euß. Netzer. aube. ade auf pol — Die Flut daderde Chiffn. ung von(. Srcihte eint a7 Eutiat. der ruftiellen. der tersemtas Dit Vaczt en Seltetta upert rant deuischn ve S nen Sue krurt Schwindt. Samstag den 15. Juli. M 2. berhessischer! zeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Abonnements⸗Ein ladung. Mit dem 1. Juli beginnt ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“, weicher auch ferner wöchentlich dreimal, Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Das Abonnement beträgt bei der Verlagsexpedition ohne Bringerlohn halbjährlich 1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel⸗ jährlich 47 kr., mit Bringerlohn. a Der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. 1— Bestellungen beliebe man baldigsst zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter⸗ brechung eintritt. Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir den Anzeiger auch für das zweite Halbjahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Abbestellung erfolgt. Die Expedition. Be Betreffend: Die Kreiskasse des Kreises Friedberg. e a ch u Amtlicher Theil. ng. Die am 30. v. M. fällig gewesenen halbjährigen Zinsen von den der Kreiskasse dargeli Kapitalien kö i Krei 8 5 ger geliehenen Kapitalien können bei Kreiskasserechner Fink dahier gegen Quittung der Darleiher in Empfang genommen werden. Friedberg den 1. Juli 1871. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. ebd.: Haas, Kreisassessor. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Polizeidiener Franz zu Wickstadt ist auf den Feldschutz der Gemarkung Wickstadt verpflichtet worden. Deutsches Reich. Darmstadt Das Großherzogliche Regie- rungblatt Nr. 22 enthält: I. Bekann machung Großh. Ministertums der Finan⸗ zen, die zur Ausfertigung von Uebergangsscheinen bei ber Versendung übergangssteuerpflichtiger Gegenstände er⸗ mächtigten Stellen betreffend. 5 9 Bekanntmachung Gr. Ministeriums der Finanzen, die zollamiliche Behandlung des Gütertransporis und der Waaren⸗ Abfertigung auf dem Rhein und dessen con— ventionellen Nebenflüssen betreffend. III. Uebersicht der für das Jahr 1871 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israeliuschen Religionsgemeinden des Kreises Alzey. IV. Uebersicht der für das Jahr 1871 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der istaelitischen Religionsgemeinden des Kreises Oppenheim. V. Uebersicht der für das Jahr 1871 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürfnisse in den Gemeinden des Kreises Worms. VI. Namensveränderungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 12. Juni der Elisabetha Habicht aus Rüsselsheim zu gestatten, daß bieselbe statt ihres bisherigen künftighin den Familiennamen Baumann— und am 26. Juni der Maria Röder von Babenhausen zu gestatten, daß dieselde statt ihres bis— betigen künflighin den Familiennamen Heppenheimer— führe. VII. Ertheilung eines Erfindungspatentes. Seine Königliche Hoheit der 0 eden haben allergnädigst ge— suht: am 14. Juni den Fabrikanten Conrad und Theodor List zu Lauterbach auf deren Nachsuchen ein Etfindungs— hatent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher trläuterte Construction einer Maschine zum Schlichten on Baumwollgarn im Strang, unter dem ausdrücklichen Vorbehalte jedoch, daß durch das verliehene Patent Nie— mand in der Anwendung bereits früher schon bekannt ge— pesener Theile der Erfindung gehindert werden sell, während ter nächsten fünf Jahre für den Umfang bes Großherzog— ihums zu ertheilen. VIII. Dienstnachrichten(bereits mitgetheilt.) IX. Militärdiensinachrichten(bereits mitgetbeilt.) X. Cyarakterertheilung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 19. Juni dem ypolhekenconservator am Hypothekenamt für den Sprengel es Bezirksgerichts Alzey Valenuin Brück den Charakler Justtzrath zu verleihen. XI. Tienstentlassungen. Seine Königliche Hoheit ber Großherzog haben allergnädigst geruht: am 15. Juni den Schullehrer an der zweiten evangelischen Schule zu Lang⸗Göns, im Kreise Gießen, Georg Zeiß, auf sein Nach— suchen aus dem Schuldienste— und am 23. Junt den Bergkassier bei dem Bergamt Dorheim, Wilhelm Winter, auf sein Nachsuchen aus dem Dienste— zu entlassen. XII. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königl. Hoheit der Großberzog haben allergnädigst geruht: am 14. Juni den Schullehrer an der ersten evangelischen Schule zu Rüsselsheim, im Kreise Groß⸗Gerau, Hermann Dietrich Müller,— am 15. Juni den Schullehrer an der ersten katholischen Mädchenschule zu Heppenheim, im Kreise Heppenheim, Joseph Roos,— den Schullehrer an der evangelischen Schule zu Gonterskirchen, im Kreise Schotten, Johann Heinrich Stein,— und am 18. Juni den Di— rektor der Ober-Steuer-Direktion, Dr. Adolph Hügel, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste— in den Ruhestand zu versetzen. XIII. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die evangelische Pfarrstelle zu Spachbrücken, im Dekanate Rein⸗ heim, mit einem Gehalt von 967 fl. 47 kr., wobei jedoch bemerkt wird, daß in Folge günstiger Verpachtung eines Theiles des Pfarrgutes das Einkommen sich nicht unbe— trächtlich erhöht; die zweite evangelische Pfarrstelle zu Gedern, im Dekanate Gedern, mit einem Gehalt von 516 fl. 34 k.; dem Herrn Grafen zu Stolberg-Wernigerode und Gedern steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu; die evangelische Pfarrstelle zu Hangen-Weisheim, im Dekanate Osthofen, mit einem Gehalt von 1214 fl. 11 ke.; die erste evangelische Mädchenschulstelle zu Lauterbach, im Kreise Lauterbach, mit einem Gehalt pon 500 fl.; die des Steuercommissariats Nidda. werber haben sich binnen einer Frist von 14 Tagen an⸗ zumelden. XIV. Sterbefälle. Gestorben sind: am 25. April der pensionirte Bauaufseher Johann Schambach 1. zu Bensheim; am 7. Mai der Lehrer Johannes Kleinhans an der ersten evangelischen Schule zu Westhofen; am 17. Mai der Großberzogliche Consul August Hoyer zu Moskau; am 30. Mali der pensionirte Schullehrer Johannes Mahr zu Eberstadt;z am 3. Juni der Militär-Pensionär Jacob Diehl aus Mainzz am 16. Juni der Zollausseher Graulich zu Mainz; am 17. Juni der pensionirte Hofger. Registrator Justizrath Konrad Engelmaun zu Gießen, Darmstadt. S. K. H. der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 30. Juni d. J. geruht: im 2. Infanterie-Regi- ment: à. dem Lieutenant der Reserve Hessig den Uebertritt zum stehenden Heer nach Maßgabe der bestehenden Vorschriften zu genehmigen; b. dem freiwillig auf Kriegedauer eingetretenen Lieutenant der Landwehr, Frh. Schenck zu Schweinsberg, den nachgesuchten Abschied zu ertheilen und ihn zum Oberlieutenant à la suite der Infanterie zu ernennen; im 1. Landwehr⸗Regiment: dem Lieu⸗ tenant der Reserve Herpel den Uebertritt zum stebenden Heer zu genehmigen; im 1. Reiter⸗Re⸗ giment: a. dem Oberlieutenant à la suite der Reiterei de Bardales den nachgesuchten Abschied aus dem activen Militärdienste, unter Ernennung zum Rittmeister à la suite der Cavallerie zu er⸗ theilen; b. den Lieutenant Riedesel Frhr. zu Eisen⸗ bach zum Oberlieutenant zu befördern; im 2. Reiter⸗ Regiment: a. den Lieutenant Riedesel Frhr. zu Eisenbach zum Oberlieutenant zu befördern; b. die Vicewachtmeister Riedesel Frhr. zu Eisenbach, Herzberger und Rieß zu Lieutenants der Reserve zu befördern. Vom ärztlichen Personal: a. den Feldassistenzarzt bei dem dirigirenden ärztlichen Personal, Dr. Schädel, beim Uebertritt in das Reserveverhältniß zum Assistenzarzt der Reserve, und b. den Feldassistenz⸗Veterinärarzt Dr. Eise von der Feldartillerie beim Uebertritt in das Reserveverhältniß zum Assistenz-Veterinärarzt der Reserve zu ernennen. — Prinz Carl und Prinzessin Carl haben dem Commandeur des 4. Inf.-Regts. die Summe von 1000 fl. mit der Bestimmung überwiesen, daß aus den Zinsen dieses Capitals an etwa 2, dem Regiment im Andenken verbleibenden Tagen Unter- stäzungen an bedürftige Unteroffiziere und Mann⸗ schaften des Regimenks nach dem Erwessen des jeweiligen Regimentscommandeurs vertheilt werden ollen. g— Am 12. d. traf ein Theil der auf unsere Quote entfallenden französischen Kriegscontribution, wie man hört 2½ Mill. Thlr. in Silber, bier ein. Der ganz auf Hessen fallende Antheil der Kriegs-⸗Contribution soll 34 Mill. Thlr. betragen. Gießen. Ein von Professor Dernburg in Halle abgelehnter Ruf nach Tübingen soll nun an den hiesigen ordentlichen Professor der juristischen Facultät, Dr. Bülow, gekommen sein. Berlin. Der Landtagsabgeordnete für Oberösterreich, Frhr. zu Weichs, richtete, wie die „Nationalztg.“ mittheilt, im Namen zahlreicher Gesinnungsgenossen am 16. Juni folgendes Tele · gramm an den deutschen Kaiser:„In tiefster Ehrerbietung senden wir dem Hort der Deuischen, dem Wiederhersteller des deutschen Reiches und seinem unvergleichlichen heldenhaften Heer unsern begeisterten deutschen Gruß. Im Namen zahl- reicher deutschen Oberösterreicher Friedrich Frei⸗ herr zu Weichs.“ Von Berlin erhielt der Absender darauf folgendes eigenhändig unterzeichnete Ant wortschreiben des Kaisers:„Ich habe den mir von Ihnen im Namen zahlreicher Gesinnungsge— nossen übersendeten Gruß gern entgegengenommen, und sage Ihnen hierfür meinen aufrichtigen und herzlichen Dank. Wilhelm. Berlin, 27. Juni.“ — Die„Prov.⸗Corresp.“ sagt in einem Ar- tikel über die innere Entwickelung in Frankreich, nachdem sie hervorgehoben hat, daß die Stellung der jetzigen französischen Regierung sich inzwischen wesentlich befestigt habe, Folgendes: Deutschlaud wird der ntuen Entwickelung des großen, an äußern Gütern so reich ausgestatteten Nachbar— landes mit voller Ruhe und unbefangener Theil- nahme folgen. Der innere Aufschwung Frankreichs wird uns keine Sorge bereiten, da wir gleichzeitig mit voller Zuversicht den stetigen und kräftigen inneren Ausschwung des neuen deutschen Reiches erwarten dürfen. Um so aufrichtiger wird der Wunsch in ganz Deutschland sein, daß Frankreich in der ernsten inneren Wiedergeburt nicht blos den eigenen Frieden, sondern auch ein ehrenvolles Verhältniß zu den übrigen Mächten wiederfinden möge, welches ihm um des gemeinsamen Friedens und der gemeinsamen Culturentwickelung willen überall gern gegönnt würde. Die„Provinzial— Correspondenz“ theilt ferner mit, daß die Zahlung der ersten halben Milliarde in vollem Gange be— griffen und zum größten Theil bereits ausgeführt sei, und daß zufolge der Bestimmungen des Friedensvertrags nach der Zahlung der ersten halben Milliarde die Departements Somme, Seine inferieure und Eure von den Occupationstruppen geräumt würden. — Der Kronprinz wird am 13. d. in Gravesend eintreffen und den 14. früh in Antwerpen landen. Von dort fährt der Kronprinz über Köln nach Frankfurt, wo derselbe übernachtet und trifft am 15. d. Abends in München ein. Der Aufenthalt in München wird muthmaßlich zwei Tage dauern. Auf der Rückreise wird der Kronprinz den Majestäten in Ems bezüglich Coblenz einen kurzen Besuch ab⸗ statten.— — Der„D. R.⸗A.“ veröffentlicht eine Aller- höchste Ordre, derzufolge die Räumlichkeiten der früheren Ecole d'application de Partillerie et du genie in Metz bis zum 1. Januar 1872 zu einer Kriegsschule einzurichten, und die Kosten dieser Einrichtung und der Unterhaltung des Instituts auf den Etat zu bringen sind. — Ein Kgl. Erlaß bestimmt den Anzug und die Abzeichen des 14. Armeecorps(Baden). Aus demselben ist zu ersehen, daß die Einführung einer allgemeinen Bundeskokarde beabsichtigt ist. Ein anderweiter Erlaß betrifft die Gewährung von Geschütz- ꝛc. Doucturgeldern für die im Feldzuge 1870/71 eroberten Trophäen. — Der„Sp. Ztg.“ zufolge wird eine regel mäßige Vertretung des deutschen Reichs bei der französischen Regierung erst nach der Räumung von ganz Frankreich durch die Occupationsarmee eingerichtet werden. Dasselbe Blatt bestätigt, daß die Frage betreffs der Aufhebung des Artikels 3 des Prager Friedens Seitens des hiesigen aus— wärtigen Amtes in keiner Weise angeregt worden sei. — Der„Reichsanzeiger“ veröffentlicht folgendes Gesetz, betreffend die Verleihung don Dotationen in Anerkennung hervorragender, im letzten Kriege erworbener Verdienste, vom 22. Juni 1871: Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden, deutscher Kaiser, König von Preußen ꝛc., verordnen im Namen des deutschen Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundesrathes und des Reichstages, was folgt: Zur Verleihung von Dotationen an diejenigen deutschen Heerführer, welche in dem letzten Kriege zu dem glücklichen Ausgange desselben in hervor— ragender Weise beigetragen haben, sowie an deutsche Staatsmänner, welche bei den nationalen Erfolgen dieses Krieges in hervorragender Weise mitgewirkt haben, wird dem Kaiser eine Summe von vier Millionen Thalern aus der von Frankreich zu zahlenden Kriegsentschädigung zur Verfügung ge— stellt. Urkundlich unter unserer höchsteigenhändigen Unterschrift und beigedrucktem kaiserlichen Insiegel. Gegeben Berlin, 22. Juni 1871.(L. 8.) Wilhelm. Fürst v. Bismarck. — Eine Bekanntmachung des kgl. Bankdirec⸗ toriums zeigt an, daß die Bankcommandite zu Frank furt a. M. ihre Wirksamkeit am 18. Juli beginne. — Der„D. R. A.“ macht darauf aufmerk- sam, daß der Eintriit in Frankreich nur gegen Vorzeigung eines gültigen Reisepasses gestattet, und daß dazu das Visa eines französischen Con- sular⸗Agenten erforderlich ist. Die Gebühren für ein solches Visa betragen zehn Franken. Dieser Hinweis ist für nöthig erachtet, da es sich häufig zuträgt, daß Reisende an der Grenze Halt machen müssen, welche der Meinung gewesen, eine Paß— karte wäre hinreichend, oder welche sich(obne Erfolg) darauf berufen, daß ihre resp. Ortsbe— hörde ihnen gesagt habe, die Paßformalität sei längst abgeschafft, und man könne unbehindert ohne Paß nach Frankreich reisen. Frankfurt. Vom 13. d. M. an werden sämmt⸗ liche Truppentransporte auf der Main-Neckar⸗, der Main Weser⸗, sowie auf allen süddeutschen Bahnen eingestellt werden. Dresden. Am 11. d. bat der Einzug der Truppen hierselbst stattgefunden. Der König er— schien um 11 Uhr an der Spitze der Truppen- aufstellung und beauftragte den Divistonär, den Truppen bekannt zu geben, daß der Kaiser den Kronprinzen von Sachsen zum Feldmarschall er— nannt habe, und überreichte dem Kronprinzen zu— gleich den Marschallstab. Der Jubel der Truppen und des zahllosen Publikums war unbeschreiblich. Dem Defilése wohnten neben dem Könige der Großberzog von Hesser, Prinz Karl Theodor von Bayern und der Herzog von Genua an. München. Das Commando über die zum fei rlichen Siegeseinzug bestimmten Truppen führt General v. d. Taun; Chef des Generalstabs ist Oberst Heinleth und Feldartilleriedirector General— major v. Malaisé. Zunächst zieht die Jafanterie ein, sodann die Cavallerie, und dieser folgt die Arillerie; der Vorbeimarsch der Truppen vor dem Könige erfolgt in Zugscolonnen. Stuttgart. Anläßlich ihres 25 jährigen Ebejubiläums gründete die Königin eine Karl- Olga⸗ Stiftung mit einem Capital von 105,000 fl. zu 30 Jahrespräbenden für unverheirathete bedürf⸗ tige Töchter verstorbener Beamten und Offiziere. — Auf Römer's Antrag beschloß die Abge— ordnetenkammer, des Bischof Hefele Verkündigung der Unfehlbarkeit, die ohne die gesetzlich vorge— schriebene Einholung der staatlichen Genehmigung geschehen sei, der staats rechtlichen Commission zur Berichterstattung zu überweisen. Straßburg. Wie der„Niederrh. C.“ er— fährt, ist dieser Tage zwischen dem General-Gou— verneur Graf v. Bismarck-Bohlen im Auftrage und als Vertreter des Fürsten Reichskanzlers einerseits und Herrn Hartmann in Münster an— dererseits ein Vertrag über Ankauf der Bahnstrecke Münster⸗Colmar im Betrage von 2,500,000 Fr. zu Stande gekommen. Mülhausen. Am 9. d. entstand hier ein Auflauf, der leider wie der ähnliche vor einigen Tagen ein Menschenleben gekostet. Ein Arbeiter wurde tödtlich, jedoch wie die Zeugen aussagen, durch einen Schuß, der aus dem Publikum kam, verwundet. Constatirt ist, daß das Militär, welches die aus Anlaß der Ruhestörung ver— hafteten Personen abführte, nicht geschossen hat. (Der Getödtete ist bereits mit etwas Demonstration begraben worden; ein Mülhauser legte ihm eine eiserne Krone auf's Grab.) Ausland. Oester rei). Die Reichsrathsdelegation genehmigte ohne Debatte das Mehrerforderniß, welchts durch die Erhebung des Gesandischafts— postens in Berlin zu einem Botschafterposten ver— anlaßt wird, und ging sodann in die Debatte über das Budget des Kriegsministeriums über. Der Reichs ⸗Kriegsminister erklärt, er habe alle möglichen Ersparnisse bewirkt, aber die durch das Wehrgesetz bedingte Wehrhaftmachung von 800,000 Mann erheische wachsende Auslagen, und fügt hinzu, er könne jetzt nur 650,000 Mann aufstellen. Graf Beust erklärt, die Wehrhaft⸗ machung des Staates sei nothwendig, um jedes Unrecht mit eigner Macht zurückweisen zu können. Gerade der gegenwärtige Moment sei zur Durch⸗ führung der Heeres⸗Reorganisation geeignet, ohne Mißtrauen zu veranlassen. sei; aber in der Armee lebe nur ein Gedanke: Oesterreich⸗Ungarn dürfe keinen unglücklichen Krieg mehr führen, wenn es zum Krieg gezwungen würde. In der hierauf folgenden Specialdebatte weest der Reichs⸗Kriegsminister die Nothwendigkeit der Aufstellung eines 13. Artillerieregiments nach. Nach längerer Discussion wird die Errichtung eines 13. Artillerieregiments mit 26 gegen 25 Stiu⸗ men abgelehnt, dagegen zur Errichtung für Cadres für die 13. Batterien die Forderung der Regie- rung im Betrage von 89,991 fl. mit 28 gegen 26 Stimmen bewilligt. — Aus Alexandrien wird gemeldet, daß der französische Consul die französischen Staatsange⸗ hörigen zum offenen Widerstande gegen die Maß nahmen der Landesregierung aufgefordert haben soll. Die ägyptische Regierung hätte die Sache bei dem Consularcorps anhängig gemacht und beabsichtige bei der französischen Regierung ernste Reclamationen. Schweiz. Aus der der Bundesversammlung in Bern zugegangenen Botschaft des schweizerischen Bundesrathes ist die interessante Mittheiluug zu entnehmen, daß die Kosten für Aufnahme und Verpflegung des Bourbaki'schen Heeres und für die erforderliche Bereithaltung der Bewachungs- mannschaft sich auf 11,000,000 Fr. belaufen, so daß auf den Kopf mehr als 3 Fre. täglich zu stehen kommen. ö Frankreich. Der„Temps“ constatirte vor Kurzem, daß die große Zahl der verhafteten Arbeiter, die theils zu Versailles, theils auf den Pontons und theils auf dem Wege nach Cayenne sind, eine unausfüllbare Leere in dem französischen Wohlstande machen würde. Die an den Pariser Handel gerichteten Aufträge, die nicht ausgeführt werden können, werden ins Ausland gehen, nach England, nach Deutschland, nach der Schweiz oder nach Belgien. Es ist Thatsache, daß es der Pariser Industrie an intelligenten und fähigen Arbeitern fehlt. Die Mehrzahl derselben ist ge⸗ tödtet, verwundet, arbeitsunfähig oder gefangen, das heißt außer Arbeit gesetzt. Ein großer Stiefelfabrikant vom Faubourg du Temple hatte 100 Arbeiter nöthig, aber trotz aller Aufrufe hat er diese Zahl nicht zusammenbringen können. Und während so in Paris das Flend noch immer groß iß, machen sich die Toilesten der Halbwelt wieder gerade wie früher in den Wiesen von Longchamps, von Chantillyß, von La Marche oder Vincennes breit und werden Vorbereitungen zur Abhaltung der Wettrennen getroffen. Die Rennen zu Havre werden am 30. und 31. Juli stattfinden, die von Caen und Bauville am 13. August und endlich die großen Rennen von Paris am 5. und 15. Sep- tember. Zwar wird die Stadt diesmal nicht den großen Preis von 100,000 Fre. auswerfen, da ihre finanzielle Lage ihr einen solchen Luxus nicht gestattet, aber die französischen Sportsmen haben die Absicht, ihr Möglichstes zu thun, um die Sache in guten Schwung zu bringen. — Der„Bien public“ zeigt an, daß man in Le Mans in großer Anzahl das Manifest des Grafen von Chambord vertheilt hat. Was in Le Mans gemacht wurde, sagt der„Bien public“, ist wohl auch in anderen Städten geschehen. Wir haben nicht nöthig, unseren Lesern mitzutheilen, daß derartige Austheilungen politischer Plakate ungesetzlich sind; aber wenn die Regierung dieses Mal tolerant war, so glauben wir, sie habe sehr weise gehandelt. Je mehr das Manifest des Hrn. Grafen von Chambord verbreitet sein wird, desto completter und entscheidender wird die Schei— dung zwischen dem neuen Frankreich und dem Principe, welches er vertritt, vor sich gehen. — Der geheimnißvolle Abenteurer Regnier, welcher seiner Zeit den General Bourbaki ver— anlaßte, Metz zu verlassen und nach England zur Die Armee wie das Volk seien überzeugt, daß ein Krieg ein Unglück srengu Monk ungenü bischen Seiten. steunds ob es sschen gehen! nellen daß bi wertige Ministe a deabsichtigt tdematlonen. denerse 18 t Senachung theils auf den det gtsangen, an großn a Taple belt er Aufrust hal 1 Unt 20 ett gh dalb tl wilt fe ant Exkaiserin Eugenie zu reisen, ist in Versailles ver⸗ haftet worden.— In Nizza fanden bei Gelegen⸗ deit des Geburtstages von Garibaldi Demon— strationen zu Gunsten Italiens Statt. Ee wurde vielfach gerufen:„A bas la France!“ Verhaf⸗ tungen wurden vorgenommen. Versailles. Nationalversammlung. Der Marineminister bezeichnet die(von der„Liberté“ verbreitete) Nachricht über die Transportation mehrerer Tausend Weiber als grundlos und fügt hinzu, daß die Regierung in keiner Weise vor— gehen werde, ohne der Nationalversammlung davon Mittheilung zu machen, und die Beschlüsse der Versammlung betreffs der Transportation der Rebellen abwarte. Der Minister des Aeußern sagt, das von italienischen Journalen gebrachte angebliche Schreiben Thiers' an den Papst sei unecht und unterschoben. — Tbiers ist in Folge allzu großer An— strengung wieder leidend. Großbritannien. London. Unterhaus. Monk kündigt eine Interpellation an wegen der ungenügend gastfreundlichen Aufnahme des preu— ßischen Kronprinzen⸗Paares im Gegensatz zu der Seitens des Königs von Preußen bewiesenen Gast— freundschaft. Im Oberhause interpellirte Redcliffe, ob es begründet sei, daß die Pforte einem rus— sischen Geschwader, welches nach Odessa hätte geben wollen, die Durchfahrt durch die Darda— nellen gestattet babe. Lord Granville erwiderte, daß bisher hierüber keine Mittheilung im aus— wertigen Amte eingegangen sei; nach seiner(des Ministers) Ansicht würde jedoch die Pforte ein solches Ansuchen der russischen Regierung schwer— lich bewilligen. Spanien. Die„Gaceta“ veröffentlicht das vom Könige bestätigte Gesetz, welches die perma— gente Armee für 1871 auf 80,000 Mann festsetzt. Italien. Rom. Vom 11. d. wird ge meldet: Der Papst ist bedenklich unwohl. Die Aerzte haben ihm die äußerste Schonung und die größtmögliche Ruhe angeordnet. Afrika. Aus der Capstadt wied gemeldet, daß daselbst am 10. Mai ein Telegramm mit ver Meldung dom Untergange des französischen Schiffes„Souvenance“ eintraf. Das Schiff war don Pondichery auf dem Wege nach Martinique. Ueber 150 Leichen wurden ans Land gespült. Gießen. Der Schwurgerichtshof der Provinz Ober⸗ hessen vom III. Quartal l. J. hat in Folge stattgehabter öffentlicher Verhandlungen die nachbemerkten Erkenntnisse erlassen: Am 3. Juli wurde Georg Kimmel aus Arnshaln wegen Otebstahls zu einer Zuchthausstrase von 1 Jahr und 3 Monaten, an welcher jedoch 2 Monate— als durch die unverschuldet erlittene Untersuchungshaft bereits verbüßt— in Abzug zu bringen sind, sowie zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren verurtheilt.— Denselben wurde Peter Werner von Queck— born wegen Fälschung von Privaturkunden mit einer Ge— fängnißstrafe von 3 Wochen belegt.— Am 4. Juli wurde Peter Heß aus Heldenbergen, weil er sich zur Nachtzeit in einen gehörig umschlossenen Hofraum eingeschlichen und daselbst mittelst Einsteigen aus dem unter der Scheuer be— findlichen Keller circa 74 Pfund Kartoffeln entwendet, sich auch Tags darauf aus einem Wirthslocal ein Paar wasch— lederne Handschuhe rechtswidrig zugeeignet hatte, in eine Gefängnißstrafe von 3½ Monaten verurtheilt.— Den— selben wurde gegen Werner Hedrich aus Lauterbach wegen einjachen Diebstahls im vierten Rückfall, eine Gefängniß— strafe von 1 Jaht, sowie der Verlust der bürgerlichen Ehren— rechte auf die Dauer von 2 Jahren erkannt. Am 5. Juli wurde Adam Rockemer aus Schotten von der gegen ihn wegen Körperverletzung erbobenen Anklage nach— dem ihn die Geschwornen dieserhalb für nichtschuldig erklärt hatten, freigesprochen.— Am 6. Juli wurden wegen öffentlicher Ehrenkränkung verurtheilt: 1) Eduard Lind, unehelicher Sohn der Elise Appel zu Gießen, in eine Ge— fängnißstrafe von 5 Wochen, 2) Georg Lind, unehelicher Sohn der Elise Appel in Gießen, in eine solche von 3 Wochen.— Am 7. Juli wurden wegen eines schweren und eines einfachen Diebstahls verurtheilt: 1) Andreae Müller von Ilbeshausen, in eine Zuchthausstrase von 2½ Jahren, zum Verlust der bürgerlichen Ebrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren und zur Siellung unter Polizeiauf— sicht, 2) Kaspar Flach aus Freien-Steinau, in eine gleiche Strafe von 2½ Jahren, zum Vexlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren und zur Stellung unter polizeiliche Aufsicht.— Am 8. Juli wurde Ludwig Schmidt aus Friedberg wegen eines schweren und eines einfachen Diebstahls, in eine Zuchtbausstrafe don 2 Jahren und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren ausgesprochen.— Den 10. Juli wurde Johannes Zingenham aus Meiches wegen der an seinem Vater begangenen Körperverletzung mit tödilichem Erfolg, in eine Zuchthausstrase von 3 Jahren verurtheilt. Gießen. Der„Gießener Anzeiger“ meldet: Ein be— klagenswerther Fall ereignete sich am 12. d. in dem nahe⸗ gelegenen Dorlar. Einwohner aus Dudenhofen, welche über der Lahn, in der Nähe von Dorlar Wiesen besitzen, waren mit Heumachen beschäftigt und fubren nach Be— endigung desselben mit einem Nachen über die Lahn zu— rück. Ungefähr in der Mitte des noch stark angeschwol⸗ lenen Flusses schlug der Nachen plötzlich um, und nur mit Mühe retteten sich einige davon, sechs jedoch sollen ihren Tod im Wasser gefunden baben.— Ein Akt bar— barischer Rohheit ereignete sich am Abend des Einzugstages unweil Lollar. Der Lehrer von Salzböden nebst Frau und einer 14jäbrigen Tochter fuhren am Abend genannten Tages auf einem Bauernfuhrwerk nach Hause. In der Nähe von Lollar gesellten sich 4 Bauernbursche von Daub⸗ ringen zu ihnen und verlangten von dem Kutscher mit⸗ gefahren zu werden. Dieser erklärte, da der Wagen schon mit sechs Personen belastet war, keine Weiteren mehr auf— nehmen zu wollen und hieb auf das Pferd ein. Der eine von diesen Lümmeln hieb nun dem Kutscher mit einem Eichenstock über den Kopf, daß der Stock zersprang, während ein anderer mit dem Ausruf:„Was, ihr wollt uns nicht milnehmen“, einen zwer Fäuste großen Chausseestein auf⸗ raffte und mit voller Kraft nach dem Wagen warf, wo er das auf demselben sitzende Mädchen gerade auf die Slürn traf, daß der Schädel zersprengte. Die Unholde ent— sernt en sich hierauf, während das arme Kind in die hiesige Klinik gebracht wurde, wo es am 11. d. Mis. in Folge der Verletzung verstarb. Die Leiche wurde am 12. d. nach Salzböden verbracht, während der Mörder hinter Schloß und Riegel sich befindet. Frankfurt. Abermals ist hier ein bedeulender Geld— diebstahl mutelst Einschleichens verübt worden, ohne daß ir— gend eine Spur von dem Dieb dis jetzt entdeckt werden konnte. Des Bedienten, der feinem Herrn 20,000 fl. genom⸗ men, und des Gauners, der eine Menge goldener Uhr— keulen ausgeschwindelt hat, ist man auch noch nicht habhast. Darmstadt. Der frühere Oberlieutenant bei der Artillerie und päter hessische Polizeicommissär in Castel, Hr. Georgi, weicher in der letzten Zeit in Metz angestellt war, ist doxt einem gastrischen Fieber erlegen. Aus Darmstadt wird gemeldet, daß sich dort am verflossenen Dienstag Nachmittag zwischen 3 und 4 Uhr ein furchibares wolkenbruchartiges Gewitter entladen hat. Im Nu waren fast sämmtliche Kanäle verstopft und manche Straßen sußhoch unter Wasser gesetzt. Der das Unwetter begleitende Sturm entwurzelte in der Stadt und Um⸗ gebung eine Menge Bäume und richtete an Dächern und Schornsteinen vielsachen Schaden an. Darmstadt. Nach einer Mittheilung der„H. V.“ soll der Giftmörder Jacoby vor seinem jüngst erfolgten Tod in dem Zuchthaus zu Marienschloß ein umfassendes Geständniß seiner Schuld abgelegt haben. Karlsruhe. Ein schreckliches Gewitter, das mit Hagel⸗ und Blitzschlag in der Frühe des 19. d. Baden durchtobte, hat großen Schaden an Feidfrüchten, Reb⸗ gärten ꝛc. gethan. Auch Menschenleben fielen dem ent⸗ fesselten Elemente zum Opfer. Aus Straßburg kommen Berichte, daß sich während der Nacht vom 9. zum 10. d. zwischen den Gebirgsketten der Vogesen und des Schwarzwaldes eine furchtbare Menge welterschwangerer Wolken ansammelten, welche sich Mor- gens gegen 4 Uhr über die ganze Rheinebene entluden, begleitet von ganz ungewöhnlich starkem Hagelschlag. Es fielen Schlossen bis zur Größe von kleinen Hühnereiern, 15— 20 Grammes wiegend, welche überall die Fenster⸗ scheiden und Blumenscherben zerschlugen und in den Fel⸗ dern und Weinbergen große Verheerungen anrichteten. In Straßburg selbst sind alle Glasdächer zertrümmert, die des Bahnhofs, der Fruchtballe, der beiden Cafe's am Brogli⸗ platze, aller Judustriegebäude. Im Hofe des Correcsions⸗ hauses fand man ca. 400 Vögel, meist Spatzen, todt oder betäubt umberliegend. Geschästs-Empfchlung. 807 Einem geehrten Publikum zeige hiermit ergebenst en, daß ich mein durch den Krieg unterbrochenes Ge— schäft wieder fertbetreitbe und bitte das mir geschenkte Zutrauen auch fernerhin zu bewahren. Adam Hofmann, Spengler. Mein Lager 1768 in allen Sorten Glas- und Porzellanwaaren, Spiegeln in jeder Größe, Gyps⸗ und Thonwaaren in reicher Auswahl empfehlen zu billigen Preisen Georg Groß. Ein Deruhardinerhund, 1803 2 Zahre alt, ist billig zu verkaufen. Näberes bei der Expedition d. Bl. Im Bettfedernreinigen, sowohl in hiesiger Stadt als auch über Land, Tmpfiehlt sich Katharina Nees, wohnhaft in der Judengasse. 804 0 Werkzeug- Versteigerung. 1800 Mittwoch den 19. 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Preußische Kassen-Anweisungen. fl. 1 45— 7 Preußische Friedrichsd'orrr..„ 9 57½—58½ Pitt enn; enn e Holländische fl. 10- Stücke.„ 9 55—57 Ducgten„ e 34-36 Ducgten al gg„ 5 35—37 20 Frankeüssn e 2021 ½ Englische Sovereign..„ 11 51— 33 Russische Imperiales 940—42 Dollars in Geld 1, 224.28 1737 Tpileptische Krämpfe(pallsucht) 1518 beilt brieflich der Speeialarzt für Epilepsie Dr. O. Killisch in Berlin, jetzt Neuen- burgerstrasse 8.— Schon Hunderte vollständig geheilt. Köln, Am Hof Nr. 14. % Empfehlung. Unterzeichnete empfiehlt fich als Kleidermacherin in und außer dem Hause und bittet um genetgten Zuspruch. Christine Jäckle, wohnhaft im Hause des Herrn Spenglermeißer Söllner. Ein braver Junge 1808 kann in die Lehre treten bei 7 0 U Zur goldnen Reichskrone. Heute Samstag den 15. Juli a gegeben von der Sänger-Gesellschaft 9 Ferdinand Greif. Auftreten des berühmten Herrn A. Ohaus als Soubrette. 1812 Anfang 7 Uhr.— Entrée 6 kr. Philippi's Felsenkeller Sonntag den 16. Juli gegeben von der Sänger ⸗Gesellschaft 9 Ferdinand Greif. Auftreten des berühmten Herrn A. Ohaus als Soubrette. 1811 Anfang 4 Uhr.— Entrée 6 fr. 3½ Uhr Aus⸗ Samstag Nachmittag 3 Uhr Aus⸗ O J. G flug nach Ockstadt. 1 2 N. Den An⸗ und Verkauf von Staatspapieren 1* 7 besorgt gegen geringe Provision Friedberg. S. Hirschhorn. Es ist nicht Alles Gold, was glänzt, aber auch nicht Alles Schwindel, was annoncirt wird! 176 Dies bekundet wieder nachstebendes im Aus zuge mitgetheiltes Schreiben an den Erfinder und Fabrikanten des Fenchel⸗Honta⸗Extrakts Herrn I. W. Egers in Breslau: . Darumestadt den 9. September 1870. 4 Das hlesige Publikum begt nachgerade großes Mißtrauen gegen alle derartigen Artikel, nachdem es so oft durch eine wahre Flotb von Reclamen bezüglich ähnlicher, selbst mit dem Ibrigen ganz gleich- benannten Fabrikate bitter getäuscht wurde. Dagegen kann ich Ihnen die erfreuliche Mittheilung machen, daß meine Kunden, die von Ihrem Fenchel ⸗Honig⸗Extrakt Gebrauch gemacht haben, solchen als böchst! probat loben, ja unter Anderen bebauplet sogar der Kammerdiener der htesigen englischen Gesandtschaft, 5 daß seine an einer Lungenschwindsucht leidende Frau, welche die Aerzte bereits als inkurabel aufgegeben, lediglich durch Ihren Fenchel⸗Honig Extrakt wieder vollkommen bergeßellt worden sei. Achtungsvoll M. Melsheimer. Der L. W. Egers' sche Feachel⸗Honig⸗Extrakt ist bei Hals-, Bruft-, Hämorroidal- und Unterleibs⸗ leiden von unbedingt guter Wirkung. Nur muß man sich sehr vor den vielen Nachpfuschungen in Acht nehmen. Zu diesem Zwecke äberzeuge man sich, daß jede Flasche Siegel, Facfimile, sowie die im Glase eingebrannte Firma von L. W. Egers in Breslau trägt, und merke sich, daß die alleinige Verkaufs⸗ stelle sch nur befindet bei Jos. Hoffmann in Friedberg. Englische glasirte Thonröhren für Eanal- und Wasser⸗ leitungen 1611 stets einige Tausend Fuß vorräthig 3“, 4%, 6%, 9%, 12“¼, 15% 187%, 24“ Durchmesser, Verbindungsbogen ef att u r und Syphonröhren. 1 a. M., 8 Große Eschenbeimer⸗Gasse 41. F. F. Andreae. 1520 Mein mit den schönsten und neuesten Mustern wohl assortirtes bringe ich zu reellen Preisen in empfeblende Erinnerung. — Georg Groß Ein Logis 1738 mit 5 hetzbaren Zimmern, nebst allen Bequem⸗ lichketten, hat zu vermsethen 1799 Bei Gelegenbelt der Empfanasfeier für die aus dem Felde helmgekehrten Krieger Ockstadts findet bei der Unterzeichneten Sonntag den 16. d. M. Nachmittags Harmoniemusik und Abends Ball statt. Für Speisen und Getränke wird bestens gesorgt, freundlichst einladet. Ockstadt den 13. Jult 1871. Katharina Steyer. Kirschenfest in Ober-Rosbach. 1806 Sonntag den 16. d. Mis. in meinem neu erbauten Saale N Harmonie⸗ und Tanzmusik. Für die zurückgekehrten Rosbacher Krleger gratis. Heinrich Werner III. 1802 Nächsten Sonntag als den 16. d. M. findet in meinem Saale Harmonie- und Tanzmusik zum besten der heimkehrenden deutschen Krieger statt, wozu einladet Fr. W. Hahn. Bellersheim. Ein: Einiadung. 1758 Bei Gelegenheit der Thoraeinweihung der israel. Gemeinde Bellersheim, Obbornhofen und Wohnbach findet am 28. und 29. Juli d. J. bei Gaflwirth Sack in Wohnbach Ball statt, unter Mitwirkung der Musik⸗ gesellschaft Gebtüder Kappel und Cons. aus Neustadt, wozu höflichst einladet Das Comite. Sur Seachtung. 1816 Nachdem durch die in der gesirtgen außerordent⸗ lichen, sehr zahlreich besuchten öffentlichen Sitzung unseres Gemeinderaths vorgetragene Berichterstattung der in der Garntsons angelegenheit wiederholt nach Darmstadt entsendeten Deputation auf's evidentefle nachge wiesen worden, daß der Gemeinderath in dieser Sache nichts versäumt oder verfehlt hat, darf der Wunsch und die Hoffnung ausgesprochen werden, daß die regel⸗ mäßigen(wie bekannt ebenfalls öffentlichen) Sitzungen des Gemeinderaths in Zukunft immer fleißig besucht werden möchten, indem dieß der richtige Weg und das Mittel ist, um von der Thätigkeit und Wirksamkeit des Gemeinderaths und seiner Mitglieder durch eigene An⸗ schauung ein richtiges Bild zu gewinnen. 1 Wer aber, ohne dieß zu thun, gleichwohl nicht unter⸗ läst, über die Thätigkeit des Stadtvorstandes, ohne jedwede Kenntniß, sich in unbegründeten Vorwürfen auszulassen, der würde sich gefallen lassen müssen, alt ein unüberlegter Schwätzer, oder, was noch schlimmer wäre, als ein böswilliger Verläumder angesehen und 70 behandelt zu werden. Gefunden. 1793 Am Montag den 10. l. M. ist in Butzbach in der Weiseler Straße ein Portmonnate mit einigen Gulden Geld gefunden worden. Der sich als Eigenthümer 1 genügend Aus weisende kann dasselbe bei dem Unterzeich⸗ neten gegen die Eiprückungsgebühren in Empfang nehmen. Nieder⸗Weisel den 11. Jull 1871. Heinrich Dern. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. 6. Sonntag nach Trinitatis. Gottes dienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Bernhard J. Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags: Herr Seminarlehrer Stamm. Nachmittags: Herr Candidat Bernhard II. Katholische Gemeinde. 7. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags: ½9 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Firmungsunterricht und Andacht. Firmungsfeier. ie t zan d en e Morgens: 6 Uhr heilige Messe, unter welcher die Firm⸗ linge die heilige Communion empfangen. Vormittags: 9 Uhr Hochamt, darauf Predigt und Aus⸗ spendung des heiligen Sacraments der Firmung durch den Hochwürdigsten Herrn Bischof von Mainz, Wilhelm Emmanuel Frei⸗ herrn von Ketteler. Verantw. Nedact.: Hermann Schimpff. Franz Stamm. Adam Hofmann, Spengler. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs- Blatt Nr. 28 und eine Beilage.) 9. Harmonie- u. Tanzmusik. namentlich wird auch Kirschenkuchen verabreicht, wozu ertheilel halt 1 ficht gel Untert! Leiflonge bemessen erheblich bauten Bew wird, d gut best einem Siellen sich unt Machwel ti — Vers 1734 haus au forderll 1) M 6) W sollen a den ver 1731 dis zum sesten al 0 9 zu Y def ollen au dernden y debe 50 elen zur duct m dicht And stay Engere W Ir! iuzmusik. neger der! 18. d. 9 anzmussk den Kutgn flat W. Hahn. — ng. egang der istatl nt Webuleg * Seen S4 datarg dt Nu r alt Neufatt t Cenitt. ——k.L]nñ—— er außtretden ren Sing Stnczter talen bittthell 146 2„ ktesdentelt Arberent in diefer erf ter Sunsch des die tegel⸗ ger) Sthungen eig desocht zt Dez und das Saubenten des vertz tigtut An- 1 guet t later, ertandtt, ohn nete Vetpirsn n nistn, 1 20 h n r aetschen 18 n. 1„ Erde at 1 ting 2% U grtsün ben Uniti ang e untich Darn. — geidberz 1. the 4¹. ttt! 1 17676% 2 15 Auf. * N. inn 50 9 ö f . ö * Beilage. Aberhessischer Anzeiger. N 2. Die Besetzung der Stelle eines Stadtbaumeisters zu Friedberg. 529 Für die Kreisflaht Friedberg soll zur Leitung und Beaufsichtigung der städtischen Bau- und Unter⸗ daltungsarbeiten an Gebäuden, Straßen, Brunnen c. ꝛc. ein Bau- und Sachverftändiger angestellt werden, welcher nugleich befähigt ist, an der Handwerkerschule den Untei— icht im Zeichnen und sonstigen technischen Fächern zu rtheilen.— Füt diese Stelle ist vorlägfig ein fixer Ge— galt in daar von 550 fl. nebst Dienflwohnung in Aus⸗ icht genommen, hierzu würde noch das Honorar für den Interricht in der Handwerkerschule se nach Umfang und deistungsfäbigkeit dis zu mehreren Hundert Gulden sich vdemessen können und außerdem Gelegenheit zu nicht un (rheblichen Nebenverdiensten für Besorgung von Privat— bauten sich darbieten. Bewerber um diese Stelle, von welchen verlangt wird, daß sie das Staatsexamen ale Kreisbauaufseber gut bestanden und längere Zeit durch Beschäftigung bei inem Großherzoglichen Kretsbauamt oder ähnlichen Stellen sich praklische Kenntnisse erworben haben, wollen ich unter Vorlage ihrer Zeugnlsse und Befähigungs⸗ Nachweis bei unterzeichneter Stelle alsbald meiden. Friedberg, den 15. Juni 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Foucar. Vergebung von Bauarbeiten. 734 Die zur Erneuerung der Schornsteine im Vade⸗ daus auf dem Mineralbrunnen zu Schwalheim er⸗ orderlichen Arbeiten, als: fl. kr 1) Maurcrarbeit, vetanschlagt zu 138 46 2) Zimmerardeit 16 58 3) Dachdecketarbeit 23 36 4) Schreinerarbeit 9 39 5) Schlosserarbeit 13 20 6) Weißbinderarbeit 18 40 sollen auf dem Submissionswege an die Wenigfifordern— den vergeben werden Voranschlag und Bedingungen legen von heute an auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einsicht offen, woselbst die Offerten mit der Auf⸗ schrift„Submission zur Uebernahme der Schornsteine uf dem Mineralbrunnen zu Schwalheim“ versehen, ver⸗ segelt und flarco dis zum 17. Juli l. J., Morgens 1 Uhr, eingereicht sein müssen. Friedberg den 6. Juli 1871. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Reuß. Zergebung von Straßenarbeiten. 733 Die zum Umbau der Fahrbahn auf der Staats⸗ kraße hinter Nieder-Wöllfladt in Abtheilung 163165 uind 167— 168 erforderlichen Arbeiten, veranschlagt zu 78 fl. 12 kr., sollen auf dem Sub missionswege an den Venigstfordernden vergeben werden. Voranschlag und bedingungen liegen zur Einsicht auf dem Bürcau des Unterzeichneten, woselbst die Offerten mit der Aufschrift, Submission zur Uebernahme des Umbaus der Fahrbahn auf der Straße hinter Nieder-Wöllstadt, versehen, ver⸗ segell und franko bis zum 17. Juli l. J. 8 Uhr Morgens eingereicht sein müssen. Friedberg den 6. Juli 1871. ee M Friedberg. K u Vergebung von Bauarbeiten. 1731 Die zur Herstellung der Stützmauer von der Stadt bis zum dicken Thurm zu Friedberg erforderliche Ar⸗ beiten als: 1) Maurerarbeitsiohn ꝛc. E darbelt veranschlagt zu 296 fl. 9 kr. 2) Lieferung von 67 Bütten Bönstärter Kalk, 85 sollen auf dem Submissionswege an die Wenigstfor⸗ dernden vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen legen von heute an auf dem Büreau des Unterzeich⸗ geten zur Elnsicht offen, woselbst die Offerten mit der Jusschrift, Submission zur Uebernahme der Stützmauer am dicken Thurm zu Friedberg versehen, verfiegelt und sranko dis zum 17. Juli d. J., Morgens 10 Uhr, eingereicht seln müssen. Frtedberg den 5. Juli 1871. Großberzogliches Kieisbauamt Frkedberg. Re u 65. Arbeits- Versteigerung. 789 Mittwoch den 19. d. M., Mittags 12 Uhr, sollen gachstehende Arbeiten nochmals ocraccordirt werden, ads: Planirarbeit, Weißbinderarbeit, Schreinerarbett und Zerschlagen von 1 Cub. Steinen. Weckesbeim am 12. Juli 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Weckes heim. Gilges. Durchsichtige Glyterinstise! 120 anerkannt bestes Mittel zur Verschönerung der baut, empfiehlt in Stücken zu 4. 6. 9. 10. 12. 18 kr. Wilh. Fertsch. Bei Bindernagel& Schimpff ist soeben erschienen: Predigt am Friedens feste den 18. Juni 1871 gehalten Friedberg von Dr. J. G. Diegel, Professor und Pfarrer. Gemäß der Aufforderung des sriedberger evangel. Kichenvorstandes und auf mehrsachts Verlangen in den Ptuck gegeben. Zum Besten der Invaliden des Kreises Friedberg. Preis 6 kr. Geschäfts-Empfehlung. 1024 Eine reichhaltige Auswahl in Buckskin zu Herren- und Knabenanzügen, leinenen und baumwollenen Höfsenstoffen, Tibet, Lüstre, leinenen und baum⸗ wollenen Schürz⸗ und Bettzeugen, Barchend, Zwillich, Cattun, Blaudruck, Hausmacher⸗- und schlesinger Leinen empfiehlt zu sehr dilligen Preisen Heinrich Hartmann, Bad Nauheim. z u Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschast. Directe Post-Dampfschifffahrt zwischen HAMBURG& VEW-10RK vermittelst der Post-Dampfschiffe artes ede 123 Allemannia, Mittwoch. 2. Aug. 2 5— Jalr Silesia, Mitwoch, 9. August. 1 A 5 Hammonia, Mittwoch, 16. Aug. Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Crt. Rthlr. 165, Zweite Cajüte Pr. Crt. Rihlr. 100, Zwischendeck Pr. Crit. Niblr. 55. Näheres bei 5 dem Schiffsmakler August Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, Hamburg, sowie den allein für das Großherzogthum Hessen zum Abschluß von Ueberfahrtsver⸗ trägen cencessionirten Vertreter und Generalagenten der Dampfschifflinie F. J. Bothof in Mainz (früher Carl Racké& Cie.) Friedberg bei Chr. Hecht. Morgens. Morgens. 1751 Original-Nähmaschinen Singer Manufacturing Cie. in Newe- Tork. Lit. 4. Neue Familien-Nähmaschinen fl. 79. Nr. 2 Maschinen für Schneider e Nr. 2„ mit Roltfuss f. Schuhmacher fl. 105. 52 Um vor Taäuschung zu schützen, wird jeder Original-Maschine ein Ursprungs-⸗Certificat beigegeben, welches in New-Pork ausgestellt ist, die Nummer der Maschine enthält und meine Unterschrift trägt. Zur größeren Bequemlichkeit des Publikums habe dem Herrn M. Mainz in Friedberg eine Niederlage meiner Maschinen übergeben und konnen solche zu obigen Preisen und unter vollständiger Garantie von demselben bezogen werden. G. Neidlinger, * General-Agent der Singer Manufacturing Cie., Zeil 37, Frankfurt a. N. Tapetenhandlung. Brave Mädchen, 70 3 f 99 welche das Kleidermachen erlernen wollen, koͤnnen 272 Vollständig assortirtes Lager von Tapeten zu den 1699 N nf 1 billigsten Pretsen empfiehlt 5 N sogleich eintreten bet Elise Müller. C. 1686 Ein gut erhaltenes Bad⸗ Nauheim. Ein möblirtes Zimmer Clavier, 1728 ift zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. von 6 Ockaven, ist umzugs halber zu vexkausen. Auf Horn. Konrad Ferch, ubrmacher. frankirte Anfragen sagt die Expedition wo? Vergebung von Bauarbeiten. 1732 Die zur Ueberwölbung des mittleren Durchlasses der Brücke in Ilbenftadt erforderlichen Arbeiten als: fl. kr. 1) Maurerarbeitslohn veranschlagt zu 126 14 2) Steinhauerarbeit 240— 3) Zimmerarbeit 169 7 4) Cbauffir- und Pflasterarbelt 13 45 5) Lieferung von 21,600 Russensteinen, 6 24 Bütten Boͤngädter Kalk, 7 4 75 16 Cbm. Kies, 8) 5„ 4„ Chaussirsteinen, Ee,* 3 behauenen Pflaster⸗ steinen, sollen auf dem Submissionswege an die Wenigstfor⸗ dernden vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen von heute au auf dem Büxreau des Unterzeich⸗ neten zur Einsicht offen, woselbst die Offerten mit der Aufschrift, Submission zur Uebernahme der Brückenüber⸗ wölbung zu Ilbenstadt versehen, versiegelt und franko bis zum 17. Juli d. J., Morgens 9 Uhr, eingereich! sein müssen. 8 Friedberg den 5. Juli 1871. ö Großhberzogliches Kreisbauamt Friedberg. Reu 5. Versteigerung von alten Baumaterialien. 1778 Montag den 17. Juli d. J., Mittags 2 Uhr, sollen mehrere Haufen altes Bauholz, ein alter Roll wagen und circa 16 Centner altes Schmiedeisen an dem hoben Thurm in der Burg dahier öffentlich an die Meistbietenden gegen baare Zablung verfteigert werden. Friedberg den 10. Juli 1871. Großherzogliches Kreigbauamt Friedberg. Re u Versteigerung von Bauarbeiten. 1782 Montag den 17. l. M., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Gasthaus des Bürgermeisters Möbs zu Nieder⸗Mörlen die zur Erbauung einer Brücke über die Usa erforderlichen nachstehenden Arbeiten öffentlich an den Wenigstnehmenden versteigert werden. f. en 1) Abbruch der alten Brücke, Voranschlag 45— 2) Maurerarbeit 340 43 3) Mauermaterialien 838 8 4) Steinhauerarbeit 805 6 5) Zimmerarbeit 133— Zeichnung, Voranschlag nebst Bedingungen liegen auf dem unterzeichneten Büreau zur Einsicht offen. Nieder⸗Mörlen den 12 Juli 1871. Großherzogliche 1 Nieder⸗Mörlen. 8. 5 Holzversteigerung. 1787 Dienstag den 18. Juli J. J., Morgens 10 Uhr, sollen in dem Freiherrlich v. Löw'schen Wald dahter, Distrikt Thiergarten: 10,800 Stück Eichen⸗Lobholz⸗Wellen und 71„ Deichseiln öffentlich verfleigert werden. Steinfurth den 11. Juli 1871. Freihertlich v. Löw'sche Oberförsterel. Welg e an d. Bekanntmachung. 1788 Montag den 24. Jul c., Nachmittags 2 Uhr, werden auf dem Natbhanse zu Cransberg sür die neu zu erbarende katholische Kirche folgende Arbeiten, nämlich: I. kr 1) Maurerarbett, veranschlagt zu 7731 2 2) Steinmetzarbelt 8523 12 3) Zimmerarbeit 2299 12 4) Dachdeckerarbeit 1606 33 5) Schreinerarbeit 676 34 6) Schlosserarbett 485 51 7) Glaserarbeit 510 36 8) Anstreichrrarbeit 289 49 Summa 22 T2 J im Elnzelen vergeben werden, auch können sämmtliche Arbeiten nach Ermessen des Kirchenvorslandes an einen qual'fizirten Baumeister im Ganzen übertragen werden. Plan und specifizirter Kostenanschlag liegen im Pfarrhause zue Einsscht offen. Cransberg den 11. Zuli 1871. Der Kirchen vorstand. Heugras⸗Versteigerung. 1790 Donnerftag den 20. d. M., Morgens 9 Uhr, soll das Heugras der Gemeinde Wenings vom Wirthwasem, großen Gilbers, Alten⸗See, Heegwald und Bleichenbach, circa 232 Morgen haltend, und Freitag den 21. d. M., Vormittags 9 Uhr, vom Dietrich, Wetberg, Rohßbacherhecke, Hechel und Sauwasem, 70 Morgen haltend, versteigert werden. Die Zusammenkunft ißt in loco Wenings. Der An- fang der Versteigerung ist Donner stag den 20. Juli um die gestimmte Stunde am Wirth wasem und Freucgg den 21. Jul am sogenannten Dietrich zwischen Wenings und Nieder⸗Seemen. Gegen Bürgschaft wird den frist bis Marui d. J. gegeben. Wenings am 10. Juli 1871. Steigerern Zahlungs- Pokan: ad a Bekanntmachung. 1801 Der ersie Fabrtag für das am 29. und 30. v. M. in den Gräflichen Walddistrikten Uater⸗Bainhards und kleine Diebseiche versteigerten Holzes ist auf Donnerffag den 20. l. M. anberaumt, was hierdurch den Steigerern bekannt ge⸗ macht wird. Wickstadt den 10. Juli 1871. Gräfliche Oberförsteret Assenheim. Schal las. Scheuern- Verpachtung. 1814 Montag den 17. Juli d. J., sollen in hiesigem Rathhause die dem vereinigten Armenfonds dabier zu⸗ stehenden Scheuern im Hofe des Versorgungshauses dahier anderweit auf drei Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Friedberg den 14. Jult 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Jo ne d r. Hofraithe-Versteigerung. 1813 Dienstag den 18. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiefigem Rathhause die zum Nachlasse der 5 885 Bucheckers Wittwe dahier gehörenden Immo lien Flur. Nr. Klftr. 1. 49. 25,6. Hofraithe in der Stadt, 1. 50. 37,8. Grabgarten daselbst nochmals öffentlich meistbietend erbabtheilungshalber ver⸗ steigert werden. Friedberg den 14. Juli 1871. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. ont enn Arbeits- Versteigerung. 1809 Mittwoch den 19. Juli, Nachmittags 4 Uhr, sollen auf dem Rathbause zu Fauerbach dei Friedberg nachftehende Arbeiten an die Wenigsinehmenden in Accord gegeben werden. 1) Zur Errichtung eines Klötzbebälters für die Nachi⸗ wache, Zimmmerarbett lt. Ueberschlag 18 fl. 30 kr. Weißbinderarbeite, 0 3„ 30 2) Perstellung von Feuerleitern. Weisibinderarbelt h Schmiedearbeit 3„ 30„ 3) Herstellung des Ufastege. Zmmerarbeit F Maurcrarbeit 20„ 4) Verschtedene kleinere Reparaturen am Gemeinde⸗ haus, am Schulhaus und an einer Pumpe, bestehend in Weißbinderarbeit. Friedberg den 14. Juli 1871. * Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider. So eben erschien im Verlage von Hugo Klein in Barmen und ist bel Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim vorräthig; Weber, Th.(Pastor in Barmen⸗Wupperfeld). Die großen Ereignisse unserer Zeit und die evangelische Kirche. Gr. 80 geheftet 45 kr. Der Verfasser ist durch seine jüngft erschienenen Schriften:„Die Bedeutung des deutsch⸗franzs sischen Keleges“,„die Klöster im 19. Jahrhundert“, sowie durch den Vortrag„Leffing und die Kirche seiner Zeit“ binnen Kurzem sehr bekannt geworden. Der theolo— gische Standpunkt desselben zeigt dei großer Freiheit und Weite des Blickes evangelische Wärme und Innigkeit, scharfe Beobachtungs⸗ gabe, klare und tlefe in sich abgeschlossene Grund⸗ gedanken, prakttsch nüchternen Blick ein die Lage der Zeil und in die kirchlichen Bedürf⸗ nisse der Gegenwart. Auch vorfiegende Arbeit wird wegen ihres Gedauken⸗ reichthums und der dem Verfasser eigenthümlichen ein⸗ schneidenden Redeweise unter allen Gebildeten Interesse erregen, da die hier behandelten brennenden Fragen des Nachdenkens werth find. Es sei dieselbe der Leserwelt bestens empfoblen. 1791 Krippen, Tröge und Gossensteine 376 aus s. g. Lungstein(Dolerit) empfiehlt die — Ziegelei am Bahnhof zu Bad⸗Nauheim. Wilhelm Hernbeck, Colonial-, Material-& Farbwaaren-Handlung 5 in Friedber; 1487 nächst der Burg. Lager in allen Sorten Tabaken und Cigarren. Großherzogliche Bürgermelsterei Wenings. Krumm. Ein freundliches Zimmer mit Cabinet, 1792 möblirt, ist zu vermlethen. Zu erfragen bei der „ Taschentücher, weiß und farbig, Kragen, Manschetten, Herrenkragen, Vorhemden, Moiré⸗ schürzen sowie Hosenträger bei ö K. Friedrich neben der Pol. 6 bis 8 1783 werden beschäfsigt bei Karl Berg. Prima-Apfelgelee 1769 dilliafl bet Georg Groß. Lehrling gesucht 1810 für ein Colonialwaaren⸗Geschäft in Frank⸗ furt a. M.— Kost und Logis im Hause des Prin⸗ zlpals.— Offerten sub. C. W. 725 an die Annoncen⸗ Expedition von IHansenstein& Vogler in Frankfurt a. M. Brodpreise vom 16. bis 31. Juli. Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg: 2 Waizen, ½ Korn./ Korn, ½ Waizen. Erste Sorte 48 18 kr.[Zweite Sorte 48 16 kr. ** 1 1 A„* 8* ET e ½ Loth Milchwaaren 1 kr. 3 Loth Wasserwaaren 1 kr. Für Bad⸗Nauheim: Kasseler Brod 4 8 20 kr. N 6 1 5 1 5 Erste Sorte 4 3 18 kr. Zweite Sorte 4 8 16 kr. *„ 2„ 9 7 1. 4½„** F Für Butzbach: Erste Sorte 4 f 18 kr. Zweite Sorte 1 2 15 kr. *„** 7* 8 1„ 1* 4½ 19** 1„ 4 Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom 16.—31. Juli. Nach eigener Angabe der Metzger. Für Friedberg: 41 38% Ochsenfleisch pr. 8 20 kr. Schweinefleischpr. Z 18 ki. Kuhfleisch, gem. 17„[Kammstück 19130 Rindfleisch, gem. 17„ Leber- u. Blutwurst 20„ Ham mellleisch 15„ Bratwurst 26 Keil und Carre—„ Schwartenmagen 28„ Kalbfleisch 14„[Geräucherter Speck 32„ Keil und Carre—„ Dörrfleisch 26 Nierenfett 24„ Schinken 2 Hammelsfett 16„ Schmalz, ausgel. 28„ Schmalz, unausgl. 28„ Ausnahmspreise: Vei G. Schmidt und Fr. Waas Ochsenfleisch 21 kr.— Bei J. Hanstein III. Kuh⸗ fleisch 18 kr., Rindfleisch 18 kr., Hammelfleisch 16 kr., Hammelsfett 18 kr.— Bei L. Imroth Witiwe Kuh⸗ fleisch 18 kr.— Bei K. Neuhof Ochsenfleisch 18 180 Kuhfleisch 18 kr., Rindfleisch 18 kr., Nierenfett 18 kr. — Bei W. Heß Bratwurst 24 kr.— Bei N. Engel, W. Peß, J. Ruppel Schwartenmagen 24 kr.— Bei 95 3 A. Vogt Erben, W. Reuß Schmalz, ausgel. 2 Für Bad⸗ Nauheim: Ochsenfleisch pr. Z 21 kr. Schweinefleisch pr. J 19 kr. Kuhfleisch, gem. 18„ Leber- u. Blutwurst 24 1 „ ungem.—„ Bratwurst 28 ammeffleisch 20„ Schwartenmagen 28 75 Keil und Carre—„ Cervelatwurst 48„ Kalbfleisch 18„ Fleischwurst 2855 Keil und Carre—„(Geräucherter Speck 32„ Rierenfett 20„ DDörrfleisch 28„ Hammelsfett 16„ Schinken 40 Schaaffleisch—„ Solperfleisch— Schmalz, ausgelassen 32 kr., unausgelassen 30 kr. Ausnahmspreise: Bei W. Krauch Wittwe Schweine fleisch 18 kr., Solperfleisch 19 kr., Schinken 26 kr., Leber⸗ und Blutwurst 20 kr., Schwartenmagen 24 kr. Fleischwurst 24 kr., Bratwurst 24 kr., Schmalz, unausgel. 26 kr., ausgel. 28 kr., geräucherter Schwartenmagen 26 kr., geräucherte Leber- und Blul— wurst 24 kr. Für Butzbach: Expeditlon d. Bl. Ochsenfleisch pr. 7 21 kr., Schweinefleisch pr. F 18 kr. Kuhfleisch, gem., 16„ Leber- u. Wundt 20„ Rindfleisch, gem, 16„ Bratwurst 1 Hammellleisch 18„ Schwartenmagen 24* Keil und Carre 17„ Geräucherter Speck 32„ Kal bfleisch 14„ Pörrfleisch 2 Schaaffleisch—„ Schinken 2608 Nierenfett 24„ Schmalz, ausgel. 30„ Hammelsfett 18„Schmalz, unausgel. 28 Maurergesellen an d gleichz. Bette Das zweisp auf u hierhe Betre dem . wird, of, ronpr lichen verdient dusgespr r wäh piesen. Agitatie Nonstre der Leh Conmis sellen U geregelte scht hier d Nil üinschtit ihleihe