Del u tk t 14. Dq. der en ld bas aer prichnktt r erlaft „ N dunner. — Krter, Ir. *, d 1871. Donnerstag den 9. Februar. N17. Oberhessischer Anzeiger. Haettheidigung dasselbe zuverlässig aufheben. Wahr— endes Dekret crlassen habe, wovon er noch nichts Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erschesnt jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Betreffend: Das Departement ⸗Ersatzgeschäst für 1871. Friedberg am 7. Februar 1871. Der Cioilvorsitzende der Großherzoglichen Kreis-Ersatz-Commission des Kreises Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und den Großherzoglichen Polizei-Commissär zu Wickstadt. Das Departement Ersatzgeschäft für den Kreis Friedberg wird Mittwoch den 22. und Donnerstag den 28. d. M. dahier auf dem RNathhause vorgenommen. Sie werden sämmtliche bei diesem Geschaͤfte Gestellungspflichtige hiervon in Kenntniß setzen und dieselben unter Bekanntmachung der 5. 176, 177 und 178 hierzu speziell laden. Am Mittwoch den 22. Februar d. J., Morgens präeis 8 Ubr, haben sich auf dem Nathhause dahier einzufinden: 1) Die bei dem Kreis⸗Ersatzgeschaͤft als dauernd unbrauchbar be— zeichneten Militärpflichtigen; 29 die bei der diesjährigen Musterung zur I. und II. Klasse der Ersatzreserve designirten Militär pflichtigen; 3) die vor beendeter Dienstzeit auf Reclamat ion entlassenen Soldaten. Am Donnerstag den 23. Februar d. J., Morgens präceis 8 Uhr, haben zu erscheinen: 1) Die mit Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst versehenen Militärpflichtigen, welche im Jahre 1851 und früher geboren und noch nicht eingetreten sind, beziehungsweise sich noch nicht zum Eintritt geseldet haben, mit Ausnahme der durch die Deportement-⸗Ersatz⸗Commission zurückgestellten Studirenden der Theologie; 2) die vorzugsweise und primo loco einzustellenden Militärpflichtigen; 3) die für brauchbar erklärten im laufenden Jahre zur Loosung zugelassenen Militärpflichtigen. Die Disponiblen der Jahrgänge 1869 und 1870 haben nicht zu erscheinen. Ebenso nicht die von der Kreis-Ersatz-Commission als augenscheinlich unbrauchbar defundenen und deshalb zum Loosen nicht zugelassenen, sowie die aus irgend einem Grunde als zeitig unbrauchbar auf ein Jahr zurückgestellten Militärpflichtigen. Werden noch Reclamationen erhoben, so haben diejenigen Familienglieder, welche reclamiren, und diejenigen, um deren Arbeits unfähigkeit es sich handelt, sich persönlich vor der Großherzoglichen Departement⸗Ersatz⸗Commission einzufinden. Sämmtliche Erscheinende haben ihre Loosungs- und Gestellungs⸗ scheine unfehlbar mitzubringen. Sollten Militärpflichtige, welche der De partementsersatzcommission vorzustellen sind, bis dahin in einen auzern Aus hebungsbezirk übergehen, so ist hiervon nach§. 92 sub 2 und 4 alsbald hiervon Anzeige zu machen. Zum Schlusse bemerke ich noch, daß nach§. 96 der Militär- Ersatz-⸗Instructien auch Sie dem obigen Geschäfte beizuwohnen haben und daß Sie daher, um rechtzeitig begiauen zu können, sich mit den zur Vorstellung kommenden Militärpflichtigen vor dem Beginn des Geschafts, also vor der fixirten Zeit im Aushebungslocal einzufinden haben. Dafür, daß die jungen Leute reinlich und nüchtern er⸗ scheinen, wollen Sie noch besonders sorgen. Ueber die geschehene Vorladung ist sofort unter namentlicher Angade der Geladenen Bescheinigung einzusenden. Trapp. ee e e 5— Einladung. — Betreffend: Die Generalversammlung des landwirtbschaftlichen Bezirksvereins des Kreises Friedberg. Die General-Versammlung des landwirthschaftlichen Bezirks, Vereins des Kreises Friedberg für 1870 findet Freitag den 10. 1. M., Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathhause in Friedberg statt und werden hierzu alle Mitglieder des Vereins und sonstige Freunde der Landwirthschaft eingeladen. Zur Verhandlung kommt: die Verwendung der verfügbaren Vereinsmittel in 1871, Vorlage der Vereins- Rechnung für 1869, Wahl der Ausschußmitglieder des Bezirlsvereins, Berathung wegen Aenderung des§. 4, pos. 1 der Statuten des Bezirksvereins, Mit— theilung über verschiedene Gegenstände. 0 Herr Dr. Uloth zu Bad-Nauheim hat die Freundlichkeit gehabt, die Erstattung eines Vortrags in dieser Versammlung „über eine neue Methode, den Stärkemehlgehalt der Kar— toffel zu bestimmen,“ zuzusagen, worauf ich noch besonders aufmerksam mache. Friedberg den 4. Februar 1871. Der Direktor des landwirthschaftlichen Bezirksvereins des Kreises Friedberg Ter a pp. Einladung zu einer außerordentlichen Geueralversammlung des Mathildenstifts auf dem Rathhause zu Friedberg auf Freitag den 10. Februar, Mittags 2 Uhr. Zur Verhandlung kommt: die Verwilligung weiterer Mittel zur Unterstützung bedürftiger Familien der einberufenen Reservisten, Land— wehrmänner und Soldaten, quch der Kranken und Verwundeten. Die Mitglieder des Vereins, namentlich die Herren Bürger— meister des Kreises werden zu recht zahlreicher Betheiligung hiermit eingeladen. Friedberg den 4. Februar 1871. Der Präsident des Mathildenstifts des Kreises Friedberg Trapp. An die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Wir empfehlen Ihnen vorstehende Einladung nicht außer Beachtung zu lassen und sich selbst zur Verhandlung einzufinden. Friedberg den 4. Februar 1871. Großherzogliches Kreisamt Friedberg Tit op p. Kriegs nachrichten. Versailles, 5. Febr. Jules Favre hat . der Pariser Regierung in einem an undeskanzler gerichteten Schreiben sich in m den scheinlich wird die Verwirrung sich nur durch eine Aufschiebung der Wahlen lösen lassen. Aus Versailles wird gemeldet: Am 2. Febr. wurden unsere deutschen Gefangenen gegen Mürger zu Tausenden ihre friedlichen Beschäftigungen, griffen zur Flinte und eilten auf die Allarmplätze. Wagenladungen mit Tausenden von Feuerwaffen und Seitengewehren, welche die versprengte Heeres solgenden Ausdrücken gegen das Gambelta'sche die gleiche Zahl Franzosen ausgewechselt; sie nd gruen Chanzp's von sich geworfen haben, sind Circular erklärt: In den Verhandlungen über die Convention habe von keinerlei Beschränkungen der Wahlrechte die Rede sein können. Das Land wolle freie Wahlen; wenn die Delegation zu Bordeaux wirklich ein die Waͤhlbarkeit beschrän— woisse, so werde die Regierung der nationalen herzlich froh über ihre Befreiung und klagen be— sonders über die knappe und schlechte Verpflegung, die ihnen in der letzten Zeit zu Theil geworden. Uebrigens, meinten sie, könnten wir uns Glück wünschen, daß wir nicht zum Straßenkampf in Wabldekret afsichirt werde. Paris selbst genöthigt worden; Größe der dort errichteten Barrikaden sei ungeheuer der„Presse“ folgendermaßen modificirt worden: und bei jedem Ruf der Trommel verließen die Gebietsabtretung des Elsaß nach der neuen deut— heute in Versailles angekommen. Versailles. Sämmtliche Platzeomman— danten der oceupirten Landestheile erhielten den Befehl, darauf zu achten, daß nur das Pariser die Zahl und— Die Friedens bedingungen sind nach scherseits vollzogenen Grenzregulirung, wobei auch Theile von Deutschlothringen, sowie Metz und Belfort inbegriffen find; eine Kriegsentschädigung von 2 Milliarden Thalern Graf Bismarck er- klärt in einer Circularnote an die Mächte, daß die Friedensabmachungen mit Frankreich den Kreis derjenigen territorialen Objekte nicht überschreiten werden, über die Frankreich, respektive Dentsch⸗ land nicht unbedingt und ausschließlich zu dis- poniren berechtigt seien. Im Falle der Fort⸗ setzung des Krieges ist auch den Städten Lyon und Bordeaux eine Contribution von je 200 Millionen Francs zugedacht. St. Cloud ist ein Trümmerbaufen, nur die Kirche ist übrig, die Fabriken sind nur mehr nackte Mauern. Aus Paris wird gemeldet, daß der Wunsch Jules Simon's, es mögen auch Picard und Ferry nach Bordeaux gesendet werden, von Jules Favre ab- gelehnt wurde, weil dann die Regierung in Paris von Bordeaux aus majorisirt würde. — Die englische Regierung hat dem deutschen Kaiser und Jules Favre zur Verproviantirung von Paris Mundvorräthe zur Verfügung gestellt, deren sofortige Lieferung erfolgt, falls sie beider ⸗ seits gewünscht wird. a — Man nimmt an, daß Bestimmungen über die Cession der Eisenbahnen in Elsaß und Deutsch · Lothringen an Deutschland in das Friedensin- strument aufgenommen werden. Die Reise des Handelsministers nach Versailles will man auch hiermit in Verbindung bringen. Altbreisach, 3. Febr. Seit heute früh anhaltendes Feuer aus schweren Geschützen von Belfort her hörbar. Es scheinen die in die Werder'sche Stellung verbracht gewesenen Geschütze wieder in Batterie zu stehen; die Belagerungs⸗ truppen sind rückenfrei, und nach Allem, was hier gehört wird, wird die Uebergabe der Feste als⸗ bald erfolgen. — Die Meldung der„Weser Zeitung“, daß bei Belfort ein Sturm versuch mißglückt sei, war leider richtig. Heute liegt in der„Badischen Landes zeitung“ ein Bericht vom 27. Jan. darüber vor, der die schon bekannte Eröffnung der ersten Parallele am 22. Jan. gegen die Perches erwähnt und dann fortfährt:„Da tagtägliche Ausspähungen sowohl durch Ingenieure, als durch Patrouillen feststellten, daß die beiden Perches schlecht besetzt seien, sollten dieselben vom 26. zum 27. durch Ueberrumpelung genommen werden. Leider schlug dieses Wagestück fehl. Unsere Absichten waren, trotz der Wachsamkeit unserer Vorposten und des Gebeimnisses, mit dem alle unsere Operationen vollzogen werden, dem Feinde verrathen worden. Die 45 er batten schon die zwischen den beiden Werken gelegenen Blockhäuser genommen, als sie so starkes Kreuzfeuer erhielten, daß es reine Un möglichkeit war sich zu halten. Nicht besser er⸗ ging es den 67 ern, die von Perouse her Hautes- Perches in der Kehle angreifen sollten. Der größte Theil der gesammten Besatzung stellte sich ihnen entgegen. Mit sehr bedeutenden Verlusten mußten wir uns zurückziehen.“ — Bei Dijon kämpfte, wie jetzt festgestellt ist, eine einzige Brigade des 2. Armeetorps(6000 Mann) gegen Garibaldi's 50,000; eine vielleicht noch glaͤnzendere Waffenthat als Werder's Defen⸗ sive in der festen Stellung bei Heritourt. Gari— baldi befindet sich, nach Berichten von Reisenden, die der„Bund“ mitthtilt, mit 10,000 Mann in Lyon. Ueber Bourbaki, der nach den Einen ebenfalls nach Lyon, nach den Andenen nach Genf gebracht worden wäre, sind widersprechende Nachrichten verbreitet: sein Tod wird sogar offi⸗ ciell in Versailles gemeldet, nach Anderen ist er wieder in der Besserung. Ueber die Räumung von Dijon schreibt der„Courier de l' Ain“:„Nachdem der Commandeur der preußischen Streitkräfte, welche in der Umgegend von Dijon standen(General Haun v. Weyhern), den General Garibaldi be nachrichtigt hatte, daß der Waffenstillstand für das Departement Cote d'Or nicht gelte, ging derselbe gegen die Statt vor und forderte sie zur Uebergabe auf, indem er sie mit einem Bom- bardement bedrohte, wenn sie nicht sofort geräumt würde. In Folge dessen fand die Räumung statt. Nachdem die Vorposten einige Schüsse gewechselt batten, wurde die Stadt am Abend des 31. Jan. besetzt. Einzelne Abtheilungen von Mobilgarden sind bereits in Chalon s. Saone eingetroffen.“ Aus Baden. Vor einigen Tagen holte der badische Lazarethzug eine Anzahl der früher in Dijon zurückgebliebenen Verwundeten von Basel ab. Dieselben waren in Dijon am 31. Januar fortgeschafft worden und hatten die Reise über Lyon und Genf zu machen. In Lyon waren die zum Theil Schwerverwundeten den Insulten eines aufgeregten Pöbels ausgesetzt, der so weit gegangen sei, den Verwundeten, welche Krücken nöthig hatten, dieselben wegzunehmen. Mehrere Stunden lang blieben sie auf dem Pflaster liegen. Zwei Aerzte, welche damit zurückkamen, entwerfen eine trübe Schilderung von ihrer Behandlung in Dijon. Sie konnten nur in militärischer Begleitung aus- geden, und die Stimmung war so, daß sie schließ⸗ lich auf jeglichen Ausgang verzichteten und sich in ihrem kleinen elenden Zimmerchen hielten. Den Wärterinnen wurden in Lyon noch ihre Effekten gestohlen! — Die Großh. Hessische Pionier-Compagnie war bei dem letzten Zuge gegen Le Mans der 18. Division zugetheit und am 5. Januar bis Chamelle, westlich von Le Mans, nach höchst be⸗ schwerlichen Märschen gekommen. Nach der Rieden lage der frauzösischen Armee unter Chanzy ging die Compagnie über Conlie, Le Mans, Saint Calais wieder nach Ocleans, wo sie am 28. Jan. wieder anlangte. Bern, 4. Febr. Bis jetzt sind 66,000 Franzosen übergetreten: 50,000 bei Verrieres, 16,000 bei Vallorbes und St. Croix. Gestern und vorgestern setzten die Deutschen den Kampf fort. In Neuenburg lagen mehr als 2000 Verwundete. — Das„Genfer Journal“ enthält eine län; gere Schilderung des Rückzugs der Bourbaki'schen Armer, woraus wir Folgendes mittheilen: Die Leiden, denen diese französischen Soldaten in Folge eines ungewöhnlichen Winters und einer fehler. haften Einrichtung der Intendanz unterworfen waren, übersteigen allen Begriff. Unter den Kranken und Verwundeten, welche in diesen Tagen durch Genf gekommen sind, hatten Verschiedene erfrorene Füße, und Alle beklagten sich, daß sie seit drei Tagen nichts zu essen hatten und auf dem Schnee schlafen mußten, wobei sie kaum etwas hatten, um sich zuzudecken. Der Rückzug nach Süden ging unter schauderhasten Umständen vor sich. Der Feind, ein unermüdlicher Feind, beun⸗ ruhigte die Franzosen von allen Seiten und ließ ihnen keinen Tag, keine Stunde Zeit, um von ihren Strapazen auszuruhen und ihre desergani⸗ sirten Reihen wiederherzustellen. Die Spitzen seiner Colonnen kamen von allen Seiten zum Vorschein, im Rücken, in den Flanken, vorn, um die Rückzugslinie abzuschneiden und die Verbin- dungen zu unterbrechen. Alle Ausgänge waren auf Einen Schlag geschlossen; man marschirte, man schlief oder vielmehr man wachte umgeben von Gefahren: jeden Augenblick gab es eine Allarmirung; man mußte kämpfen Schritt für Schritt um ein Dorf, um ein Haus; dann, statt zu bleiben und Athem zu schöpfen, marschiren, unaufhörlich marschiren mit Hinterlassung einer langen Reihe von Todten, Kranken und Verwun⸗ deten. Und alles das ohne Lebensmittel, beinahe ohne Munition. Man kam so in weniger als zwölf Tagen von Clerval, Blamont, Pont de Roide und St. Hypolit bis Morteau und Pon: tarlier, blos einige Stunden von der Schweizer Grenze, auf schlechten, schneebedeckten Wegen, selten unter acht Grad Kälte. Bei Pontarlier, wie zu Maiche, St. Hypolit, Blamont, Pont de Roide war der Feind da, immer gegenwärtig und die Wege nach Nord, Süd und West mit seiner un- ermüdlichen Cavalerie abschneidend. Hinter der— selben drangen starke Infanteriemassen in Gewalt- märschen von allen Punkten der Windrose vor, begleitet von dieser sormidablen Feldartillerie, deren geschickt gezielte Schüsse für sich hinreichen, um Unord⸗ nung in eine Armee auf dem Rückzug zu werfen.... Hessen. Darmstadt. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog baben mittelst Allerhöchster Ent⸗ schließung vom 4. d. M. geruht: im 1. Reiter⸗ Regiment den Corporal Otto Fischer aus Birkenfeld zum Lieutenant der Reserve;— im 2. Reiter Regiment den Oberlieutenant Otto zum Rittmeister, sowie den Oberlieutenant Lang s- dorf und den Lieutenant Seederer zu etats⸗ mäßigen Oberlieutenants;— in der Feldartillerie die Lieutenante v. Dar ans und Simon, zu etatsmäßigen Artillerie- Offizieren und den Corporal Karl Wilhelm Böhler aus Seckmauern zum Portepeefähnrich,— im 2. Infanterie-Regiwent den Oberlieutenant Winter zum Hauptmann, den Lieutenant Cullmann zum Oberlieutenant und den Portepetfähnrich Richard Eckstein aus Gießen zum Lieutenant zu ernennen. — Bei dem am 14. v. M. erfolgten Ab- zug des nach Briare vorgeschobenen Detachements Gr. Truppen vermochten die verwundeten und kranken Soldaten, welche in der Lazareth-Ambu- lance und dem Schwestern-Asyl daselbst sich be⸗ fanden, nicht zurückverbracht zu werden. Der diesem Lazareth zugetheilt gewesene Assistenzarzt Dr. Köhler vom Gr. Sanitäts- Detachement wurde von dem französischen Divisionsgeneral du Temple aufgefordert, seinen ärztlichen Dienst bei den Hess. Soldaten fortzuversehen, welchem An⸗ sinnen derselbe Folge leistete. Nach einem hier- her gelangten Briefe desselben vom 21. v. M. befinden sich die verwundeten und kranken Soldaten in bester Verpflegung, insbesondere in Folge der opferwilligen Fürsorge des Herrn Fabrikanten Felix Bapterosse, sowie der barmherzigen Schwestern und des Maire von Briare. Ueber einzelne Soldaten wird zugleich Folgen⸗ des von Dr. Köhler mitgetheilt: 1) In der Ambulance zu Briare befanden sich am 14. v. M.: 2. Reiter⸗ Regiment. Gholgr. Joseph Heuster v. d. 3. Schw. Schuß i. d. r. Seite 2. Infanterie-⸗Regiment. Musk. Ludwig Todt v. d. 5. Comp. Schuß d. d. rechten Oberschenkel. Musk. Bernhard. Hagg v. d. 5. Comp., Schußfraktur d. J. B. unter d. Knie, amputirt am 9. Januar. Gefr. Friedrich Rühling(Büyling) von d. 4. Compagnie, Schußfraktur d. r. Oberschenkels amputirt am 9. Jan. und gest. am 17. Jan. Musk. Georg Johannes Nies von der 4. Comp., Schuß i. d. l. Lunge, gest. am 16. Januar. Musk. Wilh. Suppes von der 4. Comp., verwundet an d. l. Seite. l Musk. Wilh. Wolf von der Leib⸗Comp., Brustkatarrh. Musk. Philipp Muth v. d. 2. Comp., Drüsenentzündung. Musk. Karl Leuk v. d. 3. Comp., starke Contusion durch einen Fall. Musk. Theodor Faatz v. d. 3. Comp., Fleischwunde d. d. r. Oberschenkel, l. verw. Corporal Carl(7) Spieß v. d. 8. Comp., Fleischwunde d. d. zwei Oberschenkel, l. verw. Musk. Weber v. d. 6. Comp., Schuß d. d. Kopf, gest. am 16. Januar. 2) In dem Asile des Socurs zu Briare waren als an Blattern erkrankt aufgenommen und verblieben fol⸗ gende Angehörige des 2. Infanterie⸗Regiments: Peter Petzer v. d. Leib⸗Comp., Georg Dietrich Ertling, Heinrich Tenges, Philipp Krebs, August Schaarmann, Caspar Jost, Johannes Kais(7), sämmtlich v. d. 2. Comp.; Joh. Göckel(Jöckel), Johs. Metz, beide v. d. 6. Comp.; Orch. Wagner, Johs May und Corporal Ph. Rühl v. d. 8. Comp.; sodann Conrad Gerlach v. d. 5. Comp. und Hrch. Elsenbein von der 2. Comp.;— Die beiden Letzgenannten sind am 18. und 20. Jan. gest. und gleich den in der Ambulance gestorbenen Militärpersonen(Rühling, Nies u. Weber) in anständiger pafsender Weise beerdigt worden.— Die übrigen Kranken sind größtentheils außer Gefahr. Hieran anschließend berichtet Dr. Köhler weiter, daß bei dem Gefecht am 14. Jan. bei Briare nachfolgende Militärpersonen in franz. Gefangenschast gerathen und sodann in das Innere Frankreichs verbracht worden sind: Trompeter Saam und Grünewald, sowie die Cholgrs. Paser, Steuernagel und Häuser von der Leibschw. des 2. Neiter⸗Rgis., sodann Corp. Krantz, sewie die Musk. Hrch. Jourdan und Hrch. Wahl von der 6. Comp. ades 2. Infanterie⸗Regiments. — Die„Darmst. Zeitung“ bringt folgende Verlustliste: 2. Jäger⸗Bataillon. (Gefecht bei Vienne am 28. Januar 1871.) 2. Compagnie. Jager Joh. Hrch. Heß, Grofß⸗Gerau, schw. v., Sch. d. d. r. Bein, Laz. Vienne. Jäger Jac. Wagner, Offenbach, (. verw., Sch. a d. r. Hand, Laz. Vienne. Jäger Bernh. Lang, Kostheim l. v., Sch. a. l. Ohr, Laz. Vienne. Ferner L — 22 K „ ne Asctragerzt ttachentnt a rtral du 1 Dirust bei eien An- ata pier · U.. N. t Seldaten 1 Felge der Febrilanttn 1 Schott dd Felgen ⸗ une sih en n 8 Sactelhmt d. 11 (urn, n 9. Jun. der. Schuß fel en e Ar 29 1 denn Ering, —— 4 8055 N 2. 0 Ingelheim, Peter Vetter aus Ellenbach, Georg Hild aus 0 Nroß⸗Gerau, Joh. Gottf. Schnell aus Halmhof, Tyomas Schüler Nopf. sch dem möglicherweise schon jetzt die vurden vermißt: die Jäger Heinrich Pfitzer aus Ober⸗ aus Elsbeim, Aug. Blößer aus Allertshofen, Adam Amend aus Weiher, Alex. Reinhackel aus Offen⸗ jach, Anton Leidemer aus Gundheim, Eberh. Czerny aus Mainz, Gg. Peter Zwingler aus Ebersberg, Jac. Ziemer zus Wiebelsbach, Anton Hertel aus Wald Michelbach, Joh. Schmidt aus Ockenbeim, die Gefreiter Ph. Leydecker zus Budenheim und Jacob Eich aus Ober-Flörsheim, Jäger Jac. Herweck aus Lampertheim; ist am 29. wieder eim Bataillon eingetroffen. 3. Compagnie. Lieut. Carl Ferd. Becker, Offenbach, todt, Sch. d. d. Gefreiter Wilh. Thomas, Erzhausen, schw. verw., Sch. i. d. l. Schulter, Laz. Vienne. Jäger Leonhard Dagner, Darsberg, schw. verw., Unbekannt, Laz. Vienne. Fäger Franz Stöpler, Lauterbach, l verw., Sch. d. d. dand, Laz. Vienne. Jäger Johannes Reeg, Zell, J. verw., Sch. d. d. r. Zeigefinger, Laz. Vienne. Ferner wurden zermißt: Corporal Ph. Müller aus Volksheim, die Ge⸗ beiter Jos. Höfling aus Seligenstadt und Hrch. Reisert zus Heppenheim, die Jäger Friedr. Albrecht aus Westhofen, Jos. Held aus Heppenheim, Carl Ph. Solms aus Oppen⸗ eim, Joh. Seeger aus Elmsbausen, Leonh. Müller aus Freidach, Cornel. Daub aus Mainz, Fried. Wilh. Goll. Strohband aus Gau-Bickelheim, Joh. Simon aus Sörgen⸗ hoch, Anton Klein aus Ilbenstadt, Ph. Frank aus Vun⸗ eim, Joh. Fink aus Kor telshütte, Franz Nenninger aue Birnheim, Pb. Diebl aus Jugenheim, Joh. Rubland aus Sandbach, Pet. Petermann aus Hambach, Joh. Nauth zus Ebersbeim, Frz. Jos. Neumann aus Wattendeim, Wilh. Scheuermann aus Beerfelden, Ph. Lahr aus Wein⸗ eim, Gg. Wilh. Scheffler aus Rothenderg, Job. Bechluft us Flonbeim, Mich. Elbert aus Hainstadt, Job. Zahn zus Gau⸗Bickelheim, Joh. Grünewald aus Roßdorf, Ph. lahr aus ÜUdendeim, Jac. Eich aus Ober⸗Flörsveim, Jac. dolschuh aus Gunterfürst, Heinrich Veith aus Weisenau— 2. Reiter⸗Regiment. (Beim Patrouillenritt nach Bellno am 29. Imuar.) Leib⸗Escadron. Chevl. Carl Trabandt aus Lauterbach, verm. 2. Infanterie⸗Regiment. Patrouillengesecht bei Chatillon sur Loing am 28. Jan.) lieut. 4 Sartorius, 3. Comp. l. verw., Streissch. a. I. Bein. Preußen. Berlin. Die Verleibung eines emeinsamen deutschen Feldzeichens, das gleichartig ton der gesammten deutschen Armee in den Fahnen, Standarten, Kokarden, Schärpen und orteepees geführt werden würde, soll jetzt fest lestimmt sein, und wird der Erlaß darüber sogar ls nahe bevorstebend bezeichnet. Auch dürfte Nummer ⸗ tertheilung au die neuen deutschen Armee Corps enschließen. Posen. Es ist hier die Ordre eingetroffen, elle disponiblen Ersatzmannschaften nachzusenden ind alle Regimenter während des Waffenstillstandes 1 completiren. Oesterreich. Wien. Die„Amteztg.“ peldet, daß die Demissionen der Minister: Graf potockt, Taafe, Stremaier und Tschabuschnigg angenommen worden sind. Graf Hohenwart ist um Minister des Innern ernannt und mit der Neubildung des Cabinets brauftrogt worden. Auf ien Vorschlag desselben sind zu Ministern ern innt: ür die Justiz Habien inek(2), für die Finanzen bolzgethan, für den Handel Professor Schaeffle, für den Cultus Jericek(2) und für die Landes- urtheidigung Scholl. Schweiz Bern. Nach der„Tagespost“ General Ochsenbein, ehedem Brigadegeneral ur Fremdenlegion, zum Tivisionsgentral in der laxzösischen Hülfsarmee ernannt worden. Ju Neuenburg ist bereits eine Anzahl tanzösischer Offiziere durchgebrannt, sie sind im Fahndungsblatt ausgeschrieben. Von mehreren Seiten aufmerksam gemacht, eiß die französischen Internirten theilweise Kleiter, zamentlich Waͤsche und Schuhe, sehr nöthig haben, tet der Bundesrath an die Cantonsregierungen e Mittheilung, daß er sofort bei der französischen fegierung Schritte thun werde um die schleunige Jusendung von Kleidern und Schuhen zu erwirken. bon Bundeswegen, wird dabei bemerkt, können dieser Richtung keine Ausgaben gemacht werden, selmehr müsse es den Cantonen überlassen bleiben, t Hülse der bestehenden Comite's den dringend— n Bedürfnissen vor der Hand abzuhelfen. Frankreich. Paris. Die Mitglieder der Piriser Regierung gehen am 10. Februar nach orbtaux, um der Nationalversammlung Rechen— aft abzulegen. Trochu lehnte jede Candidatur ab. 914 deutsche Kriegsgefangene in Paris wurden gegen die gleiche Anzahl Franzosen aus- gewechselt. In einer Note des„Journal officiel“ wird constatirt, daß Jules Favre die Verhand— lungen im vollsten Einvernehmen mit den übrigen Mitgliedern der Regierung und mit deren In— struktion geführt hat. General Vinoy wohnte ebenfalls den betreffenden Berathungen des Ver— theidigungsrathes bei.— Amtlich wird mitgetheilt, daß Jules Simon sich nach Bordeaux begeben hat, um die Convention vom 28. Januar zur Ausführung zu bringen und die Vorbereitungen zum Zusammentritt der Constituante zu treffen. General Leflo hat eine Proklamation an die Armee erlassen, in welcher es heißt:„Ihr habt Paris lange vertheidigt, als noch Brod vorhanden, jetzt habt ihr neue Pflichten! Gebet ein Beispiel der Disciplin, der guten Haltung, des Gehorsams!“ Paris. Das„Journal officiel“ enthält ein Dekret vom 4. Febr., welches das Wahldekret Gambetta's vom 31. Januar annullirt. — Aus Paris vom 4. Febr. wird mitgetheilt, daß dort vollständige Ruhe herrscht. Die Wabl— bewegungen dauern ununterbrochen fort. Die meiste Aussicht scheint die sogenannte Versöhnungs— liste zu haben. Bordeaux, 6. Febr., Abends. Dank dem Einflusse Pellttar's und Arago's auf Gambetta und den eindringlichsten Vorstellungen der Ver— treter der neutralen Staaten hat Gambetta seine Demission gegeben. Das Pariser Wahldekret vom 29. Januar erhält nun Geltung für das ganze Fraukreich. Bordeaux. Die„Corresp. de Bordeaux“, welche ebenso wie der„Siecle“ durch die Nach— richt ven der Capitulation von Paris in Be— täubung versetzt wurde, theilt mit, am 28. Jan. sei in Lisieax ein junger Mann eingetroffen, der mit Depeschen des Generals Schmitz an den General Soultz Paris verlassen und sich durch die preußischen Linien durchgeschlichen hatte. Die Depeschen tragen das Datum vom 21. Januar und melben: Die Munition ist am Ausgehen; ein Ausfall, wie der am 19., der sichere Unter- gang; die Linie der Forts ist durchbrochen, die Lage hoffnungslos. Da der Bote sich durch die preußischen Linien hatte schleichen müssen, verzögerte sich seine Ankunft um eine ganze Woche und kam deßhalb die Nachricht von der Eröffnung der Capitulationsverhandlungen der Regierungsdele— gation in Bordeaux ganz unerwartet. — Die Vertreter Oesterreichs, Spaniens und Italiens betonten in Bordeaux, die Constituirung von Wohlfahrtsausschüssen unter Gambetta würde ihre sofortige Abreise veranlassen. — Das„Journal des Debats“ vom 2. d. führt aus, daß die Republik nicht für Frankreich lebensfähig sei und die einzige Hoffnung des Landes auf der Familie Orleaus beruhe. — Pelletan, Garnier-Pages, Emanuel Arago und Lionvicke, der Secretär Jules Simon's, sind hier angekommen.— Garibaldi hat sich nach Chagny, dem Hauptquartier der Vogesen-Armee, begeben. Lille, 6. Febr. Abbeville ist von preußischen Truppen besetzt worden. Laut einer Depesche des Präfekten des Somme ⸗Departements ist der Sitz der Präfektur von Abbeville nach Rue verlegt. — Das Pariser Contributionsanlehen wird gleichzeitig in London und Paris bei dem Haust Rothschild aufgelegt. In London soll der Cours zwischen 85 und 86 betragen. Das Anlehen ist binnen fünf Jahren zu Pari rückzahlbar. Das Haus Rothschild will vom Bundeskanzleramte das Zugeständuiß erwirken, daß auch deutsche Be— theiligung ausdrücklich gestattet werde. — Die Pariser Wahlen finden nach einer neucren Bestimmung am 8. Februar, mithin gleich- zeitig mit den Wahlen in den Departements, statt. — Der Dünkirchener„Messager“, die in Cam- brai erscheinende„Emancipation“, der„Courier de Daual“, der„Courier du Nord“ und das „Journal de Roubatx“ sprechen heftig Gambetta's Wahldeeret und für den Friedens- schluß. Nach dem„Memorial de Lille“ nahm General Changarnier die Candidatur im Departe- ment du Nord an. ö Toulon. Ein großes Eisenbahn-⸗Unlgück hat sich zwischen Bandols und St. Nazaire durch Explosion einiger mit Pulver beladenen Waggons ertignet. 60 Personen sind todt, 100 verwundet. Belgien Ueber Brüssel wird vom 7. gemeldet: Paris ist ruhig. Lebensmittel kommen an. Die Wahlen sind bis zum 8. vertagt. Die meisten Aussichten hat die republikanische Liste; die der Regierungsmitglieder, Imperialisten und Rothen dagegen keine. — Die einzelnen Pariser, denen es bis jetzt geglückt ist, aus der unglücklichen Hauptstadt herauszukommen, entwerfen ein schauerliches Bild von der dort herrscherden Hungers noth. Trotz⸗ dem beklagen sich indeß noch heute die Pariser bitter über die Capitulation, und daß man nicht vorher wenigstens nochmals einen großen Massen- ausfall versucht hat. Großbritannien. London. Das Ver- fahren Gambetta's wird von allen unseren Blättern ohne Unterschied der Farbe entschieden verurtheilt. Selbst die Organe, welche neuerdings stark für Gambetta und die Republik geschwärmt haben, wie„Daily News“ und„Spectator“, und solche, die gegen Deutschland wüthen, wie der„Standard“, halten nicht mit der Mißbilligung in diesem Falle zurück. Friedberg, 8. Febr. Es kommt uns soeben die Nachricht von dem gestern erfolgten Ableben des früheren Directors des hiesigen Schullehrer-Seminars, Herrn Dr. Curtman zu Gießen, zu. Die vielen Verehrer und ebemaligen Schüler dieses verdienstvollen und gelehrten Mannes werden diese Trauerkunde mit aufrichtigem Schmerze vernehmen. Wir boffen in einer der nächsten Nummern dieses Blattes einen ausführlichen Nekrolog bringen zu können. Die Beerdigung des Verstorbenen findet zu Gießen Donnerstag den 9. d., Nachmittags 2 Uhr, statt. Friedberg. Während des Waffenstillstandes wer⸗ den wieder Privatpäckertien und zwar diesmal an sämmt⸗ liche in Frankreich befindliche Truppen, also auch an die hessische Division, unter den bekannten Bedingun⸗ gen(Gewicht 4 Pfund, Adresse per aufgeklebte Corre⸗ pondenzkarte, Frankrung mit 5 Sgr., keine verderblichen Sachen ꝛc.) vom 3. Februar ab dei allen Postanstalten angenommen. Der Schluß dieser Beförderung iff vorläufig auf den 15. Februar Abende in Aussicht genommen. — Das Wort Milliarde bezeichnet die Zahl tausend Millionen(1,000,000,000,); es wird in der franzssischen Sprache häufiger als in der deutschen und bauptsächlich von Geldsummen gedraucht. Gleichbedeutend mit dem Worte Milliarde ist im Französischen das Wort„Billion“ (un billion), während dasselde Wort im Deutschen eine Million Millionen bezeichnet. Die Kriegscontribution, welche Frankreich nach den neuesten Nachrichten an Deutsch⸗ land zu zahlen hätte, würde also zehntausend Millionen Franken betragen. Aus Gießen wird gemeldet: Die Oberbessische Eisenbahn hal udie nachgesuchte Concession für eine Eisen⸗ bahn von Alsfeld nach Hersfeld erhalten, die erbetene Slaalesubvention oder Zinsgarantie ist jedoch nicht ge— währt worden. Frankfurt. Um alle an den Blattern erktankle Personen in die Räumlichkeiten des Rochusspitals auf⸗ nehmen zu können, wurden noch vier Baraken errichtet. Vom 1. Jan. bis 4. Febr. erkrankten 126 Personen an dieser Krankheit, woran 14, gleich 9 pCt., starben. In den letzten Tagen ist eine Abnahme der Krankheit, die im Ganzen böchst gutmüthig auftritt, zu constatiten. Darmstadt. Der Bau des Barakenlagers auf dem Exercierplatz ist nicht, wie kürzlich gemeldet, sistirt worden, sondern wird dasselbe, wenn auch in geringerem Umfange wie ursprünglich bestimmat, aufgeführt. 8 0 E 0 f 1 5 5 uheim 85 38 88 82 2.5 Die Nr. 19, die neuesle 5 28 Kriegsnummer, enthält: 2 88 3 Eine Scene von Amiens. Mit Illustration von E. Hünten. — Die Helden der Arbeit.(Forts.) Roman von M. v. Schlägel.— König Ludwig II. von Baiern. Mit Portratt.— Vor und um Pari. VII. Von Georg gegen* Hiltl. Mit 2 Illugtattonen.— Am Famtlienttsche: Elin tapferer Rettertod vor Mars la-Tour. Zu dem Bilde von O. ßikentscher.— Aus den Kämpfen gegen die Lotre- Armee. II. Mit 2 Buldern von W. Friedrich. Ein blutiges Kleeblatt.— Eine deutsche Randglosse zu einem franzoͤsischen Texte.— Des deutschen Knaben Tischgebet. Gedicht von Karl Gerok. Preis pro Nummer 9 kr. Zu Bestellungen empfehlen sich! Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Bekanntmachung. 233 Die biesigen Geschäftsleute und Hauswirthe, welche an Zöglinge des Schullehrer- Seminars, namentlich an die zu Ostern d. J. abgebenden, Forderungen zu machen daben, werden hiermit aufgefordert, dteselden um so ge⸗ wisser bis zum 1. März d. J. bei uns anzumelden, als sonst auf unsere Mitwirkung zur Bezahlung derselben nicht gerechnet werden kann. Friedberg am 1. Februar 1871. Großberzogliche Direction des Schullehrer-Seminars zu Friedberg.) Steln berger. Oeffentliche Bekanntmachung. Betreffend: Schuldenwesen des Heinrich Herrmann von Ocksladt. 287 Rubrikat hat seine Ueberschuld ung angezeigt. Nach Antrag desselden werden die Gläubiger zum Versuch eines Arrangements auf Samstag den 18. Februar o., Vormittags 10 Uhr, vor das unterzeichnete Gericht geladen. Die ausbleibenden oder nicht vertretenen Gläubiger gelten als den Mehrheitsbeschlüssen beitretend. Friedberg den 31. Jannar 1871. Großberzogliches Landgericht Friedberg Reitz, Zimmermann, Landrichter. Landgerichts⸗Assessor. Bekanntmachung. 288 Im Licher Stadtwald, Distrikt Rebtränksberg, Kronau und Sauloch, kommen den 15, und 16. Februar nachverzeichnete Holzsorimente zur Versteigerung: Mittwoch den 15. Februar 1871. 250 Eichen⸗Bau⸗ und Werkholz⸗Stämme, von 8 dis 24 Zoll Durchmesser und 10 bis 60 Fuß Länge, 7 Buchen⸗Stämme, 30 Linden⸗ 0 175 Birken⸗ 5 30 Buchen⸗Stangen, 60 Fichten⸗Stangen. Donnerstag den 16. Februar 1871. 150 Stecken Buchen⸗Scheitbolz, und Stangen, 16„ Eichen⸗ f 350„ Eichen und Buchen⸗Prügelholz, 240„ desgleichen Stockbolz, 11500 Buchen-, Eichen- und Weichbolz⸗Wellen. Der jedesmalige Ansang ist Morgens 9 Uhr am Hattenröder Weg am Pflanzgarten. Lich den 6. Februar 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich 3bring. Holz ⸗Versteigerung. 289 Montag den 13. und Dienstag den 14. d. M. wird im Oker Ros bacher Gemeindewald, Distrikt Große Johannes hecke, nach verzeichnetes dolz öffentlich meist⸗ bietend versteigert: 71½¼ Stecken Kiefern⸗Scheitholz, 48%„„ Prügelholz, 103 5„ Stockholz, 4432 Wellen Kiefern⸗Reiserholz, 680 Kiefern⸗Stämme, von 7 bis 17 Zoll Durch⸗ messer, 10 bis 75 Fuß Länge, mit 17,645 Cub ikfuß, 16 Kicfern⸗ Stangen, 15 Eichen; 75 und 16 Schichten Kiefern⸗Nutzholz. Am ersten Tag kommt das Brenn- und Schichten⸗ bolz und gegen Mittag noch ein Thell des Stammholzes zum Aus gebot, am zwelten Tag das übrige Stamm⸗ holz. Zusammenkunst und Anfang der Versteigerung jedesmal Morgens um 9 Uhr im Schlag selbst, nächst dem Löwenhof. Ober⸗Rosbach am 3. Febtuar 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober ⸗Ros bach Blecher. Mobiliar- Versteigerung. 297 Montag den 13. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen in der Behausung des Philipp Franz Gärtner die zum Nachlasse der Peter Schwarzhaupt Wittwe, Margaretha, geb. Gärtner dahier, gehoͤrenden Mobilien: Ein vollftändiges Beit, eine Bettstelle, Kleiderschrank, Küchenschrank, Tische, Stühle, Weißzeug, Herren⸗ und Frauenkleider und verschiedene Hausgeräthschaften erbvertbeilungshalber öffentlich versteigert werden. Ober⸗Wöllstadt den 6. Februar 1871. Großherzogliches Ortsgericht Ober⸗Wöͤllstadt Feuerbach. Eine Fichte, 298 von 116 Cubsilfuß, zu Durchzügen geeignet, ist zu einem billigen Preise zu verkaufen. Nähere Aus⸗ kunft ertheilt Johannes Schneider, Langenhain bei Butzbach. Ein zweistöckiges Wohnhaus 293 hat auf den Abbruch mit Grund und Boden zu verkaufen Nfeder⸗Mörlen. Heinrich Wolf. Mehrere ordentliche Mädchen 300 finden gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung bei 295 Musikverein in Friedberg. Concert zum Besten der Verwundeten Sonntag den 12. Februar 1871 im Saale unter gefälliger Mitwirkung der Herren Concertmeister Ruhl aus Kassel, aus Offenbach und Fr. Feitsch. 1) Fe und glückliche Fahrt, Pr o g Er st e L. v. Beethoven. Grume. E 2) Melancholie, Solo für Violine. 1) Des Staubes eitle Sorgen, Motette 2) Vtolinconcert Nr. 3) Kriegers Ahnung. * e e pape IHete ie Spohr. F. Schubert. 4) Variatlonen für Sireschauartett J. Haydn. handlungen, sowie Abends an der Kasse zu haben. des Hotel Trapp, Ernst Renk r a min m. Abtheilung: 3) Waldvögelein, Lied für Sopran F. Lachner. 4) Streichquartett(A Dur). L. v. Beethoven. 5) Schön Robtraut, Chor. R. Schumann. Zweite Abtheilung: 5) Ulanenmarsc h inn Concert- Galopp 6) Deutschland, Chor . dr. Fritsch. F. Mendelssohn⸗ Bartholdy. Anfang präcis 7 Uhr. Einzelkarten à 30 kr., Famillenkarten zu 3 Personen à 1 fl. 12 kt. find in den beiden hiefsigen Buch⸗ Ausdrücklich wird bemerkt, daß diesmal eine Llste nicht cirkulirt. Versteigerung. 291 Dtenstag den 14. Februar, Nachmittags 1 Uör, läßt der Unterzeichnete in seiner Wohnung folgende Mo- und Immobilien öffentlich, erstere gegen gleich baare Zablung, versteigern: 1) Ein zweistöckiges Wohnhaus mit Nedengebäuden und Garten. 2) Eine Chaise, ein offenes Wägelchen, einen Schlitten, 1 zweispänniges und 2 einspännige Pferdegeschirre, ein Paar elserne Achsen mit Rädern. 3) Eine Partie Heu und Grummet, verschledene Stall⸗Utensilien, Garten- und Hausgerätbhe, eine Hobelbank mit Werkzeug, eine Brückenwaage, drei Steinkohlenöfen, mehrere Faäͤsser. 4) S besetzte und 10 leere Bienenwohnungen(Berlepsch Bauten mit gepreßten Strohwänden). Die Bedingungen werden im Termine näher be⸗ kannt gemacht. Nieder⸗Woöͤllfadt den 6. Februar 1871. Fresenius, med. Dr. 296 bei Konrad Heß gegerüber dem Raihhause. Bekanntmachung. 294 Montag den 13. Februar l. J. läßt Unterzeichne te folgendes Vieh, Mobiliar und Ackergeräthschaften öffent lich meistbtetend gegen Baarzahlung verfleigern: 2 trächtige Fahrkühe, 8 Hühner, 3 Gänse, 2 Stöcke Blenen, eine Quantität Heu, Waizen-, Korn-, Gersten⸗ und Paferstroh, 50 bis 60 Centner Dickwurz, 20 bis 25 Malter Kartoffeln, 1 Wagen, 1 Spitz und Kar⸗ toffelpflug, 1 Egge, 2 vollständige Geschirre für Kühe u. s. w. Ilbenstadt den 13. Februar 1871. Gerhard Wahl Wittwe. Kissinger Pastillen, 89 hergestellt aus den Salzen des Rakoczt. über dessen heilkräftige Wirkungen die Schriften von Hofrath Dr. Bahling, Hofrath Dr. Erhardt und Dr. Oiruf handeln. Besonders empfehlenswerth gegen Trägheit der Ver⸗ dauungsorgane, mangelhafte Secretion, Bleichsucht, Blutleecre, wie auch gegen Hämmorrhoiden, Neigung zu Gicht und Scropheln. Preis per Flacon 30 kr. Nur allein ächt käuflich in Friedberg bei Hof⸗ Apotheker C. Görtz. Kgl. Baier. Mineralwasser⸗Versendung. Braunkohlenklein, 43 als Brennmaterial zum Vermischen mit Stein⸗ kohlen, verkauft bllligst Die Ziegelei am Bahnhof zu Bad Nauheim. Ein junger Lehrer 284 findet zu Ostern an einer größeren Anstalt eine Stellung. Anerbieten mit einer Abschrift der Zeugnisse find zu adressiren an: Herrn F. L. Eichelmann, Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Frankfurt a. M., Taunusstraße 15. 301 Unser Salzverkauf in Säcken hat von heute an wieder begonnen. Gebrüder Grödel. Ein Einsteher 286 sucht mlt einem Militärpflichtigen einen Einstands⸗ Trapp& Münch. vertrag abzuschließen Nähere Auskunft ertheilt die Expedision d. Bl. Die deutsche Sauerkrautarmee, 292 wie sie sich die Franzosen vorstellten, der„deutsche Michel, wie er die Franzosen klopft“, und andere höchst possierliche Erzählungen mit vielen Bildern find zu finren im luftigen Laubfroschkalender für 1871. Er ist um 12 kr. durch alle Buchhändler und Buchbinder zu beziehen. In Friedberg durch Bindernagel Schimpff. 20⁰ Einige ächte Harzer Canarienvögel, Roller mit Flötentönen, find zu verkaufen, Vorstadt 148 in Friedberg. Verloren. 269 Am 26. Januar, Abends, wurde zwischen Butzbach und Eberfladt ein gehäkelter Teppich mit buntem Unter⸗ futter verloren. Der Finder wird gebeten denselben gegen eine Belohnung an Herrn Gafiwirth Joutz in Butzbach abzugeben. Ein Schreinergesell und. ein Lehrling können sogleich in Arbeit Karl Schmidt in Assenheim. 277 treten bei so ersuche ich diejenigen, an welche ich noch Forderungen habe, solche bis zum 20. Februar entweder an mich, oder nach diesem Termine an Herrn Hofgerichts⸗Advokaten E. Trapp IV. in Friedberg, der mit dem Einkassiren meiner Ausstände beauftragt ist, zu bezahlen. Nieder- Wöllstadt den 6. Februar 1871. Fresenius, med. Dr. 260 gesetzten Alters, in allen Hausarbeiten erfahren, welches sogleich eintreten kann, wird in Dleust gesucht Bad Nauheim, Fürftenstraße 333, 1. Stock. 256 Mehrere hundert Centner Dickwurz sind abzugeben bei Melbach. H. J. Hahn. Herzlichen Dank 299 allen Denjenigen, welche unsere unvergeßliche Mutter, Großmutter und Schwiegermutter Elisabetha Buchecker Ruhestätte geleiteten. berg den 8. Februar 1871. Die trauernden Hinterbliebenen. F ruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 7. Februar. Waizen 15 fl.— kee; 10 fl. 40 Kr.; Gerste 9 fl.— kr.; Hafer 5 fl. 20 kr. Grünberg, 4. Februar. Waizen 14 fl. 30 kr. Korn 11 fl. 10 kr.; Gerste 7 fl. 53 kr.; Hafer 5 fl. 42 kr.; Molter 10 fl. 20 kr.; Erbsen 12 fl. 45 kr.; Linfen— fl. zur letzten Fried Kor — kr.; Saamen— fl.; Kartoffeln— fl.— kr. Asraelitischer Goktesdienst in Friedberg. Be eien Freitag Abends 4 Uhr. Samstag Morgens 8½ Übr. Verantw. Nedact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 290 Da ich im Laufe dleses Monats von hier odziehe, Ein reinliches Dienstmädchen, I—— 1 Nn 2