. ttsert Catzadd ——„— —————ñ i 2 ĩ˖ꝙ— Dienstag den 12. Dezember. M 146. Unzeiger. Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag Für den Monat; Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der a Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. Amtlicher Theil. 5 5 5. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg 15 ie Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Bauernheim, Bruchenbrücken, Dorheim, Gambach, Griedel, Münzenberg, Bad⸗ aubeim, Opperebofen, Nieder-Mörlen, Ossenheim, Rockenberg, Rödgen, Schwalheim, Steinfurt, Trais-Münzenberg und Wisselsheim. Betreffend: Dit Reinigung des Wetterflusses. Wir haben bestimmt, daß im Jahre 1872 eine von uns und Großherzoglichem Kreisbauamt Friedberg als gründliche Ausräumung des Wetterflusses in stattfinden soll und den Bezirks⸗Bauaufseher Schneider in Gambach mit Fertigung von Kostenüberschlägen bezüglich der der Räumung B bedürftigen Strecken Veranlassung zugehen Indem wir Sie nothwendig erkannte, Ihren Gemarkungen stützung angedeihen zu ch u Dann Betreffend: Die Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins des Kreises Friedberg. Die Generalversammlung des Vereins des Kreises Friedberg für 1871 findet Samstag den 16. l. Nachmittags 1 Uhr, auf dem Rathhause zu Friedberg statt und werden hierzu die Mit, glieder des Vereins und sonstige Freunde der Landwirthschaft mit der Bitte eingeladen, sich ganz präcis der Kürze der Tage wegen dazu einzufinden. Zur Verhandlung kommen: 1) Mittheilung über die Thätigkeit des Bezirke Vereins in 1870 und 1871. 2) Vorlage der Vereins⸗Rechnung für 1870. a Betteffend: Die Anmeldung und Prüfung der einjährig Freiwilligen. Diejenigen Militär pflichtigen, welche als einjährig Freiwillige dienen wollen und im Großherzogthum Hessen nach§. 20 der Militär⸗ Ersatz⸗Instruction vom 26. März 1868(Reg. ⸗ haben ihre Anmeldung schriftlich, unter Berück, 149, 151, 152, 153, 154 und 155 der lungs pflichtig sind, sichtigung der 88. 148, erwähnten Militar⸗ Ersatz⸗Instruktion bis zum 1. Februar 1872 bei der unterzeichneten Commission einzureichen, falls sie sich der im März k. J. stattfindenden Prüfung zu unterziehen beab⸗ sichtigen. a. ein Geburtszeugniß(Taufschein), b. eine beglaubigte Einwilligung des Vaters c. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von Progymnasien und höheren ziehungswelse Rector jungen Leute nommen wird, wird später 0 specielle Einladung erfolgt nicht. landwirthschaftlichen Der Meldung sind beizulegen: höheren Schulen(Gymnasien, Realschulen, Bürgerschulen) von dem Director be⸗ der betreffenden Lehranstalt, für alle übrigen aber von der Polizei⸗Obrigkeit auszustellen ist. Bei Nichtbrobachtung der bestehenden Vorschriften oder Ein⸗ reichung des Gesuchs nach dem angegebenen Termine, kann die Zulassung zu der nächsten Prüfung nicht stattfinden. 97 Der Prüfungstermin sowie das Lokal, worin dieselbe vorge- ffentlich bekannt gemacht werden, eine Bezirks-] 3) Berathung über Mts. 4) Ergänzungswahl 5) Ersatzwahl der C N„ K o halten, worauf ich no Fü e e t m a ch u Bestimmungen ausdrü Blatt Nr. 21) gestel⸗ Anrechts spätestens d ist die Aufgabe des verbunden. Ausvahmsweise Behörde dritter Instan Militärpflichtige noch pflichtet war, oder v ist. 0 treten, welcher der betheiligte Gesuche um Wi oder des Vormunde s, 1 Friedberg am 9. Dezember 1871. beauftragt, welche Ihnen s. Z. zur weiteren werden. hiervon vorläufig benachrichtigen, beauftragen wir Sie, dem genannten Techniker bei seinen Aufnahmen jede Unter⸗ lassen. Drage n 9. die Verwendung der in 1872 voraussichtlich disponiblen Mittel. des Ausschusses des Bezirks⸗Vereins. ommission für Besichtigung des Faselviehes. Sodann wird der Lehrer an der Ackerbauschule dahier, Herr Rückert, einen Vortrag über das Thema: tner- oder Futterbau“? ch ganz besonders aufmerksam mache Friedberg den 10. December 1871. Der Director des landw. Bezirks Vereins des Kreises Friedberg Tera p p. N N Die unterzeichnete Commission macht außerdem auf folgende cklich aufmerksam. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst darf nicht vor dem vollendeten 17. Lebensjahre und muß bei Verlust des is zum 1. Februar des Kalenderjahres nachge⸗ sucht werden, in welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird. Mit der Anmeldung um Zulassung zum einjährigen Militärdienst Rechts, an der Loosung Theil zu nehmen, kann der durch die versäumte rechtzeitige An⸗ meldung verloren gegangene Anspruch durch Entschließung der Ersatz⸗ z wieder verliehen werden, wenn der betheiligte nicht an einer Loosung Theil zu nehmen ver⸗ ermöge seiner Loosnummer disponibel geblieben In letzterem Falle darf die Vergünstigung indeß nur dann ein⸗ wenn der deßfallsige Antrag vor der zweiten Aushebung, bei Militärpflichtige zu concurriren hat, formict wird. ederverleihung der durch versäumte rechtzeitige Meldung verloren gegangenen Berechtigung sind an die zuständige Kreis-Ersatz-Commission zu richten. Darmstadt den 1. December 1871. Großherzogliche Prüfungs⸗Commission fur einjährig Freiwillige. Pa b st. Strecker. Deutsches Reich. Darmstadt. Oberst von Lyncker ist behufs der Ueberfübrung der hessischen Offiziere in die prtußische Armee nach Berlin gereist. Im Ganzen haben 40 Offiziere und Beamle, darunter sämmt⸗ liche Mitglieder des Kriegs ministeriums, ihre Pen⸗ sionirung nachgesucht. Berlin, 9. Dez, Abgeordnetenhaus. Unter Vorlagen be⸗ den von der Retzierung gemachten finden sich mehrere Gesetzentwürse, betreffend den Bau neuer Eisenbahnen, darunter die Strecken Limburg a. d. L.-Camberg, Bebra Friedland mit einer Zweigbahn nach Eschwege, Tilsit⸗Memel und Harburg ⸗Stade. Der Finanzminister bringt einen Gesetzentwurf ein, betreffend die Verwendung der durch den Wegfall der aus der preußischen Staats- kasse an das Reich geleisteten Vorschüsse erzielten Ersparnisse. Die hlervurch eingetretene einmalige Ersparniß von 11,600,000 Thlr. soll zu Renten- ablösungen und à conto der Eisenbahnanleihe verwendet werden. Der Finanzminister bringt ferner eine Ergänzungs vorlage betreffend die Oberrechnungskammer, sowie eine Steuerreform⸗ vorlage ein. In der bierzu gegebenen Erläute⸗ rung ue klärt der Finanzminister: Von der franzö; sischen Kriegscontribution seien bisher 1175 Mill. Francs bezahlt, auf die elsaß lothringischen Eisen· bahnen waren 315 Mill. angerechnet. In den nächsten fünf Monaten seien 650 Millionen zu zahlen, fernere Zahlungen würden im März 1873 und die schließliche Hauptzahlung 1874 erfolgen. Die preußische Regierung babe bei der heutigen Reformvorlage mit diesen zukünftigen Beträgen * . 0 6 1 1 1 1 4 5 nicht rechnen können, die Regierungsvorlage sei von dem Gedanken geleitet, die Steuerlast der untersten Bevölkerungsschichten zu erleichtern und dem directen Steuersystem weitere Geltung zu verschaffen. Die Regierung habe sich nicht auf die in dem Etat vorgesehene eine Million be⸗ schränkt, sondern schlage unter Berücksichtigung der Ersparnisse für 1872 und 1873 vor, die Mahl- und Schlachtsteuer aufzuheben und die unterste Stufe der Classensteuer in Wegfall zu bringen. Die betreffenden Steuerpflichtigen würden vom 1. Juli künftigen Jahres von der Classensteuer befreit. Die Mahlsteuer solle am 1. Jan. 1873 aufhören, die Schlachtsteuer für Rechnung des Staates völlig aufgehoben, für Communalzwecke indeß bedingungsweise zugelassen werden. Berlin. Der Bischof von Straßburg, Misgr. Dr. Räß, welcher ganz unerwartet vorigen Sonnabend in Berlin eingetroffen war, ist bereits am 8. d. mit seiner Begleitung über Köln nach Straßburg zurückgekehrt. Der greise Prälat wurde vom Kaiser empfangen, der sich in huldvollster Weise mit ihm unterhielt und soll der Bischof über den ihm gewordenen Empfang sehr befriedigt sein. Der Bischof, eine untersetzte markige Gestalt von icht süddeutschem Typus und trotz seines hohen Alters, 78 Jahre, äußerst lebhaft und rüstig wie ein wohl erhaltener Fünfziger, spricht die deutsche Sprache vorzüglich. Er ist in Sigolsheim(Ober- elsaß) geboren, machte einen Theil seiner Studien in Deutschland und begleitete zwölf Jahre lang eine Professur am theologischen Seminar zu Mainz. — Dem Vernehmen nach ist die Antwort des deutschen Reichskanzlers auf das Ruadschreiben Andrassy's in der Form einer Instructionsdepesche an den diesseitigen Vertreter in Wien, General v. Schweinitz, erfolgt, und zwar bereits in den letzten Tagen der vorigen Woche. Die Erklärun⸗ gen, welche General v. Schweinitz beauftragt war, dem Grafen Andrassy mitzutheilen, betonen, wie es heißt, einerseits den Umstand, daß beide Re— gierungen sich in dem rückhaltlosen Bestreben, den Frieden Europas zu sichern, begegnen, anderseits das darauf begründete Vertrauen, daß die Politik Deutschlands und Oesterreich-Ungarns demnach Hand in Hand gehen werde.— Der Reichs- kanzler hat dem Bundesrathe den Entwurf des Gesetzes über die Einrichtung der Forstverwaltung in Elsaß⸗Lothringen vorgelegt. — Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ widerlegt die Erfindungen französischer Zeitungen über das Verhältniß Deutschlands zu Rußland, erwähnt des Georgenfestes und sagt:„Sollten nicht vielleicht den Franzosen die Augen auf⸗ gehen?“— In einer Petersburger Corre— spondenz des genannten Blattes wird der herzliche Empfang des Prinzen Friedrich Karl Seitens des Kaisers Alexander, der Groß— fürsten und der russischen Bevölkerung hervor— gehoben. — Aus Berlin wird den„Schw. Mrk.“ gemeldet: Privatnachrichten aus Nersailles zufolge wird Frankreich bald auch den belgischen Handels- vertrag von 1861 kündigen. Stuttgart. In der Abgeordnetenkemmer brachte Mohl die ausführlich begründete Inter⸗ pellation ein, ob die Regierung gesonnen sei, der Ausdehnung der Reichscompetenz auf das ge⸗ sammte Civilrecht mit allen rechtlichen Mitteln entgegenzuwirken? Der Justizminister v. Mittnacht antwortete vorläufig dabin, daß der betreffende vom Reichstage beschlossene Gesetzentwurf dem bezüglichen Ausschusse des Bundesrothes über⸗ geben sei; beror dieser Bericht erstattet habe, wäre es wenig schicklich, sich über die Intention der Regierung auszusprechen. Gießen. Die Schwurgerichts⸗Sitzungen vom I. Qlar⸗ tal 1872 werden Montag den 8. Januar, Vormutans 9 Uhr unter dem Vorsitze des zum Pläsidenten des Schwurgerichtshofs besummten Großherzoglichen Hof ꝛe⸗ richte Raths Herrn Muth, beziehungsweise des zu dessen Stellverueter ernannten Großherzoglichen Hofgetic ts⸗R rihs zoglichen Hofgerichts der Provinz Oberhessen, Geschworenen in folgender Ordnung ausgeloost worden. Haupt⸗Geschworene: 1) Isaac Goloschmidt, Frucht⸗ Tire 5 baben fast alle den Pari⸗Cours erteicht und da, Herrn Völker ihren Anfang, nehmen und sind demzufolge Verhandlungen aus der Wüctlembergischen Kammer uns in der heute staltgehabten öffentlichen Sitzung Großher⸗ die Haupt- siehen, so wendete händler in Vilbel. 2) Adam Moscherosch, Bürger⸗ meister in Burg⸗Gräfenrod. 3), Karl Hoos, Fabrikant; in Lauterbach. 4) Philipp Casimir Feuerbach II., Bür⸗ germeister in Ober-Wöllstadt. 5) Gustav Übrich, Com⸗ missionär in Gießen. 6) Louis Weynandt, Gastwirth da⸗ selbst. 7) Gustav Windecker, Commissionär daselbst. 8) Wilhelm Schmidt, Bürgermeister in Reichelsheim. 9) Philpp Schlatter, Kaufmann in Gießen. 10) Jacob Bingemer, Ockonom in Rendel. 11) Johannes Lerch II., Kaufmann in Schlitz, 12) Lorenz Kübel, Leinwandfabri⸗ kant in Herbstein. 13) Friedrich Möhl III., Metzger in Gießen. 14) Richard Scheel, Ellenwaarenhänoler daselbst. 15) Ernst August Häberle, Ellenwaarenhändler in Fried⸗ berg. 16) Conrad Muhly II., Müller in Allendorf a. d. Lumda. 17) Heinrich Fendt, Lederhändter in Hungen. 18) Johannes Aller, Landwirth in Berstabt. 19) Ludwig Hofmann, Pachter in Hof Gill(Muschenbeim). 20) Theo- dor List I., Fabrikant in Lauterbach. 21) Eduard Karl Ferdinand Beier, Landwirth in Freienseen. 22) Franz Peppler, Müller in Gießen. 23) Andreas Euler, Schneid⸗ müller daselbst. 24) Johannes Weil II., Bürgermeister in Berstadt. 25) Johannes Sehrt III., Kaufmann in Grünberg. 26) Heinrich Ihring, Bierbrauer in Lich. 27) Georg Kees, Essigfabrikint in Ortenberg. 28) Wil⸗ belm Semm, Buchhändler in Lauterbach. 29) F. A. L. Chr. Koch, Commissionär in Gießen. 30) Daniel Ritter, Bürgermeister in Laubach. Zur Oetroifrage in Friedberg. Der Einsender des Artikels in Nr. 140 fühlt sich be⸗ tufen dem Einsender des Artikels in Nr. 145 Folgendes zu erwiedern: Nachdem Einsender den Artikel in Nr. 140 mit un⸗ gehörigen Ausdrücken begonnen, kommt er, den volks— wirihschaftlichen Standpunkt vorerst unberührt lassend, zur privatrechtlichen Frage. Nun ist aber die privatrechtliche Seite dieser Angelegenheit durch die Gewerbeordnung des deuischen Reichs rechtlich klar gestellt, dort heißt es pag. 7, Abs. 6: „Vorbehaltlich der an den Staat und die Gemeinde zu entrichtenden Gewerbesteuern, sind alle Abgaben, welche fär den Betrieb eines Gewerbes entrichtet werden, sowie die Berechtigung dergleichen Abgaben aufzuerlegen, aufgehoben.“ Nun kann aber die Abgabe für Ein⸗ und Ausfuhr von Getreide und Mehl nicht Octroi genannt werden, denn Octroi besteuert den Consum, nicht aber den Handel, und daß Letzteres in Friedberg der Fall, wird der Umstand be— weisen, daß weder die eine noch die andere Abgabe bei der Ausfuhr im Großhandel zurückvergütet wird. Die Gründe, welche der Einsender für Beibehaltung der Abga be vorbringt, sind nicht privatrechtlich, sondern eigen- nützig zu nennen. Er will auf Kosten einer Klasse seiner Mitbürger einen Theil seiner Steuern sparen und will schon deßhalb die ungerechtfertigt Abgabe beibehalten, weil er kinen„Pfifferling“ Vortheil davon hat, wenn dieselbe nicht erhoben würde. Der Vergleich mit Zehnten u. s. w. hinkt. Ueberhaupt würde der Verfasser seine Ideen und Ansichten eher in der Mecklenburger Ritterschaftsversammlung zur Gellung bringen, dor würden seine Ausdrücke:„Pfifferling, Zehnten, von Vorfahren überkommene Rechte, welche dem Bundesgesetz widerstreben u. s. w.“ Anklang finden, hier aber, wo Stadtrath und Bürgerschaft die den Fortschriit beingende Vundesgesetze zu würdigen wissen und nicht an alten von Feudalherrschaft und Par sicularismus diktirten Satzungen hängen, konnen solche Ansich ten nicht durch⸗ dringen. Frankfurt a. M., 10. Dezbr. Wochenbericht. Wir erwähnten bereits in unserem vorigen Wochenberichte, baß es der Speculation gelungen sei, die Spielpapiere auf einen Preis zu treiben, wie noch nie. Wir glaubten nicht, als wir dleses schrieben. daß die Börse so rasch eine veränderte Physiognomie annehmen würde, und doch ge⸗ nügte nur das Gerücht, die Seehandlung in Berlin habe ihre Depots gekündigt,— ein Gerücht, das sofort demenlict wurde— um ber seitherigen Hausse⸗Tendenz ein Ende zu machen. Oesterr. Credit Actien waren den größten Schwankungen unterworfen, von 323 ½ gingen dieselben bis 214½ zurück schließen jedoch die Woche mit 316½½. Weiter fanden greße Variationen in Darmstädter Bank⸗Actien statt, die von 464 auf 46 gingen, jedoch an der Samstagsbörse wieder gesucht waren. Staatsbahn hielten sich recht sest, ebeuso behaupteten Lombarden fast den ganzen Ausschwung, den sie in der ltzun Zeit erzielten. Die an deren österr. Bahnen waren vielfach angebo en, mit Ausnahme von Franz Josephbahn, auf welche das Bezugsrecht der neuen Actien einen günstigen Einfluß übt. Von ausländischen Staatspapieren waren Silbertente die ganze Woche gesucht, dagegen ist der Umsatz in Spanier und französischer Rente sehr klein geworden. Für Russen herrscht gute Nachfrage. 1882er Amerikaner mußten gestern im Cours etwas nachgeben auf die bereits erwähnte Nachricht, daß der Finanz⸗Minister am 7. März 1872 weitere Ooll. 20 Mill. 1882er 2. Serie einzie)en werde. Deutsche Staatspapiete erhöben juccessive ihren Coues und sind 5% Württemberger und Bazenser sehr beliebt, da vor 1880 dieselben nicht zurück bezahlt werden dürfen. Die 4½% deutschen Obligationen, wie die zeigen, wellere Tilgungen dieser 4½% Gatlungen bevor⸗ 1 das Privat ⸗Eepilal, um nicht dem häusigen Wechseln unterworsen zu sein, se ine Aufmerksam⸗ Oeffentliche Vorträge. Friedberg. Von dem berühmten griechischen Redner Demosthenes wird erzählt, daß er einst, enkrüsiet über die Theilnahmlosigkeit seiner Zuhörer, mitten im Fluß seiner Rede abgebrochen habe, um eine berne Ge⸗ schichte zum Besten zu geben von einem Manne, der seinen Esel vermiethet hatte und mit dem Miether als⸗ dann darüber in Streit gerathen war, ob er mit dem Esel auch dessen Schatten vermiethet oder nicht. Alsbald lauschte sein Publikum mit der gespanntesten Aufmerksam⸗ keit; Demosthenes aber hielt demselben eine derbe Straf— predigt über den kindisch⸗frivolen Sinn, mit welchem man Nichtigkeiten begierig anhörtie, während man gleich⸗ gültig blieb bei den wichtigsten und ernstesten Angelegen⸗ heiten Athens.— r Die Bewohner Friebbergs und seiner Umgebung zeigen sich darnach in einem ungleich günstigeren Lichte als die weiland Athener. Nicht nur, daß die dankenswerthe Wiederveranstaltung der durch das Kriegsjahr unter⸗ brochenen Wintervorträge allgemein mit Veisal begrüßt wurde; das Interesse daran zeigte sich bereits thatsächlich wieder in dem zahlreichen Besuch des am letzten Dienstag stattgehabten ersten Vortrags und in der ungetheilten Aufmerksamkeit, womit die den Saal bis zum letzten Platz füllende Zuhörerschaft demselben bis zum Schlusse solgie. Herr Bergrentmeister Nebhuth entrollle ein mit einer Fülle schöner Gedanken ausgestattetes Bild über die Fortschritte auf volkswirthschaftlichem Gebiet von den frühesten Zeiten bis auf die Gegenwart. Er verweilte dabet mit Nachdruck auf den Hauptmomenten gährenden Vorwärtsdrängens, wie sie sich zetaen z. B. im 15. Jabrhundert in dem durch großartige Erfindungen und Entdeckungen veranlaßten Erwachen der Völker zu fruchtbringender Thätigkeit auf allen Gebieten menschlichen Strebens; im 16. Jahrhundert in dem Bauernketeg zur Abschüttelung erdrückender Verhältnisse und Lasten; im 18. Jahrbundert in dem allseitig sich kundgebenden Drängen nach Aufklärung und Bildung der Massen, dem wir die Anfänge der heutigen Volksschule verdanken und in der Beförderung solcher und ähnlicher Bestrebungen von Seiten hochsinniger Fürsten, wie Friedrich der Große und Joseph II.; in dem Riesenkampf der blutigen fran⸗ zösischen Revolution zur Ausgestaltung neuer Formen des staatlichen und gesellschaftlichen Lebens; in den ge⸗ waltigen Fortschritten unseres Jahrhunderts in Bezug auf Industrie und Verkehr durch Benutzung der Dampf⸗ kraft; in Aufhebung der Zollschranken durch Gründung des deutschen Zollvereins und in den segensreichen Er⸗ rungenschaften der neuesten Zeit, dem Freizügigkeitsgesetz, dem einheitlichen Maaß und Gewicht, der nunmebr ge⸗ schaffenen einheitlichen Reichsmünze, dem verbesserten Post⸗ und Eisenbahnwesen, dem Schutz der deulschen Interessen durch die beutsche Reichs macht zu Land und zur See c. ꝛc. Besonders interessant wußte der Herr Redner seinen Vortrag zu machen durch eine Menge illustrirender Einzelheiten, wie z. B. über den Zustand der früheren Volksschule, über die Verkehrsbeschwernisse in den Schlagbaum⸗ und Douanenzeiten seligen Angedenkens, worauf einzugehen hier zu weit führen würde. 3057 Wir balten es für verdienstlich auf das in dieser Nummer befindliche Juserat des Herrn H. Herzog in Frankfurt a. M. besonders aufmerksam zu machen, welcher als Besitzer eines Nähmaschinen⸗Lagers für seinen Theil und in seiner Branche das socislistische Problem der Leistung und Gegenleistung auf höchst anerkennenswerthe Weise zu lösen sucht;z indem er seine Fabrikate namentlich den Bedürftigen und Unbemittel ten zur Anschaffung auf längeren Credit offerirt, denselben also indirect ein Be⸗ triebskapital in Händen gibt, welches ihre Existenz fördert und die Abzahlung besselben in liberalster Weise ermöglicht. Personen-Posten. Abgang und Ankunft. Friedberg: Nach Homburg 81d V., in Homburg 106 V., aus Homburg 4 N., in Friedberg 6 N. Nach Lauterbach 8 V., in Lauterbach 846 N., aus Lauterbach 625 V., in Friedberg 46 N. Nach Hungen 7ʃ= N., in Hungen 10 N., aus Hungen 515 V., in Friedberg 740 V. Nach Ortenberg 735 N., in Ortenberg 10% N., aus Ortenberg 435 V., in Friedberg 7% V. Nach Scholten 7 N., in Schotten 120 N., aus Schotten 4 B., in Friedberg 9 V. Bad- Nauheim: Nach Usingen 920 V., in Usingen 1145 V., aus Usingen 425 N., in Bad⸗Nauheim 60 N. Nieder ⸗Wöllstadt: Nach Altenstadt 110 VB., Jus N., in Altenstabt 1255 V., 9 N., aus Altenstadt 10½ B. 3 N., in Nieber⸗Wöllstadt 12 V., 8 N. Nach Hanau 6 N., in Hanau 855 N., aue Hanau 7 B. in Nieder⸗Wöllstadt 955 V. J Schwarze Kaiser-Tinte ist in Flaschen à 8 und 14 kr. stets zu haben bei keu mehr den 4% zu. 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Dezember. Margarethe Elise Kreß, Töchterchen des hiesigen Bürgers und Schneidermeiffers Heinrich Kreß, 4 Monate 19 Tage alt, 4 den 6. Dezember. Katholische Gemeinde Getraute: W. Mai. Chrlfllan Bernhard Jobann Hermann Cket, Schriftsetzer, Sohn des Uhrmachers und Bürgers zu Fröndenderg Caspar Ekei, und Katharina Gräber, Toch⸗ 85 2 hiesigen Bürgers und Kreisamtsdteners Valentin räber. 25. Juni. Georg Friedrich Rumpf, hlesiger Bürger und Schlossermeiger, Sohn des hiesigen Bürgers und Hof⸗Schlossermeisters Heinrich Rumpf, und Katdarina Dorothea Heidt. Tochter des biesigen Bürgers und Hof⸗ Spenglermeisters Heinrich Heidt. 25. Juli. Anton Joseph Schlüter, Kreisrichter zu Siegen, Sohn des Rechnungstathes Joseph Schlüter zu Höxter a. d. Weser, und Louise Macia Christina Clemeutina Salpatora Musset, Tochter des Renlners zu Dillenburg Ludwig Musset. Ge taufte: 15. Januar. Dem Schuhmachermeister Heinrich Heim eine Tochter Philippine Elisabetba, geb. den 2. Januar. 15. Iinuar. Dem Sergeant Andreas Zimmer ein Sohn Heintich, geb. den 8. Januar. 20. Februar. Dem Schrifisetzer Karl Nicolaus Wilherm ein Sohn Karl Johannes Hermann, ged. den 6. debtuar. 2. April. Dem Maurermeister und Bürger dahier Johannes Gerster ein Sohn Heinrich, geb. den 20. März. 23. April. Ein Kind deinrich Dey, geb. den 16. April. 30. April. Dem biesigen Schneidermeister Johannes Metz ein Sohn Wilhelm, geb. den 9. April. 11. Junt. Dem Bürger und Müllermeister dahier deinrich Peter Dietz ein Sohn, Peter Heinrich August, geb. den 7. Juni. 18. Juni. Dem dahter wohnenden Arbeiter Karl Kleintopf eine Tochter, Marta Barbara, geb. den S. Juni. 16. Juli. Dem hiesigen Schubmachermeister Jakob Andreas Wöds ein Sohn, Andreas, geb. am 7. Juli. 28. Juli. In Bad Nauheim dem Orrektor zu Frank⸗ furt a. M. und Bürger zu Crfurt Joseph Greil ein Sobn, Carl Joseph, geb. den 14. Juli. 20. Auguft. Dem biesigen Bürger und Kupfer⸗ schmied Martin Mondtaler eine Tochter, Katharina Margaretha, geb. den 11. Auguff. 17. September. Dem hlesigen Bürger und Külker⸗ meister Peter Rolh eine Tochter, Christena, geb. den 5. Septeenber. 22. Oktober. Dem dabier wohnenden Bürger zu Ober⸗Wöllstadt Jobann Georg Gondolf eine Tochter, Helena, geb. den 9. Oktober. 22. Oktoder. Dem biesigen Bürger und Schuß⸗ machermeister Jobannes Geil eine Tochter, Katharina. geb. den 10. October. 29. Oktober. Dem Bürger zu Münzenberg und Weißbindermeister dahier Josepb Schmidt ein Sohn, Jobannes Karl Heinrich, ged. den 19. Oktoder. 3. Dezember. Dem daßier wohnenden Handschub⸗ tresseur Johannes Deng, Bürger zu Mainflingen, eln Sohn Johannes Jakob, geb. den 18. November. 222 ͤ 1 Das WMeihnachtslager 2— 2 2 2 22 von Bindernagel& Schimpff in Friedberg i auch dieses Jahr auf das Reichhaltigste assortirt. Namentlich empfehlen dieselben die neuen billigen Klassikerausgaben: Schiller's Werke schon von fl. 1. 45 kr. an, Göthe's Werke von fl. 4. an, Einzelnausgaben in eleganten Leinenbanden 8 von Schiller, Göthe, Lessing. Wieland, Hauff, Schulze's Rose, Jean Paul ꝛc. ꝛc. zu 21, 28, 36 und 42 kr. f Ferner machen dieselben aufmerksam auf die große Auswahl von Bilder⸗ büchern mit und ohne Text für jedes Alter und zu allen Preisen, Spielen, Abziehbildern, Malkasten mit Vorlagen, Schreibmappen, Sol⸗ datenbilderbogen zum Aufstellen in Schlachtordnung, Zoetropen und vielen anderen Artikeln. 8 ä e Vorlesungen im Saale de. 3072 Dienstag den 12. December, Abends 8 Uhr, Reallehrer Klein: Ueber die fortschreitende Bewegung des Sonnensystems im Weltraum. Vor Neujahr findet keine weitere Vorlesung mehr statt. M eihnachtsausstellung. 3062 Meine Ausstellung beginnt mit dem 15. d. Mts. und bringe ich hiermit eine reiche Auswahl Conditor- Waaren einem hiesigen, sowie auswärtigen Publikum in empfehlende Erinnerung. M. Philippi, Hof⸗Conditor. AAA———ð ͤ B[W AU“ rr err N H. Herzog in Frankfurt a. 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Verloren. 3070 Auf dem Wege von Ober-Rosbach nach Fried⸗ berg oder in Friedderg verlor am 9. d. ein Arbeiter eine Brieftasche, welche einen 10 Thalerschein, Militär⸗ papiere ꝛc. entbielt. Der redliche Finder wolle dieselbe gegen eine Belohnung an Großberzogliche Bürger⸗ meisterei Friedberg abgeben. 3059 Durch die glückliche Geburt eines gesunden Jungen wurden wir sehr erfreut. Han au, 8. Dezember 1871. Kgl. Kreissecretar Baabe und Frau geb. Rieß. Regenschirme 45 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen Preisen bei K. Friedrich. neben der Post. Kalender für 1872. Landkalender 4 kr. 1 durchschossen 6„ Hess. Hausfreund 8„ Gustav⸗Adolf⸗ Kalender 8„ Lahrer Hinkende Bote, gestempelt 11 Katholischer Bilderkalender 9 Herriedener Laubfroschkalender 9 Illustr. Familienkalender 18 Wand und Notizkalender 2 Kleiner Wandkalender 2* Vorräthig dei Bindernagel& Schimpff. 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(Hierzu eine Beilage.) li — Oe Nulet al efolm b deulschen vulselig Fra horlitgens gende 4 Fried von diese peichen nderen griege the hon Schr. pällig so gann, F umichchre Nolhwend niich, welt ul unzujt l keine besorgen shwören d vation zu größern d das Uebel Gegentheil odet seine jenigen, w eines Frei zufügen, d shum ist, daß für letzlich be leute.“ deßinitiver , welche Rechte ve line über ran. ninistrato lunge Zeit timmt dar ehr uner! nem Pu heulen Sie die mir ar geben, als di i sünmilie Akten hat dorgerufen auch ein G len stanzeof geltend. 8 ihne dc liese Vurfle U * all, — e det Petel det Jagngt muck actelichter, Wandiägen Groß lade, * 1. 8 42 cao stein dan Trapy. — 8 * kauf „ Syrer, e Baderdachern, ange, bei is. Sertet, inge! zertsch ö des vac Frier „ tn Arheiler ern Nulat⸗ fed dieselbe et tiger tate Jungen de und tas geilage. Ausland. Oesterreich. Wien. Die„N. Fr. Presse“ deutet an, daß der Justizminister eine Strafrechts reform durch den Antrag auf Einführung des deutschen Strafgesetzbuches in Oesterreich zu be⸗ werkstelligen gedenke. Frankreich. Parte. Aus dem nunmehr vorliegenden Wortlaute der Botschaft Thiers sind solgende Sätze hetvorzuheben:„Frankreich will den Frieden; es erklärt dies auf Ehre und wird von diesem feierlich gegebenen Worte nicht ab · weichen. Uebrigens werde diese Anschauung von anderen Staaten getheilt. Diejenigen, welche am Kriege theilgenommen, find ermüdet, die Anderen von Schrecken erfüllt. Der Krieg werde gegen ⸗ wärtig so furchtbar geführt, daß jeder rechtschaffene Mann, Fürst oder Bürger, vor der bloßen Idee zurückschrecken muß, die Menschheit ohne dringendste Nothwendigkeit demselben auszusetzen. Da Frank- reich, welches ein Recht hätte, mit seinem Schick sal unzufrieden zu sein, den Frieden will, so gibt es keine mögliche Voraussicht, welche den Krieg desorgen ließe.“ Ferner heißt es:„Wir be⸗ schwören die Bevölkerung, mit Geduld die Occu⸗ vation zu ertragen und das Uebel nicht zu ver— größern durch unvorsichtige Handlungen, welche das Uebel nicht abfürzen würden, sondern im Gegentheil von Neuem die Sicherheit Frankreichs oder seine Würde gefährden könnten. Für Die⸗ jenigen, welche glaubten, daß man durch Tödtung tines Fremden keinen Mord begehe, muß ich hin⸗ zufügen, daß dies ein veräbscheuungswürdiger Irr- hum ist, daß ein Fremder ein Mensch ist und daß für ihn die heiligen Gesetze eben so unver— letzlich bestehen, wie für unfere eigenen Lands⸗ leute.“ Schließlich berührt Thiers die Frage der definitiven Regierungsform und sagt: Sie sind ts, welche diese Frage angeht. Wir würden Ihre Rechte verletzen, wenn wir in dieser Beziehung tine übereilte Initiative ergriffen. Sie sind Sou⸗ verän. Ich bin nur einfacher gewählter Ad⸗ ninistrator. Wenn meine Hingebung Ihnen für lurze Zeit noch nutzbringend ist, können Sie be⸗ timmt darauf zählen. Wenn jedoch dieselbe nicht nehr unerläßlich erscheint, wenn Ihre Einsicht in tinem Punkte meine Absichten nicht billigt, so deuten Sie es an, und ich werde das Werk, das Sie mir anvertrauten, in besserem Zustande zurück- geben, als ich es übernommen habe. — Die Verkündigung des Belagerungszustandes in sämmtlichen von den Deutschen befetzten Ge⸗ bieten hat hier eine tiefe Niedergeschlagenheit her⸗ vorgerusen und in der Presse macht sich denn doch auch ein Gefühl der Reue über die bekannten von den französischen Geschworenen gefällten Verdicte geltend. So schreibt der„Soir“, allerdings niit ohne sich felbst zu widersprechen;,„Wir können diese Verfügung nur bedauern, müssen jedoch an⸗ trkennen, daß, wenn Niemand die Gewalt hatte, das Erkenntniß eines französischen Schwurgerichts⸗ hofs zu beeinflusfen oder umzustoßen, unsere 4 chrerseits keinen Grund haben, mit einem Bo schonend umzugeben, welches sie wie gemeingefähr⸗ iche Thiere behandelt, die man ungestraft tödten ann. Die Deutschen haben sich sechs Monate lang bei, uns als wahre Barbaren aufgeführt; se haben gegen uns mit echt teulonischer Wildheit berfahren und das alte jüdische Gesetz:„Zahn um Zahn, Auge um Auge“ zu ihtem Vortheil bis in die zehnte Potenz getrieben. Es steht ihnen also nicht an, sich jetzt darüber zu wundern oder 5 bellagen, daß wir ihre Lehren beherzigt haben. — Das„Journal des Debate“ constatirt, taß die Maforität der Nationalversammlung im Ganzen durch vie Botschaft befriedigt fa. Die radikalen Blätter dagegen tadeln die Botschaft, weil dieselbe zuviel Nachgiebigkeit. die Najoritab an den Tag lege und weil darin veder von der Rücktehr nach Paris, noch 1 einer Amnestie die Rede sei. Viele Journale der Partei- Färbungen bedautrn, vaß Thiers Serhessschet zuschlagen. Volk bleibt unwissend. sich nicht habe entschlicßen können, 1 vollständige Durchführung der allgemeinen Militaͤrpflicht vor⸗ — Es wird verfichert, daß bie Orleans, falls die Schrilte, welche die Prinzen Aumale und Joinville bei Thlers gethan haben, nicht zu einem Resultat führen, ihre Mandate niederlegen und eine neue an nichts gebundene Wiederwahl pro⸗ vociren werden.. Versailles. In der Nationalversammlung brachte der Finanzminister Pouyer⸗Quertler einen Gesetzvorschlag, betreffend die Zurückerstattung der Güter der Familie Orleans, ein. Duchatel ver⸗ langt. daß sich die Versammlung fir die Dring⸗ lichkeit seines Antrags auf Verlegung des Sitzes der Nationalversammlung, der Exeécutivgewalt und der Mixisterien nach Paris ausspreche. Der Minister des Innern erklärt hietauf, die Regierung werde erst nach begonnener Debatte ihre Ansicht in dieser Angelegenheit äußern. Die Dringlichkeit des Antrags wird mit einer schwachen Majorität verworfen. Die Dringlichkeit des Antrages Heivs ein Plebiscit über die Frage auszuschreiben, ob die Regierungsform Mornarchie oder Republik sein solle, wird fast einstimmig abgelehnt. An⸗ träge auf Aufhebung des Belagerungszustandes im Rhonedepartement und die Freiheit der öffent⸗ lichen Versammlungen bei den Generalrathswahlen werden verworfen. Ein Antrag Rouvier's, be⸗ treffend die Aufhebung des Belagerungszustandes in Marseille, wird abgelehnt. Ordinaire greift in heftigen Ausdrücken die Begnadigungscommission an. Die Kammer spticht fast einstimmig einen Tadel gegen denselben aus. Der Justizminister legt einen Gesetzentwurf vor, welcher die Verfolgung derjenigen Blätter bezweckt, die die Begnadigungs⸗ commission beleidigen. Die Dringlichkeit für den Entwurf wird mit grpßer Majorität genehmigt. Großbritannien. London.„Times“, „Daity News“ und„Morning post“ sprechen sich in scharfen Worten über Thiers' Botschaft aus und bedauern dessen vollständiges Schweigen über die brennenden Fragen. Die genannten Blätter halten das Vertrauen Thiers auf den Erfolg der angekündigten Finanzpolitik für illusorisch. Die Times“ sagt: Die Aussichten für die Zukunft sind: Ein gelähmter Handel, verminderte Gehalte und Einnahmequellen und Abnahme des Nationalreichtums; dagegen ge⸗ steigerte Ausgaben, Vermehrung des Papier⸗ geldes und eine große militärische Organisation. Thiers“ schafft hierdurch zwar eine geschickte Armee, aber das mit Steuern überbürdete Die Franzosen über⸗ nehmen mit ihm die Verantwortung, wenn sie eine so traurige Politik nicht hindern.“ Itaien. Rom. Der internationale Telt- graphencongreß ist besuchter als man erwartete; unter den Delegirten sind vertreten: Türkei, Ser⸗ bien, Rumänien, Griechenland, Rußland, Schweden, und Norwegen, Dänemark, Niederlande, Belgien, Luxemburg, England, Frankreich, Spanien, Por- tugal, Oesterreich, Ungarn, Deutschland, Bayern, Würtemberg, Persien, Japan. Rußland. Petersburg. Bei dem Georgsordensseste brachte der Kalser Alexander folgenden Toast aus:„Auf das Wohl des Kaisers Wilhelm, des ältesten Ordensritters, auf das Wohl der anderen Ordensritter seiner Armee, deren würdige Repräsentanten heute um mich zu sehen mich mit Stolz erfüllt. Ich wünsche und hoffe, daß die innige Freundschaft, die uns verbindet, in künftigen Generationen fortdauern wird, ebenso wie die Waffenbrüderschaft beider Armeen, welche qus unvergeßlicher Zeit datirt. Ich sehe darin die beste Garantie für den Frieden und die ge— setzliche Ordnung in Europa.“ Türkei. Konstantinopel. Der„Levant Herald“ meldet, daß gelegentlich der Verbringung einer Reliquie von Landungsplatze zum griechischen meiger. M 146. versammelte. Die Polizei suchte das Eindringen der Volksmenge in das Patriarchalgebäude zu verhindern, wodurch Unordnungen entslanden. Der Patriarch selbst mußte flächten und konnke nur auf Umwegen in das Patriarchalgebäude gelangen. Amerika. Los Angeles in Califonlen, war am 24. Oct. der Schauplatz schrecklicher Greuel⸗ stenen, worüber wir einem Berichterstatter der „Newyork Tribune“ das Folgende entnehmen: Nachdem sich die Nachricht verbreitet hatte, die Häuser einiger dort ansässiger Chinesen seien mit Gold angefüllt, versammelte sich ein Pöbelhaufe, aus Irländern und einigen Mexikanern bestehend, vor einem dieser Häuser, um es zu plündern. Die Chtnesen verbarrikadtrten fich, Schüsse wurden gewechselt, und ein Amerikaner wurde getödtet. Dann folgte Mord und Plünderung. Der Pöbel erzwang sich den Eingang, schoß 4 Chinesen nieder, verwundete 7 bis 8 und machte 17 Ge⸗ fangene, welche sofort aufgeknüpft wurden. Das Aufknüpfen geschah alle 17 Mal nach einem Muster. Daher genügt die Beschreibung der ersten„Hin⸗ richtung“: Zwei Irländer führten Weng Chin, tinen chinesischen Kaufmann, unter dem Jauchzen der Menge durch die Stadt, und wenn der Un⸗ glückliche einen Augenblick zögerte, oder sich los⸗ zumachen suchte, dann stieß ihm ein halbtrunkener Mexikaner, welcher die Nachhut bildete, die Spitze seines Dolchmessers in den Rücken. Der Aermste beschleunigte darauf seint Schritte, gab aber keinen Laut des Schmerzes von sich. An der improvi⸗ sirten Richtstätte angelangt, wurde er nach kurzen Vorbereitungen aufgeknüpft. Aber er schien„nicht recht zu hangen“. Deßbalb kletterte ein brutaler Irländer auf seine Schultern und tanzte auf den⸗ selben herum, so daß er ihm den Halswirbel zer⸗ brach. Als ob dies den Tod noch nicht genug beschleunigte, 88 auf ihn geschossen und nach ihm gestochen, während der Pöbel auf teuflische Welse gellte. Dikse und ähnliche Greuelscenen kamen bei den verschiedenen vorgenommenen Hin⸗ richtungen vor. 1 Mittheilungen aus dem Verein der Gustav- Adolphs⸗ Stiftung. 3 Vor einem Jahre war die franzöoͤsische Stadt Le Mans in allet Mund. Hter hatten die Franzosen ein befestigtes Laget errichtet, das nach einer dreitägigen Schlacht von unsern tapfern Truppen erstürmt und genommen wurde. In Le Mass gibt es eine kleine evangelische Gemeinde, diese hesitzt ein unscheinbares Gotteshaus, das von außen nur durch ein Kreuz und die Inschrift teinple Gvangeligue erkennbar ist. Bel der Oceupatlon wurde es als Pferde⸗ stall benutzt und in Folge davon ihm ein Schaden von 800 900 Fres. zugefügt. Als der Divistonsprediger Schröder davon Kenntniß erhielt, trug er alsbald Sorge, daß es durch den Major des Bataillons, der das Gottes⸗ haus in Benutzung genommen hatte, wieder geräumt wurde. Ferner hat er bei Gelegenheit eines Gottes⸗ dienstes eine Collecte für Herstellung dieser Kirche erhoben. Da diese guten Erfolg hatte, wandte er sich an sämmt⸗ liche Truppentheile der Brandenburger Division, um für denselben Zweck weitere Gaben zu erbitten. Auf diesem Wege kam für die Kirche 1670 Fres. zusammen. Der günstige Erfolg hat nun den Gedanken erregt für die evangel. Gemeinde in Le Mans ein neues Gotteshaus an würdigerer Stelle und in würdigerer Ausstattung zu erbauen. Herr Pfarrer Schröder schreibt darüber:„Wenn man nach dem Kriege von 1866 der Evangelischen in Böhmen und Mähren zwiefach hülfreich gedacht hat in dem Gustav⸗Adolphs⸗ Verein, sollte nach diesem viel größeren Kriege und Siege nicht ein Aehnliches für die ebangelischen Glaubensgenossen Frankreichs geschehen konnen? Sollte nicht gerade Le Mans ein geeigneter Punkt sein zur Bezeichnung des Siegeszuges der deutschen Heere im Westen Frankreichs, um dork noch ein anderes Denkmal zu stiften, als verwüstete Dorfer und Felder und bald vergessene Heldengräbek, zugleich Bollwerke des Streites und Sieges des Wängelisch n Glaubens? Auch in Le Mans fehlt es nicht an evangelischen Deutschen, denn es ist eine große Fabrikstadt. Nach der Austreibung der Deutschen sind mir noch persöͤnlich deutsche Schneider, Dienstboten u. s. w. begegnet, welche an unserm Militär- ottesdienste Theil Nene Für die Provinz Maine rere die festere Beg ung der evangellschen Kirche und deren Hauptstadt von Patriarchalgebäude sich eine große Menschenmenge roßer Bedeutung, da es außerdem nur noch eine wwangelsche Gemeinde in Angers gibt.“ A W 1 E Zoetrop oder Lebensrad(Preis fl. 1. 48 tr.) wird ein neues unterhaltendes Spiel, eine unerschöpfliche Quelle der Unterhaltung, selbst für Erwachsene, genannt. Wir empfehlen dasselbe zu Weihnachtsgeschenken und können Probe⸗ Exemplare bei uns eingesehen werden. Bindernagel 8 Schimpff. Erfrischung der durchpasstrenden Truppen, sowie der zurück⸗ kommenden Verwundeten im Bahnhofe zu Friedberg. 5 Verzeichniß Im Anschluß an uasere Abrechnung vom November 1870 bringen wir hiermit Schlußrechnung. ——— 8 f Liebesgaben und Werth e er Im Ganzen: ES derselben. N Nrafte Verbrauch. Werth. fl. kr. fl. kr. fl.* Kaffee 63½ Pfd. 38 61829 Pfund 1217 24 1892½ Pfd. 1255 30 Brod 0 1432 Laib 385 58 2827 Laib 793 49 4259 Laib 1179 47 Wecke 459 Stück 7— 1 6610 Stück[107 45 7069 Stück 114 45 leisch und Wurst 24½½ Pfö. 81 10] 541 Pfo. 168 57 754½ Pfo. 250 7 ier 88 Maas 17 36 1646 Maas 314 41 1734 Maas 382 7 Aepfelwein 10 Maas 2— 10 Maas 2— Wein 91 Flaschen[ 27 18] 38 Flaschen[18 3129 Flaschen 45 21 Branntwein 90 Maas 34— 121% Maas] 48 23 211¾ Maas 82 23 Eier 1936 Stück 48 24 1936 Stück 48 24 Cichorien 20 Pfd. 2 20 25 Pfd. 3 3 45 Pfd. 5 23 Cigarren 1200 Stück[17 24 4400 Stück 58 19 5600 Stück 75 43 Milch 168½ Maas 16 51 168/ Maas 16 51 Dörrobst 175 Pfdöb. 17 30 175 Pid. 17 30 Butter 49 Pfund 29 24 400 Pfd. 216 14 449 Pfd. 245 38 Aepfel, Honig, Tabak ꝛc. 311 30 310 30 Taglohn, Fuhrlohn und Trinkgeld 65 45 65 45 Utensilien und Brennmaterial 12 Lasten 18 76 33 76 91 Diverse kleine Ausgaben. 45 35 45 35 Erbauung der Kaffeeküche 109 36 1090 36 Vorlage voriger Abrechnung 35 2 35 2 Einnahmen in Baar betragen 750 49 4278 39 4035 48 Von Friedberg und Umgegend E g Vom Mathildenstift Friedberg„ 1131. 36 Erlös einer Verloosung„ 1017. 57 Zinsen von angelegtem Gelde„n 86 Vetsteigerung der Kaffeeküche„32. 51 3489 59 4246 48 3278] 59 4035 48 Es verbleibt hiernach ein Kassenbestand von fl. 211., welcher zur Erfrischung der zurückkommenden Truppen vom 30. Oktober bis 5. November verwendet worden ist. Wir glaubten auch hierin im Sinne der Geber ge⸗ bandelt zu haben. Daß wir in dem der Empfänger handelten, beweist das, daß gerade von diesen Letzteren von Leipzig aus telegraphisch gedankt wurde. Damit die Geber einen rascheren Ueberblick von dem Verbrauche während der ganzen Dauer unserer Thätig⸗ keit haben, lassen wir noch eine Zusammenstellung folgen, woraus leichter ersichtlich ist, welche enorme Quantitäten von einzelnen Artikeln verbraucht worden sind. 4006 Pfund Kaffee fl. 2669. 34 kr. Ttanspoct magnet.. fl. 7664. 9 kr. Solder„2894. 43„ 172½ Pfund Cichorien. 20. 17„ 10868 Stück Bröd chen.„ 190. 50„9300 Stück Eler„ 127. 25„ 16290 Stück Eier nr,. 1398 Pfund Fleisch und Wurst.„ 335. 27„ 1468 ½ Pfd. Butter„00. *„ 1945 Maas Bier„ 374. 19„Specereiwaaren, Käse, Dörrobst.„ 785. 58„ 1062 Maas Aepfelw ein„ 100. 12„ Utensilien und Brennmaterial„ 231. 50„ 667 Flaschen Wein.„ 1869. 48„ Aepfel Honig, Taba ee„ 31. 30„ 859 Maas Branntwein„ 349. 52„ Taglohn, Frachten und Trinkgeld..„ 196. 14„ H. Jdde. t. Diverse Ausgaben„ 112. 58„ Sendung an das Hülfscomits in Saarbrücken„ 380.— S igen die Etappe wi emilly an en e ee, eee, eee ee e eee Sendung an die hessische Diviston in Gor ze...„„ 1014. 30„ Sendung an die hessische Division in Ars sur Mosellll e„ 374. 9 Erbauung der Kaffeküche und Ehrenpfrote, abzüglich Erlös der Versteig erung„ 55. 36 N fi. TTqöd. Z tr. Dies Alles wäre nicht ausführbar gewesen, wenn nicht die ganze Umgegend und die Stadt Friedberg selbst mit großer Opferwilligkeit uns mit ihren Gaben und Spenden unter die Arme gegriffen hätte, wofür wir wieder⸗ holt am Schlusse unserer Mission fämmtlichen Gebern den wärmsten und innigsten Dank aussprechen. Friedberg den 7. Dezember 1871. Das Comité: Carl Bindernagel. Carl Groß. Georg Hieronimus. Jacob Koob. Ad. Metzendors. Jacob Morschel. Jacob Pfeffer. Philipp Ritzel, Gerber. C. Schleuning. G. Schulhof. G Schwarz G. A. Velte. PPPPCCCFCCCTCCCCCCCTCTCTCTCTCTbTVTCTCTGTbTbTbTbTGTòTbTGT(TbTGTPTGTbT(TbTbTbTbbbbbbb Prämienäanleihe der Stadt Mailand v. 1866 in Obligationen von 10 Franken, 2725 garantirt durch den Grundbesitz und die direkten und iadireklen Steuern der Stadt Malland. Ziehungen am: 16. Dezember, 16. März, 16. Junt und 16. September. Prämien von: Franken 100,000, 50,000, 30,000, 10,000 i. Jede Obligation wird mindestens mit 10 Franken zurückbezahlt. Zu baben bei allen Bank⸗ und Wechselhäusern des In⸗ und Auslandes zum Presse von Franes 10.= Thl. 2. 20 Sgr.= fl. 4. 40 kr.= fl. 4. Oe st. W. Silber. 2726 Malkänder 10 Fres. Prämien- Loose versendet à Thlr. 2. 20 Sgr.(in Partien mit Rabatt) Meier Sehwarzschild, Zeil 58 Frankfurt a. M. bietend versleigert werden. und Holsbinden bet K. Friedrich neben ver Pol, Güter ⸗Versteigerung. 2993 Mittwoch den 13. Dezember d. J., Vormittage 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die zur Nachlaß masse des verstorbenen Christian Panstein dahter ge⸗ sechsjährige Martiniziele öffentlich meiftbietend versseigert werden. Friedderg am 2. Dezember 1871. 0 Siebter Ortsgericht Friedberg. o uc ar. Holz⸗Versteigerung. 3018 Donnerstag den 14. d. M. werden in dem Frel⸗ herrlich v. Franckenstein'schen Walddistrikt Engelsbonn versteigert: 78 Raummeter Buchen⸗Scheitholz, 1 31 0„ Prügelholz, 8* Eichen⸗ 5 69 1 Buchey⸗Stockholz, 18 5 Eichen⸗ 0 2200 Wellen Buchen⸗Relsbolz, 500„ Eichen⸗Reisholz, g 0 44 Eichen⸗Stämme von 17—69 Centimeter Durch⸗ messer und 4— 13 Meter Länge mit 19,64 Cubil⸗ meter,. 33 Buchen Stämme von 15—42 Centimeler Durch messer und 3—9 Meter Länge mit 12, Cubik⸗ meter(Wagnerholz). 1 Anfang Morgens 10 Uhr bei Nr. 1 des Brennholzes im Distrikt Engelsborn an der Ufinger Straße. Credit bis 1. September 1872, Ockstadt den 6. Dezember 1871. Der Freiherrlich von Franckenstein'sche Oberförster Rumpf. Bees n, t n„ u e, eh 3079 Samstag den 16. d. Mts., des Vormittags um 11 Uhr, wird in hiesigem Rathhause das für die hiesige Armenanstalt pro ltes Halbjahr 1872 erforderliche Cristallöl, Seifen, Kaffee, gerollte Gerste, Griesmehl, Reis, Hirsen, Ochsenfleisch, Schweineflelsch, Nierenfett, Schweineschmalz und Brod, sodann die Anlieferung des für die Schuhmacherei pro 1tes Halbjahr 1872 erfordet⸗ lichen Sohl⸗, Rind⸗ und Kalbleders, Hanfgarns, Bestech⸗ garns, Holznägel, Absatz⸗ und Sohlnägel, Pech und Wache auf dem Submissionswege vergeben. Die Bedingungen können bet Verwalter Gatzer in der Armenanstalt eingesehen werden. Friedberg den 11. Dezember 1871. Großherzogliche Bürgermeisteret Friedberg. Fou c a r. Jagd⸗V Jagd⸗ Verpachtung. 3064 Nächsten Freitag den 15. d. M., Vormittags 11 Uhr, wird die der hiesigen Stadt zustehende Jagd⸗ gerechtsame, bestehend aus 3213 Casseler Acker Feldjagd, und „ 619 1„ Waldjiagd f auf hiesigem Ralhhause auf sechs Jahre nochmals offen lich an den Melstbietenden verpachtet. Bad⸗Nauheim am 9. Dezember 1871. Großherzogliche 3 Bad ⸗Nauheim. 1 t t. Möbel ⸗Versteigerung. 3065 Nächsten Donnerstag den 14. d. Mis., von Vor⸗ mittags 9 Uhr ab, werden auf freiwilliges Anstehen det Witiwe des Polizel⸗Obersergeanten Klinkersuß im Darmfädter Hof dahier: 1 11 Betten, 6 Bettstellen, 10 Tische, 9 Kommoden, 8 Sopha, I Sessel, 10 Nachttische, 2 Waschtisch 2 Dutzend Stühle, 10 Spiegel, 6 Kleiderschränke, 1 Kuchenschrank, sodann sämmtliches Gias und Porzellan, Haus⸗ und Küchengeräthschaften, oͤffentlich an die Meistbielenden gegen Baatzahlung versteigert. a Bad⸗ Nauheim am 11. Dezember 1871. Faselochs⸗Versteigerung. 3061 Donnerstag den 14. d. Mis., Vormittags um 10 Ubr, soll auf dem hiesigen Bürgermeisterei⸗Burean ein zum Schlachten geeigneter Faselochse öffentlich meist Bauernbhelm am 9. Dezember 1871. Großherzogliche e e Bauernheim. t h. 5 Abziehbilder (zum Aufkleben auf Möbel, Tassen, Gläser ꝛc. in größter Auswahl bet Bindernagel& Schimpff. Foul ar ds, 252 seldene Umknöpftächer, schwarze seidene Halstücher hörenden Güterflücke, circa 14 Morgen Ackerland in Friedberger Gemarkung, auf freiwilligen Antrag und auf Groß berzogliches Ortsgericht Bad⸗Nauheim. Schutt. N Nette 0 N . i 17. v. und je gehöri werde Betre 5 Verein auf de glieder