ker. tyra 1 Astahrin tt Sumtrtite m detrratett drm n Sentniste Nädchen el er et def verb -A- mae ton r- Lancer. Fat witer, Berlin, et 2 91 * eigerung. . M121. „Samstag den 14. October. Oberhessischer Anzeiger. 7 Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. 6 Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag hat ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“ begonnen; derselbe wird auch ferner wöchentlich dreimal erscheinen. Das Abonnement beträgt bei den Kais. Reichs⸗Poststellen vierteljährlich s kr., mit Bestellgeld 47 kr. Bei der Verlagsexpedition kostet der„Anzeiger“ pro 4. Quartal Am 1. October Nur diejenigen Einsendungen, welche bis spätestens Vormittags 9 uhr eingelaufen sind, können in dem nächsterscheinenden Blatte Aufnahme finden. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publiciren: Nr. 32. sub 1. Bekanntmachung die Militärconvention d. d. 13. Juni 1871 betreffend. Friedberg den 11. October 1871. nur 30 kr. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Ter a pp. Betreffend: Den Abverdienst der uneinbringlichen Feldstrafen mittelt Arbeit. Friedberg am 11. October 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. An die sofortige Einsendung des Nachweises über den Abverdienst der bis Ende August d. J. überwiesenen Feldstrafen erinnern wir Sie bei Meidung der Abholung durch Wartboten. Trapp. Betreffend: Die Vornahme der Feuervisitation für das Jahr 1871. Friedberg am 11. October 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg 8 an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Bönstadt, Dorn-Assenheim, Friedberg, Ilbenstadt, Langenhain, Gambach, Nieder⸗ Florstadt, Ober-Mörlen, Ober-⸗Wöllstadt, Ostheim, Pohlgöns, Rödgen, Staden, Steinfurth, Wisselsheim. Da nunmehr auch die in einzelnen Geweinden erwelterten Fristgestattungen abgelaufen sind, so erwarten wir die sofortige Einsen⸗ dung der Nachweise uber die Herstellungen der bei der Feuervisitation im Jahr 1871 vorgefundenen Gebrechen, als wir sonst ohne Nachsicht Wartboten absenden müßten. Trapp. Betreffend: Die genauere Beobachtung der Stempel⸗ und Taxorduung. Friedberg den 12. October 1871. Das Großherzogliche Landgericht Friedberg an die Großherzoglichen Ortsgerichte des Bezirks. Da nach der bisherigen Erfahrung von verschiedenen Ortsgerichten vielfach gegen die Bestimmungen der Stempel und Taxordnung verfehlt worden ist, so sehen wir uns veranlaßt, unser Ausschreiben vom 9. September 1842 Nr. 76 des Friedberger Intelligenzblattes, hier⸗ mit unter dem Anfügen in Erinnerung zu bringen, daß fernerhin Zuwiderhandlungen unnachsichtlich die gesetzliche Stempelstrafe zur Folge baben werden. Reitz. Bekanntmachung. Die Ackerbauschule des landwirthschaftlichen Vereins für Oberhessen zu Friedberg betreffend. Nachdem nunmehr die Vorbereitungen zur Einrichtung der Acker. der Schule streng überwacht. Wohnung und Kost nehmen die Schüler bauschule zu Friedberg beendigt sind, geben wir in Verfolg unsrer in Privatbäusern. Geeignete Wohnungen sind uns bereits in ge— Veröffentlichung vom 14. v. M. weer bekannt, daß der Unterricht] nügender Zahl angemeldet und sind wir gerne bexeir, auf deßfallsige am 1. November d. J. seinen Anfang nehmen und, mit einer 10tagigen persönlich vorgebrachte Wünsche entsprechende Auskunft zu ertheilen.— Ferienzeit um Weihnachten, bis Ende März k. J. dauern wird. Der; Das Schulgeld beträgt für den ganzen Winterkursus 25 Gulden und selbe wird von acht Lehrern ertheilt, umfaßt die Fortbildungsfacher, ist bei dem Eintritte in die Schule an unsre Casse zu entrichten.— der die Naturwissenschaften und die Landwirthschaftslehre. Die letztere[Eintritt kann bis zum 31. d. M. erfolgen, doch bitten wir Aufnahme baben in 4 Stunden wöchentlich der Wanderlehrer und Lehrer an der gesuche baldthunlichst an eines der unterzeichneten Mitglieder des Ackerbauschule zu Darmstadt Dr. Heinrich Vogel und in 5 Stunden Herr Curatoriums gelangen zu lassen.. Lehrer Rückert, dermalen zu Rodheim, Kreis Vildel, übernommen. Ausführliche, den detaillirten Lehrplan für den Wintercursus Ercursionen und Demonstrationen. sowie mehrere Sammlungen stehen enthaltende Prospecte sind an die Prn. Directoren der landw. Bezirks ⸗ dem Unterrichte ergänzend zur Seite und ist die Schule mit Lehr, vereine, sowie an sammtliche Großherzoglichen Buͤrgermeister der witteln überhaupt in geeigneter Weise ausgestattet. 1 a Provinz Oberhessen versendet worden und können von da, sowie von Aufnahmefähig sind junge Leute, welche das 14. Lebensjahr[uns direct bezogen werden. 3 üͤberschritten, die Volksschule absolvirt haben und in der Landwirth⸗ Schüler, welche beabsichtigen demnachst sich der einjahrigsrei- aft bereits thätig waren, die Schuler werden außer den eigent.] willigenprüfung zu unterziehen, finden zu ihrer Vorbereitung in Privat- ichen Lehrstunden zu ihren Arbeiten und behufs Wiederholung des stunden bier Gelegenheit und wollen ihre deßfausige Absicht bei dem Gelernten in täglich zwei Arbeitsstunden Abends von 7 bis 9 Uhr Eintritt in die Schule zu unsrer Kenntniß bringen. versammelt und werden dieselben in ihrem Verhalten auch außerhalb Friedberg den 10. October 1871. Das Curatorium der Ackerbauschul Trapp, Regierungsrat. e des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen. Lindeck, Haas, Rentamtmann. Kreisassessor. 3— ——— Deutsches Reich. Darmstadt. Der Gymnasiallehramts-⸗Accessist Dr. Ludwig Textor aus Steinfurth, Kr. Fried- berg, wurde zum Lehrer an dem Gymnasium zu Darmstadt und der Privatdocent Dr. Wilhelm Weiffenbach zum außerordentlichen Professor bei der theologischen Fakultät der Landesuniversität ernannt. — Für das mit dem 9. d. Mts. begonnene Winter⸗Semester des hiesigen Polytechnikums haben sich bis jetzt 170 Studirende einschreiben lassen. Darmstadt, 11. Oct. J. Kammer. Dem Antrag der Abgeordneten Hallwachs, Kraft, Kempff und Bindewald, die Vorlage eines revidirten Wahlgesetzes der Wahl der Abgeordneten beider Kammern betr., wird ohne Debatte mit der Modification beigestimmt, daß die Regierung, nicht wie die zweite Kammer beschlossen, ersucht werden soll, das Landtags⸗Wahlgesetz noch im Jahr 1871, sondern„sobald als möglich“ vorzulegen. Dem weiteren Beschluß auf Vorlage eines einjährigen Budgets für 1872 wird gleichfalls zugestimmt. Die Debatte über die Vorlage Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Erhöhung des der polytechnischen Schule zu Darmstadt gewährten Staatsbeitrags für das Jahr 1871 um den Be— trag von 13,500 fl. betr., welche der Aus schuß abzulehnen beantragt, eröffnet der Kanzler der Landesuniversität Dr. Birnbaum, der für den Ausschußantrag eintritt. Prälat Zimmermann erklärt sich für Bewilligung der Vorlage. Baron v. Riedesel hätte an Stelle des Polytechnikums lieber ein Realgymnasium gewünscht und ist aus diesen Gründen für die Ablehnung der Anforderung der Regierung. Ministerialrath Schleiermacher befürwortet die Vorlage der Regicrung. Graf Görtz nimmt Oberhessen gegen den ihm gemachten Vorwurf des Partikularismus in Schutz, es handle sich hier nur um eine„Defensive“ gegenüber ge— wissen„Prätentationen“, Alles in der Residenz zu concentriren und zu centralistren. Ueberhaupt scheint dem Redner für unser Land ein Polptech⸗ nikum eine Ueberflüssigkeit. Domkapitular Mou— fang würde gern für die Vorlage stimmen, wenn dieselbe Aussicht habe, die Mehrheit zu erhalten, ist aber entschieden für den Ausschußantrag. Mönch erklärt sich in erster Linie für die Vorlage der Regierung, ev. aber auch für den Ausschuß— antrag, welcher der Regierung für die laufenden Bedürfnisse den für die Zukunft vorgesehenen Credit von 44,314 fl. zur Verfügung stellt. Die Abstimmung ergab Verwerfung der Vorlage der Regierung mit allen gegen 5 Stimmen(v. Bech- told, v. Stark, Mönch, Schmidt und Prälat Zimmermann), hingegen Annahme des Antrages des Ausschusses. Die übrigen Gegenstände wur— den in Gemäßheit der Beschlüsse der zweiten Kammer erledigt. T Friedberg. Wir freuen uns, den Lesern dieses Blattes mittheilen zu können, daß der deutsche Kaiser auf Antrag der Kaiserin, in Anerkennung der ersprilßlichen Dienstleistungen bei der Verwun— deten⸗ und Krankenpflege, der Frau Regierungs- rath Trapp dahier das Verdienstkreuz für Frauen und Jungfrauen verliehen hat. Berlin. Die Minisler Camphausen und Delbrück besuchten Pouyer-Quertier. Derselbe hatte eine Conferenz im auswäctigen Amte und wurde vom Kaiser empfangen.— Der Kaiser wird den Reichstag in Person eröffnen. — Von Seiten der Kaiserin ist eine Verbin— dung der deutschen Frauen-Pflegevereine angeregt worden. Die Angelegenheit ist von dem deutschen Centralcomite in die Hand genommen worden und ist ein solcher Verband bereits in der Bildung begriffen. — Entgegen der Zeitungsmittheilung, wonach sich einzelne Bundesralhsmitglieder gegen den Preß⸗ gesetzentwurf erklärt hätten, versichert die„Kreuz- zeitung“, ber Entwurf sei zunächst den einzelnen Regierungen mitgetheilt, die Bundesrathsmitglieder hätten deßhalb gar keine Gelegenheit gehabt, sich über denselben zu äußern.— Die„Kreuzzeitung“ erklärt ferner die Mittheilung, daß im Reichs- kanzleramte ein Entwurf bezüglich einer allge⸗ meinen Amnestie ausgearbeitet werde, für unbe— gründet. Eine Amnestie könne von Reichswegen nicht erfolgen. — Der Reichskanzler hat dem Bundesrath einen Gesetzentwurf vorgelegt, dessen einziger Para- graph bestimmt: Die Controle des gesammten Haushaltes des deutschen Reiches wird für das Jahr 1871 von der preußischen Ober-⸗Rechnungs⸗ kammer unter der Benennung:„Rechnungshof des deutschen Reichs“ nach Maßgabe der im Gesetze vom 4. Juli 1868, betreffend die Controle des Bundeshaushaltes für die Jahre 186769 ent- haltenen Vorschriften geführt. Es wird dabei be— merkt, die Fortdauer der Delegation für das Jahr 1871 sei nothwendig,„indem der Erlaß eines die Organisation der preußischen Ober— Rechnungskammer regelnden Gesetzes noch zu er— warten steht“ — In Königsberg sind am 5. Oct. nur zwei Cholera-Fälle beim Polizei-Präsidium ange— meldet worden. In Danzig ist schon seit meh— reren Tagen kein Cholerafall zur Anzeige gelangt. Im Ganzen sind daselbst vom 1. August ab, dem Tage des ersten Auftretens der Epidemie, bis zum 4. October, an welchen der letzte Fall gemeldet worden ist, 60 Personen erkrankt, von denen 46 gestorben und 14 genesen sind. In Stettin ist vom 6. bis zum 7. October eine Person als an der Cholera gestorben gemeldet worden, wonach sich die Gesammtzahl der Todesfälle auf 76 steigert. Koblenz. Kürzlich kam ein von zwei preu— ßischen Soldaten transportirter Franzose, Civilist, hier an und wurde noch weiter nach Köln gebracht, woselbst er wegen der Beschuldigung, aus einem Hinterhalte einen preußischen Arzt und preußischen Apotheker meuchlings erschossen zu haben, wie dies die Soldaten behaupteten, zur Untersuchung und demnächstigen Aburtheilung gelangen soll. Kassel. Der Kronprinz und die Kronprinzessin sammt Gefolge sind wieder zu Wilhelmshöhe ein; getroffen. München. Die Altkatholiken Bayerns werden zunächst bier und in Passau mit der Bil- dung eigener Gemeinden vorgehen, an anderen Orten erst dann, wenn sich am Platze selbst und in dessen Umgebung eine entsprechende Anzahl Gleichgesinnter findet. Stuttgart. General v. Obernitz ist zum Commandanten der 14. Diviston mit dem Sitze in Düsseldorf ernannt. Die Ernennung eines preußischen Generals zum Commandanten des würtembergischen Corps ist bevorstebend. Straßburg. Der„Elb. Ztg.“ zufolge ist jetzt definitiv beschlossen, nördlich der Stadt, bei Mundolsheim und Hausbergen, zwischen der Straße und der Eisenbahn, ein neues, großes Fort 1n errichten, das eine eventuelle Beschießung der Stadt von jener Seite völlig verhindert. Ausland. Schweiz. Jern. Die Verhandlungen mit der Berliner Discontogesellschaft, der Darmstädter Bank, dem Schaffhausen'schen Bankverein und den Häusern Oppenheim in Köln, Bleichröder in Berlin wegen Beschaffung des für die Gotthard— Eisenbahn außer der Subvention der betheiligten Staaten don 85 Millionen Fres. erforderlichen Baucapitals sind zum Abschluß gekommen. Das zu bildende internationale Consortium wird aus einer schweizerischen, einer italienischen und einer deutschen Gruppe bestehen. Frankreich. Paris. Wegen der Ent— weichung der Gefangenen in Versailles ist eine strenge Untersuchung eingeleitet worden. — Man hat ausgerechnet, daß, wenn die Kammer den Ansprüchen der Prinzen der Familie Orleans auf Restituirung(sammt Zinsen) der 1852 consiseirten Güter willfahren sollte“, der Staat ca. 800 Millionen zu zahlen haben würde. — Der Kriegsminister hat an den Comman— danten der Armee von Versailles, an den Gou— verneur von Paris und die Divisions-Generale ein Rundschreiben gerichtet, in welchem dieselben aufgefordert werden, aus den unter ihren Befehlen stehenden Corps aller Waffengattungen die Offi⸗ ziere zu bezeichnen, welche die nöthigen Kenntnisse raden und den Unteroffizieren Unterricht in der deutschen Sprache zu geben. Ferner sollen die Commandeure die Frage ins Auge fassen, wie die freie Zeit der Wintersaison für die Ausbildung der Armee an besten zu verwerthen sei. — Der„Sidele“ will erfahren haben, daß man schon damit umgehe, den neuen Portotarif wieder zu ändern: es sei in Folge des erhöhten Portos ein so empfindlicher Rückgang in den Correspondenzen eingetreten, daß man die Noth— wendigkeit einsehe, zu dem alten Tarif zurückzukehren. — Bei den Verhandlungen gegen den pol⸗ nischen Flüchtling Dobrowolski, welche vor dem Zuchtpolizeigericht in Lyon wegen Hetzereien und verschiedener Gewaltthätigkeiten gegen stattfanden, machte der Gerichtspräsident dem An- geklagten strengen Vorhalt und sagte:„Sie, ein fremder Flüchtling, waren durchaus nicht berufen, sich in unsere Angelegenheiten einzumischen und uns Verlegenheiten zuzuziehen. Sie sollten auf unserem Boden, der Sie gastfreundlich aufge— nommen hat, still Ihren Geschäften nachgehen Aber davon ganz abgesehen, ist es auch unseres Nationalcharakters unwürdig, uns haufenweise gegen einige webrlose Individuen mit Injurien, Drobungen und Thätlichkeilen zu vergehen. Dieses Gebaren ist nicht nur ein schmähliches, sondern auch von verhängnißvoller Wirkung auf unsere theuersten Interessen. Die Preußen haben noch mehrere Departements inne und der geringste Be schwerdegrund dient ihnen zum Vorwand, die Räumung zu verzögern. Das wäre ein schlechter Dienst für die Sache des Vaterlandes, wenn Sie, die Sie in Lyon die Lasten und Leiden der In- vastion nicht gekostet haben, für unsere Nachbarn von der Cöte-d'Or dieselben verlängern wollten.“ — Das„Journal offieiel“ veröffentlicht die Ernennung Casimir Perier's zum Minister des Innern.— Die Classifitirung der Resultate der Generalrathswahlen ist in Versailles beendet. Es wird bestätigt, daß eine sehr große Majorität der Gewählten der gegenwärtigen Ordnung der Dinge günstig sei. 5 — Es ist nun auch ein Buch des Herrn Benidetti„Meine Mission in Preußen“ erschienen. Dasselbe ist in sechs Capitel eingetheilt, deren erstes den Ursprung des Kriegs von 1866 und deren letztes die Beziehungen zwischen Frankreich und Preußen von 1866- 1870 behandeln. — Die socialen Zustände der französischen Hauptstadt stellt ein Correspondent der„Daily News“ in sehr trübem Lichte dar.„Obwohl viele Tausende von Arbeitern während des Commu— nistenkrieges erschossen worden oder sich im Ge— fängnisse befinden,“ so schreibt derselbe,„ist doch in mehreren Industriezweigen nicht Arbeit genug für die Uebriggebliebenen vorhanden. Die Auf⸗ träge für Pariser Artikel lassen auf sich warten, und den Geschäften, welche Aufträge haben, fehlt es an den besten Arbeitskräften. Nichts florirt in der That, als Börsenspeculation, und Niemand macht Geld als Speculanten für die Hausse oder Baisse in Wertheffecten. Das ganze Gebäude des Pariser Wohlstandes war ein künstliches. Es basirte auf aufgeblasenen Preisen, auf Ausgabe des Kapitals anstatt Einnahme, und auf einer Art Sorglosigkeit unter den Fremden, die bierher kamen, um sich zu amüstren, und willig für Alles, was sie kauften, doppelte Preise bezahlten.“ Spanien. Madrid. Eine Versammlung von Progressisten sprach sich mit 22 gegen 42 Stim- men gegen die Abgabe eines Vertrauensvotums für die Regierung aus. Amerika Newyork. Ein ungeheuree, in solchem Umfange noch nicht dagewesenes Un— glück hat eine der blühendsten und reichsten Städte der Union betroffen. Die Stadt Chicago, die fänftgrößte Stadt der Vereinigten Staaten mit einer Bevölkerung von fast 300,000 Einwohnern ist von einem entsetzlichen Brande heimgesucht, und fast vollständig zerstört worden. Ein starker Sturmwind trieb die Flammen über die Stadt und erst in Folge anhaltenden Regens konnte man derselben Meister werden, nachdem man vergeblich zu dem verzweifelten Mittel gegriffen, ganze Ge— und sonstige Fähigkeit haben, um ihren Kame- bäude in die Luft zu sprengen, um die Flammen zu Deutsche „ 122 8 5— 2 eo. 1 4 a 1*— 7 ** N versunkenen Dampfer„Brüning“ gestoßen sei. isoliren. Nahezu 100,000 Menschen sollen obdachlos und 12,000 Gebäude niedergebrannt sein. Der Verlust wird auf mehr als 500 Millionen Dollars geschätzt. Mehrere Städte sandten große Vorräthe an Lebensmitteln und Kleidungsstücken. Unter den Trümmern wurden bereits 190 Leichen gefunden; 40 Personen, welche zu plündern versuchten, wurden aufgehängt. Frankfurt. Der zweite Pferdemarklitag brachte in Arbeitspferden keinen so belang reichen Umsatz, als man erwartet batte, doch ist derselbe immer noch nennenswerth, schwere Arbeitspferde, welche theilweise begehrt waren, fanden sich nur wenige am Platz, und dieser Rarität entsprechend waren die Preise außerordentlich hoch gestellt. Das Hauptgeschaͤft bestand in Chaisenpferden mittleren Schlages, die dei diesem Herbsimarkte ganz ausgezeichnete Qualität aufweisen. Die Straßen der Stadt waren trotz der vorgerückten Jahreszeit in Folge des Marktes sehr belebt und der Verkehr dedeuiend. Darmstadt. Vor einigen Tagen hat im Forstwald bei Dieburg ein 16jähriger Bursche aus Groß-Zimmern eine vom Streubolen heimkehrende Frau fahrlässigerweise durch einen Schrotschuß auf der Stelle getödtet. Der junge Mann, welcher über die entsetzlichen Folgen der Verzweiflung nahe sein soll, war nämlich im Begriff, vom Wagen herabzusteigen, als sich das Gewehr, dessen Hahn bei dieser Gelegenheit wahrscheinlich aufgezogen wurde und wieder zufuhr, auf die so verhängnißvolle Weise entlud. Mainz. Wie dem Rh. K. aus gut unterrichteten Kreisen mitgetheilt wird, steht die Uebecbrückung des Mains bei der Gustavsburg durch eine Eisenbahnbrücke in sicherer Aussicht. Niederingelheim. An dem ersten Uebergange oberhalb der hiesigen Station fand am 9. d. ein 10jähriges Mädchen seinen Tod. Hinter der Barriere, die von einem enfernt stationirten Bahnwärter zugedreht wird, batte das⸗ selbe einen aufwärts gegangenen Güterzug passiren lassen, war darauf unbefangen hinter dem letzten Wagen unter der Barriere hindurchgeschlüpft und sofort auch von der Maschine des von der entgegengesetzten Seite heranbrau— senden Courierzuges erfaßt und, noch einige 20 Schritte weit geschleift worden. In der Nähe der Unglücksstätte arbeitete die Mutter dieses Kindes. Fulda. Auf der Strecke Fulda-Großlüder der Ober⸗ hessischen Eisendahn entgleiste der Tender eines Materiol⸗ zuges. Des bereits von hier abgefahrene Personenzug mußte in den Bahnhof zurückkehren und konnte erst nach 2½stündigem Warten expedirt werden. Verletzungen des Zugpersonals oder der Streckenarbeiter sind bei dem Un⸗ falle nicht vorgekommen. Kassel. Am Morgen des 9. d. ist auf der Station Guntershausen ein langsam einfahrender Personenzug durch falsche Weichenstellung gegen einen daselbst halten⸗ den Güterzug geleitet worden, wodurch die Maschinen defect wurden und die Züge eine Verspätung erfuhren. Ein weiteres Unglück har dieser Zusammeustoß nicht zur Folge gehabt. Luzern. Die„Tagespost“ meldet, daß man endlich nach vielen Bemühungen auf den im Vierwaldstätter See Man hat wahrgenommen, daß derselde ganz schief mit dem Hinter⸗ tbeile 1¼ Fuß über dem Verdecke im Schlamme liegt. Es gelang noch nicht, die Leichen aus der ersten Kajüte zu bringen. In New ⸗Nork fand eine Ausstellung ganz beson⸗ derer Art vom 13. bis 16. Januar d. J. statt. Es war eine Ausstellung aller möglichen alten Kleidungsstücke, die gehörig ausgeflickt und ausgebessert waren. Veraulaßt wurde diese Ausstellung durch einen Preis, welchen die derren Orange Judd und Comp, die bekannten Heraus⸗ geber des„American Agriculturist“ und„Heart and Home,“ für das am künstlichsten zusammengeflickte oder ausgebesserte alte Kleidungsstück irgend einer Art aus⸗ geschrieben hatten. Dabei war gleichzeitig die Bedingung gestellt, daß die Arbeit nur von Frauen oder Mädchen ausgeführt und die eingesendeten Kleidungsstücke zur Ver⸗ theilung unter die Armen bestimmt sein sollten. Es wurden 1300 solcher Kleidungsstücke von 45 Einsenderin⸗ nen aus 28 verschiedenen Staaten ausgestellt. Darunter befand sich ein Paar langer Strümpfe, welches nicht weniger als 100 wohl gestopfter Löcher aufwies. Den ersten Preis, 15 Dollars, erhielt ein Kindermantel, welcher aus 4 Paar alten Hosen, einer alten Weste und dem Futter von 2 alten Röcken gemacht und aus 68 Stücken zusammengesetzt war. Derselbe war von einem Kind durch drei Winter beim Schulbesuch getragen worden und von der sorgsamen Verfertigerin desselben derart aufgefrischt und renovirt worden, daß, wie sie glaubt, derselbe einem armen Kinde auf weitere 3 Jahre gute Dienste leisten werde. Dieses Meisterwerk der Flickkunst kam aus Washington, Indiang. Der Zweck der Aus⸗ stellung war: häuslichen Fleiß und Sparsamkeit auf einem bereiis in Vergessenheit gerathenen Felde anzuspornen und gleichzeitig während des harten Winters schützende Kleider für Arme zu erhalien. Landwirthschaftliches. Mitgetheilt von der höheren landwirthschaftlichen Lehr⸗ anstalt in Worms. Stand, Ansichten und Aussichten. Durch das seit 8 Tagen geherrscht habende Regenwetter sind die Kornsaaten in einzelnen Gegenden stark benachtheiligt worden; ebenso hat die Einheimsung des Herbst⸗Dürr⸗ futters Noth gelitten, auch ist es kaum anders denkbar, als daß die Kartoffeln in Folge des verbreiteten Regens in ihrer Neigung zur Fäule noch verstärkt worden sind. Etwa Mitte September schöpfte man für einen reichen und guten Kartoffelertrag neue Hoffnung, indem von allen Seiten her berichtet wurde, daß die gefürchtete Fäule einen Stillstand zeige. Jetzt hingegen werden die Klagen wieder lauter und lauter und dazu kommt noch, daß die Kartoffeln in gar manchen Gegenden keineswegs so reich⸗ lich ausfallen, als es gehofft worden war. Der hobe Preis, den dieselben jetzt schon haben, wirkt mit Recht beängstigend, zumal durch die Andauer des Regenwetters die Hoffnungen eher sinken als steigen.— Die jetzt mehr und mehr bekannt werdenden Erdruschresultate sind in einzelnen Gegenden auch nicht so rosig, wie es geglaubt worden war. So wird aus den nordwestpreußischen Pro— vinzen berichtet, daß die Schüttung des Roggens im All⸗ gemeinen nicht über„mittel“ ausfalle und auch am Rheine werden Stimmen laut, die ihre Täuschung be— kennen. Die seitherige Steigerung der Preise maß man dem Umstande zu, daß durch die geringe Ergiebigkeit der Körnerfrucht in fremden Ländern die großen Ausfuhr⸗ schleußen geöffnet seien; kommt jetzt noch die Thalsache hinzu, daß auch bei uns in Deulschland die Körnung den erwarteten reichen Ertrag nicht liefere, was soll dann werden? Jetzt schon werden die Früchte durch hohe Ge⸗ vote feil gemacht und es ist nur zu bekannt, daß, wenn sich der Handel einmal in diesem Geleise bewegt, die Zähigkeit der Producenten wächst. Nimmt man hinzu, daß Schlachtvieh sozusagen gar keines feil ist, nur durch enorme Preise feil gemacht wird, so kann man nicht ohne Besorgniß dem nächsten Winter entgegensehen. Die Fälschung von Dungmitteln hal in der Gegenwart wieder in einer Weise um sich gegriffen, doß es bringend geboten erscheint, öffentlich dagegen aufzu⸗ treten; sie wird fast noch stärker betrieben, als es zu Anfang der Sechsziger Jahre ber Fall war. Damals erachteten es die landwirthschaftlichen Vereine als eine Hauptaufgabe, auf ein Mittel zu sinnen, die es ermög⸗ lichten, die Landwirthe vor grobem Belruge zu schützen. Man verfiel auf die Einrichtung der sogenannten Dünger⸗ controlen, wie sie jetzt noch verschiedentlich in der Einrichtung bestehen, daß in den Hauptbezugsperioden beauftragte Mitglieder der landwirthschaftlichen Vereine unangemeldet die der Controle unterstellten Düngerlager besuchten und dort die für die chemische Untersuchung be⸗ stimmten Proben zogen. Wo dieses Verfahren stramm gehandhabt worden ist, hat es sich als recht gut erwiesen! denn„Furcht muß den Wald hüten? und die Fälschung der Dungmittel wird weit häufiger in den Lagern der Unterhändler als in den Fabriken geübt. In der neuesten Zeit ist es jenem Verfahren gegenüber in Gebrauch gekommen, einen allgemeinen Düngermarkt und zwar in der Art einzuführen, daß die Düngerfabriken in den Haupiverbrauchsperioden ihre Waare an die chemischen Stationen senden, die sie dann untersuchen und den Be— fund fortlaufend in den Vereins⸗Zeilschriften oder in sum⸗ marischen Tabellen veröffentlichen. Bei einigem Nach⸗ denken wird es leicht kinleuchtend fein, daß dieses Verfahren, volle Ehrlichkeit der Fabrikanten und volle Correctheit der untersuchenden Chemiker vorausgesetzt, dem Publikum gegenüber das volle Vertrauen nicht haben kann und namentlich dann nicht hat, wenn es, wie verschiedentlich gebräuchlich, der Fall ist, daß die Düngerfabriken zur Unter⸗ haltung derartiger Untersuchungsstationen baare Zuschüsse leisten. Solche Stationen schaden dann weit mehr, als sie nützen, indem sie die Düngerhändler unter dem Deckmantel der Controle vor Ueberrumpelung schützen und die Consu⸗ menten in den Dusel einwiegen, als habe alles seine Richtigkeit. So hat die landwirthschaftliche Lehranstalt in Worms eine Reihe von Fälschungen von Dungmitteln nachgewiesen, welche sämmiich mit einem 10— 14pto⸗ centigen Gehalte an löslicher Phosphorsäure bezeichnet waren und nur 3— 4 Procente enthielten. Letztere An- stalt warnt daher die Landwirthe dringend vor blindem Vertrauen und empfiehlt ihnen den Düngerbezug im Großen und auf dem Wege der Bildung von Dünger— consumvereinen. Verloosung. Madrider 100 Fres⸗Loose. Verloosung vom 2. October 1871. Hauptgewinne: Nr. 337,236 zu Fr. 25,000, Nr. 225,373 zu Fr. 2000, Nr. 387,093 zu Fr. 2000, Nr. 219,282 zu Fr. 1000. 4 Eingesandt. Gesellschaftliches. Es ist unzweifelhaft mit dem Abzug der Garnison in den geselsschaftlichen Kreisen unserer Stadt ein starker Ausfall geschehen. Diesen weniger fühlbar zu machen, gibt ees nur ein Winel: engeren Anschluß der geselligen Factoren, die bisher weit auseinander gingen, Einigung in einen festen Centralpunkt. Wir glauben, daß diese Einigung sich am leichtesten im„Casino“ vollziehen könnte, in welchem die schönsten Räumlichkeiten und die üblichen Unter haltungsmittel geboten und vorhanden sind. Was bei diesem Namen sehr häufig don„Exclusivität“ gesagt wird, ist im höchsten Grad irrthümlich, indem die Be— dingungen der Aufnahme liberaler als irgendwo sonst gestellt sind, und es den vorhandenen Mitgliedern nur angenehm sein kann, wenn sich unsere Einwohnerschaft recht zahlreich betheiligt. Blauer Vitriol bei Georg Groß. zu billigstem Reines Schweines chmalz Pascu 2537 Carl Bauer in Assenheim. Winterschuhe 2350 in größer Auswabl, ohne Preisaufschlag bei Heinrich Diehl. uagasse— 2547 Aecht bayr. Malzzucker 2548 bet Georg Groß. Gicht⸗, Rheumatismus⸗, Magenkrampf⸗ und Hämmorhoidalkranke beilt Dr. Müller in Frankfurt a. M., Senckenbergstr. 5. Kurprospecte gratis franco. 2389„ Kurp 167 in hiesiger Stadt wird zu Ein Haus einem Geschäfts betrieb zu kaufen gesucht. Anmeldungen bellebe man bei der Exp. abzugeben. 2543 Blauer Vitriol billigft bei f ua beg iedr. Hilbrecht Witwe am Bahnhof. 2534 — ö sichern und gleichzeitig durch Regie, Pachtverträge günstigungen zu gewähren. 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(Hierzu Unterhaltungs- Blatt Nr. 41 und eine Beilage.) t Detatiein r Sereßengtlaag II wetschg la Fertsch. recht Littwe kaͤse, cota Groß. 1 Petatntiet 1 K% e Ouberhessischer Anzeiger. M121. Aepfel- und Girn-Hochstämme 2442 werden, nach richtig bezeichneten pomologischen Namen, sowie eine Partie zweijährig pikirte, sehr schöne Aepfel⸗ und Birnwildlinge am 18. Oktober J. J. in der diesigen Gemeindedaumschule einer öffentlichen Ver⸗ fleigerung ausgesetzt. Assen heim am 30. September 1871. Großberzogliche r Assenheim. E— Oesfentliche Aufforderung. 2550 Forderungen und Ansprüche jeder Art an den Nachlaß des Johann Phil pp Jung von Friedberg und seiner Ehefrou Anna Maria, geb. Schütz, find innerhalb 4 Wochen del Meidung der Richtberücksich⸗ ligung bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden. Friedberg den 12. October 1871. Großherzogliches Landgertcht Friedberg. Reitz, Zimmermann, Landrichter. Landgerichts Assessor. Pferch⸗Versteigerung. 2549 Oienstag den 17. October, Vormittags 10 Uhr, sollen in biesigem Ratbbause 10 bis 15 Schaspferche öffentlich meistdietend versteigert werden. Friedberg den 13. October 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fer. ne 2524 Dienstag den 17. Oktober d. J., Vormittags 11 Uhr, soden in hiesigem Rathhause 15 Malter Hafer für das Faselvieh der Stadt Friedberg an den Wentgsi⸗ sordernden versteigert werden. Friedberg den 12. Oktober 1871. Großherzogliche Bürgermeißerei Friedberg. Foucar. Pfänder-Versteigerung der Pfand und Leihanstalt zu Friedberg. 2523 Donnerstag den 2. November d. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, werden in hiesigem Rathhause alle bis zu diesem Termin die Verfallzett erreicht habenden und nicht ausgelösten oter renovirten Pfänder der hiesigen offentlichen Pfand⸗ und Leihanstalt, bestehend in Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Weißzeug, Manns⸗ und Frauen lleidern, goldenen und filbernen Taschenuhren, sowie sonstigen Gegenständen, öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung verfteigert. Gleichzeitig wird bemerkt, daß die Auslösung und Renovation der Pfänder nur an den hierzu bestimmten Tagen, Dienstag, Donnerstag und Samstag, statisinden kann und daß das Pfandhaus vom 31. Oktober bis zu beendigter Versteigerung geschlossen bleibt. Die Großherzoglichen Bürgermetstereien des Kreises Frledberg werden bierdurch ersucht, dies im Interesse ihrer Gemeindeangehörigen ortsüblich bekannt machen zu lassen. 3 Friedberg den 12. Oktober 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Fouc ar. Vergebung von Schreiner-Arbeiten. 2526 Die zur Vollendung des neuen Nathhauses zu Lauterbach noch erforderliche Schreinerarbeit soll in 4 Loosen oder im Ganzen auf dem Submissionswege anderwärts vergeben werden! kr. os 1, veranschlagt zu 358 59 Ee 2. l 7 1 626 23 Loos 5„„ 582 12 Loos 4, 1„ 659 52 Zusammen= 2227 26 Anerbietungen zur Uebernahme einzelner Loose oder der ganzen Arbeit müssen versiegelt und frankirt, mit rer betreffenden Aufschrift versehen, bis spätestens Samstag den 28. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, bei Perrn Stadtbaumeister Neuschäfer zu Lauter⸗ dach eingereicht werden, wo auch vorher die Pläne, Poranschläge und Accordsbedingungen eingesehen werden önnen. N 2 Termine zur Vollendung der Arbeiten find so angesetht, daß dieselben im Laufe des Winters 1871/72 Horbereitet werden sollen, um solche mit Beginn der desseren Jahreszeit im Jahre 1872, bis spätestens An— ange Jull, beenden zu können. Ale feld am 10. Oktober 1871.. Groß herzegliches Kreisbauamt Alsfeld. e Höchst wichtig für Bruchleidende! 00 er die bewährte Heilmethode des bekannten cwelzerischen Brucharztes, Krüst⸗ A(ther, in 7 Tu. Appenzell, kennen lerzen will, kann bei der 2 70 esce Blattes ein Schristchen mit Belehrung und vielen 00 Zeugnissen in Empfang nehmen. Die Unterzeichneten beehren sich, ihre durch die neuesten und besten Romane zꝛc. zꝛc. abermals ergänzte Leihbibliothek welche sich nach Schließung des Nauheimer Geschäftes während der Wintersaison wieder in Friedberg befindet, zu gefälliger Benutzung zu empfehlen. Bindernagel& Schimpff. Geschäfts Eröffnung. 2493 Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum zur Nachricht, daß ich am Heutigen in meinem elterlichen Hause ein Modewaaren⸗Geschäft, speziell in Herrenartikeln, bestehend in Kragen und Manschetten in Leinen, Shirting und Papier, allen Sorten Herrenbinden, Foulards und Cachenez. Herren⸗Chäles, baumwollenen Taschentüchern, wollenen und baumwollenen Unterhosen und Jacken, Glace, Waschleder- und Bukskinhandschuhen, Hosenträgern, Manschetten⸗ knöpfen, Uhrketten, Parfümerien u. s. w., eröffnet habe. Gleichzeitig empfehle ich meine Eigarren- und Chocolade⸗Niederlage in den besten Sorten und bitte um gütigen Zuspruch. Friedberg am 9. Oktober 1871. Hermann Bechstein. 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Horn, und Kindern in hiesiger Stadt zustehenden Im⸗ bilien: mb. 1229 24% Rth. Wohnhaus, Hinterbau, Wasch 1230 küche und Stallung in der 12² Parkgraße, neben Hans Claus 8 Wiegand, und „ 1230= 13½ Rth. Garten dabes, 5 nochmals öffentlich an den Meistdletenden perßeigert. Kaufliebhader werden bierzu mit dem Anfügen ein⸗ geladen, daß in dem dreistöckigen Dause, welches erst vor wenigen Jahren erbaut woiden ist, sich 20 Zimmer befinden und daß dieses seiner vortheilbaften Lage wegen sich zu jedem Geschäflsbetrieb, namentlich zum Logiren von Fremden, sehr gut eignet. Bad⸗Naubeim am 12. Oktober 1871. Großherzogliches Ortsgericht Bad Nauheim. Schutt. Bekanntmachung. 2518 Montag den 16. d. M., Nachmittags 2 Uhr, werden in der Wobnung der Frau Siedemeister Kersttng Wittwe auf der Sallne dahier: 2 Sopha, 4 Tische, 1TCommode, 2 Spiegel, 12 Rohr- flüble, 1 Rohrsessel, 2 lackirte Bellgellen, 1 Nacht⸗ tisch, 1 Waschtisch, diverse kleine Sachen, Haus und Gartengeräthschaften öffentlich an den Meifibietenden gegen Bagarzahlung versteigert. Bad⸗Naubeim am 12. Oklober 1871. Großherzogliches Ortsgericht Bad Nauheim. Schutt. Kiefernsamen-Persteigerung. 2508 Dienstag den 17. Oktober, Nachmittags 2 Ubr, wird in dem Wirthschaftslocal von Karl permes dahier die diesjährige Kiefernsamen-Erndte in den Freiherrlich v. Franckegstein'schen Waldungen, in der Gemarkung Ockstadt bei Feiedberg, versteigert. Ockstadt am 11. Oktober 1871. Der Freiherrlich von Franckenftein'sche Oberförster Rumpf. Arbeits ⸗Verstejgerung. 2527 Montag den 16. Oktober l. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen zu Nieder⸗Welsel in dem Gemeinde⸗ hause nachslehende Arbetten und Lieseruggen unter den vor der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Be dingungen versteigert und in Accord gegeben werden, nämlich:. Ax. 1) Steinhauerarbeit, veranschlagt zu 84— 2) Maurerarbeit 101— 3) Pflafterarbelt 52 30 ) Schlosserardeit 135 20 5) Zimmerarbeit 83 48 6) Weisbinderarbelt 25— 7) Sleinbrechen zu Chausseedeckfteinen 36— 8) Desgleichen zu Mauersteinen 424 9) Desgleichen zu Pflaflersteinen 32 30 10) Beifubhr der Steine 58— 11) Sandlieferung 34 15 12) Kalklieserung Kt 13) Cbaussirarbeit und Handarbeit 98— Butzbach am 12. Oktober 1871. Der Bezirks⸗Bauaufsseher Bur k. Arbeits ⸗Versteigerung. 2528 Dtenftag den 17. Oktober l. J., Nachmittage 2 Uhr, sollen zu Hausen auf dem Bürgermeisterbür eau die zur Erbauung des Leiterhauses nöthigen Zimmer⸗ arbeit, Maurerarbeit, Dachbeckerarbeit, Schlosserarbeit, Wagnerardeit, zusammen zu 130 fl. verauschlagt, unter den vor der Versfefgerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert und in Accord gegeben werden. Butzbach am 12. Oktober 1871. Der Bezirks- Bauausseher Bauer k. 1* 0 1 5 Nobiliar⸗Versteiger Mobiliar⸗Versteigerung. 2445 In der Wohnung der Frau 3. Hieronpmus Wittwe dabter(Malnzerthor) werden Dienstag den 17. Oktober. J., 0 Morgens 9 Uhr, verschiedene Mobilsen, insbesondere 1 Plüschsopha mit ditto Sluhlen, 1 kleines Sopha, 1⸗Glasschrank, 2 Pfeiler⸗ 3 Spiegel, Tische, Schränke, Bettwerk Küchen⸗ geräthschaften und verschtedenes Hausgeräthe ö meistbietend versteigert. 5 1 Iriedberg den 2. Oktober 1871. 25 In Auftrag: Schwarz, Hoflargtor. 0 49 Tapetenhandlung. 272 Vollst ind irles e Tapeten * 5 2 Lager von Tapeten zu den Bad-⸗ Nauheim. 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