den peippelt —— Ing. ness 1 Ur, nt seigende r gegen glei Aten etänbes tent Scr t Perdegeschurt, n an. berschedent dentertthe, tit Aenreret, dit tr Errias * t vher be⸗ * 1871. A Dr. Alein, t n Sten 827 Naubeim. dere tri: 1 71 e Ain be 1e 0 et ben u e 3˙¹ Ses! * Atte 1871. Dienstag den 14. Februar. M 19. berhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Belreffend: Die Ausführung des Gesetzes über die Portofreihelten im Gebiete des Norddeutschen Bundes, hier die Averstontrung der von den Großherzoglichen Behörden in Nordbesssen zu zablenden Porto- c. ꝛic. Beträge. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, Großherzogliche Polizei-Verwaltung Bad-Nauheim, Großherzoglichen Polizei-Commissär zu Wickstadt, die Kirchenvorstände und die Schulvorstände des Kreises. oder unfrankirt angekommene— Sendungen, sei es an Porto Sie wollen baldigst berichten: 1) ob von Ihnen für die Frankatur von portopflichtigen dienst⸗ lichen Postsendungen während des Jahres angewendet worden sind oder eine Contirung stattgefunden hat; oder Bestellgeld 1870 Dienstfreimarken 2) weiche Beträge für derartige— frankirt abgegangene und frankirt Oef fe Betreffend: Hebung der Obstbaumzucht. Nach Beschluß der Geueral⸗Versammlung des landw. Bezirks vereins Friedberg vom 10. l. M. sind 50 fl. zur Unterstützung eines jungen unverheiratheten Mannes, welcher in den am 16. Marz l. J. in dem pomologischen Institute zu Reutlingen beginnenden Lehrcurs für Obstbaumwärter eintreten will, zu verwenden, ich fordere daher Lusttragende zur baldigen schriftlichen Anmeldung bei mir unter dem ntliche Bekannt m a Weise veröffentlichen. Anfügen auf, daß den Anmeldungen Bescheinigungen über einige oder Recommandatsons gebühr bestellgeld, wahrend des Jahres bezw. Ihnen creditirt worden sind. — Friedberg am 11. Februar 1871. oder Landbrief⸗ 1870 von Ihnen aufgewendet, Tra p p. chung. Uebung in der Baumcultur und besondere Liebe zur Erlernung der Obstbaumzucht, sowie guten Ruf und über das Alter anliegen müssen. Die Herren Bürgermeister wollen Vorstehendes in geeigneter Friedberg den 11. Februar 1871. Der Director des landw. Bezirksvereins des Kreises Friedberg „a. Kriegs nachrichten. Nachrichten aus Versailles zufolge hegt man dort die besten Hoffnungen auf den baldigen Abschluß des Friedens und schmcichelt sich, mit der Anzeige davon bereits die für den 9. März angesagte Eröffnung des Reichstages inauguriren zu können. Aus Versailles wird mitgetheilt: Der amerikanische Gesandte in Paris, Herr Washburne, der sich in der französischen Hauptstadt der Deutschen sehr angenommen hatte, soll vom Reichskanzler ein Danksagungsschreiben erhalten haben. — Der Prinz Friedrich Karl weilte am 6. d. besucheweise mit General Stlehle, seinem Stabs- chef, in Versailles. — Der„Bad. Landeszig.“ wird aus Ver⸗ sailles, S. Febr., geschrieben:„Um, im Falle die Assemblée nationale nicht friedlich gestimmt sein sollte, die Operationen sosort wieder auf⸗ nehmen zu können und dann auch den Süden die Lasten des Krieges fühlen zu lassen, vielleicht auch nur, u durch die bloße Nachricht von dem Ab- marsche eines neuen Armeccorps den Franzosen des Südens Friedensgedanlen beizubringen, hat das 5. Corps Marschordre nach dem Süden erhalten. Aus Versailles schreibt man der„Köln. ig.“;„Am 4. Februar Nachmittags langte die erste Sendung von Lebensmitteln, welche die Stadt London der Stadt Paris zum Geschenk machte, auf dem pariser Nordbahnhof an. Der Oberst Stuart Wortlay und Herr George Moore be— gleiteten den Wagenzug, dessen Inhalt in 20 Theile für die 20 Axrondissements getheilt wurde. Man hielt darauf, daß nicht nur die Classe der wirklich Armen, sondern auch hauptsächlich die der Verarmten und verschämten Armen aus den mittleren Ständen der Gesellschaft bei der Ver- (heilung bedacht würde, weshalb man die aus- gegebenen Fleischkarten zur Basis der Austheilung ahm. Die erste Sendung, der eine zweite und ritte binnen Kurzem folgen soll, bestand meist zus condensirter Milch, Käse, Speck, Liebig'schem Fleischextralt, Biscuits aus feinstem Mehl, Suppen aus Conpserven ic, Aus Lille langten gestern benfalls 6000 Centner Mehl und ein Waggon mit Steinkohlen an, während von Dieppe aus 37,000 Kilo Mehl, 23,000 Kilo Käse, Butter und Biscuit, 30,000 Kilo Salz, Reis und Kaffee, 21,000 Kuo frische Fische, 4000 Kilo Kartoffeln, 16,000 Kilo Hafer und 300 Hammel eintrafen.“ Dem Versailler Correspondenten des „Standard“ zufolge verlangt der Kaiser die Aus— lieferung des Generals Ducrot, um ihn vor ein aus französischen und deutschen Offizieren zu— sammengesetztes Ehrengericht stellen zu lassen. — Am 8. d. waren die commandirenden Generale Trochu, Chanzy, sowie als Vertreter Faidherbe's der General Farre zu einem großen Kriegsrath in Paris versammelt, um über die Frage zu entscheiden, ob eine Fortsetzung des milttärischen Widerstandes überhaupt noch möglich sei oder nicht. Das deutsche Hauptquartier scheint die augenblickliche Situation ziemlich ernst auf— zufassen, da an drei Armeecorps(das 4., 5. und 6.) der Befehl gegangen ist, sich marschbereit zu halten. Die 22. Division ist am 7. d. hierher zurückgekehrt, so daß das 11. Armeecorps nun wieder vor Paris vereinigt ist. — In Paris waren im Ganzen 914 deutsche Gefangene, die am 31. v. M. in Creteil gegen eine gleiche Anzahl französischer Gefangenen aus— getauscht wurden. Es findet jetzt eine starke Aus- die verhältnißmäßige Schwierigkeit, die erforder— lichen Papiere zu erhalten und die nächste Eisen— bahnstatton, von welcher die Personenbeförderung stattstudet, zu erreichen, einigermaßen in Schranken gehalten ist. Sehr viele scheinen sich der Gefahr einer neuen Beschießung und Aushungerung auf alle Fälle entziehen zu wollen. — Der„N. Stett. Ztg.“ ist das nachfolgende Telegramm zugesandt worden: Das 2. Armee Corps marschirte vom 3. Januar bis 4. Februar von Paris über Fontainebleau nach Montargis durch die unwirthbare Cote d'or, die Bourogne und Franche Comte und durch das Juragebirge bis über Pontarlier hinaus, ½ Meile von der Schweizer Gränze, in fast beispielloser Schnellig— keit. Kleine und größere Gefechte bei Bliguy, woch, bei Sabine, Champagnole, Dompierre, Raeßfeld wanderung aus Paris statt, die nur noch turch Frasne, Vauy, La Planee und Pont arlier geben Zeugniß von dem unaufbaltsamen Vordringen des pommerschen Armee-Corps, über 10,000 Ge⸗ fangene, 2 erbeutete feindliche Adler, 6 Geschütze und viele 100 Wagen von seinen Erfolgen. In dem Gefechte bei Pontarlier am 1. Februar, in welchem besonders die Regimenter Nr. 9 und 49 fochten, verloren dieselben 19 Offiziere und 400 Mann. — Das 61. pommersche Regiment bat be⸗ kanntlich bei Dijon seine Fahne verloren. In einer von dem Regimentsführer Oberstlieutenant Weyrach erlassenen Todesanzeige heißt es: Am 23. Januar siel bart vor den Mauern von Dijon in dem Sturme auf ein stark besetztes Gehöft der Secondelieutenant Schultze mit der Fahne in der Hand, und nach ihm der Secondelteutenant und Adjutant des 2. Bataillons von Puttkammer I., die Fahne ergreisend und dem Feinde entgegen— stürmend. Von demselben Regiment fielen am 21. Januar Premier-Lieutenant Küster, Premier- Lieutenant und Compagnieführer Graf Schwerin, Scconde-Lieutenant Raschke I., Vicefeldwebel von und Oberstabsarzt Dr. Born. Von Verwundeten, die aus Dijon bier angelangt sind, erfahren wir, daß das dort den 40,000 Mann Garibaldi's gegenüberstehende Detachewent des 2. Armeecorps den weit überlegeneren Feind in weit ausgedehnten Positionen anzugreifen hatte. Um denselben die Meinung beizubringen, als habe er eine starke Macht vor sich(die Garibaldi'schen Berichte sprachen von 30,000 Preußen), wurde auf den verschiedensten Punkten vorgegangen, freilich nur in äußerst dünnen Linien und mit sehr schwachen Kräften. Bei einem dieser zerstreuten Kämpfe erbeutete der Feind die Fahne des 61. Regiments, nachdem die wenig zahlreichen Mann- schaften, welche sie zu bewachen hatten, getödtet oder verwundet worden waren. Uebrigens wurde der Zweck, Garibaldi in Dijon festzuhalten, be— kanntlich erreicht. Aus Orleans schreibt man der„W. Ztg.“ unterm 3. d. M. Mit dem Eintritt des Waffen— stillstandes ist unter dem Gestrigen wieder eine um Dijon, bei Gray, Pesmes, Dole, am Loue- veränderte Dislocation unserer bessischen Di— * vision angeordnet worden. Derzufolge verbleibt das Detachement Rantzau, bestehend aus dem 2. Reiter-Regiment, 2. Infanterie-Regiment und der reitenden Batterie, abcommandirt von der Division. In Orleans bleiben der Divisionsstab und das Commando der Feld-Artillerie, in der Vorstadt St. Marceau cantoniren das 1. Infanterie-Regt., Stab und 2. Bat. des 4. Inf.⸗Regts. sowie 2 Fußbatterien. Das 3. Inf.-Regt. liegt mit Stab und 1. Bat. in der Vorstadt Bourgogne, das andere Bataillon vertheilt sich nach St. Jean le Blane und Combles. Das 1. Jägerbataillon cantonirt in La Ferte St. Aubin(Stab 1. und 2. Comp.), Sandillon(3. Comp.), Clery(4. Comp.). Das 2. Jägerbataillon und das 1. Bat. des 4. Inf.⸗Regts. in Blois, woselbst auch eine Fußbatterie steht. Das 1. Reiter Regiment ist vertheilt auf Olivet(woselbst der Stab liegt), La Ferte, Clery, Sandillon. Außerdem steht eine Fußbatterie zu Boigny, eine zu Vennecy, die Munitionscolonne zu Marigny, die Pionier: Compagnie zu Chezy und Mardy, die Trains, das Sanitétsdetachement und die Feldlazarethe zu Vaumainbert. Der Stab der 49. Brigade verbleibt zu St. Marceau. Außerdem sind in Orleans das Commando des 9. Armeecorps, der Stab und Theile der 18. Division. — Die bayerische Feldeisenbahnabtheilung ist zur Zeit damit beschäftigt, zwischen Versailles und Lagny mittelst der Pariser Gürtelbahn einen direkten Eisenbahnverkehr zu schaffen. Derselbe soll vorderhand auf die Evacuation der Kranken und Verwundeten und auf den Transport von Proviant für die Stadt und die deutsche Armee deschränkt werden. Die Entfernung zwischen Ver- sailles und Lagny beträgt 11 Stunden. — Eine in Liverpool eingetroffene Depesche, datirt Havanna, 23. Januar, gibt nachstebenden Bericht über einen deutschen Flottensieg im Stillen Meere:„Etwa am 20. Dezember fand im Pacific (die genaue Localität ist nicht angegeben) ein Gefecht zwischen der preußischen Kriegsfregatte „Medusa“ und zwei kleinen französischen Kanonen- booten, dem„Curieux“ und dem„Bruix“ statt, das damit endete, daß die französischen Kanonen boote geschlagen und in den Grund gebohrt wur- den. Der„Curieux“, welcher zu derselben Klasse von Kriegsfahrzeugen gebört, wie der„d'Entre Casteaux“, führte vier Bronce⸗Zwölfpfünder, der „Bruix“ zwei Zwölfpfünder und einen Vierund— zwanzigpfünder, während die preußische Fregatte mit 13 Geschützen armirt ist.“ Ohne Zweifel fand das Seegefecht irgendwo in der Nähe der südamerikanischen Küste statt, da die französische Fregatte„Circe“, sobald sie Nachricht davon er- hielt, unverzüglich den Hafen von Montevideo verließ, um die„Mevusa“ aufzusuchen. Deutschland. Berlin. Es verlautet, daß die Formation der gesammten Reichsarmee im Zuge sei. Für das künftige 13. Armeecorps sind die würtem- bergischen und hessischen Truppen in Aussicht genommen. — Nach einem Verzeichniß des Kriegsmini⸗ steriums haben sich bis zum 25. Januar c. im Ganzen 142 französische Offiziere durch Flucht der Gefangenschaft zu entziehen gewußt. Davon kommen 10 auf Breslau, 22 auf Köln, 17 auf Hirschberg, 6 auf Münster, 19 auf Aachen, 8 auf Düsseldorf, 5 auf Trier, 2 auf Minden, 4 auf Magdeburg, 3 auf Wiesbaden, 11 auf Neu⸗ wied, 6 auf Oppeln, 4 auf Schleswig, 4 auf Görlitz, 1 auf Burg, 1 auf Rieb, 3 auf Colberg, 1 auf Altona, 2 auf Erfurt, 9 auf Dresden, 2 auf Metz, 3 auf Küstrin und 1 auf Glatz. — Gegenüber den Mittheilungen der Blätter bezüglich einer Verlängerung des Waffenstillstandes bemerkt die„Kreuzzeitung“, daß die Entscheidung hierüber nicht früher getroffen werden kann, als bis sich erkennen läßt, wie weit die gewählte französische Nationalversammlung wirklich Chancen für den Friedensschluß darbietet. — Nach einem Wilhelmshöher Telegramm der„Hamb. Nachr.“ vom 9. Febr. soll das Na⸗ polconische Manifest erst veröffentlicht werden, wenn das Ergebniß der Wahlen bekannt ist. München. Die Bestimmung, wonach kriegs⸗ gefangene Mobilgarden aus dem Elsaß, welche dortselbst Grundbesitzer sind, auf Ansuchen gegen Revers aus der Kriegsgefangenschaft entlassen werden können, wurde nunmehr auch auf die kriegsgefangenen Mobilgarden aus Deutschlothringen unter gleicher Voraussetzung ausgedehnt. — Die„Corresp. Hoffmann“ meldet: Zu Vertretern Bayerns im deutschen Bundesrath wurden vom König die Staats minister Pfretzschner, Schlör und Lutz, sowie der bayerische Gesandte v. Perglas in Berlin, der Oberst Fries und der Ministerialrath Berr ernannt. Würzburg. Am 6. und 7. d. trafen per Bahn, aus Soissons kommend, 44 schwere Festungsgeschütze nebst 3 Waggons mit Munition und Waffen dahier ein und wurden diese Tro⸗ phäen in den Zeughäusern der Feste Marienberg untergebracht. 1 Schweiz Der Oberbefehlshaber der eid⸗ genössischen Armee, General Herzog, macht durch eine Proklamation mit Rücksicht auf die ihm zur Kenntniß gebrachten Thatsachen allen inter- nirten französischen Militärs zur Pflicht, sich jeden Verkaufes von Pferden und Ausrüstungsgegen⸗ ständen aller Art, die dem Staate angehören und ihnen anvertraut sind, zu enthalten. Er empfiehlt überdies der schweizerischen Bevölkerung und den- jenigen Fremden, welche sich vorübergehend in der Schweiz aufhalten, keinerlei Gegenstände irgend einer Art käuflich an sich zu bringen, da im Be- tretungsfalle ohne anders Ueberweisung an den Richter erfolgen müßte. — General Ochsenbein, der mit seiner Division bereits im Gefechte gestanden, wird von seinen Verwandten in Biel wieder zurücker wartet. J dDdie Schweiz hat um die Verwendung des Grafen Bismarck nachgesucht in Bezug auf die Rückkehr der internirten französischen Armee nach Frankreich. Graf Bismarck hat ablehnend geant⸗ wortet, weil die französische Regierung erfahrungs⸗ gemäß außer Stande sei, die Garantie zu geben, daß die rückkehrende Armee nicht sofort gegen die Deutschen marschire. Graf Bismarck ersucht die Schweiz, in der bislang lopalen Haltung ihrer Neutralität für eine hoffentlich noch kurze Zeit fortzufahren und dadurch an der Beschleunigung des Friedens theilzunehmen. — die Evacuation der Internirten von der Grenze nach dem Innern ist beendigt. Die de⸗ sinitive Gesammtzahl der Internirten schwankt zwischen 65,000 und 66,000 Mann. — Nach der„Grenzpost“ haben bereits eine Anzahl Offiziere und 44 Soldaten der internirten Armee über Basel zu entwischen gesucht; es soll ihnen aber nu: theilweise gelungen sein, und der Rest dürfte nun mit der Strafgarnison Luziensteig Bekanntschaft machen. Frankreich. Paris. Die aus Paris vorliegenden Nachrichten englischer Blätter besagen: Am Sonnabend den 4. d. in aller Frühe kam ein Transport Lebensmitsel in Paris an und so groß war die Menge der Einkäufe auf den Märkten, daß die Behörde, ängstlich geworden, unter Trommelschlag die Nationalgarde zu den Waffen rief, um die Ordnung aufrechtzuhalten.— Der Correspondent der„Times“ schreibt: Täglich mehren sich die Anzeichen, daß der Wunsch nach Frieden das höchste Gefühl im Publikum wird, und möglich ist, daß eine Kammer, die ihn schließt, sich dadurch mit Ruhm bedecken wird. — Nach einem Telegramm aus Paris, welches „La Presse“ veröffentlicht hatte, sollte dem briti⸗ schen Cabinete die Kündigung des französisch⸗ englischen Handelsvertrags zugestellt worden sein. Die„Corresp. Havas“ behauptet das Gegentheil. Sie ist ia der Lage zu erklären, daß die Re gierung der Nationalvertheidigung die ihr vom Minister Dorian unterbreitete Vorlage, den Ver— trag aufzuheben, zurückgewiesen hat. Der Vertrag bleibt daher wenigstens bis 1872 noch in Kraft. — Figaro, Temps, Patrie melden überein- stimmend, die Regierung in Bordeaux habe be- schlossen, die National-Versammlung nicht in Bordeaux, sondern in Poitiers zu berufen. — Der Kriegsminister, General Leflo, ist nach Bordeaux, der amerikanische Gesandte, Washburne, nach Brüssel abgereist. Die Zufuhr von Lebensmitteln dauert ununterbrochen fort, doch bleibt während des Waffenstillstandes die Ratio- nirung derselben aufrecht erhalten. Auf Bahnhöfen beginnt sich der Verkehr wieder in gewohnter Weise herzustellen. Die Regierung beschäftigt sich lebhaft mit der Reorganisation der Gensdarmerie. — Einer Pariser Depesche vom 6. d. zufolge hat die französische Regierung die Generale Chanzy und Faidherbe, und die Befehlshaber der Ost— armee instruirt, competente Officiere nach Bordeaux zu senden, die der Nationalversammlung über die Lage der resp. Armeen genauen und vollen Bericht erstatten sollen. General Farre, Divisions-Com- mandeur in Faidherbe's. Armee, ist zu diesem Behufe bereits in Bordeaux eingetroffen. — Aus Amiens wird gemeldet: Faidherbe ist schwer erkrankt. — In Paris sind die Wahlen nach„Daily News“ ruhig verlaufen. Man erwartete eine Compromißliste: Thiers, Victor Hugo, Louis Blanc, Delescluze Bordeaux. General Bourbaki ist vollständig außer Gefahr, seine Wunde beginnt langsam zu heilen. Etienne Arago soll mit einer Mission nach Italien betraut werden. — Nachrichten aus Bordeaux besagen, daß dort große Unterschleife und Betrügereien bei den Lieferungen für den Staat entdeckt worden sind. — Aus Lyon vom 5. Februar wird gemeldet, daß zwischen Clubisten und Nationalgarden Zu⸗ sammenstöße stattgefunden haben. Die Ordnung wurde bald wieder hergestellt, einige Verhaftungen wurden vorgenommen. — Cremieux hat seine Entlassung gegeben, wird jedoch bis zur Constituirung der National- versammlung seine Functionen noch versehen. General Leflo ist eingetroffen und hat die Leitung des Kriegsministeriums übernommen. Lionville ist an Stelle Lauriers zum Generaldirector des Ministeriums des Innern ernannt worden. — Nach den bis jetzt vorliegenden Wahl⸗ ergebnissen aus Frankreich kann mit Be⸗ stimmtheit angenommen werden, daß die repu⸗ blikanische Partei unterlegen ist. S lbst in den südlichen Departements wurde wider alles Erwarten wenigsteus auf dem Lande antirepubli⸗ kanisch gewählt. Dein Sieg hat die sogenannte national⸗conservative Partei mit Thiers, Dufaure und Trochu an der Spitze davongetragen, so daß die Wahlen als Friedens wahlen be⸗ zeichnet werden können, denn diese Majorität der den N Constituante wird wahrscheinlich der Fortsetzung des Krieges noch mehr abgeneigt sein, als die Republikaner Jules Favre und Anhänger. Die Sehnsucht nach dem Ende der Metzeleien bricht mächtig in Frankreich durch und so vermehren sich die Aussichten auf einen baldigen Friedensschluß. Brest. In den bei Landernau angesammelten, für Paris bestimmten Schlachtviehherden ist die Rinderseuche ausgebrochen. Die Thiere fallen so zahlreich, daß es unmöglich geworden ist, die⸗ selben einzuscharren; die Cadaver werden daher auf Kriegsschiffe verladen und von dort ins Meer versenkt. Aus Lyon vom 4. d. wird der„Indepen⸗ dance“ gemeldet:„Das Corps des Generals Cremer, welches sich auf Gex zurückzog, war ge⸗ zwungen, wegen der Terrainschwierigkeiten 40 Kanonen vernagelt zurückzulassen. Belgien. Brüssel. Das„Echo du Parlament“ meldet: England will Preußen ver⸗ anlassen, die Friedensbedingungen einem Schieds- gericht der Neutralen vorzulegen. Diese sollten dann die Aufrechthaltung der Stipulationen garan- tiren. Ein europäischer Congreß sei wahrscheinlich. — Das„Echo du Parlement“ meldet, daß der König durch den Bürgermeister von Brüssel einen Lebensmittelzug nach Paris zur Unterstützung der nothleidenden Belgier hat abgehen lassen. Großbritannien. London, 9. Febr. Die Königin eröffnete heute das Parlament mit einer Thronrede, welche besagt: Der Krieg, der 0 1 — — S 2 S eee — — de, N A Ilamh, e . ert, d 10 179* den du Fun in „ Lonit * äintig aße J den t deiltn. n bath Nalit besagen, daß i bei 140 A berden sind. dur gemildtt, nalgerttn gu · Du Ordnung 1 Berbestungen eng la, er Nenonal- A aa dasehen. det dit Leiturg die t artittyubli⸗ bit segtrannlt mit Thicrs, datengttagtn, able be⸗ Nate be en Feng tit als dit rtärgel. Dit Gade brich * zunthttn 1 en bisder gewütbet, könnte möglicherweise in wenigen Tagen wieder beginnen, wenn nicht Mäßigung die Hindernisse des Friedens beseitige. England babe strenge Neutralität beobachtet und jede aus- sichtslose Intervention vermieden. Der gegen- wärtige Waffenstillstand lasse endlich eine voll- ständige Verständigung hoffen, welche mit der Sicherheit und der Ehre beider Nationen ver einbar wäre. Zu der Annahme des Kaisertitels durch den König von Preußen habe die Königin Glückwünsche abgestattet. Die Wiederherstellung der deutschen Kaiserwürde bezeuge die Festigkein und Unabhängigkeit Deutschlands, welche der Stetigkeit der europäischen Staatenverhältnisse nur zuträglich sein könnten. Die Königin spricht die Hoffnung aus, das Resultat der Couferen: werde die Principien des öffentlichen Rechts betreffs der Verträge aufrechterhalten und andererseits ein berzliches Einvernehmen der Mächte bezüglich der Orientfrage herbeiführen. Schließlich hebt die Thronrede die freundschaftlichen Beziehungen zu allen civilisirten Mächten hervor; zu den innern Angelegenbeiten übergebend, verspricht die Thron rede eine Reihe von Gesetzesvorlagen, darunter über die Heeresorganisatin. — Die Municipalität hat 2000 Pfund zur Unterstützung von Paris gezeichnet. Der Lord mayor hat die Mittbeilung gemacht, daß der Nothstand in Paris fortdauere. Die„Situation“, das bonapartistische Organ in London, vom 4. Febr. ist mit dem Gtafen Bismarck sehr unzufrieden, daß er mit Jules Favre unterbandelt hat. Graf Bismarck ist in den Augen der„Situation“„der Schöpfer wider Willen des größten Heerdes der Anarchie, der jemals die Welt mit Entsetzen erfüllt hat“; noch mehr:„Die Souveräne Europa's haben sich nur noch zu fragen, was aus ibren Thronen werden wird, wenn die Unklugheit dee Herrn v. Bismarck nicht rasch durch ihn selbst wieder gut gemacht wird.“ Die Sympathien der Bona partisten hat demnach Herr v. Bismarck verscherzt; er wird sich darüber zu trösten wissen. In der⸗ selben Nummer fährt die„Situation“ wüthend über die Orltans her. — Eine deutsche Massenversammlung, von bitsigen Arbeitern berufen, bat unter Herrin Degenhardt's Vorsitz Protest erhoben gegen ein neuliches Schreiben zweier Vereine, welche Gari- baldi's Auftreten gegen Deutschland billigten. Gleichzeitig wurde beschlossen, eine Adresse an Karl Blind zu erlassen und demselben zu danken für seine vortreffliche und ächt patriotische Ver⸗ theidigung der gerechten Sache des Vaterlandes in dem gegenwärtigen uns aufgedrängten Kriege, wie er solche besonders in der Presse und in seinen Vorlesungen u. s. w. geführt habe. Italien. Aus Genua meldet man, Gari⸗ baldi schicke sich an, so bald als möglich nach ———— p 7˖‚˖r? Caprera zurückzukehren; in Florenz will man wissen, er habe die Candidatur als Deputirter für Nizza angenommen. Am 4. d. Morgens ist Garibaldi mit seinem Stabe in Chalons-sur-Saone angekommen. Florenz. Aus Nizza werden vom 11. d. ernste Ruhestörungen gemeldet. Es hat ein Zu— sammenstoß zwischen Volk und Militär stattgesun- den; die Präfectur wurde unter dem Rufe:„Es lebe Italien!“ umringt. Das Militär machte einen Bajonnet- Angriff, es fielen mehrere Ver- wundungen vor. Das in Nizza erscheinende Journal„Diritto“ ist unterdrückt worden. Gari— daldi wurde daselbst in die Constituante gewählt. Aus Veutimiglia, 10 Febr., erhält die „A. A. Z.“ von unbekannter Hand nachfolgendes italierisch abgefaßte Telegramm:„Nizza ist in Revolution. Viele Verwundete. Die Bevölkerung belagert die Präfektur und verlangt den Anschluß an Italien unter dem Rufe:„Es lebe Deutschland!“ » Friedberg. Aus den vielen vorltegenden Berichten über das auch hier und an verschiedenen Orten der Provinz beobachteten Erdbeben am Morgen des 10. d. gebt hervor, daß sich die Erschütterung erstreckte südlich bis Stuttgart, östlich bis Aschaffenburg, westlich dis Wiesbaden, nördlich bis Gießen hinauf. In Stuttgart bod die Erschütterung die Beitstellen empor, ließ die Zimmerglocken anschlagen, Gläser kirrten 2c. In Karlsruhe war der Sioß von einem dumpfen Geiräusch begleitet. Am stärksten scheint der hin⸗ und herrüttelnde Stoß in Darmstadt empfunden worden zu sein; er ging von unten nach oben. In ver⸗ schiedenen Orlen des Odenwaldes hörte man ein starkes Gebrause, unicrirdisches Getöse, mächtigen grollenden Donner ꝛc. In Aschaffenvdurg verspürte man nicht Stöße wie im vorigen Jahre, sondern Schwanken der Häuser. Von Ludwigshafen schreibt man: Die Betten schwankten, die Wände des Hauses erziiterten, die Tapeten klachten, von der Decke lösten sich dicke Stücke Kalk los, die Fenster⸗ scheiben klirrten, auf dem Waschtische geriethen verschiedene Gege stände in Bewegung, und im oberen Stocke des Wohnhauses, wo die Wirkungen des Erdbebens stärkere waren, läutete die Thürschelle und die Wanduhr blieb stehen. Ein gegen Osten gerötbeter Himmel, wie von einer sernen Feuersbrunst herrührend, schien dieses Erd⸗ beben zu degleiten. Außerdem liegen noch viele Notizen aus Starkendurg und Rheinhessen, aus der Pfalz, Baden, Württemberg und auch aus dem Elsaß vor, welche ähnliche Schilderungen geben. B. Büdingen, 10 Febr. Heute Morgen 20 Minuten vor 6 Uhr wurde unsere Bevölkerung in unangenehmer Weise durch eine heftige Erderschütterung geweckt. Ueber⸗ einstimmend wurden folgende Beovachtungen verzeichnet: Die Erschütterung bestand aus eiwa 8—12 rasch auf einander folgenden Stößen von im Ganzen etwa 4 Sckunden Dauer, mit der Richtung von Nordwest nach Südost. Schwach beginnend erreichten diese Stöße etwa in der Mitte ihrer Gesammtdauer den Hoͤhepunkt- ihrer Stärke, von dem zurückgehend sie nach und nach verschwanden. Die Bewegung war so slark, daß viele Personen, nament— lich in höheren Stockwerken wohnende, in ihrem Bette hin⸗ und hergeworsen wurden; kleinere Gefäße, wie Lampen u. s. w., schwanklen sichtbar hin und ber und wurden zum Theil sogar von dem Tisch auf die Erde geschleudert. Auffallend ist, daß, während es bis nach Mitternacht thaule, kurz vor der Erschütterung Frost mit No eiutrat. Es wäre interessant zu erfahren, welche Beobachtungen man von anderen Orlen über diese immerhin nicht ganz unbedeutende Erschütterung gemacht bat. Frankfurt. Die Kälte im nordösilichen Deuischland ist seit Mitte voriger Woche in stetem Steigen. Am Donnerstag zeigte nach den Witterungstelegrammen den niedrigsten Temperaturgrad auf der Linie zwischen bier und Riga(das sich auf— 21 erhält), das Thermometer in Königsberg(unter— 220.) dann folgen Memel und Danzig mit— 20, Posen und Köslin(— 16½), Ratibor(— 16), Stettin und Breslau(— 15), Putbus (— 13), Berlin(— 11), Kielerhasen(— 10½½). Frankfurt. Da viele französische Geschäfte in Paris beschlossen haben, keine Deulsche mehr anzustellen, so hat, wie wir vernehmen, eine Anzahl hiesiger Firmen, welche mit Paris Geschäfte machen, beschlossen, ihre Correspondenz mit den dortigen Häusern nur deutsch zu führen. Berlin. Es gibt wenige Familien, denen der jetzige Krieg nicht ein oder das andere schwere Opfer gekostet hätte, aber gewiß hat keine so schwere Opfer zu beklagen, wie die des preußischen Obersten v. Werdhern, denn dessen sechs Söhne, die als Offiziere dienten, sind auf dem Felde der Ehre umgekommen. Weißenburg. Am 7. d. entgleiste zwischen Sultz und Wallburg in Folge eines Schienenbruchs ein aus 21 Wagen bestehender Militärzug. Glücklicherweise ist kein Menschenleben zu beklagen; in wenigen Stunden war die Bahn wieder frei gemacht. Schienenkrüche kommen übrigens auf dieser, vom Kriegsverkehr so außer⸗ ordentlich in Anspruch genommenen Bahnstrecke bäufig vor, nicht immer aber mit so glücklichem Ausgange wie der geserige. Ver loosunge n. Wiesbaden. Bei der am 2. und 3. Febr. fortgesetzten Ziehung der nassauischen 25⸗fl.⸗Loose wurden nachfolgende Treffer gezogen: Nr. 60399 73918 und 96429 je 60 fl., Nr. 38635 100 fl., Nr. 21273 200 fl., Nr. 98465 20,000 flo, Nr. 74000 1000 fl., Nr. 34466, 35182, 43981, 74425, 90625 je 60 fl. Gräflich Pappenheim sches Prämien⸗An⸗ lehen. Serienziehung am 1. Febr. Serien: 202 311 331 552 570 672 701 744 877 893 916 1044 1079 1086 1301 1515 1568 1608 1785 2050 2179 2381 2492 2620 2629 2737 2738 2785 2909 2931 2943 3019 3024 3082 3343 3354 3446 2526 3569 3626 3817 3820 4050 4097 4280 4594 4678 4685 4951 5128 5164 5288 5412 5549 5673 5776 5911 5951 6109 6160 6217 6224 6412 6460 6685 6940 6953 6991 7014. Bra unschweiger Thlr. 20⸗Loose. Am 1. Febr. gezogene Serien: 3229 4445 4624 5369 7067 7538 7731 8257 8599. Genfer Loose. Ziehung am 1. Febr. Haupttreffer: Nr. 41019 50,000 fl., Nr. 42671 à 5000 fl., Nr. 7630 d 2000 fl., Nr. 73447 à 1000 fl Antwerpener Loose von 1867. Ziehung am 1. Februar: Nr. 256623 à 50,000 Fres., Nr. 219049 à 5000 Fres., Nr. 42497 und 246828 à 1000 Fres Nr. 68636 76653 132519 143537 187376 uud 273497 500 Fres. Fendungen zur Hessischen Division. Unsere Expedition Nr. 12, welche wir heute, unter gütigem Beistande des Großherzegl. Etappen⸗Commandos Darmstadt, von bier absandten, bestand aus 2200 Collis an einzelne Soldaten und aus einer allgemeinen Liebes⸗ gabe von 2500 Liter Rum. Da es ungewiß ist, ob wir noch eine folgende Expe— dition abgehen lassen, so bitten wir, uns bis auf gegen— theilige Bekanntmachung keine Päckereien mehr zugeben zu lassen. Darmstadt, 11. Februar 1871. Das Comite zur Versorgung Hessischer Feldtruppen Obly. Blumenthal. Die Spar- und Leihkasse zu Lich betreffend. 283 Zu der alljährlich abzuhaltenden Haupt- Versamm; lung werden hiermit alle Mitglieder und dle Rechte der Mitglieder besitzende Gläubiger der blesigen Spar- und Leibkasse auf Mittwoch den 1. März l. J., Morgens 10 Ubr, in ven Nathhaussaal blesiger Stadt mit dem Bemerken eingeladen, daß Anträge von Seiten der Mitglieder oder Gläubiger in dieser Haupt Versammlung nur dann Be⸗ rücksichtigung finden können, wenn solche längstens bis zum 20. l. Mis. bel dem Unterzeichneten schristlich ein⸗ gereicht worden sind. Lich am 4. Februar 1871. Namens des Auffichts⸗Ausschusses Spar⸗ und Leihkasse zu Lich o lv. Holz- Versteigerung. 903 Freltag den 17. d. M., Vormittage 10 Ubr, kommen in dem Weningser Gemeindewald, Diffrikt Wolssteinchen, zur Versteigerung: 1 158 Stück Stammholzabschuttte, von 5½— 11 ½ mittlerem Durchmesser und 4080“ känge, mit 6272 Cubiksuß, Stangen, von 4½— 5“ Durchmesser und 3040 Länge, mit 28 Cubiksuß. Ole Zusammenkunft ist zur bestimmten Stunde im Olfirikt Wolfsteinchen. Wenings den 7. ßebruar 1871. f Groß berzogliche Bürgermeisterei Wenings. Krämer. 5* 7 3 Holzversteigerung im Fürstl. Doruthal bei Wölfersheim. 314 In obigem Oistrikte kommen Donnerstag den 16. d. M., Morgens präcie 9 Ubr, 287 Stück Eichen und 10 gichten⸗Stämme, gleich 6456 Cubikfuß, darunter 10 Stück von 150 Cubik⸗ fuß, sowie 29 Stück Eichen⸗Stangen, gleich 92 Cubikfus. Ferner Frcdige den 17. d. M. edendaselbst: 11 Stecken Eichen c. Prügel, 29„ gewöhnliche urd 159 Stecken gemischte Niederwaldftöcke, 168„ Etlchen⸗Oberholz. 375 Schichten gemischte Schlagreiser zum öffentlichen Verkauf. Hungen den 9. Februar 1871. Fürstliches Rentamt. De mme. 2 1— Eine Fichte, 2908 von 116 Cubikfuß, zu Durchzügen geeignet, ist zu einem billigen Preise zu verkaufen. Nähere Aus— kunft ertbeilt Johannes Schneider, Langenbaln bel Butzbach. 206 Einige achte Harzer Canarienvögel, Roller mit Flötentönen, find zu verkaufen, Vorstadt 148 in Friedberg. Mobiliar-Versteigerung. 913 Nächsten Donnerstag den 16. d. M., von Morgens 9 Uhr ab, werden die zum Nachlasse des Salzam:s⸗ diener Jakod Klingemeler bier geboͤrigen Mobiliar gegenstände und Moventten, namentlich; 2 Sopba, 2 Kommoden, 2 Kleiderschränke, 5 Tisch⸗ 14 Stüble, 2 Sessel, 4 vollständige Betten, 2 Nacht⸗ kommoden, 1 Küchenschrank, 1 Waschkessel, 2 Wasch⸗ bütten, 1 kleine Schnellwaage, 2 Steigleitern, 1 Ztege, 1 Hahn und 5 düdner, sodann Haus- und Küchen⸗ gerätbschaften, eine Partie Stroh und Heu auf biesiger Saline, im Hause Pr. 433, öffentlich au den Meistbtetenden freiwillig versteigert. Bad⸗Naubeim am 9. Februar 1871. Großberzogliches Ortsgericht Bad- Nauheim. Schutt. Faselochs- Versteigerung. 324 Donnerstag den 16. Februar, Vormittogs 10 Ur, soll ein zu schwer gewordener gemeinbettlicher Faselochs auf dem Bürgermeisterel-Büreau meifidletend verstetgert werden. Bruchenbrücken den 10. Februar 1871. Großherzogliche Bürgermeisteret Bruchendrücken. Ga. Braunkohlenklein, 43 als Brennmatertal zum Vermsschen mit Stein- kohlen, verkauft billigst Die Ziegelei am Bahnhof zu Bad Nauheim. Cdictalla dung. 331 Dem Ambrosius Winter von Nieder-Welsel, dermalen in Australien undekannt wo abwesend, wird auf diesem Wege eröffnet, daß Johann Jacob Winter von Nieder⸗Welsel unterm 31. v. M. bei dem unterzeichneten Gerichte förmliche Klage auf Rückerflattung eines ihm angeblich vor betläufig 12 Jabren in der Stadt Melbourn vorgeschossenen Kapitals im Reftbetrag von 3150 fl.— Drei Tausend Einbundert Fünfzig Gulden— nebst Zinsen zu 4% vom 1. Januar d. J. gegen ihn erhoben hat. Unter Gestatlung der Acteneinsicht auf dem Aetuariat des unterzeichneten Landgerichts wird dem Beklagten aufgegeben, fich sogewiß auf die Klage innerhalb 3 Monaten vom ersten Erscheinen dieser Auflage in öffentlichen Blättern zu erklären, als er sonst des that sächlichen Klaginhaltes geständig erachtet, mit etwaigen Einreden ausgeschlossen und der Klagbitte gemäß ver— urtheilt werden wird. Zugleich wird dem Beklagten eröffnet, daß alle weiteren in dieser Sache zu erlassenden Verfügungen durch öffentliches Anschlagen in dem Gerichtslocale ihm infinutrt werden sollen. Butzbach am 4. Febtuar 1871. Großherzogliches Landgericht Butzbach. Dr. Gllmer, Königer, Landrelchter. Langerichts-Assessor. EGdietka lla du nz 333 Nachdem die Inteftaterben des am 15. Dezember v. J. dahter verftorbenen Bürgermeisters Johann Peter Menger dessen Erbschaft nur mit der Rechtowohltbat des Inventars angetreten haben, werden sämmtliche Gläudiger des gedachten Nachlasses aufgefordert, ihre Forderungen bei Meidung der Nichtaufnahme in das Inventar im Termin den 10. März d. J., Vormittags 11 Uhr, Contum. Zeit, dabier anzumelden. Gleichzeitig wird, da eine Ueberschuldung des Nach⸗ lasses wahrscheinlich gemacht ist, der obige Termin zum Güteversuche behufs Abwendung des förmlichen Concutses, sowie eventuell zur Wahl eines Curatots unter dem Rechtsnachtbeill bestimmt, daß die im Termin aus⸗ bleibenden Cbirographar-Släubiger als dem Mehrheits⸗ Beschlusse beitretend werden erachtet werden. Windecken am 8. Februar 1871. Königliches Amtsgericht. Schwarzenberg. Vergebung von Bauarbeiten. 330 Die zur Reparatur der Kirche zu Ilbenstadt erfor⸗ derlichen Zimmer⸗ und Dachdeckerarbeiten, veranschlagt: Zimmerarbeit 160 fl. Dachdeckerarbeit 3370„ sollen auf dem Wege der Submission an die Wenigst⸗ forderden vergeben werden. Die Bedingungen nebft Voranschlägen liegen auf unterzeichnetem Bürkau zur Einficht der Uebernahms- lustigen offen. Die Abgebole haben in Prozenten der Voranschlagssumme zu geschehen und müssen dieselben verfsiegelt, verseben mit der Aufschrift:„Sub mission der..... Arbeit für die Reparatur der Kirche zu Ilbenstadt“ längftens bis den 18. J. Mts., Morgens 10 Uhr, bei uns eingereicht sein, wo alsdann die Er— öffnung der Submission stattfindet. Friedberg den 7. Februat 1871. Grob herzogliches Kreisbauamt Friedberg. e u ß. Versteigerung von alten Baumaterialien. 323 Donnerstag den 16. Februar 1. J., Vormittags 9 Ubr anfangend, sollen in dem Bohnbofe zu Friedberg verschiedene alte Bauwerkffücke, Rüstungen, Fenstern, Thüren, Bekle'dungsstücke, altes Guß und Schmied⸗ eisen öffentlich an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahl ung versteigert werden. Friedberg am 11. Februar 1871. In Auftrag: Königlicher Betriebs ⸗Inspection II. der Main Weser⸗Bahn Der Bahnmeister Rau ech. Versteigerung von Abfallleder. 335 Mittwoch den 22. Februar e. wird eine Partie Abfallleder von Rindhäuten pfundweise in dem unteren Gange der Burg⸗Caserne meistbiesend gegen gleich baare Zahlung verfteigert. Frtedberg den 13. Februar 1871. Ein Hauptmann und Compagnieführer. Holz ⸗ Versteigerung. 326 Donnerstag den 16. Februar l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll in dem hiesigen Gemeindewald nachverzeichnetes Holz, als: 21½½ Stecken Kesern⸗Prügelholz, 28¹ 5e 5 77 Stockholz, 115 1„ Retsobolz, 349 Kiefern⸗Stämme, 4085 Cubikfuß haltend, 1625 Cudbilfuß Kiefern⸗Stangenholz, unter den bei der Verstetgerung bekannt gemacht wer⸗ denden Bedingungen an Ort und Stelle meistbtetend versteigert werden. Zusammenkunft(ß in der Ruhftadt. Oppersbofen am 9. Februar 1871. Großherzogliche en mee Oppershofen. Schmidt. Friedberg den 13. Februar 1871. 336 Tiefbetrübt bringen wir zur Kenntniß theilnehmender Bekannten und Verwandten, daß unser Vater, Großvater und Schiegervater Kaufmann HSeinrich Mack hier von seinem schweren Leiden heute Morgen 6 Uhr in seinem 75. Lebensjahre durch den Tod sanft erlöst worden ist. Um stille Theilnahme bitten Die Hinterbliebenen. Feuerfeste Cassaschränke Patent 321 fortwährend auf Lager bei Uugarische Prämien fl. Ziehung am 15. 1 1871. Diese Loose, unstreitig zu den sichersten Lotterie Papieren gehörend, sind von der 328 Briel, Steingasse Nr. 8, Frankfurt a. M. 100.-Lobst. königlich ungarischen' Negierung garantirt. Ziehungen am 15. Februar, 15. Mai, 18. August, 15. November. Haupttreffer fl. 230,000, 200,000, 150,000, 100,000. Jedes Loos muß mit mindestens fl. Lon. gezogen werden. Diese Gewinne erleiden keinen Steuerabzug. Diese Loose sind bei allen Bank— und Wechselhäusern des In, und Auslandes zum jeweiligen Tagescourse zu haben. Holz ⸗Versteigerung. 334 Im Men Gemeindewald kommen den 16. und 17. Februar nachveizeichnete Polzsortimente zur Versteigerung: Donnerstag den 16. Februar d. J. 341 Stecken Buchen Scheitholz, 14 Stück„ Werkholz⸗Stämme von 15 bis 19 Zoll Durchmesser, 25 bis 35 Fuß Länge, 11 Stück Eichen⸗Bauholzstämme von 6 bis 11 Zoll Durchmesser, 25 bis 60 Fuß Länge, 10 Stück Buchen ⸗Langwieden. Freitag den 17. Februar d. J. 74 Stecken Buchen⸗Prügelholz, 130„„ Stockholz, 12000 Stück„ Wellen. Zusammenkunft und Anfang der Bersteigerung, jedes⸗ mal Morgens 9 Uhr, am Eisenbabnübergang am Pohl⸗ Gönser Weg. Gambach den 11. Februar 1871. Großherzogliche Bürgermetsterei Gamb ch. La u x. Holz- Versteigerung. 325 Mittwoch den 15. d. M., des Morgens 9 Uhr anfangend, sollen in dem Oppershöfer und Rockenberger Markwalde nachverzeschnete Holzsortimente öffentlich meistbietend versteigert werden: 180 ½ Stecken Buchen-Scheltbolz II. Sorte, „ Eichen⸗ 70%— Buchen. Prügelholz I. Sorte, 21 8 e 9 4 Eichen⸗ 1 3 Kie fern⸗„ 746 Wellen Eichen-Relsholz, 150„ Kiefern⸗ 35 Stämme Eichenbau⸗ und Werkholz, 1810 Cubik⸗ fuß haltend, und 9 Stämme Kiefern⸗Bauholz. 285 Cubilfuß haltend. Die Zusammenkuuft ist in der Aue am weißen Mann, wohin man die Steigliebbaber böflichst einladet. Noch wird bemerkt, daß das Bau- und Werkholz den Nachmittag zur Veisseigerung kommt. Oppershofenn am 9. Februar 1871. Der Markgegenschreiber Wierd ite Versteigerung. 320 Wegen vollständiger Geschäftsaufgabe sollen Mitt⸗ woch den 15. d. M. in meinem bisberigen Laden foil gende Gegenstände, als: Eine große Partie Strobhöte, Spitzen, Blumen, Bänder, Schleier, Tüll, eine Partie Kaputzen und eine vollständige Ladeneinrichtung öffentlich meiftbietend versteigert werden. Dora Grödel. Tapetenhandlung. 272 Vollständig assortirtes Lager von Tapeten qu den billigsten Preisen empfiehlt Bad- Nauheim. Horn. Eine Chaise 8 sleht zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d Gesindeprämie des Friedberger Hülfsvereins. 329 Diejenigen Mitglieder des Hülfsvereins, welche für ihre Dienstboten die Gefsinbeprämie beanspruchen, werden ersucht, die erforderlichen Zeugnisse über Treue, Fleiß und unbescholtenen Lebeswandel während einer mindestens fünfjährigen ununterbrochenen Dienstzetit dem Unterzeichneten bis zum 28. Februar zu übergeben. Für den Vorstand: Baur. ** 8 Holz⸗Versteigerung. 332 Donnerstag den 16. Februar d. J., Morgens 10 Uhr, sollen in dem Freiherrlich v. Löw'schen Wald dahier, Distrikt Thiergarten: 10 Stecken Kiefern-Prügelholz, 6„ dergleichen Stockholz, 1750 Stück 1 Wellen, 20 Fichten⸗ und Kiefern⸗Stämme, von 6 bis 23“ Durchmesser und von 25 bis 40“ Länge= 448 Cub ikfuß, 60 Stück Rüstraidel öffentlich versteigert werden. Steinfurth den 11. Februar 1871. Der Freiherrlich d. Löw'sche Oberförster Weigand. Holländische Häringe in ¼8 Tonnen dilligst bei Dan. Kũümmich. Airchen buch sans üg t. Evangelische Gemeinde. Getaufte: 5. Februar, Dem hles. Bürger und Schuhmacher Dantel Christlan Reich hold eine Tochter Lina, geb. den 23. Januar. 5. Februar. Dem Sergeanten im 1. Jroßh. Jäger- bataillon Friedrich Bollbach ein Sohn Ludwig Friedrich Wilhelm, geb. den 22. Januar. 5. Februar. Dem Hornisten im 1. Jägerbataillon Georg Vögler ein Sohn Johann Hetarich, geb. den 14. Januar. 327 Beerdig te: 5. Februar. Der hiesige Bürger und Metzgermeister Wilbelm Johann Krauch, alt 56 Jahre 10 Monate 28 Tac geflorben den 3. Februar. 6. Februar. Heinrich Lotz, Soͤbnchen des Corporal im 1. Großh. Jägerbatalllon Christian Lotz, alt 4 Monate 29 Tech geflorben den 3. stebruar. 7. Februar. Margaretha Katharina Buchecker, hinter! Ehesrau des verstorbenen hiesigen Bürgers und Gast⸗ wirths Leopold Buchecker, alt 80 Jahre 1 Monat 13 Tage, 7 den 5. Februar. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Mittwoch den 15. Februar, Abends 5 Uhr, in der Burgkirche; Betffunde mit Ansprache von Herrn Diakonus Meyer. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 4 1 K 0 0 o. . *