eden uu sgörin Ausürlang frunn bester der bein schoͤnsten Reit spannigen Egui iten im Werth. „L. G e* cin. 0 Aut behüte, tend 2 n gtoͤßtret „ Strtut — Hauhein anti 805 pet 4409007 bein 5 ba. Narr! * 1— „ 12 N d Dienstag den 12. September. M 107. rhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag — 33 Für den Monat September kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. — * Betreffend: Die Verwendung von einem Drittiheil der eingebenden Pollzeistrafen zur Besoldung des Aufsichtspersonals. Amtlicher Theil. Friedberg am 9. September 1871. 5 5 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien zu Beienheim, Bönstadt, Butzbach, Fauerbach b. Fr., Ilbenstadt, Langenhain, Bad⸗Nauheim, Nieder-Florstadt, Nieder⸗Mörlen, Nieder-Wöllstadt, Ober-Mörlen, Ober-Rosbach, Ober-Wöllstadt, Ockstadt, Ossenheim, Södel, Wohnbach und Wölfersheim. ö Die Ihnen durch unsere spezielle Verfügung vom 29. Juli b. J. überwiesenen Strafdritttheile werden Sie zur Auszahlung an die betreffenden Denunzianten anweisen und für die richtige Auszahlung sorgen. Betreffend: Die den Industrieschulen des Kreises Friedberg aus dem Mathildenstift für 1870 bewilligten Summen. Ter a p p. Friedberg den 9. September 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Ortsschulvorstande des Kreises. Noch wenige von Ihnen haben den vorschriftsmäßigen Bericht über den Besuch der Industrieschulen, die Leistungen in denselben, die Verwendung der nach unserm Ausschreiben vom 8. August v. J.(in Nr. 94 des Oberhessischen Anzeigers v. J.) den Gemeinden für Beef Friedberg den 9. September 1871. ntlich e Betreffend: Unterricht im Hufbeschlage pro 1871— 72. Zwecke der Industrieschulen überwiesenen Summen erstattet, wir erwarten solchen daher unfehlbar binnen 8 Tagen. Trapp. Bekanntmachung. Nach der am Abdruck nachfolgenden Veroffentlichung in Nr. 36 der landwirthschaftlichen Zeitschrift vom laufenden Jahre, wird am 13. November d. J. wieder ein Unterricht fuͤr junge Schmiede im Hufbeschlage stattfinden. Indem ich die Juteressenten bierauf aufmerksam mache, ersuche ich zugleich die Herren Bürgermeister, die jungen Schmiede ebenfalls zum Besuche des fraglichen Unterrichts veranlassen zu suchen. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirks⸗Vereins Friedberg. a Unterricht im Hufbeschlag zu Butzbach 1871— 72. Der Unterricht für junge Schmiede im Hufbeschlag, welcher nach Beschluß des Ausschusses des landwirthschaftlichen Vereins von Ober— dessen nunmehr nur alle zwei Jahre ertheilt werden soll, wird am 13. November d. J. zu Butzbach seinen Anfang nehmen. Schmiede aus Oberhessen, die an demselben Theil zu nehmen wünschen, daben sich zeitig bei unterzeichnetem Präsidium schriftlich anzumelden und sich über Schulkenntnisse, bestandene Lehrzeit und gutes Betragen sowohl, als auch über die Mittel zu ihrem Unterhalte in Butzbach gehörig auszuweisen. Der Unterricht selbst wird unentgeltlich ertheilt; dagegen haben Junge kommt. Der die Theilnehmer an demselben, insoweit sie die Mittel dazu besitzen, für ihren Unterhalt in Butzbach selbst zu sorgen; es werden aber Einrichtungen getroffen, daß der letztere möglichst billig zu stehen Unbemittelte müssen sich mit Unterstützungsgesuchen an die Vorstände der betreffenden Bezirksvereine wenden, da Seitens des Provinzialvereins für derartige Unterstützungen keine Mittel bewilligt sind. Der Unterricht wird ungefähr 2½ Monat dauern. Laubach den 23. August 1871. Präsident des landw. Vereins von Oberhessen. Otto, Graf zu Solms⸗Laubach. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Thomas Klein II. von Ilbenstadt wurde als Glöckner für die katholische Kirche in Ilbenstadt ernannt und verpflichtet. Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie tungsblatt Nr. 29 enthält:(Schluß). VIII. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 1. Juli dem Bilthelm Andreas Bornmann aus Battenberg, im König⸗ tlich Preußen, die Stelle eines Pedellen an dem evang. Schullehrer⸗Seminar zu Friedberg zu übertragen; am 12. dugust ben Landgesiülsbeiknecht Jacob Weber aus Dex⸗ hich, im Königr. Preußen, zum Lanodgestütsdiener zu er⸗ nennen; an dems. Tage die bermalen als Stationscon- goleure zu Emmerich und resp. Harburg verwendeten Zoll⸗ hspectoren Franz Christian Engisch und Carl Ruckelshausen in den inländischen Dienst zurückzuberufen und Ersteren zum g 1 Oberzollinsprector des Hauptzollamtes Gießen und der da⸗ mit verbundenen Ortseinnehmerei erster Classe zu ernennen, und letzterem die Stelle eines Oberzollinspectors bei dem hauptzollamte Mainz, mit der Verpflichtung, bis auf Jeiteres zugleich als Oberzollinspector bei den Hauptzoll⸗ intern Bingen und Worms zu fungiren, zu übertragen; am 18. Aug, den Oberstudien⸗Director v. Wlllich zu Darm lebt zum Vicepräsidenten des Vereins zur Unterstützung ad Beaussichtigung der aus den Landes- und Provinzial⸗ Strafanstalten Entlassenen zu ernennen, ferner dem evang. Parrer zu Nieber⸗Gemünden, im Oek. Kirtorf, August 14 N Lotz, die evang. Pfarrstelle zu Wallernhausen, im Dek. Nidda, zu übertragenz am 22. Aug. dem Schulamts⸗ Aspiranten Philipp Weber aus Kirschhausen, im Kr. Heppen⸗ heim, die 2. kathol. Schulstelle zu Dromersheim, im Kr. Bingen, am 23. Aug. dem Schullehrer an der evang. Schule zu Hahnheim, im Kr. Oppenheim, Abraham Weiffenbach, die erste(evangelische) Gemeinde ⸗Schulstelle zu Schornsheim, im Kr. Oppenbeim, zu übertragen; an dems. Tage den Professor Dr. Theodor Schäffer zum Di⸗ rector der polytechnischen Schule für die Zeit vom 1. Sept. 1871 bis zum 31. August 1872 zu ernennen. IX. Charaklerertheilungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 12. Aug. dem lebenslänglichen Mitgliede der ersten Kammer der Stände, Commerzieurath Leonhard Heyl zu Worms den Character als Geh. Commerzieurath, und am 21. Aug. dem Com⸗ merzienrath Franz Anton Probst zu Mainz den Character als Geh. Commerzienrath— zu verleihen. X. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht; am 15. August den Schullehrer an der ersten evangelischen Schulstelle zu Wallerstädten, im Kreise Groß⸗Gerau, Peter Winter, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand und am 22. Aug. den Kreisdiener bei dem Kreisamte Lindensels, Adam Kornmann in den Ruhestand zu versetzen. XI. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die erste evang. Schulstelle zu Reichelsheim, im Kreise Lindenfels, mit einem Gehalt von 555 fl. 13 kr., zu welcher dem Herrn Grafen zu Erbach⸗Erbach das Präsentationsrecht zu⸗ sseht. Der anzustellende Schullehrer hat bis auf Weiteres die Verpflichtung, unter Zustimmung der kirchlichen Be⸗ börden, Jemanden zur Versehung des Glöcknerdieustes an⸗ zunehmen und zu bezahlen, und muß sich demnächst jede in Bezug auf die beabsichtigte Abtrennung des Glöckner⸗ dienstes eintretende anderweite Regultrung seines Gehalts gefallen lassen, wobei jedoch der der Schulstelle verblei⸗ bende Gehalt auf ungefähr 500 fl. gehalten werden, wird; die evang. Schulstelle zu Kefenrod, im Kreise Büdingen, mit einem Gehalt von 300 fl. Das Präsentationsrecht zu dieser Stelle sieht dem Herrn Fürsten zu Dsenburg⸗ Birstein zu; die kath. Schulslelle zu Wörrstadt, im Kreise Oppenheim, mit einem Gehalt von 300 fl., die dritte kath. Schulstelle zu Bodenheim, im Kreise Oppenheim, mit einem Gehalt von 305 fl.; die Lehrerstelle an der ersten Classe der höheren Töchterschule zu Gießen mit einem Gehalt von 600 fl., welche mit einem Theologen zu besetzen ist; die kath. Schulstelle zu Flonheim, im Kreise Alzey, mit einem Gehalt von 395 fl. 27 kr.; die drktte evang. Schulstelle zu Sber⸗Ingelheim, im Kreise Bingen, mit einem Gehalt von 300 fl., die obere kath. Knaben⸗Schulstelle zu Herbstein, im Kreise Lauterbach, mit einem Gehalt von 400 fl.; die Stelle eines Steuercommissärs des Steuercommissariats n Mainz. Concurrenzfähige Bewerber haben sich binnen einer Frist von acht Tagen anzumelden. XII. Sterbefälle. Gestorden sind: am 28. Juli der pens. Schullehrer Jacob Bund zu Breitenbrunn; am 22. August der wirkliche Geheimerath und Oberhosmeister Seiner Großherzogl. Hoheit des Prinzen Carl Freiherr Carl Johannes v. Ricou. Berlin. Der„Reichsanzeiger“ veröffentlicht folgenden kaiserlichen Erlaß:„Aus allen Theilen Deutschlands sind Mir bis zur neuesten Zeit Tele— gramme über den warmen und freudigen Empfang zugegangen, welcher deu heimziehenden Kriegern bei der Rückkehr in ihre Heimath bereitet worden ist. Neben dem erhebenden Bewußtsein, an der Größe und Einigung Deutschlands mitgewirkt zu haben, wird jeder von ihnen in dieser Aufnahme den Ausdruck der Dankbarkeit erblicken, welche das Vaterland ihnen zollt, und darin zugleich die Anerkennung finden, die ihnen nach so mühevoller Ausdauer und so bewunderungswürdigen Thaten. gebührt,— Thaten, deren folgenreiche Bedeutung unausgesetzt lebhaft gewürdigt wird, wie gegen⸗ wärtig bei der Wiederkehr der glorreichen Tage von Gravelotte und Sedan Mir zahlreiche Glück— wünsche von den verschiedensten Seiten her be— kundet haben. Mit dem herzlichen Danke für diese begeisterten Zurufe drängt es Mich, über die feierliche Bewillkommnung unserer braven Truppen Meine volle Befriedigung auszusprechen. Bad Gastein den 4. Sept. 1871. Wilhelm.“ — Dem Vernehmen der„C. S.“ nach soll der aus den französischen Kriegskontributionsgeldern zu bildende Reichsschatz von 40 Millionen Thalern die Bezeichnung„Reichskriegsfonds“ erhalten, und ist es die Absicht, in dem über Gründung dieses Reichskriegsfonds festzustellenden Gesetze die Be— stimmung zu treffen, daß die Disposttion über diesen Fonds dem deutscken Kaiser zustehe, die Verwendung aber der nachträglichen Genehmigung des Reichstags unterliege. Dem Reichskanzler soll die Verwaltung des Fonds überwiesen werden, während die Reichs schuldenkommission die Kontrole ausüben soll. Die ganze Summe von 40 Mil- lionen Thalern soll stets in baarem Gelde oder in Barren niedergelegt sein. Der Bundesrath dürfte bei seinem in nächster Zeit erfolgenden Zusammentritt sich bereits mit der entsprechenden Vorlage zu befassen haben. — Höesige Blätter wollen wissen, daß in Gastein auch die sociale Frage zur Sprache gekommen sei und daß man dort erkannt hat,„es sei hohe Zeit, daß auf diesem Gebiete etwas und zwar etwas Durchgreifendes, nicht Halbes, ge schehe.“ Doch handle es sich nicht um polizeiliche Maßregeln gegen die„Internationalen“, sondern um Erörterung der socialen Frege, um gemein— same Berathung der Mittel ihrer Lösung, um eine Prävention, nicht um eine Repression. Die Mächte sind sich bewußt, daß sie mit einem Factor rechnen müssen, dessen Macht sich noch nicht taxiren läßt, und sie ziehen es vor, bei Zeiten auf die Lösung der socialen Frage hinzuwirken, in dem Kampfe zwischen Arbeit und Capital die Rolle des ver⸗ söhnenden Vermittlers zu übernehmen, statt sich von unberechenbaren Ereignissen überraschen zu lassen. — Der Wiener Correspondent der„Kreuz— zeitung“ glaubt das Ziel und Ergebniß der in Gastein gepflogenen und in Salzburg erneuerten und bekräftigten Besprechungen dahin formuliren zu dürfen, daß Oesterreich und Deutschland zu⸗ nächst ihrerseits jede Aggresston von sich weisend, durch ein enges und sestes Aneinanderschließen jeder Ahgression mit aller Entschiedenheit entgegen— treten wollen. Gleichzeitig sollte demonstrativ be⸗ kundet werden von Deutschland, daß es auf Er— haltung eines intacten und kräftigen Oesterreich Gewicht lege, von Oesterreich, daß der Anschluß an Deulschland zu Friedenszwecken auch der Wille des Kaisers und aller leitenden Staatsmänner sei. — Das„Milit. Wochenblatt“ veröffentlicht noch immer die Verzeichnisse von vermißten Mann— schaften, die bisher noch nicht zu ermitteln ge— wesen sind. Das letzte Verzeichniß enthält 187 Namen von Unterossizieren und Soldaten, welche zum Theil seit den Tagen von Weißenburg und Wörth spurlos verschwunden sind. — Ueber die Cholera lauten die neuesten Meldungen: In Danzig ist seit dem 30. August kein neuer Erkrankungsfall eingetreten; in Stettin hat sich die Zahl der Cholerafälle nach den dar⸗ über seit Sonnabend bei der Polizeibehörde ein⸗ gegangenen Meldungen um 4 vermehrt; in Königs- berg sind am 2. Septb. beim Polizeipräsidium angemeldet: erkrankt 50 und gestorben 24 Pers.; am 3. September erkrankt 38 und gestorben 13. Die Todtenliste für die Woche vom 25. August bis 1. September weist 327 Todesfälle an der Cholera nach. Hierunter befinden sich 122 Kinder. Am 6. sind an der Cholera erkrankt gemeldet 46, gestorben 26 Personen.— Nach einer Bekannt- machung der Polizei in Tilsit sind seit dem 17. Aug. 49 Personen an der Cholera erkrankt, von denen 20 gestorben, 10 genesen, 13 sich noch in Behandlung befinden. Seit dem 25. Aug. ist kein Erkrankungsfall an der Cholera gemeldet. Köln. Vom Commandirenden des 8. Armee⸗ Corps, General v. Göben in Coblenz, erhält die „Köln. Ztg.“ folgende Zuschrift:„Da ich auch in der„Kölnischen Zeitung“ vielfach Glückwunsch⸗ Telegramme S. Majestät des Kaisers und Königs an andere Armee⸗Corps und Truppenführer ver— zeichnet finde und schließlich die Auffassung Platz greisen könnte, daß gerade dem 8. Armee-Corps solche Auszeichnung nicht zu Theil geworden, so erlaube ich mir, so sehr ich sonst allem Aus— posaunen abgeneigt bin, doch der geehrten Re— daction ergebenst mitzutheilen, daß Se. Majestät der Kaiser am 6. und 18. Aug. der tühmlichen Theilnahme des 8. Armeecorps an den Schlachten bei Spicheren und bei Gravelotte in an mich ge— richteten Telegrammen Allergnädigst gedacht hat. Hochachtungsvoll v. Göben.“ München, 8. Sept. Um 10 Uhr 45 Min. traf, von Salzburg kommend, der deutsche Kaiser hier ein und wurde von einer unzähligen Volks— menge mit brausenden Hochrufen empfangen. Auf dem Perron des festlich geschmückten und beflaggten Bahnhofes waren zur Begrüßung des Kaisers die hier anwesenden Mitglieder des Königshauses, die Minister, die Gesandtschaften, die Generalität, und die Spitzen der städtischen Behörden erschienen. Bei dem Einlaufen des Zuges in die decorirte Ankunftshalle intonirte eine Militärcapelle die preußische Volkshymne. Nachdem der Kaiser ein Dejeuner eingenommen hatte, setzte derselbe um 11 Uhr 20 Min. die Reise nach Hohenschwangau fort. — Der deutsche Kaiser hat unterm 2. d. M. (als am Jahrestage der Schlacht von Sedan) an den k. bayerischen General v. d. Tann fol⸗ gendes Telegramm gerichtet:„Empfangen Sie meinen Glückwunsch, daß es Ihnen vergönnt war, an der Spitze Ihres Corps so wesentlich zu den Ergebnissen der Kämpfe und Ereignisse beizutragen, deren Jahrestag wir feiern. Wilhelm.“ — Der„Volksbote“ fordert die Kalholiken zu zahlreichem Besuch der in Mainz abzuhalten den Generalversammlung der Katholikenvereine Deutschlands auf, da es sich bei derselben darum handle, ein Zeugniß abzulegen für das treue Fest⸗ halten der Katholiken Deutschlands an dem Papst, da ferner das katholische Casino in Mainz muster⸗ gültig sei und der Clerus und das katholische Volk dort in allen Fragen einig seien, so daß man dort Disciplin lernen könne, um den gemein- samen Feind u bekämpfen. — Dem Papste Pius IX. ist zu seinem 25jährigen Papstjubiläum aus der Diöcese Passau außer dem ordentlichen Quartals⸗Peterspfennig ein außerordentlicher Peterspfennig im Beitrage von 10,129 fl. dargebracht worden. — 9. Sept. Gestern 4½ Uhr Nachmittags erfolgte die Ankunft des Kaisers Wilhelm in Hohenschwangau. Der König und die Königin— Mutter waren demselben entgegengefahren. Die Monarchen, welche sich in Civil befanden, wurden überall, wo sie sich zeigten, von der zahlreich herbeigeströmten Landbevölkerung mit Enthusias- mus begrüßt. Abends fand Beleuchtung des Schlosses statt. Die Abreise des Kaisers erfolgte heute 8 ½¼ Uhr Morgens über Füssen und Kempken in Begleitung des Königs und der Königin⸗Mutter. Karlsruhe. Die„Karlsr.⸗Ztg.“ gibt fol⸗ gende Beschreibung der neuen Abgrenzung von * Elsaß Lothringen gegen Frankreich: Die neue Grenzlinie weicht von der unmittelbar vorher⸗ gehenden am meisten im Nordwesten ab; diese Aenderung beruht bekanntlich auf den schließlichen Bestimmungen des Frankfurter Friedens. Der äußerste Grenzort im Nordwesten ist Hussigng an der Luxemburger Grenze. Von dort senkt sich die Linie, die vorher scharf nach Osten einbog, nun⸗ mehr in ziemlich gerader Richtung nach Süden und läuft nach einer leichten Einbiegung nach Osten nördlich von Mars-la-Tour bis Chambley, zwei kleine Stunden südlich von dem edengenannten Ort. Von hier wendet sie sich in leichter Bie⸗ gung, Gorze einschließend, in südöstlicher Richtung nach Pagny, wo sie die Mosel überschreitet (4 Stunden oberhalb Metz). Die weiteren Ab⸗ weichungen der neuen Grenzlinie von den früheren bis zu den Vogesen fällt nicht allzuschwer ins Gewicht. Als Vorzüge der neuen Grenze fällt sofort in die Augen: 1) Das Großherzogthum Luxemburg grenzt fortan nur noch auf einer Strecke von kaum 2 Stunden(bei Lougwy) an Frank⸗ reich; 2) Deutschland gewinnt einen zwar nicht sehr zahlreichen, aber von Haus aus vorwiegend deutschen Bevölkerungszuwachs im Nordwesten mit den großartigsten Eisenwerken; 3) alles strategische Vorland im Westen, Südwesten und Süden von Metz sammt den Schlachtfeldern vom 16. und 18. August gehört fortan in einem Umkreis von 4 5 und 6 Stunden zum Deutschen Reich. Nürnberg. Am 7. d. Abends gab es hier eine kleine Revolte. Metzger und Bäcker hakten in den letzten Tagen mit den Preisen aufgeschlagen. Nach 9 Uhr sammelten sich auf den öffentlichen Plätzen Volkshaufen an, durchzogen mit wildem Geschrei die Stadt und demolirten die Läden und Wohnungen der Metzger und Bäcker, bevor die Polizei einschreiten und, unterstützt von Mili⸗ tärpiquets, die Ruhe wiederherstellen konnte. An zwanzig Verhaftungen wurden vorgenommen. Straßburg. Wie einer Gasteiner Corre⸗ spondenz der„Allg. Ztg.“ zu entnehmen ist, haben sich von den bisherigen Richtern Elsaß⸗Lothringens nur acht zum Eintritt in die deutsche Verwaltung bereit gefurden. Das übrige Personal wird zu⸗ nächst bestehen aus 41 preußischen, 28 bayerischen, 9 hessischen, 5 badischen, 1 k. sächsischen und 1 sachsen⸗coburg⸗gothaischen, sowie einem Altenburger Richter. In Metz fand am 7. d. eine große Trauer⸗ feier zu Ehren der bei Vertheidigung von Metz gefallenen französischen Soldaten statt. Früh Morgens schon schlossen sich Magazine und Wirth⸗ schaften, die Bevölkerung strömte in Masse der Kathedrale zu und hier wurde ein Trauergottes- dienst gefeiert. Nach Beendigung desselben be⸗ gann der Zug zum Kirchhofe vor dem Chambidere⸗ Thore, Bischof und Geistlichkeit an der Spitze, dann Maire und Stadtrath, endlich die Volks⸗ menge, welche vielleicht die Zahl 10,000 erreichen mochte. In ernster Haltung zog man zum Kirch⸗ hofe, wo ein großes Grabmal zu Ehren der 7203 0 in den Ambulanzen von Metz gestorbenen franzö⸗ sischen Soldaten errichtet ist. Nachdem hier die kirchliche Einweihung des Denkmals geschehen war, bewegte sich der Zug zur Stadt zurück, ohne daß irgend welche Störung stattgefunden hätte. Ausland. Oesterreich. Wien. Dem„Telegraphen⸗ Correspondenz-Bureau“ wird aus Salzburg von angeblich gut unterrichtete Seite gemeldet: Als Resultat der früheren Besprechung in Gastein und der neuerlichen Begegnung der beiden Kaiser in Salzburg wird die offene Bezeugung des An- schlusses Oesterreichs an das deutsche Reich zu Zwecken der Friedenserhaltung bezeichnet, ohne daß es zum Abschlusse eines Vertrages oder son⸗ stigen Uebereinkommens gekommen wäre. Als Consequenz des bethätigten österreichisch-deutschen Freundschaftsverhältnisses gilt die Verständigung über die Rothwendigkeit einer gemeinsamen Prü- fung jeder in Zukunft auftauchenden politischen Frige. Auch wurden die Verhältnisse der Inter⸗ nationalen in den Kreis staatsmännischer Be⸗ sprechungen nicht nur bezüglich einer etwa noth⸗ 5 1 faltet Kaiser N ten ken drehe * 2 an 7 111 Neremed Aere dete nit e faßt jegthun einer Strick Franl. er nich aas derwiegend 8 daynischen, ichen und! a Meaburget veßt Traut dan. 11 A Früs 2. uud Biriß in Nost da „ Trerttzgentt daßelben be — —— ——ů——————— —— N wendig werdenden Abwehr, sondern auch bezüglich einer möglichst positiven Lösung der socialen Fragen 0 gezogen. Salzburg, 7. September. Heute Mittags stattete der Kaiser von Oesterreich dem deutschen Kaiser einen Besuch ab. Nach der Hoftafel er— folgte eine Ausfahrt nach Klesheim, wobei die beiden Monarchen zusammenfuhren. Abends fand eine prachtvolle Beleuchtung der umliegenden Höhen statt. — 8. September. Die Abreise des deutschen tionalversammlung: das Deeret vom 7. Aug. 1870 Seine und Seine⸗-et⸗Oise verhängen, werden ab— . Kaisers nach München erfolgte heute früh 7 Uhr, nachdem die beiden Monarchen den herzlichsten Abschied genommen hatten. Frankreich. Paris. Der„Agence Havas“ wird als zuverlässig gemeldet, daß die deutschen Occupationstruppen heute Vormittag mit der Räu— mung der vier Paris zunächst liegenden Departe⸗ ments begonnen haben. — Die Maires von Paris haben beschlossen, bei dem Präsidenten der Republik, namentlich unter Hinweis auf das gute Verhalten der Hauptstadt am 4. Sept., die Aufhebung des Belagerungszu— standes nachzusuchen. Gleichzeitig haben die Herren Brisson, Louis Blane, Gambetta, Quinet, Schölcher und Genossen folgenden Gesetzentwurf eingebracht: „In Erwägung, daß in den Departements der Seine und Seine-et⸗Oise keine Gefahr für die öffentliche Ordnung mehr vorliegt, verfügt die Na- und das Gesetz vom 30. März 1871, welche den Belagerungszustand über die Departements der geschafft.“— In der Liberté zeigt die Gesellschaft „Elsaß-Frankreich⸗Lothringen“ durch einen Sectetär Namens Rauber an, daß die Ligue de la Déliv- rance von der Regierung nicht eigentlich aufge— löst, sondern nur ersucht worden sei, sich auf rein philanthropische Zwecke zu beschränken. Demnach habe die Gesellschaft aus ihren Statuten Alles entfernt, was einem mißtrauischen Sieger zu Chi— canen Vorwand geben könnte, und sich unter dem obigen Namen neu constituirt. — Das Kriegsgericht verurtheilte Rossel zum Tode, nach vorhergegangener militärischer Degra— dirung. Versailles. Der Municipalrath hat Thiers anläßlich der Ernennung desselben zum Präsidenten der Republik beglückwünscht. In seiner Antwort betonte Thiers, daß er hoffe, die Zukunft werde sich günstig gestalten, es werde gelingen, die mo- ralischen und materiellen Uebelstände des Landes zu heilen und Frankreich den ihm gebührenden Rang zurückzugewinnen, indem man die ganze Kraft der Nation entfalte; die neue Regierungs- form werde sich in friedlicher und ruhmvoller Weise befestigen. — 7. Sept. Die Nationalversammlung be— endete heute die Generaldebatte über den Antrag Mavinel(die Installirung der Ministerien in Ver- sailles betreffend). Die Berathung über die Amendements wurde auf morgen angesetzt. — Bezüglich des Antrages Ravinel ist ein Ausgleich wahrscheinlich, demzufolge die National— versammlung in Versailles bleiben würde. — Die Nationalversammlung hat den An— trag Ravinel, modificirt im Sinne des Status quo und übereinstimmend mit den Ansichten der Regie rung, mit 432 gegen 190 Stimmen angenommen. — Wie aus Deputirtenkreisen verlautet, ist die Nationalversammlung nicht geneigt, dem pro— visorischen Steuerzuschlage, wie ihn Thiers in der Budgetcommission vorgeschlagen, ihre Zustimmung zu geben. Italien. Rom.„Opinione“ zufolge wird die Einberufung der Kammer wahischeinlich gegen Ende November erfolgen. Das Budget pro 1871, sowie das provisorische Budget pro 1872 werden in nächster Zeit zur Vertheilung gelangen. Florenz. Die„Gazetta d'Italia“ meldet aus Ron, daß der Cardinal Bonaparte mit einem Schreiben des Papstes an den Kaiser Napoleon nach England reisen wird. Türkei. Konstantinopel. Der Sultan hat Mahmoud Pascha zum Großvezier ernannt, wie man versichert, einem Wunsche des verstorbenen Aali Pascha entsprechend. Große Veränderungen im Cabinet werden erwartet. war über dem linken Ohr in den Kopf gegangen, hatte das Felsenbein zerschmettert und nach einer halben Stunbe den Tod herbeigeführt. Arolsen. Der Mintster Graf Eulenburg ließ sich bei seiner neulichen Anwesenheit hier den Verfasser des Liedes:„König Wilhelm saß ganz heiter ꝛc.“, Dr. med. Keeusler, vorstellen und bald darauf erhielt der Letztere neben Verleihung des Kronenordens 4. Classe auch ein Honorar von 500 Thlrn. zugesendet. Mainz. Am 7. d. halte sich gegen Abend in dem Magazin eines hicsigen Spezereihändlers auf der Gau⸗ gasse das dort lagernde Petrolium, wie man erzählt, in Folge einer Unvorsichtigkeit eines Lehrjungen entzündet, und gewann das Feuer, durch das Oel reichlich genährt, sehr bald gewaltigen Umfang, so daß an eine Rettung der in dem Magazin lagernden Waaren nicht zu denken war. Dieses letztere brannte vollständig aus, dagegen blieb das Wohnhaus Dank der umsichtigen Thätigkeit unserer Feuerwehr unversehrt.— In einem hiesigen Seidenwaarengeschäft wurde vom Dienstag auf Mittwoch mittelst Nachschlüssel die Ladenthüre erschlossen und aus dem Waarenkager eine größere Quantität Seide im Be⸗ trage von 2000 fl. entwendet. An der Ladenthüre war nicht einmal der Nachtriegel vor, und die Thür brauchte nur aufgeschlossen zu werden, um nach Herzenslust zu wählen, was man braucht. Landwirthschaftliches. Stand der Früchte. Den sämmtlichen Sommer- früchten war im Allgemeinen die seitherige Witterung recht günstig. Selbst der Weinstock, dessen Entwicklung unter der Ungunst des Frühjahrs eine ganz erhebliche Verzögerung erfuhr, hat sich wieder dem normalen Ver⸗ hältnisse mehr genähert und kann, wenn der Herbst gut bleibt, immerhin noch einen annehmbaren Ertrag liefern. * Friedberg. In der am 7. d. staugehabten General⸗ Versammlung des Mathildenstiftes für den Kreis Fried, berg erfolgte die Vorlage der Rechnung vom Jahre 1869. Die Veröffentlichung einer summarischen Uebersicht über Einnahmen und Ausgaben aus derselben wird in der nächsten Nummer dieses Blattes erfolgen, wir können uns deßhalb darauf beschränken, hier nur der besonderen, für gemeiunützige Zwecke von der Versammlung bewillig— len Unterstützungen zu erwähnen. Genehmigt wurden für die Matbildenstiftung zur Rettung verwahrloster Kinder im Kreise Friedberg 3500 fl., für die Industrie⸗ schulen im Kreise 1250 fl., für die Fortbildungsschulen zu Friedberg und Butzbach 500 fl., für den Alice-Frauen— verein in Darmstadt 300 fl. und dessen Zweigvereine zu Friedberg und Butzbach 200 fl., für die hiesige Blinden⸗ Anstalt 100 fl., für den Invalidenfond in Darmstadt 100 fl., für den Landes-Lehrerverein 100 fl. Der Aus- schuß hatte ferner als Zuschuß zu der in Friedberg neu zu gründenden Ackerbauschule des landwirthschaflichen Vereins der Provinz Oberhessen die Bewilligung von 200 fl. be⸗ antragt, es wurde indeß auf Antrag der Herren Steuer— commissär Hechler und Kreisassessor Haas diese Summe namentlich um deßwillen auf 500 fl. erhöht, weil für die Handwerkerschulen ein gleicher Betrag bewilligt und eine Gleichstellung gewünscht worden war. Neu gewählt in den Ausschuß wurde Herr Kretsassessor Haas. Frankfurt. Am Freitag Nachmittag entgleisten innerhalb einiger Stunden auf der Verbindungsbahn zweimal einzelne Waggons, und auf der Weserbahn stieß ein Rangterzug gegen einen in der Reparatur begriffenen Waggon, wodurch ein an demselben beschäftigter Arbeiter von Niederrad herunter fiel, unter die Räder kam und todtgesahren wurde. In Dürkheim erschoß kürzlich von zwei Söhnen einer dortigen Beamten-Familie der ältere 20jährige den jüngeren 14jährigen. Wie das Unglück geschah, ist noch nicht aufgehellt, da Niemand zugegen war und der Thäter unmittelbar nach der That sich entfernte. Der Schuß Die über den Stand der Kartoffeln eingekommenen Be— richte lauten meistens sehr günftig, mit Ausnahme der⸗ jenigen aus den verschiedenen Districten des nöcdlichen Deulschlands, wo die Kartoffelfäule in förmlich epidemi⸗ scher Weise an Ausbreitung gewinnen soll. Auch aus Niederösterreich wird das Erschienensein des schlimmen Gastes signalisirt, doch scheint dort bis jetzt ein allgemeines Auftreten der Krankheit nicht beobachtet worden zu sein. Wie sehr das Gesundbleiben der Kartoffeln auf dem Stocke durch eine geeignete Ernäbrung derselben begünstigt wird, ergibt sich wieder recht klar durch die von der höheren landwirthschafllichen Lhranstalt in Worms wiederholt verenulaßten Versuche über die Wirkung der Kalisalze auf die Kartoffelpflauze. Unter 17 eingegangenen Berichten unter den verschiedensten Bedingungen durch vormalige Schüler dieser Anstalt ausgeführten vergleichenden Versuche rechen sich 14 dahin aus, daß auf den mit Kalisalz ge⸗ düngten Parcellen das Kartoffelkraut nicht allein seine üppiggrüne Farbe behallen habe, sondern daß auch der Knollenansatz stärker und die Qualität der Kartoffeln besser sei als auf den in herkömmlicher Weise behandelten Par⸗ cellen. Die Kartoffelkrankheit, so schreibt der„Land⸗ wirthschaftliche Anzeiger“, beginnt wieder ihr verderben⸗ bringendes Treiben, und mit ihr beginnen viele Landleute ein noch verderbenbringenderes. Sie schneiden aus Vor⸗ ficht das Laub der Karloffel vollständig ab und hoffen, so der Krankzeit ledig zu bleiben, läuschen sich aber sehr. Die Weise, wie man sich in der Nähe Kiel's, im Gute Bolhkamp, der Krankheit zu entledigen sucht, ist viel ver⸗ nünftiger und verdient allgemeine Nachahmung. Sobald die Krankheit aufzutreten droht, geht man dort die Reihen der Kartoffeln durch, drückt das Laub mit dem Fuße nah einer Furche hin nieder und deckt einen Spatenstich Erde oben auf den Strauch. Schreiber kann die feste Versicherung geben, daß im letzten Jahre alle so behandelten Kar⸗ loffeln frei von der Krankheit blieben, wohingegen die anders behandelten der Krankheit verfielen. Hofraithe- und Güter-Versteigerung. 2198 Mittwoch den 13. September l J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die zum Nachlasse des Bürgers und Glasermeisters Ludwig Schulze gehörenden Immobilten, nämlich: Gemarkung Friedberg. Flur Nro. Klftr. 2. 366. 13½. Hofralthe in der Stadt, 2. 78. 121 Grabgarten, Liebftauengärten, Gemarkung Fauerbach b. 5. Pag. Nro. Rihn 59. 26. 65. Acker an der Leimenkaute, 59. 27. 64½½. desgleichen daselbst, erbabtheilungshalber nochmals öffentlich meistbietend ver— feigert werden. Frledberg, den 1. September 1871. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 8oucar. Safer: Ustei gerung 2238 Freitag den 15. September d. J., Vormittags 11 Ubr, sollen circa 7 Morgen gemeinheitlicher Hafer nuf Ort und Stelle meistbletend versteigert werden. Weckesheim am 9. Sepiember 1871. nee eee Weckeshelm. bh e r. = Mobiliar-Versteigerung. 2197 Donnerstag den 14. September l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in der Bebausung des verftor⸗ benen Glasermeisters Ludwig Schulze dahier ver schiedene Mobilien als: Commoden, Tische, Stüble, Schränke, Bettstellen, Glas und Porzellan, Weißzeug, Bettwerk, Manns- und Frauenkleider, Küchengeräthe, verschiedenes Glaserhandwerksgeschirr, 1 Blelzug, eine Partie Goldletsten und verschirrene Hausgerälhschaften oͤffentlich meisibtetend verfleigert werden. Friedberg, den 7. Seplember 1871. Großherzoglich's Ortsgericht Friedberg. Parr. An Magenkrampf, Verdau- ungsschwäche etc. etc. Leidenden 585 wird das seit beinahe 50 Jahren segensreich wickende Dr. wed. Doecks' sche Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Expedition d. Bl. Das Mittel it nur direkt zu beziehen durch den Apotheker Doeecks in Harpfledt b. Bremen(wohin derselbt seinen Wohnfitz von Barnstorf verlegt bat). Realschüler, Leere Oelfässer, 2242 zu Pfublfassern sich W Groß. 3 2224 auswärtige, können bet freundllscher Aufnahme Kost und Logis erhalten. g L. Rodaug. [Hofraithe- und Güter-Versteigerung. 2244 Montag den 18. Septemder d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathbause die nachbeschriebenen Immobilien des Friedrich Jacob Schäfer dahier nämlich Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 15 9. 157,3.] Hofraithe in der Stadt, 1 8. 13,6. Grabgarten daselbst, 1. 23. 129, Grasgarten daselbst, 1. 24. 56,8. Grabgarten daselbst, 6. 32 105. Grabgarten vor dem Malnzerthor ö e Acker auf der Warte, 1.᷑. 5.6. 194. Acker daselbfs nochmals öffentlich meisidietend versteigert werder. Friedberg den 11. September 1871. 0 In Auftrag: Groß berzoglichen Landgerichts Frtedberg Groß herzogliches Ortsgericht Friedberg a l dienftältester Gerichtemann. 2235 Eine Colovialwaaren und Delscatessen⸗ handlung in Frankfurt a. W. sucht einen 1 tigen aut empfohlenen C 7 sowie au hen anhemdentenen Commis, n Lehrling zum sofortigen Eintritt unter vortd übaften Bedingungen. Schriftlsche Offerten an das Annoncen Büregu der Jaͤger'schen Buchhandlung in Frankfurt a. M. unfer Chiffre J. 8 724. Großherzogliche Realschule zu Kriedberg. 2233 Die öffentliche Prüfung an der Realschule wird Dienstag. Mittwoch und Donnerstag den 19., 20. und 21. Septemder, Morgens 8 Uhr und Mittags 2 Uhr, im Realschulgebäude(das Schauturnen am 21. September, Mittags 3 Uhr, bei schlechtem Wetter in der Turnhalle der Turngemeinde), der Schulgetus Freitag den 22. September, Mittags ½3 Uhr, im Saale des Hotel Trapp stattfinden, zu welchen Schulfeierlich keiten wir die Eltern, sowie Gönner und Freunde der Schule hiermit ergebenst einladen. Anmeldungen neu aufzunehmender Schüler,(für die Vorschule mit dem 8. und 9. Lebeus⸗ jahre) können Freitag den 13. Oktober, Morgens von 9 bis 12 Uhr, in dem Congferenz⸗ zimmer des Realschulgebäudes unter Beibringung von Zeugnissen der bisherigen Lehrer bei der unterzeichneten Behörde gemacht werden, worauf Montag den 16. Oktober die Auf⸗ nahms prüfung statthaben wird.— Das neue Schuljahr nimmt Dienstag den 17. Oktober seinen Aufang. Großherzogliche Direktion der Realschule. Dr. Möller. Vorschuß- und Credit-Perein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) 2234 Kapitalien nehmen zu jeder Zeit und verzinsen dieselben zu 1% mit Zins⸗ anfang einen Tag nach der Einlage. Unsere Kasse ist an den Wochentagen des Vormittags von 9 bie 12 Uhr und des Nachmittags von 2 bis 4 Uhr offen. Der Vorstand: F. Hecht. Er mus. 2243 Alle Sorten 1 Tafel- und Hängelampen, neuester Construktion, sowie auch alle Lampentheile einzeln, empfiehlt zu billigsten en Groß. Glacé- Handschuhe, Militärhandschuhe, sowie Rauhleder- und Pil-d'Ecosse-Handschuhe 44 bei K. Friedrich neben der Post. Wilhelm Vernbeck, Colonial⸗, Material-& Farbwaaren⸗Handlung in Friedberg 1487 nächft der Burg. Lager in allen Sorten Tabaken und Cigarren. Ein tüchtiger Arbeiter 2246 wird gesucht von Ehristian Valentin, Schreinermeister. 2213 Eine große Partie verschiedener Tuch⸗ und Buckskinreste von 2 bis 6 Ellen erlasse ich, um damit aufzuräumen, sehr billig. Mayer J. Hirsch. Durch Anschaffung der Professor Jäger' schen Schriftproben und aller vorkom⸗ für jedes Auge das passende und heilsame 2227 menden Probenummern bin ich im Stande Glas sofort auszuwöhlen. Brillen und Pincenez in Gold, Silber und Stahl sind in allen Nummern stets vorräthig bei 2. Hanau, Hof ⸗ Uhrmacher und Goldarbeiter. 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Gemarkung Friedberg. 2. 541. 12/0. Hofraithe in der Judengasse, nochmals öffentlich meifibtetend versteigert werden. Friedberg am 11. September 1871. In Auftrag: Groß berzoglichen Landgerichts Friedberg 5 Groß berzogliches Ortsgericht Friedberg. Der Münztburm. Ein vaterländischer Roman von „ Georg Hiltl.(Fortsetzung.)— Aus der maurischen dienstältester Gerichtsmann. 5 Algerianische Schilderungen von Otto Klasing. 1 nn i r st 1 Mit 12 Illustratlone ach Pholographien und nach der Natur.— Das Bier als Eheftifter. Eine Scene Ein Gymnasiast oder Nealschüler aus dem Münchener Volksleben. Von Robert Pfeil. 8 5 5 Mit Illustration von Schraudolph.— Am Familien- 2143 könnte in einer sehr achtbaren hiesigen Familie, in welcher derselbe als Glied der tische: Einer, der deutscher Kaiser werden will.— Der Ver Gedicht eines Füsiliers Familie betrachtet werden würde, freundliche n Aufnahme finden. Die Adresse wolle man bei der Expedition d. Bl. erfragen. Aecht bayt. Malzzucker 2241 bei Georg Groß. usgefkegene zsfupfochen ubjquvqng zv ping Vierteljöhrlich 18 Sgr. Wöchentlich 1 Nummer. dete an seine Pflegerin. Garde Regiment z. F. Zu Beffellungen empfehlen sich Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Bad ⸗ Nauheim. Putzlumpen, 2236 per Stück 8 kr., bei Conrad Heß, gegenüber dem Rathhause. 2240 billaß bei Zwei Schweizer 2239 werden im Institut Garnier in Friedrichsdorf gesucht. Eintritt sofort. Lobn: 1. Schweizer 150 fl. und ganz frete Station, 2 Schweizer 130 fl. und ganz freie Station. 1 Sehr gute Kost und feine Behandlung. Nur tüch⸗ tige und durchaus ordentliche Leute finden Anstellung. Die Gartenlaube. N Inhalt: Das Haideprinzeßchen. Erzählung von E. Marlitt.(Fortsetzung.)— Eine deutsche Professors⸗ tochter. Von Rudolf Gottschall. Mit Karolinens Portrait— Am schwäbischen Meere und im Schlosse des Exkaisers. Von Corvin.— Ein Bild versunkener Herrlichkeit. Von H. Kg. Mit Abbildung: Schloß Moritzburg. Originalzeichnung von Herbert König. — Blätter und Blütben: Die Quellen einer deutschen Nattonalanstalt.— Wer bewegt die Uhren?— Bock's neuester Mahnruf. Von A. Fr.— Noch einmal der Soldaten ⸗ Aberglaube.— Kleiner Brieskasten. Blauer Vitriol Georg Groß Die billigste u. deste Modenzeitung ist unstreitig Die Moden- welt. preis für das ganze Viertel- jahr 36 kr. In Deutschland hat die Modenwelt an Ruf und Verbrestung allen anderen Modezeitungen den Rang abgelaufen, was sie ihrem vortreff- lichen Inhalte, ihrer grossen Reich- haltigkeit und ihrem billigen Preise zu verdanken hat. Vornehmlich nimmt die Modenwelt Rücksicht auf die Bedürfnisse in der Familie, weniger auf die der grossen Welt. Sie empflehlt sich deshalb vorzugsweise allen Müttern und Töchtern, die Gefallen daran finden, ihre eigene und der Kinder Toilette, wie die gesammte Leibwäsche selbst herzustellen,. 1647 Abonnements werden jederzeit angenommen bei Bindernagel& Sehlmpff in Friedberg. Kirchen buchsauns züge. Evangelische Gemeinde. Getraute: 5. Sept. Ludwig Wilhelm Netz, Apotheker zu Lorsch im Kreise Heppenheim, Sohn des evangelischen Pfarrers Christopb Paul Netz zu Meddersheim im Königl. Preuß. Kreis Meisenheim, und Susanna Wilhelmine Suppes, geb. Rodaug, Tochter des hiesigen Bürgers und Rent⸗ ners Johann Friedrich Adam Rodaug. Beerdigte: 6. Sept. Theodor Karl Keim, penfiontrter Orts⸗ einnehmer und Chausseegelderheber dahter, alt 58 Jahre, 3 Monat und 10 Tage, 7 ü den 4. Sept. 6. Sept. Anna Maria Jung, geb. Schütz, hinter⸗ lassene Ehefrau des verstorbenen hiesigen Bürgers und Schreinermeisters Johann Philipp Jung, alt 68 Jahre, 7 den 5. Sept. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff.