3 i 12 daltigen 8.. Ai crubeck. — bal, Schell, 1 n bel zertich itdöckg. 14 birth! tr 11 1 1871. Dienstag den 14. November. M134. berhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Iriedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dlenstag, Donnerstag und Samstag Für die Monate November und Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags- Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Bezirkestrafgericht verur- theilte den Reichstagsabgeordneten dans Blum wegen Beleidigung v. Dalwigk'e und Frank's zu 200 Thlrn. Gelostrafe. — Die Ermittelungen über die Schulbildung der bei der Hessischen Diviston eingestellt werdenden Ersatzmannschaften, welche die statistische Central stelle seit 1868/69 alljährlich publicirt, ergeben auch für das Ersatzjahr 1870/71 günstige Resul- tate. Von 4631 in diesem Jahre eingestellten Mannschaften waren nur 15 8 0,32 pCt. ohne Schulbildung. Im vorhergehenden Jahre fanden sich unter 2569 nur 9 80,35 pCt. und im Jahre 1868/69 unter 2600 Mann 13= 0,50 pCt., in den drei Ersatzjahren 1869ù71 unter 9820 Mann 37 2 0.38 pCt., welche keine Schulbildung be— saßen. Vergleicht man hiermit die Ergebnisse in Preußen, in welchem Staate die Aufnahmen ganz wie in Hessen erfolgen, so ergab diejenige des Ersatzjabhres 1869/70, daß von 80,028 Einge⸗ stellten 2703= 3,37pCt. ohne alle Schulbildung waren. Im Ersatzjahre 1864/65 fanden sich noch 5,52 pet., welche nicht lesen und schrelben konnten, in 1867/58 waren es 3,72, in 1868/69 wirder 3,94 pC. Die günstigere Verhältnißzahl gegen früber ist jedoch, obgleich eine Besserung im allgemeinen constatirt werden muß, wesentlich durch die neuen Provinzen herbeigeführt, in welchen unter 13,469 Eingestellten nur 84 S 0,62 pCt. ohne Schulbildung getroffen wurden, während in den alten Provinzen sich unter 66,559 Eingestellten 2619 83,93 pCt. befanden, die keine Schulbildung genossen hatten. Von den ersteren fanden sich in Kossel⸗ Wiesbaden 0,22, in Lauenburg 0,57, in Schleswig- Holstein 0,69, in Hannover 0,87 pCt. Von den alten Provinzen erscheinen Sachsen mit 0,37, Brandenburg 0,59, Rheinland 0,75, West⸗ phalen 1,03 Pommern 1,08, Schlesien 2,86, Preußen 10,94, Posen 14,38 pCt. — Der„Allg. Mil.-Ztig.“ wird von Berlin geschrieben, daß man sich entschlossen habe, statt des Zündnadelgewehrs keines der schon bekannten, sondern ein ganz neues Gewehr einzuführen, welches die Vorzüge aller möglichst in sich ver- einige und besonders eine sehr große Tragweite habe. Dasselbe solle, sobald erst das Modell her- gestellt sei, erprobt und dann allmählich bei der Armee eingeführt werden. Jedenfalls werde für die Patrone statt der Papier- eine Blechhülle an- genommen werden. — Unter den durch den„Reichsanzeiger“ ver⸗ offentlichten Namen von 41 Frauen aus fürst⸗ lichem Geblüt, welchen auf Vorschlag der Kaiserin das Verdienstkreuz für Frauen und Jungfrauen verliehen worden ist, befinden sich auch die Prin- zessinnen Carl und Ludwig von Hessen. Berlin, 11. Nov. Reichstag. Auf die Interpellation Richter's um Erlaß eines Gesetzes, die Regelung des Apothekergewerbes und der gewerblichen Hülfscassen betreffend, gab Staats- minister Delbrück eine Erklärung ab, in welcher er hervorhob, daß eine einheitliche Gesetzgebung wegen der Verschiedenheit der gewerblichen Con- tessionen in den einzelnen Staaten sehr schwierig sei, doch werde das Bedürsniß derselben anerkannt und solle bald möglichst berücksichtigt werden. Ein Gesetz, betreffend die gewerblichen Hülfecassen, sei in der Vorbereitung begriffen.— Es folgt die erste Berathung über den Reiche münzgesetzentwurf. Staatsminister Delbrück leitet die Verhandlung mit einem historischen Rückblick über die Münzan— gelegenheit ein. Derselbe gedenkt der Münzeon⸗ ventionen von 1837 und 1857, erwähnt, daß im Jahre 1867 der Uebergang zu dem Frankenspstem angeregt worden sei, die betreffenden Verhandlun gen sich jedoch zerschlagen bätten, da die Macht der Verhältnisse stärker gewesen sei als die ideale Tendenz der internationalen Münzeinheit. Die im vorigen Jahre beabsichtigte Enquste behufs Einführung einer nationalen Goldmünze sei durch die bekannten Verhältnisse unmöglich geworden. Man habe inzwischen die Ueberzeugung gewonnen, daß die Frage der Münzeinheit im Anschlusse an eines der bestehenden Spsteme nicht zu lösen sei, deßhalb empfehle der Gesetzentwurf ein selbststän- diges nationales Münzsystem. Bamberger erklärt sich im Allgemeinen mit dem Gesetzentwurf ein— verstanden und kandigt ein Amendement an, welches vom Tage der Gesetzpublication an die Ausprä⸗ gung der Silbermünzen verbietet. Minister Camp- haufen erwidert auf die Bemerkungen Bamberger's, daß vor einigen Monaten die Metalle im Preise zurückgegangen seien, was die Regierung veran— laßte, die Ausprägung von Goldmünzen zu be⸗ schleunigen; seitdem habe sich der Weltmarkt, ins- besondere Englands, beruhigt und ein richtiges Verhältniß zwischen Gold und Silber sel wieder hergestellt und nicht weiter alterirt worden, da die Reichsregierung im Besitze einer großen Menge Goldbarren war und die deutschen Banken vor— gesorgt hatten. Schwlerigkesten bei Rückzahlung der in englischer Valuta creirten Schatzanweisangen würden nicht erwachsen, da 3,600,000 Pfund Sterl. billig zurückgekauft wurden, die zur Ver— minderung der Lasten des Reiches verwendet werden sollen. Ein Uebersluß von Goldmünzen sei nicht zu besorgen, wenn die Banken mit den nöthigen Mitteln zum Umtausch versehen seten. Die Ein— ziehung der Silbermünzen sei Sache der einzelnen Staaten und ein Verbot u gegen die Weiterprägung von Silbermünzen unnöthig. Auch wolle Preußen noch Siegesthaler prägen lassen. Schließlich er- klärt Minister Camphausen, er ziebe die Mark dem Gulden vor. Gref Münster erklärt sich gegen die Bestimmung des Gesetzentwurfe, daß die Reichsmünzen das Bild des Landesfürsten tragen sollen. Der bayerische Finanzminister v. Pfretzsch— ner vertheidigt diese Gesetzesbestimmung, indem er sagt, daß die Prägung mit dem Bild des Landessürsten als Ausfluß des Münzregals be— trachtet werde, auf welches die Landessürsten nicht verzichtet hätten. Um 5 Uhr wurde die Sitzung und die Discussion über den vorliegenden Gesetz— entwurf auf Montag vertagt. Berlin. Die Feierlichkeit zur Enthüllung des Schiller-Denkmals hat am 10. Nov. dem Programm gemäß, unter Theilnahme einer großen Measchenmenge, um 11 Uhr Vormitlags stattge— sunden. Der Kaiser, der Kronprinz und die Prinzessinnen Karl und Friedrsch Karl wohnten der Felerlichtet in der Belletage der Seehandlung bei. Feldmarschall Wrangel, die Minister v. Selchow und v. Itzenplitz, die Präfldenten des Reichstags und viele Abgeordnete hatten auf dem für die Ehrengäste reservirten Podium Platz genommen. Die Feier wurde durch den Choral:„Ein' feste Burg ist unser Gott“ eingeleitet. Nach Ueber- gabe des Standbildes an die Stadtbehörden, der Verlesung der bezüglichen Urkunde und der Weihe⸗ rede des Oberbürgermeisters Seydel fiel die Hülle unter dem Jubel der Menge, welche ehrfurchtsvoll das Haupt entblößte. Zum Schluß der Feier wurde das Lied„An die Freude“ gesangen. — Die„Nordd. Allg. Zig“ bespricht den Ministerwechsel in Oesterreich und Ungarn und hebt dabei hervor, daß hierdurch in den freund- nachbarlichen Beziehungen zwischen Oesterreich- Ungarn und Deutschland keine Veränderungen herbeigeführt werden.— In demselben Blatte wird die Mahnung an die freie Presse Belgiens, das Zusammenwirken der schwarzen und rothen In- ternationalen zu bekämpfen, nachbrücklich wiederholt. — Der„Reichsanzeiger“ veröffentlicht das Gesetz, betreffend die Subvention der Gotthard- bahn, die Uebereinkunft zwischen Deutschland, Italien und der Schweiz wegen derselben Sub- vention, eine Verordnung, betreffend die Einfüh- rung der Versassungsbestimmungen über Post- und Telegraphenwesen und die Einführung des Post-⸗ taxgesetzes in Elsaß-Lothringen. — Dem„Dr. J.“ zufolge haben im Bundes- rath die Vertreter von Bapern, Würtemberg und Hessen zu Protokoll erklärt, daß sie in den Aus- schußberathungen dem österreichischen Gulden-System vor dem Mark-System den Vorzug gegeben hätten und an dieser Auffassung sesthielten. — Es ist von Seiten des Reichskanzleramtes an den Bundesrath der Antrag gerichtet worden, zu beschließen, 1) das Bahnpolizei-Reglement vom 3. Juni 1870 unter der Bezeichnung„Bahn- polizei-Reglement für die Eisenbabnen Deutsch-⸗ lands“ mit dem Einfübrungstermin 1. Jan, 1872 auf die Eisenbahnen in Würtemberg, Baden und Elsaß-Lothringen auszudehnen, 2) den Bundes- regterungen vorzubehalten, zur Aussübrung zeit- raubender Aenderungen in bestehenden Bahnan— lagen einzelnen Bahn Verwaltungen auf deren Wunsch eine an gemessene, jedoch nicht über das Jahr 1872 hinausgehende Frist zu bewilligen, 3) den Bundesregierungen zu empfehlen nicht nur bei der Concesstontrung neuer Bahnen darauf Be- dacht zu nehmen, daß der Ausbau eines zweiten Geleises regierungsseitig zu jeder Zelt gefordert werden kann, sondern auch dahin zu wirken, daß bestehende Staats- und Privat Bahnen überall, wo das Verkehrsbedürfniß oder die Sicherheit des Betriebes es erfordert, mit einem zweiten Geleise ausgerüstet werden. — Die„Nat. Ztg.“ klagt bitter über den Sicherhetts- und Sittlichkeitezustand von Berlin, ven sie unter Anführung von Thatsachen als tief gesunken schildert. Sie erklärt es für eine Auf- gabe des nächsten Landtags, die Säuberung Ber- lins von dem unsittlichen Treiben, welches in er- schreckender Weise und ohne genügendes Einschreiten der Behörden auch in der Oeffentlichkett um sich gegriffen habe, dringend in Anregung zu bringen. — Das Kaiserliche General- Postamt erließ unterm 6. Nov. solgende zwei Bekanntmachungen: 1) Erweiterung der Drucksachen-Beförderung mit .—— —— — —— 2 der Post. Nachdem die Gewichtegrenze für Druck sachen unter Band auf 1 Pfund erweitert worden ist, wird den Absendern derartiger Drucksachen empfohlen, zu den Streif- oder Kreuzbändern, welche übrigens die Außenfläche ganz bedecken können, festes Papier oder Leinwandstreifen zu benutzen, auch wenn nöthig eine Bindfadenum⸗ schnürung anzuwenden, dieselbe muß aber leicht zu lösen sein, um die etwa nöthige Controle zu ermöglichen. Bei Büchersendungen können die lediglich den Preis der Bücher betreffenden Rech- nungen beigeschlossen werden. Die Taxe von 3 Silbergroschen, bezw. 11 Kreuzer ist durch Verwendung von Freimarken zu entrichten. Druck— sachen über 15 Loth, welche unfrankirt oder un— zureichend frankirt eingelsefert werden oder den sonstigen Bedingungen nicht entsprechen, werden dem Absender zurückgegeben, bezw. als unbestellbar behandelt.— 2) Packetbesörderung mit der Post. Das Signiren der Packete per Adresse hat in Folge der von der Postverwaltung gegebenen An- regung bereits bei dem überwiegend größten Theile des Publikums Eingang gefunden und wird in Anerkennung der Vortheile, welche diese Signi— rungsweise für die sichere Ueberkunft der Sendun— gen darbietet, schon gegenwärtig nach den ange— stellten statistischen Ermittlungen bei dem hei Weitem größten Theil der Postgüter von den Absendern in Anwendung gebracht. Es baben sich dabei dieselben vortheilhaften Ergebnisse herausgestellt, welche jenes Verfahren im Feldpostpäckereiverkehre während des letzten Krieges bereits geliefert hatte. Um die Vortheile des Signirens per Adresse bei der zu erwartenden erheblichen Steigerung des Päckereiverkehrs während der bevorstehenden Weih- nachtszeit im Interesse des Publikums schon in vollem Umfang zur Geltung zu bringen, wird be— stimmt, daß bis auf Weiteres vom 1. Dezember ab bei allen mit der Post zu befördernden Packeten die Bezeichnung(Signatur) die wesentlichen An— gaben der Adresse enthalten muß, so daß nöthigen- falls das Packet auch ohne den Begleitbrief be— stellt werden kann. — Das„Militärwochenblatt“ meldet: General- Lieutenant v. Podbielski wurde unter Entbindung von dem Directorium des allgemeinen Kriegs— departements zu den Offizieren von der Armee versetzt und dem Generalstabschef der Armee zur Dispofition gestellt. — Der„Reichsanzeiger“ veröffentlicht ein 530 Namen umfassendee erstes Verzeichniß von Frauen und Jungfrauen, welche auf Vorschlag der Kaiserin mit dem Verdienstkreuz für Kranken- und Verwundetenpflege ausgezeichnet worden sind. — Als Commissarius des Bundesrathe für das Etatsgesetz hat, wie die„Westf. Ztg.“ meldet, Geh. Rath Michaelis die Erklärung abgegeben, daß in der Frühjahrssesston 1872 ein vollständiger Verwendungeplan in Betreff der französischen Milliarden dem Reichstage werde vorgelegt werden. Die Reichsregierung erkenne das Recht des Reichs— tages an, auch in Betreff der Vertheilung an die Einzelstaaten und des Maßstabs der Vertheilung mitzusprechen, auch diese Vertheilung an die Er— füllung gewisser Bedingungen zu knüpfen. — In den Motiven zu dem Gesetze vom 14. Juni, welches den Reichskanzler ermächtigte, den Bedarf für die Ausrüstung der elsaß-lothrin— gischen Eisenbahnen bis auf die Höhe von 5 Millionen aus der Kriegscontribution zu be— streiten, war bereits darauf hingewiesen, daß zur mäßigen Ausrüstung der 100 Meilen Eisenbahnen 10 Millionen überhaupt erforderlich sein werden. Zur Deckung des Bedarfs sind aus Kriegsfonde beschafft worden: 85 Locomotiven, 200 bedeckte und 341 offene Güterwagen im Werthe 1,862,000 Thlr.; das Reichskanzleramt hat 6,288,500 Thlr. ausgegeben resp. bestimmt für 92 Locomesiven, 436 Personenwagen, 14 Gepäck- und 5120 Güter— wagen; in der Eisenbahn-Werkstätte zu Montigny werden oder sind für 245,500 Thlr. etwa 613 Güterwagen gebaut. Aus Köhn ist eine vom hiesigen„Katholischen Central-Comite“ angeregte, mit einer Anzahl von Unterschriften versehene Petition an den Reichstag, betreffend die Beseitigung des Jesuiten⸗ ordens im deutschen Reiche, nach Berlin abgegangen.— W Ausland. 99 Oesterreich. Wien. Die„Amtszeltung“ veröffentlicht ein kaiserliches Handschreiben vom 8. November an den Grafen Beust, worin der Kaiser denselben auf seine durch Gesundheitsrück— sichten begründete Bitte von dem Amte des Reichs- kanzlers, sowie als Minister des kaiserlichen Hauses und des Aeußeren in Gnaden enthebt, demselben für die ausdauernde, selbstlose Hingebung, womit er seinen Pflichten obgelegen, aufrichtigen Dank ausspricht und hinzufügt:„Ich werde die Dienste nie vergessen, welche Sie in der fünfjährigen er eignißreichen Epoche Ihrer Wirksamkeit mir, meinem Hause und dem Staate geleistet haben.“ — Ein zweites kaiserliches Handschreiben an den Grafen Beust beruft denselben als lebenslängliches Mitglied in das Herrenhaus des Reichsrathes. — Das„Telegr. Corresp.⸗Büreau“ meldet: Unterrichteterseits wird bestätigt, daß Graf An— drassy das Ministerium des Aeußeren übernommen hat. Die Journale bezeichnen Andrassy's künftige Politik als Fortsetzung der seit längerer Zeit von dem Wiener Cabinette befolgten Friedenspolitik. — Die„Tagespresse“ enthält eine Darstellung über die Vorgänge, welche zur Entbebung des Grafen Beust von seinem Posten geführt hätten, und bezeichnet diese Enthebung als auf den Wunsch des deutschen Kaisers erfolgt, welchem Fürst Bismarck den Grafen Beust als einziges Hinderniß eines innigen Verhältnisses zwischen Deutschland und Oesterreich bezeichnete. In wohl unterrichteten Kreisen hält man die ganze Darstellung als eine absichtlich unwahre, und die Behauptung, daß der deutsche Kaiser oder Fürst Bismarck irgenwie Wünsche für die Ent laͤssung des Reichkanzlers ausgesprochen hätte, für absolut erfunden. — Anläßlich verschiedener Verfionen, nach welchen die Ernennung des Grafen Andrassy zum Minister des Aeußern in Petersburg einen un— günstigen Eindruck gemacht habe, soll Graf An- drassy sich gegenüber den hlesigen Diplomaten mehrfach dahin geäußert haben, er werde be— müht sein, nicht minder gute Beziehungen zu Rußland zu unterhalten, wie Graf Beust. — Der Kaiser machte dem Grafen Beust einen halbstündigen Besuch.— Der Gemeinderath von Teplitz verlieh dem Grafen Beust das Ehrenbürger⸗ recht; die Universität entsandte eine Abschieds⸗ Deputation an den Grafen. Schweiz. Bern. Im Natioralrath wurde die Berathung der Bundesrevision sortgesetzt. Art. 18 wird nach dem Antrag der Revisions- commission angenommen, wonach jeder Schweizer vom 20. bis 44. Altersjahr militärdienstpflichtig ist. Frankreich. Paris. Die„Agence Havas“ erklärt es für unrichtig, daß die Regierung der Nationalversammlung ein Gesetz vorlegen werde, welches die Mitglieder der Familie Bonaparte aus Frankreich verbannt. — Der„Sidcle“ berichtet:„Man schreibt uns aus Berlin, daß Hr. Rouher bei Fürst Bis- marck die dringendsten Schritte thut, um die Rückgabe der auf Schloß Cercay gefundenen Papiete zu erlangen. Bis jetzt war der Staats- rath nicht sehr glücklich in seinen Forderungen; aber das Spaßhafte an der Sache ist, daß Herr Rouher diese Papiere als sein persönliches Eigen- thum reclamirt.“ Wie der„Figaro“ erfährt, habe Herr Thlers den Grafen Bondy zum Ver- treter Frankreichs in Berlin ausersehen. Der Graf könne die deutsche Sprache gründlich und sei schon französtscher Gesandter in Dresden und Kassel gewesen. — Die Capitulations-Untersuchungs-Commisston hat dem General Cremer eine neue Aufforderung zugehen lassen. Wird der General in seiner Weigerung sich zu stellen veharren und sich ferner annexirter Lothringer nennen, so soll der Gen— darmerie Weisung ertheilt werden, den Gambket— tistischen General in seine Heimath zu transportiren, wo ihm als eidbrüchigem Ossizier Seitens der reußischen Behörden eben keine ec 1 iche Aufnahme bevorstehen dürfte. — Wie die„Patrie“ meldet, sollen von Deutschen besetzten sechs französischen Departe⸗ ments demnächst eine Erleichterung erfa Besatzung besteht aus vier Dienen, ie Artillerie und Cavallerie auf dem Kriegsfuß Ganzen 50,000 Mann stark sind. Da nun gesammte deutsche Armee auf den Friedensstand herabgesetzt werden soll, so wird diese Maßnahme auch auf die Occupationsarmee angewandt und die letztere um 5000 Mann vermindert werden. Das Blatt fügt die unwahrscheinliche Nachricht hinzu, daß die complette Räumung in Folge neuer Arrangements schon im nächsten Frühjahr erfolgen werde und daß die Lieferungsverträge für Nahrungs mittel nicht über den Schluß des Winters hinaus abgeschlossen worden sind. L Spanien. Madrid. Die Cortes beschlossen der Regierung ein Vertrauensvotum wegen ihrer der Internationale gegenüber beobachteten Haltung zu ertheilen, und zwar mit 191 gegen 83 Stimmen. Belgien. Brüssel. Das ossiciöse„Journal de Bruxelles“ bespricht in heftigem Tone den Artikel der„Nordd. Allg. Ztg.“ über das Zu⸗ sammengehen der schwarzen und rothen Inter nationalen. Es bezeichnet denselben als den Be— ginn eines gleichsam annexionistischen Kreuzzuges gegen Belgien und fragt, ob denn Deutschland ein ebensolches Schreckgespenst für letzteres werden solle, wie es das kaiserliche Frankreich war. — Der Gemeinderath des Departements der Drome hat mit Stimmenmehrheit den Antrag zum Beschluß erhoben, es möge die vom Cassationshof decretirte gerichtliche Verfolgung der Helfershelfer Louis Napoleons beim Staatsstreich vom 2. Decem⸗ ber 1851 wieder aufgenommen werden. Griechenland. Athen. Der König hat seinen bisherigen Minister Cumanduros ent- lassen und Zaimis mit Bildung eines neuen Cabi⸗ nets beauftragt. In Gerstungen wollte am 9. d. der Frankfurt⸗ Berliner Tagesschnellzug eben die Ausgangsweiche passixen, als zwel vor einen mit Holz beladenen Wagen gespaunte Pferde vor der Anfahrt in das Geleise sprangen und einige Secunden vor der Maschine herliesen. Diese hatte den Wagen schnell gefaßt und zertrümmert, konnte aber noch so zeitig gestellt werden, daß die Pferde gerettet und größeres Unglück verhütet wurde. Eine Weiche ist gänz⸗ lich zerbrochen, dagegen das Geleise fahrbar geblieben. Neustadt a. d. H. Ein von Kaiserslautern kom- mender Personenzug stieß am 10. d. auf die im Geleise stehenden Kohlenwagen mit solcher Wucht, daß die Maschine nebst Packwagen total zertrümmert wurde. Menschenleben sind keine zu beklagen; einige leichte Verwundungen ab⸗ gerechnet, kamen die Passagiere mit dem Schrecken davon. Freiburg i. Br. Der Ausschuß für Errichtung eines Denkmals für das 14. Armeecorps und seine Führer in Freiburg hatte während der Anwesenheit des Kalsers Wilhelm in genannter Stadt demselben durch eine Ab⸗ ordnung auch den Wunsch ausdrücken lassen, zu dem Denkmal auch französisches Geschützmaterial verwenden zu können, und es war thunlichste Berücksichtigung dieses Wunsches zugesagt worden. Vor einigen Tagen erhielt nun auch der Vorsitzende des Ausschusses ein Schreiben von dem preußischen Kriegsministerium, worin ihm an⸗ gezeigt wird, daß das Artillerte-Depot zu Straßburg an⸗ gewiesen sei, aus den dortigen Beständen der französischen Kriegsbeute drei 16 Centim. glatte broncene Haubizröhre dem Ausschuß auf Verlangen zu verabfolgen. Aus Bayreuth wird unterm 8. d. über eine da⸗ selbst statigefundene Pulverexplosion gemeldet: Gestern Abend machte sich ein Soldat in einer Mannschaftsstube des östlichen Traktes der hiesigen Infanteriecaserne Nr. 1 das sonderbare Vergnügen, einen sog. Speiteufel zu sabriciren und anzuzünden, während eine größere Quanli⸗ tät losen Pulvers, von entleerten Patronen berrührend, im Zimmer lag. Die Folge was, daß dieses sich mitent⸗ zündete, wodurch eine große Explosion stattfand. Die heftige Detonation war auf weite Entfernung hörbar und die gleichzeitig emporzüngelnde Flamme weithin zu sehen, da der Bau bis zum Dachboden hinaus durch—⸗ schlagen wurde. Die im Zimmer befindlichen drei Sol⸗ daten wurden tolal versengt und in's Militärspital ge⸗ bracht. Dieselben erlitten übrigens keine lebensgefährlichen Verletzungen. Ein Soldat, welcher im oberen Stocke auf dem Bette lag, wurde sammt der Lagerstätte in ein lieferes Stockwerk versenkt. Derselbe erhielt jedoch eben⸗ falls keine nennenswerthe Beschädigungen, obwohl ihm die obere Zimmerdecke nebst Umfassungswänden nachge⸗ folgt war. Der zur Zeit in der Kaserne logitende Haupt⸗ mann Schoch wurde durch das Eindrücken seiner Zimmer⸗ wand derartig verletzt, daß er heute in das Milklärspital verbracht werden, mußte. Die Wirkung der Explosion war, was die Zirstörung betrifft, wirklich großartig. ds den 8 Der Köriz Anturot ent ( rtata Cabi⸗ 1, um de uit und „ eim uunsichaltetz“ decke, Fußboden, Fenster und Wände des Ursprungs⸗ immers waren nach allen Seiten hin auseinandergedrückt, und es fand sich die gleiche 711275 in den e * 1. Stodwerken. Zum Ausbruche eines Brandes kam eg n Die Stadt Bayreuth will auf der„Hoyen Warte“, inem Höhepunkt mit herrlicher Aussicht, zum Gedächtuiß ver deutschen Siege des Jahres 1870/71 einen Sieges⸗ hurm errichten. 1 Luzern. In der Näbe von Hitztirch haben Zöglinge ves Lehrerseminars mit einem Professor eine über 300 wap rache lange und 20 Schritte breite Pfahlbaute entdeckt. l Neapel. Die Blätter aus Neapel vom 3. d. mel⸗ den, daß der Vesuv seit dem 2. d. einen prachtvollen „Krater erfolgten Ausbruche des Feuer, Lava und Asche Anblick bietet, und daß alle Fremden und Tausende von Einheimischen nach den Bergen von Somma eilen, um dem mit außerordentlicher Stärke aus einem ganz neuen speienden Berges beizuwohnen. Chicago. Nach den Berichten der„Tribüne von Chicago ist in keinen zwei Wochen der Geschichte gedachter Stadt so Außerordentliches zu Stande gebracht worden, als in denen, die unmittelbar dem jüngsten großen Brande solgeen. Die Eisenbahnen, sowle die Schifffahrt sind wieder im Gange; die Handelskammer ist reorganisixt; das Poslamt und die Douane sind, in einer gewissen Ausdehnung, wieder in Activität; die Banken haben ihre Geschäfte wieder aufgenommen und die Anzahl der Ein⸗ leger von Depositen übersteigt bie der Entnehmer. Die Unterstützungs⸗Gesellschaft hat den unmittelbarsten Be⸗ dürfnissen abgeholfen und sorgt jetzt für den Winter. Die Schulen sind wieder geöffnet; Wasser ist im Ueberfluß vorhanden, auch sind die Vorkehrungen für Wiederher⸗ siellung regelmäßiger Gaslieferung weit, vorgeschritten; neue Dampf⸗Feuerspritzen sind an Stelle der alten ge⸗ treten; die Zeitungen erscheinen regelmäßig, und die ver⸗ schiedenen Bepartements der städtischen Verwaltung sind in Thätigkeit.„Somit“— fügt die„Tribüne“ hinzu— „sind in 14 Tagen die Fundamente zu einem neuen Chicago gelegt, und man hat bereits Bauten in Angriff genommen, die massiver, besser und dauerhafter als die zerstörten Gebäude sein werden.“ Persteigerung einer Zsolir- Baracke. 2775 Donnerstag den 16. c., Vormittags 10 Uhr, wird die zum Militär Reservelazareih dahier gehörig gewesene, aus noch sehr gutem Holzwerk destehende Isollrbaracke, nächst dem Judentodtenbof, auf den Abbruch zöͤffentlich an den Metstdietenden verstetgert. Dieselbe aft vollständig desinfecniontrt worden. Die näheren Be⸗ dingungen liegen auf dem Garnison⸗Lazaretb-Büreau Vormittags von 9—12 Ubr zur Einsicht offen. Friedberg den 9.5Novemder 1871. Großherzogliche Garnison-Lazareth⸗ Commission. Strauß. Dr. Weckerling. Mobiliar ⸗Versteigerung. 2795 Nächsten Freitag den 17. d. M., des Nachmit⸗ tags 1 Uor, wird in der Behausung der verstortenen Pbilipp Konrad Bechtbold Wittwe deren Nachlaß, destehend in Bettwerk, Weißgeräth, Haus- und Küchen⸗ geräthschaften u. s. w. meistbietend verfleigert. Rleder⸗Wöllstadt den 12. November 1871. J. A. Großberzogliches Ortsgericht Nieder⸗Wöllstadt. Sto ll. Aufforderung 2790 Die Grundbesitzer der Gemarkung Friedberg, denen Parzellensteine an ihren Güterstücken fehlen, werden bierdurch aufgefordert ihre Anmeldungen binnen 8 Tagen bei dem Unterzeichneten zu machen, damtt das Erfor⸗ derliche wegen des neuen Steinsatzes noch zeitig ange: ordnet werden kann. Friedberg den 10. November 1871 Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fouc ar. Güter ⸗ Verpachtung. 2791 Mittwoch den 15. November d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathbause die nachstebend beschriebenen, dem Auguftiner Schulfond zustehen⸗ den von Georg Kriegers Erben und Karl Graff Kindern neuerworbenen Güterflücke: Flur. Nr. Klafter. Gemarkung Friedderg. 13 398. Acker im kleinen Wartfeld, 19 412. Acker im Großgalgenfeld, 14.19. 598. daselbst, auf sechs Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. FIrtedberg den 10. November 1871. Großherzogliche Bürgermeißerei Friedberg. ou car. 585 wickende Dr. — — — — 2 — und für Taratoren. 2675 Aufhebung des Tax Zwanges für die privile⸗ girten ßzeuerverfichetungs-Anstalten steht ehestens bevor. Thätigen Agenten ist nun eln großes Feld der Bear⸗ beitung erschlossen und werden sosche von einer soltden deutschen Gesellschaft gegen hohe Provision in allen Städten und guten Dorfschaften gesucht. Franco ⸗ Offerten unter C. J. 443 richte man an die Annoncen; Expedition von Daasenstein& Vogler in Frank; furt a. M. Wollene Hemden, Unter jacken und Unterhosen 1802 zu verschledenen Preisen bei Grube Weckesheim den 11. November 1871. Bekanntmachung. 2796 Da auch auf dem Wölfersheimer Bergwerk Ausverkauf ftattgefunden hat, so können bis zum nächsten Frübjabre von keiner der Fürstlichen Gruben Braunkoblen bezogen werden. Fürftliche Bergverwaltung. ben Wir erlauben uns darauf aufmerksam zu Lesegebühren pr. Tag 2 kr., pr. können zu jeder Zeit erfolgen. Friedberg. machen, daß unsere eihbibliothek unter anderen mit folgenden neuen Werken ergänzt wurde: Armand, Der Krösus von Phila-⸗]“— Sorgenlose Stunden in heiteren Reid, Capitäne Mayne, Blanche. delphia. 4 Bde. Geschichten. 2 Bde. Roman aus zwei Welten. Aus dem Braddon, M. E., Entlarvt. Roman Höfer, Edmund, Land und See.] Englischen. 4 Bde. aus dem Englischen. 4 Bde. 3 2 en, n L., Deutsche Kämpfe. r önig, E. A., Dur ampf zum e. 1 F., Die Königin im Traum. u ee 4 Ber ii Pater 5 Von Rhein und 5 345 11 ützelburg, A., Die Enterbten.“ Rhone. Novellen. ee und sein 2 Bde. Spielhagen, Fr., Deutsche Pionniere. Dem wolff, C A Novellen 3 Bde— Der Nonnengrund. 2 Bde. Steffens, A., Standes⸗Vorurtheile. 7 e N.[Mühlbach, L., Kaiser Joseph und“ Roman. 4 Bde. Fe e 4 Bde.] sein Landesknecht. 1. und 2. Ab⸗ Temme, J. D. H., Ein Gottver⸗ 7 r otmann. theilung. 8 Bde. trauen. — Der Wahnsinnige. Polko, E., Frische Blätter. Volkshausen, Ad., Das Kind aus Habicht, L., Zwei Höfe. 2 Bde. Raimund, G., Durch zwei Men-] dem Ebräergang. Roman. 2 Bde. Hackländer, F. W., Der letzte Bom⸗ schenalter. Waldmüller, R., Das Vermächk⸗ bardier. 4 Bde. Rau, H., Deuischlands Kassandra. niß der Millionärin. 3 Bde. Französische und englische Werke. Monat 30 kr., zwei Bände 45 kr. Abonnements Bindernagel& Schimpff. Das in Frankfurt a. M., Waschschränke, Waschtische und Bettladen. Allen, die Dienste unseres weitverzweigten Institutes, Jahren sich zur Aufgabe macht, dem inserirenden sichern und gleichzeitig dureh Regie, günstigungen zu gewähren. 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Lehranstalten Kölnische Jeuervtrsicherungs-Gesellschaft„Colonia“. eingeführten Grundkapital: Fünf Millionen 280,000 Gulden. Gesammte Meserven: Drei Millionen 363,791 Gulden. Jabresprämien und Zinseueinnahme: Zwei Millionen 300,74 Gulden. Wir beehren uns hiermit anzuzeigen, daß, nachdem die Herren Fritz Hecht und J. Faatz zu Friedberg, sowie Herr Chr. Grünewald in Nauheim in Folge freundschaft— licher Uebereinkunft die bisher verwalteten Agenturen niedergelegt haben, solche dem Herrn Domänenpfandmeister Schuchard zu Friedberg übertragen worden sind. Darmstadt den 1. November 1871. Die Generalagentur der„Colonia“: J. G. Kahlert& Söhne. Mit Bezug an Obiges empfehle ich mich zur Vermittelung von Versicherungen beweglicher Gegenstände aller Art gegen Brandschaden ber der„Colonia“ zu mäßigen sesten Prämien, und bin ich zu jeder Auskunft und Anleitung, sowie zur prompten Erledigung aller Angelegen— heiten, welche die bereits bei der„Colonia“ bestehenden Verssicherungen betreffen, stets bereit. Friedberg den 1. November 1871. Domänenpfandmeister Sich uch ar d, 2793 Agent der„Colonia Prämienanleihe der Stadt Mailaud v. 1866 in Obligationen von 10 Franken, 2725 garanttrt durch den Grundbesitz und die direkten und indtrekten Steuern der Stadt Malland. Ziehungen am: 16. Dezember, 16. März, 16. Jun und 16. September. Prämien vont Franken 100,000, 50,000, 30,000, 10,000 1c. Jede Obligatton wird mindesteng mit 10 Franken zurückbezahlt. Zu baben bei allen Bank« und Wechselbäusern des In- und Auslandes zum Preise von France 10.= Tyl. 2. 20 Sgr.= fl. 4. 40 kr.= fl. 4. Oe st. W. Silber. 2720 Matter 10 res. brümedem- Loose versendet à Thlr. 2. 20 Sgr.(in Partien mit Nabatt) Meiler Schwarzechiid, Zeil s Vrankfurt a. M. I Upileptische Krämpfe(pallsucht) 118 wolle brtonteh der Speelslarzt kr Mptlepsie Br. O. Killisch in Berlin, jetzt Neuen- bergerstranse 8. Sehon Hunderte vollatändig geheilt. Viehpersicherungs-Austalt für das Großherzogthum Hesfen. 2749 Die Mitglieder und Freunde der Anstalt werden hiermit zur dritten ordente lichen Generalversammlung auf Donnerstag den 16. November 1871, Vor⸗ mittags 10 Uhr, in das Hotel Trapp zu Friedberg eingeladen. Tagesordnung: 1) Rechnungsablage nach§. 45 der Statuten; 2) Neuwahl der Ausschuß mitglieder der Provinz Oberhessen(§. 46 der Statuten); 3) Abänderung des§. 28 der Statuten; 4) Bericht über die Wirksamkeit der Anstalt nach einem 25jaͤhrigen Bestehen. Darmstadt den 1. November 1871. Die Direktion: Carl Gaulsé. Zur Teutonia, Paulsplatz 16, auch Eingang von der großen Sandgasse Nr. 7. 299 Dem geehrten Publikum erlaube mir hierdurch ergebenst anzuzeigen, daß ich das früher ür„lteman nta benannte Local vollständig neu eingerichtet habe und Sonntag den 12. November unter dem Namen 0* Teutonia etöffnen werde.— Es wird mein ernstes Streben sein, mir die Zufriedenheit der mich mit ihrem Besuche bechrenden Gaste durch gute Speisen und Getränke, sowie aufmerksame Bedienung zu erwerben. Hochachtungs voll Ludwig Zöller. Für Echzell und nächste Umgebung. 1442 Unsere verehrten Kunden in Echzell und Umgebung machen wir hierdurch darauf auf- merksam, daß der is raelitische Lehrer, Herr Kaufmann in Echzell, bereit ist, Bestellungen auf Schulbücher, Zeitschriften, überhaupt auf Literalien für uns in Empfang zu nehmen. Oieselben werden pünktlich und rasch besorgt. Bindernagel& Schimpff. 1% Viertel Grabland, Holl. Jytup und Dienenhonig 2781 un der Burggemarkung gelegen, bat in Auftrag zu 2705 empfiehlt in bester Qualität e Stolte, ae, fl ꝗäthig bei 5 it vorräthig Bindernagel& Schimpf Einladung 2800 zu der Versammlung der evang., Conferenz für das Großberzogtbum Hessen, welche Donnerssag den 23. November d. J., Vormittags 11 Uhr, in Friedberg stattfinden wird. Gegenstand der Beratbung: Thesen über das Prasentatlonsrecht und die Pfarrwahl. Refetent: dert Pfarrer Pab licht von Rüssels helm. Kine Vanille-Chocolade, per Pfund 36 und 48 kr., sowie e ntölten Cacao 2785 bei Hermann Bechstein. in Friedberg, vis-A-vis dem Hotel Trapp. Ueuer Laberdan, Stockfische, Bückinge, Schell⸗ fische, Vollhäringe und Sardellen bei Wilb. Fertsch. Ein gut erhaltener Flügel (t umzugs halber preiswürdig zu verkaufen. Frank- furt a. M., Buchgasse 16, gleicher Erde. 2760 Wilhelm Jerubeck, Colonial-, Material-& Farbwaaren-Handlung in Friedberg 1487 nächst der Burg. Lager in allen Sorten Tabaken und Cigarren. Hosapotheke zum Engel. 2737 Depot von condensirter Milch(Original-Prelse). 2794 Wegen Ausroden meiner Baumschule werden einige bundert junge Obstbaͤume zu sehr billigem Preise verkauft; saͤmmilsche Bäume sind ausgehoben und können täglich det mir abgebolt werden. Kling in der Nonnenmühle bel Oppershofen. Ein kleines Logis 2797 bat zu vermielben Ph. Deweil in der Burg. Aufforderung. 2798 Derjenige, welcher von mir neulich meinen schweren Schlagbammer entlieh, wolle mir denselben jetzt endlich wieder zurückgeben. 0 Fritz Ritzel, Scmiedmelsler. 18 die neusten und schoͤnsten Muster, verkauft zu seht billigen Preisen K. Friedrich neben der Post 2801 Ein vollständiges und noch gut erhaltenes Exem⸗ plar der Briefe von Toussaint⸗Langenscheidt für das Selbsisindlum der französischen Sprache wird billig verkauft. Wo? sagt die Expedulon d. Bl. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getraute: ä 5. Nov. Cbrsstoph Blum, blesiger Hürger und Metz germeister, Sohn des blesigen Bürgers und Metzgermelsterg Heinrich Anton Blum und Anna Elisabetha Brel, Tochter des verst. biesigen Bürgers und glurschützen Georg Brtel. 6. Nov. Friedrich Karl Berg II., biesiger Bürger und Maurermeisser, Sohn des verst. biesigen Bürgers und Landwirtde Frtedrich Karl Berg und Anng Warle Mann, Tochter des verst. biefigen Bürgers und Gast⸗ wirtbe Peter Mann. Beerdigte: 10. Nov. Friedrich Karl Saug, Söhnchen des blesigen Bürgers und Bierbrauermelssers Hildebrand Sang, 3 Monate, 19 Tage alt, gest. den 9. Nov. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. verkaufen haler in ver Vorsladt. Pb. Dan. Kümmich. Oruck und Verlag von Bindernagel 4 Schimpff. Die neuesls Nummer(Nr. 2 vom November) 15 4 der Frankfurter Latern Filet-Decken, Bette an d thelle Cort Pol ange des Beat sells Beat Bun Bea Bun Bett Justrt 18098 sobal Haus mite Bet bedet gew Beg sonf den deft schu Hie Ach zu dach Pas der kapi rent zu Die der 186 180 streit lase 0 n Mn beit n