lassotuitt r Groß. — Kegel — lle, ge, dandschihe der Po. Heu Sttascbein 7 siugt die 1871. Donnerstag den 13. April. — M43. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betrefsend: Die Verwendung der eingehenden Feldstrafdritttheile zur Besoldung des Aufsichtspersonals. Friedberg an 8. April 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir weisen Sie an, die in unserem Ausschreiben vom 20. v. M. bezeichneten Strafantheile an die betreffenden Denunzianten zur Auszahlung anzuweisen, und für die wirkliche Auszahlung zu sorgen. Trapp. Betreffend: Die Volkszählung im Königreich Groß oritannien. Friedberg den 10. April 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und den Großherzoglichen Polizei-Commissär zu Wickstadt. Die Königlich Großbritannische Regierung wuͤnscht eine Ueber— sicht der zur Zeit der Volkszählung in Großbritannsen am 1. bis 3. April J. Is. im Großherzogthum sich aufhaltenden Staatsange— hörigen des Königreichs Großbritannien nach Geschlecht und Alter zu erhalten. Wir beauftragen Sie daher, in Folge Weisung Groß⸗— herzoglichen Ministeriums des Innern vom 20. v. M. zu Nr. M. d. J. 3589, soweit als thunlich, die in Ihren Gemeinden sich auf⸗ haltenden Königlich Großbritannischen Unterthanen zu ermitteln und uns ein Verzeichniß derselben, in welchem Namen, Stand, Alter, Heimath und Aufenthaltsort anzugeben ist, bis zum 20. d. M. oder Bericht, daß sich keine Engländer in Ihren Gemeinden aufhalten, unfehlbar vorzulegen. Trapp. Die Abhaltung des Faselmarkts zu Bad⸗Nauheim. Die Errichtung eines Faselmarkts zu Bad. Nauheim ist durch Entschließung Großh. Ministeriums des Innern vom 30. v. M. zu Nr. M. d. J. 3652 und 3518 genehmigt worden. Mit Bezug hierauf btingen wir zur öffentlichen Kenntniß, daß der diesjährige Faselmarkt Donnerstag den 20. April d. J. adgehalten werden soll. Die sämmtlichen vorgeführten Bullen werden von einer Com— mission, bestehend aus den Herren Bürgermeister Reitz von Södel, Bürgermeister Weber von Kirch Göns, Bürgermeister Rumpf von Langenbain, Oeconom Kleeberger zu Södel, Pachter Alles zu Bönstadt und Oeconom K. Schudt zu Steinfurt besichtigt, nach ihrer Gute ein— getheilt und sollen für die vorzüglichsten Thiere Geld⸗Prämien verab— reicht werden, zu welchem Zweck von dem landwirthschaftlichen Bezirks verein Friedberg und dem Gemeinderath der Stadt Bad-Nauheim je 50 fl. also zusammen 100 Gulden verwilligt worden sind. Die Prämien werden nur wirklich preiswürdigen Thieren zu— erkannt, jedoch ohne Rücksicht darauf, ob der Bulle auf dem Markt verkauft wurde oder nicht und durch den Eigenthümer selbst und innerhalb des Kreises gezüchtet ist oder nicht. Zur Concurrenz werden nur solche Bullen zugelassen, welche Morgens 9 Uhr auf dem Platze sind. Bullen, welche für Gemeinden Dienste thun, sind von der Preisbewerbung ausgeschlossen; Fasel der reinen Berner und der Vogelsberger Race werden vor⸗ zugsweise beräcksichtigt. Den Besitzern tauglich befundener, aber nicht prämiirter Thiere sollen auf Verlangen aus der Kasse der landw. Bezirksvereine Weg— vergütungen ausbezahlt werden, wozu 10 fl. bestimmt sind. Nicht ge⸗ nügend, durch zwei Schlingen an den Vorderbeinen gefesselte, von zwei Mann vorgeführte, Fasel werden vom Platze weggewiesen. Von etwaigen Käufen bittet man dem auf dem Platze anwesen⸗ den Gr. Buͤrgermeister Schutt von Bad⸗Nauheim Kenntniß zu geben. Das landw. Publicum fordern wir zu zahlreicher, zur Hebung des Marktes beitragenden Betheiligung und insbesondere die Gemein⸗ den zur Benutzung der günstigen Ankaufsgelegendeit mit dem Be⸗ merken auf, daß in zablreichen Gemeinden diesseitigen Kreises und der umliegenden Kreise die Absicht besteht, auf diesem Markte Neuankäufe auszuführen und daß es daher sehr erwünscht ist, wenn derselbe mit recht vielen und recht schönen Exemplaren befahren wird. Die Großh. Bürgermeistereien beauftragen wir für möglichste Verbreitung dieser Veröffentlichung unter den Landwirthen ihrer Ge⸗ meinden zu sorgen und dieselben zu starker Betheiligung aufzufordern. Friedberg, 8. April 1871. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp. Deutsches Reich. Darmstadt. Von S. M. dem deutschen Kaiser ist nachbenannten Officieren und Mann- schaften der großherzoglichen Division das eiserne Kreuz II. Classe verliehen worden: Vom Armee divisionsstab: dem Obergendarm Friedrich Schnee⸗ weiß von der Feldgendarmerie des 9. Armee— Corps.— Vom 1. Inf.⸗Regt.: dem Oberlieutenant Ernst Arnold, den Corporalen Johann Schäfer und Wilhelm Pfersdorff, dem Gardist Johannes Bittel.— Vom 2. Inf.⸗Regt.: dem Major und Bataillons-Commandant Anton Keller, dem Ser geant Johannes Fröhlich, den Corporalen Franz Preuschen, Adam Weiß und Heinrich Hebbel, dem Musketier Heinrich Geisel.— Vom 1. Jäger- Bat.: dem Lieutenant der Reserve Otto von Ritgen, dem Sergeant Peter Mulch, dem Garde— jäger Valentin Koeber.— Vom 3. Inf.⸗Regt: dem Hauptmann Georg Lauteschläger, den Cor poralen Philipp Hanße und Johann König, dem Gefreiten Franz Kilian, den Musketieren Adam Thyrauer und Nicolaus Wolther.— Vom 4. Inf.⸗Regt.: dem Oberlieutenant Carl Frisch, dem Sergeant Theodor Dölcher, den Musketieren August Bieser und Valentin Wilhelm.— Vom 2. Jäger-Bat.: dem Sergeant Adam Knapp, dem Jäger Heinrich Stock.— Vom 1. Reiter-Regt.: dem Rittmeister Wilhelm Freiherr von Lepel, dem Lieutenant Moritz Riedesel Freiherr v. Eisenbach, den Garde- Chevauxlegers Anton Meper, Franz Wagner, Carl Schmidt, Adam Roth, Adam Grimm.— Vom 2. Reiter⸗Regt.: dem Lieutenant Elmar von Eschwege, dem Sergeant Heinrich Gries, dem Corporal Johannes Astheimer, dem Chevauleger Johannes Muth.— Von der Feld— Artillerie: dem Lieutenant der Reserve Heinrich Möser, dem Feldwebel Johann Velten, dem Portepeefähnrich Ludwig Wagner, dem Corporal Conrad Graßmück, dem Gefreiten Philipp Hoffmann. — 11. April. Die„Darmst. Zig.“ schreibt: Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 6. April den wirklichen Geheimenrath, Präsidenten des Gesammtministe- riums und Minister des Großherzoglichen Hauses und des Aeußern, sowie des Innern, Dr. Reinhard Carl Friedrich Freiherrn v' Dalwigk zu Lichten fels, auf sein Nachsuchen und unter Bezeigung der Allerhöchsten vollsten Zufriedenheit mit seiner langjährigen treuen und ausgezeichneten Dienst⸗— führung in den Ruhestand zu versetzen, an dem— selben Tage: 1) den wirklichen Geheimenrath, Minister der Justiz und Präsidenten des Staats- ratbs, Dr. Friedrich Freiherrn v. Lindelof, gleichzeitig auch zum Minister des Großherzog— lichen Hauses und des Aeußern und 2) den wirklichen Geheimenrath Friedrich Georg von Bechtold zum Präsidenten des Ministeriums des Innern zu ernennen. — Prinz Ludwig von Hessen ist am 10. d. nach Beendigung seines Urlaubs nach Donjeur abgereist, wo sich das Hauptquartier der Division befindet. Gießen. Sämmtliche dahier internirt gewesene französische Gefangene, etwa 900, sind in der Nacht vom 5.—6. April nach Frankreich zurück⸗ gebracht worden. Berlin. Die liberalen baperischen Abgeord— neten des Reichstages haben eine Erklärung ver⸗ öffentlicht, daß sie, da die nöthigen Voraussetzungen zu der allseitig wünschenswerthen Bildung einer ungetheilten, entschieden freisinnigen und den na- tionalen Ausbau des Reiches vertretenden Partei zur Stunde noch nicht gegeben sei, es für das Zweckmäßigste erachtet haben, daß unter Festhaltung des von ihnen Allen erstrebten Zieles jeder nach freier Wahl sich den zur Zeit bestehenden Einzel- richtungen auf der liberalen Seite des Reichstages anschließt. — 11. April. Der„Kreuzzeitung“ wird aus diplomatischen Kreisen die Nachricht bestätigt, daß sich die englische Regierung gegenwärtig de— 1 berhessischer Anzeiger. mühe, die deutschen Regierungen zur Intervention in Paris zu bewegen. 8 Aus Sachsen schreibt man der„K. Z.“: „Es ist jetzt bestimmt, daß der Rückmarsch aller Linien ⸗Regimenter sistirt und keine Beurlaubung von Offizieren, außer im Falle der Erkrankung, mehr slattfinden soll. Da die meisten Gegenden in Nord⸗Frankreich, in denen unsere Truppen jetzt stehen, an Lebensmitteln total erschöpft sind und die Soldaten nicht mehr zu ernähren vermögen, so sind jetzt neue Lieferungen an Brod, Mehl und Fourage für die Pferde in Deutschland aus- geschrieben worden. München. Nachrichten von hier zufolge nehmen die Verhandlungen mit dem Fürsten Hohen- lohe wegen Uebernahme der Ministerpräsidentschaft und Neubildung des Ministeriums ihren Fortgang und werden in kürzester Frist zu einem befriedigen⸗ den Abschluß gelangen. — Man meldet, daß sicherem Vernehmen nach der Erzbischof von München Freising in Rom bezüglich der gegen Dr. v. Döllinger zu ergrei— fenden Maßregeln angefragt habe und von dort der Bescheid erfolgt sei, daß Alles dem Ermessen des Erzbischofs anheimgegeben werde. Der Erzbischof wird den Studirenden der Theologie vorläufig den Besuch der Vorlesungen Döllinger's untersagen. Augsburg. Die„Allg. Ztg.“ meldet: Der Erzbischof von München⸗Freising notificirte dem Professor Dr. Friedrich, er müsse sich in 14 Tagen unterwerfen, sonst sei er ipso facto excommunicirt; eine gleiche Eröffnung soll dem Professor Döllinger zugekommen sein. Karlsruhe. General v. Werder, während seines hiesigen Aufenthaltes Gast des Großherzogs im Schlosse, hat unsere Stadt wieder verlassen und sich nach Berlin begeben. Daß Karlsruhe der Sitz eines deutschen Armeecorps und General v. Werder dessen Befehlshaber werde, erscheint immer wahrscheinlicher. Vom Rhein wird gemeldet: In endlosen Zügen werden französische Gefangene nach Frank⸗ reich transportirt, deren Bestimmungsoit Charles ville ist. Die Leute werden dort durch Bevoll— mächtigte der Thiers'schen Regierung in Empfang genommen und sofort bewaffnet, um gegen die Insurrection zu kämpfen. Sie befinden sich in Begleitung ihrer Offiziere und sind vom Zweck ihrer künftigen Thätigkeit unterrichtet; die Leute sind meist wohlgenährt und schauen recht heiter drein. Ausland. Oesterreich. Wien. Viceadmiral Tegetthoff an der Lungenschwindsucht gestorben. Der Kaiser hat verfügt, daß die Be⸗ stattung desselben auf allerhöchste Kosten mit allen Ehren eines Armeecommandanten stattfinden soll. Schweiz Bern. Die deutsche Gesandtschaft machte hier die Mittheilung, daß die Deutsch— Lothringer und Elsässer bis zum definitiven Friedensabschluß zur Erwerbung des Schweizer Bürgerrechts keiner Entlassung aus dem deutschen Staatsverbande bedürfen. In der eidgenössischen Staatscasse erhebt sich ein Desieit von 500,000 Frs. Staatscassirer Eggimann ist des Unterschleifs geständig. Frankreich. Paris, 5. April. In dem gestrigen Gefecht wurden die Nationalgarden ge⸗ nöthigt, die Batterien in Val de Fleury aufzu⸗ geben; dieselben verschanzten sich in den Häusern von Vanvres und Issy. Die Truppen von Ver⸗ sailles erbauten darauf sofort eine Batterie bei den Chalets. Die Nationalgarde soll gestern eben⸗ soviel Verluste gehabt haben, als am Montag. — Abends. Der Artilleriekampf zwischen den Forts Issy, Vanvres und Montrouge einerseits und den Batterien der Regierungstruppen anderer- seits dauert fort. Einige Scharmützel ohne merk liches Resultat haben im Laufe des Tages statt⸗ gefunden. Man spricht viel von einer versöhn— lichen Intervention. Zahlreiche Vereinigungen organistren sich in diesem Sinne in Paris. Nach den eingelangten Berichten hatte heute auf den Bergabhängen von Chatillon, Clamart und Meudon ein Infanteriegefecht stattgefunden und schien der Mittelpunkt der Action sich nach Montrouge hin— ziehen zu wollen. Am 7. April ist —(Pariser Quelle.) Der heutige Kampf blieb erfolglos. Die Nationalgarden fechten unter dem Schutze der Forts Issy, Vanvres und Mont⸗ rouge. Die Truppen der Regierung zu Versailles haben die Höhen von Clamart, Meudon und Chatillon besetzt. Neun Regimenter verließen Paris; in den leitenden Kreisen der Commune herrscht große Entmuthigung. — 6. April. Ein Dekret der Commune ver- fügt:„Jeder des Einverständnisses mit Versailles Verdächtige wird sofort verhaftet; binnen 24 Stunden wird eine Anklage-Jury niedergesetzt sein, welche binnen weiteren 48 Stunden ihr Urtheil spricht. Alle durch die Jury Verurtheilten werden als Geißeln des Volkes von Paris zurück— gehalten und für jeden durch die Versailler er— schossenen Anhänger der Commune wird die drei fache Zahl der erwähnten Geißeln erschossen wer— den. Ebenso wird jeder Kriegsgefangene vor die Jury gebracht, welche erkennt, ob derselbe in Frei— heit zu setzen oder als Geißel zurückzubehalten sei.“ — 6. April. Die Regierungstruppen scheinen auf dem linken Ufer vorgeben zu wollen; dieselben haben Bagneux besetzt. Die Nationalgarden gehen zurück; sie erhielten den Befehl, die Positionen zu verlassen, in die Forts zurückzukehren und sich in der Defensive zu halten. General Cluseret hat einige Bataillone in die Stadt behufs ihrer Reor: ganisation geschickt. — 6. April, Abends. Die Kanonade zwischen den Forts Issy und Vanvres und den Batterien von Meudon und Clamart dauerte den ganzen Tag über, etwas schwächer als früher, fort.— Eine starke Kanonade hat heute wieder um 6 Uhr Morgens begonnen. Die Förderirten waren längs der Avenue von Neuilly und an der Porte Maillot, die Truppen von Versailles auf dem gegenüber liegenden Seineufer postirt. Letztere sind bis zur Avenue vorgegangen.— Die Wälle der Enceinte sind mit neuen Geschützen armirt worden. Auf die Place Maillot fielen mehrere Granaten und verwundeten fünf Leute lebensgefährlich. Die Kanonade und das Gewehrfeuer hielten den ganzen Nachmittag auf der Seite nach Montrouge sowie zwischen Asnières und Montrouge an. schützkampf wurde ferner zwischen den Forts Bicétre, Jory, Charenton und der Versailler Artillerie unterhalten. Die Regierungstruppen schritten zu einem heftigen Angriff auf die dies⸗ seitige Position bei Neuillyg. Um 6 Uhr war die Barrikade an der Brücke von Neuilly theilweise zerstört. Auf der Ebene von Gennevilliers machten umzingelte Nationalgarden einen fruchtlosen Versuch, die feindlichen Linien zu durchbrechen und die Stadt zu erreichen. Mehrere Wurf⸗ geschosse platzten in der Nähe der Enceinte und in der Avenue de l'Impératrice.— Der Pfarrer von St. Eustache ist in seiner Kirche verhaftet worden, während er die Ceremonie der Fußwaschung an den hierzu ausersehenen Greisen vollzog.— Die Commune erließ ein Dekret, durch welches sie alle waffenfähigen und unverheiratheten Männer zu den Fahnen ruft. Dasselbe brachte große Bestürzung in Paris hervor. Man holt bereits die Nakionalgarden gewaltsam aus den Häusern und zwingt sie in den Kampf zu ziehen. — 7. April. Der„Cri du Peuple“ berichtet: „Die Truppen der Commune halten ihre Posi— tionen fest. Der Feind hat die Brücke von Neuilly mit Nachdruck angegriffen. Das Plateau von Chatillon ist von den Unsrigen wieder ge— nommen. Die Versailler Batterien wurden de— montirt. Bei dem Fort Vanvres nahmen die Nationalgarden den Regierungstruppen zwei Mitrailleusen ab.— Seit heute Morgen heftiges Gefecht bei Courbevoie. Die Artillerie der Na— tionalgarde steht in der Allee vor der Porte Maillot und auf den Wällen am Thor von Neuilly. Drei Geschosse sind innerhalb der En— ceinte bei dem Thor von Neuilly niedergefallen. Es geht das Gerücht, ein Gefecht in der Avenue außerhalb der Porte Maillot stände nahe bevor. Von der Seite von Chatillon her, von den Forts Issy, Vanvres und Montrouge hört man keine Kanonade, auch der Mont Valerien schweigt. — 7. April, Abends. Gegen 2 Uhr griffen Ein Ge⸗ die Truppen von Versailles in großer Stärke die Barrikade der Brücke von Neuilly an, welche während der Nacht durch Nationalgarden wieder- hergestellt und besetzt worden war. Die feind lichen Kugeln fielen in der ganzen Avenue bis zur Porte Maillot nieder, die Häuser in der Avenue sind in Folge dessen stark beschädigt worden. Das Geschützfeuer dauerte bis 4½ Uhr. Um diese Zeit gingen Seitens der Versailler Tirailleurs vor, in der scheinbaren Absicht, die Barrikade mit Sturm zu nehmen, gaben aber dies Vorhaben bald auf, um auf beiden Flanken anzugreifen. — Garibaldi hat das ihm von der Commune angetragene oberste Commando abgelehnt. — 7. April, Nachts. Nach achtstündiger Kanonade forcirten die Regierungstruppen den Uebergang über die Seine bei der Brücke von Neuilly. Sie bestreichen mit den Kanonen die Avenue de la grande Armee und beschießen den Are de Triomphe, welcher bereits beschädigt ist. — Felix Pyat spricht im„Vengeur“ gegen den verblendeten Deutschenhaß und die Verfolgung einzelner Deutschen Er versucht nachzuweisen, daß sich Frankreich allein durch die Volksregierung und die Abstreifung des kirchlichen Verdummungs⸗ systems an Deutschland rächen könne, welches mit den Principien von 1789 wohl vertraut und Frankreich deßhalb weit überlegen sei. f — 7. April. Gegen 7 Uhr Abends haben die Versailler Truppen die Barrikaden an der Brücke von Neuillh genommen. Kurze Zeit darauf begannen Kugeln in der Avenue de la grande Armee am Eingang der Avenue Josephine nieder- zufallen; 3 bis 4 Granaten explodirten in den angrenzenden Avenuen. Gegen 8 Uhr entwickelte sich eine lebhafte Kanonade in der Richtung nach Neuilly. l Arc de Triomphe gelegenen Quartieren nieder. Alle Häuser wurden geschlossen, die Straßen ver ödeten. Mehrere Personen waren verwundet worden, jedoch wurde, wie es scheint, Niemand getödtet. Das Comite sandte Verstärkungen an Artillerie auf die Champs Elysses.— Die „Verité“ zeigt an, daß der General Henny gestern Abend wieder in Paris eingetroffen ist, nachdem er aus seinem Gefängniß in Versailles zu ent⸗ kommen gewußt hat. ö — 8. April. Die Schlacht rund um Paris dauerte heute heftiger als jemals fort. Mont Valerien und die Batterien der Versailler, die auf der Brücke von Neuillh errichtet sind, bestreichen die Avenue de la grande Armee, sowie das Viertel zwischen dem Triumphbogen und der Porte Maillot. Einzelne Granaten fielen bereits in den Champs Elysees nieder. Das Comite schickt fortwährend Verstärkungen nach der Porte Maillot. Die da⸗ selbst und an dem Pont Neuilly aufgestellten Batterien feuern unaufhörlich. Bei 5 Villejuif wird gekämpft, ebenso fanden Scharmützel statt auf verschiedenen Punkten zwischen Bagneux und Billancourt. Alle Südforts feuern, die Batterien von Versailles antworten. Die Truppen von Versailles sind vor Bicstre und Montrouge aufgestellt; im Allgemeinen gewinnen dieselben Terrain. N — 9. April, Morgens. Sämmtliche National- garden sind die Nacht über außerhalb der Enceinte geblieben. In diesem Augenblick kehren einige in die Stadt zurück und berichten, die Versailler Truppen seien theils auf einer Schiffbrücke, theils auf der Brücke von Asnières über die Seine gegangen und concentrirten sich auf der Ebene von Longchamp.— Deleseluze und Bergeret sind verhaftet worden. Assi ist aus der Conciergerie entflohen. Die Föderirten nahmen die Brücke von Neuilly wieder. Die Commune ließ alle Weih⸗ und Sacramentsgefäße aus der Kirche von Notredame entfernen.— Die Kanonade war heute äußerst heftig. Der Mont Valerien und die Marinegeschütze von Courbevoie beschießen die Porte Maillot, die Avenue de la grande Armee bis zum Triumphbogen und die Avenue des Ternes. Letztere hat viel unter dem unaufhör— lichen Kugelhagel gelitten. Alle Einwohner ver- lassen die gefährdeten Viertel. Die Zahl der Mehrere Geschosse fielen in den um den, raßen ver · ttwundtt Niemand fungen an — die 1nd gestern d, nachdem Its zu tut entwübrend Dit da⸗ zfgestelllen Biurfuff rütztl stall g Bagreur n=, die Truppen Kenteugt rusdben * „ Natiena! Getödteten und Verwundeten ist beträchtlich. Diesen Morgen sind 250 Meter diesseits des Triumph- bogens Bomben niedergefallen. Die National- garden haben die Champs Elysees in der Nähe des Are de Triomphe geräumt und die anliegen- den Straßen besetzt. — 10. April. Die Versailler sind in voll— ständigem Besitz von Neuilly, haben Sablonville (Boie de Boulogne) und Longchamp besetzt und concentriren sich zum Angriff auf die Porte Maillot; es scheint jedoch, daß sie so wenig wie möglich Leute dabei opfern wollen und daß sie die Bewohner der betreffenden Quartiere zu schonen wünschen; aus diesem letzteren Grunde nur läßt sich das langsame Feuern des Mont Valerien erklären.—„Mot d'ordre“ gibt die Verluste der Pariser in den gestrigen Gefechten auf 225 Todte, 435 Verwundete an. — 10. April, Abends. Starke Barrikaden sind in der Rue royale, der Rue Rivoli, auf den Buttes Montmartre, in Chaumont und auf der Place de Clichy errichtet; dieselben sind mit Kanonen armirt. Die Kanonade hat heute be— deutend nachgelassen. Die Menge bewegt sich auf den Champs Elypsees bis zum Triumph bogen. Die Brücke an der Porte Maillot wurde beute Morgen von der Versailler Artillerie zusammen— geschossen. Die Commune läßt in der Avenue de la grande Armee, in den Champs Elysees und auf der Place de la Concorde Barrikaden errichten. Man hält den Angriff der Versailler Armee an verschicdenen Puneten für nahe bevorstehend. — 10. April, Nachts. Die Beschießung der Enceinte bei der Porte Maillot ist eingestellt. Die Regierungstruppen sind nicht im Stande, ihre Positionen länger zu behaupten und mußten sich aus der Avenue Neuilly zurückziehen. Die Nationalgarden befestigen Bourg la Reine im Süden.— Deutscherseits ist die Garnison von St. Denis um 5000 Mann Garde verstärkt worden.— Thiers ließ durch Abgesandte an die „Ligue für Vertheidigung der Rechte von Paris“ erklären, er sei bereit, auf der Basis ihres Mani— festes zu unterhandeln, worauf heute, am Oster— montag, Schölcher, Bouvalet, Lafont und Desonnaz nach Versailles reisten, um dort vorläufig einen Waffenstillstand, sowie die Festsetzung der Wahl von Delegirten beider Parteien zu erwirken. Versailles. Eine offeielle Depesche vom 5. d. Abends sagt: Vor Paris ist das ganze Plateau von Chatillon besetzt. Die Regierung, in der Sorge, der Armee Blutvergießen zu er- sparen, wollte den Befehl zum Angriff auf Issy und Vanvres nicht ertheilen. Das Schicksal dieser Forts ist mit Paris verknüpft, sie werden mit der Hauptstadt fallen, wenn der Augenblick gekommen ist. Die Insurgenten sind bestürzt und ächten sich gegenseitig. — 6. April. Heute vertrieben unsere Truppen die Aufrührer aus ihren Stellungen an der Brücke von Neuilly, welche dieselben seit Montag wieder eingenommen hatten. Auf der Seite von Chatillon werden die Bataillone der Nationalgarde von den Truppen verfolgt. Die Kanonade von den Forts Vanvres und Issy dauert fort. In Versailles traf heute eine Deputaion der Pariser Handels kammer ein; dieselbe hatte eine lange Unterredung und heute Morgen fortdauernde Kanonade zwischen mit Thiers über die Mittel, in Paris die Ruhe wieder herzustellen. — 7. April. Die Schiffbrücke bei Neuilly ist durch das Feuer des Mont Valerien zerstörl. Die Forts von Isso, Vanvres, Montrouge, Bicetre sind von den Aufständischen mit schwerem und Marine-Geschütz armirt, desgleichen die Süd— und Westfront der Enceinte. Die Aufständischen besitzen nur wenig Munitionsvorräthe. — 7. April, Abends. Neuilly ist heute von den regulären Regierungskruppen mit großer Bra— vour genommen worden. General Besson ist ge— fallen. Die Aufständischen schlossen sich auf dieser Seite in Paris ein. Gestern nahm ein Gendarmerie— Regiment und die Brigade Besson Kaserne und Dorf Courbevoie. Heute, Freitag, nahm die Diviston Montadon, geschickt energisch von ihrem Chef geführt, von den Genietruppen in vollkommener Weise unterstützt, die Brücke von Neuilly, die durch ein sehr starkes Werk vertheidigt wurde. Der Ungestüm der Truppen war außerordentlich. General Montadon ist leicht, General Peschot schwer verwundet. Die Insurgenten erlitten un— geheuere Verluste. Dieser Tag wird wegen der Wichtigkeit der Posttion, die man zu erobern hatte, entscheidend sein. Eine Cifeulardepesche des Ministers des Innern an die Präfecten bestätigt officiell die Erstürmung der Brücke von Neuilly, sowie der jenseits der Brücke errichteten Barrikade. — 7. April. Die biesigen Gesandten der auswärtigen Mächte empfingen eine Depesche d. d. 5. April, gezeichnet Paschal Grousset, worin Letz terer die Constituirung der Commune anzeigt und die Hoffnung auf Herstellung freundschaftlicher Beziehungen zu. den resp Regierungen der Ge⸗ sandten ausspricht. f — Ein Telegramm aus Limoges läßt die baldige Wieverherstellung der auch in dieser Stadt gestörten Ordnung erwarten. Ein anderes Tele— gramm von Marseille zeigt an, daß daselbst voll— ständige Ruhe eingetreten sei. Die Präfectur ist wieder eingerichtet. General Espinet telegraphirte von dort, er habe einen triumphirenden Einzug mit allen seinen Truppen in Marseille gehalten. — 8. April. Die Verluste der Regierungs- truppen in der Affaire von Neuilly sind nicht un- bedeutend, der Geist und die Haltung derselben auch nach vertraulichen Nachrichten gut. In Paris dauert die Anarchie fort. Summarische Exécutionen und Confiskationen öffentlichen und Privateigenthums sind an der Tagesordnung. Die Verluste der Nationalgarden in den letzten Kämpfen sind nicht bekannt, doch werden 7000 Verwundete angegeben. — 8. April. Das hiesige„Journal officiel“ veröffentlicht einen Beschluß der Regierung, durch welchen der Marschall Mae Mahon zum General en chef der Versailler Truppen ernannt wird. — 9. April. General Pechot(Brigade⸗ General im früheren 6. Canrobert'schen Armee— corps) ist seinen Wunden erlegen.— Gestern den Batterien der Regierung an der Brücke von Neuilly und denen der Pariser an der Porte Maillot. Granaten fallen bis in die Champs Elysées und das Faubourg Montmartre. Der Mont Valerien nahm heute Morgen am Artillerie- kampfe Theil. — Jules Favre erhielt von deutscher Seite die Erlaubniß, die Garnison von Paris(d. h. die angreifende Armee) auf 150,000 Mann zu erhöhen. Havre, 9. April. Kanonenbodte fahren die Seine aufwärts, um gegen die Insurgenten zu operiren. Marseille, 10. April. Die Stadt ist vollständig ruhig. Die Ruhestörer sind bestürzt und niedergeschlagen. Die Verhaftungen dauern fort. Die Entwaffnung nimmt ihren Verlauf. Die Poli- zei ist mit Uebernahme der Kriegswaffen betraut. Belgien. Brüssel, 6. April. Eine Nonne, welche in aller Elle aus Paris geflohen ist, bringt dem„Journal de Bruxelles“ Nachrichten über schreckliche gegen die Geistlichkeit gerichtete Excesse. Die Kirchen sind geplündert und die Pfarrer festgenommen worden. Gewisse Pfarrer wurden schmählich mißhandelt, der Großvicar wurde auch gefangen genommen. Die Verhaftung des Erzbischofs bestätigt sich. Die Klöster wurden durchwühlt und die Rectoren gefangen sortgeführt. Wie es heißt, wären zwanzig Jesuiten erschossen worden Großbritannien. London. Die„Times“ melden aus Paris, 5. April: Die Garden der Commune haben die Madeleine Kirche und die Himmelfahrts-Kirche geplündert. — Ein Pariser Telegramm schildert die poli⸗ tische Situation als höchst bedenklich. Die Zahl der Verhafteten wächst stündlich. Eine Schreckens⸗ herrschaft steht bevor. Das gesammte Jesuiten⸗ collegium wurde verhaftet. Italien. Zwei italienische Kriegsschiffe baben die Ordre empfangen, sich zur sofortigen Abfahrt bereit zu halten, um den König und die Königin von Spanien, deren Stellung immer haltloser wird, eintretenden Falles abzuholen. Donaufürstenthümer. Bukarest. Der deutsche Generalconsul v. Radowitz wurde zweimal in seinem Wagen auf der Straße angefallen. — 10. April. Es herrscht hier vollkommene Ruhe. Die Aussicht auf eine vollständige Unter⸗ drückung der Unruhen gewinnt durch das energische Vorgehen des Ministeriums, welches der radi⸗ calen Partei den Boden entzieht, an Bestand. Amerika. Newyork. Die hiesigen Deutschen begingen am 10. April ein großes Fest zur Feier der deutschen Siege, des abgeschlossenen Friedens und der Herstellung der Einigkeit Deutschlands. Ein fünfstundenlanger imposanter Zug bewegte sich durch die Straßen, in welchem die Häuser der Deutschen festlich geflaggt waren. Gouverneur Hoffmann und Major Hull ließen den Zug Revue passiren. Am Abend fand ein zahlreich besuchtes Meeling statt. Frankfurt. Eine traurige Begrüßung ward einem aus dem Felde heimkehrenden Landwehrmann zu Theil. Derselbe hatte sich beim Ausbruch des Krieges verheirathet und trat nun nach längerer schwerer Trennung voll Freude und Hoffnung auf ein glückliches Wiedersehen die Heim⸗ reise an. Als er in die Nähe seiner Wohnung kam, sah er dieselbe von schwarzgekleideten Männern umstellt; de⸗ klommen tritt er über die Schwelle und erblickt hier in dem Hausgang einen Sarg, und in diesem zu seinem un⸗ beschreiblichen Schmerz die junge Frau, welche er vor 9 Jahren in blühender Gesundheik verlassen. Briefe, welche ihn von deren Erkrankung benachrichtigen sollten, halten ihn nicht ereilt, und so kraf der Beklagenswerthe unvorbereitet oͤurch eine traurige Fügung gerade zu dem Begräbniß seiner Gattin ein. Oeffentliche Aufforderung. 544 Nachdem Chirlstlan Seng von Wisselsheim mit seinen gerichtsbekaunten Gläubigern zum Zwecke der Abwendung pes formellen Concursprozesses ein Arrange⸗ ment abgeschfossen hat, dessen Einsicht in der Landgerichis⸗ Registratur zu nehmen fret fleht, ergeht an efwalge gerichtsunbekannte Gläubiger die Aufforderung, binnen sechs Wochen ihre forderungen anzumelden und be⸗ ztehungsweise ihre Einwendungen gegen ihren Beitritt zum Arrangement vorzubringen, widrigenfalls dasselbe bestätigt werden wird. 1 Bad Nauheim am 3. März 1871.. Großherzogliches Landgerscht Bad-Nauheim. Ulrich, Schnittspahn, Landrschter. Landgerschts Assessor. Ein Taglöhner 586 wird zu dauernder Arbeit gesucht von 5 Th. Gauterin. 10 N U Holzversteigerung. 832 Montag den 17. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Freiberrlich v. Died'schen Kirchwalt dahier: 200 Stecken Buchen⸗Scheit. und Prügelbolz, 10090 Wellen von verschtedenen harten Holzarten öffentlich an Ort und Stelle, oder bet Regenwetter auf dem Fruüchtspelcher versteigert werden. Zlegenberg den 4. April 1871. rech e. Enmser Paslillen, 147 aus den Salzen der König-Withelms-Felsen— quellen bereitet, ärztlich empfohlen gegen Magen- beschwerden, als Catarrhe, Verschleimung, Säurebildung, Aufftoßen und Verdauungsschwäche, Preis der plom-⸗ birten Schachtel 30 kr. Nur allein ächt auf Lager in Friedberg bel Hof-Apotheker C. Görtz. Die Administration der Felsenquellen. Holz ⸗Verstei gerung. 883 Montag den 17. d. M., von Morgens 9 Uhr ab, werden in biesigem Stadtwal e, Distrikt Lichtenberg: J Stecken Buchen, Obstbaum- und Weid n⸗Prügel⸗ holz 8750 Wellen Eichen-Reioholz, 100„ Buchen⸗„ 40 Läste Allerleiholz, 3 Eichen Stämmchen und 33 Stangen öffentlich an den Meistbietenden verstelgert. Bad- Nauheim am 11. April 1871. Großherzogliche Bürgermetsseret Bad⸗Nauhelm. Schutt. 577 Mein füt dle diedjährige Saison woblassortirtes Tapeten⸗Lager bringe in empfehlende Exingerung. Georg Groß. Holz⸗ und Streulaub⸗Versteigerung. Holz- Ver 884 Montag den 17. und des Morgens 8 Uhr anfangend, Weiseler Gemeindewald nachverzeichnete Holzsortimente Distrikt Forstwald, nachfol und rung ausgesetzt werden: Montag den 17. April kommen zuerst zur Versteigerung in dem Disirikt Langschetd 265 Haufen Streulaub, nach 141„ Eichen Beendigung dieser Versteigerung wird mit der Holz ⸗ 4100 Eichen⸗Wellen, verfteigerung auf d 2½ Stecken Buchen⸗Prügelholz, 100*„und Fichten⸗Stockholz. bis 60 Fuß 1000 Stück Buchen- und Eichen Reisholz⸗Wellen, Die Zusammenkunft fi 3175„ Fichten⸗Reisholz-Wellen, 1234 10„ Stangenholz, 1552 Cubikfuß. wald an der Steinkaute. Die Zusammenkunft ist am ersten Tag am Keilerfloß. Dienfag den 18. April im Suderwald, Difirikt][ Montag den 17. kommt den 18. April das am erst 32½ Stecken Eichen⸗ 72 Hangelstein: 50 Stecken Buchen- und Erlen⸗Scheitholz gebot kommende Bau- und Werkholz zur Versteigerun g. f 40 5„ Prügelholz, Nieder ⸗Mockstadt am 5. April 1871. 100 7 5 Eichen⸗Stodbolz, 5300 Stück Buchen⸗Eichen⸗Reisholz Wellen, Dientag den 18. April 1871, 880 Freitag den 14., Montag den 17. und Dienstag sollen im Nieder-] den 18. April l. J., sollen im Mockstädter Markwalde, 265 Haufen Streulaub einer öffentlichen Versteige lichen Versteigerung kommen: Scheitholz auf f den 2. Mat d. J., Vormittags 9- 10 Uhr Eichen⸗ 5. en in das Local des unterzeichneten Gerichts— Schloß ⸗ em hintersten Kopf fortgefahren. 293 Stämme Eichen⸗Bau⸗ von 8 bis 22 Zoll Durchmesser und von 10 Länge, 11,713 Cubikfuß haltend. und zwar am ersten, zweiten und dritten Tag im Forst⸗ Am ersten Tag wird Bau- und Werkholz verkauft. steigerung. Proela m. 874 Gaftwirtb Peter Dapp X. in Dörnigheim bat heute dem Gericht seine Ueberschuldung angezeigt. Um den förmlichen Coneurs abzuwenden, wird Termin zur d ö 5 e ee 15K summarischen Schuldenltautdatton und zum Güteversuch cholz, Stockholz straße Nr. 26— anberaumt. Werk⸗ und Nutzholz ndet stalt Vormittags 9 Uhr das Brennholz und Dienstag Ote in diesem Termin nicht erscheinenden Gläubiger werden als dem Beschluß der Mehrheit beitretend an⸗ gesehen, und ein etwaiger Vergleichobescheid nur durch Anhbeften im Gerichtslocale veröffentlicht. Hanau am 4. April 1871. Königliches Amtsgericht Abthellung II. C d fte r. vdt. Stoerckel. en Tag nicht mehr zum Aus- 887 In C. Seriba's Buchhandlung in Frledberg Der Markmeister Reuther. 1 Stecken Eichen⸗Schichtholz, 27 Stlück Eichen⸗Baußpolz⸗ Stämme von 1440 Holzversteigerung Cubiksuß, 16 Stück Buchen-, Eschen⸗ und Erlen ⸗Werkholz⸗ in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. en 17. d. M., Morgens 9 Uhr, Reinertrag zum Besten der kirch zunächst dem Mühlsachser Hof in Straßburg. Stämme von 300 Cubllfuß, 18 Stecken Eichen⸗Stangenholz von 51 Cubikfuß. 881 Künftigen Montag d Die Zusammenkunst ist in der Strudt am pflauz⸗ soll im Distrikt Langberg und dem Nonnenröther 5 eld anfangend folgendes Bau-, I erschienen: Im Kriege. Vier Predigten und Ansprachen während des gegenwärtigen Krieges gebalten von Dr. Franz Schwabe, Professor der Theologie und Otrel⸗ tor des Predigerseminars zu Friedberg. Preis 12 kr. lichen und Schulanstalten Geburts⸗ Anzeige. garten. Nieder⸗Weisel den 11. April 1871. Werk⸗ und Nutzbolz versteigert werden: Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder⸗Weisel. 58 Stämme Eichen⸗Bauholz von 738 Cubikfuß, Reuter. 980 5 schoͤnes ßichten⸗ Bauholz von 29383 f(Statt besonderer Anzeige.) ; Cubikfuß, 876 Die glückliche Entbindung meiner lieben Frau Edietalladung. 123 siarke Eichen⸗Stangen von 420 Cubikfuß, Emil te geb Bae d Jewandle gesunden Töchterchen 863„ Fichten⸗ p„ 066 beehre ich mich blermii Verwandten, Freunden und Be⸗ kannten, statt jeder besonderen Meldung, ergebenst an⸗ 879 Nach einer Benachrichtigung Groß herzoglichen Kreisamts Friedberg soll die durch Allodt catlon des vormals 125 Died schen Erlen in 15 Gemar- 9 Uhr F. l. 0 5 ecken Buchen⸗Prügelholz kung Reichelsheim, Kreises Friedberg, enistandene Grund 99 ige. 1 meislens 10 Fuß rente von 440 fl. 15¼ kr. mit einem Abkaufc kapital 1570 von 7,924 fl. 42 kr. nach den bestehenden gesetzlichen 242„ Buchen-, Eichen- und Tannen- Slodbolz, Beftimmungen abgelöst werden. 13250 Wellen 10 In Gemäßheit des Ait. 23 des Ablösungsgesetzes Lich am 10. April 1871. vom 27. Junt 1836 werden daher alle bet dieser Ab⸗ lösung bekannten und unbekannten Betbeiligten blermit Alsdann wird Dienstag den 18. d. M., Morgens „ Reisholz, Fürstliche Oberförsterel Lich. Eigenbrodt. aufgefordert, ihre etwaigen Rechtsansprüche dei dem unterzeichneten Gerichte um so gewisser binnen zwei 2 2 Mona'en, vom Tage der ersten Veröffentlichung dleses K 4 ff e E 5 P r E 1 se von Carl Bender,, Erlasses an laufend, anzumelden, als sonst die Aus⸗ zahlung des Ablösungskapitals an den dermaligen Lehns⸗ inhaber, Großherzoglichen Kammerherrn Freiberrn Wil⸗ Domplatz 2, heim Löw von und zu Steinfurth zu Bessungen, ver⸗[851 Java, grün 30, 32, 34, 36 kr. Java, gelb 34, fügt werden wird. 36, 38, 40 ke. Ja Frtedberg den 29. März 1871. Java, hochgelb 48 kr. VVV Friedberg. 34, 36, 38, 40 kr. N e t sollen auf Antrag des hiesigen Bürgers und Bäckerei⸗ besitzers L. H. Strauß in dessen Behausung 50 Säcke Mocca, gebrannt 36 kr. Java und Mocca 40 und Walzenmehl in passenden Partien oder im Ganzen 42 kr. Java pur 44 k öffentlich meistbietend versteigert werden. 48 und 52 kr. pr. Pfd. Friedberg den 8. April 1871. gegen Nachnahme. 32, 33, 34, 35, 36, 38, 40 kr. Perl Ceplon, schwer, kräftig 42 kr. pr. Pfö. Mocca, fein Aroma 30 kr. pr. Pfd. Waizenmehl⸗Versteigerung. 878 Nang den 7 5 d.* Nachwllagel ubr, Gebrannte Kaffees. in Frankfurt a. M. „fein braun, 40, 46, 48 kr. Nangoon, Demerarp, Ceplon eilgerrby, Surinam, Costartka, t. Java und Menadomischung Probesendungen von 1—5 Pfd. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fo uc ar. 2 0 Holz ⸗Versteigerung. uhret 73 Freitag den 14. d. M., Vormittags 10 Uhr, wer- 580 empfiehlt in vorzü den in dem Gräflich Leiningen'schen Walddistrikt ⸗Probst⸗ Ph. Dau. Küm mich. Sleinkohlen glicher Qualität flümpfe,, an der Staatsstraße zwischen Ilbenstadt und Kaschen gelegen, nachverzeichnete Holzquantitäten öffent⸗ lich an den Meistbietenden e 5 e a. M. Oßer 1 Stecken Eichen⸗Scheitholz. ö— e 8 ichen⸗Prügelholz, „ Aus v 16„Buchen ⸗Stockholz, 2%„ Eichen ⸗Stochbolz, 72¹ eines bedeute 10050 Stück Buchen Wellen, 500„ Eichen⸗Wellen, 700„ Blrken-Wellen, Tapeten und Borduren gegen Baa. unter dem Fabrikpreis. er kauf nden Fabriklagers. 2 Eichstämme von 25 Fuß Länge und 21 Zoll 6 1 56 Durchmesser. Gegen genügende Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Magensalz N 9 f i 1435 bekannt als Bullrichs Universal Reintgungssalz Gräflich Leiningen'sche Rentei. gegen Magensäure, Sodbrennen ꝛc. 1c. in ¼, 1. September l. J. gestattet Schloß Ilbenffadt, 4. April 1871. B Ie ra u. ½ Pfunden empfiehlt Bekanntmachung. J. A. Windecker in Friedberg. 872 M d. M., i 5 77 . 50 ee e Patent 2 Kassenschränke Friedberg in der Behausung des Heinrich Herrmann zu Odfadt ein braunes Wallachpferd und zwei Kühe 842 stets auf Lager un ler Garantie bet an den Meistbietenden öffentlich versteigern. H. Briel, Steingasse 8, Frankfurt a. M. zuzetgen. Cassel den 11. April 1871. Schreiner, Ober⸗Post. Secrelall. 875 Herrn Major Bichmann, Herrn Hauptmann Hoffmann, derrn Doctor Lorenz, Herrn Doctor Wagner, Herrn Grödel, sämmtlichen Damen, die an der Küche des Reservelazareths Friedberg betheiligt waren, und sämmilichen Herren vom Comité, sowie den Herren Pflegern und Pflegerinnen sagt achtungs voll ein herzliches Lebtwohl 8 Gefreiter Weber, 5* Krankenwärter. Frische Repskuchen 604 billigst bei Georg Groß. Kegelkugeln und Acgel 845 flets vorräthig bet Friedberg. Hermann Neisel. 450 bis 200 Huchspflanzen 888 wünscht zu kaufen Pfarrer Baur. Kräftige Taglöhner 877 finden bei hohem Lohn dauernde Beschäftigung in der Eisenbahnwagen⸗ Fabrik von Gastell& Harig in Malnzz 2 Ein Mädchen 885(oder Frau), israel. Confession, wird zur selbstständigen Fübrung eines ordentlichen Haushaltes gegen guten Lohn sofort zu engagtren gesucht. Näheres Ludwigfraße Nr. 209 in Friedberg. Steinkahlen, 691 namentlich auch Schmiedekohlen, verkauft zu billigen Preisen die Zlegelei am Bahnhof zu Nauheim. Krippen, Tröge und Gossensteine 376 aus s. g. Lungsteln(Dolerit) empfiehlt die Ziegelei am Bahnhof zu Bad⸗Nauheim. Kirchen buchsauszügt. Evangelische Gemeinde. Beerdigte: ö 2. April. Regine Petri, geb. Göring, Ehefrau des biesigen Bürgers und Serkbenten Heinrich Petri, 39 Jahre Ockstadt am 6. April 1871. p. Dienst IV. 8 Monate alt, 4 den 31. März. Ein Gymnasiast oder Nealschüler Alle Sorten Oelfarben 5 Ade 525 1 75 Wade Basalt 882 könnte in einer sehr achtbaren Familie[821 in bester Qualttät empfiehlt Darmstadt's, in welcher derselbe als Glied der Wilhelm Bernbeck. Familie betrachtet werden würde, freundliche Aufnahme finden. Die Adresse wolle man bei der Exp. d. Bl. erfragen. 8 stebt zu verkaufen. 3 Eine Chaise 67 Jahre 2 Monate 26 Tage alt, 1 den 1. April. 7. April. Magdalene Koch, geb. Mann, Wittwe dee verstorbenen hiesigen Bürgers und Küfermeisters Johannes Koch, 74 Jabre 3 Tage alt, 4 den 6. April. Verantw. Nedact.: Hermann Schimpff. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. * nad