. Um ein bleibendes sichtbares Andenken an die Thaten der Division am 18. August zu stiften, glaubt der Prinz die Anregung geben zu sollen, daß auf dem nunmehr deulschen Boden, wo die Divistion 8 Stunden lang dem Andringen des Feindes widerstand und wo so viele theure Kameraden den Erfolg mit ihrem 9 — Blute besiegelten, ein Denkmal errichtet werde.“ die französische Regierung sich erboten habe, schon Das Officiercorps hat in freudiger Zustimmung in nächster Zeit die dritte halbe Milliarde zu eine Commission von 4 Officieren aller Waffen- zahlen, so seien auf Befehl des Kaisers Vorkehrungen gattungen mit Ausführung der Details betraut. getroffen worden, eintretenden Falles mit der Räu- Berlin. Wie verlautet, ist dem Kaiser ein mung des französischen Gebietes vorzugehen, und Vorschlag unterbreitet worden, welchem gemäß die würde zunächst die 2. und 22. Division zurück- Fort don Metz fortan die Namen unserer bedeu- kehren. tendsten Heerführer tragen werden, und es ist nicht zu bestreiten, daß es ein würdiger und gerechter Dank ist, wenn künftige Geschlechter statt zu einem „Fort St. Julien“ zum„Fort Moltke“ empor- blicken; auch die Inschriften militärischer Bauten, Kasernen ꝛc. sollen verändert werden und z. B. auf dem genannten Werke statt der Tafel„be— gonnen unter Kaiser Napoleon 1867“ fortan die Worte zu lesen sein:„begonnen 1867 zu Preußens Trutz— beendet 1871 zu Deutschlands Schutz!“ — Die„Provinzial-Correspondenz“ bespricht in einem längeren Artikel die Zusammenkunft der beiden Kaiser. In der freudigen Theilnahme der Bevölkerung offenbare sich das Bewußtsein, daß die Umarmung der beiden Herrscher nicht blos den Ausdruck persönlicher Freundschaft enthalte, sondern als Unterpfand für die guten Beziehungen zwischen den beiden Nachbarreichen zu gelten hat. Der Artikel erinnert daran, daß Oesterreich während des letzten Krieges aus den von der gesunden Einsicht vorgezeichneten Grenzlinien der rubigen Neutralität nicht herausgetreten ist und wie die Herstellung des deutschen Reiches zu Austausch von Freundschaftsbeweisen mit Oesterreich geführt habe. Jene Kundgebungen erhalten jetzt die feierliche Bestätigung durch die Zusammenkunft der Monarchen. Das Wesen und die Bedeutung des neuen Verhältnisses zwischen den beiden Reichen liege darin, daß es nicht durch die zwingende Nothwendigkeit der politischen Lage, sondern durch die Verwandtschaft der Gesinnungen und Bedürf— nisse begründet sei. Das Einverständniß zwischen Deutschland und Oesterreich, weit entfernt Gefahr oder Drohung für andere Mächte in sich zu schließen, entspreche dem beiderseitigen Verlangen nach einer dauernden Förderung der gemeinsamen Wohlfahrt. Die thatsächlichen Verhältnisse und der persönliche Charakter der Herrscher verbürgen, daß die Ein— tracht der beiden Regierungen zu der festen Stütze für den Frieden Europas werde. — Dasselbe Blatt schreibt ferner: Die Aus ⸗ führung des Frankfurter Friedens nimmt nicht den schnellen regelrechten Fortgang, welcher um so mehr gehofft wurde, als Deutscherseits die Ver⸗ pflichtungen des Friedens vertrages gewissenhaft be⸗ obachtet und den Wünschen der französischen Regierung möglichst entgegengekommen wurde. Die Letztere wünscht die beschleunigte Räumung durch Zahlungsanerbietungen, welche eine Ver- kürzung der vertragsmäßigen Frist in Aussicht nehmen. Es müsse jedoch darauf gehalten werden, daß die angebotenen Zahlungsmittel volle Zuver⸗ sicht bieten; auch bestehe die Vollendung des Friede nswerkes nicht ausschließlich in der Zahlung der Kriegskosten und der Verminderung des Oe— cupationsheeres, es sei dringend nothwendig, die Frankfurter Friedensunterhandlungen baldigst einer befriedigenden Lösung entgegenzuführen, und daß man in Frankreich die unablässigen Hetzereien zur Ruhe verweise, welche noch jüngst zu meuchel⸗ mörderischen Angriffen auf deutsche Truppen ge— führt und den dauernden Frieden gefährdet haben. Die Räumung des französischen Gebiets werde in dem Maze fortschreiten, als Frankreich den Verpflichtungen des Friedensvertrages genüge. Da Auch die Raumung der noch besetzten Pariser Forts sei in Aussicht genommen, was die Räumung des nech daselbst befindlichen Kriegs- materials zur Folge härte. Selbstverständlich sollen alle diese Anordnungen erst zur Ausführung gelangen, wenn die entsprechenden Verpflichtungen französischerseits regelrecht erfüllt sind. — Die Heimkehr der 22. Division erfolgt noch im Laufe dieses Monats. Die Truppen werden bis Metz marschiren und von dort aus per Bahn in die Heimath dirigirt werden. — Statt der veralteten und nur für den Fach- mann ganz verständlichen Kaliber-Bezeichnung der Geschütze nach Pfündern tritt vom 1. Oct. d. J. an die neue Bezeichnung nach dem Metermaß in Kraft. München, 16. August. Fürst Bismarck ist heute Vormittag 9 Uhr nach Salzburg abgereist. Die Minister v. Lutz und Pfretschner begleiteten ihn an den Bahnhof. — Das„Süddeutsche Correspondenzbureau“ meldet über den gegenwärtigen Stand der Cabinets- krisis Folgendes: Die Uebernahme des auswärtigen Ministeriums durch den Grafen Hegnenberg⸗Dux ist gesichert und seine Ernennung unmittelbar be⸗ vorstehend. Derselbe übernimmt wahrscheinlich auch die Geschäfte des Handelsministeriums. Das Ministerium des Innern übernimmt wahrscheinlich der Regierungspräsident der Pfalz, v. Pfeufer, das Justizministerium der Oberappellrath Degrignis. Die Verhandlungen mit beiden sind indessen noch nicht abgeschlossen. Die Minister v. Lutz(Cultus), v. Prankh(Krieg) und v. Pfretschner(Finanzen) verbleiben auf ihren Posten. — Da Professor Dr. Friedrich trotz der Excommunication fortfährt, kirchliche Functionen vorzunehmen, so ist— wie der„Bayer. Kurier“ mittheilt— das erzbischöfliche Ordinariat durch ein solches Vorgehen genöthigt, neue Maßregeln zu ergreifen. Welche? sagt das Blatt nicht. Freiburg. Der hiesige Professor der Theo— logie Alban Stolz, bekannt als ultramontaner Schriftsteller, charakterisirt die Gegner der Un- fehlbarkeitslehre also:„Es sind hauptsächlich solche Herren, welche die Welt lieben und ganz für die Welt leben; stellt sich ja sogar ein Theater-Aufseher in München an die Spitze dieser Neuprotestanten. Dazu kommen noch alle abgelöschten Katholiken, alle die in gemischter Ehe leben und ihre Kinder protestantisch erziehen lassen, alle Freimaurer, alle Ehebrecher und Säufer und Gotteslästerer, alle Liebhaber der Badischen Landeszeitung, Freiburger Zeitung, der Neuen Freien Presse und ähnlicher Blätter, und wenn man alle Theilnehmer an der höllischen Mordbrennerei in Paris hätte abstimmen lassen über das unfehlbare Lehramt des Papstes, sie hätten alle mit den Münchener Hochlehrern und Gemeinderäthen wie Ein Mann gestimmt.“ Die Anhänger der Unfehlbarkeit— meint die „Köln. Ztg.“— sind natürlich wahre Muster aller Tugenden und fahren fort, mit jedem mög- lichen Schmutze die Katholiken zu besudeln, die nicht Römlinge sein wollen. Straßburg. An Stelle des Grafen Lux⸗ burg hat nunmehr der Regierungspräsident von Ernsthausen die Functionen eines commissarischen Präfecten des Niederrheins übernommen. n Ausland. Oesterreich. Gastein. Graf Beust hatte eine anderthalbstündige Audienz bei dem deutschen Kaiser. Fürst Bismarck wird Mittwoch, den 16. d., Abends hier ankommen. Frankreich. Paris. Aus der Commission für die Reorganisation der Armee hört man von scharfen Meinungsverschiedenheiten, die zwischen ihr und der Regierung beständen. Während die aus 45 Mitgliedern, und darunter beinahe alle Generale der Kammer, bestehende Commission ein⸗ stimmig daran festhält, sofort die Stellvertretung in der Armee abzuschaffen, die Nationalgarden in ganz Frankreich aufzulösen und die allgemeine. Dienstpflicht einzuführen, hätte Hr. Thiers in diesen drei Punkten sich für das gerade Gegentheil er— klärt, und in so entschiedener Weise, daß die Commission jede Hoffnung auf einen Ausgleich in diesen Fragen aufgegeben hat. — Briefen aus Versailles zufolge glaubt man, daß der Antrag auf Verlängerung der Vollmachten Thiers' mit den mit der Rechten vereinbarten Modificationen votirt würde. — Es mehren sich in jüngster Zeit die An- träge aus dem Elsaß gebürtiger Soldaten, die noch in der französischen Armee stehen, sich als „Deutsche“ reclamiren zu lassen, um vom Dienste loszukommen. Nach der„K. Z.“ liegen bereits viel über hundert solcher Entnationalisirungs-Ge⸗ suche vor, und die französische Regierung, durch das Organ Jules Favre, war der Ansicht gewesen, daß die Veränderung in der territorialen Ober- hoheit keine Rückwirkung auf die Pflichten der⸗ jenigen Elsaß⸗Lothringer haben könne, die noch vor dem Friedensschlusse in das französische Heer eingereiht worden seien. Diese Angelegenheit ist jetzt von der in Frankfurt a. M. tagenden Frie- dens⸗Conferenz dahin geordnet worden, vaß für diese Soldaten, um sich zu Deutschen zu machen, eine dahin gehende Erklärung vor dem Maire ihres Geburtsortes genügt, die mithin an den letzteren schriftlich eingesandt werden kann. Ist diese Erklärung, betreffend den Verzicht auf die französische Nationalität, einmal erfolgt, so dürfen die französischen Declaranten nicht mehr bei den französischen Fahnen zurückgehalten werden. — Der„Presse“ zufolge haben die Mitglieder des rechten Centrums bei dem Herzoge v. Aumale angefragt, ob derselbe geneigt sei, die Würde eines Präsidenten der Executivgewalt zu über zuges zum Lieutenant avancirte, ist als eines der Opfer nehmen. Der Herzog hat abgelehnt. Derselbe bezeichnete das Anerbieten als unpolitisch und ge⸗ eignet, Spaltungen in der conservativen Parlei hervorzurufen. — 17. August. Das„Journal ofsiciel“ dementirt das Gerücht, daß außerordentliche Maß⸗ regeln getroffen seien, um die Ordnung in Paris aufrechtzuerhalten. Das amtliche Blatt erklärt, daß in dem gewöhnlichen Sicherheitsdienst keinerlei Aenderung eingetreten und die Ordnung nicht einen Augenblick gestört worden sei. Versailles. Sitzung der Nationalversamm— lung. Bei der Erneuerung des Bureaus für die nächsten 3 Monate wird Grevy mit 461 von 468 Stimmen wieder zum Präsidenten gewählt. Italien. Nachrichten aus Caprera zufolge hat sich der Gesundheitszustand Garibaldi's ver⸗ schlimmert; Riciotti Garibaldi wurde telegraphisch nach Caprera berufen. Spanien. Madrid. Ein Unfall ist auf der Madrider Eisenbahn vorgekommen. Der Marschall Serrano wurde am Fuße verwundet. Außerdem gab es noch viele Verwundete. Frankfurt. Wie hiesige Blätter melden, wurden auch die deutschen Besitzer des Ordens der Ehrenlegion aufgefordert, ihren Beitrag zum Wiederaufbau des Palastes der Ehrenlegion in Paris einzusenden. Einen Ritter der Ehrenlegion kostet dies Vergnügen 200, einen Offizier 300 Frcs.— Unsere hiesigen Aepfelweinfabrikinten sind in Folge des Mißrathens der Aepfelernte in einer sehr schlimmen Lage und werden wenig oder gar keine Aepfel einkeltern können. Die Stadt verliert dadurch eine be⸗ deutende Einnahme. Da wo sich strichweise einige Aepfel an den Bäumen, wie in der oberen Maingegend, zeigten, wurden sie von Händlern das Malter zu fl. 7. aufgekauft. Darmstadt. Am 16. d. wurde die Leiche des Lieute⸗ nants„ Hertling vom Garde⸗Jägerbataillon unter mili⸗ tärischen Ehren zur Transferfrung nach Offenbach zur Bahn geleitet. Der Verstorbene, welcher in noch sehr jugendlichem Alter vor Ausbruch des Krieges als Frei⸗ williger in das Bataillon eintrat und während des Feld⸗ des Krieges anzusehen, indem er sich durch die erduldeten Strapazen eine Krankheit zuzog, welcher er nach mehr⸗ monatlichem schweren Leiden erlag. Wiesbaden. Trotz des Krieges hat sich der Wasser⸗ versandt der nassauischen Mineralquellen im vorigen Jahre außerordentlich gesteigert; beispielsweise wurden vom Selierser Brunnen 3,591,570 Krüge und Flaschen abge⸗ setzt, fast 400,000 mehr als im Vorjahre. Den bedeutendsten Versandt nach Selters hat Ems mit über 800,000 Krügen. Aus Baden. Nach dem Vorgang von Mannheim hat sich zu Radolfzell im badischen Seekreis ein Ver ein„Nur Deutsch“ mit der Aufgabe gebildet, in Gesell— „nur Deutsch“ zu sprechen und keine ftanzösischen und Landwehrmänner verwendet und hat der seit einigen Mo⸗ naten bestehende Verein in diesen Tagen zweien Landwehr⸗ männern den bisherigen Ertrag zugehen lassen. Auch hal er sich schon theilweise in die entlegensten Orte verzweigt. Aus St. Louis enthalten New⸗Yorker Blätter eine Depesche vom 26. Juli über die Schicksale einiger Eisen⸗ bahnbeamten, welche mit einem ganzen Zuge von den Indianern gefangen genommen wurden. William M' Moore — so heißt es— ging Mitte Juni mit 13 anderen Eisen⸗ vahnbeamten von Paw Vallei in Texas nach Fort Sill im Indianergebiet ab. Als sie am Abend des 25. Juni über einen Fluß fuhren, wurden sie von etwa 150 In⸗ dianern in Gemeinschaft mit weißen Banditen überfallen. Es entspann sich ein Kampf und nach wenigen Minuten lagen sieben von den Eisenbahnbeamten todt auf dem fangen genommen. Der Verwundete wurde mit dem Tomahawk getödtet und dann scalpirt. Die Gefangenen, sechs an der Zahl, wurden gebunden und in den Wald gebracht. Was aus dem Zug wurde, ist nicht bekannt. Als am Tage darauf einer der Gefangenen zu entkommen suchte, wurde er getödtet und scalpirt. Zwei Tage lang marschirten sie gegen Norden, als die Indianer zwei der Gesangenen an einen Pfahl banden, ihnen Zunge und Ohren abschnitten und sie nach vielen anderen Martern in Gegenwart ihrer Gefährten verbrannten. Die drei letzten Gefangenen, Brown, M' Moore und Jackson be⸗ schlossen zu fliehen, und als ein paar Abende später die indianischen Wachtposten betrunken waren, während der Regen die Stricke der Gefangenen etwas gelockert hatte, machte Einer sich los, stahl einem der schlafenden Wilden sein Messer und befreite dann auch seine Gefährten. Mehrere Tage lang marschirten sie fast nackend, als sie auf einen Stamm befreundeter Pollowattamies stießen, die ihnen zu essen gaben. Am 12. Jult kamen sie fast er⸗ schöpft in Fort Bilen an. Diese Bande soll zum vierten Tbeile aus weißen Desparados bestanden haben, welche unter Stanley, einem Verbrecher aus Ost-Texas standen, sich vollständig so wie die Indianer kleideten, und diesen an Grausamkeit in Nichts nachstanden. Sie hatten noch andere Gefangene bei sich; einen Mr. Bowman aus Gaudaloupe Mountain in Texas und ein schönes weißes Mädchen, Namens Emma Bailey, Die Glaubwürdigkeit M'Moore's wird von angesehenen Bürgern von St. Joseph, wohin er seinen beiden Gefährten voraneilte, verbürgt. Verlosung. Ungarische Prämien scheine. Ziehung am 14. Aug. Serien: 236 389 865 1437 1697 2056 2262 2614 3610 4269 4410 4944. Prämien: Serie 1437 Nr. 35 250.000 fl. Serie 2614 Nr. 2 25000 fl. S. 865 Nr. 46 5000 fl. Serie 3610 Nr. 42 und Serie 4410 Nr. 15 20 41 3 1000 fl. Serie 389 Nr. 38 46 48, Serie 865 Nr. 3 37 42, S. 1437 Nr. 19 42, S. 1697 Nr. 24, Serie 2614 Nr. 8, Serie 4269 Nr. 3 30. Alle übrigen in obigen Serien enthaltenen Nummern à 1008 fl. Oeffentliche Bekanntmachung. 2048 In dem zum Laudgerichtsbezirke Friedberg gehörigen Ort Reichelsheim hat sich zum Betriebe eines Bank⸗ geschäfts behufs gegenseitiger Beschaffung der in Gewerken und Wirthschaft nöthigen Geldmittel auf gemeinschaft⸗ lichen Credit ein Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein als in das Handelsregister eingetragene Genossenschaft gebildet, welches durch nachbenannten Vorstand: 1) Friedrich Wilhelm Steten, Cassier, 2) Carl Schmid, Controleur und 3) Friedrich Bernhard Schwarz, als Ersatzbeamter, sämmtlich von Reichelsheim, vertreten wird und dessen Statuten vom 27. Dezember v. J. und Mitglieder⸗ verzeichniß zu Jedermanns Einsicht bei unterzeichneter Gerichtsstelle offen liegen. Es wird dies mit dem An⸗ fügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Verein zur Veröffentlichung seiner unter der Firma Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein in Reichelsheim (Eingetragene Genossenschaft) ergehenden Bekanntmachungen des zu Nidda erschelnen⸗ den Krelsblattes sich bedienen wird. Irledberg den 15. August 1871. ee ee Friedberg. e i tz. Versteigerungs⸗ Anzeige. 2047 Montag den 21. Augussi d. J., Vormittags 10 Uhr, soll in dem Hofe der Blinden, Anffalt dabter eine Partie noch brauchbare Dielen, welche bel Erbauung der Ehrenpforte verwerdet werden waren, in passenden Ablheilungen meiflbietend gegen Baarzahlung verffeigert werden. öriedberg den 16. August 1871. Großherzogliche Bütgermeisterei Friedberg. Fouc ar. Lungenschwindsucht, 1998 Brust⸗ und Halskrankhelten werden naturgemäß ohne innerliche Medicamente durch ein seit Jahren be⸗ währles einfaches Verfahren, auch brieflich, gebeilt. Waaren⸗Versteigerung. 2055 Dienstag den 22. August d. J., Vor mittags 10 Ubr, soll in hiesigem Rathhause eine Partie Waaren, als: 29 Ries Schreibpapier, 30 Gros Stahlfedern, 24 Dutzend Bletfedern, 100 Federhalter, 8000 Stück Klelfedern, 23 Notizbücher, 80 Cigarrenetuis, 34 Portemonnates, 30 Glas Altzarin⸗Tinte, 15 Pfund Obladen, 100 Stück Gratulationskarten, 29 Schaͤchtel⸗ chen Gummi⸗Obladen, 100 Stück Griffel ꝛc. öffentlich meiffbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg den 17. August 1871. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar. Güter Versteigerung. 2051 Montag den 28. August d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die nachbeschriebenen Im⸗ mobilien des Friedrich Jacob Schäfer dahler: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 5. 99,3. 127. Grabgarten an den Mauergärten, 7. 5.8. 317. Acker an der Warte, 7. 5.6. 194. Acker daselbff, nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg am 18. August 1871. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. o uc ar. Faselochs⸗ Versteigerung. 2053 Dlenstag den 22. d. M., Mlitags 1 uhr, soll auf dem Büreau des Unterzeichneten ein der Gemeinde geböriger, zum Schlachten geeigneter Faselochs versteigert werden. Nieder⸗Mörlen den 17. August 1871. Großherzogliche Bürgermeifteret Nieder⸗Mörlen. Ein möblirtes Zimmer Adresse: Dr. Rottmann in Aschaffenburg. Pro⸗ spekte gratis.(Gegenseitig franco.) 2000 hat zu ve⸗miethen G. Müller b s. 2024 Arbeits ⸗Versteigerung. 2060 Montag den 21. Auguff l. J., Nachmittags 2 Uhr, soll in dem Gemeindehause zu Nieder⸗Weisel für 200 fl. Chaussirarbelt unter den vor der Verfleigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen verstelgert und in Accord gegeben werden. Butzbach den 17. August 1871. Der Bezirks⸗Bauaufseher Bur k. Alle Unterleibsbrüche heilbar. 370 Bei der Expeditlon d. Bl. kann federzeit die Schrift eines berühmten Brucharztes mit Belehrung und vielen 100 Zeugnissen bezogen werden, aus welchen mit Be⸗ stimmtheit hervorgeht, daß Unterleibsbrüche geheilt werden können. 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(— Sonntags ist mein Laden bis 6 Uhr Abends offen. Den früheren Abnehmern der beiden ersten Abtheilungen von Winterfeld, Geschichte des Krieges 1870-71, diene zur Nachricht, daß nunmehr die III. Abtheilung(Schluß) des Werkes erschienen und zum Preise von 27 kr. bei uns zu haben ist. Friedberg und Bad⸗Nauheim. Bindernagel& Schimpff. Marktanzeige. 2036 Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern ist die Abhaltung von 5 Vieh⸗ und Krämermärkten dabier beschlossen worden und werden die beiden ersten Märkte am 6 September und am 3. Oktober d. J. stattfinden. Zu deren zahlreichem Besuch wird mit dem Bemerken hierdurch eingeladen, daß an beiden Märkten eine Prämiirung von Rindvieh stattfindet. Bad- Nauheim den 12 August 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad⸗Nauheim. Sch iet k. Original-Nähmaschinen 8 U 3. Singer Manufacturing Cie. in New Tork. 6 Lit. A. Neue Familien-Nähmaschinen fl. 79. ö Nr. 2 Maschinen für Schneider„l. 100. Nr. 2„ mit Rolsfuss f. 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D Duich Mithülfe meines Sohnes, welcher nach vieljähriger Thätigkeit in Stutt⸗ gart, Paris ꝛc. ꝛc. sich ausgebildet, bin ich in den Stand gesetzt, allen neuen Anforderungen zu genügen. Einen zweiten Gehülfen Einladung. 2039 Nächsten Sonntag den 20. d. M. findet zu Ehren der aus dem Felde zurückgekehrten Soldaten, sowie zu Erinnerung an den Jahrestag der Schlacht bet Grabe⸗ lotte gut besetzte Harmonie⸗ und Tanzmusik unter der Linde vor meiner Wirthschaft ftatt, Für gute Speisen und Getränke ist beflens gesorgt. 6 Stegenberg am 14. August 1871. Johs. Möckel III., Gastwirth.. Einladung 2038 zur Jahresfeier der Blinden⸗Anstalt auf den 25. August J. J., Nachmittags 2 Uhr. g Friedberg im August 1871. Für das Curatorium: Die Direktton. Regenschirme gensch 45 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen Preisen bet K. Friedrich, neben der Post. Neue holländischee Vollhätinge! 1956 i bei 1——5r5r5ð5— 2 Wilbelm Fertsch. e 5 2 Ger Tapeten handlung. 272 Vollffändig assortirtes Lager von Tapeten zu den Von billigsten Preisen empfiehlt 0 Bad⸗Nauheim. Horn. „** Ein gut möblirtes Zimmer 2061 auf der breiten Straße ist zu vermiethen; auf 1525 Verlangen kann die Kost beigegeben werden. Zu er⸗ a5 fragen bei der Expeditton d. Bl. l Di r 7 2* f für Ein Fächer 8 2058 verloren am 16. August auf der Chaussee zwischen Friedberg und Nauheim. Die äußeren Seiten find mit fur Elfenbein eingelegt. Der Finder wolle denselben gegen 118 eine Belohnung im Schuckhardt' schen Gartenhause 4 in Bad-Nauheim abgeben.. Versteigerung. 2054 Der Unierzeichnete läßt zu Bad⸗ Nauheim durch die Großherzogliche Bürgermelsteret daselbst nächsten Montag den 21. d. M., Nachmittags 3 Ubr, in dem Garten der Gaftwirttschaft des Herrn Schimpf öffent⸗ Als lich und meistdietend versteigern: eine Partie runde und 300 längliche Tische, Stühle, Bänke und dergleichen Möbel, doch die sich für Gärten und Hausvorplätze ganz besonders f eignen. Frankfurt a. M. B. Hecht.. Schwarze Kaiser-CTinte ist in Flaschen à 8 und 14 kr. stets zu hahen bei 1653 Bindernagel& Schimpff,. 1 11 55 5 8 8 8 5 outer Kirchliche Atzeigen für Friedberg. Epangtlische Gemeindt. da Pfarramtswoche: Herr Dialonus Meyer. 11. Sonntag nach Trinitatis. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. (Abendmahl.) Nachmittags: Herr Candidat Reich. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags: Herr Pfarter Baur. Nachmittags: Herr Candidar Scriba. Katholischt Gemtinde. Samstag um 5 Uhr Nachmittags Beichte. 12. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags: ½9 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht. Neopresbyter Wilhelm Glanz aus Fried- berg wird Vormittags 10½ Uhr in der Kirche zu Bad⸗Nauheim unter Assistenz von zwei Geistlichen das Hochamt celebriren. Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen Morgens ½7 Uhr. Hosenträger 503 billtast bei K. Friedrich neben der Post. 2042 sucht J ö ckel, Hofgerichts⸗ Advokat. (Hierzu Uuterhaltungs⸗Blatt Nr. 32 und Praktischer Rathgeber Nr. 8.) Verantw. Redact.: dermann Schimpff. 20 Druck und Verlag von Bindernagel E Schimpf.