1871. Samstag den 11. Februar. M 18. Oberhessischer Anzeiger. 22 gder . Beeten N 5 K 0 7 2 eee enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. ———— 7 9* 5 3 Amtlicher Theil. 8 1 Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publieiren: Nr. 3. sub 1. Ediet, die vrovtsorssche Organisation der Kirchenvorstände evang. Confesfion betr.— sub 2. Verordnung, das bel der Wahl der provisorischen 9 Kirchenvorstände evang. Confession einzuhaltende Verfabren betr.— sub 3. Bekanntmachung, das Verhältniß des alten Schlitzer Polzmaßes zu dem Metermaaß betr.— den Duc 1 8 der Aerzte, Zahnärzte, Thierärzte und Apotheker betr.— sub 6. Zusammenstellung der Ergebnisse der Staatsschuldentilgungskasse Rechnung Nr. 4. Bekanntmachung, die Wahlen zum Reichstage und die Einberufung desselben betr. 1. Friedberg den 8. Februar 1871. Groß herzogliches Krelsamt Friedberg. tarmee, T t a p der„deutsche ̃ n Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden. selben Tage.— Nr. 611. Bekanntmachung, betreffend di solcher Bundesstaaten, 0. 12 brgbinttt ernagel Nr. 5. Nr. 610. Vertrag, betreffend den Beitritt Baperns zur Berfassung des deutschen Bundes vom 23. November 1870 nebst Schlutprotocoll von dem⸗ . Ausstellung von Legitimattonsscheinen zum Gewerbebetried im Umherzieben für Ausländer und Angehörige in welchen die Bundesgewerdeordnung Gesetzeskraft noch uscht erlangt hat. Vom 17. Januar 1871. — wögel, u Berett 1 Betreffend: Das Departement Ersatzgeschäft für 1871. Das Departement-⸗Ersatzgeschäft für den Kreis Friedberg wird Mittwoch den 22. und Donnerstag den 28. d. M. dahier auf dem Nathhause vorgenommen. Sie werden sämmtliche bei diesem Geschafte Gestellungspflichtige hiervon in Kenntniß setzen n. 2 867 Paztet 41 und dieselben unter Bekanntmachung der 5. 176, 177 und 178 der rb 9776 6 Militär⸗Ersatz⸗Instruktion hierzu speziell laden. 0 5 Am Mittwoch den 22. Februar d. J., Morgens 7 vrdcis 8 Uhr, haben sich auf dem Rathhause dahier einzufinden: esell 1) Die bei dem Kreis, Ersatzgeschaft als dauernd unbrauchbar be⸗ * Fi r. ten Mil ien g.— Tann 4) die bei der diesfährigen Musterung zur I. und II. Klasse der —— Ersatzreserve designirten Militärpflichtigen; 2 3) die vor beendeter Dienstzeit auf Reclamation entlassenen Soldaten. — 22 Am Donnerstag den 23. Februar d. J., Morgens 2 präcis 8 Uhr, haben zu erscheinen: 1) Die mit Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst versehenen Militärpflichtigen, welche im Jahre 1851 und früher geboren 1 Arokaln den Tlafrn 20 270 und noch nicht eingetreten sind, beziehungsweise sich noch nicht 3 br zum Eintritt gemeldet haben, mit Ausnahme der durch die 12 Departement-Ersatz⸗Commission zurückgestellten Studirenden der N 1 Theologie; mädche 1 29 die vorzugsweise und primo loco einzustellenden Militärpflichtigen; n cabre 3) die für brauchbar erklärten im laufenden Jahre zur Loosung lunt 80g zugelassenen Militär pflichtigen. 51546 5 Die Disponiblen der Jahrgänge 1869 und 1870 haben nicht zu — erscheinen. Ebenso nicht die von der Kreis⸗Ersatz⸗Commission als augenscheinlich unbrauchbar befundenen und deshalb zum 3 Loosen nicht zugelassenen, sowie die aus irgend einem Grunde als zeitig unbrauchbar auf ein Jahr zuruckgestellten Militärpflichtigen. Werden noch Reclamationen erhoben, so haben diejenigen 3 Hahn. Hamilienglieder, welche reclamiren, und diejenigen, um deren Arbeits — unfähigkeit es sich handelt, sich persönlich vor der Großherzoglichen Departement-Ersatz⸗ Commission einzufinden. ank 309 Sämmtliche Erscheinende haben ihre Loosungs, und Gestellungs- ect scheine unfehlbar mitzubringen. Sollten Militärpflichtige, welche der Departemeutsersatzcommission vorzustellen sind, bis dahin in einen andern Aushebungsbezirk übergehen, so ist hiervon nach§. 92 sub 2 und 4 alsbald hiervon Anzeige zu machen. Zum Schlusse bemerke ich noch, daß nach§. 96 der Militär⸗ Ersatz⸗Instruction auch Sie dem obigen Geschäfte beizuwohnen haben und daß Sie daher, um rechtzeitig beginnen zu können, sich mit den zur Vorstellung kommenden Militarpflichtigen vor dem Beginn des ö* also vor der firirten Zeit im Aushebungslocal einzufinden 16 6 aben. g 6 1 Dafür, daß die jungen Leute reinlich und nüchtern er— . 15* scheinen, wollen Sie noch besonders sorgen. 0. Ueber die geschehene Vorladung ist sofort unter namentlicher 1 Angabe der Geladenen Bescheinigung einzusenden. Trapp. a nadel„ 176. Strafe für unterlassene Meldung zur Berichtigung der 1 Stammtrolle, beziehungsweise für unterlassene Gestellung zu den Musterungs- oder Aushebungs-Terminen. 1 1) Miltarpflichtige, welche die im§. 50 vorgeschriebenen An- und Abmel— * ungen zur Berichtigung der Stammrolle unterlassen, werden auf den Antrag der mit 71 1 1 Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Kreis⸗Ersatz⸗Commission an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und den Großherzoglichen Polizei-Commissär zu Wickstadt. Friedberg am 7. Februar 1871. des Kreises Friedber⸗ Führung der Stammrolle beauftragten Behörden min Gelostrasen dis zu 10. Tbalern delegt, welcher im Falle des Unvermögens Gefängnißstrafe zu substituiten isl. 2) Militärpflichtige, welche der nach den Vorschriften der§§. 74, 98 und 115 erlassenen Aufforderung; sich zur Musterung oder Aushebung vor die Kreis-, Departements⸗ oder Marine ⸗Ersatz Commission des Bezirks, in welchem sie nach§. 20 gestellungs⸗ pflichtig sind, zu stellen, keine Folge leisten, oder bei Auftufung ihrer Namen im Musterungs⸗ oder Aushebungelokale nicht anwesend sind, werden auf den Antrag des Civil-Vorsitzenden der Kreis, beziehungsweise Departements(Marine:) Ersatz⸗ Commission mit einer Geldstrafe bis zu 10 Thalern belegt, welcher im Falle des Unvermögens Gefängnißstrase zu substituiren ist. 3) Unabhängig von den vorstehend ad 1 und 2 gedachten Strafen werden die Militärpflichtigen, welche die Anmeldung zur Stammrolle unterlassen, oder sich nicht vor die Etsatz⸗Behörden stellen, durch die in den nachstehenden§§. 177 bis 179 ent⸗ haltenen Bestimmungen betroffen, über deren Anwendung lediglich die Ersatzbehörden zu entscheiden haben. §. 177. Folgen der unterlassenen Anmeldung zur Stammrolle, beziehungsweise der unterlassenen Gestellung zu den Musterungs⸗ oder Aushebungs-⸗Terminen. 1) Militärpflichtige, welche die im F. 59 vorgeschriebene Meldung zur Ein⸗ tragung ihres Namens in die Stammrolle untexlassen haben, können je nach dem Grade der Fahrlässitzkeit oder Absichtlichteit, welcher die unterlassene Anmeldung zuzuschreiben ist, unter Verlust: a. der Bekechtigung, an der Loosung Theil zu nehmen“), b. des aus etwaigen Reclamationsgründen erwachsenden Anspruchs auf Zurückstel⸗ lung, beziehungsweise Befreiung vom Militärdienst, vorzugsweise zum Militärdienst herangezogen werden.(§. 21, 7.) 2) Militärpflichtige, welche ohne einen genügenden Entschuldigungsgrund der Aufforderung, sich zur Musterung beztehungsweise Aushebung zu stellen, keine Folge leisten, verlieren: a. die Betechtigung an der Loosung Theil zu nehmen“), d. den aus etwaigen Reclamationsgründen erwachsenden Anspruch auf Zurückstellung, beziehungsweise Befreiung vom Milttärdienst,. Wer ohne einen genügenden Eutschuldigungsgrund bei Aufrufung seines Namens im Musterungs⸗ beziehungsweise Aushebungs-Locale nicht anwesend ist, verliert die vorstehend ad a. gedachte Berechtigung. Alle diese Militärpflichtigen werden wie die unter Passus 1. bezeichneten vorzugsweise zum Militärdienst herangezogen event. als unsichere Heerespflichtige nach Vorschrift des§. 179 bebandelt. 3) Die zur vorzugsweisen Einstellung designirten Militärpflichtigen können bis zu den gewöhnlichen Aushebungen in ihrer Heimath verbleiben. §. 178. Anwendung der Vorschriften der§§. 176. und 177. auf disponibel gebliebene Militärpflichtige. Militärpflichtige, welche in den Vorjahren ihrer Loosnummer nach dioponibel geblieben, sind den im§. 176. enthaltenen Strafbestimmungen unterworfen; die Vor⸗ schriften des§. 177 finden jedoch nur in dem Falle auf sie Anwendung, wenn sie in dem Aushebebezirk, in welchem sie zur Zeit der unterlassenen Anmeldung zur Stamm⸗ rolle oder zur Zeit der unterlassenen beziehungsweise verspäteten Gestellung nach§. 20. gestellungspflichtig waren, bei dem Zurückgreifsen auf die Otsponiblen ihrer Altersklasse, ihrer Loosnummer nach in der vorgeschriebenen Reihenfolge ebenfalls zur Aushebung gekommen wären““). f a Sobald sie hiernach zur Einstellung gelangen müssen, gehen sie auch der Ver⸗ günstigung verlustig, welche ihnen aus etwaigen Reclamationsgründen erwachsen würde. e) Verlust der eventuellen Berechtigung, welche aus der etwa bereits erhaltenen Loosnummer erwachsen ist, ot.§. 178. „%) Z. B. der Militärpflichtige A., 1855 geboren, ist 1875 in Teltow digponibel geblieben. Derselbe verzieht nach Berlin. In Berlin wird im Jahre 1870 auf die Dis poniblen des Jahrgangs 1850 zurückgegriffen, es würde der A. in Gemäßbeit der Vorschriften des§. 23 zur Einstellung gekommen sein, wenn er sich gestellt dälte. Da Leßteres nicht geschehen, was sich aus dem Loosungs und Gestellungs⸗ Attest ergeben wird, so wird er in der Folge vorzugsweise zur Einstellung gebracht — — — ——— * eee 15 9 Kriegs nachrichten. Offieielle militärische Nachrichten. Bourogn, 8. Febr. Die in Felsen erbauten detachirten Forts Haute-Perche und Basse⸗Perche heute genommen, wozu die Lauf- gräben theilweise in Felsen gesprengt werden mußten und die bei dem jetzigen Thauwetter unter Wasser standen. v. Tresckow. Versailles, 9. Febr. Die Forts Haute Perche und Basse⸗Perche vor Belfort wurden am 8. Febr. diesseits in Besitz genommen. Die Ab- gabe der Geschütze und Waffen der Armee von Paris hat am 7. Februar begonnen. v. Podbielsky. Versailles. Bismarck und Favre unter- handeln über eine Verlängerung des Waffenstill⸗ standes und über die Verlegung des Parlaments nach einer andern Stadt, da die jetzigen Zustände in Bordeaux die Verhandlungen daselbst unfrei machen würden.— Der Friedensvertrag wird für die Ostbahngesellschaft eine von Frankreich zu zahlende Geldentschädigung feststellen wegen der an Deutschland übergehenden Bahnstrecken in Elsaß und Lothringen. Auch in Luxemburg schweben Verhandlungen Behufs eines Arrangements mit der Ostbahngesellschaft. — In unterrichteten Kreisen will man wissen, daß der am 19. ablaufende Waffenstillstand wahr- scheinlich bis zum 26. verlängert werden dürfte. Die 753 zu wählenden Abgeordneten werden schwerlich der schlechten Verbindungen halber schon am 12. in Bordeaux eintreffen können, so daß die Verhandlungen eine nothwendige Verlängerung erfordern werden. — Durch die Pariser Capitulation sind 38 Linien-, 3 Marine⸗, 7 Cavalerie- und 40 Mobil⸗ garden ⸗ Regimenter, demnach 15 Infanterie- und 2 Cavalerie-Divisionen, etwa 180,000 Mann, gefangen und 400 Feldgeschütze und Mitrailleusen nebs 1500 Feßungsgeschützen erbeutet. Unter den letzteren find Marinegeschütze schwersten Kalibers und Panzer ⸗Kanonenboote der Seineflottille. Auch ein enormes Eisenbahnmaterial fiel den Deutschen in die Hände. Von dem französischen Heere bei Kriegsanfang sind nur 11 Regimenter nicht gefangen(5 von der Infanterie und 6 von der Cavalerie.) Die Zahl der Kriegsgefangenen beträgt jetzt weit über eine halbe Million, die der erbeuteten Geschütze aller Art über 20,000. — Die„Kiel. Ztg.“ schreibt:„In dem deutsch⸗ftanzösischen Kriege sind bis zu seinem hoffentlich jetzt erzielten Abschluß dreiundzwanzig Schlachten geschlagen worden. Die Reihenfolge stellt sich: Weißenburg, Wörth, Spicheren, Pange, Mars la Tour, Gravelotte, Beaumont, Sedan, Noisseville(vor Metz), die drei Schlachten bei Orleans, Amiens, Champigny und Brie(vor Paris), Beaugeney, Bapaume, Vendome, Le Mans, Belfort, Le Quentin und als letztes Auf⸗ flammen des Kampfes, wiederum vor Paris, der große Ausfall gegen St. Cloud und am Mont Valerien. Unter diesen Schlachten haben sich in der bei Gravelotte beiderseits nahezu eine halbe Million Streiter gegenüber gestanden, nämlich 270,000 Deutsche gegen 210,000 Franzosen. Derselben zunächst kommen Sedan mit 210,000 Deutschen gegen 150,000 Franzosen, und die dritte Schlacht bei Orleans mit 100,000 bis 120,000 Deutschen gegen 200,000 bis 240,000 Franzosen. Zum ungleichartigsten hat sich das Zahlenverhältniß bei Mars la Tour und Belfort herausgestellt, wo in ersterer Schlacht von 8 Uhr Morgens bis gegen 4 Uhr Nachmittags höchstens 45,000 Preußen gleich von Anfang an wider 160,000 und schon gegen Mittag fast 200,000 Franzosen gekämpft haben, während vor Belfort höchstens 30 36,000 Preußen und Badenser 90 120,000 Feinden die Stirn bieten mußten. Auch für Bapaume stellt sich nahezu ein ähnliches Zahlenverhältniß. Die größten Verluste deutscher⸗ wie französischerseits weisen die drei Schlachten vor Metz(Pange, Mars la Tour und Gravelotte) aue und können namentlich dem riesigen Verluste der zweitangeführten Schlacht, der sich auf deut⸗ scher Seite allein auf gegen 600 Offiziere und über 17,000 Mann berechnet, von allen Schlachten dieses und des vorigen Jahrhunderts höchstens nur die Erstürmung von Planchenoi in der Schlacht bei Belle⸗Alliance, Borodino, Eylau und Zorn⸗ dorf zur Seite gesetzt werden. Es treten zu diesen Schlachten noch 49 zum Theil ebenfalls schlachtähnliche Treffen und Gefechte und zwanzig bis zur Capitulation durchgeführte Belagerungen, darunter die von Paris, der ersten Festung der Welt, und die der beiden Waffenplätze ersten Ranges, Metz und Straßburg. Wirklich belagert ist gegenwärtig nur noch Belfort, cernirt ist Bitsch, blokirt und beobachtet sind Maubeuge, Gibet und Cambrai.“ — In Betreff Bourbaki's steht jetzt wenig— stens Das fest, daß er(wie auch der„Köln. Ztg.“ direct aus Lyon geschrieben wird) am 1. Februar in Lyon angekommen und seine Gemahlin dort erwartet wurde. Er ist also weder in Genf noch in Besangon, wie die letzten Nachrichten sagten. An jenem Datum hatte man Hoffnung, ihn zu retten; ob er in⸗ zwischen gestorben, ist noch nicht klargestellt. — Ueber den verunglückten Sturm auf die Forts von Belfort, Basse und Haute Perche, welcher am 26. v. M. stattgefunden hat, entnehmen wir der„N. Stett. Ztg.“ folgenden näheren Bericht:„Am 26. Jan., Abends 6½ Ubr, mußte das 2. Bataillon des 3. Pommerschen Landwehr-Regts. Rr. 14 antreten und das Gepäck ablegen, hierauf wurde demselben mitgetheilt, daß es zum Sturm auf die Schanze Nr. 5 bestimmt sei. Die Mannschaften, welche schon früher davon gehört hatten, aber dem Gerüchte keinen Glauben schenken wollten, weil die Aufgabe eine unmögliche schien, gaben zum großen Theile ihr Geld und ihre Werthsachen ab und Mancher bat seinen Kameraden, für den Fall, daß er bleiben sollte, seinen Tod in die Heimath zu melden. Als das Bataillon nun gegen 9 Uhr aus der Parallele herauskam, umarmten sich noch Manche und drückten sich stumm die Hände. Dann ging jede Compagnie in der ihr bezeichneten Richtung auf die Schanze los. Als dieselben sich his auf die Hälfte ihrem Ziele genähert hatten, bekamen sie die ersten Schüsse, ließen sich dadurch aber nicht aufhalten, sondern rückten im Schnellschritt vor⸗ wärts. Aber der Feind überschüttete die tapferen Landwehrmänner nur mit Granaten, Shrapnels, Kartätschen, Mitrailleusen-, Wallbüchsen- und Gewehrfeuer in einer Weise, die aller Beschreibung spottet. Es war wie ein furchtbares Gewitter, das sich mit einem Hagel von Blei und Eisen entlud. An Rückkehr war nicht mehr zu denken, ebenso wenig an ein Vorwärtsdringen. Viele warfen sich platt auf den Schnee, jeden Moment Tod oder Verwundung erwartend. Zahlreiche der Wackren fanden diesen Tod, andere, so eben noch strotzend in männlicher Kraft, waren in wenigen Minuten hülflose Krüppel, während Mancher, der nicht mehr auf Rettung hoffte und die Seinen bereits in Gottes Schutz befohlen hatte, dennoch unverletzt blieb. In dieser furchtbaren Lage blieben die Mannschaften zwischen beiden Schanzen eine lange bange Weile, dann ließ das Feuer des Feindes etwas nach. Die Nacht deckte gnädig die Bilder des Schreckens zu, die rings sich ent⸗ falteten: viele Krieger wälzten sich in ihrem Blut, während das Aechzen der Sterbenden erscholl und wer immer konnte, auf dem Bauche zurück aus dem Bereiche der feindlichen Geschosse kroch. Plötzlich brach der Feind hervor, um den Rest des Bataillons gefangen zu nehmen. Die 5. Compagnie sah ich auf den Ruf ihres Führers genöthigt, in der Flucht ihre Rettung zu suchen. Jeder, der nur konute, lief. Viele, die nicht nachkommen konnten, riefen um Hülfe, leider ver— gebens! Eine große Anzahl kam ohne Gewehre zurück. Endlich erreichten die Mannschaften, matt und abgehetzt von Strapazen und Schrecken, die Parallele. Der Berlust des Bataillons konnte erst am nächsten Morgen, als vasselbe antrat, festgestellt werden. Dasselbe hatte etwa 350 Mann eingebüßt. Von der 5. Compagnie, welche übrigens in die 12 Fuß tiefen und breiten Schanzgräben hineingestiegen und nur mit Mühe wieder herausgeklettert war, fehlten 64, von der 6. Compagnie 5 Mann. Von der 7. Compagnie waren nur ein Unteroffizier, ein Tambour und 47 Mann zurückgekommen. Alle Uebrigen waren in Gefangenschaft gerathen. Von der 8. Com- pagnie fehlten 56 Mann. Dienstfähig waren überhaupt beim Bataillon nur 311 Mann geblieben.“ Pruntrut, 6. Febr. Seit Sonntag früh ununterbrochene Kanonade in Belfort. Die Preußen sagen, sie würden vor Ablauf von zwei Tagen die Festung nehmen. Bern. Die Kriegekasse der Ostarmee, im Betrage von 1½ Millionen Francs, ist der Bun⸗ deskasse zur Verwahrung gegeben. Die franzö— sische Regierung sendet 62 Waggons mit Lebens- mitteln für die Internirten. Neuenburg, 5. Febr. Der„Bund“ meldet: Gestern sind die letzten Franctireurs über die Gränze gerückt. Auch diese weigerten sich An- fangs, die Waffen zu strecken. General Herzog ist gestern nach Neuenburg zurückgekehrt. In Colombier, wo Oberst Meyer eommandirt, befindet sich ein großer Park und über 2000 Pferde. Die Parkzüge müssen die Kanonen und Kriegsfuhr— werke auf der Straße stehen lassen, da die Pferde erschöpft liegen bleiben. Pferdeleichen trifft man auf allen Wegen. Alle Ortschaften sind überfüllt. Genf. Am 6. d. Abends sind auf dem Eisenbahnhof in Genf 80 französische Soldaten und 15 Offiziere, als Civilisten gekleidet, ver— haftet worden. Aus Chaux de fonds gibt ein Bericht noch nachfolgende Schilderung von dem jammervollen Zustande der auf Schweizergebiet übergetretenen französischen Armee: 300 französische Gefangene sind von hier abgegangen, um in der inneren Schweiz internirt zu werden; sie waren fast von Allem entblößt. Einige Stunden später kam ein anderer Zug an, der theilweise im neuen Collegium, tbeilweise in der deutschen Kirche untergebracht wurde. Den Meisten fehlte auch das Allernoth- wendigste: Wäsche und Schuhwerk. Ich sah solche, welche im Fieber der Blatternkrankheit zitternd, Gesicht, Hals und Hände mit Ausschlag bedeckt, kaum sich fortbewegen konnten. Die Mo⸗ bilen hatten an dem Scharmützel Theil genommen, das am 31. Januar gegen La Chapelle stattfand. Die Truppe befand sich auf dem Rückzug, angeblich ohne Arg und im Vertrauen auf den Waffen- stilltand marschirend, von dem ihnen die Kenntniß von der Schweiz hergekommen war. Beim Wenden um eine Waldecke wurden sie Abends 5 Uhr von einem lebhaften Gewehrfeuer überrascht. Sie schossen ihre wenigen Schüsse, die ihnen noch ver⸗ blieben, ab und stürzten sich dann vorwärts gegen die Schluchten des Doubs. Ohne Kenntniß von Weg und Steg, kamen sie durch Zufall an dessen Ufer. Auf dem Wege sind jedenfalls Viele ver⸗ unglückt. Die ganze Truppe befand sich ohne Organisation, ohne Lebensmittel und Munition. Auf 60 Mann traf es vielleicht 20 Patronen. Das Schuhwerk war noch ziemlich gut im Stande, aber an Lebensmitteln fehlte es beinahe gänzlich. Unter den Mobilen war auch eine Anzahl Zuaven und viele Franctireurs, schlecht ausgerüstet, ohne militärische Abzeichen und fast in Lumpen gehüllt. Junge Leute von 16—17 Jahren waren mehrere darunter. Die Offiziere befanden sich nicht bei der Mannschaft. «Friedberg, 10. Febr. Heute früh gegen halb 6 Uhr wurde dahier eine ziemlich heftige Erderschütterung verspürt, welche von starkem Geräusche begleitet war. Eine gleiche Wahrnehmung wurde nach uns zugekommenen Miitheilungen auch an verschiedenen Orten der Umgegend gleichfalls um die erwähnte Zeit gemacht. Karlsruhe. Die„K. Ztg.“ berichtet von einem abscheulichen Gaunerstückchen, dessen Opfer ein fran⸗ zösischer Kriegsgefangener war. Derselbe, nach Rastatt bestimmt, hatte, während der Zug hielt, einen in der Nähe stehenden Burschen aus dem Wagen, worin er sich befand, gebeten, ihm etwas zu essen zu kaufen, und dem⸗ selben zu dem Behufe ein 20-Frankenstück gegeben. Der Bursche nimmt das Geld und— kommt nicht wieder, und der arme Betrogene, welcher laut jammerte, daß er jetzt keinen Sou mehr besitze, muß mit dem abgehenden Zug hungrig fort und hat kaum noch Zeit, dem Statlonschef seinen Namen zu hinterlassen. Die Kunde von diesem Wiagaaas ech e wegen 30 N 8 8 8 8 ⸗ 7 Schurkenstreich hat begreiflicher Weise die allgemeinste Entruüstung hier hervorgerufen und veranlaßte sofort in mehreren Kreisen Sammlungen für den Betrogenen, welche das erfreuliche Resultat hatten, daß man ihm den dreifachen Betrag nach Rastatt nachsenden konnte. Der Beschenkte hat in einem Schreiben— beiläufig gesagt, einem kalligraphischen Meisterstück— für die glänzende, ihm gewordene Entschadigung mit Warme und Rührung gedankt. Hoffentlich wird es noch gelingen, den Uebelthaͤter, welcher an dem franzoͤsischen Kriegsge⸗ fangenen dieses Gaunerstück ausgeführt, herauszubringen und zur gerechten Strafe zu ziehen. Seminardirector Curtman. Nachruf. In einer Zeit, wo halb Europa vom Getöse der Waffen widerhallt, ist fast unbemerkt die Flamme eines Lebens erloschen, das viele Jahre hindurch dem rriedlichen Gedeihen der Menschheit gewidmet war. Wilbelm Curtman, vormaliger Director stadt, 1826 Gymnasiallehrer zu Gießen, 1830 Director des Gymnasiums zu Worms, 1833 in gleicher Stellung an die neugegründete Realschule in Offenbach versetzt und im März 1841 zum Seminardirector in Friedberg ernannt. Drei und zwanzig Jahre des kräftigen, ge— reisten Mannesalters hat er dieser Anstalt— und dem Volksschulwesen überhaupt— ge— widmet; die größere Hälfte der hessischen Lehrer hat zu seinen Füßen gesessen und aus seinem Munde Lehren und Weisungen empfangen, die als die Frucht angestrengter Arbeit, scharfen Denkens und reicher Lebenserfahrung in seinem hochgebildeten Geiste gezeitigt waren. Allein die Thätigkeit Curtmans beschränkte sich keineswegs auf seinen nächstvorgezeichneten Beruf; vielmehr erschienen in den vierziger Jahren die Haupterzeugnisse seines schriftstellerischen Wirkens: Die gekrönte Preisschrift „Die Schule und das Leben“ und sein(an Schwarz anknüpfendes)„Lehrbuch der Er— ziehung und des Unterrichts.“ Eine An- zahl kleinerer Schriften, Bearbeitungen fremder Werke, Lehrbücher(„das Vaterland“ 1846) folg- ten nach bis zu Anfang der 60er Jahre. Daß ihm auch der Lehrstuhl der Pädagogik am evangelischen Predigerseminar übertragen war, hielt Curtman nicht allein in steter Verbindung Geschichte“), sondern gab ihm auch Gelegenheit in den Herzen der jungen Geistlichen eine pädago— gische Saat niederzulegen, die vielfältig Früchte getragen hat. Soll ich nun die Summe dieses reichen Lebens dahin ziehen, daß ich den Ruhm seines Geistes und seiner gelehrten Bildung verkünde, daß ich der Ebrenbezeugungen gedenke, die ihm die Mäch— tigen dieser Erde zu Theil werden ließen? Es wäre nicht im Geiste des Mannes gehandelt, der den äußeren Glanz wenig geachtet und nach des Tages Arbeit im Gespräch mit dem einfachen Bürger mehr Befriedigung gefühlt hat, als im vornehmen Cirkel. Wenn aber noch nach Jahren in den stillen Thälern des Vogelsberges die Kinder in der Schule ihren„Curtman“(„Lese⸗ buch für die Stufe der Anschauung“) aufschlagen, und der Lehrer, dadurch an vergangene Zeiten erinnert, den vergilbten Stahlstich sinnend betrachtet, der die ernsten Züge seines Direktors wiedergibt, und wenn beim abendlichen Lampenschein der fünfjährige Knabe dem Großvater ein Büchlein bringt und ihn bittet, ihm von den schönen„Ge⸗— schichtchen für Kinder, die noch nicht lesen eee zu erzählen, dann wird dem heim— gegangenen Freunde der Kinder und der Lehrer in deren Herzen ein Denkmal ersteben, anden, wurde später Vorsteber der damalz im mit den Vorgängen auf kirchlichem Boden(vergl. wie er es in seinem Sinne sich gewünscht hat. Werden begriffenen(Privat-) Realschule in Michel- scine Schriften„Spiegel der Christenbeit,“„biblische Friede seiner Asche! 8 des evangelischen Schullehrer Seminars zu Fried- *—.— berg, ist am 6. Februar 1871 zu Gießen, wo er r. den Abend seines Lebens im Rrbestand zubrachte, N verschieden. Am 3. März 1802 in Alsfeld ge- * 2 boren erwählte er schon im frühen Jünglingsalter Pate mes den Lehrstand und bat im Laufe der Jahre fast e Die alle Zweige pädagsgischer Wirksamkeit durchlaufen. 22 Zu Anfang der zwanziger Jahre ging er als Hos⸗ 1 5 neister bei einer adligen Familie nach den Nieder. e nen at Aterfüllt a des „e Sela 7 l Holzversteigerung W im Fürstl. Dornthal bei Wölfersheim. — 314 In obigem Distrikte kommen Donnerstag den meln 16. d. M., Morgens präcis 9 Ubr, dergetrtttaen 287 Stück Eichen⸗ und 10 Fichten⸗ Stämme, gleich * Orfangent 6456 Cub iksuß, darunter 10 Stück von 150 Cubik⸗ d ien fuß, sowie f t 29 Stück Eschen⸗Stangen, gleich 92 Cubikfuß. 1 Ferner Freitag den 17. d. M. edendaselbst: ar lan ein; 11 Siecken Eichen- ꝛc. Prügel, ge unn, 29„ gewöhnliche urd 159 Stecken gemischte nergebracht Niederwaldflöcke, 3 168—Eichen⸗Oberholz Kartei, 375 Schichten gemischte Schlagreiser i ea, usa öffentlichen Verkauf. 8 Arntranlhtit; ungen den 9. Februar 1871. — Zürftliches Rentamt. f* N Dem me. Die Ne- gent, Faseloch s Verkauf r ettatb. 15 Mittwoch den 15 d. M., Nachmittags um 1 UÜbr, — tretblich* oll auf dem hiesigen Bürgermeisterei⸗Büreau ein ge⸗ 22 uc inheitlicher Faselochs versteigert werden. den affen. Ober⸗Mörlen am 9. Februar 1871. f t Kenstriß Groß berzogliche Bürgermeisterel Ober Mörlen. Benden 9 ae eit. 1 ende 4 Bekanntmachung. nett. Sie 316 Die am Heutigen im biesigen Gemeindewalde ad: n tech der gebaltene Polzversteigerung hat die Genetmigung er⸗ in 4 ggf balten und ift der ersse Abfahrtag auf Mittwoch den e ee 15. d. M. sesigesetzt worden. 5 nt Zahrtage sind: Montags, Mittwochs und Freitags, n dee von 8 dis 12 Uhr, dis zum 20. März l. 3. Viele ba Bei Thauwetlter darf nicht gefahren werden. 40 ehre Ober- Mörlen am 9. Februar 1871. a 22 10 Großherzogliche Bürgermeisteret Ober-Mörlen. ·. CA 8 1 Patres o 7* a 7 1 LTürkische! . und Ausben „Bamberger Zwetschen „till. 12 in ganz vorzüglicher Waart bei g in t Wilh. Fertsch * del 5 N 5 E 8 * SSS S222 8 888 — 25 28 2 5885 1 1 10 8E 8 8 — 2882 5 — SS * 33382 2 5 2 5 0 23 3 1. S3 85 * 388 8 8 4 2 8 800 95 82 2 — 2 88 + 5522 22. 83324 „ ee Die Administration der Felsenquellen. g. 2 Ar. 2 Original-Nähmaschinen 1 Singer Manufacturing Cie. in New Tork. Lit. 4. Neue Familien- Nähmaschinen 1 Ir. 2 Maschinen für Schneider 1 „ mit Rollfuss f. Schuhmacher fl. 105. 52 Um vor Täuschung zu schützen, wird jeder Original-Maschine ein Ursprungs⸗Certificat Unterschrift trägt. vollständiger Garantie von demselben bezogen beigegeben, welches in New-Nork ausgestellt ist, die Nummer der Maschine enthält und meine Zur großeren Bequemlichkeit des Publikums habe dem Herrn M. 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Fertsch. 9 9 7 9 7 2 7 0 * 7 8 7 00 7 8 7 S- Dee De ere e e 113 neben der Post. Glacé-Handschule, Sete Kriegs-& Friedensnummern der Gartenlaube. Nr. 6. Inhalt: Pulver und Gold. Den Mittheilungen eines Officers nacherzäblt von Levin Schücking.(Forts.) — Eine Fabrt in das Eismeer. Aus meinem Tage- buche, von M. E. Plankenau.(Schluß.) Mit IAustra⸗ tion: Ein Diner im Ciemeere. Nach einer Skizze des Verfassers.— Die Wacht an der See. Von K. H. Mit Abbildung: Küstenwehr.—»Zeitungsschreiber⸗ in Frledens- und Kriegozeiten. Von T. Pz.— Meine erste Schleichpatrouille. Von unserem Feldmaler F. W. Deine. Mit Abbildung: Nächtliche Schle ich⸗ patroutlle gegen das Dorf Bondp. Nach der Natur aufgenommen von dem Verfasser.— Der Sohn einer Künfflerin. Nach dessen mündlichen Mittbeilungen. — Blätter und Blütben: Eine Haferregulsitton. Von H. Knackfuß. Mit Abbildung: Hafertequisttton in Auflance bet Montmedp. Nach der Natur aufgenommen von dem Verfasser.— Einen neuen Bei- trag zum Aberglauben der Soldaten im Kriege. Lebrecht Dreves.— Zur Beachtung.— Kleiner Briefkasten. Eeine Partie Mist und circa 30 Centner Heu hat zu verkaufen W. Wind an der Eisendabn. Ein Schreinergesell und ein Lehrling konnen sogleich in Arbeit Karl Schmidt in Assendeim. Ein Mädchen, 257 ifrael. Confesston, das kochen und einer Haus- haltung vorstehen kann, wird gegen guten Lohn zu mietben gesucht. Eintritt soforkt. Von wem? sagt die Expedition d. Bl. 322 277 treten bei 8—-—— e 77 Musikverein in Friedberg. 2 Concert zum Besten der Verwundeten Sonntag den 12. Februar 1871 im Saale des Hotel Trapp, unter gefaͤlliger Mitwirkung der Herren Concertmeister Ruhl aus Kassel, Ernst Renk aus Offenbach und Fr. Fritsch. Prog rea m m. Er ste Abtheilung: 3) Waldvögelein, Lied für Sopran F. Lachner. L. v. Beethoven. 4) Streichquartett(A Dur). L. v. Beethoven. Prume. 5) Schön ⸗Rohtraut, Chor R. Schumann. Zweite Abtheilung 5) Ulanenmarsch 5525 J. Papdn. Nocturne. 1 288 und glückliche Fahrt, rr n nee. 2) Melancholie, Solo für Violine. 1) Des Staubes eitle Sorgen, Motette E „ r. Fritsch. 3*— 1 5 8 5. 89 Toncert- Galopp g 0 9 5 8 sob riegers Ahnung, Lied für Sopran F. Schubert..Mendelssohn⸗ 4) Adagio für Streichquintett.. Schubert. 6) Deutschland, Chor 5 Bartholdy. Anfang präcis 7 Uhr. Einzelkarten à 30 kr., Familienkarten zu 3 Personen à 1 fl. 12 kr. find in den beiden hlefigen Buch⸗ handlungen, sowie Abends an der Kasse zu haben. Ausdrücklich wird bemerkt, daß diesmal eine Etste nicht cirkulirt. Vorschuß- und Credit-Verein zu Friedberg. Eingetragene Genossenschaft. 310 Sonntag den 19. Februar, um 3 Uhr Nachmittags, findet im Gasthaus zu den drei Schwertern die statutenmäßige Generalversammlung statt. Tagesordnung: 5 Geschäftsbericht pro 1870. 2) Feststellung der Beamten ⸗ Gehalte fuͤr die laufende Wahlperiode. 3) Gewinn Vertheilung. 4) Ergänzungs wahl des Ausschusses. Nach S. 20 der Statuten treten aus dem Ausschusse die Herren: Joseph Bender, Wilhelm Fertsch, Ludwig Grödel, Seligmann Hirschhorn und sind wieder wählbar. Friedberg den 10. Februar 1871. Für den Ausschuß: Der Vorsitzende CE. Seriba. Reichstags⸗Wahl. 307 Ich bin von vielen Seiten aufgefordert worden, das Mandat zum Reichstage für die hiesigen Kreise anzunehmen. So sehr ich mich für das mir hierdurch erwiesene Vertrauen zu lebhaftem Dank verpflichtet fühle, so muß ich doch bemerken, daß vielfältige anderweitige Arbeiten die Annahme einer solchen Wahl mir unmöglich machen. Ich schlage ganz ergebenst vor, die mir zugedachten Stimmen auf den Herrn Hofgerichtsrath Buff übertragen zu wollen. Lindheim den 4. Februar 1871. von Rößler. „„ p ¶⁰ꝗqya Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Actien-Gesellschast. Directe Post⸗Dampfschifffahrt zwischen HAMBURG& NEW-1ORK vermittelst der Post⸗Dampfschiffe Cimbria, Mittwoch, 1. März. 8 Febr. Morgen. Holsatia, Mittwoch, 8. März. Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Crt. Rthlr. 165, Zweite Cajüte Pr. Crt. Rthlr. 100, Zwischendeck Pr. Crt. Rthlr. 58. Fracht L. 2.— pr. 40 hamb. Cubikfuß mit 15% Primage, für ord. Güter nach Uebereinkunft. Briefporto von u. nach den Verein. Staaten 8 Sgr. Briese zu bezeichnen„per Hamburger Dampfschiff.“ Näheres bei dem Schlffsmakler Angust Bolten, Wm., Miller's Nachfolger, Hamburg, sowie den alleinigen Generalagenten für das Großherzogthum Hessen 42 Carl Racké& Eie. in Mainz. 5 Friedberg bei Chr. Hecht. Feuerfeste Caf saschräntke Patent 321 fortwährend auf Lager bei Silesia, Morgens. * fissische Jardinen! 264 in Fässel von circa 10 Pfd. Juhalt, a fl. 1. 54 kr., bei ilhelm Fertsch. Tapetenhandlung. 272 Vollftändig assortirtes Lager von Tapeten zu den billigsten Preisen empfiehlt C. Horn. Bad⸗ Nauheim. Fichte, Eine 298 von 116 Cubikfuß, zu Durchzügen geeignet, ist zu einem billigen Preise zu verkaufen. Nähere Aus⸗ kunft ertheilt Johannes Schneider, Laugenbain bei Butzbach. 301 Unser Salzverkauf in Säcken hat von heute an wieder begonnen. 8 Gebrüder Grödel. 290 Da ich im Laufe dieses Monats von bier abziehe, so ersuche ich diejentgen, an welche ich noch Forderungen babe, solche bis zum 20. Februar entweder an mich, oder nach diesem Termine an Herrn Hofgerichts⸗Advokaten E. Trapp IV. in Friedberg, der mit dem Einkasfiren meiner Ausstände beauftragt ist, zu bezahlen. Nieder ⸗Wöllstadt den 6. Februar 1871. Fresenius, med. Dr. Versteigerung. 320 Wegen vollständiger Geschäftsaufgabe sollen Mitt⸗ woch den 15. d. M. in meinem bisherigen Laden fol⸗ gende Gegenstände, als: Eine große Partie Strobhüte, Spitzen, Blumen, Bänder, Schleier, Tüll, eine Partie Kaputzen und eine vollständige Ladeneinrichtung öffentlich meistbietend versteigert werden. 5 Dora Grödel. Wohnungs veränderung. 271 Indem ich mich einem geehrten Publikum bestens empfohlen halte, zeige ich hlermit an, daß sich meine Wohnung fetzt im Hinterhause des Herrn Hof⸗Apotheker Görtz befindet. J. M. Steitz, Perrenkleider macher. Kartoffeln, 311 malter⸗ und gescheidweise, verkauft Heinrich Wind an der Stadischule. Eine vollstaͤndige Wohnung, 317 nebst Gärtchen, ist zu vermiethen und den 1. Mat i Näheres zu erfragen bei Herrn Hofsattler alck. 5 Drei vollständige Logis 319 find zu vermiethen im Hause der verstorbenen Friedrich Wilhelm Zobel Wittwe in der Usagasse zu Friedberg, welches an mich übergegangen ist, und find solche sogleich zu beziehen. Fauerbach b. Fr. den 9. Februar 1871. K. Häuser. Zu vermiethen 312 ein vollständiges Logis, welches sogleich bezogen werden kann. Karl Lang am Mainzer Thor. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. Sonntag Sexagesimä. Pfarramtswoche Herr Pfarrer Baur. Gottesdieust in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Diakonus Meyer. Nachmittags: Herr Candidat Kölsch. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Pfarrer Schwabe. Nachmittags: fällt aus. Sonntag Abend um sechs Uhr Missionsstunde in der Burgkirche. Katholische Gemeinde. Samstag um 3 Uhr Nachmittags Beichte. Sonntag Sexagesima. Vormittags: 10 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags: ½'2 Uhr Christenlehre und Andacht. Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen Mor⸗ gens 7¼ Uhr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. H. Briel, Steingasse Nr. 8, Frankfurt a. M. Oruck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs Blatt Nr. 6 und eine Beilage.) — S 22 — r * Kertgnet, g bete Aus. Lander, — Tacken Grödel ———— a enttnnges l 8016 Arvelasen den Talasften At: *. ned. Dr. dt selen Nit. r kate fel · ut Sueben, , tn Parti ung enti Grödel. bung 4 Wind attichelt. Jahnung, 1 de. Na n bessalllti Beilage. . berhelsischer Anzeiger. Hessen. Darmstadt. Das Groß herzogliche Regierungsblatt Nr. 5 enthält: I. Bekanntmachung Großh. Ministertums der Justiz, die Errichtung eines Familien⸗Fideicommmisses durch den Königlich Baperischen Kammerherrn Maximilian Freiherrn von Günderode zu Frankfurt a. M. II. Uebersicht der im Jahre 1870 in den Itren⸗ anstalten des Großberzogtbums verpflegten Kranken. III. Bekanntmachung Großh. Commission für Post⸗ Angelegenheiten, Veränderungen im Postcourswesen der Provinzen Oberhessen und Rheinhessen betr. In Folge der Eröffnung der Eisenbahnstrecken Alzey⸗Armsheim, Alsfeld Lauterbach und Nidda- Büdingen für deu öffent⸗ lichen Verkehr ist A. vom 1. Nov. d. J. ab die läglich zweimal courstrende Personenpost zwischen Armsheim und Alzey aufgehoben, und wird die Personenpost zwischen Alzey und Creuznach auf der Strecke Alzey⸗Wendelsheim über Flonheim geleitet. B. Vom 30. Oklober d. J. ab sind folgende Posten: 1) die Personenpost zwischen Alsfeld und Lauterbach; 2) die Personenpost zwischen Alsseld und Fulda auf det Strecke Alsfeld⸗Laulerbach; 3) die Personenpost zwischen Büdingen und Nidda; 4) die Per⸗ lonenpost zwischen Gedern und Nieder⸗Wöllstadt; 5) die Personenpost zwischen Gedern und Lauterbach; 6) die Per⸗ sonenpost zwischen Friedberg und Schlitz; 7) die Personen⸗ post zwischen Heraseld und Lauterbach; 8) die Personen⸗ post zwischen Herbstein und Ruppertenrod, sowie 9) die deiden Botenposten zwischen Ulrichstein und dem Wlesen⸗ dof aufgehoben, dagegen die nachbenannten Posten neu hergerichtet worden; 8) eine tägliche ösitzige Per⸗ sonenpost zwischen Ortenberg und Nieder- Wöllstadt über Stockheimer Bahnbof; d) eine lägliche 6 sitzige Personen⸗ vost zwischen Ortenberg und Stockheimer Bahnhof; o) eine tägliche 6sitzige Personenpost berg; d) eine tägliche 4 sitzige Personenpost zwischen Herb⸗ stein und Lauterbach; e) eine tägliche 6sitzige Personenpost zwischen Friedberg und Lauterbach über Uirichstein;) eine Agliche Esitzige Personenpost zwischen Hersfeld und Schlitz; 8) eine tägliche od und Ulrichstein; h) eine tägliche 6 sitzige(zweite) Personenpost zwischen Lauterbach und Fulda; i) zwei täg⸗ liche 6sitzige Personenposten Stockheimer Bahnhof. IV- VI. ueversicht der für das Jahr 1871 von Gr. Ministerium des Innern genehmigten Umlagen zur Be⸗ kreitung der Bedürfnisse der istaelit. Religions gemeinden ter Kreise VII. Erthbeitung en N Hermann Schäfer zu Offenbach auf dessen Nachsuchen ein Erfindungspatent auf die durch Zeichne Förderung der Woblfabrt wickelung zu richten 77 kaß durch das verliehene Patent Niemand in der Anwen⸗ uns der Friede bieten könnte, 5 tung f vung näher ctläuterte Stellvorrichtun, pak a 5 ausdrücklichen Vorbehalte jedoch, a ü Theile der bereits früher schon bekannt gewesener inen A werden soll, während der 1 drei Jahre für den Umfang des Großherzogthu 5 rtheiten. f VIII. Diensinachrichten. haben allergnädigst geruht: 1) am 18. Jan. dem Pfarr⸗ f willi 1813 amts⸗Candidaten Dr. Hager aus Undenhelm, im Kreise gramm der Freiwilligen aus den Jahren i f E n, im 2 heim, die evangel. Pfarrstelle zu Erzhausen, 2 Darmstadt,— und dem enen Koch aus Gießen die zweite cvangelische Pfarrstelle zu Grünberg, im Dekanate Grünberg— 1 2 demselben Tage den Steuerp andmeister au —— gleicher Diensteigenschaft in die Oberein nehmerei—.— 83 IX. Militär dienstnachrichten. X. Charakierertheilung. S. K. H. 1 e e haben allergnädigst geruht: am 20. Jan. 1— Gerst und Schott, 1 5 Straßburg, ls Hoflieferanten zu verleihen. 1— S. K. H. der— allergnädigst geruht: am 18. Jan. den evang. 1 U Schmidt zu Hüttenfeld, im Kreise Heppenheim, Nachsuchen gus dem een 15 1 XII. Versetzungen in den Ru b.. Großßerzog 4 3 1 ul Geh, den, — ee Januar den een; . Wagner zu Scholten, auf sein N unter Anerkennung seiner langjährigen treuen 1* und am 21. Jan. die Lehrerin an der 1* A schule zu St. Peter in Mainz, Christina Wo 5 Nachsuchen— in den Ruhestand zu versetzen. 18 XIII. Gestorben: am 16. Dez. v. J.— can Advola!* l 5 55 55 15 K ung zu Schotienz— Dez. Mer 9 zu Münzenberg;— am 11 screiswundarzt Faustmann zu Nidda;— ena d. J. der pensionirte Grenzausseher Mohr zu 1 1 am 4. Jan. det penstonirte Förster Dillemuth zu 0 hausen und det evang. loff zu Darmstadt;— am 7. Jan. der pens. Inspeklor, pen. Bauaufseher Hofmann zu Groß 5* Asitzige Personenpost zwischen Rupperlen⸗ schrift„Zum Frieden“ einen Artikel, in welchem sie ausführt, daß Deutschland von der Wieder- ig vereinigung des Elsasses und Lothringens, incl. wischen Lauterbach und Schlitz l 4 und k) eine tägliche 8 und Straßburg und Metz, mit Deutschland als Bürg⸗ schaft gegen eine weitere Bedrohung und Ver⸗ gewaltigung nicht ablassen könne. werde seinerseits auch beim Friedensschlusse nicht Lindenfels, Grünberg und Groß⸗Gerau. dergessen, daß die beiden fran uf einen ines d S. G. tespalt 1 g auch Sanne il ng ef. 3 5 edleren Wettkampf in gemeinsamer 2 iti ü J tieferen Bewußtfeins tige seste Gründung dieses Be 5 0 großen Völkern und damit die Grund S. K. H. der Großherzog] legung eines echten, dauernden Friedens. Pfarrer Kröll zu Hamm;— am 50 Rendant Mar⸗ 6. Jan. der pens. Salzmagazinsverwalter, Kanzlei⸗ anzletrath Netz zu Datmstabt und der pens. — am 8. Jan. der Schullehrer Wagner zu Crumstadtz e da de N18. pens. Steuerpfandmeister Scharch zu Darmstadt;— am am 10. Jan. der qulescirte Wilhe — Major v. hessischen Division, ist schon seit längerer Zeit nicht unbedenklich erkrankt, und Hauptmann v. Hackewitz, der zweite Generalstabsoffizier, welcher sich durch seine Leistungen und Aus- dauer einen guten Namen bei unseren Truppen zu machen verstanden hat, ist zum Hauptquar⸗ tier des Kaisers versetzt worden. Als Ersatz sind Major Scherf vom Stab des 9. Armee— Corps und Oberlieutenant Koch vom 2. Jäger⸗ bataillon dem Divisionsstab attachirt worden. Mainz. Der Umstand, daß man dle fran⸗ zösischen Gefangenen immer weiter nach Norden transportirt, sell auf die Absicht hindeuten, daß nach dem Friedensschluß die Soldaten zur See vach Frankreich zurückgeführt würden. Der Ver⸗ kehr würde dadurch weniger gehemmt werden und unsere Soldaten könnten rascher aus Frankreich nach Dentschland zurückkehren. Preußen. Berlin. Der„Staats anz.“ veröffentlicht einen Erlaß vom 27. Jan., betreffend zwischen Herbstein und Orten⸗ die Erhöhung des auf Grund des Gesetzes vom 21. Juli 1870 durch eine Anleihe zu beschaffen⸗ den Betrages von 80 auf 105 Milltonen. — Die„Prov.-Corr.“ bringt unter der Ueber- Deutschland und Kamp und geistigen Ent⸗ Das Höchste, was wäre neben der umittelbaren Sicherung Deutschlands die beider⸗ — Der Kaiser hat auf ein Glückwunsch-Tele⸗ ö ie auch in diesem Jahre in Berlin 2 4 8 aus Versailles nachstehende Antwort ertheilt:„Den versammelten eee von 1813-15 in Berlin sage Ich Meinen 10 Dank für ihren patriotischen Gruß. 1 3. sich freuen, in ihren Enkeln„ r.* 5 früherer Heldenthaten zu erblicken. ilhe f — Mit Unrecht deuten mehrere Blätter ie neuerdings angeordnete Completirung des—.— Armeccorps durch Ersatztruppen als ein nne Kriegszeichen. Dies Armeecorps ist 8 ersehen, nach dem Abschluß des Friedens 2 5 reich Landestheile als 0 rfüllung ˖ dingungen zu. 8 1111 Alle in Rantreich stehenden Re- imenter werden durch die ausgebildeten 9 05 vollständig complettirt und sind bereite Arti 407 Infanterie und 8 ihrem Bestimmung ier abmarschirt. ö ü Fare nach und nach wieder in ihre resp. Heimathsorte dirigirt werden. Wilhelmshöhe. N. der Wahlen eine Proclamation an Volk e aden.„ . nach sechstägiger Lungenentzündung erlegen. HOesterreich. Wien. Krankheit 9. Jan. ber Gerichtsvollzieher Göbel zu Nieder-Olm;— Friebensgerichts⸗Aktuar Kamp zu 1 5— am 11. Jau. der pens, evang. Schullehrer m zu Unter ⸗Sensbach, der Steuerausseher Junck zu Homberg und der pens. Forstwart Breitwieser zu Eisern⸗ hand;— am 13. Jan. der Landrichter Kolb zu Langen. Hesse, der Stabschef der Dagegen sollen die 9 Napoleon hat anläßlich das französische Am 8. d. ist Jacob Venedey in einer Die„Wien. Ztg.“ Amnestie für politische Vergehen und Preß vergehen bis incl. 7. Febr. ausspricht. Schweiz. Bern. Mit den französischen Truppen zugleich sind einige deutsche Gefangene hier eingetroffen, welche die Schweiz an Deutsch⸗ land gegen eine gleiche Anzahl Franzosen an Frankreich ausliefern wird. Die Gesammtzahl der übergetretenen Franzosen übersteigt 50,000 Mann. Zu der Infanterie verschiedener Corps sind heute Chasseurs, Kürasstere und Gensdarmen gekommen. Frankreich. Bordeaux. Die Demisston Gambetta's ist angenommen worden. Arago ist durch Regierungsdekret vom 6. Februar zum Minister des Innern ernannt worden. Ein an— deres Dekret überträgt Arago interimistisch das Kriegsministerium. — In Folge einer Aufforderung der hier eingetroffenen Mitglieder der Pariser Regierung machte der Generaldirektor der Telegraphen an die Präfekten folgende telegraphische amtliche Mit⸗ theilung:„Ein aus Paris unterm 6. d. erlassenes Dekret annullirt das aus Bordeaux erlassene Wahldekret vom 31. Januar, welches den Wählern Beschränkungen auferlegt und gewisse Kategorien von Bürgern, welche nach dem Pariser Wahl⸗ dekret wählbar sind, mit Nichtwählbarkeit belegt. Diese Beschränkungen sind mit der Freiheit des allgemeinen Stimmtechts nicht vereinbar. Das Wahldekret der Pariser Regierung bleibt unver⸗ sehrt aufrecht.“ — 7. Febr. Ein Circular Arago's an die Präfecten erinnert daran, daß gemäß dem Gesetzt vom 4. April 1832 und dem Gesetze vom 6. Juli 1848 die Angehörigen der Familien, welche früher Frankreich regierten, don den Wahlen aus⸗ geschlossen sind. Das Decret vom 7. Febr. dehnt diese Beschränkungen auf. de Teess- ce Uν⁰⁰ie t mitlel, hauptsächlich gesalzenes 9— tonservirtes Fleisch, für Paris. 24 Orte fertig Tag und Nacht Bisquits für Paris* K — Die Sigungen der Pontus-Conferenz dauern fort. Die„Morning Post“. innerhalb der Conferenz volle 1 b ist und eine friedliche Verständigung zweifellos. Die Morgenblätter drücken ihre lebhafte Beftie⸗ digung über den Rücktritt Gambetta's,. die Hoffnung auf einen baldigen Frieden aus. Natur der Turkos ist 5 in 0 U unserem Faint n 1— e e n 2 d nen. In einer Barake ware n 2 anderen e e er Tu. oral 2 rathen, als der Turko⸗Korp n a een e vers Autorität geltend z chen, trat. Derselbe versuchte seine— 1 t e er sich mit se ls ihm dies nicht gelang, stürz f b 8 Resser auf einen Widersprechenden und schlitzte 1. Bauch auf. Sofort begann ein allgemeiner Messer—— 0 5 1 1 7 r** 0 beider Parteien in jener lürkischen Manier, bei 8— mit thierischem Geheul wild e,— irrte naue e impfenden, Wache entwirrte den Knäuel der enden. —— ober leicht verwundet waren. Zwei Verwundungen sind unbedingt tödtlich. Erfrischung si ückkommenden assirenden Truppen und zurü 1 8 im hiesigen Bahnhofe. Neunzehnte Liste 1 der Gaben aus hiesiger Stadt und Umgegend: 2 An Naturalten: von Corporal— 2 Brod; Alles in Böͤustadt 21½ Maß Branntwein z n 2. e 5 FJ en Wein. 8 8 e Sa ne vom Zweigverein in e EME Actuar Viethmever in Orb 1 as 9 Hofmann in Altenstadt 2 fl. 24 kr. 2—— mann zu Forsthaus Bingenbeim 10 fl., 8 0 2 zusammen 50 fl. 15 kr., dazu von voriger iste 29 kr., im Ganzen 375 fl. 44 kr. 1 1 Unter bestem Dank für die reichen* 2955 weitere gütige Gaben; wir haben in den etzte 9 Lazarethzüge gehabt. 5 Friedberg den 8. Februar 1871. O * Posen. Die thierische as Com its“. worin der Kaiser eine vollständig Justizminister, veröffentlicht ein kalserliches Handschreiben an den 2 1 0* e r e i 25 Montag den 13. Feb 11 Ude, sell in diest. Februar d. 3., Vormittage 289 M . gem Rat ontog d N e gl.. athbause die Hofralthe des] wird im e Seda“ 14. d. M. 306 Olenstag den 14 — 400 0 bofralthe in d N eee belt bf Ai belmer ed ar sollen in dem Wölfers⸗ auf freiwilligen Antrag n amn 71¹— Ki i 4 Stecken Buchen ⸗Scheithol 11 1 verfteigert werden g nochmals öffentlich meifidietend 487¼% tecken Kiefern⸗Schetthol) 2 1 Prü 5 Friedberg den 4. Februar 1871 10 1* 6 Prügelholz, 5. 1 Sieden N Großherzegliches Orisgert 4432 Wellen Kiese Aae 1 Sag,., Sale, 0. ber cht Friedberg 680 Kiefern Sta 5 5 eiserholz. 1% Stecken Elchen⸗ Scheitholz, 7 N— messer, 10 dis 75 au 15 17 Zoll Durch⸗ 5„ Prügelbolz, Holzversteigerun 8 5 ar e e eee e 0 9 iefern. Stangen, 775. en, sowie 280 Montag den 13. Februar 1. J. N 1 45 1 ald 1 Gia ene 5 8 300 ne von Frauckenstein'schen n Ann ee e e age Perdyn. n 152 Cubikfuß 0 rler ⸗Unter, am 5 f en n Tag kom g itiw G en ge 7c. verftelgert: bolz und gegen Mittag 5 1 Brenn, und Schichten. 1 den 15. Februar sollen im 4 bolz Ser Stockholz Reis holz zum Ausgedot, am 5 0 ein Theil des Stammholzes 118¾ S Oistrikt Buchen 885 t 5 e n. Wellen. bolz. Zulammenkunst 1094 1717 das übrige Stamm- 12½ tecken Kiefern⸗Prügelholz, Eichen, Bitten 15½ 0 33 2200(ledesmal Morgens um 9 Uhr un der Versteigerung. 163 2 1„ Stockholz, 2* i 5 21 10 200 de clag selbst, nächs[ 155 Stüc Kubbelh, N 712 Kiesern⸗ Bauma 8 8 162⁵ Gesa er h Februar 1871. ä e wenden 1 Wörter later den 14. Februar werden im Distriet 0 3—— r 1— 5 aue wel Tes Mors e f er⸗Unter wei a 0 in orgens 9 394 Ccen Stämme 90 Zoll mitti 30 Frucht ⸗Versteigerun 85 eee 8 5 5 messer, 20—45 Zoll Lange und 4865 erem Durch- 309 Diensiag den 14. Februar d 9. Großberzoglich 11 Februar 1871. 91 Birken⸗ und Buchen- Stäm 4865 Cudiksuß. 2 Uhr, werden in hiesigem R„J., Nachmittags gliche Bürgermeisterei Wölfershesm 8 3 Sefer Stämme mit 50* 744 Cubikfuß. von den Fruchtvorrälhen d athhause 25 Malter Gerste 8 Hdeper. 1 9 Tae eme mit 159 N ö verselgerl. n 20 2 dem piesigen Holztof kann, soweln ver V rlen-Slamme mit 74 Cudiksuß. rievberg am 8. Fed reicht, Buchen Scheithol ede 175 Eichen S b ikfuß. 155. Februar 1871. Stecken zu 7 z. neuester Fällung, der 57 e ene d 70. Cubit eee eee Friedberg. 305 geen eile ese chen 0 Ein 7 5 8 5 Cubikfuß. 2 k. ahlungsfrist bi ürgschaftsurkunde dee ne n ben.„ Bekannt e e de ee Mosten J Ur in 8 an de Berfselgerungs lagen 302 Die unterm Heuti machung. e Gäflichen Holzhofs e m Diftrict Mörler⸗Unter zunächst den 8 Widsladt ages! Pe ve orf V 0 5 1 1 Ait des 11 Sp biber 1871. hmigt und der erste Abfahrtag auf uns Ig. 8 er te ü 9 eL u n g 6 Odftadt den 4. Februar 1871. 4 Don nerssag den 9. l. N 291 Diensiag d 7. 1 Der Freiherrlich v. Franckenstein'sche O 1 5 läßt der u g. ben 14. Fettuar, Nachmittage 1 n. 2 1 1175 e Oberförster Wickstadt den 7. Februar 1871 Moe, nüd 5 f seiner Wohnung e ö . 5 ö entlich, b N Se rf pen e b d 2 1 e zur U 7. tstöckige 0 f 1 g be für das Ja ler 2 en ec, Holz ⸗Versteigerun 5 Ene Chase, 1 e en e l n nach · a aise, 3 i 1 Ait beigeben wee. Biete dad er Serneus, in des Wente Gente welb. Bifi—— 1 eee 8 25 1 nd v: er ind. men e erdege 75 Samer— e zur Berseigerang: emeindewald, Dlfiritt Wolfsteinchen, 3) 7 4 775 Achsen mit Rädern. geschirre, 5 745. n 4. 158 Stück Stammbolzabschnitte, von 51 g e eee N verschiedene U . E L e 2 g 0 Schlosserarbeit*„ 19„ 3 Durchmesser und*.— 5 50 Sueuoe mit Werkzeug, eine. eine f . Weiß binderarbelt 772. 86 in 2 Cubikjuß, nge, 9 5 mebrere Fäͤsser. enwaage, diei f 1 der Forauschla— 3040 Ka Durc messer und ee. 10 leere Sienenwohnungen(Berlepsch⸗ b 1 bis 1 enthalten müssen, sin 2. Die Zasammenkunft 5 1 5 28 Cudiksuß. Die Bedingun e Strohwänden). e 8 Rer. daselbn ia rer. fvpztnognche 7 estimmten Stunde irn 85 gemacht. g erden im Termine näber be⸗ . osst 5 ittags rgerme f leder⸗ 1. e Uebernahme 1 1 15 aesschn Kr me 1 anna.— 9 ene eee Zeman fl. 1 e e g gbdder 8 n, am Holz 7 V er stei 3 i Seesenins. med. Dr. . G bruar 1871.. 2 k 5 1 1 recen Kreisbauamt Friedbe 19 5 Fürstlichen Thier gerung rann 0 lenkl 2 1 0 5 e u ß. 130 Donnerstag d garten bei Hun 43 als Brennmat E in* 8 e kannt ommen 182 S en 23. d. M., MN gen. kohlen nnmaterlal zum Vermi 9 de 1 8 Im Licher e, a ch ung. 5 meist 85 Eichen⸗, Buchen 8 10 Ubr, Die Ziel billigft ermischen mit Stein⸗ 0 0 Augnar eint n Distrikt Rebtränkob 86 Cubikfuß W Durchmessers, gemischle gelei am Bahnhof zu Ba 0 4 achverzeichneie Holzsorti men den 15. und 16 erg, Freit nd, und„ zusammen zu Bad Nauheim. 1 ie e en Bersielgern⸗ debruar] 170 Siech itag den 24. d. M A 2— 9 e, e e rabicche Gummfkngemn; 1 oll Durchm 4 tämme 9. 86 en Prügel 4 von W̃ ge 2 d 1 7 Buchen ⸗Sta esser und 10 bis 60 on 8 bis 388* 5 Stock* Stup Li I 1 E eee Zuß Länge, zum öffenli! 8 ockholz, 5 Di pel in Alpir. 1 R a nl. 4 eiser eses Unsversalhei rsbach. 1 e. a e. erweist sich 0 4 60 e n Februar 1871 8 in Mangel, Je wie Derne t, 6 Fichten. Stangen. Zerg e eien pute ese 1 bel N Donner sta 5 ter eee Rentamt. der Lungen und de e eee 2 bei 0 150 Stecken 82 den 16. Febru 5 e m me. thätig, zumal r Luftröhren als üb elmung uchen⸗Schei ar 1871. U 7 enn förd bei Krampf ⸗ eraus wohl⸗ 1 0: b e,„Holzversteigerun bee S 1 ö 2 7 ichen⸗ und 8 5 1 m Für 5 9 etz i leim 2 urf des 1 19 11500 Buchen desgleichen Sie aan, 30⁵ e e bei Villi e und Ie sofoit den N 5 Der Icbtzmeltge f und Weg holz U im obigen Bitte 68 60e M. Morgens 10 e. Pre 855 3 N 3 Hattenröder We ge Ansang i Morgens ellen. fuß, unter denselben 20 ichen⸗Slämme, c hr, sollen 7 kr. bei J. 5 Winde 14 kr., ½ S 0 Lich den 6 3 am Pflanzgarten. 9 Uhr am Cubikfuß enthalte flarke Stämme a. 4200 Eubik⸗ Windecker in 97 chachtel 9 „Februar 1871. 16 Stecken no, sodann: t von 70 bis 2800 riedberg. 1 Großherzogliche Bu 105 Eichen Buchen u M 8 f —— rgermeisterei Et 23 desgleichen ud gemischt Schei d 1 ö Mobili e. 0 b, er Flag e mengarn ö 0 2 1 a 1 2 0 2 5— 4 5 e, 2 U a 9 213 Nächsten Donne Ver st eigerun 460 Schichten„ Re sser, Ein* 8. 1 5 en. den 16. d. M., von 135 größtenteils zu Fach 155„ 231 agbaumw II er 1 0* e des Saltamte⸗ e 1 würd mit 1 verkauft werde sowie alle Sorten Strickga 0 e, 4 2 Sap e ne renben. 1 Modiliar- 5 1 Mittags i Wach Geschwister Se btlligst 1 1 14 Stähle, 2 Sessel 4 ve. Kleiderschrant 1 9. Februer 1871. erthesfahren. Dur f N f 0 kommoden, 1 Kü sel, 4 vollftändige Bett e, 5 Tische, Fürffilich es 0 ichti kł Gl 2 8 0 i 4* kleine 5„ Beige 3 e Ein ä 0. e 25 anerkannt beffes M ycerinseife! 110 f dahn und 5 pü Ae e U 2 ene ie geht e e i 11 ee e e r Ziege, n L Ee h r li——— tin Stücken zu 4 erschönerung 8 1 e eee e uc und Küchen 217 kann el n 5 6. 9. 10 42. 18 fr. 1 aline, h und eintreten b f„ 8 18 kr. 9 1. Wee 48, apenti an ider Cbristoph 9. 250 Sale e. Vene e 2 N 15 Nau igert. 75 in Frankf 0 7 2— ö 1 b 5 Hebe 1571 Mehrere ordeutli e sucht bei od furt a, We. wesche Sansiags gesclassen fl a N N 5 riogericht Bad. f 0 er zu Offern ei 98 f ossen if 0 0 Schu lt ad⸗Nauheim. 300 find iche Isr., aus einen befähi I U„ ö. den gegen gute chen 111 b guter Famtlie gten ehrlin de 4 n Lohn dauernd 0 n. käbrliche Vecgut Bel enispr 1 15 gap. dee n, ö nch.. nnoncen E t. Näheres aktische 117 Zeil 45 Fra en Expedinton v sub Chiffre Z. 8 7 N 80 90 1 nfurt a. M. Rudolf 9 0 0 r 0 0 *