her, N dea cette er 10 dire J* 6 v. Aa Aderz let Groß 5 3 8 17 * 1 — —— 1871. Dienstag den 18. Juli. M d3. Ober sis 2 5 i C er Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. riedberger Zutelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — Amtlicher Theil. Betreffend: Die Einsendung der Verzeichnisse über die durch die Beitreibung der Communal- intraden entstandenen Kosten im II. Quartal 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bür ermeistereien des Kreises. Noch viele von Ihnen stehen mit der Vorlage in obigem Betreffe zurück, weshalb wir an die sofortige Erledigung hiermit erinnern. „ Setreffend: Die Anschaffung des Holzsamens pro 1871— nun dle Berechnung der Preise für denselben. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgerm eistereien der Wald bes Friedberg den 14. Juli 1871. „ Haas, Kreis⸗Assessor. Friedberg den 15. Juli 1871. itzenden Gemeinden und die Markvorstände. Ueber den aus dem Großh. Holzsamen Magazin für 1871 für Ihre Waldungen bezogenen Holzsamen gehen Ihnen die Auszüge gleichzeitig unter Couvert mit der Weisung zu, sofort fuͤr die Auszahlung der Beträge zu sorgen. Betreffend: Die Ausführung des Gesetzes wegen der Kriegsleißsungen und deren Vergütung, insbesondere die Vergütung für Leistung Das Großh. Kreisamt Friedberg an die Gro 8 Wir fordern Sie auf binnen 8 Tagen zweispännigen und eines einspännigen Fuhrwer hierher einzuberichten. 3 von Kriegsfuhren. die in N. Haas, Kreis-Assessor. Friedberg den 16. Juli 1871. ßh. Bürgermeistereien und den Großh. Polizeicommissär zu Wickstadt. Ihren betreffenden Gemeinden in gewöhnlichen Zeiten ortsüblichen Miethpreise eines ks bei freier Verpflegung von Mann und Pferden für den Fall, daß ein solches Fuhrwerk auf unbestimmte Dauer beziehungsweise unbestimmte Entfernungen in Anspruch genommen wird, nach Benehmen mit Fuhrwerksbesitzern g N enn a ch u . Haas, Kreis, Assessor. 1 Zetreffend: Verleihung einer ehrenden Auszeichnung an den Bürgermeister der Bürgermeisterei Staden im Kreise Friedberg. Konrad Dauch. Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß des Großherzogs Königliche Hoheit mittelst dem Gr. Bürgermeister der Bürgermeisterei Staden Konrad Dauch das all Friedberg den 14. Juli 1871. Allerhöchster Entschließung vom 1. d. M. gemeine Ehrenzeichen für Verdienste zu verleihen geruht haben. Greßherzogliches Kreis amt Friedberg, J. B. d.&. Haas, Kreis- Assessor. Deutsches Reich. Berlin. Wie der„N. Pr. Z.“ gemeldet pird, hat der Botschafter in London, Graf Bern— sorff, den Schwarzen Adlerorden erhalten;- der Kronprinz habe ihm denselben mit einem kaiser— chen Handschreiben übergeben,„in welchem dem bderdienten Staatsmanne der allerhöchste Dank ausgesprochen wind für den Takt und Eifer, den er während des Krieges auf seinem Posten be— piesen.— In den preußischen Lehrervereinen ist eine Agitation im Gange, welche die Absendung einer Nonstre- Petition an den Kaiser um Aufbesserung der Lehcerbesoldungen bezweckt. — Mit dem 15. Juli wird die Evacuations- Jommission in Weißenburg ihre Thäligkeit ein- stellen und mit demselben Termin hört auch der geregelte Lauf der Sanitätszüge auf. Mit Rück— scht hierauf sind an die betreffenden Commandos und Militär-Aerzte die erforderlichen Instructionen hinsichtlich der Behandlung der noch in Frankreich urbleibenden Krauken und Verwundeten ergangen. — Mit der Ernennung des Kronprinzen von Sachsen zum General- Feldmarschall ist die erste nrartige hohe Militär-Ernennung für das Reichs- er erfolgt, da der Kronprinz Albrecht von Sachsen bisher nicht zu der preußischen Generalität gehört hat. — Seit dem 2. Juli sind die Transporte ter französischen Kriegsgefangenen so beschleunigt porden, daß sich von den an jenem Tage noch in Norddeutschland internirten 49 Offizieren und 50,107 Mann nur noch ein sehr geringer Theil n Deutschland befindet. Die Entleerung der sstungen und der Rücktransport der Kriegsge— ungenen werden somit am 20. Juli als beendet tüzusehen sein und sich alsdann nur noch kranke 1d inhaftirte französische Offiziere und Mann— schaften in den Bezirken der ersten 12 deutschen Armeecorps befinden. Homburg. Es ist in verschiedenen Blättern mitgetheilt worden, daß der hiesige Gemeinderath vor circa 14 Tagen einst mmig um Verlängerung der Spielperiode bei dem Bundeskanzleramte ge— beten hat, obwohl jeder Einsichtige voraussehen konnte, daß ein solcher Schritt im Hinblick auf unsere Bundesgesetzgebung ohne Erfolg bleiben mußte, weßhalb denn auch die übrigen Badeorte jede Betheiligung hieran abgelehnt hatten. Dieser Tage ist denn auch hierauf die unvermeidliche, von dem Vertreter unseres Bundeskanzlers, Minister Delbrück, unterzeichnete Resolution erfolgt, durch welche der Gemeinderath mit dürren Worten auf den Grund der einschlagenden Gesetzesbestimmungen abschlägig beschieden wird. Frankfurt, 15. Juli. Der Kronprinz des deuischen Reichs kam gestern Abend um halb 11 Uhr mit dem Kölner Schnellzuge hier an und nahm sein Absteigequartier im Russischen Hof, wo der— selbe von den Herren Generallieutenant v. Blumen- thal, Major von Gottberg und Hauptmann Handtke empfangen wurde. Auf dem Bahnhöfe hatte sich eine zahlreiche Menge versammelt, welche den Kronprinzen mit enthustastischen Hurrah's be— grüßte. Während des Soupé's, zu welchem die erwähnten Herren zugezogen wurden, hatten sich auch vor dem Russischen Hof zahlreiche Gruppen versammelt, die bei dem Erscheinen des Kron— prinzen auf dem Balkon nicht müde wurden, den deutschen Kaisersohn hochleben zu lassen. Wo sich der Kronprinz auf der Straße zeigte, brach das Publikum in Hochrufe aus. Um 11 fuhr S. K. H. in Begleitung der erwähnten Offiziere des Ge— neralstabs mit dem Schnellzuge nach München weiter. Schwerin. Eine am 6. d. M. zu Güstrow stattgebabte Versammlung von 19 Bürgermeistern hat beschlossen, den Großherzog zu bitten, daß, da ein Verbleiben in der jetzigen Verfassung das Wohl des Landes gefährde und auch in Ruͤcksicht der Reichsverfassung unthunlich erscheine, derselbe geneigen möge, dem Lande wieder eine constitu— tionelle Staatsform mit gewählten Volksvertretern jährlichem Budget ꝛc. zu geben. a Aus der Pfalz. Der„Pf. K.“ schreibt: Die Truppenzüge durch unsere Provinz sind nun zu Ende, und die Aufnahme, welche die dankbare Pfalz den heimkehrenden Tapferen zu Theil werden ließ, hat in hohem Grade die Anerkennung der letzteren gefunden. Der Commandant der 25.(bes- sischen) Division, Prinz Ludwig von Hessen, hat sich zum Organ derselben gemacht, indem er an die Kreisregierung das nachstehende Schreiben richtete: „Der königlich baperischen Regierung der Pfalz fühle ich mich gedrungen, für die freundliche und zuverkommende Aufnahme, welche den Truppen der großherzoglichen Division bei dem Durch- marsche durch die Pfalz vom 11. bis 18. d. M. zu Theil wurde, meinen besten Dank auszusprechen. Ich habe mit großer Befriedigung allerseits das herzlichste Einvernehmen zwischen den Bewohnern der belegten Orte und den mir unterstellten Truppen wahrgenommen. Dudenhofen war der einzige Ort, in welchem nach einer hierher gelangten Meldung der 2. Escadron des 1. Reiterregiments die Auf- nahme Seitens der Bürger bel der am 15. Juni daselbst stattfindenden Cantonnirung bedeutend gegen die in sämmtlichen übrigen Orten der Rheinpfalz beobachtete Haltung der Bevölkerung contrastirte. Daselbst erschien weder die Ortsbehörde zur Be— grüßung der Truppen, noch war zum Empfang der Truppen eine Blume sichtbar, und fehlte der Fahnenschmuck an den meisten Häusern. Auf die Frage nach der Ursache dieser auffallenden Kälte wurde den Truppen die Antwort zu Theil: De Gemeinde habe schöne Fabnen; wenn die Sol- daten sie sehen wollten, hätten sie einige Tage vorher am Frobnleichnamsfeste kommen sollen.“ (Gez.) Ludwig, Prinz von Hessen, General- Ueutenaut und Commandeur der groß herzoglichen 25. Division.“ München. Berichten aus Rom zusolge, be- reitet der Papst eine Bulle vor, welche über die Stadt Rom das Interdiet verhängt. — Pater Hyacinthe trat der Erklärung Döllinger's und Genossen gegenüber dem deutschen Episcopat brieflich auf das Vollständigste und aus- drücklich bei; er ist überzeugt, daß dieser große Act der Freiheit des Glaubens, der Wissenschaft und des Gewissens der Ausgangspunkt und das Centrum einer neuen reformatorischen Bewegung in der katholischen Kirche sei. — Am 15, d. Abends 9 Uhr ist der Kron— prinz des deutschen Reiches, von Frankfurt kommend, hier eingetroffen und auf dem prächtig geschmückten Bahnhofe, vom Könige, den Prinzen, der Gene— ralität und den Stadtverordneten empfangen worden. Auf der Fahtt zur Residenz wurde der Kronprinz und der König von der unabsehbaren Menge mit begeisterten Hochs begrüßt Abends 11 Uhr findet Familientafel bei der Königin⸗Mutter statt. — Der König hat einen Armeebefehl erlassen, worin er sagt: er danke seinem treuen bayerischen Heere für dessen tapfere Thaten; er gedenke be⸗ wegten Herzens der Opfer des Kriegs. Auch unter den Segnungen des Friedens möchten die Krieger die ächten Kriegertugenden pflegen,„daß diese— schließt der Befehl— in lebendiger Kraft sich erhalten in meinem Volke und das Vaterland in euren Söhnen dereinst den Helden— muth der Väter wiederfinde.“ Friedrichshafen. Die Deputation der evangelischen Allianz wurde vom Fürsten Gort⸗ schakoff aus Auftrag des Kaisers Alexander wohl- wollend empfangen. Der Fürst betonte des Kaisers und seine eigenen Sympathien für den Zweck der evangelischen Allianz und für Glaubensfreiheit. Die Unterhandlung dauerte 1½ Stunde. Die Bitten der Deputation wurden mit großer Offen⸗ heit erörtert. Karlsruhe. Die„Karlsruher Ztg.“ enthält eine kaiserliche Cabinetsordre, datirt Ems 10. Juli, durch welche das Generalcommando des 14. Armee⸗ corps beauftragt wird, die in den Verband der preußischen Armee übertretenden Generale, Off ziere, Beamten und Soldaten in des Kaisers Namen herzlich willkommen zu heißen. Bis zum Ergehen der speciellen Personalbestimmungen ver— bleibt Jeder an seiner bisherigen Stelle. Die Cabinetsordre schließt:„Es ist Mir eine besondere Freude, den badischen Truppen bei dieser Ge— legenheit Meine volle Anerkennung für ihr aue gezeichnetes Verhalten im letzten Feldzuge und Meine Freude darüber auszusprechen, daß sich, Dank des großherzigen Entschlusses ihres Krieg⸗ herrn, eine so vortreffliche Truppe mit der preu- ßischen Armee vereinigt.“ — Die„Karlsruher Zeitung“ bringt einen Auszug aus der definitiven Verlustliste der badi⸗ schen Felddivision. Hiernach sind von Offizieren und Aerzten 31 todt, 147 verwundet, 4 vermißt; von den Manschaften 413 todt, 2584 verwundet, 259 vermißt. Die Gesammtsumme der Todien, Verwundeten und Vermißten stellt sich daher auf 3438. Von den Vermißten kamen zurück 4 Offi⸗ ziere und Aerzte und 220 Mann; in der Ge⸗ fangenschaft starben 13 Mann, noch vermißt sind 26 Mann. Straßburg. Eine Verordnung des General- gouverneurs setzt die Wahlen zur vollständigen Erneuerung der Gemeinderäthe in allen Gemeinden Elsaß⸗Lothrin sens auf den 30, kesp. 29. und 30. dss. Mts. an.— Oberpräsident Kühlwetter nimmt in der„Straßburger Zeitung“ von den Beamten und Bewohnern des Elsasses Abschied — Das hiesige Lehrer-Seminar, das für die Aufnahme von 100 Zöglingen eingerichtet ist, wurde am 18. April d. J. mit nur 41 Zög- lingen, von denen 28 Schüler der ehemaligen„Ecole normale“ waren, eröffnet; in diesem Augenblick ist die Zahl der Zöglinge auf 61 gestiegen. Ver- schiedene Schulamts-Aspiranten aus Lothringen, die um Aufnahme baten, wurden auf das im Herbst dieses Jahres noch zu eröffnende Seminar in Metz hingewiesen, woselbst die ersten Vorbe— reitungen zur Errichtung der neuen Anstalt ge⸗ troffen sind. Die mit dem Straßburger Seminar verbundene Münsterschule zählte anfangs 9 Schüler, gegenwärtig wird sie von ca. 30 Schüler besucht. Ausland. 1 Oesterteich. Wien, 12. Juli. Provinzial⸗ blättern wird von hier telegraphirt: Sowie Fürst Bismarck, haben auch die Minister Frankreichs, Englands, Sachsens und Bayerns den Grafen Beust aus Anlaß seiner Rede in der Delegation besonders beglückwänscht. Frankreich. Paris. Tas„Journal ofsiciel“ veröffentlicht die Ernennung des Generals Ladmirault zum Gouverneur von Paris. — Der Generalsecretär im Handelsministerium, Herr Ozenne, reist nach London ab, um bezüglich der Modification des Handelsvertrages Unter— handlungen einzuleiten. Derselbe geht dann behufs Besprechung über die deutsch-französischen Zollan— gelegenheiten nach Berlin. — Das„Journal des Débats“ veröffentlicht eine Denkschrift des polnischen Emigrationscomites an die Nationalversammlung, worin dasselbe gegen die Theilnahme einzelner Polen an dem letzten Bürgerkriege protestirt und erklärt, datz die meisten polnischen Emigranten Frankreich und der Ordnung treu geblieben seien. — Dem Londoner„Evening Standard“ wird vom 11. d. aus Paris telegraphirt: Auf zweifel⸗ hafte Gewährschaft hin wird gemeldet, am Sonn- tag habe eine regelmäßige Schlacht zwischen einem französischen Linienregiment und den Bayern in Nogent-sur-Marne stattgefunden. Die Bayern hielten den Zug an, welcher die Franzosen nach Lyon führen sollte, und ehe die Offiztere sich in's Mittel legen konnten, sprangen die Mannschaften aus den Wagen und griffen die Bayern mit ihren Säbeln an. Ehe die Ordnung wieder her— gestellt werden konnte, waren etwa 200 Mann kampfunfähig gemacht worden,“(2) — Der Chef der executiven Gewalt, soll, dem „Bien public“ zufolge, das Erzbisthum Paris dem Msgr. von Orleans angeboten haben. Dupanloup habe dasselbe jedoch aus sehr ehrenvollen Gründen ausgeschlagen. Wie hiesige Blätter sich beklagen, will die Regierung in den Theatern und Concerten keine Spottlieder und dergleichen gegen die Preußen vortragen lassen, da deren noch so viele in Frank— reich seien. Sie scheint demnach wirklich einge: sehen zu haben, daß in diesem Augenblicke die Hetzereien gegen die Deutschen höchst unangenehme Folgen haben müssen. Eine eigenthümliche anti— preußische Demonstralion hat Rothschild gemacht. Derselbe hat nämlich seine Dienerschaft in Ferrières, welcher der König von Preußen bei seinem Auf— enthalte auf dem Landsitze des reichen deutschen Banquiers 2000 Frs. zum Geschenke gemacht hat, gezwungen, dirselben an den Geber nach Berlin zurückzusenden. Alle leisteten dem Befehle Folge, ihnen mit Entlassung gedroht worden war. — Das„Journal officiel“ theilt mit: Die Explosion in Vincennes entstand in einem Ar— tillerieschuppen, welcher zur Aufbewahrung von Patronen und Geschossen diente. Da die Schläge nacheinander in getrennten Werksälen erfolgten, konnten die Arbeiter entfliehen. Nur ein Ar- tillerist wurde getödtet, sechs erlitten Verwundungen. Das Feuer entstand durch die Unachtsamkeit von Arbeitern, welche damit beschäftigt waren, Patronen zu entleeren. — Wie verlautet, hätte die Initiativ-Com- mission dem Antrage betreffs der Auflösung der Nationalgarde zugestimmt, Thiers wäre jedoch dagegen und wünschte, daß die Discussion darüber in seiner Stellung als Civilcommissar. bis zur Berathung über die Militär Organisation ausgesetzt werde, wobei die Frage bezüglich der Auflösung der Nationalgarde mitentschieden werden müsse.——— — Nach dem„Niederrh. Kur.“ hat die fran zösische Regierung bestimmt, daß die kürzlich aus dem Elsaß und Lothringen nach Frankreich ausg wanderten Knaben alle den Kindern der Soldaten zustehenden Rechte genießen sollen. Großbritannien. London. Im Unter⸗ hause erklärte Earl Granville auf die Inter: pellation Monk's bezüglich der Aufnahme des deutschen Kronprinzenpaares, daß dieses selbst den Aufenthalt im Botschaftshotel gewählt habe, die kronprinzlichen Kinder hätten den Buckingham Palast bewohnt. — Viel Befriedigung hat unter den Deutschen Londons die Antwort des Kronprinzen von Deutsch⸗ land auf die Begrüßungsadresse der deutschen Vereine hervorgerufen. Nach Durchlesung der Adresse sagte S. k. k. Hoheit: Er könne alles darin Ausgesprochene unterschreiben, nur das nicht, was man über ihn selber gesagt habe. Er habe eben nur, wie jeder Andere seine Pflicht ge— than. In Bezug auf die Zukunft Deutschlands sprach der Kronprinz die herrlichen Worte aus: „Ich kenne meine Aufgabe und Sie können sich auf mich verlassen.“— Einer Deputation des deutschen Hospitals, die ihm unter Führung des Frhrn. v. Schröder ebenfalls eine Adresse über⸗ reichte, antwortete der Kronprinz: Er freue sich, nach so großen, so gewaltigen Ereignissen wieder einmal im Frieden auf Englands Boden zu sein, Er habe die Sympathien der Deutschen dieses Landes aufs Tiefste gefühlt und statte ihnen Allen seinen wärmsten Dank für die großen praktischen Beweise ihrer Sympathie mit ihren kämpfenden und leidenden deuischen Brüdern ab. Was die Zukunft betreffe, so„werde er immer das Banner Deutschlands hoch halten und er hoffe, daß es ihm vergönnt sein möge, auch im Frieden seine Pflicht zu thun, wie er sie im Kriege habe thun können“. 5 — Die Abreise des Kronprinzen von Deutsch— land wurde von den hier lebenden Deutschen aber— mals zur Gelegenheit einer Ovation gemacht. Der Perron des Bahnhofs von Charing-Croß war diesmal den Mitgliedern deutscher Vereine, ihren Damen und Freunden freigehalten worden, und eine ungemein zahlreiche Schaar, denen diese Vergünstigung nicht zu Theil geworden, drängte sich um die Barrièren, um in die begeisterten Hochrufe einzustimmen, mit welchen der Kronprinz bei'm Aussteigen aus dem Wagen und bei Ab— fahrt des Zuges begrüßt wurde. Die Damen hatten sich sammt und sonders mit Blumensträußen bewaffnet und ließen sich's nicht nehmen, einen ganzen Regen derselben auf„unseren Fritz“ herab— strömen zu lassen. b Italien. Rom. Gerüchtweise ve lautet, die letzten Freignisse hier hätten auf den Papst einen derartig lähmenden Eindruck gemacht, daß sich seit mehreren Tagen eine auffallende Ge⸗ dächtnißschwäche bei ihm geltend mache.— Der „Osservatore Romano“ erklärt den angeblichen Brief Thiers' an den Papst als eine Mystification. Der Inhalt des echten Schriftstückes laute ganz anders.— Zwischen der Curie und der Regie- gierung ist eine Annäherung in Aussicht.— Die Regierung suspendirte die Einführung des Ge— setzes betreffs der Kirchengüter. 4 7— Friedberg. Da in dem, im„Anzeiger“ veröffent⸗ lichten Berichte über die Thäligkeit des Hilfscomitss für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde auch des in dem hiesigen Reservelazareth beschäftigt gewesenen ärztlichen Personals gedacht wird, so bedarf derselbe nach dieser Seite hin noch einer Vervollständigung. Neben den beiden behandelnden Aerzten war dem Lazaretb als Assistenzarzt der stud. med. E. Weckerling von hier zugetheilt worden, ein hoffnungsvoller junger Mann, welcher leider als Opfer seines Berufseisers fiel, indem eine Ver⸗ giftung, welche er sich bei der Section eines an Eiter⸗ vergiftung, verstorbenen Soldaten zugezogen hatte, seinen Tod gerbeiführte. An seine Stelle trat nachher Herr stud. med. Grödel, welcher dem Lazareth bis zu seiner Auflösung angehört hat. 0 Friedberg. Die mit dem Werner'schen Instttute dahier verbundene Musikschule, geleitet von F. Frilsch und Fräulein Lina Werner, über welche in diesem Blatte schon mehrmals berichtet wurde, nimmt gedeihlichen Fortgang. derarli wird I. meine Comp Rhe kanzle für d daß Jahr 164. Con und heim Rech den vor anbe decre kane 0 Jührung t Artise kber⸗ Er freut sich Tbaring ⸗Ctoß ron en F Frenprin * 1 de! Ak- * Dit Dent „Sluntustr ine bentn, 1505 10 767 Fritz herd rt t L den pn „ ene . Ant! St/ Sie zäblt jetzt 30 Schüler. Was diesen musikalischen Ge— decent Ire Einzelunterricht besonders aus— zeichnet, das ist die br egung des Wetteifers und die Mög⸗ lichkeit von mehr Abwechslung der Uebungen. Andere Vorzüge haben wir früher angegeben. Ein die Schule besuchender Geist⸗ licher sagte neulich ganz richtig, daß die Unterrichtsstunde den Eindruck eines Concerts mache. Daß die Violine, meisterbaft gehandhabt, als begleitendes Justrument be— nutzt wird, hilft jenen Eindruck wesentlich hervorbringen und erhöhen. Möge diese Schule auch ferner gedeihen! * Friedberg. Der Bischof von Mainz wird nächsten Dienstag in hiesiger Stadt zum erstenmal die Firmung vornehmen. Die Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde bereiten demselben den üblichen feierlichen Empfang vor, auf dem Wege nach der Kapelle werden Ehrenpforten erbaut und sonstige Dekorationen angebracht. Die kirchliche Feier beginnt Morgens 9 Uhr. D. Friedberg. Die von dem Mittelrheinischen Garten— bauverein im Saale zu den drei Schwertern dahier ver⸗ anstallete Rosenausstellung hat eine über Etwarten große Betheiligung von Seiten der Rosenzüchter gefunden und wurde dieselbe auch vom Publikum seyr zahlreich besucht. Nur eine Summe der Befriedigung herrschte bei allen Besuchern über die äußerst geschmackoollen Gruppirungen der verschiedenartigsten Pflanzen und über die sehr gelungene Dekoration des Ausstellungssaales, welche Herr Hofgärtner Welle von Assenheim zu arrangiren die Güte hafte. Dem Be⸗ schauer präsenzirie sich eine sehr reiche Collection der schönsten und prachtvollsten Rosenarten, welche vornämlich von der Großherzoglichen Hofgärtnerei dahier, den Gräflichen Hof— gärtnereien zu Assenheim und Arnsburg, den Herren Pfarrer Becker und Lehrer Maul in Bruchenbrücken, Major Bichmann, Hauptmann Hofmann, Reniamtmann Lindeck, Schloßverwalter Dönges dabier, Obergäxlner Ostermeier in Nauheim. Gebrüder Schultheiß in Steinfurt, Pfarrer Hofmann in Lindheim und von det v. Berna'schen Gärtnerei in Büdesheim ꝛc. ꝛc. ausgestellt waren. Hoffen wir, daß der Gartenbzuverein, dem wir diesen herrlichen Genuß zu verdanken hatten, in dem erfreulichen Resultate seines ersten Versuches eine Aufmunterung zur Wiederholung deraxliger Ausstellungen erblicken möge. Das Publikum wird den Veranstaltern dankbar dafür sein. Frankfurt. Das„Fr. J.“ schreibt: Der allge— meinen Anerkennung gegenüber, welche die Nation dem Componisten des Naionalliedes„Die Wacht am Rhein“ zollt und die in dem jüngsten Erlaß des Reichs⸗ kanzleis einen so würdigen Abschluß gefunden, dürfte es für das Pudlikum nicht unintetessant sein, zu erfahren, daß das Lied auch einmal verboten war. Im Anfang des Jahres 1866 nämlich verbot der Poltzeiverwalter Bürger⸗ meister Hochbaum zu Treffurt an ber Werra bessen öffent⸗ lichen Vortrag, a Paterborn. Am 8. b. Nachmittags 5 Ubr erschlug auf dem in unmittelbarer Nähe der Stadt liegenden Schützenhose ein Soldat des hier erst vor vier Wochen in Garnison gelegten 2. Bataillons des 5. westphälischen Infanterie Regiments Nr. 58 eine adelige Dame aus Duisburg, wesche nach dem Bade auf dem„Inselbade“ ihren Weg über den Schützenplatz nach der Stadt zurück— nahm. Die Leiche sah schauderhaft zugerichtet aus und lagen große Blutlachen neben ihr z 9 bis 11 Hieb- resp. 2 ber Serie 11309; drei Gewinne zu 10,000 Rbl. fielen auf Nr. 36 der Serie 13495, auf Nr. 26 der Serie 13879 und auf Nr. 3 der Serie 2796; fünf Gewinne zu 8000 Rbl. fielen auf Nr. 48 der Serie 505, auf Nr. 23 der Serie 3453, auf Nr 42 der Serie 17607, auf Nr. 22 der Serie 11839 und auf Nr. 8 ber Serie 4050; acht Gewinne zu 5000 Rbl. fielen auf Nr. 19 der Serie 3559, auf Nr. 25 der Serie 6380, auf Nr. 21 der Serie 10921, auf Nr. 23 der Serie 3998, auf Nr. 25 der Serie 16652, auf Nr. 6 der Serie 16563. auf Nr. 2 ber Serie 3579 und auf Nr. 26 der Serie 8593. Stichwunden im Gesichte und am Kopfe, ein Backen, knochensplitter nebst Ohrring daneben ꝛc. Was den erst scheußlichen Morde getrieben, ist unbekannt. gelang es, denselben zu arretiren. Nur schwer Literari sches. Die bei Eduard Hallberger in Stuttgart erschienene aroße illusteirte Kriegszeitung „Vom Kriegsschauplatz“ liegt jetzt abgeschlossen und vollendet vor uns. Wenn diese Zeitung bet ihrem Be— ginne versprach, ein getreues Bild des großen Völkerkampfes geben zu wollen, so ist sie diesem Versprechen im Verlaufe ihres Erscheinens und bis zur letzten Nummer in ganz vorzüglicher Weise nachgekommen. Indem wir die nun— mehr als staltlicher Band vor uns liegenden Blätter nochmals durchgehen, erhalten wir den lebhaftesten und interessantesten Gesammteindruck über alle Ereignisse des Riesenkampfes, einen Eindruck, der auch in diesen Blättern auf Kind und Kindeskind vererbt zu werden verdient. Wir wüßten daßhalb auch für unsere heimkehrenden Krieger kein schöneres Erinnerungszeichen, als diese Kriegszeitung, welche durch die Fülle und Trefflichkeit der Illustrationen, durch die reiche Zahl der Einzelschilderungen und vor— züglich durch die fortlaufende Kriegsgeschichte von dem berühmten Geschichtsschreiber Prosessor Müller, unter der Kriegsliteratur einen der ersten Plätze einnimmt. Wie wir hören, ist noch eine, kleine Anzahl kompleter Exemplare vorhanden, welche auch in schönem Einbande abge— geben werden. Verloosungen. Petersburg, 3. Juli. Bei der heute statigehabten Ziehung der 1864er Prämienanleéißhe fiel der Haupt⸗ gewinn von 200,000 Rubel auf Nr. 34 der Serie 31103 75,000 Röl. fielen auf Nr. 11 der Serie 16339; 40,000 Rol. auf Nr. 28 der Serie 13921; 25,000 Rbl. auf Nr. Mittags von der Wache gekommenen Soldaten zu diesem Gingesandt. Die Festpredigt, welche Herr Professor Diegel am Friedensfeste in unserer Stadt kirche gehalten, ist bei Bindernagel und Schimpff im Druck erschienen. Der Festprediger hat damit vielen an ihn ergangenen Wünschen entsprochen. Wer am Friedensfeste diese von Theologen und Laien als klassisch bezeichnete Predigt gehört hat, wird sie gerne noch einmal lesen, um sich durch die Fülle ihrer großen Gedanken wiederholt zu erheben und zu erbauen und Viele von Denen, die sie nicht gehört haben, werden ste ebenfalls nicht ohne Befriedigung und Nutzen aus der Hand legen. Von all' dem, was in der großen Zeit der Erhebung unseres Vaterlandes gethan, ge⸗ sprochen, gedacht worden, bleibt in dieser inhalt— vollen Predigt Nichts unberührt. Wer sich für 6 kr. in den Besitz derselben setzt, der hat eine gehaltvolle Arbeit, die ihm reichlichen geisligen Gewinn bringt, nicht zu theuer bezahlt, der hat aber auch dem Autor Anerkennung gezoht und den edlen Zweck unterstützen helfen, den der Erlös aus derselben nach der Bestimmung des Festredners haben soll. Die ganze Einnahme soll den In⸗ validen des Kreises Friedberg unverkürzt über— wiesen werden, da Herr Professor Diegel die Koͤsten der Herausgabe selber bestritten hat. Der Druck der einen Bogen umfassenden Predigt ist groß und schön und der Preis dafür von 6 kr. auch aus diesem Grunde gering. — 16414 Nach mißlungenem Güteversuch ist der förmliche Concurs über das Vermögen des Wilbelm Westpbal und dessen Ehefrau Katharina geb. Schäfer zu Oberissig beim erkannt und Termin zur Schuldenliquidation beim Rechtsnachtheil der Ausschließung auf den 25. Juli d. J., Vormittags 9 bis 10 Uhr, als Contamazirzeit 1 vor das unferzeichnete Gericht— Schloßstraße Nr. 260— anberaumt worden. Das demnächst ergebende Präclusiv⸗ decret wird nur durch Anschlag im Gerichtslocal be— kangt gemacht. Hanau am 22. Juni 1871. Königliches Amtsgericht Abtheilung II. ste r. vdt. Störckel Hofraithe⸗Versteigerung. 1813 Dienstag den 18. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die zum Nachlasse der Leopold Bucheckers Witlwe dahler gehörenden Immo— bilien Flur. Nr. Klftr. 1. 49. 25,6. Hofraithe in der Stadt, 1. 50. 37,8. Grabgarten daselbst nochmals öffentlich meistbietend erbabtheilungshalber ver- steigert werden. Zriebdberg den 14. Zuli 1871. In Auftrag: a Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Foce. Heugras-Versteigerung. 1790 Donnerßag den 20. d. M., Morgens 9 Ubr, soll das Heugras der Gemeinde Wenings vom Wirthwasem, großen Hübers, Alten⸗See, Peehwald und Bleichenbach, circa 232 Morgen haltend, und Freitag den 21. d. M., Vormittags 9 Uhr, vom Dietrich, Wetzberg, Roßbacherhecke, Hechel und Sauwasem, 70 Morgen haltend, versteigert werden. Die Zusammenkunft ist in loco Wenings. Der An⸗ fang der Versteigerung ift Donnerstag den 20. Juli um die bestimmte Stunde am Wirth swasem und Freitag den 21. Jult am sogenannten Dietrich zwischen Wenings und Nieder ⸗Seemen. Gegen Bürgschaft wird den Steigerern Zahlungs: frist bis Martini d. J. gegeben. Wenings am 10. Juli 1871. 6 Großherzogliche Bürgermeisterei Wenings. Ker u m m. 4 1 e Ein braver Junge, 1825 welcher das Saller und Tapeziler-Geschäft zu erlernen wünscht, kann sogleich eintreten bei But bach. Ludwig Ferber. Bekanntmachung. 1817 Im Firmen Register des unterzeichneten Gerichts wurde beute folgender Eintrag vollzogen; Sußmann Moses von Steinfurth detreibt daselost vom 16. Juni l. J. unter der Firma„S. Moses“ eine Dielen- und Steinkohlenbandlung en gros und en detail und hat seinem Bad⸗Nauherm am 5. Juli 1871. ö Großherzogliches Landgericht Bad- Nauheim. Ulrich, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Heugras ⸗-Versteigerung. 1823 Freitag den 21. d. M. soll das diesjäbrige Heu⸗ gras in den hiecsigen gemeinheitlichen Wiesen, circa 18 Morgen, der Wellboden genannt, in Abtheilungen auf Ort und Stelle meiftbieteyd versteigett werden. Der Anfang der Versteigerung wire Morgens 8 Uhr an der sogenannten Pforte gemacht. Fauerbach v. d. H. den 15. Juli 1871. Großherzogliche Würgermeisteter Fauerbach v. d. H. Philipps Hal z„ P. t ei r up 1830 Donnerssag den 20. Jult d. J werden von Morgens 9 Uhr an im Domantalwald Burgwald, Schlag II 7 Stecken geschältes Eschen-Scheitbolz, 423¼* 7 7 Prügelholz, 15970 Wellen 8„ Relsholz, 62„ ungeschältes„ 5 112 Läste Späne, Stück geschälte Eichen⸗-Stangen von 3 Zoll Dicke und 12 Fuß Länge versteigert. Ober⸗Rosbach den 16. Jult 1671. Großberzogliche Oberförsterel Ober-Rosbach. Strack. Obligations ⸗„Verloosung. 1821 Bei der beute dahier ftattgefundenen Verloosung hiefiger Partial- Obligationen sind die Nr. 45 und 93 mit je 100 fl. rückzablbar geworden, was dem Inhaber derselben mit dem Anfügen mitgetheut wird, daß der Betrag bis zum 1. September l. J. gegen Rückgabe der quittirten Schuloverschreibung uad der nicht fälligen Zingcoupons bei hiesiger Gemeindekasse in Empfang zu nehmen ist, da eine weitere Verzinsung von jenem Tage an nicht mehr stattfindet. Ossenheim den 14. Juli 1871. g Großherzogliche Bürgermeisterei Ossenheim. a u l. Ein schwarzseidener Negenschirm, 1832 an dem Griff„Ch. Seriba“ gezeichnet, ist abhan— den gekommen. Der Wledererstatter erbält eine gute Belohnung. Näheres bet der Exped. d. Bl. 30 Sohne Moses Moses von Steinfurth Procura ertheilt. Schnitespahn, Bekanntmachung. 1820 Die am 5. Juli 1871 im Nieder-Weiseler Ge⸗ meindewald abgebaltene Holzversteigerung bat die Ge— nehmigung nicht erhalten und soll nun Donnerstag den 20. Juli l. J., des Morgens 10 Uhr anfangend, einer nochmaligen Versteigerung ausgesetzt werden. Nieder⸗Weisel den 15. Julr 1871. Großherzogtiche Bürgermeisterei Nieder⸗Weisel. Rey ite 1 Holz⸗Versteigerung. 1822 Mittwoch den 19. d. M., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen im diesigen Gemeindewald, Düstrikt Steinbühl, versteigert werden: 15 Stecken Scheitholz. 152½„ Prügelbolz.“ Eichen⸗Schälbolz, 3919 Wellen⸗Relserholz, 7630 Wellen Aftbolzreiser, 78 Läste Allerletbolz. Zahlungstermin 1. Dezember 1871. Ober-Mörlen am 13. Juli 1871. Großherzogliche Bürgermeifterei Ober-Mörlen. E cke — 5 & 5 2 28 8 28. 2 S.— 3 3* 25 22 5 8 g 2 8. 8 Die soeben erschienene Nummer 42 S 2 2 817 22 5 entbält: S 850 3 Der Münztburm. Ein vaterländischer Roman von Georg Hiltl.(Fortsetzung.)— Der Halle'sche Stu⸗ dentenprosessor. Mit Dr. Tboluck's Portrait.— Ein Besuch in den sudafrikanischen Diamantfeldern. Von Missionar A. Merenskp zu Botsabelo in der Transvaal— Republik.— Aus dem Einzuge der Truppen in Pots⸗ dam. Zwel Scenen von unseem Specialartisten H. Lüders.— Am Famitientische: Ein deutscher Riesen⸗ baum. Zu der Abbildung der großen Eiche bei Leipzig von R. Pütiner.— Das deulsche Theater in St. Denis. — Paul Konewka, der Silhouettenzeichner. Von L. Pietsch.— Zwei Opfer der Commune. Mit den Por⸗ traits des Erzdischofs Darbop und des Abbe de Guerry. — Schlüter's Gießhaus in Berlin. Zu Besellungen empfehlen sich Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Im Bettfedernreinigen, sowohl in biesiger Stadt als auch über Land, empfiehlt sich Katharina Nees, wohnhaft in der Judengasse. 1804 Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Generalversammlung Samstag 22. Juli, Morgens 10 Uhr, im Schützengarten zu Wetzlar. Tagesordnung: Vorstandswahl, Alle Mitglieder der Gesellschaft, eingeladen. Vorträge, gemeinsames Mittagessen und gemeinschaftlicher Ausflug in die Umgegend. 6 sowie alle Freunde der Naturwissenschaften werden zu zahlreichem Besuch der Versammlung 9 1 f 1 Westdeutsche Versicherungs-Actien-Baut in Essen. Garantiefonds(Grundkapital und Reserven) 2,143,208 Thlr. Pr. Ert. 1829 Vou der obigen Gesellschaft ist mir eine Agentur für den Kreis Friedberg und Umgegend übertragen. Indem ich mich zum Abschlusse von Versicherungen gegen Brand⸗ schäden, Blitzschlag und Explosionsschäden(sowie gegen Bruch von Spiegel⸗ scheiben) zu festen und billigen Pramien empfeble, erkläre ich mich zur Ertheilung jeder gewünschten Auskunft gerne bereit. Friedberg im Juli 1871. G. H. Freundlieb. = Jahrmarkts⸗ Anzeige.— Sehr wohl zu beachten. De 1828 Künfttgen Friedberger Jahrmarkt, Mittwoch den 19. Juli, werden die nachstehenden Artikel zu unge wöhnlich billigen Preisen verkauft: 25 Stück engl. Nähnadeln 3 kt. 40 Stück Stecknadeln 1 kr. 50 Stück pol. Haarnadeln 3 kr. 12 Stuck Sicherheltsnadeln 2 kr. Eine sehr schöne Partie die Schnür riemen, Knöpfe ꝛc. ꝛc., Alles reell und billig. 6 Stück Stopfnadeln 1 kr. 12 Stück Rellenzwirn 20 kr. 50 Gebind. Klaftezwirn 15 kr. 144 Stück Haften u. Schlingen 3 kr. neuesten Lavaknöpfe, Traubengarnituren, Schnur, 144 Stück Hemdenknöpfe 6 kr. 12 Stück Kartenzwirn 6 kr. Der Stand befindet sich auf dem Jahrmarkt und ift an obigen Preis⸗Firma's leicht kenutlich, worauf man geuau zu achten bittet. Pteunholz-Versteigerung in den Domanialwaldungen der Oberförsterei Nidda. 1831 Es sollen versteigert werden: 1) Montag deu 24. d. Mts. in den Distrikten Friedrichsberg und Schlüssel⸗ blume: 547 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 60 Eichen⸗. As pen; * 63 5 Buchen⸗Prügelholz, 16* Eichen⸗ 5 4%„ Kiesern⸗ und Aspen⸗Prügelholz, 11 Buchen Stockholz, 37 5 Eichen⸗ 5 402 10 Buchen Reisholz, 103 5 Eichen⸗„ 10⁵ Nadel⸗ 1 1 Wagen Allerletholz. Das Holz im Distrikt Schiüsselblume kommt im Friedrichsberg zur Versteigerung und ist vorher einzusehen. 2) Dienstag den 25. d. Mts. in den Diftrikten Häuscheswald, Seewäldchen und Jungerwald: 5203¾ Stecken Buchen⸗ Scheitholz, 12„ Eichen⸗ * 23„ Buchen⸗Prügelholz, 3„ Eichen- 4 12⁰½„ Fichten⸗ 5 23 77 Aepen⸗ 77 126„ Buchen⸗Stockholz 9 1 Eichen⸗ 1 322„ Nadel⸗* 204„ Buchen⸗Reisbolz, 75 2 Eichen⸗ 6 137„ Nadel- 7 144 As pen⸗ 5 1 Wagen Allerleiholz. Das Holz im Jungenwald kommt im Seewaäldchen zur Versieigerung und ist vorher einzusehen. 3) Mittwoch den 26. d. Mts. im Disteikt Wellerberg: 19⅝ Stecken Buchen⸗Schelthelz, 116„ Bucen Prugelßbolz, 1 7 Elche n⸗ 7 59„ Aaospen⸗ 5 14⁰5„ Buchen⸗Stockholz, 1218„ Buchen⸗Stammreis holz, 11„ Eichen⸗Retsholz, 470„ Aspen⸗ 1 1 Eichen⸗Stamm von 23 Cubikfuß, 3 Klefern⸗Stämme von 68„ 15 Buchen und 20 Fichten Stangen. Die Zusammenkanft ist am 24. Juli im Distrikt Sauersumpf bei Holznummer 397, am 25. Juli im Distrikt Häuscheswald und am 26. Jult im Otstrikt Wellerberg, jedesmal präcis 9 Uhr Morgens. Nidda am 11. Juli 1871. Großherzogliche Oberförsterei Nidda. Rohr. 1819 Ein in bester Lage der Stadt Hanau seit vieken Jahren betriebenes Speeerelwaaren- Geschäft mit 1 Wohnung ist unter güastigen Bedingungen baldigst zu vermiethen. Reflectanten belieben ihre Offerten sub Chiffre A. 2703 an die Annoncen⸗Expedition von Rudolf Mosse in Frankfurt a. M. einzusenden. . wihan Darlec Colonial-, Material-& Farbwaaren-Handlung in Friedberg 1487 nächst der Burg. 370 Bei der Expedition d. Bl. kann jederzeit die Schrift eines derühmten Brucharztes mit Belehrung und vielen 100 Zeug nissen bezogen werden, aus welchen mit Be⸗ stimmtheit hervorgeht, daß Unlerleibsbrüche gehellt werden können. Lehrling gesucht 1810 für ein Colonialwaaren-Geschäft in Frank⸗ furt a. M.— Kost und Logis im Hause des Prin⸗ zipals.— Offerten sub. C. W. 725 an die Annoncen⸗ Expedition von Hansenstein&& Vogler in Frankfurt a. M. Werkzeug- Versteigerung. 1800 Mittwoch den 19. Juli läßt die Unterzeichnete in ihrer Wohnung vis-zvis dem Windecker'schen Felsen⸗ keller 1 Hobelbank, verschiedenes Schreinerweckzeug, als Fügböcke, Sägen, Hobel ꝛc. ꝛc., sowie einen Nuß⸗ flamm von 12“ Länge und 11“ mittlerem Durchmesser, eine Partie Klefern-Bohlen von 2 bis 4“ Dicke, ebenso Buchen Bohlen von 4“, einer öffentlich freiwilligen Ver⸗ steigerung aussetzen. Der Anfang ist Vormittags 9 Uhr. striedberg am 14. Juli 1871. Friedrich Rausch Wittwe. Die Gartenlaube. Nr. 28. Inbalt: Das Geheimniß des alten Kärner. Von Emile Mario Vacano.(Schluß.)— Aus der Geschich te eines alten Pfarrhauses. Von Pfarrer Ferdinand Lu⸗ cius.(Fortsetzung)— Bei den tanzenden und heulen⸗ den Derwischen. Von Franz Wallner. Mit zwei Ab⸗ ildungen: Ibrahim Effendi Kavust, Scheikh der heulenden Derwische. Nach einer im Besitz von Franz Wallner befindlichen Ortginalphotographie. Tanzende Derwische in Karo. Nach der Natur aufgenommen von Theodor Maper.— Ein Held der Feder. Erzählung von E. Werner.(Schluß.)— Im Schwanen Hotel. Mit Abbildung: Im Schwanen⸗ Hotel am 10. Mat 1871. Ortginalzeichnung von A. Neumann— Blätter und Blüthen: Winke für Rei⸗ sende die das Passionsspiel in Oberammergau besuchen wollen. Von A. M.— Zum Artikel„Wirihschaftliches Freimaurertbum.“ Von H. B.— Das Grab von Meulan. Von Ludmilla Assing.— Berliner Einzugs⸗ feterlichketten. Mit Abbildung: Die Kaiserstadt aus der Vogelschau. Nach der Natur aufgenom- men von Adolf Eltzner.— Kleiner Vriefkasten.— An das deutsche Volk! Kräftige Accordarbeiter 1818 finden in Frankfurt a. M. dauernde und lobnende Beschästigung auf dem an der Friedberger Landftraße unweit der Warte gelegenen Bauplatze. 1833 Dem gesammten Handelsstande empfehlen wir mit Recht die zweite verbesserte Auflage von: Praktischer Unterricht in der einfachen und doppelten Buchführung für Kaufleute, Gewerbtreibende und Fabri⸗ kanten, um ihre Bücher vereinfacht, deutlich und übersichtlich zu führen.— Nebst Anweisung zur Schnellrechnenkunst, zur richtigen Ausstellung von Wechseln, Verträgen und Coutrakten und An⸗ leitung zur Einklaaung der Buchschulden.— Von Wilh. Trempenau, Buchhalter. Zweite verb. Auflage. Preis fl. 1. 30 kr. NB. Das Fundament eines jeden kaufmännischen Geschäfts ist eine gute Buchführung, und als solche ist Allen, die mit Einrichtung der Handlungs⸗ bücher zu thun haben, vorstehendes Musterbuch zu empfehlen. 0 a Vorräthig bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Bad Nauheim. Mein Laden mit Comptoir, 1612 in der besten Lage der Stadt, zu jedem Geschäft geeignet, ist zu vermietben und kann sogleich bezogen werden. Auch können auf Verlangen einige Zimmer dazu gegeben werden. g S. G. Katzenstein's Wittwe. Korbwaaren 1756 empfiehlt K. Friedrich neben der Post. Ein freundliches Zimmer mit Cabinet, 1792 möblirt, ist zu vermiethen. Zu erfragen bei der Expedition d. Bl. 0 Ein Monatmädchen 1827 wird gesucht. Von wem? sagt die Exp. d. Bl. Ein gut erhaltener Wiener Flügel 1824 wegen Abreise zu fl. 54.— abzugeben. Vilbelergasse Nr. 21 in Fraukfurt a. M. An Magenkrampf, Verdau⸗ ungsschwäche etc. etc. Leidenden 585 wird das felt beinahe 50 Jahren segensreich wirkende Dr. med. Doecks' sche Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Expedition d. Bl. Das Mittel ift nur direkt zu beziehen durch den Apotheker Doeecks in Harpftedt b. Bremen(wohin derselbe seinen Wohnfitz von Barnstorf verlegt hat) 3 Bei Bindernagel& Schimpff in brtedberg und Nauheim ist vorräthig a i Der Obstbaum seine Pflanzung und Pflege als Hochstamm. Für Baum züchter, Gärtner, Landwirthe, Lebrer u. s. w. von H. Göthe. Preis 1 fl. 12 kr. Kirchen buchsauszüg e. Evangelische Gemeinde Getraute: 8 3 12. Juli. Friedrich Ludwig von Helmolt, Gutsbe⸗ sitzer zu Erlenbach bei Erbach im Odenwald, Sobn des verstorbenen hiesigen Großh. Postmeisters Georg Ludwig Helmolt und Anna Jobanneste Marte Frtederike Louise von Helmolt, Tochter des verstorbenen hiesigen Groß her⸗ zoglichen Poststallmelsters Georg Karl Ludwig v. Helmolt. Getaufte:— 9. Juli. Dem hiesigen Bürger, Spenglermeister und Mechanskus Conrad Karl Reuß eine Tochter Eltsabeth, geb, am 15. Juni. a 9. Juli. Dem hies. Bürger und Kaufmann Erasmus Ermus eine Tochter Johanna Philippine, geb. am 17. April. Beerdigte: 9. October 1870 starb zu Ars sur Moselle Conrad Röder aus Queckborn im Kteise Grünberg, Sergeant bei der 4. Comp. des 1. Großh. Hess. Jägerbataillons, 35 Jahre alt. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Vindernagel& Schimpff. 57 — —— —— Enthält azu di Verhand wenigste und auf 1 sicher Tehrkörr Aussicht Gegeaste wird der hierüber 0 welche Uheilen auch hi gut au in Fro Genda Trupp vorläu nach Röcke burgist klappen sollen Megim⸗ auch a handen Garde⸗ Krägen, Lin atlung Wappen wieder Kaiser Jereist gaber 7 Gi Denkme