eie Fenlant t Halstücher de det det Pei. —* Nußen 9 1 et Er strang. ö Gtoß. ch, Handl n-Handlung * Eggarttl. — U Cubiat, hegt bei de 1 1 5 0 N 7 1 1871. Dienstag den 15. August. M95. 0 berhes nzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. sischer A Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — Das Gemeinderechnungswesen, hier die zügen für 1871. Betreffend: Amtlicher Theil. Einsendung von Hand- und Tagebuchsaus⸗ Friedberg am 10. August 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Bauernheim, Mörlen, Ober⸗Mörlen, Ober⸗Wöllstadt, Pöhl⸗Göns, Rockenberg, Rödgen, Beienheim, Dorn-Assenheim, Ilbenstadt, Langenhain, Bad⸗Nauheim, Nieder- Schwalheim, Staden, Weckesheim, Wisselsheim. Der sofortigen Erledigung unserer Auflage vom 19. April d. J., Oberhessischer Anzeiger Nr. 47, sehen wir entgegen. Betreffend: Die Beschaffung des Bedarfs an Pferde J. B. d. K.: Haas, Kreis⸗Assessor. n bei einer Mobilmachung durch Aus hebung. Friedberg am 11. August 1871. Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und den Polizeicommissär zu Wickstadt. Reglements vom 28. August 1868, Regierungsblatt Nr. 53, tragen wir Ihnen auf, über die dermalen vorhandenen zum Militärdienst tauglichen Pferde nach Unter Bezugnahme auf den§. 5 des uns einzusenden. Die angelegten Ergänzungslisten, den in Folge unserer Verfügung vom 6. August v. J., Oberhes nach ergänzen. Betreffend: Die Beitreibung der Gemeindegelder. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nur wenige von Ihnen haben unserer Verfügung vom 20. v. M. eutsprochen, weshald wir Sie an die sofortige Erledigung derselben hiermit erinnern. Haas, Kreis Assessor, . Haas, Kreis-Assessor. Formular I. ganz genaue Ortslisten aufzustellen und binnen 8 Tagen an die pünktlich fortzuführen sind, werden Ihnen die Aufstellung erleichtern, wenn Sie dieselben mit sischer Anzeiger Nr. 93, aufgestellten Ortslisten vergleichen und dieselben dar⸗ n Friedberg am 12. August 1871. Deutsches Reich. Berlin. Der„Publ.“ schreibt: Zur nächsten Session werden die Reichstagsabgeordneten schon in den Genuß freier Fahrt auf den Bahnen ge— langen, vorausgesetzt, daß die Berlin ⸗ Anhalter Bahn sich entschließt, ihren bisherigen Widerspruch fallen zu lassen. — Die„K. Z.“ erfährt mit Bestimmtheit, daß an den Eintritt des Generals v. Manteuffel in die Militär verwaltung nicht gedacht wird, noch gedacht worden ist. — Wie die„Elb. Anz.“ in Erfahrung bringen, soll der Staatsanwalt wegen Erhebung einer An- klage gegen den Bischof Dr. Kremenß aus Anlaß desfen Hirtenbriefs bei seiner vorgesetzten Behörde Anfrage gethan haben. Ob und welche Antwort er erhalten, ist nicht bekannt. — Am Montag stellten, wie das„Fr.⸗Bl.“ meldet, sämmtliche Arbeiter der Norddeutschen Maschinenbau-Actienfabrik— man sagt 900— die Arbeit ein und verließen die Fabrik, weil die Direction den Vorsitzenden des Maschinenbauer- Strikecassenvereins plötzlich entlassen hatte. Viele der Arbeiter wollten die Arbeit am Dienstag wieder aufnehmen, die Fabrik war aber geschlossen. — Wie die„Krzztg.“ hört, ist jetzt definitiv darüber entschieden, welche Categorien von Be— amten die Bezeichnung„Kaiserlich“ führen, des- gleichen über Wappen und die Standarte des deutschen Reiches. — Wie der„N. Pr. Ztg.“ mitgetheilt wird, ollen sich die aus Frankreich ausgewiesenen Polen, und zwar gerade die gefährlichen Elemente der⸗ selben, in nicht unbedeutender Zahl nach Preußen und Posen begeben, so daß die Aufmerksamkeit der Behörden bereits rege geworden ist. — Der Reichskanzler wird von Varzin hier intreffen und sich am Montag nach Gastein zum Raiser begeben. f 4 — Wie die„ 3.“ hört, ist die Einführung der Metall- Patrone für die sämmtlichen Gewehre her deutschen Acne eine nunmehr fest beschlessene 41 * Sache. Die Versuche, nun über die eventuell bevorstehende Umänderung der Gewehre selber einen definitiven Beschluß zu fassen, sind dagegen noch nicht zum Abschlusse gelangt. — In einem Erlaß, welchen Se. Maj. der Kaiser am 3. August in Koblenz vollzogen hat, sind nähere Bestimmungen über das deutsche Reichs- wappen getroffen. Dies Wappen führt den ein— köpfigen Adler im silbernen Felde mit dem höhen- zollern'schen Wappen auf der Brust. Derselbe Erlaß enthält Bestimmungen über die neue kaiserl. Standarte. In der Mitte der Standarte befindet sich der Adler des Reichswappens; in ihren vier Ecken stehen Eiserne Kreuze. — Wie die„Deutsche Reichskorresp.“ in Er- fahrung gebracht haben will, soll die Auszahlung der Dotationen in diesen Tagen begonnen haben und sollen insgesammt 16 Personen mit derartigen Belohnungen bedacht sein. — Was die Vertheilung der Dotationen be— trifft, so sollen unter den prinzlichen Dotirten der Prinz Friedrich Carl und der Kronprinz von Sachsen sich befinden. Außer dem Staatsminister Delbrück werden noch zwei süddeutsche Diplomaten genannt, die übrigen gehören dem Militärstande an. — Die„Nordd. Allg. Ztg.“ bringt einen Artikel über die Reise des Kaisers, in welchem sie schreibt: Der Augenblick werde geschichtlich denkwürdig bleiben, wo der König von Bayern im eigenen Lande den deutschen Kaiser zuerst be— grüßt und damit seiner Ergebenheit für die nationale Sache und seiner Verehrung für das Oberhaupt der Nation einen neuen Ausdruck verliehen habe. Die Herzlichkeit der Begrüßung müsse dem deutschen Volke eine Gewähr sein für die nationale Gesinnung der Fürsten und ihre festgegründete Eintracht; in dem herzlichen Fami— lienverkehr des Kaisers mit dem österreichischen Kaiser aber liege die Bürgschaft für die Be— festigung der sreundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Staaten, ein Moment, das von den fried— liebenden Elementen der Bevölkerung der beiden Nachbarreiche mit höchster Befriedigung willkom⸗ men geheißen werden dürfte. Königsberg. Von Sonnabend bis Mon⸗ tag Mitlags sind der Polizeibehörde 31 Cholera-⸗ fälle angemeldet, im Ganzen jetzt 70, worunter 44 mit tödtlichem Ausgange. München. Der Erzbischof Scherr hat be⸗ kanntlich dem Prof. Friedrich das Hofbenefizium gesperrt. Dr. Friedrich wandte sich beschwerend an das Hofmarschallamt und erhielt von dieser Stelle den Bescheid, daß er seinen Gehalt nach wie vor beziehe. — 11. Aug. Kaiser Wilhelm traf gestern Abend gegen 6 Uhr in Begleitung des Königs Ludwig in Regensburg ein, woselbst die beiden Fürsten von einer zahllosen Menschenmenge mit Jubel begrüßt wurden. Heute früh 8 Uhr trat der Kaiser die Weiterreise an, nachdem der König von Bayern schon Nachts nach Berg zurückgekehrt war. Abends trugen Gesangvereine vor dem Hotel patriotische Lieder vor. Der Bürgermeister brachte ein Hoch auf den Kaiser aus, in das die versammelte Menge enthusiastisch einstimmte. Hierauf folgte ein Fackelzug der städtischen Feuerwehr. Heute Morgens 8 Ühr setzte der Kaiser die Reise nach Wels fort. — Der König ist am 10. d. auf dem Ost⸗ bahnhofe wieder eingetroffen und hat sich sofort nach Schloß Berg begeben. — Was die Ministerkrisis betrifft, so eursirt folgende Ministerliste: Graf v. Hegnenberg-Dux (langjähriger Kammerpräsident) für Aeußeres, Regierungspräsident der Pfalz von Pfeufer für Inneres, bisheriger Minister des Innern v. Braun für Handel, v. Lutz für Cultus, v. Pfretzschner für Finanzen, v. Pranckh für Krieg, Ministerial- rath Dr. Fäustle für Justiz. Nürnberg. Der Kaiser wurde auf seiner Reise durch Bayern überall mit dem größten Jubel empfangen und in Aschaffenburg von dem General- Adjutanten v. Spruner, sowie von dem Flügel- Adlutanten Grafen von Holnstein begrüßt. In . —— Nürnberg war der Empfang ein überaus enthu⸗ stastischer. Auf dem Bahnhof fand das Dejeuner statt, welches vom Könige von Bayern dargeboten war. Der Kaiser hat hierauf um 3 Uhr von hier die Weiterreise nach Regensburg angetreten. Die Abfahrt erfolgte unter dem begeisterten Hoch- rufen der zahlreich herbeigeströmten Menschenmenge. Die Vorstände der Gemeindebehörden waren auf dem Bahnhofe anwesend. Regensburg, 11. Aug. Die Ankunft des Kaisers in Schwandorf, wo König Ludwig in preußischer Husarenuniform denselben erwartete, erfolgte gestern Nachmittags 4 Uhr. Die beiden Monarchen begrüßten sich durch eine herzliche Um⸗ armung. Um 6 Uhr lief der Zug in den hiesigen Bahnhof ein, von welchem die Monarchen nach dem Hotel„Zum goldenen Kreuz“ fuhren. Der König verweilte daselbst eine Viertelstunde und reiste dann mit der Eisenbahn wieder ab. Stuttgart. Man meldet von hier: Es ist authentisch, daß die Kriegsminister von Bayern, Baden und Würtemberg sämmtlich an der Dotation Theil nehmen. Karleruhe. Beobachtungsfähige Personen, welche jüngst in Paris gewesen, erzählen, daß die Stimmung daselbst eine äußerst trübe und dumpft sei. Dieß trifft auch mit den Nachrichten zu- sammen, wonach neuerdings die Verhaftungen sich wieder vermehrt haben und die militärischen Maß- regeln verschärft worden sein sollen. Straßburg. Viele elsässische Auswanderer kommen fortwährend vollkommen enttäuscht von Paris zurück; der deutsche Gesandte daselbst hatte sie mit Geld versehen müssen, damit sie in ihre Heimath zurückreisen konnten. Sie hatten in Paris wohl eine lärmende Aufnahme, aber keine reelle Unterstützung gefunden. Metz. Nach einer von dem Präfecten den Kreisdirectoren ertheilten Anweisung sollten die Personen, welche an der Pariser„Befreiungsliga“ Theil nehmen oder die Bestrebungen derselben unterstützen, auf Grund des Gesetzes verfolgt oder aus gewiesen werden. Ausland. Oesterreich. Wien. Die„Wiener Zei⸗ tung“ veröffentlicht in ihrer Samstagsnummer ein kaiserliches Patent vom 10 August, durch welches das Abgeordnetenhaus des Reichsraths aufgelöst und die Vornahme von Neuwahlen an- geordnet wird; ferner ein kaiserliches Patent vom 10. August, mit welchem die Landtage von Nie— derösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Kärnten, Mähren, Schlesien und Tyrol aufgelöst werden; endlich ein kaiserliches Patent vom 11. August, durch welches die Landtage sämmilicher im Reichs- rathe vertretenen Königreiche und Länder auf den 14. September einberufen werden. — Ein Artikel der„Wiener Abendpost“ über die Zusammenkunft der Kaiser sagt: Wir enthalten uns einer Betrachtung der politischen Bedeutung einer Begegnung der beiden nicht allein durch die Bande der Blutsverwandtschaft, sondern auch durch die Gesinnungen aufrichtiger Freundschaft so eng verbundenen Souveräne; aber es ist uns vielleicht gestattet, es auszusprechen und warm zu betonen, daß das Zusammentreffen der Monarchen als ein äußeres Zeichen der Freundschaft, als ein neues Pfand dieser glücklichen Beziehungen einen hohen Werth hat auch für die Völker der beiden Reiche, welche ein gemeinsames Interesse am Frieden, ein gemeinsames Bedürfniß der Einigkeit und Ver⸗ ständigung mit einander verbindet. Der Artikel drückt den Wunsch und die Hoffnung aus, daß in den politischen Beziehungen Austro- Ungarns zu Deutschland Preußen sich die persönlichen Be— ziehungen der Souveräne, welche sich zum Freund- schaftsgruße die Hand reichen, wiederspiegeln mögen immerdar, und daß durch dies Verhällniß zur Frucht reifen möge, was in verheißungsvollen Keimen jetzt schon vorhanden ist: der dauernde, gesicherte europäische Friede, die ungetrübte Ent— wicklung der beiden Reiche, ihre wahre geistige und staatliche Wohlfahrt. Wels, 11. Aug. Une Uhr 10 Min erfolgte die Ankunft des deutschen Kaisers. Der Kaiser von Mecklenburg, dem Prinzen von Holstein, Oesterreich, in preußischer Uniform, erwartete den⸗ selben am Perron des Bahnhofs. Kaiser Wilhelm eilte sogleich aus dem Waggon dem Kaiser von Oesterreich enigegen. Beide Monarchen umarmten sich innig und herzlich, alsdann wurden dem deutschen Kaiser, welcher die Uniform eines öster⸗ reichischen Obersten trug, der Statthalter von Oberösterreich, die Generalität, der Bezirkshaupt⸗ mann und der Bürgermeister vorgestellt. Nach einem Aufenthalt von acht Minuten erfolgte die Weiterreise. Beide Kaiser nahmen in demselben Coupé Platz. Ischl, 11. August. Der Kaiser von Oester— reich und der deutsche Kaiser sind um 5½ Uhr Nachmittags hier eingetroffen und im Hotel Bauer abgestiegen, wo dieselben vom Großherzog von dem Fürsten von Waldeck, der Gemeindevertretung und dem Kurpublikum mit Hochrufen empfangen wur⸗ den. Abends 6 Uhr fand Hostafel statt, welcher Kaiser Wilhelm beiwohnte. Schweiz. Aargau. Der letzten Sonn- tag von der Kirchengemeinde Bremgarten zum Katecheten ernannte Hr. Knecht wurde von der Wahlbehörde der Bezirksschule unter der Bedingung zum Religionslehrer an der Schule gewählt, daß er sich verpflichte, in seinem Religionsunterricht das Dogma der Unfehlbarkeit nicht zu lehren. Frankreich. Paris. Die Anklagepunkte wider den bekannten Rochefort(Henri R. du Lugay) sind folgende; 1) Fortführung einer Zei— tung, nachdem ihre Unterdrückung verfügt; 2) Ver⸗ breitung falscher Nachrichten zu böswillig wühleri⸗ schen Zwecken; 3) Anreizung zum Bürgerkrieg; 4) Provocation zur Zerstörung von Privateigen⸗ thum; 5) Provocation zum Kirchenraub; 6) Pro⸗ vocation zum Morde. Rochefort's Strafbarkeit begann nach der Anklageschrift von dem Augenblick, wo er sich von seinen Collegen vom 4. September trennte und offen mit den gefährlichsten Volksclassen buhlte. Nach der Capitulation zog er sich nach Artachon zurück, wo er schwer erkrankte. Dort traf ihn die Kunde von dem Communistenaufstand vom 18. März. Kaum hergestellt, kehrte er nach Paris am 8. Apyil zurück und leitete von da ab das„Mot d' Ordre“. Sein Einfluß war ein gewaltiger. Was er in seinem Blatt ankündigte, war so gut wie gethan. Gegenüber seinen jetzigen Gegnern war ihm kein Mittel zu schlecht. nament- lich hetzte er durch Lügen das Volk gegen die Versailler auf, die er der schnödesten Grausamkeit beschuldigte. Um sich für alle Fälle zu salviren, vermied er directe Aufforderungen zu Demolirungen, Brandstiftungen, Mord; indeß aus der Fassung seiner Artikel trat die Provocation entschieden hervor und er billigte hinterdrein, was geschehen war. Seiner Feigheit setzte er schließlich dadurch die Krone auf, daß er seine Genossen im Stiche ließ, als der Zusammenbruch der Commune un— abwendbar erschien. Unter einem falschen Namen machte er sich von Paris fort, aber nur um als— bald den Versaillern in die Hände zu fallen. — Im Prozesse gegen die Communisten wurden beim Zeugenverhöre über die Ereignisse im Ge— fängnisse von La Roquette folgende Aussagen ge— macht: Ein Zeuge sah den Angeklagten Ferré, wie er gefangene Verbrecher befreite und ihnen Waffen gab. Der Missionär Abbs Perny, welcher sich unter den Geißeln in La Roquette befand, erklärte, er habe 25 Jahre unter Wilden gelebt, aber niemals Aehnliches gesehen, wie die von der Commune begangenen Acte. Ein anderer Zeuge, Ausseher in La Roquette, erklärte, er habe Ferré bestimmt zur Zeit der Hinrichtung der Geißeln im Gefängnisse gesehen. Dr. Paymoyen, Director der jungen Sträflinge, erzählte verschiedene von den Insurgenten verübte Gräuelthaten. Das in La Roquette von ihnen niedergesetzte Kriegsgericht war aus 17jährigen Richtern gebildet. Frangois, der Gefängnißdirector von La Roquette, constatirte, daß Ferre am 27. Mai in das Gefängniß ge⸗— kommen sei. Hierauf wurde zum Verhöre Assp's geschritten. Assy anerkannte seine Antheilnahme an den Exeignissen vom 18. März. Er behauptete aber, die Nationalgarde sei angegriffen worden, Hinrichtungen sagte er,„es ist dies der Wiedervergeltung.“ Der Präsident erwiederte ihm:„Dies ist ein Gesetz der Wilden und nicht ein französisches 4 Assy beka a offen, daß er für die Zerstörung der Vendome⸗ Säule gestimmt habe; er erkannte die Rolle, die er bei der Fabrikation von Munition und Waffen gespielt und leugnete auch nicht, daß die Petrolbomben unter seiner Leitung verfertigt wor⸗ den seien, er behauptete aber, die Versailler hätten zuerst welche gebraucht. Assy antwortete den Rich⸗ tetn schnell und treffend und mußte vom Unter- suchungsrichter und Präsidenten wegen allzukühner Invectiven und Angriffe gegen die Regierung häufig zur Ordnung gerufen werden. — Man versichert, es seien in Berlin Ver⸗ handlungen angeknüpft, um die gänzliche Räumung des französischen Gebietes schon Ende 1871 ber⸗ beizuführen. — 12. Aug. Der Municipalrath von Paris genehmigte ein Anlehen im Betrag von 350 Millionen Francs mit allen gegen eine Stimme. Versailles. Die Nationalversammlung genehmigte definitiv das Departementalgesetz mit 519 gegen 129 Stimmen. Wie verlautet, hätte die Budgetcommission das Regierungsproject einer 20procentigen Steuer auf die Rohstoffe end⸗ gültig und mit großer Majorität verworfen. — Thiers erschien in der Sitzung der Com- mission für die Armeeorganisation. Die Commission sprach sich neuerdings für die unverzügliche Auf⸗ lösung sämmtlicher Nationalgarden aus. In der Nativnalversammlung neue Versammlung zu construiren. sagt ferner, daß der Präsident die vollziehende Gewalt ausübe, alle zu vollziehenden Acte von einem Mitgliede des Ministeriums zu contrasigniren und die Minister vor der Versammlung verant- wortlich seien. Ein Mitglied der äußersten Rechten legte ferner einen Antrag vor, welcher eine Be⸗ stätigung der Hrn. Thiers in Bordeaux verliehenen Amtsbefugnisie ausspricht. Für beide Anträge wurde Dringlichkeit verlangt— auch von Thiers selber und nach einer Unterbrechung der Sitzung von 20 Minuten auch beschlossen. a Großbritannien. London. Im Unter⸗ hause wurde die Resolution Torrens', das Haus möge Gladstone wegen der Geltendmachung der Prärogatide der Krone gegenüber dem Beschlusse des Oderhauses in der Heeresbillfrage seinen Tadel aussprechen, mit 114 gegen 83 Stimmen ver- worsen. Italien. Ro m. Zur festlichen Begehung des 20. September(als des Tages, an welchem die italienischen Truppen in Rom einzogen) werden großartige Vorbereitungen getroffen, und es hat sich zu diesem Zwecke ein eigenes Comite gebildet. * Friedberg. Auch die Direktion der Main⸗Weser⸗ Bahn hat sich veranlaßt gefunden, Rundreise-Billets zu ermäßigten Fahrpreisen, mit Gewährung von 50 Pfund Freigepäck, gültig für alle fahrplanmäßigen Züge, welche die betreffende Wagenclasse führen, auszugeben. Der Raum unseres Blattes gestattet uns nicht, dem gestelllen Ersuchen Bezüglich der von der benin geg b as Gese 5 1 — 1 um Gratis- Veröffentlichung der dieserhalb erschienenen 19 ausführlichen Bekanntmachung der Directon zu enisprechen, wir verweisen deßhalb hier nur auf das wohl an allen Stationen der Bahn angeschlagene Plakat. Im gleichen Interesse der Bahn sowohl, wie des Publikums möchte es übrigens liegen, wenn die Direction der Main⸗Weserbahn für das möglichst allgemeine Bekanntwerden dieser an sich sehr dankenswerthen Anordnung Sorge tragen wollte. Nauheim. Dieser Tage wurden dahler an dem Ausflusse des großen Teiches zwei junge Fischotter lebend eingefangen. Es sollen daselbst noch mehrere, namentlich auch größere gesehen worden sein, auf welche man flesßig Jagd zu machen scheint. Die Erlegung dieser Thiere ist bei ihrer bekannten Schlauheit und großen Scheu erfahrungs⸗ gemäß sebr schwierig. 18 Frankfurt. Seit einiger Zeit kommen Briescouverts mit einem Klebestoff zum Verschließen versehen in den und habe das Recht gehabt, sich zu vertheidigen. Verkehr, deren innere Flöche, auf welcher auch der Klebes⸗ teageptoje lehfeft end berstu. ig der Con t Cennissei saglicht Au 6. tr ann t auf Bu tirgehtacht dit Jahn Präfttene tas scch dit ktti Jahre ert ut f. un tit el, zan Recht ur dint Be⸗ A verlithtnen t Artig 201 Thien nechanz dit tn. Ju Unt tas baut rache dn „ bac, nuts Turd nenten der 12 Begthunz 1 delt at? ratet 10 tt 500 nut gebllell e keen 1 „Gestern ging ich über den Platz vor det Kathedrale, wo bracht ist, eine hellgrüne Farbe hat. Eine chemische ung dieser Farde har ergeben, daß dieselbe Arsenik, Gist enthält, und es soll deßhalb amtlich vor dem ebrauch dieser Couveris gewarnt werden. 5 Frankfurt. Vor einigen Tagen verschied in Folge eines Herzschlages der Stadtverordnete Nicolgus Hader⸗ mann. Das„Fr. J.“ setzt dieser Nachricht hinzu: An seinen Namen und Wirken knüpft fich ein großer Theil der Geschichte Frankfurts in den letzten 35 Jahren. Sein Leben und Streben galt dem großen Gesamml-Deutschland, sein Wirken seit 1866 speciell seiner Vaterstadt. In ihm rerliert dieselbe einen wackeren Streiter für Recht und Licht, und Diejenigen, die ihm im Leben nahe standen, verlieren in ihm einen treuen Beralher und wahren Freund. Aus Basel läßt sich ein Mülbäuser Blatt schreiben: sich die Statue des Reformators Oecolampadius befindet. ich mich ihr. Ich sah eine elsässische Jungfrau mit gefalteten Händen, als ob sie in inbrünstigem Gebet begriffen sei, auf den Knicen vor dem Monumente liegen. Verwundert näherte Auf die Frage, was sie bier thue, gab sie lange keine Antwort, so daß mein Erstaunen noch größer wurde. Endlich erwiederte sie, meinem Drängen nach⸗ gebend, daß sie während bes letzten Krieges zu diesem Heiligen, dessen Name ihr unbekannt sei, gefleht habe, er möchte verhüten, daß die Preußen ihre Kuh und ihr Kalb wegnähmen, und da ihr nun in der That beide unversehrt erhalten geblieben seien, müsse dies, so meinte sie, indem sie auf den Reformator zeigte, ein großer Heiliger sein.“ Berlin. In Betreff der gegen die Cholera zu er— greifenden Maßregeln sagt eine der„Nat.⸗Ztg.“ zuge hende Zuschrift:„Die Einschleppung der Cholera in Königsberg constatirt von Neuem, daß diese Krankheit vor Allem durch Reisende aus inftcirten Orten weitergetragen wird. Schreiber dieses hatte Gelegenheit, dies 1866 von einem Orte an der Oftbahn aus genau zu beobachten; an diesem selbst waren zwei Reisende aus Stettin, welche übrigens nicht gleich⸗ zeitig angekommen waren, die zuerst Erkrankten. Die Epidemie drang von den Stationen der Bahn aus nord— wärts und südwärts in die angrenzenden Bezirke und trat bekanntlich im Departement Bromberg am stärksten auf. Hieraus ergibt sich auch, wo die Infectionsherde vor Allem zu suchen sind, um wo die Desinfection sofort zu beginnen hat: in den Bedürfnganstalten ber Eisenbahnstationen und der Hotels. Ich glage, daß hier die Eisenbahn⸗ und Pollzei⸗Verwaltungen vic thun können, um die Verbrei⸗ tung der Krankheit aufzuhacen.“ Burgdorf, Canlon Bern Am Nachmittag des 9. b. fand dahier an dem Grabe des Dichters„der Wacht am Rhein“, Max Schneckenburper, eine improvisirte Trauerfeierlichkeit statt, indem die 30 Mann starke Capelle des 4. westphälischen Infanterie-Regimees Nr. 17, welche in Mülhausen garnisonirt ist und gege ärlig eine Er⸗ holungsreise durch die Schweiz macht, dem Dichter eine Huldigung darbrachte. Die Capolle(in Unif) spielte den Choral„Nun danket alle Gott“, hieraus ediegene Ansprache des hiesigen Geistlichen an die Deutschte, die gekommen, ihrem Landsmanne, der durch sein Lite so manches deutsche Herz entflammt, eine Ehre zu erweise⸗ Und endlich zur größten unverhehlten Freude der in un⸗ geheurer Menge zugeströmten hiesigen Bevölkerung die Schöpfung Schneckenburger's, sein Lied„die Wacht am Rhein“. Oeffentliche Aufforderung. Die Legalisirung des Grundbuchs für die Gemarkung Gambach betr. 1972 Die in Nr. 90 des Oberhessischen Anzeigers unter Inseratnummer 1948 aufgeführten Grunddesitzer haben degntragt, den dorten verzeschnesen Immobilien die Er⸗ fizung als Erwerbtitel in dem neu errichteten Grundbuch der Gemarkung Gambach deischreiben zu lassen.— Diesem Antrag wird dei genügender ortsgerichtlicher Bescheinigung des Erwerbs und der Dauer des Besitzee staltgegeben werden, wenn nicht innerhalb 4 Wochen von dem ersten Erscheinen dieser Aufforderung in öffent⸗ lichen Blättern begründete Einwendungen geltend ge⸗ macht werden sollten. n 2 4 Butzbach den 23. Mai 1871. Großherzogliches Landgericht Butzbach. Dr. Gilmer, Königer, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Vergebung von Bauarbeiten. 1997 Die zur Herstellung des Giebels zwischen den beiden Thürmen der Kirche zu Ilbenfladt erforder- licden Arbeiten, veranschlagt: fl. kr. Maurcrarbeit 307 24 Mauermaterlalten 216— Steinbauerarbeit 152— sollen Mittwoch den 16. l. M., Vormittags 10 Uubr, auf dem Submissionswege an die Wenigsisordernden vergeben werden. Voranschlag, Zeichnung und Be— dingungen liegen auf unserem Büreau zur Einsicht offen und müssen die Abgebote in Prozenten versiegelt und versehen mit der Aufschrift„Submission zur Uebernahme der.. Arbeit an dem Giebet der Kirche zu Ilben⸗ stadt“ bis zu obigem Termin bei uns eingereicht sein. FIrledberg der 9. Auguft 1871. Großberzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u ß. Arbeits ⸗Versteigerung. 2019 Samflag den 19. August, Mittags 12 Uhr, soll auf dem Gemeindehause zu Wohnbach für 600 fl. Chaussirarbeit öffentlich an den Wenigsinehmenden in Accord gegeben werden. Gambach am 11. Auguf 1871. Schneider, Bezirks ⸗Bauaufseher. Jagd Verpachtung zu Schwalheim, Kreis Friedberg. 2017 Mittwoch den 16. d. Mis. Vormittags 10 Ubr, soll die Jagdausübung, circa 2200 Morgen Ackerland und Wiesen, auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Schwalheim den 12. August 1871. Großherzogliche Bürgermeifleret Schwalheim. Hensel. Arbeits Versteigerung. 2021 Donnerfsag den 17. August l. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Gemeindehause zu Fauerbach v. d. H. nachfolgende Arbeiten und Lieferungen unter den vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert und in Accord gegeben werden, nämlich; fl. kr. 1) Maurerarbett, veranschlagt zu 75 57 2) Schreinerarbeit 33— 3) Glaserarbelt 23 20 4) Weißbinderarbelt 17 40 5) Mauerfsleine zu brechen 8 6) Beisuhr derselben 48— 7) Sand zu liefern 14— 8) Kalk zu liefern 28— 9) Mauerdeckelplatten zu llefern 25 30 Butzbach am 12. August 1871. K Der Bezirks bauausseher Besten Syrup und Obstgelée Wilhelm Fertsch. 1957 bel 1 14 Versteigerung von Eichen- Bau- und Brennholz in der Oberförsterei Nidda. 2023 In den Domanialwaldungen der Oberfoͤrsterei Nidda sollen versteigert werden: 1) Montag den 21. August d. J. im Hislrikt Söderecke: 471 geschälte Eichen⸗Bauholz⸗Stämme 10276 Cubiksuß enthaltend, 2 Eschen⸗Stämme, jeder 7 Zoll dick und 20 Fuß lang. 2) Dienstag den 22. August d. J. n 212½ Stecken Eichen⸗Scheit⸗ und Schälptrügel, 2* Kiesern⸗Prügelholz. 4 7 Aspen⸗ 77 795„ Eichen Schälreisholz, — Kiefern Retsholz 3) Mittwoch den 23. August d. J. in den Otstrikten Hainborn, Buchkopf, Engel⸗ scheid, Schmitterhang, Seewiesenwäldchen, Laiserstraße und Eulobenkopf: 49 Stecken Eichen⸗Schälprügelhelz, 3 5 Aspen Prügelholz, 267 1 Eichen⸗Schältetsbolz, ferner 21/8 5 Buchen⸗Scheitholz, 37 5 Eichen⸗ 5 4„ Buchen⸗Prügelbolz 17„ Eichen⸗ 4 25½ 1 Aspen; f 67 8 Buchen Stockholz, 44 1 Eich en⸗* 19 5 Buchen Retsholz, 4 1 Eichen⸗ 10 18— As pen⸗* 2 Eichen Stämme, von 40 und 8 Zoll Durch messer und 15 und 35 Fuß Länge, 1½ Stecken Eichen⸗Werkscheitbolz, 1 Eichen Stangen, von 5 Zoll Durchmesser und 29 Fuß Länge, 93 Fichlen⸗Stangen, von 2, 3 und 5 Zoll Durch⸗ messer. Die Zusammenkunft ist jedesmal Morgens präeis 9 Uhr an den beiden ersten Tagen im Diftrikte Söder— ecke zwischen Solzhausen und Borsdorf. am letzten Tage im Distrikt Hainborn, wo auch das Holz aus den ge⸗ nannten übrigen Distrikten zum Ausgebote kommt. Der Großherzogliche Forstwart Müller zu Michelnau ist angewiesen bezüglich dieses Holzes jede gewünscht werdende Auskunft zu ertheilen. Nidda am 8. August 1871. Großherzogliche Oberförsterei Nidda. Rohr. Arbeits ⸗Versteigerung. 2020 Freitag den 18. August l. J., Nachmittags um 3 Uhr, sollen in Bodenrod auf dem Bürgermeisterei⸗ Büreau nachfolgende Arbeiten und Lieferungen unter den vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert und in Accord gegeben werden, nämlich: fl. kr. 1) Maurerarbeit, veranschlagt zu 19— 2) Steinhauerarbeit 12 40 3) Weißbinderarbeit 4 20 4) Schlosscrarbeit 3 36 5) Pflasterarbeit 15— 6) Steinlieferung 30— 7) Zerschlagen der Steine 22 30 8) Russensteinlieferung 19 36 9) Kalklieferung 9 36 10) Kles lieferung 0 11) Erdwegfuhr und Handarbetten Butzbach am 12. August 1871. Der Bezirks⸗Bauaufseher Buer k. Verstei gerung. 2015 Freitag den 1. September, Mittags 12 Uhr, läßt Unterzeichneter/ Morgen Flachs, 1 Morgen Dick. wurz und ¼ Morgen Kartoffeln, in Weckeshelmer Ge— markung gelegen, verkaufen. Wilhelm Hilger in Reichelsheim. Jagd- Verpachtung. 2026 Montag den 21. August d. J., Vormittags 10 Uhr, soll die der Gemeinde Berftadt, in der Gemarkung Berstadt, zufehende Jagd auf 6 Jahre, dom 1. Sep⸗ tember 1871 bis zum 15. Februar 1877, auf unserem Büreau öffentlich meistbietend verpachtet werden. Berstadt den 12. Auguft 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Berstadt. Weil. Jagd ⸗ Verpachtung. 2026 Montag den 21. August d. J., Vormittags halb 11 Ubr, soll die der Berstädter Märkerschaft, in dem Berftädter Markwalder, zustehende Jagd auf 6 Jahre, vom 1. September 1871 bis zum 15. Februar 1877, auf unserem Bürkeau öffentlich meistbietend versteigert werden. Berstadt den 12. Auguff 1871. Großherzogliche Bürgermeisteren Berstadt. i. An Magenkrampf, Verdau- ungsschwüche etc. etc. Leidenden 585 wird das sett beinabe 50 Jahren segensreich wickende Dr. med. Doecks' sche Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Expedition d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch den Apotheker Doeeks in Patrpfledt b. Bremen(wohin derselbe seinen Wobnsitz von Barnstorf verlegt bat). — 2 8 5 2 2 5 a ahelm — 2 2 3 5 8 8 52 n 28 . Die soeben erschienene Nummer 46. 2 8 enthält: 2 88 8 2 Der Münztburm. Eln vaterländischer Roman von Georg Hiltl.(Fortsetzung.)— Des Berichterstatters Eindrücke vom Münchener Einzuge. Mit 4 Illufrationen von H. Lüders: General von der Tann beim Einzuge, der Kronprinz des deutschen Reiches und die battischen Bauern in München, die ersten bairischen Jäger deim Einzuge und der alte Lützower unter den einziehenden Offizieren in München.— Eine Fußreise des Königs Max von Bapern. IV.— VII. Von W. H. Riehl.— Am Familientische: Zur Erinnerung an Karl Maria von Weber.—„Wenns ihr man jut bekommt!“ Zu dem Bilde von G. Roux: Die kunstliebende Kuß. Zu Bestellungen empfehlen sich Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim. Wilhelm Dernbeck, Colonial-, Material-& Farbwaaren-Handlung in Friedberg 1487 nächst der Burg. Lager in allen Sorten Tabaken und Cigarren. 7 Vorbeter⸗Gehülfe! 2024 Die israelitische Gemeinde Nieder- Weisel sucht gegen Vergütung von 20 fl. nebst freier Station für Neujahr und Versöhnungstag einen tüchtigen Vorbeter⸗ gehülfen. 5 g Anmeldungen beliebe man franco zu richten an den Vorstand Samuel Krämer II. Zwei Schuhmachergesellen 2029 können in Arbeit treten bei Louis Waas, Schubmachermeister. Schwarze seidene Halstücher, 18 sowie farbige Umknöpftücher und Foulards bei K. Friedrich, neben der Post in Frledberg. * * * 3——— —— ———————————̃— ——————— i— K— K*——————— 2 5 T0 1 9 5 5 5 e Faeꝛestfeier am 18. August 1871. Auf ru an die Sewohner von Friedberg und der Umgegend. Die Wiserkehr des 18. August gemahnt uns an den blutigsten und gewaltigsten, aber auch entscheidendßen Schlachttag des Jahres 1870, an den Tag, von dem im Grunde genommen die Erstehung des Reiches, der Gewinn der alten Reichslande und der glorreiche Friede von 1871 zu datiren ist. So unverlöschlich daher jener Tag des Kampfes der Geschichte Gesammtdeutschlands einge cägt ist, so hat er doch für uns in Hessen eine noch erhöhte Bedeutung, weil an demselben unte Brüder und Söhne zum ersten Male und in einer Weise in den Kampf eingetreten sind, die dem hessischen Volke stets zur Ehre gereichen wird. Es ist daher gewiß am Platze zum Andenken an die große Entscheidungsschlacht, zum Gedächtniß der theuren Todten, die den Sieg mit ihrem Blut erkauft, und zur Ehre Derer, die ruhmbekränzt aus dem denkwürdigen Feldzuge beimgekehrt sind, am 18. August d. J. eine ernste und festlich erhebende Feier zu veranstalten. Ein Comité ist h erzu erwählt worden und erlaubt sich den Bewohnern Friedbergs im Nach⸗ stehenden das Programm zu der erwähnten Festfeier in allgemeinen Umrissen vorzulegen und zur allgemeinsten Betheiligung an derselben aufzufordern. I. Fest zug. s Prätis ein Uhr Mittags wird sich der Festzug in folgender Ordnung an dem südlichen Ende der Stadt(an der Blindenanstalt) aufstellen. Das Stadtbanner, getragen und begleitet von drei Reitern, die Volksschulen und Lehrinstitute im Geleite der Lehrer, ebenso die Realschule— die Musik des Großherzoglichen Artillerie-Corps— der Festprediger, geleitet von dem Bürgermeister und Festpräsidenten— Militär- und Civilbehörden — die heimgekehrten Krieger, geleitet durch den Stadtvorstand und das Festcomits— Damen in freier Betheiligung, die von Kriegern getragene Gedächtnißeiche geleitend— der Gesangverein Liederkranz— das Schullehrer und Predigerseminar und Geistlichkeit— Gesangverein Frohsinn — hiesige und auswärtige Festgenossen— Turnverein und Feuerwehren. II. Feld, und Trauergottesdienst. Der Festzug bewegt sich durch Stadt und Burg und findet seinen Schluß auf der Seewiese, woselbst bei Ankunft des Zugs ein Cboralgesang unter Musikbegleitung stattfindet. Hierauf folgt die Festpredigt und unter Absingung eines patriotischen Liedes die Pflanzung einer Eiche zum ewigen Gedächtniß des Tages von Gravelotte. III. Festessen. Dasselbe findet um 4½ Uhr im Hötel Trapp statt und wird behufs Betheiligung an dem- selben eine Liste circuliren. IV. Bankett. Abends um 8 Uhr im Hötel zu den drei Schwertern unter freier Betheiligung. Zur Aufbringung der Kesten sollen„freiwillige Zeichnungen“ dienen. Anmeldungen zur Betheiligung und etwaige Desiderien sind bei den Comité Mitgliedern bestehend aus: Seminarlehrer Wahl(Präsident), K. Adam, H. Bechstein, W. Curtman, A. Foucar, L. Hanau, G. Hieronymus, J. Koob, anzubringen. Friedberg den 13. August 1871. D. nit. C. Scriba und F. S upp Johannisberg.— Dad Nauheim. 2016 Dienstag den 15. Augußt, Nachmittags 3 Uhr anfangend, 7 5 a Concert des Blechsextetts der Musik des 2. Infanterie⸗ Regiments zu Gießen. A. König. Turnverein x Turnerseuerwehr 2027 Dienstag den 15. Generalversammlung bei Herrn C. Walz.(Berathung über die Betheiligung an der am 18. d. M. statlfindenden Feier der Schlacht bei Gravelotte.) Soeben erschlen und ist bei Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg und Nauheim zu haben: Ueber die Pflege der körperlichen und geistigen Gesundheit des Schulkindes. Eine Mahnung an Eltern, Lehrer und Schulbehörden von Dr. Bock.— Preis: 11 kr. Verloren. 2031 Ein goldenes Medaillon, Buchform, wurde am 13. d. Abends vom Kurhaus bis zum Garten des Perrn Bittong in Nauheim oder von da bis nach Friedberg verloren. Es wird gebeten, dasselbe gegen eine gute Belohnung abzugeben bei f. Georg Ulrich in Friedberg. Ueue holländische Häringe 2033 bei Christian Werner. *. Todes anzeige. 2030 Freunden und Bekannten mache ich hier⸗ durch die schmerzliche Anzeige, daß mein lieber Gatte Adam Söllner J. nach längerem schweren Leiden sanft entschlafen ist. Zugleich sage für die bei der Beerdigung be⸗ wiesene Theilnahme meinen innigsten Dank. Friedberg den 14. August 1871. a Die trauernde Wittwe. Rheinischer Renn-Verein. Pferde-Wettrennen in Frankfurt a. M. am 19., 20. und 21. August 1871. Nachmittags halb 4 Uhr, am Forsthaus. 18 Rennen mit preisen zusammen im Werthe von circa Thaler 13,500. Eintritts⸗Preise: Erster latz für Herren sa fl. 5.— Zweiter Platz 0 4 fl. 1.— Zweiter„„ Damen[E„ 2. 30 Dritter„ 3„— 30 Ein Herrenbillet für 3 Tage 1 40— Stehplatz„ Laa en 92„ 18 Equipagen per Tag fl. 10. und für jede berson darin fl. 2.— Reiter fl. 2. 30. Sämmtliche Karten sind sichtbar zu tragen. Das Direktorium des Rhein ischen Renn⸗Vereins. 8 Einen Kochofen 1 2032 mit Rohr hat zu verkaufen ollhäringe! leere Seh be, 1956 bei Wilhelm Fertsch wohnhaft bei Maurermeister Hottes. Einen tüchtigen Arbeiter sucht für die Gerberei 5 2 Fritz Müller Weißgerber. Ein ordentlicher Junge, 2028 der die Schlosserprofession erlernen will, kann sofor: in die Lehre treten bei 1975 2034 Empfehle einen vorzüglichen alten 0 2* Weinessig zum Einmachen von Früchten nebst den dazu gehörigen Gewürzen. Wilhelm Sturmfels, of-Apotheker. Aegensch 2011 irme Friedberg. Heinrich Rumpf, a Hosschlosser. 2022 Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich seit dem 45 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen 8. d. Mis. hier in dem Hause des perrn Steinacker, in der Nähe des Bahnhofs, wohne. Vilbel den 12. August 1871 Preisen bei K. Friedrich, neben der Post. Gebb, Kreistbleratzt. 2018 Im Waschen von Glacé⸗Handschuhen und Militär⸗Handschuhen empfiehli sich Frau Kimmerl, Wittwe, wohnhaft bei Herrn Lehrer Ramspeck. Abziehbilder (zum Aufkleben auf Möbel, Tassen, Gläser ꝛc.) in größter Auswahl bet Bindernagel& Schimpf. Brodpreise vom 16. bis 31. August. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg, Bad⸗ Nauheim und Butz bach unverändert. 5 Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16. bis 31. Aug. Nach eigener Angabe der Metzger.* Für Friedberg und Bad⸗Nauheim unverändert. Für Butzbach: Ochsenfleisch pr. 2 21 kr., Schweinefleisch pr. 20 kr. Kuhfleisch, gem, 18, Leber- u. Blutwurst 24„ Nindfleisch, gem., 18„ Bratwurst 26 Hammelfleisch 18„ Schwartenmagen 28„ Keil und Carre 17„ Geräucherter Speck 36„ Kal bfle ich 15„. Dörrfleisch 28 8 Schaaffleisch—„ Schinken e Nierenfett 20„ Schmalz, ausgel. 30„ Hammelsfett 18„Schmalz, unausgel. 28 Kirchen buchs auszüge. Evangelische Gemeinde. Getraute: 8. August. Christian Seriba, evangelischer Pfarrer zu Burkhards Kreis Schotten, Sohn des verstorbenen evangelsschen Pfarrers zu Leihgestern Kreis Gießen Auguft Sertba, und Meline Charlotte Lisette Groß, Tochter des verstorbenen biesigen Bürgers und Kauf⸗ mannes Karl Daniel Groß. Getaufte: 7. Auguft. Dem hiesigen Bürger, Küfer und Bier⸗ brauermeister Hildebrand Sang ein Sohn Friedrich Karl, geboren am 21. Juli. Beerdigte: 6. August. Georg Emil Wörner, Söhnchen des hiesigen Bürgers und Schneidermeisters Konrad Wörner, 10 Monate 26 Tage alt, 1 am 5. August. 11. Angust. Anna Katharina Euler, geborene Ferch, Wittwe des verstorbenen hlesigen Bürgerg und Schneider⸗ meisters Frtedrich Euler, 77 Jahre 15 Tage alt, T am 9. August. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. N e = — D 2 * FCC S a N — — 1