1871. Sumstag den 7. October. M118. 1 — A tu e erl. a uernbein Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag, 10 5 3— lk A hat ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“ g. en m begonnen; derselbe wird auch ferner wöchentlich dreimal erscheinen. nur Wenn Das Abonnement beträgt bei den Kais. Reichs⸗Poststellen vierteljährlich übt r 1. October 38 kr., mit Bestellgeld 47 kr. 3 0 k r. Ane 0 Bei der Verlagsexpedition kostet der„Anzeiger“ pro 4. Quartal e N n e 5 5 b a a Kat! 5 1 2 LAbonnements-Anmeldungen bitten wir baldigst zu machen, damit vollständige Exemplare geliefert werden können. van Nnng — 2 — — — — itt priperiit sen. tulbertestt mt aer ders: Amtlicher Theil. Betreffend: Ote Anschaffung des Holzsamens zu den 1872er Culturen in den Communalwaldungen des Kreises Friedberg. Friedberg am 3. October 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Wald besitzenden Gemeinden. r i en. m 15 Nn Wir weisen Sie au, die Anschaffung der für die Waldculturen für 1872 erforderlichen Eicheln und Bucheln unter Mitwirkung der —„Großherzoglichen Oberförstereien mit Beachtung der bestehenden Vorschriften zu bewirken. g n,* Negte, Neun Bekanntmachung. Betreffend: Die Generalversammlung des landwirthschaftlicher Vereins von Oberhessen. Die Generalversammlung des landwirthschaftlichen Vereins von Zukunft beizubehalten, oder dürfte es zweckmäßiger sein, die auf 1 Oderhessen pro 1871 soll am 23. Oktober l. J., Vormittags um dieselben seither verwendeten Summen ganz oder theilweise der 4 erden 10½ Uhr, im Rathhaussaale zu Büdingen abgehalten werden. Förderung landwirthschaftlichen Unterrichts zuzuwenden? 1 f 1 Serteitht 9. Gegenstände der Berathung werden sein: 6) Wahl des nächstjährigen Versammlungsortes. 1) Erstattung des Rechenschaftsberichtes. ö 5 5 5 Nach§. 33 der Statuten muß jedes Mitglied des Vereins, 501 1 2) Die Fragen: Empfiehlt sich den Landwirthen der Provinz Ober— r 1 1 ö 580 f nt du.. hessen der Beitritt zu der in Frankfurt errichteten landwirth— Felchen irg der Nite ih eee 005 8 e 8 Eten, 123 5 r Beginn derselben dem Präsidium anzeigenz schriftliche Mitth 5 schaftlichen Creditbank und welchen Nutzen kann diese Anstalt m 925i f* zeigen eee e 1 4 1. f f lungen fuͤr dieselbe muͤssen einige Tage vor abzuhaltender Versamm— erthtutt ftert denselben bringen? Empfiehlt sich die Errichtung von Credit— lung eingereicht werden 0 1453 genossenschaften in der Provinz?„ l dee 125„% ⁵˙·ü l 3) Die Frage: Ist für die Folge die landwirthschaftliche Unterrichts- Indem der Unterzeichnete die itglieder de ereins, sowie Freunde der Landwirthschaft zu recht zahlreichem Besuch der Ver— sammlung einladet, bemerkt er zugleich, daß in sehr dankenswerther Weise die Verwaltung der Oberhessischen Eisenbahnen für den Tag Frage für die Bestrebungen der landwirthschaftlichen Vereine in erste Linie zu stellen, sowie der landwirthschaftliche Unterricht und überhaupt die Verbreitung landwirthschaftlicher Kenntnisse abet det f. 0 0 K 7 der Versammlung einen Extrazug bereit gestellt hat, welcher um vor Allem aus Vereinsmitteln zu unterstützen? 5 0 elcher —— 4) Die Frage: Welche Mittel und Wege sind einzuschlagen, damit 8 Uhr 20 Minuten aus Gießen abgehen und an allen Stationen dem Druck der in keinem Verhältniß zur Besteuerung anderer der eee ee 1 5 Dale ben aber nur auf — 9 deganges Stände stehenden Besteuerung des Grundbesitzes Abhülfe ge— vorhergehende Anmeldung bei der Betriebs- Direktion. . 9 schafft werde? Laubach am 26. September 1871. * 2 5) Die Frage: Liegt es im Interesse des landwirthschaftlichen Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen 5 Vereins von Oberhessen, die Viehpreisvertheilung auch für die Otto, Graf zu Solms-Laubach. l. f Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. 1 artet 75 Moses Löwenstein von Beienheim ist als Vorsteher der israelitischen Gemeinde Beienheim ernannt und verpflichtet. U 95 Christtan Weil von Oppershofen ist als Fleischbeschauer für diese Gemeinde ernannt und verpflichtet worden. 1 7 1 Bekanntmachung. — e. 45 Am Dienstag den 10. October c., Vormittags von 10 Uhr ab, sollen auf dem blesigen Bahnhofe in der bisberigen Milltär⸗Spessehalle circa 100 hölzerne — ben Nie Tische 160 hölzerne Bänke, 110 hölzerne Fleischbrettet, 900 Speisenäpfe von Blech, 15 Hängelampen und 40 Blecheimer öffentlich melsibsetend gegen sofortige baare 1 n t Zahlung versteigert werden, wozu Kauflustige hiermit eingeladen werden.— Die Großherzoglichen Bürgermetstereten werden ergebenst ersucht, dies auf geeignete Weise e— d in den Gemeinden bekannt zu machen, da sich obige Gegenstände für ländliche Wirthschaften besonders eignen. iwie Warden d tte — 41 5 9= 5 3 Gießen den 5. October 1871 wle eren eo. een 5 — Bekanut machung. e Lecce den 12. October c., Vormittags von 12 Ubr ab, sollen auf dem hiesigen Bahnhofe in der bloherigen Militär⸗Spelsehalle 12 Stück große K 1 i kupferne nf We circa 600 Schoppen haltend, 5 Stück Wasserfässer und eine Quantttät eiserne Wasserlettungsröhren, sowie verschiedene Baulichkeiten, welche 3 der Käufer bald abzubrechen hat, öffentlich meistbietend gegen sofortige baare Zahlung versteigert werden, wozu Kaufluflige hiermit eingeladen werden. Wer die zu f i ö i' änetä i tschieden entgegenzutreten Deutsches Reich. Sinne der Jesuiten a) die Souveränetät des modernen Geisteslebens en 0 aantlul Darmstadt 18* Das Resultat der modernen Staates überhaupt und des deutschen und auf Beseitigung dieser ernsten Gefahren ent m- He 5 statt ehabten Sitzungen des engeren und Reiches, sowie der deutschen Staaten insbesondere sschlossen und sorgsam hinzuwirken. Die zweite 8— 1 Ansschusste des fünften deutschen Pro- anzugreifen; b) den confesstonellen Frieden in Resolution ist gegen den Jesuitenorden ge. a—— 1 tages war die Einigung, der Generalver- Deutschland zu gefährden; c) die Geistes- und richtet und spricht darin, nach vorausgehender 1 5 16 110 Resolutionen zur Annahme vorzu⸗ Gewissensfreiheit und unsere ganze Cultur zu be-] Motivirung, der deutsche Protestanten- Verein seine —— nn! ine Resolution, betreffend das drohen: die deutschen Protestanten und das ganze Ueberzeugung dahin aus:„Die Sicherheit der 1 1„ egen und 1 Ii welche besagt, deutsche Volk veranlaßt und verpflichtet sind, dieser Rechtsordnung und der Autorität der Gesetze und e an— Dogma dazu dienen soll, im Bedrohung des Staates, des Friedens und des der Staatsgewalt, die Wohlfahrt der bürgerlichen „ N- 8 1 ee 2 Laufenden Gegenstände vorher in Augenschein nehmen will, hat sich auf biesigem Bahnhofe im Etappen Burkau zu melden. Geben den 6. October 1871. Königliche Etappen ⸗Inspektion. v. Randow, Major. Oberhessischer Anzeiger. nnn Gesellschaft, die Wahrung des confessionellen Friedens und der Schutz der Geistesfreiheit und Geistescultur erfordern das staatliche Verbot des Jesuitenordens in Deutschland, und betrachtet es als eine ernste Pflicht der deutschen Protestanten und der ganzen deutschen Nation, mit aller Kraft dahin zu wirken, daß jede Wirksamkeit in Schule und Kirche den Angehörigen und Affiliirten des Jesuitenordens verschlossen werde.“ Den Be⸗ rathungen des engeren Ausschusses wohnten bei: Bluntschli, Schenkel, von Holtzendorf, Holtzmann, Schiffmann, Schwarz, Schlager, Fresenius, Seydel, Simons, Uhly, Manchot, Creuznacher und Baum- garten.— Abends 6 Uhr hielt Prediger Dr. Manchot aus Bremen in der Stadtkirche eine von echt patriotischem Geiste durchwehte, das Be⸗ streben und die Ziele des Protestantenvereins dar legende Predigt, zu welcher ein zahlreiches Audi⸗ torium sich eingefunden hatte. Bei der am Abend im Ritsert'schen Saale stattgehabten geselligen Zu⸗ sammenkunft von 500 Delegirten und Quartier- gebern begrüßte Adv. Hoffmann von bier die Versammlung. Schenkel toastirte, darauf antwortend, auf die kirchlichen Vorkämpfer Hessens, Ohly auf den Protestantenverein, Prediger Lang(Zürich) auf das Wohl des 5 Hochgeber(Passau) auf die Altkatholiken. England ist vertreten durch Professor Taplor, die Schweiz durch Prediger Lang und Botzing, ferner sind anwesend Iwann (Holstein), Constantin Scharf(Madrid), ein Pfarrer aus Straßburg ꝛc. — 4. October. Die Verhandlungen des Protestantentages wurden heute Morgen in der Stadtkirche eröffnet. Zur Berathung gelangten zunächst die beiden von der Delegirtenversammlung beschlossenen Resolutionen, betreffend das Unfebl- barkeitsdogma und den Jesuitenorden. Bluntschli begründete die Resolutionen, entwickelte die Ge⸗ schichte des Jesuitenordens, seine heutige Organi- sation und Wirksamkeit, und wandte sich zuletzt gegen die Behauptung. die Jespiten stünden unter dem Schutze des Vereinsgesetzes. Jedes Recht, das der Einzelne für sich in Anspruch nehme, sei bedingt durch die allgemeine Rechtsordnung, und so wenig ein Sklavenzüchter sich auf die persön⸗ hat. Sollte die Reichsregierung dem Reichstage noch keine vollständige genaue Aufstellung des Etats für das Reichsheer vorlegen können, so würde doch die Feststellung der Gesammthöhe der nächstjährigen Ausgaben für das Heer zu erfolgen haben. Zu erwarten seien noch Vorlagen über Gehältererhöhung, die Stellung und die Pensions⸗ verhältnisse der Reichsbeamten, die Münzreform, die Errichtung eines Reichskriegsschatzes.— Die Vorlagen, betreffend die Reform auf dem Gebiese der Rechtspflege, sowie ein Reichspreßgesetz dürften erst in der nächsten Frühjahrssitzung zur Berathung gelangen. In Betreff der Münzreform erklärt die „Provinzial⸗Correspondenz“ die Ausprägung von Goldstücken 30, 20 und 15 Mark, gleich 10 Thlr., 6 Thlr. und 5 Thlr., für wahrscheinlich. — Die„Prov.⸗Corresp.“ widmet ihren heutigen Leitartikel der beabsichtigten Münzreform und gibt Aufschlüsse über die Grundlagen des Reform projects, die zum Theil nur die bisherigen Mit⸗ theilungen darüber im Wesentlichen bestätigen, vorzugsweise aber die Nothwendigkeit darlegen, unverzüglich mit der Prägung von Goldmünzen vorzugehen, während die Begründung eines ein⸗ heitlichen Mänzsostems auf Grundlage der Deei— maltheilung erst danach ins Auge zu fassen sei. Aus dem weiteren Inhalt des Reformvorschlages höre ich noch, daß aus einem Pfund feinen Goldes 46½ Stück der Haupt- Reichsgoldmünzen, also 30 Mark-(10 Thaler) Münzen, geprägt werden sollen, und daß das Mischungsverhältniß des Münzmetalls auf 900/000 Theile Gold und 100/1000 Theile Kupfer festgestellt ist. Frankfurt. Der Kaiser wird heute, Freitag den 6. d. M., Abends 8 Uhr 10 Minuten per Extrazug auf der Main-Neckar Bahn hier ein treffen, im Hotel Westendhall das Souper ein- nehmen und um 10 Uhr 15 Minuten die Reise nach Berlin auf der Main-Weserbahn fortsetzen. — Das folgende Telegramm des Herrn Dr. Petermann in Gotha an den hiesigen Verein für Geographie und Statistik ist eingelaufen:„Payer's Nordpol⸗-Expedition, zu welcher Frankfurt frei— gebigst beisteuerte, ist am 3. d. M. sehr erfolgreich nach Tromsö zarückgekebrt. Offenes Meer öslich liche Freiheit berufen könne, dürfe der Jesuiten- orden sich auf das Vereinsgesetz berufen. Redner, verlangt auf Grund der Bundesverfassung das Verbot des Jesuitenordens. von Spitzbergen und günstigsten Weg zum Nord— pol entdeckt! Petermann.“ München. Durch das publicirte Erkenntniß An der hierauf fol- des Generalauditoriats wurde die Nichtigkeitsbe— genden Debatte über das Referat und die vorge- schwerde des(wegen Feigheit zum Tode verur- schlagenen Resolutionen betheiligten sich Pfarrer theilten) Unterlieutenants Freiherrn von Waldenfels Schellenberg von Mannheim, Kirchenrath Dr. verworfen. Schenkel von Heidelberg, Professor Heußkler von— Das„Südd. Corresp.⸗ Bureau“ meldet: Bern u. A. Schließlich sprachen noch Professor Nippold(Heidelderg) und Dr. Schröder(Worms) für die Annahme der Resolutionen, während Dia— conus Stier(Jena) in denselben die Sympathien für die Bestrebungen der Altkatholiken vermißt. Zuverlässigen Mittheilungen zufolge beträgt die zur Aufbesserung der materiellen Lage der Schul- lehrer Seitens der Regierung geforderte Summe 1,200,000 fl. Karlsruhe. Der deutsche Kronprinz ist Nach kurzem Schlußwort des Referenten Bluntschli mit der Kronprinzessin und der Großherzogin von tritt die Versammlung einstimmig den vorge⸗ schlagenen Resolutionen bei.— Nach Schluß der Sitzung fand im Hotel zur„Traube“ das Fest⸗ bankett statt, bei welchem Professor Bluntschli auf den Kaiser, Obly auf den Großberzog toastirte. 0 — Wie bereits bekannt, erhielt das Großh. Hessen in Folge des Reichsgesetzes über die Ge währung von Beihülfen an Angehörige der Re⸗ serve und Landwehr die Summe von 149,201 fl. 30 kr. Die Zahl der Reservisten und Landwehr⸗ männer beträgt 11,983. Auf die Provinzen ver⸗ theilt erhält: Starkenburg 64,596 fl. bei 5188 Mann, Oberhessen 43629 fl. bei 3504 Mann und Rheinhessen 40976 ½ fl. bei 3291 Mann. Mainz. Gegenwärtig wird durch einen be sonders hierzu von Berlin gekommenen höheren Ingenieur⸗Offizier eine eingehende Inspection der Festung, namentlich auch rücksichtlich des Umbaues derselben, und die Prüfung der hierzu ausgearbei⸗ teten Projektionen an Ort und Stelle vorgenommen. Berlin. Der„Provinzial Correspondenz“ zufolge wird die Reichstagssesston, deren Dauer nicht sehr ausgedehnt sein könne, etwa in der Mitte des laufenden Monats eröffnet werden. Die wichtigste Vorlage wird der Reichshaushallsetat bilden, wobei der Reichstag zum ersten Mals über Baden nach dem Elsaß abgereist, um die Schlacht— felder von Weißenburg und Wörth zu besichtigen. Ausland. Frankreich. Paris. Seit 1. October werden in Paris von jedem Billard jährlich 60 Fr. Steuer und vom 15. Oct. ab wird ein Zuschlag von 10 pCt. zu den Fahrbilleten auf Eisenbahnen, öffentlichen Fuhrwerken, Schiffen ꝛc. erhoben. — Das„Journal officiel“ veröffentlicht einen Bericht des interimistischen Kriegsministers, Ad— mirals Pothuan, in welchem derselbe vorschlägt, den Marschall Baraguay d'Hilliers zum Präsi⸗ denten, die Generäle Charon, Thiry, Aurelles und Autemarre zu Mitgliedern des Untersuchungs⸗ rathes zu ernennen, vor welchem die Generäle, Offiziere und sonstigen Persönlichkeiten, welche eine Capitulation unterzeichnet haben, erscheinen sollen. Der Bericht ist von dem Präsidenten der Republik genehmigt und gezeichnet. — Der„Armeemoniteur“ veröffentlicht das Schreiben Changarniers, des Präsidenten der Prüfungscommisston für die während des Krieges ernannten Offiziere, an den Kriegsminister, in welchem der General über die Beendigung des die Ausgaben für das Reichsheer zu beschlichen ersten Theiles der Commissionsarbeiten berichtet. Ein einleitendes Schreiben nennt das berüchtigte Decret Gambetta's vom 18. Sept. 1870, welches die gefangenen Offiziere zur Flucht und zum Bruch des Ehrenwortes aufforderte,„einen trau ⸗ rigen Beweis der Geistesverwirrung, welche in jener Zeit Platz gegriffen habe;“ es kann dieser Aussoruch die Commission nur ehren, die zum ersten Male die von deutscher Seite im Interesse der Ehrenhaftigkeit der französischen Nation so streng getadelte Ehrenwortbrüchigkeit verschiedener französischen Offiziere laut zu rügen wagte. — Die zuerst von der„Cloche“ gebrachte Nachricht von einer für die Communegefangenen wichtigen Maßregel bestätigt sich. Die Regierung hat in der That alle weiteren Verhaftungen ein⸗ zustellen den Befehl ertheilt; und alle Verhafteten, die nicht der directen Theilnahme an der In · surrection beschuldigt sind, sollen freigelassen werden. — Wie hier versichert wird, werde die preu⸗ zische Regierung energisch fordern, daß die fran; zösischen Offiziere, welche auf Ehrenwort Gefangene in Deutschland waren, und dieses Ehrenwort brachen, vor ein Kriegsgericht gestellt würden. — Die„Agence Havas“ meldet: Zufolge eines neuen Uebereinkommens mit dem deutschen Commandirenden soll Letzterer die gänzliche Räu⸗ mung des Departements Oise angeordnet haben. — Der„Francais“ schreibt:„Man weiß, wie unzulänglich sich unsere Cavalerie in dem letzten Kriege bei allem Heldenmuth, den sie ent⸗ wickelte, gezeigt hat. Der Kriegsminister hat seine Ausmerksamkeit auf diesen Punkt gelenkt und so⸗ eben ein langes Circular erlassen, durch welches die unserer Reiterei gegebene Ausbildung verbessert werden soll. Namentlich wird darin vorgeschrieben, den Dienst der Recognoscirungen und das Ter⸗ rainstudium recht sorgsam zu pflegen. — In Dijon, wo, in Folge von Angriffen gegen deutsche Militärs die verschärfte Belagerung erklärt und die allgemeine Entwaffnung angeord- net wurde, sind mehrere Personen wegen Ver⸗ heimlichung von Waffen, Aufläufen und Plünderung gegen deutsches Militär zu verschiedenen Gefäng⸗ nißstrafen verurtbeilt worden, die sie in Deutsch⸗ land absitzen müssen. Ein gewisser Gillot und ein Gerbermeister erhielten ein Jahr, ein gewisser Vallot sechs Monate, der Advocat Vallot und ein Kaffeehaus-Kellner drei Monate. Spanien. Madrid. In der Cortes⸗ mit 123 Stimmen zum Präsidenten der Cortes gewählt. Der Regierungscandidat Rivero erhielt 113 Stimmen. Der Ministerpräsident erklärte, das Ministerium würde seine Entlassung geben. Die Cortes beschlossen, bis zur Lösung der Minister- krisis die Sitzung zu vertagen. — Nachdem Espartero die Neubildung des Cabinets abgelehnt hatte, unternahm Malcampo die Misston, am 3. d. Abends das neue Cabinet zu bilden. Die Ruhe wurde weder in der Haupt- stadt noch in den Provinzen gestört. Gießen. In der hiesigen Turnhalle findet eben eine Ausstellung der Schülerzeichnungen von 40 Handwerker⸗ Fortbildungsschulen, sowie der Gymnasien und Realschulen des Großherzogthums Hessen statt. Modelliren, Freihand⸗ zeichnen, darstellende Meßkunst, Bau⸗ und Maschinen⸗Con⸗ struclion sind in zahlreichen, oft in überraschend schön und verständig ausgeführten Leistungen vertreten, und bieten ein erfreuliches Bild der regen und trotzdem(baupisächlich was die Handwerker- Fortbildungsschulen betrifft) noch lange nicht'genügend gewürdigten und unterstützten, segens⸗ reichen Thätigkeit auf diesem Gebiete. Interessenten sollten nicht versäumen, diese Ausstellung zu besuchen. Gießen. Die Reallehrerversammlung, welche am 29. Sept. in Gießen abgehalten wurde, war sehr zahlreich besucht. Interessant waren die Debatten über den bildenden Werth der neuen Sprachen, da mehrere der anwesenden Professoren für das Latein und Griechisch eintraten und anderseits sich Opponenten fanden, die dem Latein und Griechischen seinen formellen Werth recht gern zugestanden und das Studium desselben für gewisse Berufsklassen noth⸗ wendig fanden, es aber enischieden bekämpften, daß wayre Geistesbildung nur durch Latein und Griechisch zu erzielen sei. Ein weiterer Verhandlungspunkt war„der Schwer punkt der Realschulfrage“. Der Referent forderte hier das Anstreben einer Gbeichstellung der Realschulen mit den Gyninasien in Bezug auf Stellung, Mittel und Kräfte. Zur Aufstellung einer festen und einheitlichen deutschen Orthographie wurde eine Commission ernannt, bestehend aus den Herren Professor Dr. Weigand in Gießen, Gymnasialdirector Wiegand in Worms, Realschuldirectot sizung wurde Sagasta in zweiter Abstimmung 2 ttadett Orangen. dent Ehrenwon Fra würden. natd: Zufolg un den dtulscher du ganzliche Nau Agterdaet haben Nan weiß, enn i den den sie ent⸗ Ager dat seint Dr. Stein in Gießen und Realschuldirector Schäfer in Alsseld. f 14 ar 0 2 Das sich immer lebhafter geltend machende Bebürfniß nach kleineren Wohnungen hat den Banquier F. Sander und den Bauunternehmer J. Müller veranlaßt, ein 6500 Klafter großes Grundstück anzukaufen, auf welchem eine Aelien-Gesellschaft, deren Bildung von ihnen angeregt wird, 100 Häuser zu dem Preise von 5000 bis 10.000 fl. erbauen will. Die Häuser sollen zu billigem Preise vermiethet' und auch gegen eine, in kleinen Ratenzahlungen zu lilgende Kaufsumme, auf welche eine mäßige Anzahlung zu leisten wäre, verkauft werden. Wiesbaden. Die dießjährige Fremdenzahl hat die aller Vorjahre bereits um mehrere Tausend überschritten und beträgt über 50.000. Ems war während des Som— mers von 17070 Fremden besucht, darunter 4904 Passan⸗ ten und 12,166 Kurgäste gegen zusammen 15,765 im Jahre 1869. Unter den Kurgästen waren Deuische 7637, Engländer 955, Nussen 955, Holl inder 538, Belgier 336, Amerikaner 260, Franzosen 203 Gegen 1500 in früheren Jahren) u. s. f. Schwalbach hatte eine Frequenz von 5000 Personen, etwas weniger als in den Vorjahren. Leipzig. Gutem Vernehmen nach beabsichtigen drei junge Damen aus Rußland im bevorstehenden Winter⸗ semester an der biesigen Unirersität, behufs ihrer Ausbil⸗ dung in der Rechtswissenschaft und Mediein, Vorlesungen zu hören. An maßgedender Stelle hat man gegen den Besuch der Vorlesungen seilens dieser Damen ein Bedenken nicht erhoben. Aus Helsingfors wird das Auftreten und schnelle Umsichgreisen der Cholera gemeldet, was deshalb allge— meines Aufsehen erregt, weil die genannte Stadt, sowie ganz Finnland bis jetzt noch niemals von der Cholera⸗ epidemie heimgesucht wurden. Landwirthschaftliches. (Mitgetheilt von der höheren landwirthschaftlichen Lehr⸗ anstalt in Worms.) Wen's trifft, der merke sich's. Die landwirih— schaftliche Literatur, die Vereine, die Wandetlehrer, selbst die Staatsregierungen ditect baben seit zwei bis drei Jahrzehnten theils durch Belehrungen, iheils durch Prä⸗ mien, theils durch Ermunlerungen an Ort und Stelle und theils durch Strafandrohung die Düngerbehandlung zu verbessern gesucht. Alle diese Bestrebungen sind nicht ohne den gewünschten Erfolg geblieben; allein es muß noch mehrere Jahrzehnte hinducch unermüdlich gearbeitet werden, bis einmal überall und auch in den kleinen Acker wirthschaften, die bessere Düngerbehandlung allgemein zur Anerkennung gekommen ist und allgemein geübt wird. Weil aber gerade Beispiele aus der Praxis und nament- lich solche, die auch von den kleinen Ackerwirthen leicht nachgeahmt werden können, am Belehrendsten und An⸗ regendsten wirken, hat die höhere landwirthschaftliche Lehr— anstalt in Worms seit Jahren die Einrichtung getroffen, daß ihre älteren, wieder in die Praxis zurückgekehrien und als Gutseigenthümer oder Verwalter thäligen Schüler einzelne wichtige Custurfragen u verschiedenen e en aber in übereinstimmender Form zu lösen suchen. Eine solche, die Düngerbehandlung betreffende Frage ist auch in diesem Jahre zur Lösung gelangt. Es ist bekannt, daß das Kali, welches die den Slalldünger erzeugenden Hausthiere in ihrer Nahrung aufnehmen, fast Nonfänpie durch den Urin abgeschieden wird und daß daher der Stallmist gerade an diesem für manche Pflanzengattungen so wichtigen Nährstoffe sebr arm ist. Verwitterungsböden, die seit Jahrhunderten der Cultur gedient haben, lehren es allenthalben unumstößlich, daß die ackerbare Krume nicht nur, sondern das ganze Bereich des Wurzellebens im Gegensatze zu dem Gestein, aus welchem der Boden! entstand, an Kali eine bedeutende Verminderung zeigt. Entstanden ist dieselbe ducch den Umstand daß man bis tief in das neunzehnte Jahrhundert herein dem Mistpfuhle, wie er durch die Fäulniß des Urins enisteht, keinen düngenden Werth beilegte und ihn allenthalben fortfließen ließ. Nachdem man aber erkannte, daß gerade der Urin einen der hauptsächlichsten Pflanzen⸗Nährstoffe enthielt, (das Kali und außerdem auch andere werthvolle Stoffe), war man bestrebt, ihn in Cysternen oder Fässern zu sam⸗ meln und ihn dem Felde als Dungstoff zuzuführen, wie es in den bessern Wirthschaften jetzt auch allenthalben ge⸗ schieht. Zugleich ist man bestrebt, mit der gesammelten Jauche den Mist zeitweilig zu übergießen, theils um ihm den zur richtigen Fäulniß nöthigen Feuchtigkeitsgrad zu geben, theils auch um ihn an Kali zu bereichern. Um beide Zwecke vollkommen zu erreichen, ist es unerläßlich, daß der auf den Mist gegossene Pfuhl, soweit er nicht zurückgehalten wird, wieder in den Jauchenbehälter abfließen kann, daß also letzterer entsprechend tiefer uegt, als die Sohle der Düngerstälte. Wie groß ber Einfluß einer solchen Einrichtung auf die Steigerung der Ernteerträg⸗ nisse ist, ergibt sich aus den folgenden vergleichenden Ver— suchen. Die gestellte Aufgabe war die:„welchen Einfluß übt der regelmäßig gepfuhlte Stallmist gegenüber dem nicht gepfuhlten auf die Quantität und Qualität der Kartoffelerträge aus?“ Neun Versuchsansteller hatten Felder zur Hälfte mit Stallmist, der nicht gepfuhlt, und die Hälfte mit solchem Miste gebüngt, der wöchentlich mehrmals, je ½ Jahr lang mit Pfuhl bespritzt wor⸗ den war. Die Felder wurden in vorgeschriebener Weise gleichmäßig behandelt und im Frühjahre dieses Jahres mit Kartoffeln bepflanzt. Acht von den Versuchsansellern haben bereis Berichte an die landwirthschaftliche Lehran⸗ stalt in Worms erstattet, welche sich in übereinstimmender Weise dahin aussprechen, daß auf den mit gepfuhltem Miste gedüngten Parcellen das Mengenerträgniß ganz auffallend größer gewesen ist, als auf den Parzellen, die gleiche Mengen derselben Art nicht gepfuylten Mistes zur Düngung erhalten hatten, und zwar beträgt das Durch⸗ schnittsergebniß des Mehrertrags 23,4 Procente. Bezüg⸗ lich der Qualität lauten die Berichte ebenfalls zu Gunsten des gepfuhlten Mistes und von 3 der Versuchsansteller wird namentlich hervorgehoben, daß sich auf den mit nichtgepfuhliem Miste gedüngten Parzellen Neigung zur Fäulniß zeige, was auf den anderen Parzellen nicht der Fall sei. Reitkunst. (Eingesandt.) Schon in den frühesten Zeiten, wie des Griechen Xenophon Buch von der Reitkunst zeigt, war man bemüht, das edelste der Hausthiere, das Pferd, zum Dienste des Menschen heranzubilden. Die Jugend vor Allem erfreute sich an der anregenden Lust, welche nicht bloß Kraft, sondern auch überlegende Geschicklichkeit und Gewandtheit erforderte; aber auch der ältere, desonnene Mann blieb damals, wie jetzt, einer Uebung getreu, welche seine Jugend-Idcale wiederspiegelte. So hab ich gejubelt, geschwärmt, gelacht In freudigem Jünglingsmuthe, Indeß unter mir mit Windesmacht Hinjagte die schlanke Stute, Jahrhunderte und Generationen hindurch erhielt sich bis heute die Vorliebe für dieses männliche Thun und zahlreiche Reitmeister aller Nationen suchten im Laufe der Zeiten die Reitkunst in geeignete Lebrordnungen zu bringen. Es liegt auf der Hand, daß nach und nach die Kunst theilweise verkünstelt wurde, daß die Form den Geist drückte, und so sahen wir am Schlusse des vorigen und Anfang dieses Jahrhunderts bei aller Gediegenheit tüch— tiger Leistungen Systeme sich gestalten, welche die Kunst durch den Zwang pedantischer Formen, deren sich alte Reiter wohl noch erinnern, mehr und mehr zum Hand— werk hindrängten.“ Wohl ist etwas zu viel anders geworden und der Naturalismus der Reiter nahm steigend überhand, die Kunst schien sich verlieren zu wollen. Unsere Zeit, durch welterschütternde Ereignisse aus ihren Fugen gerissen, läßt bei allem Materialismus des jetzigen Lebens doch auch wieder in gar manchen Dingen ein ernsteres Streben her⸗ vortreten. Der heranwachsenden männlichen Jugend ist es Pflicht, nicht nur die Kräfte des Geistes, sondern auch die Festigkeit und Gewandtheit des Körpers zu stärken. Von diesen Anschauungen ausgehend, hat eine Anzahl Milglieder des land wirtbschaftlichen Vereins in Frankfurt a. M. und dessen besondere Abtheilung, das Pferdemarkt⸗Comite, geglaubt, den Versuch wagen zu dürfen, bei dem bevorstehenden Frankfurter Herbst⸗ Pferdemarkt in der großen von dem landwirihschaft⸗ lichen Verein erbauten Halle verschiedene Productionen der Reitkunst zu veranlassen, welche geeignet sein werden, die Ausmerksamkeit der Freunde der Reitkunst und auch eines größeren Kreises zu fesseln. Das betreffende bereits veröffentlichte Programm der am 9. October, Abends 6 Uhr, beginnenden Leistungen zeigt eine ausgiebige Mannichfaltig⸗ keit und wird von Nah und Fern Theilnehmer und Zu⸗ schauer herbeiführen. Die Vorbereitungen sind im besten Gange, die Halle wird brillant decorirt und ein Lichtmeer wird sich am Abend des 9. October über eine zahlreiche Gesellschaft ausbreiten, der auch der Damenflor nicht fehlen und seinen schönsten Schmuck verleihen wird. Das Comite hat alle Veranstaltungen getroffen, welche erforderlich schienen, hofft gerechten Erwartungen zu ent⸗ sprechen und so darf man wohl einem genußxreichen Abend entgegensehen.=. Verloosungen. Lübecker 50⸗Thlr.⸗Loo se. Ziehung am 2. Oct. Nr. 539 580 677 735 1001 1050 1163 1378 1443 1623 1675 1725 1760 1789 1798 1801 1822 1882 1888 1899 1914 1991 2010 2130 2213 2297 2536 2675 2806 2985 3112 3144 3300 3345 3372. Frankfurt. Die dahier errichtete Abtheilung der süddeurschen Boden⸗Credit⸗Bank in München, welche vor Kurzem ihre Thätigkeit im Bereiche der preu⸗ ßischen Provinz Hessen-Nassau und der hessischen Provin⸗ zen Starkenburg und Oberhessen begonnen hat, sieht nach den bei ihr einlaufenden Anträgen einer erfreulichen Eni⸗ wicklung ihres Geschäftes, namentlich mit Hypotheken und Güterkaufsschillingen, entgegen; dieses Geschäft dürfte sich mii der Zeit eines um so bedeutenderen Aufschwunges erfreuen, als die für dasselbe festgesetzten Bedingungen gegenüber denjenigen bestehender Concurrenz-Anstalten Vortheile bieten, welche, wie die Zahlung der Darlehen in baarem Gel de, günstige Berechnung der Annuität, Einräumung von Tilgungsquoten bis zu ½%% herab, Verzicht auf besondere Vergütung bei anticipirter Rück⸗ zahlung der Darlehen, der Aufmerksamkeit des Publikums nicht enigehen können. Schon allein die beträchiliche Zu⸗ nahme der Bauunternehmungen in den größeren Städten sichert der Bank eine namhafte Ausdehnung ihres Ge— schäftes und zugleich die besten Garantien für die zu emittirenden Pfandbriefe zu, welche durch vorzügliche Hypo⸗ theken gedeckt, dem Capitalisten eine willkommene Anlage sein werden. 2466 Es ist in der Natur des Alters begrün⸗ det, daß auch die Alhmungsorgane durch trägeren Blut⸗ umlauf, Schleimanhäusung u. s. w. theilweise ihren Dienst versagen. Dadurch entstehen Kurzathmigkeit, Verschleimung, chronische Katartche und ähnliche Unannehmlichkeiten. Es gibt aber ein sehr natürliches, einfaches Mittel, um sich von diesen fatalen Beschwerden möͤglichst zu befteien. Ein solches Mittel, welches die Lunge anfeuchtet, die Trocken. beit mildert, den Schleim löst, ist der bekannte L. W. Egers'sche Feuchelhonigextract, erfunden und allein fabricirt, von L. W. Egers in Breslau und nur echt zu haben bei J. Hoffmann in Friedberg. Bestes Maschinenäl Wilhelm Fertsch. 2209 bei Große wollene und seidene 7 — 2586 für Herren und Damen außerst billig bei Halstü K. Friedrich neben der Post. Gelünde-& Mühle-Versteigerung. 2481 Der Unterzeichnete läßt den 16. d. M., Nach⸗ mittags um 3 Uhr, aus freier Hand öffentlich an den Meifibietenden versteigern: Eine Mahlmühle mlt 2 Gängen, sowie 10½½ Morgen Ackerfeld und Wlesen, letzteres kann auch mit der Mühle abgegeben werden. Den 16. d. M., Vormittags um 9 Uhr, werden ver⸗ fleigert: 1 Pferd, 1 Wagen, 1 trächtines Rind, 2 Schweine, circa 90 Ctr. Heu und Grummet, 4 Fuder Fornstroh, 1 Partie Mist, Tische, Stühle, Kommode und fonstiges Pausgeräthe. 5 Rockenberg. Franz Wolf III. Blauer Vitriol biligst bel Georg Groß. 240 22⁴ ö 11 „* Ein Acker, 2467 auf die Sauerweide stoßend, 310 Klafter groß, den Philipp Ritzel's Erben gehörend, hat in Auftrag aus der Hand zu verkaufen Friedberg den 5. October 1871. Philipp Adam Ritzel, Gerbermelster. Keine Modenzeitung hat eine grössere Verbreitung als Die Moden welt. Preis für das ganze Vierteljahr 36 kr., mit vierteljährlich neun colorirten Modenkupfern 1 fl. 30 kr. An trefflichen Original- Illustratio- nen ist die Modenwelt, ungeachte ihres überaus niedrigen Preises, Wohl das bei Weitem reichhaltigste der- artige Journal. Seit sechs Jahren bestehend, wuehs ihr Ruf fast von Tag zu Tag; als ein unentbehrlicher Rathgeber in allen weiblichen Kreisen wird sie nunmehr in zehn Sprachen übersetzt— Durch anerkannt vorzügliche Schnittmuster und genaue, leicht verständliche Anweisungen macht die Modenwelt auch die ungeübteste Hand geschickt, alle Arten von Hand- arbeiten, Garderobe und Wäsche selbst auzufertigen, sowie Getragenes zu modernisiren und dadurch die bedeutendsten Ersparnisse zu erzielen. 2421 Abonnements werden jederzeit angenommen bei WBimdernagel& Schimpf in Friedberg. Clacé-andschuhe 6K dc Veränderungen. Personen-Posten. Abgang und Ankunft. 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D 2482 Sonntag den 8. d. findet in meinem Saale durch die Musik des Großh. 2. Inf.⸗Reg. Ball n—1 1 5 statt, wozu ich freundlichst einlade.— Anfang 4 Uhr. Müller& Hertlein'sche Gartenwirthschaft. 2479 Unsere Garten Localitäten sind auch den Winter über geöffnet. Von heute ab Frank⸗ furter Bier pr. Glas 4 kr. Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein zu Reichelsheim. (Eingetragene Genossenschaft.) 2461 Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß unsere Kasse vom 10. d. M. ab nur Dienstage, Donnerstags und Samstags, von Mittags 1 bis 3 Uhr, bis auf Weiteres offen ist. Reichelsheim den 4. Oktober 1871. Der Vorstand: Steten. Schmid. F. B. Schwarz. ei Beginn des neuen Quartals empfehlen wir uns zur Besorgung aller Journale und Zeilschriflen wis senschaftlichen und populären Inhaltes, für deren rasche und regelmässige Zusendung wir bemüht sind. Die Wochenummern Gartenlaube und Daheim werden jedesmal Sonntags Vormittags ausgegeben. 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Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags: Herr Pfarrer Baur. Nachmitiags: fällt aus. Katholische Gemeinde. Samstag um 5 Uhr Nachmittags Beichte. 19. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags: 10 Uhr Hochamt mit Segen und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht. Auch wird heute die Versammlung der Ordensmit⸗ glieder abgehalten. Beginn des Gottesdienstes an den Morgens 7½ Uhr. Wochentagen Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs-Blatt Nr. 40, Praktischer Rathgeber Nr. 10 und eine Beilage.) 1 — b. F. keel zul besetzt ride Soller. 1 Hödgel. * t tit Saal td tinladel org Krauch. eihe. Ober gut beseßte Mobs VIII., n it Kose. wetschen im Fertsch. Magazin 2 v trmittbtl. eiewentikt. 99 g—— Zardinen, aringe 1 Windecker Letztdietenden mit dem Zuschlag die Genehmigung ertheilt Beilage. . Ohperhessischer Anzeiger. Güter⸗ Verpachtung. 2485 Diensiag den 10. Oktober d. J., Vormittags 9 Ubr, sollen in hiesigem Ratbhause die Martinttag d. J. leihfälligen Güterstücke des Hospitals zum heiligen Geist, jetzt veretnigten Armenfonds zu Friedberg, in den Gemarkungen Friedberg, Fauerbach b. Fr., Nauheim und Ockstadt parzellenweise auf weitere 12 Jahre öffent. lich meiftbietend verpachtet werden. Bemerkt wird noch, daß auch diejenigen Güterstücke in Friedberger, Nauheimer und Fauerdacher Gemarkung, welche seitber das hlesige Versorgungshaus zur eigenen Bewirthschaftung benutzte, zur Verpachtung kommen. Friedberg den 26. September 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. J. B. d. B.: Der Großderzogliche Beigeordnete Sidi n bäutet Güter- Versteigerung. 2478 Montag den 9. October d. J., Vormittags 10 Ubr, sollen in biesigem Rathhause auf freiwilligen An- trag der Carl Friedrich Graff's Erben dahier die den- selben in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung zu— flehenden Güterstücke zum letztenmale öffentlich meistbietend versteigert werden, unter dem ausdrücklichen Bemerken, daß bei dieser Versteigerung ohne allen Vorbehalt den wird. Friedberg am 6. October 1871. Groß herzogliches Ortsgericht Friedberg. So ned r. Hofraithe- und Güter-Versteigerung. 2479 Donnerstag den 12. October d. J., Vormittags 9 Uhr, sollen in biesigem Rathhause auf wiederholt fret⸗— willigen Antrag der Gottlieb Kettinger's Erben dahler die denselden in biesiger Stadt zustehenden Hoftaithe sowie ca. 24 Morgen Ackerland und Wiesen, in Fried⸗ derger Gemarkung gelegen, nochmals öffentlich meist⸗ dielend versteigert werden und bei annehmbaren Geboten die Genehmigung alsbald ertheilt werden, unter dem besondern Anfügen, daß eine dritte Verstelgerung nicht abgehalten wird. Friedberg den 5. October 1871. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. ear. Güter- Versteigerung. 2477 Freitag den 13. October d. J., Vormittags 11 Ubr, sollen in hiefigem Rathhause auf wiederholt frei⸗— willigen Antrag der Ebefrau des August Dillenburger, Elise, geborene Mübling, die derselben in Friedberger Gemarkung zustebenden 6 Parzellen nochmals unter dem Aufügen öffentlich meiftbietend versteigert werden, daß bei annehmbaren Geboten die Genehmigung alsbald rthellt werden soll. . am 6. October 1871. n Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. Foucar. Bekanntmachung. Betreffend: Die Verloosung der Stadt Alzeyer Obligationen. 2460 Sei der am 15. v. M. stattgehabten Verloosung der Stadt Alzeyer Obligationen wurden folgende Num⸗ zern der dritten Serie gezogen, als: 77. 86. 108. 124. 129. 132. 149. 150. 161. 168. 176 und 190. Den Inhabern dieser Obligattonen wird vom 1. Januar 4872 an gegen Aushändigung der Original⸗Obligattonen und der nicht fälligen Zins⸗Coupons der Nennwerth durch die Gemeindekasse zu Alzey, oder durch das Hand⸗ ungshaus S. Lindbeimer und Söhne in Frank⸗ kurt a. M. sogleich bei Anmeldung ausbezablt. Vom 1. Januar 1872 an 7550 der Zinsenlauf der vezogenen obigen Nummern auf. 974137 den 1. Oktober 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Alzey. J. E. ö. B. Gg. Maper I. 1 Beigeordneter. M118. ——— Augstellung von Zeichnungen aus den inländischen Handwerkerschulen und von Schülerzeichnungen aus den Großherzoglichen Gymnasien und Kcalschulen. 2375 Die diesjährige öffentliche Ausstellung von Zeichnungen der Schüler aus inländischen Handwerkerschulen, welche mit dem Landesgewerbverein in Verbindung stehen, findet in Gießen statt. Großherzogliches Ministerium hat genehmigt und Großherzogliche Ober— Studien-Direktion hat veranlaßt, daß, hiermit in Verbindung, auch eine Ausstellung von Zeichnungen der Schüler aus sämmtlichen inländischen Gymnasien und Real- schulen abgehalten wird. Das gemeinsame Ausstellungslocal fär diese Zeichnungen ist die städtische Turn⸗ halle in Gießen. Die Ausstellung wird Sonntag den 1. Oktober eröffnet und dauert bis incl. Senntag den 15. Oktober. Während dieser Zeit ist das Ausstellungslokal täg⸗ lich von Morgens 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr geöffnet— Der Zutritt ist jedem Interessenten, ob Mitglied oder Nichtmitglied des Landesgewerbpereins, unentgelt— lich gestattet. Wir beehren uns auf diese Ausstellung aufmerksam Besuch derselben einzuladen. Darmstadt den 24. September 1871. Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein. Schleiermacher. Fink. & Materiallieferung für das Großherzogliche Braunkohlenbergwerk„Ludwigshoffnung“ bei Melbach. 2426 Die Lieferung nachstehend verzeichneter Materlalten, nämlich: Floß holz, Zehnterstämme 150 Böden, Schreinerdiele, fünflattige zu machen und zu recht zahlreichem 50 Stück, 8 Neunterstämme 9 Rüböl 1200 Liter, eichene Pfähle 30,000 Stück, Talg 25 Kilogramm Dacddiele 40⁰* soll auf dem Submisfioansweg vergeden werden. Die Submifsfionen find bis zum 12. Oktober d. J, Vormit⸗ iags 10 Ubr, portofret und mit der Bezeichnung»Die Lieferung von.. betreffend“ einzureichen. Die Eröffnung der Submissionen findet in Gegenwart der etwa erschtenenen Submittenten an genanntem Termine in dem Büreau des Unterzelchneten zu Bad-Nauheim statt, woselbst auch die Lieferungsbedingungen vom 2. Oktober e. ab Morgens von 8 bis 12 Uhr eingesehen werden können. Bad⸗Naubeim den 26. September 1871. Großherzogliches Bergamt Dorheim. N FF Hamburg-Amerikanische Pachetfahrt-Actien-Gesellschast. Directe Post-Dampfschifffahrt zwischen HAAUBURG& NEW voRK vermittelst der Post-Dampfschiffe Vandalia, Sonnabend, 7. Oetbr. il Solsatia, Minwoch, 11. Octbr. Morgens. Al 25 8 Thuringia, Mittwoch, 18. Octbr. ane 9 Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Ert. Rthlr. 165, Zweite Cajüte Pr. Crt. Riblr. 100, Zwischendeck Pr. Crit. Rtblr. 58. Näheres bei ö dem Schiffsmakler August Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, Hamburg, sowie den allein für das Großherzogthum Hessen zum Abschluß von Ueberfahrtsver⸗ trägen cencessionirten Vertreter und Generalagenten der Dampfschifflinie F. J. Bothof in Mainz (früher Carl Racké& Cie.) Friedberg bei Chr. Hecht. Morgens. 1751 . Negenröcke und Kapuzen 2470 für Herren und Knaben, sowie Regenmäntel für Damen und Mädchen in großer Auswahl und zu außergewoͤhnlich billigen Preisen bei Becker& Engel. Bekanntmachung. lenstag den 10. October, Mittags 1 Uhr, soll 9 Klefernzapfen aus den Gemeindewal⸗ zungen Fauerbach v. d. H. und Langenhaln, Distrikt zilzbat und Eschkopf, in der Wirthschaft des Johannes Mö del III. dabier öffentlich verfteigert werden. giegenberg den ee 4 n Auftrag: Oroß herzogliche Bürgermeisterel Langenhain. Rumpf. 520 Mein mit den schönsten und neuesten Mustern vohl assortirtes Tapeten⸗Lager Bundesgewichte zu billigen Preisen bei J e a n S uber. Geschäfts⸗Eröffnung. 2435 Einem geehrten hiesigen, sowie auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich unterm Heutigen in der früheren Jakob Schimpf'schen Behausung dem Ratbhause gegenüber ein Spezerei-, Kurz⸗ und Porzellauwaaren⸗Geschäft eröffnet habe und werde ich durch reelle und billige Bedienung jederzeit suchen, das mir geschenkte Vertrauen zu rechtfertigen. Bad⸗ Nauheim den 3. Oktober 1871. 2456 Hochachtungsvoll Minge ich zu reellen Prelsen in empfehlende Erinnerung. Georg Groß. Theodor Andreas. — — — — — 3 Obligations- Verloosung. 2483 Von dem Enleben der diefigen Stadtkirche vom 1. Juli 1844 find folgende Partial Obligationen auf 1. Januar 1872 zur Rückzahlung bestimmt: Nr. 18. 28. 39. 46. 47. à 100 fl. 0 Ote Inhaber dieser Obligationen werden hiermit aufgefordert, den Betrag derselden bis 1. Januar 2.3. mit welchem Tage die Verzinsung aufhört, dei Kirchen; rechner Heidt dabier in Empfang zu nehmen. Friedberg am 5. October 1871, Für den evang. Kirchenvorstand. Baur. Bekanntmachung. 2471 Nächsten Montag den 9. d. Mts., Vormittags 11½ Uhr, werden auf hiesigem Rathhause 2 Esel öffentlich an den Meifidietenden gegen Baarzahlung zwangsoweise versteigert. Bad⸗Naubelm am 5. October 1871 Großberzogliches Ortsgericht Bad⸗Nauheim. Schutt. Bekanntmachung. 2473 Nächsten Dienstag den 10. d. M., Nachmittags 2 Ubr, werden die vom Militär⸗Reserve⸗Lazareth im alten Spielsaal dabier berrührenden zwei Fußböden, be⸗ stebend aus ca. 500 Stück Dielen mit dazu gebörigen Lagerbölzern, sowie 25 Stück bessere Otelen im alten Spielsaal öffentlich an den Meiftbietenden gegen Baar— zahlung versteigert. Bad⸗Naubhelm am 5. October 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad⸗Nauheim. Schutt. Taschentüͤcher, weiß und farbig, Kragen, Manschetten, Herrenkragen, Vorhemden, Moiré⸗ schürzen sowie Hosenträger bei K. Friedrich neben der Post. Von böchster Wichtigkeit für 5 Augenkranke durch das in seiner außerordentlichen Heilkraft unerreichbare, seit 1822 in allen Welttheilen bekannt und berühmt gewordene echte Dr. White's Augen⸗ wasser von Traugolt Eyrbardt in Großbreitenbach in Thüringen(worauf beim Ankauf ganz besonders zu achten ist) find schon Tausende von den verschieden⸗ sten Augenkrankheiten geheilt, gestärkt und sicher vor Erblinden geschützt worden, und erfreut sich deshalb eines allgemeinen Weltruhmes, welches auch die täglich einlaufenden Loberhebungen und Atteste deweisen. Dasselbe ift concessionirt, von hohen Medizinalflellen geprüft und begutachtet, al- bestes Augen ⸗ Heil- und Stärkungsmittel empfohlen und à Flacon 10 Sgr. zu beziehen durch Jos. Hoffmann in Friedberg. Wohnungsveränderung. 2430 Ich wohne von heuie an in dem dem Herrn Oekonomen Karl Malep gehörenden Hause in der Kirchgasse. Bestellungen find, wenn ich nicht zu Hause bin, bei dem neben mir wohnenden Herrn Schreiner⸗ meister Eckhold abzugeben. Reichelsbeim den 1. Oktober 1871. Dr. med. Ludwig Schäfer, prakt. Arzt. Düngemittel 2334 der Chemischen Fabrik Griesheim in Frankfurt a. M. Sauere phosphorsauere Kalke(Superphos. phate) zur Düngung des Getreides, für Rüben, Wiesen, Gemüse, Futtergewächse, Reps u. s. w. in drei Sorten. Phosphorsaurer Kalk(feines Puldver), Kalk⸗Phosphat, das rohe Knochenmebl ersetzend. Gedämpftes Kuochenmehl(guantsirxt), in feinem und gröberem Pulver, für Getreide u. s. w.(zur Maschinen⸗ und zur Handsaat). Kaliphosphat, für Kartoffeln und Rüben. Griesheimer Guano(Kali- Guano), für Ge⸗ treide. Reps, Tabak, Kartoffeln, Hopfen u. s. w. Weinberg⸗Guano(Weinberg Dünger). Wiesendünger(Kali⸗Dünger). Guano⸗Phosphat(Gesäuerter Peru Guano). Peruanischer Guano. Futterknochenmehl. Sodagyps, ein gemahlen. Sodakalk. Natron⸗Salpeter in Origtnalßücken. Reichthum an Gehalt. Vorzügliche Löslichkeit. 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Mainz in Friedberg eine Niederlage meiner Maschinen übergeben und konnen solche zu obigen Preisen und unter vollständiger Garantie von demselben bezogen werden. G. Neidlinger, General-Agent der Singer Manufacturing Cie., Zeil 37, Frankfurt a.. N. R. Levy Katharinenpforte 1 Frankfurt a. M. 1679 empfiehlt von seinem vollständig sortirten Lager eigner bester Anfertigung: 5 Winter ⸗Ueberzieher von fl. 12. bis 70 fl., 7 Anzüge.. 30.„ 90„ 75 Beinkleider„„ 6.„ 20„ 1 Knaben ⸗ Anzüge, Paletots, Schlafröcke, Joppen und Säckchen in großer f Auswahl zu den verschiedensten Preisen, Stoff Lager in französischen, englischen und deutschen Fabrikaten zur Anfertigung nach Maaß, elegauter und modernster Arbeit.. 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Süddeutsche Boden⸗Credit⸗ Bank. 2464 Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der unterzeichneten Abthellung der süddeutschen Boden; gegen Großh. Hess. Provinzen Starkenburg und Oberhessen als spezielles Geschäftsgebiet für die auf Hebung des Communalexredits und des Bodeneredits gerichteten Zwecke der Bank zugetheilt worden find.— Aufragen und Anträge aus dem Bereiche dieser Provinzen, namentlich wegen Communalanlehen, hypo thekarischer Darlehen, Escomplirung von Güterkausschilllngen u. s. w. sind daher an die unterzeichnete Abtheilung zu richten. Frankfurt a. M. 1 Oktober 1871. Süddeutsche Boden⸗Credit⸗Bauk. Abtheilung Frankfurt a. Al. den u greßet rtlatts at Billige Gelegenheit. 2464 Durch besondere Gelegenheit verkaufe ich, so lange Vorrath: schönen Tafelreis pr. Pfund 6 kr., gebrannten Java- Kaffee pr. Pfund 30 kr., bei größeren Quantitäten noch billiger. Ph. J. Weiß. Henten- X Lebens-Versicherungs-Anstalk zu Darmstadt. 2110 J. Versicherung steigender Renten, auf Gleichberechtigung und Erbverbrüderung beruhend, wobei volle Einlage von 100 fl., sowie in den jüngeren Altersklassen Theileinlagen von 10 bis 60 fl und Nachzahlungen von 5 fl. an zulässig sind. Die jährliche Reute einer vollen Einlage von 100 fl. kann bis zu 150 fl. anwachsen; sie beträgt bereits 1871 für die Jahresgesellschaften von 1844 1845 1846 in den ältesten Klassen. e 15 kr. Eine neue Jahresgesellschaft, die 14., ist in Bildung begriffen; Beurittserklärungen dazu werden baldigst erbeten. II. Lebensversicherung, und zwar die Versicherung sowohl von Kapitalien auf den Todes- und Lebensfall, und zu Wittwenpensionen u. s. w. Die Versicherungsbeitrage sind gering und der Versicherte ist zu keinerlei Nachzahlung verpflichtet. Außer der rechnungsmäßigen, noch um 10 PCt. verstarkten und vollständig sicher gestellten Prämien⸗Reserve ist das bedeutende, in steter Zunahme begriffene, Rentenkapitalvermögen für alle aus dem Lebensversicherungsgeschäft entstehende Verbindlichkeiten der Anstalt haftbar. Formulare zu Anträgen auf Renten-, Lebens- und andere Versicherungen, sowie Statuten, Prospekte und etwa gewünschte Aufschlüsse bei dem Agenten der Anstalt C. C. Weis zu Friedberg. Für Echzell und nächste Umgebung. 1442 Unsere verehrten Kunden in Schzell und Umgebung machen wir hierdurch darauf auf— merksam, daß der israelitische Lehrer, Herr Kaufmann in Echzell, bereit ist, Bestellungen auf Schulbücher, Zeitschriften, überhaupt auf Literalien für uns in Empfang zu nehmen. Dieselben werden pünktlich und rasch besorgt. Friedberg im Jun 1871. Bindernagel& Schimpff. 2 1 1 7 2 1 0* 1 Lebeusversicherungsbank für Deutschland in Gotha. Versicherungsbestand am 1. Oktober 1871 71,160,000 Thlr. Effektiver Fonds am 1. Oktober 1871 17,900,000„ Jahreseinnahme pro 1870 3,170,037„ Dividende der Versicherten im Jahre 1871 34 Proz. 7„ 7. 7 1872* N 8 87 7 Diese Anstalt gewährt durch den großen Umfang und die solide hypothekarische Belegung der vorhandenen Fonds eben so nachhaltige Sicherheit, wie durch die unverkürzte Ver⸗ theilung der Ueberschüsse an die Versicherten möglichste Billigkeit der Versicherungskosten. Durch eine neue Einrichtung in der Prämienzahlung wird der Zutritt zur Bank wesent— lich erleichtert. Versicherungen werden vermittelt in Friedberg durch Hofgerichts-Advokat G. Trapp II. Büdingen„ Ortseinnehmer Louis Höhler. Nidda„ Stadtrechner Mantel. Die Dr. Steffan sce Augenheilanstalt in Frankfurt a. M. (Krögerstraße 8 und Sachsenhausen, Dreikönigstraße) auf's Bequemste eingerichtet, nimmt jeder Zeit Augenkranke auf. 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