ad Serduren *. Dir Aus, dige ich meine dic gtlangendt er, Narktplatz. 1 arbeiter. ——— 6, ttecktet dn schönsten tet und un- feht u gelb⸗ , daber jede KL ge Kieberlagt l d. Jertsch. uf! ett Setgleul tl, Dem act Donnerstag den 8. Juni. M 66. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Sriedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. eee Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großberzogliche Regie- rungsblatt Nr. 17 enthält(Schluß): XIII. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großberzog haben allergnädigst geruht: am 18. Februar die seitherigen Titular⸗Hofmusiker Christian Engel, Joseph Becker, Friedrich Bergmann, Peter Hamm, Goltfried Stephany, Philipp Krenz, Carl Dequis und den Aushülfs⸗ musiker Valentin Debus zu Hofmusikern, am 12. April den Geheimen-Oberstudienrath Adolph Ludwig Freiherrn von Stein unter Enthebung desselben von den Funklionen eines Regierungscommissärs bei der Bank für Süddeutsch⸗ land, zum Regierungscommissät bei der Bank für Handel und Industrie, und den Minister in Pension, wirklichen Geheimrath Dr. Reinhard Carl Friedrich Freiherrn von Dalwigk zum Regierungs⸗Commissär bei der Bank für Süd⸗Deulschland, am 19. April den Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Wöllstein Georg Engmann zum Gerichts⸗ vollzieher mit dem Amtssitze zu Nieder-Olm zu ernennen; an demselben Tage dem evangelischen Schullehrer zu Groß⸗Karben, im Kreise Vilbel, Christian Werner, die Lehrerstelle an der 6. Classe der Musterschule zu Friedberg, im Kreise Friedberg, zu übertragen; am 25. April den Finanz⸗Aspiranten Philipp Losekam aus Alsbach zum Hauptzollamts⸗Assistenten 2. Classe bei dem Hauptzollamt Worms und der damit verbundenen Ortseinnehmeret der inneren indirecten Auflagen, den Zollaufseher August Müller zu Gießen zum Hauptzollamts-Assistenten 2. Classe bei dem Hauptzollamt Mainz und den Finanz⸗Aspiranten Friedrich Kröll aus Rainrod zum Hauptzollamts⸗Assistenten 2. Classe bei dem Hauptzollamt Gießen und der damit verbundenen Ortseinnehmerei der inneren indirecten Auf⸗ Lagen zu ernennen; an demselben Tage dem Pfarramts⸗ Candidaten Dr. Georg Krumm aus Wenings, im Kreise Büdingen, die evangelische Pfartstelle zu Groß⸗Wintern⸗ beim, im Dekanate Ober⸗Ingelbeim, zu übertragen; am 1. Mai den Distriktseinneymer der Distriktseinnehmerei Fürth, Johannes Georg Greiffenstein, in die Distrikts⸗ einnehmerei Bensheim, den Distriktseinnebmer der Distrikts⸗ einnehmerei Grünberg I., Jacob Wilhelm Schäcker, in die Distriktscinnehmerei Butzbach I., den Distrikteeinnehmer der Distriktseinnehmerei Herbstein, Friedrich Ernst Nieß, in die Distriktseinnehmerei Grünberg I., den Distrikts⸗ einnehmer der Distriktseinnehmerei Schotten II., Friedrich Lehr, in die Distrikiseinnehmerei Schotten I. und den Distriktseinnehmer der Disteiktscinnehmerei Ulrichstein, Johannes Seitz, in die Disiriktseinnehmerei Schotten II. zu versetzen; an demselben Tage den Steueraufseher Jo⸗ hannes Philipp Reitzel zu Groß⸗Gerau zum Distriktsein⸗ nehmer der Distriktseinnehmerei Ulrichstein, den Ortsein⸗ nehmer der Ortseinnehmerei Alzey, Ludwig Theodor Leonhardt, zum Distriktseinnehmer der Distriktseinnehmerei Fürth, den Finanz⸗Aspiranten Emil Schmidt aus Darm⸗ fadt zum Distriktiseinnebmer der Distriktseinnehmerei Herb⸗ stein und den Finanz⸗Aspiranten Carl Baumgard aus Grünberg zum Revidenten bei dem Revisionsbureau der Direction der Main⸗Neckar Eisenbahn, und schließlich am 6. Mal den Kanzlissen bei der Kauzlei der Ober⸗Steuer⸗ Direction, charakteristrten Kanzlei-Inspektor Johannes Philipp Schmidt zum Kanzlet⸗Inspektor bet der Ober⸗ rechnungskammer zu ernennen. Am 1. Mai wurde dem Pfarroerwalter Joseph Tillmann die katholische Pfarrstelle zu Münster, im Decanate Dieburg, übertragen, XIV. Militärdienstnachtichten. Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 28. Dec. 1870 dem Generalmajor à la suite Grafen von Schlitz geuannt von Göttz zu gestatten, das ihm von Seiner Majestät dem Könige von Bayern verliehene Großcomthur⸗ kreuz des Bayerischen Militär⸗Verbienst⸗Ordens anzunehmen und zu tragen. 3 1. XV. Characterertheilung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 12. April dem Lehrer an der ersten evangelischen Knabenschule zu Grün⸗ berg, im Kreise Grünberg, Ferdinand Friedrich Wilhelm Fertsch, den Character als Mitprediger zu verleihen. XVI. Dienstenthebungen. XVII. Oienstenilassung.. XVIII. Versetzungen in den Ruhestand. Seine König⸗ liche Hoheit der Großherzog haben allergnädigft geruht: am 12. April ben Gerichte vollzieher mit dem Amtesitze in Bingen Peter Claß auf sein Nachsuchen, an, 15. April den Schullehrer an der evangelischen Schule zu Usenborn, im Kteise Nidda, Georg Landmann auf sein Nachsuchen, an bemselben Tage den Schullehrer an der ersten evang. Schule zu Stadecken, im Kreise Mainz, Johann Georg Abam Zimmermann auf sein Nachsuchen, am 25. April! den Schullehrer an der evangelischen Schule zu Gras- Ellenbach, im Kreise Lindenfels, Jehann Peter Meister den Schullehrer an der evangelischen Schule zu Rödgen, im Kreise Gießen, Heinrich Schlapp, den Schullehrer an der ersten katholischen Schule zu Ober⸗Wöllstadt, im Kreist Friedberg, Philipp Casimir Veith, auf Nachsuchen, schließlich am 5. Mai den Forstwarten der Forstwartei Queckborn, Stephan Köhler, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste— in den Ruhestand zu versetzen. XIX. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die erste katbolische Schulstelle zu Ober-Olm, im Kreise Mainz, mit einem jährlichen Gehalt von 415 fl. 24 kr.; die evangelische Schulstelle zu Steinberg, im Kreise Nidda, mit einem Gehalt von 300 fl. 2 kr.; die dritte evang. Schulstelle zu Groß-Bieberau, im Kreise Dieburg, mit einem Gehalt von 300 fl. nebst einer Heizungsvergütung von 32 fl.; die vierte evangtlische Schulstelle zu Groß⸗ Bieberau, im Kreise Dieburg, mit einem Gehalt von 300 fl. 45 kr.; die zweite evangelische Schulstelle zu Als⸗ heim, im Kreise Worms, mit einem Gehalt von 300 fl.; die zweite evangelische(dritte Mädchen-) Schulstelle zu Bessungen, im Kr. Darmstadt, mit einem Gehalt von 300 fl.; die evang. Schulstelle zu Bleidenrod, im Kr. Alsfeld, mit einem Gehalt von 300 fl. 22 kt.; die ersie evang. Schulstelle zu Nidda, im Kr. Nidda, mit einem Gehalt von 400 fl. nebst einer Vergütung von 24 fl. für Heizung des Schullokals; dem Gemzinderath zu Nidda sieht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu; die evang. Schulstelle zu Dortelweil, im Kr. Vilbel, mit einem Ge⸗ hall von 522 fl. 30 kr. jährlich, wovon jedoch die Heizungs⸗ kosten zu bestreiten sind; die evang. Schulstelle zu Mittel⸗ Seemen, im Kr. Nidda, mit einem Gehalt von 300 fl. nebst 4 Sbecken Holz zur Heizung des Schullokals; dem Herrn Grafen zu Stolberg⸗Ortenberg⸗Roßla steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu. XX. Gestorben sind: am 8. Nov. v. J. der pensionirte Brückengeld⸗Ausseher Heinrich Hübner zu Worms; am 11. Nov. der pens. Schullehrer Perschbacher zu Leeheim; am 10. Februar d. J. der Schullehrer Joh. Friedr. Rausch zu Mainz; am 16. der pens. Distriktseinnehmer Weigel zu Groß⸗Felda; am 18. der Steuerkommissär Butz zu Langen; am 3. März der Schullehrer Friedr. August Loos zu Wallertheim; am 5. der Hofg.-Advokat August Siegfrleden zu Darmstadt; am 9. der Kreisveterinärärzt Dr. Joseph Lühn zu Oppenheim; am 11. der Schullehrer Wilhelm Hager zu Dexzeim; am 20. der pens. Förster Adam Hoff zu Weiterstadt; am 22 der pens. Schullehrer Drehwald zu Ranstadtz am 24. der Kreisdiener Adam Rothermel zu Bingen; am 8. April der Landrichter Ludwig Kattrein zu Darmstadtz am 9. der pens. Schullehrer Balthasar Repp zu Ober-Hörgernz am 13. der pens. Haupt⸗ zollamts⸗Controleur Zollinspektor Zimmer zu Offenbach; am 16. der Kreisbauausseher Friedrich Härter zu Mainz; am 17. der pens. Canzleiinspektor bei der Ober-Rechnungs⸗ kammer Carl Bernhard zu Darmstadtz am 27. der Notar Dr. Franz Joseph Simon zu Alzey, am 1. Mai der Haus⸗ beschließer des Juftizgebäudes zu Mainz, Hausverwalter Joseph' Törr; am 7. der Landgerichts-Assessor Hermann Rinck zu Groß⸗Umstadt. Darmstadt. Der Vertrag, durch welchen die seitherige Militärconvention mit Preußen auf gehoben und die hessische Division vollständig der Reichsarmee einverleibt wird, ist nunmehr abge⸗ schlossen worden, nachdem er bereits vor längerer Zeit in seinen wesentlichen Punkten festgestellt war. Die hessische Division besteht in Zukunft aus drei Infanterieregimentern zu drei Bataillonen, zwei Cavallerieregimentern zu vier Schwadronen und sechs Batterien, deren Uniformirung sich der preu ßischen„möglichst annähern soll“. Der Fahneneid wird dem Kaiser geleistet; der Großherzog erhält von den Offizieren einen Revers ausgestellt. Das Offizierepatent wird vom Kaiser ausgestellt, jedoch bleibt es dem Großherzog vorbehalten, für be sondere Fälle Ofsizierspatente zu verleihen. Als persönlicher Stab verbleibt ihm ein Generalad- jutant und ein Flügeladjutant. Die Leibwache des Großzherzoge, die Gardeunteroffizierscompagnie, besteht fort. Offizieren, welche nicht in das Reichsheer übertreten wollen, ist es gestattet, ihre Pensiontrung nachzusuchen. Ueber die zukünftige Stellung des Kriegsministeriums ist nichts be— stimmt, doch erscheint dessen Wegfall durch die vollständige Einverleibung der Division in das Reichsheer als selbstverständlich. Die Genehmigung der Stände bleibt vorbehalten.— Die„Hess. Volksbl.“ sagen in Bezug auf diese Nachrichten, daß dieselben mit aller Vorsicht aufzunehmen seien und wollen auf das Zuverlässigste wissen, daß der endgültige Abschluß der Convention noch gar nicht erfolgt sei und die beiden hessischen Bevollmäch⸗ tigten, Oberst v. Lyncker und Ober ⸗Kriegsrath Niepoth, nochmals nach Berlin sich begeben würden. — Nachrichten von der hessischen Division melden, daß der Stab derselben erst am 2. Juni von Epinal aufgebrochen ist, während die Truppen selbst bereits früher die seitherigen Cantonnements verließen. Der Marsch der Division wird vor- aussichtlich von Mannheim nicht über Worms, sondern der Bergstraße entlang, erfolgen. Für den Empfaug der Truppen werden bereits groß⸗ artige Vorkehrungen getroffen. — Prinz Heinrich von Hessen, bisher Com- mandeur des 2. Garde-Ulanenregiments, ist zum Commandeur der 14. Cavallerie- Brigade, mit Garnison zu Düsseldorf, ernannt worden. Dem Einzuge in Berlin wird derselbe jedoch an der Spitze seines bisherigen Regiments noch beiwohnen. — Die Portepeefähnrichs, welche seither im Felde gestanden waren, sind zurückgekehrt, um sich demnächst auf die Kriegsschule nach Engers zu begeben. * Friedberg. Des Großherzogs K. H. hat sich am Sonntag Vormittag zu einem mehr- tägigen Besuche der Kaiserin von Rußland nach Ems begeben und wird dessen Rückkehr am 8. d. erwartet. Mainz. Die hessische Division(15,000 Mann, 1500 Pferde) hat sich am 1. und 2. d. M. in Marsch gesetzt, welcher über Rambervilliers, Zabern, Weißenburg, Landau, Speyer, Mannheim, die Bergstraße nach Darmstadt geht. Der Einzug der hessischen Division in Darmstadt wird am 20. oder 21. d. M. unter dem Befehle des Corps-⸗ commandeurs, General v. Manstein, erfolgen. Am Tage nachher wird das fetzige 4. Infanterie- regiment hier in seiner neuen Garnison eintreffen und seine neue Formation in Nr. 99 vorbereitet werden. Berlin, 5. Juni. Reichstag. Bei der zweiten Berathung des Militär- Pensionsgesetzes wurde§. 1 unverändert angenommen. Bei 8. 2 erklärte Kriegsminister v. Roon bezüglich eines von Herz in Betreff der genaueren Präcisirung der Dienstunsähigkeit gestellten Amendements, die Pen⸗ sionirung des Heeres und der Marine sei Sache des Reiches, weshalb alle Diejenigen, welche auf Pensionirung Anspruch haben, nach einem gemein⸗ samen Rechte zu behandeln seien. Wenn die Be⸗ schlüsse des Reichstags den Ansichten, die bei der Ausarbeitung der Vorlage maßgebend gewesen sind, zuwiderliefen, sei die ganze Arbeit umsonst ge⸗ wesen. Eine gleiche Pensionirung für das ganze Reich sei ein wesentliches Bindemittel nicht blos für das Heer, sondern auch für das ganze Volk. Um dieses wichtige Bindemittel zu zerstören, dazu gehöre nicht nur die materielle Trennung der Kate gorien, sondern auch jede Beschlußnahme, welche die Armeeleitung behindere, über das Ossiziers- corps nach ihren Kenntnissen und dem vorhandenen Bedürfniß zu disponiren.§. 2 wird hierauf nach Ablehnung des Amendements Herz unverändert angenommen. F. 3 wird mit einem Amendement Bonin's angenommen, durch welches der Begriff Dienstbeschädigung genauer präcisirt wird. Die weiteren§§. 3—38 werden obne erbebliche Dis- cussion, theilweise mit unwesentlichen Abänderungen und Zusätzen angenommen. * — 6. Juni. Reichstag. Bei Fortsetzung der zweiten Berathung des Militär ⸗Pensionsgesetzes wurden die§§. 39— 48 wiederum mit einigen Modisicationen angenommen, wobei indeß die Ab- stimmung über§. 44 ausgesetzt wurde. Die ein⸗ gebrachten Amendements bezwecken keine principielle Aenderung der Vorlage, sondern nur Aufbesserungen im Einzelnen, damit das Gesetz nicht gefährdet werde. Man ist so sehr auf das Zustandekommen desselben bedacht, daß man gern von weitgreifen⸗ den Correctiven absieht. — Die Enthüllung des Denkmals Könige Friedrich Wilhelm III. soll am 16. d. in unmittel- barem Anschluß an den festlichen Einzug der sieg- reichen Truppen stattfinden. — Wie der Wiener„Presse“ von hier tele— graphirt wird, soll es sich bestätigen, daß der Herzog Wilhelm von Braunschweig mit der be— dingungsweisen Zustimmung des Kaisers Wilhelm den Kronprinzen Ernst An gust von Hannover zu seinem Nachfolger, bezw. Mitregenten bestellen will.— Als Curiosum theilt die„B. u. H.⸗Ztg.“ mit, daß an das Polizeipräsidium die Anfrage gerichtet worden ist: ob es 800 Deutschen, die in Ungarn leben, gestattet sein würde, an den Ein- zugsfeierlichkeiten Theil zu nehmen. Bejahenden— falls wollen sie mit einer Zigeuner-Musikbande von 50 Mann im Nationalcostüm dem Siegerzuge sich anschließen. Köln. Seit dem 4. d. hat der Rücktrans⸗ port der Truppen in großartigem Maßstabe seinen Anfang genommen. Täglich passiren bis zum 12. d. sechs Militärzüge unsere Stadt. Bad Homburg. Der hiesige Gemeinderath hat mit Stimmeneinheit beschlossen, höheren Orts alle geeigneten Schritte zu thun, um eine Ver⸗— längerung des Spiels herbeizuführen. Mit der Ausführung derselben wurde der Bürgermeister Schleußner betraut. Frankfurt. Am Samstag ist Graf Arnim mit dem Legationsrath Grafen v. Wartensleben in unstrer Stadt eingetroffen, um mit den fran zösischen Bevollmächtigten, den Herren Leclere und Goulard, die bereits an der Unterzeichnung des Friedenstractats theilnahmen, noch weiter zu con- feriren. Wie wir vernehmen, werden die Herren bis Ende dieser Woche hier berathen. Bis jetzt baben täglich Besprechungen stattgefunden. München. Gutem Vernehmen nach wird der König dieses Jahr an der Frohnleichnams- prrcesston nicht Theil nehmen. — Die 1. Division des 1. bayerischen Armee⸗ torps wird am 6. d. in drei Colonnen von Paris abrücken und am 30. Juni in Saarbrücken an⸗ langen. — Während der letzten Kämpfe zwischen den Insurgenten und Regierungstruppen vor Paris sind 4 auf Vorposten befindliche bayerische Soldaten verwundet und 1 getödtet worden. Mannheim. Zwischen Bevollmächtigten der Regierungen von Baden und Hessen wurden dahier Verhandlungen eröffnet über den Bau der sog. Riedbahn, von hier nach Darmstadt, im An- schluß an die Bahn zwischen Worms und Darm— stadt. Man hofft, daß diese Verhandlungen zu einem baldigen und gänstigen Resultate führen werden, und daß es möglich sei, die für den hie⸗ sigen Platz so wichtige Bahn bald in Angriff nehmen zu können. Straßburg. Wie die„Straßb. Ztg.“ mel⸗ det, werden nach Verfügung des Reichskanzlers die in Straßburg von Frankreich ausgezahlten 40 Millionen Francs zur Deckung der Kriegsschaden in Elsaß Lothringen in der Art verwendet, daß diese Summe auf die verschiedenen betheiligten Städte nach Maßgabe des erlittenen Schadens vertheilt wird. Ausland. Oesterreich. Wien, 5. Juni. Ein Tele⸗ gramm der„Wiener Abendpost“ aus Bukarest vom 4. d. meldet, daß die Kammer an diesem Tage von dem Fürsten eröffnet wurde, welcher bei seinem Er- scheinen begeistert begrüßt worden ist. Die Thron⸗ rede wurde häufig von Beifall unterbrochen. Frankreich. Paris, 5. Juni. Der Fremdenzufluß ist enorm; seit heute Morgen sind mehr als 400,000 Personen mit den Eisenbahnen angekommen. Das Haus Rotbschild bat feine Bureaux wieder eröffnet, nachdem seine Chefs an⸗ gelangt sind. — Nach dem„Gaulois“ beträgt dei Anzahl der Geschütze, die im Besitz der Commune waren, wenigstens 2500 und die Zahl der abgenommenen Gewehre übersteigt 500,000 worunter 60,000 Chassepots und 200,000 in sogenannte Tabatieres umgewandelte Gewehre. Die schöne Waffensamm⸗ lung von Vincennes ist gänzlich geplündert worden. Von den 50,000 in diesem Arsenal befindlichen Waffen haben die Kommunler nur etwa 1000 Kavalleriesäbel zurückgelassen. Der Verlust dieser Sammlung ist sehr bedauerlich, denn sie enthielt alle Modelle der in Frankreich in Gebrauch ge⸗ wesenen Feuerwaffen. — Aus Details, welche über die Ermordung des Erzbischofs und anderer Geißeln erzählt werden, ist noch zu entnehmen, daß man dem erschossenen Monsignor Darboy den Finger abgeschnitten, an dem er seinen bischöflichen Ring trug und sich desselben bemächtigt hat. Man nahm von dem Todten außerdem 900 Fr. und seine Uhr. Versailles, 4. Juni. Paschal Grousset ist gestern in Paris verhaftet worden. Man forscht eifrig nach Pyat, welcher Paris wahrscheinlich gar nicht verlassen hat. Man bestätigt, daß morgen in der Nationalversammlung ein Antrag auf Verlängerung der Vollmachten Thiers' gestellt werden wird. — Das Journal„Frangais“ sagt bei Be⸗ sprechung der gegenwärtig schwebenden parlamen— tarischen Fragen: Das einfachste Mittel, um zu verhindern, daß die Motive irrig gedeutet würden, welche die Nationalversammlung veranlassen, die Wahl der Prinzen von Orleans gültig zu erklären und das Ausweisungsgesetz aufzuheben, würde sein — wenn die Nationalversammlung nochmals aus- drücklich sich zu den Grundsätzen bekennte, welche in dem Programm von Bordeaux ausgedrückt sind. — Die Gesammtzahl der Gefangenen, welche den Föderirten in der Woche vom 21. zum 28. Mai abgenommen wurden, beträgt 29,000 und die der getödteten oder füstlirten Nationalgarden wird auf 14,000 veranschlagt. Die Verluste der Regie- rungsarmee sind natürlich ungleich geringer; doch fehlt es zu ihrer Schätzung noch an sicheren An— haltspunkten. — Die preußische Garde, 8000 Mann stark, ist von St. Denis ausgerückt, 6000 Mann In- santerie werden an ihrer Stelle einrücken. Die Deutschen ziehen sich jetzt allmählich heimwärts zurück. Viele der Einwohner von St. Denis tranken mit den preußischen Soldaten, die sehr froh sind, die Heimath wiederzusehen, auf den Abschied. — Auf den General Ladmirault wurde schon zum dritten oder vierten Male seit dem Eindringen seiner Truppen geschossen. Der General blieb unverletzt. — 5. Juni. In der Nationalversammlung steht auf der Tagesordnung die Prüfung der Wahl der Prinzen aus dem Hause Orleans. Thiers ergreift das Wort und erklärt: Ich habe mehrere Stunden in der Commission zugebracht. Dieselbe hat mit mir die Unmöglichkeit erkannt, schon heute über eine Frage zu entscheiden, welche eine so schwere Verantwortlichkeit im Gefolge hat. Eine neue Commissionsberathung wird nöthig sein, um uns zu verständigen, wenn wir dies überhaupt können. Ich habe verlangt, daß die Commission die Arbeit nicht beeile, denn ich bin sehr leidend.“ Thiers verlangt Vertagung der Discussion auf nächsten Donnerstag und fügt hinzu, die Commission glaube, daß über die Gültigkeitserklärung der Wahl der Prinzen von Orleans und die Aufhebung des Exil⸗ gesetzes gleichzeitig Beschluß gefaßt werden müsse. Tie Versammlung beschließt, die Berathung auf nächsten Donnerstag zu verschieben. — 6. Juni. Das„Journal officiel“ ver⸗ öffentlicht die Ernennung Lambrecht's zum Minister des Innern, Lefranc's zum Minister des Acker baues, zum Seinepräfecten. Prinzen von Orleans, welchen man das Versprechen abverlangt habe, nach der Gültigkeitserklärung ihrer Wahlen ihre Entlassung zu geben— wird in parlamentarischen Kreisen für unbegründet erklärt. Die Linke, sowie das Centrum, sind nach wie vor entschlossen, die Verlängerung der Vollmachten Thiers' auf 2 Jahre zu beantragen, damit dem Lande diejenigen Bürgschaften der Dauerhaftigkeit gegeben würden, ohne welche die handeltreibenden und Finanzmänner kein größeres Geschöft zu un ⸗ ternehmen wagten. Man zweifelt nicht, daß die Majorität der Nationalversammlung die Verlänge- rung genehmigen wird. Friedberg. Die Temperatur ist seit einigen Tagen auch dei uns eine ganz abnorme. Das Thermemeler zeigte an mehreren Morgen nur 5—6 Grad Wärme und in vielen Häusern sind geheizte Zimmer zu finden. Gießen, 26. Mai. Die Sitzungen des Schwurgerichls vom III. Quartal l. J. werden Montag den 3. Juli, Vormittags 9 Uhr, unter dem Vorsitze des zum Präsi⸗ denten des Schwurgerichtshofs bestimmten Großherzog⸗ lichen Hofgerichtsraths Herrn Hoffmann beziebungsweise des zu dessen Stellvertreter ernannten Großherzoglichen Hofgerichtsraths Herrn Dr. Bindewald eröffnet werden und es sind demzufolge in der heute made e öffent⸗ lichen Sitzung Großherzoglichen Hofgerichts dahier die Haupt⸗Geschworenen in folgender Reihenfolge ausgeloost worden. 1) Dr. Wilhelm Diehl, Gymnastallehrer in Gießen.— 2) Bernhard Schwarz, Fabrikant in Reichels⸗ beim.— 3) Wllhelm Leo Vogt, Landwirth daselbst.— 4) Joseph Eulau, Fruchthändler in Bübingen. 5) Eduard Trapp IV. Hofgerichts⸗Advocat in Friedberg. 6) Heinrich Thylmann, Landwirth in Altenstadt.— 7) Johann Jacob Schuch, Müller in Ilbenstadt.— 8) C. Wernhard Dietz, Hauptagent in Gießen.— 9) Friedrich Hast, Müller in Rimbach.— 10) Dr. August Trapp, Fabrikant in Friedberg.— 11) Dr. Paul Gordan, Pro⸗ sessor in Gießen.— 12) Karl Kaufmann, Tuch⸗ und Eisenwaarenhändler in Schotten.— 13) Johannes Walz III., Gastwirth in Friedderg.— 14) Ludwig Frey, Müller in Lollar.— 15) Heinrich Hansel V., Landwirth in Dir⸗ — 17) Heinrich Kraft II., Pachter in Düdelsheim.— 18) Georg Rasch, Schildwirth in Freien⸗Steinau.— 19) Karl Ebel II., Weinhändler in Gießen.— 20) Dr. Franz Eckstein, Hofgerichts⸗Advocat daselbst.— 21) Isaac Grünebaum, Fruchthändler in Bindsachsen.— 22) Jean Bach, Pachter in Mittel⸗Gründau.— 23) Friedrich Koch, Pachier in Eckardtshausen.— 24) Philipp Görlach IV., Bürgermeister in Eberstadt.— 25) Andreas Gemmer II., Bürgermeister in Zell.— 26) Heinrich Carls, Bürger⸗ meister in Ruppertenrod.— 27) Bernhard Schaum, Sammtealh in Lauterbach.— 28) Johannes Specht, Bürgermeister in Heidelbach.— 29) Friedrich Fink, Branntweinhändler in Lauterbach.— 30) Johann Conrad Brückmann, Oekonom in Dortelweil. Frankfurt. Der„Frankfurter Hauptverein für Verwundete und Nothleidende am Kriegssckauplatze“ hat während des Krieges 68 größere und 72 kleinere Expe⸗ ditionen unternommen. Der Werth der ihm gespendeien Naturalbeitträge an Lebensmitteln, Medicamenten berech⸗ nei sich auf 45— 55,000 fl., die Gesammteinnahme auf 102,651 fl. 26 kr. Der Rest der Naturalien und der Cassabestand von 1073 fl. 19 kr. wurde an nothleidende Orischaften in Elsaß⸗Lothringen gesandt. Außer den Samm⸗ lungen für ganz spezielle Zwecke(Bilsch, Straßurg, Pfalz⸗ burg, gingen den Vereinen, welche sich mit dem Dienst der freiwilligen Krankenpflege, der Unterstützung von Ver⸗ wundeten und Nothleidenden, der Unterstützung der Hin⸗ terlassenen ꝛc. beschäftigten, etwas über 350,000 fl. in Baar zu. Die Geschenke an Victualien, Verbandzeug, Kleidern, Medicamenten, Wein, Bier, Schnaps, Cigarren ꝛc. ꝛc., sind, da darüber keine Statistik geführt wurde, nicht ge⸗ nau zu schätzen; doch dürften dieselben ebenfalls eine Summe von 200,000 fl. repräsentiren. Darmstadt. Die Nr. 22 der Zeitschrift für die landwlrthschaftlichen Vereine des Großberzogthums Hessen veröffentlicht die Ernennung des Professors an dem Poly⸗ lechnikum in Zürich Dr. August Krämer zum Ehrenmit⸗ gliede der Vereine des Landes. Hahnheim in Rheinhessen. Vor einem Jahre ließ ein hiesiger Landwirth ein Grundstück, nahe an dem Orte, mehrere Fuß tief abtragen. Man stieß bei dieser Arbeit auf einen früheren Begräbnißplatz und fand bei den Todlengerippen verschiedene Waffenstücke, Metallstücke, Perlen, Urnen u. s. w. Dieses Jahr fand man wieder bei derselben Arbeit Gräberrethen und in diesen zwei Schwerter, eine Lanze, verschiedene größere, mii vielen Verzierungen versehene Urnen und bis jetzt nur eine Silbermünze. Die Taglöhner und Knechte bei dieser Arbeit kümmern sich weniger um diese Dinge, sie zerschlagen oft die schönsten Sachen und glauben, nur Geld oder Geldeswerth suchen zu sollen. Würde die Arbeit behutsam oder von Sach⸗ kennern vorgenommen, so würde jedenfalls mehr gefunden und das Gefundene besser erhalten bleiben. Was die Generals Cissy zum Kriegsminister, Generals Leflo einzige bis jetzt gefundene Silbermünze angeht, so bat dieselbe eine länglich runde Form, und ist Form und zum Botschafter in Petersburg und Leon Say's — Die Zeitungenachricht, daß der Antrag aufVer⸗ längerung der Vollmachten Thiers' vertagt sei,— wie man versicherte, in Folge von Unterhandlungen mit den lammen.— 16) Karl Hölzinger II., Bäcker in Büdingen. Uußbetzog⸗ n bezudungewti * goweut 8 deddctse ichen Ar ene werden * dedadsen öfen nale bazier die a ene NWaz:-nalleptet in u in Fmiebberz. Uunfabt. u gespenbeicl un oll 2 ketlttchöt At en Sam „ b 1 1 ben Be n 5 21. 1.2 b Schrift gut erhalten. Die Schrift auf beiden Seiten steht kreisrund und ist für Sprachkundige leserlich. Auf beiden Sstciten sind Figuren(ein Brustbild und eine ganze Figur), und sind dieselben verziert und sehr deutlich geprägt. Jedenfalls würde diese Münze dei genauer Prüfung 05 — 8 zu weiteren Ermittelungen abgeben. Weiter sei emerkt, daß man eben Gräber antrifft, in welchen die Gerippe nicht mehr regelmäßig liegen. Man fin det manchmal Kopfknochen am Fuße und umgekehrt Fuß⸗ knochen am Kopfe. Auch findet man Beinknochen senktecht und oft auch ganz verkehrt liegend. Gerade in diesen Gräbern findet man die größten Urnen. In Oppenheim hat am 31. v. M. die von etwa 280 Lehrern besuchte Jahresversammlung des 1130 Mitglieder umfassenden Landesvereins der hessischen Lehrer stattgehabt. Die Versammlung erklärte nach vierstündiger Berathung mit Einstimmigkeit, daß das unserer jetzt noch bestehenden Organisation der Volksschulen zu Grunde liegende Edict von 1832 ganz ungenügend und längst veraltert sei. Sie faßte mit derselben Einstimmigkeit als Wünsche und Forderungen des hessischen Lehrerstandes folgende Beschlüsse: 1) Der Erlaß eines das Volksschulwesen regelnden Ge⸗ setzes ist dringendes Bedürfniß. 2) In einem solchen Ge⸗ setze ist zu verfügen: Confessionslosigkeit der Lehrersemi⸗ narien, höhere Bildung der Präparanden, namentlich in den Realien, Trennung der Schule von der Kirche, Ver⸗ waltung und Leitung des Schulwesens unter ausschließ⸗ licher Aufsicht des Staates mit Beirath von aus Lehrern und Laien gebildeten Schulsynoden, Aufnahme der Lehrer als Staatsdiener mit allen deren Rechten bezüglich deren Pensionen ꝛc., Unentgeltlichkeit des Unterrichts, Schul— zwang für die Pflichtigen, Vertretung des Lehrerstandes in den leitenden Oberbehörden, Unvereinbarkeit der nie— deren Kirchendienste mit dem Lehramte, Extravergütung der Organisten⸗, Vorbeter⸗- und Vorsänger⸗ Functionen, Fixirung der Gehalte zwischen 600 fl. Minimum und 1500 fl. Maximum, letzteres einschließlich der Alterszu— lagen. Der Verein wird sich mit den übrigen deutschen Lehrervereinen in Verbindung setzen, um mit ihnen ge⸗ meinsam dem Reichskanzler die Bitte um Erlaß eines derartigen Volksschulgesetzes vorzulegen. Aus Baden. Die Mädchen der Töchterschule zu Eppingen, einer wohlhabenden badischen Amtsstadt von 3300 Einwohnern, haben zu Gunsten der deutschen Ju⸗ validen⸗ Stiftung einen Bazar veranstaltet, und konnten derselben als reinen Gewinn ihres patriotischen Unter⸗ nehmens 500 fl. übergeben. Straßburg. Die Reparaturen am Münster sind beendigt. Ueber die Münsterpyramide erhebt sich jetzt, wie früher, gerade aufsteigend, das Kreuz, welches durch eine Bombe den 15. September 1870 Nachmittags an seiner Basis getroffen, sich umsenkle und nur dutch die Drähte des Blitzableiters vor dem Niedersturze bewahrt wurde. Der Münsterarchitect, Herr Klotz, beschreibt in einem, dem Druck überlieferten Berichte an den Maire die technischen Vorkehrungen, mittelst welcher man die Reparatur vornahm und zu glücklichem Ende führte. Wenige Tage nach der Einnahme der Stadt, den 3. Oct., wurde mit dem gefahrvollen Werke begonnen und bis in die Mitte Januar fortgefahren. Den 21. Januar konnte das kecke Gerüst wieder abgetragen werden. Mit der ge⸗ ringen Summe von 4200 Fr. wurde das Ganze bestritten. In den Annalen des Dombaues wird diese Reparatur der Münsterspitze eine nicht unbedeutende Stelle einnehmen und dem Architecten zu aller Ehre gereichen. Verloos ungen. Karlsruhe, 1. Juni. Bei der heutigen Prämien⸗ ziehung der badischen 175 fl.⸗Loose wurden folgende Prämien gezogen: Nr. 9801 mit 40,000 Thlr., Nr. 13,941 mit 12,000 Thlr., Nr. 13,108 mit 4000 Thlr., Nr. 74,910 mit 1600 Thlr., Nr. 8804 119,202 mit je 800 Thlr., und die Nummern 75,700 14,301 75,677 9819 45,332 84,459 98,796 9802 14,317 67,274 99,090 63,269 3926 119,201 mit je 200 Thlr. Wien, 1. Juni. In der heutigen Ziehung der 18647 Loose gewann Serie 1197 Nr. 35.250,00 fl., Serie 3529 Nr. 79 25,000 fl., Serie 1197 Nr. 46 15,009 fl., Serie 3025 Nr. 17 10,000 fl. Ferner wurden gezogen die Serien 171 626 3645 3752. Die landwirthschaftliche Ereditbank. Es bestehen so viele Bankgeschäfte und werden so viele noch immer mit Millionen gegründet, daß man glauben sollte, es könne dem Geschäfte treibenden Publitum an nichts weniger als solchen Geschäftsverbindungen und an Geld fehlen. Und doch soll dies der Fall sein in Bezug auf das landwirthschaftliche Publikum. Es wird geklagt, daß dieses weit weniger leicht in geschäftliche Ver— bindungen mit Geld⸗Instituten treten und weit weniger leicht Geld als Darlehen erhalten könne als Handel- und Gewecbtreibende. Der Grund davon mag zum Theil darin liegen, daß die Mehrzahl der Landwirthe zerstreut und vereinsamt auf dem Lande wohnen und leben und darum weniger Gelegenheit haben, bekannt zu werden. Es kommt hierzu, daß es sich bei vielen Land— wirthen oft nur um geringe Beträge handelt, auf welwe sich ein Bankgeschäft kaum einlassen kann und daß der Landwirth einen in der Regel län— geren Termin ꝛc. bei seinen Geldgeschäften bedarf als der Kaufmann und Gewerbtreibende. Aus diesen Gründen ist von Landwirthen und Guts— besitzern selbst nun der Plan angeregt worden, in Frankfurt, als dem Mittelpunkt des geschäftlichen Bank zu gründen, welche sich vor Allem zur Auf- gabe stellt, gerade und besonders der Landwirth⸗ schaft nach ihren eigenthümlichen Verhältnissen und Bedürfnissen in Bezug auf kaufmännischen und geldlichen Verkehr zu dienen. Es ist dies gewiß ein glücklicher Gedanke und segensreich, wenn die Ausführung desselben eine richtige ist. Um dies nun zu sichern ist in den bez. Statuten bestimmt, daß die Geschäftsführung durch einen Ausschuß der Actionäre(Aufsichtsrath) von 36 Mitgliedern controlirt wird. Durch diese große Anzahl, welche in der ganzen Gegend zerstreut wohnen wird, wo überhaupt Theilnehmer und deshalb Geschäfts⸗ Verbindungen sind, ist es möglich, die genauesten Erkundigungen über solche einzuziehen, welche in Geschäfts⸗Verbindung mit der Bank treten wollen, wodurch auf der einen Seite die Bank vor Schaden bewahrt, auf der andern Manchem die Wohlthat eines Credits verschafft wird, was ohnedieß kaum möglich wäre. Im Interesse aller Theile liegt daher auch eine möglichst zahlreiche Betheiligung an den zur Gründung der Bank auszugebenden Actien. Denn es kommt nicht allein darauf an, daß das nöthige Kapital vorhanden ist, sondern auch, daß dasselbe von möglichst Vielen zusammen⸗ gebracht wird, welche sich nur für das Ganze interessiren, Auskunft ertheilen, mit einem Wort die nöthigen und wünschenswerthen Verbindungen her⸗ stellen und vermitteln können. Um den Beitritt in allen Kreisen zu ermöglichen, welche zu größern oder kleinern Landwirthen gehören und welche sich für die Landwirthschaft, diese natürliche und feste Grundlage des ganzen Volkes interessiren, hat man den Betrag einer Actie, welche volles Stimmrecht giebt, auf 100 Thlr. bestimmt, von welchen aber vorerst und bis zum Ende des Jahres nur 10 Thlr. ein⸗ gezahlt werden. Aus diesen Andeutungen dürfte sowohl hervorgehen, daß dieses Unternehmen ein recht wünschenswerthes, ja nothwendiges ist, als auch, daß dasselbe von Landwirthen und Guts besitzern selbst gegründet und verwaltet offenbar zu deren Vortheil und Nutzen gereichen wird. Dasselbe kann daher und nach dem Erfahrungs- satz, daß mit vereinten Kräften mehr zu erreichen ist, als mit vereinzelten, zur allgemeinsten Theil⸗ Verkehrs in hiesiger Gegend, eine sogen. Credit- nahme empfohlen werden. g. * Cdictalla dung. 879 Nach einer Benachrichtigung Großherzoglichen Kreisamts Friedberg soll die durch Allodtfication des vormals von Diede schen Erbleihguts in der Gemar⸗ kung Reichelsheim, Kreises Friedberg, entstandene Grund, rente von 440 fl. 15 ⅝ kr. mit elnem Abkaufs kapital von 7,924 fl. 42 kr. nach den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen abgelöst werden. In Gemäßheit des Ait. 23 des Ablösungsgesetzes vom 27. Junt 1836 werden daher alle bet dieser Ab⸗ lösung bekannten und unbekannten Betbeiligten biermit aufgefordert, ihre etwaigen Rechtsansprüche bei dem unterzeichneten Gerichte um so gewisser binnen zwei Mona'en, vom Tage der ersten Veröffentlichung dieses Erlasses an laufend, anzumelden, als sonst die Aus⸗ zahlung des Ablösungskapitals an den dermaltgen Lehns⸗ inhaber, Groß berzoglichen Kammerherrn Fretberrn Wil heim Löw von und zu Steinfurth zu Bessungen, ver⸗ fügt werden wird. grtedberg den 29. März 1871. 5 eee Friedberg. e i 6. Gebäude ⸗Versteigerung. 1440 Freitag den 9. d. Mis., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Büreau der Großberzoglichen Bürgermeisterei Wisselsheim die im Oberhessischen Anzeiger Nr. 60 näher bezeichneten, der Gemeinde Wissels heim gehörigen Ge— bäulichkeiten, einer nochmaligen öffentlichen Versteigerung Kriegsgerichtliches Erkenntniß. 1449 Durch kriegsgerichtliches endgültig bestätigtes Contumactalerkenntniß vom 8. Mat 1871 wurde der Musketler Jobannes Weber der Stammmannschaft des 3. Landwehrregiments, geboren am 2. Februar 1844 zu Ilbenstadt, Kreis Frier berg, für einen Deserteur erklärt und in elne Geldstrafe von 50 Thalern(87 fl. 30 kr.) verurtheilt. Darmstadt den 4. Junt 1871. Groß herzogliches Fan Divistonsgericht. Dr.,.. Garnisonauditeur. Heugras-Versteigerungen bei dem Großherzoglichen Rentamte Friedberg. 1442 Das diesjährige Terminen öffentlich an dan Meistbietenden versteigert: Heugras von nachgenannten Großherzoglichen Damanialwiesen wird in folgenden 85 Gb Ort der 2 Gemarkung. Versteigerungstermin. 8 Wiesen Zusammenkunft. Morgen 11 Okarben, Groß- und Klein⸗ 66 Mittwoch den 21. Juni 1871,[ Auf dem Selzerbrunnen dei Karben Vormittags um 8½ Uhr, Okarben. 2 Bauernbeim und Ossenheim, die J 234 Freitag den 23. Junt 1871, Vor⸗Bauernheim bei Gastwirth sog. Markwiese mittags 10 Uhr, res. 3 Lindheim 33 Montag den 19. Juni 1871, Vor- Lindheim bei Gadwirth Koch i mittags 11 Uhr. 4 J Hainchen 40 Montag den 19. Juni 1871, Mit- Hainchen bei Gaftwirth tags 1 Uhr, Schmidt. Friedberg am 6. Juni 1871. Großherzogliches Rentamt Friedberg. Lin deck. Grassaamen-Versteigerung. 1405 Montag den 12. Juni, Vormistags 10 Uhr, kommt in dem Wirthschaftslocal vopy Karl Hermes dahier die diesjährige Grassaamen Ecrndte aus den Freiherrlich v. Franckenstein'schen Waldungen in der Gemarkung Ockstadt bei Friedberg zur öffentlichen Ver— fteigerung. Ockstadt den 1. Juni 1871. Der Freiherrlich v. Franckenstein'sche Oberförster Rumpf. 1319 Ich wohne nunmehr bei Herrn Bäcker Noll im Stern. Gießen im Mai 1871. Dr. Gutfleisch, Hofgerichts-Addokat. Alle Sorten Gemüsepflanzen, 1444 sowie Sellerie und Lauch, billigst bet Christian Valentin. Versteigerung von Baumaterialien zu Friedberg. 1447 Mittwoch den 14. d. M., Vormittags 8 Uhr, sollen die durch den Abbruch det neben der hiesigen Turnhalle geftandenen Baracke entbehrlich gewordenen Maferialien, als: Bretter(größtentheils in natürlicher Länge), gezimmertes Wandbolz, Latten, Thüren, Stroh, 6 Oefen mit Rohr, Backsteine ꝛc. ꝛc. in dem Hofe der Turnhalle in einzelnen Loosen an die Meistbietenden gegen gleiche baare Zablung versteigert werden. Friedberg den 5. Juni 1871. N Großherzogliche Reserve-Lazareth-Commission. ff mann. Süße Olungen 1389 bei Wilbelm Bernbeck. 1451 Robe und 2 kauft steis zu den geschmolzene F e t t e döchsten Preisen Friedberg. Eduard Grödel. 1448 Frankfurter, Friedber g. Gartenwirthschast n Müller& Hertlein. Eröffnung Donnerstag den 8. Juni. Zu allen Tageszeiten gute Restauration à la carte, ausgezeichnetes Wiener und Bayerisches Bier, rein gehaltene Weine, Kaffee ꝛc., zu mäßigen Preisen bei prompter Bedienung. Paris, Exposition universelle 1867. Berliner I sowie selbstverfertigte, in Wiener PiN, 1 Pariser allen Formen, empfeblen wir dem geehrten Publikum Unsere Vernichtung nebst Kostenverzeichniß im Betrage von 3267 fl. 37 kr. (163 fl. 24 kr. jährlicher Zinsenverlust) bei obiger Ausstellung, sowie unsere Klage an Se. Königl. Hoheit den Großherzog gegen den Co missär bet ge⸗ nannter Ausstellung, haben wir Herrn Anstoss, Ludwigeftraße. à 3 kr. zum Verkauf übergeben. 1384 Gebr. Schaubruch, Planofortefabrik in Mainz. Bekanntmachung. 1441 Die Verpachtung der siscalischen Grundstücke in der Gemarkung Friedberg ist genehmigt, mit Ausnahme der Parzellen: Flur IV Nr. 92 Acker in den Ellern= 2 Morgen, 269 Klafter, „ IV, 995 Acker in den Ellern= 2 Morgen, 139 Klafter, „ 240 Grabgarten in der Kehl= 2 Mor⸗ gen, 229 Klafter, welche Dienfsag den 13. Juni d. J., Mittags 1 Uhr, auf dem hiesigen Rentamtobüreau in Abtheilungen oder im Ganzen nochmals verpachtet werden. Friedberg den 5. Juni 1871. Großherzogliches Rentamt Friedberg. Linde ck. Holz ⸗Versteigerung. 1387 Donnerstag den 15. und Freitag den 16. Juni kommen aus dem Distrikt„Gebraunter Kopf“ zur Versteigerung: 1036 Stecken Buchen⸗Scheitholz. „ IV 1.„ Prügelbolz, 379*„ Stockholz, 830 4„ Rcieholz, sowte 4 Buchen⸗Stämme von 15— 28“ Durchm. und 15— 30 Länge mit 301 Cubikfuß. Das Buchen Stammholz kommt am ersten Tage gegen 12 Uhr zur Versteigerung und ist vorher einzusehen. Dte Zusammenkunft ist an beiden Tagen jedesmal Vormittags 9 Uhr auf der Glashütter Straße am Distrikt Gebrannter Kopf. Ortenberg am 20. Mai 1871. Großherzogliche Oberförsterei Ortenberg. Thaler. Arbeits ⸗Versteigerung. 1446 Samsftag den 10. Juni, Morgens 8 Uhr, sollen auf dem Bureau des Großherzoglichen Bürgermelsters zu Rockenberg nachstehende Arbeiten einer öffentlichen Berfteigerung ausgesezt werden 1) Maurerarbeit, lt. Kostenüberschlag für 41 fl. 2) Pflasterarbeit 3 3) Brechen von Mauer-, Pflaster⸗ und Chaufsir⸗ steinen in den Steinbrüchen zu Rockenberg 100„ 4) Anfahren von Steinen 100„ 5) Liesern von Mauer und Pflastersand aus den Sandgruben zu Rockenberg 1 6) Liefern von Kalk 158 7) Aussetzen von Steinen und Messen von Sand 12 8) Zerschlagen von Steinen zum Eindecken 180„ der Wege Gambach am 5. Juni 1871. Schneider, Bezirks ⸗Bauaufseher. Streulaub⸗Versteigerung. 1450 Donnerstag den 15. d. M. sollen in dem hiestgen und Rockenberger Markwalde 300 Haufen Streulaub versteigert werden Der Anfang ist des Morgens 8 Uhr an der Hopfen⸗ lochschneiße. Oppershofen am 6. Junt 1871. Der Were 2 Glück auf 1423 25 bis 30 tüchtige Manganeisenerz Bergleute werden auf meiner Grube St. Wendel, Gam acher Wald bei Butzbach, gegen hohen Lehn gesucht. Hierauf Reflectirende wollen sich bei meinem Steiger Fach inger in Pohl⸗Göns oder Steiger Nordhofen auf dem Bergwerk melden. Limburg 1. Juni 1871. Jaeob Unkelbach, Bergwerksbefitzer. Frische Repskuchen N Möbel Transport; G. L. IAN SEN Trankfur ta M. Die Gartenlaube. Nr. 23. Inbalt: Ein Held der Feder. Erzählung von E. Werner.(Fortsetzung.)— Im Gestüte des pol⸗ nischen Starosten. Originalzeichnung von A. Gierpuski. — Im Schatzamte von Washington. Von Corvin. (Schluß.)— Ein Abend bei Meister Schwind auf der Wartburg.— Heilige Erde. Von J. Nötzli. Mit zwei Abbildungen: Insel Ufnau im Züricher See;— Ansicht des Züricher Sees mit der Insel Ufnau. Nach einer Origtnalskizze von C. Toeche in Zürich.— Das Ersilingswerk eines Componisten. Von D.— Blätter und Blüthen: Franzöfische Tornister. Von Fr. Gersiäcker.— Deutsche Waisen nach England. — Gefunden!— Kleiner Briefkasten. 2 25 Gegen Uetpenaufregungen und deren nachtheiligen Folgen 1443 findet man ein in tausend von Fällen erprobtes und in diesen stets ale vollkommen bewährt befundenes Verfahren, dessen Wirksamkett noch von keinem andern erreicht wurde, und das allein den einzigen Weg zur sichern Genesang zeigt, in dem Schriftchen: Die Stärkung der Uerorn. Ein Rathgeber für Nervemetdende und Alle, welche geiftig frisch und körperlich gesund bleiben wollen von Dr. A. Koch. 14. Aufl. Preis 27 kr. Vorräthig bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg. 1 αν Verloren 1439 wurde am 5. d. M. vom Hause des Pelnrich Engel bis auf die breite Straße ein einem 10 fl.⸗Schein. Der redliche r r ö gegen eine gute Belohnung bei Metzgermeister Heinri Engel abgeben. 8 r 2 1 Erst⸗- N 11 5 4 Schwärme „ 1445 werden zu kaufen gesucht. Näheres bei J. A. Schenk in Bad⸗ Nauheim. eue Matjes-Häring 1436 bei Wilh. Fertsch. Kartoffel-, Hack- und Häufelpflüge 1408 sind fertig zu baben in der landwirthschaftlichen Maschinen⸗ und Geräthewerkstätte von t Rauerbach b. F. K. Häuser. 2 Neue Gummizüge in getragene Stiefel werden schnell und billig einge⸗ setzt in der mechanischen Stepperei von Friedberg. Chr. L. Heß Anfrage. 1440 Woher kommt es, daß die Baumschule des land⸗ wirtbschaftitchen Vereins zu Zad-Nauheim eine große Wüstenei ist? Bad⸗Nauheim. Mehrere Mitglieder. Hosenträger 503 billig dei K. Friedrich neben der Pot. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 6. Juni. Waizen 15 fl.— kr. Kor! 10 fl.— tr.; Gerste 8 fl.— kr.; Haser 5 fl. 40 kr. Frankfurt, 5. Juni.(200-Zollpfund.) Wafzen 14¼—15½; Korn 11 ½; Gerste—; Hafer 10— 10/3; Rüböl(100 Zollpfd.) ohne Faß 26½; Branntwein(500% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß—. Grünberg, 3. Juni. Waizen 14 fl. 53 kr.z Korn 11 fl. 33 kr.; Gerste 8 fl. 25 kr.; Hafer 6 fl. 20 kr.; Molter— fl.— kr.; Erbsen— fl.— kr.; Wicken— fl. — kr.; Saamen— fl.— kr.; Kartoffeln 4 fl. 57 kr. Mainz, 2. Juni. Waizen 14 fl. 4 kr.; Korn 10 fl. 47 kr.; Gerste 6 fl. 37 kr.; Hafer— fl.— kr.; 2 5 fl. 30 kr.; Reggenstroh per 100 Gebund . . 3 8 Geld⸗ Cours. Frankfurt am 6. Juni 1871. Preußische Kassen-Anweisungen fl. 1 44—45½ Preußische Friedrichsd'or„ 9 57—58 Pistelen. e n. a, ie 9 0 Holländische fl. 10⸗- Stücke.„ 9 55—57 Ducg ten,„„ e eee Ducaten al marsoo„ 5 35—37 20 ⸗Frankenstückk„ 9 24½—25½ Englische Sovereigns... J„11 54—56 l Russische Imperiales.„ 9 45—47 Dollars in Gold.„ 227 ½—28½ 8 88 G 5 90 2 2 5 25 2 88 —— 5 g. S5 Die soeben erschlenene Nummer 36 2 888 enthält: S S8 8 Der Münzthurm. Ein vaterländischer Roman vo Georg Hiltl.(Fortsetzung).— Sechs Monate in fran⸗ zöfischer Gefangenschaft.(Schluß). Von unserm Be⸗ richterstatter Max von Schlägel.— Der Rigi und die Rigibahn. Von Ed. Osenbrüggen. Mit zwei Illustra⸗ tionen.— Am Famtlientisch: Aus alten Büchern. I. Ein Naturdichter des vorigen Jahrhunderts.— In Privat⸗ verpflegung. Zu dem Bilde von Wieschebrink: Helmge⸗ kehrt zu den Fleischtöpfen des Vaterlandes.— Im wesßen Saale des Berliner Königsschlosses. Mit Abbildung. — Der Fahnenfreund. Zu Befsellungen empfehlen fich: Binder nagel& Schimpff in Friedberg. findet ce Bäckergeselle nan guten Lohn dauernde Beschäftigung auf dem Lande. 2 2 121ʃ4 billigst bei Georg Groß Wo? sagt die Exp. d. Bl. Main⸗W̃᷑ B aln⸗Weser- Bahn. Provisorischer Fahrplan. Gießen Frankfurt. Abgang in ö Butzbach: 56“ 767„8½% 122 26 46 804 Bad⸗ Nauheim: 6183 7558492 1217 284 511818 852 Friedberg: 625 88 90 12286 326 520„821 93 Nieder-Wöllstadt: 639 828 1237 351 581 917 Frankfurt⸗Gießen. Abgang in Nieder⸗-Wöllstadt: 27 688 1039 158 323„628 984 Friedberg: 4 6˙/ 746 1055 222 339 5640 954 Bad-Nauheim: 4¹5⁵ 668 784 J13 235 347 6648 104 Butzbach: 450 716 1120 33 44 78 1028 Schnellzüge mit I., II. und III. Klasse. * Courirzüge mit I. und II. Klasse. Istaclitischer Gottesdienst in Friedberg. Am Geburtstag Sr. Königl. Hoheit des Großher⸗ zogs Freitag den 9. d. M., Vormittags um 9 Uhr, Gottes dienst in der Synagoge. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schtimpff. Nolshbuch u — Be