lr d mühle 1 U 1871. * 120. Oberhessischer Anzeiger. Donnerstag den 12. October. Friedberger Intelligenzblatt. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Erscheint jeden Dienstaz, Donnerstag und Samstag — hat ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“ begonnen; derselbe wird auch ferner wöchentlich dreimal erscheinen. Das Abonnement beträgt bei den Kais. Reichs- Poststellen vierteljqährlich 38 kr., mit Bestellgeld 47 kr. 1. Oetober 30 kr. Bei der Verlagsexpedition kostet der„Anzeiger“ pro 4. Quartal Akbonnements⸗Anmeldungen bitten wir baldigst zu machen, damit vollständige Exemplare geliefert werden können. D Amtlicher Theil. Deere neee u h Betreffend: Verleihung des allgemeinen Ehrenzeichens mit der Inschrift:„Für langjährige treue Dienste“ an den Bürgermeister Conrad Philippi zu Maibach. f Wir bringen zur offentlichen Kenntniß, daß Se. Königl. Hoheit der Großherzog dem Großherzoglichen Bürgermeister Conrad Philippi zu Malbach das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:„Für langjährige treue Dienste“ zu verleihen geruht haben und die ee und Nie uu wgegtten nini n, werden vet antes Ni, Decoration demselben eingehändigt worden ist. Friedberg den 10. Oktober 1871. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Tor a p p. D ett Jude . Ste, Lenmede 11 rang Wolf Ill. pf, berdau⸗ cc. Leidenden ern segensrrit) „ Frurutt! empfohlen. nen d. Cl. De kurt den Irsthefet rr weht derselde Die Generalversammlung des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen pro 1871 soll am 23. Oktober l. J., Vormittags um 10½ Uhr, im Rathhaussaale zu Büdingen abgehalten werden. Gegenstände der Berathung werden sein: 1) Erstattung des Rechenschaftsberichtes. 2) Die Fragen: Empfiehlt sich den Landwirthen der Provinz Ober hessen der Beitritt zu der in Frankfurt errichteten landwirth⸗ schaftlichen Creditbank und welchen Nutzen kann diese Anstalt denselben bringen? Empfiehlt sich die Errichtung von Credit— ett dn — genossenschaften in der Previnz? — 7 Die Frage: Ist fur die Folge die landwirthschaftliche Unterrichts- zeige. Frage für die Bestrebungen der landwirthschaftlichen Vereine in — erste Linie zu stellen, sowie der landwirthschaftliche Unterricht t Scrwertten 1d grund rer den an er cbttn dia und überhaupt die Verbreitung landwirthschaftlicher Kenntnisse vor Allem aus Vereinsmitteln zu unterstützen? f e ee e Betreffend: Die Generalversammlung des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen. Zukunft beizubehalten, oder durfte es zweckmäßiger sein, die auf dieselben seither verwendeten Summen ganz oder theilweise der Förderung landwirthschaftlichen Unterrichts zuzuwenden? 6) Wahl des nächstjährigen Versammlungsortes. Nach§. 33 der Statuten muß jedes Mitglied des Vereins, welches in der Versammlung einen Vortrag zu halten wünscht, dies vor Beginn derselben dem Präsidium anzeigen; schriftliche Mitthei⸗ lungen für dieselbe müssen einige Tage vor abzuhaltender Versamm— lung eingereicht werden. Indem der Unterzeichnete die Mitglieder des Vereins, sowie Freunde der Landwirtschaft zu recht zahlreichem Besuch der Ver— sammlung einladet, bemerkt er zugleich, daß in sehr dankenswerther Weise die Verwaltung der Oberhessischen Eisenbahnen für den Tag der Versammlung einen Extrazug bereit gestellt hat, welcher um 8 Uhr 20 Minuten aus Gießen abgehen und an allen Stationen der Gießen-Buͤdinger Bahn halten wird, an Haltestellen aber nur auf vorhergehende Anmeldung bei der Betriebs⸗Direktion. Laubach am 26. September 1871. Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen Otto, Graf zu Solms Laubach. „ ein 4) Die Frage: Welche Mittel und Wege sind einzuschlagen, damit 6—— dem Druck der in keinem Verhältniß zur Besteuerung anderer *—— Stände stehenden Besteuerung des Grundbesitzes Abhülfe geschafft K 3 abt werde? * 5) Die Frage: Liegt es im Interesse des landwirthschaftlichen Jb. Jost I. Vereins von Oberhessen, die Viehpreisvertheilung auch für die — Deutsches Reich. igt Darmstadt. Die„H. V.“ bringen sol⸗ 141 zenden Artikel: In Folge der neuen Gerichtsor⸗ Sin ganisation stehen sehr belangreiche Veränderungen I ent be, m hessischen Justizwesen bevor. In ben beiden n bee, achtsrheinischen Provinzen besteht dermalen ein 2 bene Ober-Appellationsgericht, zwei Hofgerichte, 39 fahren. — bet!— Stadt- und Landgerichte, 5 Bezirksstrafgerichte, „ 0, n,. Rheinhessen ein Obergericht, zwei Bezirksge⸗ % kt üchte, ein Handelsgericht, 12 Friedensgerichte. 2.*(unt Fach der neuen Einrichtung gibt es einen obersten 2 a, czerichtshof für ganz Deutschland, Hessen-Darmistadt — wird für sich allein kaum ein Mittelgericht erhalten, nelmehr zu diesem Behufe mit einem benachbarten Territorium zu einem gemeinschaftlichen Revisions- trrichtssprengel vereinigt werden. Landgerichte werden wohl blos in die drei Provinzialhaupt— fädte kommen. Die Landgerichte sind collegialisch lesetzt und urtheilen in. Sachen über 100 Thaler eis Gerichte erster Instanz, während sie für die umts gerichte(mit Sachen bis zu 100 Thalern) de Appellinstanz bilden. Handelsgerichte befassen sch mit Handelssachen. Gegen Urtheile der Handels: und Landgerichte gibt es keine Appellation, sondern bos das Rechtsmittel der Revisio in jure. Von den ca. 56 Richtern an unserm höchsten Tribunal at an den 3 Mittelgerichten dürften höchstens 10 an dem Revisionsgerichte Verwendung finden können; für die Besetzung der Amtsrichterstellen dürfte die Zahl der vorhandenen Stadt- und Landgerichtsassessoren nahezu hinreichend erscheinen, ungerechnet die 39 Stadt- und Landrichter. Unter allen Umständen dürfte die gesammte Zahl der Richterstellen eine sehr bedeutende Reduction er— Sehr zu wünschen wäre es, daß man die hierdurch zu erzielenden Ersparnisse zur wesent- lichen Aufbesserung der Gehaltsverhältnisse der Richter verwendete, denn Aufbesserungen von 200 fl., wie solche beabsichtigt, fallen gegenüber den unge- heuer gestiegenen Preisen aller Lebensbedürfnisse nicht mehr ins Gewicht.— Durch die Einführung des Instituts der Notare wird übrigens den Ju- risten, die sich dieser Branche widmen, voraus- sichtlich eine gewinnverheißende Geschäftsbranche zugänglich gemacht. — Das Hess. Gewerbeblatt erinnert daran, daß der preußische Handelsminister in Bezug auf die bevorstehende Einführung der neuen Maß— und Gewichtsordnung die nachstehende Circular— Verfügung erlassen hat: Die Maß- und Gewichts- ordnung für das deutsche Reich bezeichnet im Art. 21 den 1. Januar 1872 als den Termin, mit welchem ihre Vorschriften, nachdem der frei— willige Gebrauch der neuen Maße schon bisher gestattet gewesen, in volle Wirksamkeit treten, Von jenem Termine an dürfen mithin zum Zu— messen und Zuwägen im öffentlichen Verkehr nur solche Maße, Gewichte und Waagen angewendet werden, welche in Gemäßheit der neuen Maß und Gewichtsordnung gestempelt sind. Der Ge— brauch von Maßen und Gewichten der bisherigen Systeme, soweit sie nicht ausnahmsweise durch die zur Ausführung der Maß- und Gewichtsord— nung ergangenen Bestimmungen auch ferner für zulässig erklärt sind, enthält nach dem 1. Januar 1872 eine durch§. 369 des Strafgesetzbuches mit Strase bedrohte Uebertretung. Die Tragweite der hier hervorgehobenen Bestimmungen, welche in Verbindung mit den sonstigen Vorschriften der Maß- und Gewichtsordnung in sehr großem Um- fange eine vollständige Erneuerung oder doch Um⸗ änderung der gegenwärtig im Verkehr befindlichen Maße, Gewichte und Maßwerkzeuge bedingt, scheint, den bisherigen Wahrnehmungen nach, von dem betheiligten Publikum noch nicht überall in vollem Umfange gewürdigt zu werden. Gleichwohl ist es zur Vermeidung erheblicher Unzuträglichkeiten und Schädigung der Betheiligten unumgänglich nöthig, daß die Vorbereitungen zu dem nahe bevorstehen⸗ den Uebergange, welche insbesondere die Gewerbe— treibenden in ihren Einrichtungen zu treffen haben, ohne Aufschub in Angriff genommen werden. Berlin. Pouyer-Quertier ist am 8. d. Morgens 8 Uhr mit dem Staatsrath Ozenne, 3 —.— ————T———————— r 5 — getroffen und im Hotel Ropal abgestiegen. französische Minister begab sich im Laufe des Vormittags in das französische Gesandtschaftshotel. — Graf Arnim kam am 9. d. aus Paris hier an und ist im Hotel Royal abgestiegen. Der französische Finanzminister Pouper-Quertier hatte am 8. d. Abend 8½ Uhr eine Audienz bei dem Fürsten Bismarck. — Bezüglich der Berliner Wohnungsnoth ist amtlich festgestellt, daß Alles in Allem elf Exmis⸗ sionsklagen vorliegen und eine Abführung von 83 Familien mit 234 Köpfen in das Arbeitshaus nothwendig geworden war. Extesse, wie sie be⸗ fürchtet wurden, haben nicht stattgefunden. — Unter dem Titel:„Eine Dotation für's Volk“ bringt der„Volksfreund“ von Parisius einen Aufsatz aus der Feder des Reichstags- abgeordneten Eugen Richter, welcher dem Reichs⸗ tag die Aufgabe stellt, bei der Beschlußfassung über die Verwendung der Kriegscontribution auf Abschaffung der Salz-, Reis- und Zeitungssteuer, der Schlacht und Mahlsteuer u. s. w. hinzuwirken. — Die dabier erscheinende ultramontane Zei— tung„Germania“ äußert in einer polemischen Besprechung des Darmstädter Protestantentages u. A.:„Wir, und mit uns Millionen selbständiger preußischer und deutscher Staatsbürger, haben nun einmal Lust, nach Fagon selig zu werden, welche uns gerade von den Jesuiten vorgezeichnet wird, und deßhalb werden sich wohl die excommuni⸗ cationssüchtigen Herren zu Darmstadt ein anderes Object für ihre freiheitlichen Unterdrückungsbe— strebungen aussuchen müssen, denn auch das wollen wir ihnen hier gleich bei unserer ersten Begegnung sagen: Wo sich erst einmal dit Jesuiten festgesetzt und im Volke Wurzel gefaßt haben, da sind sie so leicht nicht zu vertreiben!“ — Wie die„Krzztg.“ meldet, wird in der nächsten Woche eine Immediat⸗Commission zur Prüfung des Entwurfs einer Militär- Strafgesetzge⸗ bung für das deutsche Reich hier zusammentreten. — Die„Florentiner Nazione“ erhält von ihrem gewöhnlich gutunterrichteten römischen Corre⸗ spondenten einen Bericht über den Eindruck, welchen die Beschlüsse des Münchener Altkatholikencongresses im Vatican hervorgebracht haben. Die Jesuiten- partei sei entschlossen, den Kampf gegen die Gegner des Unfehlbarkeitsdogma's um jeden Preis durch- zukämpfen; die gemäßigte Partei dagegen, an ihrer Spitze einige Cardinäle, welche sich bis jetzt zurückgehalten hätten aus Furcht, die inneren Zer- würfnisse in der Kirche zu vermehren, seien er⸗ schreckt über den Gang, den die Bewegung gegen das Dogma in Deutschland nehme und betonten die Nothwendigkeit, daß der h. Stuhl irgend einen Ausweg suche, um die Consequenzen der Procla- mirung des Unfehlbarkeitsdogma's abzuschwächen. — Der Kaiser hat, wie die„Weserzeitung“ meldet, die Eingabe der preußischen Bischöfe an das Staatsministerium abgegeben. Die„Köln. Volksztg.“ legt dem Kaiser bezüglich dieser Ein gabe die Aeußerung in den Mund:„Er wolle Frieden auf religiösem Gebiet, keinen Streit mit den Bischöfen.“ Ob die Quelle des ultramon— tanen Blattes wirklich so gut ist, wie es be— hauptet, wird sich bald erweisen. — Bei den Postanstalten hat der Verkauf der Formulare zu den am 15. d. Mts. ins Leben tretenden Postmandaten(5 Stück ¼ Sgr.) be⸗ gonnen. Sie sind für Inkassos bis 50 Thaler bestimmt. Das sehr einfache Verfahren ist folgen- des: Der Absender füllt das Mandatformular dem Vordruck entsprechend aus, und schließt es, nebst der zugehörigen quittirten Rechnung(dem Wechsel, Coupon, Schuldschein ꝛc.) in ein Couvert ein, welches von ihm an diejenige Postanstalt zu adressiren ist, in deren Stadt- oder Landbestell⸗ bezirk der Schuldner wohnt. Auf der Adresse des Couverts ist der Vermerk„Postmandatsbrief“ zu machen. Der Brief wird dann recommandirt an die Postanstalt des Bestimmungsorts befördert; diese öffnet das Couvert und zieht von dem Schuldner unter Präsentation des Mandats und dessen Belages(Quittung, Wechsel 1c.) durch den Briefträger den Betrag ein, welcher demnächst „ sowie dem Grafen Feénélon und Valon hier ein⸗ Der durch Postanweisung sofort direct an den Absender übermittelt wird. Der Mandatsbrief ist mit Frei ⸗ marken im Werthe von 5 Sgr. zu frankiren (3 Sgr. für den recommandirten Brief, 2 Sgr. Gebühr für die Einziehung des Betrages). Die badische Postverwaltung hat sich dem neuen Ver fahren angeschlossen. — Die kirchliche October-Versammlung ist am 10. d. eröffnet worden. Zum Vorsitzenden wurde Staatsminister a. D. v. Bethmann⸗-Hollweg gewählt. Die Versammlung berieth über das Thema:„Was haben wir zu thun, damit unserem Velte ein geistliches Erbe aus den großen Jahren 1870 und 1871 verbleibe?“ Während der Rede Ahlefeld's aus Leipzig erschien der Kaiser in der Versammlung. In Königsberg sind am 4. wieder drei Personen an der Cholera erkrankt und zwei ge⸗ storben. Frankfurt. Der Kronprinz und Gemablin sind am 9. d. dahier eingetroffen und setzten nach kurzem Aufenthalte in der Westendhalle, von der auf dem Bahnhöfe der Main-Weser-Bahn ver— sammelten Menge freudig begrüßt, die Reise nach Wilhelmshöhe fort. München. Dieser Tage kam von Berlin in 15 Eisenbahnwaggons die dritte Sendung von französischen Kriegsentschädigungsgeldern hier an; 5 Millionen Gulden wurden in die Gewölbe der k. Centralstaatscassa im alten Hofe, 4 Millionen Gulden zur Eisenbahndotationshauptcassa verbracht. Mit demselben Zuge sind auch noch mehrere Mil- lionen in Papiergeld und Werthpapieren hier eingetroffen. — Der König hat den Profeffor Dr. v. Pößl, langjährigen Präsidenten der Abgeordnetenkammer, zum lebenslänglichen Reichsrath ernannt. General v. d. Tann hat, gutem Vernehmen nach, die Reichsrathswürde abgelehnt, Passau. Der„Donauzeitung“ zufolge hat der Augsburger Bischof die Absicht, den Kultus- minister von Lutz bei der Abgeordnetenkammer der Verfassungsverletzung anzuklagen, weil derselbe ihm und dem Erzbischof von München ⸗Freysing auf 12 Anfragen, besonders die Meringer Ange— legenheit betr., keine Antwort ertheilt habe. Karlsruhe. Man schreibt dem„Fr. J.“ von hier: Wir haben auf das Illusorische der Annahme aufmerksam gemacht, daß das Spiel in Baden über das Jahr 1872 hinaus fortdauern werde. Auch daß das Spiel als sog.„Cercle“ werde fortgeführt werden, muß als völlig unbe— gründet bezeichnet werden. Vom 1. Januar 1872 an hat das deutsche Strafgesetzbuch auch in Baden Geltung, in welchem sich der Paragraph befindet: „Wer aus dem Glücksspiel ein Gewerbe macht, wird mit Gefängniß bis zu zwei Jahren bestraft“ Baden-Baden. Nach der„A. 3.“ hat wirklich eine städtische Deputation beim Kaiser die Bitte um Verlängerung des Spielpachts vorge— bracht, ist aber abweisend beschieden worden. Straßburg. Höherer Anordnung gemöß sind in allen deutschredenden Gegenden des Elsasses die französischen Straßennamen wieder durch deutsche zu ersetzen.— Das Appellations- gericht zu Colmar wird Vonnerstag den 12. d. seine feitrliche Eröffnungssitzung halten. Ausland. Oesterreich. Wien. Der Wiener Ge— meinderath hat den Altkatholiken nicht nur die städtische Capelle im Rathhause zur Verfügung gestellt, sondern er ist noch einen Schritt weiter gegangen, und hat sich bereit erklärt, ihnen die Mitbenutzung aller städtischen Patronatskirchen zu gestatten. Frankreich. Paris. Dae„Journal offi⸗ ciel“ veröffentlicht ein Decret, durch welches der Beschluß des Pariser Municipalrathes, betreffend die Repartition der Obligationen der Stadtan- leihe, genehmigt wird. — Das Kriegsgericht verurtheilte Rossel mit 6 gegen 1 Stimme abermals zum Tode. Lam- brecht, der Minister des Innern, ist in Folge des Bruches einer Pulsadergeschwulst in Versailles gestorben. — Die Capitulations-Untersuchungscommisston hat den General Cissey als Zeugen in der Unter- suchung gegen Marschall Bazaine vorgeladen, ebenso alle hier anwesenden Offiziere und Aerzte, welche im belagerten Metz waren. Alle, fast ohne Aus- nahme, sagen gegen Bazaine aus. — Ueber die noch immer sehr darniederlie⸗ genden geschäftlichen und gewerblichen Zustände von Paris machen dortige Blätter folgende Angaben: Von 24,000 Schuhmachern fehlen ungefähr 12,000 (7— 8000 Deutsche); ebenso mangeln 5000 Schneider von 30,000. Die Industrie der Blumenmacherinnen und Modistinnen allein hat bis jetzt nicht gelitten. Die Fabrikation ächter und falscher Bijouterien zieht sich mehr und mehr von Paris nach England und Amerika, wie die Industrie der Schneider und Schuhmacher ihr Entrepot in London und Brüssel aufschlägt. Die Möbelindustrie ist ebenfalls gefährdet; es fehlt da nicht an Bestellungen, aber an Arbeitern: 6000 Möbelschreiner sind verschwunden; die mit der Möbelschreinerei zusammenhängende Holzschnitzerei feiert; da fehlt es nicht an Arbeitern, aber an Bestellungen. Zahlreiche Marmorarbeiter sind gleichfalls nach Belgien ausgewandert. Bronze: arbeiter fehlen; Mechaniker, Gießer haben keine Arbeit. Die Clienteèle der Nähmaschinen, meist Weißnäherinnen, ist verschwunden, sie ist theils ausgewandert, theils verhaftet, durch Elend ver- trieben. Von 3500 Buchdruckergehülfen sind 500 bei den Journalen beschäftigt, 2500 arbeiten da und dort, 500 sind brodlos, denn der Buchhandel liegt gänzlich darnieder ꝛc. ꝛc. — Der„Agence Havas“ wird über den Ausfall der Generalrathswahlen aus Versailles gemeldet: Von den bis jetzt bekannt gewordenen Wahlen fallen vier Fünftel auf die Candidaten der conservativ⸗ liberalen Partei und der regierungsfreundlichen Republikaner. Die hervorragenderen Candidaturen der Bonapartisten haben keinen Erfolg gehabt. — Das„Journal officiel“ schreibt: Vor einigen Nächten gegen 12 Uhr griff ein mit einem offenen Messer bewaffnetes Individuum den Posten vor der Ambulanz won Courcelles von rückwärts an, warf ihn zu Boden und suchte ihn zu eni⸗ waffnen. Es entspann sich ein heftiger Kampf, und die Schildwache konnte sich nicht anders ver⸗ theidigen, als indem sie von ihrer Waffe Gebrauch machte und dieselbe gegen den Angreifenden ent⸗ lud. Derselbe wurde tödtlich getroffen; das Messer, dessen er sich bedient hatte, ward auf dem Schau— platz des Kampfes vorgefunden. Eine sorgsame Untersuchung dieses Vorfalls ist angeordnet. Lyon. Der Gerichtshof hat den Polen Dombrowski als Haußptanstifter der gegen die Deutschen hierselbst verübten Excesse zu 2 Mo⸗ naten Gefängniß und 100 Fr. Gelostrafe verurtheilt. Italien. Rom. Nach einer Nachweisung der„Germania“ hat der Peterspfennig seit 10 Jahren folgende Summen eingetragen: 1861 14,184,000 Frs., 1862 9,402,000, 1863 7 047,000, 1864 5,832,000, 1865 6,445,000, 1866 5,939,000, 1867 11,312,000, 1868 11,000,000 Frs., zusammen 71,161,000 Frs. — Am 7. d. haben Agenten der Regierung von zwei Klöstern ungeachtet des Einspruchs der Insassen und der geistlichen Behörden Besitz ergriffen. Amerika. Newyork. Nachrichten aus Chicago zufolge ist durch eine große Feuersbrunst, welche durch einen Orkan angefacht wurde, die halbe Stadt, darunter der hauptsächlichste Ge⸗ schäftsstadttheil, vernichtet. Viele öffentliche Ge— bäude, Bahnhöfe, Hotels ersten Ranges, das Telegraphenbureau, die Redactionslokale mehrerer Icurnale wurden zerstört. Viele Todte, 50,000 Obdachlose Von allen Seiten gehen Unter— stützungen ein. Frankfurt. Der diesjährige, vom schönsten Welter begünstigte Herbstpferdemarkt weist eine außerordentlich große Zahl seiner Reit- und Wagenpferde, die in den städlischen Stallungen untergebracht sind, auf. Unter ben Arbeitspferden bemerkt man viele nach den verschiedenen Kapitulationen und Niederlagen der Franzosen in deutschen Besitz übergegangene Pferde. Diejenigen, welche dieselben either im Besitze hatten, wissen nicht viel Rühmliches über dieselben zu erzählen und geben unserem deulschen Pferde den Vorzug. 2 & * N f n Aer Wen 2* duche 9 Aut. r 1 dulden. Dit mi mt der aer Hel ö N ngen Neulern, aber * 4 ö 2 erb acg find 500 udeiten de n der Buchhande een * de censer van ⸗ irre gefreut licht ert Cuntitafurta 1 Fnielg gehabt. e Nor reibt: Vor ß eit nit einen ien andert der u Was: Gedtauc 1 Urgrnserten en 1 Nes bret dtrunbell Nachpeisunz aer. t * 600 Frs. e egen 2477 Erbschaft mit der Rechiswohlthat des Inventars an⸗ biegen Rückgabe An der Bergstraße sind die Trauben in schiedenen Lagen noch soweit zurück, so dickhäutig, so sauer, daß sie als Schweinesutter verwendet werden. Rüdesheim. Von bier berichtet man dem Kur.“ folgendes Gaunerstückchen: Dieser Tage traf ein Fremder in einem hiesigen Gasthofe ein und bemerkte, wie der Gastwirth eben damit beschästigt war, zwei Briefe, darunter einen Geldbrief mit 72 Thaler, zu versiegeln. Der Wirth übergab diese beiden Briefe in Gegenwart des Fremden seinem Hausknecht, um dieselben zur Post zu bringen. Kaum war dieser weggegangen, so eilte der Fremde unter dem Vorgeben, er habe noch schnell Etwas in der Stadt zu bestellen, dem Hausknecht nach und er— bal sich von diesem den Geldbrief zurück mit dem Bemer— ken, er wolle an der Adresse noch etwas ändern. Der Hausknecht, nichts Böses ahnend, übergibt dem Fremden den Geldbrief und trägt den andern zur Post. Der Fremde aber entfernte sich mit dem Gelde und soll in dem betreffenden Gasthofe ein Päckchen mit zwei Tisch⸗ tüchern zurückgelassen haben, die vermuthlich auf ähnliche Weise in seinen Besitz gekommen waren. Aachen. Kürzlich traf ein Personenzug der„Grand Central belge⸗Eisenbahn“ zwischen den Stationen„Nosse⸗ laer“ und„Lowen“ mit einem von letzterem Orte abge— lassenen Güterzug bei vollem Dampfe an einer an dieser Stelle befindlichen bedeutenden Curve mit großer Heftig⸗ keit zusammen. Der Anprall war so heftig, daß beide Locomotiven förmlich ineinander geschoben waren, und die beiden hinter den Locomotiven befindlichen Dienstwagen, sowie ein Viehwagen mit seinen Insassen sich über die— selben auftbürmten. Ein Maschinist soll todt, ein anderer schwer verwundet sein, Reisende und Zugspersonal kamen mit einzelnen wenig bedeutenden Verletzungen und dem Schrecken davon. Bruchsal. Ueber den Tbäter und die Enstehung des Brandes im Zellengefängnisse werden folgende nähere Mittheilungen gemacht: Dem Sträfling Schwäble aus Würtemberg, wegen einer Reihe sehr schwerer Diebstähle zu langjähriger Zuchthausstrafe verurtheilt, welcher schon wiederholt Fluchtvecsuche gemacht, war es gelungen, daß er aus seiner Zelle beraus in die verschlossene Zelle eines gerade an diesem Tage vom Nachtidienst befreiten Auf— sehers gelangte, dort sich dessen Dienstkleidung anlegte und eines Säbels und der Schlüssel zur Kirche bemäch⸗ tigte. Beim Austreten aus der Ausseherzelle von dem wachhaltenden Aufseher sofort bemerkt und verfolgt, eilte der Gefangene den Corridor entlang in die Kirche, öffnete die Thüre mit dem entwendeten Schlüssel, be— stieg die auf die Gallerie des Thurms führende Leiter, und befand sich so im Freien auf einer Höhe, von wo aus er die ganze Anstalt und ihre Umgebung beherrschen konnte, ohne der Gefahr der Verfolgung preisgegeben 1. ssein, da er die kleine zur Gallerie führende Lucke ge⸗ schlossen hatte. Nun begann er seine Thätigkeit mit einem Bombardement auf die Dächer und Oberlichter der Flügel, deren Gewandung und Scheiben prasselnd in die Gänge ber Zellenräume herunterfielen. Nachdem auf diese Weise ver⸗ „Rh. die Gefangenen, schaft etwa eine Stunde allarmirt waren, brach in de m Dachraum der Kirche Feuer aus, welches um so rascher um sich griff, als dort eine Menge Holzwerk verwendet ist. An ein Löschen war nicht zu denken. Trotz aller An⸗ strengung der Morgens 2 Uhr herbeigekommenen Feuerwehr brannte der ganze Mittelbau bis auf zwei Gewölbe in sich zusammen. Was während dieser Katastrophe aus Schwäble geworden, war unerklärlich, er war nirgends zu entdecken. Erst am folgenden Mittag um 2 Uhr jan⸗ den sich die Spuren des Vermißten und zwar auf dem höchsten Punkte der ausgebrannten Mauer, auf der Gal⸗ lerie, von wo aus der vom Dache aus mittelst angelegter hoher Leiter verfolgte Gefangene einen Hagel von Steinen auf seine Verfolger schleuderte. Gegen die Schüsse der Schildwachen durch den Mauervorsprung gedeckt, war es schwer, ihm beizukommen und sich auf der hohen schmalen Mauer seiner zu bemächtigen. Plötzlich veränderte sich die Scene zu einem grauenercegenden Schauspiel. Ein Sträfling, der beim Wegräumen des Schuttes beschäftigt war, kleiterte auf der schwankenden Leiter hinauf bis zu der Zinne, schwang sich über dieselbe, und trat Schwäble entgegen. Dieser wehrt sich mit dem Säbel, der Sträf— ling ringt mit Schwäble, bemeistert ihn trotz seiner Rie— senstärke, entwindet ihm den Säbel und versetzt ihm damit einen wuchtigen Streich auf den Kopf. Schwäble wehrt sich wie ein Löwe, der Sträfling gleichfalls. In— zwischen dringen noch von der andern Seite der Mauer zwei Soldaten vor und der Kampf endet damit, daß Schwäble von der Höhe über das Dach herab auf den Boden geworfen wird, wo er zwar noch lebend, aber mit schweren Wunden bedeckt aufgehoben wurde. Die sofort eingetretene ärzeliche Behandlung konute ihn nicht retten. Er starb Abends 6 Uhr, nachdem er vorher noch dem Amlsgerichte verständliche Angaben über den Verlauf seiner Fluchtvorberettungen und der Brandlegung gemacht hute. Stuttgart. Seit mehreren Tagen bildet hier das plötzliche Verschwinden des Obersten des 7. Infanterle— Regiments, v. Rampacher, das Tagesgespräch, und erregt nicht geringe Sensation. Er gehörte mit seinem Regi— ment zur 1. Infanterie-Brigade, welche an dem Treffen von Paris am 30. November und 2. December 1870 rühmlichen Autheil genommen. Oberst v. Rampacher hatte vom deuischen Kaiser die Auszeichnung des Eisernen Kreuzes 1. Classe erhalten. Seit einigen Wochen erschien derselbe, was auch schon früher vorgekommen sein soll, in einer starken nervösen Aufregung, doch dießmal in so hohem Grade, daß man es sich nicht zu erklären ver— mochte. Da mit ihm seine Pistolen verschwanden, so vermuthete man von Anfang an, er möchte in seiner trüben Stimmung selbst Hand an sein Leben gelegt haben. Dies hat sich denn auch bestätigt, indem man seine Leiche in einem Walde bei Feuerbach mit zerschmetlertem Haupte auffand. Ueber die Motive zu dieser räthselhaften That schwebt noch ein geheimnißvolles Dunkel. München. Seit einigen Wochen wohnte in einem hiesigen Hotel ein nobel auftretender junger Mann, ein die Beamten, Ausseher und Wachmann ⸗ angeblicher Baron M. aus Wien, der durch Geldaufwand, zweideutige Gesellschaft und namentlich sein markirtes, durch eine Narbe gekennzeichnetes Aussehen die Aufmerk⸗ samkeit der Sicherheitsbehörde auf sich lenkte, da dieselbe in ihm einen ehemaligen Zuchthaussträfling zu erkennen glaubte. Nachdem sich dleser Verdacht als fest begründet und zugleich dringende Muthmaßung herausgestellt, daß sich der Pfeudo-Baron seit seiner Entlassung aus dem Zuchthause an verschiedenen Einbruchsdiebstählen in öffen t⸗ liche Kassen ꝛc. betheiligt hatte, wurde derselbe von der Table d'hôte weg trotz seiner energischen Proteste verhaftet und unter selbstverständlich nicht geringem Aufsehen zur Polizei geführt, woselbst er sich alsbald herbeiließ, die Baronsmaske fallen zu lassen und sich als den ehemaligen Hausknecht und Sträfling G. B. zu erkennen zu geben. Ein Spießgeselle desselben, welcher Gelegenheit zur Flucht gefunden hatte, wurde nebst seiner Begleiterin in Stutt— gart, wohin dem sauberen Paar ein Telegramm voraus- geeilt war, festgenommen. Die s. Z. schwurgerichtlichen Verhandlungen werden voraussicht ich interessante Details über das Treiben der Verbrecherbande, deren Haupt der angebliche Wiener Baron zu sein scheint, zu Tage fördern. Straßburg. Nächster Tage wird bier, nach An⸗ gabe der„Straßb. Zig.“, ein deutsches Theater eröffnet werden. Die mit vielen Unterschriften aus dem Civil⸗ und Militärstande bedeckten Abounements⸗Subscriptions⸗ listen garanttren schon jetzt das Gelingen des Unternehmens. Die Truppe, welche auch mehrere Sängerinnen unter ihren Mitgliedern zählt, wird unter der Leitung des Hrn. Schmitt Schauspiele, Possen und Operetten zur Aufführung bringen und wenigstens einen vorläufigen Ersatz bieten für den Mangel eines großen Theaters. Aus Batavia schildern die Zeitungen eine entsetz⸗ liche Naturbegebenheit, die sich auf der im malayischen Inselmeer, 50 Meilen nordöstlich von Celebes, gelegenen Insel Tagolanda zugetragen. Der dortige, seit langer Zeit ruhende Vulcan Burrang hatte nach einem vorherge⸗ gangenen Erdbeben, das an sich schon bedeutende Ver⸗ wüstungen angerichtet, wieder zu speien angefangen. Sein Ausbruch war ein überaus heftiger. Unter dumpftollen⸗ dem weithin auf den Nachbarinseln hörbarem Getöse hatten sich mehrere Krater zugleich geöffnet, das Meer war plötzlich in die wildeste Aufregung geratben, und als Folge davon eine 40 Ellen hohe Wasserwoge mit rasender Schnelligkeit herangewälzt gekommem, auf ihrem Weg Menschen, Häuser und Thiere von der Oberfläche der Insel wegfegend. Aus jedem Krater qualmten ungeheure von elektrischen Flammen durchleuchtete Rauchsäulen, in deren Umhüllung glühende Felsstücke ꝛc. boch in die Luft geschleudert wurden. Um den Berg herum bildeten sich tiefe Erdrisse, an andern Stellen häuften sich die ausge⸗ worfenen Lavamassen zu thurmhohen Hügeln. Auch wurde während dieses Kreißens des Erdinnern ein kleines Ei— land aus dem Meer emporgehoben. Bei der Ueber— fluthung kamen 416 Menschen um's Leben, so daß die Insel jetzt ganz menschenleer ist. 1 0 Güter ⸗Versteigerung. Freitag den 13. October d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Ralhhause auf wiederholt frei⸗ willigen Antrag der Ehefrau des August Dillenburger, Tlise, geborene Müh ling, die derselben in Friedberger Bemarkung zuftehenden 6 Parzellen nochmals unter dem Anfügen öffentlich meistbietend verfteigert werden, daß Hei annehmbaren Geboten die Genehmigung alsbald eriheilt werden soll. f Friedberg am 6. Octo er 1871.. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Foucar. —m. i 88 Die Erben des Lehrers Nicolaus Hufnage — Ober⸗Issigheim haben dessen anscheinend überschuldete etreten. 0 Es wird deßhalb zur Feststellung des Inventars und zum Güteversuch, Zwecks Abwendung förmlichen Con— wurses Termin, a 5 7 den 24. Oktober d. J., Vormittags 9 bis 10 Uhr, N unher— Schloßfiraße Nr. 26— bestimmt, worin die Sidabiee des Verstorbenen ihre Ansprüche bei Meidung ber Nichtberücksichtigung bezüglich des Inventars und „es anzunehmenden Zulritts zum Beschluß der Mehrheit 1 melden haben. 3 am 23. September 1871. Königliches 1 Abthellung II. Eb ste r. vdt. Störckel. Obligations- Verloosung. 7441 Bet der heute flattgehabten Verloosung von. Partlal-Obligatlonen der israel. Gemeinde Bilbel wurde die Nr. 27 über 50 fl. N ückzahlung gezogen. N 8 22— derselben wird hierdurch aufgefordert, dieser Obligation und 5 f nicht Alli ingcoupons den vorerwähnten Betrag am k. ne d. J. bei dem Rechner der israel. Ge⸗ neinde Vülbel in Empfang zu nehmen, indem von diesem Cage an die Verzinsung aufbört. Vilbel am 29. September 1871. Der Vorsta nd israel. Gemeinde Vilbel. der Gasthaus- Versteigerung. 2502 Dienstag den 17, d. M., Nachmittags 3 Ubr, wird das den Gottlieb Stamm' schen Kindern dahier zustebende Gastbaus zum„Darmstädter Hof“: Pmb. 1246= 34½j Rtb. Wohnhaus, dreistöcktg mit 20 Zimmern, Trinkhalle, Schlacht⸗ baus, Pferdeställe und Hofraum in der Reinhardsstraße, in welchem eine frequente Wirtbschaft betrieben wird, auf biefigem Ralhhause nochmals öffentlich meistbietend versteigert. Kaufltebhaber werden hierzu mit dem Anfügen ein— geladen, daß diese Verfleigerung die dritte und letzte ist, daber unter Vorbehalt obervormundschaftlicher Ge⸗ nehmigung der definitive Zuschlag erfolgt, übrigens nur eine Anzahlung von 3000 fl. verlangt wird. Bad⸗Nauheim am 10 Oktober 1871. Großberzogliches Ortsgericht Bad⸗Nauheim. Schutt. Beginn des neuen Jahrganges! 8 2 9 91 2 2 E z Beste Zeit zum Abonnement. 85 85 7 8 — 5 E 8 3 5 Am 1. Oktober beginnt der neue Jahrgang 8 8 85 mit Nr. 2. Dieselbe enthalt: 32 Im Hochland. Novelle von Hans Tharau.(Fort⸗ setzung).— Randglossen zu einem Studienkopfe. Zu dem Bilde von Breitbach.— Aus der Welt der Börse. Neue Folge. 1) Gründungen.— Der gestörte Poli⸗ tiker. Zu dem Bilde von Leisten.— Geschichten vom Wüstenkönige. Zu dem Bilde von Paul Meperheim.— Der Sturz des Melsterg. Vaterländischer Roman von Georg Hiltl. GFortsetzung.) Am Famtlientische: Bismarck und Thiers.— Am Ilsenstein. Gedicht von Sturm.— Kleine Zeitung der Liebhabereien und Kurio— fltäten. Zu Beslellungen empfeblen fich Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg. Hemden, Leib binden, Unter jacken und Unterhosen zu verschiedenen Preisen bei K. Friedrich neben der Post in Friedberg. Die Gartenlaube. Nr. 40 Inhalt: Die Sühne durchs Leben. Goufried Kinkel. Der Heerwurm. Zur Enthüllung eines beimischen Walfpschreckens. Mit Abbildungen: Der Heerwurm. Nach der Natur gezeichnet von Emil Schmidt;— der Heerwurm als a. Larvez b. Puppe; e. weibliche Heerwurmfliegez d. natürliche Größe derselbenz e. Hinterleib⸗ ende des Männchens; f. ein vergrößerter Theil des Fühlers.— Unter den Tropen. II. Ein Tiger⸗ gefecht. Von K. de C.— Kaiser Wilbelm und seine Paladine. Eine Erinnerung an den 16. Juni 1871. Von H. S. Mit Abbildung: Die drei Paladine des deutschen Kaisers. Ein Erinnerungsdlatt von Prof W. Camphausen in Düsseldorf.— Das Haide⸗ prinzeßchen. Erzählung von E. Marlitt.(Fortsetzung.) — Pariser Bilder und Geschichten. Die Armen und Elenden. Von Ernft Eckstein.— Blätter und Blüthen: Eine geheimnißvolle Geschichte Von Corvin.—„Aus der Jugendzeit!“— Warnung. Von Friedr. Gerstäcker. 22⁵7 Wollene 1802 Erzählung von Soeben traf ein Die Spinnstube für das Jahr 1872. Preis: 48 kr. a 5 Bindernagel& Schimpff in Friedberg. ——— 3˙— Die Unterzeichneten beehren sich, ihre durch die neuesten und besten Romane zc. ꝛc. abermals ergänzte Leihbibliothek, welche sich nach Schließung des Nauheimer Geschäftes während der Wintersaison wieder in Friedberg befindet, zu gefälliger Benutzung zu empfehlen. Bindernagel& Schimpff. Futterschneid-Maschinen, Handdresch-Maschinen, 2499 für deren Gute garantirt wird, zu Fabrikpreisen bei Miet David Grödel Söhne. Geeichte Bundesgewichte zu Fabrikpreisen bei Friedberg. 2500 David Grödel Söhne. ei Beginn des neuen Quartals empschlen wir uns zur Besorgung aller Journale und Zeitschriflen wissenschaftlichen und populären Inhaltes, für deren rasche und regelmässige Zusendung wir bemüht sind. Die Wochenummern Gartenlaube und Daheim werden jedesmal Sonntags Vormittags ausgegeben. Alle neuen Erscheinungen der Literatur stehen auf Wunsch zur Ansicht zu Diensten und halten wir uns zu gel. Aufträgen auch ferner bestens empfohlen. 2 Bindernagel& Schimpf. Süddeutsche Boden⸗Credit- Bank. 2464 Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der unterzeichneten Abthellung der süddeutschen Voden— Creoit⸗Bank in J 7. 7 Hrn de Großh. Hess. Provinzen Starkenburg und Oberhessen als spezielles Geschäftsgebtet für die auf Hebung des Communaleredits und des Bodeneredits gerichteten Zwecke der Bank zugetheilt worden find.— Anfragen und Anträge aus dem Bereiche dieser Provinzen, namentlich wegen Communalanleben, hppo— . Darlehen, Escomptirung von Güterkausschillingen u. s. w. sind daher an die unterzeichnete Abtheitung zu richten. Frankfurt a. M. 1 Oktober 1871. Süddeutsche Boden⸗Credit⸗Bank. Abtheilung Frankfurt a. M. Prämien- Anlehen der Stadt Fenedig v. J. 1869. Obligations- Loose à Franes 30. Hanpliresfen: Lire 100,000, 80,000, 70,000, 60,000, 50,000, 40,000, 30,000, 25,000 etc. In den nächsten Jahren finden 5 Zilehungen Jährlieh statt, 20. April, 30. Juni, 30. September und 30. November. Jede Obligstion iet bis zur planmässigen Rückzahlung mit wenigstens Fres. 30. un allen Cevinnziehungen hbetheiligt. Gewinne sind in Vendig, Mailand, Frankfurt u. M., Berlin ete. ohne jeden Abzug zum Tagescbourse zahlbar. 0 Diese Ohligatlons- Loose mit deutschem Stempel verschen Sind à Tialr. 6. hei allen Bankiers und Geldwechslern zu beziehen. Nachste Zlchung am 30. November, Haupttresler: Fres. 100, 000. am A1. Januar, oder Thlr. 8. 2496 Fatent- Mais-Menl Wilhelm Pernbeck, e ben bee en al- jal⸗ 9 Hoflieferanten Ihrer Majestät der Königin von England, Colonial N Material 4 Farbwaaren⸗Handlung von den ersten ärztlschen Autoritäten 4 seiner leichten in Friedberg 5 Verdauung als vorzügliches Nahrungsmittel für Säug⸗ 1487 0 nächst der Burg. linge, Kinder und Reconvalescenten empfohlen. 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Samstag Morgen 8 ½ Uhr. Verantw. Nedact.: Hermann Schimpff. Wilh. Fertsch. Bockgasse Nr. 6 in Frankfurt a. M Druck und Verlag von Vindernagel& Schimpff. NN 1 En N