uche 9— irsche * 8 Offeln Acheibel Lede ichen Aller, rn aul . Na 575 1 im ger erg Groß lilse een, Forte. 1 eh cba sinoliats ä INvuen a n Gaues u 0 2 nan Rufes und 1871. Donnerstag den 16. März. Oberhes ischer A —— zeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. 0 Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Abnahme des Verfassungoeldes vom 1. Quartal 1871. Friedberg am 14. März 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Dienstag den 4. April d. J. Vormittags 11 Uhr, findet die Ausschwörung des Verfassungseides auf dem Nathhause der den Verfassungseid abzuleisten hat, an uns ein. dahier durch die neu aufgenommenen Ortsbürger sowie diejenigen, welche sich verheirathet haben ohne Ortsbürger zu werden, statt. Laden Sie dieselben hierzu vor und senden Sie bis zum 1. k. M. Bescheinigung hierüber oder Bericht, daß Niemand vorhanden, Die noch im Rückstande befindlichen nachstehend verzeichneten Leute sind bei einem Rthlr. Strafe zu laden. Wer die Vorlage bis zum 1. April l. J. nicht macht, dem wird ein Wartbote zur Abholung zugesendet. Trapp. Johannes Seibel IV. von Fauerbach v. d. H., Heinrich Seibel IV. von Fauerbach v. d. H., Johannes Brod IV. von Fauerbach v. d. H., Heinrich Reuter von Ockstadt, Georg Klein VI. von Ockstadt, Wilhelm Philippi von Steinfurth, Anton Schepp VIII. von Pohl⸗Göns, Anton Weil von Rockenberg, Georg Kaspar Schilling von Beienheim, Andreas Rößel von Ilbenstadt. Betreffend: Die Unterstützung der hülfsbedürftigen Familien einberufener Reserve- und Landwehr ⸗Mannschaften. Friedberg am 14. März 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach§. 10 des Gesetzes vom 27. Februar 1850, abgedruckt in Nr. 44, Seite 925 bis 928 des Regierungsbl. von 1868, endigt die den Familien der Reserve- und Landwehr⸗Mannschaften aus der Kreiskasse festgestellte Unterstützung mit der Rückkehr derselben in die Heimath. Sie werden uns daher solche, sobald sie eintritt, sofort anzeigen. Nach F. 5 des citirten Gesetzes koͤnnen den Ehefrauen der Reserve- und Landwehr-Männer vom 1. April l. J. an wieder nur 2 fl. 20 kr. monatlich aus der Kreiskasse bezahlt werden, wonach sie in vorkommenden Fällen zu bedeuten sind. Betreffend; Die Verwendung von einem Dritttheil der eingehenden Polizeistrafen und Strafen wegen Defraudation indirecter Gemeinde Abgaben zur Besoldung des Auffichtspersonals. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach den Ihnen unter Couvert zugehenden Belegen über die Strafantheile der Denunzianten haben die Gemeinden Butzbach 1 fl. 20 kr., Friedberg 42 fl. 53 40 kr., Bad⸗Nauheim 7 fl. 40 kr., Nieder-Mörlen 1 fl. 20 kr., Nieder⸗Rosbach 10 kr., Nieder-Weisel 69 fl., Ober-Mörlen 5 fl. 40 kr., Ockstadt 20 kr., Ostheim 1 fl. 10 kr., kr., Hoch⸗Weisel 3 fl. zu erhalten. Ober⸗Wöllstadt 40 kr., „ Friedberg am 11. März 1871. Sodel 2 fl. 30 kr., Steinfurth 20 kr., Wisselsheim 3 fl. 30 kr., Wölfersheim 2 fl. 50 kr. Sie werden diese Beträge dem Gemeinde-Einnehmer vorschriftsmäßig in Einnahme decretiren und controliren lassen. Ueber die Verwendung dieser Strafantheile geht Ihnen später besondere Verfügung zu. a Trapp. Deutsches Reich. Darmstadt, 11. März. S. K. H. der Großherzog haben heute folgenden Tagesbefehl erlassen: An Mein Leibgarde⸗Regiment. Heute sind es zwei und ein halbes Jahrhundert, seitdem Mein Ahn, der höchstselige Landgraf Ludwig V., in der Errichtung der„Fürstlichen Leib- Compagnie“ die erste Grundlage zur Ent⸗ stehung des Regiments schuf. Wenn es Mir guch nicht vergönnt ist, diesen bedeutungsvollen Tag in Eurer Mitte zu verbringen, so will Ich ihn doch nicht vorübergehen lassen, ohne Euch Meine innigsten Glückwünsche zu seiner Feier aus- zusprechen. Eine ruhmvolle, thatenreiche Geschichte hat das Regiment in dem Wechsel der Jahr— Hunderte durchlebt, sich immer gleichbleibend in den Stürmen der Zeiten in Allem, was die sol⸗ datische Ehre verlangt— in Treue, Gehorsam und Tapferkeit! in williger Hingebung für Fürst und Vaterland!! Auch in diesem blutigen Feldzuge war es dem Regimente vergönnt, urch diese allbewährten Tugenden des hessischen Kriegers Meine vollste Anerkennung zu erwerben und ein ruhmreiches Blatt seiner Geschichte zu— zufügen. In wenigen Tagen sind es 50 Jahre, daß Ich dem Regiment angehöre und mit der nnigen Zuneigung und Liebe, die Ich als Mit⸗ zlied und Kriegsherr für dasselbe empfinde, sage Ich ihm Meinen Dank für die vortreffliche Ge— innung, Treue und Hingebung, welche es bei allen Gelegenheiten Mir und Meinem Hause be— wiesen hat. Ich halte Mich fest überzeugt, daß vas Regiment diese Tugenden auch bis in die ernsten Zeiten sich zu bewahren wissen und nie nals ablassen wird, sich seines wohlverdienten seiner unbefleckten Ehre würdig zu und Albrecht sich nach Bingen begeben zeigen. Um demselben Wohlgewogenheit zu geben, verleihe Ich als An- erkennung seines seitherigen Verhaltens und als Erinnerung an den heutigen Ehrentag den Fahnen des Regiments Mein Militär⸗Verdienstkreuz. Möchte es ihm vergönnt sein, noch viele solche Tage be— gehen und dabei stets mit gleichberechtigtem Stolze auf seine Vergangenheit zurückschauen zu können. (gez.) Ludwig. — Wie die„Darmst. Ztg.“ vernimmt, wird der Großherzog am 15. d. zur Begrüßung des Kaisers, des Kronprinzen und der Prinzen Karl und dieselben über Mainz nach Frankfurt begleiten, wo im großherzoglichen Palais auf der Zeil Nachtquartier genommen werden wird. Von der großherzoglichen Familie werden zur Begrüßung der hohen Gäste weiter dort eintreffen Prinz Karl und Gemahlin sowie Frau Prinzessin Ludwig, welche am Abend nach Darmstadt zurückkehren, während der Großherzog am Donnerstag Morgen dem Kaiser das Geleite bis Gießen geben wird. — Aus dem Felde erfährt die„Darmst. Ztg.“, daß die Diviston sich am 5. d. in Marsch setzte und das Hauptquartier am Abend dieses Tages sich in Herbault befand. Am 6. wurde das Hauptquartier nach Marchenoir und am 7. nach Binas(sämmtlich im Arr. Blois gelegen) verlegt, woselbst die Division den ersten Rasttag hatte. Am 9. wurde der Marsch bis Pata(Arrond. Orleans) fortgesetzt. Am 10. ging es über Chevily in die Gegend von Pithiviers, wo die Division wieder einige Ruhetage haben wird, so daß dieselbe schwerlich vor dem 26. in Troyes eintreffen wird. Mainz. In den letzten Tagen sind hier einen Beweis Meiner mehrere Züge deutscher Kriegsgefangenen ein— getroffen, unter welchen sich auch die in Orleans krank zurückgebliebenen und bei dem Wiedervor— rücken der Franzosen als Gefangene behandelten Bapern befanden, von denen die Meisten bis jetzt kein Lebenszeichen nach der Heimath geben konnten. Sie waren theils auf der Insel Orleron, theils im südlichen Frankreich internirt. In ihren, durch ihr Aussehen bestätigten Klagen über die schlechte Behandlung, die sie zu erdulden hatten, stimmten auch diese Männer alle überein. Mit einem dieser Züge langten auch die vier kleinen Kanonenboote von der Seine, bekannt aus der Belagerung von Paris, hier an,„Mobile“,„Volontaire“ und zwei namenlose sammt Inventar und Munition. Zwei derselben werden der hiesigen Fortification, zwei dem Kieler Hafen zugetheilt. Berlin. Aus Ferridres wird unterm 9. berichtet:„Der Kaiser, der Kronprinz und die Prinzen Karl und Adalbert begeben sich morgen früh mit einem kleinen nur militärischen Gefolge zu Wagen nach Gonesse durch die Cantonnements der sächsischen Corps. Von Gonesse geht der Kaiser mittelst Etsenbahn über Amiens nach Rouen, woselbst das Hauptquartier vom 10. zum 11. genommen wird. Am 11. findet eine Heeres schau über das 1. Armeecorps und die dort stehenden Theile der 17. Division statt. Hierauf erfolgt die Rückreise nach Amiens, woselbst der Kaiser am 12. eine Heeresschau über das 8. Armeecorps halt. Am folgenden Tage begibt sich der Kaiser nach Nancy, wo den 14. Rubetag ist, und von Nancy über Frankfurt a. M. nach Berlin. Die Ankunft des Kaisers in Berlin er folgt am 18., vielleicht schon am 17. Das große Gefolge und die Trains des Haupkquartiers gehen während der Reise des Kaisers nach Rouen direkt per Eisenbahn nach Nancy voraus, um installirt zu sein, wenn der Kaiser am 13. daselbst eintrifft. — Aus Ferridres wird unterm 10. ö. ferner gemeldet: In den Reisedispositionen des Kaisers sind in Folge einer leichten Erkältung desselben folgende Aenderungen eingetreten; Der Kronprinz wird die Inspektions- und Abschiedsreisen nach Amiens und Rouen allein unternehmen und die— selben morgen antreten. Der Kaiser wird voraus— sichtlich bis zum 13. oder 14. hier verweilen und dann die Reise direkt nach der Heimath fortsetzen. — Der Kronprinz ist am 11. d. Abends halb 10 Uhr in Rouen angekommen; er hielt heute am 12. Parade über 40,000 Mann.— Die Parade fand bei herrlichem Wetter statt. Nur wenige französische Personen wohnten dem Schauspiele bei; die Einwohner hatten allent— halben schwarze Fahnen aufgesteckt; der comman— dirende preußische General kündigte an, daß alle Einwohner, welche schwarze Fahnen aushängen, je 60 Mann Einquartierung erhalten würden. — Am 6. März sollte, nach der Angabe eines Correspondenten der„National-Ztg.“ aus Le Mans, die Armee Friedrich Karl's den Rückmarsch hinter die neue Demarcationslinie an— treten. Das 3. Armeecorps, die Brandenburger, ging zunächst auf zwei Straßen nach Chartres. Bekanntlich bildet der Lauf der Seine von Havre bis in's Cote d'Or-Departement die nächste Grenz— linie. Wie die„Nordd. Allg. Ztg.“ angibt, wird die 1. Armee(1. und 8. Corps) den äußersten rechten Flügel der Aufstellung bilden, also um Rouen und Amiens stehen bleiben; daran schließt sich auf dem rechten Seineufer bei Paris und südlich bis Melun, Montereau und Nogent s. S. die Maasarmee(Garde, 4. Corps und Sachsen) sowie die 3. Armee(11. Corps, Bayern); endlich von Nogent bis Dijon und Belfort die 2. Armee(3., 9., 10. Corps) sowie 2., 5. und 7. Corps. — Nach einer Bekanntmachung der General- Direktion der Telegraphen dürfen fortan die telegraphischen Depeschen wieder in allen vor Beginn des Krieges zugelassenen Sprachen und auch in Chiffern abgefaßt sein. Die in Folge des Krieges bisher stattgehabte Beschränkung des telegraphischen Verkehrs nach und von Frankreich bleibt aber vorläufig und bis auf Weiteres noch in Kraft. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ schreibt gegen- über der Behandlung von Deutschen, welche zur Ordnung ihrer Angelegenheiten und zur Wieder— eröffaung von Geschäften nach Frankreich zurück— gekehrt sind:„Wir haben Frieden geschlossen und wollen den Frieden aufrichtig und ehrlich halten, vorausgesetzt, daß das französische Volk den Frieden hält; wir werden aber, wenn die fran⸗ zösische Regierung dem Unfug nicht steuert, und friedliche, kein Gesetz übertretende Deutsche nicht schützt, genöthigt sein, uns über die Frage der Repressalien schlüssig zu machen.“ — Die„Kreuzzeitung“ bezweifelt auf das Bestimmteste die Meldung von einer angeblichen Zuweisung von Weißenburg an Bayern.— Man meldet, daß der Commandant von Bitsch von den preußischen Militärbehörden zur Räumung der nunmehr deutschen Stadt aufgefordert worden ist und die Antwort ertheilt hat: er erwarte die betreffenden Instructionen von Seiten der fran— zösischen Regierung. — Die„Spenersche Zeitung“ bestätigt, daß zu den Friedensverhandlungen unserer Seits die Herren v. Balan und v. Arnim designirt sind. — Nach einer postalischen Bekanntmachung im„Staatsanzeiger“ ist der Zeitungsverkehr mit Frankreich wieder freigegeben und alle franzö— sischen Zeitungen können von jetzt ab durch die Postanstalten für das zweite Quartal dieses Jahres und weiterhin unter den bisherigen Bedingungen bezogen werden. ö — Betreffs der Anfrage, ob die französisch Regierung das Decret, durch welches die Deutschen ausgewiesen wurden, als aufgehoben ansehe, hat Jules Favre, da Thiers noch nicht nach Paris zurückgekehrt, 48 Stunden Bedenkzeit erbeten. — Nach der„B. B. Ztg.“ wird die Einheit der deutschen Armee in der fortlaufenden Nummer- folge der Regimenter, wie in einem gemeinsamen Feldzeichen an den Fahnen und Standarten, den Cocarden ꝛc. ihren Ausdruck finden. Eine nähere Bestimmung sowohl über die Nummerfolge, wie über die Farben und Formen des deutschen Feld— zeichens steht jedoch noch aus. Mit Ausnahme der bayerischen Armee und des braunschweigischen Infanterie-Regiments, dem bekanntlich als Aus— zeichnung die von den braunschweigischen Truppen von 1809 bis 1815 getragene eigenartige schwarze Uniform mit blauen Abzeichen fortzutragen be— willigt worden ist, wird außerdem die gesammte deutsche Armee, abgesehen von dem an der Kopf— bedeckung angebrachten Landeswappen und sonstigen geringen Verschiedenheiten, eine gleichartige Uniform erhalten, wie ebenso auch die gesammte Organk— sation und Formation, die Commandos, der Dienstbetrieb, die Signale ꝛc. für die ganze Armee durchaus gleichartig sein werden. Die künftige Stärke der Armee wird, inclusive der preußischen Garden auf 17 Armeecorps zu 153 Infanterie- und 104 Capalerie⸗Regimentern angegeben. Die süddeutschen Truppen werden, wie verlautet, unter Zutheilung der hessischen Division und der in den neuerworbenen deutschen Landestheilen zu formiren— den Truppen in vier Armeecorps getheilt werden. — Zur Besatzung der neuerworbenen Pro— vinzen Elsaß und Lothringen sind folgende Regimenter bestimmt: das ostpreußische Grenadier— Regiment Nr. 5(bisher in Danzig); das pom- mer'sche Inf.-Regt. Nr. 14(bisher in Stettin); das westphälische Inf.⸗ Regt. Nr. 17(bisher in Celle); das oberschlesische Inf.-Regt. Nr. 22(bisher in Glatz); das rheinische Inf.⸗Regt. Nr. 25 (bisher in Flensburg); das rheinische Inf.-Regt. Nr. 30(bisher in Mainz); das thüringische Inf.⸗ Regt. Nr. 31(bisher in Erfurt); das niederschlesische Inf. Regt. Nr. 47(bisher in Rawicz); das brandenburgische Inf. Regt. Nr. 60; die Ulanen-Regimenter Nr. 4 und 15 und die Dragoner-Regimenter Nr. 10 und 14. Die ganze Besatzungsstärke soll, nach der„N. A. Z.“, auf etwa 30,000 Mann gebracht werden. Außer den bereits namhaft gemachten Truppentheilen der bisherigen norddeutschen Bundesarmee werden noch an der Besatzung Theil nehmen: eine badische Infanteriebrigade, eine bayerische Infanteriebrigade, ein würtembergisches Infanterieregiment, ein kgl. sächsisches Infanterieregiment und eine kgl. säch— sische Festungs-Artillerie-Abtheilung. Diese Be— satzungstruppen werden unter dem General-Gou— vernement des Elsaß als Generalcommando stehen und zu zwei Divisionen formirt werden. Unab— hängig von diesem General-Commando wird die Besatzung von Thionville aus 2 Bataillonen des rheinischen Infanterieregiments Nr. 30 bestehen; dieselbe verbleibt jedoch im Verbande des 8. Armeecorps. Außerdem ist noch bestimmt, daß aus den badischen Truppen unter Hinzuziehung von 2 preußischen Regimentern das 13. Armee- corps(26. und 27. Division) gebildet werden soll, Dresden. Wie verlautet, bleiben das 12. und 7. Armeecorps sowie die würtembergische Diviston bis auf Weiteres als Occupationstruppen in Frankreich stehen. Frankfurt. Nach Mittheilung hiesiger Blätter trifft Raiser Wilhelm am Mittwoch Abend um 6 Uhr in Begleitung des Kronprinzen des Prinzen Adalbert und des Prinzen Karl (Vater des Prinzen Friedrich Karl) hier ein. Er wird im Palais des Großherzogs von Hessen übernachten und die Reise am Donnerstag früh 10 Uhr mit der Hanauer Bahn nach Weimar fortsetzen, woselbst ebenfalls Nachtquartier genommen wird. Aus München schreibt man dem„Fr. J.“: Der Feldzug hat eine colossale Menge von Ordensauszeichnungen zur Folge gehabt. Es gibt nur wenige Offiziere mehr, welche keine solche Auszeichnung davontrugen. Hierbei möchten wir gleich gegen die Annahme, welche sich bereits im Publikum einzunisten scheint, Protest einlegen, als hätten die Nichtdecorirten ihre Pflicht ver— säumt. Um zu einem Orden zu gelangen, gehört auch im Felde Glück und Protection, und man muß Gelegenheit finden, in seiner Diete bemerkt zu werden. Das möge man sich im Publikum wohl gesagt sein lassen.—— Straßburg. daß die zur künftigen Besetzung des Elsasses und Deutsch-Lothringens bestimmten Regimenter aus dem bisherigen Armeecorpsverband ausscheiden und den Stamm eines neu zu errichtenden Armee corps bilden. — Am 4. März verkündeten 707 Kanonen- schüsse aus sieben Forts von Metz, daß diese Hauptfestung fortan dem deutschen Reiche wieder angehöre. Die Bewohner der Stadt benehmen sich ruhig und friedlich. Ausland. Schweiz Zürich, 12. März. Vergangene Nacht fand eine Erneuerung der Unordnungen statt. Zusammenrottungen am Rathhause wurden zersprengt. Um Mitternacht wurde ein Angriff auf die Strafanstalt von dem Militärposten ab⸗ geschlagen. Die Truppen feuerten. 9 Personen wurden verwundet, 2 getödtet. Heute Nachmittag fanden bedenkliche Ansammlungen statt, die sofort durch die Truppen zerstreut wurden. Die Straßen sind sehr belebt. Zu einem Conflikt ist es nicht gekommen. Zwei Bataillone St. Galler, ein Bataillon Aargauer und ein Bataillon Thurgauer sind in die Stadt eingerückt. — Die„Neue Züricher Zeitung“ meint, der Heerd der Bewegung sei unzweifelhaft die Inter— nationale und das Friedensfest der Deutschen ein bloßer Vorwand. Die betheiligten französischen Offiziere sollen vor ein Kriegsgericht gestellt wer⸗ den. Dasselbe Blatt sagt: Die anläßlich der Unruhen verhafteten Personen sind meistens ehe— malige Zuchthaussträflinge, Vaganten und ver— führte Arbeiter. Die Untersuchung ist anhängig. Weitere Excesse sind kaum zu befürchten. Frankreich. Paris, 12. März. General Vinoy hat durch Decret vom 11. d. kraft der durch den Belagerungszustand ihm übertragenen Rechte sechs Journale suspendirt. Gleichzeitig untersagte er das Erscheinen neuer politischer Zeitungen bis zur Aufhebung des Belagerungs— zustandes. In den im heutigen„Journal offiziel“ enthaltenen Motiven heißt es:„Eine freie Re— gierung ist nicht möglich, wenn die Journale straflos Aufruhr und Ungehorsam gegen die Ge— setze predigen. Die Ordnung kann nicht herge— stellt, die Arbeit nicht wieder aufgenommen werden, wenn Journale, welche zum Aufstande aufreizen, geduldet werden.“ — Der„Gaulois“ meldet, die Kanonen auf dem Vogesenplatz seien freiwillig nach dem Artillerie— park auf der Avenue Wagram zurückgebracht worden. Es herrscht fortwährend vollkommene Ruhe. — Der Tod Rochefort's wird widerrufen, er soll sich besser befinden. — Das Ministerium des Innern notifieirt den Paßbehörden an der Grenze, daß das Gesetz vom August vergangenen Jahres, betreffend die Paßvorschriften, fortbestehe. Ebenso naturgemäß müsse die vorläufige Nichtzulassung deutscher Unter⸗ thanen wegen des Mangels eines Paßvisa einer in Deutschland functionirenden französischen Ge⸗ sandtschaftskanzlei bestehen bleiben. — Das„Paris-Journal“ veröffentlicht täglich eine Liste von Deutschen, welche seit dem Waffen⸗ stillstande wieder nach Paris zurückgekehrt sind, mit genauer Angabe ihres Gewerbes und ihrer Adresse. Eine schamlosere Aufreizung des Pöbels kann es wohl kaum geben. Dabei sind diese Listen so leichtsinnig angefertigt, daß das Blatt täglich auch eine ganze Reihe von Reclamationen aufnehmen muß; bald ist ein seit Jahren naturali⸗ sirter, bald gar ein geborener Franzose auf diese Weise als„Prussien“ denuncirt worden. Großbritannien. London. Nach den Mittheilungen, welche die Regierung den beiden Häusern gemacht hat, unterzeichneten am 13. d. die Mitglieder der Pontusconferenz, einschließlich des französischen Gesandten, den Vertrag, welcher die Clauseln bezüglich der Neutralisirung des Pontus abschafft. Ein Specialprotocoll bestimmt, daß vermöge des Völkerrechts keine Macht ein— seitig die Verträge lösen oder modifieiren dürfe. Unterrichteterseits verlautet, 208 * 10 kn babe * b * 40 Aal! * 17 1 gilchtt 1 be 174 1 eins 1 6 1 „ n 115 ** Lohrinden-Versteigerungen im Negierungs Bezirk Wiesbaden. 606 Es werden versteigert: 1) Montag den 27. März l. J., Nachmittags 2 Uhr, auf dem Ralhhausee zu Höchst: Oberförsterei Cronberg, Oberföͤrster Gerstner zu Cronberg, aus dem Ge— meindewalde von Cronberg(250), Hornau (200), Kelkheim(100), Oberhoͤchstadt (150), Schneidhain(70), Soden(350), Sulzbach(400), Summa 1520 Ctr. Oberförsterei Königstein, Obersörster Schwab zu Königstein, aus dem Doma⸗ nialwalde in der Gemarkung Mammols⸗ hain(200), Summa Oberförsterei Wallau, Oberförster Baumann zu Wallau, aus dem Ge— meindewalde von Breckenbeim(600), Diedenbergen(500), Hofheim(500), Kriftel(50), Langenhain(62), Marxbeim 200), Medenbach(200), Nordenstadt 100), Wallau(350), Wilosachsen(150), Summa Oberförsterei Rambach, Oberförsterei⸗ verwalter Tonck zu Wiesbaden, aus dem Gemeindewalde von Auringen(200), Oberjos bach(100), Rambach(200), Summa Oberförsterei Idstein, Oberförster Wilhelmi zu Idstein, aus dem Ge— meindewalde von Niederseelbach(50), Oberseelbach(100), aus dem Domanial⸗ walde in der Gemarkung Idstein(250), Summa Oberförsterei Usingen, Oberförster Horz zu Usingen, aus dem Gemeinde— walde von Ausbach(900), Cransberg (200), Summa Kreis Frankfurt a. M., Forstmeister Schott v. Schottenstein zu Frank⸗ furt a. M., aus dem Gemeindewalde von Bonames, Niederursel ꝛc.(250), aus dem Walde des St. Katharinen- und Weiß⸗ frauenklosters(120), aus dem Walde des heil. Geist⸗Hospitals(115), Summa 485 Ctr. Summa tot. 6917 Ctr. 2) Dienstag den 28. März l. J., Nachmittags 2 Uhr, auf dem Rathhause zu Dillenburg: Oberförsterei Herborn, Oberförster Ferber zu Herborn, aus dem Gemeinde— walde von Herborn(50), Herbornseelbach (150), Offenbach(50), Summa Oberförsterei Dillenburg, Oberförster Schmidt zu Dillenburg, aus dem Ge— meindewalde von Dillenburg(35), Frohn⸗ hausen(250), Manderbach(100), Sechs⸗ helden(50), aus dem Domanialwalde in der Gemarkung Niederscheld(100), Summa Oberförsterei Ebersbach, Oberförster Buchhold zu Bergebersbach, aus dem Gemeindewalde von Mandeln(15), aus dem Pfarrwalde von Bergebersbach(50), Summa 65 Ctr. Summa tot. 850 Cir. 3) Mittwoch den 29. März l. J., Nachmittags 2 Uhr, auf dem Rathhause zu Rüdesheim: Oberförsterei Wiesbaden, Oberförster von Witzleben zu Fasanerie, aus dem Gemeindewalde von Wiesbaden(1370), Summa Oberförsterei Chausseehaus, Ober⸗ förster Heymach zu Chausseehaus, aus dem Gemeindewalde von Biebrich-Mos bach (400), Dotzheim(250), Frauenstein(300), Schierstein(500), Summa Oberförstereil Eltville, Obersförster Stahl zu Eltville, aus dem Gemeinde—⸗ walde von Neudorf(250), Niederwalluff (500), Summa Oberförsterei Oestrich, Oberförster Cronenbold zu Oestrich, aus dem Ge⸗ meindewalde von Winkel(250), Summa Oberförsterei Weißenthurm, Ober— förster Heymach zu Weißenthurm, aus dem Gemeindewalde von Johannisberg (150), Preßberg(250), Rüdesheim(1200) Summa Oberförsterei Lorch, Oberförsteretver— walter Müller zu Lorch, aus dem Ge— meindewalde von Aßmannshausen(100), Aulhausen(50), Lorch(400), Lorchhausen (400), Summa Oberförsterei Caub, Oberförster Schulz zu Caub, aus dem Gemeindewalde von Caub(450), Dörscheid(150), Lipporn (80), Nausel(250), Sauerthal(270), Wessel(290), Welterod(135), 200 Cir. 2712 Ctr. 500 Cir. 400 Gtr. 1100 Ctr. 250 Cir. 535 Ctr. 1370 Ctr. 1450 Ctr. 750 Clr. 250 Ctr. 1600 Ctr. 950 Ctr. Summa tot, 7995 Ctr. Summa 1625 Ctr. 2.5 4) Donnerstag den 30. März l. J., Nachmittags 2 Uhr, auf dem Ralhhause zu Oberlahnstein: O berförsterei Nastätten, Oberförster Reitz zu Nastälten, aus dem Gemeinde— walde won Buch(100), Endlichhofen(50), Münchenroth(30), Niedermeilingen(100), Oelsberg(70), aus den Fürstlich Wied'schen Waldungen bei Gronau(250), Summa 600 Ctr. Oberförsterei St. Goarshausen, Oberförster Winter zu St. Goarshausen, aus dem Gemeindewalde von Auel(50), Bogel(50), Bernig(150), Dahlheim (50), Ehrenthal(25), Himmighofen(100), Lierschied(50), Kestert(150), Nieder⸗ wallmenach(150), Nochern(50), Ober⸗ wallmenach(100), Prath(50), Reichen— berg(50), Reitzenhain(150), Rettershain (100), St. Goarshausen(50), Wellmich (150), Weyer(50), aus dem Domanial⸗ walde in der Gemarkung Dahlheim(75), in der Gemarkung Lyckershausen(75), Summa 1675 Ctr. Oberförsterei Nassau, Oberförster Scheurer zu Nassau, aus dem Ge— meindewalde von Singhofen(180), Summa Oberförsterei Braubach, Oberförster Metz zu Niederlahnstein, aus dem Ge— meindewalde von Braubach(240), Camp (860), Dachsenhausen(70), Filsen(95), Niederlahnstein(500), Oberlahnstein(870), Osterspai(300), Winterwerb(80), Summa 3015 Ctr. Summa tot. 5470 Cir. 5) Freitag den 31. März l. J., Nachmittags 2 Ubr, auf dem Rathhause zu Limburg: Oberförsterei Eichelbach, Obexförster Kissel zu Hof-Eichelbach, aus dem Ge— meindewalde von Camberg(1100), Eisen⸗ bach(150), Erbach(100), Hainichen(50), Summa Oberförsterei Wörsdorf, Oberförster Heymach zu Wörsdorf, aus dem Ge— meindewalde von Bechtheim(200), Beuer⸗ bach(150), Würges(400), Wörsdorf(500), Summa Oberförsterei Breithardt, Oberförster Christ zu Holzhausen, aus dem Ge— meindewalde von Oberlibbach(250), Summa Oberförsterei Hahnstätten, Ober⸗ förstereiverwalter Schmidtborn zu“ Hahnstätten, aus dem Gemeindewalde von Burgschwalbach(600), Kettenbach (350), Menssfelden(200), Summa Oberfsörsterei Brandoberndorf, Ober- förster Andrée zu Brandoberndorf, aus dem Domanialwalde in der Gemarkung Cleeberg(1050), Summa Oberförsterei Weilmünster, Ober⸗ förster Franz zu Weilmünster, aus dem Gemeindewalde von Blessenbach(300), Laubuseschbach(200), Summa Oberförsterei Weilburg, Oberförster Schraudebach zu Forsthaus Windhof, aus dem Gemeindewalde von Cubach (50), Drommershausen(100), Philippstein (400), Weilburg(100), Weinbach(200), Summa Oberförsterei Runkel, Oberförster Conradi zu Runkel, aus dem Gemeinde— walde von Dehrn(150), Eschhofen(100), Lindenholzhausen(180), Niederbrechen (200), Oberbrechen(120), Villmar(30), aus den Fürstlich Wiedischen Waldungen, Distriet Jungferwald(300), aus den Waldungen der Freifrau v. Kruse, District Dachsbau(250), Summa Oberförsterei Diez, Oberförster Pas- bach zu Diez, aus dem Gemeindewalde von Staffel(60), aus dem Domanial⸗ walde in der Gemarkung Elz(50), Summa Oberförsterei Merenberg, Oberförster Nemnich zu Weilburg, aus dem Ge— meindewalde von Hintermeilingen(100), Reichenborn(150), aus dem Domanial⸗ walde in der Gemarkung Selbenhausen (500), Summa Oberförsterei Hadamar, Oberförster Alberti zu Hadamar, aus dem Ge— meindewalde von Elz(150), Niedererbach (150), Oberweper(75), Summa Oberförsterei Rennerod, Oberförster Kehrein zu Rennerod, aus dem Doma— nialwalde in der Gemarkung Hausen (126), Summa 126 Clr. Summa tot. 9141 Cir. Nähere Auskunft über die Qualität der Rinde und über die Gewinnungs- und Transportkosten ꝛc. dc. der— selben ertheilen auf Verlangen die obengenannten Forst— verwaltungsbeamten. Wiesbaden den 8. März 1871. Der Oberforstmeister Tilmann. 180 Ctr. 1400 Ctr. 1250 Ctr. 250 Cir. 1150 Ctr. 1050 Ctr. 500 Ctr. 850 Ctr. 1330 Ctr. 110 Ctr. 750 Cir. 375 Ctr. Bekanntmachung. 624 Auf Antrag der Beneficiar⸗Erben des verstorbenen Vürgermeisters Johann Peter Menger dahler soll das binterlassene Grundvermögen desselben in hiesiger Stadt⸗ gemarkung gelegen, aus Haus und Hofraithe, nebst Scheuer, Stallung, Tanzsaal, Garten und Mahlmühle mit einem Gang, genannt die Hochmühle und aus 61 vereinzelten Grundstücken bestehend, deren Lage, Größe und Werth in den hiesigen Akten eingesehen werden kann, öffentlich meistbietend versteigert werden. Einziger Versteigerungstermin ist auf Montag den 20. Maͤrz d. J., Nachmittags 2 Uhr, auf biesiges Rathhaus anberaumt, wozu Kaufllebhaber eingeladen werden. Windecken am 10. März 1871. Königliches Amtsgericht. Schwarzenberg. vt. Kochler. ach- ate een 626 Freitag den 17. März 1871, Vormittags 11 Uhr, soll die Lieferung von circa 20 Centner Deu für den flädtischen Faselstall in hiesigem Rathhause an den Wentgstnehmenden öffentlich vergeben werden. Friedberg den 14. März 1871. Großherzogliche Bürgermeifteret Friedberg. Foucar. Affe eise g 627 Montag den 20. März d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Ratbbause auf freiwilligen Antrag die nach verzeichneten, den Karl Friedrich Fritz Erben dahier zustehenden Güterflücke: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klstr. 5. 115,9. 131. Grabgarten am Mainzerthor, 6. 42. 115. Desgleichen daselbst, 5. 21. 406. Acker, die Ackergärten öffentlich meistbietend verpachtet werden. Friedberg am 14. März 1871. Groß berzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar. 577 Mein für die diesjährige Saison wohlassortirtes Tapeten⸗Lager bringe in empfehlende Erinnerung Georg Groß. Berschiedene junge Obstbäume 619 sind zu haben bei Jean Rausch, Schubmachkermeister, in der Kirchgasse. Johannes⸗Kartoffeln 589 verkauft M. Scheibel. Zwei Faselochsen, 629 2 und 1½ Jahr alt, rein Simmenthaler Race/ Farbe rothscheck, flehn zu verkaufen bei Wilh. Sturmfels, Pachter in Ulfa. Ein weißes Mutterlamm, 632 auf der linken Seite mit H gezeichnet, ist am 14. März aus der Heerde entlaufen. Man bittet, das⸗ selbe gegen eine Belohnung an Schäfer Glanz in Friedberg abzugeben. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 15. März. Waizen 14 fl. 40 kr.; Kort 10 fl. 40 fr.; Gerste 8 fl. 45 kr.; Hafer 5 fl. 40 kr. Frankfurt, 13. März.(200 Zollpfund.) Waizen 14½—15½½; Korn 11½— /:; Gerste—; Hafer 9¾— 10¼; Rüböl(100 Zollpfd.) ohne Faß 30½); Branntwein (50% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß—. Grünberg, 11. März. Waizen 14 fl. 45 kr.; Korn 11 fl. 13 kr.; Gerste 7 fl. 48 kr.; Hafer 5 fl. 54 kr.; Molter 10 fl.— kr.; Erbsen— fl.— kr.; Wicken— fl. — kr.; Saamen 20 fl.— kr.; Kartoffeln 4 fl. 1 kr. Mainz, 10. März. Waizen 14 fl. 3 kr.; Korn 11 fl. 23 tr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer— fl.— kr.; Kartoffeln 5 fl. 36 ke.; Roo genstroh per 100 Gebund 50 fl. Geld- Cours. Frankfurt am 14. März 1871. Preussische Kassenscheine fl. 1 448—45½ Preuss. Frledrichsd'or K 9 58—59 , ee„5 9 44—46 Holländische fl. 10 Stücke„ 9 54—36 Ducaten 8 1„ 5 36—38 5 al mareo.„ 5 37—39 20 Franes-Stücke» 9 27—28 Englische Sovereigus„ 11 53—37 Russ. Imperlales 8„ 9 45—47 Della ee„ 2 N Gambelg Ballons ** 9 111 An unsere Mitbürger in Stadt und Umgegend! 1 628 Ganz Deutschland rüstet sich den am 22. d. M. stattfindenden Geburtstag des deutschen. ver Stück 1 kr.„000 Kaisers Wilhelm I., des greisen Helden, der die deutschen Heere zum glorreichen Siege ge— mit dae. a führt hat, des Wiederbegründers des deutschen Reichs, das ein Reich des Friedens, der Frei— g 3 1. 1 heit und Wohlfahrt des Volkes werden soll, festlich zu begehen. Auch unsere Stadt wird bei bel Bindernatel& Schimpff in Leeden 10 diesem Feste der Dankbarkeit nicht zurückbleiben und erlaubt sich ein zu diesem Zweck zusammen⸗ 2* 7 in etretenes Comité, seinen Mitbürgern folgende Vorschläge zu machen. 9„ 9 9 ge z Man bittet durch allgemeines Flaggen der Häuser und möglichste Einstellung der öffent— 622 a u nen lichen Arbeiten und Geschaäfte dem Tag im Aeußeren einen festlichen Character zu geben. Au Serke. Hoffe det Ache Am Abend S Uhr soll in dem festlich decorirten Saale der„Drei Schwerter“ ein Bank— O. Hofmann, Pesement ne stattfinden, bei welchem durch Musik, Festreden, Vorträge der Gesangvereine u. s. w. der be Bedeutung des Tages würdiger Ausdruck gegeben werden soll. Zur Theilnahme an dieser 621 Allen, welche unserem gellebten Bruder und Onkel Veranstaltung laden wir unsere Mitbürger aus Friedberg und der Umgegend hiermit ein. 3 6400„ We 1 1 N 5 g 2 a eleite zur letzten Ruhestätte gaben, sagen wir 1 . Das Cemite⸗ biermit den aufrichtigsten Dank. 11 1 4 Friedberg und A f r die Hinterbliebenen. e di Palmengarten-Gesellschaft 10 0 f 5— Idler zu Frankfurt a. M. Brodpreise vom 18. bis 13 März. hug 5 d ume Bockenheimer Landstrasse Nr. 110. eee bee Für Friedberg: hs ½ Waizen, ½ Korn. 2 Korn, ½ Waizen. A heiche 55 Erste Sorte 48 19 kr.] Zweite Sorte 48 17 tt. Anga Erosfnung e ee ee e .„*„„ 7* 1* err Fel * 0 1 ½ Loth Milchwaaren 1 kr. 3 Loth Wasserwaaren 1 kr. Haan 0. 4 8.6 det sämmtlichen Gesellschastsräume, bun G. naabeis: 15 g Kasseler Brod 4 z 20 tr. Auna 2 5 5 1710 5 nel 615 der Restauration„ 306 1 Erste Sorte 4 19 kr. Zweite Sorte 4 8 17 kt. iu lan *„ 1 37% 7„„*„* 555* sen i 82** 1* 4*** 1* 1¹* eil d 8-Ausstellu F. Grossen Frühjahrs- Ausstellung a. gc Fe Erste Sorte 4 2 19 kr.] Zweite Sorte 4 8 17 kr., von Blumen und Pflanzen.„„ 2 e ee ene „„ 1„ 4/ 7 7** 4/* Ach 8 ir m Beginn der Ausstellung und der Nestauratton am 16. März 1871, Mittags 12 Uhr. Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 13.—3 1. März. 1 1 Nach eigener Angabe der Metzger. 10 4 Täglich Nachmittags und Abends Concerte der Staßnp'schen Capelle. Für Friedberg: Sobel 3——— Ochsensleisch pr. 2 20 kr. Schweinefleisch pr. Spie Eintrittspreis 30 Kreuzer per Person, für Kinder die Hälfte. Kubstelseh gent 9 17 5 Fend 115 1 15 5—— Rinodfleisch, gem. 17„ Leber- u. Blutwurst 20„ hand Actionäre und Abonnenten haben täglich, jedoch nur gegen Vorzeigung ihrer Karten freien Eintritt. Hammelfleisch 15„ Bratwurst 8 men —— Keil und Carre—„[Schwartenmagen 28„ miert Der Palmengarten ist von 8 Uhr Morgens an geöffnet. Kalbfleisch 14„[Geräucherter Speck 32„. bes Keil und Carre—„ Dörrfleisch 2 Wrach! Die Restauratton ist den Herren J. Christoph und F. Dervills übertragen. i 3* S ah 29 bel Hammelsfett„ Schmalz, ausgel. 28 un Der Verwaltungsrath. Schmalz, unausgl. 28 5 n N . f 5 Ausnahmspreise: Bei J. Hanstein Kuhfleisch 16 kr. uch hu 3 Das Neueste in 1 Rindfleisch 16 kr.— Bralwurst 24 fe. bel 8. Heß. 1 dd — 9— Schwartenmagen 24 kr. bei N. Engel, W. Heß, un f A g J. Ruppel.— Schmalz, ausgel. 32 kr. bei H. Blum, Fra r* A. Vogt Erben, W. Reuß. m di eils 55 Für Bad Nauheim: 11 2 Ochsenfleisch pr. 3 20 kr. Schweinefleisch pr. 7 18 kr. dehnen 15 Kuhfleisch, gem. 17„ Leber- u. Blutwurst 24„ 1 laben 2.. 8„ ungem.— Bratwurst 28 Arleren 605 empsiehlt zu reellen Preisen K. Friedrich, neben der Post. Hammelfleisch 16 5 Schwartenmagen 28„ Namzöst 5 a 7 Keil und Carre—„ Cervelatwurst 4 Fra Von Großherzoglicher Oberstudien-Direk⸗ 187 Or Kalbsteisch 14„ Fleiscwurst 2 bee f 2 f 5 b Keil und Carre—„ Geräucherter Speck 32„ l päu ion concessionirtes Lehr-Institut zu Nidda. F. e 21„ Soörrseisch 21 0 613 Unser seitber in Echzell bestardenes Institut haben Wernel N Rothk kk Dammelsfelt 16„Schinken 30„ ne wir nach Nidda verlegt und mit dem dortigen vereinigt. 8 P me ee„ Das Sommersemester beginnt den 24. April. Anmel- 617 in unübertroffener Prima⸗Qualltät bet Schmalz, ausgelassen 32 kr., unausgelassen 30 kr. It. 8 dungen werden in Nidda bei Herrn Pfarrer Junker Wilh. Fertsch. Ausnahmspreise: Bei S. Löb Kuhflelsch 15 kr.— n e ee 7 entgegengenommen. E N ch g Bee ce n 19 kr— Bei H. Langs⸗ n zelle im März 1871. in ei ter Wagen dorf Schinken r.— Bei W. Krauch Witiwe cen, g 8 race* 5 5 Leber- und Blutwurst 20 kr., Bral e Bamberger& Heidingsfelder. 633 für zwei Kühe steht zu verkaufen bei Schwartenmagen 24 kr., Gervsaim ft us e Aa fen 2 2 Jacob Kipp in Ockstadt. wurst 24 kr., Schinken 26 kr., Schmalz, unausgel. dle Ur ienenftennde. 1 8 77 ² ͤ—u0dTwwTTTTT 175 62 Zwel gut bevölkerte Dzierzonstöcke siehen zu A n 7 r e. Für Butzb ach: kal verkaufen. Wo? sagt die Expedition d. Bl. 616 Aus welcher Ursache ist der Unterzeichnete, obwohl JOchsenfleisch pr. 2 20 kr., Schweinefleisch pr. 8 18 kr dahrch 7— fer seit dem Jahre 1861 Ortsbürger dahter und in hie- Kuhfleisch, gem, 16„ Leber- u. Blutwurst 20 7 ucg 4 7¹ 7— 7 72 figer Gemarkung begütert ist, auch bei der vorigen Reichs⸗JRindfleisch, gem, 16„ Bratwurst 24 dir . lagswahl mitgewählt hat, aus der diesmaligen Wähler-⸗[Hammelfleisch 16„[Schwartenmnagen 24 5 dr dal 571 in 4 Farben billigst bet liste ausgelassen worden? Keil und Carre 17„ Geräucherter Speck 32 N u Dart örtedberg. Wilhelm Bernbeck. Fauerbach v. d. H. 4 5 Kalbfleisch 12„ Oörrfleisch 28„ I ur 5 Ehristoph Schneider. Schaaffleisch—„ Schinken 28„ fu m 7 Nierensett 24„ Schmalz, ausgel. 30„ ac zur 5 E 2 E en, B r O D Hammelsfett 18„ Schmalz, unausgel. 28„ g —— de Se 5 61s zweite Sorte 15 ½ kr. bei 111 5;; 0 18 die neußten und schönsten Muster, verkauft zu sehr“% raelitischer Gottesdienst in Friedber d 7——— f 2 2 0 billigen Preisen K. Friedrich neben der Post. ice Witzel in Bad ⸗Naubeim. 35 Begin 1 4 0 da . 8 5 3 Freitag Abends 5½ Uhr. lch Frischt Heps- und rinkuchen Schwarze Kaiser inte. ae aenbe 0 5 g ist in Flaschen z 8 und 14 kr. stets zu hahen bei 2 dae f du 604 billiaft b„ 8 n Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. en, aft bei Georg Groß. Bindernagel& Schimpff. Oruck und Verlag von Vindernagel& Schimpff. da (Hier m eine Beilage.) Nl * Ne Ah nn, * tete * mee,— is d 44: Uzrr 1 1678 Unten, 78 13 8 — Nin rg N 1 82 14 0 denn 1 K 18 9 Da 1 5 8½, 92 16 3 e n a 1 en, I,, 4.31. Natz 8. 4. 8 f 1 5 „ 1 21 7⁰ 7 16 K 1 1 55 1 E 2 i 3. 1 18 — — 9 164* 1 g 45 41 11 „7% 129 U 9 1„ 1 * U „r Geiluge. Hberhessischer Anzeiger. M 32. * Friedberg. Das Generalpostamt macht Fol- gdes bekannt: Da die Heimkehr der auf sranzoͤsischem Gebiete und in den neu erworbenen Landestheilen stehen— de Landwehrbataillone, Reserve-Jägerbataillone, Reserve— Cvalerie-Regimenter, Reserve-Batterien und der Ersatz buaillone derjenigen Regimenter, welche nicht zur Besetzung de neuen Provinzen bestimmt sind, nahe bevorsteht und, whrend die Truppen sich auf dem Marsche befinden, die Löglichkeit regelmäßtser Auelieserung von Post Sendungen a dieselben sehr beschränkt ist, so empfiehlt e sich, die Wendung besonders von Geldbriesen an Offiziere und Pannschaften der gedachten Truppenthbeile so lange aus⸗ Netzen, bis dieselben wieder nach ihren Friedensorten wückgekehrt sind. Das Publikum wird ersucht, bis dahin uvm der Einlieferung von Geldbriefen Abstand zu nehmen. Frankfurt. Wie die„Fiks. Pr.“ meldet, ist dieser Age die 44 Mann starke Abtheilung des 2. Feldlazareths ( Armeccorps), welches bei dem Kampfe der Brigade zutler gegen Garibaldi vor Dijon sammt Verwundeten gangen worden war, hier durchpassirt. Ueber die er⸗ nene Behandlung und den Transport erzählten die wckeren Pommern ungefähr Folgendes:„Als unsere Bigade nach heftigem Kampfe der großen Uebermacht nüchen mußte, war unser General genöthigt, das ganze Lzareth, welches jedoch noch nicht etablirt war, zutück— wassen. Die Aerzte suhren in ibrer Arbeit fort, als uns d Feind gefangen nahm; allein derselbe ließ sie nicht wlenden, er führte uns und jene schleunigst ab, so daß 3 B. ein Ampulirter nicht fertig verbunden werden konnte. Zurch diese Grausamkeit und durch die Raubgier der Danctireurs und anderer Banden verloren wir zugleich ufer ganzes Gepäck, welches wir in einer Scheune ab— gent hatlen, wir durften es beim Abmarsch nicht holen, manchem von uns wurde der Mantel vom Leibe ge⸗ en und das bei jener Kälte! Unsere armen Verwun⸗ den blieben liegen, es mögen wenige davongekommen en. Wir wurden nun nach Dijon hineingebracht, wo 11s ein feindlicher Chef, es kann Garibaldi selbdst gewesen zu, in dem großen Saale besuchte und für Verpflegung gte. Von da ab aber wurde es schlimm; wir kamen dc Lvon und dort, sowie später in Montpelliar, wurden de mehrere Nächte in Kellern gefangen gehalten. Auf im Marsche durch die Stadt wurden wir in jeder Weise mullitt, mit Kolh und Steinen beworfen und bespien, und unsere Escorte konnte uns kaum gegen den wüthenden Joel schützen, welcher uns absolut umbringen wollte. Syter wurden wir dem Pack für 2 Sous Eintrittsgeld igt Der Transport bis nach Villefrance an den enden dauerte 6 Tage; während dieser ganzen Fahrt damen wir nichts Warmes, nur Brod, kum Wasser. lisere Rückfahrt nach den deutschen Vorposten war nicht u besser als die Hinreise: wir wurden nach Orleans tracht und daselbst ausgeliefert. Von da sind wir über Gicbeil hierher gefahren.“ Die meisten Leute waren aus⸗ tt ungert und schwach, manche krank; sie entwickelten chen guten Appetit, als das freundliche Damencomiis aa hier belfend eintrat. Außerdem wurden die Armen ut Leibwäsche und Tabak beschenkt. Acußerst vergnügt wren sie von dannen. Frankfurt. Am Sonntag kamen 900 f. Z. von u Franzosen gefangene Deutsche, theils Bayern tils Preußen, hier durch. Dieselben entwarfen ein gruenbaftes Bild über die ihnen zu Theil gewordene handlung. Nur ein Bayer scheint es besser angetroffen u haben, denn derselbe hatte in Frankreich sein Herz c loren und führte mit Erlaubniß seiner Eltern eine anzösin als seine Frau heim i Frankfurt. Eine Anzahl Frankfurter, welche seit ner Reihe von Jahren in Paris etablirt und theilweise e Häuserbesitzer sind waren bei dem Friedensschlusse Paris zurückgekehrt. Dieselben fanden zwar ihr entbum unversehrt, jedoch in einem Zustande wieder, elcher auf cinen häufigen Gebrauch von Oritlen schließen 5. Die Zußsände in der Hauptstadt schildern sie als anz unerträglich; sie waren den gröͤbsten Insulten und gedrohungen ihres Lebens ausgesetzt, weßhalb sie es vor— hen, so schnell als möglich nach Franklurt zurückzukehren. nige beabsichtigen, nach Verkauf ihrer Pariser Liegen— haften für immer in der Vaterstabt zu bleiben; andere bellen in einem Vierteljahr den Versuch machen nach Junkteich zurückzukehren. N 1 Darmstadt. Die„H. V. bringen folgende Mit⸗ hilung: Das allgemeine kirchliche Friedensfest wird höchst— vihrscheinlich in ganz Deulschland auf des Kaisers Ge— Mrlsilag, am 22. d. Mi,, gefeiert. Ueberall trifft man virbige Vorbereitungen dazu. Zu Festgesängen empfehlen dir daher angelegenilich die von Stabteantor Völsing „ Darmstabt herausgegebenen drei Friedenslieder. y etlichen Orten haben sich die Jungfrauen creinigt, in mit den Schulkindern gemeinsam, da bie Jünglinge zh zum großen Theile im Felde weilen, die Festgesänge uus zuführen. Wahrlich, eine schöne Aufgabe, die nicht ine Segen bleiben wird. Wenn auch wegen Kürze der tes nicht überall möglich ist, die Gesänge mehrstimmig müben, so wird schon die einstimmige Ausführung mit gel begleitung Aller Herzen llef ergreifen.— Zur außer⸗ Naa 345 1 wir desselben Versassers J) Hurrah Germania! 2) An Deulschlands Heer. ) Deuisches Soldatenlied. 4) Zum Gebächtniß der ge— enen Krieger. 5) Des gefallenen Kriegers Kind. 0 Deutsches Reiterlied. 7) Wer liebt nicht warm sein Vaterland? Bestellungen: bet allen Buchhandlungen und bei dem Herausgeber, sowohl auf einzelne, als auf alle diese Lieder. Die Nr. 1—0 sind auch für gemisch ten Chor oder für Gesang und Clavier zu haben. Von Dar mstadt schreibt man, daß das bei Beginn des Krieges prophetisch erklungene„Eilgut nach Paris“ jetzt einer anderen Devise Platz gemacht hat, indem an den Wagen, in welchen sich heimkehrende Soldaten be— finden, jetzt oft zu lesen ist:„Eilgut nach Muttern“. Gute Heimkehr den Wackeren allen! JNeustadt a. d. H. Bei dem Festzuge, der sich aus Anlaß der Friedensfeiet am Sountag durch unsere Stadt bewegte, befand sich auch die schwarz⸗roth⸗goldene Fahne, welche im Jahre 1832 bei der Versammlung der deulschen Patrioten aus allen Gauen dem Festzuge auf das Hambacher Schloß vorangetragen wurde. Sie wurde seildem durch ihren seinerzeitigen Träger, den ver— storbenen Herrn Phil. Abresch, und dann dessen Sohn, den heuligen Träger, Herrn Eugen Abresch, gegen polizei⸗ liche Untersuchungen in den verschiedenen Zeiten der Reaction(nach 1832 und nach 1848) treu bewahrt. Berlin. Mit einem Santtätszuge ist dieser Tage der verwundete Lieutenant v. Heß vom Garde- Artillerie regiment hier eingetroffen. Derselbe wurde bei Le Maus verwundet; es ist ihm ein Fuß amputirt und hat er außerdem 32 offene Wunden. Trotz dieser fürchterlichen Verwundung hofft man den Bedauernswerthen am Leden erhalten zu können. Auf Befehl des Kaisers und Königs wurde derselbe von einem Stabsarzt begleitet. Er ist nach dem hiesigen katholischen Krankenhause gebracht worden. Aufforderung. Der Unterzeichnete macht bekannt, daß ihm von mehreren Orten Amerika's, insbesondere aber durch das deutsche Hülfs-Comité in Mil- waukee in Wisconsin, eine nicht unbedeutende Summe zur Disposition gestellt wocden ist, mit dem Auftrage, dieselbe zum Besten der Hinter— lassenen, Wittwen und Waisen der in dem deutsch— französischen Kriege Gefallenen oder Verwundeten zu verwendea. Es werden daher hiermit alle Diejenigen, welche Anspruch auf eine derartige Unterstützung erheben zu dürfen glauben— und zwar zunächst aus dem Großherzogthum Hessen— aufgefordert, sich in frankirten Briefen unter Darlegung ihrer Verhältnisse, Bedurfnisse u. s. w. bald möglichst an den Unterzeichneten wenden zu wollen. Eine Beglaubigung dieser Darlegung durch die je— wesligen Herren Geistlichen, Ortsvorstände oder sonst völlig glaubwürdige Personen ist erforderlich. Dr med. Louis Büchner in Darmstadet, Grafenstraße Nr. 39. .— 8. 2 12 Gustav-Adolf-Stiftung. Friedberg. Der Verwaltungsrath des Hauptvereins der Gustav Adolf Stistung im Großherzogthum Hessen hat folgendes Ausschreiben an die Vorstände der Zweigvereine erlassen: Als wir mitten im Kriege vor unserm Reformations— feste an die Gemeinden uns wandten, geschah es in der freudigen Hoffnung, daß sie gerade in so schwerer Zeit auch derer liebend gedenken würden, die seit Jahren an diese helfende Liebe angewiesen sind. Und unsere Hoffnung hat uns nscht ge— täuscht. Die Reformationscollecte hat mehrere hundert Gulden mehr ertragen, als im Jahte 1869. Aber so dankbar wir auch dafür sind, so müssen wir doch gerade jetzt, da es sich um die Jahresbesträge handelt, unsere frühere Bitte mit allem Nachdruck erncuern. Es hat sich hier und da die Ansicht ausgesprochen, man solle in diesem Jahre die Sammlungen einstellen im Hin blick auf die größen Opfer, welche allenthalben der Krieg auferlege. Allein geschäbe es, was soll dann aus unsern Gustav-Adolfs Gemeinden werden, die seit ihrem Bestehen auf die jährliche Hulse des Vereins hoffen und hoffen müssen? Schwer ist die Zeit, aber so schwer sie ist, der vangetische Christ hat auch in schwerer Zeit noch immer etwas für seine Kirche und ihre hülfsbe— dürftigen Kinder. Darum bitten wir Sie, greifen Sie, wenn es noch nicht geschehen, ohne Säumen und im freudigen Vertrauen auf die Macht evan— gelischer Liebe die Sammlung an. Wir sind dessen in guter Zuversicht, es wird sich lohnen. — — Erfrischung der durchpassirenden Truppen und zurückkommenden Verwundeten im hiesigen Bahnhofe. 21. Liste der Gaben aus hicsiger Stadt und Umgegend An Naturallen: 8 Laib Brod von Friedberg. An Geld: Major Jäger, hier 10 fl., H. Schimpff beim Friedensabschluß 10 fl., durch Verloosung hier 1017 fl. 57 kl., von Mathildenstift(Ausgaben für Verwundete bis Ende Februar) 354 fl. 8 kr., Büchsengeld 10 k., zusammen 1392 fl. 15 kc., hierzu vorige Lite mil 398 fl. 19 ke., im Ganzen 1790 fl. 34 ke,, wofür wir allen freundlichen Gebern unsern besten Dank sagen. Wir können es nicht unterlassen, den Damen hiesiger Stadt, welche sich besonders um die Verloosung, die eine so große Einnayme uns brachte, verdient gemacht haben, unsere volle Ancikennung auszusprechen und denselben hiermit nochmals unsern besten Dank öffenilich abzusta tten. Durch die Rückkehr der Truppen haben wir jedenfalls noch sehr große Ausgaben zu machen, besonders da wir unsere Krieger und Sieger so bewicthen müssen, wie sie es verdienen. Wir richten deßhalb nochmals an Um- gegend und Stadt die Bitte, uns mlt Geld, Brod, Butter und Fleisch weiter zu unterstützen. Friedberg den 15. März 1871. Das Comité. Bescheinigung. Bei dem Rechner des Comités für die Unterstützung der verwundeten und erkrankten Soldaten sind vom 20. Februar bis 12. März ferner eingegangen und werden dankbac bescheinigt: kc. von Herrn Joh. Mörler II. in Ockstadt ge⸗ sammelt auf d⸗u Hochzeiten seinec beiden Söhne 8— durch Hrn. Gg. Krauch durch einen Vortrag in dessen Wiribschaft— 23 von Frau Bürgermeister Best in Bruchenbrücken 8 durch Herrn Pfarrer Breidenstein Kirchenopfer von Södel 12 17 durch Hrn. Pfarrer Walloth Kirchenopfer von Ostheim 9— von Ober⸗ und Nieder⸗Rosbach bei der Stroh⸗ Collckte 154 durch Hrn. Regierungsrath Trapp aus der Synagoge von Mänzenderg— 36 durch Hen. Pfarrer Müller Kirchenopfer aus Nieder-Rosbach 9 44 von den monatlichen Spendern Friedbergs pro Februar 89 36 von Hrn. Ph. Ad Schneider in Södel durch Ausspielung eines Bildes der Schlacht bei Königsgtätz 5— durch Hru. Baumeister Reuß Reinertrag des Conceris des verehrl. Mußkoereins dahier 60— von Hrn. Major Bichmann 5 von Hin. Hr. Langedorf 5— von einer Södler Damen-Gesellschaft 1 36 don Hru. Or. König in Dorheim 22 von Hrn. Pfarrer Bornagius in Fauerbach 1— durch denselben Kirchenepser aus Fauerbach 145 von Hen. Isak Stern in Bruchenbrücken Wieggebüdren— 20 durch Hrn. Bürgermeister Reitz in Sdͤdel ge— sammelt von Hrn. Peter Fourier bei der Friedensfeier 6 15 durch Hru. Decan Blumhof Kirchenopfer aus Melbach 11 58¼ An Materialien: Von Frau Bürgermeister Best in Bruchenbrücken zwei Säckchen Dörrobst; aus den Ge— meinden Fauerbach, Ossenbeim, Baueruheim, Dorbeim, Ober- und Nieder-Rosbach, Ober- und Nieder-Mörlen Stroh zu Strohdecken und Füllung der Strobsäcke in den Lazarethen; von Heu. Landrichter Reitz 6 Flaschen Wein; von Hrn. Gasthalter Holler in Fauerbach 1 Korb Weißkraut Friedberg den 12. März 1871. Für das Comits: J. Huber, Rechner. Bel Bindernagel& Schimpff in Friedberg eit vorräthig: Zur Friedensfeier. 3 Festchoͤre von Ehr. Völsing. Preis sür die dresstümmige Ausgabe 6 kr. Preis für die Ausgabe für Chor und Orgel 18 kr. Ferner sind auch die früheren Publicattonen von Ehr. Völsing noch zu baben: Fünf Kriegslieden Preis 9 kr. Hurrah Germania 1„ Hurrah Germania für Chor„ 18„ Drei Lieder für Chor* 1 Oeffentliche Aufforderung. 543 Nachdem die Ebefrau des Phtlipp Dietz von Nieder Mörlen, Kalhar tna, geb. derdert, um Sicherstellung ihres eingebrachten Vermögens nachge⸗ sucht, gleichzeitig aber auch deren Ebemann seine Ueber⸗ schuldung angezeigt dat, werden zur Abwendung des förmlichen Concurses dessen sämmeiche Gläubiger zur Anmeldung und Begründung ihrer Forderungen, sowte zum Veisuche eines Arrangements auf Montag den 3. April l. J., Morgens präcis 8 Uhr, unter dem Anfügen hierher vorgeladen, daß von der Minderheit der erscheinenden, eder den ungenügend ver— tretenen, oder den ausbleibenden Gläubigern der Bel tritt zu den Beschlüssen der Mehrbeit der gehörig auf— ttetenden Gläubiger unterstellt werde. Bad⸗Naubeim am 3. März 1871. Groß berzogliches Landgericht Bad- Nauheim. Ulrich, Schnitispahn, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Güter ⸗ Versteigerung. 581 Montag den 20. März r. J., Vormittags 10 Uhr, soll im kiesigen Ratbdause ein den Wilhelm Gerfters Erden gebötendes Grundflück, cirea 10 Klafter, am langen Weiher öffentlich meiftbietend erdabtheilungs— halber verffeigert werden. Friedberg am 10. März 1871. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar. Brod Lieferung. 625 Mittwoch den 22. März l. J., Vormittags 11 Uhr, wird die Lieferung des Brodbedarfs pro II. Quartal 1871 für die hiesige Garnison auf dem Soumissions wege in Accord gegeden. Die Angebote, welche auf gonzen oder helden Bogen ntedergeschrieben sein müssen, find versiegelt in das vor dem Büreau aufgebängte Soumis— slons kässchen einzulegen. Die Bedingungen liegen auf dem Bülreau des Großherzoglichen Zahlmeisters Böcking zur Einsicht offen. Bemerkt wird ausdcücklich, daß Soumissionen. welche von Mehreren unterschrieben find, keine Betücksichtigung finden. Friedberg den 14. März 1871. Eulet, Hauptmann und Compagniefübrer. Oesfentliche Aufforderung. 630 Nachdem die Wittwe des Adam Lortz in Assen⸗ heim unter Zustimmung ihrer Kinder, deziebungeweise deren Vertreter am 7. September 1870 einen Stun- dungsvertrag, dessen Einsicht zu nehmen frei steht, mit den bekannten Chirograppargläubigern abgeschlossen hat, werden etwaige unbekannte oder in den Verglelchstermin nicht gelarene Gläubiger aufgefordert, ihre Forderungen binnen Frist von 4 Wochen anzumelden und etwalge Einwendungen vorzubringen, als sonft diesem Atrange— ment bezüglich der unbevorzugten Gläubiger die richter— liche Bestätigung ertheilt werden wird. FIrledderg am 2. März 1871. Großberzogliches Landgericht Friedberg. Restz, Sit inberger, Landrichter. Landgerichts Assessor. Arbeits⸗Versteigerung. 631 Montag den 20. März, Vormistags 11 Uhc, sollen auf dem Nalhhause zu Reichelsheim nachfolgende Ar beiten, welche bei der Reparatur der Kirche und der Pfarthoftaithe vorkommen, an die Wenigünehmenden in Accord gegeben werden: A. An der Kirche. 1 1) Dochdeckerardeit, It. Kostenuberschlag 388 16 2) Lieferung von 75 Stück Dachdielen 25— 3) Lieserung von 4 Stück gußelsernen Dach⸗ fenstern 16— B. Unterhaltung det Pfarrhofralthe. 1) Dachdeckerarbetl. 21 10 2) Maurerarbeit 91— 3) Stein hauerarbeit 6 20 4) Zimmerarbeit— 5) Schlosserarbeit 7 33 6) Lieferung einer gußeisernen Pumpe 61 15 Friedberg den 14. März 1871. Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider. Holz ⸗Versteigerung. 614 Samfiag den 18. d. M., Vormitags 9 hr, sollen im Nieder Mörler Gemeindewald, Schlag Nr. 17 am Hasseihecker Feld, nachstehende Holzsortimente an den Meistbletenden verslelgert werden: 3½ Stecken Eichen Scheitholz, 174* Stodholz. 3080 Buken⸗ unt Eichen Wellen, 300 Aspen⸗Wellen, 288 Lane Alletlei⸗Holz, 6 Eichen⸗Stämmchen, 129 Cubitsuß enthaltend. Die Zusammerkunst ist im Schlag selbff. Nleder⸗Mörlen den 14. März 1871. Großherzogliche. Nieder⸗Mörlen. b 6. o nig 573 zum Füttern der Bienen bet Wilhelm Bernbeck. 17 kann ein junges Mädchen zur prakllschen Ausbildung 584 Mit dem 15. d. Mes. eröffne ich am verbunden mit Ich empfehle mein Unternehmen dem reeller Bedienung. hiesigen Platze ein Herren-Confections-Geschäft en gros et en detail Tuch- und Buckskin-Lager. geehrten Publikum unter Zusicherung streng— N. R. Levy, Katharinenpforte Nr. 1 Frankfurt a. M. Arbeits ⸗Versteigerung. 608 Oitenflag den 21. März 1871, Vormittags 10 Ubr, sollen in dem Bürgermeisteret- Bureau zu Stamm beim nachbenannte, an dem ebemaligen Schloßgebäude daselbft nöldige Arbeiten öffentlich an die Wenigstnebmenden in Accord gegeben werden, als: fl. kr. 1) Maurerarbelt, veranschlagt zu 144 10 2) Steinhaueratben 22 45 3) Zimmerarbeit 61 40 4) Oachdeckerarbeit 105 34 5) Schteinerardeit 332 34 6) Sqlosserarbelt 162 42 7) Geaselacbeit 357 20 8) Weiß binderarbeit 256 32 9) Spenglerarbeit 16 42 10) Lieserung von 17,500 Stück bharigebrannten Back steinen, 10 Lieferung von 30 Bütten Kalk, 12) wieferung von 4000 bartgebraunten Plattziegeln. Vilbel den 13. März 1871. Volk, Bezirks-Bauaufseher. Holz-Versteigerung. 607 Dienstag den 21. und Mittwoch den 22. d. Mis., jedesmal Morgens 9 Uhr, werden in dem biefigen Ge— meindewald in den Distrikten Großerhausberg, Brilen— berg ꝛc. ꝛc. 1¼ Stecken Kiefern-Prügelbolz, 16800 Wellen Nadeln⸗Reieholz, dester Qualltät, 4 Siulck„Stammpbolz, 4344 77„ Stangenholz, zu Sparren, Garten- und Baumpfählen, Vohnen⸗ und Dopfenftangen geeignet, an die Meistbtetenden versteigert. Die Zusammenkunst ift in loco Hoch- Weisel. Hoch⸗Weisel am 11. März 1871. Großherzogliche Bügermeisterel Doch Weisel. Mohr. Emser Pastillen, ch t 487 ein braves Mädchen zur dausarbelt, welches Näben, im Nolhfall im Kochen aushelfen kann; jähr— licher Lohn 50 fl. Anec bieten schristlich an Herrn v. Kalenberg in Darmstadt. Leere Oelfaͤsser, 390 zu Pfuhl ic. ꝛc., bet Georg Groß. Lehrstelle in Frankfurt a. M. 623 In ein feines Mode- und Lingeriegeschäft aufgenommen werden, gegen mäßige Vergütung kann dasselbe Kost und Wohnung im Hause erhalten. Franko Offerten unter G. M. U. 3 poste restante Weiße leinene Caschenküͤchet, 270 Kragen, Manschetten, Herren⸗ kragen, sowie Vorhemden und Hosen— träger bei K. Friedrich neben der Pofl. Nuhrer Steinkohlen empfiehlt in vorzüglicher Qualität Ph. Dan Kümmich. Deutschen und ewigen Klee-Samen 576 tailliast bet Georg Groß. Kriegs-& Friedensnummern der Gartenlaube. Nr. 11. In balt: Die Zuwider-Wurzen. Eine Grschichte aus den baicischen Bergen. Von Hermann Schm'id. Gortsetzung.)— Werder und seine Braven. Mlt General v. Werder's Portratt. Originalzeich⸗ nung von Adolph Neumann— Eva. Ein Frauenbild aus dem vorigen Jahrhundert von Albert Fräßpkel. (Schluß.)— Hermann, Fürst von Pückler⸗ Muskau. Erinnerungen von Paul Wesenfeld.(Schluß.)— Um Paris berum. Von Friedrich Gerstäcker. IV. Die Brücke von Sdores.— Zwei Illustratlonen: Diedenhofen am Tage nach der Capitulatton, am 25. No⸗ vember 1870 Nac der Natur aufgenommen von Cbr. Sell;— Rue Ropale in der Stadt St. Cloud, am 16. Februar 1871. Nach der Natur aufgenommen von unserem Feldmaler F. W. Heine.— Was ist der Krieg? Gedicht von A. B.— Deuisch⸗ lands Siegesdank. Gedicht von Emil Rittershaus. Componirt von C. Wilhelm.— Blätter und Blüten: Unsere sächsischen Soldaten. Von Fr. Gerstäcker.— Von der Südgrenze des Reiches. Von A.— Sieges dank.— Für die Freunde des Prtesters Herrn Braun. — hßür die Verwundeten und die Frauen und Kinder unserer unbemistelten Wehrleute. Kallslüssiges Jaumwachs 572 empfiehlt Wilhelm Bernbeck. 609 Ein ordentliches, reinliches M' ä d che n gesucht. Bad Nauheim, Furstenffraße Nr. zweller Stock. 80 0 fl. 611 Kapftal liegen in der Kirchenkasse zu Ober Wöllfladt zum Aueleihen bereit. Ober-Wöllstadt den 13. März 1871. Veith, Kirchenrechner. Ein Grabgarten 610 im Burzfeld am alten Nauheimer Weg ist zu verpachten oder zu veiklufen. Nähere Auskunft er⸗ thellt die Expeduton d. Bl. Einen Webstuhl 580 333 Frankfurt a. 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