11 u echt Dong tin Diehl, He —— t. mags 9 Ih, es Sqcoffer⸗ Sedirgungen en d. Bl. —— Heu * Stgsgeu „ sagt die esamen lümmich. * ilk All. den zet Mil⸗ cen Ofter⸗ A ulags, an SErttlurgen —— Jerdau- denden segensteich t tmpfoblen. Au, Das Ap etbelet dn derselbe arben beck er!. 5 kirche! Donnerstag den 6. April. M41. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publieiren: Nr. 10. sub 1. Bekanntmachung, die Correspondenz nach Orten ohne Poflanstalt. Nr. 11. sub 1. 1. Die Organisation der Ersatzbehörden betr.— sub 6. Uebersicht der für das Jabr 1871 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Friedberg betr.(Nur in den Gemeinden wo Jeraeliten wohnen.) Friedberg den 3. April 1871. Groß berzogliches Krelsamt Fr edberg. rr Trapp. Betreffend: Die Unterfützung der bülfsbedürftigen Familien einberufener Reserve- und Landwehr-Mannschaften. Friedberg den 4. April 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir wiederholen den Inhalt unserer Ausschreiben vom 20. September v. J.(in Nr. 112 des Oberhessischen Anzeigers von 1870) und vom 14. v. M.(in Nr. 32 des Oberhessischen Anzeigers von 1871) da vielfach Anzeige unterlassen worden. Versäumnisse werden wir ernstlich rügen. N Betreffend: Die Ausfübrung des Gesetzes wegen der Kriegsletstungen und deren Vergütung. Friedberg den 3. April 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermelstereien des Kreises. Sie werden an Erledigung unserer Auflage vom 7 v. M., Amtsblatt Nr. 4, erinnert. Tur a pp. Wie kg nen em ein euch een wat Betreffend: Ole Aussübrung des Gesetzes wegen der Krlegsleisfungen und deren Vergttung Von dem Bundesrath des deutschen Reichs ist folgender Beschluß] Wagen und Geschirren erlitten haben, sowie für außergewöhnliche gefaßt worden: ö Abnutzung der Transportmittel und für Kur- und Verpflegungskosten 1) Für diejenigen während des Kriegs gegen Frankreich in erkrankter Pferde aus Bundesmitteln Ersatz zu gewähren. Für den den Gemeinden gestellten Fuhrwerke, welche auf unbestimmte Ent— Beweis der Thatsache, daß ein Verlust, eine Beschädigung oder eine fernungen beziehungsweise für unbestimmte Dauer requiritt worden außergewöhnliche Abnutzung eingetreten, ist auf die bei Fesistellung sind, ist eine für jedes Pferd tageweise für die ganze Dauer der Ab- von Schadensberechnungen in der Verwaltungs praxis üblichen Beweis wesenheit des Fuhrwerks vom Gestellungsorte zu berechnende Ent- mittel zurückzugehen und die Höhe der zu gewährenden Entschädigung schädigung von 1 Thaler 10 Sgr. pro Pferd und Tag des einspan⸗ auf Grund sachverstäadiger Gutachten zu bemessen. nigen Fuhrwerks, mit 1 Thaler Zulage pro Tag für jedes weitere Im Auftrage Gr. Ministeriums des Innern vom 31. v. M. zu Pferd bei mehrspännigem Fuhrwerke zu gewähren. Nr. M. d. J. 3780 bringen wir dies zur offentlichen Kenntniß. 2) Den Eigenthümern requirirter Gespaane und sonstiger Trans- Friedberg den 4. April 1871. portmittel, welche der mobilen Armee haben folgen müssen, ist für Großherzogliches Kreisamt Friedberg Verluste und Beschadigungen, welche sie unverschuldet an Pferden, Tor a pip. ee nen et mech u een. Betreffend: Die Abhaltung des Faselmarkts zu Bad- Nauheim. Die Errichtung eines Faselmarkts zu Bad. Nauheim ist durch Zur Concurrenz werden nur solche Bullen zugelassen, welche Entschließung Großh. Ministeriums des Innern vom 30. v. M. zu[ Morgens 9 Uhr auf dem Platze find. Bullen, welche für Gemeinden Nr. M. d. J. 3602 und 3518 genehmigt worden. Mit Bezug hierauf[ Dienste thun, sind von der Preisbewerbung ausgeschlossen; bringen wir zur öffentlichen Kenntniß, daß der dies jahrige Faselmarkt Fasel der reinen Berner und der Vogelsberger Race werden vor— Donnerstag den 20. April d. J. zugsweise berücksichtigt. abgehalten werden soll. Den Besitzern tauglich befundener, aber nicht prämlirter Thiere Die sammtlichen vorgeführten Bullen werden von einer Com— sollen auf Verlangen aus der Kasse der landw. Bezirksvereine Weg— mission, bestehend aus den Herren Bürgermeister Reitz von Södel, vergütungen ausbezahlt werden, wozu 10 fl. bestimmt sind. Nicht ge⸗ Bürgerweister Weber von Kirch. Göns, Bürgermeister Rumpf von nügend, durch zwei Schlingen an den Vorderbeinen gefesselte, von zwei Langenhain, Oeconom Kleeberger zu Södel, Pachter Alles zu Bönstadt und[Mann vorgeführte, Fasel werden vom Platze weggewiesen. Oeconom K. Schutt zu Steinfurt besichtigt, nach ihrer Güte eingetheil Von etwaigen Käufen bittet man dem auf dem Platze auwesen— und sollen für die vorzüglichsten Thiere Geld⸗Prämien verabreicht werden, den Gr. Bürgermeister Schutt von Bad Nauheim Kenntniß zu geben. zu welchem Zweck von dem landw. Bezirksverein Friedberg und dem Ge— Das landw. Publicum fordern wir zu zahlteicher, zur Hebung meinderath der Stadt Bad⸗Nauheim je 50 fl verwilligt worden sind.[des Marktes beitragenden Betheiligung und insbesondere die Gemeine Die Prämien werden nur wirklich preiswürdigen Thieren zu, den zur Benutzung der günstigen Ankaufsgelegenheit hiermit auf. erkannt, jedoch ohne Rücksicht darauf, ob der Bulle auf dem Markt Friedberg, 4. April 1871. verkauft wurde oder nicht und durch den Eigenthümer selbst und Großherzogliches Kreisamt Friedberg. innerhalb des Kreises gezüchtet ist oder nicht. Tor a pep. An das landwirthschaftliche Publikum im Kreise Friedberg. Belressend: Die Unterstützung der nothleidenden Grenzdistricte. Wie aus dem im Abdrucke nachfolgenden Schreiben des Herrn Herrn Verwalter Lorenz in Münzenberg, Präsidenten des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Ober—„ Pachter Bender in Rockenberg, hessen entnommen werden wolle, sollen in den landwirthschaftlichen„ Bürgermeister Stoll in Nieder ⸗Wöllstadt, Bezirks, Vereinen Geldsammlungen zum Behufe der Linderung der„ Bürgermeister Keil in Melbach, Noth an Wirthschaftsbedürfnissen in den wieder erworbenen deutschen„ Burgermeister Reitz in Söͤdel Greuzlanden— Elsaß und Lothringen— veranstaltet werden. Ihre Gaben baldigst, da die Ablieferung derselben an den Herrn Ich ersuche deßhalb die Mitglieder des landwirthschaftlichen Präsidenten des Provinzial-Vereins schon auf den 15, l. Mis. ange⸗ Vereins wie überhaupt das Landwirthschaft treibende Publikum mir[ordnet ist, zu übersenden. oder einem der Mitglieder des Ausschusses des Bezirke-Vereins Friedberg den 4. April 1871. Herrn Steuercommissär Hechler in Butzbach, Der Director des landw. Bezirks⸗Vereins des Kreises Friedberg „ Bürgermeister Küch el daselbst, ed d. Nachdem die seither deutschen Grenzdistricte, namentlich diejeni— angeregt worden, in den landw. Vereinen Geldsammlungen zu veran— gen Rheinpreußens, die in Folge des Krieges außerordentlich gelitten[ stalten und dem Ausführungscomite des Congresses zu Berlin zur haben, zu Gunsten derjenigen Districten in den neuen deutschen Grenz⸗ Verfügung zu stellen, um aus den zusammeafließenden Mitteln Wirth— landen Elsaß und Lothringen, welche von den Verwüstungen des Krie— schaftsbedürfuisse jeder Art für die wieder erworbenen deutschen Grenz— ges betroffen worden sind, auf alle und jede Unterstützung verzichtet lande zu beschaffen. haben, ist von Seiten des landw. Congresses zu Berlin aufs Neue Otto, Graf zu Solms-Laubach. Deutsches Reich. Darmstadt. Unterm 29. März wurden ernannt der ordentliche Honorar-Professor bei der philosophischen Fakultät der Landes-Universität und zweiter Lebrer am philologischen Seminar daselbst, Dr. Eduard Lübbert zum ordentlichen Professor in der genannten Fakultät, insbesondere für das Lehrfach der classischen Philologie, sowie zum Direktor des philologischen Seminars, sodann Kreisassessor Dr. Carl Wolf zum Kreisassessor bei dem Kreisamte Bingen. — Der Redakteur der„Rheinischen Zeitschrift für Land- und Volkswirthschaft“, Carl v. Langs dorff zu Neuwied, ist zum Generalsekretär der landwirthschaftlichen Vereine des Großherzogthums ernannt worden. Berlin, 2. April. Der Kaiser empfing heute Mittag 1 Uhr die Deputirten des deutschen Reichstages zur Ueberreichung der Adresse. — 3. April. Sitzung des Reichstags. Der Präsident theilt die Antwort des Kaisers bei der Entgegennahme der Adresse mit. Dieselbe lautet: „Ich habe die Verlesung der Adresse mit herz- lichem Dank entgegengenommen. Ich freue mich der Gesinnung, welche der Reichstag ausdrückt. Das beweist mir, daß die Worte der Thronrede durchaus richtig ergriffen worden sind. Wohl ist dem Heldenmuthe der deutschen Heere und ihrer unvergleichlichen Thaten Dank zu zollen, vor Allem aber der göttlichen Vorsehung. Wir wollen uns bestreben, stets so zu handeln, daß uns ihr Schutz ferner nicht fehle. Der Reichstag hat der Nieder- lage Frankreichs gedacht, welches auch jetzt, nach- dem Friede geschloͤssen, in Convulsionen liegt. Darin zeigt sich die Folge der seit 80 Jahren währenden Revolutionen, die Alles bis auf die Dynastie entwurzelten und auf deren Wege es kein Ende gab. Das soll auch uns eine War⸗ nung sein, deren es aber bei der bekundeten Ge⸗ sinnung des Reichstags nicht bedarf Wohl ist in den an Deutschland zurückgegebenen Ländern die deutsche Volksthümlichkeit nicht zerstört, aber doch sehr verwischt. Wir dürfen deßhalb keine zu rasche Wandlung erwarten, sondern müssen Geduld und Nachsicht üben. Es wäre nicht ein⸗ mal wünschenswerth, wenn die Völker, die aus dem bisberigen Verbande scheiden, ganz gleich- gültig blieben. Durch Milde werden wir die deutschen Gesinnungen wiedererwecken; erfreuliche Spuren beginnen sich schon jetzt zu zeigen. Mögen die Vertreter des deuischen Volkes in treuer Pflichterfüllung fortarbeiten, damit das deutsche Reich den Erwartungen entspreche, welche die Welt von ihm hegt. Mir in vorgerückten Jahren wird nur noch vergönnt sein, an dem Grundbau thätig zu sein; aber ich vertraue, daß mein Nach⸗ folger in gleichem Sinne, mit gleicher Innigkeit und Herzlichkeit fortbauen wird. Ich bitte meine Worte und meinen Dank dem Reichstag mitzu⸗ theilen.“ Nachdem der Kaiser in der Unterredung mit den Mitgliedern der Deputation der im October 1867 überreichten ersten Adresse und der in Versailles jüngst überreichten Adresse gedacht hatte, verabschiedete derselbe die Deputation mit den Worten: Möge der Bau fest einwurzeln und Früchte tragen.(Lebhaftes Bravo.) Bei der fortgesetzten Berathung der Verfassung veranlaßt die Debatte über den Antrag Reichenspergers, betreffend die Einschaltung von Grundrechten über das Versammlungsrecht, die Preßfreiheit und Re⸗ ligionsfreibeit in die Reichsverfassung, eine mehr⸗ stündige Diskussion, in deren Verlauf Bischof Ketteler, Greil(Passau), Windthorst, Mallinckrodt und Bebel für den Antrag Reichensperger sprachen; gegen denselben ergriffen Mitglieder sämmtlicher übrigen Fraktionen das Wort, und zwar Graf Renard, Löwe Calbe, Blankenburg, Marquard Barth, Kiefer, v. Rabenau und Miquel. Die Debatte wurde auf morgen 4 Uhr vertagt. — 4. April. Reichstag. Fortsetzung der Berathung über die Reichsverfassung. Nach län- gerer Debatte über den Antrag Reichensperger, betteffend Einschaltung der Grundrechte in die Reichsverfassung, wobei Propst und Reichensperger (Crefeld) für, Stauffenberg, Frankenberg und Crämer gegen den Anttag Reichensperger sprechen, wird derselbe in namentlicher Abstimmung mit 223 gegen 60 Stimmen abgelehnt, nachdem sämmtliche dazu gehörige Unteranträge gleichfalls vorher abgelehnt waren. Art. 3—31 wurde ohne erhebliche Debatte angenommen. Zu Artikel 32 beantragt Sonnemann, daß die Mitglieder des Reichstags Diäten und Reisekostenentschädigung beziehen sollen. Hoverbeck erklärt Namens seiner Parteigenossen, auch er werde in dieser Session den Antrag auf Gewährung von Diäten stellen, gegenwärtig sei jedoch der Zeitpunkt hierfür nicht gekommen. Nach Ablebnung des Sonnemann- schen Antrages wird Art. 32 angenommen; die Art. 33—52 werden unverändert angenommen. Der Antrag Wigger's zu Art. 53, statt„kaiser⸗ liche Marine“„Reichsmarine“ zu setzen, wird abgelehnt und Art. 53— 77 unverändert an; genommen. Nach kurzer Debatte über einen Antrag Hänel's zu Art. 78 wird abgelehnt, dem⸗ nächst Art. 78, sowie das aus zwei Paragraphen bestehende Gesetz über die Verfassung unverändert angenommen. Nächste Sitzung morgen. — Die„Kreuzztg.“ schreibt: Die Pariser befestigen auch die Euceinte auf der Nordseite von Paris, also der Versailles enktgegengesetzten. Wie wir hören, fügt die„Kreuzzeitung“ binzu, sollen die preußischen Truppen im Fort Auber⸗ villiers auf Alles gefaßt sein. Bonn. Die den Lehrern an der hiesigen Universität Hilgers, Langen und Reusch zur Unter- wersung unter die Concilsbeschlüsse vom Kölner Erzbischof gestellte Frist ist abgelaufen, ohne daß der Forderung der geistlichen Behörde Folge gegeben wurde. Es sind also nunmehr mit den Herren Knodt und Bürlinger an der hiesigen Universität fünf Dotenten, die zugleich katholische Priester sind, mit den höchsten Kirchenstrafen belegt. Coblenz. Sämmtliche hier befindliche ge— fangene französische Offiziere sind nach Frankreich abgereist; mit dem Rücktransporte der übrigen, in den Baraken lagernden Franzosen ist gleich— falls begonnen und sollen dieselben theils zur Ver⸗ fügung der Regierung nach Versailles, theils nach Algersen, von der Grenze aus, dirigirt werden. München. Dem Erzbischofe von Bamberg wurde das zur Verkündigung und zum Vollzuge der Concilsbeschlüsse, insonderheit des Dogmas von der Unfehlbarkeit, erforderliche Placet durch eine ausführlich motivirte königliche Entschließung verweigert. a Aus Mühlhausen, 27. März, wird gemel⸗ det:„Blutige Streitigkeiten haben zwischen den Preußen und den zurückgekehrten französischen Kriegsgefangenen, sowie der Bevölkerung statt- gefunden. Truppen marschiren nach Thann.“ Ausland. Frankreich. Paris, 2. April. Ein Dekret der Commune besiehlt die Ablieferung aller Gewehre für die Zwecke der Commune. Die Commune fordert die Bewohner auf, sich zu ver proviantiren.— Das Pariser„Journal officiel“ veröffentlicht ein Dekret, welches die Neuwahlen von 16 Mitgliedern der Commune an Stelle der Demissionirten auf den 5. April ausschreibt. — Siit gestern Abend ist es zu verschiedenen Zusammenstößen zwischen den Vorposten der Auf; ständischen und den Truppen der Versailler Re- gierung in der Richtung von Neuilly gekommen. Man will in den Champs Elysées und auf der Place de la Concorde zwischen 10 und 12 Uhr Vormittags eine starke Kanonade gehört haben. Das Comite soll wenigstens 60,000 Mann bei Puteaux versammelt haben. Die Nationalgarden haben auch Courbevoie und die Brücke von Neuillhy inne. In Paris sind die Nationalgarden in großer Bewegung. Das Comite schickt in aller Eile Garden, Munition und Artillerie nach dem Orte des Zusammenstoßes. Die„Liberté“ sagt, die Bataillone des Comites hätten sich um 9½ Uhr Vormittags gegen Courbevoie in Bewegung gesetzt, der Mont Valerien habe hierauf auf die Insurgenten ein Feuer eröffnet, die in der Nach— barschaft cantonnirenden Gendarmen und Gardes forestiers hätten die Waffen ergriffen und wären den Truppen der Commune entgegengerückt. Nach und nach sei die Action lebhafter geworden und habe sich dem Rond point von Courbevoie ge⸗ nähert. Das Gefecht, welches von dem rechten Flügel der Nationalgarden begonnen wurde, dehnte sich merklich auf das Centrum aus. Um 10½ Uhr begann ein Pelotonfeuer, während der Mont Valerien, welcher das Feuer unterbrochen hatte, dasselbe mit. Energie wieder aufnahm; um 11 Uhr dauerte das Gewehrfeuer noch fort. Der Besitz von Courbevoie scheint das Objekt des Kampfes zu sein.—„Temps“ und„Liberté“ erwähnen gerüchtweise, daß die Nationalgarde bedeutend gelitten habe und zum Rückzug genöthigt worden sei. Die Ambulanzen begeben sich nach dem Schlachtfelde. — Die von Versailles aus verbreiteten Be⸗ richte über die blutige Affaire bei Courbevoie werden hier als übertrieben bezeichnet. Die Blätter der Commune versichern, daß dieselbe nur ein bedeutungsloses Scharmützel gewesen sei. In Paris herrscht eine dumpfe Ruhe. — 3. April. Marschall Mac Mahon ist zum Oberbefehlshaber der Armee von Versailles ernannt.— Eine Proklamation der Commune sagt:„Die Regierung in Versailles hat uns an⸗ gegriffen, und da sie nicht auf die Armee rechnen konnte, so sandte sie die Zuaven Charette's, die Bretagner Trochu's und die Gendarmen Valentin's gegen uns. Sie bombardirt Neuilly. Wir haben die Aufgabe, die Stadt zu schützen und zählen auf Eure Hülfe.“ — Während der Nacht und beute Morgen sind unaufhörlich Bataillone der Nationalgarde in voller Feldausrüstung mit ihren Ambulanzen ausgerückt. Der Generalmarsch wurde in allen Stadttheilen geschlagen, die Barrikaden auf dem Platz vor dem Stadthaus und auf mehreren anderen Plätzen werden wieder hergestellt. Seit 5 Uhr Morgens wird in Paris eine lebhafte Kanonade gehört. — Diesen Morgen bewegten sich verschiedene Bataillone mit 20 Kanonen durch Vaugirard nach Sdvres und Meudon. Gegen 7 Uhr entspann sich, zwischen den beiderseitigen Vorposten bei Bas Meudon das Gefecht. Gegen 9½ Uhr begann ein heftiger Artilleriekampf zwischen der Artillerie von Versailles, welche zur Linken des Chateau Meudon aufgestellt war, und der Pariser Artillerie; bei Clamart war die letztere zahlreicher, aber die Artillerie von Versailles schoß besser. Hinter den Batterien von Clamart stehen Bataillone der Nationalgarde maskirt. — Das Abendblatt des„Journal officiel“ veröffentlicht folgende Depeschen:„11 Uhr 20 Morgens. Bergeret und Flourens bewerkstelligten ihre Vereinigung und marschiren nach Versailles. Erfolg sicher. 2 Uhr Nachmittags. Gegen 4 Uhr bewerkstelligten die Colonnen von Duval und Flourens ihre Vereinigung am Rond point von Courbevoie. Sobald sie dort angekommen waren, hatten sie ein heftiges Feuer vom Mont Valerien auszuhalten. Die Truppen deckten sich hinter Mauern; auf diese Weise geschützt, gelang es ihnen, die Bewegung auszuführen, den Mont Valerien zu passiren und auf Versailles zu marschiren. a — Heute Morgen sind 100,000 Mann Na- tionalgarden in 3 Colonnen ausmarschirt. Der linke Flügel nahm die Richtung nach Chatillon, der rechte nach Neuilly, das Centrum nach dem Point du Jour. Der Mont Valerien begann durch sein Kanonenfeuer den rechten Flügel in Unordnung zu bringen. General Bergeret wurde mit 15,000 Mann abgeschnitten; der linke Flügel erreichte glücklich Chatillon. Das Schicksal des von Flourens befehligten Centrums ift noch un- bekannt; es geht indeß das Gerücht, er habe Versailles erreicht. — 8 uhr Abends. Die Stadt bietet ein Schauspiel der größten Demoralisation.— Die Insurgenten sind beim Mont Valerien geschlagen worden. Auf einem anderen Punkt ihrer Opera- tionslinie, bei Meudon(südlich), wird noch ge⸗ kämpft. Ja der Stadt herrscht Ruhe. — Rochefort erklärt im„Mot d'ordre“: Thiers hat sich durch den Angriff auf Paris vogelfrei gemacht. Slesar — U — 2 ——— einten St Ceurbtvoie iat. Die ditselbt nur sen sei. In Nabon ij en Bersaille t Commune In uns an- inte rechnen darettt's, die ien Balentin's Dir haben und zählen eutt Norgen satisnalgarde Andulanzen dt in allen en auf dem Frerts anderen Seit 5 Uhr r Kunonade beischiedene ugitard nach e cuchpann aalen bei Bas br degann der Artillerie det Chaltau ier Attillerit; cher, aber die Hinter den teillont der nal officiel 11 ur 20 terkstelligten 1 Bersailles. Gegen 4 Duval und 7 point von — Das Gefecht war bei Eintritt der Nacht beendigt. Bergeret wird durch den Mont Valerien in Schach gehalten. Die Nationalgarden halten den Wald von Meudon besetzt. Es heißt, fie würden in der Nacht gegen Versailles vorrücken. Die Commune ist unenkmuthigt. — Die Commune hat durch ein Decret die Minister Thiers, Favre, Simon, Picard und Pothuau in Anklagezustand versetzt. Dieselben werden, heißt es darin, von dem Volksgericht zur Verantwortung gezogen. Ihre Güter und Ver— mögen werden mit Beschlag belegt und sequestrirt. — Weitere Decrete verfügen: die Trennung der Kirche vom Staat, Unterdrückung des Cultus- Budgets. Die Güter der geistlichen Genossen- schaften sollen Nationaleigenthum werden. Versailles, 2. April. Die Regierung ist im Begriff, zwei Armeen gegen die Pariser Com- mune zu formiren. General Duerot wird von Rennes aus die eine derselben tommandiren, die aus Kriegsgefangenen gebildet wird; Marschall Mac Mahon die andere, die sich in Versailles sammelt.— Die Stadt Paris ist neuerdings ohne Gas beleuchtung; Mangel an Lebensmitteln macht sich fühlbar. Das Gerücht von einer Versteigerung des Krongutes wird dementirt. 3000 National- garden besetzten heute Morgen Courbevoie, Puteaux und die Börse von Neuilly. Sie wurden von 10,000 Mann Linie angegriffen und von diesen geschlagen. Es gab 200 Todte und Verwundete, sowie viele Gefangene. Letztere wurden sogleich erschossen. In Paris herrscht eine ungeheure Aufregung. Aus Verseiles meldet eine Depesche der Regierung vom 1. April, die Ordnung sei in den Departements seit 3 Tagen ungestört. In Lyon, St. Etienne, Toulouse, Nanbonne und Perpignan ist die Ruhe wieder hergestellt. Ganz Frankreich, ausgenommen Paris, ist pacisicirt. In Paris sei die Commune gespalten; dieselbe plündere die öffentlichen Kassen, sei aber obn— mächtig und werde von den Parisern verabscheu'. Letztere sähen ungeduldig dem Augenblick der Befreiung entgegen. Die Nationalversammlung sei um die Regierung geschaart und tage in vollstet Ruhe in Versailles, wo eine der schönsten Armeen, die Frankreich je besessen, der Vollendung entgegen gehe. Die guten Bürger, sagt die Depesche schließlich, möchten sich beruhigen, da auf ein baldiges Ende der kurzen, aber schmerzlichen Krise zu hoffen sei. — Eine Depesche der Regierung vom 2. April sagt: Da die Insurgenten eine Bewegung gegen Rueil, Courbevoie und Puteaux unternahmen und eine Barrikade bei der Brücke von Neuilly errichteten, griff der General Vinoy am 2. April Morgens die Positionen der Insurgenten an. Die Truppen nahmen die Positionen und Barri⸗— kaden, sowie die Brücke von Nenilly mit großer Bravour. Die Insurgenten ergriffen die Flucht und ließen eine große Anzahl Todter, Verwun— deter und Gefangener zurück. Der Verlust der Truppen war unbedeutend. — 3. April, Abends. Die Insurgenten, in zwei Colonnen von zusammen 40,000 Mann, machten einen Ausfall, theils über Nanterre und Bougival, theils über Meudon. Nach den ein⸗ gehenden Meldungen ist der von Meudon heran— gerückte Theil in voller Flucht, unter Zurücklassung vieler Todten und Verwundeten, während der über Nanterre und Rueil gekommenen Colonne General Vinoy den Rückzug abschneidet. — Ein Telgramm der„Agence Havas“ meldet: Die aufständischen Nationalgarden operiren in drei Corps, das erste von Montrouge aus, das zweite von Issy und das dritte von Rueil und Nanterre aus. Alle drei Corps rücken gegen Versailles vor in einer Gesammtstärke von 100,000 bis 110,000 Mann mit 200 Geschützen. — Die Abendzeitungen vom 3. April sagen: Das Hauptgefecht fand im Süden bei Chatillon und Fontenay aux Roses statt. Flourens soll dort mit 8000 Maun gefangen worden sein. Der frühere Commandant vom Mont Valerien, gegen welchen man in Versailles Verdacht hegte, wurde diese Nacht ersetzt. Die Pariser Gefangenen sind dort sofort erschossen worden. Mont Valerien war mit bedeutendem Erfolge am Gefecht betheiligt. Die Verluste der Pariset sind sehr bedeutend. Das Gefecht wendete sich zuletzt günstig für Versailles. Die Angriffe der Pariser scheiterten hauptsächlich an den früheren Verschanzungen der Deutschen. — 3 April. Die Insurgenten hatten gestern 2000 Todte. — 4. April. Gestern rückten zwei Corps der Insurgenten einerseits gegen Meudon und Chatillon, andererseits gegen Rueil vor. Beide wurden vollständig zurückgeworfen. Die Insur⸗ genten haben große Verluste erlitten. Gustav Flourens ist gefallen. Die Haltung der Truppen, auf deren Abfall die Insurgenten hauptsächlich gerechnet hatten, war ausgezeichnet. Heute Morgen eröffneten die Insurgenten in den Forts Vanvres⸗ Issy das Feuer auf die Truppen Augenblicke werden dieselben in Chatillon angegeiffen. Sitzung der Nationalversammlung hielt Thiers eine Rede, in welcher er sagte: Die Regierung werde streng gegen die Anstifter, nachsichtig gegen die Verführten sein. Die sehr gemäßigt gehaltene Rede fand großen Beifall. — Heute Nacht fand eine äußerst enthustasti⸗ sche Sitzung der Nationaloersammlung statt. In derselben zeigte Thiets an, daß die Insurgenten gänzlich unterlegen seien, und verhieß, daß der Aufstand baldigst ganz niedergeschlagen sein werde, — Die Redoute von Chatillon ist Vormittags von den Regierungstruppen genommen worden. 2000 Gefangene, darunter General Henry, wur⸗ den gemacht und nach Versailles abgeführt. Duval ist in der Redoute erschossen worden. Zwischen der Redoute von Chatillon und den die Forts besetzt haltenden Insurgenten wird ein Artillerie— kampf unterhalten, sonst wird augenblicklich nirgends gekämpft. Die Truppen werden mehr und mehr gegen die Aufständischen erbittert. Großbritannien. London. Der„Times“ wird vom 3. April gemeldet: Die Pariser Na- tionalgarden verloren in dem gestrigen Gefecht mit den Truppen der Regierung etwa 200 Mann. Gefangene Nationalgarden sollen als Rebellen er⸗ schossen worden sein. Im Laufe des Kampfes wurden die Nationalgarden zunächst auf Courbevoie zurückgeworfen; von dort, durch das Feuer des Mont Valerjen delogirt, zogen sie sich auf die Brücke von Neuilly zurück, von wo sie ein leb⸗ haftes Gewehrfeuer unterhielten, bis sie zum Rück- zuge nach der Stadt gezwungen wurden. Die Stadtthore wurden sofort geschlossen. — 4. April. Die„Times“ sagt, daß das gestern stattgefundene Gefecht(beim Mont Valerien) für die Commune unglücklich abgelaufen sei. Die Hauptursache des Fehlschlagens war die Annahme, daß der Mont Valerien auf die Insurgenten nicht feuern würde. Der Commandant des Forts er— laubte den Vorbeimarsch und eröffnete das Feuer, als die Insurgenten eine Strecke lang vorüber marschirt waren. Der Verlust war groß.— — Die„Morning-Post“ meldet in Betreff der Zahlung der Kriegskostenrate, eine frühere Nachricht berichtigend, daß der französischen Re⸗ gierung von Seiten Deutschlands ein Aufschub bis zum 15. April bewilligt worden sei. Selbst für diesen Termin sei aber noch die Zahlung zweifelhaft. Donaufürstenthümer. Bukarest. Den In diesem Bemühungen des deutschen Generalconsuls, dem der Redoute Man hofft auf raschen und vollständigen Erfolg.— In der gestrigen] Deutschen volle Entschädigung zu verschassen. sich der österreichische angeschlossen, gelang es, den bei den jüngsten Ausschreitungen beschädigten Holzversteigerung. 797 Donnerstag den 13. April 1871, Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in den Fretberrlich v. Nitter'schen Waldungen zu Hof Hasselheck: 1 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 5/* Eichen⸗ 67 25ʃ„ Buchen⸗Prügelholz, 9„ Eichen- und Birken. Prügelbolz, 4„ Aspen⸗ und Weiden⸗„ 4„ Birken⸗Stockhoiz, 950 Wellen Buchen⸗Reiserbolz, 7081„ Birken⸗ und Eichen⸗Reiserholz, 1250„ Aspen und Weiden⸗ 150 Kiefern⸗Reiserholz, 5 38 Gebund Ginstern oͤffentlich meifibietend verslelgert. Die Zusammenkunft uist im Lohschlag Nr. 21. FIrtedberg den 30. März 1871. In Auftrag der Freiherrlich v. Ritter'schen Gutsverwaltung zu Rüdesheim Heldt. Jaselochs⸗ Versteigerung. 840 Dienstag den 11, d. M., Vormittags 10 Ubr, soll ein der Gemeinde gehöriger Faselochs, welcher sich zum Schlachten sehr gut eignet, im Gemeindehaus öffentlich versteigert werden. Ober⸗Wöllstadt den 4. April 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Wöllstadt. Feuerbach. 577 Mein für die diegsährige Saison wohlassortirtes Tapeten⸗Lager bringe in empfehlende Erinnerung, Georg Groß. Holz- Versteigerung. 825 Dtienffag den 11. April d. J. werden von Morgens 9 Uhr an aus den Domansalwalddistrikten Westerfeld'scher Wald und Kellerberg versteigert: 1 Stecken Buchen⸗Scheitholz, 13 b ee 1„Nadelholz 12% Eichen⸗Birken⸗Prügelholz, 4½ 7 Nadelholz⸗ 7 1„ Stockholz, 250 Stück Buchen⸗Wellen, 11306„ Eichen⸗ und Birken- Wellen, 800„ Nadelholz⸗Wellen, 97„Eichen⸗Stämme mit 2590 Cubikfuß, 2„ Birken- 15 5 9 5 27„ Jichten⸗ 1 1 362 10 Die Zusammenkunft it Morgens 9 Uhr im Schlag 11, Distrikt Kellerberg. Ober⸗Rosbach den 3. April 1871. Großherzogliche Oberförsteret Ober-Rosbach. Strack. Bekanntmachung. 844 Die im Nieder Weiseler Gemeindewald adgehal⸗ tene Holzversteigerung vom 20. und 21. März l. 3. hat die Genehmigung erhalten und ist der erste Fahrtag auf Mittwoch den 12. l. M. bestimmt worden. Nleder⸗Weisel den 4. April 1871. Großherzoglsche Bürgermeisteret Nieder Weisel. Reuter. Holzversteigerung. 832 Montag den 17. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Freiherrlich v. Died'schen Kirchwald dahier: 200 Stecken Buchen⸗Scheit. und Prügelbolz, 10000 Wellen von verschiedenen harten Holzarten öffentlich an Ort und Stelle, oder dei Regenwetter auf dem Fruchtspeicher versteigert werden. Zlegenberg den 4. April 1871. Kirchner. Bekanntmachung. 836 Die am 3. d. M. in den Freiberrlich v. Francken⸗ stein'schen Walddistrikten Klentzeschlag, Köhlerschlag und Diezenberg abgehaltene Holzversteigerung ist genehmigt. Erster Fahrtag Donnerstag den 13. April. Ockstadt den 4. April 1871. Der Freiperrlich 15 Franckenstein'sche Oberförster u mp f. Hafer ⸗Versteigerung. 830 Mittwoch den 12. April l. J., Vormittags 10 Ubr, werden auf blesigem Rathbaus die daselbst lagernden eirca 20 Malter Hafer einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt. Assenheim am 4. April 1871. Großherzogliche Bürgermeisterel Assenbelm. Be st. Stein ver kauf. 827 Vorzügliche Mauersteine werden wieder für den geringen Preis per Klafter 8 fl. abgegeben von der Gemeinde Veidhecken. Leidhecken den 3. April 1871. Großherzogliche Bürgermelsterel Leidhecken. Selzam. Krippen, Tröge und Gossensteine 370 aus s. g. Lungsteln(Dolerit) empfieblt die Ziegelei am Bahnhof zu Bad⸗Nauheim. 833 ru beehre ich mich ergebenst anzuzeigen, daß ich e 0 in Frankfurt a. M., Große Gallusstraße 7, eine Filiale 6 meiner Fabrik eröffnet habe und daselbst vollfländigee Lager sämmtlicher Militär ⸗-Effeeten, Uniformen und Aus rüstungsgegenstände Eduard Dachs, Lieferant des Kaiser⸗ Königl. Cadettenhauses zu Berlin. vorräthig halte. Berlin, Friedrichsstraße 217. Frankfurt a. M., Große Gallusstraße 7. Nancy, Hötel de l'Europe. r r Holz-Versteigerung. 841 Mittwoch den 12. April werden im hiesigen Ge⸗ meindewald, in den Distrikten Rotherstoß, Burg und Pfahigraben, nachverzeichnete Holzsortimente öffentlich meisftbietend bersteigert: 27½ Stecken Buchen⸗Prügelbolz. J½%½„ Aopen⸗„ 4„ Buchen-⸗Stockholz, 2068 Buchen⸗Schlagholzwellen I. Qualität, Eichen⸗ 5 desgleichen, Nadelholz Wellen, 185 Cubikfuß Nadel⸗Stangenholz, theils zu Bobnen⸗ stangen geeignet. Anfang und Zusammenkunft der Versteigerung Vor⸗ mittags 9 Uhr am Rotherstoß. Nieder⸗ Rosbach am 3. April 1871. Großherzogliche 1 Nieder Rosbach. ro h. Arbeits ⸗Versteigerung. 837 Freitag den 14. April, Vormittags 11 Ubr, werden auf dem Rathhause zu Nieder Rosbach die bei An⸗ fertigung eines neuen Aetenschranks vorkommenden Ar- deiten an die Wenigfinehmenden in Accord gegeben, und ift die Schreinerarbeit ve anschlagt zu 33 fl. 26 kr. „Schlosserarbeit N, „ Weißbinderarbeit Friedberg deu 4. April 1871. Der Bezirks ⸗Banuaufseber Schneider. Submission. 838 Die am 20. Februar l. J. in Reichelsheim ab ehaltene Verfleigerung bezüglich der Dachdeckerar⸗ beiten an der Kirche und Pfarrhofraithe hat die Ge— nehmigung nicht erhalten und sollen diese Arbeiten auf dem Sukmissionsweg in Accord gegeben werden, wozu Uebernehmer ihre Angebote frankitt und versiegelt bis zum 15. April, Vormittags 11 Uhr, entweder bei dem Kirchenvorstand zu Reichelsheim, oder bei dem Unter⸗ zeichneten einreichen wollen. Die Eröffnung der Submissionsgebote findet auf dem Rath aus zu Reichelsheim in vorbezeichnetem Ter⸗ min statt. Im Oberhesfischen Anzeiger Nr. 32 find di- Arbeiten unter Inserat 631 näher beschrleben; Kostenüberschlag und Accordsbedingungen lirgen bet dem Unterzeichneten zur Einsicht offen. Friedberg den 4. April 1871. Der Bezirks⸗Bauaufseher Schneider. S ban Fi i n 839 Für die Gemeinde Fauerbach b. F. sollen 3 neue Jeuerleuern von 7 bis 9 Meter Länge angeschafft werden, per[f. Meter ist veranschlagt zu 1 fl. 12 kr. Lust⸗ tragende Uebernehmer wollen ihre Angebote frankirt und versiegelt bis zum 20. April l. J. bei dem Unter⸗ zeichneten einreichen. Friedberg den 4. April 1871. Der Bezirks Bauausseher Schneider. Arbeits ⸗Versteigerung. 808 Samstag den 8. April 1871, Vormittags 10 Uhr, oll auf dem Gemeindebause zu Petterweit nachbe⸗ nannte Arbeit öffentlich wenigstnehmend in Accord ge⸗ geben werden, als: Pflasterarbeit, veranschlagt zu Vilbel den 30. März 1871. 180 fl. Volk, Bezirks ⸗Bauaufseher. Aissinger Pastillen, 89 hergestellt aus den Salzen des Rakoczi, über dessen heilkräftige Wirkungen die Schriften von Hofrath Dr. Bahling, Hofrath Dr. Erhardt und Dr. Otruf handeln. Besonders empfehlenswerth gegen Trägbeit der Ver dauungsorgane, mangelhafte Seeretion, Bleichsucht, Blutleere, wie auch gegen Hämmorthoiden, Neigung zu 1 77 5 22 per Flacon 30 kr. Nur allein ä äuflich in Friedberg bei Hof⸗ G. Görtz g 9 Hof⸗ Apotheker Kal. Baier Mineralwasser⸗Versendung. Eine Quantität Heu 815. zu laben. Gegen vorschrifts mäßigen Bürgschein wird ein Vierteljahr Credit gegeben. Wo? sagt die Expedition d. Bl. Ninie Friedberg-Ober-Widdersheim per E sen bahnp ro ject Echzell und Hungen-Müche per Laubach 843 zu Echzell allgemeine Versammlung, Montag den 10. April, Nachmittags 3 Uhr, bei Wirth Steffan. weiterer Schritte zur Förderung der Sache. Friedberg den 3. April 1871. Referat der Kammer Verhandlungen über diese Eisenbahn- Angelegenheit, Berathung Für das Central⸗Comité: Brentano. Kegelkugeln und Kegel 845 flets vorräthig bet Friedberg. Hermann Neisel. Steinkahlen, 691 namentlich auch Schmiedekohlen, verkauft zu billigen Preisen die Ziegelei am Bahnhof zu Nauheim. Irische Reps- und Leinkuchen 604 billtgst bei Georg Groß. Liederkranz. 835 Am 2. Osterfeiertag Abendunterhaltung im Saale des Hötel Trapp. wirr nicht ausgegeben. Friedberg. Bad-Uauheim. 834 Am 2. Osterfeiertag Tanzmusik, wozu freundlichst einladet D. Fritz. Der Vorfland. Spargel-Pflanzen, Ulmer Zjährige, N Jacob Herrmann, Samenhandlung. Frisches Eigelb, 826 3 Stück à 2 kr., bei Trapp& Münch. Luzerner und deutscher Kleesamen 823 bei Ph Dan Kümmich. Alle Sorten Oelfarben 821 in bester Qualttät empfiehlt Wilhelm Bernbeck. Patent⸗Kassenschränke 842 stete auf Lager un er Garantie bei H. Briel, Steingasse 8, Frankfurt a. M. 803 bei Cement 701 in bester Qualität bei Friedberg. Jean Huber. Einen Garten, 831 neben der Taubstummenanstalt gelegen, hat zu verpachten Friedrich Horn. Ein Eber, 829 8 Monate alt, stebt zu verkaufen bet Ilbenstad. Müller Schuch. Schwarze Kaiser-Tinte ist in Flaschen 2 8 und 14 kr. stets zu bahen bei Bindernagel& Schimpff Eine Scheuer 822 mit Garten ist unter vortbeilbaften Bedingungen zu verkaufen. Das Nähere bel der Expedition d. Bl. Leere Oelfässer, 390 zu Pfuhl ꝛc. ꝛ., bei Georg Groß. Einladung. 828 Montag den 10. d. M., als am zweiten Oster⸗ feiertag, findet auf dem 5 Selzerbrunnen Harmonie- und Tanzmusik falt, wozu freundlichst einladet P. Weitzel. Deutschen und ewigen Kler- Samen 576 billtaft bei Georg Groß. 8 steht zu verkaufen Wo? sagt die Exped. d. Bl. neben der Post. d ru chtprei e. Per Malter. Friedberg, 4. April. Waizen Kor 10 fl. 30 kr.; Gerste 8 fl. 45 kr.; Hafer 5 fl. 40 kr. Frankfurt, 3. April.(200 Zollpfund.) Waizen 14—15½¼½; Korn 11½— 11 O2; Gerste— 3 Hafer 10— 10¾ 3 Rüböl(100 Zollpfd.) ohne Faß 293 Branntwein (50% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß—. Grünberg, 1. April. Waizen 14 fl 10 kr.; Korn 11 fl. 1. kr.; Gerste 7 fl. 36 kr.; Hafer 6 fl. 12 kr.; Molter 10 fl. 30 kr.; Erbsen 15 fl.— kr.; Wicken 14 fl. 30 kr.; Saamen 20 fl. 30 kr.; Kartoffeln 3 fl. 48 kr. Mainz, 31. März. Waizen 13 fl. 34 kr.; Korn 11 fl. 23 kr.; Gerste 7 fl. 37 kr.; Hafer 6 fl. 37 kr.; Kartoffeln 5 fl.— kr.; Roggenstroh per 100 Gebund 48 fl. Kirchen buchsausz üg t. Evangelische Gemeinde. Getaufte: 26. März. Dem Ortsbürger zu Üdenhaufen, Kreis Alsfeld, und Taglöhner Johann Adam Demmerling eine Tochter Anna Dorothea, geb. den 1. März. 5 Phllipp Reinhard Vogt ein Sohn Johann Fried Withelm, geb. den 10. Februar. Ju i 26. Ma K bre u g Mäcz. Katharine Louise Keßler, Töchterchen des biefigen Bürgers und Schneldermeisters Jahn Sidon Keßler, 1 Jahr 12 Tage alt, F den 24. März. 29. März. Karoline Wilhelmine Schleuning, 8 Jahr 10 Monat l Lage alt, Tü den 27. März. 31. März und Wagnermeister, 56 Jahre 6 Monat 6 T den 30. März. 1 5 Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Vindernagel& Schimpff. Anfang präcis 8 Uhr.— Programm Eine Chaise Clace-Handschulte, Seed 14 fl. 35 kr.; 26. März. Dem biesigen Bürger und Stadtrechner Johann Konrad Ruppel, hiesiger Bürger — „„ re