N 1—1. 5 den 19. Januar. 8. l 1 2 erg . 8 untet ns ar Nel. f ö 1 * Nan f e nibalt die amtlichen Grlasse für den Kreis Friedberg. Fritdberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstaz, Donnertag und Semptag. Naben 3 f— 0 3 Aus dem Großberzoglichen Regierungsblatte sind zu publieiren: 3 Nr. 1. Gesetz, betreffend den Uebergang zu dem von dem Norddeutschen Bund erlassenen Strafgesetz buche. Friedberg em 16. Jauner 1871. e Kreisamt Frledderg 1 t a p p. 2 wee detreffend: Ole Statislik ver Sewegung der Bevölkerung im Jahr 1870. i Friedberg am 16. Januar 1871. Auen Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg — da an die sämmtlichen Pfarrämter und die Großherzoglichen Bürgermeistereien. un Raser Da noch viele von Idnen mit der Einsendung der Register in obigem Betresfe im Rückstande sind, so werden Sie an die sofottige n. kinsendung unter Bezugnahme auf unser Ausschreiden von 15. v. M., Oberhessischer Anzeiger Nr. 149, hiermit erinnert. Trapp. nen, Fer nenen d- N 1 ettessend: Die Aussübrung res Bundesgesetzes vom 11. Juni 1870, betr. das Urheberrecht an Schristwerken, Abbu dungen. derben Die nachstehende Instructton rubr. Betreffs bringen wir zur offentlichen Keuntniß. Jriedderg den 7. Januar 1871. Großherzogliches Kreisamt Friedberg m. Trapp. — rann etressend: Die Inventarlsirung und Stempelung der rach der bis berigen Gesetzgedung rechtmäßig angefertigten Vorrichtungen und Exemplare von Schristwerken. pen 6. 1. Nach F. 58 Ab satz 3 und 5 des Gesetzes vom 11. Juni 56. 4. Nach 5. 58 Absatz 2 und 5 des Gesetzes vom 11. Juni ö 1870, betr. das Urheberrechts an Schriftwerken ic. ic.(Bundes- 1870 dürfen die deim Inkrafttreten dieses Gesetzes vorhandenen troleum, gesetzblatt Seite 339), dürfen die beim Inkrafttreten dieses Gesetzes Exemplare, deren Herstellung nach der bisherigen Gesetzgebung ormen, Platten, Steine, Stereotypabgüsse ꝛc. ꝛc. auch fernerhin zur infertigung von Exemplaren benutzt werden, selbst wenn ihre Her— ellung nach dem Gesetze vom 11. Juni 1870 untersagt ist; die Vor⸗ üchtungen müssen aber amtlich mit einem Stempel versehen werden. u, Gas. fee de bisher rechtmäßig angefertigten Vorrichtungen, wie 2 Wer sich daher im Besitze derartiger Vorrichtungen befindet und e betet deselben noch serner zur Herstellung von Exemplaren benutzen will, hat die Vorrichtungen dis zum 31. März 1871 einschließlich 2 r Polizeibehörde seines Wohnortes vorzulegen. holz.§. 2. Die Polizeibeborde stellt ein genaues Verzeichniß der ihr vorgelegten Vorrichtungen nach dem anliegenden Formulare 4 0 auf und bedruckt die Vorrichtungen demnächst mit ihrem Dienststempel. Ob die Herstellung der Vorrichtungen nach der bisherigen Gesetz— iablich dung erlaubt war, bat die Polizeibehörde nicht zu prüfen; dagegen —— 1 dieselbe die Stempelung zu per wegen, wenn sie ermittelt, daß die orkichtungen erst nach dem 1. Januar 1871 hergestellt worden sind. F. 3. Das Verzeichniß(§. 2) wird bis zum 30. April 1871 % n der Polizeibehörde an die zuständige Centralbehörde des betreffen⸗ . e* Bundesstaats im Geschäfts wege eingereicht und von der Letzteren — mufbewahrt. Einer Anzeige, daß bei der Polizeibehörde Vorrichtungen g Staff 4 1 gestattet war, auch fernerhin verbreitet werden, selbst wenn ihre Her⸗ stellung nach dem gegenwärtigen Gesetze untersagt ist, die betreffenden Exemplare von Schriftwerken müssen aber mit einem amtlichen Stempel versehen werden. Wer sich daher im Besitze derartiger Exemplare von Schrift werken befindet, hat dieselben bis zum 31. März 1871 ein⸗ schließlich der Polizeibehörde seines Wohnortes vor⸗ zulegen. 5. 5. Die Polizeibehörde slellt ein genaues Verzeichniß der ihr vorgelegten emblere nach dem anliegenden Formulare B auf und bedruckt demnächst jedes einzelne Exemplar mit ihrem Dienststempel. Die Bestimmungen im§. 2 Absatz 2 und im F. 3 dieser In⸗ struction finden auch auf die Abstempelung der Exemplare von Schrift werlen Anwendung. Eine Abstempelung der Exemplare von Abbildungen und musikalischen Compositionen findet nicht statt. §. 6 Für die Javentarisirung und Abstempelung der Vor⸗ richtungen und Exemplare werden Kosten nicht erhoben. Berlin den 7. Dezember 1870. Das Bundeskanzler Amt Nach einer Mittheilung der Königlich Italienischen Gesandt, haft am Großherzoglichen Hose sind bei den Einträgen und Ver Mentlichungen der von deutschen Verlegern in Gemäßheit des llt. 3 ber Literarconventlon vom 12. Mat 1869, Regierungsblatt Nr. 25 don 1870 S. 363, zu Florenz auf dem Königlich Italienischen Mini⸗ lerlums des Ackerbaues, der Gewerbe und des Handels behufs Erlangung des Llterarschutzes in Italien angemeldeten mustkalischen Verte mehrfache Mißverstandnisse und Verwechslungen vorgekommen, „ deren künftiger Vermeidung die Königlich Italienische Regierung un detheiligten Berlegern empfiehlt, den betreffenden A nmeldungen 1 Dienstnachrichten aus dem Krelse Friedberg. Hebamme Binzer von Kirch⸗Gons ist als Gemeinde Hebamme dafelbst ernannt und verpflichtet worden. Ar Abstempelung überhaupt nicht vorgelegt worden seien, bedarf es nicht. Delbrück. 1 i 1 A. B. . In ventarium Berzeichaiß . bei der unterzeichneten Polizeibehörde zur Abstempelung vorgelegten der bei der unterzeichneten Polizeibehoͤrde zur Abstempelung vor⸗ Vorrichtung(Formen,— Steine, Stereotppabgüsse ꝛc. ꝛc.) gelegten Schrift werke. e N rr 7 F N— N—— ö 2 am, V muenchen iN Beschreibung 2 dane bie 2. ger Abbildung oder den lait, Form, Stein,— 4 ame, v. 5 0 2 Tag Firma des J Gomposition, auf welche Pa eiepae t. zc.) Wag Firma des 1 Titel Zabl der abgestempelten 8 der Vorlage Vorlegenben,] ie Vorrichtung sich be.] Vorrichtung und deren 4 der Vorlage. Vorlegenden. des Schristwerkes. Exemplare. 17 zieht. Größe. rennen nnen et essend: Ueberelnkunst mit dem Königreich Jtallen wegen gegenseltigen Schutzes det Rechte an llterarsschen Erzeugnlssen und Werken der Kung. deutscher Werke auf einem besonderen Blatt eine Uebersetzung der Titel der selben in italienischer oder französischer Sprache beizufügen. Wir bringen dies zur Keuntuißnahme der betr. Verleger unter dem Ansugen, daß es in deren Interesse liegen dürfte, sich bei ihren An⸗ meldungen des Formulars, welches auf unserem Büreau zur Einsicht offen liegt, zu bedienen. Friedberg den 13. Januar 1871. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Ne. dd Kriegs nachrichten. Offieselle militärische Nachrichten. Versailles, 15. Jan. Das Feuer der Forts Issp, Vanvres und Montrouge hat am 14. fast gänzlich geschwiegen. Festungen und der Stadt wird ununterbrochen fortgeseßzt. Diesseitiger Verlust ganz unbedeutend. v. Podbielskpy. Versailles, 15. Jan. Von den in der Verfolgung der geschlagenen Armee des Generals Cbanzy besindlichen Colonnen gehen folgende Meldungen über den 14. ein: General v. Schmidt fand bei Chapelle(?), 2½ Meile westlich von Le Mans, eine feindliche Diviston in Barr(2). Sofort energisch angegriffen, ging diese in regel⸗ loser Flucht auf Laval zurück, über 400 Gefangene in unseren Händen lassend. Diesseitiger Verlust an Todten urd Verwundeten bestand nur aus 1 Offizier und 19 Mann. Das Lager von Conlie wurde nach wenig Schüssen besetzt und große Vorräthe an Waffen, Munition und Proviant erbeutet. Beaumont wurde nach leichtem Straßen- gefecht besetzt, 40 Munitionswagen genommen und etwa 1000 Gefangene gemacht. Ferner wird gemeldet, daß am 14. ein Detachement unter General von Rantzau in Briare von größeren feindlichen Abtheilungen angegriffen wurde, sich iedoch unter geringem eignen Verluste durchschlug. v. Podbielskpy. Brevillers, 15. Jan. Der Feind griff mich heute mit anuscheinend 4 Corps von Chagey bis Montdeliard lebhaft, besonders mit Artillerie, au. Auf allen Punkten ist der Angriff zurück- geschlagen und meine Positionen sind auf keiner Stelle durchbrochen. Diesseitiger Verlust zwischen 3 und 400 Mann. Der Kampf dauerte von Morgens halb 9 Uhr bis Abends halb 6 Uhr. v. Werder. Darmstadt. Die„D. Zig“ bringt fol⸗ gendes Telegramm an den Großberzog: Orleans, 15. Jan., Vorm. 10 Uhr 31 Min. Das vor⸗ geschobene Detachement des General Rantzau ist gestern bei Briare von einer feindlichen Division in Front, linker Flanke und Rücken eleichzeitig angegriffen worden. Dasselbe hat sich mit großer Tapferkeit nach Gien durchgeschlagen, dabei 1 Offizier und 6 Mann Gefangene gemacht. Diesseits Major van der Hoop todt, Lieutenant Weimar verwundet. Etwa 30—40 Mann ted und verwundet. Ludwig, Prinz von Hessen. Versailles, 16. Jan. Der Königin Augusta in Berlin. General v. Werder ist gestern von Bourbaki mit 4 Corps in seiner Position vor Die Beschießung der Menge von Waffen, Munition und Armee Material abgenommen. Vor Paris dauert das Feuer unserer Batterien in wirksamer Weise und mit geringem Verluste fort. v. Podbielsky. Karlsruhe. Die„Karlsr. Zig.“ ver⸗ öffentlicht folgendes Telegramm an den Kriegs minister v. Beper: Brevilliers, 16. Jan., Nachts 9 Uhr. Gestern und heute unsere Stellungen vor Belfort gegen heftige Angriffe des Feindes siegreich behauptet. Verhältniß mäßig geringer Verlust. v. Glümer. Bersailles. Dem„Staatsanzeiger“ wird u. A. aus dem Hauptquartier berichtet: Vielfach diskatirt wird hier augenblicklich die neue, aus einer Depesche von Bordeaux bekannt gewordene Maß regel des französischen Gouvernements, nach welcher die Mannschaften von der Altersklasse 1871 acht Monate vor dem eigentlichen Ge⸗ stellungstermin, des 1. Oktober, unter die Waffen gerufen werden. Was die Vermehrung der Streit- kräfte anbetrifft, die aus diesem Edikt der Republik zuwachsen wird, so geben die statistischen Tabellen des Kaiserreiches die Zahl der Waffenpflichtigen, aus denen die jährliche Aushebung vorzunehmen, auf 143,000 Mann an. Davon sind nun aber abzurechnen die Unbrauchbaren und die Contin⸗ gente derjenigen Provinzen, in denen die deutschen Heere stehen und in denen daher das Recrutement nicht vor sich gehen kann. Außerdem ist zu berücksichtigen, daß auch in den südlichen Depar⸗ tements eine nicht geringe Anzahl von Waffen · fähigen der Klasse 1871 schon vorher freiwillig in die französische Armee eingetreten war, so daß die Ordre Gambetta's auch im günstigsten Falle dem gegenwärtigen Heere der feindlichen Macht nicht mehr als höchstens 80,000 Mann zuführen wird. Selbstverständlich handelt es sich dabei um eine Truppe, die vor zwei bis drei Monaten überhaupt nicht zur Verwendung gelangen kann. Von der Südseite vor Paris berichtet die„Fr. Pr.“ vom 13. Jan.: Noch immer wird das Bombardement mit aller Lebhaftigkeit fort⸗ gesetzt. Es rollt und donnert, daß einem Hören und Sehen vergeht, nur hat das unheimliche Schwirren der feindlichen Geschosse so ziemlich ganz aufgehört. Fort Issp verstummte schon gleich am ersten Tage und seit gestern ist es constatirt, daß der Feind es aufgegeben und verlassen hat. Wir haben das Fort noch nicht genommen, da wir den Franzosen nicht trauen lönnen. Zuerst muß Bresche geschessen und dann untersucht werden, ob die Franzosen Belfort bei Montbeliard und Chagey angegriffen worden und hat in einem sechsstündigen Kampfe alle Angrisse abzeschlagen, so daß an keiner Stelle der Feind die Stellung durchbrach. Verlust nur 300 bis 400 Mann; hauptsächlich Artilleriekampf. Bei Le Mane ist die Zahl der Gefangenen auf 20 000 gestiegen; wihrend des Rückzugs des Feindes nach Alengon nördlich und Laval west lich, auch noch fortwährend Kriegsmaterial und Vorrätbe erbeutet, sowie 4 Lokomotiven und 400 Waggons. Wilhelm. Versailles, 16. Jan. Vor Paris trat der Feind auf der Süefront mit neuen Batterien auf, deren Feuer jedoch erfolgreich bekämpft wurde. Diesseitiger Verlust 2 Offiziere, 7 Mann. v. Podbielsky. Versailles, 16. Jan. Am 15. d. hatte Major v. Köppen vom 77. Regiment bei Maray, noi dwestlich Langres, ein auderthalbstündiges Gefecht gegen etwa 1000 Mann Mobilgarden, welche unter Verlust einer Fahne in wilder Flucht auf Langres geworfen wurden. Die bis heute vorliegenden Berichte der zweiten Armee beziffern unsern Gesammt. Verlust an Torten und Verwun— deten in den siegreichen Kämpfen vom 6. bis 12. d. M. auf 177 O fiziere und 3023 Mann. Dem Feinde wurden bis jetzt über Minen angelegt haben, die dann aus zuheben resp. unschädlich zu machen sind. Daß der Feind sich in die Stadt zurückgezogen hat, wird Ihren Lesern bekaunt sein, nur war nicht die Kälte, sondern die Prusstens der Grund. Drei Ortschaften bei Issy, die uns genirten, haben wir mit Leichtigkeit genommen. Wir hatten nur 3 Todte und 9 Verwundete. Das Weitere besorgen Bomben, die wirklich ganz unbarmherzig aufräumen. Um die oben genannten Otte wieder zu nehmen, sollte ein Ausfall arrangirt werden, aber ein paar wohlgezielte Bomben genügten und die ganze Sippschaft lief auseinander und davon. Mög⸗ licherweise versuchen sie es noch einmal mit größeren Massen, indessen es wird ihnen ebenso wenig nutzen, da unsere Vierundzwanzig ⸗Pfünder sie zu sehr geniren dürften. Das Schicksal der stolzen Kaiserstadt ist darum nur noch eine Frage der Zeit, hoffen wir einer ganz kurzen Zeit. — Ueber die Beschießung der Seinebrücke bei Fort Isso durch diesseitige Geschütze bringt ein Feltpostbrief, den das„Reg. ⸗Tgbl.“ ver⸗ öffentlicht, folgende nähere Mittheilungen.„Um diese Zeit, heißt es in dem Briefe, lieferte dine preußische Mörserbatterie wahchaft ein artiller isti · sches Meisterwerk. Ein Munitionszug dampfte nämlich dem Fort Issy zu, und als der Zug auf 22,000 un verwundete Gefangene, 2 Fahnen, 19 Geschüghe, über 1600 be- ladene Fahrzeuge und außerdem eine der Eisenbahnbrücke angelangt war, wurde er beschossen und es gelang auch, einen Brückenbogen schon mit dem zweiten Schuß zu zerschmettern, Wagen oben stehen blieben, welche aber auf wenige Schüsse ebenfalls in Trümmer flogen.“ 0 Aus dem sächsischen Hauptquartier meldet der Correspondent der„Dailh News“, daß bereits wie zur Zeit vor der Capitulation die Belagerungstruppen anderweitig zu verwenden. Manteuffel's Versetzung nach dem Ocken ist, wie im Weiteren angedeutet wird, als eine von den Veränderungen zu betrachten, die mit unter diese Rubrik gehören. Die Unterwerfung von Lyon und des südlichen Frankreichs überhaupt wird dem General in seinem neuen Commando als Haupt⸗ aufgabe zufallen. Das königliche Hauptquartier soll auch nach der Einnahme von Paris in Ver⸗ sailles bleiben. Als Garnison für die Hauptstadt sind die Sachsen, Bayern, Würtemberger, Mecklen⸗ burger, die Landwehrdivistonen und vielleicht das Garbecorps bestimm.. Das zur Maas Armee gehörige 4. Armeecorps würde dadurch verfügbar werden. Der Kronprinz von Sachsen soll für den Oberbefehl über die gegenwärtig unter Goeben stehende erste Armee bestimmt sein und dürfte für die Vollendung der Arbeit im Norden zu den Truppen dieses Commando's weitere beträchtliche Verstärkungen erhalten. — Die„Corresp. Havas“ sagt u. A. über Rosny:„Der auf die beiden ersten, für das Fort schon harten Tage(27. und 28.) folgende (29.) war schrecklich: in 5 Stunden schlugen 155 Geschosse allein in die Caserne zur Linken; die Casematten, welche für bombensest galten, wurden durchschlagen, und von 8 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends trafen gegen 2000 Geschosse in die Enceinte, Escarpe und Contre⸗Escarpe. Dieses unerhörte Feuer, welches heftiger und nackdrücklicher als das auf Sebastopol war, hat mit Rücksicht auf den Verlust an Mannschaften wenig Schaden gethan. Drei oder vier Seeleute wurden verwundet, und ein unglücklicher Schuß machte fünf Mann kampfunfähig, welche in der⸗ selben Casematte waren und zur Artillerie der Volontairs der Nattonalgarde gehörten. Aber man bekommt bei einem so hartnäckigen Bombar⸗ selbst die Tapfersten erschüttert; selbst die ältesten gedienten Soldaten geben zu, ein solches Feuer noch nie erlebt zu haben, wie das auf Noisp, Rosny und Avron; es ist eine neue Kriegführung, neue Geschosse, und so ist auch ihre Wirkung neu. von Issy bis zum Mont Valerien, da die Stunde gekommen ist, wo der Kreis, der uns einschließt, immer enger wird und die Forts unsere letzte Deckung sind, von dem Bewußtsein ihrer Pflicht durchdrungen und zu der größten Aufopferung bereit.“ — Die Stadt Le Mans, die von den deutschen Truppen am 12. d. M. besetzt wurde, zählt 45,000 Einwobner. Sie ist die Haupt⸗ stadt des Sarthedepartements und liegt an der Sarthe, dem rechten Nebenfluß der Loire, dem hier, von Nogent kommend, die Huisne zufließt. Durch den Besitz von Le Mans, bemerkt die „Kreuzzig.“, haben die Unseriger eine einfluß reiche Position zwischen der südlichen Normandie und beherrschen einen guten Tyeil des Gebiets der Zuflüsse, welche die untere Loire von Norden her empfängt. Die Bedeutung der Lage von Le Mans hat sich auch bei Anlage der Eisen⸗ bahnen ausgeprägt. Nicht weniger als 5 Linien laufen hier zusammen. Die Eisenbahn- Verbindung ter Normandie mit der Bretagne und der Loire ist somit in den Händen der Deutschen. — Nach Berichten aus Givet, vom 9. d, hat der französische Commandant dieser kleinen Festung darüber abstimmen lassen, ob sie sich ver⸗ theidigen wollen oder nicht. Die Einwohner sprachen sich für die Uebergabe aus, der Com- mand ant trug diesen Wünschen aber keine Rechnung und erklärte, er werde die Festung vertheidigen. In Folge dessen ergriffen die Bewohner von Givet mit ihrem beweglichen Gut die Flucht und so daß der Zug in die Seine stürzte und nur zwei begaben sich eiligst nach Belgien. von Metz die Anordnungen getroffen würden, um die Wirkung des Bombardements auf das Fort dement das Gefühl völliger Schutzlosigkeit, welches Trotzdem sind unsere braven Mariniers und den Landschaften Touraine und Anjou gewonnen Ji , sir dat A selzendt n solugen fat Einlen; ien galten, t Nergent enges tt · Cetarpi enger un Nn, d Nutscheftu n Steltin aer Schr et i ber- ULerit der n Abit 1 Bender al, peicht! dit Alter ee Fan 4 Neiß netz fung t Wirken Narinimi die Stunt nnschlicß, ttt leßtt t fich ehierung den den 0 rurkt, 1 1 5 de Schitt⸗ Leiden 4% 56l 1 Cie 5 — Aus Dijon meldet man, daß in dieser 't nicht ellein eine Abtheilung Garibaldianer men ist, sondern auch eine Avantgarde idaldianerinnen. Diese Damen tragen ver- schiedene militärische Costume. Einige haben Offiziers-Uniferm angelegt, während andere sich mit dem Genfer Kreuz geschmückt haben. Die Oaribaldianer sind gut cquipirt und bewaffalet und warm gekleidet. 7 traf wiederum ein Zug mit 500 Gefangenen von Belfort hier ein, um nach Strasburg weiter zu gehen. Nach Aussage dieser Leute wäre in Belfort kein Haus mehr unbeschädigt und die Einwohner hielten sich sämmtlich in den Kellern und Kasematten auf. Die Todten zu beerdigen, sei keine Möglichkeit mehr ge⸗ geben; sie würden daher sämmtlich in Kellern aufbewahrt. Inwieweit diese Aussagen mit der Wirklichkeit übereinstimmen, muß dahin⸗ gestellt bleiben. Bern, 14. Jan. Offiziell wird berichtet: Gestern Mittag hat sich ein heftiges Gefecht iwischen Herimoncourt und Croix entsponnen. In letzterem Orte ist in Folge des französischen Feuers ein Haus verbrannt. Einige französische Bomben fielen in der Kichtung der schweizer Vor⸗ posten auf die schweizerischen Generalstabs Offiziere nieder. Das Resultat des Gefechtes ist unent⸗ schleden. Preußen und Franzosen stehen auf beiden Seiten von Croix. Von Norden her sind bedeutende deutsche Berstärkungen in Anmarsch. Ueber die Kämpfe bei Belfort telegraphirt man der„Allgemeinen Zeitung“ aus Bern, 16. Jan.:„Gestern Schlacht zwischen Mont— beliard und Hericourt von 10 Uhr Morgens bis halb 6 Uhr Abends. Croix und Delle wurden von den Deutschen geräumt. Heute hat die Schlacht neuerdings begonnen. Brand rechts von Belfort. Furchtbare Kauonade.“ Bern, 17. Jan. Von Pruntrut, 16. Jan., Abends, wird gemeldet: Heute den ganzen Tag Kanonade nordwestlich von Montbeliard. Die Deutschen besetzten im Laufe des Nachmittags Croix wieder. Abends 6 Uhr wurde das Feuer eingestellt. Aus Baden, 16. Jan. Die Nachricht von den gestrigen Kämpfen des Corps Werder an der Linie der Lisaine(Lusine) von Chagey dis Montbeliard gibt einige Anhaltspunkte über die letzten militärischen Bewegungen auf jenem Sebiete des Kriegsschauplatzes. Bourbaki's Dauptziel ist der Eutsatz von Belfort. Hat 5 sich diesem Objecte seiner strategischen Be⸗ wegung auch seit dem 9. d. mehr genähert, so darf man doch nicht vergessen, daß er, da sein Ziel Belfort war, dem General v. Werder den Borsprung hätte abgewinnen müssen. Dies ist aber von Bourbaki nicht erreicht worden. Der Durchbrechung der deutschen Linie, welche in leiner Weise zu umgehen ist, galten die gestrigen Anstrengungen von anscheinend vier Corps, 0 tiso wohl der ganzen Macht Bourbaki's. Die Augriffe erreichten an keinem einzigen Punkte inen Erfolg. Die Erfolge, welcher sich Bour— baki am 13. d. mit der Einnahme von Arcey und St. Marie rühmt, dürften nicht ernstlich bestritten worden sein, da die genannten Orte deitfernter von der Linie liegen, welche zu halten de eigentliche Aufgabe der deutschen Truppen ist. Hessen Darmstad t. Ucber die Verluste ber Grob berzoglschen(25.) Division veröffentlicht 1 de„Darmst. Zig.“ weiter solgende Liste: 7 I Reiter⸗ Regiment. 1(Geleat bel Obarmont am 6. Jmuat.) eee Jobauncs Dietrich von der Leibschw, Vieß Lüder, im kal. preuß. Kreis Zul“a, l. v., Urellich. 4. x. Unterschen kel, befindet sich bei seinet Schw idto 1(Gefecht bel Vaunes am 7. Januac.) V keiler Mat. Seb. Mergel, 4. Schw., Kleln⸗Krohen ⸗ dug, to t. teccher, Pb. Perm. Vogt, 4. Schw., Lich, vermißt. (Patroutllengesecht bei Sennely am 8. Januat.) dev. Anen May er, eelbschw., Dar mstabt, vermißt. (Puronillengehecht bet Sully am 9. Januar.) Kev. Seba. Mauer, 4. Schw., Schwibeburg, l. v., Sch.„ e. Oberschenkel u. l. 1. Schulter. Lag. Ortcans. o. Joh. Georg Det et, 4. Schw., Stoch usen, verm. Mühlhausen, 11. Jan. Gestern Abend. 2. Reiter⸗ Regiment, (Patrouillengefecht bei Briate nach Ouzouer am 9. Jan.) Cotp. Casp. Joh. Jac. Gresser, Heppenheim, l. v., Sch. d. d. r. Hand, Laz. Orleans. Chev.(einj. Freiw.) Carl Jocdis, Darmstadt, schw. v., Sch. d. d. Brust und an dessen Folgen in ber Nacht vom 9. auf 10. Januar gestorben. (Gefecht bei Ouzouer am 10. Januar.) Chev. Wilh. Peter Müller, 4. Schw., Bingenheim, verm. Chev. Peter Herge, 4. Schw., Schneppenbausen, verm. Corp. Jacob Zeder, 4. Schw., Nieder ⸗Eschbach, l. v., Prellsch. a. r. Bein, befindet sich bei der Schwadron. 2. Infanterie Regiment. (Patrouillengesecht bei Briare am 7. Januat.) Corp. Wilh. Eller, 3. Comp., Dorn⸗Dürkheim, schw. v., Sch. i. d. Brust, Laz. Briare. 1. Jäger ⸗Bataillon(3. Compagnie). (Gefecht bei Vaunco am 7. Januar.) Gardejäger Seb. Gred, Radmühl, schw. v., Sch. b. d. Hals, Laz. Orleans. Gardej. Jac. Koch, Nieder⸗Klingen, l. v., Sch. d. d. l. Fuß, liegt daselbst. Gardej. Jobs. Groh, Urberach, J. v., Sch. b. d. l. Seite, liegt daselbst. Gardej. Job. Pb. Knell, Frank enbausen, l. v., Bayonnet⸗ stich, befindet sich bei der Compagnie. Corp. Herm. Volz, Sellarod, vermißt. Gardcj. Conrad Kalofleisch, Unter⸗Socg, vermißt. Garde. Heinrich Diegel, Groß⸗Karben, vermißt. 3. Infanterie Regiment. (Gesecht bei Jodes am 10. Imuar.) Gefreiter Joh. Löwenhaupt, 2. Comp., Groß ⸗Rohrheim, tobt, Sch. d. d. Kopf. — Ein unter dem Besehle des Generals v. Rantzau stehendes Detachement unserer Division batte am 5. Januar(nicht 5. Dezember wie in voriger Nummer irrthümlich angegeben) ein kleines Gefecht zu bestehen, in welchem Lieutenant v. Ried⸗ esel und 16 Chevauxlegers gefangen wurden. Am 7. d. hatten Theile des. 1. Jägerbataillons und des 1. Reiterregiments ein glückliches Gefecht bei Vannes(Jüdlich von Orleans), ia welchem ste 9 Mann verloren und den Feind mit einem Ver⸗ lust von etwa 20 Mann zurückdrängten. — Det Verlust der hessischen Divisson an todten Officieren in der Zeit vom 16. August bis Ende 1870 beträgt im Ganzen 42. Un⸗ mittelbar auf dem Schlachtfelde sind 17 ge— blieben, nachträglich an ihren Wunden ver— starben 20 und an im Felde entstandener Krank— heit 5. Nach dem Range vertheilen sich die— selben auf 2 Oberstlieutenante, 4 Majore, 8 Hauptleute, 8 Oberlieutenante und 20 vieute— nante. Auf Infanterie und Jäger kommen 35, auf die übrigen Waffen nur 7 todte Officiere. Im Verhältniß zur Gesammtzahl der Officiere der Division stellte sich dieser Verlust auf über 8 Procent, oder es treffen auf 12 Ofsficiere, ein todter Officier. Mainz. Der seitberige Commandeur des 11. Armeccorps, Generallieutenant v. Plonskp, ist zum interimistischen Gouverneur der Festung ernannt worden und bier eingetroffen. Mainz. Die Haus- Untersuchungen nach Waffen nehmen immer größere Dimensionen an. Am verflossenen Samstag fanden in verschiedenen Häusern auf der Kapuzinergasse abermals Unter— suchungen statt, welche ein sehr ergiebiges Resultat zu Tage förderten. Mau fand eine große Anzahl Chassepots und die dazu gehörige Munttion. Bie ützt sind wegen Waffendiebstählen 17 Personen (sast ausschließlich Bahupersonal) inhastirt worden. Preußen. Berlin. Nach den statistischen Nachweisungen der Feldpostanstalten, der Post— sammelstellen und der Norddeutschen Landes-Post- anstalten sind in dem Zeilraum vom 16. Juli bis 31. Dezember 1870 an Felpostsendungen befördert worden: 1) Gewöhnliche Brtefe und Correspondenzkarten von der Heimath nach det Armee und umgekehrt, sowie im Verkehr der Truppentheile untereinander 67,600,000 Stück, Gurchschnittlich täglich 400,000 Stück) 2) Zeitungen 1,536,210 Cxemplare(kurchschnittlich üäglich 9090 Exemplare,(und zwar: a) im Wege des Postdebits bezogen 632,060 Exem- plare b) direct und unter Kreuzband 1c. versandt 904,150 Exemplare. 8 — Scit vorigem Mittwoch ist die große Militäranstalt geschlossen, aus welcher die F le- armee mit Erbswurst und präparirtem Fleisch versorgt wird. Di Veranlassung dazu haben * einem großen Theil des etwa 2000 Köpfe starken Arbeitspersonals monatelang spstematisch betrieben worden sind. — Allem Anscheine nach wird auch unsere junge Flotte in diesem Kriege noch thätig eingreifen. Meldungen aus Kopenhagen besagen, daß unsert Kriegsschiffe von nun an auch solche franz sische Handelsschiffe kapern sollen, welche nicht Contre⸗ bande führen. Einen Anfang scheint die Augusta machen zu wollen, welche, wie früher in englischen Zeitungen verlautete, in den atlantischen Ge⸗ wässern kreuzt. — In diesen Tagen wird sich, wie die„N. Preuß. Zig.“ mittheilt, Dr. Müßer, Lehrer an der königlichen Realschule, im höberen Auftrage über Versailles nach St. Cor begeben, um dort widerrechtlich sich befindende mathematische Werke und Instrumente hierber zu überführen. Posen. An das hiesige Generalcommando erging, dem Vernehmen nach, auf telegraphischem Wege der Befehl, in Folge der zu erwartenden Capitulation von Paris Einrichtungen zur Auf⸗ nahme von 150,000 Mann Gefangene in Posen, Glogau und Liegnitz zu treffen. Köln. Täglich passiren Köln ca. 3 Züge mit Militär und außerdem treffen Züge ein, welche Material nach Frankreich oder umgekehrt nach Deutschland dirigiren. So kamen kürzlich 56 Waggons, welche mit Kanonen und Mitrailleusen zus Sedan beladen waren, durch Köln, und am Tage vorher fuhr ein mit Granaten beladener Zug nach dem Kriegsschauplatze. Auch ging ein Transport französischer Soldaten als krieg zuntaug⸗ lich in die Heimath zurück, darunter 5, von denen jeder einen Arm verloren. Wiesbaden. Ein unter Bruch seines Ehrenwortes von bier desertirter französischer Ca⸗ pitän ist in Koblenz ergriffen und wieder hierher dirigirt worden. Der Mann wurde, als Metzger mit blauer Blouse maskirt, in das Mililärgefaͤng⸗ niß in der Attilleriekaserne gebracht. Als Ent⸗ schuldigungsgrund soll derselbe vorbringen, er habe seine Familie in Frankreich besuchen wollen. Bauern. München, 16. Jan. In der beutigen Sitzung der Abgeordnetenkammer sprachen Stauffenberg, Golsen und Louis für die Verträge, Kolb und Jorg replicitten den Ersteren. Morge wird die Debatte fortgesetzt. — 17. Jan. Abgeordnetenhaus. Für die Verträge sprachen heute die Abgg. Pfarrer Hasen⸗ mater, Edel und Makowitzka, ersterer(Patriot) mit großer Wärme unter Hinweis auf den in der Stimmung des Volkes eingetretenen Unschwung. Gegen die Verträge erklärten sich die Abgeordneten Krätzlet, Domcapitular Schmidt und Schüttinger. Fortsetzung der Debatte morgen.— Die Dis⸗ cussion wird immer noch einige Tage dauern, da au 6. noch 47 Redner vorgemerkt waren. Landau. In einem Zuge, der kürzlich unsern Bahnhof passirte, befanden sich beilaͤufig 500 ge⸗ fangene junge Franzosen, welch als Rekruten heimlich in die französische Armee eintreten wollten, aber bei Luneville erwischt wurden. Baden. Aus Dijon, wo bekanntlich eine Anzahl unserer Verwundeten und Kranken zurück⸗ gelassen werden mußte, erfährt man, daß der größere Theil der Offiziere sich unter der Obhut des dortigen Bischofs befindet und derselbe in human ster christlicher Wetse für sie besorgt ist. Frankreich. General Faidberbe hat folgende Depesche nach Lille gesandt:„Albert, 14. Jan, Abends. Hauptquartier der Nordarmee. Die AUdantgarde der Nordarmee ist gegen 1 Uhr in Albert angekommen. Sie setzt ihren Marsch bedeutende Unterschlagungen gegeben, welche von morgen früh fort. Sie ist voll Begeißerung und gut verproviantirt. Eine mächtige Artillerie be⸗ gleitet sie. Man erwartet einen sehr nahen Kampf. Der General Dejorat eccupirt Achiet⸗le- grand mit einer Division Mobilen, Seeleuten und einer starken Artillerir. General Robin hält fortwährend Bapaume besetzt.“— Aus Bergues(Nord De partement) meldet man ebenfalls, daß die Nord- armee bedeutende Verstärkungen erhalten, darunter Dragoner und afrikauische Truppen, die in Dün⸗ liichen gelandet wurden. — 16. Jan. General Faldberbe telegraphirt: Die Nord armee ist am 14. Jan. in Albert ein⸗ rückt. Am 15. Jan. wurde eine Retognostirung an den Uebergaͤngen über die Somme unter⸗ nommen. Der Feind hatte die Brücken abge⸗ brochen und die Dörfer am linken Ufer in Ver⸗ tbeidigungszustand gesetzt. Die Wege sind mit Glatteis bedeckt, so daß eine Fortbewegung fast unmöglich ist. Havre, 14. Jan. 500 Preußen legten Dieppe eine Contribution von 50,000 Francs, sowie eine tägliche große Naturallieferung von Caudebec auf und nahmen den Unterpräfecten als Geißel mit. Die Franzosen zogen sich in guter Ordnung über Bourneville auf Rourmetot und Corneille zurück. Frankfurt. Wegen Verstopfung der sämmlichen hiesigen Bahnen ist auf Antrag der Direction der Main⸗ Weserbahn von dem hiesigen Polizei- Präsidum gestattet worden, daß auch an Sonn- und Feiertagen Güter(auch Kohlen) von den Bahnhöfen und nach denselben gefahren werden können. Die Maßregel ist sowohl zu Gunsten des hiesigen Handelsstandes, als auch zur Erleichterung des Eisendahndienstes selbst verfügt worden, da hierdurch eine schnellere Entladung der Güterwagen ermöglicht und das so nothwendige Trausportmaterial zascher wieder zur Ver⸗ wendung kommen kinn. Frankfurt. Wegen Unterschleiss in der hiesigen Feldschlächterei wurden vier Metzgerburschen verhaftet. Im Durchschnitt sollen dieselben wöchentlich 10— 11 Pfund Fleisch geslohlen und an einen Wirih verkauft baben, bei welchem etwa 100 Pfund eingesalzen vorgefunden wurden. Amerika. Wie aus einem aus Amerika cingelau⸗ senen Briefe hervorgeht, werden in Baltimore von den dortigen Deuischen Sammlungen veranstallet, um dem Kaiser von Deuischland, Wildelm, einen goldenen und dem Grafen v. Molike einen silbernen Ehrendegen anfer⸗ ngen lassen zu können. Neu e st e 8. Officielle militärische Nachrichten. Bersailles, 17. Jan. General Werder behauptete sich auch am 16. in seiner Stellung südlich Belfort gegen erneuerte Angrisse des Feindes. — General Schmidt drang in der Verfolgung des Feindes, welcher auf Laval zurückgeht, bis über Vaiges(etwa 3 Meilen östlich von Laval) vor und machte wieder über 2000 Gefangene. Alengon wurde in der Nacht vom 16. zum 17. nach leichtem Gefechte besetzt. v. Podbielsky. Bern, 17. Jan. Von Pruntrut, 17. Jan., wird gemeldet:„Heute wieder Kampf auf der ganzen Linie.“ Brüssel, 17. Jan. Das Bombardement von Paris hat am Sonnabend das Stadtviertel, wo sich das Pantheon und St. Sulpice befinden, sowie die Vorstadt Montrouge hart mitgenommen. Drei Bomben sind im Innern des Pantheon crepirt. Erfrischung der durchpassirenden Truppen und zuxäckkommenden Verwundeten im hiesigen Bahnhofe. Sechszehnte Liste der Gaben aus hiesiger Stadt und Umgegend: 2) An Naturalien: von Friedberg 367 Brödchen, 22 Laib Brod(davon 10 Laib von den Einjährigen Greb, Schönberg und Feldhosen) 10 Pfd. Kaff e, 8 Pfd. Cichorien und 40 Kuchen; von Torbeim 40 Laib Brod und 10 Pfd. Wurst; vom Wickstiädter Hof 10 Bretzeln. b) An Geld: an kleineren Gaben aus der Stadt 31 fl. 50 kr., bei Simrock und Steinhäuser gesammelt 6 fl. 15 k., aus der aufgestellten Büchse dei H. Simon 10 fl., im Holel Trapp gesammelt 5 fl. 30 kr., durch C. Groß von einer Verloosung eines Plans von Paris 17 fl., Würfelgesellschaft bei Philippi 1 fl., Würfelgesell⸗ schaft bei Sued 1. 6 br., Würfel 2 fl. 12 seuschast bei C. F. 2 k., Breitenbach ven Beienbeim 1 N von Gröbelheimer Mühle 10 fl., Kammer⸗Assessor Fresenius in Assenheim 5 fl. Adv. Diet in Gießen 1 fl., Verein zu Ober⸗Roßbach 12 fl. 50 kr., Gemeinde Dorbeim 12 fl. 20 Kr., Pfarrer Bornagius in Fauerbach 1 fl., Gemeinde Melbach 25 fl.; zusammen 163 gen 163 fl. 3 kr. Unier bestem Danke für diese reichen Spenden, bitten wir um weitere gütige Gaben. Friedberg, 17. Januar 1871. Das Comic. Bescheinigung. Bei dem Rechner des Comités für die Unterstützung der verwundeten und erkrankten Sofdaien sind weiter 12 durch Herrn M. Haas in Bönstadt bei einer Hochzeit i 21 15— 2 1 durch Herin Dr. U 5 durch Herrn Bürgermeistier Gorr in Trais⸗Münzen⸗ berg aus einem Vergleich 2.5 durch Hrn. Pf. Decker, Kirchexepfer aus Hoch ⸗Weisel 10 von den Jungfrauen in Hoch⸗Weisel gesammelt 4 durch Herrn Pfarrverwalter Maul, Kicchenopfer aus Staden 5 durch denselben Kirchenopfer aus Stammbeim 11 dutch Herrn Pf. Heßler, Kirchenopfer aus Assendeim 25 19 durch densell en, Kreuzetsammlungen in den Schulen 4 durch Hru. Pf. Blumbof, Kirchenopfer aus Wohnbach 7 An Materialien: durch Herrn Director Schäfer hier von Ihrer Erlaucht der Frau Gräfin Mutter zu Assenheim 6 Paar wollene Strümpfe und 10 fl. zur An⸗ schaffung von wollenen Jacken; von Frau Brill in Assen⸗ heim 4 Paar wollene Snümpfe; von Herrn Carl Walz hier/ Ohm Bier; von Herrn Martin Schudt in Dor⸗ heim 1 Kuchen. 0 J Friedberg, 15. Januar 1871. Für das Comiis: J. Huber, Rechner. .——— ͤ ͤ A F—L—U UK———ĩK»4%-u Brust,, Katarrh- und Lungen⸗Leidenden 20 sind die schleimlösenden Johann Hoff'schen Brust⸗ Malz⸗Bonbons als bestes Heil und Linderungsmittel ärztlich empfohlen. Burch den Gebrauch Ihrer Brust⸗Malzbonbons, bin ich schon von meinem Lungenleiden wieder hergenellt worden. beobachtete ich bei ande ren Katarcbleidenden. Dr. Sporer, die stärkend auf die Schleimbäute wirken, Aehnlich günstige Wirkungen Protomedieus und K. K. Gubernalrath in Abazzia. Ich babe in meinen Vorlesungen auf den von Jonen präparirten Malzextract aufmerksam ge⸗ macht und meine Verwunderung geäußert, daß nicht schon vorlängst ein Zabticat wie das Ihrige erzrugt, indem der Nußen der von Stimmberechtigten anerkannt wird. Malz ⸗Decocts in atrophischen und Gern will ich daher, obwobl ein geschworener Feind aller markt- zur Atrophie hinneigenden Zuffänden schretersschen Anpreisungen, Ibres in diese Categorie nicht athörenden Präparates auch in Zukunft ein⸗ gedenk sein. Dr. Vor Fälschung Preise der Jobann Hoff'schen Malzpräpargte: erelufsiv Glas, Malz-Gesundheits⸗Cbocolade Nr. II. Pulver für Bonbons in Carton inder als Etsotz der Muttermilch ¼ Schachtel 35 kr., ½ 14 tr., Brust⸗Malz⸗ Zucker 14 kr. per Paquet. A. A. Feiteles, Professor der Medizin in Olmütz. wird gewarnt. 1 ßlasche Melzexrtract(Stsundbeitsbler) 18 ke. 1 fl. 10 kr., Nr. I. 1 fl. 45 kr., Malz⸗Chocoladen⸗ Schachtel 18 kr., Brust⸗Malz⸗ Johann Hoff's Filiale in Cöln. Niederlagen bei Jos. Hoffmann in Friedberg und Dr. W. Uloth in Bad Nauheim. 142 Die vollständigste Kriegsgeschichte des Jahres 1870 ist mit vielen Abbildungen und heiteren Zuspeisen nebst einer reichen Sammlung der besten Spottlieder, Kriegsanekdoten u. f. w. u finden in dem berühmten lustigen Herriedener Laubfroschkalender für 1871, zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Buchkinder um 12 kc., in Fried⸗ berg bei Bindernagel& Schimpff. Petroleumlampen, Lampenschirme, Cylinder, Petroleum- Vasen, Moderateur Kugeln, Gas⸗ schaalen ꝛc. ꝛc. billiast bei 12⁴ Georg Groß. Unterricht in allen Haudarbeiten 144 ertbeilen per Monat 30 kr. M. 8 K. Schleuning nächst der Stadtkirche. Ein Pelzkragen 152 wurde am Sonntag Abend in der Nähe der Burg gesund en. Der rechtmäßige Eigenthümer kann denselben in Empfang nehmen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Für Branntweinbrenner. 156 Frlsche Untergahrbese, per Maas 3 kr., bei Ph. Windccker. 5 2 — 0 1 Für Glaser 125 empfeble ich Tafelglas in allen Farben, Spiegel⸗ gläser, Fensterbeschläge und Fensterblei. 85 Georg Groß. 10 fl. Belohnung 143 Demfenigen, der dle am Sonntag Nachmittag in Münzenberg verlorene goldene Damenuhr an Großherzogliche Bürgermeiflere. Münzenberg zurück⸗ bringt. Vor Ankauf wird gewarnt. Ein Zapfjunge * e bectas en Pp. Windecker Glacé- Handschuhe, 6 Bebe Frankfurt am 18. Januar 1871. Preussische Kassenscheine fl. 1 44%—49½ Preuss. Frledrichsd'or 15 0 5825 Lee„ 9 46—48 Holländische fl. 10 Stücke.„ 9, 54—56 Ducaten 3„5 5 37—39 5 al mareo.„ 5 38—40 20 Francs-Stücke.„ 0 31—32 Englische Sovereigus,„ 11 55—59 Russ, Imperiales„ 9 47—49 Dollars iu Gold„ 2 27—28 Ein schöner weißer Neufundländer, 139 Männchen, 1½ Jahr alt, ist billig zu verkaufen. Näberces bet der Exper. b. Bl. Todes Anzeige. 151 Freunden und Bekannten bermit die Anzeige, daß unser lieber Vater und Schwiegervater Ludwig Langsdorff heute Nacht 1½ Ubr in seinem 85. Lebens fahre sanft dem Derrn entschlasen(t. Die Beerdigung findet Donnerstag den 19. d., Vormittags 10 Uhr, statt. Friedberg den 17. Jauuar 1871. Die Hinterbliebenen. ü— 5 Kirchen buchsauszügkt. Evangelische Gemeinde. Ge taufte: 8. Januar. Dem Bürger zu Düdelsbeim und Hant⸗ boislen I. Classe im 1. Großherzogl. Jäger Bataillon Adam Gröninger eine Tochter Elssabethe, ged. den 26. Dezember 1870. 5 8 Janvar. Eine uneheliche Tochter Marie Christiane Franz sta, geb. den 26. Dezember 1870. Beer digte: 11. Januar. Margaretha Schmidt, Ebefrau des hiesigen Bürgers und Schneidermeisters Karl Ludwig Schmidt, alt 49 Jahre 11 Monate 16 Tage, 1 den 9. Januar.. N 13. Januar. Jehaun Hartmann Ebrhardt, hlesiger Bürger, Todtengräber und Schuhmachermeiner, alt 53 Jahre 2 Monate 21 Tage, 7 den 11. Januar. Frucht preise. Per Malter. 0 Friedberg, 18. Januar. Waizen 14 fl. 40 kr.;. or! 10 fl. 20 kr.; Gerste 9 fl.— kx. 3 Hafer 5 fl. 20 kr. Frankfurt, 16, Januar.(200 Zollpfund.) Waizen 14 15; Korn 11¾3; Gerste— 3 Haier 95710‘; Nüböl(100 Jollpfd.) ohne Faß 31½; Branntwein(50% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß 31. 3 Grünberg, 14. Januar. Waizen 14 fl. 38 kr.; Korn 11 fl. 35 kr.; Gerste 7 fl. 42 kr.; Hafer 5 fl. 28 ke. Molter— fl.— kr. Erbsen 11 fl.— kr.; Linsen— f. — kr.; Saamen— fl.; Kartoffeln— fl.— ke. Mo inz, 13. Januar. Waizen 13 fl. 36 kr.; Korn 11 fl. 33 tr.; Gerne— fl.— kr. Hafer 6 fl. 17 kr.; Kartoffeln 5 fl. 30 ke.; Rroaenstrob per 100 Gebund 45 fl. Istaclilischer Goltesdieust in Friedberg. Freitag Abende 4% Uhr. 5 Samslag Morgens 8½ Ubr. Verantw. Redagt, 2 Permann Schimpff. Druck und Verlag von Vindernagel& Schimpff. (Hierzu eine Beilage.) 2 4 1 25852 er 15 18 den als At de „. ger 11 1 1 507. det 71 22550 ö Beilage. —. ꝛ— 0 74 Longwy nahe * Luxemburg. Da das Bombardement von bevorzustehen scheint, flüchten die Frauen und Kinder nach dem Großberzogthum und dem belgischen Luxemburg. Frankreich. Bordeaux, 11. Jan., Abends. Bourbaki meldet aus Onans(Dep. Doubs, Arr. Baune) vom 13. d., daß er sich der Ortschaften Arcey und St. Marie bemächtigt habe. Die Verluste, welche er hierbei erlitten, seien nicht zu beträchtlich mit Rücksicht auf die Bedeutung der genommenen Stellungen. — Von General Chanzy ist folgendes Tele- gramm, datirt 14., Mitternachts, eingelaufen: Die Spitzen der Colonnen des Feindes erschienen Abends auf den Straßen, die nach unseren Posi— tionen führen. Es erfolgten kleine Zusammen⸗ flöße. Ich erwarte morgen einen Angriff.— Ein Tages befehl des Generals lautet: Nach den glücklichen Kämpfen im Thale der Huisne, an den Ufern der Loire, bei Vezdome, nach dem Erfolg am 11. bei Le Mans kam plötzlich eine schmähliche Schwäche, eine unerklärliche Pani! über Euch,(11) welche das theilweise Verlassen wich · tiger Positionen herbeiführte und die Sicherheit der Armee gefährdete. Ein energischer Versuch, dies wieder gut zu machen, unterblieb, trotz der sofortigen Ertheilung der nöthigen Befehle. So mußten wir Le Mans aufgeben. Frankreich blickt auf die zweite Armee. Die Jahreszeit ist streug, Euere Erschöpsung groß, Entbehrungen aller Art müssen erduldet werden. Aber das Land leidet schwer: wenn eine letzte Anstrengung retten kann, darf nicht gezögert werden. Auch für Euch selbst liegt das Heil nur im Widerstande, nicht im Rückzuge. Wir müssen den Feind kräftig empfangen und aufreiben. Schaart Euch um Eure An- führer. Zeigt, daß Ihr die Soldaten von Coul-⸗ miers, Villebon, Josnes und Vendome seid.— General Lecomte meldet aus Nevers, daß er Gien besetzt hat. — Das„Journal officiel“ vom 13. d. ver⸗ öffentlicht ein Rundschreiben Favre's, welches dit Gründe darlegt, die Frankreich veranlaßt hätten, den von England, Oesterreich, Italien und der Türkei ausgesprochenen Wünschen bezüglich der Tbeilnahme an der Conferenz nachzugeben. Gleich- zeitig werden die Motive entwickelt, welche den Minister in dem gegenwärtig bombardirten Paris zurückhalten. Das Rundschreiben, aus welchem die unveränderte Beibehaltung des bisherigen Regierungsprogramms hervorgeht, schließt: Sobald ich einen Geleitschein habe und die Situation von Paris es gestattet, werde ich nach London gehen. — General Bourbaki meldet vom 15. Jan., daß er Montbeliard am 15. Jan. Abends besetzt habe, mit Aus nahme des Schlosses. Eine Depesche des Generals Chanzy meldet: Die An- griffe des Feindes waren überall sehr nachdrück⸗ lich. Das 21. Corps leistete guten Widerstand und behauptete seine Position bis zum Einbruch der Nacht. Die Truppen im Centrum unserer Aufstellung waren bierzu nicht im Stande und wichen zurück. Dieser Marsch wird überall durch starken Schneefall, namentlich aber durch Glatt tis, verzögert. — Aus Paris vom 14. Jan. wird ge⸗ meldet: Die Regierung ließ eine Mittheilung an den Grafen Bismarck gelangen, worin verlangt wird, daß der Verkehr zwischen Paris und dem Belagerungsheere durch Parlamentäre in regel- mäßiger Weise wieder hergestellt werde.— Ferner besagen Nachrichten aus Paris, das Brod bestehe aus 60 Procent Reis und Hafer; in Paris sei das Gerücht verbreitet, Trochu habe den Plan selner Ausfälle an die Preußen verkauft.— Das „Journal officiel“ enthält ein Schreiben Trochu's, worin derselbe warnt, Gerüchten zu glauben, welche beslimmt seien, Unruhen unter den Ver- theidigern zu erregen. Belglen. Brüssel. meldet aus Albert vom 14. Die„Etoile belge“ Abends, daß die 5 Oberhessischer Anzeiger. Avantgarde der Nordarmee daselbst eingetroffen ist. Die eingetroffene„Union“ vom 11. d. be⸗ richtet, daß auch der Graf von Chambord einen Protest gegen das Bombardement erlassen hat. — Der„Independance belge“ wird aus Paris unterm 11. Jan. geschrieben: Auch General Trochu hat einen Protest gegen das Bombardement er- lassen. Die Namen von 8 Mobilgarden(darunter auch Offiziere), welche zum Feinde übergingen, sind veröffentlicht worden. General Ducrot ist bedenklich erkrankt. Aus Lille wird vom 13. ge- rüchtweise gemeldet, daß bei Cambrai ein Zu- sammenstoß zwischen der Nordarmee und General Göben erfolgt ist. — 16. Jan. Heute um 1½ Uhr empfing die„Etoile“ eine Ballondepesche aus Paris, wonach Jules Favre sich für den Besuch der Conferenz erklärt habe, sobald das Bombarde- ment, das eine verheerende Wirkung auf die Stadt ausübe, eingestellt werde. 16. Jan. Aus Arlon wird gemeldet, daß die Deutschen gestern die Eisenbahnbrücke über den Chiers zwischen Longoy und Arlon gesprengt haben. — In Luxemburg geht das Gerücht, daß Preußen fordert, auf luxemburgischem Gebiett Batterien zu errichten, um zu verhindern, daß die gegen die Festung Longwy geschleuderten Kugeln in Belgien niederfallen. Großbritannien. Aus London wird vom 14. d. gemeldet, daß Graf Apponpi auf der Pontusconferenz die Friedensfrage in Anregung bringen werde. Graf Bismarck habe, als das österreichisch- ungarische Cabinet diesen Entschluß in Versailles bekannt gegeben, keinesfalls Ein- wendungen gemacht. — Die„Times“ meldet aus Versailles vom 15. Jan.: Heute gegen 2 Uhr Morgens fanden Ausfälle von Bondy und Gtoslay aus statt. Die Franzosen griffen die Sachsen an und rückten gegen den Mont Avron vor. Ein anderer Aus- fall fand in der Richtung nach Le Bourget statt. Beide Ausfälle, obwohl unter Deckung einer heftigen Kanonade aus den Forts unternommen, wurden zurückgewiesen. — Die„Times“ glaubt, es sei Grund anzu- nehmen, daß das Bombardemt in Paris zu wirken beginne. Die Unzufriedenheit zwischen Volk und Regierung sei im Steigen begriffen, es dürfe daher zu Gewaltausbrüchen kommen. — 17. Jan. Die Eröffnung der Conferenz soll heute ohne Frankreich stattfinden. Die„Times“ sagt, die Hauptpunkte se en durch die Couferenz⸗ Mächte bereits befriedigend arrangirt. Spanien. Aus Madrid wird berichtet, daß sich der neue König dort der größten Ein- fachheit in seinem Privatleben befleißige. Am 2. Januar nahm er Besitz von seinem Palaste, und Tags darauf sandte er schon die Geschütze vor demselben und die Wachen im Innern mit Ausnahme von 50 Mann hinweg. Die Karte für die Tafel, bestehend aus 24 Schüsseln, hat er auf 4 herabgesetzt, und die Haͤlste der im Gebrauche befindlichen Palasigemächer bereits ge- schlosen. Bei den Empfangsvorstellungen don Beamten wurde sosort der Handkuß abgeschafft. Der König ist bis jetzt nur in einer offenen zweispännigen Chaise ausgefahren, begleitet von einem Adjutanten. Zu Fuß, von einem Adjutanten nur begleitet, macht der König seine Besuche und besorgt seine kleinen Einkäufe. Als er hörte, daß die Gehälter der Schullehrer im Rückstande seien, erklärte er dem Finanzminister, er werde keine Zahlung an- nehmen, bis diese Leute befriedigt seien. Es ist so rubig in Madrid, daß die Königin beabsich⸗ tigt, gegen Ende des Monats einzutreffen. — Die französische Fregatte l'Heroine traf in Vigo ein, wo bereite der preußische Dampfer Augusla liegt. Die spanische Regierung entschied: die Augusta als das schwächere Schiff solle zuerst und zwar 24 Stunden vor l'Heroine abfahren. NS. h. Friedberg, 16. Januar. Wir batten hier gestern Abend zum Besten ber durchziehenden Krieger eine thea⸗ tralische Abendunterhaltung, welche für diesen edlen Zweck einen Reinertrag von 104 fl. ergeben hat. Wie ge⸗ reicht es dem Menschenfreund zur Freude und Erhebang, daß immer und immer wieder gerne Opfer gebracht wer⸗ den, unsern Kriegern ihre Sitapazen und Leiden nach Möglichkeit zu erleichtern. Unter den Beranstaltungen, durch welche den Kämpfern für's Vaterland Last und Leiden erträglicher gemacht werden, nimmt die Erfrischung in den Bahnhösen nicht die geringste Stelle ein, zumal in jetziger gestrengen Winterzeit. Die gesunden Soloaten, die nach dem Kampsplatze ziehen, würden vielfach ganz niedergedrückt, entmuthigt und lebensmüde daselbst an⸗ kommen, wenn die thälige, freiwillige Menschenliede nicht Alles aufböte, sie bei nölhiger Wärme, Krast und Muih zu erhalten. Abet erst wie unangenehm und nachtheilig empfinden unsere verwundeten und kranken Brüder den oft langdauernden Transport!— Wie labt unter solchen Umständen eine Tasse warmen Kaffees ein Glas Grog, ein Schluck Wein oder Branntwein, ein Stück Brod u. dgl.! Und wic sollien den Helden unserer Siege solche Labung nicht bieten?— Gerne wollen wir Alles mit den Braven theilen und ihre aus den Eisenbahnwagen nach uns ausgestreckten Hände um wärmende Labungsmittel wollen wir nicht schnöde zurückweisen. Uns wires nicht wohl bei allem Genuß in warmer Stube, wenn wir deren nicht steis thätig gedenken, die ihr Leben dar au setzen, die gerechte Sache unseres Vaterlandes zu verthei⸗ digen. Das ist die patriotische und menschensreuncliche Gesinnung, die gerne an ihrem Theile nach Kräften Leid und Wehe des Ktieges mildern hilft. Von dieser Gesin⸗ nung beseelt haben uns gestern Abend auch Herren und Damen den schönen, ebenso unterhaltenden als für den woblthätigen Zweck ersprießlichen Adend verschafst. Ob⸗ gleich diese Herren und Damen, die keine Müze gescheut halten, uns durch vortreffliche Leistungen zu erfreuen, in der Verwirklichung ihres schönen Zweckes gewiß ihren schönsten Lohn gefunden haben, so unterlassen wir doch nicht, ihnen den besien Dank für ihre ausgezeichnet ge⸗ lungenen Darstellungen öffentlich auszusprechen. Alle An⸗ wesenden des dichtbdesetzten Saales haben denselben mit vollster Befriedigung und in herzlichem Dankesgesühl für die vorzüglichen Ausführungen der Spielenden und Singen⸗ den und mit dem Wunsche, daß sich ein solch schöner Abend bald wiederholen möge, verlassen.— Gerne hat Einsender diese Zeilen niedergeschrieben, um durch Abstat⸗ iung öffentlichen Dankes für die Veranstallet und Mil⸗ wirkenden der theattalischen Abenduntertzallung von gestern, dem ihm geäugerlen Wunsche vieler Zuhörer zu entispeechen, abet auch aus dem weiteren Grunde, damtt namentlich auch unsere deuischen Brüder und Schwestern auf dem Lunde erfahren, daß man in det Stadt fortwährend bereit it, in der Hülfeleistung für unsere fürs Vaterland streiten⸗ den und leidenden Brüder nicht müde zu werden. Laßt uns, so lange es nöthig ist, in Stadt und Land Herzen und Hände offen halten, um der gerechten Sache unseter deutschen Kriegführung opferwillig zu dienen. Jedes diere det Sache des Vaterlandes nach seiner Weise, nach Kraft und Vermögen! Das dleide unser Sinn dis der harte und schwere Kampf, zum erwünschten Ziele geführt dat. Das bleide unsete Losung; es war sie, es ist sie, Gott lob! Das Scherflein der Wülwe hat neben der Gade des Reichen seither nicht geseblt, und wer nicht Geld oder Naturalien genug geben konnte, bat seine Zeit und Kräste in den Dienst des Vaterlandes gestellt. Unserm Erfrischungs⸗ Comite, das seit Anjang des Krieges dis hiervet uner⸗ müdlich in Erfüllung seiner schweren, aber edlen Aufgade gewesen, gebührt alle Anerkennung, Lod und Dank.— Wie sehr die Soldaten seilder die Thätigkeit dieses Comite's anerkennen und schätzen, dürfte am einfachsten und übder⸗ zeugendsten die Tyassache dewersen, daß neulich drei Sol⸗ daten der hiesigen Garnison ihre eigenen Brodportionen zur Erftischung der durchziehenden Kameraden dem Comite zur Verfügung gestellt haben und daß überhaupt die Sol- dalen ihr übriges Brod für diesen Zweck hingeben. Verloosung. Petersburg, 14. Jau. In der beute stattgehablen Prämienziehung der russischen Prämien⸗Anleihe vom Jahre 1864 fielen folgende Haupitrefser: Auf Serie 13336 Ne. 20 200.000 S.⸗R., S. 14481 Nr. 45 75,000 S. R., S. 14387 Nr. 49 40.000 S. ⸗R., S. 13301 Nr. 2 25,000 S. R., S. 15562 Nr. 18, S. 10089 Nr. 41, S. 127 Nr. 42 je 10,000 S. R., S. 13213 Ne. 41, S. 8621 Nr. 47, S. 478 Nr. 31, S. 2666 Nr. 47, S. 19458 Nr. 6 je 8000 S.- R., Serie 9939 Nr. 23. S. 14841 Nr. 17, S. 3996 Nr. 28, S. 14586 Nr. 10, S. 16903 Nr. 30, S. 183 Nr. 31. S. 8908 Nr. 7, S. 2188 Nr. 47 je 5000 S.-R. Die Absendung von Privatpacketen und Liebesgaben. Die Interessenten werden hiermit benachtichtigt, daß die am J. November v. J. von hier an die Großher⸗ zogliche Division abgegangenen Privalpackete und viebes⸗ gaden am 10. d. M. mit 30 Wagen von Lagnd nach Orleans verbracht worden find.— Darmstadt den 12. Inu. 1871. Großberzogliche Etappen-Commandantur. Der Verpflegsdeamie. 9 7 1 1 12 Holz⸗Versteigerung. 94 Im Fürstlichen Tbiergarten bei Hungen kommen Dienftag den 24. d. M., Morgens 10 Uhr, 283 Stück Eichen⸗,„ Buchen-, Hainbuchen u. Birkeu⸗ Stämme, weist geringeren Durchmwessers, von 6 15“= 7500 Cubikfuß und Mittwoch den 25. d. M. ebendaselbft: a 84 Stecken Eichen, Buchen- u. gemischt Scheitbelz, 226***.* Prügelbolz, e 45*„ Stockhholz, * 8 8„ Reifet, zum öffentlichen Verkauf. a Hungen ven 9. Januar 1871. Fürstliches Rentamt Dem m e. 3 0 Holzversteigerung. 111 Freuag den 20. d. Mis. Vormittags 10 Uhr, kommen in dem Gräflsch Leiningen'schen Walddisteikte „Lieder“ bel Ildenstadt nachstehende Holzsortimente zur offentlichen Versteigerung an die Meistbietenden: 33 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 2„ Sichen⸗Scheitbolz, 1„ Bucden Prügelholz, 1„Eichen⸗Prögelholz, 19„ Buchen⸗Stockbolz, 2„ Etichen⸗Stockholz, 1100 Stück Buchen Wellen, 200„ Eichen⸗Wellen, 100 5 n Etlen⸗Wellen, Porn⸗Wellen. 2 Eichenstaämme von 40 und 53 Fuß Länge und 12 dis 15 Zoll mitnerem Durchmesser, 3 Buchen Stämme von 25 die 40 Fuß Länge und 15 bis 30 Zoll mittlecem Durchmesser, und 9 Zuchen⸗Stöcke, zu Kummetbölzern geeignet. Gegen genügende Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis * Sepiemder d. J. gestattet. Schloß Ilbenfiadt, 9. Januar 1871. Gtäflich Leiningen'sche Rente: Biera u. Conecurrenz⸗Eröffnung. 146 Die in der Stadt Friedberg erledigten Stellen eines Nachtwächters und zweier Todiengtäber sollen als⸗ bald wieder besetzt werden und haben sich qualtficirte hiesige Einwohner bis zum 23. d. M. schristlich bei dem Unterzeichneten anzumelden. a Irtedberg den 16. Januar 1871. Großherzogliche Bürge meißerei Friedberg Fenn Güter ⸗ Verpachtung. 145 Dienstag den 24. Januar d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen im hiesigen Natbhause die dem vereinigten Armen sonds zu Friedberg zustehenden leihsälligen Güter⸗ flücke, welche aus den Verpachtungen vom 19. und 20. Dezember 1870 nicht genehmigt worden find und war: f Gemarkung Nauheim: 158 Morgen 158 Dotheim: 1 8 Schwalheim: 17 daf elbst: 3 8 Bauernheim 1 7 40 2 Ochstadt:—„ 320 Klftr Wiesen nochmals öffentlich meifibietend verpachtet werden. Friedberg am 16. Januar 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg FJouc ar. Holzversteigerung. 148 Dienstag den 24. d. M., Vormittags 10 Uhr an⸗ fan gend, soll in dem Bellers heimer Markwald nachbenayntes Holz unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, als: 1) 59 Stück Eichen ⸗Bauholzstämme von 10— 55 Länge und 15— 23“ Durchmesser, in Summa 5940 Cubiksuß; N 2) Miliwoch den 25. d. M., Morgens 9 Uör an⸗ jangend, sollen in demselben Walde, Difinlet Siebebäume, 433 Kiefern⸗ und Fichten⸗Stamm⸗ holz⸗Stämme von 5½—13“ Durchmesser und 15— 60“ Länge, 7040 Tubilfuß haltend und 3) 102 Stück Kiefern⸗ und Eichen Stangen von 3½ 5“ Düurchm. und 20— 45“ Länge, 659 Cubil fuß haltend össentlich versteigert werden. Bellersheilm den 16. Januar 1871. Der Fürstliche Markmeister Bo p p. Klafter, 2 1 N 171 7. 9 Aufforderung. 141 Diejenigen, welche noch mit Holz, Gras- oder Pachtgeidern von 1870 im Rückstande find, werden aufgefordert, die Zahlung bis zum 24 d. M. zu be⸗ wirken, da alsdann das gerichtliche Beitreibungeverfahren beginnt. ö Hungen den 9. Januar 1871. Fürftliches Rentamt f Ve m m e. 99 für sowie Lungen, Lebern, Herz, Silzen, Därme ze. 7 8 e das Verkaufslokal ganze Eingeraube, aus der Königlichen Teloschlächterei am Grindborn befindet sich von heute ab Sgalgasse 13, Frankfurt a M. Holz. Versteigerung. 149 Oienstag den 24. d. M. kommen im Gemeinde⸗ wald Ockstadt, sog. Jungenwald, nachverzeichnete Holzsortimente zue Versteigernng, ale: 16 Stecken Buchen ⸗Scheltholz, 3 Eichen⸗„ 28 Aspen⸗„ Buchen⸗Prügelholz, 25 Ae* f 12 Aspen⸗* 52½ Buchen ⸗Stockholz, 1 Cichen⸗„ 5„ Aspen⸗ 0 2750 Stück Buchen⸗Wellen. 800 1 Eichen 500 1 Aspen⸗* sowie 15 Eichen⸗ Stämme von 20— 30“ Länge und 6 10“ Durch messer. Anfang der Versteigerung Vormittags 10 Uhr. ö Bemerkt wird, daß das Holz gegen vorschriftsmäß ige Bürgscheine dis zum 11. Novemder l. J. verborgt wird. Ockstadt den 17. Januar 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Ockstadt Grönin ger. Jaselvieh⸗Versteigerung. 140 Freitag den 20. d. M., Mittags 12 Ubr, soll ein der Gemeinde Gambach zuftehender Faselochs, sowie ein Faselschwein, beide zum Schlachten geeignet, auf blefiger Vürgermeisterei versteigert werden. Gambach am 16. Jauuar 1871. Groß herzogliche Waeter Gambach a u, Bekanntmachung 150 Im Licher Stadiwald, Oistrict Plaltenwald, kommen den 25. und 26. d. M. nach verzeichnete Holz⸗ sortimente zur Versteigerung: Mittwoch den 25. Januar. 260 Eichen Bau- und Werkbolzflämme von 7 20“ Durchmtsset und 10—607 Länge, 1 Buchen⸗ desgl. 14 Fichten Stämme bis 17“ Durchmesser und bis 70“ Länge, 280 Eichen⸗, Buchen⸗ und Fichten Wagnerstangen. Donnerstag den 26. Januar. 65 Stecken Buchen Scheitholz, b. e. Buchen- und Eichen Prügel bolz, 1 55˙8 9, desgl. Stockholz 1100 Stück desgl. Wellen. Der fedesmalige Anfang ist Morgens 9 Uhr am Dattenröder Vizinalweg am Licher Feld. Lich den 16. Januar 1871. Großherzogliche Bürgermetsterei Lich elm. Dahei Die Nr. 16, die neueße Krießenummer, enthält! und Vierteljäbrlich 18 Sgr. Wöchentlich 1 Nummer. u ub jqu vgn zn ping; S usgestzq ent aemuppoc en 2 In Rheims. Mit Illustration von W. Grögler.— Helden der Arben.(Forts.) Roman von Max Schlägel.— Ludwig van Beetboven. Biographische Skizze von Ferdinand Hiller. Mit Beethovens Porträt. Vor und um Parts. IV. In Versallles von G. Hiltl. — Ote Sanitätszüge. Von Max Allthn. Am Familientische: Unsere gefallenen Helden. IV. Mit 3 Porträts: Oberst von Bessel, Graf Fink don Finkenfleln, Graf von Waldersee.— Aus den Kämpfen gegen die Loirearmee. I. Mit 2 Illustrationen von W. Friedrich: An der Barrikade von Brou, Erftürmung von Lolgnp. Preis pro Nummer 9 kr. von Emser Pastillen aus den Salzen der König⸗Wilhelms⸗Felsen⸗ 147 quellen bereitet, ärztlich empfoblen gegen Magen⸗ beschwerden, als Catarrhe, Verschleimung, Säurebildung, Auffloßen und Verdauungsschwäche, Preis der plom⸗ birten Schachtel 30 kr. Nur allein ächt auf Lager in Friedberg bei Hof⸗Apotheker C. Görtz. Die Administration der Felsenquelleu. Kriegs- X Friedensnummern der Gartenlaube. Die Nr. 3 bringt folgende Beiträge: Pulver und Gold. Den Mittheilungen eines Ossiziers nacherzählt von Levin Schücking.(FJorts.)—„Du forderst viel, o Vaterland!“ Gedicht von Friedrich Hofmann. Mit Illustration: Für die FJeldpost. Originalzelchnung von B. Woltze in Weimar.— Ein Opfer deuischet Vaterlandeliebe. Nach den handschrlftlichen Aufzeich ⸗ nungen des Vaters, mitgetheilt von E. St. in Naum⸗ burg.(Schluß.)— Auf unseren Vorposlen vor Paris. Von Ludwig Pietsch II.— Im Hauptquartser des Prinzen Friedrich Karl. Von unserem Berichterstatter Georg Horn. Neunter Brief. In der Stadt der Jung⸗ frau.— Beim braunen Cäsar. Von Dr. Schwelnfurth. — Ein Jesultenzögling. Von Fr.— Blätter und Blüthen: Alexander Dumas. Unsere Marine auf ver Loire. Deutsche Marine in Orleans. 6 gezeichnet von G. Arnould in Kiel.— Dreihunderl⸗ tausend mehr. Von F. Gerstäcker.— Aus der drei ⸗ tägigen Königsschlacht bet Metz. Mit Abbildung: Das Gardecorps bei der Erstürmung von St. Privat la Montagne in der Schlacht bei Gravelotte. Kleiner Brie fkasten. Oeffentliche Bekanntmachung. Betreffend: Concurs des Georg Bopp und dessen Ehefrau Wilhelmine, geb. Höck, zu Assenheim. 154 Das am 14. Dezember v. J. von den rubrizirten Ebeleuten angebotene Arrangement ist dadurch hinfällig geworden, daß die in Aussicht gestellte Bürgschaft inner⸗ balb der bestimmten Frist nicht beigebracht werden konnte. Zur weiteren Beschlußfassung steht Termin Mittwoch den 22. Februar d. J., Vormittags 10 Uhr, Zugleich werden, unter Hinweis auf die öffentliche Bekanntmachung vom 28. October v. J., die unbekannten Gläubiger hiermit nochmals aufgefordert, Forderungen und Ansprüche jeder Art an die Gemeinschuldner, sowie etwaige Vorzugsrechte in dem Termine bei Meidung stilschweigend erfolgenden Ausschlusses von der Masse anzumelden. 5 Mit Abbildung: Gläubiger werden— auch bezüglich eines etwaigen Arrangements— den Beschlüssen der Mehrheit der er⸗ scheinenden beitretend erachtet. Friedberg den 3. Januar 1871. Wfeßhensgücheg e Friedberg e i ß. 0 Jd upp zue mn gg ane un Arabische Gummikugeln von W. Stuppel in Alpirsbach. 5 Dieses Universalheilmittel erweist sich nach dem Gutachten der hoben königl. Obermedizinal⸗ Collegien in München, sowie in Stuttgart bei Huften, Heiserkest, Brustschmer ten. Verschleimung der Lungen und der Luftröbren als überaus wobl⸗ thätig, zumal bei Krampf und Keuchbusten be⸗ sö dern diese Bruslbonbons den Auswurf des jähen, steckenden Schleimes, mildert sofort den Reiz im Kehlkopfe und beseitigt in kurzer Zeit den W. Preis 2 ½ Schachtel 14 kr., ½ Schachtel 7 kr. bei J. A. Windecker in e CCC ⁵ĩͤ wbb Hofraitheverkauf. 123 Der Unterzeichnete beabsichtigt seine in Rödgen belegene Hofralthe mit Schmiedewerkstätte und Schmiede⸗ bandwerks inventar öffentlich zu verkaufen oder auch zu wirihschaft betrieben und kann das dazu gebörige In⸗ ventar ebenfalls abgegeben werden. August Reimer in * uftoo zue i go Von J. Venedep.— 0 Nach der Natur Originalzeichnung von Chr. Sell.— 1 Die ausbleibenden oder nicht gehörig vertretenen verpachten. In dieser Hofralthe wird auch eine Gast. 14018 1 Rödgen.