— Trügdeln! und 0 E tublbeschwer⸗ gegen Daämortdotden Scropdein. dabitucue tert, icht und Wutung Blu Wegung gane Bon vorzugt e Wetdauungee Beichsucht, dein 2 1871. Dienstag den 18. April. 45. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Etscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Re gierungsblatte sind zu publieiren: Nr. 12. Rechnangagablage über. die Verwendung der für das Jahr 1868 ausgeschriebenen Brandentschädigungsbeiträge bett. Friedberg den 15. April 1871. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp. Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publieirt worden: Nr. 14. Nr. 624. Verordnung, die Aufhebung des Kriegszustandes in den Bezirken des 8., 11., 10., 9., 2. und 1. Armeecorps. Vom 7. März 1871.— Nr. 625. Consulbestellung. N . Nr. 15. Nr. 627. Bekanntmachung des 5. Verzeichnisses derfensgen höheren Lehranstalten zur Ausstellung von Zeuguissen für einjährige Freiwillige. Bom 28. März 1871.— Nr. 628. Bekanntmachung der Gymnasten die zur Ausstellung der Zeugnisse berechtigt. Betreffend: Die Bedürfaisse der Landiudenschaft der Provinz Oberhessen für 1871. Friedberg am 15. April 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die israelitischen Vorstände des Kreises. a Unter Mittheilung des in Abdruck nachstehenden Verzeichnisses über die Beiträge der israelitischen Religions gemeinden des Kreises Friedberg beauftragen wir Sie, den betreffenden Rechnern Ausgabedecretur zu ertheilen und dieselb en anzuweisen, die Beträge in den destimmten Zielen an den Rechner der Landjudenschaft N. Heß zu Gießen pünktlich abzuliefern. Trapp. g 1) Butzbach 14 fl. 14 kr.— 2) Fauerbach v. d d. 3 fl. 38 kr.— 3) Gam- Wölferebelm 6 fl. 25 kr.— 13) Staden 10 fl. 1 tr.— 14) Assenbeim 8 fl. 42 kr · dach 5 fl. 13 kr.— 4) Griedel mit Rockenberg 6 fl. 55 kr.— 5) Hoch Weisel 15) Bönstadt 9 fl. 48 tr.— 16) Bruchenbrücken 5 fl. 2 kr.— 17) Fauerdach b. Fr. 2 fl. 4 kt.— 6) Kirch⸗Göns mit Pobl-Görs 7 fl. 14 kr.— 7) Langenhain 47 kr. 32 kr.— 18) Florstad. mit Birkensee 10 fl. 14 kr.— 19) Friedberg 116 L — 8) Nieder- Weisel 11 fl. 17 kr.— 9) Ostbeim 1 fl. 15 kr.— 10) Steinfurth 20) Bad Nauheim 16 fl. 3 kr.— 21) Nieder⸗Wöllstadt 16 fl. 51 kr.— 1 fl. 27 kr.— 11) Weckesbeim mit Beienheim 3 fl. 6 kr.— 12) Melbach und 22) Ober⸗Rosbach 5 fl. 24 kr.— 23) Münzenderg 9 fl. 13 kr. n Bie kenn n n u en ech eee Wegen Ausbruchs der Blatternkrankheit ist das Wohnhaus des Instrumentenmachers Glück zu Friedberg vollständig abgesperrt. Setteffend: Blattern zu Friedberg. Zuwiderhandlungen werden nach 8. 327 des deutschen Reichsstrafgesetzes bezw. Art. 350 u. ff. d. Polizeistrafgesetzes bestraft. Friedberg den 15. April 1871.* Eresherieglckee Kreisamt Friedberg. app. Seren en een eee Betreffend: Untersuchung, das Auffinden einer männlichen Leiche in einem Schachte des Dorbeimer Bergwerkes. Am 28. l. M. wurde aus einem Schacht des Dorheimer Berg— Nach den eingetretenen Ermittelungen ist anzunehmen, daß jener werks eine schon in hohem Grade in Verwesung übergegangene, Mensch in dem über den Schacht gebauten Bretterhaus vor mehreren etwas uber 76 Zoll große, kräftig proportionirt gebaute und gut Monaten Schutz gesucht hat und unfreiwillig in den sehr tiefen ernährte Leiche eines Mannes hervorgezogen. Wasserschacht gestärzt ist. Die Kleider waren zum großen Theil bereits verfault und Man bittet zur Herstellung der Identität der hierorts unbe- bestanden: 1) aus einem Paar gestrickten schwarzen Socken und den kannten, auch im Gesicht unkenntlichen Leiche insbesondere mit Bezug oberen Theilen von abgeschnittenen Strümpfen, 2) einem Hemde, auf die erwähnten besonderen Kennzeichen sorgfältige Nachforschungen 3) einem kattunenen rothen Halstuche, 4) einem schwarztuchenen anstellen lassen und von dem Ergebniß uns in Kenntniß setzen Rock, ed Schnürschuhen, 6) einem weißen Taschentuche. zu wollen. Auf dem vorderen Theue des rechten Armes waren die ein-. N gestochenen Buchstaben 9705 ate ein Herz und Friedberg den 29. März 1871. i unter diesem die Jahres zahl 1843 deutlich wahraehmbar Großherzogliches Landgericht Friedberg. und es war diese Tättowirung, weil sie in rother Farbe sich dar- J. V. d. L.: b stellte, ohne Zweifel mit Zinnober ausgeführt worden. Sit eisientblen g r; Landgerichts- Assessor. Deutsches Reich. Dermstadt, die Erherung erner Umlage zur Bestretung Niepoth sich dieser Tage nach Berlin begeben, Darmstad t. Das Gro li Regi der Gemeindebevürfnisse in der Haupt⸗ und Residenzstadt“ um in Gemeinschaft mit dem hessischen Gesandten, 0 a roßherzogliche Regie- Darmstadt für 1871 betreffend. i: Legationsrath Hofmann, mit der Bundesbehörde rungsblatt Nr. 13 enthält: IX. Vetanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Leg 0 N g 0 Verhandlungen wegen Neuformation des hessischen I. Bekanntmachung der Großherzoglichen Ministerten] Offenbach, die Aufbringung der Bedürfnisse der israeli⸗ 5 des Innern und der Jusuz, die Geltung des Gesetzes über tischen Religionsgemeinde zu Offenbach für 1871 betreffend. Contingents zu pflegen. die Verpflichtung zum Kriegsdienste vom 9. November X. Bekanntmachung der Großherzoglichen Direktion N 0 1867 in Württemberg, 9 5 und Hessen südlich des der polytechnischen Schule, die Eröffnung der Vorlesungen Berlin, 14. April. Sitzung des Reichs⸗ Mains betreffend. des Sommer⸗Semesters der polytechnischen Schule be— tags. Der Reichstag nahm in seiner heutigen II. Bekanntmachung des Großherzoglichen Ministe. tressend. Die Vorlesungen des Sommer-Semesters be- Sitzung die deutsche Reichsverfassung in dritter a5 e S, e e e eg 8 e ae Leung ald alen gegen 7 Suren a d nissenhau lisab lift“ in Darmstad Ab.. enn betreffend. VElesesbensei n XII. Ermächtigung zur Annahme eines fremden Gesetzentwurf, betreffend die Einführung von Ge⸗ III. Bekanntmachung des Großherzoglichen Mini⸗ Ordens. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben setzen des norddeutschen Bundes in Bapern, wurde steriums des Innern, Schenkung an verschiedene Wohl⸗ allergnäbigst geruht: am 15. März dem Führer der in dritter Lesung angenommen. Auf eine Anfrage thätigkeits⸗Anslalten betreffend. zweiten Colonne des Offenbacher freiwilligen Sanitäts- Erhardt's(Nürnberg) wegen der Vorlage einer IV. Bekanntmachung des Großherzoglichen Ministe⸗] cocps Georg Friedrich Leschmann zu Offenbach die Er⸗ b 5 5 5 riums bes Jae i erben een Eisenbahn von laubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Prozeßordnung sür das deutsche Reich, erwiderte Offenbach nach Hanau betressend. Seiner Majestät dem deutschen Kaiser König von Preußen Staatsminister Delbrück, der preußische Justiz⸗ 875 Bekanntmachung des Großherzoglichen Kriegs- verliehenen eisernen Kreuzes zweiter Klasse zu ertheilen. minister habe den ausgearbeiteten Entwurf einer minifteriums, den Verlust von Invaliden-Wohlihaten Darmstadt. Prinz Ludwig von Hessen ist Civilprozeßordnung einer nochmaligen Erwägung eee Verurtheilung betreffend..o am 11. d. M. in Donjeux wohlbehalten einge- unterworfen, wodurch derselbe eine vollständig neue II. Betannimachung der Großherzagläche, n d hat das Commando über die Division Gestalt gewonnen habe, und solle derselbe jetzt nalbireclion Starkenburg, die Wahl der Geschworenen in troffen un 5 88 7 särk der Provinz Starkenburg für das Jahr 1872 betreffend. wieder übernommen. einer neuen durch süddeutsche Mitglieder verstär ten g VII. Bekanntmachung der Großherzoglichen Provin⸗ Worms. Wie die„Wormser Zeitung“ aus Commission vorgelegt werden. Der Bundesrath * e R in Darmstadt erfährt, werden der Oberst und Brigade werde die Vorlage möglichst beschleunigen, doch zrovinz Rheinhessen für betressend. 1 f 1 N 8 i VIII. Belannimachung Großherzoglichen Kreisamts commandeur v. Lyncker und der Oberkriegsrath]sei es zweifelhaft, ob die Vorlage noch in dieser 1 10 5 N 15 * Session erfolgen werden. Hierauf folgten Wahl“ prüfungen. — Die liberale Reichspartei hat beschlossen, durch den Grafen Luxburg eine Interpellation wegen der Lage der Industriellen des Elsaß ein ⸗ zubringen. Dieselben haben große Waarenmassen aufgestapelt, welche sie weder nach Frankreich noch nach Deutschland absetzen können, da auf beiden Seiten Zolllinien gezogen sind. Die Interpellation geht dahin, was der Bundesrath gegenüber dieser singulären Lage zu thun gedenke, um den indu⸗ striellen Interessen des Elsaß wie des Zollvereins, die vor einer Ueberschwemmung mit jenen Waaren⸗ massen ebenfalls zu schützen seien, gleichmäßig gerecht zu werden. — Wie die„N. A. Z.“ hört, ist der Ver⸗ band der Südarmee aufgelöst worden und das 2. und 3. Corps unter das Obercommando der 2. Armee getreten, welches der General der Ca— valerie Freiherr v. Manteuffel übernimmt. Generalmajor v. Stiele und der Oberst Wright sind in ihren Stellungen als Chef des General⸗ stabes, resp. Oberquartiermeister, verblieben.— Nach der„Volksztg.“ hat das Gardecorps Befehl zum Rückmarsche nach der Heimath erhalten. — Die„Kreuzztg.“ erklärt gegenüber ver- schiedenen Gerüchten bezüglich der Abtretung Weißenburgs an Bayern, daß dieses Projekt in früheren Stadien erörtert sein mag, gegenwärtig aber nicht mehr auf der Tagesordnung steht. Dasselbe Blatt schreibt: Dem Vernehmen nach sind die Generale Herwarth von Bittenfeld und von Steinmetz zu Feldmarschällen à la suite der Armee ernannt. — 15. April. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ und die„Kreuzzeitung“ bestätigen übereinstimmend, nach wie vor bestünde in maßgebenden Kreisen die Hoffnung, daß der Einzug der Truppen in Berlin im Mai oder spätestens Juni stattfinden könne, — Eine bemerkenswerthe Mittheilung bringt der wohlunterrichtete Berliner Correspondent der „Karlsr. Ztg.“:„Von Seiten der Pariser Com- mune sind in dem für neutral erklärten Gebiete zwischen der Enceinte von Paris und dem Forts St. Denis Requisitionen vorgenommen worden. In Folge dessen hat das Obercommando der deutschen Truppen in Paris anzeigen lassen, daß bei einer etwaigen Wiederholung solcher Vertrags— widrigkeiten ungesäumt die Eröffnung der Feind⸗ seligkeiten stattfinden werde.“ Kassel. Einer Ordre zufolge sind die Ge— fangenenzüge nach Frankreich„einstweilen“ wieder gänzlich eingestellt worden. München. Vom General v. d. Tann, dem Befehlshaber des 1. bayerischen Armeecorps, ist in letzter Zeit ein Schreiben hierher gelangt, worin er erzählt, daß die aufständische Regierung in Paris an ihn allen Ernstes das Ansinnen gestellt habe, er möge das von Bayern besetzte Fort Charenton in ihre Hände spielen, wofür er 2 Mill. Francs bekommen sollte, für sich nämlich, nicht etwa für die Kriegskasse. Es wirft das ein grelles Schlag- licht auf die sittliche Fäulniß der Pariser Be— völkerung. Wie sie alle ihre Niederlagen nur immer dem Verrath und der Bestechung ihrer Führer zuschrieben, so glauben sie auch, daß An- deren alles käuflich sei. — Der Rücktransport der noch in Bayern befindlichen 36,000 französischen Kriegsgefangenen wird am 15. d. beginnen und soll in etwa 24 Tagen beendet sein. Die Mannschaften werden bis nach Vesoul gebracht und dort von einer französischen Regierungskommission übernommen werden. Aus München wird mitgetheilt, die deut- schen Truppen in Frankreich wären jetzt in der Weise dislocirt, daß, wenn es nothwendig erscheinen sollte, 200,000 Mann innerhalb 24 Stunden unmittelbar vor Paris vereinigt sein können. Kissingen. Der Kaiser von Rußland wird Mitte Mai zum Kurgebrauch hier eintreffen; auf der Herreise wird derselbe am Berliner Hofe einen mehrtägigen Besuch abstatten. 71 eine Denkmünze erhalten. Man spricht davon, daß für Diejenigen, welche an den Kämpfen vor Belfort Theil genommen, noch ein besonderes Denkzeichen gestiftet werden soll. Ausland. Oesterreich Wien. Der berühmte Arzt Professor Oppolzer ist gestorben.— Die„Wiener Zeitung“ veröffentlicht ein Handschreiben des Kaisers aus Meran vom 11. April, durch welches Grocholski zum Minister ernannt wird. Schweiz Zürich. Das Kriegsgericht in der Untersuchungssache gegen die wegen der Excesse gelegentlich der deutschen Friedensfeier ver— hafteten französischen Offiziere hat die Angeklagten Didier, Raimond, Poirel und Peyou zu drei Monaten Gefängniß, Tragung der Kosten sowie zur Entschädigung des verwundeten Riedel mit 3000, der Tonhalle mit 700 und des Wirth— schafts-Eigenthümers mit 100 Fr. verurtheilt. Die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. Frankreich. Paris. Der„Soir“ mel— det, daß am 10. d. Abends vier Generalstabs— offiziere der Commune nach St. Denis gekommen sind, um die Ermächtigung zu verlangen, die preußischen Linien umgehen zu können. Zugleich baten sie, das Fort Aubervilliers zeitweilig besetzen zu dürfen. Der preußische General empfing sie sehr schroff, warf ihnen vor, daß sie mit Waffen erschienen seien, drohte ihnen mit Verhaftung und beschränkte sich schließlich darauf, sie entwaffnen zu lassen. Ihrem Gesuche wurde selbstverständlich nicht entsprochen. — Die Truppen von Versailles werden hier beschuldigt, explosive Gewehrkugeln gebraucht zu haben. Die Preußen haben ihre Positionen von St. Denis mit 5000 Mann verstärkt und ihre Vorposten stehen jetzt ganz nahe bei den Festungs- werken der Hauptstadt. Die Zahl der Verhaftungen ist im Zunehmen begriffen. Den Bürgern, welche sich dem Militärdienste entziehen, werden harte Strafen angedroht, und Diejenigen, welche Paris bereits verlassen haben, sind in schwere Geldbußen verurtheilt worden. Die Placate der republika nischen Liga, welche zur Versöhnung mahnen, sind abgerissen worden. — 12. April, Abends. Der Kampf währte gestern Abend zwischen Neuilly und Clichy noch mit Hartnäckigkeit fort. Die angebliche Nieder lage der Versailler Truppen wird bezweifelt. Die Föderirten haben Kanonen auf dem Trocadero gegen die südwestlichen Batterien des Mont Valerien aufgepflanzt.— Die englische Gesandt— schaft warnt die Ausländer, in Paris zu bleiben. — 13. April. General Dombrowski machte den Versuch, von Asnieres der Paris-Havre-Bahn entlang, vorzurücken. Er gelangte über Courbevoie hinaus; indeß wurden seine Tirailleurs bei Nanterre durch die Kanonen des Mon Valerien zum Rück— zug genöthigt. Asnieres wurde behauptet. — Oberst Heury meldet der Commune:„Ich erhalte von Dombrowski ausgezeichnete Nachrichten. Wir besitzen Neuilly zu drei Vierteln und führen eine regelrechte Belagerung aus. Die Gärten fallen einer nach dem andern in unsere Gewalt. Diesen Abend werden wir an der Brücke von Neuilly sein.“ Der„Cri du peuple“ meldet: „Die Versailler sind vollständig aus Neuilly ver- trieben. Die Brücke ist von den Förderirten besetzt. Der Feind flieht auf Courbevoie. Gestern Abend war Issy der Gegenstand eines neuen An- griffes, welcher zurückgeschlagen wuede. Die Kanonade wa nur schwach, desto lebhafter das Gewehrfeuer.“— Die Versailler haben die Orleans Eisenbahn unterbrochen. — Die Journale der Commune melden, daß die Jusel Grande Jatte von den Föderirten ein— geschlossen sei. Der Mont Valerien feuert ohne Unterlaß. Geschosse fallen in den Champs Elysees nieder. Zwischen den Forts Vauores, Issy, Montrouge und den Versaillern dauert die Ka— nonade mit Unterbrechungen fort. Der Erfolg der Delegirten der republikanischen Ligue wird als ein negativer bezeichnet. Karlsruhe. Die badischen Truppen haben zur Erinnerung an den Feldzug von 1870 und — 13. April, Abends. Diesen Morgen ent— spann sich ein heftiges Gefecht in der Nähe von Asnieres. Die Versailler Truppen schienen durch eine Umgehungsbewegung nach Asnieres gelangen zu wollen, um das auf der Insel Grande Jatte eingeschlossene Detachement zu befreien. Die Bat⸗ terien von Courbevoie sollten den Angriff der Pariser auf die Verschanzungen bei der Avenue verhindern. Andere Batterien feuerten auf Le⸗ vallois. Bei Neuilly kam gestern die beiderseitige Infanterie ins Gefecht. An allen Ausgängen des Dorfes wurde gekämpft. Batterien der Pariser waren auf dem Kirchhof von Levallois, der Eisen- bahnbrücke von Asnieres, der Porte des Ternes und Porte Maillot aufgestellt und unterstützten die Pariser Infanterie kräftig. Gegen 11 Uhr sollen die Nationalgarden an verschiedenen Punkten gewichen sein und Dombrowski Verstärkungen und Munition verlangt haben. Die heute Abend er— schienenen Blätter der Commune dagegen sagen, die Truppen der Ver sailler seien zurückgeschlagen. — 13. April, 10 Uhr Abends. Mit Aus⸗ nahme seltener Schüsse hat die Kanonade diesen Abend aufgehört. Einer Proklamation der Com- mune zufolge wurden das 1., 5., 11., 12., 13., 14. und 171. Bataillon der Nationalgarde ihrer gegen die Commune feindseligen Haltung halber aufgelöst. Dieselben sollen sofort reorganisirt werden. Alle Diejenigen, welche sich weigern, in der Nationalgarde Dienste zu thun, werden ent⸗ waffnet und wenn nöthig verhaftet. Die Auf- pflanzung jeder andern als der rothen Fahne wurde verboten. Eine Veröffentlichung Cluseret's erklärt, daß die Soldaten, welche der Commune nicht dienen wollen, bei den Arbeiten zur Repa⸗ ratur der Enceinte verwandt werden. Die Eisen— bahn nach Lyon ist unterbrochen. — Wie das Blatt„Commune“ meldet, hat Thiers den Delegirten der Versöhnungsliga ent— gegnet:„Wir wollen lieber vor den Thoren von Paris sterben, als gleich Polizeidienern und Mouchards zurückkehren.“ — 14. April. Während der vergangenen Nacht, sowie diesen Morgen dauerte der Kampf zu Neuilly und Asnieres fort, ohne daß sich die Lage der kämpfenden Parteien wesentlich geändert hätte. Gestern Abend hielten die Versailler den in der Nähe der Brücke befindlichen Theil von Neuilly noch besetzt. Auf der Insel Grande Jatte, gegenüber Villiers, hatten sie ebenfalls Streit⸗ kräfte aufgestellt. Die Pariser suchen die Ver⸗ sailler Truppen zu nöthigen, auf das linke Seine ufer zurückzukehren. Im Bois de Boulogne haben die Pariser Tirailleure vertheilt. Die Truppen der Versailler auf dee Grande Jatte werden durch einige Bataillone der Nationalgarde im Schach gehalten. Auf der Seite der Südforts batte sich heute Nichts ereignet. Die Föderirten sind des Angriffs der Versailler gewärtig und häufen be⸗ deutende Truppenmassen an, um Widerstand zu leisten.— Bei einer heute erfolgten Durchsuchung des Hotel Thiers wurden verschiedene Papiere mit Beschlag belegt und das Silberzeug zur Münze geschickt. Das Hotel wird von Nationalgarden besetzt gehalten. Auf Befehl der Commune faaden heute verschiedene Durchsuchungen in Pariser Kirchen statt, in mehreren Fällen wurde das Silberzeug zur Münze geschickt. — Abends. Der Tag verlief verhältnißmäßig ruhig. Bei Asnieres und Levallois dauerte der Kampf fort. Die Vorstädte Passy und Auteuil, die von den Batterien der Versailler beschossen werden, sind von ihren Bewohnern verlassen. Neue Kämpfe werden erwartet; von Versöhnung ist keine Rede mehr. Das Hotel des Herrn Thiers ist von der Commune besetzt worden. Ebenso sind die Häuser Jules Fadre's und des Marquis de Gallifet unter Siegel gelegt. Die Verhaftungen von Journalisten dauern sort. — 15. April, 8 Uhr Morgens. Ein An- schlagzettel Cluseret's meldet:„Die Versailler griffen um Mitternacht das Fort Vanvres au, wurden jedoch abgewiesen. Um 1 Uhr war Alles ruhig. Diesen Morgen hat die Kanonade an der Porte Maillot und in Neuilly wieder begonnen.“ — 15. April. Das„Journal officiel“ ver- öffentlicht folgende Depesche:„Eudes vom 15. April Die! geil! einen Groß une schlag ordnk Bata habe! dem wel ernel keit unte scch N gelitt Schr. welch Leute der A meiste Furch durch Ort, bring Prob beshr. Zahli an 6 man Mont häuse Scho Stra die ihne gart Pat Untel lreten ein! gergt wie auf arif oder Fran komm Adend r- , U. garde ihrer ang halber ttergaxisirt beigern, in bert ta ent- Die Auf. den Fahne 3 Guseret's Cennunt zur Neya⸗ Die Eisen⸗ acldel 0 dat ziliga ent Teren von entern und 5trgangentn der Kampf 1j sich die beeaind b gtandert lialt Slint · gat baben K ä April, 7 Uhr Morgens: Alles scheint beendigt. Die Nacht war schrecklich, ununterbrochener Kampf seit 10 Uhr Abends. Das Fort Vanvres hat einen heftigen feindlichen Angriff ausgehalten. Große Verluste auf der ganzen Linie. Die Com- mune bat einen Sieg zu verzeichnen“ Ein An- schlagzettel des Centralcomites vom Heutigen ver— ordnet die Auflösung des 18., 19. und 20. Bataillons der Nationalgarde. Die Mannschaften haben ihre Waffen innerhalb 24 Stunden auf dem Hauptquartier abzuliefern. — 15. April, Abends. Der Artilleriekampf, welcher diesen Nachmittag auf der ganzen Linie erneuert wurde, nimmt nach und nach an Heftig— keit zu. Die Batterie am Trocadero feuert un— unterbrochen, zwischen den Vorposten entwickelt sich ein heftiges Gewehrfeuer. Man sagt, Fort Issy dabe durch das Feuer der Bersailler sehr gelitten. — Der„Goulois“ schreibt: Es ist das Schreckenssystem, das scheußlichste Schreckenssystem, welches hier in Paris herrscht. Die unglücklichen Leute sind dahin gebracht, daß sie sich, in Folge der Angebereien, gegenseitig Alle mißtrauen. Die meisten waffenfähigen Männer versteckten sich, aus Furcht„gepreßt“ zu werden. Die Frauen laufen durch die Straßen hin und her und suchen einen Ort, wo sie ihre Sachen von Werth in Sicherheit bringen können, oder suchen nach diplomatischen Protectionen, um Paris verlassen oder ihre Briefe befördern zu können. Da alle Bankiers ihre Zahlungen eingestellt haben, so fehlt es überall an Geld. Die Leihbäuser sind angefüllt, aber man erhält nur halbe Vorschüsse, da es dem Mont-de-Pieté(so heißen die französischen Leih- häuser) an Fonds mangelt. Schaaren von wilden Nationalgarden durch die Straßen und halten die Vorübergehenden an, die sie unter den wüthendsten Drohungen zwingen, ihnen in ein Depot zu folgen, um als National- gardist eingeschrieben zu werden. Nachts sind die Patrouillen durch Banden von Plünderern ersetzt, unter denen die Weiber in großer Anzahl ver— treten sind; diese Horden brechen in die Wohnungen ein und räumen dieselben aus. geradezu eine Hölle geworden, eine Räuberhöhle, wie sie im Buche steht. Damenhüte sieht man auf der Straße gar keine mehr, da dieses zu aristokratisch ist. Die Frauen tragen Kapuzen oder Kopftücher. — Man schreibt der„N. Pr. Ztg.“ aus Frankreich:„Eine Person, welche aus Paris kommt, erzählt, daß der Erzbischof von Paris aus dem Bette gerissen und zu Fuß in das Ge— fängniß geschleppt wurde. Auf dem ganzen Wege wurde er nicht bloß verhöhnt, sondern auch in der schleußlichsten Weise besudelt. Alle Klöster wurden durchsucht und die dort Vorgefundenen verhaftet. An den Straßenecken war angeschlagen, daß morgen(Charfreitag) ein großes Banket stattfinden werde, mit der Bemerkung: man wird dort Priesterfleisch essen. Preis 3 Fr. Die Frauenklöster wurden bei Nacht überfallen; die meisten der Damen hatten glücklicher Weise schon die Flucht ergriffen.“ Versailles, 13. April. In der heutigen Sitzung der Nationasversammlung verlangte der Deputirte Brunet die Regierung darüber zu inter— pelliren, ob sie Paris, der hundertjährigen Haupt— stadt Frankreichs, gegenüber Frieden oder Krieg wolle. Die Kammer vertagte die Interpellation auf einen Monat. — 14. April. Das heutige Gefecht bei Asnieres hat keine weiteren Folgen gehabt. Die bedeutenden Streitkräfte, welche gegenwärtig auf dem Kampfplatz vor Paris vereinigt werden, lassen eine Enscheidungsschlacht als nahe bevorstehend erscheinen. Die Truppen sind voll Feuer. Nach- richten aus Paris besagen, daß die wahre Sach- lage dort anfange, bekannt zu werden; die In— surgenten seien entmuthigt. — Die Behauptung der Pariser Journale, die Jnsurgenten hätten das Dorf Neuilly, sowie die Brücke baselbst genommen, wird officiell dementirt. Bei Clamart verschwenden die Jusur— genten erfolglos Munition. Am Tage ziehen Kurz, Paris ist 15. April. Eine Circulardepesche Thiers an die Präfekten sagt: Die Kanonade der feind— lichen Forts ist höchst unbedeutend, der Ausfall wurde zurückgeschlagen. Die Verbindung zwischen Juvisy und Choisy ist durch Cavalerie unter— brochen. Zwischen den Insurgenten in der Pro— vinz besteht keine Verbindung mehr. Bei Neuilly erlitten die Insurgenten starke Verluste. Der Angriff auf Asnieres wird vorbereitet. — 15. April. Das„Journal officiel“ ver— öffentlicht ein Circularschreiben, welches besagt: Ein Ausfall der Insurgenten in der Richtung der Forts wurde entschieden zurückgewiesen. General Wolff nahm mehrere Häuser von Neuilly, wobei er den Insurgenten beträchtliche Verluste beibrachte. Die Regierung beabsichtigt jetzt, sich auf di Fest— haltung unserer Positlonen zu beschränken, bis zu dem Tage, an dem wir durch eine entscheidende Action versachen werden, diesem beklagenswerthen Bruderkriege ein Ziel zu setzen. Italien. Florenz. Einer Anordnung des Kriegs ministeriums zufolge soll die Wieder— herstellung und Armirung der französisch-italienischen Petersburg. Der„Schl. Ztg.“ wird Folgendes aus dem russischen Hofleben berichtet: Der Großfürst⸗ Thronfolger, der bekanntlich kein Freund der Deutschen ist, hat schon seit längerer Zeit den Gebrauch ber deutschen Sprache in seiner Behausung verboten. Jeder dem Zu⸗ widerhandelnde hat eine Strafe von 25 Rubel zu erlegen. Vor Kurzem nun war Gesellschaft beim Thronfolger, und als schon längst alle Gäste sich in traulicher Unterhaltung befanden, tritt plötzlich der Kaiser ein, wünscht„Guten Abend“ und führt einige Stunden lang das Gespräch in deutscher Sprache fort, natürlich die Antworten nur in deutscher Sprache enigegennehmend. Endlich erhebt sich der Kaiser, wünscht„Gute Nacht“ und will scheinbar den Saal verlassen. Ungefähr die Hälfte des Saales hat der Monarch durchschritten, als er plötzlich, wie sich besinnend, umwendet:„Ah! meine Herren, hier darf ja wohl, wie mir jetzt beifällt, nicht deutsch gesprochen werden? Ich habe ont eine Strase von 25 Nubel zu erlegen!“ Und indem sich der Kaiser zu einem höberen Beamken wendet und diesem die 25 Rubel einbändigt, fährt er fort:„Ich zahle diese Strafe bier an Sie und beauftrage Sie, dafür zu sorgen, daß alle hier Anwesenden die gleiche Strafsumme entrichten, denn ein Jeder sprach deutsch. Der Gesammt⸗ betrag wird sofort dem preußischen Generalstab zur Ver⸗ wendung für die deutschen Verwundeten überwiesen.“ Sprach's und verließ schalkhaft lächelnd den Salon. Bescheinigung. Grenzfestung Susa in 40 Tagen erfolgen. Donaufürstenthümer. Bukarest. Die Nachrichten Wiener Blätter über angebliche Be. drohungen der Persoa des deutschen General— Consuls und der Deutschen überbaupt beruhen auf Mystification. Seit dem 22. März ist nichts vorgekommen, was hierzu hätte Veranlassung geben können. — Die Regierung des Fürsten von Rumänien hegt die Hoffnung, die Pacificirung des Landes allein vollenden zu können. Eine Besetzung desselben durch fremde Truppen wird vorläufig nicht stattfinden. Rußland. Petersburg. Der Regie- rungsanzeiger bestätigt, daß in Odessa am Montag, Dienstag und Mittwoch heftige Excesse gegen die Juden von Seiten der Griechen stattfanden. Die Ordnung wurde durch Militärmacht unter An- wendung der Bajonnette hergestellt. Es wurden dabei viele Personen verwundet. Etwa 1000 Indi— viduen, welche die Läden und Häuser der Juden plünderten, wurden verhaftet. Gießen. Nachbemerkte Anklagesachen werden vor dem Schwurgericht vom II. Quartal l. J. zur Verhandlung, beziehungsweise Aburtheilung kommen: Montag den 7. April, Vormittags 9 Uhr, gegen Werner Hedrich von Lauterbach, wegen Diebstahls; Verth.: Gr. Hofg.-Adv. Hensler.— Denselben, Vormeettags 11 Uhr, gegen Konrad Kehr von Kirch-Göns, wegen Diebstahls: Verth.: Gr. Hofg.⸗Adv. Thorwart.— Dienstag, den 18. April, Mor⸗ gens 8 Uhr, gegen Konrad Klos von Nieder-Weisel, wegen Diebstahls; Verth.: Gr. Hofg.⸗Adv. Labroisse.— Den⸗ selben, Vormittags 11 Uhr, gegen Conrad Albus von Michelnau, wegen Meineids; Verth.: Gr. Hofg.-Adv. Stein- berger.— Mittwoch den 19. April, Morgens 8 Uhr, gegen Joyanacs Adolph III. von Burkharos, wegen Raubo; Verth.: Gr. Hofg.⸗Adv. Dr. Rea.— Donnerstag den 20. April, Morgens 8 Uhr, gegen Georg Heinrich Döring von Alsfeld, wegen Brandstiftung; Berth.: Gr. Hofg.⸗ Adv. Kraft.— Freitag den 21. April, Morgens 8 Uhr, gegen Adam Schäfer von Hutzdorf, wegen Meineids;(Ver— theidiger z. 3. noch nicht bestellt). Darmstadt. Aerariscee Sendungen zur hessischen Division gehen dermalen wöchentlich von bier ab und ge— langen in Folge direrier Bahnverbindung binnen 4 Tagen zu derselben. Ende Februar erschien ein Erlaß des Großh. Kriegsministeriums, wonach das Mitsenden von Privat— päckereien gestattet ist.— Obgleich in erster Linie die Ersatz— Abiheilungen zur Annahme der Packete verpflichtet sind, 5 können selbe aber auch ebensowohl bei dem„Großh. Elappen⸗Commando Darmstabt“ abgegeben werden. Mögen die Herren Geistlichen und Bürgermeister die Eltern ihrer ortsangehörigen Soldaten darauf aufmerksam machen. Heidelberg, Die reichhaltige rechtswissenschastliche Bibliothek des verstorbenen Professors Geh. Rath v. Vangerow soll für Strasburg erworben werden oder bereits gekauft sein, indem eine Neugestaltung und Wiederbelebung der dortigen Universität nächstens erfolgen soll. In Schriesheim am Neckar wurden am 28. März vier in Lumpen gehüllte, wild aussehende Gestalten im Walde gefangen und auf das dortige Rath haus gebracht. Im Wachezimmer entpuppten sie sich: nachdem sie ihre alten Kleider ausgezogen, standen auf einmal flotte fran— zösische Soldaten in noch schön aussehender Uniform da, ein Husat, zwei Liniensoldasen und ein Schneiderlein in Civil. Sie wollen, von Coblenz kommend, bei Darmstadt entsprungen sein, um den kͤrzesten Weg in ihre Heimath, Thionville und St. Elienne zu suchen, haben aber die ver⸗ kehrte Richtung eingeschlagen und kamen so in die Berge des Odenwalds. Nachdem man sie mit warmen Speisen, Wein ꝛc. erquickt hatte, wurden die Flüchtlinge Mann— heimer Dragonern, die gerade da waren, um Fichtenreiser zur Verzierung threr Kaserne zu holen, übergeben, welche sie auf ihren Wagen mit nach Mannheim nahmen. Bei dem Rechner des Comités für die Unterstützung der verwundeten und erkrankten Soldasen sind vom 12. März bis heute eingegangen unb werden dankbar be⸗ scheinigr: fl. kr. durch Herrn Regierungsratb Trapp: 1) gesammelt von Hrn. Geometer Schneider gelegentlich einer Versammlung der land⸗ wirthschaftlichen Section in Gambach 3 16 2) Kirchenopfer aus Gambach 24 45 durch Herrn Pfarrer Breidenstein Kirchenopfer aus Södel 148 durch Herrn Pfarrer Heßler in Assenheim Kirchenopfer 25— durch denselben Kreuzersammlungen der Schule— 57 Zeugengebühr von Hrn. F. Billasch in Fauerbach— 20 von Herrn Direkior Dr. Schwabe hier 5— durch Herrn Kirchenrath Görtz Kirchenopfer aus Nieder- und Ober⸗Florstadt 11 13½ von den monallichen Spendern Friedbergs pro März(Schluß) 97 30 für Knochen 1 36 von Frau Medieinalrath Möller hier 1 45 durch Herrn Lehrer F. Bapst gesammelt bei der geselligen Vereinigung nach dem Setzen einer Friedenslinde in der Gemeinde Böustadt 8 durch Herrn Pfarrer Urich Kirchenopfer aus Beienheim 5 30 Kirchenopfer aus der Stadikirche hier 12 33 von der Verwaltung des Ludwigbrunnens mehrere hundert Krüge Ludwigsbrunnenwasser. Friedberg den 6. April 1871. 8 Für das Comits: J. Huber, Rechner. Erfrischung der durchpassirenden Truppen und zurückkommenden Verwundeten im biesigen Bahnhofe. 24. Liste der Gaben aus hiesiger Stadt und Umgegend: An Geld: N. N. 1 fl., N N. 10 fl., N. N. durch Jean Huber 2 fl 30 kr., Fil. Oeser bier 30 kr., Fritz Horn hier 2 fl., Gemeinde Lindbeim 8 fl. 15 kr., Ge- meinde Altensadt 20 fl. 18 kr., Gemeinde Staden 9 fl., Forstmeister Herpel hier 5 fl., Kirchenrath Görtz N. Flor⸗ stadt 6 fl. N. N. 1 fl., Professor Thurn hier 1 fl., Pro⸗ sessor Roth 5 fl. 15 kr., Lebrer Kitz Langenhain 1 fl., Gemeinde Unterschmitten 6 fl. 33 ke., Frauenverein in Nidda 10 fl. 6 kt., Stadt Nidda 65 fl. 6 kr., von einem Verein in Nidda 25 fl., N. N. I fl., Maibildenstift 283 fl. 51 kr., von der Freimaurerloge dahier 50 fl., Ertrag einer Expertise 2 fl. 15 kr., Gemeinde Bönstadt 2 fl. 36 kr., Gemeinde Stammheim 7 fl., Justizrath Geiger in Assen— beim 20 fl., F. R. 1 fl. Professor Diegel hier 5 fl. Ueber⸗ schuß einer durch Dr. Weber veranstalteten Festmusik in Bönstadt 3 fl. Baumeister Ruths hier 4 fl. 45 kr., Ge⸗ meinde N. Roßbach 7 fl. 24 kr., durch eine Verloosung der Schulkinder bier 6 fl. 36 kr., Adam Engel hier 1 fl. 10 ke., Fr. St. hier 1 fl. C. St. hier 1 fl., Baron v. Harnier in Echzell 27 fl. 30 kr., Büchsengeld 1 fl. 33 ke., Gemeinde Assenheim gesammelt durch die Frl. Krick und Schäfer 41 fl. 50 kr. Summa 648 fl. 9 kr. Hierzu von voriger Liste den Betrag von 2263 fl. 58 kr. ergibt im Ganzen 2912 fl. 7 kr. Wir sagen den freundlichen Gebern unsern besten Dank und bitten um weitere Gaben, Das Comits. An Magenkrampf, Verdau- ungsschwäche etc. etc. Leidenden 585 wird das seit beinahe 50 Jahren segensreich wickende Dr. med. Doecks' sche Hellmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Expedition d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch den Apotheker Doeceks in Harpstedt b. Bremen(wohin derselde einen Wohnsitz von Barnstorf verlegt hat), Frucht ⸗Versteigerung. 898 Dienstag den 18. April 1. J., Nachmittags 2 Uhr, werden circa 100 Malter Korn und 8„ Gerste von den Fruchtvorräthen des vereinigten Armenfonds auf hiesigem Ratbbause öffentlich meistbletend versteigert. Weiter werden noch einige Partien Korn und Gerste verkauft, welche bereits am 24. Januar und 7. März 1. J. versteigert, bis jetzt jedoch den Verkaufsbedingungen entgegen, nicht abgefaßt worden find. Friedberg den 12. April 1871. Großherzogliche Bürgermelsterei Friedberg. Foucar. Holzversteigerung. 896 Donnerstag den 20. April werden in den Frei⸗ herrlich v. Franckenstein'schen Walddifirikten„An der Viebunter“,„Am Viehtrieb“ ꝛc. ꝛc. und in dem Straß⸗ heimer Hübnerschaftswalde versteigert: 4½ Stecken Buchen⸗Prügelholz, 1 1½„ Eichen⸗ 5 625 Wellen- Buchen⸗Reis holz, 7220„ Eichen⸗ und Birken ⸗Reisholz, 270„ Nadel⸗Reisholz, 7 Eichen⸗Stämme mit 56 Cubikfuß, 13„ Stangen„ 30 502 Gebund Ginstern. usammenkunft Morgens 9 Ubr auf der Abtriebs⸗ fläche im Straßheimer Hübnerschaftswalde. Credit dis 1. September 1871. Ockstadt den 12. April 1871. Der Freiherrlich v. Franckenstein'sche Oberfoͤrster Rumpf. Bekanntmachung. 930 Mittwoch den 19 April, Vormittags 11 Uhr, sollen die am binteren Ausgang des Schloßgartens stehenden Wohn und Wirtbschaftsgebäude bestehend in Maurer⸗, Zimmer-, Dachdecker⸗ und Schreinerarbeit zum Abbruch an Ort und Stelle öffentlich an den Wenigfi⸗ fordernden unter den vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen vergeben werden. Friedberg den 15. April 1871. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Reuß in den Domanialwaldungen der Oberförsterei Eichelsdorf. 927 Mittwoch den 26. und Donnerstag den 27. d. M. werden in den Districten Rabenköpfe, Dörrenberg, Linnes und Hasenköpschen versteigert: A. Brennholz. Holzart Scheitholz Prügelholz Stockholz Reis holz Stecken Buchen 24% 13 1242 (Stammreiser) Nadelholz— 141— 94 Aspen 43 — 6½.— IB. Bau-, Werk⸗ und Nutzholz. 4 Elchenstämme von 5½— 10 Zoll Durchmesser und 10—15 Fuß Länge mit 22 Cubikfuß, 3 Birkenstämme von 7— 10 Zoll Durchmesser und 15—30 Fuß Länge mit 38 Cubikfuß, 91 Nadelstämme von 5½ 10 Zoll Durchmesser und 40-55 Fuß Länge mit 1274 Cubikfuß, 7 Eichenflangen mit 24 Cubikfuß, 1034 Fichtenflangen von 3— 5 Zoll Durchmesser und 15—55 Fuß Länge mit 3385 Cubiksuß, 29 Buchensiangen, zu Lenkwleden geeignet. Aufang der Versteigerung an beiden Tagen Morgens präcis 9 Ubr, Zusammenkunft jedesmal auf der hohen Landstraße am Distriet Dörrenberg bei Holz N. 231. Am ersien Tag kommt sämmtliches Bau zc. Holz, sowie das in dessen Nähe sitzende Brennholz zum Ausgebot. Das in den Districlen Dörrenberg, Linnes und Hasenlöpschen zerstreut fitzende Holz kommt am ersten Tag Nachmittags zum Ausgebot, und wollen die Steig⸗ liebhaber sich solches vorber von Forsiwart Stier in Stornsels vorzeigen lassen. Die Nadesprügel sind messt in Schichten von 10 und 15 Fuß, und die Nadelreiser in solchen bis zu 30 Fuß Länge aufgearbeitet. Das Holz ist mittelst nen gebauter Wege gut auf die nach Langd führende Chaussee abfahrbar. Eichelsdorf am 10. April 1871. ee eee ene Eichelsdorf. e per. Hafer ⸗Versteigerung. 929 Mittwoch den 19. d. M., Nachmittags um 1 Uhr, sollen auf dem biesigen Bürgermeisterel-Bureau Zahlungs- circa 45 Malter Hafer verstelgert werden. termin bis 1. September l. J. Ober⸗Mörlen am 15. April 1871. Großherzogliche Tl Ober⸗Mörlen. 926 Samflag den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr, soll auf dem Bürgermetsterei⸗Bureau daher die zur Umpflasterung einer Gasse in Pflafterarbeit, sowie das Brechen und Belfabren von 2 bis 3 Cubikklafter bebauenen Pflastersteinen, Lieferung von 2½ Cubilklafter Sand und Grundwegfuhr, zu⸗ sammen veranschlagt und Chaussirarbeit zur Herstellung der Taunusstraße, das Brechen und Beifahren von 2½ Cubikklaftet aus- erlesenen Wandsteinen, wie auch das Steinaufsetzen und Sandmessen zu obigen Arbelten, veranschlagt zu 450 fl., wenigstnehmend in Accord gegeben werden. 921 Oflheimer Gemeindewald, lich zur Versteigerung kommen: Bekanntmachung. der Stadt erforderliche zu 700 fl.; sodann die Planuir⸗ 901 Encyelopädie für det e Müllerei und Soeben erschien und ist zu haben bei Bindernagel & Schimpff in Friedberg: f 0 Illustrirte f Müller, Mühlen- und Maschinenbauer. Vollständiges Lehrbuch ühlenbaukunde. fg. Preis eleg. broch. a 36 kr. Obiges Werk ist das umfassendste und billigste über dieses Gebiet und durch jede Buchhandlung zu beziehen. Leipzig, 1871. Moritz Schäfer. Butzbach am 15. April 1871. Großberzogliche Bürgermeisteret Butzbach. Küche l. Holz- Versteigerung. Freitag den 21. April d. J. wird in dem District Heide, noch nachträg⸗ 1) 3 Stämme Elchen-Bauholz mit 117 Cubikfuß, 2) 32 Nadel⸗Stammhbolz mit 32 Cubikfuß, 3) 647 Nadel⸗Stangenholz mit 322 Cubilfuß. 577 Mein für die diesjährige Saison wohlassortirtes bringe in empfehlende Erinnerung. Tapeten⸗Lager Georg Groß. Großer 925 Montag den 17. d. Mr. Untere Ulmenstraße Nr. 15, Parterre und erste Etage, Alle Sorten Oelfarben 821 in bester Qualttät empfieblt Möbel-Verkauf. und folgende Tage. Frankfurt ka. M. Wilhelm Bernbeck GSad-Uauheim.— 934 Bei Abhaltung des Faselmarktes Donnerstag den 20. d. M. findet in meinem Saale ein Mittagsessen um 11 Uhr statt, wozu freundlichst einladet . Fritz. Adele Steinmann, Fritz Fertsch, Osftpeim den 13. April 1871. 928 8 1140 Großherzogliche Bürgermeisterei Ostheim. erlobte. Winter. Süpplingen. damburg. Uiederlassungs- Anzeige. 931 Unterze ichneter kehrt im Laufe der nächsten Woche nach Bad⸗Nauheim zur Uebernahme seiner früheren Praxis zurück. Dr. Eredner, praect. Arzt. Linsen, Bohnen, Georg Groß. 10 bis 12 Erdarbeiter 923 können Beschäftigung erballen bei Maurermeister Martin Schäfer zu Bad⸗Naubeim. 932 Geschälte Erbsen, gulkochende, bei Steinkohlen, 691 namentlich auch Schmiedekohlen, verkauft zu billigen Preisen die Ziegelei am Bahnhof zu Nauheim Kaffee Preise von Carl Bender,, Domplatz 2, in Frankfurt a. M. Java, grün 30, 32, 34, 36 kr. Java, gelb 34, J va, fein braun, 40, 46, 48 kr. Nangoon, Demerary, Ceplon 34, 36, 38, 40 kr. Neilgerrby, Surinam, Costartka, 32, 38, 34, 35, 36, 38, 40 kr. Perl Ceplon, schwer, kräftig 42 kr. pr. Pfd. Mocca, fein Aroma 30 kr. pr. Pfd. Gebrannte Kaffees. Mocca, gebrannt 36 kr. Java und Mocca 40 und 851 36, 38, 40 kt. Java, hochgelb 48 kr. Einen Nußbaum 924 von 108 Cubikfuß bat zu verkaufen Johs. Hensel in Södel. Frische Repskuchen 937 empfiehlt Ph. Dan. Küm mich. Ein braver Junge 935 kann in die Lehre treten bet Friedberg. A. Winkler, pellgebülfe. 918 Eine geräumige, noch wenig gebrauchte Hundehütte i zu verkarsen. Wo? sagt die Exped. d. Vl. Aecht bayr. Malzzucker 42 kr. Java pur 44 kr. Java und Menadomischung 48 und 32 kr. pr. Pfd. Probesendungen von 15 Pfd. gegen Nachnahme. Frische Repskuchen 604 billiaßt bei Georg Groß. Alle Unterleibsbrüche heilbar. 370 Bei der Expedition d. Bl. kann jederzeit die Schrift eines berühmten Brucharztes mit Belehrung und vielen 100 Zeug nissen bezogen werden, aus welchen mit Be⸗ stimmtheit hervorgeht, daß Unterleibsbrüche geheilt werden können. 922 Eine Partie schöner gutkochender Erbsen, Linsen, Bohnen erlasse um damit zu räumen für Wiederverkäufer zu sehr billigen Preisen. Friedrich Bender, Holzaraben 2, Frankfurt a. M. Kräftige Taglöhner der Eisenbahnwagen Fabrik von Gastell& Harig in Mainz Uuhrer Steinkohlen eee eng z Dan. Kümmich. 877 finden bei hohem Lohn dauernde Beschäftigung in Krippen, Tröge und Gossensteine 376 aus s. g. Lungstein(Dolerit) empfiehlt die 933 ist wieder angekommen be? Georg Groß. ECEEEFFEEEECEFFCCCCCCCCCC0T00C(„„ T Todes- Anzeige. 936 Gestern 8 Uhr Abends verschied sanft nach kurzem Leiden unsere geliebte Gattin und Mutter Elisabetha König in ihrem 54. Lebensjahre. Verwandten, Freunden und Bekannten widmen wir diese Trauerkunde mit der Bitte um flille Theilnahme. Die Beerdigung findet Dienstag, Nachmittags 3 Uhr, statt. Bad⸗Nauheim, 17. April 1871. Die trauernden Hinterbliebenen. eee eee Kirchen buchsanszuügt. Evangelische Gemeinde. Getraute: 10. April. Friedrich Wilhelm, Heizer dei der Rhein⸗ Nahe-Bahn in Bingen, Sohn des pens. Försters David Wilhelm zu Medard im Königl. Preuß. Kreise Meisen⸗ heim, und Eva Juliane Baumann, Tochter des verstor⸗ benen hiesigen Bürgers und Schreinermeisters Wilhelm Baumann. Getaufte: 9. April. Dem Hautboisten beim 1. Hroßberzoglichen (Garde-) Jägerbatatllon August Krenkel ein Sohn Georg Heinrich Wilhelm, geb. den 9. März. 10. Apel. Dem Großherzoglichen Kasernenwärter Georg Wendel ein Sohn Ludwig, geb. den 23. März. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Ziegelei am Bahnhof zu Bad⸗Nauheim. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. hef Be an