Wetettee 1 * u den früberts el desorgt. cane cken zosen gti* ztutberg Niall a gern Prius bei ertsch. lbech N ain Dienstag den 10. October. M119. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag 4 — —— 2 Au 1. October 38 kr., mit Bestellgeld 47 kr. hat ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“ begonnen; derselbe wird auch ferner wöchentlich dreimal erscheinen. Das Abonnement beträgt bei den Kais. Reichs-Poststellen vierteljährlich nur 30 kr. Bei der Verlagsexpedition kostet der„Anzeiger“ pro 4. Quartal — mnAbonnements⸗ Anmeldungen bitten wir baldigst zu machen, damit vollständige Exemplare geliefert werden können. Amtlicher Theil. Betreffend: Die Ausführung des Reglements über das bel Wildschadensklagen einzubaltende Verfahren. f Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Beienbeim, Gambach, Hausen, Ilbenstadt, Langenhain, Melbach, Münzenberg, Nieder-Florstadt, Nieder-Mörlen, Nieder-Rosbach, Ober-Florstadt, Ostheim, Rödgen, Weckesheim und Wölfersheim. Wenn Sie nicht binnen 3 Tagen unserer Verfügung vom 6. v. M. entsprechen, wird ein Wartbote an Sic abgesendet werden. Betressend Bekanntmachung. Die Genehmigung von Belthülfen an Angehörige der Reserve und Landwehr. Friedberg am 5. Oktober 1871. Wir entsprechen einem Wunsche mehrerer Großherzoglichen Bürgermeistereien, indem wir die in unserer Bekanntmachung vom 19. v. M., Oberhessischer Anzeiger, zur Einreichung von Gesuchen wegen Gewährung von Beihuͤlfen vorbestimmte vierzehntägige Frist bis zum 15. d. M. verlängern. müssen. und Landwehrmänner dringen, welche noch die Einreichung von Gesuchen beabsichtigen. Friedberg am 6. Oktober 1871. een fe enen e ch u Etwa nach diesem Termin einlaufende Gesuche werden hinsichtlich ihrer Beförderung Verzögerungen erwarten Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden Vorstehendes zur Kenntniß der in Ihren betr. Gemeinden wohnenden Reservisten Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Tor a pop. 8 Nach einer Mittheilung der Königlichen Etappen ⸗Inspection zu Gießen finden die auf den 10. und 12. d. Mts., Oberhessischer Anzeiger Nr. 118, anberaumten Versteigerungen nicht statt, Fried berg am 9. October 1871. was hiermit veröffentlicht wird. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Tex a p p- Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie- rungeblatt Nr. 32 enthält: 1 I. Betanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Großherzoglichen Hauses und des Aeußern, die Militär- convention d. d. 13. Juni 1871 betreffend. Es wird darin die zwischen den Bevollmächtigten Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs von Hessen und bei Rhein dc. und Seiner Majestät des Deulschen Kaisers, Königs von Preußen am 13. Juni l. J. zu Berlin abgeschlosseue Militärconvention, nachdem die Zustimmung der Stände des Großherzogthums zu derselben eingeholt, auch solche nzwischen beiderseitig ratificirt und die Auswechselung der ificati 27 bewirkt den ist, nebst Ralificationen am 22. v. M. bewirkt worden. dem e gehörigen Schlußprotokoll zur öffentlichen Kennt⸗ niß gebracht. 5 fentliche Anerkennung einer edlen That. 10 W 155 das 7jährige Kind des Heinrich Hell⸗ vauer zu Weisenau, im Kreise Mainz, von einem zwischen einem Floße und dem Schiffe des Schiffers Friedrich Wernigen gelegten Brett in den dort 8 Fuß tiefen, ziemlich ark sirömenden Rhein und war dem Ertrinken nahe als der auf dem erwähnten Schiffe befindliche, 1 jähige Schiffsjunge Gerhard Goldberg aus Essenberg, im Königreich Preußen, en das Wasser sprang, nach der Stelle, wo das Kind untet⸗ 3 war, hinschwamm, und dasselbe, welches sich sest an ohn klammerte, mit größter Anstrengung schwimmend an das Floß brachte, wo cc gelang, das Kind aus dem Wasser zu ziehen und wieder zu sich zu bringen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben bem Gerhard Goldberg aus Issenberg, im Königreich Preußen, für diese menschenfreund— liche, von ihm mit Muth und eigener, Lebensgefahr aus⸗ sefübrte That, neben einer Geldprämie, das allgemeine Ihtenzeicheu mit der Inschrift:„Für Rettung von Mens chenleben“ Allergnädigst zu verleihen geruht. In Folge Allerhöchster e wird dieses hiermit zur öffent⸗ 1 niß gebracht. f 1 W ee Großherzoglichen Kreisamts ändenfels, die Erhebung einer nachträglichen Umlage für ie istaelitische Religionsgemeinde Pfaffen⸗Beerfurth, im Kreise Undenfele, für 1871 betressend. Darmstadt, 5. Oct. Die heutige Sitzung 9 des Protestantentags eröffnete Bluntschli mt der Anzeige, daß die evang. Gemeinde zu Bielitz (Oesterreich), die zur deutsch⸗niederländischen Kirchen— Conferenz in Emden versammelten Gesinnungsge— nossen und die Landesversammlung der ungarischen Protestanten die hier tagende Versammlung tele— graphisch beglückwünschten.— Prediger Lis ko w (Berlin) widmet vor Eintritt in die Tagesordnung drei verstorbenen, hervorragenden Mitarbeitern an dem Werke des Protestantenvereins, den Herren Rosenhagen(Dresden), Meyer(Coburg) und Decan Zittel(Heidelberg) einen warmen Nach— ruf.— Auf der Tagesordnung steht das Thema „Protestantische Aufgaben gegenüber dem Papis—- mus innerhalb der evangellschen Landeskirchen“. Der zum Referenten bestellte Professor Dr. Baum- garten begründete in längerer Rede die folgende Resolution: Die enge, kleinliche und die Gewissen be⸗ drückende Handbabung des Kirchenregiments in den deutschen protestantischen Landeskirchen ist unserer großen Zeit unwürdig und steht im Widerspruch mit der errungenen Einheit des deutschen Volkes und mit den Aufgaben des deutschen Reiches. Die deutsche Nation verlangt vielmehr eine deutsche Volkskirche, welche in Gewissenssachen auf alle staatliche Zwangshülfe verzichtet, das kirch— liche Leben der Gegenwart nicht mit Bekenntnissen der Vergangenheit knechtet, die Berechtigung in den Gemeinden nicht nach, äußeren Zeichen der Kirchlichkeit bemißt, den verschiedenen religiösen Ueberzeugungen und der wissenschaftlichen Forschung volle Freiheit gewährt und alle die umfaßt, welche Jesus Christus als das wahre geistige Haupt der Kirche und als das höchste Vorbild des religiösen sittlichen Lebens verehren. Die Debatte eröffnet Taylor aus Cambridge, welcher die schlimmen Folgen des Gewissenszwangs beleuchtete, unter dem in der englischen Staats- und kirche Geistliche und Laien schmachten. Steinacker aus Bullenstadt wünscht, daß man endlich vom Wort zur That übergehe, d. h. Opfer für seine Ueberzeugung bringe und einen Unterstützungsfonds für gemaßregelte Geistliche gründe. v. Holtzen- dorff(Berlin) verlangt Aufhebung des vom preußischen Staat durch Polizeidiener exekutirten Taufzwangs, des Konfirmationezwangs, den er als geistigen Impfzwang bezeichnet, Aufhebung des unnatürlichen Ehescheidungsrechts durch Ein— führung der obligatorischen Civilehe, Aufhebung des Steuerzwangs für Dissidenten. Redner kon- statirt übrigens, daß in Hessen die evangelische Kirche freier bestellt sei, wie z. B. in der Provinz Brandenburg. Pfarrer Kallmann(Bapern) spricht unter speziellem Hinweis auf die bayerischen Verhältnisse für Erlösung der evangelischen Kirche vom Staatsregiment. Dr. Schmidt(Berlin) fordert die deutsche Jugend auf, Freiwillige zu senden zum Studium der freien Wissenschaft der Theologie. Kirchenrath Schenkel(Heidelberg) dankt dem Redner aus England für seine Auf— schlüsse über die anglikanische Kirche. Pfarrer Manchot(Bremen) zollt dem in England sich regenden freikirchlichen Geist seine Anerkennung und bezeichnet Würtemberg als das Feld, welches man zunächst zu bearbeiten habe. Der von Ohly mit Rücksicht auf die um 3 Uhr stattfindende Versammlung der Hessen gestellte Antrag auf Schluß der Debatte wird angenommen und wird der vorgeschlagenen Resolution zugestimmt. von Holtzendorff beantragt eine jährlich abzu— haltende Volks- und Kirchenfeier am 2. Sept., damit auch das Gefühl wach gehalten werde, daß der kirchliche Bonapartismus noch nicht besiegt sei, womit sich die Versammlung einverstanden erklärt, welche alsdann durch den Präsidenten geschlossen wird. ———— — Im Anschluß an die Haupiversammlung des Protestantenvereins fand am 5. Oct. Nach⸗ mittags 4 Uhr unter dem Präsidium des Pfarrer Schlich von Eichloch im Ritsert'schen Saal eine bessische Landes⸗Versammlung statt, welche mehrere Resolutionen mit Einstimmigkeit annahm. Diese Resolutionen betrafen: 1) Die Verkündigung des Unfehlbarkeits-Dogmas und die Zulassung der Jesuiten in Hessen, Referent Hofgerichtsadvocat Ohly. 2) Den Bexfassungsentwurf für die evan ⸗ gelische Kirche des Großberzogthums Hessen und die Präsentationsrechte, Referent Dr. Sckröder von Worms. Als Redner traten auf: Ohlp, Thudichum(Tübingen), Dr. Schröder(Worms) Thudichum(Rödelbeim), Grein(Offenbach) ꝛc. Ferner wurde der Gedanke eines südwestdeutschen. Protestantenverbandes angeregt. — Dem Obermedieinalrath Wüst wurde aus Anlaß seines fünfzigjährigen Dienstjubiläums das Ritterkreuz I. Klasse des Ludewigs-Ordens und dem Landgerichts-Actuar bei dem Landgerichte Schotten Sellheim in Anerkennung seiner fünf⸗ zigjäbrigen, mit Eifer und Treue geleisteten Dienste, das Ritterkreuz II. Klasse des Ludewigs-Ordens verliehen. — Die erste Kammer der Stände tritt am Mittwoch, 11. October 1871, Vormittags 10 Uhr, zu einer Sitzung zusammen. Berlin. Der„Kreuzzeitung“ zufolge ist der Reichstag auf den 16. October einberufen worden. — Der„Reichsanzeiger“ veröffentlicht einen aller- höchsten Erlaß, betreffend die Ausgabe von ver— zinslichen Schatzanweisungen im Betrage von 4,791,600 Thalern, zum Zweck der Erweiterung der Bundeskriegsmarine und der Herstellung einer Küstenvertheidigung. — Fürst Bismarck ist mit Familie von Fried- richsruh hier eingetroffen. — Die preußische Staatsregierung wird dem— nächst in die Lage kommen, in Sachen der Alt⸗ katholiken sich aussprechen zu müssen, da für den Pfarrer Kaminski auf den 4. October vor der Kreisgerichtsdeputation in Myslowitz Termin an— stand, in welcher er sich wegen der Vornahme kirch- licher Handlungen, speciell einer Trauung, verant- worten sollte. Man ist(schreibt die„Bresl. Ztg.“) äußerst gespannt auf den Entscheid, umsomehr, als die Infallibilisten durch den von ibnen ausgegangenen Strafantrag ihren bisherigen Standpunkt verlassen und dadurch die Autorität dee Staates, in inneren kirchlichen Fragen Recht zu sprechen. anzuerkennen scheinen, was doch geradezu der Lehre des Sylla⸗ bus und der Infallibilität widerstreitet. — Die„Kreuzzeitung“ hört betreffs der Ver- handlungen über die elsässische Zollfrage, daß die diesseitige definitive Aeußerung nunmehr nach Versailles gelangt ist und daß demzufolge die weitere Entscheidung in der Angelegenheit unver- weilt erfolgen dürfte. — Die Vorstellung, welche die in Fulda ver— sammelten preußischen Bischöfe an das Staats- oberhaupt zu richten beschlossen haben, wird vom Könige eist nach seiner Rückkehr aus Baden- Baden und auf Grund einer Berathung mit dem Staatsministerium beschieden werden. — Der Kaiser ist am 7. d. früh wieder ein⸗ getroffen. — Der„Reichsanzeiger“ veröffentlicht die Ein- berufungsordre des Reichstages auf den 16. Ocibr. — Das Handeisministerium hat den Eisen⸗ bahn Directionen die Verfügung zugehen lassen, daß, um Unglücksfällen vorzubeugen, die Ange- stellten, namentlich die Weichensteller, nur während 10 Stunden dienstlich beschäftigt werden sollen. — In Betreff der Ressortverhältnisse des neu errichteten Eisenbahnbataillons ist bestimmt worden, daß dasselbe unter dem Generalcommando des Garde-Corps steht. Die Uniformirung ist im Wesentlichen die der Genietruppen. — Aus Königsberg kommt die erfreuliche Meldung, daß dort am 3. October keine Er- krankung und kein Todesfall an der Cholera an— gemeldet wurde. Auch aus Pillau wird das vollständige Erlöschen der Epidemie gemeldet. — Der„K. Z.“ wird aus Paris geschrieben: es befänden sich noch viele deritsche in Kriegs- Haft in Algerien, woselbst man sie voͤlkerrechts⸗ widrig einbehalten habe, kann jetzt auf Grund einer umfassenden Untersuchung als völlig grundlos bezeichnet werden. Trotz mannichfachster Nach- forschungen hat in Algier kein dieser Kategorie an⸗ gehörender Gefangener aufgefunden werden köngen. — Die westphälische Provinzialsynode hat auf Antrag der Synode Minden beschlossen, Folgendes bei der Kirchenbehörde zu beantragen: 1). Jedem Pfarramts-Candidaten, der dem Protestantenverein angehört, ist die Anstellung in der evangelischen Kirche zu versagen. 2) Jedes bereits im Predigt: amte stehende Mitglied des Protestantenvereins ist aufzufordern, entweder aus jenem Vereine auszu- treten oder sein kirchliches Amt niederzulegen. Fran!furt. Kaiser Wilhelm traf am 6. d. Abends, wegen verlängerten Aufenthalts in Karls- ruhe und Mannheim, wo Truppenbesichtigungen stattgesunden hatten, erst um 8 ½ Uhr mit Extra- zug auf der Main⸗Neckarbahn hier ein. Im Bahn- hofe hatte sich eine zahlreiche Menge versammelt, welche den Kaiser mit freudigen Hochs begrüßte. Nach eingenommenem Souper in der„Westend— halle“ setzte der Kaiser um 10 Uhr mittelst Extra- zug der Main⸗W'serbahn die Reise nach Berlin fort. Wiesbaden. Der Kronprinz und die Kron prinzessin werden dem„Rh. K.“ zufolge zwischen dem 15. und 20. d. M. bier eintreffen und vier Wochen in Wiesbaden verweilen. München, 7. Oct. In der Abgeordneten— kammer verlas der Abgeordnete Herz eine von 47 Deputirten der Fortschrittspartei unterzeichnete Interpellation über die Haltung der Regierung in der Kirchenfrage. Minister Graf Hennenberg⸗ Dux versbricht die Interpellation in einer der nächsten Sitzungen zu beantworten.— Der Kriegs— minister antwortete, auf eine Interpellation des Abgeordneten Louis: Die Abtragung der entbehr— lichen Festungswerke Landaus werde vorgenommen werden, doch könne eine Abtretung derselben an die Stadtgemeinde nicht unentgeldlich erfolgen. Im weiteren Verlauf der Sitzung wünscht der Abg. Greil, daß die Kammern während der Sesston des Reichstags vertagt werden! Der Minister⸗ präsident erklärt unter Wahrung bezüglicher Präro- gative der Krone, die Regierung werde die Ver; tagung der Kammern beim Könige beantragen, sobald die Reichstagssession ausgeschrieben sei. Stuttgart. Die Organisation des württembergischen(13. deutschen) Armeecorps schreitet ersichtlich vorwärts und wird inner⸗ halb der conventionsmäßig festgesetzten drei Jahre sicher vollendet werden. Nach Ernennung des Corps-Commandanten, welche noch aus— steht, und Errichtung einer Canzlei desselben wird, wie es heißt, das württembergische Kriegs— Ministerium mit seinem Beamtenapparate in der bisherigen Weise nicht weiter beibehalten, sondern in eine einfache Verwaltungsbehörde umgewandelt werden. — Es wird gegenwärtig von Interesse sein, an die weitverzweigte Verbreitung des Jesuitenordens in Deutschland zu erinnern. Der Jesuiten⸗Orden zählt zur Zeit in Deutsch⸗ land folgende Häuser, und zwar je eines in Maria-Laach, Paderborn, Köln, Coblenz, Mainz, Gorheim in Sigmaringen, je zwei in Bonn, Aachen und Münster in Westphalen. Dazu gehört auch das Pensionat zu Feldkirch in Vorarlberg, welches zwar auf österreichischem Gebiet gelegen, aber zur deutschen Ordens— provinz gezählt wird. Das Haupt des Ordens im deutschen Reich ist gegenwärtig der Pro— vincial Pater Clemens Faller, der zwar einen deutschen Namen hat, aber ein geborner Fran— zose ist, welcher der deutschen Sprache beinahe nicht mächtig und von einem Verständniß für deutsches Wissen und Streben keine Spur hat, Karlsruhe. Kaiser Wilhelm traf am 5, d. Mittags hier ein und wurde am Bahnhofe vom Großherzog, dem Kronprinzen des deutschen Reichs, der Generalität, sowie den höchsten Staats- und Ortsbehörden begrüßt. Der Kaiser hielt unter Die vielfach in Deutschland verbreitete Nachricht, gefangenschaft gerathene Soldaten in geheimer, einer ungeheunmren Menschenmenge sein 1 Ei ug in die festlich geschmückte Stadt. Nachdem der Kaiser eine Inspection über die Garnison gehalsen, begab sich derselbe in das Schloß zum Dine! Straßburg, Die„Karls. 45 dheik die projectirte Landwehrbesirks-Ein eilung für Elsaß Lothringen mit. Darnach sind solche für 11 Bataillone vorgesehen und zwar mit dem Stabsquartier in Altkirch, Müblhausen, Kolmar, Schlettstadt, Molsheim, Straßburg, Hagenau, Saarburg, Saargemü 5 dieselben unterstehen der angegebenen Reihe nach dem 4. Armeecorps, dem 3., dem 5., dem 7., dem 11.(Molsheim), dem 9., dem 6., 10., dem 2., dem 1. und dem 8. Armeecorps. — Nach einer im Reichs⸗General⸗Postamte aufgestellten Statistik sind in Elsaß- Lothringen jetzt 184 Postanstalten mit 1840 nal von 1282 Beamten(456 Beamfe, Ierdkante) in Thätigkeit. Das Zeitungs-Abonnementsverfahren ist, ebenso wie die Paket-Geldversendung, die Ex⸗ preßbestellung, das Postvotschußwesen, eine in Elsaß-Lothringen bisher nicht gekannte, erst durch die deutsche Postverwaltung dort hergestellte Ein⸗ richtung. — Die Einlaßkarten in die Citadelle von Straßburg haben bis zum 3. October im Ganzen 60,102 Frs. ertragen. Hagenau. Der kaiserl. Kreisdirecfor macht in der hiesigen Zeitung bekannt: Auf Veranlassung des deutschen Reichskanzleramtes werden zur An⸗ lage einer Eisenbahn von Straßburg, resp. Bisch⸗ weiler nach Lauterburg, Vorarbeiten stattfinden. Ausland. Oesterteich. Wien. Die Schulsection des Gemeinderathes beschloß, die Miebenutzung der Salvatockirche im Rathhause zur Abhaltung des Gottesdienstes den Altkatholiken zu gewähren. Frankreich. Paris. Ueber die Verhand- lungen in der elsaß⸗lothringischen Zollangelegenheit verlautet, daß Frankreich der Aufhebung des Arzikel 3 zugestimmt habe; ferner wäre eine Einigung erzieit, daß die Tarifbegünstigungen für die Einfuhr der elsaß⸗lothringschen Fabrikate schon am 1. Imuar 1873 und nicht erst am 1. Juli 1873 gänzlich aufhören sollen. f — Die„Agence Havas“ meldet, daß die Zettungsmittbeitung, wonach die französische Re⸗ gierung die Kündigung des Handelsvertrages mit England beabsichtige, der Begründung entbehre; die französische Regierung werde nur gewisse Ab- änderungen vorschlagen.— Der„Agence Havas“ zufolge hat Pouper-Quertier die Abreise nach Berlin um einen bis zwei Tage verschoben. —„Siecle“ veröffentlicht einen vom Pariser Municipalrathe gefaßten Beschluß, betreffend die Repartition der Zeichnungen auf die städtische An⸗ leihe, nach welchem Abschnitte im Betrage von ein Viertel der ganzen Obligation hergestellt werden sollen. 1 — Die„Constitution“ meldet heute als eine Thatsache, daß die Regierung sich„im Princip“ für eine Amnestie entschieden habe. Die Nachricht ist wobl nut ein Fühler, mit welchem das repu⸗ blikanische Blatt der Regierung eine Erklärung über diese ihm sehr am Herzen liegende Frage ablocken will. Der„Constitutionel“ seinerseits will in Erfahrung gebracht haben, daß der Schritt Victor Hugo's zu Gunsten Henri Rochefort's er- folglos geblieben sei. n — In der Armee werden die Entscheidungen der von Changarnier präsidirten Gradprüfungs⸗ Commission, die sich bisher nur mit den 120 Ge⸗ neralitäts⸗Offizieren beschäftigte, velfach besprochen. Erwähnung verdient jedenfalls die Degradirung des ehrenwortbrüchigen Generals Barral, der nach der Capitulation von Straßburg über Belfort nach Grenoble zu gehen und nicht mehr gegen Deulsch?! land zu kämpfen versprochen hatte und der boch wieder ein Divisions Commando von Gambetta angenommen. Er ist zum Brigade-General degradirt und in die Cadre der Reserve versetzt, kurzum, aus der activen Armee entfernt worden. Ueber den Fall des Generals Ducrot verlautet noch nichts Kanonendonner und Glockengeläute und dem Jubel] Näheres 0 „ Cnndtlt bet bbc m Ganzer eincr nacht 47/ Seranlassung erden zur As. 8 ie. Bisch u satisdes. Sbalitten det Ntitung bt t inn des M geadtt l. d Ber bank · — 77ůt 406 kikt i rise 1 b Kade — Wenn man dem„Gaulois“ Glauben schenken darf, so wären in Versailles gestern höchst, bedenkliche Nachrichten aus Algerien eingetroffen. Danach wären die. N Gebiet übergetreten und in Tunis von dem Bey auf das wohlwollendste empfangen worden. Versailles. Pouyer-Quertier ist nach Berlin abgereist. — Der Finanz- Inspector Blondeau, der kiit dem General von Manteuffel in Compisgne die neue Basis der Convention über Elsaß Lothringen vorbereitete, begleitet Pouyer-⸗Quertier nach Berlin. Der Artikel 3 des Vertrages ist modificirt, nicht ganz gestrichen. In dieser Form bak ihn Fürst Bismarck gut geheißen. Spanien. Madrid. Das neugebildete Ministerium ist folgen dermaßen zusammengesetz:: Präsidium und Marine Malcampo, auswärtige Angelegenheiten Mannel Gomez, Justiz Colmenares, Finanzen Angulo, Krieg Bassols, Inneres Gaudan, öffentliche Arbeiten Montijo, Colonien Balaguez. — Nachdem das neue Ministerium den Eid geleistet, trat dasselbe zu einer Sitzung zusammen. Wie verlautet, wurde beschlossen, die Ersparungen der früberen Regierung fortzusetzen und den Minister— gebalt auf 80,000 Realen zu reduriren. Die Minister, welche sämmtlich der progressistischen Richtung angehören, sollen entschlossen sein, das Progressisten Programm energisch durchzuführen. Heute werden sich die Minister den Cortes vorstellen. Großbritannien. London. Die„Times“ bringt ein Telegramm aus Parie, wonach der Finanzminister die ausgedehnteste Vollmacht bebufs des Abschlusses eines Arrangements mit Berlin erhalten hat. Amerika Newyork. Die. Journale wollen wissen, die Regierung habe dem russischen Botschafter Kazakaczy in Washington, falls der⸗ selbe nicht nach dem Besuche des Großfürsten Alexis abberufen werde, notificirt, daß sie ihm die Pässe zusenden werde, angeblich wegen wiederholter Beltidigung des Präsidenten Grant und des Staais⸗ secretärs Fish. W. Friedberg, Am vorigen Sonntag, den 1. October, wurde im Anschlüß an den Nachmittagsgottesdienst in unserer Stadikirche der Gedenkstein enthüllt, den der Kirchenvorstand Namens der Gemeinde in Dankbarkeit den im letzten Kriege gegen Frankreich gefallenen Söhnen 11 hat crrichten lassen. Die Anwesenden der⸗ melten sich im Chor der Kirche um den Gedenkstein und sangen einige Verse des Liedes„Christus, der ist mein Leben“, worauf Herr Professor Köhler die Enthüllungs⸗ und Weihrede hielt. Diese Rede führte aus, daß wir mit ana die Spahis und andere Empörer mit ihren arabischen Häuptlingen auf tunesisches J füllung ihrer Pflichten fiir und verloren heben und die es damit lünderung, Brand und sonst unsäglichem Elende bewährt und gleichzeiung große Erfolge für dasselbe herbeigeführt haben. Das(Gedächiniß der Männer und ein, die teen in aterland W. etzt und ver vor Mord, ünglinge, die im Kampfe fürs Vaterland freudig den Heldentod gestorben, sei eine beständige Aufforderung zut Nachfolge. S'o sterben sei obwohl schmerzlich, doch schön, ruhm⸗ und ehrenvoll. Sein Leben lassen fürs Vaterland sei ein großer, theurer aber würdiger Beitrag zu dem schönen Baue seiner Zukunft. Der Gedenkstein ist von Herrn Steinhauer Boll recht schön ausgeführt und durch die Hand des Herrn Supp, der in sinniger dankenswerther Weise die Decoration des⸗ selben besorgt halte, bei geeigneter Stelle der Weiherede enthüllt worden. Die Inschrift des Denksteines ist folgende: * N Zur Erinnerung 6 an die im Kriege gegen Frankreich 1870— 1871 gebliebenen Söhne Friedbergs. KARL STEINBERGER, Liegtensut, 5 18. August 1870, FRI RICH WAGNER, + 22. August 1870 355 WILHELM. S C HMI TIN E R., 700 145 September 1870. ADAM LANDAU, + 10. Oetoper 1870. 5 G E ORG FHW LLE R, + 17. October 1870. Wir schließen unsern kurzen Bericht mit den Schluß⸗ worten der Weiherede. Der Gedenkstein sei der Gemeinde zu teuer Obhut übergeben! Mögeser ihr zu allen Zeiten ein Denkmal großer Zeit und großer Dinge, die der Herr an uns gethan hat, ein Erinnerungszeichen dankbarer Pietät, treuer Liebe und Freundschaft, eine Mahnung zu mannhafier, vaterlandsliebender, gottesfürchtiger Gesinnung sein und bleiben. Homburg. Kürzlich wurde dahier ein schon vielfach bestraster Schwindler von Potsdam verhaftet, welcher an der hiesigen Spielbauk täuschend nachgemachte Rouleaux setzte, die, anstatt mit 50 Friedrichsd'or, mit Sand ge⸗ füllt waren. Bei dem Einziehen eines solchen Rouleaux schlug der Employé, welchem das leichte Gewicht desselben auffiel, mit dem Rateau darauf, worguf der Sand heraus⸗ fuhr und der Schwendler die Flucht ergriff; doch wurde er noch im Kurgarten ergriffen und zue Haft gebracht. Frankfurt. Der Hausknecht eines hiesigen Hotels kaufte vor einigen Tagen ein Haus, kändigte den seit⸗ herigen Einwohnern und sollte am 6. d. die Angabe von 4000 fl. bezahlen. 2700 fl. batte er zur Stelle, die fehlenden 1300 fl. wolle er sich in Homburg holen. Zu diesem Zwecke nahm er seine ganze Baarschaft, fuhr binüber und verspielte sie bis auf den letzten Heller. Bis jetzt wartete man vergeblich auf die Rückkehr des Käufers und Aus⸗ zahlung der Angabe. Aus Mainz wird berichtet, daß ein dortiger Ingenteur Hänlein das Problem des lenkbaren Luftballous glöst Errichtung der Gedenktafel zunächst eine Pflicht der Pietät] babe und an einen der. nächsten durch Annoncen näher 1 Dankbarkeit erfüllen gegen die Gefallenen, ihre Ellern, zu bezeichnenden Tage eine öffentliche Probe mit seinem eschwister, Verwandte und alle die, die in Liebe und urem Andenken um sie trauern. Aber die Gedenktafel follte weiter auch für unsere Nachkommen bis zu den lenkbaren Ballon anstellen werde. Offenburg. Die hiesige Stadt hat als Ge gengabe für eine zu erhaltende Garnison Kavalerie angeboten: sspätesten Tagen eine erusfe Predigt zur Nachfolge derer Einen Exercierplatz von 100 Morgen, Lazareth, Gebrauch des Schützenhauses und Platz für eine Kaserne nehst 30,000 fl. Beitrag dazu. 5 8 In Bruchsal ist durch die Brandstiftung eines Sträflings Schwäble ein Theil des Zellengefängnisses (der Mittelbau, Kirche und Schule) niedergebrannt. Man soll des Thäters habhaft geworden sein, ehe er entkommen konnte. Die Zellen blieben unversehrt und kamen keine Unordnungen und keine weiteren Unglücksfälle vor.[Nach der„Karlsr. 3.“ wäte es dem Sträfling Schwäble auf noch nicht erklärte Art gelungen, aus seiner Zelle in den Dachraum zu entweichen, von wo er während des Bran⸗ des große Quadersteine herabwaͤrf. Ob er in den Flam⸗ men den Tod fand oder ob seine Flucht gelang, sei noch nicht ermittelt.) Nürnberg. Am 25. September gerietben aus einer unbewachten Schafherde bei Lehmingen ungefähr 80 Stück unter den früh 4 Uhr nach Nürnberg fahrenden Güter⸗ zug und wurden auf's Gräßlichste verstümmelt. Theile der Körper wurden an den Wagenrädern noch ein Paar Stationen fortgeschleift. Der Schaden wird auf wenigstens 900 fl. berechnet. Der betreffende Schäfer soll während dieser Zeit noch in einem benachbarten Dorfe auf der Kirchweihe gewesen sein. Gotha. Nach Berichten, welche Dr. Petermann er⸗ halten hat, sind Payer und Weyprecht am 3. Oct. von ihrer Nordpolexpedilion glücklich nach Tromsoe zurückge⸗ kehrt. Ihre Expedition war sehr ersolgreich, da ste ein offenes Meer ößlich von Spitzbergen und K nig⸗ Karl⸗ In 105 Land entdeckten, welche ihrer Ansicht nach bis offenen e bei den geusibirischen ei Es wäre dies der günstigste Weg zur Erreichung des Nord⸗ pols, mitten zwischen Spitzbergen und Novaja⸗Semlja. Die Stadt Witteuberg bat eines ibrer alten er⸗ innerungsreichsten Häuser eingebüßt. Am 26. September brach in der umfangreichen Apolheke, dem alten Wohn⸗ hause Lukas Cranach's, Feuer aus; es muß bis auf die Grundmauern abgetragen werden. Schweiz. Der„Schleitheimer Bote“ schreibt: Nach⸗ grabungen oberhalb Siblingen(Canson Schaffhausen) haben betausgestellt, daß hier eine Lölnische Ansiedlung war. Bereits wurde ein größeres, theilweise noch bis zu siaitlicher Höhe erhaltenes Wohnhaus aufgedeckt, das einen interessanten Einblick gewährt in die ganze Bauart und Eintichtung und welches Wohnzimmer mit theilweise er⸗ haltenen unterirdischen Heizungen ꝛc. enthält. In England mußten nach dem„Ausland“ die Eisen⸗ bahn⸗Compagnien während des Jahres 1870 zusammen 1,668,775 Pf. Sterl. als Entschädigung an Personen welche auf ihren Strecken Schaden gelitten haben, bezahlen“ Die Sammlung für das Lutherdenkmal in Eisleben, welche im Sommer 1870 begonnen, durch die Kriegsereignisse aber unterbrochen wurde, hat die in diesem Blatte einzeln schon bescheinigten Gaben im Gesammtdetrage von 15 fl. 45 kr. ergeben. Diese bis jetzt in unseren Händen gebliebene Summe glaubten wir nunmehr nicht sänger zurückbehalten zu sollen und haben solche deßhalb an das in Eisleben bestehende Comité eingesandt, eine etwaige Wiederauf⸗ nahme der begonnenen Sammlung für günstigere Zeitverhältnisse uns vorbehaltend. Die deßfallsige Empfange Bescheinigung des Comités in Eisleben liegt bei uns zur Einsicht der Interessenten bereit. Die Expedition des Oberhess. Anzeigers. Großherzogliche Vealschule zu Friedberg. 2385 Anmeldungen neu aufzunehmender Schüler(für die Vorschule mit dem 8. und 9. Lebens, iahre) können Freitag den 13. Oktober, Morgens von 9 bis 12 Uhr, in dem Conferenz⸗ gimmer des Realschulgebaudes unter Beibringung von Zeugnissen der bisherigen Lehrer bei der unterzeichneten Behörde gemacht werden, worauf Montag den 16. Oktober die Auf, nahms prüfung statthaben wird.— Das neue Schuljahr nimmt Dienstag den 17. Oktober sseinen Anfang. Großherzogliche Direktion der Realschule. Dr. Möller. Hofraithe- und Güter⸗Versteigerung. 2479 Donnerstag den 12. October d. J., Vormittags 9 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause auf wiederholt flet⸗ willigen Antrag der Gottlieb Kettinger's Erben dahler ple denselben zuffehenden ca. 24 Morgen Ackerland und Wiesen, in Frledberger Gemarkung gelegen, nochmals öffentlich meistbietend verfleigert werden und bei annehm⸗ varen Geboten die Genehmigung alsbald ertheslt werden, unter dem befondern Anfügen, daß eine dritte Ver⸗ feigerung nicht abgehalten wird. Friedberg den 5. October 1871. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar. Oblaten in Schachteln z 2 und 3 kr. empfehlen Bindernagel& Schimpff. Bekanntmachung. 2492 Dienstag den 10. Okloder, Nachmittags 2 Uhr, sollen an biesigem Ratbbause 6, Stück Schaase öffent⸗ lich meistbletend versteigert werden. (Friedberg den 6. Oktober 1871. ö roh Fe e Friedberg. Das Lutherdenkmal in Worms. 13 Holzschnitte mit Text. 2. Auflage. Preis: 12 kr. Vorrätbig bet Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Schon bei einer kleinen Partie geben wir Frei- exemplare und machen wir namentlich die Herren Lehrer in der Umgegend auf dies Schristchen aufmerksam. Korbwaaren *** 2 0 1 0 * N* Wein⸗Versteigerung 2378 Donnerstag den 12. Oktober. Nachmit⸗ tags 3 Uhr, werden in Auftrag des Herrn W. F. Jäger und der Frau K. Birkenstock Witwe, ged. Stein, in Frankfurt a. M., von letzterer wegen Ge— schäftsaufgabe, nachverzeichnete, bessens gehaltene Rhein- und Pfälzer⸗Weine, als: circa /,, tück 1869er, * 901. 2725 W N 1868er, e N Nin „ 1.——„ 1866er, 7 91 725 7¹ 79 15 1865er, „%%%„1862er, „ 715 1155 5 7 1859er, 77, 72,* 1 1858er, 4.9 185 7er, ferner 2 Oxhoft, ½ und ¼ Ohm 1868er Affenthaler Rothwein im Saase zur Harmonie, große Bocken⸗ straße Nr. 9, öffentlich an den Meiftbietenden versseigert. J. Nuttmann, deeidigter Ausrufer. Proben werden Dienstag den 10. und Mitt⸗ woch den 11. Oktober, Vormittags von 10 bis 12 Uhr und Nachmittage von 3 bis 5 Uhr, in dem Keller, Langsftraße 25 und bet der Versteigerung veradreicht. — Ausstellung von Zeichnungen aus den inländischen Handwerkerschulen und von Schülerzeichnungen aus den Großherzoglichen Gymnasien und Realschulen. 2375 Die diesjährige öffentliche Ausstellung von Zeichnungen der Schüler aus inländischen Handwerkerschulen, welche mit dem Landesgewerbverein in Verbindung stehen, findet in Gießen statt. Großherzogliches Ministerium hat genehmigt und Großherzogliche Ober⸗ Studien- Direktion hat veranlaßt, daß, hiermit in Verbindung, auch eine Ausstellung von Zeichnungen der Schüler aus sämmtlichen inländischen Gymnasien und Real⸗ schulen abgehalten wird. Das gemeinsame Ausstellungslocal für diese Zeichnungen ist die städtische Turn⸗ halle in Gießen. Die Ausstellung wird Sonntag den 1. Oktober eröffnet und dauert bis incl. Sonntag den 15. Oktober. Während dieser Zeit ist das Ausstellungslokal täg⸗ lich von Morgens 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr geöffnet.— Der Zutritt ist jedem Juteressenten, ob Mitglied oder Nichtmitglied des Landesgewerbvereins, unentgelt— lich gestattet. Wir beehren uns auf diese Ausstellung aufmerksam zu machen und zu recht zahlreichem Besuch derselben einzuladen. Darmstadt den 24. September 1871. Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landes gewerbverein. Schleiermacher. Fink. Geschäfts Eröffnung. 2493 Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum zur Nachricht, daß ich am Heutigen in meinem elterlichen Hause ein Modewaaren⸗Geschäft, speziell in Herrenartikelu, bestehend in Kragen und Manschetten in Leinen, Shirting und Papier, allen Sorten Herrenbinden, Foulards und Cachenez. Herren⸗Chäles, baumwollenen Taschentüchern, wollenen und baumwollenen Unterhosen und Jacken, Glaecé-, Waschleder⸗ und Bukskinhandschuhen, Hosenträgern, Manschetten⸗ knöpfen, Uhrketten, Parfümerien u. f. w., eröffnet habe. Gleichzeitig empfehle ich meine Cigarren und Chocolade⸗Niederlage in den besten Sorten und bitte um gütigen Zuspruch. Friedberg am 9. Oktober 1871. Hermann Bechstein. 4 Volschuß- und Credit-Verein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) 2234 Kapitalien nehmen zu jeder Zeit und verzinsen dieselben zu 4% mit Zins⸗ anfang einen Tag nach der Einlage. Unsere Kasse ist an den Wochentagen des Vormittags von 9 bie 12 Uhr und des Nachmittags von 2 bis 4 Uhr offen. Der Vorstaud: F. Hecht. Er mus. Vorschuß⸗ und Credit Verein zu Reichelsheim. (Eingetragene Genossenschaft.) 2461 Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, datz unsere Kasse vom 10. d. M. ab nur Dienstage, Donnerstags und Samstags, von Mittags 1 bis 3 Uhr, bis auf Weiteres offen ist. Reichelsheim den 4. Oktober 1871. Der Vorstand: Steten. Schmid. F. B. Schwarz. Wohl zu beachten. 2 Jahrmarkts⸗Anzeige. 2489 Künftigen Friedberger Jahrmarkt, am Mittwoch den 11. Oktober, werden nachstehende Artikel unge— wöhnlich billig verkauft: 25 Stück engl. Nähnadeln 3 kr., 12 Stück Tuchnadeln 3 kr., 25„ feinste Frauennadeln mit Goldöhren 6 ke., 6 Stopfnadeln 1 kr., 4 a Stecknadeln 1 kr., 12„ Nollenzwirn 20 kr., 12(„ Sicherheitsnadein 2 kr., 144„ Krappen und Schlinken 3 kr., 50„ Haarnadeln 3 kr., 144„ Hemdenknöpfe 6 kr., große Auswahl in Horn⸗ und Lavakaöpfen, Schnürriemen, Schnur, Broschen ꝛc., alles ebenso reell wie billig. Der Stand befindet sich auf dem Jabrmarkt und ist an den obigen Preis⸗Firma's leicht kenntlich. Futterschneid⸗Maschinen, 2494 neuester und einfachster Construktion, ganz von Eisen, patentirt in Deutschland und England, liefert zu fl. 50. pr. Stück h. Dan. Kümmich Wilhelm Jerubeck, Im Kleidermachen, Colonial-, Material⸗& Farbwaaren-⸗Handlung 2491 in und außer dem Haule, empfehlt fich in Friedberg Auguste Klein. Oesfentliche Aufforderung. 2432 Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nach⸗ laß der dahler verstorbenen Katharina Franz, letig, der Nichtberücksichtigung bet Regelung der Vermögens⸗ verhältnisse dahtet anzumelden. 5 Friedberg den 7. September 1871. g Großherzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Dosmann, Landrichter. Landgerichts Assessor. 2333 in schönster Qualität und zu billlgstem Preis bei lauer Vitriol! Wilh. Fertsch. Große wollene und seidene Halstücher 2586 für Herren und Damen äußerst billig bei K. Friedrich neben der Post. Ein Sopha 2488 hat in Auftrag zu verkaufen Schwarz, poftarator. Gelände- X Mühle-Versteigerung. 2481 Der Unterzeichnete läßt den 17. d. M., Nach⸗ mittags um 3 Ubr, aus freier Hand öffentlich an den Meifibietenden versteigern: Eine Mahlmühle mit 2 Gängen, sowie 10½ Morgen Ackerfeld und Wiesen, letzteres kang auch mit der Mühle abgegeben werden. Den 17. d. M., Vormittags um 9 Übr, werden ver⸗ steigert: 1 Pferd, 1 Wagen, 1 trächtiges Rind, 2 von Gunzenau, find innerhalb 14 Tagen bet Meldung Schweine, circa 90 Ctr. Heu und Grummet, 4 Fuder sonstiges Hausgeräthe. Rockenberg. Franz Wolf III. An Magenkrampf, Verdau⸗ ungsschwäche etc. etc. Leidenden 585 wird das seit beinahe 50 Jahren segensreich wickende Dr. med. Doecks sche Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Expedition d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch den Apotheker Doeeks in Harpstedt b. Bremen(wohin derselbt setnen shusitz von Barnstorf verlegt hat). Todes Anzeige. 2491 Indem ich auswärtigen Verwandten und Freunden die schmerzliche Anzeige mache von dem am 2. Oktober erfolgten Tode meiner geltebten Frau Elisabetha, geb. Geißel sage ich allen Denjenigen, welche der Verstorbenen und mir während deren längerer Krankheit ihre Theunahme erwiesen, sowie Denjenigen, welche sich bei dem Leichenbegängnisse bethetligt haben, meinen wärmsten Dank. Joh. Jost II. FTT Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getraute: 1. Okt.(Zu Naubeim.) Wilhelm Ehrhardt, biesiger Bürger und Heilgehülse daselbst, Sohn des versorbenen biesigen Bürgers und Schuhmachermeisters Hartmann Ehrhardt und Johanna Kath. Elisab. Densel, Tochter 95 fü Bürgers und Söders Ludw. Joh. Christoph ensel. 2. Okt. Johann Wilh. Schenck I., hiesiger Bürger und peilgehülfe, Wittwer, und Henriette Tuntz aus Nieder-Rosbach, Tochter des verstorb. gewesenen Bürger⸗ meisters daselbst Heinrich Cuntz. 5 Getaufte: 10 „Okt. Dem hiesigen Bürger und Mühlenbesitze Anton Vorbach eine Tochter, Auguste Karoline, geb. den 19. August. 0 1. Okt. Dem blesigen Bürger, Gerbermeisfer und Backsteinfabrikanten Christian Ulrich II. ein Sohn, Karl Anton Gustav, geb. den 2. Sept. 6 3. Okt. Dem Seminarlehrer Friedrich Karl Ern Soldan eine Tochter, Anng Karoline Auguste Emille Wilbelmine, geb. den 27. Aug. Beerdigte: 3. Okt Emmerich Wilh. Weisensee, Söhnchen des Bürgers zu Peiterweil und Bäckers dahter Joh. Heinr. Weisensee, 1 Monat, 9 Tage alt, gest. den 2. Okt. 4. Okt. Elisab. Jost, geb. Geißel, Ehefrau des biefigen Bürgers und Schuhmachermeisters Job. Joft, 58 Jahre, 8 Monate alt, gest. den 2. Oki. 1487 nächst der Burg. Gefällige B b S; Lager in allen Sorten Tabaken und Cigarren. beben 7 05 wehen Klaue ran önnen Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Kornstrob. 1 Partie Mist, Tische, Stühle, Kommode und L 1