, Wertes nil, lm Neid D etretuttin * E dimpf a a8. · 6084 V Jamstag den 11. März. N 30. berhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg, Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — —— Amtlicher Theil. Betreffend: Die Ausführung des Gesetzes über Portofreibeiten im Gebiete des Norddeutschen Bundes, dier die Averstonirung der von den Großherzoglichen Behörden in Nordbessen zu zahlenden 5 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großßerzoglichen Bürgermeistereien, Großherzogliche Polizei-Verwaltung Bad-Nauheim, Großherzoglichen Polizei Commissaͤr f 3 zu Wickstadt, die Kirchenvorstände und die Schulvorstände des Keeises. f Die Säumigen werden an Erledigung unserer Verfügung vom 11. v. Mis, Oderh, Anzeiger Nr. 19, erinnert. orto- dc. ꝛc. Beträge. Friedberg am 9. März 1871. Ter a p p. Be end zn n ma ch u n g. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, Freiherr Georg von Wedekind Friedberg den 7. März 1871. daß nach dem Ergebnisse der Wahl im II., Wahlkreise iu Darmstadt als Abgeordneter für diesen Hofgerichts⸗ Advokat Kreis in den Reichstag gewählt worden ist. Der Wahlcommissär Ter a pep, Regierungsrath. Kriegs nachrichten. Aus Versailles wird dem„Staats-Anz.“ geschrieben: Der Kronprinz hatte am 1. März guf jeden„Triumphzug verzichtet. Erst am 2. fuhr derselbe in Begleitung des Großherzogs von Baden und gefolgt von den persönlichen Adjutanten durch das Boulogner Gehölz und den Triumph; bogen in die Stadt. Es war Nachmittags zwischen 2 und 3 Uhr, wo die Menge der Zuschauer ihre höchste Ziffer erreichte. die elyseeischen Felder nach dem Concor bis an den Garten der Tuilerien, dann Seine entlang, über den Trocadero durch Passy zum Point du jour. Der Kronprinz, der während der Ausßellung von 1867 mit seiner Gemahlin langere Zeit in Paris verweilte, wurde vielfach von der Menge erkannt.„C'est le prince Fritz“, rief man,„le fils de Empereur.“ schaft. Die Läden waren in Folge eines Polizei⸗ befebls geschlossen. Die Menge verhielt sich durchschnittlich ruhig und gemessen. Wenn Ca- valerie vorbeigeritten kam und die Mufikcorps ihre klangvollen Märsche spielten, theilte sich der Menge eine lebhafte Bewegung mit. Zurufe wurden hörbar, die von keiner Erbitterung zeugten, son⸗ dern in scherzhaftem Tone gehalten waren. Nur auf dem Concordienplatz trieben einige Banden is 18 Jahren, denen sich Blousenmänner an- geschlossen hatten, ihr Wesen. Sie zogen umber und riefen noch immer: à Berlin, à Berlin. Sie tertetistrten in der bekannten Weise das dessere Publikum. Wo Jemand mit preußischen Offtzieren oder Soldaten sprach, ihnen über Straßen und Gebäude Auskunft gab, wurde er von diesen Trupps angefallen, die den Betreffenden zuriefen, Der Kronprinz fuhr durch von Gassenjungen, junge Leute im Alter von 14 — Ueber den Ein marsch der deutschens daß man mit den Preußen nicht sprechen dürfe. Truppen in Paris schreibt der„Staatsanz.“: Als die Teten der ersten Truppen gegen das Triumphthor aurückten, versuchte ein Trupp von 2—300 Menschen eine Demonstration, die jedoch höchst kläglich ausfiel. Die Franzosen hatten einen Wagen vor das Portal des Thores aufgestellt in der Absicht, den Zugang dadurch zu verbarrikadiren. Am Wege stehen die Reste eines Erdwerkes, das bier errichtet worden, um die Straße zu schließen. Von einem dieser Werke aus hielt ein Blousen⸗ mann, den Revolver in der Hand, eine Anrede an die Umstehenden, welche er mit dem drohenden Aus rufe schloß, daß die Preußen nie einziehen dürften. Da nun aber die Preußen mit ihren süppeutschen Bundesgenossen doch kamen, begnügte sich der französische Volksredner mit dem theatra— lischen Effekt, den er hervorgebracht, und nahm zinen eiligen Rückzug. Die Truppen würden kaum daran gedacht daben, das Portal des Are de Triomphe zu betreten, da die Wege, die rechts und links vorbelführen, fast zehnmal so breit sind. Der Wagen, der den Zugang schloß, machte sie erst aufmerksam; sie schafften das Hinderniß mit größter Ruhe bei Seite, ein Zug Cavalerie ging mitten durch das Thor und im Uebrigen vollzog ich nun der Einmarsch ohne jede Störung. In den Champs Elpsees wartete eine außerordentlich ahlreiche Menschenmenge der ankommenden Truppen. Sit hatte langs des großen, mehr als 1200 Schritt langen Fahrweges bis zum Contordien- latz ein ununterbrochenes Spalier gebildet, das zur an den Straßendurchgängen, an denen Ca- valerie-Patronillen postirt, einige Lücken ließ. In den Nebenalleen circulirten Spaziergänger zu ielen Tausenden aus allen Klassen der Gesell— Die umherziehenden Volksmassen erfüllten übrigens selbst die von ihnen ausgegebene Losung nur in sehr unvollkommenem Maße: sie marschirten zur Seite der Soldaten, baten hie und da um Geld und stritten sich untereinander, wenn ihnen einige Münzstücke dargereicht wurden. Für die Harm— losigkeit der Demonstrationen mag als Beispiel angeführt werden, daß man den großen Stein- figuren, welche den Concordienplatz umgeben, Dar- stellungen großer französischer Städte, schwarze Masken vor das Antlitz gebunden hatte. Verhältniß der niedrigeren Volksschichten trug demnach wohl den Stempel des Uebermuths, aber nicht der Böswilligkeit. An der Demarkations- linie, die am Tuileriengitter und der zur Kirche Madelaine führenden Rue Ropale beginnt, hielten französische Linientruppen Wache. Ihre Haltung war eine durchaus würdige.(Weitere Mittheilungen enthält das„Unterhaltungsblatt“. D. Red.“) — Die nun dem Wortlaute nach zur Ver— öffentlichung gelangten Friedenspräliminarien ent— halten in Art. 1 folgende, die zukünftige Grenze des deutschen Reiches betreffende Bestimmungen: Frankreich verzichtet zu Gunsten des deutschen Reiches auf alle Rechte und Ansprüche auf die— jenigen Gebiete, welche östlich nachstehend bezeichneter Grenzen belegen sind. Die Demarcatlonslinie beginnt an der nordwestlichen Grenze des Cantons Cattenom nach Luxemburg zu, folgt südwärts der westlichen Grenzen der Cantons Catenom und Thionville, durchschneidet den Canton Brieg, in- dem sie längs der Westgrenze der Gemeinden Montois la Montagne und Roncourt sowie der Ostgrenzen der Gemeinden Marie aux Chosnes, St. Ail, Habonville hinläuft, berübrt die Grenze des Cantons Gorze, welche sie längs der Grenzen der Gemeinden Vionville, Buxieres und Onville durchschneidet, folgt südwärts resp. der Südgrenze des Arrondissements Metz, der Westgrenze des Arrendissements Chateau Salins dei der Gemeinde Pettoncourt, wovon sie die West⸗ und Sürgrenze einschließt, solgt dem Kamme der zwischen der Seille und Montcel gelegenen Bergen bis zur Grenze des Arrondissements Saarburg, südlich Garde. Sodann fällt die Demarkationslinie mit der Grenze dieses Arrondissements zusammen bis zur Gemeinde Tautonpille, deren Nordgrenze sie berührt. Von dort folgt sie dem Kamme der zwischen den Quellen der Sarne blanche und der Vezouze befindlichen Bergzüge bis zur Grenze des Cantons Schirmeck, geht die Westgrenze desselben entlang, sü ließt die Gemeinden Saales, Bourg-Bruche, Colrogz la Roche, Plaine, Ranrupt, Saulxures, St. Blaise la Roche, fällt dann mit der Westgrenze der Departements Nieder- und Oberrhein zusammen bis zum Canton Belfort. Sie verläßt dessen Südgrenze unmeit Vournevans, durchschneidet den Canton Delle bei der Süd— grenze der Gemeinde Bourogne und Froide Fontaine und erreicht die Schweizergrenze längs der Ostgrenze der Gemeinden Jonchery und Delle hinlaufend. Das deutsche Reich wird diese Ge— biete für immer mit voller Souveränetät und vollem Eigenthumsrecht besitzen. Eine internationale Das Commission, beiderseits aus einer gleichen Zahl von Vertretern der Contrahirenden bestehend, soll unmittelbar nach dem Austausch der Ratificationen dieses Vertrags beauftragt werden, an Ort und Stelle die neue Grenze gemäß den vorstehenden Stipulationen festzustellen.— Die Commission wird die Vertheilung des Bodens und der Capi- talien leiten, welche bisher gemeinschaftlichen Distrieten angehörten, die nun getrennt werden. Bei etwaigen Meinungsverschiedenheiten über die Ausführungsbestimmungen betreffs der Grenze holen die Commissionsmitglieder die Entscheidung der respektiven Regierungen ein. Vorstehende Grenze ist auf zwei Exemplaren der Berliner G eneralstabskarte mit grüner Farbe verzeichnet. Die augegebene Grenzlinie erfuhr mit Ueberein⸗ stimmung der kontrahirenden Theile folgende Ab- änderungen: Im ehemaligen Moseldepartement werden Marie aux Chenes und Vionville an Deutschland abgetreten. Dagegen werden Stadt und Festungswerke Belfort mit spater festzusetzendem Rayon bei Frankreich verbleiben. — Nach Mittheilung des„Staatsanzeigers“ wird das Hauptquartier des Kaisers von Ferridres wahrscheinlich nach Meaux verlegt werden. Die Anordnungen zur Frankreichs Seitens der deutschen Truppen nach Maßgabe des Friedensvertrages sind ohne Verzug getroffen worden und bereits in der Ausführung degriffen. Es handelt sich zunächst um die Zurück- ziehung der deutschen Truppen hinter die Seine, mithin um die Räumung des Gebietes südlich und westlich von Paris, welches bisher von der 2. Armee des Feld marschalls Prinzen Friedrich Karl besetzt war, sowie um die Zurückziehung der südlichen Cernirungstruppen vor Paris, welche der 3. Armee unter dem Feldmarschall Kronprinzen von Preußen angehörten, wogegen die nördlichen Forts von Paris, welche von der Maas-Armee unter dem Kronprinzen von Sachsen besetzt sind, einstweilen und bis zur ersten Zahlung der Kriegs- contribution noch in unserer Gewalt bleiben. Da jedoch zur weiteten Besetzung des Gebietes dies- seits der Seine überhaupt nur ein verhältniß— mäßig geringer Theil der bisherigen Feldarmee erforderlich sein wird, so kann der größere Theil aller Armeen alsbald den Rückmarsch in die Heimath antreten. Die Besatzungsarmee wird voraussichtlich aus Truppen verschiedener Armee⸗ corps gebildet werden; die endgültigen Bestimmungen darüber sind noch nicht bekannt geworden. — Ueber die Truppen des 11. Corps, ins- besondere der 22. Diviston, hat der Berichterstatter der„Times“, Russel, bei Gelegenheit der Schil— derung des Einzuges in Paris folgendes Urtheil gefällt:„An der Spitze der Truppen des 11. Armeecorps ritt der wohlbekannte General von Bose, der bei Wörth schwer verwundet wurde und vor Kurzem wieder zu seinem Corps gestoßen ist. Es ist ein ganz prächtiges Corps, das 11. Die Fahnen zerfetzt. Durchgängig jugendliche, von Kraft strotzende Männer. Und was das stolze, straffe Auftreten der Offiziere betrifft, so lächeln wir darüber in England, weil wir es an den unserigen zicht gewöhnt sind, sollten aber bedenken, daß es der Exponent eines wackeren, militärischen Geistes ist. Die ganze 22. Division unter Wittich hat ungeheuere Kämpfe zu bestehen gehabt und hat sie trefflich bestanden; solche Re- gimenter aber, wie die 83. und die Jäger, finden in der Kriegerwelt nicht leicht ihres Gleichen.“ — Es ist schon gemeldet worden, daß für die Rückbeförderung unserer Truppen die Eisenbahnen auf französischem Gebiete nur ausnahmsweise zur Verwendung kommen werden. Diese Verwendung ist jetzt angeordnet worden ausschließlich für die nach Elsaß und Deutsch⸗ Lothringen bestimmten Truppen, für das Kriegs- material, für die Landwehr-Infanterie und die Festungsartillerie. Alle anderen Truppen werden erst von der deutschen Grenze an die Bahnen benutzen. — Die Uebergabe der Festung Bitsch sollte am 7. ds. stattfinden. Hierauf bezüglich wird gemeldet: Die Garnison zieht unter klingendem Spiel mit allen Handwaffen ab. Nur das zur Feslung gehörende Material bleibt zurück. Das Cernirungscorps wird in Paradestellung die tapferen Vertheidiger des Platzes vorüberziehen lassen. Das Verhältniß zwischen den beiderseitigen Truppen ist das freundschaftlichste von der Welt. Deutschland. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie⸗ rungsblatt Nr. 9 enthält: I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die Organisation der Rentämter Reinheim und Groß⸗Umstabt beireffend. II. Bekanntmachung Großherzoglichen Oberstudien⸗ Direction, Veröffentlichung eines Auszugs aus der Ab⸗ ministrationsrechnung der Schuluntertüßungs ⸗ Stiftung des Regierungsrath May von 1869 betreffend. III. u. IV. Uebersicht der für das Jahr 1871 ge⸗ nehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der ifraeclitischen Religionsgemeinden der Kreise Nidda und Vilbel. V.— VII. üebersicht der für das Jahr 1871 geneh⸗ migten Umlagen zur Bestreitung von Communalbedürf⸗ nissen in den Gemeinden der Kreise Bingen, Alsfeld und Wimpfen. (Nr. VIII- bereits mitgetheilt.) XI. Concurtenzeröffnunzen. Erledigt sind: 1) die evangelische Pfarrstelle zu Billertshausen, im Dekanate Alsfeld, mit einem Gehalte von 1275 fl. 23 kr.; 2) die Distriktseinnehmerel Schotten I., wofür eine Dilenstcaution von 2500 fl. erforbert wird. Concurrenzfähige Bewerber Räumung baben sich binnen 14 Tagen anzumelden. 3) Die evan⸗ gelische Pfarrstelle zu Groß⸗Karben im Dekanate Rodheim, mit einem Gehalte val 666 fl. 53 15 Folge Verzichte des Kirchenpatrons wird diese Stelle für diesmal von Sr. K. H. dem Großherzog unmittelbar besetztz 4) die evanzelische Pfarrstelle zu Wörrstadt, im Dekanate Wörr⸗ stadt; der künftige Geistliche hat aus dem zu 2182 fl. veranschlagten Einkommen einen Gehalt von 2000 fl. neben freier Wohnung und Accidenzien zu beziehen. XII. Gestorben; am 20. Juni v. J. der penfionirte Stations-Controleur Steuerrath Rötzel zum Darmstabt; am 14. Januar der Hofgerichtekanzlist Schwalb zu Gießen und der evang. Pfarrer Schuknecht zu Nauheim; am 15. Jan. der evang. Schullehrer Weder zu Appenrod; am 18. der Landgerichtsdiener Neuhaus zu Reinheim; am 21. der Kreisarzt Dr. Caprans zu Mainz; am 24. der Controleur Gompf zu Mainz; am 25. der evang. Pfarrer Frank zu Hainchen; am 1. Febr. der Steuer⸗ ausseher Jost zu Zwingenberg; am 3. der kath. Schul⸗ lehrer Ruhl zu Darmstadt; am 6. der pens. Förster Zulauf zu Altenhain und der pens. Seminar-Direktor Dr. Curtman zu Gießen; am 10. der Kreisamtsbiener Meister zu Heppenheim; am 15. Febr. der kath. Schul⸗ lehrer Crönlein zu Flonheim. — Auch das 2. Infanterie-Regiment wird, wie verlautet, als solches zu bestehen aufhören und mit je 1 Bataillon dem 1. und 3. Infanterie- Regiment zugetheilt werden. Das 1.(Leibgarde) Regiment wird in seinen Werbbezirk nach Darm- stadt zurückverlegt werden. — In den letzten Tagen traf wieder bedeu— tendes Artilleriematerial von der in Metz gemachten Beute als hessischer Antheil hier ein. — Die gegenwärtig gepflogenen Verhandlungen über verschiedene Modificationen der preußisch— hessischen Militär-Convention vom 7. April 1867 haben, wie man der„Fr. Ztg.“ von hier meldet, gutem Vernehmen nach, bis jetzt zu folgenden Resultaten geführt:„Hessen begibt sich der ihm durch diese Convention zugestandenen Selbstständig⸗ keit der Militärverwaltung; das Kriegsministerium kommt in Wegfall. Aus den vier Infanterie⸗ regimentern der Division, welche seither nur zwei Bataillone zählten, werden alsbald nach dem Eintreffen der Truppen aus dem Felde drei Regi- menter zu je drei Bataillonen(2 Musketier- und 1 Füsilier- Bataillon) formirt. Das zweite Infanterie-Regiment, als das jüngste der hessischen Infanterie-Regimenter, wird aufgelöst und seine beiden Bataillone zur Formation der dritten Ba- taillone des seitherigen 1. und 3. Infanterie⸗ Regiments verwendet. Das seitherige 4. Infanterie- Regiment erhält sein drittes(Füsilier⸗) Bataillon durch das gleichfalls zur Auflösung kommende 2. Jägerbataillon.— Wie ferner verlautet, liegt es nicht in Absicht, die hessische Diviston mit der badischen zum achten deutschen Armeerorps zu vereinigen; sie soll vielmehr in ihrem seitherigen Verbande als geschlossene Division beim elften Armeecorps verbleiben.— Preußischerseits wurde die Stellung eines hessischen Infanterie-Regiments zur Garnison von Mainz gewünscht, und hat sich der Großherzog für das vor dem Krieg dahier in Garnison befindlich gewesene 4. Infanterie⸗ Regiment entschieden. * Friedberg. Unsere Mittheilung über das Resultat der Reichstagswahl im Großherzogthum bedarf insoferne einer Berichtigung, als im dritten Wahlkreise(Alsfeld, Lauterbach, Schotten) nach den mittlerweile veröffentlichten offiziellen Berichten die meisten Stimmen auf den Erbgrafen Friedrich zu Solms-Laubach gefallen sind. Berlin. Die„Kreuzzeitung“ schreibt: Die Rückkehr des Kaisers ist etwa in acht Tagen zu erwarten. Der Kaiser wird erst bei seiner Heim- kehr über das deutsche Reichswappen, die Inau— guration und die Siegesfeier befehlen. Alles bisher hierüber Veröffentlichte ist verfrüht. Von der Krönung ist vorläufig gar nicht die Ride, sondern nur von einer großen militärischen Feier, welche mit dem Einzug unserer Truppen und der Deputationen des gesammten deutschen Heeres, der Bayern, Sachsen, Würtemberger, Badenser und Hessen, verbunden sein wird. Wahrscheinlich wird ein Trauergottesdienst für die Gefallenen in Ver— bindung mit der kirchlichen Friedensfeier oder am Abend derselben stattfinden. Die„National— Zeitung“ nennt als den Tag, an welchem der Kaiser zurückkehren wird, den 16. März. — Der Reichstag wird am 21. d. vom Kaiser eröffnet werden. Die Fürsorge der k. Regierung ist vor Allem darauf gerichtet, die der Landwehr sobald als möglich ihr und Berufskreisen zurückzugeben. unschaften — Der Magistrat in Berlin hat an die Stadt⸗ verordneten den Antrag gestellt, Namens der Haupt- und Residenzstadt Preußens, der Preußi⸗ schen Provinzial-Hauptstädte, der Haupt- und Residenzstädte der übrigen Deutschen Staaten, der Deutschen Städte mit 20,000 und meht Ein⸗ wohnern und Namens derjenigen Städte, welche am 1. Januar 1792 im Besitze der Reichsunmiltel⸗ barkeit waren, den Grafen Bis marcck und den Grafen Moltke zu Ehrenbürgern des Deutschen Reichs zu ernennen und in der als Familienstück später von den Angehörigen der Gefeierten auf— zubewahrenden Urkunde die Namen aller bei— getretenen Städte ausdrücklich zu erwähnen. Die Kosten sind auf 50,000 Thlr.(22) vorgesehen und soll ein städtischer Credit bis zu diesem Betrage gewährt werden. — Zwischen Dis mark und Thiers kamen, wie der Wiener„Presse“ aus Berlin gemeldet wird, nach authentischer Aussage allerdings ban⸗ delspolitische Interessen zur Sprache, wenn auch obne Resultat. Thiers will auf Grund des Krieges und des Regierungswechsels die Han- delsverträge mit allen Mächten als gelöst erklären und durch erhöhte Zölle einen Theil der Contribution hereinbringen. — Nach Privatbriefen der„N. Preuß. Ztg.“ aus Paris vom 1. März wurden in Paris mehrere Deutsche, darunter Deininger, Besitzer des Hotels gleichen Namens, die bereits wieder nach Paris zurückgekehrt waren, verhaftet. Die Behörden sagten ihnen, sie hätten noch kein Recht, sich in Frankreich wieder aufzuhalten. — Dienstag Abead brachte auf der Anhalter Bahn ein Commando von 2 Offizieren und 20 Mann einen Transport von etwa 70 Centnern Gold und Silber aus Frankreich hierher. Das⸗ selbe ist ein Theil der Pariser Contribution. — 9. März. Graf Bismarck traf heute 7½ Uhr Morgens auf dem Anhalter Bahnhof im besten Wohlsein ein und wurde daselbst von seiner Gemahlin, seiner Tochter und mehreren hoch- gestellten Beamten empfangen. Bremen. In Wilhelmshafen an der Jade ist dieser Tage die„Augusta“ angekommen, welche unter ihrem kühnen Führer Capitän Weikhmann den Franzosen im Angesicht ihrer Strommündungen und Leuchtfeuer verhältnißmäßig so vielen Abbruch gethan hat. Es ist den auf die Jagd nach ihr ausgesandten französischen Kreuzern also nicht gelungen sie zu überholen. Frankfurt, 9. März. Gestern Abend nach 6 Uhr traf Graf Bismarck mit einem Extrazuge von Mainz ein, dessen Locomotive festlich geschmückt und mit der Inschrift„Einigkeit macht stark“ versehen war. Herr Polizeiprästdent v. Madai und Herr Oberbürgermeister Dr. Mumm begrüßten den Grafen, worauf Herr Dettmer auf den„Stolz Deutschlands“, den Grafen v. Bismarck, ein Hoch ausbrachte, in welches die inzwischen ziemlich an⸗ geschwollene Menschenmenge einstimmte. Der Reichskanzler erwiderte mit einem lebhaft auf⸗ genommenen Hoch auf den„deutschen Kaiser“. Um 6 ½ Uhr setzte er seine Reise über die Ver⸗ bindungsbahn mit der Hanauer Bahn fort, auf deren Bahnhof ihm ebenfalls eine Ovation ge⸗ bracht wurde. München. Alle in Bayern internirten fran⸗ zöͤsischen Gefangenen aus dem Civilstand (Franctireurs, Mobilgarden und Nationalgarden) erhalten die Erlaubniß, sofort in ihre Heimath zurückkehren zu dürfen, wenn sie die hierzu erfor⸗ derlichen Reisemittel besitzen. Die unbemittelten, den genannten Kategorien angehörigen Gefangenen werden später auf Kosten der französischen Re⸗ gierung in ihre Heimath befördert und erst hierauf wird der Transport der gefangenen Linientruppen erfolgen. Oesterreich. Wien. Fürst Metternich wird auf seinem Botschafterposten in Paris verbleiben. lien * Tiere 1 bez Dem guck N alertiags gun, Mett, tnt dn6 ern dn en d Her N t gat * un Thel dn & ui ent n pen 1, Seiz tu derts vid iet. D tech las Nis ltr der UHiheln Cee ud? 70 Cacten N en. de dunner ef br 7% r Bababef in wells von feiner rtr dec n c dn Jet aruntt, va 1 Beiftart Cutaint 1 elt Aten! Jeet ba ert 49% Frankreich. Paris. Die Bebörden treffen energische Vorsichtsmaßregeln, um der Wie⸗ kehr der Unordnung vorzubeugen. — Das„Journal officiel“ veröffentlicht einen Tagesbefebl des Commandanten der Nationalgarde der Seine, General Aurelles de Paladines. Der— selbe appelltrt an die Unterstügung der gut⸗ gesinnten Bürger und sagt, daß die Ordnung allein die Wohlfahrt wiederbringen werde. Er (Paladines) habe den festen Willen, jeden Versuch, die Ruhr zu stören, energisch zu unterdrücken. Das„Journal des Debats“ sagt, die wahren Feinde der Republik seien Diejenigen, welche gegenwärtig die Ruhe zu stören und die Wieder— aufnahme der Arbeit zu hindern suchten. — 7. März. Vergangene Nacht fanden ernst— hafte Unruben statt. Gegen 11 Uhr Abends batten drei Bataillone Nationalgarde, die acht Kanonen und vier Mitrallleusen mit sich fuhrten, den Boulevard Ornons von Baudeu(2) aus beschossen und wurden mit dem Bajonnet zurück, getrieben. Gegen 1 Uhr fanden Explosionen, an- geblich von Nitroglpterin⸗Bomben berrührend, in der Rue Lepelletier an dem Boulevard des Italiens statt. Die Straße wurde von Nationalgardisten, Jägern und Cavalerie besetzt. — 7. März. Die deutschen Truppen haben heute Morgen sämmtliche Forts dis linken Seine— Ufers den französischen Behörden übergeben. Kaiser Wilhelm und sein Hauptquartier haben diesen Morgen Versailles verlassen. Es heißt, der Kaiser habe sich nach Schloß Ferrières begeben. Die deutschen Truppen werden die Stadt Ver— sailles bis zum 11. d. und deren Umgegend bis zum 19. geräumt haben. In Paris hofft man, daß die Aufreizung, welche in gewissen Stadt- vierteln herrscht, ohne Conflict werde beigelegt werden.— Die Rinderpest fordert zahlreiche Opfer. — 8. März. Die Situation in Belleville und Montmartre ist unverändert; in den übrigen Stadttheilen herrscht Ruhe. Heute hat bei dem General Aurelles de Paladines eine Versammlung der Commandanten sämmtlicher Abtheilungen der Nationalgarde sowie aller Maires von Paris stattgefunden. Es herrscht kein Zweifel, daß eine befriedigende Lösung herbeigeführt wird. Man glaubt, die Nationalversammlung werde ihre Sitzungen in Versailles vom nächsten Montag an abhalten, da die Deutschen dann bereits abmarschirt sein werden.— Alle Journale fordern die Repu- blikaner von Belleville auf, den Demonstrationen im Faubourg Montmartre ein Ende zu machen. Trotz großer Aufregung fand keine Ruhestörung statt.— Die Regierung wird sich Ende dieser Woche in Paris installiren.— In Lyon hat der Municipalrath die rothe Fahne durch die Trico— lore ersetzt.— Die Vorstädte Belleville und Montmartre entwaffnen freiwillig. Die Stim- mung bessert sich. — 9. März. Gestern versuchten hier einige Deutsche ihre Läden wieder zu eröffnen. Der Pöbel zwang sie jedoch, dieselben wieder zu schließen.“ An der Börse konnte ein Oesterreicher sich nur durch das Anheften einer Karte mit der Aufschrift„Oesterreicher“ an seinem Hute schützen. Bordeaux, 8. März. Ein großer Theil des Personals des auswärtigen Amtes ist heute nach Paris zurückgekehrt. Die Gesandten der fremden Mächte, darunter Lord Lyons und Olozaga, gehen am nächsten Sonntag nach Paris. Die Frage über die Verlegung der Nationalversamm— lung ist noch unentschleden. Die Nordarmee wird aufgelöst, die Linientruppen des 20. Corps werden nach Afrika geschickt, die Mobilgarden und moblli⸗ sirten Nationalgarden in ihre Heimath entlassen. — Ein Decret der Regierung verfügt die Auflösung der Stäbe der Nordarmee, der Vogesen⸗ armee, der zweiten Armee, des 25. Armeekorps und des in Havre stehenden Armeecorps, der in der Bretagne, dem Departement Aisne und Sa— vopen befindlichen Truppenkörper, sowie aller In- structions- und strategischen Lager. Marseille. Die Regierung begintt Et sparungsmaßregeln zu ergreifen. In Toulon wird der größte Theil des Mittelmeergeschwaders und sämmtliche Kanonenboote abgerüstet, nur drei Panzer— schiffe und zwei Avisos verbleiben unter dem Be— fehl des Admiral Jurien de la Gravidre. Die Festungsartillerie kebrt in die Arsenale zurück. Eine Transportflottille liegt beteit, um 10,000 Mann nach Algerien zu überführen. Belgien. Brüfsel. Die„Etolle belge“ meldet aus Paris, eine Note des Grafen Bismarck drohe, alle noch occupirten Städte mit Strafen zu belegen, wenn die Mißhandlungen der Deutschen in Paris andauerten. Großbritannien. London. In Chiele⸗ hurst, der Residenz der Ex⸗Kaiserin Eugenie, wer⸗ den Vorkehrungen zum Empfange des Exkaisere Napoleon getroffen. Trotz der Gerüchte, daß eine Besitzung in Böhmen für den Exkafser an⸗ gekauft worden, verlautet es aus zuverlässiger Quelle, daß er vorläufig sein Domicil in England nehmen wird. Die Kaiserin und der kaiserliche Prinz machen in der Umgegend ohne jegliches Gefolge häufige Spaziergänge und zuweilen kommt Prinz Arthur von Woolwich zum Besuche der kaiserlichen Familie herübergeritten, — Im Unterhause erwiederte Gladstone auf eine Interpellation Disraeli's, daß die Regierung absolut nichts von der Existenz eines Vertrages zwischen Rußland und Preußen wisse. — Die„Times“ enthält eine Depesche aus Paris nach welcher ein Aufstand des 10. Ba— taillons der Mobilgarde des Seine-Departements stattgesunden hat, jedoch ohne ernstliche Folgen rasch unterdrückt wurde. — Die„Times“ berichtet vom 9. März: Eine in Paris ausgebrochene Meuterei der Mobil— garden ist unterdrückt worden. Die französische Flotte gebt nach der Elbe und holt 90,000 Ge fangene ab. In Paris sind noch 50 gefangene deutsche Offiziere. » Friedberg. Das General⸗Postamt in Berlin bat kürzlich bezüglich der Beschaffenheit der durch die Post zu versendenden Packete nachstehende Bekanntmachung ver⸗ oͤffentlicht: Es besteht noch vielfach die Gewohnheit, die mit der Post zu versendenden Packete nur durch Buchstaben oder Zeichen zu signiren. Bei der starken Zunahme des Post⸗ Packelverkehrs ist es aber zur Vermeidung von Verwechse⸗ lungen auf das Dringendste zu empfehlen, wenn irgend mözlich die vollständige Adresse des Empfängers, übereinstimmend mit dem Begleitbriese, auf dem Packete anzugeben, also, nach dem üblichen technischen Ausdruck, die Packete per Adresse zu signiren. Dadurch wird eine erhöhte Sicherheit für die richtige Ueberkunft der Sendungen erreicht. Dies hat sich in überzeugendster Weise bei dem Feldpostverkehr während des gegenwärtigen Krieges heraus gestellt, wo ohne das Hülssmittel der Signirung per Adresse der Päckereidienst nicht ausführbar gewesen wäre. Um dle gemachten Erfahrungen auch für den Friedens verkehr zu verwerthen, richtet das General-⸗Postamt daher an die Absender das Ersuchen, die Signirung der Packete per Adresse als Regel anzunehmen. In den Fällen, wo die Adresse wegen der Beschaffenheit des Verpackungo— materials sich unmittelbar auf das Packet selbst nicht gut schreiben läßt, empfiehlt es sich, dieselbe auf ein Stück sesten Papiers, eine Correspondenzkarte u. s. w. nieder zuschreiben und diese auf der Sendung mittelst Klebestoffes, Aufnähens ꝛc. haltbar zu befsestigen. Es ist nicht allein zuläsfig, sondern auch zweckmäßig, wenn auf biesen Sig⸗ natur⸗Abressen, und zwar auf deten oberem Theile, zugleich der Name, die Firma ꝛc. des Absenders angegeben ist; eine Verpflichtung dazu desteht jedoch keineswegs, Bei Beuteln, Kötrben, Wild u. s. w. kann die Signatur⸗ Adresse auf sogenaunten Fahnen, am Besten von Pergament⸗ papier, oder auch von Leder, papierbeklebtem Holz u. s. w. angebracht werden. Frankfurt. Verschiedene Zeitungen haben schon vor einiger Zeit die Mittheilung gebracht, daß einer der baupt⸗ sächlichsten Vermitller des Waffenankaufs in England ein gewisser Louis Morton gewesen sei, der dabei kolossale Geldsummen verdiente, indem er der französischen Regie⸗ rung elendes Zeug zu hoben Preisen verkaufte. Dieser Louis Morton soll nach weiteren Nachrichten der Sohn deg Herrn Moses und der Mlle. Königs warter sein, deide aus Frankfurt a. M., was allerdings höchst gleich⸗ gültig sein könnte, wenn es sich hier nicht um Waffen bandelte, welches den Franzosen zur Bekämpfung der Deutschen geliefert worden sind und zwar von einem von deutschenn Eltern abstammenden Zwischenhändler. Germersheim. Ein Curiosum der hiesigen Reichs⸗ tagswahlen bildet der Wahlzettel eines, der Handschrift nach älteren Bauers der bis zum Kriege böchst ultramontanen Gemeinde Büchelberg, welche diesmal aber dem freiheit⸗ lichen Candidaten ihre Stimmen gegeben. Der Wahlzettel lautete:„Gambetta Rochesort. Raspail. Der Papst. Garibaldi und der Pfarrer von Büchelberg. Von denen sechs laugt Einer so viel wie der Andere.“ Berloos ungen. Pappenheim' sche Prämien ⸗Anleibe Gewinn⸗ Ziebung am 1. März. Hauptpreise: Serie 4594 Nr. 10 3000 fl., Serie 1598 Nr. 18, Serie 5288 Nr. 10 und Serie 5549 Nr. 10 je 100 fl. u. s. w. Meininger 7 fl.⸗Loose. Serienziebung am 1. März. Serte: 445 914 1184 1963 2075 2488 2884 3300 3543 3759 4338 4731 5833 6212 7441 7504 8199 8610 9068 9604. Prämien⸗Anleibheder Stadt Neapel. Ziehung am 1. März. Haupipretse: Nr. 3839 25,000 Frs., Nr. 109631 1000 Frs., Nr. 46948 94076 und 147133 je 400 Frs. u. J. w. * Danksagung. Man fühlt sich gedrungen, den hiesigen Herrn Geistlichen herzlichen Dank zu sagen für die erhebenden Gottesdienste, welche sie während der Kriegszeit bis gestern an jedem Mittwoch— Abend veranstaltet haben. Sie haben uns darin nicht nur eine fortlaufende, vom wärmsten Patriotismus getragene Schilderung der Kriegs— ereignisse vorgeführt, sondern uns auch ange— leitet, dieselben im Lichte des Evangeliums auf— zufassen, unsre Herzen dadurch mit Zuversicht, Gottvertrauen, Opferwilligkeit erfüllt, alle Ge— beugte und Trauernde unter uns mit dem Troste der Religion erquickt und so wesentlich zu der gehobenen Stimmung beigetragen, die während der Kriegszeit unter uns geherrscht hat. Dafür sei unseren verehrten Geistlichen warme Aner— kennung und herzlicher Dank ausgesprochen. Duͤrften wir noch einen Wunsch aufügen, so waͤre es der, daß es den Herrn auf eine oder die andere Weise moglich werden mochte, die gehaltenen vortrefflichen Reden im Druck zusammenzustellen. Sicherlich würde dadurch der großen Zeit, die wir durchlebt haben, ein Denkmal gesetzt, welches nicht nur für die Be— wohner der hiesigen Stadt, sondern auch fuͤr weitere Kreise in Gegenwart und Zukunft einen hohen Werth hatte und ohne Zweifel dazu beitragen würde, die patriotische und religiöse Gesinnung, welcher von unsrer Kanzel herab ein so wohlthuender Ausdruck verliehen worden ist, auch auf die kommenden Geschlechter zu verpflanzen. Friedberg am 9. Marz 1871. Einer, der im Sinne Vieler zu sprechen glaubt. Güter- Versteigerung. 581 Montag den 20. März d. J., Vormittags 10 Uhr, soll im blefigen Ratbhause eln den Wilhelm Gersters Erben gehörendes Grundflück, circa 10 Klafter, am langen Weiher öffentlich meifbietend erdabtheilungs— halber versseigert werden. Frtledberg am 10. März 1871. Groß herzogliches Ortsgericht Friedberg. Foucar. Son i 573 zum güttern der Bienen bel Wilhelm Bernbeck. Gesucht 487 ein braves Mädchen zur Hausarbeit, welches Näben, im Nothfall im Kochen aushelfen kann; jähr⸗ licher Lohn 50 fl. Anerbleten schristlich an Herrn v. Kalenberg in Darmstadt. Ein Logis 574 hat zu vermiethen Wittwe Schleuning. Ein schwerer Oeconomiewagen, 568 zu Eisensteinfahrten geeignet, sieht billig zu ver⸗ kaufen. Näbesfes bel der Expeditlou d. Bl. Corseten& Crinolines 73 billiast bei K. Friedrich neben der Voß. Ein Bierkessel, 569 13 Obm haltend, neuster Fagçon und sehr wenig gebraucht, stebt billig zu verkaufen. Zu erfragen bei G. Mondigler. Deuischen und ewigen Klce-Famen 576 billigst bei Georg Groß. Soeben ist die erste Liesetung eines Werkes erschienen, welches für unser engeres Vaterland von größtem Interesse ist: HBessisches Gedenkbuch an den siegreichen Befreiungskampf der Deutschen gegen die Franzosen in den Jahren 1870 und 1871. Ein Volks ⸗ und Jamilien buch von Dr. Wilhelm Bender. J. ILleußr it von C. e II. Mit besonderer Berücksichtigung der Schicksale und ruhmreichen Thaten unserer hessischen Division. Man abonnirt für Friedberg, Nauheim und die Umgegend bei Bindernagel& Schimpff. Jur bevorstehenden Aussaat 551 empfehlen alle Sorten guten Kleesamen, sowie Saaterbsen und reine Wicken zu billigen Preisen. May& Oppenheimer. Aufforderung. Betreffend: Den Conkurs des Joseph Weil von Oppersbofen. 575 Nachdem von Gtoßberzoglichem Hofgericht der Provinz Oderbessen über das Vermögen des Joseph Weil von Oppershofen der förmliche Conkurs erkannt worden ist, werden dessen gerichtsunbekannten Gläubiger zu dem auf Freitag den 28. April, Vormittags 9 Uhr, anberaumten Llquidationstermin zur Anmeldung und Begründung ihrer Ansprüche sowie deren etwalge Vorzugsrechte an den Cridar bei Meldung des, ohne besonderes Präclusiodektet, erfolgenden Ausschlusses von der Conkursmasse hiermit vorgeladen. Zugleich soll in dieset Tagfabrt über Zußandekommen eines Arrangements, Bestellung eines Massekurators, Verfilbtrung der Masse und Wahl elnes Gläubigeraus— sckusses verhandelt werden und werden die ausbleiben⸗ den oder durch genügend Bevollmächtigte nicht vertretenen Gläubiger als den von der Mehrheit der erschienenen gefaßt werdenden Beschlüssen deigetteten angesehen werden. Butzbach den 6. März 1871. Großherzogliches Landgericht Butzbach. Dr. Gilmer, Freseuius, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Gärten⸗ Verpachtung. 579 Nachverzeichnete den Karl Fritz' schen Kindern gehörige Gärten werden durch den Uaterzeichneten aus freier Hand verpachtet: 1) 131 Klafter, an der Taubstummen-Anßalt, 2) 115 Klafter, an dem Mainzer⸗Thor, 3) S1 Klafter, doselbst, 4) 406 Klafter, Acker am Pulverhaus. Friedberg den 10. März 1871. Friedr. Horn. Bekanntmachung. 565 Dienstag den 14. d. M., Morgens 10 Uhr, will Unterzeichneter 6 Pferde versteigern lassen: 1) l Schimmel und 1 Rappen, 3 Jahre alt, Fuchs, 7 Jahre alt, Schimmel, 8 bis 9 Jabre alt, braunes Pferd, 10 Jahre alt, schwarzes blindes starkes Pferd, das sich zu schwerem Fuhrwerk eignet, 10 Jahre alt, 6) 1 vollständigen leichten Wagen. Sämmtliche Pferde find in gutem Zustande und 4 davon find französische. Rod eubach am 8. März 1871. Heinrich Peter Wiegel. Versteigerung. 554 Montag den 13. März 1. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, läßt der Unterzeichnete wegen Aufgabe seiner Oeconomte öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigern, als: 2 Pferde, wovon das eine trächtig und 6 Jahre alt ist, sewie Fuhr- und Ackergeschirr für 2 Pferde, 1 vollstän⸗ digen zweispännigen Wagen, 1 Splitzpflug, 1 Schaufel pflug, 1 Egge, 1 Kuh, 1 Rind, 1 trächtiges Mutter⸗ schwein, 4 Fuder Korn- und Weizenstroh, 3 Fuder Gerstenfroh und 1 Fuder Hafer⸗ und Wirtstroh, 40 Körbe Spreu, 45 Centner Heu und Grummet, 30 Malter Kartoffeln und 60 Centner Dickwurz. Nieder⸗Zlorstadt den 7. März 1871. Johannes Merz III. Klee⸗Samen, 562 sowie alle Sorten Gemüse- und Feld-Samen, empfiehlt billigst die Samenhandlung von Friedrich Bender, Holzgraben 2, Frankfurt a. M. Türkische! Bamberger Zwetschen 112 in ganz vorzüglicher Waare bei a Wilh. Fertsch. Strohhüte 528 werden gewaschen, gefärbt und nach neufter Faxon geändert bei L. Backes. W. Gökus Samenhandlung in Friedberg 578 empfiehlt für die bevorstebehende Aussaat alle Sorten Gras-, Feld⸗ und Holz⸗Samen, namentlich Luzerner weiße und deutsche Kleesaaten, unter Garantie für Keimfähigkeit, zu den billigsten Preisen. Muster steben franco zu Diensten. 577 Mein für die diesfährige Saison wohlassortirtes Tapeten⸗Lager bringe in empfehlende Exingerung Soeorg Groß. Ein Laden 567 auf der breiten Straße in der besten Lage, zu jedem Geschäft geeignet, ist zu vermlethen. Näheres bet der Exped. d. Zl. Wohnungs-Veränderung. 502 Von heute an wohne ich wieder meinem Elternhause auf der Freiheit. Friedberg. Dr. Weckerling, Arzt. Auhret Steinkohlen 580 empfiehlt in vorzüglicher Qualität 1 Ph. Dau. Kümmich. Nierenfett, 566 zu 18 kr. das Pfund, verkauft K. Neuhof. Kaltflüssiges Jaumwachs 572 empsteblt Wilhelm Bernbeck. Uegenschirme 45 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen Preisen bei K. Friedrich, neben der Poff. Ein Gärtnergehülfe 553 sofort gesucht bei Adolph Jansen, Handels⸗ gärtner Frankfurt a. M. 1 in 910 nun Ani li 1 1 in 4 Farben billigt bei g 4. 0 rledberg. Wilhelm Bernbeck. 561 Auf den Grund einer vorliegenden Verfügung Großherzoglichen Landgerichts Friedberg vom 26. 9. 191 in der Untersuchungssache gegen Friedrich Wolf dahi r wegen Schriftfälschung, veröffentliche ich hiermit zu 571 meiner Rechtfertigung, daß in dem Erkenntniß Groß⸗ herzoglichen Bezirksfirafgerichts vom 24. August 1870 ausdrücklich ausgesprochen worden iß, daß die Fäl⸗ schung der unter meinem Namen vorgelegten Quittung vom 14. August 1868, welche den Zweck hatte, sich einer Zahlungsverbindlichkett an die Renteikasse zu eutzlehen, vollständig erwiesen worden sei. 9 Florstadt den 8. März 1871. Müller, Freiherrlich Löw'scher Rentmeister. Strohhüte 392 werden gewaschen, gefärbt und nach neuster dagen geändert det K. Friedrich, neten der Pot. Zwergobstbäumchen, * 555 in den edelsten Sorten in Aepfeln und Birnen, find zu haben in den Baumschulen von Lang& Weinel. Ein vollständiges Logis, 582 alsbald beziehbar hat zu vermiethen t Michael Hottes, Maurermeister. 552 Unterzeichneter sucht zum sofortigen Einttilt auf selnem Ockonomie-Gut einen Bäcker; da die Arbeit keine anstrengende isß, so wird ein älterer Mann bevorzugt. B. Mettenheimer auf Gutleuthof bei Frankfurt a. M. Durchsichtige Glycerinseise! 120 anerkannt bestes Mittel zur Verschönerung der Haut, empfiehlt in Stücken zu 4. 6. 9. 10 2. 18 kr. Wilh. Fertsch. Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg ist vorräthig: 5 Das neue Maaß& Gewicht. Ausführliche Anleitung dasselbe richtig verstehen und gebrauchen zu lernen. Von L. Dosch. Preis: 12 kr. * Danksagung. 570 Allen Denfenigen, welche so innigen Antheil nahmen an dem Verluste unserer unvergeßlichen lieben Tochter und Schwester a Elisabetha Diel und dieselbe zu ihrer letzten Ruhestätte geleiteten, sagen wir unsern tiefgefühlten Dank g Ober⸗Wöllstadt den 10. März 1871. Die trauernde Familie. ..] DDr Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Sonntag Oculi. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Schwabe, 5 Nachmittags: Herr Candidat Ja co bi. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Reallehrer Wirth. f Nachmittags: Fällt aus. 9 Sonntag Abend um 6 Uhr Missionsstunde in der, Burgkirche. Katholische Gemeinde. Samstag um 3 Uhr Nachmittags Beichte. 3. Fastensonntag. Vormittags: 10 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht. Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen Morgens 7½ Uhr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Oruck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs- Blatt Rr. 10 und eine Beilage.) ett un b, drr eg 51 ichen, a im Ourtr 8 Weinel 5 dis „ Arumt an. 17 5— enen Cut Backrr; de u A ti tütttt Nen eimer Mert 4. lerinseise! b 1510. Grwich. 1 erntl. 2 L 1 Antbdet 1454 N K* 45 t% 2 ttt 10 Beilage. Hberhessischer Anzeiger. 1 Holz⸗Versteigerung. 490 Aus den Freiherrlich v. Franckenflein'schen Walddistricten Allmey, Bornwäldchen und Klappertannen kommen zur Versteigerung: 1) Montag den 13. März. 10 Siecken Buchen⸗Schei holz, 1½„ Eichen⸗ f 33 0 Eichen- und Birken Prügelholz, 19„ RNadel⸗Prͤgelbolz, 4%„ Buchen⸗Stockbolz. L Birken⸗ 5 1575 Wellen Buchen⸗Reisbolz, 11000„ Eichen und Bitken-Reis holz. 3600„ Nadelholz und Aspen⸗RNeisbolz, 2) Dieustag den 14. März. 2 Stecken Buchen Scheitholz, 11¼„ Kiefern⸗ 5 12, Eichen und Birken⸗Prügelbolz, 33„ Kiefern Prügelbolz, 4— Birken ⸗Stockholz, 30 Kiefern 450 Wellen Buchen-Reisbolz, 9000„ Eichen- und Birken Reisbolz, 5350„ Nadelholz und Aspen⸗Reisholz. Zusammenkunft an 920 Versteigerungstagen Mor- 2 9 Uhr im District Allmep in der Nähe des Löwen⸗ hoses. Credit bis 1. Sep ember 1871. Ockstadt den 3. März 1871. Det Freiherrlich v. Franckenstein'sche Oberförster Rumpf. Cdictal ladung. Das Schuldenwesen des Heinrich 0 Löschborn IV. von Münzenberg betreffend. 409 Pelarich Löschhorn IV. von Münzenberg hat unterm 10. d. M. unter Zustimmung seiner Ehefrau und Schwiegermutter, der Wiltwe des pDeinr. Sorr IV., mit seinen gerichtsbekannten Gläubigern ein Atran⸗ gement adgeschlossen. Unter Gestattung der Acteneinsicht auf unsrem Actuarlat werden die unbekannten und die zu dem Bergleichs⸗ termin geladenen, ader nicht erschlenenen Gläubiger des Heinrich Löschborn IV. aufgefordert, ihre etwaigen Ein⸗ wendungen gegen dieses Arrangement sogewiß innerhalb 4 Wochen, vom ersten Erscheinen dieses in öffentlichen Blättern geltend zu machen, als sonst das Arrangement gerichtlich bestätigt und vollzogen werden wird. Buß bach den 16. Fedruar 1871. Großherzogliches Landgericht Butzbach. Dr. Gilmer, Königer, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Hofraithe- und Güter-Versteigerung. 333 Freitag den 17. d. M., Mittags 1 Uhr, sollen in hiesigem Rathbause die Pofraithe und Güterstücke der werlebten Jakob Kricks Ebeleute dahier, destehend in einem seht geräumigen zweiflöckigen Wohnhause mit Scheuer und Stallungen und einem dadei befindlichen Grabgarten von 60[0Klafter, in der schönsten Lage des Orts, in der Welse zur Versteigerung gebracht werden, daß die Grundstücke und die Hofraithe zuerst einzeln und alsdann Pofraithe nebst den Grundstücken, 2233[U Alftr., als Ganzes zusammen aus geboten werden. Ossenheim den 8. März 1871. In Auftrag Großberzoglichen Landgerichts Friedberg 8 Ortsgericht Ossenheim. a u l. Versteigerung von Eichen ⸗-Stammholz. 563 Montag den 20. März l. J. kommen in dem bei Flensungen nächst der Oberhessischen Etsenbahn gelegenen Jlodörfer Wald 185 Eichen⸗Stämme von 10 bis 20 Zoll Durchmesser zur meistbietenden Verslelgerung. Zusammenkunft Vormittags halb 10 Uhr am Flen⸗ unger Hof. Laubach am 7. März 1871. Gräfliche Forstvetwaltung. Holz- Versteigerung. 549 Mittwoch den 15. 1. M.. Morgens 9 Uhr an⸗ angend, werden in hlesigem Gemeindewald, Olsertkt Dalde, nachfolgende Holzsortimente versteigert: 3000 Stück Buchen-⸗Wellen, 1050„ Etichen⸗ 5 32⁵„ Aspen⸗ 400 ANadel! a 198 gichten⸗Stangen zu Baumpfählen. Gegen genügende Bürgschaft wird das Holz bis Ende September d. 3. geborgt. auerbach v. d. P. den 7. März 1871. Großherzogliche Vürgermelsterei Fauerbach v. d. H. g Philtpps. Nlobiliar-Versteigerung. 564 Der Eigenthümer des Hauses an der Ecke der Kur- und Parkstraße ju Bad⸗Nauheim hat 3 Etagen ohne Möbel vermiethet und beabsichtigt nun die ihm dadurch entbehrlich wer— denden, sehr gut gehaltenen Mobiliar-Gegenstände, als: Sopha's, Causeuses mit dazu gebörigen Stühlen, Sessel, Schreibsecretäre, Kleider, Glas- und Pfeiler-Schranke, Kommoden, runde und viereckige Tische, große und kleine Spiegel mit Goldrahmen, vollstäandige Betten, Waschtische, Nachttische, Vorhänge, Rouleaux, Teppiche, Küchenschränke, Kochheerde und sonstige Küchen geräthe, Porzellan- und Glas-Waaren, kleinere Zimmergeräthe ꝛc. 1c. Donnerstag den 16. März 1871 und an den folgenden Tagen, jedesmal von Morgens 9 Uhr ad, einer öffentlichen Versteige⸗ rung auszusetzen, wozu Kaufliebhaber hiermit eingeladen werden. Bad⸗ Nauheim den 7. März 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad-Nauheim. 5 Edietal ladung. 547 Die Katharina Elisabetha Scheuner, ledige Tochter des Jacod Scheuner in Bruchenbrücken, ist mit Hinterlassung eines Testamentes geststben. Die⸗ selbe bat zuletzt in Homburg v. d. H. sich aufgebalten. Auf Antrag der Erben werden die Gläubiger aufgefordert, ihre Forderungen und sonstigen Ansprüche an den Nach; laß, insoweit solches noch nicht geschehen ift, binnen Frist von 4 Wochen bel dem Jacob Scheuner in Bruchen⸗ drücken anzumelden, als sonß dieselben bet der Fest⸗ flellung und Regulirung des Nachlasses nicht berück— fichtigt werden, binnen gleicher Frift find die Ausstände der Katharina Elisabetba Scheuner so gewiß an ihren Vater, den genannten Jacob Scheuner, abzuführen, als sonst die Schuldner der gerichtlichen Beitreibung sich aus setzen. Irledderg den 14. Februar 1871. Groß berzogliches Landgericht Friedberg. Reiß, Steinberger, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Oeffentliche Bekanntmachung. Betreffend Concurs des Georg Bopp und dessen Ehesrou Wilhelmine, geb. Pöck, zu Offenbach. 559 Die Maforität der gerichtsbekaunten Gläubiger der Kubrikaten haben sich mit diesen arrangirt. Unter Geflattung der Akteneinficht auf unseter Regi⸗ stratur werden die unbekannten Gläubiger hiermit auf gefordert, binnen einer unergrecklichen Frist von drei Wochen, vom Dotum dieser Bekanntmachung an, ihre Forderungen anzuzeigen und beziehungsweise ihre etwaigen Einwendungen gegen dieses Arrangement dei une geltend zu machen, widrigenfalls sie als dem Arrangement dei⸗ tretend angesehen werden und nach Befund weiter verfügt, beziebungoweise dem Arrangement die gericht liche Bestätigung ertheilt werden wird. Arledberg den 3. März 1871. enen ene Friedberg. e. Hofraithe- und Güter⸗-Versteigerung. 557 Oonnerstag den 16. März d. J., Vormittags 11 Ur, sollen in hiesigem Ratbhause die nachbeschriebenen Im— mobillen des hiesigen Burgers Friedrich Jacob Schäfer Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klstr. 1 9 157, Hofraithe in der Stadt, 1 8 136 Grabgarten daselbst, 1 24 56.8 Desgleichen daselbst, 1 22 1 Desgleichen daselbst, 6 32 105 Grabgarten vor dem Malnzerthor, 7 5,2 317 An der Warte, 7 5,6 194 daselbst nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 7. März 1871. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Frtedberg. Foucar. Höchst wichtig für Bruchleidende! 109 Wer die bewährte Heilmethode des bekannten schwelzerischen Brucharztes, Krüst⸗Altherr, in Gals, Ki. Appenzell, kennen lernen will, kann bei der Exp. dieses Blattes ein Schristchen mit Belehrung und vielen 100 Zeugnissen in Empfang nehmen. Tapetenhandlung. 272 Vollfländig assoxtirtes Lager von Tapeten zu den billigsten Preisen empfiehlt Bat-Nauhe tm. C. Horn. Güter-Versteigerung. 558 Montag den 20. März d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathbause die Guterstücke der Jakob Lochmann II. Ebeleute, nämlich: 9 Gemarkung Frledbderg. Flur. Nr. Kiftr. 4 18 306 Acker am Soͤderweg, 4 193 121 Grabgarten in der Kehl, 9 96 146 Acker im Großwartfeld, 9 130 151 Acker auf die Sauweide, 11 6 354 Acker am Kreuz, 12 149 329 Kleingalgenfeld(Gemarkung Fauer⸗ dach b. F.), 4 200 83 Acker, Kappesgärten auf dem Krämer, 6 67 184 Grabgarten auf dem Bock erbtbeilungshalber öffentlich meifibietend versteigert werden. Friedberg den 7. März 1871. In Auftrag: Großberzogliches Ortsgericht Irledderg. Fouc ar. Holzversteigerung in den Domanial- Waldungen der Oberförsterei Ortenberg. 550 Mittwoch den 15. d. M., kommen aus den Distrikten„Krombach“ und„Derrntauch“ zur Ver⸗ steigerung: Holzart Scheitholz Prügelholz Stockbolz Reisholz Stecken Buchen 13 40 538 Birken, Eichen— 12½—— Aopen— 9 4— bierupter 389 Stecken Buchen ⸗Stammreiser. Ferner 1 Eichen⸗Stamm mit 8½“ Durchmesset und 32“ Länge. Donnerstag den 16. d. M., in den Districten „Haindach“ und„Kleinorlttz“ Holzart Scheitbolz Prügeldolz Stockdolz Reispolz Stecen Buchen 250 161 76 801 Eichen 79 3 20 worunter 237 Stecken Stammreiser, 12 Eichen Stämme von 5½— 7“ Ourchmesser und 25— 40“ Länge mit 92 Cubikfuß, 72 Eichen⸗Stangen von 3½— 5“ Durchmesser und 20-30“ Länge mit 286 Cubikluß, 47 Buchen ⸗Stangen von 3½—4½“ Duürchmesser und 15—20“ Länge mit 106 Cubikfuß, 97 Fichten⸗Stangen von 2— 4“ Durchmesser und 25—40“ Länge mit 133 Cubikfuß. Die Zusammenkunft ist am ersten Tage am Oiffriet „Krombach“ am Bergbeim⸗Usendorner Vietnalwegez am zweiten Tage im Disiriet„Kleinorli“ am Bobenbausen⸗ Schwickartsbhäuser Vielnalwege, jedesmal um 9 Uhr Vormittags. Ortenberg am 6 März 1871. Großberzogliche Oberförsteret Ortenderg. n Bekanntmachung. 560 Karl Wilbelm Bernbeck zu Friedberg dat unter der Firma„Wilhelm Berndeck? daseldst eine Colonlal“, Material- und Farbwaaren⸗Handlung errichtet, was, der Verfügung vom 4. d. M. zu Folge, heute in das Firmen Register eingetragen worden ist. Friedberg am 8. Marz 1871. Großherzegliches Landgericht Friedberg. Reis. — e ee ee eee 9 een ee — 2 n . 5 1 74 i C Wohlthuend gegen Asthma! Herrn L. W. Egers in Breslau. Cbristburg W/ Pr.,. 556 Bitte wiederum um 2 große Flaschen Ihres Fenchelhonigextracts, da er so woblthuend auf meine Brust gegen Asihma wirkt u. s. w. Allein ⸗Verkauf des bei allen Hals- und Brustbeschwerden so vielfach bewährten L. W. Egers'schen Fenchel Honig⸗Ertracts nur bei Joseph Hoffmann in Friedberg. Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Actien-Gesellschast. Directe Post-Dampfschifffahrt zwischen HAMBURG& NEW- 10 KK vermittelst der Post-Dampfschiffe Mittwoch, 18. März. Morgens. Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Ert. Rihlr. 165, Zweite Cajüte Pr. Crt. Riblr. 100, Zwischendeck Cimbria, Mittwoch. 29. März Westphalia, Mittwoch, 5. April. Pr. Cri. Rtblr. Briefporto von u. nach den Verein. Staaten 3 Sgr. Briefe zu bezeichnen per Hamburger Dampfschiff. Näheres bei dem Schiffsmakler August Bolten, Wu. Miller's Nachfolger, Hamburg, sowie den alleinigen Generalagenten für das Großherzogthum Hessen 42 Carl Racké& Cie. in Mainz. Friedberg bei Chr. Hecht. Silesia, 5 a Allemannia, Mittwoch, 22. März. 5. Fracht L. 2.— pr. 40 bamd. Cubikfuß mit 15% Primage, für ord. Güter nach Uehereinkunft. 1 4 *r den. 5. Juli 1870. Mit Hochachtung ganz ergebenst von Schönholtz. Morgens. 5 Nr. 2 5 Unterschrift trägt. Zur greßeren Bequemlichkeit des Publikums habe dem Herrn M. Mainz in Friedberg eine Niederlage meiner Maschinen übergeben und können solche zu obigen Preisen und unter vollständiger Garantie von demselben bezogen werden. G. Neidlinger, General-Agent der Singer Manufacturing Cie., Zeil 37, Frankfurt a. N Original-Nähmaschinen Singer Manufacturing Cie. in New Vork. Lit. A. Neue Familien-Nähmaschinen Ir. 2 Maschinen für Schneider mit Rolifuss f. Schuhmacher 52 Um vor Täuschung zu schötzen, wird jeder Original- Maschine ein Ursprungs⸗Certificat beigegeben, welches in New- Pork ausgestellt ist, die Nummer der Maschine enthält und meine ll. 79. Hl. 100. f. 105. 483 Düngemittel Chemischen Fabrik Griesheim in Frankfurt am Main. Sauere phosphorsauere Kalke(Superphos⸗ phate) zur Düngung des Getreldes, für Rüben, Wiesen, Gemüse, Futtergewächse, Reps u. s. w. in drei Sorten. Phosphorsaurer Kalk,(feines Pulver). Kalk⸗Phosphat, das robe Knochenmebl ersetzend. Gedämpftes Knochenmehl,(guaussirt) in feinem und gröberem Pulver, für Getreide u. s. w. Gur Maschinen⸗ und zur Handsaat). Kaliphosphat, für Kartoffeln und Rüben. Griesheimee Guano(Kall⸗Guano), für Ge⸗ tretde, ep, Tabak, Kartoffeln, Hopfen u. s. w. Weinberg⸗Guano(Weinberg Dünger). Wiesendünger(Kali⸗Dünger). Guano⸗Phosphat(Gesäuerter Peru-⸗Guano). Peruanischer Guauo. Futterknochenmehl. Sodagyps, fein gemahlen. Sodakalk. Natron⸗Salpeter in Ortginalstücken. Neichthum an Gehalt. 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April 1871, Vormittags um 11 Uhr, sollen die dem Apotbeker Permann Otto zu Rüdesbeim eigenthümtich zufsebenden, in der hiesigen Gemarkung belegenen Immobilien, nämlich: g a) 12 Ruthen 41 Schuh Hofraithe in der Untergasse, zwischen Wilhelm Schmid und dem Kirchhof, Nummer 5485/1706 des Stockbuchs; b) 6 Rutben 59 Schuh Garten bei dem Hause, zwischen dem Kirchhofe und sich selbst, Nummer 1707 des Stockbuchs;. e) 10 Ruthen 14 Schuh Acker auf dem Altenvorf, zwischen Reinhard Knöpp Witiwe und Nicolaus Stelen, Nummer 1714 des Stockbuchs; in dem hiefigen Ratbbause zwangsweise zum zweiten Male versteigert werden, und wird bei dieser Versteige⸗ rung der Zuschlag unbedingt ertheilt. Reichelsbeim den 6. Mänz 1871. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Friedberg Großherzogliches Ortsgericht Reichelsheim. Schmid. 300 Juder Sbrohseil 511 hat im Einzelnen some im Ganzen zu verkaufen Nieder⸗Ros bach. Pachter Schudt. Foulards, 252 seldene Umknüpftücher, schwarze seidene Halstücher und Halsbinden bei K. Friedrich neben der Post. Ein Mädchen 512 wird zur Stütze der Hausfrau auf ein Ockonomie⸗ gut in hiefiger Nähe gesucht. Näheres zu erfragen bei der Exped. d. Bl. 2 Ein Junge, 531 der die Schuhmacherprofession erlernen will, mit oder obne Lehrgeld in die Lebre treten bet Ossenbeim. G. Raab, Schubmachermeiftet. Für Bäcker. 517 Allen hiesigen und auswärtigen Bäckern biermit die ergebene Anzeige, daß ich dei Herrn Gastwirth W. Wind dabier logtre. Bestellungen wolle maa gütigst bei demselben abgeben. a Maxbeim Ehr. Bender, Backofenbauer. Versteigerungs-Anzeige. 516 Dienstag den 14. d. Mis., Vormittags 10 Uhr⸗ lasse ich 35 Ctr. Bickenßroh, 30 Cir. Dafer⸗ und Gersten⸗ strob, 60 Cir. Dickwurzeln, 15 Malter Kartoffeln, theils Frübkartoffeln, 30 Malter Hafer, 4½ Malter Wicken und 50 Zweischenbäumchen versteigern. Altenstadt den 5. März 1871 Walther, Lehrer. Leere Oelfässer, 390 zu Psuhl ꝛc. 20. bei Georg Groß. Zu vermiethen. 494 Die seitberige Wohnung des Herrn Dr. med. Weckei⸗ ling ist anderweitig zu vermieten. 12¹ Bepskuchen] kann Gebr.⸗Anw. 330 kr. nur be, Säurebildung Aufstoßen, Verdauungs⸗ Atbemnoth und Harngries. B 110 Wissenschoftlich empfohlen gegen Magen: plombirten Schachteln mit katarr Schwäche, 2 Die Administration der Felsenguellen. (pen-Kräuter-Cigueur! (Feinstes Magenbitter) ist wieder in frischer Füllung angekommen bei 437 per Centner 24 kr., bei Wilh. Fertsch. allein ächt in Friedbergbei Pofapotheker C. Görtz. Arabische Gummikugeln von W. Stuppel in Alpirsbach. 5 Dieses Universalheilmittel erweif sich nach dem Gutachten der hohen königl. Obermedizinal⸗ Collegien in München, sowie in Stuttgart bei Huffen. Heiserkeit, Brustschmer zen, Verschleimung thätig, zumal bei Krampf: und Keuchbuften be fördern diese. 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