Sen —1*——ẽb ö 1(90 11 Nair 5 1 90 1 1 1 1 unt Samstag den 7. Januar. 2— erhessischer Anzeig er. Enthält die amtlichen Erlasse für,den Kreis Friedberg. Flitdberget Jutelligetzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. a —— ** — — Mit dem 1 Januar beginnt ein neues Abonnement auf den O berhe Dienstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. und bemerlenswerthesten Tagesbegebenbei Aussätze, landwirthschastliche und gewerbliche Mittheilungen, geschästliche Nachrichten, Markt- ten, besonders wichtige Neuigkeiten durch Ex und lokale Notizen, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs⸗ Blatt Anekdoten, Rätbsel, Bildercäthsel ac. Das Abonnement beträgt bei der Verlagserprdition ohne Bringerlohn halbjährlich jährlich 47 kr. mit Bringerlohn. ssischen Anzeiger, welcher auch ferner wöchentlich dreimal, Derselbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann eine kurze Uebersicht der intetessantesten trablätter, allgemein belehrendt und unterhaltendg und Cours-Berichte, Verloosungen von Staatepapieren interessante Novellen und Erzählungen, Gedichte, 1 fl., durch die Post bezogen jedoch viertel Inseratgebühren werden die einspaltige Petitzeile oder deren Raum mit 3 kr. berechnet, bei Tabellen- und Ziffersag mit 8 kr. Der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Privatboten direct von uns bezogen werden. brechung eintritt. Den verehrlichen Abonnenten in Abbestellung erfolgt. 32 Bestellungen beliebe man bal digst zu machen, blesiger Stadt werden wir das Blatt auch für d damit in der Zusendung des Blattes keine Unter- as neue Jahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Die Redaktion. g Betreffend Taubffummenffatiffsk. an die Schulvorstände zu Assenheim, Amtlicher Theil. Friedberg am 3. Januat 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedbetg Beienheim, Butzbach, Juedberg, Griedel, Ilbenstadt, Kirch⸗Göns, Münster, Fauerbach v. d. Maibach, Bodenrod, Nieder-Mörlen, Rockenberg, Staden, Wolfersheim, Weckesheim, H., Wickstadt und Wohnbach. N Die Erkedigung unserer Verfügung vom 3. v. M., Oberhessischer Anzeiger Nr. 145, bringen wir in Erinnerung. ri 7 Kriegsnachrichten. Offteiel l militärische Nachrichten. W 3. Jan. Vor Paris auf der Ostfront am 3. Jan. diesseits lebhaftes Geschüg · feutr, welches der Feind nur aus Fort Nogent schwach erwidert. v. Podbiele y. Boulzicoutt, 3. Jan. Mezieres ist gestern Mittags 12 Uhr von den preußischen Truppen tesetzt worden; üder 2000, Gesangene gemacht, darunter 98 Offiziere. 106 Geschütze wurden erbeutet und viele Vorräthe an Lebensmitteln. v. Woyna. General v. Manteuffel telegrapbirt:„Amiens, 3. Jan. General Prinz Bentheim überstel mit Truppen des 1. Armertorps früh Morgene die Franzosen auf dem linken Seineufer. 3 Kanonen und 3 Fahnen wurden genommen, 500 Gefan⸗ gene gemacht.“ 111 Ferner telegraphirt General Prinz Bentheim: „Rouen, 4. Jan. Theile der 1. Diviston und das 44. Regt überfielen den Feind in Moulinaux la Londt und nahmen 8 Offiziere, 300 unverwundete Gefangene, 2 Geschütze und 3 Fahnen. Die Verfolgung geht über Bourgachard hinaus. Das Gesecht dauerte den ganzen Tag über“(La Londe nordwestlich von Elboeuf; Bourgachard westlicher.) 1 Aus einem Telegramm Sr. Maj. des Königs an J. M. die Königin: Versailles, 5. Januar, 10 Uhr Morgens. Seit 9 Uhr Morgens beginnt die Beschiißung der Südforts vor Paris bei herrlichem windstillen Wintertage und 9 Grad Kälte ohne Schnee. Wilhelm. Bourogne(Arrond. Belfort), 4. Januar. Am 2. Recognoscirungsgesecht bei Croix, südlich Delle, in Folge dessen 200 zurücgedraͤngte Fran⸗ josen senselts der schweizer Gränze entwaffnet wurden. Die Belagerung har ihren Fortgang. v. Tresdkow. Amiens, 4. Jan. Am 2. und 3. Januar blutige, aber siegreiche Kämpfe vorgeschobener Ab⸗ sheilungen der 1. Armee bei Bapaume. Am 2. zämlich wies die 30. Brigade von Mittag bis Ubend alle Angriffe überlegener feindlicher Massen b und machte dabei 200 Gefangene. Am 3. behauptete sich die versammelte 15. Diviston und ein Detachement unter Prinz Albrecht Sohn in neunstündigem Kampfe gegen zwei seindliche Armee⸗ corps, webe unsere Truppen am Abend zwei Dorer mit, dem Deionnet nahmen und wieder einige Hundert Gefangene machten. Der Feind trat nach den erlittenen außerordentlichen. Ver⸗ lusten in der Nacht zum 4. den Rückzug nach Arras und Douai an, wobti die verfolgende Ca- dalerie feindliche Bataillone krselgreich atlaquirte und dabei noch, Gefangene machte. N Graf Wartensleben, Amiens, 4. Jan. Von der 1. Armee hal General v. Bentheim am 4. Jauuar früh die feindlichen Truppen auf dem linken Seineufer unter General Rope überfallen und zetsprengt, ihnen 3 Fahnen, 2 Kanonen, 4—500 Gefangene abgenommen. v. Sperling. Versaflles, 5. Jen. Genkral v. Man- teüffel meldet:„Der Feind ergriff am 2. Mittags mit ffarken Massen die Offensive, Brigade Strubberg bei Savignz wies mit geringem eigenen und großem feindlichen Verluste alle Angriffe bis zum Abend zurück und machte 250 Gefangene. Am 3. behauptete General v. Göben mit der 15. Diviston und dem Dctachement Prinz Albrecht Sohn die Stellung bei Bapaume glorrtich gegen die feindliche Nord-Armee und machte 260 Ge⸗ fangene. Der Feind hatte außerordentlich große Verluste und trat in der Nacht den Rückzug an, von diesseitiger Capalerie versolgt. Vor Parts setzten am 4. unsere Batterten gegen die Oslfront trotz vichter Nebel die Beschleßung fort, v. Podbielskp. Hauptquartier Bersfallles, den 2. Jannar. Seit dem Splvesterabende sind die Forts ruhig, man berestet sich gegenseitig zum großen Artillerie- lampfe vor. Nach der Einnahme von Mont Avron wird unsere Artillerse im Osten mit der Beschießung der Forts Roeny, Romain ville und Aubervillers beginnen, während man im Süden fündlich die Beschleßung des Forte Issp von Meudon aus e wartet. In der vergangenen Nacht sollen die Geschütze vom Artslleritparke zu den Speise ausreicht) um so fühlbarer ist. haben Unruden in der Stadt begonnen, ein Theil Billa Coublap in ihre Positionen eingefahren worden sein. Noch hat also das Feuer auf die Pariser Forts nicht von allen Seiten begonnen, und schon sind alle aus Paris herausgelangende Nachrichten voll K a de Men Selbst⸗ vertrauen des Bevölkerung, der Glaube an die Unüberwindlichkeit der Schanzen, an die Ueber⸗ legenheit der französischen Artillerie und an die Unmöglichkeit, daß die Kugeln der preußischen Batterien die Stadt erreichen, könnten— alle diese eiteln Hoffnungen sind geschwunden und daben der allgemeinen Muthlosigkeit Raum gegeben. Dazu tritt die furchtbare Kälte, die dei dem Mangel an Brennholz(das in genügender Quan⸗ dität nur mit schwerem Gelde zu erkausen ist, den Unbemittelten in Nationen zugetbeilt, kaum zur Bereitung der täglichen, immer kärglicher werden⸗ Schon der Armee muß in der Stadt zur Abwehr dog Kusstandsversuchen consignirt gehalten werden, die Truppen können der Kälte und der leichten Be⸗ kleidung wegen im Freien nicht Verwendung finden, da in einer Nacht 600 Mann erkrankt und 200 erfroren sein sollen. Außerdem aber find Ge⸗ bäude, welche für bombensest gehallen wurden, bereits zertrümmert. Bembardement, Dunger und Kälte, werden nun bossentlich bald Paris zum Falle bringen. — Dem Angriff auf den Mont Avron und die benachbarten Forts wird ein solcher auf den Mont Valerien folgen. Die preußische Artillerie konnte sich in Garches und Genne⸗ villiere zu diesem Behufe einlogiren. Versailles. Der„K. Z.“ schreibt man; Am Morgen des 29. wurde das ganze Plateau des Mont Avron von Truppen des 12. Corps besetzt und die französische Batterie alsbald mit unserem schweren Geschüg armirt. Schon am selben Tage, dem 20., halte man Gelegenheit, die Tragfaͤhigkeit unserer Geschüge weiter zu erproben. Auf der Ostbahn kam ein Eisenbahnzug bis Noisp⸗ le- See berangedampft, voran elne der neuen Panzer- Lokomotiven, die auch ibrerselts mit von der Partse sein wollse und neben den Forts eig ilemlich heftiges Feuer gegen uns eröffnete. Aber es währte nicht lange, und die gepanzerte Loko- Versuche einige Bomben geworfen. 1 Dieselben notide wal gänzlich zum Schweigen gabracht und gingen hach über die Fotis Auberpilserg und der von ihr beranbugsirte Zug gewisser Maßen] Romainvillier binweg, und der Besatz Vom Mont Valerien werden jetzt] Ahnung von dem, was ihr in den nächsten Tagen zertrümmert. ung mag eine nach der Entfernung der Marine- Artilleristen, bevorsteht, gekommen sein, denn die Forts ver hiel⸗ welcht auf der Ofifront uns gegenüber verwehdet ten sich merkwürdig kl werden, keine großen„Zuckerhüte“, deren jeder einlaut. e 94 — Arras und Cambrai sollen fest ent⸗ auf 93 Thaler zu stehen kommt, gegen unseref schlossen sein, sich zu vertheldigen. In ersterer Stellungen geschleudert. Der Mont Valerien bat Stadt ist ein ehemaliges Mitglied der National- sich zwar vom ersten Erstaunen erholt und feuert Versammlung von 1848, Leuglet, Präfekt, und nach wie vor, aber nur aus gewöhnlichem Feld. in letzterer führt der republikanische Schrift⸗ geschüg, dessen Wirkung nalürlich auch nur eine steler Eric Isoard als Unter- Präfekt das minimale ist. — Demselben Blatte wird gemeldet: Es bis auf den letzten Mann. Regiment. Beide sind für die Vertheidigung Die Bewohner ist sicher, daß die Pariser Regierung Mittel von Arras scheinen übrigens nicht von so besitzt, um Depeschen aus der und auch hinein zu befördern, un Stadt hinaus energischen Gefühlen beseelt zu sein. Zum d wahrscheinlichs wenigsten hielt der Präfekt Leuglet es für noth⸗ geschieht die von der Außenregierung offerirte wendig, eine Proclamation zu erlassen, um Beförderung von Briefen nach Paris auf solchem die mit dem Tode zu bedrohen, welche von geheimen Wege. Es wurden nämlich im vorigen Cäpitulation sprechen. Jahre auf der Seine sehr gelungene Versuche unterseeischen Boote mit einem — Der»Staatsanz.“ schreibt: Mit der angestellt, Festuug Mezieres ist fast der letzte der festen welches mehrere Leute faßte, die mittels Be⸗ Punkte gefallen, welche in so großer Zahl die hälter comprimirter Luft darin stundenlang Nordostgränze Frankreichs zu decken bestimmt aushalten und das Boot unter dem Wasser waren. Wenn dieser Platz auch nicht zu den mit Leichtigkeit in jeder Richtung fortbewegen bedeutendsten des gaßzen Landes zu zäblen war, konnten; dieses Boot mag wohl jetzt in Au- so gehörte derselbe doch zu den wichtigeren wendung. gebracht worden sein. Dann liegt Plätzen des Nordostens,, da er, nicht nur die auch auf dem Grunde der Seine eine Kette, Hauptstadt des Ardennen⸗ Departements und welche von Paris bis Schleppdampfschiffen, ihr Boot nehmen, dazu verstärken; es ist möglich, Havre reicht und den mit fast 6000 Einwohnern bevölkert ist, sondern die sie über 8 auch den Uferwechsel der Mäas deckt und dort dient, ihre Zugkraft zusvier wichtige Elsenbahnstrechen zusammentreffen: daß längs dieser die Bahnen nach Ger, fade ent Hirson⸗ Kette irgend eine Vorrichtung angebracht ist, Laon, Rethel-Rheims, Sedan-Metz. Die Be⸗ die zur Beförderung von Packeten dienen kann. deutung der Einnahme von Mezteres liegt Endlich könnten wohl auch mit Scaphaudre somit vornehmlich in dem Umstande, daß durch (Schwimmkleid von Kork) bekleidete Leute, die diese Festung eine zweite vollständige und un⸗ sich auf dem Boden des Flusses leicht Strecke fortzubewegen im Stande sind, wie über Metz und Mezieres nach Paris) für die es auf der Ausstellung von 1867 zu sehen war, rückwärtigen Communicationen den deutschen Träger von Depeschen sein.— Uns versichert Heeren gewonnen und daß dem Unwesen der Jemand, der Paris sehr gut kennt, daß die Franctireurs in den Ardennen der hauptsͤͤch⸗ Katakomben sehr leicht eine dem Freien außerhalb der Cernirungslinie be⸗ sitzen könnten. — Man schreibt der„Kreuzztg.“ aus Brüssel: durch den General Faldherbe. an zu ermatten. schire über Arras nach Archiet. Die preußischen Der Widerstand von Paris fängt b e Kurzem hierher Truppen concentrirten sich in Beaume. Man⸗ Reiche Franzosen, welche bis vor eine unterbrochene Eisenbahnlinie(von Saarbrücken n Ausweg nach lichste Stätzpunkt entrissen ist. — Nach der Indep. belge“ erwartet man die Wiederaufnahme der Offensivoperationen Derselbe mar⸗ geschrieben hatten, daß es ihnen an gewöhnlichen teuffel habe sich mit dem größten Theile seiner Nahrungsmitteln nicht feh Familien jetzt, daß auch und Schlimmeres beschränkt seien. le, melden ihren hiesigen Armee nach dem Süden gewandt. sie auf das Pferdefleisch Reiterabtheilungen, Als ganz be- du Nord durchstreifen bei Busigny, dem Knoten⸗ Die vielen welche das Departement sonders schlimm wird die Lage der kleinen Bour⸗ punkt der Eisenbahnen Cambrai-Paris und geoisie geschildert, die nicht von der Vertheilung Laon, ein siegreiches Gefecht gegen Mobilgarden der Behörden lebt und ihre letzten Ersparnisse in bestanden haben und bis dicht vor Arras vor⸗ Augriff nehmen muß, um sich die unentbehrlichste[ gedrungen Nahrung zu verschaffen. Die Theuerung soll eine Manteuffel's verdecken. Die Eisenbahn geht ganz enorme sein. — Man bestätigt, sind, sollten nur den Abmarsch wieder von Lille bis nach Archiet; die Verbin⸗ daß die österreichische Re. dung mit Cambrai ist noch immer unterbrochen. gierung, der Einladung des Grafen Bismarck — Ju Nanzig wurde ein geheimes Werbe⸗ entsprechend, einen diplomatischen Vertreter nach büreau für die französische Armee entdeckt und dem Hauptquartier abordnen wolle.— Jules aufgehoben. Man spricht von der Verhaftung Favre hat sich geweigert, den ihm von der] mehrerer, den hoheren, Ständen angehörigen Hehe Regierung zur Verfügung gestellten compromittirten Persouen. tteitsschein behufs seiner Reise nach London anzunehmen. — ueber das Gefecht bei la Cbartre und gefunden. — Die telegraphisch avisirte große Schlacht bei Delle am 2. Januar hat gar nicht statt⸗ Der Pruntruter, Berichterstatter Nontoir wird der„N. Pr. Ztg.“ aus Versailles hörte zwar in der That an jenem Tage sehr unterm 30. Dez. Näheres mitgetheilt. Darnach heftige Detonationen, aber dieselben waren machte der Major von Bolterstern vom 3. han- jedenfalls nicht die Folgen einer Schlacht, nöber'schen Inf.⸗Regt. Nr. 79 am 29. Dez eine sondern kamen daher, weil die, Preußen die Retognoscirung mit tinem Bataillon Infanterie, Brücken bei Delle sprengten. etwas Cavalerie und einem 1 Zug Geschütze, sah Bern, 3. Jan. Lebhafte Kanonade sich plötzlich von einer ganzen französischen Liviston bei Belfort, es soll ein Aus fall Kattgefunden umzingelt, so daß“ er sich, nach jetigen französischen haben. Näheres ist, unbekannt. Die Preußen Anschanungen von der Zweckmäßigkeit längeren haben die Brücken bei Delle gesprengt. Widerstandes und in flagranter Minderzahl hälte Statt deffen schlug er sich durch des Gefechtes vom 1. Jan, auf schweizerischen das Nachsehen Boden f ergeben müssen. und ließ der feindlichen Uebermacht — Bern, 4. Jan. Die Zahl der in Folge gedrängten Frauzosen(vom Corps Die That wird als eine ungewöhnlich glänzendefder„Vengeurs,) beträgt 200 Mann mit gerühmt, da er noch obenen 10 Offiziere und 14 Offizieren. 230 Maun Gefangene dabei einheimsete. 4 Die Franzosen machen rück⸗ gängige Bewegungen gegen Besangon. General — Wie der„Daily News Corxespondent Zastrow hat Verbindung mit General Werder. neuerdings aus Le Vert⸗galant, des Prinzen von Sachsen schreibt, dem Hauptquartier Geuf, 4. Jan. Laut hier eingetroffenet wurden auf Nachricht aus Dijon vom 3. d. erfolgte gestern Arr. Semur) ein Zustammenstoß zwischen einer preußischen Colonne von 7— 800 M nu die Bataillon Garibaldianer nebst einer Compagnie garde von Saulien. 0 6 — Der wegen seiner trefflichen Kriegsberichte schnell bekannt gewordene Correspondent der„Dally News“ im Hauptquartier des Kronprinzen von Sachsen erzählt eine Aneedote von persönlicher Tapferkeit, die mit den Worten des. Berichter⸗ statters wiedergegeben zu werden verdient:„Im 1. Bataillon des 3. Garde ⸗Grenadierregiments Königin Elisabeth befindet sich ein blutjunger Lieutenant mit dunkeln Gesicht und klaren schwar⸗ zen Augen. Er heißt v. Schramm und kann nicht wohl mehr als 17 Jahte zählen. Wäre er Engländer, so besände er sich wohl noch in Exon auf der Schule. In Deutschland hat aber der junge Mann bereits die Schule hintet sich, seine Examina überstanden, sein Patent erhalten, das elserne Kreuz verdient und ist nun Bataillons⸗ adjutant. Als Major v. Altrock qmm 20. Dec sein Bataillon nach Le Bourget hineinführte, wurde» Schramm krank in Aulnay zurückgelassen. Der Kanonendonner am 21. Dec. machte ihn gesund. Das, Regiment war im Feuer und er war nicht mit dabei. Er sprang auf's Pferd, ging durch das überschwemmie Gebiet bei Blanc. Mesnil und jagte durch das Artilleriefeuer bei Dranch in das Dorf Le Boürgel hinein. Das Regiment Königin Elisabeth war aber mittler⸗ weile beinahe schon aus dem Orte hinausgedrängt worden, und v. Schramm besand sich mitten unter den Franzosen. Vom Pferde springen und in ein Haus hineinstürzen, war das Werk eines Augenblicks. Aber die Hoffnung auf eine mögliche Hinterthüre erfüllte sich nicht. Der Lieutenant war gefangen. Man verlangte ihm sein Ehrenwort ab, aber er verweigerte es, und wurde daher von zwei Offi⸗ zieren und zwei Mann in der Richtung auf St.“ Denis abgeführt. Auf dem Wege von Le Bourget kam der kleine Zug in das Feuer der abziehenden Gardegrenadiere und der Ossizier, der v. Schramm's Degen trug, stürzte getroffen nieder. Im Nu hatte v. Schramm seinen Degen wieder in der Hand, hieb den anderen Ossizier seiner Es⸗ corte nieder, stürzte sich ins Wasser und schwamm, unetreicht von den feindlichen Kugeln, in seinen Kleidern zu seinen Kameraden zurück. Das Beste an der Sache ist, daß ihm das kalte Bad nicht nur nicht geschadet, sondern die Krankheit ausge- trieben hal. Man darf letzteres wenigstens an⸗ nehmen, wenn man den jungen Krieger sich an einem mächtigen Mittagessen und zwei Flaschen Bier laben sieht.“ Württemberg. Stuttgart. Der ge⸗ forderte Militärcredit wurde heute von der Ab⸗ geordnetenkammer mit allen gegen eine Stimme angenommen. a Baden. Karlsruhe. Wie man hört, sind zum Schutze der in Dijon zurückgebliebenen Kranken und Verwundeten(man gibt die Zahl derselben auf 700 an) Geiseln von den deut⸗ schen Truppen mitgenommen worden. Außer⸗ dem hat man eine ziemlich starke Contribution erhoben mit dem Versprechen, solche zurüͤckzu⸗ bezahlen, wenn eine gute Behandlung der Zu⸗ rückgebliebenen erfolgt.— Ein Befehl des Groß⸗ herzogs(aus Versailles, anläßlich des Kampfes bei Nuits) spricht den Truppen seinen fürst⸗ lichen Dank aus für die bewiesene außerordent⸗ liche Hingabe und Tapferkeit. Frankreich. Eine unter dem Titel„La Crise“ in, Tours erschienene, aber von der Ver⸗ waltung sofort mit Beschlag belegte Broschüre witt in energischer Weise für den Frieden ein. Der Verfasser sieht für Frankreich kein Heil mehr, wenn sich nicht auswärtige Allianzen finden lassen, und ist der Ansicht, daß die gegenwärtige illegale Regierung nur zur Beischlimmerung der Situation beilrage. Frankreich müsse die Energie haben, die Alarchie und die Dictatur zurückzuweisen, sonst werde es alle Uebel erdulden, welche die Folgen Belleville und La Bilette am. December zum in der Nähe von Saulien(Dep. Cöte d'Or, einet derartigen Situation seien. Diese Folgen von Semur auf Montlay marschirte, und einem ietruppen und einer Compagnie n Genietruppen und einer Compagn Natienal. R, ee S aber erscheinen dem Verfasser traurig genug. von Deutschland weisen höchsten Kaltegrad am Neulabrs⸗ we sagt d Fei 0 a ** a Aue 75. e e über dies W 975 en sehen, welches, unsert. Brrlegenheiten benutzend, udch dem endlichen Siege uns dit größte allet Schanden anthun wird, in dem von ihm besetzten Theile des Landes mit einer Regierung seiner Wahl zu unter handeln. Wir werden dann das Kaiserreich im Norden, die reppblikanische Anar it im Süden und dlel⸗ leicht sogat die legittmlstische Monarchie in der Bretagne haben.“ N — Nach dem Berichte des Generalstabschefs, General Schmitz, war der Mont Avron mit 74 Geschützen besetzt. Es sind Anordnungen getroffen, Geschütze des schwersten Kalibers nach der Ostseite zu schaffen. Man schätzt die Zahl der am 27. Dezember gegen die Forts ge⸗ schleuderten Geschosse auf 5— 6000. Darm stadt. Wie der Azgt“ vernimmt, ist mehreren Mltgliedern der biesigen Turnersanftätsmannschast, welche sich seit Anfang des Krieges auf dem Kriegsschauplatz definden, das eisetne Kreuz II. Classe vetliehen worden. Mainz. Der biesige„Anzgr.“ meldet: Ein franz: fischer Gelang'ner, welcher gestern Abend nach dem 3 ee dach ate wollte und 085 scheinlich auf den Anruf-des ns nicht zu antwo wußte, wurde erschossen. Der Rhein hat sich bei Si. Goar gestelli. Es scheint, als ob sich derselbe auch schon oberhalb gestellt babe, da das an der Stadt vorbeitreibende Eis sehr dünn und schwach ist. Gotha. Poch Pelermanns„Mittbeilun gen“ wird das neue deutsche Reich einschließlich Elsaß und Deuisch⸗ Lothringen 9901 Quadratmeilen mit 40,148,209 Ein⸗ wohnern umschließen. Es wird alse in Europa nut Rußland an Gebiet und Einwobnerzabl nachstehen; denn das europsische Rußland bat 100.285 Quadratmeilen mit 69,309,500 Einwobnern. Frankreich wird ohne Elsaß und Deutsch⸗Lothringen nur noch 9588 Quadraimeilen mit 36,428,548 Einwohnern haben, also noch immer meht als Destex reich Ungarn, das nur 35,943,592 Einwohner nhlt, dessen Ländergebiet aber frellich größer als das Deulschlands und Frankreichs ist, nämlich 10,780 Qundral⸗ meilen. Großbritannien und Iiland hat nur, 5732 Quabratmellen mit 30 838, 210 Einwohnern, und Italien mit Rom 5376 Quadtatmeilen mit 26.470 000 Emwohnern. Leipzig. Dem Pripatbriese eines preußischen Offi⸗ ziers entuimmt das„Leipziger Tageblatt“ Folgendes: Eines Tages desu der Flügeladju tant Graf Lehndorff den Haupkmann v. Sttanß(5. Jägerbataillon) auf Vor ⸗ posten in Ville d'Avray vot Parise. Auf die Frage des Grafen, wie ee ihm gehe, antwortete derselbe:„Es geht mir sehr gut, denn ich komme soeben von meinem Diner, wo ich den 67. Hammels braten verzehrt babe.“ Der Graf lachte darüber und fuhr nach einiger Zeit wieder weg. Am anderen Tage meldete sich bet dem Hauptmann v. Strantz ein Schutzmann als Ueberbringer folaen der Bestellung:„Da Se. Ercellenz der Hert Bundeskanzler Iraf Sismarck in Erfahrung gebracht babe, daß der Herr Hauptmann v. Strantz heute wobl beim 68. Hammel⸗ braten angelangt stin werden, so übersendet er hierbei 4 Enten zur Abwechselung bei den Diners.“ tage Posen(19), Breslau und Sa(d Tor gau (17 Wen„Stettin(15½½), Danzig 17 Dann felgen zukächst Riel 1. 0 45 0100 Königsberg(11), Kin(10½). Memel 10. Von aus wärtigen Stationen ist Riga 13 notirt, Am Neujahr 1 das Thermometer in Breslau 180, Torgau 165 l 5, Berlin und Danzig 14½, Cöslin und Königsberg 14, Ralibor 13. Dagegen ist, in Riga ein Steigen auf 30, in Memel bis auf den Thaupunkt An⸗ etteten. 94 Pest. Im Bätenzwinger. Am Vortage von Weih⸗ nachten war der Pester Thiergarten, wie dortige Blätter minbeilen, der Schauplatz einer enssetzlichen Scene. Bei Gelegenheit der Füllerung vergaß nämlich der als Thier⸗ wärter angestellte Jaltener Priet Tolmann den Bären, zwinger zu schließen. Der Bär langte durch die offen ge⸗ bliedene Thür mit den Tatzen beraus, faßte den erwähnten Wärter, welcher mit dem Rücken gegen die Thüröffnung gewendet stand, beim Nockkragen und riß sein Opfet in den Kästg, wo er den sogleich besinnungslos gewordenen Wärter an den Schultern und der Brust zu zerfleischen begann. Der zweite Wär ler Leonhard Kemmeth, welcher diesen Vorfall dewerkte, sah, daß der Bär beim Anblicke des Blutes immer wüthender wurde. Um seinen Collegen dom sicheren Tode Zu retien, holte er ciligst ein in der Nähe befindliches Gewehr berbei und feuerte auf den Bären aus unmitlelbarxer Nähe zwei Schüsse ab. Die Kugeln trafen und flürzte das Thier sofort leblos zu Boden. Der arg verletzte Wärter Tolmann wurde zwat noch lebend ins Spital gebracht, doch ist wenig Hoffnung an seinem Aufkommen vorhanden. Spanien. Der kürzlich verstorbene Don Juan Prim, Ocaf von Reus, Marquis de los Castillejos, wurde zu Reus in Catalonien am 6. December 1814 geboren, Offizier 1833 bei der Thron dessetsung Isibella's, bei Espartero's Sturze 1843 Graf von Reus, machte den Krimselozug, die Expediionen nach Matocco 1859 und 1860 und nach Merit 1802 mit, wo er den Berttug don Soledas schloß wurde daun Seuaier und war eiter der Hauptur beben der September Revolution 1868, die zur Vertreibung Jjabella's fübrte. Er wurde am 28. Dec., Abends 7 Ubr, auf der Fahrt von den Cortes uach dem Kriegs- ministerium in der Calle de Alcala, wo einige Männer auf seinen Wagen schossen, verwundet In Folge der Verwundungen starb Prim nach 2 Tagen. Eingesandt. Aus dem 2. obexhessischen Wahlbe⸗ zirke. Der Wetteruutt Bete bringt die Näch⸗ richt, daß ganz in der Kürze die Wahlen zum deutschen Reichstage staltfinden würden. Indem er im Allgemeinen seine Zufriedenheit mit den seitherigen Abgeordneten des ersten und dritten oberhessischen Wahlkreises ausspricht, sucht er gleich⸗ zeitig die parlamentarische Thätigkeit und politische Skeflung des ö des zwelten Waßhl⸗ kreises zu bemängeln. Der Schreiber dieser Zeilen, welcher der letzten so hartnäckigen Wahlschlacht, wie wohl alle Bewohner des Wablkreises, noch eingedenk ist fir! den Partelen ganz ferut, es drängt ihn aber, ganz zufällig dazu veranlaßt, zun Steuer der Wahrheit zu einer kurzen Er⸗ Reichstage ist es von großem Interesse, ganz ab⸗ gesehen, von Gegenstande der Discussion, 51 85 e mit dem be en abet enen Jurisdietlonsverkrag vom 2. ac und 8, April 1870 zu lesen, wobei die beiden Ober- hessischen Reichstags⸗Abgeordneten Buff und von Rabenau sich lebhaft betheiligten. Der Erstere agmentlich hal durch pie That selbst am besten die Angrisse widerlegt, welche eine gewisse Partei auch letzt wieder gegen ihn richtet und gezeigt, daß er seinem Programm, auf dessen Grund hin er ge⸗ wählt wurde:„Hinwirkung auf den Eintritt der Unksmainischen Provinzen des Oroßberzogthume in, den Nordbund auf dem Wege der freien einbarung“— vollständig treu geblieben ist. Der Abgeordnete Buff ergriff mehrmals das Wort und hielt mehrere nach Form und Inhalt gleich aus ⸗ gezeichnete Reden, welche von dem Hause mit vielem Beifall aufgenommen worden sind. Obwohl dem Wahlbezirk es von Interesse sein würde, den Abgeordneten Buff selbst reden zu hören, so ge⸗ stattet leider die Zeit und der Raum nicht, diese Reden hier wörtlich wiederzugeben. Es genügt Jedem, welcher an der parlamentatischen Befähigung oder der Entschiedenheit der freien politischen Gesinnung desselben zweifeln sollte, auf die Reichs tags vethand ⸗ lungen vom 2. und 8. April 1870 zu verweisen. Wer der Wahrheit die Ehre gönnt, muß nach Einsicht jener Verhandlungen und der Reden des Herren Buff demselben unbedingt das Zeugniß geben, daß er mit eben so großer juristsscher und politischer Sachkenntniß, als auch mit Schärfe und Gewandtheit eine für uns damals sehr wichtige Angelegenheit vertreten hat und daß er vollständi der Mann ist, seine Ansichten und Anträge mit Entschiedenheit und Erfolg zu* und resp. zur Anerkennung zu bringen. Für den Fall,, daß Herr Buff sich nochmals zur Annahme einer auf ihn fallenden Wahl verstehen sollte, könnte man unbedenklich für seine Wiederwahl sich ent⸗ schließen, zumal er, was seine Befähigung anlangt, ganz gewiß den Abgeordneten der beiden andern Wahlkreise in keiner Hinsicht nachsteht. — Verloosun gen.. Darmstadt, J. Januar. Bei der beute fortgesegten Ziehung der Groß. Hess. 50 fl⸗Loose erbielten nachstehende Nummern solgende Preise: Nr. 47028 40,000 fl., Nr. 51638 6000 fl., Nr. 17191 1000 fl. 0 Gotha, 2. Jin. Bei det heute staltgebabten Ziehung der Bukarester Prämten⸗Anleihe fiel der Haupitreffer von 75,000 Frcs. auf Nr. 40 der Serie 6466, der zweite Treffer von 15000 Frce, auf Nr. 47 der Serie 903, der drüte Treffer von 5000 Frte. auf Nr. 48 der Serie 3640. Sonstige ezogene Serien: 905, 1220, 1255, 1589, 1852, 1864, 1878, 1 2013, 2120, 2380 2834, 2848. wiederung. Im Besitze der stenographischen Be⸗ Berlin. Nach den telegrappischen Wittetungs berichten über die Tempera fürverhälküsse im Norden und Osten richte über die Verhandlungen im Norddeulschen 7209, 7250. 3245, 3640, 3988, 446, 4380, 4735, 4238, 497, 5013 5213, 5249, 58005, 6391, 6466, 6698, 6707, 7041, Bekanntmachung. 57 Mitwoch den 11. Januar l. J., Vormittags 10 Uhr, wird die Antteserung von 1 bis 2 Fuder Weizenstrob für den Faselstall in hlesigem Nalhhause an die Wenigst⸗ nehmenden vergeben. Friedberg am 5. Januar 1871. Großberzogliche Bürge meißertl Frtedberg l Zoucat. bofraitheß und Güter⸗Versteigerung. 6 Montag den 16. d. J, Vormittags 11 Uhr, sollen 2 Ane ald e 2 Irtedrich Zobel Winwe gebörenden Immobilen, nämlich: Gemarkung Frledberg. lur. Nr. Elttr. 2 271, 15%, Hofralibe in det Stadt, 2. 50. 41, Grabgarten, Liebfrauen gärten, 7. 83. 42, desgl. dafelbst, „Gemarkung Ockstadt. 8 Für. Xr. 115 11 i 5 26. 64. 22. Gewann im Nied, auf freswilligen Antrag erbverthetlungs halber offeutlich melsibictend verdeigert werden, Arledberg ae nue 1871. Großherzoglich o Oxtegericht Frierberg Jou car. Penne 1. Ein gesitteter Bursche, 69 welcher mit pferden umzugehen versteht und wo⸗ mögiich seiner Wilttätdienstpflicht genugt bet, wird zum in einen Gasthof desacht. 65 Donnerstag den 23. Februar d. J., Vormittags 11 Ubr, sollen im hlesigen Rathheuse die Immobilien des Bürgers und Schlossermeisters Max Henkel dahter, nämlich: Flur. Nr. II. 319. Hofraithe in der Stadt, II. 320, Grabgarten daselbst, öffentlich meifibietend verstelgert werden Frledberg am 2. Januar 1871. In Auftrag Groß derzoglichen Landgerichts Frledberg Großherzogliches Ortsgericht Friedberg Non car. Bekanntmachung. 38 Die am 29. v. M. im blesigen Stadtwalde, Distytet Bauwald, 74995 Polgveslelgerung ist gehehmig! worden. Ce wird dies mu dem Anfügen hierdurch be⸗ kannt gemacht, daß der erste Abfuhrtag auf den 6, d. M. best mmt ist. Vad⸗ Nauheim am 4. Januar 1871. Großherzogliche* Bad⸗Naubtim ch u tt. Gesuch eines Schäfers. 37 Die Ormelnde Berstadt sucht einen Schäfer, welcher seine Qua iftcatlon ais solcher durch Zeugnisse gen gend nachweisen kann. Bewerber hlerzu köngen sich Ang ssens bis zum 17. d. M. bet der unterzeichneten Stelle melden, Betstadt den J. Januar 1871. gen zu erfragen bei der Exped. d. B.. Hofraithe- und Garten ⸗Versteigetung. 2000 bis 3000 Gulden 61 liegen in hlesiger Gemeindekasse zum Ausleihen be⸗ reit und können gegen gute dppotbekarische Versicherung im Ganzes, auch gettennt, in Empfang genommen werven. Ockstadt am 5. Januar 1871. Gröger, Gemeinderechner. Bekannt mach u n g. 39 Kür diesige Saline find auf dem Submisstonswege 3 Boden Cr. Floß bolzstämme, 4* Tt. 0 6* Sr.* 2 ir.* 500 Stück ordinaͤre breite Doppeldlelen, 500 5* Otelen anzokaufen. Lieferungsanerbietungen wolle man dis zum 13. d. N., Vormittage 10 Uhr, ander einreichen. Die näbeten Be⸗ dingungen theilen wir auf portoftele Anfrage schrift⸗ lich mit. Bad Naudelm den 3. Januar 1871. Groß herzogliches Saltnenamt Nauheim 1 —— Kaputzen, Seelenwärmer, Kopftücher, 78 sewie Jpussige Winterartikel zu reite Vreistn det Großherzogliche Burgermelsterei Bersladt . Well. K. Friedrich, neben der Post. ———— 9 — Vorschuß⸗& Creditverein zu Friedberg. 1 0(Eingetragene Genossenschaft) 9 46 Wir machen, wiederholt darauf aufmerfsam, daß unsere Kasse Mur Vor⸗ mittags von 8 bis 12 Uhr offen. Der Vorstand Hecht. Weis. Ermus. Ge schaͤfts- Uebertragung. 59 Meiner werthen Kundschaft, sowie einem verehrlichen Publikum die ergebene Anzeige. daß ich mit heutigem Tage meine seither betriebene Metzgerei und Wirthschaft meinem Sohne Ernst Engel übertragen habe. Indem ich für das mir seither bewsesene Wohlwollen danke, bitte ich, dasselbe auch auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen. Friedberg den 1. Januar 1871. Peter Engel Wittwe. Auf obige Annonce bezugnehmend erlaube ich mit die mit dem heutigen Tage über⸗ nommene Metzgerei und Wirihschaft bestens zu empfehlen und werde stets bemüht sein, durch reelle und aufmerksame Bedienung mir das seüiherige Wohlwollen zu erhalten. Friedberg den 1. Januar 1871. Erust Engel. Hosupotheke zn Mohren. 292 ie Punsch⸗Essenz in um? Arrac⸗Ananas⸗ ue, ö Gesundheits⸗ ächten alten Num de Jamaica, Arrac de Batavia, Cognac(altet) billig ft. Wilh. Sturmfels, Hof⸗ Apotheker. babttuelle Stuhlbeschwer⸗ den, Bleichsucht, Blutleere, Hämorrholden und Neigung zu Gicht und Scropbeln. 40 Von vorzüglicher Wirkung gegen Trägbelt der Verdauungsorgane, Das Flacon Pastillen, in welchem die Salze aus einem Litre Rakoczy enthalten, koget 30 kr.— Nur allein acht n Friedher gebei Hofapotbeker C. Görtz. Kgl. Baier. Mineralwasser⸗Versendung. Geschäfts- Empfehlung. 62»Selbfiverfertigtes Fesselzeug bringe ich zum Ver⸗ kaufe in empfeblende Erinnerung. Auch werden abgelegte, reine, gestrickte wollene Sachen dagegen angenommen. Handschuhe find wieder frisch angekommen und ist das Paar für 6 kr. zu baben. Frledberg. Martin Klein. ersteigerung. 58 Donnerstag den 12. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen wegen Oeconomieaufgabe 2 trächtige Fahrkübe, 1 trächtiges, zugfestes Nind, 1 Zuchtkalb, sodann 1 Pferd mit Wagea, 1 Mutter⸗ schwein mit Ferkeln, 2 Mastschweine, 12 funge Schweine, 1 Pflug und 1 Egge öffentlich veistcigert werden. Georg Kempf, Bönstadt. Ein tüchtiger Schweizer 60 kenn in ber Näbe von Frledberg auf Petritag gegen guten Lohn plaeltt werden dure) Ferd. Damm tn Friedberg. Reue und alte Pferdeteppiche 48 sian zu haben dei M. Schwarz, Hof⸗Toxator. Großt wollene und seidene Halstücher 74 für Herren und Damen äußerst billig bei K. Friedrich neben der Post. Aecht bayrischen Malz zucker 22 bei Georg Groß. Leinen Maschinengarn, Gaumwoll. Einschlaggarn und Uelzener Pöppchesflachs, 64 schönster Qualität, empfiehlt billigst H. W. Hatteroth Nachfolger. 2450 Die von dem Apotheker R. F. Daub itz in Berlin fabricirten und allein erfundenen Fabrikate: Daubitzliqueur& Brustgelée find stets vorräthtg bei J. A. Windecker in Friedberg und Friedr. Ant. Bauer in Reichels beim. Hofraithe⸗Verkauf. 56 Meine in hiesigem Otte gelegene zweilfföckige Hof⸗ rafthe fammt Stallung, sowte zwei daran grenzende Gärten verkause ich abzugs halber aus freier Hand. Die näheren Bedingungen können bet mit jeden Tag erfragt oder gegenseitig sich über solche verffändigt werden. Da ich in dem Hause schon seit 6 Jahren das Wagnergeschaͤft beirleben habe, so eignet sich dasselbe besonders sür einen Wagner. Auch gebe ich das Hand⸗ werkszeug, sowie das noch vorräthige Polz zu billigem Preise aus der Hand ab. Wiffelsheim den 5. Jannar 1871. Georg Hofmann II., Wagnermetster. Braunkohlenklein, 43 als Brennmaterial zum Vermischen mit Steln⸗ kohlen, verkauft billigst Die Ziegelei am Bahnhof zu Bad Nauheim. Ein elegantes und schönes Fefigeschenk für Frauen ist rauenschmuck& Frauenspicgel. Von C. Böhmer. In eleg. Einband 2 fl. 9 kr. 44 Es ist dies ein innig und sinnig, fromm und zart geflochtener lprischer Blütbenkranz, in welchem das Frauenleben und der Frauenberuf gezeichnet und d'e Tugenden, in welchen sich das Leben der Fran ganz de sonders lieblich spiegelt und spiegeln soll, ihren dich⸗ terischen Schmuck finden. Vorräthig bei Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg. do. do. aufgezogen 4„ Wand-& Notizen kalender 14, Friedberger Adreßkalender„ dei Bindernagel& Schimpf. 277. Arisg anatfommen. ue Neue Nosinen, Corinthen, Mandeln, Citronat, Orangeat, Citronen. Wilh. Sturmfels, Hof Apotheker. Erbsen und Linsen 30 in gutkochender Waare bei 6 Georg Groß. Die Stelle eines Schäfers 68 it daher exledigt. Luftragende Bewerber daben sich unter Vorlage ihrer Zeugnisse innerhalb acht Tagen bei uns zu melden. Bellersheim den 5. Januar 1871. Großherzogliche NN Bellershelm o p p. Wollene Hemden, 67 unterhosen und Jacken empfeblen zu billsgen Preisen Geschwister Schloß. 1 Ein zuverlässiger Bäckergefelle kann sosort und dauernde Arbeit erbalten, Wochenlohn 3 fl. 30 kr., bei Zadick Naumann in Bisses. Zwei Logis 70 find zu vermiethen und gleich zu beziehen in der Burg Nr. 178. 12110 Geld- Cours. Frankfurt am 6. Januar 1871. Preussische Kassenschelne. fl. 1 44%.—45%% Preuss. Friedrichsd'oũr„ 9 383½—59½ Pistolen; N M GO. p. It.„ 9 46—48 Holländische fl. 10 Stücke.„ 9 54—56, Ducaten.„ 0 al marco.» 5 38— 40 5 20 Franes-Stücke 218 8 30¼—31½ Englische Sovereignss„11„e Russ. Imperiales„ 9 47—49 Dollars in Gold„ 2 2—28 Kirchliche Awzeigen für Friedberg. Evangtlische Gemeindt. 0 1. Sonntag nach Epiphanias. Missi o un s fee st. Pfarramtiswoche Herr Diakonus Meyer. Gottesdieust in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Trümper. Nachmittags: Hert Pfsarret Baur. Gottesdieust in der Burgkirche: Vormiuiags: Herr Diakonus Meyer. Nachmiitags: Fällt aus. Katholische Gemtindt. Samstag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. 1. Sonntag nach Epiphanie. Fest der heiligen drei Könige Vormittags: 10 uhr Hochamt mit Segen und Predigt. Nachmittags: 2 Uhr feierliche Vesper. An den Wochentagen kein Gottesdienst. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Oruck und Verlag von Bindernagel 4 Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs Blatt Nr. 1 und eine Beilage.) Kalender pro 1871. Illustrirter Soldatenkalender 1s kr. Iunstrirter Familienkalender 14„ Hessischer Hausfreund 8„ Gustav- Adolf Kalender 8„ Land⸗ Kalender 4„n do. do. durchschossen 6„ Lahrer Hinkende Bote, 1„ Herriedner Laubfroschkalender 12% Kleiner Wandkalender 2„ „ Beilage. Hessen. Darmstadt. Das Groß herzogliche Regierungsblatt Nr. 61 enthält: I. Bekannimachung Großherzoglichen Minisictiums des Großherzoglichen Hauses und des Aeußern, den Abschluß einer Uebereinkunft zwischen Hessen und Preußen wegen Ausdehnung der behufs Verbütung und Bestrafung der Forst⸗, Jagd⸗ Feld, Fischerei⸗ ꝛc. Frevel gelroffenen Ver⸗ einbarung vom 8. Oct. bezw. 7. Dec. 1861 auf das ge⸗ sammte gegenseitige Staatsgebiet betteffend. II. Bekanntmachung, die Verkündigung gerichtlicher Anzeigen in der Provinz Rheinbessen betreffend. III. Ermächtigung zur Annahme und, zum Tragen eines fremden Ordens. Seine Königliche Hobeit der Großherzog baben allergnädigst geruht! am 1. December dem Hofgetichtsadvokaten Strecker zu Offenbach die Er⸗ laubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm, von St. Maj. dem König von Preußen verliehenen eisernen Kreuzes zweiter Classe am weißen Bande zu ertheiten. IV. Ertbeilung eines Ei findungspalentes an den Maschinensabtikanten W. Venuleth zu Darmsladt auf dit durch Zeichnung und Beschreibung näber erläuterte, Con; structien einer Feuerung für Lohe, unler dem ausdtück⸗ lichen Vorbehalte jedoch, daß durch das vetkiehene Patent Niemand in der Anwendung verells früvet schon! bekannt gewesener Theile der Etfindung gebinbert weltek oll, während der nächsten fünf Jahre für den Um aug des Großderzogihums. f V. Diensinachrichten. Stine Königliche Hoheit der Großberzog baben alletgnädigst getrübt: am 18. Oclober die Hofgarunwätter Wittmann in der Hofgärtherci Bes⸗ sungen 1 und Brönning in der Hoigärluerei Tarmstab! zu Hofgarten⸗Aussehern, den Hofgarignarbeiter Bütinet in der Pofgärtnerei Darmstabt zum gatlenwärter zu er nennen; ferner die Hofgartenwärter Weckler aus der Hos⸗ gärtuctei Bessungen II in die Hofgärlnexei Bessungen 1 und Simon aus der Hofgär ieren Darmstadt in die Hof⸗ gärtnerei Bessungen II zu versetzen;— am 22. December den Schullehrer Schuster an der, zwtiten katbolischen Schule zu Ilbenstadt von Uebernahme der ibm überttagenen zweiten katholischen Schulstelle zu Nieder⸗-Roden zu ent— heben und auf ersterer Stelle zu belassen. VI. Cbarakterertheilung. Seine Königliche Hoheit der Großberzog haben allergnädigst geruht: am 6. December dem Geflügel- und Delikatessenbändler Christian Enders zu Frankfurt a. M. den Character als Hoflieferant zu ertheilen. Das Großherzogliche Regie rungablalt Nr. 62 enthält die deulschen Verträge. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 63 enthält einc Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Großherzoglichen Hauses und des Acußern, die Einsüß rung im Norddeutschen Bunde ergangener Gesetze als Gesetze des Deutschen Bundes in den nicht zum Norddcutschen Bund gehörigen Theilen des Großherzogthums betreffend Darmstadt. Der Vorlage der Regierung, welche dieselbe den Ständen behufs der durch Einfuhrung des norddeutschen Strafgesetzbuches bedingten Abänderung kintt Reihe von Bestim⸗ mungen unserts Polizeistrafgesetzbuchs gemacht hat, entnehmen wir u. A., daß die geringste Strafe für Uebertretung von Polizeivorschriften 35 Kreuzer, die höchste 87 fl. 30 kr. sein wird. Dasselbe gilt auch hinsichtlich der erkannt werdenden Forst⸗ und Feldstrasen, wo das seitherige Gesetz einen Mini- malsatz von 10 Kreuzer für zulässig erkannte. Bei dem Abverdienst der erkannten Forst⸗ und Feld- strafen soll zukünftig der Tag Arbeit mit mindestens 40 Kreuzer(seither nur 30) in Anschlag ge⸗ bracht werden. Bei Umwandelung uneinbring⸗ licher Geldstrafen ist dem Richter ein großer Spiel- raum gewährt, er kann von jetzt ab sowohl 35 kr., als auch 8 fl. 45 kr. einem Tag Haft gleich setzen. Oeffentliche Ruhestörung wird nach dem neuen Gesetz bedeutend härter als seither bestraft. Friedberg. Die am 31. Dezember bei Bonny verwundeten Offiziere: Obetlieuttnant Haupt und Lieutenant Scharg vom 2. Inf. ⸗Regt. sind in diesem Kriege bereits zum zweitenmale blessirt worden und zwar das erstemal bei Rezon⸗ ville(18. August), wobei Letzterer schwer.— Der in demselben Gefecht gebliebene Hauptmann G. Weber galt allgemein als ein ebenso litbens— würdiger wie tüchtiger Offizier und wird sein Verlust auch bel Allen, die 0 nder kannten, schmerzlichst empfunden. Der Oberlieutenant unserem 1. Jäger-Bataillon an und war nach dem Ausmarsche desselben als Commandeur der Ersatzcompagnie dahier zurück. geblieben. Durch sein Avancement zum Haupt- mann in das 2. Inf. Megt. versetzt, ging Weber erst Mitte Oktober zur Diviston in das Feld ab. Oberhessischer Anzeiger. 5 25 Preußen. Berlin. Die„Prov.-Corr.“ des Strafgesetzbuchs für den norddeutschen schreibt: Die durch die Verkündigung der Reichs- Bund find, außer Wirksamkeit gesetzt worden. verfassung gebotenen Erweiterungen und Ver-— Die vom Kriegsministertum angeordnete anderungen einzelner Einrichtungen werden geten⸗ Ermittelung, wieviele von den Kriegsgefangenen wärtig durch die Bundesverwaltung theils getroffen, lesen und schreiben können, hat in Pofen das theils vorbereitet! Dit in Versailles gegenwärtig erstaunliche Resultat ergeben, daß— 64% unter Theilnahme des Bundeskanzleramts-Praͤsi⸗ diese Fertigkeit erlangt haben, mithin 360% nicht dtn—— schwebenden Verhandlungen sind* erforderlichen,— aber überhaupt keinen darauf bezüglich. Auch erscheint dazu eine mög- Schulunterricht genossen haben In, den ge⸗ lichst Fübe Berfung des Rechetages erforderlich! bildetsten Theilen Deutschlands zählt man 4 Unsere Regierung hat deßhalb die Einleitung der liche Individuen bei der Aushebung 0,2—1%, Wahlen 1———— l— a———— und Posen steigt die Ziffer — Die Nachricht, Graf Bismarck habe der auf 11—14%. österreichischen Regierung durch den Grafen Kiel. Unter Leitung des Hauptmanns Wimpffen den Wunsch ausgedrückt, daß dieselbe Vincenz von der 3. Ingenieurinspection ist am sich in Versallles diplomatisch vertreten lassen 29. December von bier ein Torpedo detachement, möge, wird in giesigen unterrichteten Kreisen be- bestehend aus 50 Pionieren und 30 Matrosen, stätigt, und zwar mit dem Zusatz, die österrtichische zur Belagerungsarmee vor Paris abgegangen. Regierung werde dem Wunsche des Bundeskanzleis Dies Detachement soll durch Torpedolegungen nachlommen. Die Ernennung des bei dem preußi⸗ schen Hauptquartier zu actreditirenden Gtsandten soll sofort nach der Rückkehr des Kaisers nach Wien etfolgen.— Am 9. d. wird der Kriegs minister v. Roon sein 50 jähriges Dienstjubiläum feiern. Wie offiziös gemeldet wird, soll ihm Seitens des Königs eine„außergewöhnliche“ Auszeichnung bei dieser Gelegenheit zu Theil werden.— Oeffentliche Blätter melden, daß im Bereiche der königlichen Eisenbahn-Direktton zu Saarbrücken der Kohlenverkehr gänzlich suspendirt sei. Wie aus sicherer Quelle eingezogene Er⸗ kundigungen ergeben haben, entbehrt diese Nach⸗ richt jeder Begründung. — Nach einer Publikation des Generalpost— amts im„Staatsanz.“ kommen vom 1. Januar ab die Correspondenzkarten auch im internationalen Postvorkebre zur Anwendung nach folgenden Län⸗ dern hin: Dänemark, Frankreich, England, Holland, Schweden, Norwegen, Portugal, Spanien, Ru— mänien und nordamerikanische Union. die auch retommanditrt werden dürfen, stets vom Absender frankirt werden und sind dem nämlichen Porto unterworfen, wie Briefe. Mit Rußland, Italien und Belgien ist ein darauf be— züglicher Postvertrag noch nicht abgeschlossen. — Nach einer amtlichen Bekanntmachung findet die Annahme von Privatpäckereien für die in Frankreich befindlichen Offiziere, Militär- und Civilbeamten bereits am 5. Januar(statt des Die Karten, müssen die Seine absperren. Frankfurt. Nach einer von Pfarrer Basse dahier gefertigten Zusammenstellung wurde Frank ⸗ furt während der Revolutionszeit von den Fran⸗ zosen um 18,769,604 fl. gebrandschatzt. N Bayern München. Die baperische Eisen⸗ babndetwaltung hat von der schweizerischen Nord⸗ ostdahn eine größere Anzahl vierachsiger Personen⸗ wagen gemicthet, um solche versuchs weise für Sanitätszüge zu verwenden. Das von der Schweiz, von Würtemberg ꝛc. für ihre Personenwagen adoptirte amerikanische Wagenspstem eignet sich bekanntlich nach den Erfahrungen im Lauft des gegenwärtigen Kriegs ganz desonders für Sa⸗ nitätszwecke. — Den Münchener„Neuesten Nachrichten“ wurde mitgetheilt, daß sich die Pläne eines Theiles der patriotischen Partei darauf richten, den König zur Abdankung und zur Niederlegung der Krone zu veranlassen. — Die Abgeordnetenkammer bewilligte mit allen gegen 4 Stimmen(Geil, Kolb, Ruland, Pfahler) den ganzen von der Staatsregierung postulirten Militärcredit von 41,020,000 fl. zur Kriegführung bis Ende März. Kaiserslautern. 460 französische Ge⸗ fangene aus den Kämpfen dei Amiens passirten in der Nrujahrsnacht unstren Bahnhof. Auf der langen Reise haben die Unglücklichen schrecklich gelitten, mehrere von dem Transporte sollen unter- früher auf den 14. Januar angesetzten Anfange wegs erfroren sein. Viele von ihnen hatten er⸗ Termins) statt. Der Endtermin, 21. Jan., bleibt frorene Plieder. Der Anblick war ein mitleid- unverändert.— Im Prozesse Güterbock wurde erregender und Jedermann beeiferte sich, den Un⸗ Ghterbock wegen Verbrechens des Landesvertathes glücklichen, die auf dem Bahnhose gespeist wurden, elbe gehörte als zu zwei Jahren, Kulp zu neun, Meyer St. Goar zu sechs und Levita zu drei Monaten Festungs⸗ haft verurtheilt.— Die Antwort des Grafen Beust vom 26. v M. auf die Dapesche des Grafen Bismarck vom 14. Dez. drückt den Wunsch Oesterreich⸗Ungarns auf das lebhafteste aus, mit dem neugeeinigten Deutschland in die freundschaft— lichsten Beziehungen zu treten. Zugleich wird hervorgehoben, daß der Kaiser Franz Joseph persönlich von diesem Wunsche um so mehr bestelt sei, als die Habeburger Jahrbunderte lang in innigster Beziehung zum„demaligen“ deutschen Reiche gestanden hätten. Graf Beust erklärt die Wiedererstehung dieses Reiches für eine so historisch— begründete Nothwendigkeit, daß er es für über⸗ flüssig erkennt, noch länger über den Art. 4 des Prager Friedens zu discutiren. — Der„Staatsanzeiger“ veröffentlicht eine Bekanntmachung des Ministers des Innern, wonach die, Auslegung der Wahllisten für die bevorstehenden Reichstagswahlen am 19. Januar zu beginnen hat, — Am 1. Jauuar ist das Strafgesetzbuch für den norddeutschen Bund vom 31. Mai 1870 im ganzen Umfange des Bundesgebiets in Kraft getreten. Mit demselben Tage ist das Bundes- und Landesstrafrecht, in soweit dasselbe Materien betrifft, welche Gegenstand beizuspringen. Wuürtemberg. Stuttgart. Wegen eines Brieses der Marschallin Canrobert an die „Times“, betreffend die Behandlung der Kriegs- gefangenen, wurde gegen die Briefstellerin die Vernehmung eingeleitet; darnach war das be— treffende Schreiben nicht zur Vexöffentlichung be stimmt und bezog sich auf vergangene Verhältnisse bezüglich überfüllter Transporte; es bezweckte keinen Vorwurf gegen die deutsche Nation oder die Regierungen. Eine Berichtigung Seitens der Marschallin ist der„Times“ bereits zugegangen. Oesterreich. Wien. Das„Telegraphen⸗ Correspondenzbureau“ meldet;„Die von mehreren Zeitungen seit einigen Tagen als Telegramm col- portirten Sensationsnachrichten über angebliche Entsendung eines Spezlalbevollmächtigten Oester⸗ reichs nach Versailles, sowie über angeblich in Berlin statifindende Berbandlungen, den Abschluß eines Bündnisses betreffend, entbehren nach ver⸗ läßlichen Informationen sowohl des Anlasses als der Begründung.“ — Die„N. sr. Pr.“ veröffentlicht die Ant; wortnote des Grafen Beust vom 26. Dezember auf die Depesche des Grasen Bismarck vom 14. Dez. Die Rote hebt die bereitwillige Anerkennung der freundschaftlichen Gesinnung dervor, in welcher der Bundeskanzler des Prager Friedens erwäpnt. N ö 1 K —— Graf Beust hält es jedoch für besser, auf weitere Auseinandersetzungen nicht einzugehen. Der Reichs- kanzler ist geneigt, in der Einigung Deutschlande unter preußischer Führung einen Akt von historischer Bedeutung, eige Thatsache ersten Ranges zu er⸗ blicken und ein danach anzubahnendes Verhältniß zu beurtheilen. Von diesem Standpunkte könne der Reichskanzler, in Entgegensehung der von der preußischen Regierung angekündigten weiteren Mit- theilungen, schon jetzt bestätigen, daß in allen maßgebenden Kreisen Oesterreich Ungarns der Wunsch vorherrsche, mit dem neuen deutschen Staatswesen die besten freundschaftlichen Beziehun⸗ gen zu pflegen. Frankreich. Bordeaux. Durch Pariser Balloncortespondenzen vom 28. December wird gemeldet: An verschiedenen Punkten der äußeren Arrondissements von Paris haben Ruhestörungen stattgefunden, indem Volkshaufen Verwüstungen vornahmen. Patrouillen zerstreuten die Ruhe⸗ störer.— Das„Journal officiel“ veröffentlicht ein angeblich deutscherseits den Borposten über⸗ gebenes Schreiben, in welchem die Niederlage der Nord- Armee vom 23. December angezeigt wird. Unterm 30. Dec. wird per Luftballon berichtet: Starke Abtheilungen der sedentären Nationalgarde sind seit gestern consignirt. Die am 29. Dec. begonnene Beschießung des Forte Rosny ist von furchtbarster Wirkung. Für bombenfest gehaltene Kassematten wurden von Kugeln durchbohrt. Die Regierung in Bordeaux verbreitet folgende Mittheilungen aus dem Bereich des höheren Humors: Bordeaux, 31. Dec. Die Berichte aus Paris sagen: Der Angriff der Preußen auf den Mont Avron wurde ruhmvoll zurückgeschlagen, 7—8000 Preußen dabei ge⸗ tödtet.(12) Am gleichen Abend gaben die mobilen ein Concert zum Besten der Armen. Paris ist zauberhaft, wiedergeboren, antik.(II) Wenn Jemand wagen würde, von Capitulation zu sprechen, er würde auf der Stelle niedergeschossen werden. Paris kann sich sehr reichlich bis Ende Februar halten. — Ein Erlaß der Regierung vom 2. Jan., unterzeichnet von sämmtlichen Mitgliedern der Regierung, fordert die Landbewohner auf, die jährlichen Steuern, sowie sonstige Leistungen, so⸗ viel als möglich nach den Kräften des Einzelnen im Voraus zu entrichten, um die Regierung bei der Erfüllung der schweren Forderungen, welche der Krieg an sie stellt, zu unterstützen.— Die Journale„Union de l'Quest“ und„Ami des Peuples“ sind auf 2 Monate suspendirt worden. Aus Paris melden belgische Blätter unterm 26. Det.: Zahlreiche Bäume werden gefällt, um den Bedürftigen Brennmaterial zu verschaffen. Die Truppen, welche bisher außerhalb der Stadt gelegen haben, sind wegen der Kälte in dieselbe zurückgekehrt.(Es sind 600 Fälle von Er⸗ frierungen vorgekommen.) Dem„Journal ossi⸗ tiell“ zufolge bedeutet dies keineswegs das Auf⸗ hören oder eine Unterbrechung der militärischen Operation. Das amtliche Blatt enthält ferner eine Note, welche die Besorgniß der Bevölkerung wegen Mangels an Brennmalerial zu beseitigen sucht. Die Hauptstadt besitze noch im Bois de Boulogne, im Bois de Vincennes, in den Bäumen der Boulevards und auf den Landstraßen inner⸗ halb der Bannmeile hinreichendes Brennmaterial. — Nach einer späteren Ballon-Correspondenz vom 29. December leidet die gesammte Bevölkerung furchtbar von der Kälte. Excesse gegen die Ver⸗ käufer von Brennmatetial wurden mühsam unter- drückt. Der gestrige Tag erwies die Ueberlegen⸗ heit der preußischen Artillerie. Die Besorgnisse vor der Zukunft sind groß — Das„Journal officiel“ vom 28. Dec. melden über die in Paris stattgefundenen Unruhen: An verschiedenen Punkten der Stadt richteten heute Volks haufen starke Verwüstungen an und versuchten die Werfte zu plündern und gewalsam in öffent⸗ liche Gärten einzudringen, um Bäume daselbst zu fällen. Mehrere Personen wurden verhaftet und dem Kriegsgericht überliefert. Lille, 4. Jan. In dem gestrigen Gefechte iwischen Behagnier und Bapaume siad zwei Ort⸗ schaften vollständig zerstört worden. Die Verluste sollen beiderseits erheblich sein. Genaueres fehlt noch. Peronne wird vom Feinde bombardirt und ist fast gänzlich zerstört. f ö — General Faidherbe telegraphirt hierher: „Heute, 3. Januar, Schlacht bei Bapaume von 8 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends. Wir haben die Preußen aus allen Positionen und aus allen Dörfern gejagt. Sie hatten enorme und wir ernste Verluste.“(Vergl. diesem französischen Siegesberichte gegenüber die offieiellen Nachrichten aus dem deutschen Hauptquartier.) In Brest sind aus Amerika 120,000 Ge⸗ wehre(nicht 120,000 Kisten mit Gewehren) und vielen Millionen Patronen angekommen und wurden sofort per Eisenbahn nach dem Innern verbracht. Belgien Brüssel. Eine Liller Corre⸗ spondenz der„Independance“ vom 20. Januar beklagt die antipatriotische Haltung der nordfran⸗ zösischen Landbevölkerung, namentlich ihre Herz ⸗ losigkeit gegen Mobilgardisten und Franctireurs und ihr ungescheutes Sympathisiren mit deutschen Soldaten. Liller Abend- Journale behaupten, Manttuffel begnüge sich mit der erzielten Fern⸗ haltung der französischen Nordarmee von Paris. — Nachrichten aus Lille vom 3. d. zufolge fand zwischen Ervilliers und Achiet(Exvilliers an der Straße von Bapaume nach Arras) gestern ein Gefecht zwischen der ersten Division der Nord⸗ armee und den Preußen flatt. Die Franzosen bemächtigten sich des Dorfes Bebangier, mußten aber dasselbe unter bedeutenden Verlusten wieder räumen. Der Rest der Nordarmee war nicht im Gefecht. — Der„Nord“ veröffentlicht eine Pariser Balloncorrespondenz vom 30. Dec. wonach die dortigen Journale, namentlich„Patrie“ und „Temps“, Trochu anzugreifen beginnen und ver- langen, daß derselbe durch Ausfälle die immer drückender werdende Lage der Hauptstadt beseitige. Vinoy wird als Nachfolger Trochu's genannt. Die Widerstandskraft von Paris scheine zu er⸗ lahmen. — 4 Januar. Die„Etoile belge“ erfährt aus Paris, daß die Unruhen am 28. Dec. durch Ausschreitungen des Publikums gegen Holzhändler veranlaßt wurden und nur mit Mühe unterdrückt werden konnten. — Die Pariser Correspondenz der„Agence Havas“, d. d. 30. Dec, meldet, daß das Ge⸗ rücht über die Demission Trochu's unbegründet sei. Die Einwohner von Rueil und Nanterre sind von der Regierung aufgefordert worden, sich nach Paris zu flüchten, um den preußischen Granatkugeln auszuweichen, da ein Angriff des Feindes auf den Mont Valerien aus den Vorbe⸗ reitungen erkennbar sei. Die Stadt ist noch mit Mehlvorräthen für drei Monate und mit Wein für ein Jahr versehen. Großbtitannien. London. Die„Times“ meldet, die Pforte habe gegen das Memoire des Fürsten von Rumänien, welcher sich statt an seinen Oberlehensherrn, den Sultan, an die europäischen Mächte wende, Protest eingelegt. f — Im Gegensatze zu den offiziellen spanischen Depeschen über den„enthustastischen“ Empfang des Königs Amadeus berichten Bankiers Telegramme von einer äußerst gedrückten Stimmung im Lande und von einem eisigen Empfang in Cartagena, trotz der künstlichsten Mittel. Prim's Tod steigert die Furcht in den Städten vor Volksausschreitungen. — Die„Times“ will von neuen Mitthei⸗ lungen des Grafen Bismarck an den Grafen Bernstorff wissen, wonach deutscherseits eine theil⸗ weise Besetzung Luxemburgs würde eintreten müssen, falls Luxemburg während der Belagerung Long⸗ wy's eine ähnliche Handlungsweise beobachten sollte, wie bei der B lagerung Thionville's. a — Den„Daily News“ wird telegraphisch gemeldet, daß am 29. Dezember General Ducrot im Hauplquartier zu Versailles um die Entsendung eines Genetalstabsofficiers nach Paris nachge⸗ sucht habe. f e Die„Times“ sagt: Der ametikanische Bismarck, Jules Favre einen Passirschein zur Conferenz in London an. J. Favre erklärte, er wisse nichts von einer Conferenz und perlasse Paris nicht. 329117 Spanien. Madrid. Das spanische Kriegs- ministerium will einer weitverzweigten Verschwörung gegen alle hervorragende Gegner der Republik auf die Spur gekommen sein. 1. — Das neue Ministerium leistete dem Könige den Eid. Dasselbe besteht aus: Herzog de la Torre,(Serrano), Kriegsminister und Präsident des Ministerratbes; Martos, Auswärtiges; Ulloa, Justiz; Sagasta, Inneres; Moret, Finanzen; Beranger, Marine; Zorilla, Unterricht; Ayala, Colonien. f b Italien. Florenz. Der König sandte bei seiner Ankunft in Rom dem Papste einen Brief, in welchem er demselben seine Ankunft an⸗ zeigte. Der Ueberbringer des Briefes, Oberst Spinola, wurde von Cardinal Antonelli sehr freundlich empfangen. — Wie aus Rom gemeldet wird, ist der Tiber ins Flußbett zurückgekehrt. Der König hat verfügt, es seien alle für die Empfangsfeierlich keiten bestimmlen Summen den durch die Ueber⸗ schwemmung Beschädigten zuzuweisen. Amerika. Newpork. Die Staatsschuld hat sich im Monat Dezember um 2½ Million Dollars vermindert. Im Staatsschatz waren am 1. Jan. 107¼ Million baar und 30 Million Papiergeld. Bescheinigung. Einhundert sechszig Gulden wurden mir von Herrn Bürgermeister Jäger in Münzenberg mit nachstehendem Geleitschreiben übersandt. Ich bescheinige dankend den Empfang und beförderte die 100 fl. nach Vorschrift. Friedberg den 6. Januar 1871. Für das Comiis: J. Huber, Rechner. Aus Anlaß einer an hiesige Einwohnerschaft gerichteten Bitte um weitere Beiträge zur Unterstützung der ver⸗ wunbeten und kranken Krieger, sind bei Unterzeichnetem bis jetzt, laut der zur gefälligen Einsicht offenliegenden Liste, nach welcher sich beinahe sämmtliche Einwohner, mit nur ganz geringer Ausnahme detheiligten, wiederum in recht anerkennungewerther Weise 187 fl. eingegangen. Hiervon wurden von Herrn Pfarrer Henkelmann an das Hülfscomite in Darmstadt 27 fl. gesandt und die übrigen 160 fl. werden hierbei dem Hülfsverein zu Friedberg zu⸗ gestellt, hiervon 60 fl. für das Lazaretb Friedberg, 50 fl. an das Lazateth Bad⸗Nauheim und 50 fl. an das Lazaretbh Butzbach abgeben zu wollen. Münzenberg den 3. Januar 1871. Jäger, Bürgermeister. Original-Aecension über die„Victoria.“ Die im Verlage der Buchhändler⸗Firma„Victoria⸗ Verlag“ in Berlin erscheinende illustrirte Muster⸗ und Mobezeitung:„Victoria“(Abonnements⸗Preis 1 fl. 12 kr. pro Quartal) ist bis jetzt mit jedem Jahre höher in der Gunst des Publikums gestiegen. Jeder Unpartheiische wird sagen mit vollem Rechte, denn Alles, was dieses vortrefflich rebigirte Journal bringt, zeugt von einem auserlesenen Geschmacke und verbindet mit der Schönheit zugleich eine anerkannte Nützlichkeit. Die Illustrationen, wie sämmtliche Musterzeichnungen, siud von enischledenem Werthe und lelsten den Damen in allen Ständen nicht doch genug zu schitzende Dienste. Besonders hervorzuheben find die prachtvollen colorirten Mobekupfer, welche den Beweis liefern, daß wit auch hierin Paris den Rang abgelaufen haben. Zugleich bietet das mit der Mode⸗ zeltung vereinte Unterhaltungsblatt Aufsätze, die sich über de gewöhnliche Literglur novellistischer Gattung durch die Gediegenheit ihres Inhalts und die Eleganz ihres Styles erheben, außerdem noch, daß sie moralisch belehrend sind und nach Vereblung des Herzens und Bildung des Geistes der Leserinnen streben. Erlaubt etz der uns knapp zu⸗ gemessine Raum in diesem Blatte auch nur die Victoria mit kurzen Worten zu emßfehlen, so wird doch das Wenige hinreichend sein, um das Interesse unserer Lese⸗ tinnen für dieses vorzüglichste aller Damen ⸗ Journale, dessen Preis noch obendrein sehr billig gestellt ist, auf's Neue zu erwecken.(Hamburger Novellenzeitung.) Bei den Unterzeichaeten ist zu haben: Kutschke⸗Marsch ven H. F. Peter für Pianoforte. Preis: N kr. Der Ertrag ist für die Verwundeten und die Frauen und Kindtt unserer unbemittelten Wehrlteute bestimmt. Gesandte in Paris bot, veranlaßt durch Graf Bindernagel& Schimöff. 5 10 denen ieee e 8 4 14 u hach i usqzu Plage 1 rn 5 7% lenz auge, * ee en ee een been cee —— 1 steigert: 12% Stecken Nadel- Prügelholz. 66*„ Stockhol, 3900 Wellen Kelsbolz, 191 Waßtanen Stamme von 5½—26“ mittl. 68 Fichten Stämme Durchm eu 25— 857K. 22 Kiesern⸗„ mit zuf. 9638 Cys., 32 Nadel⸗Stangen mit 154 Cubttkfuß. tritt: petritag; Lohn: 60 Gulden; Behand- 1 ung; freundlich. Näheres bei der Exped, d. Bl. f Edicetal ladung. Die Legalisirung des Grundbuchs der Oimallang Jenerbach o d. P. beit. 2819 Nachdem die Besster der in Nr. 132 unter Inserat Nr. 2636 des Oderbesfischen Anzeigers verzeichneten Immodilien die Ersitzung als Erwerdtstel in dem neu für die Gemarkung Fauerdach errichteten Grundbuch vor Offen. legung desselben deizuschreiben deantragt haben, wird diesem Antrag ffattgegeben werden, insofern nicht inner⸗ dalb dret Monaten, von heute an, degründete Ein⸗ wendungen dadier geltend gemacht werden sollten. Buß dach den 25. October 1870. Oroßberzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gilmet, Königer, Landrichter, Landgerchte Aßßessor. Holz Versteige rung. 13 Im Licher Stadtwalde kommen den 11. u. 12. Jan. in den Dlstricten Eichwald, Schwe installoheeg und Jichtenkopf nachverzeichnele Holzsortimente zur Ber steigerung: Mittwoch den 11. ganuar 75 Eichenstämme von 6— 13“ Durchmesser und 15 507 Länge, 1 Buchenstamm von 20½“ Durchm. u. 18“ Länge, 50 Bukenssämme von 10—16“ Durchmesser und 16—35“ Länge(Schntttholz), 16 Fichtenfsfämme von 6—8“ Durchmessert zund 40-60“ Länge, ö 320 Eichen Stangen, 10 Birken⸗„ 1275 Fichten⸗„ Donnerstag den 12. Januar 30. Stecken Eichen- 6 lang] Bau- und Wagner ⸗ 1⁵ *** delg, 24„Buchen. Schelt⸗ und Prügel holz. 200 Eichen⸗Prugelhalz, 120„ Stockbolz, 6500 Wellen. Der jtdesmalige Anfang ist Morgens 9 Uhr am Dattenröder Victnalweg, Eichwald. Lich den 28. Dezember 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich Helm. Güter Versteigerung. 3032 Dienstag den 10. Januar 1871, Vormittags 10. Aor, sollen im hiefigen Ratbbause die zum Nach lasse des verflorbenen Bürgers und Oeconomen Zob, Oderländer dahler gebs renden Güterftücke in Fried⸗ derger und Fauerbacher Gemarkung auf freiwilligen Antrag der Erben öffentlich meistdietend versteigert werden. Das Verzeichniß der betreffenden Güterftücke kann auf dem Bürcau des Unterzeichneten eingeseben werden. Jriedberg den 28. Dezemder 1870. Großhberzogliches Ortsgericht Irtebberg Foucar. Holz⸗Versteigerung, 11 Moytag den 9. Jonuar l. J. werden in dem Fretherrlich v. Franckenste in'schen Walddistrict Löwen⸗ wald verstelgert: —9 Stecken Eschen Scheitholz, 14 1 17 Prügelpolz, 87 5„ Stocktolz, 2400 Wehen Reis bolz, 2½ Schschten„ Wertscheltbolz, 12992 Cubiksuß Eichenstammholz in 113 Stämmen von 1425“ Durchm. und 15—75“ Länge. Soeben ist erschienen und bei Bindernagel& Schimpff kin Friedberg zu haben: 0 Geschichte des Krieges von 1870. Von Karl Winterfeld. Mit 14 Karten und mehr als 50 Abbildungen. preis geb.: 51 kr. Bein Friedensschluß wird noch ein Schlußheft folgen, welches bei einem von 5 bis 6 Druckbogen den Preis von 9 kr. nicht übersteigen wird. Original-Nähmaschinen Singer Manufacturing Cie. in New Tork. f Lit. 4. Neue Familien-Nähmaschinen fl. 79. Nr. 2 Haschinen für Schneider. fl. 100. Vr. 2„ mit Rolffuss f. Schuhmacher f. 105. 52 Ua vor Taäuschung zu schützen, wird jeder Original-Maschine ein Ursprungs⸗Certisicat beigegeben, welches in New⸗Nork ausgestellt ist, die Nummer der Maschine enthält und meine Umfang Unterschrift trägt. Zur größeren Bequemlichkeit des Publikums habe dem Herrn M. Mainz in Friedberg eine Niederlage meiner Maschinen übergeben und können solche zu obigen Preisen und unter vollständiger Garantie von demselben bezogen werden. G. Neidlinger. General-Agent der Singer Manufacturing Cie Zell 37, Frankfurt a. M. ————— Hamburg-Amerikanische Pachktsahrt-Attien-Gesellschast. 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Friedrich Thor, Former. auch die täglich einlaufenren Loberhebungen und 1 ———