tachen Aten den Dr. * rd Ottel · reis 12 bt. Sonlanstallen ge. beden tau t Töchtetchen Aden und Be⸗ ttgebtufl an l. Sectebalt. 1 Paupimann derte Dottot Dams, die darg detheiligt ad, sewie den Suseztbell tin r eber Arrpdrier. ichen Gioß Kegtl Samstag den 15. April. Oberhessischer! Friedberger Intelligenzblatt. Amtlicher Theil. Betreffend: Die öffentlichen Schulprüfungen in 1871. 1871. 1 44. nzeiger. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberg am 13. April 1871. Die Großherzogliche Kreisschuleommi »Wir erinnern Sie an Vornahme der nächst der Vorlage der Protokolle hierüber(§. öffentlichen Schulprüfungen während der Zeit ssion Friedberg an die Ortsschulvorstände des Kreises. zwischen Ostern und Pfingsten und sehen dem⸗ 4 pos. 2 der Instruktion für die Ortsschulvorstände vom 20. Juni 1832) entgegen. Ter a p p. Dienst nachrichten. Zu Bürgermeistern und Beigeordneten für die Dienstperiode 1871/73 wurden weiter ernannt: 1 in der Bürgermeisterei Bauernhe im der seitherige Groß herzogliche Bürgermeister Väth und das Gemeinderathsmitglied Johs. Höres J. zum Beigeordneten. 2) in der Bürgermeisterei Großherzogliche Bürgermeister Geibel Jobs. Wiegand III. zum Beigeordneten. f 3) in der Bürgermeisterei Butzbach der seitherige Groß— zerzogliche Bürgermeister Küchel und der seitherige Großherzogliche Beigeordnete Vogt. 4) in der Bürgermeisterei Griedel der seitherige Groß— Bo nst adt und Gemeinderathsmitglied Beigeordnete Wetz. 5) in der Bür Großherzogliche Bürge liche Beigeordnete Kö 6) in der Bür der seitherige Philipp Braun zu Friedberg den berzogliche Bürgermeister Fenchel und der seitherige Großherzogliche germeisterei Ober-Mörlen der seitherige rmeister Jeckel und der seitherige Großherzog— nig. germeisterei Staden der seitherige Groß herzogliche Bürgermeister Dauch und das Gemeinderathsmitglied m Beigeordneten. 13. April 1871. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp. Deutsches Reich. Darmstadt. Das vor etwa 4 Wochen bierher zurückgekehrte Reservelazarethdepot ist wie— der zur Armeedivision abgegangen, da der Gesund— heitszustand leider kein ganz befriedigender sein soll. — Di.„H. V.“ schreiben: Gleich uns gehen auch den meisten in- und ausländischen Blättern die bittersten Klagen über die äußerst mangelhafte Verpflegung und Behandlung der noch in Frank- reich stehenden deutschen Truppen zu. Rasche Abhülfe des gegenwärtigen Nothstandes unserer Tapferen, welche seit länger denn 8 Monaten dem Tod in tausenderlei Gestalt in's Auge gesehen, ist bier dringend geboten. In dieser Beziehung wäre es schon eine große Erleichterung, wenn die Mög⸗ lichkeit der Uebersendung von Lebensmitteln ic. durch die Post geboten wäre; leider befördert aber dieselbe nur Pakete bis zu 4 Loth. Um diesem Mißstande abzuhelfen, ist dieser Tage aus Oppenheim eine von sämmtlichen Eltern dieser Stadt, welche Söhne im Felde stehen haben, unterschriebene Petition an Se. Gr. H. den Prinzen Ludwig in das Hauptquartier der hessischen Division nach Donjeux abgegangen. Hoffen wir, daß dieser Schritt mit dazu beitragen möge, die so wenig beneidenswerthe Lage unseter braven Truppen in Frankreich zu bessern, das Land wird in dieser Beziehung zu den größten Opfern gerne bereit sein. Mainz. Auch dem„Mainzer Anz.“ gehen fortwährend Klagen über die mangelhafte Ver— pflegung der noch in Frankreich stehenden deut- schen Truppen, und vornämlich der hessischen Division zu. Das Blatt fordert auf, daß sich alsbald ein Comite bilden möge, um durch Zu— sendung von Lebensmitteln den Klagen der Sol— daten ein Ende zu machen. Alle aus Frankreich kommende Briefe stimmen darin überein, daß in den ausgesogenen Landestheilen Mangel an Allem sei und daß dort Lebensmittel oft selbst nicht für vieles Geld aufzutreiben seien. Berlin, 12. April. Sitzung des Reichs- tages. Debatte über den Antrag Prosch, die 9. dessteuer vom Gewerbebetrieb im Umherziehen zur Reichssteuer zu erheben. Michaelis erklärt, er könne Namens des Bundesrathes keine bindende Erklärung abgeben, da derselbe dieser Materie noch nicht nahegetreten sei, doch seien die Vor- bereitungen bereite getroffen. Der Bundeskanzler die Erhebung der genannten Steuer zur Reichs- und der preußische Finanzminister hätten die in Betreff des deutschen Reichsadlers seine Be— mannigfachen Uebelstände der jetzigen Verhältnisse stimmung dahin getroffen, daß der Adler einen erkannt, aber auch die große Bedenklichkeit, welche steuer hätte; es frage sich, ob man nicht die ge- sammte Gewerbesteuer zur Reichssteuer machen solle, indessen widerspreche dies dem Charakter der Reichsverfassung und dem leitenden Gedanken der Bundesgesetzgebung; die Frage sei keineswegs zum Abschlusse gelangt und werde nach wie vor sehr eingehend erörtert. In Folge der Erklärung des Bundescommissars zieht Prosch seinen Antrag zurück. Es folgt die zweite Berathung des Gesetzentwurfes betreffend die Einführung norddeutscher Bundes- gesetze in Bayern.§. 1 wird ohne Debatte an— genommen. Zu§. 2 Nr. 12 betreffend das Ehescheidungsgesetz und die Beurkundung des Personenstandes der Bundes angehörigen im Aus- lande haben die baperischen Abgeordneten Greil, Obermeier und Genossen eine Erklärung abgegeben, worin sie ihre Zustimmung zu der Einführung dieser Gesetze in Bayern verweigern. Die übrigen Paragraphen dee Gesetzentwurfes werden nach geringer Debatte angenommen. — 13. April. Sitzung des Reichstags. Erste Berathung des Gesetzentwurses, betreffend die Schadenersatzleistung bei durch den Eisenbahn— betrieb, Bergwerke ic. herbeigeführten Tödtungen und Körperverletzungen. Bundescommissär Falk vertheidigt die Bestimmungen der Gesetzesvorlage. Nach längerer Debatte wird die erste Berathung geschlossen und der Antrag auf Verweisung der Vorlage an die Commission abgelehnt. Um 4½ Uhr wird die Sitzung vertagt. Vor dem Eintritt in die Tagesordnung überreichte Abg. v. Rochau eine Anzahl von Exemplaren der„Frankfurter Zeitung“, um zu constatiren, daß dieselbe während des Krieges eine preußenfeindliche Stellung ein— genommen habe. — Der Credit, welchen der Bundesrath bei dem Reichstag beanspruchen wird, beläuft sich, gutem Vernehmen nach, auf 120 Millionen, welcht nach Bedarf zur Verwendung kommen sollen. Zunächst werden die dem preußischen Staatsschatz entnommenen 30 Millionen zurückerstattet werden; die übrigen Millionen werden theils als Anleihe, theils als Schatzscheine mit Zinsbogen begeben werden. — Wie der„Rh. K.“ hört, hat ber Kaiser einfachen Kopf und ausgebreitete Flügel haben soll. Im Herzen des Adlers ist der preußische Adler und in des letzteren Herzen der hohen⸗ zollern'sche Adler angebracht. f Hamburg. Die hiesigen Zeitungen veröffent lichen folgende, anscheinend offiziöse Mittheilung: „Nach neuerdings eingegangenen Nachrichten ver— pflichtet sich die französische Regierung nunmehr förmlich, die nicht condemnitten deutschen Schiffe nebst deren Ladungen herauszugeben, eventuell für die nicht vorhandenen Entschädigung zu leisten.“ München. Eine von hiesigen Notabeln an beraumte, sehr zahlreiche Versammlung beschloß eine Adresse an den König mit der Bitte, die gefährlichen Folgen der Unfehlbarkeitslehre abzu⸗ wehren, ihre Verbreitung in öffentlichen Bildungs anstalten zu verbieten und das Verhältniß zwischen Kirche und Staat neu zu regeln. Ausland. Oesterreich. Wien. Die Südtproler sollen beabsichtigen, eine Massendeputation an den Kaiser zu senden, welche den Auftrag erhalten soll, eine Abtrennung Südtprols von Tyrol und eine außerordentliche Autonomie zu verlangen. Frankreich. Paris, 10. April. Ein Bericht des Generals Dombrowski vom heutigen Tage sagt: Unsere Truppen haben sich in Asnieres festgesetzt und decken die Linie Colombes-Courbevote. Wir sind vorgegangen bis Villieres(etwa balb⸗ wegs zwischen Neuilly und Asnieres auf dem rechten Seineufer) und Vallois(7). Wir be⸗ sizen einen Theil von RNeuilly. Die Lage an der Porte Maillot hat sich verbessert, da das Bombardement während der Nacht nachgelassen. Wir errichten neue Batterien vor der Porte Maillot. Auf allen Posten herrschte während der Nacht vollfommene Ordnung. — 11. April, 10 Uhr. Die Versailler haben Montrouge angegriffen. In diesem Augenblick heftiges Geschütz⸗ und Gewehrfeuer auf dieser Seite. — 11. April, 6 Uhr Abends. Der Kampf begann diesen Morgen bei Levalols und erstreckte sich auf der einen Seite bis Champeret, auf der anderen, wo er lebhafter war, bis Asnieres. Die Marschcompagnien der Föderirten scheinen an diesem letzteren Punkte als Vorhut aufgestellt zu sein; der Rest der Föderirten deckt sich in den Tranchen längs der Seine. Seit Vormittag ist der Tag sehr ruhig verlaufen; nur vereinzelte Kanonenschüsse erschallten. Der Mont Valerien hat während der Nacht nicht gefeuert. Die Föderirten beginnen die Bresche bei der Porte Maillot auszubessern und die dort befindliche, von der Versailler Artillerie zerstörte Brücke wieder⸗ herzustellen. 12 Kanonenbote sind am Pont des Invalides und am Pont d' Alma vor Anker ge⸗ gangen. Das Kanonenboot„Liberté“ ist mit formidabler Artillerie ausgerüstet. — 11. April, Abends. Die Versailler Truppen beginnen den Angriff auf Fort Montrouge. In diesem Augenblicke ist diesseits starkes Kanonen- und Gewehrfeuer zu hören. — Der„Vengeur“ berichtet:„Die Kanonade gegen die Südforts war ohne Erfolg, der Angriff wurde vollständig zurückgeschlagen. Der Verlust der Versailler soll schwer sein.“— In Paris berrscht große Panik in Folge des Gerüchts, daß die Enceinte bei den Südforts gestern genommen worden sei. Die Kanonade dauerte bis 11½ Uhr. — 12. April, Mittags. Ununterbrochenes Geschützfeuer seit gestern Abend zwischen den Forts Issy, Vanvres, Montrouge und den Batterien der Versailler bei Chatillon; auch die Infanterie scheint in das Gefecht einzugreifen, da seit 5 Uhr Morgens von zwei Seiten anhaltendes Gewehr- feuer gehört wird. Heftige Kanonade zwischen dem Mont Valerien, den Batterien bei Neuilly und Courbevoie und denjenigen an den Thoren Maillot, Neuilly und Ternes; auch im Bois de Boulogne und bei Asnieres finden Gefechte statt. Die Ambulanzen bringen viele Verwundete nach Paris. Es geht das Gerücht, die Föderirten seien in der vergangenen Nacht aus dem Park von Issy, wo sie sich seit drei Tagen verschanzt hatten, von den Versailler vertrieben.— Eine officielle Depesche, um Mitternacht ausgefertigt, jedoch ohne Unterschrift, lautet wie folgt:„Mein Adjutant kommt soeben aus den Forts mit den Rapporten der drei Commandanten und dem Be— richt des Generals Eudes zurück. Alles geht gut. Der Feind ist auf der ganzen Linie zurückge⸗ schlagen. Der Angriff der Versailler fand zwischen dem Fort Issy und dem Forts Vanvres statt. Die Versailler, welche bis auf 100 Metres vor die Gräben vorgedrungen waren, wurden mit be⸗ deutenden Verlusten zurückgeworfen. Unsere Ver⸗ luste äußerst gering.“ — 12. April, 6 ½ Uhr Abends. Ueber den Gang des gestern Abend stattgefundenen Gefechtes wird folgendes mitgetheilt:„Die Versailler Truppen rückten von Chatillon und Clamart gegen die Forts Vanvres und Issy vor. Einige Bataillone der Nationalgarde, welche vor den Werken Auf⸗ stellung genommen hatten, wurden Anfangs auf die Forts zurückgedrängt, welche nun ein heftiges Feuer eröffneten und die Versailler Truppen zum Rückzug nöthigten; schließlich nahmen beide Par⸗ teien ihre ursprünglichen Stellungen wieder ein. Heute feuern die Forts Vanvres, Issy und Montrouge nur selten; der Hauptkampf findet in der Linie von dem Bois de Boulogne bis zur Avenue des Ternes statt. Auf dem Trocadero wurde heute eine neue Batterie von 6 schweren Geschützen errichtet, welche besonders dazu be⸗ stimmt ist, den Mont Valerien zu beschießen. Geschosse des Mont Valerien sind auf dem Trocadero niedergefallen. Diesen Morgen ließ die Kanonade etwas nach, des Nachmittags jedoch war sie wieder sehr stark. Dombrowski scheint Asnieres zum Stützpunkt seiner Operationen gegen Longchamp und Courbevoie machen zu wollen. Er hat die dort befindliche Barrikade stark befestigt und Ver⸗ stärkung an Artillerie erhalten; gepanzerte Waggons mit Kanonen besetzt befinden sich auf der Eisen⸗ bahn bei Asnieres. — 12. April, Nachts. Seit 24 Stunden finden mörderische, bis jetzt noch unentschiedene Kämpfe im Westen und Süden von Paris statt. — Die Auswanderung dauert in großartigem Maßstabe fort. Am 9. verließen mit der Nord- bahn allein an 45,000 Personen Paris. a Versailles, 10. April. Gestern haben der 1 Mont Valerien und die in Courbevoie und Neuilly errichteten Batterien einerseits und die der Porte Maillot andererseits eine Kanonade unterhalten. Auf der Seite von Asnieres fand ein Kampf und Issy beschossen den ganzen Tag das Plateau von Chatillon. Die Insurgenten versuchten einen Angriff, welcher energisch durch die Regierungs- truppen abgewiesen wurde. Um 10 Uhr Abends erneuerten die Föderirten den Angriff, wurden jedoch wiederum zurückgeschlagen. — 10. April, Abends. Eine Depesche von Thiers an die Präfecten sagt:„Die Situation hat sich seit 3 Tagen nicht wesentlich geändert. In Marsaille ist die Entwaffnung ohne neuerliche Unruhen vor sich gegangen. In Toulouse wurde ein Versuch gemacht, Barrikaden zu errichten. Dieselben wurden durch ein Detachement genommen. Sonst herrscht überall Ordnung, ausgenommen Paris. Die Aufständischen kehrten nach Asnieres zurück, wurden jedoch wieder vertrieben. Die Truppen befestigen den Brückenkopf vor Neuilly.“ — 11. April, Morgens. Gestern wurde die Kanonade zwischen dem Mont Valerien und Neuilly Seitens der Regierungstruppen und den Batterien auf den Stadtwällen Seitens der Insurgenten fortgesetzt.— Marschall Mac Mahon hat heute den Oberbefehl über die gesammten vor Paris concentrirten Truppen der Regierung übernommen; General Ladmirault commandirt bei dem Mont Valerien, General Cissey bei Chatillon. Bei letztgenanntem Orte hat man zahlreiche, von den Insurgenten versteckte Munition entdeckt. Diesen Morgen wieder ziemlich lebhafte Kanonade. Die Journale melden, daß General v. Fabrice sein Hauptquartier in St. Denis aufgeschlagen habe. Die Blätter theilen ferner mit, der preußische Commandant habe gestern die französische Regie- rung benachrichtigt, daß ihm die Commune ihren Entschluß übermittelt habe, den Eisenbahndienst nach dem Norden ganz zu unterbrechen.— In Toulouse fanden am 9 d. M. unbedeutende Un⸗ ruhen statt, die sofort wieder unterdrückt wurden. — Die Journale melden, daß bei der Porte Maillot Bresche geschossen ist. — 12. April. Thiers macht die Entwaffnung der Insurgenten zur Bedingung der Basis aller Unterhandlungen.— In Paris herrscht Muth⸗ losigkeit und die Lebensmittel fangen an, selten zu werden. Versailles, 12. April, Abends. Thiers erließ an die Präfekten eine Circulardepesche, welche die von der Commune verbreiteten Siegesnachrichten dementirt.— Dienstag fand kein Kampf statt, Mittwoch Seitens der Insurgenten nur Gewehr und Kanonenfeuer auf die Regierungstruppen, welche sich außer Schußweite befanden. Lille. Die Bildung der Westarmee unter Ducrot bei Rennes schreitet sehr langsam vorwärts. Man ist hier nicht ohne Unruhe hinsichtlich dieser aus den verschiedensten Elementen bunt zusammen⸗ gewürfelten ehemals imperialistischen Armee. Lagny, 13. April. General Fabrice hat sein Hauptquartier von Rouen nach Soisy verlegt. Belgien. Brässel, 12. April. Seit dem 12. d. werden keine Eisenbahnbillets nach Paris mehr ausgegeben. Von den aus Paris hierher Geflüchteten wird berichtet, daß auch die Kirche Notredame de Lorette am Dienstag beraubt worden sei Die Nationalgarden bezögen seit Mittwoch einen Tagessold von 3 Frs. Die Nationalgarden wollen selbst Ausländer zum Dienste zwingen und insultiren auf den Straßen alle nicht uniformirten Männer. Großbritannien London, 12. April. Der„Daily Telegraph“ meldet, daß sich in Paris 18,000 regierungsfreundliche Nationalgarden im Geheimen organisirt hätten, um das Hotel de Bille, sowie die Vorstädte Montmartre und Belle⸗ ville anzugreifen. Zu gleicher Zeit wird von den Versailler Truppen die Porte Maillot von Neuem angegriffen werden.—„Daily News“ berichten aus Versailles vom Heutigen:„Ladmirault hält mit Regierungstruppen Rueuil, Nanterre und das Gehölz von Colombes besetzt und beobachtet Asnidres. Sein Hauptquartier ist in Garches ohne große Bedeutung statt. Die Forts Vanvres Auf der anderen Seite der Seine tommandirt Cissey. Das Lager von Satory ist aufgehoben. Der Vormarsch der Truppen hat begonnen. Die Regierungstruppen halten die Heerstraße nach Versailles besetzt. Die posthefg bern erfolgt auf der Orleansbahn zweimal täglich. 5 13. April. Die hiesigen Blätter bringen Berichte über die Kämpfe vom 11. zum 12. April, nach welchen die Versailler Truppen bei dem An- griff auf die Forts im Süden von Paris starke Berluste erlitten haben sollen. In Reuillp soll eine größere Abtheilung Gendarmen von den In⸗ surgenten eingeschlossen sein. Das Feuer an dem Porte Maillot dauert fort.— Die„Times“ melden aus Paris vom Gestrigen, Mittags:„Seit 6 Uhr Morgens haben die Föderirten aus den schwersten, gestern zur Beschießung von Clichy und Asnieres aus Paris gebrachten Geschützen ein Feuer auf diese Punkte unterhalten.“— In Betreff des letztnächtlichen Angriffs auf die Süd⸗ forts wird berichtet, daß sich die Gendarmen und päpstlichen Zuaven, 15,000 Mann stark, im Walde von Meudon gesammelt hatten. Ihre Absichten auf die Forts wurden jedoch entdeckt und in der Linie der Forts eine Armee von 80,000 Föderirten zur Abwehr des Angriffs auf⸗ gestellt. Eudes gestattete die Annäherung der Versailler Truppen bis zum Glacis vor Issy, worauf ein Kreuzfeuer aus Issy und Montrouge erfolgte. Die Regierungstruppen wurden blutig zurückgeschlagen. Dombrowski, welcher sich schweig · sam, unerschrocken und unentmuthigt zeigt, wird bei den Truppen immer beliebter. Wie es heißt, sollen in der letzten Nacht Nationalgarden die Häuser von Gallifet und Lafitte geplündert haben. — 13. April. Die hiesigen Morgenblätter melden aus Chislehurst, daß Napoleon sich schon seit mehreren Tagen nicht mehr zeige und als unwohl ausgegeben werde. Damit steht das Gerücht im Zusammenhang, daß der Exkaiser mit dem Gedanken einer Landung in einem Hafen des westlichen Frankreichs umgehe, ein Gedanke, den Rouher, der sich bei ihm befinde, lebhaft befürworte. Donaufürstenthümer. Bukarest. Die Ruhe ist ungestört geblieben. Es wird eine Ver⸗ fassungsrevision vorbereitet. Die oppositionelle Partei ergeht sich in spöttischen Aeußerungen über die Nachrichten, welche die Absicht Preußens melden, in der Eisenbahnangelegenheit energisch vorzugehen. Türkei. Konstantinopel. Die Nomaden⸗ stämme am Tigris haben sich erhoben und die türkische Regierung schickt aus Mosul Truppen dahin ab, um den Aufstand im Keime zu unterdrücken. Rußland. Aus Odessa wird gemeldet: Während der russischen Osterfeiertage plünderte der Pöbel drei Tage lang die Häuser der Juden. Die Läden und Comtoirs wurden gewaltsam er⸗ brochen. Ein allgemeiner Schrecken hat sich aller jüdischen Einwohner bemächtigt. Dieselben haben enormen Schaden erlitten. Die Behörden sind anscheinend machtlos. Eine Wiederholung der Excesse wird befürchtet. Erfrischung der durchpassirenden Truppen und zurückkommenden Verwundeten im hiesigen Bahnhofe. 23. Liste der Gaben aus hiesiger Stadt und Umgegend. An Naturalien: Görbelheimer Mühle 39, Laib Brod, 64½ Maß Milch und 50 Eier; Friedberg 35 Laib Brod, 1 Topf Honig und 1 Kuchen; Ockstadt 4 Topf Honig; Lindheim 1 Laib Brod, 135 Eier; Altenstadt 21 Laib Brod, 5 Flaschen Wein, 13 Pfd. Fleisch, 98 Eter; Staden 37 Laib Brod, 65 Eier, 100 Cigarren, 11 Pfd. Fleisch; Nidda 131 Laib Brod, 7 Pfd. Wurst, 3 Pfund Kaffee und Tabak; Bönstadt 150 Lalb Brod, 21½ Maß Branntwein, 50 Maß Milch, 12½ Pfd. Fleisch, 463 Eier, 100 Cigarren, Kaffee, Butter, Dörrobst, Aepfel ꝛc.; Assen⸗ heim 97 Laib Brod, 5½ Pfd. Wurst, 231 Eier und ½ Pfd. Tabak; Nieder-Rosbach 25 Laib Brod, 7 Pfd. Fleisch, 104 Eier, 2 Pfd. Butter, Aepfel und Honig; Stamm⸗ heim 26 Laib Brod, 3 Pfd. Wurst, 210 Eier, 10 Maß Aepfelwein und ½ Pfd. Kaffee; L. Kopp in Ossenheim 8 Laib Brod, 2 Maß Milch, 50 Eier und Aepfel. Bescheinigung der Gaben an Geld folgt in nächster Nummer. Den freundl. Gebern sagen unsern besten Dank. Friedberg den 14. April 1871. Das Comits. — — 2 Nu u“z 1˙⁰αο Shins%, e Eu lar — 905 Arbon urn. Die . darin und stark, in 1. Ihre ech entdeckt Unt von lagtißßs auf⸗ derung der der Issp, Nontrougt erden blutig ich sh dei · leigt, wird ie es heißt, garden die dert daben. lergenblätter n sch schon zt und als t fiht das Erlaiser mit nem Hafen in Gedanke, ide, lebhaft ate. Die rd tint Un · eppositionelle rungen über 3 Prtußens tu tuergisch it Nenadin · ben und dit 1 Truppen Anterd rüden. 10 gemeldtt: g plünderte der Juden. dallsam ck dat sich aller gelben haben gebelden fd 1 Abelung der 8 lenmn bt Abet. neee eee 4 5 5 1 Gehen ene eee ee en eee (Eingesandt.) Musikalische Wintze far das is 7iet Concert- Programm zu Pad- Uanheim. Alle Nauheimer und viele Friedberger erinnern sich der Vorgänge im Kursaal am Abend des letzten November v. J., wo die sehr zahlreichen deutschen Concerthörer nicht errei— chen konnten, daß als Schluß des Concerts„Die Wacht am Rhein“ gespielt wurde. Die Woogen deutscher Be— geisterung gingen damals besonders hoch, Metz war be⸗ zwungen, Paris wurde belagert, und keine Musik in Deutschland spielte einen Abend lang vor deutschen Obren, ohne dies und jenes patriotische Lied für seine Zuhörer zu baben. Wenn trotzdem jenes anti⸗deutschen Vorfalls keine weitere Erwähnung geschah, so war es aus Rücksicht für die örtlichen Verhältnisse von damals, man mußte den betreffenden Leuten Zeit gönnen, ibre seitherige Auffassung der Dinge an die neue Sachlage anzupassen. Heute gelten diese Rücksichten nicht mehr, und das Ausfallen des von jeher üblichen Concertes am zweiten Oster feiertage, sowohl des Mittags als auch des Abends, erscheint als eine Fortsetzung des Verhaltens vom letzten November v. J., zeigt uns also, daß die Zeit von damals bis jetzt ohne Belehrung für Diejenigen ver⸗ strichen, welche am 1. d. M. die Kurcapelle pro Saison 1871 antreten ließen. Schweigen wir wieder, so könnte die Ungelehrigkeit chronisch werden, und die Stadt Nau⸗ heim wäre der geschädigte Theil, da bekanntlich nach dem Willen des norddeutschen Parlamentes der Verdienst an dem grünen Tische an Sonn- und Feiertagen aufgehört hal, die Nauheimer Sonn- und Feiertage also nicht mehr auf der Tagesordnung der Herren Vankhalter vorkommen, während sie doch für die übrigen Menschenkinder zu Nau⸗ heim noch einigen Werth behalten haben. Wir hören deßhalb auch mit Befriedigung, daß der Nauheimer Stadt⸗ rath in der Sache vorzugehen gedenkt und eine desfallsige Anfrage an die Kurhaus-Administration gerichtet haben soll. Denn mit demselben Recht, mit welchem die Sonn⸗ und Feiertags Concerte systirt werden, könnten Kurhaus mit Lesekabinet, ja der ganze Park geschlossen werden, und die Nauheimer Kurgäste müßten von Samstag Abend bis Montag Morgen zu Bett liegen, um mit der Ge⸗ schäftsorduung der Spielbank-Gesellschaft in guter Ueber⸗ einstimmung zu bleiben. Man sagt, ein gutes besuchtes Bad sei international, ein Spielbad ist dies in gewisser nicht gerade vortheil⸗ hafter Beziehung noch mehr. Auch wir wollen keine Politik im öffentlichen Leben von Bad-Nauheim treiben, und doch halten wir für sehr zeitgemäß, wenn die Concert⸗ Programme des kommenden Sommers sich öfters der großen Zeit erinnern möchten, welche die deutsche Nation kaum verlebt hat; sie würden sich damit jedenfalls der großen Mehrzahl der Zuhörer gefällig erweisen, und dürfte kaum die zarte Rücksicht, französische Ohren zu beleidigen, am Platze sein, da im Sommer 1871 die Franzosen muthmaßlich anderswo Heilung ihrer Schmerzen suchen, als in deutschen Bädern. schichte des hiesigen Franzosenthums demnächst näher ein⸗ zugehen, und werden dann aus der Stadtchronik mancherlei von dem Gezwitscher am neuen Markfplatz bei Böller⸗ schüssen, Fahnenschmuck und Fackelzug und noch Anderes ausplaudern. Für heute genug! Auch in Bab⸗Nauheim find die großen Rosinen des Franzosenthums verzehrt, indessen auch wir wollen unseren Frieden schließen, ver⸗ ständigen wir uns recht bald über die Präliminarien! Nauheim im April 1871. Verloosung. Mailänder Frs. 45⸗Loose. Am 1. April ge⸗ zogene Serien: 87 300 256 741 792 1785 1971 1984 2131 2133 2541 2559 2838 2887 2969 3206 3410 3461 3747 3930 4027 4147 4619 4627 4744 4796 4849 53 8 5692 6103 6239 6489 6634 6738 6809 6850 7300 7590 7811. 890 Ungeachtet der Anfechtungen von Feinden einer raschen und sichern Selbsthülfe, ungeachtet der zahllos auf⸗ tauchenden ähnlichen Hausmittel, stehen die nach Vorschrift des Professors der Mediein Dr. Harleß gewissenhast bereiteten Stollwerck'schen Brustbonbons bis heute vollkommen unerreicht da! Der 30 jährige siets wachsende Consum ist das beste Zeugniß für die Güte bes Fabrikats, welches allen Brustleidenden warm empfohlen zu werden Wir haben vielleicht Veranlassung, auf die Naturge⸗ verdient. Herren⸗ Garderobe. 905 Vollständig assortirtes Lager in Herren- und Knaben Anzügen. Aufforderung. 910 Alle Lieferanten, Arbeiter oder Accordanten, welche aus dem Rechnungsjahr 1870 dermalen noch Forderungen an die Stadt Friedberg haben, werden bierdurch aufge— fordert, ihre geprüften und attesttrten Rechnungen binnen 8 Tagen von heute an bei dem Unterzeichneten einzu— reichen und ihre Guthaden bei der Stadtkasse in Empfang zu nehmen, da wegen des herannahenden Bücherschlusses dieß sonst zu besondern Umfländen Veranlassung gibt. Friedberg den 13. April 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fouc ar. Mobiliar ⸗Versteigerung. 909 Mittwoch den 19. April d. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen im hiesigen Rathbause verschiedene Mobi ien, als: Tische, Stühle, 1 Beitstelle, 1 Klelderschrank, Bücher, Portrasts und sonstige Kleinigkeiten öffentlich meist⸗ bietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg den 13. April 1871. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Ton. Güter ⸗Versteigerung. 911 Montag den 24. April d. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiefsigem Rathbause das den Phtlipp Zimmers Eheleuten zu Nleder⸗Mörlen zuflehende Grundstück: Flur. Nr. Klfir. Gemarkung Friedberg. 11. 145. 76. Acker im Lachenfeld öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 13. April, 1871. In Auftrag: Groß berzoglichen Landgerichts Friedberg Groß herzogliches Ortsgericht Friedberg. Fou car. GOL tiger un g. 908 Die im Freiherrlich von Ritter'schen Walde zu Hof Hasselheck heute abgehaltene Holzversteigerung ist ge— nehmigt und der ersse Fahrtag auf den 18. April 1. J. bestimmt worden. Friedberg den 13. April 1871. J. A. Heidt. Berichtigung. 907 Die auf Montag den 17. d. M. im hiesigen Stadt⸗ wald, District Lichtenberg, anberaumt gewesene Holz⸗ versteigerung— siehe Oberhessischen Anzeiger Nr. 43— findet eingetretener Hindernssse halber erst Dlenstag den 18. d. M., Morgens 9 Uhr statt, Bad⸗Nauheim am 12. April 1871. i Großherzogliche Bürgermeisteret Bad⸗ Nauheim. D. Levi, Bad⸗Nauheim. —,* 2 5* Holzversteigerung. 913 Mittwoch den 19 d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Gräflich Solms-Laubachischen Walde zu Engelthal folgende Holzsortimente öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden: 72 Stecken Buchen ⸗Scheidholz 1„ sihn⸗„ 7 5 4 Buchen⸗Prügelholz 5 5 Eichen⸗ 4 41 1 Buchen⸗Stockholz 12. Eichen⸗„„ 1590 Stück Buchen⸗Wellen 538„ chen!„ und 52„ Eichen Stämme(Bau- und Werkdolz) von 5“ bis 20“ mittleren Durchmesser und 20“ bis 50 Länge. g Engeltbal, den 12. April 1871. Die Gräflich Solms ⸗Laubachische Rentei. Brau burger. —— 5 8 2 25 U E 1 m 25 — 22 * 2 8 — 3 2 5 2 85 .— Die soeben erschtenene Nummer 28 8 3 enthält: 8. 2 S8. 3 Staar und Spatz. Mit Illuftratlon: Auch ein Früh⸗ lingsbote, von F. Flinzer.— Wider den Erbfeind! II. Novelle von Ernst Wichert.— Die Porträts des deutschen Kaisers und des deutschen Reichskanzlers, von C. Schweitzer.— Das Oslerfest der Samarttaner. Von Wilhelm Wackernagel.— Lazaretherinnerungen einer deutschen Frau. IV. Drei Leidensgenossen.— Sechs Monate in franzöfischer Kriegsgefangenschaft auf Bitsch. V. VI. Von unserem Berichterflatter Mar v. Schlägel. — Am Familiensisch: Staar und Spatz(Schluß).— Ein Welterbauungsbuch. Zu dem Bilde: Jesus und der Versucher, von Joseph v. zührtch.— Die Ostpreußen in der Schlacht det Bapaume. Mit dem Bilde: Die Ostpreußen auf der Citadelle bet Bapaume am J. Januar 1871, vom Ein. Freiwilligen Hoffmeister im Ostpr. Füfisierreg. Nr. 33. Zu Bestellungen empfeblen sich Binder nagel& 885 Nepskuchen! stets frisch von der Mußte 5 00 With Fertsck Die Gartenlaube. Nr. 15. Inbalt: Ein Held der Feder. Erzählung von E. Werner.(Fortsetzung.)— Ein fahrendes Lazaretb. Von Frtedrich Dosmann. 2. Der Sanitätszug auf der Heimfahrt.— Erinnerungen aus dem heiltgen Kriege. Nr. 1. In der Gefangenschaft. Von Wilhelm Clemen!. — Deutsche Denkmäler in der Schweiz. Von Friedrich Alpland. Mit e drei Abbildungen: Capelle Leopold's von Oesterreich dei Beromünster;— Burg Liebenfels— auch eine deutsche Katserburg; — Das Schlößli zu Beromünster— die erste Buchdruckerei in der Schweiz.— Die Zuwider⸗ Wurzen. Eine Geschichte aus den bairischen Bergen. Von Hermann Schmid.(Fortsetzung.)— Blätter und Blüthen: Emil Rittershaus als Prophet.— Zu den Er⸗ innerungen des heiligen Krieges. Mit Abbildung: In der Kirche von Sevran, am 21. October 1870. Nach einer Skizze von Lorenz ausge ührt von Sund⸗ blad.— Prinz Frledrich Karl.— Die Parkirung der Bourbaktl'schen Armeepferde. Von v. Cl. Mit Abbildung: Die Einbringung der Bourbaki'schen Armee⸗ pferde in Neuenburg. Nach der Natur aufge⸗ nommen von Aufourd'bui.— Der Werth geographischer Kenntnisse.— Vermißle Landsleute.— Ein Sohn sucht 121 seine Mutter! 891 Allen denen, die an Rheumatismus leiden, empfehle ich mit gutem Gewissen den Herrn Dr. Müller in Frankfurt a. M. (Großer Hirschgraden.) Julius Ebert in Coblenz. 1 (oder Frau), israel. Confession, wid zur Schimpff in Friedberg selbstständigen Führung eines ordentlichen Pausbaltes g. Zwei gute Arbeiter 917. werden gesacht von J. M. Steitz, Herrenklelder macher. 893 gegen guten Lohn sofort zu engagsten gesucht. Ludwigstraße Nr. 209 in Friedberg. Eine frisch?! 4 bat zu ver · 3 U E 98 E kaufen milchende A. Strauss in der Burg. Naͤberes Eo 902 nach Maaß zu mäßigen Preisen. nfirmanden⸗Anzüge D. Levi, Bad⸗Nauheim. Ein Mädchen —— a 5 Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Actien-Gesellschaft. Das Neueste in Damen⸗Kleider⸗Stoffen, Bucks kins für Herren- und Knaben⸗Anzuüge. 20 D. Levi, Bad⸗Nauheim. 914 Nachdem das Reserve-Lazareth in dem academischen Hospital zu Gießen wieder auf⸗ gehoben und dasselbe von Militärs vollständig geräumt ist, so steht dasselbe mit vermehrtem Material zur Aufnahme von Civilkranken unter den früher bekannt gegebenen Bedingungen wieder bereit. N Gießen im April 1871. Die Direktion des academischen Hospitals: Dr. Wernher. Dr. Seitz. 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April, Abends 8 Uhr, im Vereinslokal. Tagesordnung: Wahl einer Commission zur Abhörung einer intimen Beichte. Einübung der neuen Lieder vom„Staaschlähel“ und vom„Busecker Thal“. Berathung eines Heiraths⸗ projektes en masse. Es ist unbedingt nöthig, daß alle Mitglieder wegen der Wichtigkeit des letzteren Gegenstandes pünktlich erscheinen. Der Präsident. Altenburger Rahmkäs 919 in der alten guten Qualität ist wieder eingetroffen bei 5 G. H. Freundlieb. Das Neueste in Strohhüten für Herren, Damen& Kinder, sowie En-tous-eas, Sonnenschirme und Stockschirme empfiehlt zu den bllligsten Preisen 916 Elise Hanau, geb. Simon. Süße Orangen! Wilh. Fertsch. Brodpreise vom 15. bis 30. April. Nach eigener Angabe der Bäcker. Unverändert. Fleisch⸗ ꝛe. Preise vom 15.— 30. April. Nach eigener Angabe der Metzger. Unverändert. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 5 Evangelische Gemeinde. Sonntag Quasimodogeniti. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Diegel. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Werner. Nachmittags: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags: Herr Pfarrer Diegel. Nachmittags: Fällt aus. 8 906 bei Katholische Gemeinde. Samstag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. Weißer Sonntag. Vormittags: 3/10 Uhr Hochamt, Predigt und Feier der ersten heiligen Kommunion der Kinder. Nachmittags: 2 Uhr Andacht mit Segen. Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen Mor⸗ gens 7¼ Uhr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs⸗Blatt Nr. 15 und eine Beilage). Lain enn — rern ige. U ange Eozugs⸗ uberagel . „ Ntgimtenig t arsch. Nan; Gerde⸗ ais die offi⸗ zeipiel rein. 15. April, nung: Wahl tn Beichte. Aläzel“ und (peirathe⸗ Aithig, daß 18 lczirten ident. las mdlieb. ten für det, dirme und aten Piressen 1 zertsch ** Beilage. Oherhessischer Anzeiger. M44. April. 50. April . rdbelg. 411. teirch:! ats“ —— Bekanntmachung Die Offenlegung des Grundbuchs der Gemarkung Oder⸗Mörlen betr. 467 Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die in der Bekanntmachung vom 27. August v. J. bestimmte Frist von sechs Monaten auf Antrag Groß- berzoglichen Ortsgerlchts Ober-Mörlen bis zum 31. Mal l. J. unerstrecklich ausgedehnt worden ist. Bad⸗Nauheim am 24. Februar 1871. 849 schädlichkeit für Stoffe jeder Art. Niederlage in/ und ⅛ Packet mit Apotheker Görtz in Friedberg, bei Herrn Herrn Jacob Steinhäuser in Butzbach. Rheinisches Waschpulver. 5(präparirte Waschlauge) rühmlichst bewährt durch überraschende Wirkung beim Reinigen der Wäsche und Un⸗ aufgedruckter Gebrauchsanweisung bei Herrn Ph. J. Weiß in Bad⸗Nauheim und bei Großberzogliches Landgericht Bad⸗Nauheim. Ulrich, Schnittspahn, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. Frucht-Versteigerung. 898 Dienstag den 18. April l. J., Nachmittags 2 Uhr, werden * circa 100 Malter Korn und * 5. Gerste von den Fruchtvorräthen des vereinigten Armenfonds auf hiesigem Rathhause öffentlich meistbtetend versteigert. Weiter werden noch einige Partien Korn und Gerste verkauft, welche bereits am 24. Januar und 7. März l. J. versteigert, bis jetzt sedoch, den Verkaufsbedingungen entgegen, nicht abgefaßt worden find. Friedberg den 12. April 1871. Groß herzogliche Bürgermetsterei Friedberg. Foucar. Nr. 2 Maschinen Nr. 2 99 52 um vor Täuschung zu schützen, Unterschrift trägt. Holz⸗Versteigerung. 892 Dienstag den 18. l. M., Vormittags 9 Uhr an⸗ fangend, soll im hiesigen Stadtwald, Distrikt Sommer⸗ derg und Pfingstweide, folgendes Polz meisibietend ver— steigert werden, als: 89 Stämme Eichen⸗Bau⸗, Werk- und Nutzbolz, 1597 Cubilfuß enthaltend, 1 Birken und 2 Kiesern⸗Stämme desgleichen, Singer Manufacturing Cie. 0 Lit. X. Leue Familien-Nähmaschinen Original-Nähmaschinen in New- Tork. 1 für Schneider fl. 100. mit Rollfuss f. Schuhmacher fl. 105. wird jeder Original-Maschine ein Ursprungs⸗Certificat beigegeben, welches in New-York ausgestellt ist, die Nummer der Maschine enthält und meine Zur größeren Bequemlichkeit des Publikums habe dem Herrn M. Mainz in eine Niederlage meiner Maschinen übergeben und können solche zu obigen Preisen und unter vollständiger Garantie von demselben bezogen werden. G. Neidlinger, General-Agent der Singer Manufacturing Cie., Zeil 37, Frankfurt a. M. Friedberg 444 Cubikfuß enthaltend und 36 Stück Fichten⸗Stangen. Die Zusammenkunst ist am Espaerweg auf der Dunkelschneise. Butzbach am 12. April 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach. Küche! Holzversteigerung. 896 Donnerstag den 20. April werden in den Frei⸗ berrlich v. Franckenstein'schen Walddistriklen„An der Viehunter“,„Am Viehtrieb“ ꝛc. ꝛc. und in dem Straß⸗ heimer Hübnerschaftswalde versteigert: 4½ Stecken Buchen⸗Prügelholz, Holzversteigerung 625 Weden- Buchen- Reishi, i m L e u st ã dte r Wald. 7220„ Eichen⸗ und Birken-Reisholz, 270 Rei 5 894 Oonnerstag den 20. April l. J. kommen zur Ver⸗ 7 e Cubiksuß, steigerung:. 338 Stecken Buchen⸗ Scheitholz, 502 ibn e. 8 51„„ Prügeldolz, Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf der Ab trlebs⸗ 30 5„ Stockbolz. 5600 Stück„ Stamm⸗ und Ast⸗Wellen, 7 Buchen⸗Werkholz⸗ Stämme. 1 NN Morgens 10 Uhr im Distrikt Stein⸗ ruch. Büdingen den 12. April 1871.— Fürfiliches Forstamt Büdingen. Urich. — 897 Dienstag den 18. April l. J., Vormittags 10 Uhr, werden in den hiefigen Gemeindewaldungen nachstehende Holzsortimente verfleigert: fläche im Straßheimer Hübnerschaftswalde. Credit bis 1. September 1871. Ockstadt den 12. April 1871. Der Freiherrlich ee Oberförster f Holz-Versteigerung. M., Vormittags um 9 Uhr Holz- Versteigerung. 899 Freitag den 21. Apel soll in dem Ostheimer Ge⸗ meindewald nachstehendes dolz in dem Distrikt Haide verfsteigert werden: 2 Stecken Buchen⸗, 2 Nadel · Scheitholz, 12 N Nadel, 1 Erlen⸗ und 5 Aspen⸗Prügel⸗ olg. 33 Stecken Buchen-, 4 Eichen, 9½ Nadel- und 4 Aspen ⸗Stockbolz, 8750 Wellen⸗Buchen⸗, 500 Eichen-, 2025 Nadel⸗ und 150 Ac pen-Relsholz. Die Zusammenkunft ist in dem Distrikt Paide am Weinbrunnen Morgens 10 Uhr. Oftheim am 12. April 1871. Großherzogliche Bürgermelsteret Ostheim. Winter. 1 Eichen ⸗ und Bekanntmachung. 872 Montag den 17. d. M., Vormittags 11 Uhr, läßt Unterzeichneter in Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg in der Behausung des Heinrich Herrmann zu Ockftadt ein braunes Wallachpferd und zwei Kühe an den Melstbictenden öffentlich versteigern. Ockstadt am 6. April 1871. H. Dienst IV. 895 Freitag den 21. l. anfangend, werden in hlesigem Gemeinrewald, Diftrikt 6¼ Stecken Eichen Stockbolz, Haide, nachfolgende Holzsortimente versteigert: 4„ Nadel⸗Scheltholz, 8 Stecken Buchen⸗Prügelholz, 125*„ Prügelbolz, 3½„ Nadel⸗ 1 75 4 21„. 1 7 5 eUen, 1 Kadi 14 7 26 1 g 1 von 1 129 5 0 1. messer, Inbalt ubikfuß. 1 5 2 7 5 382 Zusammenkunft Distrikt Auwald. Gegen Bürgschein 500. Nadel ⸗ wird Zablungsfriß bis Martini l. J. gegeben. 33„ Eichen⸗Werkholz⸗Stämme, 298 Cubllfuß, Assenbeim den 11. April 1871. 21„ Nadelholz⸗Stämme, 211 Cubifuß, Großherzogliche Bürgermeisterel Assenheim. e 35„ Etchen⸗Stangenholz, 97 Cubiksuß. Gegen Bürgschaft wird das Holz bis Martinitag d. J. geborgt. Fauerbach v. d. H. den 11. April 1871. B st. Steinkohl Großberzogliche r Fauerbach v. d. H. ein oh en, bilipps. 691 namentlich auch Schmiedekohlen, verkauft zu 55 ligen Preisen die Ziegelei am Bahnhof zu Nauheim. A S O b n b 5 5 2 2 1 2 8*. Alle Sorten 55 5 Fris 0 e epsku 0 en Bernbeck. 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Die Reserven betragen 312,248 Thlr 880 Die so fundirte Geseuschast versichert f 5 1 sowie Fensterscheiben zu festen Prämien, Dieselbe hat, wie früher, so auch in de Feststellung die Entschädigungsbeträge voll ausgezahlt. gewährt die Garantie dafür, vollständig erfüllen wird. Die Unterzeichneten geben auf Verlangen über die Gesellschaft weitere Auskunft und erbieten sich zur Aufnahme der Versicherungs⸗Anträge. Im März 1871. J. Faatz in Friedberg. Gg. Mörschel in Altenstadt. Carl Löffler in Gambach. L. Ph. Mayer in Rödelheim. gegen Hagelschaden Boden⸗Erzeugnisse aller Art, wobei 77 nicht stattsinden. i. m vergangenen Jahre sämmtliche Schäden prompt und zur Zufriedenheit der Betroffenen regulirt und binnen längstens vier Wochen 1 n lt. Der Geschäftsstand der Gesellschaft daß sie auch fernerhin ihre Verpflichtungen so prompt als C. Jockel jun. in Hungen. Stahl, Renteiverwalter in Kloppenheim. A. 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