— org Groß Nenummen laube. „ Ege fem Sent * en. Oraual 4 Fu end n fre at et · Naslar 80 8.— d . W. Uu eue Diettttestt sensch, 1871. Samstag den 18. März. M 33. Oberhei 2 sischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Deutsches Reich. Darmstadt. S. K. H. der Großherzog bat am 14. d. ebenso wie in früberen Jahren zum ebrenden Gerächtniß der verstorbenen Groß— berzogin Matbilde nachgenannten Anstalten die beigesezten Geschenke verliehen und zwar: der Mathildenstiftung 900 fl, dem Matbilden-Land- krankenhaus 300 fl., dem Rettungshaus in Hänlein 200 fl., dem Diakonissenhause Elisabethenstift und dem Hause der barmherzigen Schwestern dahier je 150 fl., der Kleinkinderschule dahier und der Blindenanstalt zu Friedberg je 100 fl., im Ganzen also 1900 fl. „ Gießen. Die Vorlesungen auf der groß- herzoglichen Landesuniversität für das Sommerhalb- jahr 1871 werden am 18. April ihren Anfang nehmen. Die Immatriculation beginnt am 13. April. Gießen. Um einen kurzen Ueberblick von den Geschäften ciner größeren Etappe während des Krieges zu bekommen, dienen am besten folgende Zahlenangaben. Bis zum 4. d., wo die Züge nach Frankreich sistirt wurden, sind 1455 Militär- Züge von hier nach Frankreich befördert worden und etwa 1070 Züge brachten aus Frankreich Kranke, Verwundete, Gefangene und Kriegsbeute, 427,900 Mann wurden bis heute auf Staats- kosten in der Militär- Speise-Halle auf hiesigem Bahnhofe mit warmer Kost oder Kaffee verpflegt, außerdem nahm am 5. September Kaiser Napoleon mit seinem zahlreichen Gefolge in den Fürstlichen Zimmern hiesigen Bahnhofs auf Staatskosten als Kriege gefangener das erste Diner auf deutschem Boden ein; etwa 3800 Kranke nahmen die zur Etappe Gießen gehörigen Lazarethe auf, 4540 Depeschen gingen bis jetzt bet hiesiger Etappen Commandantur ein und 4610 Depeschen gingen von derselben ab. Mainz, 15 März. Die Durchrceise des Kaisers Wilhelm ist heute unter ungeheuerem Menschen— andrange in festlicher Weise erfolgt, sowohl des sieggekrönt heimkehrenden Reichsoberhaupts als der Stadt würdig. Der Bahnhof prangte in festlichem Schmucke, ebenso die ganze Rheinstraße; bis zum Schloß hin war die Bahn mit Guirlanden ein— gefaßt und ein wahrer Wald von Fahnen bedeckte die Häuser. Nachmittags 5 Uhr traf der Extra— zug auf dem Bahnhöfe ein. Zwei Stunden vor— her war der Großherzog mit kleinem Gefolge dem kaiserlichen Zuge bis Bingen entgegen gereist. Als der Zug die Grenze des Festungsrayons be— schritt, begann die Artillerie rings auf den Forts dies- und jenseits des Stromes die Geschütze zu lösen. Der Kaiser hielt an der Verbandhalle, fuhr nach kurzer Ansichtnahme weiter und wurde die Rheinstraße entlang mit ungeheurem Jubel begrüßt. Im Bahnhose erfolgte die Begrüßung seitens der Stadt. Die Liedertafel sang das Lied: „Deulschland, Deutschland über Alles.“ Seitens der anwesenden Festjungfrauen wurde dem Kaiser ein Festgedicht und ein Lorbeerkranz überreicht. Bei der Ahfahrt brach das Kopf an Kopf ver— sammelte Publicum nochmals in donnerndes, kein Ende nebmendes Hochrufen aus. Berlin. Der Demobilisationsplan sämmt- licher Armeccorps ist nach der„N. St. Ztg.“ folgender: Zuerst kommen die Recruten der Garni— sons- und Besatzungsbataillone zur Entlassung, demnächst erfolgt die Auflösung der Garnisons— bataillone, hierauf erfolgt die Entlassung der Land wehrbataillone, und zuletzt die einzelnen Jahr- gänge der Landwehr und Reserve der Ersatz— Truppentheile und der mobilen Regimenter. — Der General- Adjutant des Kaisers von Rußland, General Wrangel, ift an der Spitze einer militärischen Deputation von Petersburg hier eingetroffen, um den deutschen Kaiser bei seiner Ankunft zu begrüßen. — Die Stadtiptrordneten-Versammlung be⸗ schloß, den Magistrat zu ersuchen, er möge stine Zustimmung ertheilen, daß dem Reichskanzler Grafen Bismarck und dem General Moltke das Ehrenbürgerrecht der Stadt Berlin verliehen und in einer Urkunde ausgesprochen werde, Die Communalbehörden beschlossen, die Marmorbüsten des Reichskanzlers und des Generals im Rath- bause aufzustellen. — Der„Proo.-Corresp.“ zufolge gedenkt der Kaiser Freitag den 17., Nachmittags 4 Uhr, in Berlin wieder einzutreffen. Ter Kaiser hat sich in der Residenz jeden feierlichen Empfang Seitens der Behörden und der Commune für jetzt aus- drücklich verbeten, um seiner Zeit erst mit den beimkehrenden Truppen, voraussichtlich Anfang Mai, seinen festlichen Einzug in die Hauptstadt zu halten. Aus Rücksicht auf die in Frankreich herrschende Stimmung und die bedrohlichen Zu— stände ist ang ordnet, daß alle disponiblen Truppen, mit Aus nahme der Landwehren, vorläufig in Frank- reich belassen werden. In den 180 Tagen, in welchen das Kriegsdrama wirklich spielte, haben die deutschen Herte 156 mehr oder minder bedeulende Gefechte bestanden, 17 größere Schlachten geschlagen, 26 feste Plätze genommen, 11,650 Offiziere, 363,000 Mann Gefangene gemacht, über 6700 Ge— schütze und 120 Adler oder Fahnen erbeutet. Die deutschen Heere haben demnach in jedem der sechs Monate wirklicher Kriegsführung durchschnitt— lich 26 Gefechte und 3 Schlachten durchkämpft, 4 Festungen genommen, 1950 Offziere und 60,500 Mann gefangen und 1110 Geschütze und 20 Adler oder Fahnen erbeutet. Es kommen somit beinahe auf jeden Tag des Krieges ein Gefecht, auf jeden neunten Tag eine Schlacht, auf jeden sechsten Tag eine eingenommene Festung; ferner auf jeden Tag an Kriegsgefangenen 65 Offiziere und 2070 Mann, an Geschützen 38 Stück, an Fahnen oder Adlern eine resp. einer auf je zwei oder drei Tage. — Paris wird bekanntlich noch einige Zeit auf der Nord- und Ostseite(rechtes Seineufer) unter deu deutschen Kanonen stehen. Daß diese Occupation der Forts St. Denis, Romainzkille, Notzent u. s. w. zwar gänzlich inoffensiv, aber nicht ohne Vorsicht ausgeübt wird, beweist fol gende Meldung, die der„Köln. Ztg.“ aus Paris zugeht:„Die Deutschen haben gegen den Mont— martre Vorsichtsmaßregeln ergriffen und auf dem sogenannten tapis vert(bei dem Fort Romain— ville) 8 Kanonen aufgestellt, welche die Buttes Montmartre bestreichen.“ — Nach dem„Staatsanzeiger“ befanden sich in der Begleitung des Kaisers während der Reise die General-Adjutanten v. Bopen und v. Tresckow, die Flügeladjutanten v. Albedyll, Graf Lehndorff, Major v. Alten, v. Lucadou, Prinz Radziwill und Graf Waldersee, der Chef und 18 Offiziere des großen Generalstabes, der kais. rusfische Militär- bevollmächtigte Generallieutenant Graf Kutusoff, die Generalintendantur der Armee mit 7 Oberbeamten, der Commandant des großen Hauptquartiers Major v. Locquenghien, der Chef der Militär- telegraphie, zwei reitende Feldjäger, zwei Offi- ziere der Infanteriestabs wache, die Felopolizei⸗ direction mit zwei Offizieren, der Geheime Hofrath Schneider und das Feldoberproviantamt, zusammen: 47 Generäle und Offiziere, 32 höhere und 30 Unterbeamte, 7 Unteroffiziere, 58 Mannschaften, also 179 Personen, für welche die Eisenbahnver⸗ waltung von Nanch ab 69 Achsen zu stellen hatte. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt: Bei einem Theil der Presse fand die Zutheilung einiger unbedeutender Striche elsässischen Landes au Bayern cinen Widerstand, der nicht gerecht⸗ fertigt ist. Das Object ist weder räumlich noch sonst von bedeutender Wichtigkeit, und werden die gedachten Gebietstheile, ob sie nun Bayern zugetheilt werden oder anderweitig darüber be— stimmt wird, doch unter allen Unständen deutsch bleiben. Schließlich würde ein derartiges Opfer zweifellos gerechtfertigt sein, wenn damit, wie zu hoffen, die in manchen Kreisen Bayerns herrschende mißtrauische Stimmung in das Gegentheil ver- wandelt oder doch gemildert würde. Dresden. Das„Dresdner Journal“ be⸗ flätigt, daß der Kriegsminister v. Fabrice mit Genehmigung des Königs noch einige Zeit in Frankreich bleibt, um die Vertretung des Reichs- kanzlers in Beziehung auf alle die Ausführung des Friedenspräliminar-Vertrages betreffenden An- gelegenheiten zu übernehmen. Frankfurt, 16. März. Nachdem gestern die ganze Stadt zum feierlichen und würdigen Empfange des neuen deutschen Kaisers den herrlichsten Festschmuck angelegt batte, der das alte Frankfurt wohl je geziert, versammelten sich um 5 Uhr am Triumphbogen die städtischen Be— hörden und einzelne Corporationen zur Begrüßung des auf 6 Uhr erwarteten Kaisers. Gegen ½7 Uhr zeigte der erste Kanonenschuß und das Läuten der Glocken an, daß der Kaiser auf dem Neckar- bahnhof eingetroffen. Nach dem Empfang des— selben durch den Regierungspräsidenten v. Möller und Polizeiprästdenten v. Madai wurde ihm das Damen-Comite, welches sich der Truppenverpflegung auf dem Reckarbahnhof gewidmet, vorgestellt. Hierauf bestieg der Kaiser mit dem Großherzog von Hessen eine von dessen Hof-Equipagen und fuhr zum Portale des Triumphdogens. Hier wurde er vom Oberbürgermeister Dr. Mumm in der alten Kaiserstadt willkommen geheißen. Der Kaiser reichte demselben zum Gruße die Hand. Darauf fuhr der Kaiser durch den Triumphbogen in die Stadt ein. Kopf an Kopf stand die Menge, Kopf an Kopf schaute sie aus den Fenstern auf die Straße herab. Die Fahrt bis zum „Darmstädter Hof“ glich einem Triumpbzuge. Endlos waren die Hochs auf den Kalser, auf den Krouprinzen, der im zweiten Wagen saß, und auf General v. Moltke, der im dritten folgte. Als der Kaiser im„Darmstädter Hof“ abgestiegen, erschien er auf dem Balkon und dankte der Menschenmenge, welche auf der Zeil bis zum Dachgiebel sich aufgepflanzt hatte, durch mehrere stumme Verbeugungen. Als Moltke binter dem Kaiser sichtbar wurde, bekam auch er seine stür— mischen Hochs. Um 10 Uhr fuhr der Kaiser zum Thee zu General v. Boyen, woselbst ibm eine Serenade mit Laternenzug gebracht wurde. Auf der Hin- und Rückfahrt des Kaisers wurden ihm von der Menschenmenge stets Ovationen dar- gebracht. Heute Morgen hatte sich schon früh eint zahlreiche Menschenmenge vor dem Hessischen Palais eingefunden, wiewohl die Stunde der Ab- reise des Kaisers erst auf 10 Uhr festgesetzt war. Auf dem Perron des Hanauer Bahnhofs ver- sammelten sich die städtischen Behörden, die Spitzen der Vereine zur Verpflegung der Truppen und für freiwillige Krankeupflege, die Damen der ver⸗ schiedenen in gleichem Sinne wirkenden Comite's, das Offiziercorps, die Vertreter der Landgemein⸗ den u. s. w. Gegen balb zehn Uhr kamen die Prinzen Karl und Adalbert, die Generale von Moltke, d. Tresckow ꝛc., bald darauf auch, von stürmischen Hochs empfangen, der Kaiser und der Kronprinz. Der Kaiser ließ sich die Damen persönlich vorstellen und batte für Jede ein freundliches Wort. Kurz nach 10 Uhr fuhr, unter nicht endenwollenden Hochs, der Zug mit den boden Gästen fort. Saarbrücken. Aus Ferridres wird unterm 13. März gemeldet: Jules Favre ist gestern Abend nach Abschluß der Verhandlungen mit General Stosch wieder nach Paris zurückgekehrt. Die Verpflegung der deutschen Truppen ist so geregelt, daß sie mit 500,000 Mann beginnt, und je nach Rückmarsch der Truppen bis zu 150,000 Nann abnimmt und endlich mit 50,000 Mann abschließt. — 15. März. Der Kaiser traf, begleitet von dem Kronprinzen sowie den Prinzen Karl und Adelbert, heute 11 Uhr Vormittags im besten Wobhlsein bier ein und wurde auf dem Bahnhöfe vom Generalgouverneur Herwarth v. Bittenseld, dem Oberpräsidenten der Rheinprovinz und den städtischen Bebörden empfangen und von einer unabsehbaren Volksmenge jubelnd begrüßt. Der Kaiser trat dann in die Mitte der in der Bahn⸗ hofshalle versammelten Deputirten der rheinischen Städte und Landgemeinden, erwiderte die An- sprüche des Oberbürgermeisters von Köln in längerer warmer Rede und nahm die von erbeini⸗ schen Gemeinden gewidmete Dankadresse sowie einen Lorbeerkranz entgegen. Um 12 Uhr setzte der Kaiser die Reise fort. München. Die Frist, welche den Professoren Döllinger und Friedrich zur Abgabe der Unter- wütsigkeitserklärung unter die Beschlüsse des Con- cils gestellt war, ist abgelaufen, ohne daß die Aufgeforderten eine Erklärung abgegeben bätten. In Augsburg sind in der kgl. Gieß- und Bohranstalt 74 eroberte Geschütze aus Paris eingetroffen, darunter ein Hinterlader ntuester Construktion, der der Aufschrift nach erst in diesem Jahr angefertigt wurde. Neustadt a H. Wohl noch nie bat ein Militärtzansport so großes Aufsehen erregt, als der der französischen Kanonenboote, welche in Orleans weggenommen worden waren. Dieselben waren ihrer Maschinen und Kanonen entkleidet und auf einem Gerüste, welches auf mehreren der stärksten, zusammengekoppelten, offenen Eisenbahnwagen ruhte, befestigt. Die Bote waren von einer Abtheilung Matrosen und Marine- soldaten begleitet. Ausland. Schweiz. Bern. Der eidgenössische Com⸗ missar Dr. Heer ist von Zürich hierher zurück. gekehrt. Auf seinen Bericht beschloß der Bun- desrath, die eidgenössische Besetzung der Stadt Zürich aufzuheben, der Züricher Regierung be⸗ merkend, der Bundesrath erwarte, daß sie für den ungestörten Fortgang der Untersuchung und die Sicherheit der Rechtsprechung Sorge tragen werde. Frankreich. Paris. Ein Detret des Chefs der executiven Gewalt bestianmt, daß, in Erwägung, daß in Folge der Ratification der Friedenspräliminarien durch die Nationalversamm⸗ lung kein Grund mehr vorbanden ist, die gegen- wärtige Organisation der Armee aufrecht zu er- halten, die Generalstäbe und sonstigen besonderen Dienstzweige der Nordarmee, des Armeecorps vom Havre, der auf der Halbinsel Cotentin vereinigten Streitkräfte, der Armee der Bretagne, der 2. Armee des 25. Armeecorps and der in der Nièvre vereinigten Truppen, der Vogesenarmee, der in den Departements Ain und Savoyen vereinigten Streitkräfte, sowie aller sog. strategischen oder Uebungslager, vom 7. März aufgelöst werden. —„Paris-Journ.“ meldet: Die Bespannungen, welcht nach dem Montmartre geschickt wurden, haben die Kanonen nicht zurückgebracht. Die Nationalgarden haben ihre Ansicht geändert und beschlessen, jedem Bataillon die ihm gehörigen Kanonen zurückzugeben gegen das Vorzeigen einer Quittung, welche den Ankauf der Geschütze nachweist. — Ein Befehl des General Vinop untersagt das Abhalten von Bällen und Maskeraden während der Mittfasten. — Die Syndicate haben einmüthig be⸗ schlossen, keinen Deutschen mehr in den Handlungsbäusern von Paris aufzunehmen. Man wird die Wichtigkeit dieses Beschlusses begreifen, meint der„Constitutionnel“, wenn man weiß, daß die Syndicate mehr als zehntausend Mitglieder im Handelsstande von Paris besitzen. — Das„Journal des Döébats“ drückt sein Erstaunen darüber aus, daß die Behörden den lächerlichen und mitunter abscheulichen Scenen, deren Schauplatz die Butte Montmartre und der Bastillenplatz seit 14 Tagen seien, kein Ende mache. Das genannte Blatt fordert Thiers auf, einen thätigen, einsichtsvollen und energischen Polizeipräfekten zu berufen. — Thiers ist in Versailles eingetroffen. Der- selbe hat, um sich der Nationalversammlung gegen- über nachgiebig zu zeigen, bestimmt, daß alle Sitzungen des Ministeriums in Versailles und nur die offiziellen Empfänge in Paris stattsinden sollen. — Alle ausgedienten Seldaten der Pariser Armee verlassen die Stadt, um sich in ihre Heimath zu begeben. Großbritannien. London. Wie es heißt, soll Graf Bismarck in einer Depesche an die englische Regierung hinsichtlich der Kriegs- contrebande proponiren, daß den Neutralen ver- boten werde, künftig die kriegführenden Theile mit Kriegsmaterial zu versehen. Italien. Die Stadt Rom feierte am 14. d. zum ersten Mal den doppelten Geburtstag des Königs und des Kronprinzen Humbert. Letzterer hielt bei dieser Gelegenheit eine Revue der Na— tionalgarden ab. Abends war Illumination. Rußland. Petersburg. Der Allianz⸗ vertrag mit Preußen, wovon die„Morning Post“ sogar den Text gegeben hat, wird in offiziellen Kreisen entschieden dementirt. J Aus Ockstadt. Grausenhaft sind die Gräuel des verheerenden Krieges; wohlthuend dagegen ists wieder, zu gewähren, wie dieselben durch die vielgestaltige Nächsten⸗ liebe, deren unsere Jetztzeit sich rühmen darf, gemildert werden. So sind denn auch wir wiederholt in der freudigen Lage, zu berichten, daß Herr Reichsrath Freiherr von Franckenstein einhundert Gulden für die Angehörigen der hiesigen, im Felde stehenden Truppen bestimmie, die am verflossenen Montag an 28 Betheiligte vertheilt wurden. Diese edle Gabe verdient um so mehr unsere Anerkennung und Dankdarkeit, als Se. Exellenz seither schon 120 fl. an das Friedberger Comité durchziehender deutscher Krieger und 104 fl. an unbemittelte Aeltern hiesiger Soldaten gelangen ließ. Gießen, 14. März. Monlag den 17. April l. J., Vormitiags 9 Uhr, werden die Sitzungen des Schwur— gerichis vom II. Quartal unter dem Vorsitze des zum Präsidenten bestimmten Großberzoglichen Hofgerichts-Naths Herrn Eckstein beziehungsweise des zu dessen Stellver⸗ treter ernannten Großherzoglichen Hofgerichts-Raths Herrn von Herff ihren Anfang nehmen und ist zu diesem Behufe in der heute statigehabten öffentlichen Sitzung Großherzoglichen Hofgerichts der Provinz Oberhessen, die Ausloosung der Haupt-Geschworenen in folgender Reihen⸗ folge vorgenommen worden. 1) Friedrich Bücking, Rentner in Gießen. 2) Georg Fulda, Rentner daselbst. 3) Conrad Bausch VI., Landwirth in Nieder⸗Wöllstadt. 4) Heinrich Walther, Landwirth in Maar. 5) Ludwig Grünig, Papierfabrikant in Kesselbach. 6) Dr. Ludwig Lange, Professor in Gießen, 7) Jacob Köhler I., Landwirth in Langsdorf. 8) Friedrich Fink, Branntweinhändler in Lauterbach. 9) Julius Georg Daniel Bapst, Kaufmann in Gießen. 10) Georg Ferdinand Gail, Favrikant daselbst. 1u) Friedrich Vollmüller III., Fabrikant in Lauterbach. 12) von Rabenau zur Nordeck, Rittmeister in Gießen. 13) Gilbert Müller II., Landwirth in Bellersheim. 14) Friedrich Führer, Bierbrauer in Gießen. 15) Johannes Jacobi VI., Bürgermeister in Rodheim v. d. H. 16) Dr. Rudolph Buchheim, Professor in Gießen. 17) Concad Keller, Landwirth in Melbach. 18) Löb Oppenheimer, Fruchthändler in Friedberg. 19) Jacob Diehm, Fabrikant in Lauterbach. 20) Arnold Müller, Cigarrenfabrikant in Gießen. 21) Karl Puth, Landwirih in Nieder-Wöllstadt. 22) Johannes Schlitt V., Landwirth in Leusel. 23) Wil— helm Curtman, Hofgerichis- Advocat in Friedberg. 24) Kaufmann Rosenthal, Fruchthändler in Butzbach. 25) Friedrich Koch, Kaufmann in Stockheim. 28) Johannes Weitzel V., Bürgermeifter in Hopfgarten. 27) Heinrich Karl Schaubach I., Landwirth in Nieder-Florstadt. 28) Karl Draudt, Oeconom in Büdes heim. 29) Jacob Wießler, Ellenwaarenhändler in Butzbach. 30) Georg Jehner I., Landwirth in Schwalheim. 8 einer Verpflegung der hier durchpasstrenden Truppen auf dem Neckar-Bahnhof wegen der Größe und der Schwierig⸗„ sehen rauf keit der Aufgabe von dem betreffenden Comite abge und richtet dasselbe nunmehr seine Aufmerksamkeit darauf, dem Regimente oder Bataillone, welches hier in Gar nisot kommt, ein großartiges Fest zu beresten. 4 O Frankfurt. Der am Taunustbor für den Ein⸗ zug des deutschen Kaisers und der heimkehrenden deulschen Sieger erbaute Triumphbogen ist in seinen Dimen⸗ sionen und in seiner künstlerischen Ausführung das Groß⸗ artigste, was der bei so vielen Gelegenheiten schon er— probte Patriotismus der Frankfurter bis jetzt geschaffen hat. Eine 30 Centner schwere Germania, welche den heimkebrenden Siegern Lorbeerkränze entgegenhält, steht majestätisch auf der Höhe des Triumphbogens, welcher auf der Seite nach dem Thore hin die Inschrift trägt: Seid mir freudig gegrüßt, ihr tapferen, siegreichen Helden, Größe, Einheit und Ruhm dankt das Vaterland Euch! Links sind die Namen der eroberten Festungen, rechts die Namen der Schlachten, die sich auf der der Gallusgasse zugewandten Rückseite des äußerst geschmackvollen Triumph⸗ bogens fortsetzen. Als Inschrift prangt auf dieser Seite: Nun mag verwandelt werden das Schwert zum Pal menzweig, Und Friede sei auf Erden, geschützt vom deutschen Reich. Ein zweiter Triumphbogen befindet fich auf dem Roß⸗ markie und trägt, mit Kränzen geschmückt, die seither im Dom aufbewahrte riesige Kaiserkrone, unter welcher s. 3. die deutschen Kaiser während ihrer Saldung und der darauf folgenden Huldigung saßen. An den vier Seiten sind Inschriften angebracht. Die eine lautet:„Heil dem erneuten Kaiserthum“, die andere„Friede, Einheit und Wohlfahrt“, die dritte„1814, 1815 und 18717 und die vierte:„Durch Muth und Weisheit zum Sieg.“ Die Häuser in den Straßen, durch welche der Kaiser seinen Einzug in die Stadt gehalten, sind mit Guirlanden ge⸗ schmückt und gewähren bei den sonstigen verschiedenartigsten und geschmackvollsten Decorationen auch jetzt noch einen prachtvollen Anblick. Aus Warschau wird geschrieben, daß zu der auf der großen Haide bei Bzesc-Litewsk zu veranstalteten Auerochsen-Jagd Gäste vom preußischen Königshause er⸗ wartet werden. Die Jagd soll dem deutschen Kaiser zu Ehren stattfinden, der bereits früher einer solchen Jagd beigewohnt und mehrere Stücke Auerwild erlegt hat. Diese Thiere werden in der genannten Haide eingehegt und sind besonders Leute in derselben colonisirt, welche für dieses Wild das Winterfsutter vorbereiten und die Fütterung und Tränkung an bestimmten Plätzen im Winter besorgen müssen. Eine Jagd auf Auerochsen ist nicht nur für die Gegend um Bzesc⸗Litewsk, sondern für ganz Littauen ein wichtiger Act. » Darmstadt. Man hat mit dem Abbruch des auf dem Marienplatze stehenden Invalidendenkmals, welches offenbar eine Versündigung gegen den guten Geschmack war, begonnen und wird ihm auf dem Friedhof ein stilles Plätzchen gönnen. Wie verlautet, soll auf die freiwerdende Stelle ein neues Denkmal zur Erinnerung an die glor— reiche Betheiligung unserer Truppen in dem Feldzug 1870-71 zu siehen kommen. Bezüglich der in Nr. 28 dieses Blattes ab⸗ gedruckten dankenden Anerkennung der seitens des Herrn Bierbrauereibesitzers Windecker an das Reservelazareth gemachten Eislieferungen muß nach- träglich bemerkt werden, daß dieselbe, eigentlich ein Zeugniß für einen Privatzweck, lediglich durch den Irrthum des von mir beauftragten Be— stellers den Weg in die Druckerei gefunden hat. Uebrigens würde diese ausschließliche öffentliche Anerkennung eine schreiende Ungerechtigkeit gegen die übrigen Herren Brauereibesitzer unserer Stadt gewesen sein, welche fast alle mit der größten Liberalität ihre Eis vorräthe dem Lazareth zur Verfügung gestellt haben. Friedberg, 17. März 1871. N Aufforderung. * Der Unterzeichnete macht bekannt, daß ihm von mehreren Orten Amerika's, insbesondere aber durch das deutsche Hülfs-Comits in Mil- waukee in Wisconsin, eine nicht unbedeutende Summe zur Disposition gestellt worden ist, mit dem Auftrage, dieselbe zum Besten der Hinterlassenen, Wittwen und Waisen der in dem deutsch-französischen Kriege Gefallenen oder Verwundeten zu verwenden. Es werden daher hiermit alle Diejenigen, welche Anspruch auf eine derartige Unterstützung erheben zu dürfen glauben— und zwar zunächst aus dem Großherzogthum Hessen— aufgefordert, sich in frankirten Briefen unter Darlegung ihrer Verhältnisse, Bedürfnisse u. s. w. baldmöglichst an den Unterzeichneten wenden zu wollen. Eine Beglaubigung dieser Darlegung durch die je— weiligen Herren Geistlichen, Ortsvorstände oder sonst völlig glaubwürdige Personen ist erforderlich. Dr. med. Louis Büchner in Darmstadt, Grafenstraße Nr. 39. Dr. Lorenz. Frankfurt. Wie hiesige Blätter melden, wurde von i 0 12 e, Wr 1 ee n* * 1. 13 1 5 1* N 1 1 M g, ee N ann. 55 *— t d * den Held * tet d, n dns 25. 2 Fumpt. ben Selk nig e* ui. 8 ten 1* ß be . n *. det N St* gel den * Tin n n 4 d d Lan unn arab. tent dn n u d 7— 1 1 22 int s. reiche! „ tant 0 * 1 nnn 1 Beta nntem ach unn g. 7 Nachdem der Glasermelster Ludwig Schulze von edberg mit Dinterlassung von minderjährigen Kindern derschledener Ebe gestorden und das gerichtliche Ver. fabren zur Regullrung und Auselnandersetzung des 311 eingeleitet worden ist, wird biermit zur öͤffent⸗ n Kenntniß gebracht, daß die Schuldner der Nach- 1 bse an den bessellten Curator, Kaufmann Guflav Dieffenbach in Friedberg, so gewiß baldigs Zablung zu leisten haben, als sonst das Beitreibungsversahren eingelettet wird. Friedberg den 14. Mä z 1871. Grosderzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Steinderger, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Güter ⸗Versteigerung. 655 Freitag den 24. März d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in bhiesigem Rathhause die zum Nachlasse des ver⸗ slorbenen Jodannes Oberländer dahier gehörenden Güterftücke in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung auf freiwilligen Antrag der Erben nochmals öffentlich meiftdietend versteigert werden unter dem Anfügen, daß eine weitere Versteigerung nicht adgebalten und del annehmbaren Geboten den Ketztbietenden die Ge⸗ nehmigung alsdald ertbeilt werden soll. Friedberg den 17. März 1871. Großberzoglich's Ortsgericht Friepberg. Derr. Holzversteigerung in den Domanialwaldungen der Oberförsterei Nidda. 651 Es sollen im Pardwalde, Distrikt Eichelacker, vetsteigert werden: 2 2 und Dienstag den 27. und 28. d. M. Eichen Stämme, zu Bau⸗ und Waguerholz geeignet, bis zu 16½ Zoll mittlerem Durch messer und bis zu 60 Fuß Länge, 13,625 Cubik⸗ fuß enthaltend, 45 Kiefern Stämme, meißtens zu Schnittholz ge⸗ eignet, bis zu 22½ Zoll mittlerem Durchmesser und bis zu 65 Fuß Länge, 1 Buchen Stamm von 16½ Zoll mittlerem Durchmesser und 20 Fuß Länge, 43 Cubiksuß enthaltend. 2) Mittwoch den 29. d. M. 7 Stecken Buchen Scheitholz, 68 Eichen⸗Rundscheitbolz, * 10„ Kiefern Scheitholz, 2„ Aspen⸗ Scheitholz, 10³ Eichen⸗Prugelbolz, 3 Kiefern⸗Prügel holz, 73½„ Eichen⸗Stockholz, 9„ Kiefern 30d. 239„ Eichen⸗Re es bolz, 26 Klefern⸗ Die Zusammenkunft ift jedesmal Morgens 9 Uhr im Holzschlage an dem Vicinalwege aus dem Harbwalde nach Ula. Nidda den 14. März 1871. Gralteelge 3 Nidda. r. Bekanntmachung. 647 Die am 13. und 14. d. M. in ven Freiberrlich v. Franckenstein'schen Walddistrilten Allmep, Bornwaͤld⸗ chen und Klappertannen abgehaltene Polzversteigerung iß genehmigt. Erster Fahrtag: Donnerstag den 23. März. Ockstadt den 15. März 1871. Oer Freiherrlich v. Franckenstein'sche Oberförster Rumpf. Bekanntmachung. 650 Oonnerstag den 23. und Freitag den 21. Marz b. J., jedtsmal Vormittags von 9 Ubr an, sollen am Rod⸗ beimtr Gemeindewald, in dem Diftrikte Alter Schlag, folgende Holzsortimente öffentlich meistbietend versteigert werden: 2 Stecken. Scheitholz „ Nadel 637% 5 Buchen- Prügelbol 5½ 1 Eichen;. 2%„ FVadel 451 1 Buchen Stodholi 3* Eichen⸗ 7 18/0 Nadel-„ 16000 Stud Buchen- Wellen, 510 Eichen⸗. 1515„ Nadel⸗ 17 Buchen⸗Stämme von 192 Cubiksuß, 7 Eichen ·* 5 U 5 44 Nadel⸗ 2 4 25 Eichen⸗Stangen, 12 Nadel⸗ Oegen vol schristsmählge Bürgschelne wird Zahlungs: frin bis 1. September d. J. gestatett. Rodheim den 15. März 1871. Großherzogliche Bürgermeisterel Rodheim. In Verhinderung des Bürgermeisters: Webrheim, Belgeordneter. Eine Grube Mist 640 hat zu verkaufen A. Strauß. Holz- Versteigerung⸗ 639 In dem Gräflich Solms ⸗Laubach'schen Revier Feldhelsm kommen Dienstag den 21. d. Mis. zur Ver⸗ steigerung: Holzart: Scheitholz. Prügelholz. Stockholz. Relsholz. F Eichen. 2 3½ 2½ 53 Buchen ⸗— 69— 187 Nadelholz⸗— 70— 156 Ferner: 10 Etchen⸗Stämme von 8— 15 Zoll Durchwesser und 18—38 Fuß Länge mit 373 Cubikfuß, 2 Kiefern- Stämme von 9— 12 Zoll Durchmesser und 15-20 Fuß Länge mit 32 Cubitfuß, 673 Fichten Stangen von 1½— 4 Zoll Durchmesser und 15—25 Fuß Länge mit 532 Cubitfuß. Mittwoch den 22. d. Mis.: Holzart: Scheitholz. Prügel. Stockholz. Reisholz. n Buchen⸗ 247 40 62 91 Die Zusammenkunft ist am Bellersbeimer Zußpfad am 1. und 2. Tag, jedesmal um 9 Uhr Morgens. Urphe den 15. März 1871. ane e Gräflichet Rentmeifler. *—* 4 Versteigerung. 643 Montag den 20 d. M. läßt der Unterzeichnete en seinet Wohnung nachbenannte Oekonomiegerälbschaften, als: 1 Pfuhlfaß, 1 Walze, mehrere Fahrgeschirre, 1 Egge, veischiedene Pflüge, . worunter ein einspänniges Ackergeschirr, eine große Partie Dickwurz, 3 Fuder Welzenstroh, ein großes Quantum Mit und Pfuhl r meifibietend gegen gleichbaatre Zahlung ver— eigern. Assenheim den 16. März 1871. Georg Bopp. Für einen Bäcker 659 bietet sich Gelegenheit mit circa fl. 5000 Angabe eine der ältesten, gut k rentirenden Bäckereien Frankfurts käuflich zu erwerben. Franco Anfragen zu richten an N. Stern, Allerbeiligenstraße Nr. 30, iankfurt a. M. und cropbeln. S Von vorzüglicher Wirkung gegen Trägheit Neigung zu Gicht und Bleichsucht, Blutleere, Haͤmorrholden der Verdauungsorgane, habituelle Stublbeschwer⸗ 40 den, Das Flacon Pastillen, einem Litre Rakoczp enthalten, koflet 30 kr. allein ächt in Friedberg bei Hofapotheker C. Görtz. Kgl. Baier. 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Wilhelm Söllner, Spenglermelster. 60 Centuer Dickwurz, 645 50 Centner Klee- und Wiesenbeu, Partie Kartoffeln hat zu verkaufen Bauernbeim. G el d sowie eine M. Walther. Cours. Frankfurt am 16. März 1871. Preussische Kassen scheine.. 1 44½—45½% Preuss Friedrichsd'or„ 9 58—59 Pistolen AN„ 9 44—16 Holländische fl. 10 Stücke. E 54—56 „ 5 36—38 3 al marco. N 5 80 20 Franes-Stücke. 9 2—28 Unglische Sovereigus,„11 55—57 Runs, Icaperlalees[„ 9 45K Dollars in Gold 2 22—28 Duehte ng An unsere Mitbürger in Stadt und Almgegend! 628 Ganz Deutschland rüstet sich den am 22. d. M. stattfindenden Geburtstag des deutschen Kaisers Wilhelm I., des greisen Helden, der die deutschen Heere zum glorreichen Siege ge— führt bat, des Wiederbegründers des deutschen Reichs, das ein Reich des Friedens, der Frei⸗ heit und Wohlfahrt des Volkes werden soll, festlich zu begehen. Auch unsere Stadt wird bei diesem Feste der Dankbarkeit nicht zurückbleiben und erlaubt sich ein zu diesem Zweck zusammen⸗ getretenes Comité, seinen Mitbürgern folgende Vorschlaͤge zu machen. Man bittet durch allgemeines Flaggen der Häuser und moͤglichste Einstellung der öffent— lichen Arbeiten und Geschaͤfte dem Tag im Aeußeren einen festlichen Character zu geben. Am Abend 8 Uhr soll in dem festlich decorirten Saale der„Drei Schwerter“ ein Banket stattfinden, bei welchem durch Musik, Festreden, Vorträge der Gesangvereine u. s. w. der Bedeutung des Tages würdiger Ausdruck gegeben werden soll. Zur Theilnahme an dieser Veranstaltung laden wir unsere Mitbürger aus Friedberg und der Umgegend hiermit ein. Friedberg, 15. Marz 1871. Das Comité. Soeben ist die erste Lieferung eines Werkes erschienen, welches für unser engeres Vaterland von größtem Interesse ist: Hessisches Gedenkbuch an den siegreichen Befreiungskampf der Deutschen gegen die Franzosen in den Jahren 1870 und 1871. Se s„du N ene von Dr. Wilhelm Bender. Ilountte et don C. Sell. Mit besonderer Berücksichttgung der Schicksale und ruhmreichen Thaten unserer hessischen Diviston. Man abonnirt für Friedberg, Nauheim und die Umgegend bei Bindernagel& Schimpff. Cin Das Neueste in Sonnenschirmen und Strohhüten 605 empsiehlt zu reellen Preisen K. Friedrich, neben der Post. Jur hevorstehenden Aussaat 551 empfeblen alle Sorten guten Kleesamen, sowie Saaterbsen und reine Wicken zu billigen Preisen. May S Oppenheimer. Einladung zum Abonnement auf das mit dem 1. April 1871 beginnende Neu-Abonnement für den 1—* 8 9 Frankfurter Anzeiger. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements-Freis per Quartal: 1) in Frankfurt a. M. von der Verlags-Expedition zu bezlehen: 1 fl. 36 kr. 2) in Baden, Bapern, Württemberg, Oesterreich, Luxemburg, sowie in den Staaten des 1 Bundes außer Preußen 27 Sgr.— 1 fl. 35 kr. 3) in ganz Preußen: 1 Thlr. 2 Sgr. —— r. 661 Mit sters wachsendem Erfolg hat die Verlags handlung es im Auge behalten, den Inbalt dieses Blattes den erhöbten Anspruchen der Zeit anzupassen. Nach wie vor wird es in gedrängter aber ausreichender Kürze und den Partbeiwecken fremd seinen vesern die Weltbegebenbeiten leicht faßlich und übersichtlich zurn Kenntniß bringen und dabel keinem größeren Blatte in der Schnelligkeit der Mittheilungen nachstsehen. Die tiefer und unmittelbar das Valerland berührenden Fragen finden felbstverständlich besondere Beachtung. Außerdem bringt das Blatt neben den täglichen Noltzen über Boͤrse, Handel und 2/ Muütbet über Zoll- u. Steuer Wandel in einem wöchentlich beigegebenen„Wochen⸗Cconomist n Bolko 25 f 1 e sowie Berichte über Getreidemärkte, Colonfalwaarenbandel ꝛc., Rückschau und Resums r Börsenwoche. Die. 1 8 d i ˖ ö S Deutsch⸗ Familienblätter zu deren Mitarbettern die beltebtesten Schriststeller Deutsch würd igsse im Bereich der Belletrtstik, Kunst, Literatur, Wissenschaft und des socialen Lebens miitheilen. Wie der Leser einerseits die allgemein Interesse bietenden Bekanntmachungen der Be— Inserate von dem gün⸗ für den Aufgeber.— Prodeblätter auf Verlangen gratis. Frankfurt a. M. im März 1871. Gök Schmiede Gökus miedekohlen 1 Samenhandlung in Friedberg 654 find wieder in bester Qualltät eingetroffen bei Sorten Gras-, ßeld⸗ und Holz- Samen, namentlich f Luzerner weiße und deutsche Klecsaaten, unter Garantie Große wollene und seidene 77 steben franco zu Diensten. 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Mit der Bitte um stille Theilnabme allen Ver⸗ wandten, Freunden und Bekannten diese Nachricht statt besonderer Mittheilung. Kettermühle b. Münzenberg, 14. März 1871. Fritz Wetz. Elise Wetz. Catharina Wetz, Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Sonntag Lätare. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Diegel. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Koͤlsch. Nachmittags: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags; Herr Pfarrer Die gel. Nachmittags: Herr Candidat Reich. Katholische Gemtinde. Samstag um 3 Uhr Nachmittags Beichte. 4. Fastensonntag. Vormittags: 10 Uhr Hochamt mit Segen, und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht. Beginn des Gottesdienstes au den Wochentagen Morgens 7½ Ubr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Oruck und Verlag von Bindernagetk& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs-Blatt Nr. 11 und eine Beilage.) 10 58. L Hirsch Dr 0 dere N r rang ctoffeln 2 cdeibel itterma Obswaun uargggtit — r halle! At de ad Fertsch. ——— cusperson, —— e. 4 „ d nd.* Daran usfeiet Volfng. * Oberhelsischer Anzeiger. M 33. Güter-Versteigerung. 58 Montag den 20. März d. J., Vormittags 11 Ubr⸗ len in hiesigem Rathhause die Güterstücke der Jakob lochmann II. Eheleute, nämlich: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 4 18 306 Acker am Soͤderweg, 4 193 121 Grabgarten in der Kehl, 9 96 146 Acker im Großwartfeld, 9 130 151 Acker auf die Sauwelde, 1 6 354 Acker am Kreuz, 12 149 329 Kleingalgenfeld(Gemarkung Fauer— dach b. F.). 4 200 83 Acker, Kappesgärten auf dem Krämer, 6 67 184 Grabgarten auf dem Bock rbtbeilungsbalber öffentlich meistbtetend versteigert verden. 3 1 er 18* Friedberg den 7. März 1871. In Auftrag: Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. Foucar. rsd. 81 Montag den 20. März d. J., Vormittags 0 Uhr, soll im ßiefigen Rathbause ein den Wilhelm Berfters Erben gehötendes Grundstück, circa 10 Klafter, m langen Weiher öffentlich meifibietend erbabtheilungs— galber versteigert werden. 25 Mittwoch den 22. März l. J., Vormittags 11 Uhr, wird die Lieferung des Brodbedarfs pro II. Quartal (871 für die hiesige Garnison auf dem Soumissionswege mn Accord gegeben. Die Angedote, welche auf ganzen der helben Bogen niedergeschrieben sein müssen, find vetsiegelt in das vor dem Büreau aufgehängte Soumis—⸗ onskästchen einzulegen. Die Bedingungen liegen auf dem Büreau des Großherzoglichen Zahlmeisters Böcking ur Einsicht offen. Bemerkt wird ausdrücklich, daß Soumiffionen, welche von Mehreren unterschrleben find, eine Berückfichtigung finden. Friedberg den 14. März 1871. Euler, Hauptmann und Compagnieführer. Arbeits- Versteigerung. 308 Dienstag den 21. März 1871, Vormittags 10 Uhr, ollen in dem Bürgermeisteret-Büreau zu Stammheim nachbenannte, an dem ehemaligen Schloßgebäude daselbst nötbige Arbeiten öffentlich an die Wenigstnebmenden n Accord gegeben werden, als: 1. 1) Maurexarbeit, veranschlagt zu 144 10 2) Steinhauerarbeit 22 45 3) Zimmerarbeit 61 40 4) Dachdeckerarbeit 105 34 5) Schreinerarbeit 332 34 6) Sqlosserarbett 162 42 7) Glaserarbeit 357 20 8) Weißbinderarbeit 256 32 9) Spenglerarbeit 16 42 10) Lieferung von 17,500 Stück bhartgebrannten Back- steinen, 11) Lieferung von 30 Bütten Kalk, 12) Lieferung von 4000 bartgebrannten Plattziegeln. Vilbel den 13. März 1871. e, Bezirks⸗Bauaufseher. Güter ⸗ Verpachtung. 627 Montag den 20. März d. J., Vormittags 10 Uhr, follen in hlesigem Ratbbause auf freiwilligen Antrag die nach verzeichneten, den Karl Friedrich Fritz Erben dahier zustehenden Güterstücke: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klstr. 5. 115,9. 131. Grabgarten am Mainzerthor, 6. 42. 15. Desgleichen daselbst, 5. 21. 406. Acker, die Ackergärten öffentlich meistbietend verpachtet werden. Frledberg am 14. März 1871. Groß herzogliches Ortsgericht Frledberg. Fouc ar. Bekanntmachung. 634 Der Abfuhrtermin des am 13. und 14. v. M. im Ober-⸗Rosbacher Gemelndewald, Disirikt Große Jobannes— hecke beim Loͤwenhof, versteigerten Holzes ist bis zum 30. d. Mis, verängert worden. Ober⸗ Rosbach am 14. März 1871. Großherzogliche Bürgermeisteret Ober-Rosbach. GT el., Deulschen un ewige 576 killigst bei n Klee-Samen Georg Groß. Güterstücke, als: 635 Die Befitzer der unten verzeichneten theils ihren Erwerbtitel nachtragen lassen, weisen. glauben bilden zu können, aufgefordert, f können fich eingeschrieben werden. Es werden deshalb Dritte, welche aus irgend einem Rechtsgrunde Ansprüche an di olche blynen 3 Monaten so gewiß dahter geltend zu machen, als sonst die Veräußerungsurkunden ohne Rücksicht auf sie bestätigt, buche nach Maßgabe des Art. 29 des Gesetzes vom 21. Februar 1852 als vermuthete Eigenthümer werden Oeffentliche Aufforderung. Immobilien wollen dieselben theils verpfänden, theils veräußern, aber über den Erwerb derselben nicht urkundlich aus⸗ ese Immobilien beziebungswetse die betreibenden Theile im Grund⸗ werklöhne von Seiten der böheren Behörde 1) Preis eines Centners 2 20* 0 3)*„* mit Wirkung vom 20. d. M. an bestimmt wurde. Salzhausen den 16. März 1871. halb 7 kleine Ord Namen Bezeichnung N Gemarkung. 5 a Nr. der Besitz er. 5 der Immobilien. 1] Johannes Becker II. von Weckesheim Weckesheim„ I I. 625, VII. 52. 2. Heinrich Feuerbach von Ober⸗Rosdach“ Ober- und Nieder f 1605.(alf 997.) Rosbach 3 Heinrich Werner III. von Ober-Rosbach Ober⸗ und Nieder- XV. 482. 483. VIII. 780. Rosbach a 4 Peinrich Georg Witwe zu Ocksadt Saasen N 5 Christoph Schmidt II. zu Assenheim Assenheilm 1. 106. 169. 6[ Jakob Lochmann II. zu Friedberg Friedberg III. 79. 80. 7 Andreas Allwohn III. zu Wölfersbeim Melbach V. 361. 8 Johannes Philippi I. zu Fauerbach b. F. J Fauerbach d. F. VII. 361.(Wird von den Erben der Friedrich Karl Berg I. Eheleute zu Friedberg als Eigenthum ange⸗ sprochen.) 9 Johannes Hensel II. zu Södel Södel I. 441. II. 943. III. 288,5. 67,3. IV. 430. V. 138. VII. 167. 10 Adam Kehrs Wittwe von Friedberg Frledberg XIV. 112. 156. Fauerbach b. F. IV. 43. 11 Heinrich Konrad Seipp zu Nieder Rosbach[Ober- und Nieder⸗ IX. 1646.(alt 719.) Roe bach 12 Konrad Döring zu Ockstadt Ockstadt II. 489. Iv. 79. 245. V. 309. VII. 142. 737. XI. 510. 463. 13 Anton Kitz II. Erben von Nieder-Rosbach[ Ober- und Nieder XV. 549. 550. 560. 561. Rosbach 14 Andreas Klein von Ilbenftadt Ilbenstadt I. v. 174. v. 173. 15 Johannes Hofmann von Ilbenstadt Ilbenstadt Eb. 1 16 Wilhelm Diehl von Södel Södel VI. 155. 169. 17 Johannes Wolf von Södel Södel I. 486. VI. 152. 18 Johannes Weiß II. von Södel Södel 1. 487. 19 Johannes Ulrich von Södel Södel VI. 171. 20 Johannes Di bl II. von Södel Södel VI. 173. 21 Johannes Vätd VI. von Södel Soͤdel VI. 187. Friedberg den 13. März 1871. Großherzogliches Kandgericht Friedberg. 1 3 kohl k X Braunkohlenverkauf. 646 Es wird hlermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß in Folge der stattgefundenen Erhöhung der Berg- nachstehende Erhöhung der blesigen Kohlenpreise und zwar: grobe Kohlen von 13 auf 14 kr., 10 auf 11 kr., 6 auf 7 kr. —* „* Großberzogliches Bergamt Salzhausen. Wetter. Güter- Versteigerung. 587 Mittwoch den 22. März d. J., Vormittage 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die nach verzeichneten, zum Nachlasse der Georg Kriegers Wittwe gehörenden Gemarkung Frledberg. Flur. Nr. Klftr. 2 69. 160. Grabgarten Liebfrauengärten, 2. 89. 85. Desgleichen daselbst, 4. 212. 83. Desgleichen in der Kehl, 4. 339. 535. Desgleichen daselbst, 2 66. 144. Desgleichen am Ellernpfuhl, 4. 219. 154. Wiese in der Kehl, 165 28. 398. Acker im Kleinwartfeld, 5. 128. 141. Grabgarten am Malinzerthor. Gemarkung Fauerbach b. F. Flur. Nr. Klftr. 3. 143. 83. Acker an der Schlockergaß, 4. 186. 74. Kappesgarten auf dem Kramer. Gemarkung Ockstadt. Flur. Nr. Klftr. 10. 88. 42. Grabgarten, 16. Gewann im Ried, 26. 50. 9. Acker daselbst auf freiwilligen Antrag der Erben öffentlich melstbietend versteigert werden. Friedberg am 11. März 1871. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. Foucar. — ele 5 g Zu vermiethen. 494 Die seitherige Wohnung des Herrn Dr. med. Wecker⸗ lin g ist anderweitig zu vermiethen. neben der Post Herrenkragen bel K. Friedrich in Friedberg. Holz-Versteigerung. 602 Montag den 20. März, werden in dem Freiherrl. von Franckenstein'schen Walddiftriet Allmey versteigert: 365 Eichenstämme von 7—13“ mittl. Durchmesser, 15—35“ Länge und 7192 Cubikfuß, 75 Birkenstangen(Schippenftiele). Zusammenkunft Morgens 9 Uhr im District Allmey in der Nähe des Löwenhofes. Dienstag den 21. März, werden in den Olffrieten „Am Ferstgarten“ und, Klappertannen“ wetter versseigert: 78 Eichen-Stämme von 7— 15“ Durchmesser, 15-45“ Länge und 1486 Cubikfuß, 106 Nadelbolz-Staͤmme von 5½— 14“ Durchmesser, 20—50 Länge und 1759 Cubiksuß, 74 Nadelholz Stangen mit 378 Cubikfuß. Zusammenkunst Morgens 9 Uhr am Forstgarten. Tredit bis 1. September 1871. Ockstadt den 11. März 1871. Der Frb. v. Franckenstein'sche Oberfoͤrster Rumpf. FTürkische! und Bamberger Zwetschen 112 in ganz vorzüglicher Waare bei Wü. Fertsch. Für Bäcker. 517 Allen hiesigen und auswärtigen Bäckern hiermit die ergebene Anzeige, daß ich bei Herrn Gastwirth W. Wind dabier logtre. Bestellungen wolle man gütigst bei demselben abgeben. 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