Aploit, * Stadt, st zu ver⸗ bezogen 2 nen Donnerstag den 10. August. M 93. 0 berhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Sriedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — 8 der Verlags-Expedi Fur die Monate August und September kann auf den tion mit 20 kr., „Oberhessischen Anzeiger“ bei bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden. — Deutsches Reich. Darmstadt. Unterm 31. v. M. wurden ernannt: Der Landgerichts⸗Aßsessor bei dem Land- gericht Darmstadt, Theodor Schulz, unter gleich- jeitiger Belassung auf seiner gegenwärtigen Stelle, zum Richter bei dem Bezirksstrafgericht Darmstadt und der Landgerichts Assessor bei dem Landgericht Zwingenberg, Wilhelm Heinzerling, zum Land- gerichts⸗Assessor bei dem Landgericht Darmstadt. Darmstadt. Die aus den indirecten Auf⸗ lagen im Jahr 1870 im Großherzogthum Hessen erzielte Einnahme beziffert sich auf 2,265,285 fl. 50½ kr. und zwar vertheilt sich diese Summe auf die Tranksteuer von Wein mit 86,548 fl. 55 kr., auf die Tranksteuer von Obstwein mit 56,256 fl. 58 kr. und auf die Trunksteuer von Bier mit 397,582 fl. 12½ kr. Die Summe ist das wirk- liche Ergebniß der Einnahme nach Maßgabe der Abrechnung mit der Norddeutschen Bundeskasse; die im Großherzogthum selbst erfallene Biersteuer incl. der mit dem Norddeutschen Bunde gemein schaftlichen Uebergangssteuer in Südhessen beträgt 403,382 fl. 56 ke. Von weiteren iadirecten Auf: lagen ertrog vie Branntweinsteuer 508,728 fl. 46½½ kr., welche Summe ebenfalls das Ergebniß der Abrechnung mit der Norddeutschen Bundes- kasse ist. Die im Großherzogthum für sich er⸗ fallene Branntweinsteuer beträgt nach Abzug der geleisteten Steuerrückvergütungen von 7771 fl. 31 kr. und der Restitrtionen und Registervergü⸗ tungen mit 224 fl. 54 kr. nur 299,782 fl. 34 kr. Für die Abgabe von Jagwaffenpässen erzielte der Staat eine Einnahme von 18,242 fl., für Brücken ⸗ geld und Ueberfahrten 55,238 fl. 47 kr. An Sporteln wurden bezahlt für Einregistrirung 88,131 fl. 2 kr., fuͤr Gerichtsschreibegebühren 11806 fl. 29 kr., für Hypotheken 7433 fl 22 kr. Das Einkommen von Aichäritern betrug 3277 fl. 18¾ kr. Den höchsten Betrag von allen in⸗ directen Auflagen erzielte der Staat durch die Stempelabgabe, nämlich 515,791 fl. 47 kr. Diese Summe setzt sich zusammen aus der im Groß- herzogthum für sich erfallenen Summe von 513,369 fl. 43 kr. und dem Antheil des Groß- berzogthums an der in Nordhessen pro 1870 auf⸗ gekommenen Einnahme für debitirte Wechselstempel⸗ marken und gestempelte Blankets, in Gemäß heit des§ 27 des Bundesgesetzes vom 10. Juni 1869 mit 2422 fl. 4 kr. Aus Collateralgeldern beziffert sich die staatliche Einnahme auf 136,361 fl. 57/ kr. Hundesteuer wurbe im Großherzogthum im Jahr 1870 bezahlt 49,839 fl. und Nachtigallen⸗ steuer 35 fl. Darmstadt. Den Ständen ist eine Vor— lage wegen Verwendung der der Landwehr u. s. w. zu gewährenden Retablissementsgelder zu- gegangen. Ihr wesentlicher Inhalt besagt: Durch das Reichsgesetz vom 22. Juni 1871 wird den Bundesregierungen eine Summe von 4 Mill. Thlrn. aus der von Frankreich zu zahlenden Kriegsentschädigung zur Verfügung gestellt, um aus derselben, soweit nach den Verhältnissen der einzeluen Länder sich ein Bedürfniß herausstellt, den Lurch ihte Einziehung zur Fahne in ihren Erwerbsverhältnissen besonders schwer geschädigten Officicren, Aerzten und Mannschaften der Re- serve und Landwehr die Wiederaufnahme ihres bürgerlichen Berufs nach Möglichkeit zu erleichtern. Auf das Großb. Hessen kommen 85,258 Thaler oder 149,201 fl. 30 kr., deren Auszahlung aus der Reichshauptkasse an die Gr. Staatskasse von dem Reichskanzler-Amte verfügt worden ist. Was nun die Untervertheilung und die Verwendung der vorgedachten Summe im Großherzogthum anlangt, gesetzes nach Ansicht der Regierung hierbei in folgender Weise zu verfahren sein: 1) Die im Großberzogthum verwendbare Summe wird auf die einzelnen Kreise, nach Verhältniß der aus denselben, aus Veranlassung des Kriegs gegen Frankreich in den Jabren 1870 und 1871 zur Fahne einberufenen Officiere, Aerzte und Menn⸗— schaften der Reserve, Landwehr und Ersatz⸗Reserve 1. Classe vertheilt. 2) Die Bewilligung der Bei— hülfen aus den den einzelnen Kreisen überwie- senen Beträgen geschieht durch die nach Vorschrift des Gesetzes vom 27. Febr. 1850 gebildeten Kreis- Unterstützungs-Commissionen an die zum Dienst einberufenen Personen. Die Kreis-Unter— stützungs⸗Commissionen haben sich dabei nach fol⸗ genden allgemeinen Grundsätzen zu bemessen: a) die Beihülfe wird nur in den Fällen gewährt, wenn Angehörige der Reserve oder Landwehr u. durch ihre Einberufung zum Kriegsdienste in eine solche Lage gekommen sind, daß sie zur Erhal- tung in ihrem Besitzstande oder in ihrer Leistungs⸗ fähigkeit einer Beihülfe bedürfen. In die Ka— tegorie der biernach zu Unterstützenden gehören vorzugsweise Gewerbetreibende oder Landwirthe mit kleinem Grundbesitze, während solche Per— sonen, welche ihren Lebensunterhalt allein durch ihrer Hände Arbeit verdienen, wie Gesellen, Fabrikarbeiter, Taglöhner 10., sowie solche, welche bei ihrer Rückkehr in ihre frübere oder eine ähn⸗ liche Stellung wieder eintreten, wie Beamte, öffentliche oder Privat-Diener ꝛc., in der Regel einer Unter- stützung nicht bedürfen werden. b) Die Beihülfen werden in der Regel als Darlehn gewährt, zu deren Rückzahlung in einem oder mehreren Ter- minen angemessene Fristen bis zu 5 Jahren zu gestatten sind. Dabei kann eine mäßige Verzin⸗ sung der gewährten Darlehn, etwa bis zu 3 pCt., aue bedungen werden. Ausnahmsweise können auch Unterstützungen, ohne Verpflichtung zur Rück- zahlung, in hierzu geeigneten Fällen, jedoch nicht über den Betrag von 100 Gulden bewilligt werden. 3) Diejenigen, als Darlehn hingegebenen Beträge, welche demnächst wieder zur Rückzahlung gelangen, sind, insoweit noch ein Bedürfniß der fraglichen Art in den betr. Kreisen besteht, zunächst zu dessen Befriedigung, im anderen Falle aber zur Bildung eines Fonds zu verwenden, welcher nach noch zu ertheilenden näheren Vorschristen separat zu ver⸗ walten ist. — Wie die„H. B.“ vernehmen, wird die Austheilung der Kriegsdenkmünzen am 17. ds. Mts. erfolgen und am 18. d. ein Trauergottes- dienst für die in den Schlachten vor Metz ge— fallenen Waffenbrüder bei der ganzen Division stattfinden. — Die Zahl der aus Frankreich ausge- wiesenen Großh. Hessischen Staatsangehörkgen beläuft sich nach den vorliegenden Anmeldungen so möchte, entsprechend der Absicht des Reichs⸗ lenden Antheils an der durch Reichsgesetz vom 14. Juni l. J. zu Beihülfen bestimmten Summe, an welcher die von dem seither in Berlin bestan⸗ denen Comité zur Wahrung der Rechte der aus⸗ gewiesenen Deutschen, hessischen Staatsangehörigen gewährten Unterscützungen in Abzug kommen, ist zur Zeit nicht bekannt. Es läßt sich indessen schon jetzt mit ziemlicher Sicherheit annehmen, daß eine sehr beträchtliche Reduction der über⸗ baupt in Betracht zu ziehenden Ansprüche statt⸗ inden muß, und daß selbst bei den bedeutendsten Beschädigungen nur eine verhältnißmäßig geringe Beihülfe gewährt werden kann. S8“ Friedberg. Das Großh. Kreisamt Friedberg hat eine Abschätzung des an der Crescenz der Wiesen, Aecker und Gärten durch die Ueber- schwemmungen der Nidda verursachten Schadens veranlaßt Nach einer Zusammenstellung beziffert sich derselbe allein in den im Kreise Friedberg belegenen Gemarkungen Staden, Reichelsheim, Ober⸗Florstadt, Nieder⸗Florstadt, Wickstadt, Assen- heim, Ilbenstadt und Nieder-Wöllstadt auf die bedeutende Summe von 78,978 fl. Daß es hiernach angezeigt ist, Vorkehrungen zu treffen, damit, soweit dits ausführbar erscheint, ähnlichen Schädigungen vorgebeugt werde, bedarf wohl keiner näheren Erläuterung. Daß denselben ent- gegengewirkt werden kann, ist eben so unzweifel⸗ haft, denn in manchen Gemarkungen unsres und und der andren Kreise laborirt der dermalige Zustand des Niddaflusses, seine Richtung, Ein⸗ dämmung, Breite und seinen Brücken an manchen Mängeln, welche beseitigt werden können.— Vieles ist hierüber schon verhandelt worden. Hoffen wir, daß die, behufs Anregung einer durchgreifen⸗ den Correction auf Veranlassung Großh. Kreis⸗ amis Friedberg kürzlich stattgehabte Besichtigung der Nioda von Staden bis zur Landesgränze unterhalb Vilbel durch den Großh. Oberbaurath Renner, unter Zuziehung der Localverwaltungs⸗ und Baubehörden, einen möglichst günstigen Erfolg baben möge und die betreffenden Ortsvorstände, wenn es sich um die Aufbringung der Regulirungs⸗ kosten handeln wird, sich nicht von unzeitiger Sparsamkeit leiten lassen, sondern in einsichtiger und bereitwilliger Weise den Vorschlägen der Regierungsbebörden entgegen kommen möchten. Nur dann ist ein ersprießliches Resultat zu erwarten. Mainz. Die Ankunft des Kaisers erfolgte am 7. d. gegen 10¾ Uhr. Derselbe wurde von den Ci⸗ vilbehörden in Castel empfangen. Später fand auf dem Schloßplatz große Parade statt, bei welcher Prinz Ludwig von Hessen zugegen war. Die Stadt ist festlich geschmückt. Der Kaiser nahm sein Ab⸗ steigguartier im Gouvernementsgebäude. — Die Anwesenheit des Kaisers Wilhelm in unserer Stadt zur Besichtigung der Garnisons- truppen gestaltete sich zu einem Festtage. Gouverneur, Festungsstlab und die Civilverwaltungsbehörden hatten sich zur Begrüßung des Fürsten nach Castel begeben, die Stadt reichen Flaggenschmuck an— gelegt und die aus ihr und den Nachbarstädten und Orten herbeigekommene gewaltige Menschen— masse empfing den Monarchen mit allgemeiner Begeisterung. Ebenso mischten sich die brausen— den Hurrah's der mit ihren Invaliden aufgestell⸗ auf 5792. Der Betrag des auf Hessen entfal— ten Truppen in den Donner der Festungsgeschütze. 3 22 ²o· m Auch auf dem Wege zum Gouvernement wurde der Kaiser mit großartigen Ovationen und Blumen · spenden empfangen. Nach dreistündigem Aufenk balt bei dem Geuverneur, während dessen die Musikcorps vor dem Palast eine Serenade aus- führten, erfolgte um 3 Uhr die Abreise nach Homburg.— Prinz Ludwig von Hessen befand sich im Gesolge des Herrschers, und zwar in der Uniform eines Reichsgenerals(deutscher oder preu⸗ ßischer Adler am Helm.) Königsberg. Bis zum 3. August Mittag sind als an der Cholera erkrankt im Ganzen 25 Personen angemeldet und von diesen 17 veistor⸗ ben; in den letzten 24 Stunden also eine Zu- nahme von 7 Erkrankungsfällen. Frankfurt. Am Montag Nachmittag 2¼ Uhr traf der Kaiser mit Gefolge von Wiesbaden und Mainz kommend mit der Taunus bahn ein. Der Extrazug wurde sofort auf die Homburger Bahn gezogen und verließ nach wenigen Minuten Aufenthalt den Bahnhof. Homburg v. d. H. Zum würdigen Em⸗ pfange des Kaisers hatte unsere Stadt am 7. d. ihren schönsten Schmuck angelegt; überall wehten die Flaggen in des deutschen Reiches und preu⸗ ßischen Farben; vom Bahnhof aus führte eine doppelte Reihe venetianischer Masten zum Trirmph⸗ bogen mit dem Gruß:„Heil unserm Kaiser“ am Eingang der Hauptstraße; in dieser selbst waren die Fagaden der Häuser kaum zu erkennen, solch' reicher Flaggenschmuck bedeckte dieselben. In den Straßen und besonders hinter dem Kurhaus im Freien war das großartigste Getreibe und Gewühl, was Homburg je gesehen. Den Gipfelpunkt aber bildete die ebenso brillante als geschmacksolle Illu- mination des Kurgartens. Auch in der Stadt glänzten manche Gebäude in reichem Licht und an Stelle der Gaslaternen strahlten überall die großen blendenden Sterne. Coburg. Die stark abgenutzten und be⸗ schmutzten alten Coburger Ein⸗Thalerscheine im Gesammtbetrage von 200,000 Thaler sollen nach und nach aus dem Verkehr zurückgezogen und durch neue, ersetzt werden. München. Der„Allg. Zeitung“ schreibt man von hier:„Neuerlich eingegangene Nachrichten aus Algier lassen es als zweifellos erscheinen, daß unter den dortigen französischen Truppen noch eine gute Anzahl von Deutschen eingereiht ist, welche während des Krieges zum französischen Militärdienst gewaltsam gepreßt und trotz des Friedensschlusses bis jetzt nicht freigegeben worden sind. Da unter den Betheiligten sich auch baye⸗ rische Angehörige befinden, so sind von der bayerischen Regierung dringende Reclamationen in Versailles erhoben worden. — Kaiser Wilhelm hat an Angehörige der bayerischen Armee wiederum 13 eiserne Kreuze erster Classe und 350 eiserne Kreuze zweiter Classe für Offiziere und Soldaten des 2. bayerischen Armeecorps, sodann 16 eiserne Kreuze zweiter Classe am weißen Bande an bayerische Militär- beamte verliehen. Heidelberg. Bei der dahier stattgehabten Versammlung der Altkatholiken stellte die Dis⸗ cussion als einmüthige Absicht der Anwesenden das Streben nach durchgreifenver kirchlicher Re⸗ form heraus, um das ursprüngliche katholische Princip der heutigen Culturstufe entsprechend zur vollen Wirksamkeit und Geltung zu bringen.— Nach einem Telegramm der„Allg. Z.“ hat die Versammlung für den 22. bis 24. Sept, die Ab⸗ haltung eines Katholikencongresses in München mit öffentlichen Vorträgen und organisatorischen Special berathungen beschlossen. Der von Professor Huber in München ausgearbeitete ausführliche Organi- sationsplan für diese Versammlung wurde nach den eigenen Angaben der Mitglieder mit geringen Modificationen einmüthig angenommen. Straßburg. Herr Schuldirector Baumeister aus Halberstadt bereist gegenwärtig Elsaß-Loth⸗ ringen, um sämmtliche höheren Schul- und Bildungs- anstalten dieser Landestheile zu reorganisiren, da— mit dieselben mit Beginn des neuen Schuljahres, 1. October, eröffnet werden können. r Tb Ne Ausland. Al Oesterteich. Wien. Wie verlautet, wird Fürst Bismarck demnächst zur Cur in Gastein erwartet. — Ueber die Kaiserbegegnung wird jetzt von österreichischen Blättern mitgetheilt, daß der deutsche Kaiser das österreichische Kaiserpaar in Ischl be⸗ suchen werde, dort sei kein Diplomat zugegen, aber der Kaiser Franz Josef erwiedere den Be⸗ such in Gastein und dort würden sowohl Fürst Bismarck als Graf Beust anwesend sein. — Die„Rumänische Post“ meldet: Einer Note des deutschen Reichskanzlers zufolge seien die Rechte der Besitzer rumänischer Eisenbahn⸗ Obligationen bei der Pforte geltend gemacht, die eine europäische Commission zur Erledigung dieser Angelegenheit berufen werde. Frankreich. Paris. Der Bericht, welcher bei der Eröffnung der Kriegsgerichte verlesen wurde, weist nach, daß die Insurrettion ihren Ursprung in der Vereinigung der revolutionären Partti und der internationalen Assotialion hatte. Die In- surgenten zogen aus der unglücklichen Lage des Vaterlandes und aus der Gegenwart der Preußen Nutzen, um ihre Pläne auszuführen. Der Be⸗ richt legt schließlich den durchdachten Plan zu einer allgemeinen Einäscherung von Paris dar. 238 Gebände sind von dem Feuer zerstört worden. Diesem allgemeinen Berichte folgen Berichte über verschiedene Angeklagte. — Aus Versailles wird aus guter Quelle ge⸗ schrieben, daß die Deutschen in acht Tagen die Departements Oise, Seine et Oise, Marne und Seine räumen werden. Man ver— sichert, daß zwischen der Regierung und der be⸗ treffenden Commission über die Frage der Ent- schädigung der während des Krieges besttzt gewesenen Departements ein Einvernehmen be⸗ wirkt ist. Der Anklageact gegen die Chefs der Commune ist erschienen. Derselbe gibt eine Dar stellung der Aufwiegelungen der Internationale, wodurch die Empörung vorbereitet wurde, erzählt hierauf den Verlauf des Aufstandes vom 18. März und die Verbrechen, welche in Folge desselben begangen wurden. Dann folgen die Berichte über die Einzelnen. Assi ist angeklagt der Aufreizung zum Bürgerkrieg, der Usurpation der Civil und Militärgewalt, sowie von Regierungsfunktionen. Derselbe habe ferner für Decrete gestimmt und dieselben ausführen lassen, welche Zerstörung, Nieder ⸗ metzelung, Plünderung, Brandstiftung, Meuchelmord im Gefolge hatten. Die Anklagen gegen die übrigen Angeschuldigten lauten ähnlich. Courbet ist besonders der Mitschuld an der Zerstörung der Vendomesäule angeklagt; Lhullier, aufständische Truppen gesammelt und befehligt, Staatsgebäude besetzt und Militärpersonen zum Ueberlaufen auf Seite der Rebellen überredet zu haben. Pascal Grousset wird angeklagt, öffentlich zum Ungehor⸗ sam gegen die Gesetze aufgefordert und die National- versammlung beleidigt zu haben. Verdure und Billioray nebst Ferre werden der willkürlichen Se⸗ questration und absichtlichen Zerstörung von Privat- und öffentlichen Gebäuden angeklagt. Jourde ist angeklagt des Erbrechens der Siegel der Staatskassen und der Verschleuderung von öffentlichen Geldern, Feret und Clement werden beschuldigt, die Wassen gegen Frankreich getragen zu haben. — Im Quartier Latin hat eine communistische Demonstration stattgefunden. Ungefähr 300 In- dividuen in excentrischen Costumen durchzogen das genannte Stadtviertel und riefen:„Es lebe die Commune!“ Die Polizei schritt ein und ver⸗ haftete einen großen Theil derselben. In Blois fand ebenfalls eine communistische Demonstration statt. Eine Bande von 600 Individuen, von denen eines eine rothe Fahne trug, folgte den Trompetern, welche den Zapfenstreich bliesen, und rief:„Es lebe die Commune!“— Die mili⸗ tärischen Plane, mit welchen Herr Thiers sich herumträgt, sind großartig. Derselbe will nicht allein die Festungo werke von Paris gänzlich um- gestalten, sondern auch für die von Belfort und Besangon 60 Millionen verausgaben, dann Laon befestigen und ein befestigtee Lager aus Soissons Seine et machen, welches bekanntlich bis jetzt nu eine e ganz unbedeutende Festung ist. Thiers selbst tritt während der Ferien der Nationalversammlung eine Inspectionsreise in allen Festungen und See⸗ häfen an.— Es hat sich jetzt heraus daß der Retter von Paris. Herr Ducatel, nicht nur am 21. Mai den Truppen der Versailler den großen Dienst geleistet, sie von der Räumung der Position am Point du Jour durch die Föderirten zu benachrichtigen, sondern, daß er dergleichen Auskünfte schon seit dem 8. Mai täglich an die Militärbehörde hat gelangen lassen. Versailles. Nationalversammlung. Auf eine Anfrage erklärt der Kriegsminister, der Herzog von Chartres, welcher von der Delegation zu Tours provisorisch angestellt und unter dem Namen Robert Lesort decorirt wurde, habe nachgesucht, ohne Sold dienen zu dürfen; bieraufhin habe ihn der Kriegsminister ermächtigt, in Algerien zu dienen, und zwar provisorisch als Escadronschef. Der Justizminister legt einen Gesetzentwurf vor, welcher die Theilnahme an der internationalen Association, sowie an den separatistischen Kund⸗ gebungen, welche in gewissen Gegenden Frankreichs stattgefunden haben, mit Strafen belegt. Die vorgeschlagenen Strafen sind: 1) eine Geldstrafe von 50 bis 1000 Fis., 2) Gefängniß von zwei Monaten an bis zu zwei Jahren, 3) Aberkennung der bürgerlichen Rechte, 4) Aberkennung der Rechte und der Eigenschaft eines Franzosen. Die Dring⸗ lichkeit wurde beschlossen. Italien. Der italienische Minister des Aeu⸗ ßern, Visconti⸗Venosta, notificirte den Mächten, daß seine Regierung die Pässe und anderen Legitimationen, welche von den päpstlichen Nuntia⸗ turen ausgestellt sind, nicht mehr anerkennt. Rom. Der Gemeinderath votirte eine Million Franken für ein Denkmal der Einheit Italiens und schreibt dafür eine Conturrenz unter den italienischen Künstlern aus; die Concurrenzfrist ist ein Jahr; die Ausführung soll binnen zwei Jahren auf dem Treviplatz erfolgen. Frankfurt. Der Regierung soll ein Plan überreicht werden, nach welchem der Centralpersonenbahngof flat vor die Stadt mit Hülfe des Elzbacher'schen Projectes der Straßenerweiterung in die Stadt verlegt werden soll. — Wie hiesige Blätter melden, soll dieser Tage hier ein Mann an Bleivergiftung gestorben sein. Derselbe hatte eine Reihe von Jahren seine Haare mit einem bleihaltigen Waschwasser gefärbt, Darmstadt. Die nachstehende Mittheilung der„H. V.“ verdient wohl allgemeine Beachtung. Ein hiesiger Geschäftsmann, welcher früher kerngesund war, wurde in letzter Zeit häufig von Uebelkeiten befallen, die sich so steigerten, daß der ihn behandelnde Arzt eine Badekur an⸗ ordnete. Zur selben Zeit stellten sich auch bei dem Kinde des betr. Geschäftsmannes ganz ähnliche Krankheits⸗ symplome ein, wofür ein Erklärungsgrund kaum vorlag, bis dem Arzt die glänzende Farbe der Tapeten in den Wohnungsräumen, in welchen die Erkrankten gewöhnlich zuzubringen pflegten, auffiel und er deßhalb eine chemische Untersuchung der Tapeten anordnete. Die Analyse ergab denn auch einen sehr starken Arsenikgehalt, worauf natür⸗ 1 8 Entfernung der lebensgefährlichen Tapeten sofort erfolgte. Oberursel. Dieser Tage kam ein Mann von Weiß⸗ kirchen auf sehr traurige Weise ums Leben. Derselbe war Flurschütz und wollte einem pflügenden Ortseinwohner ge⸗ fällig sein, indem er das durch Fliegen belästigte und un⸗ ruhig gewordene Pferd eine Weile sührte. Bei dieser Gelegenheit gelangte eine der Fliegen durch den Mund in die Luft⸗ oder Speiseröhre des Mannes, wo sie sich fest⸗ setzte und durch einen Stich eine Entzündung und ein Geschwü vwerursachte, in Folge deren der Unglückliche unter den fürchterlichsten Schmerzen nach einigen Tagen starb. Die Feldtelegraphie. Der Ordonnanzdienst im Felde ist erleichtert und wesentlich verkürzt. Der Telegraph hat den größten Tbeil dieses Dienstes übernommen. Nie wird wohl unter eivilisirten Nationen ein Krieg ohne Telegraph mehr geführt werden. Zum dritten Male hat sich derselbe im Felde glänzend bewährt 4 duich seine Schnelle und Pünktlichkeit, mit der er wichtige und geheime, die Operationen oder Ver⸗ pflegung betreffende Depeschen, befördert hat. Wie schleppend war früher der Ordonnanzdienst bei Nacht und Nebel mitten durch Feinde, oft ohne Bescheid des Weges! Und wie oft ist nicht eine Ordonnanz aufgefangen und wichtiger Depeschen beraubt worden. Wie wäre es im letzten, so ausgedehnten Feldzuge möglich gewesen, wichtige 1 E A S Sees Senn nn n dot, atio nalen 1 Kund⸗ ankrticht . Die delttrast den qi Alcnnurg un Kiechle t Dring · des Aru · Nächten, ardertn t dict Un t batte drchelngtn 1 ¹ 20 A dusiget eee— e 1 * Musikbau, Zimmer Nr. 3„ 1„ Befehle und Mittheilungen mitten durch die Banden von Franktireurs nach entlegenen Orten zu be⸗ fördern? Nur mit Aber mit welchen Schwierigkeiten hätten wohl diese zu kämpfen gehabt, um den Weg von oft mehr denn 80 Meilen zurückzulegen? Da war's der Tele- graph, der es pünktlich, gewissenhaft zu nächtlicher und gefahrvoller Stunde wie ein vertrauter Diener beförderte. Wie manche Sorge wurde erleichtert durch das Bewußtsein, im Notbfalle sichere und schleunige Hilfe herbeirufen zu können. Wie be⸗ wundernswerth war die Organisation des deutschen Feldtelegraphen im letzten Feldzuge! Feldtelegraphen- Abtheilungen wurden arrangirt, mit allem Mög⸗ lichen ausgestattet und nummerweise nach den Armeecerps geordnet. Mit größter Vorsicht wurde die Erbauung einer Leitung vom Rhein nach dem Odenwalde den Tag nach der Kriegserklärung betrieben. Es galt, sich für etwaigen Rückzug vorzusehen. Die erste Station wurde bei Weißen⸗ burg errichtet. Suctesive wurde Hagenau, und nach dem Verlassen der Rheinlinie alle rückwärts der französischen Armee gelegenen wichtigen Punkte mit Stationen versehen. Die abgerissenen franzö⸗ sischen Leitungen um Straßburg wurden sogleich wieder bergestellt. Der telegrapbische Verkehr mit Deutschland kam in Betrieb für die Armee. Andererseits war Verbindung getroffen mit dem großen Hauptquartier, so daß auch genau, wie zur Zeit des Friedens, zur bestimmten Stunde Rapport erstattet werden konnte. Deßgleichen, nur in weit ausgedehnterem Maße, war dieses bei Metz der Fall. Kaum war Metz cernirt von deutschen Truppen, so war auch schon ein aus mehreren Drähten bestehender eiserner Reif in weitem Kreise um die Stadt und Forts gespannt, und Leitungen, gleich Fühlhörnern, nach etwa an- rückendem Entsatz, nach allen Richtungen ausge— zogen und entsprechend mit Stationen an der Spitze. Der Ostbahn, Straßburg⸗Paris, entlang wurden sämmtliche, etwa 20 Drähte, von den Deutschen benutzt. Obgleich diese oft tausendmal abgeschnitten und Stangen und stört waren, so gab dieses doch kein Hinderniß, den Dienst sofort aufzunehmen, denn sowie die deutsche Armee siegreich vordrang, marschirten auch zu gleicher Zeit mehrere Telegraphenabtheilungen, Leitungen bauend oder wieder herstellend, auf dem Fuße nach. Die Ausdehnung wurde groß. Bald drohte das Material nicht mehr ausreichen zu wollen. Da war aber auch schon eine mehr denn genügende Anzahl Apparate, Drähte und alles Mögliche auf dem Wege. So war man auch in diesem Fache aufs Sorgfältigste vorgesehen Der bis ins Detail großartigen und interessanten Cer⸗ nirung von Paris wurde schon unterwegs von Sedan aus vorgearbeitet. Leitungen wurden, soweit nur thunlich, strahlenförmig der Hauptstadt zugezogen. Wenige Tage nach der Cernirung war der Dienst um Paris herum auch schon im vollsten Gange. Vier, streckenweise sechs Leitungen umspannten in 20 stündigem Kreise die große Metropole. Mehr als 15 Stationen waren in den eisernen Kranz, der für Paris wohl ein Dornenkranz sein konnte, eingeflochten. Wie eine Spinne die Fäden ihres Netzes nach allen Rich · tungen zieht, so waren die Drähte viele Meilen Isolatoren zer- rung des Feindes zu melden. Aber auch nach der Stadt hin bis unter den Forts, versteckt in bombenfesten Räumen, waren Stationen errichtet. Solche hatten gleich detachirten Posten den Feind zu beobachten. Wie schlugen da die electrischen Pulse nach allen Seiten, wenn einmal da oder dort ein Ausfall drohte oder gar ausgeführt wurde. Und mit welcher Pünktlichkeit wurden damals die Berichte über die so drohend gewordene Loire- Armee an das große Hauptquartier gemeldet. Offenbar dankt der günstige Erfolg dieses so glorreich vollbrachten Werkes der letzten Krieg— führung viel dieser Einrichtung. Das große Hauptquartier Versailles war das Herz der Feld— telegraphie. Dort concentrirten sich alle Berichte, von dort gingen alle wichtigen Befehle und Mit- weit gespannt, um jede Bewegung oder Annähe⸗ theilungen aus. Ein Dutzend Apparate, worunter einige mit Typendruck, waren Tag und Nacht be⸗ schäftigt. Der Verkehr daselbst war, trotzdem man unausgesetzt direct mit Berlin und Frankfurt ar⸗ beitete, so stark, daß minder wichtige Depeschen mehrere Stunden auf Beförderung warten mußten. Wohl hemmten die Franktirturs hie und da den Verkehr einigermaßen, indem sie uns die Drähte oft doppelt und dreifach abschnitten. Aber meistens machten diese die Rechnung ohne den Wirth, denn das hinderte die Correspondenz in den meisten Fällen nicht im mindesten. Wir waren ja darauf vorgesehen. Da gingen Leitungen auf anderer oft umgekehrter Richtung nach der abgeschnittenen Station, und was macht dem Telegraphen einige Dutzend Meilen Umweg aus? Wenn's Noth thut, keine Minute! Aber den Franzosen macht das Abschneiden etwas aus. Wee die Herren Maires, auf deren Commune die Thaf verübt worden, lange Gesichter schnitten, wenn des anderen Tages der Führer einer Reiterpatronille ins Zimmer trat, den gespannten Catabiner in der Hand, höflichst eine Rechnung für einige Tausend Fres. Strafe überreichend! Aber auch wir schnitten den Franzosen Drähte ab, jedoch billiger. Da wurde ver- mittelst eines in der Seine gelegten Kabels mit Paris von Rouen aus corcespondirt. Wir entdeckten es und das Kabel verfiel der Scheere. Nach der Capitulation von Paris wurden sämmtliche fran⸗ zösische Telegraphen⸗Stationen auf den Forts von uns übernommen und war somit der dritte tele⸗ graphische Rayon um Paris in unserem Betriebe. Gegen Ende des Krieges waren gegen 100 Tele- graphen Stationen in Frankreich von uns besetzt und fär die Armee im Betriebe. Mehr als 300 Apparate mit über 500 Beamten waren in Thätigkeit. Wie viele tausend Depeschen während dieser neun Monate befördert worden sind, kann ich nicht angeben, jedoch hatte die Gesammtzahl 100,000 bei Weitem überstiegen. So hat nun gewiß auch die Feldtelegraphie ibr Redliches, Gutes in dieser großen Sache gelkistet. Oeffentliche Aufforderung 1883 Nachdem der Gaffwirth Konrad Hofmann II. von Schwalbeim zur Abwendung des Concursprozesses über sein Vermögen um Zusammenberufung seiner Gläubiger zum Zwecke des Abschlusses eines Stundungs⸗ oder Nachlaß ⸗ Vertrags gebeten hat, werden die Gläu⸗ biger desselben zur Anmeldung ihrer Forderungen und zum Versuche der Güte auf Montag den 14. August d. J., Morgens präcis 8 Uhr, unter dem Rechtsnachthbeile hierher vorgeladen, daß die ausbleibenden oder nicht gehörig vertretenen Gläubiger als den Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen Gläu— diger beigetreten angesehen und, falls ein Arran— gement zu Stande kommt, mit etwalgen Einwendungen gegen die Angabe des Schuldners über die Größe ihrer Forderungen ausgeschlossen würden. Bad⸗ Nauheim am 15. Juli 1871. Großherzogliches Landgericht Bad⸗Nau beim. Ulrich, Schnittspahn, Landrichter. Landgerichts ⸗Aßessor. Vergebung von Schreinerarbeiten. 1974 Die Erneuerung der Fußböden im Schullehrer⸗ seminar zu Friedberg, Mufikbau, Zimmer Nr. 2, veranschlagt zu 5 fl. 31 kr. 5 Gang des zweiten Stockes 23„—„ Schlafhaus 85„—„ soll im Submissionswege einzeln vergeben werden. Die Uebernehmer haben ihre Submiffionen mit dem Abgedot in Prozenten und der Auffchrift„Submisston zur Ueber⸗ nahme der Schreinerarbeit im Schullehrersemtnar zu Friedberg“ bis zum 14. d, M., Vormittags 10 Uhr, bel unterzeichneter Stelle verslegelt einzureichen, woselbsst die Bedingungen zur Elnsicht offen liegen. Friedberg den 3. August 1871. Großherzogliches Kreisbauamt Frtedberg. Re u ß. Mehl- Versteigerung. 1985 Freitag den 11. August d. Z., Vormittags 11 Uhr, sollen in der Bebausung des Fruchthändlers Jacob Stern dahier 100 Säcke öfterrelch- ungarisches Mehl Nr. 8 in kleineren Partien, je nach dem Steigliebhaber sich einfinden, öffentlich melfsbtetend gegen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg den 5. August 1871. In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Bekanntmachung. 1973 Montag den 4. September d. J., Nachmittags um 1 Uhr, soll auf biesigem Rathhause die Mühle zu Lindbeim, bestehend in 2 Mahlgängen, mitten im Orte am Nidderflusse gelegen, mit vollffändiger Wasserkraft, nebst dem dazu gebörigen Garten(238 D◻UKlafter), sowie 1806[OU Klafter Wiesen und Ackerland, unter den bei der Verffeigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen meistbietend versteigert werden und werden Kaufllebhaber hiermit eingeladen. Lindheim den 4. Auguft 1871. Der Massecurator G. König. Jagd Verpachtung zu Rödgen, Kreis Friedberg. 1987 Montag den 14. Auguf, Vormittags 9 Ubdr, soll in hiesigem Ratbbaus die Jagd in biefiger Gemarkung von circa 800 Morgen auf weitere 6 Jahre verpachtet werden. Rödgen am 8. August 1871. Großherzogliche Bürgermeiflerel Rödgen. W U Haus- Verkauf. 1961 Der Unterzeichnete verkauft sein für Kurfremde zum Logixen eingerichtetes Wohnhaus. Dasselbe liegt mit der Fronte in der Kurftrage, die andern Seiten grenzen unmitteldar an die Kurbrunneg und den schönen Kurpark, bat von allen Seiten freie Anficht, ig wegen seiner außerordentlich schönen und gesunden Lage, nach⸗ weis lich von Anfang bis zu Ende der Kur, von vor⸗ nebmen, achtbaren Familien dewohnt; die innere Ein⸗ richtung beßeht in 15, nach langjäbriger Erfahrung auf das Schönste und Angenehmste von mir selbst einge⸗ richteten eleganten Eimmern, ferner Waschküche, Mang⸗ stube, Trockendöden, überhaupt ist Alles, was beim Ver⸗ miethen an Kurfremde nöthig ist, vorhanden, ebenso ein prachtvolles Gärtchen mit schattigen Lauben. Kauflieb⸗ baber lade ich mit dem Bemerken ein, daß die ganzen Möbel mit beigegeben werden können und daß die Anzahlung mit Uebernahme der Hppothek eine sehr geringe ist. Bad⸗ Nauheim den 3. August 1871. Joh. van Baßhuisen, Zimmermetster. o If. Versteigerun g 1995 Freitag den 11. Auguff l. J., Nachmiftags 1 Ubr, werden auf hiesigem Rath bause circa 46 Centner Peu und „ 19 Malter Pafer öffentlich meistbietend unter den bei anzugebenden Bedingungen versteigert. Assenhelm am 9. August 1871. Großherzogliche Bürgermeisterel Assenhelm. e Patent Mals- Mehl von Brown& Polson in Paisly, Schottland, Hoflieserar ten Ihrer Mafestät der Königin von England, von den erslen ärztlichen Autoritäten wegen seiner leichten Verdauung als vorzügliches Nahrungsmittel sür Saͤug⸗ linge, Kinder und Reconvalescenten empfoblen. Außer— dem sebr geeignet für jede Haus haltung und Hötels, da man auf eine rasche und vortheilbafte Weise sehr schmackhaste Spelsen zubereiten, sowle Delicatessen aller Art, als Puddings, Omelettes, Blane mange, Confeect, Blocuits ꝛc. davon anfertigen kann. Alleiniger Vertreter I. Neubürger 1943 in Köln, Ursulagarten-Straße 12. der Versteigerung Fou c ar. Ein für Jedermann nützliches Buch ist: Der neue Hausarzt. Ein treuer Rathgeber in allen erdenklichen Krank- htitsvorsällen in jedem Alter. Vorzüglich für diejenigen, welche an Magenübel,— fehlerhafter Verdauung,— Verschleimung,— Schnupfen,— Husten, Hypochondrie,— Glieder⸗ reißen, Krämpfe,— Fieber,— Hämorrhoiden und Hautkrankheiten leiden, nach Hufeland, Ruft, Richter und Tissot, nebst einer Hausapotheke. Bearbeitet für Nich tärzte. Siebente Auflage. Preis 1 fl. 30 kr. Für den ebigen Preis erhält man durch dies sehr hülfreiche Buch die Anwelsungen, 220 Krankheiten obne ärztliche Hülfe zu debandeln und möglichst zu beilen, wie auch eine sür Jedermann nützliche Hansapotbeke, welche die heilsamen Wirkungen und die Anwendung der vorzüglichsten Kräuter und Wurzeln enthält, als: Baldrian, Enzian, Senf, Feuchelsamen, Flie⸗ dern, Kamillen, Wachholdern, Kalmus, Cre⸗ mortartari, Glaubersalz u. s. w. Vorräthig bet Bindernagel& Schimpff in Nlederlage in Friedberg bei W. Bernbeck. Friedberg und Bad Nauheim 1989 6 0 6 1 Bei G. G. Lange in Darmstadt ist erschienen und in der Buchhandlung von 4 Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim zu haben: 0 Anhang vom Einmachen der Früchte.— 16. unveränderte Auflage mit 1 Stahl- stich. 80. geh. 54 kr. Dasselbe fein geb. in englische Leinwand 1 fl. 12 kr. Ossenheimer Wäldchen. 06 Kachgen Sonntag als am 13. d. M. findet dahier Harmonie- und Tanzmusik stcatt, wozu freundlichst einladet G. F. Kornudörfer. —— ä— . Ungarische fl. 100. Prämien ⸗Loose. 1905 Osese Locse von der Königl. Ungar. Regierung garantirt, gehören unstreltig zu den sichersten f Lotterie- Papieren. 8 Ziehungen am 15. August, 18. November, 15. Februar, 18. Mai. Haupttreffer: fl. 280,000, 200,000, 180,000, 100,000 u. s. w. 5 Jedes Loos muß mit mindestens fl. 108.— gezogen werden. Die Gewinne erleiden keinen f Steuer- Abzug. 25 In die nächste Ziehung vom 15. August fällt der größte Treffer von fl. 280,000.— Diese Loose find bei allen Bank⸗ und Wechsel⸗Häusern des In⸗ und Auslandes zum 8 jeweiligen Tages⸗ Cours zu haben. 5 —— 8 — 1 N. R. Levy Katharinenpforte 1 Frankfurt a. M. ö ö 0 ö 1679 empfiehlt von seinem vollständig sertirten Lager eigner bester Anfertigung: ö 1 Winter ⸗Ueberzieher von fl. 12. bis 70 fl., 0 f 7 Anzüge„„ 30.„ 90„ 1 1 50 Beinkleider„ 6. 20 13 Knaben Anzüge, Paletots, Schlaftöcke, Joppen und Säckchen in großer i Aus wahl zu den verschiedensten Preisen, 115 Stoff Lager in französischen, englischen und deutschen Fabrikaten zur f Anfertigung nach Maaß, eleganter und modernster Arbeit. 1 Haudusenstein& Vogler, 0 1 Me 7 1 Zeitungs- Annoncen- Expeditien 1 5 5(Bureau de publicité) in Frankfurt am Main, grosse Gallusstrasse Nr. l, 9 1 N in Rasel, Steinenberg 29, in Lelpzig, Markt 17, „Berlin, Leipzigerstrasse 46. 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Mehrere Soldaten. 8 2 a 2, 1994 Der Solmser Zwetaverein der Gustav⸗Adolf⸗ Der Verkauf von 66,000. selt 3 Zeit Seiftung beabsichlat Miltwoch den 16. Auguf sein ist wohl der beste Beweis seiner anerkannten rauch barkeit. Jahresfest in Hungen zu feiern. Herr Pfarrer Schnabel —[voa Nleder⸗Moos wird die Festpredigt halten. Der Gottesdlenst nimmt um 10 Uhr Vormittags seinen Anfang. Alle Freunde des Verekns werden zur Thell⸗ nahme an diesem Feste freundlichst eingeladen. Der Bor st and. Jioologischer Garten in Srantzsürt a. A. Besten Syrup 10 0 1983 Sonntag den 13 August Morgens von 6 Uhr bis Abends ist der Eintrittspreis auf 1957 bei Wilhelm Fertsch. 1 12 Kreuzer per Person ermäßigt. 5 fi N Nachmittags 4 Uhr Concert vom Musik- Corps des Rhein. Dragoner Regiments Nr. 5. V e r U Ore u. er Verwaltungsrath. 1984 Ein hoͤlzerner Fächer, mit Damenportrait und Buchstaben bemalt, wurde im Nauheimer Park verloren. Der redliche Finder wird gebeten, denselben gegen eine J gute Belobnung an Herrn Kaufmann Weiß in Nau⸗ beim abzugeben. 5 Wilhelm Jernbeck, Colonial-, Material-& Farbwaaren⸗Handlung in Friedberg 1487 nächst der Burg. Lager in allen Sorten Tabaken und Cigarren. 1995 Es wird als Hausknecht zum sofortigen Eintritte in den Dienst ein junger kräftiger Bursche, von dem ein ordentliches Betragen verlangt wird, gesucht. C. L Trapp Nachfolger. (Hötel Trapp.) Ein Logis 1990 im oberen Stock unseres Hauses ist zu vermiethen und kann alsbald bezogen werden. Geschwister Bechstein. Foulards, 252 seldene Umknöpftücher, schwaꝛ ze seidene Halstücher und Halsbinden bet K. Friedrich neben der Post. Frucht ypreise. ber Malter. Friedberg, 8. Augufsl. Waizen 13 fl. 45 fr.; Kore 10 fl.— kr.; Gerste 7 fl. 20 kr.; Hafer 5 fl. 40 kr. Frankfurt, 7. August.(200 Zollpfund.) Waizen 13½—14½j Korn 10] Gerste—; Hafer 9103 Nüböl(100 Zollpfd.) ohne Faß 26; Branntwein(50% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß—. Grünberg, 5. August. Waizen 13 fl. 54 kr. Korn 11 fl. 6 kr.; Gerste 7 fl. 47 kr.; Hafer 5 fl. 24 k.; Molter— fl.— kr.; Erbsen 14 fl.— kr.; Wicken— fl. — kr.; Saamen 21 fl. 54 kr.; Kartoffeln— fl.— kr. Mainz, 4. August. Waizen 12 fl. 38 kr.; Korn 10 fl. 34 kr.; Gerste 7 fl.— kr. 3 Hafer 5 fl. 5 kr.; Kartoffeln 3 fl. 30 kr.; Reggenstroh per 100 Gebund 32 fl. schürzen sowie Hosenträger bei K. Friedrich neten der Pofl. C br se ˖ ˖ e n Neue holländische 1988 zum Fabrikpreis bei an Wilhelmine Keller Vollhätinge! erg 1993 Ich warne hiermit Jedermann auf meinen Namen 1956 bei Wilhelm Fertsch. etwas zu borgen, inrem ich für nchle bafte, Bockenheim bei Frankfurt a. M. im Augufl 1871. Josef Greil. DO blaten Für Schnlenn: in Schachteln à 2 und 3 kr. empfeblen Bindernagel& Schimpff. 8 n 0 Maße Jübar, Pik ech n Geld Cours. Frankfurt am 8. August 1871. 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