„ . n tut W le tu. 4 * dat rteßtt gert ,. dn va g. tt des Krarta r m Serck fer n tn Dern eint beten, seen m ende 4 antreten „ aer den Vaterlandes fortleben wird. ung und Uniformirung 1c. 1871. Donnerstag den 9. März. N 29. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. 8 Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. — Nur diejenigen Einsendungen, welche bis spätestens Vormittags 9 Uhr 2 eingelaufen sind, können in dem nächsterscheinenden Blatte Aufnahme finden. Betreffend: Ole Vertilgung der Raupennester. Amtlicher Theil. Friedberg am 7. März 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzogl. Bürgermeistereien, Großherzogl. Polizeiverwaltung Bad-Nauheim und Großherzogl. Polizei-Commissär zu Wickstadt. Wir beauftragen Sie, sofort durch ortsübliche öffentliche Be— kanntmachung zur Säuberung der Bäume, Hecken und Sträuche von Raupennestern binnen 8 Tagen mit dem Anfügen aufzufordern, daß Säumige nach dem unten abgedruckten§. 368 Strafgesetzbuchs bestraft würden. Zuwiderhandelnde sind nach Ablauf der Frist zur Anzeige zu bringen und der Befolg dis zum 20. d M. anzuzeigen. Wegen der gemeinheitlichen Bäume wollen Sie sofort das Nöthige veranlassen. pos. 2 des deutschen Mit Geldstrafen Tagen wird bestraft: botene Raupen Wir baben Auordnung getroffen, daß die Aus⸗ führung obiger Maßregel controlirt wird. 5. 368 des deutschen Strafgesetzbuchs. Trapp. bis zu 20 Thaler oder mit Haft bis zu 14 . ie... 2) Wer das durch gesetzliche oder polizeiliche Anordnungen ge⸗ unterläßt. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Michael Ehrbardt und Jacob Jacobi von hier wurden als Todtengräber für die Stadt Friedberg ernannt und eidlich verpflichtet. Kriegsnachrichten. Versailles. Bei der am 3. d. auf Longchamp stattgehabten Parade über das Gardecorps hielt der Kaiser an die versammelten Commandeure solgende Anrede:„Sie werden mit mir fühlen, meine Herren, unter welchen Eindrücken ich heute das Gardecorps wiedergesehen, nachdem es sich mit einem Heldenmuthe geschlagen, der meine Höchste Anerkennung verdient und die ich mich gedrungen fühle, gerade hier Ihnen auszusprechen. Mit Schmerz vermisse ich viele Tapfern in Ihren Reihen, denn solche Thaten, solche Erfolge ver⸗ langen Opfer. Wie ich immer vom Gardecorps erwartet, hat es auch diesmal das Beispiel in Tapferkeit, Hingebung und Ausdauer gegeben. Aber die ganze Armee hat auch untereinander gewetteifert in Leistungen, die nicht allein den ruhm— reichsten in der Geschichte sich anreihen, sondern Ans auch zu einem Ziel geführt haben, welches vurch den gestern vollzogenen ehrenvollen Friedens- chluß für alle Zeiten in der Geschichte unseres Daher gebührt dieser veldenmüthigen Armee und Ihnen, meine Herren, nsbesondere mein tiefgefühlter Dank und meine vesondere Anerkennung. Vergessen wir aber nicht, vaß wir olle der Vorsehung unseren Dank schulden, welche gewollt, daß wir das Werkzeug sein dursten, um so große welibistorische Ereignisfe berbeizusühren. geben Sie wohl auf Wiedersehen in der Heimath.“ Einer Mittheilung der„Köln. Zig,“ aus Zersailles zufolge wird schon jetzt an maß— ebender Stelle über die Organisation, Bewaff— des deutschen Heeres berathen. Die Bewaffnung verbleibt vor- ufig bis zur endgültigen Feststellung eines ge— neinschaftlichen Systems; das norddeutsche Zünd- zadelgewehr erhält aber die schon vor dem Kriege egonnene, von General Stoffel für so wichtig imgesehene Umänderung. Ueber die Uniformirung ehen die Ansichten noch sehr auseinander; am kaktischsten hat sich der braunschweigisch schwarze Waffenrock erwiesen. Während der preußische Vaffenrock nach wenigen Wochen in Folge von eivouaks und Regen kaum wieder zu erkennen war, genügten beim braunschweigtschen wenige Vürstenstriche, um zur Parade bereit zu sein. Der Helm bleibt, wenn er auch wegen seines weithin sichtbaren Glanzes oft zum Verräther und be— quemen Abkommen für die feindliche Artillerie wurde, er ist aber nun einmal historisch und für die preußische Armee charaktleristisch geworden und wird ihn der Kaiser ungern missen; dagegen soll der Beschlag außer zweckmäßigerer Befestigurg von dunkler Masse bertitet werden. Das Käppi der sächsischen Jäger hat sich durch die kleidsame Form und große Dauerhaftigkeit und Leichtigkeit sehr bewährt, demnächst die würtembergische Mütze. Das auffallende und unpraktische weiße Lederzeug, eine wahre Qual im Krieg und Frieden, schwindet ganz, eben so die beiden kleinen Patrontaschen der Infanterie, an deren Stelle eine große ver schiebbare tritt. Die Seitengewehre tragen in Zukunft nur die Avancirten, die Soldaten haben das Bayonnett in der Scheide. Das Seiten— gewehr sämmtlicher Offiziere der Infauterie und Jäger wird ein leichter Schlepper, der Degen durch den Rock gesteckt fällt endlich fort. Aus Versailles vom 4. d. M. wird ge— meldet: Nach der vertragsmäßig erfolgten Räumung des linken Seineufers dürste das Hauptquartier des Kaisers einstweilen nach Compidgne, dasjenige des Kronprinzen nach Ferrière verlegt werden. Am 6. März sollte eine Revue des 1. bayerischen Armee-Corps, der würtembergischen Division und des sächsischen Armee-Corps vor dem Kaiser statt— finden, welcher von diesen Truppentheilen Abschied nehmen will. — Die Fahne des 2. Bataillons dee Inf.“ Regiments Nr. 61 hat Menotti Garibaldi nach Versailles, wie der„Thorn. Zig.“ gemeldet wird, für das Bataillon zurückgeschickt, weil dicselbe aufgefunden und nicht erobert worden ist. Deut schland. „Friedberg, 7. Febr. Das Resultat der Reichstagswahl im zweiten hessischen Wahlbezirke wurde heute in dem hiesigen Rathhaussaale öffent— lich verkündigt. Hiernach stimmten ab 9761 Wähler (3669 weniger als 1869, ein Ausfall, der theil— weise durch das Ausscheiden von Kastel und Kost— heim seine Erklärung findet), von welchen 6115 Simmen abgaben. 10 Stimmen fielen auf J. Sonnemann in Frankfurt a. M., der Rest der Stimmen vertheilte sich auf einzelne Namen oder mußte für ungültig erklärt werden. Das Resultat aus den übrigen Wahl- kreisen des Großberzogthums ist zwar bis jetzt noch nicht officiell bekannt geworden, es liegen jedoch Nachrichten vor, welche das Ergebniß der Wablen außer Zweifel setzen. Hiernach wurden gewählt im: 1. Wahlkreis(Gießen, Nidda) v. Rabenau; Wahlkreis(s. oben); Wahlkreis(Alsfeld, Lauterbach, Schotten) 2 3 Professor Onken;(2) 4. Wahlkreis(Darmstadt, Großgerau) Hof— 5 Drünberg, gerichts⸗Advokat K. J. Hoffmann; Wahlkreis(Dieburg, Offenbach) fielen auf Dernburg 6389, Küchler 5373, Wolf 3093, v. Strack 1467 Stimmen, ergibt also für keinen der Candidaten eine absolute Majori— tät, wodurch eine engere Wahl zwischen Dernburg und Küchler nötbig wird; 6. Wablkreis(Bensheim, Erbach, Lindenfels, Neustadt) Reutner Martin; „Wahlkreis(Heppenheim, Worms, Wimpfen) Kreisraih Pfannebecker; Wahlkreis(Bingen, Alzep resp. Oppenheim) Hofgerichts-Advokat Metz; Wahlkreis(Mainz resp. Oppenheim) Ludwig Bamberger. Darmstadt. Der Abg. Curtman hat seinen Antrag auf Aufbesserung der Civilstaats— dienergehalte wie folgt motivirt:„Die ganz allgemein gehörte Klage, daß die Gehalte der Civilstaatsdiener zu den Anforderungen, die die gegenwärtige Zeit an die Civilstaatsdiener stellt, in keinem richtigen Verhältnisse mehr stehen, ist so wohlbegründet, daß ich mich einer weitläufigen Auseinandersetzung hierüber wohl entrathen kann. Nur ganz allgemein sei daher bemerkt, daß die Preise der Lebensmittel, der Wohnungen in viel höherer Proportion gestiegen sind, als die Aufbesserungen der Gehalte, daß ferner eine ganze Anzahl gesellschaftlicher An— S D 2 für v. Wedekind und 3622 für Buff ihre forderungen, von denen die ältere Zeit nichts wußte, in unabweisbarer Form an die Staats— diener gerichtet werden, daß die Erziehung der Kinder, auch abgesehen von den oben schon berührten erhöhten Ausgaben fur Lebensmittel, Wohnung und Kleidung, viel großere Geldmittel als ehedem erfordert. Hierzu kommt, daß auch diejenigen Ausgaben, welche ein Civilstaatsdiener auf seine Vorbereitung und Ausbidung zum Staatsdienst verwenden muß, in ähnlichem Pro— greß wie die Lebensmittel gestiegen sind, fer— ner daß fast in allen Branchen des Staats— dienstes ein so früher Eintritt in den Dienst, wie vordem, nicht mehr moͤglich ist. Endlich sind aber durch die Gesetzgebung des Jahres 1869 die Gehalte der Offiziere dermaßen erhoͤht worden, daß sie in gar keinem Verhältnisse mehr zu denen der Civildiener stehen, und daß das einfachste Billigkeitsgefühl eine einigermaßen genügende Ausgleichung fordert.— Daß und warum die Gehalte unter 1000 fl. am dringend— sten der Aufbesserung bedürfen, wird wohl keiner besonderen Begründung beduͤrfen.“ — Der Großberzog hat folgenden Tages- befehl an die Diviston gerichtet: Soldaten! Bei der Wiederkehr des Friedens drängt es Mich, Cuch Meinen Dank für Euer rühmliches Verhalten während dieses Feldzuges auszusprechen. Ein langwieriger, blutiger Krieg liegt hinter Euch und mit dem erhebenden Bewußtsein, einen hervor— ragenden Antbeil an demselben genommen zu haben, kehrt Ihr als Sieger in die Heimath zurück. Eure Ausdauer, Tapferkeit und Hingebung in deu Schlachten und Gefechten, sowie Eure altbewährte Mannszucht und Euer Benehmen gegenüber den schuldlosen, durch die Drangsale des Krieges hart betroffenen Landeseinwohnern, haben die allgemeine Anerkennung Eurer Führer und unserer Bundesgeuossen gefunden. Mit Stolz und Freude begrüße Ich Euch— begrüßt Euch das dankbare Heimathland! Denen aber, welche in treuer Pflichterfüllung den Heldentod starben, sei ein geheiligtes Andenken in unseren Herzen bewahrt— das Vaterland wird nie vergessen, was es ihnen schuldet und ihren Hinterbliebenen Hort und Stütze sein. Es gereicht Mir zur höchsten Genugthuung, Euch Allen Mein vollstes Lob zu Theil werden zu lassen. Möchte es Euch vergönnt sein, die Segnungen des Friedens, welchen Ihr miterkämpft, noch lange zu genießen! Das walte Gott!!(gez.) Ludwig. — Dem Vernehmen nach werden das vierte Infanterie-Regiment und das 2. Jäger-Bataillon, welches als solches aufgelöst und jenem als Füsilier⸗ Bataillon zugetheilt werden wird, bei ihrer Rück— kehr aus dem Felde in Mainz Garnison erhalten. — Wie uns aus guter Quelle versichert wird, hat die Regierung den Ständen den Entwurf eines neuen Wahlgesetzes zum Landtag vorgelegt. Mainz. Dem„Fr. J.“ wird von hier ge— meldet: Nachdem das deutsche Hauptquartier in Versailles aufgelöst ist, wird am 8. d. der Reichs- kanzler mit dem diplomatischen Cabinet hier ein- treffen. Es dürfte demselben auch der Kaiser folgen, wenn nicht noch schließlich die Route über Frankfurt genommen wird. — Vom 9. d. ab wird der Privaiverkehr auf den rheinischen und pfälzischen Eisenbahnen bis auf Weiteres größtentheils eingestellt werden, da mit diesem Tage der Abmarsch der französischen Kriegsgefangenen beginnt, welche an die Nordküste und von da auf dem Seeweg nach Frankreich gebracht werden, während gleichzeitig die ersten deutschen Truppen mit den Bahnzügen auf ihrem Rückmarsch am Rheine eintreffen. Auch wird ein großer Theil derselben auf den Heerstraßen durch Rheinhessen kommen, und unsere Bevölkerung schickt sich, trotz der noch einigen Orten obliegenden Last der Einquartierung, freudig an, auf's Neue für die Aufnahme Derer zu sorgen, welche die schöne Provinz vor den Schrecken des Krieger bewahrt haben, und den heimkehrenden Kriegern den ver— dienten Empfang zu bereiten. Berlin. Der„Staatsanzeiger“ enthält eine kaiserliche Verordnung, durch welche alle noch be— stehenden Ausfuhr- und Durchfuhrverbote mit dem 4. März außer Kraft treten. — Der„Weser-Ztg.“ wird telegraphirt: Die Rückkunft des Kaisers und Bismarcks nach Berlin wird zwischen dem 12. und 15. März erwartet. — In der nächsten Woche wird die Ent- lassung der Landwehr beginnen, auch gleichzeitig der Rücktransport derjenigen Landwehr-Regimenter, welche bereits auf dem Kriegsschauplatz disponibel sind. Zunächst werden die ältesten Jahrgänge der Landwehrmannschaften, namentlich soweit sie zu den Garnisonbataillonen eingezogen sind, ent- lassen, wie überhaupt diese Bataillone, sobald ste irgend disponibel werden, aufgelöst werden. So- dann wird die Entlassung der älteren in den Landwehr-Regimentern eingereihten Mannschaften erfolgen. Die Auflösung dieser Regimentsverbände jedoch erst nach mehreren Wochen geschehen. Münster. Ein Protest, den kriegsgefangene flanzösische Offiziere in Münster, die offenbar zu den Bonapartisten gehbren, gegen Gambetta's Kriegführung veröffentlichen lassen, sagt u. A.: „Im Namen des Rechts protestiren wir kriegs— gefangene Offiziere in Deutschland, wir, die Opfer einer militärischen Organisation, deren Schwäche zicht unser Werk gewesen ist, gegen alle Ernen— nungen, die von einem wahnsinnigen Advokaten mit Nichtachtung aller Gesetze und Rechte ge— macht worden sind.— Diese Ernennungen hatten ihren Ursprung in einem leichtverständlichen Partei— Interesse, sie wurden nicht von der Nothwendig— keit geboten.— Die Genossenschaft eines Detropat, eines Lissagaray, eines Bordone und so vieler Anderer jeden Grades wüede für uns nicht nur beleidigend sein, sie würde sogar in unsere Armee einen Keim des Verfalls und der Auflösung hineinpflanzen. Diese traurigen Elemente, welche, Dank dem Unglück der Zeit, allein durch das Gesetz des schimpflichsten Despotismus auskommen konnten, müssen wieder mit ihm verschwinden. Also nach Hause mit der Familie Garibaldi! Ostfrankreich hat genug an den Plünderungen dieser Leute, ihre Verdienste keant es nicht. Die Advokaten mögen wieder in ihre Studirstube, die Apotheker in ihre Apotheke gehen. Wenn wir nach Frankreich zurückkommen, werden wir nicht weniger heftig gegen die diejenigen protestiren, welche, nicht zufrieden damit, die Solidarität ver- kannt zu haben, welche sie mit ihren gefangenen Soldaten vereinigte, trotz des freiwillig gegebenen Ehrenwortes es gewagt haben, wieder in Frank— reich oder Afrika Dienste zu nehmen. Weg mit aller zweideutigen Falschheit!“ Frankfurt. Die amtlich festgestellten Resul- tate der Reichstagswahlen im hiesigen Bezirk sind folgende: Die Zahl der gültigen Stimmen 7083, die absolute Stimmenmajorität beträgt daher 3542. Es haben erhalten: Hr. L. Sonnemann 3060, Herr v. Rothschild 2540, Herr Bürgers 621, Herr Jacob Schmidt 447, Herr Thissen 228, Herr Dr. Kugler 185, zersplittert 2, Summa 7083 Stimmen Da mithin die absolute Majo rität nicht erreicht ist, findet engere Wahl zwischen den Herren Sonnemann und Rotthschild statt. Oesterreich. Der Statthalter in Graz hat ein Verbot gegen das öffentliche Abhalten deutscher Siegesfeste in Steiermark erlassen. Frankreich. Paris, 4. März, Abends. Die Aufregung in Belleville, Villette und Mont— martre beginnt zu schwinden. Bis jetzt ist es zu eigentlichen Ruhestörungen nicht gekommen. — Die„Presse“ versichert, die Regierung habe Maßzfegeln ergriffen, die erste Abzahlung auf die Kriegskosten im Betrag von 500 Millionen zu leisten. Sämmtliche Linientruppen werden Paris verlassen und durch 40,000 Mann, welche aus den verschiedenen in den Provinzen stehenden Corps gebildet werden, ersetzt werden. Nachrichten aus Versailles besagen, daß sich die 2. deutsche Armee in Marsch nach Deutschland setzen wird. Das Hauptquartier des Kaisers wird Dienstag den 7. März Versailles verlassen. — Das„Journal officiel“ veröffentlicht die Ernennung des Generals Aurelles de Paladines zum Commandanten der Nationalgarde der Seine 4 I und die Roger's du Nord zum Generalstabschef desselben.— General Paladines ist bereits hier eingetroffen und hat sofort den Oberbefehl über die Nationalgarde des Selne-Departements über- nommen. — Das„Journal des Döbats“ schildert ver⸗ schiedene Manifestationen, welche auf dem Bastillen⸗ platz stattgefunden haben. Mehrere Redner sprachen sich dahin aus, daß man auch der gegenwärtigen Regierung mißtrauen müsse. — Das„Sidcle“ meldet die Ankunft der ersten Detachement der früberen Loire-Armee in Paris. Dieselben bilden einen Theil der zur Ver⸗ stärkung der Pariser Garnison bestimmten Divi⸗ stonen. — Die„Daily News“ berichten, daß Favre und Simon ihre Demission erbeten haͤtten. Thiers habe darauf bestanden, daß sie bis nach Verlauf der jetzigen Krisis auf ihrem Posten bleiben sollen. Bordeaux, 4. März. Ein in der National- versammlung gestellter Antrag besagt, die Ver sammlung möge der Schweiz, England und Amerika den Dank für deren Verhalten aussprechen. Ein Abgeordneter verlangt die Absetzung aller von der Regierungs- Delegation in Bordeaux ernannten Präfekten. Picard beunsprucht hiergegen Aetions⸗ sreiheit für die Regierung. Dieselbe werde die Stellen nur nach persönlichem Verdienst besetzen. Ein anderer Antrag beabsichtigt, die Mitglieder der Regierungs Delegation von Bordeaux in Anklagezustand zu versetzen. — Die Minister und die Nationalversamm- lung beabsichtigen, sich in einigen Tagen nach Versailles zu begeben, um den Regierungesitz in eine Stadt zu verlegen, wo die Executivgewalt vom Drucke der Emeute unbelästigt ist. — Die Botschaft des Präsidenten Grant, worin derselbe die Aehnlichkeit der staatlichen Formen Deutschlands und der Nordamerikanischen Union behauptet, ist einem Theile der französischen Presse verdrießlich, und selbst die gemäßigsten Blätter, wie die„Debats“ und der„Temps“, können nicht umhin, ihrem Unwillen und, wie sie sagen, ihrem Erstauren, über die Haltung des Generals Grant, Luft zu machen.„Kein Wort der Sympathie für Frankreich, gerade im Gegen theil, ein pomphaftes Lob Deutschlande ꝛc.“ — Die Bureaux der Nationalversammlung haben 15 Commissare gewählt, welche ihr Gut⸗ achten über den Antrag auf Anklage der früheren Minister der nationalen Vertheidigung abgeben sollen. Bei der Discussion der Bureaux über die Verlegung des Sitzes der National-Versammlung waren die Meinungen verschieden. Genannt wurden Paris, Bordeaux, Blois, Fontainebleau, Orleans, Tours, Versailles und St. Germain en Lape. Am meisten in Betracht kommen Bordeaux, Ver⸗ sailles und Paris. Die Mehrheit wird ßich wahr- scheinlich für Paris aussprechen. Andernfalls dürf' ten die Pariser Deputirten ihr Mandat nieder- legen. Thiers dürfte gleichfalls die Verlegung nach Paris befürworten. Belgien. Brüssel. Der„Etoile belge“ wird aus Paris gemeldet, daß die Eröffnung der definitiven Friedens verhandlungen zwischen dem 10. und 15. März stattfinden wird. Jules Favre soll Frankreich bei den Verhandlungen allein vertreten, Großbritannien. London, 6. März. Wie verlautet, wird Napoleon bald in Chislehurst eintreffen. Eine Depesche der„Times“ aus Ver— sailles vom 5. März meldet, daß die deutschen Truppen bereits begonnen haben, das vertrags- mäßig zu räumende Gebiet zu verlassen. Der deutsche Kaiser soll sich im Laufe dieser Woche nach Ferridres begeben und auf der Fahrt dorthin die sächsischen, baperischen und würtembergischen Truppen besichtigen. Man glaubt, die Räumung des Mont Valérien werde bis zum 10. März, die des linken Seineufers bis zum 19. März vollendet sein. — Die„Times“ publicirt einen Brief Victor Emanuel's an Kaiser Wilhelm, in welchem der Erstere seiner Ueberraschung und Enttäuschung über die Frankreich abgezwungenen harten Be dingungen Ausdruck gibt. Niiztger tnt Mütt date Berta ditt tu Nugin „ Berttant N.neiteran d Tagen in D Negiemege ilch it e 9 0 1 2 b. Friedberg, 6. März 1871. Wir unterlassen nicht, in diesem Blatte zu registriren, daß gestern Abend die fünfte tbeatralische Abend unterhaltung zum Besien der Verpflegung bier durchpassirender Krieger statigefunden hat. Die mitwirkenden geehrten Damen und Herrn spielten wieder recht schön und anziehend, das anwesende zablreiche Publikum folgte darum der Aufführung der beiden Nummern„Garibaldi? und„Er muß taub sein? mit voller Ausmerksamkeit und sichilichem Inleresse. Herr Musikmeister Schellh aas mit seiner Kapelle erfreute die Zubörer durch vier gut ausgefützrte Musikpidcen. So haben wir wieder einen recht angenehmen und für die Kasse des Comilés für Verpflegung durchkommender Sol— daten ersprießlichen Abend gehabt und sagen darum allen Mitwirkenden unsern besten Dank. In dem Bewußtseln dieser geehrten Damen und Herrn ader wird die wohl ⸗ thuende Erinnerung daran fortleben, daß sie im Krigs⸗ winter 1870— 71 zur Linderung entstandener Noth das Ihrige beigetragen und das möge ihr bester und schönster Dank sein. Frankfurt. Die Main- Weserbahn bal durch die massenbasten Truppen-, Proviant⸗, Gesangenen⸗, und Krauken⸗ Transporte während der Kriegszeit, sowie durch den ganz enormen Güterverkehr in dem letzten Quartal 1870 ca. 600,000 Thlr. mehr eingenommen, als in dem multhmaßlichen Etat veranschlagt war. Hiervon wurden sechs ganz neue Güterzugsmaschinen schwersten Kalibers angeschafft, außerdem soll eine nambafte Vermehrung der Personen⸗ und Süterwagen stattfinden; auch wird be— absichtigt, für nächsten Winter die Personenzüge heizbar zu machen. Minden. Der Turko Offizier Jermi ben Tahar hat sich bierselbst mit der 16jährigen Tochter eines Gastwirths verlobt.. Bern, 6. März. Die Eröffnung der Rigibahn ist nach der„Luz. Z.“ auf den 21. Mal angesetzt. Vor Paris bedienten sich die Preußen bekanntlich 4 von Krupp ersundenen und hergestelllen Luftballon— Geschützes zum Herabschießen der von den Belagerten entsendeten Ballons. Ueber die Construction dieses merk— würdigen Kriegswerkzeuges theilt man der„Presse“ Fol— gendes mit:„Das Geschütz hat eine Lafette mit Rädern, ähnlich jener der gewöhnlichen Feldgeschütze, ein Rohr von ungefähr 120 Pfund; es wird von einem einzigen Manne bedient, und dieser kann dem Rohre jede beliebige, sowohl borizontale wie verticale Richtung geben; das Geschoß ist eine Granate von etwa 2½ Pfund. Man erzählt, daß man mit diesem Geschltze einen Ballon aus einer Höhe von ungefähr 2000 Fuß berabschießen könne. Ob und mit welchem Erfolge das Geschütz zur Anwendung kam, ist uns nicht bekannt. Paris. Von den schrecklichen Verheerungen, die der Krieg in Frankreich angerichtet, wird man erst später einen Begriff baben. Einslweilen kommen von Zeil zu Zeit einige Anhaltspunkte darüber. So bat z. B. das Dampfboot„Esther“, das von London nach 20t1ägiger Fahrt in Varis eingelaufen, die Nachricht gebracht, daß von den 37 Brücken über die Seine zwischen Rouen und Paris nur fünf unversehrt geblieben, bie übrigen sind ganz oder theilweise zerstört.— Die im Versailler Prält⸗ minarienvertrag ausbebungene Verzinsung der noch nicht abgetragenen Quoten der Krigskosten-Entschädigung ist ein Mittel, die französische Regierung zur schleunigen Abtragung zu veranlassen. Zu fünf Procent per Anno trägt eine Summe von 5 Milliarden— 250 Millionen, also täglich 700,000 Franken; eine Milliarde verzinst sich läglich noch mit nahe an 140,000 Fr. Neu est e s. Officielle militärische Nachrichten. Ferrières den 7. März. Seine Majfestät der Kaiser und König nahmen heute die Parade des 12. Königlich Sächsischen, sowie des 1. Baperischen Armee-Corps und der Würtem⸗ bergischen Felddivision auf dem Schlachtfelde bei Villiers ab und verlegten darauf das Hauptquartier nach Ferridres. v. Podbielsky. Edictal ladung. 399 Die Anna Marie Meier, ledige Tochter des Johann Wilhelm Conrad Meier von Gruchenbrücken ist wegen Geisteskrankheil unter Curatei gesttllt, was unter dem Anfügen bekannt gemocht wird, daß sie obne Zufiimmung ibres Curators, des Oeconomen Phtlipp Best II. zu Bruchenbrücken, sich nicht weiter rechtlich verpflichten kann. Eiwaige noch nicht angemeldete Forderungen oder onstige Ausprüche sind bei Meidung der Nichtberück⸗ sichligung binnen 4 Wochen daher anzuzeigen. Friedberg den 11. Februar 1871. Groß herzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Steinberger, Landrichter. Landgerichts Assessor. Holz ⸗Versteigerung. 507 Montag den 13. d. M. Vormittags 9 Uhr an⸗ fangend, werden im biesizen Gemeindewald: a) Diflrict Oberkolbentolb 3984 Cubikfuß Nadelholzssämme und Gerüsthölzer, 1625 Stück Nadelholz⸗Wellen, 4 Klafter* Prügelbolz, *„ Erdfiöcke, d) District Eichenbecken 13 Sichen Werktolzstämme, 132 Cubiksuß. 5 Klafter Birken-Prügelholz, 5„ Stockbolz und 3025 Stück„ Wellen versteigert. Die Districte sind unfern der alten Kaisergrube; im Obenkolbenrotb beginnt die Versieigerung und werden die Herren Bürgermeister in Ockstadt, Nauhelm, Oder⸗ u. Nieder⸗Mörlen und Ober-Ros bach ersucht, durch die betreffenden Pollzeldiener die spezielle Bekanntmachung per Schelle zu veranlassen und ihre Gebühr dafür anher erheben zu lassen. Pfaffenwies bach den 4. März 1871. Ru pp, Bürgermeister. Oeffentliche Aufforderung. 543 Nachdem die Ebesrau des li Dietz von Tleder Mörlen, Kathar tua,— 52 um Sicherstellung ihres eingebrachten Vermögens nachge⸗ sucht, gleichzeitig aber auch deren Ehemann seine Ueber⸗ schuldung angezeigt hat, werden zut Abwendung des förmlichen Concurses dessen sämmtliche Gläubiger zur Anmeldung und Begründung ihrer Forderungen, sowie zum Versuche eines Artangemeuts auf Montag den 3. r.., Morgens präcis 8 Uhr, unter dem Anfügen bierher vorgeladen, daß von der Minderhest der erscheinenden, eber den ungenügend ver⸗ tretenen, oder den ausbleibenden Gläubigern der Bel tritt zu den Beschlüssen der Mehrbeit der gehörig auf⸗ (tretenden Gläubiger unlersflellt werde. Bad- Nauhelm am 3. März 1871. Groß herzogliches Landgericht Bad-Nauhelm. Urte, Schnitispahn, Laandrichter. Landgerichts Assessor. Oeffentliche Aufforderung. 344 Nachdem Cbriftlan Seng von Wisselsheim mit leinen gerichtsbekaunten Gläubigern zum Zwecke der Abwendung des formellen Concuteprozesses ein Arrange— ment abgeschlossen hat, dessen Ein sicht in der Landgerichts Megistratar zu nehmen frel feht, ergeht an etwaige * Lohrinden-Versteigerung. 524 Montag den 20. d. M., Nachmittags 2 Uhr, sollen ouf hiesigem Ratbhause circa 300 Centner Loh⸗ rinde öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Der Bestand kann vorher an Ort und Stelle eingesehen werden. Büdingen den 6. März 1871. Großherzogliche Bürgermelsterel Büdingen. s[zin ger. Holz ⸗Versteigerung. 525 Mlttwoch den 15. März d. J., Morgens 10 Uhr ansangend, sollen in dem Obbornhofer Gemeinde⸗ wald nachflehende Holzsortimente verflelgert werden: 1) 28 Eichen Baufämme von 8—29“ Durcmesser und 20—40“ Länge, 1598 Cubiksuß haltend, 2) 9 Stecken Buchen⸗Scheltholz, 0 Eschen⸗ B. i Buchen- und Eichen⸗Prügelholz, 91.2* Buchen⸗ und Elchen⸗Stockbolz, 6) 1583 Wellen Buchen- und Eichen Reisbolz, Obbornhosen den 6. März 1871. Großberzogliche Bürgermelsteret Obbornhofen. Fr. Hofraithe- und Güter- Versteigerung. 533 Freitag den 17. d. M., Mittags 1 Uhr, sollen in hiefigem Rathbause die Pofraithe und Güterflücke der verlebten Jakob Kricks Ebeleute daher, bestehend in elnem sehr geräumigen zweistöckigen Wohnhause mit Scheuer und Stallungen und einem dadet befindlichen Grabgarten von 60[OKlafter, in der schönsten Lage des Orts, in der Weise zur Verstelgerung gebracht werden, daß die Grundstücke und die Hofrattbe zuerst einzeln und alsdann Pofraithe nebst den Grundflücken, 2233 DI str., als Ganzes zusammen ausgeboten werden. Ossenheim den 8. März 1871. In Auftrog Großberzoglichen Landgerichts Friedberg e Ortsgericht Ossenheim. a u l. Holz- Versteigerung. 534 Dienstag den 14. d. M., Vormittags 10 Ubr, sollen im biesigen Gemeindewald, Oistrikt„Eichkopf“, 10175 Stück gemischte Durchforflunge Wellen und 1200 Stück Kiefern Wellen öffentlich versteigert werden. Ztegenberg den 6. März 1871. Großberzogliche Bürgermeisterei Langenhaln. Rumpf. Holz- Versteigerung. 535 Dienstag den 14. l. Mis. Vormsttags 9 Ubr an⸗ fangend, soll im Butzbacher Stadtwald, Olstrikt Pfingst⸗ welde, folgendes Polz met ibietend versteigert werden, als: 125 Stecken Buchen⸗Scheltholz, . Echen⸗Scheitbolz, 28 Buchen Prügelbolz, 1820„ Buchen ⸗Stockholz und 10 Eichen⸗Stockholz. Die Zusammenkunft ist an der Suderschnels an der großen Eiche. Butzbach den 6. März 1871. gerichtaunbekannte Gläubiger die Aufforderung, binnen sechs Wochen ihre Forderungen anzumelden und de— ebungeswelse tbre Einwendungen gegen ihren Beitritt zum Arrangement vorzubringen, widrigenfalls dasselbe Großherzogliche Bürgermelsterel Butzbach. e l. deftätigt werden wird. f Bad Nauheim am 3. März 1871. Halsbinden Großberzogliches Landgericht Bad- Nauheim. 42 und Shlips ꝛc. in schöner Auswahl, sowte Foularde, Ulrich, Landrichter. Schulttspabhn, Landgerlchto, Assessor. seldene Umknöpftücher und schwarze seldene Halstücher bel K. Friedrich neben der Post. Aecker-Versteigerung. 541 In Folge mebrerer Nachgebote will Frau Becker ihre Aecker in Fauerbacher Gemarkung nächßen Samstag den 11. März, Morgens 11 Ühr, einer nochmaligen letzten Verstetgerung aussetzen. Die Ge⸗ nehmigung erfolgt inverhalb drei Tagen. FJauerbach t. Fr. den 7. März 1871. Groß berzogliches Ortagericht Fauerbach, Helfrich. Arbeits-Versteigerung. 537 Mittwoch den 15. März, Vormittags 11 Uhr, werden auf dem Rathbause zu Bönstadt nachstehende Arbeiten versteigert werden: 1) Spenglerarbeit, lt. Koftenüberschlag 48 fl. 16 kr. 2) Weiß binderarbeit 7„ 33. 3) Dachdeckerarbeit 14 K 4) Fahren von 135 Kbm. Unterbaltungssteinen aus dem Steinbruch der Stadt Assenbeim auf die Vinz nal⸗ wege. 5) Zerschlagen derselben. Irledderg den 7. März 1871. Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider. Arbeits- Versteigerung. 538 Mittwoch den 15. März, Nachmittags 3 Ubr, sodlen auf dem Ratbbause zu Assen beim folgende Ardeiten an die Wenigstnebmenden in Accord gegeden werden; 1) Steinhauerarbeit, lt. Kostenüberschlag 360 fl.— kr. 2) Maurerarbeit 120— 3) Pflasterarbelt 91 40 4) Sandlieferung 72212 5) Steinaufsetzen und Sandmessen 10. 24„ Für die Unterbaltung der Vinzinalwege: 1) Die jährlichen Handarbeiten auf die Dauer von mehreren Jabten, 2) Fahren von 100 Kom. Unterhaltungssteinen, 3) Zerschlagen derselben, 4) Ausräumung von 1500 lfd. M. Entwässerungs⸗ gräden. JIriedberg den 7. März 1871. Der Bezirks Bauaufseher Schneider. Mobiliar⸗-Versteiger Mobiliar-Versteigerung. 536 Der Eigentbümer des Hauses an der Ecke der Kur- und Parkftraße zu Bad-Nauhelm bat 3 Etagen obne Mödel vermlethet und beabsichtigt nun die ihm dadurch entbehrlich werdenden, sehr gut J gehaltenen Mobillar Gegenstände, als: Sopha's, Causeuses mit dazu gebörigen Stühlen, Sessel, Schreidsekretäre, Kleider-, Glass und Pfeiler⸗ Schranke, Kommoden, runde und viereckige Tische, große und kleine Spiegel mit Goldrahmen, voll staͤrdige Betten. Waschtische, Nachttische Vorhänge, Roultaux, Teppiche, Küchenschränke, Kochbeerde und sonstige Küchengeräthe, Porzellan- und Glaswaaren, kleinere Zummergeräthe c. zc. Donnerstag den 16. März 1871 und an den folgenden Tagen, jedesmal von Morgens 9 Uhr ab, einer öffentlichen Versteigerung auszusetzen. wozu Kaufltebbaber hiermit eingeladen werden. Bad Nauheim den 7. Manz 1871. Großpberzogliche Bürgermelsteret Bad-Naubeim. Schutt. 459 Der zur Landrichterwohnung gebörige Garten am viereckigen Weiher soll auf ein— auch mehrere Jabre verpachtet werden. Lusttragende wollen sich deßfalls baldigst an den Unterzelchneten wenden. Friedberg den 27. Februar 1871. Meitz, Gr. Landrichter. Mie Jaumenhaudlung„zun steinernen Haus“ Georg Andreas in hält ihr Lager in Frankfurt a. M., Markt 44, allen Gattungen Gemüse⸗, landwirthschaftlichen-, Wald⸗& Blumen ⸗Saamen en gros& en detail unter Zusicherung reellster und billigster Bedienung bestens empfohlen.— Cataloge gratis& franco. 403 Frucht- und Kornstroh⸗Versteigerung. 530 Das Großberzogliche Rentamt Nidda bringt nachstehende 1870er Frucht- Vorräthe, sowie eine Quantität Kornflroh, in nach verzeichneten Terminen zur öffentlichen Versteigerung und zwar: 1) von dem Speicher zu Bingenheim bei Gastwirth Winter daselbst, 2) von dem Speicher zu Nidda auf dem Gemeindehause daselbst. Bingenbeim am 7. März 1871. 2 f f Fruchtsorten. 85 Vom Termin der Versteigerung— Stroh 2 Speicher zu 1 nen. 2 Mitr. Mitr. Mitr.] Mitr. J Gebund. 1 Nidda Dienstag den 21. März, Vorm. 10 Ubr— 64 34 51— 2 Bingenheim Donnerflag„ 23.„„ 10„ 23 207 203 37 76 3 Nidda Dienstag„ 18. April,„— 64 34 51— 1 Bingenbeim Mittwoch 19.„ 23 23 207 203 37— 5 Nidda Dienstag„ 16. Mal 0— 64 34 51— 6 Bingenhe im Mittwoch„ 17. 7 0 23 207 203 37— Großberzogliches Rentamt Nidda. Ru be. Strohhüte 528 werden gewaschen, gefarbt und nach neuster Fazon geändert bei L. Backes. Leere Oelfässer, 300 zu Pfsubl ꝛc. ꝛc., bet Georg Groß. Kissinger Pastillen, 89 hergestellt aus den Salzen des Rakoczi, über dessen beilkräftige Wirkungen die Schristen von Hoftath Dr. Bahling, Hofrath Dr. Erhardt und Dr. Diruf handeln. Besonders empfeblenswerth gegen Trägbeit der Ver⸗ dauungsorgane, mangelhafte Secrction, Bleichsucht, Blutleere, wie auch gegen Haämmorrbholden, Neigung zu Gicht unt Scropheln. Preis per Flacon 30 kr. Nur 8 ächt käuflich in Friedberg bet Hof-Apotbeler G rtz. Kgl. Baier. Mineralwasser⸗Versendung. Friedberger Hülfsverein. 520 Zur Jahresversammlung des Hüllsvereins, welche für dieses Jahr vom Februar in den März ver⸗ legt worden ist, damit sie nach dem Friedensschlusse in fröhlicherer Stimmung abgehallen werden könne, werden die Mitglieder des Vereins auf Mittwoch den 15. März, Abends 6 Uhr, in das Hotel Trapp biermtt freundlichst eingeladen. An dle Erstattung des Jahresbe lichtes, die Ergänzungs— wahl für den Vorstand und die Besprechung der Ver⸗ einssache wird sich ein einfaches Abendessen anschließen und es wird den Mitgliedern eine Liste zur Erklärung ihrer Bethetligung an demselben durch den Vereinsdiener vorgelegt werden. gür den Vorstand: Wohnungs-Verändetung. meinem Elternhause auf der Freiheit. Friedberg. Dr. Weckerling, Arzt. Strohhüte 1 werden gewaschen. gefärbt und nach neuster ZJagon ge ndert bei K. Friedrich, neben der Post. 526 Am 5. d. M. ist mir ein welblicher pund von gelber Farbe, schwarzer Schnauze und herabhaͤngenden Ohren, im Alter von etwa ½ Jahr, zugelaufen. Der Eigenthümet kann denselben gegen Entrichtung des Fultergeides(pro Tag 24 Kreuzer) und Wiedererstattung der Elmückungsge übten bei mir abholen. Becker, Unterossiger, Für Schulen: Die Wacht am ühein für zwei Stimmen mit Text. Prets: 1 ke. zrtedberg. Bindernagel& Schimpff (17. Aufl) Methode Gur einmal angezeigt.) T oussaint-Langenscheidt. Brieflicher Sprach-& Sprech-Unterricht 545 für das Selbststudium Erwacbsener. 125 Prof. Dr. van Dalen(am k. k Kadettenkorps Engl. in Berlin), Prof. H. LIoVd(Univers. Cambridge) 8 und G. Langenscheldt. von Prof. Oh, Toussaint und G. Langen- Franz. scheidet(Mitgl. d. Gesellsch. f. neuere Sprachen 5 Lit.) in Berlin. Wöchntl. 1 Lekt. à 5 Sgr.; im Ganzen 2 Kurse à 5¾ Thlr.; beide Kurse zusammen nur Rn probebriefe à 5 Sgr.(Marken). Urtbeile:„Diese Untertichtsbriefe verdienen die Empfehlung vollständig, welche ihnen v. Sem.-Dir. Dr Diesterweg. Dir. Dr. Freund, Prof. Dr. Her- rig, Prof. Dr. Scheler, Prof. Dr. Schmitz, Prof. Dr. Städler, Dir. Dr. Viebhoff u. and. Autor i- täten geworden ist.“(Allem d. Lehrerztg)— Der wohldurebdachte Plan u. d. Sorgfalt d. Ausführung treten in T.-L.'s Meth. recht auffällig hervor, wenn man die schlechten(eirea 12 mal erfolgten) Nach- ahmungen damit vergleicht, welche v. d. literar. Industrie auf den Markt gebracht werden.“(Schulb. d Prov. Sachsen.)—„T.-L.'s. Meth. erscheint uns als eine der wichtigsten Erscheinungen d. Neuzeit, als ein ebenso wicht. Triumph des mensebl. Scherfsinns, wie Dampfmaschine u. Telegraphie„(Liter. Rundschau.) N. In der Nationalität der Verfasser, der grössten Vollständigk. bei bester Ausserer Ausstat- tung, in den bei nun 17 Aufl. im briefl. Verkehr m. den Lernenden erzielten Vervollkommnungen u. in der Au dehnung der Ausspr.-Bez. dieser Meth. auf viele Zweige der Fachliteratur beruhen Vor- theile, die kein and. Werk zu bieten vermag. Mit gedachter Ausspr.- Bez. sind u. A. erschienen: Frz- dtsch. Wörterb. v. Dr. C. Sachs; circa 17 Lirgn. à 12(is 1%. 71 nur 9) Sgr. pro Lfrg. Engl.- deutsch, Suppl.-Lexikon von Dr. A. Hoppe. 3 Thlr. Lehrbuch Kurs I u. II von Ai eee. N sceheidt, 10 u. 12— Kurs. von d. f.2 Sprache] Dr. W der Realsch. f. Schulen. I. Ordnung zu Elbing, 15 Sgr. Die Adoption der Meth. J.-L. dureh fast alle Kulturvölker dürfte dieselbe weiterer Empfehlung überheben. Prospekte gratis. G. Langensebeidt's Franko gegen franko. Vorlags buchhandlung. Der 2. Stock meines Haufes 521 ist an eine ruhige Familie zu vermlethen, Friedberg. Hermann NMeisel. Bohnen, Erbsen, Linsen, Berlin, 17, Halleschestr. Geschäfts-Eroffnung. 498 Einem geehrten Publicum dle ergebene Anzeige, daß ich mein Übrenlager, besehend in allen Arten Taschen⸗ und Wand ⸗Uhren neuester Confßructson und bester Qualstät,(röffnel have. Verkaufe mit Garansie. Reparaturen werden jederzeit auf's Belle effectulrt. Hermann Stadelmann, Uhrmacher neben dem dotel Trapp in Frledderg. Herzlichen Dank 539 dem gütsgen Spender dec süßen Gaben zur Frledensfeier. Sieben dankbare Herzen. 300 fl. 532 liegen gegen genügende Sicherung zum Aus leihen berelt Näheres zu erfragen bei der Exped. d. Bl. Das Lutherdenkmal in Worms. 13 Holzschnitte mit Text. 2. Auflage. Preis: 12 kr. Vorräthig bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Schon bei einer kleinen Partie geden wir ßrei⸗ exemplare und machen wir namentlich die Herten Lehrer n der Umgegend auf dies Sch riftchen aufmerksam. Ein Junge, der die Schuhmacherprofession erlernen will, kann in die Lehre treten bei G. Raab, Schuhmachermelster. 531 mit oder obne Lehrgeld Ossenbelm. 40 von 36 kr. an bis zu den feinsten Sorten bei K. Friedrich neden der Post. Flaschen-Etiquette pr. 100 Stück 36 kr. bis zu 2 fl. 48 kr, dei Bindernagel& Schimpf. Danksagung. 540 Allen, welche heute unseren lieben ern hard Haas, Soldat im 2. Inf.⸗Reg,. der an den Folgen seiner am 31. Dezember im Gefechte ist, die letzte Ehre erwiesen haben, sagen wir unseren tiefgefühlten Dark. Fauerbach b. Fr. am 7. März 1871. Die Hinterbliebenen. F ruchtpreise. 5 Per Malter. Friedberg, 8. März. Waizen 14 fl. 45 lr.; 10 fl. 40 fr.; Gerste 9 fl.— kr.; Hafer 5 fl. 20 kr. Frankfurt, 28. Februar.(200 Zollpfund.) Warzen 14½ 15/8 Korn 11½—5/; Gerte—; Hafer 97 10½; Rüböl(100 Zollpfd.) ohne Faß 30½; Branntwein (50% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß—. Grünberg, 4. März. Waizen 14 fl. 45 kr.; Kory 11 fl. 18 kr.; Gerste 8 fl. 1 kr.; Hafer 6 fl. 2 kr.; Molter 10 fl. 25 kr.; Erbsen 16 fl. 7 kr.; Wicken— fl. — k.; Saamen— fl.— kr.; Kartoffeln 4 fl. 40 kr. Moinz, 28. Februar. Waizen 13 fl. 29 kr.; Korn 11 fl. 20 kr.; Gerste— fl.— kr.; Hafer 6 fl. 30 kr.; Kartoffeln 5 fl. 30 ke.; Rrogenstroh per 100 Gebund 48 fl. Geld- Cours. Frankfurt am 7. März 1871. scor Preussische Kassenscheiue fl. 1 44%—49%% Preuss Friedrichsd'or„ 9 58½—59½ Pistolen„ 9 45—47 Holländische fl. 10 Stücke.„ 9 54—56 Ducaten N„ 5 36—38 5 AI mars... 95 5 37 39 20 Franes- Stücke„ 9 27—28 Englische Sovereigus,„ 11 53—57 Russ. Imperiales e ee e Dollars in Geld e Istaclitischer Gottesdienst in Friedberg. Freitag Abends 5½ Ubr. 45 Samstag Morgens 8½ Ubr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. wohnhaft in dem Preußer'schen Pause am Mainzerthor. 389 gutkochende, bei Georg Groß. Oruck und Verlag von Vinder nagel& Schimpf. bei Briare erballenen schweren Verwundung am 5. d. M. im Reserve⸗ Lazareth zu Badenhausen sanft verschieden 971 af Fre