2* Gindertase * der ttut Wohl; babs, unt pyttes. lub k- Handschuhe ee gl Fertsch. erde 5 Needer teig übertragen icat tupfohlen. Zöbne. Adel. der billigte Weis, „ Srauettt — 1 51 816 bürger⸗ 1 8 sesortigem 1 en, ertlaust In —„ Naubein. nnr — —— * 1871. Ober Dienstag den 9. Mai. M 54. hessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Sritdberger Intelligenzblatt. 2 Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. S———— Amtlicher Theil. Warane Settreffend: Tollwuth von Hunden. Andreas Markgraf zu Ilbenstadt. Der in unserer Bekanntmachung vom 5. d. M. erwähnte, mit der Tollwuth behaftete, inzwischen getöͤdtete Daselbst hat er mehrere Thiere gebissen. Orte Ilbenstadt, Assenheim und Bruchenbrücken ausgedehnt. Friedberg den 5. Mai 1871. N ü een Großherzogliches Kreisamt Friedberg. N Haas, Kreis⸗Assessor. ie nennen betteffend: Maßregeln gegen die Rinderpest. ch m a , 5 Den im Abdruck nachstehenden Erlaß der K. K. Landesregierung zu Salzburg bringen wir zur öffentlichen Kenntniß. Friedberg den 5. Mai 1871. Mit Bezug auf die geehrte Note vom 2. April a. c. Nr. 10859/13246, tetreffend die Maßregeln gegen die Einschleppung der Rinderpest, be⸗ rt sich die Landesregierung Salzburg Eine hochlöbliche k. Regie— jung von Oberbayern über die in den k. k. österr. Staaten auf Grund des Gesetzes vom 29. Juni 1868, betreffend die Hintanhaltung ind Unterdrückung der Ninderpest zur Ein⸗ bezw. auch Durchfuhr ton Rindern, Schafen und Ziegen oder der von vorbezeichneten Thieren stammenden Rohprodukte dahin in gefällige Kenntnißnahme u setzen, daß diesen Sendungen ein von fachmännischer Seite bräcis ausgestelltes Ursprungs- und Gesundheits⸗ zeug nit, welches mit dem Visum der betreffenden poli- zeilichen Behörde versehen u ist, beigegeben sein muß. Auf Zeugnisse, welche in den unbestimmten Ausdrücken„diese haute wurden in seuchenfreien Orten aufgekauft abgefaßt erscheinen, kann darum keine Rücksicht genommen werden, weil ja hierin doch noch nicht die Thatsache begründet liegt, und dieß ist eben das wich— igste, daß auch die Thiere, von denen diese Häute eben herstammen, jener seuchenfreien Gegend wirklich gehalten, mit keinem verdäch— igen Viehe oder dessen Abfällen in Contakt gebracht, durch keine derseuchten Orte geführt und in solchen auch nicht geschlachtet wurden. ö Der vielseitige Nexus, in welchem gegenwärtig noch Länder— teile des Königreiches Bayern eben mit Elsaß, Lothringen und selbst Großherzogliches Kreisamt Friedberg, B. d. K.: Haas, Kreis ⸗Assessor. mit fran zösischen Ländergebieten stehen, gestattet der Landesregierung nicht, von der Beibringung der Ursprungs- und Gesundheits-Zeugnisse ein Abkommen eintreten zu lassen, sondern muß dieselbe, ohne eine anderweitige Beschränkung des Verkehres auf deren weiterer Beibringung auch fortan beharren. Nachdem alle dieß bezüglichen Sendungen aus Würtemberg und Baden, aus Theilen des nördlichen Deutschlands und aus der Schweiz zum Importo nach Oesterreich ihren Weg auch durch Bayern nehmen, erlaubt sich die Landesregierung, da alle derartigen Transporte, wenn deren Zeugnisse nicht in der obenbezeichneten Weise ausgestellt er⸗ scheinen, wieder über die österr. Grenze nach Bapern zurückgewiesen werden, demnach die Bayer. Bahnverwaltungen in erster Linie in Mitleidenschaft gezogen werden, eine löbl. k. Regierung für Ober⸗ bayern diensthöflichst zu ersuchen, auch die unterstehenden dieß bezüg⸗ lichen Grenzstationen eben dahin instruiren zu wollen, daß mangel⸗ haften oder gar nicht legitimirten Sendungen lebender Wiederkäuer oder von solchen stammenden Rohprodukten an der Grenze der österr. Staaten der Eintritt verweigert wird. Salzburg am 7. April 1871. Für den k. k. Landes⸗Präsidenten. gez. Ebner. Deutsches Reich. Hund war Eigenthum det Wir haben deshalb heute die angeordnete Hundesperre auf die Darmstadt, 6. Mat. S. K. H. der Groß⸗ hirzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung zeruht: am 26. April: 1) nachfolgende Officiere ur Reserve zur Linie zu versetzen, nämlich: die geutenants von Riedesel Freiherrn zu Eisenbach und Altenburg im 2. Reiter-Regt,., Zahn im 2. Reiter-Regt., v. Strzemiezuy im 1. Jäger⸗Bat., Ebel im 2. Inf.⸗Regt., Goldmann im 2. Inf. Kegt., Schott im 3. Inf.⸗Regt, Bornemann im 9, Inf.⸗Regt.; 2) zu Lieutenants zu ernennen: die Portepéefähnriche Freiherrn von Hertling im 1. Jäger⸗Bat., Goldbeck im 2. Jäger⸗Bat,, Geisel h 3. Juf.⸗Regt., Kepdell im 3. Inf.⸗Regt., Herden im 3. Inf.⸗Regt., Deter im 3. Inf. Regt.; am 27. April: den charakterisirten Oberst id stellvertretenden Brigade-Commandeur Klingel- löffer zum wirkl. Oberst, den charakterisirten Oberstlleutenant Pabermehl, Commandeur des Gsatzbataillons 3. Infanterieregiments, zum wirk- lichen Oberstlieutenant, die charakterisirten Majore 1. Wachter, Commandeur des Ersatzbataillons 1. Infanterieregiments und Wehland, Adjutant beim stellvertretenden Armee⸗Divisions-Commando zu wirklichen Majors und am 3. Mal: den Haupt- nonn und Batteriechef Reh vom Großherzoglichen Atillerlecorps zum Major, mit Belassung seiner seltherigen Stellung zu ernennen. f Darmstadt. bey Verhandlungen über die Modification und Zu den in Berlin bevorstehen⸗ Mänderung der preußisch-hessischen Militärcon— vention sind die hessischen Bevollmächtigten, Bri⸗ gade⸗Commandeur und Oberst v. Lyncker und Ober-Kriegsrath Niepoth von hier abgereist. — Dem Ministerialrath an dem Ministerium der Finanzen, August Schleiermacher, ist die Stelle eines landesherrlichen und ersten Mitglieds der Direction der Staatsschulden-Tilgungskasse als Nebenstelle übertragen worden. Nach hier eingelangten zuverlässigen Nachrichten wird die hessische(25.) Division in der Kürze Donjeux verlassen und in der Gegend von Epinal Can— tonnements beziehen. Mainz. Zustimmungsadressen an die Mün- chener Pfarrgeistlichkeit sind aus unserem Lande ergangen von den Decanaten: Dieburg Lnebst bischöflichem Knabenconvict), Nieder-Ingelheim, Alzey und Worms. Berlin. Der„Nordd. Allg. Ztg.“ zufolge ist Fürst Bismarck nach Frankfurt a. M. zu einer Besprechung mit Jules Favre abgereist. Die Legationsräthe Bucher und Graf Hatzfeld, sowie der Legationsseeretär Graf Wartensleben beglei— ten den Fürsten. — 5. Mai. Reichstag. Bei der ersten Be— rathung über den Gesetzentwurf, betreffend das Postwesen des deutschen Reiches, erklärt General— Postdirektor Stephan gegenüber den Aeußerungen mehrerer Redner, dem Postzwang seien in Deutsch— land die engsten Grenzen gezogen, das Briesmo— nopol abzuschaffen sei unmöglich, da sonst die Post- anstalt selbst in Frage gestellt würde. Das Haus beschließt zweite Lesung im Plenum. Es folgt die erste Berathung des Gesetzentwurfes, betreffend das Posttaxwesen im deutschen Reiche. Auf eine An⸗ frage Ritibergs erklärt der Generalpostdirector, das Landbriefbestellgeld für Kreuzbandsendungen werde vom 1. Januar 1872 in Wegfall kommen. Die von Ackermann gewünschte Einführung des Pfennigtarifs erklärt der Generalpostdirektor für unmöglich. Das Haus beschließt zweite Lesung im Plenum. — Aus officiöser Quelle verlautet, daß man bezüglich Elsaß⸗Lothringen einen Ausgleich mit der französischen Ostbahngesellschaft erwartet. Nöthi⸗ genfalls würde die Eisenbahn expropriirt. Es ist gegründete Aussicht vorhanden, daß der Gesetzeut⸗ wurf der Zukunft des Elsasses nicht vorgreift. Die Mitwirkung des Reichstags bei den definitiven Einrichtungen bleibt vorbehalten. Frankfurt, 6. Mai. Fürst Bismarck und Jules Favre's sind gestern dahier eingetroffen. Der Erstere wohnt mit seiner Begleitung in dem eben erst eröffneten prachtvollen„Hotel zum Schwanen“, Jules Favre mit den französischen Friedensbevollmächtigten im„Russischen Hof.“ In Begleitung des Fürsten befinden sich Graf Hatzfeld und Herr Lothar Bucher. Herrn Jules Favre begleiten der junge Graf Fenelon, Sohn des früheren französischen Gesandten am deutschen Bunde, und Herrn Clere, der bei dem Abschluß des deutsch⸗französischen Handelsvertrages mit- wirkte. Baron R. v. Erlanger hatte eine andert— 5— halbstündige Audienz beim Fürsten. Die Anwesen⸗ beit der beiderseitigen diplomatischen Unterhändler wird mehrere Tage dauern, man behauptet sogar, sie werde eine volle Woche in Anspruch nehmen. — Abends. Die erste Conferenz des Fürsten Bismarck mit Jules Favre hat stattgefunden und dauerte von 1—4½ Uhr. Favre fuhr zu der angegebenen Zeit in sein Hotel zurück; seine Miene war ernst und keineswegs zutrauensvoll. Kurz darauf trat Fürst Bismarck aus dem Schwan- Hotel und begab sich ohne Begleitung zu Fuß über den Steinweg nach der Zeil, wobei ihm die Menge stürmische Hochs brachte.— Die zweite Sitzung der Conferenz des Fürsten Bismarck und J. Favre's dauerte von 8 Uhr Abends bis 12 Uhr Mitternacht. Wiesbaden. Da die Zeitverhältnisse die Abhaltung der Generalversammlung des deutschen Protestantenvereins zur gewohnten Zeit, in der Pfingstwoche, noch unthunlich erscheinen lassen, so hat der Ausschuß des genannten Vereins be— schlossen, auf den 31. Mai eine protestantische Notablenversammlung hierher zu berufen. München. Vor einiger Zeit wurde die Ab⸗ sendung von Mannschaft, Pferden und Kriegs- material nach den in Frankreich stehenden baye— rischen Truppen sistirt. Neuerdings wurde be— fohlen, daß dieselbe insoweit wieder aufzunehmen sei, als die dauernde Erhaltung der Schlagfertig⸗ keit der Truppen es erforderlich macht. Vom Oberrhein. In Schlettstadt cireu— lirt eine Petition, welche die Schleifung der Festungsmauern und die Beibehaltung des Tribu⸗ nals befürwortet. Mühlhausen. Vor einigen Nächten wurde hier auf einen Wachtposten geschossen. Der Atten⸗ täter, der das Anrufen des Wachtpostens mit einem Revolver⸗ und Pistolenschusse beantwortete, wurde sogleich festgenommen und in Sicherheit gebracht. Ausland. Schweiz. Genf. Die französische Ge⸗ sandtschaft verlangt die Auslieferung des ehema— ligen bonapartistischen Präfecten Janvier de La Motte, welcher des Bestehlens der Präfecturcasse beschuldigt ist. Der Staatsrath wird ohne Zweifel dem Verlangen der Auslieferung nach genauer Untersuchung der Beweise nachkommen. Zürich. Das Bundesgericht in Zürich hat in Sachen des Tonhalle⸗Scandals die Untersuchung geschlossen und 42 Personen vor die eidgenössischen Assisen verwiesen, die Klage gegen die Uebrigen niedergeschlagen. Frankreich. Paris, 4. Mai, Abends. Heftiger Kampf ohne Ruhepausen auf allen Punk— ten. Die Kanonade währt schon den ganzen Tag und die Nacht hindurch. Das Fort Issy ist seit heute Mittag verstummt. Im Schloß von Issy ist Feuer ausgebrochen.— Die Preußen haben in den Casematten des Forts von Vincennes Nach— suchungen veranstaltet und verborgene Munitions- vorräthe entdeckt und weggenommen. Die Na— tionalgarden find fast bis an die Thore von Paris zurückgegangen. — Die Ligue de Union républicaine hat an die Commune und Thiers die dringliche Auf- forderung gerichtet, eine Waffenruhe von 20 Tagen eintreten zu lassen.— Fort Issy befindet sich noch immer im Besitz der Föderirten, obwohl es voll— ständig zerstört ist. Die Besatzung deckt sich hinter Brustwehren, welche sie aus Trümmern und Ma⸗ tratzen errichtet. Issy feuert sehr selten, erhält dagegen sortwährend einen Hagel von Kugeln. Vanvres wird ebenfalls sehr heftig beschossen. Die Besatzung dieses Forts hat stark gelitten und ant⸗ wortet sehr selten. Die Versailler haben heute eine gewaltige Batterie in Montretoul demaskirt, welche Auteuil, Point du jour und Passy bedroht. Die Regierungstruppen haben von der Insel Point Germain Besitz ergriffen, wo sie eine Batterie errichtet haben, um den Viaduct von Point du jour und die Kanonenboote zu beschießen. Mont⸗ rouge, Hautes Bruperes und Moulin Saquet haben unter dem Bombardement stark gelitten. Die Föderirten antworten kräftig. Dieselben halten alle Gräben bei Villejuif und Jory besetzt. — 5. Mai, Morgens. Die Journale der Commune bestätigen, daß die Föderirten gestern die Redoute Moulin Saquet, welche von den Ver⸗ saillern vorgestern erobert worden war, wieder besetzt haben. Die Verluste sollen auf beiden Seiten groß gewesen sein. Die Blätter schreiben das Gelingen des Ueberfalls in der Nacht vom Mittwoch dem Verrath des Commandanten Gallien und eines Artilleriecapitäns zu, welche den Ver⸗ saillern das Losungswort verkauft hätten. Gestern erlitten die Pariser bedeutende Verluste an Ver- wundeten und Gefangenen. Auch einige Kanonen gingen verloren.„Cri du peuple“ versichert, der Bahnhof von Clamart sei von den Parisern wie- der genommen und das von den Versaillern be— setzte Schloß Issy durch Granatfeuer der Ersteren in Brand geschossen worden. In Neuillg sollen die Pariser einiges Terrain gewonnen und in der Rue des Huissiers eine Barrikade errichtet haben, um die Barrikade an der Rue Peyronnet und dem Rond Point d' Inkerman im Rücken zu fassen. In Levallois und Neuilly sind durch das Feuer des Mont Valerien zwei Feuersbrünste ausgebrochen. — Abends. Heute lebhaftes Bombardement gegen die Südforts. Die Versailler haben jetzt im Ganzen 128 Batterien um Paris zur Ver⸗ fügung, und zwar 54 Batterien Positionsgeschütze, 62 Batterien gezogener Geschütze und 12 Bat⸗ terien Mitrailleusen. Das Geschütz- und Gewehr— feuer dauert in Neuilly und As nières auf beiden Seiten fort. Dem Vernehmen nach gedenkt das Centralcomite die Einreihung aller Diensttauglichen in die Nationalgarde mit Strenge durchzuführen. — 6. Mai, 8 Uhr Morgens. Das Central⸗ comite hat alle seine früheren Machtbefugnisse zu— rückerhalten. Das Kriegsministerium und die von diesem abhängenden Behörden sind der Controle des Centralcomites unterstellt worden. Dasselbe hat Depeschen empfangen, wonach die Föderirten den Pare Epine bei Issy besetzt hätten und die Position von Vanvres mit Erfolg behaupteten. Fort Issy wäre noch immer haltbar. Im Westen hätten die Föderirten die Barrikaden des Boule— vard Binequ und eine Barrikade der Insel Grande Jatte genommen. Blachet, Mitglied der Com- mune, ist verhaftet worden. — Rossel wurde leicht verwundet. Oberst Okolo⸗ wicz ist an den Folgen seiner Verwundung gestorben. — Abends. Eine Depesche des Commandan⸗ ten dee Forts Vincennes an das Kriegsministerium sagt, daß sich in Vincennes eine Reaction gegen die Commune fühlbar mache. Der Commandant verlangt dringend Verstärkungen. Versailles, 4. Mai. General Lacretelle hat in vergangener Nacht Moulin-⸗Saquet bei Villejuif genommen, dasselbe jedoch wieder ge— räumt, da es zu stark dem feindlichen Feuer aus- gesetzt ist. Die Insurgenten verloren 150 Todte, 300 Gefangene und 10 Kanonen. j 5. Mai, 10 Uhr. Das„Journal officiel“ zeigt an, daß Jules Favre und Pouper-Quertier gestern nach Frankfurt abgereist, wohin sich Fürst Bismarck ebenfalls begeben wird. Diese Zu— sammenkunft hat zum Zweck, gewisse Schwierig keiten, welche bei den Brüsseler Verhandlungen entstanden sind, gemeinsam zu regeln, und auf schnellere Weise die Unterzeichnung des definitiven Friedensvertrages herbeizuführen. Nach Privat- nachrichten hörte man gestern um Fort Issy herum lebhaftes Geschütz- und Gewehrfeuer. Die Kämp⸗ fenden halten noch immer dieselben Positionen besetzt. Die Arbeiten, um das Fort Issy von allen Seiten zu cerniren, werden fortgesetzt. Nach⸗ richten aus Paris vom heutigen Tage 5 Uhr Morgens zufolge erklärt das„Journal officiel“ der Commune, die Einnahme der Redoute von Moulin Saquet sei durch Verrath erwöglicht worden. Dasselbe Blatt behauptet, die Föderirten hätten den Bahnhof von Clamart wieder besetzt. Dies ist vollständig irrig. — 6. Mai, Morgens. Heftiges Geschütz⸗ und Gewehrfeuer in der verflossenen Nacht und beute früh vereinzelte Kämpfe in den Trancheen. Einige Gefangene gemacht. Unsere Acbeiten rücken trotz des äußerst lebhaften feindlichen Feuers der Enceinte immer näher. Fort Issy ist von Fort Vanvres vollständig isolirt. Die Berliner Tele— gramme englischer Blätter, nach welchen Preußen bam gedroht hätte, in Paris zu interveniren, wenn der ibi Aufstand in einer bestimmten Frist nicht unter⸗ dom drückt wäre, entbehren der Begründung.— Die id Depesche des Generals v. d. Tann an die Com- mune betrifft nicht die Freilassung des Erzbischofs Darboy, sondern das Fort Vincennes, für welches der General nur eine Besatzung von höchstens 200 Mann einräumt. Die Preußen fangen die für Paris bestimmten Lebensmittelzüge auf, ohne dem Ansuchen der Commune, über dies Verfahren Erklärungen zu geben, Folge zu leisten. — In letzter Nacht fand ein lebhafter Kampf in der Tranchee statt, welche die Fort Issy und Vanvres verbindet. Die Regierungstruppen nahmen alu eine zwischen den beiden Forts gelegene kleine F a0 Schanze und machten mehrere Gefangene. Sie cel räumten die Schanze jedoch wieder, da dieselbe f 1 zu sehr dem Feuer des Forts Vanvres ausgesetzt E. glei ist. Unsere Verluste belaufen sich auf ungefähr F den 80 Todte und Verwundete; die Verluste der aus! Föderirten sind beträchtlicher. ö 15 — Die Versailler führen Arbeiten längs dem 17 Eisenbahndamm aus, um Issy von Vanvres zu iso⸗ tauft liren. Das Bombardement der Forts wird fortgesetzt. Obe —„Reveil“ will wissen, daß in Genf sehr 15 rührige bonapartistische Intriguen im Gange sind. 110 Mehrere hohe Persönlichkeiten des Kaiserreiches wären daselbst angekommen. Täglich träfen aus geg Frankreich, namentlich von Saint Germain en wil Laye, Emissäre ein. d — Das„Journal officiel“ dementirt das 18 Gerücht von der Verwundung Rossell's. Ver- ver handlungen wegen einer Waffenruhe sind einge⸗ Ge leitet, welche den Zweck hätten, den Einwohnern 18 von Issy, Vanvres und Montrouge zu ermöglichen, N 1 sich in Sicherheit zu bringen. dal — Abends. Es herrscht hier große Panik. en Heute Morgen ist im Fort Vanvres eine große eig Anzahl von Nationalgarden von ihrem Posten desertirt. Dieselben suchen wieder nach Paris zu gelangen. Man bat Vorbereitungen getroffen, um heute Nacht die Gürtelbahn vor der Porte 117 Maillot in die Luft zu sprengen. Belgien. Brüssel Baron v. Arnim ist nach Deutschland abgereist. Declere, Goulard und die anderen französischen Bevollmächtigten haben sich nach Versailles begeben. Jules Favre ist nicht eingetroffen. Die Bevollmächtigten werden Dienstag hierher zurückkehren. Großbritannien London, 5. Mai. Der„Times“ wird aus Versailles gemeldet: Das Feuer auf Issy wird heftig fortgesetzt. Auteuil wird ebenfalls bombardirt. Die Einwohner flüchten von dort. Der Verlust der Föderirten am Freitag wird auf 2000 Mann geschätzt. — Im Oberhaus theilt Carl Granville mit, Dr. Livingstone sei in Sicherheit, und seien dem⸗ selben Vorräthe zugeschickt worden.— Im Unter⸗ haus erklärt auf eine Interpellation der Unter- staatssecretär Enfield, zwischen England, Frank- reich, Oesterreich, Preußen und den Kleinstaaten Deutschlands hätte im Jahre 1866 keine Corre⸗— spondenz bezüglich der Forderung Frankreichs auf Abtretung von Mainz und theilweise Abtretung der Rheinprovinz stattgefunden. — Graf Bernstorff überreichte der Königin sein Beglaubigungsschreiben als kaiserlich deutscher Boischafter, sowie ein Handschreiben des Kaisers. — Der„Times“ zufolge waren bis jetzt 5000 Föderirte gefangen worden. 0 Italien. Turin. Die Polizei hat eine weitverzweigte Verschwörung der„Internationale“ entdeckt. Wie verlautet, waren in Turin, Genua, Mailand, Livorno, Bologna und Rom Aufstände vorbereitet, welche gleichzeitig losbrechen sollten. Rußland. Von Reisenden wird der„Office. Ztg.“ der öffentliche Gesundheitszustand der russi⸗ schen Hauptstadt im nachtheilichsten Lichte geschildert. Die Cholera-Epidemie ist noch immer im Zunehmen. Die Zahl der täglichen Opfer der Epidemie ist bereits auf 100 bis 120 gestiegen. Außer der Cholera grasstiren in St. Petersburg auch der Typhus und die schwarzen Blattern, die ebenfalls. einen epidemischen Charakter haben und zahlreiche — S ern d 1 onen ene nes 107 us ZZ Opfer fordern. uppen nahmen gelegen flin Langen. Sit , da dieselbt N aut ausgesett 5 A gh 3 ö Verluste der 2 Aten längs dem II arorts zu iso- dud sortgtsttzt. In Genf sehr 95 in Dugze fund. 1 Kaiserrtiches uu mösen aut Gmain e 0 demtntirt 8 dec. Aer, de sind einge n Cinwobnerr t trmöglichen,* geh Hau ett kint großt bre Posten 8 tach Paris zu 1311 getroffen, r ber Porte 1 b. Arnim ist ut, Goulard mellnächtigten Julte Forte ichtigten perden 7 2, 5. A0. zenülbel: Dt et. Auttul „ Cinpoburt der Födtritten geschäͤgl. Frarzille mi, ut stien dem“ . J Unter“ 11 der Lale gland, ziun „ Atinstaatt“ 5 kant Cen. Frankttiche 0 Abtretung er Lenigin salit berssche a tt Faisets. 1 jezt 5000— v„inaslleidse ashes nebst l e eee es f 7 franzöfischen Gefangenen sind dieser Tage nach Darmstadt verbracht, und in das dortige Gefangenen-Depot aufge⸗ nommen worden, um später von dort aus nach Frankreich » Friedberg. Die wenigen hier noch zurückgebliebenen zurückzukehren. Die kleineren Gefangenen Depots des Großherzogthums sind nunmehr sämmtlich aufgelöst. Frankfurt. Der aus dem Justizrath Dr. Geyger, Baiss, Dr. Hahn, Dr. Knopf und Scheidel bestehende ge⸗ schäftsführende Ausschuß des Gründungscomites der in Frankfurt a. M. zu errichtenden landwirthschaft⸗ lichen Creditbank hat durch Rundschreiben die Ge— nossenschaften im Großberzogthum Hessen, in der preußi⸗ schen Provinz Hessen-Nassau und im westlichen Bayern aufgefordert, durch Zeichnung von Aetien zur festen Be⸗ gründung des Unternehmens beizutragen. Die Bank werde es sich zum Grundsatz machen, bei allen Geschäften in erster Linie ihren Actionären dienlich zu sein. Die Summe der Actien und das Nähere über die Einzahlung sei statutenmäßig so festgesetzt, daß es keiner Genossenschaft, auch nicht der kleinsten, schwer fallen könne, sich die Vor⸗ tbeile einer Verbindung mit der Bankanstalt zu sichern. Frankfurt. Der hiesige Verschönerungsverein hat in seiner jüngsten Sitzung das Project berathen, als eine bleibende Erinnerung an die Ereignisse des Jahres 1870/71 den am Taunusthor aufgestellten Triumphbogen in Stein auszuführen und zwar in vergrößertem Maßstabe. Offenbach. Die letzten dabier internirten französi— schen Gefangenen, 80 an der Zahl, sind vor einigen Tagen nach Darmstadt verbracht worden. Mehrere derselben ver— kauften vorher auf einem gemeinsamen Spaziergange in Oberrad ihre überflüssigen Kleider und Leibgeräth. Vor einigen Tagen wurden diese Truppen von Frau Marschall Mac Mahon, welche noch in Wiesbaden wohnt, besucht und reichlich beschenkt. Darmstadt. Ein großer Theil des Rieds sseht gegenwärtig unter Wasser, wodurch ein enormer, im gegen⸗ wärtigen Augenblick noch nicht berechenbarer Schaden an Feldsrüchten verursacht wird. Leipzig. Die medicinische Facultät der Universität Leipzig hat Folgendes über die Blatternkrankheit veröffentlicht:„Es ist an die unterzeichnete Facultät das Gesuch gerichtet worden, sich darüber zu erklären, ob mit Gewißheit anzunehmen sei, daß die Einimpfung der Kuy⸗ pocken einen Schntz gegen die Menschenpocken gewähre, und ob dieser Schutz wärend des ganzen Lebens fort⸗ dauere; oder ob eine Wiederholung der Impfung zu empfehlen sei. Wir sprechen unsere auf vieltausendfältige eigene und fremde Erfahrung sich gründende Ueberzeugung in Folgendem aus; 1) Die Einimpfung der Kuhpocken gewährt einen fast unbedingten Schutz gegen die Menschen⸗ pocken(Blatternkrankbeit), falls nicht etwa zufällig bereits vor der Einimpfung die Ansteckung mit der Pockenkrankheit stattgesunden hat. 2) Dieser Schutz erstreckt sich jedoch nicht auf die ganze Lebenszeit, sondern es pflegt die Em- pfänglichkeit für die Menschenpocken, wenn auch in ge— mildertem Grade, sich allmählich wieder einzustellen. 3) Deßhalb ist die Wiederholung der Impfung(Revac⸗ cinatton) nach Ablauf von böchstens zehn Jahren, bei epidemischem Auftreten der Pocken unter allen Umständen dringend anzuempfehlen.— Leipzig, den 23. April 1871. Die medicinische Facultät. Wien. Hiesige Blätter melden von einer surchtbaren Pulverexploslon, die sich Mittwoch bei Felixdorf (unweit Wiener-Neustadt) ereignet hat. Die zwischen ersterem Orte und Theresienfeld belegene Pulverstampfe ist unter donnerartigem Getöse in die Luft geflogen. Wie viel Menschenleben dabei geopfert sind, ist noch nicht con⸗ statirt, ebensowenig als die Veranlassung des Unglücks. Wie man dem„Fremdenblatte“ schreibt, wurden vorerst 9 bis zur Unkenntlichkeit verstümmelte Leichen aus dem Schutthaufen herveorgezogen. Zwei schwer Verwundete, die man kaum am Leben zu erhalten hofft, sind ins Spital geschafft. Brünn. In der Nacht zum 27. April wurde, wie der„Tagesdote aus Mähren“ berichtet, durch disher un⸗ bekannte Thäter in die in Wranau unterhalb der Kirche befindliche fürstlich Liechtenstein'sche Gruft eingebrochen. Mehrere Särge wurden geöffnet and die Leichen ihres nicht bedeutenden Schmuckes beraubt; einem Leichnam wurde der Finger, an welchem ein Ehering sich befand, abgeschnitten, Die Thäter scheinen mit den Localitäten der Gruft sehr vertraut gewesen zu sein. Liverpool. Concurrenzfür die siamesischen Zwillinge. Barnum, der unvergleichliche Yankee, hat uns Europäern wieder einmal einen noch nie dagewesenen Genuß zugedacht. In Liverpool ist nämlich eine Samm⸗ lung menschlicher Curiositäten eingetroffen, welche die curopäische Tour machen soll, um sich sehen zu lassen und Herrn Barnum's Säckel zu füllen. Darunter sind ein Riese und eine Riesin, beide ungefähr acht Fuß boch; aber die Hauptanz ehungskraft übt eine Concurrenz der siamesischen Zwillinge aus. Es sind dies zwei Neger⸗ mädchen im Alter von 14 Jahren, die seit ihrer Geburt mit dem Rücken aneinander gewachsen sind, nichtsdesto— weniger ein„einnehmendes“ Aeußere haben und sogar singen, tanzen und sich mit Grazie unterhalten können. ECingesandt. Die Frankfurter Zeitung Nr. 123 sprich sich in einer Original⸗Correspondenz aus New⸗Nork d. d. 13. April über die St. Lonis-& South-Eastern⸗ , Eisenbahn Auf den Verkehr der St. Louis⸗ und South⸗Eastern⸗ Eisenbahn, worüber ich bereits früher berichtet, dürften die reichen Kohlenfelder von Illinois einen sehr günstigen Einfluß üben. Die St. Louis- und South-Castern⸗Eisen⸗ bahn⸗Gesellschaft fördert die Entwicklung des Kohlenver— kehrs in jeder Weise, so daß in der kurzen Zeit, in welcher der Bahnbetrieb begonnen hat, bereits fünf neue Kohlen⸗ minen innerhalb 20 Meilen von St. Louis längs der Bahn eröffnet worden sind, deren Ausbeute schon jetzt an den Markt gelangt. Weitere drei Schachte in demselben Revier werden eben getrieben und sind so weit fertig, daß mit deren Ausbeutung demnächst begonnen werden kann. Ein anderes ausgebreitetes Lager ist bei der Stadt Equa⸗ litz, 12 Meilen vom Ohiofluß aufgedeckt worden und auch in der Nähe von Evansville ist ein großes Lager in Be— trieb.— Die Mächtigkeit der Kohlenklötze, die in der Nachbarschaft von St. Louis bearbeitet werden, ist 7—9 Fuß, am Ohiofluß 4½— 6 Fuß. Die Gesammtmächtigkeit dieser übereinanderliegenden Klötze beträgt durchschnittlich 30 Fuß und darüber. Die Totalproduclion wird von Sachverständigen auf 30,000,000 Tonnen per Quadraimeile Exploitationsfähigkeit geschätzt. Die Eisenbahn-Gesellschaft unterstützt die Kohlenproduction auch dadurch, daß sie gleiche Bedingungen für den Trans⸗ port allen Producenten stellt. Der Erfolg dieser liberalen Politik zeigt sich schon jetzt. Ein Beweis für die Rentabilität von Kohlenbahnen in diesen Regionen liefert beispielsweise die nur 14 Meilen lange St. Louis⸗ und Belleville-Eisenbahn. Die ihr zu⸗ nächst liegenden Kohlenminen sind noch immer 6 Meilen von der Babnlinie entfernt und dennoch betrugen die Nelto- Einnahmen dieser Bahn, die auf einer kleinen Strecke dasselbe Kohlenbett durchschneidet, wie das der St. Louis⸗ und South⸗Castern-Bahn, in den letzten Jahren durchschnittlich circa 250,000 Dollar jährlich, wovon/ aus dem Kohlentransport herrührtrn. 1173 Frucht⸗ und Kornstroh-Versteigerung. 1170 Das Groß berzogliche Rentamt Nidda bringt nachstehende 1870er Frucht⸗Vorräthe, sowie eine Quantität Korustroh, in nachverzeichneten Terminen zur öffentlichen Versteigerung und zwar: 1) von dem Speicher zu Bingenheim bei Gastwirth Winter daselbst, 2) von dem Speicher zu Nidda auf dem Gemeindehause daselbst. —. 1 ruchtsorten. 85 Vom Termin der Versteigerung 8 ‚— Stroh 5 Speicher zu 1840 Walzen 4111 c Hafer 6 6 Witr.] wirr. mite.] Mir. Oebund. 1 1 Nidda Dienssag den 16. Mai, Vorm. 10 ur— 64 34 21— 2 Bingenheim Mittwoch 17.„ 0 23 r e.— Bingenheim am 7. März 1871. eee Rentamt Nidda. u dee. Versteigerung alten Bettstrohes. 1175 Dienstag den 9. d., Nachmittags 3 Uhr, wird das alte Stroh aus den Matratzen der Gefangenencompagnte, etwa 139 Stück, in der Klostercaserne meistbietend gegen gleich baare Zahlung verfteigert. Friedberg den 7. Mai 1871. rr h l. Bekanntmachung. 1143 Wer Ansprüche an Georg Möckel II. in Fauer⸗ bach v. d. D. bat oder dessen Familie soll solche spezi⸗ fteirt dahier bis zum 15. d. M. bei Meidung der Nichtberücksichtigung bei der gerichllichen Bermögensregulirung anmelden. Zahlungen sind gültig nur an Vormund Jobannes Möckel VI. in Zauer⸗ dach d. d. D zu lelfsen. Butzbach den 1. Mai 1871. i Großberzogliches Landgericht Butzbach. Dr. Gilmer, Fresenius, Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor. nnen g. 1168 Donnerflag den 11. Mat l. J., des Morgens 11 Uhr anfangend, werden im Nieder⸗Weiseler Ge meindewald, Disirikt Suderwald, nach verzeichnete Holz⸗ sortimente einer öffentlichen Verfteigerung ausgesetzt: 14½ Steden Eichen, und Aspen-Prügelholz, 15„ Buchen-, Eichen- und Acpen⸗Stockholz, 8100 Stück Buchen-Reisholz⸗ Wellen, 3150„ Eichen⸗ 17 5 2275„ Fichten⸗ und Aspen-Reisbolz⸗ Wellen, 993„ Fichten⸗Stangenbolz von 538 Cubikfuß. Die Zusammenkunst ist an der lichten Eiche am Weg nach Hausen. Kies b Wellen den 5. Mai 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Nleder⸗Weisel. Reuter. 1169 Nach mißlungenem Güteversuch ist der förmliche Concurs über das Vermögen des Wirths Peter Lapp X. zu Dörnigheim erkannt und Termin zur Anmeldung der Forderungen beim Rechtenachtheil des Aus schlusses auf den 6. Juni d. J., Vormittags 9 bis 10 Uhr, in das Local des unterzeichneten Gerichts, Schloßstraße Nr. 26, anberaumt worden. Zum Verkauf des Grundvermögens, der Wirthschaftsgebäude ist Termin auf den 17. Mai d. J., Nachmittage 3 Ubr, nach Dörnigheim in die Wohnung des Peter Lapp X. bestimmt. Hanau am 2. Mai 1871. Königl. Amtsgericht Adthellung II. Coͤ ster insbesondere eee vdt. Stoerckel. Bekanntmachung. 1176 Nächsten Donnerstag den 11. d. M., des Nach⸗ mittags um 1 Ühr, werden die nachbenannten, zur Her⸗ flellung tines Pflasters vorkommenden Arbeiten und Lieferungen, als 0 8408 Pflasterarbein, veranschlagt zu 61 36 Das Fahren von 22 Kbm. Steinen aus dem Fauerbacher Bruch 33— Das Aufsetzen derselben 424 Das Graben von 28 Kbm. Sand 28— Denselben zu fahren 42— Denselben zu messen 5 36 auf biesigem Rathhause veraccordirt. Nieder⸗Wöllftadt den 6. Mai 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Nleder⸗Wöͤllstadt. Sto ll. 1142 Eine noch wenig gebrauchte Wasch- mit Wringmaschine ist um 20 fl. zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Holzversteigerung in den Domanial-⸗ Waldungen der Oberförsterei Eichels dorf. Es werden versteigert: 1) Montag den 15. d. Mts. im Distrikt Sieinswiesenkopf. A. Brennholz. Holzart. Schestholz. Prügelbolz. Reisholz. 1171 Se. Buchen⸗ 2 N 49 1086(Stam mreiser) Aspen⸗ ꝛc. 1 4½ 12⁵ B. Bau- ꝛc. Holz. 40 Buchen⸗Stangen zu Lenkwieden geeignet. 2) Mittwoch den 17. d. Mts. in den Distrikten Langerloh, Beckerseck, Stock⸗ wiesenkopf, Mühlenkopf und Alterberg. A. Brennhol 1 Holzart. Scheitholz. Prügelbolz. Stockbolz. Reisholz. S 1. Buchen⸗ 70 1. Kl. 138 42 79 8——— Nadelholz— 5¼ 2½ 1 Aspen⸗ zc.——— 47 B. Bau- ꝛc. Holz. 1 Eichen⸗Stamm von 9½ Zoll Durchmesser und 35 Fuß lang mit 25 Cudiffuß, 1 Nadel- Stamm von 11 Zoll Durchmesser und 25 Fuß lang mit 24 Cubiksuß, 111 Nadel⸗Stangen von 3—4 Zoll Durchmesser und 15—25 Fuß lang mit 85 Cubitfuß. Anfang der Versteigerung an beiden Tagen Morgens vräcis 9 Uhr, Zusammenkunft am ersten Tag in Distrikt Steinswiesenkopf an der Stornselser Viebtränke, am zweiten Tag am Steinbruch beim Langenloh. Die Buchenreiser im Steinswiesenkopf find thellwelse in Schichten von 20—30 Zuß Länge aufgearbeitet. Das in den Diflrikten Alterberg, Müblenkopf und Stockwiesenkopf zerstreut fitzende dolz wird in ODifirikt Langerlob versleigert, und wollen die Steigerer sich solches vorber von Forstwart Zimmer in Ulfa vor⸗ zeigen lassen. Eichelsdorf om 2. Mal 1871. Großherzogliche Oberförsterel Eschelsdorf. Heyer. Bekanntmachung. 1180 Die unterm Heutigen in dem Gräflich Solms⸗ Rödelheim'schen Forstrebier Bainbards abgehaltene Holzversieigerung ist genehmigt und der erste Abfabrtag auf Dlienstag den 16. l. M. sestgesetzt. Wickstadt den 5. Mat 1871. Gräfliche Oberförsteret Assenbeim Schallas Geschaͤfts⸗Anzeige und Empfehlung. 1181 Meinen Freunden und Bekannten hiermit die ergebene Anzeige, daß das seither betriebene Decateur- und Herrenkleidergeschäft meinem Schwiegersohn Carl Moncombré übertragen babe. Fur das mir seither gescheukte Vertrauen meinen schönsten Dank sagend, bitte dasselbe auch fernerhin meinem Nachfolger zu Theil werden zu lassen und zeichne achtungsvollst Ehristian Bingel, Schneidermeister. Auf Obiges Bezug nehmend, empfehle mich dem verehrten Publikum biesiger Stadt und Umgegend bestens und sehe gefl. Lufträgen entgegen, deren sorgfältige, geschmackvolle, prompte und reelle Ausführung stets mein eifrigstes Bestreben sein wid. Bad⸗Nauheim den 9. Mai 1871. Hochachtungsvoll zeichnet Carl Moncombré Herrenkleidermacher. Geschäfts-Empfehlung. 1024 Eine reichhaltige Auswahl in Buckskin zu Herren und Knabenanzũgen, leinenen und baumwollenen Hosenstoffen, Tibet, Lüstre, leinenen und baum⸗ wollenen Schürz; und Bettzeugen, Barchend. Zwillich, Cattun, Blaudruck, Hausmacher⸗ und schlesinger Leinen empfiehlt zu sehr billigen Preisen einri artmann 9 mich Hartm 0 U Ungarische Prämien fl. 100-Loose. 1032 Oiese Loose, unstreitig zu den fichersten Lotterie- Papieren gehörend, find von der königlich unga⸗ rischen Regierung garantirt. Ziehungen am 15 Mai, 5. August, 18. November, 5. Jebruar. Haupttreffer: fl. 250,000, 200,000, 150,000, 100,000. ꝛc. ꝛc. Jedes Leos muß mit mindeste nz fl. 104. gezogen werden. Die Gewinne erleiden keinen Steuerabzug.— Diese Leose sind bei allen Bank und Wechselhäusern des In- und Auslandes zum jeweiligen Tagescourse zu baden. Das Herren-Confections- Geschäft von Bernhard Königsberger, 10 Neue Kräme 10, gegenüber der Börse in Frankfurt a. M. 1167 empfiehlt sein großes vollständig assortirtes Lager fertiger Herren-Kleider: Frühjahrs, u. Sommer⸗Paletots von fl. 10.— an Münchener Joppen. von fl. 4. 30 an Complette Anzüge.„„ 15.—„ Schlafröcke in allen Stoffen„, 7.— Hofen e, n„n n Comptoir⸗ und Garten⸗Röcke„„ 2.—„ r Knaben⸗ Garderobe. Säcke und Jaquets„„ 5. 30„ Das Neueste in Stoffen, worauf Bestellungen nach Maaß in kürzester Zeit ausgeführt werden. Herren⸗Confections-Geschäft von Bernhard Königsberger, 10 Neue Kräme 10, vis-à- vis der Börse. Am 20. Mai d.. 5 1174 findet dle Ziehung der Obligationen der Stadt Barletta fat. Prämien* Fres. 2,000,000; 1,000,000; 500,000; 400,000; 300,000; 260,000; 180,000; 100,000 u. f. w. Jede Obligation muß mit minde fins Fres. 100. zurückgezahlt werden. Die Rückzahlung mit Fres. 100., sowie die Zahlung der Prämien erfolgt in effektivem Gold und steis ohne jeg⸗ lichen Steuerabzug in Barlelta, Paris, Florenz und Neapel. Nota. Die schon gezogenen Obligattonen behalten das Anrecht auf alle späteren zur Verloosung kommenden Prämien und kann demnach ein und dieselbe Obligation mehrere Male mit Prämien gezogen werden. Original⸗Obligationen von Fres. 100. find erhältlich zum Preise von 8 Fres. 55.= Thlr 14. 20 Sgr. fl. 28. 40 kr. bei allen Bank⸗ und Wechselbäusern des In- und Auslandes. Krippen, Tröge und Gossensteine 376 aus s. g. Lungstein(Dolerit) empfiehlt die Ziegelei am Bahnhof zu Bad⸗Nauheim. Würfel⸗Zucker 1127 in feinster Qualttät empfiehlt billigst Für Consirmanden. 1122 Große Auswahl in Gesangbüchern zu den billigften Preisen bei Louis Weis, neben Windecker's Brauerei. Lehrlinggesuch. 1103 Für eine Papier-& Schreibmaterialien⸗ handlung em gros et en detall wird unter günstigen Bedingungen ein Lehrling gesucht. Bel Bindernagel 4 Schimpff ist vorrätig: dem offiziellen Entwurf einer evangelischen Kirchen verfassung. K Preis 12 kr. Holl. Rahm⸗Käse, Ementhaler„ Limburger„ 1125 Prima⸗ Qualität, bei Georg Groß Zu Ausstattung von Plumenbeeten 1019 empfiehlt die Gräfliche Gärtnerei zu Assenheim ganz besonders: Fuchsien 12 Stück fl. 1. Petunten 12 Stück fl. 1. Verbenen 12 Stück fl. 1. Oeliotropv 12 Stück fl. 1. Pelargonium 12 Stück fl. 1. Landnelken 12 Stück fl. 1. Blattpflanzen zu Teppiggruppen 12 Stück fl. J. Sämmtliche angeführte Pflanzen stehen in Töpfen und sind vorjäbrige Vermehrung. Emballage wird billig berechnet. Bad ⸗ Nauheim. Zu vermiethen 1177 eine schöne ausmöblirte Pattetre-Wohnung, be⸗ stehend aus Salon, 2 Schlafzimmern und Küche. Bernhard Schwab, Parkstraße 35 7. Eine Wirthschaft 1182 mit neuem Hause und Tanzsaal nebst Wirthsgarten, neben einem Flüßchen, zunächst einer Stadt und Eisenbabuffation in Oberbessen steht billig zu verkaufen oder zu verpachten. Näberes bei der Exped. d. Bl. 1 Mühlen Verkauf. 39, Die oberhalb Münfter bei Butzbach gelegene Lochmühle ist aus freter Hand zu verkaufen. Das dazu gebörige Gelände, bestehend in — Aeckern, Wiesen und Baumstücken, kann auf Wunsch des Käufers dazu gegeben werden. Nähere Aus⸗ kunft ertheilt Heinrich Reuter in Hoch⸗Weisel. 1178 Mobiliar Versteigerung. 1172 Nächsten Donnerstag den 11. und Freitag den 12. d. M., jedesmal von Morgens 8 Uhr ab, werden alle zum Nachlaß der Wittwe des Kaufmanns Heinrich Gerke, Henriette, geb. Ströbel, gehörigen Mobiliar⸗ Gegenstände, namentlich Kommoden, Pfeilerschränke, Glas⸗, Kleider- und Gerätbschränke, Sophas mit ge⸗ polsterten Stühlen, Brandkisten, Tische, Stühle, diverse Betten mit nußb. Bettstellen und Roßhaar⸗ Matratzen, Spiegel, Uhren, Silber, Glas und Porzellan, Kleidunge⸗ stücke, vielee Leinen und Welßgeräth, sowie alle mög ⸗ lichen sonstigen Haus⸗ und Küchengeräthschaften in der Behaufung, Karlsstraße Nr. 340, öffentlich meistbietend versteigert. Bad⸗Nauheim am 6. Mai 1871. Großherzogliches Ortsgericht Bad⸗Nauheim. ch u tt. Holz ⸗ Vie rast ei ge eng 1179 Freitag den 12. Mat d. J., Vormittags 9 Uhr, soll in dem Nieder⸗-Mörler Gemeindewald, Schlag Nr. 3 und 4 unterhalb der alten Kaisergrube, nach⸗ verzeichnetes 15jähriges Durchforstungsholz versteigert werden: 400 Buchen⸗Wellen, 25480 Birken⸗Eichen⸗Wellen, 700 Weichholz ⸗Wellen, 750 Gebund Ginftern. Die Zusammenkunft ist im Schlag Nr. 3 on der Wiesbacher Straße. Zahlungsfrift gegen Buürgschaft bis 1. Oktober d. J. 5 Nieder⸗Mörlen den 8. Mai 1871. N Großherzogliche eee Nieder⸗Moͤrlen. 8. Kirchen buchsauszüge. Evangelische Gemeinde. Getaufte: ö 30. April. Dem biesigen Bürger und Fuhrmann Johannes Konrad Thomas eine Tochter Karoline, ge⸗ boren den 12. April. 30. April. Dem dahier wohnenden Schneider und Bürger zu Neudorf im Königreich Basern Stephan Ambrosius Fellner eine Tochter Anna Maria, geboren den 17. April. 805 Beerdigte: 5. Mai. Johann Heinrich Langsdorff, hlesiger Bürger und Rentner, alt 48 Jahr 6 Monate 17 Tage, geslorben den 3. Mai. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Wilhelm Bernbeck. Offerten befördert die Exp. d. Bl. unter Nr. 1103. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Wasserschleben, Dr. H., Bemerkungen zu 1 7 * 9 167 Enthält 28. Apr gonsuls Beltef Das ditelti Provi Bezal Schw Bestit werde sich e einen bürge 1