de auf tell unter c Sen gungen Kvappscasts ung eintretti, igen 4 11 finden fort⸗ erger Strebau⸗ 1 Stieter, sewit 1 Krege int rt: er eg. 750 reel unk fen lan sogleich. dt 221 Bel 1 Feiwarken n der Thiel ert. N. lung. 7 Tertier In dn 2224 stäht, 3 Bausch I. schrank des, 1 ret. E ein Nealschile biesigt⸗ baten! 3) Erstattung des Verwaltungsberichts der Mathildenstiftung für ver- 1871. Dienstag den 5. September. M104. Oberhessischer Anzeiger. 4* . Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Fur den Monat September kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. feen Die Beitreibung der Gemeindegelder. Amtlicher Theil. Friedberg am 1. September 1871. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Beienheim, Bönstadt, Dorn-Assenheim, Fauerbach b. Fr., Friedberg, Gambach, Griedel, Hausen, Hoch-Weisel, Ilbenstadt, Wenn Sie nicht binnen 3 Tagen unserer Verfügung vom 20. Julidd. ein Wartbote an Sie ab. J.. r i Die heimliche Entfernung des Schulknaben Stock von Burkhards. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, Großherzogliche Polizeiverwaltung Bad-Nauheim, Großherzoglichen Münzenberg und Ossenheim. Nr. 85 des Oberhessischen Anzeigers, entsprechen, geht Trapp. Friedberg den 1. September 1871. Polizeicommissär in Wickstadt und die Großherzogliche Gendarmerie des Kreises. Donnerstag den 7. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, findet die statuten- 1 mäßige Generalversammlung des Mathildenstifts des Kreises Friedberg auf dem Rathhause dahier statt. Zur Verhandlung kommen: 1) Rechnungsablage. 2 Definitive Verwilligung der vorgesehenen Beträge für die Industrie— schulen für 1871. wahrloste Kinder im Kreise Friedberg. 4) Festsetzung des Voranschlags für 1872. Betreffend: perbffcontrol Versa Einladung. Einlagen. wmlung des Jahres 1871. Bekanntmachung Rubricat treibt sich vagabundirend umher und ist im Betretungsfall zu arretiren und vorzuführen. Trapp. 5) Abänderung des§. 22. der Statuten bezüglich der Verzinsung der 6) Aufnahme neuer Mitglieder. 7) Ergänzung des Vorstandes. Die Mitglieder des Vereins, namentlich die Herren Bürger⸗ meister, die Herren Geistlichen und die Herren Lehrer des Kreises werden zu recht zahlreicher Friedberg am 1. Der Präsident des Mathildenstifts des Kreises Friedberg: Betheiligung hiermit eingeladen. September 1871. ad. Friedberg den 1. September 1871. des Großherzoglichen Bezirks-Commandos Friedberg. Die Herbstcontrol⸗Versammlungen pro 1871 im Kreise Friedberg (1. Compagnie des 2. Bataillons 2. Landwehr-Regiments) werden in zachstehender Weise abgehalten: A. Auf dem Exereierplatz zu Am 18. Septembder, Vormittags 8 Uhr. Hierbei haben zu erscheinen sämmtliche Truppentheile beurlaubte Mannschaften, die Reservisten und Land— wehrleute aller Waffen, sowie die zur Disposition der Ersatzbehoͤrden intlassenen Mannschaften des Großherzogthums und des norddeutschen Bundes aus den Bürgermeistereien Bauernheim, Beienheim, Bruchen— brücken, Dorheim, Fauerbach b. Fr., Bad-Nauheim, Wisselsheim, Friedberg. Am 18 September, Vormittags 10 Uhr, die Mannschaften vorgenannter Kategorien aus den Bürgermeistereien Assenheim, Bönstadt, Dorn⸗Assenheim, Nieder-Mörlen, Nieder-Rosbach, Dber⸗Merlen, Ober Rosbach, Ober- Wöllstadt, Ockstadt, Ossenheim, Rödgen, Schwalheim, Wickstadt— Am 18. September, Nachmittags 3 Uhr, de Mannschaften vorgenannter Kategorien aus den Bürgermeistereien Södel, Friedberg: zur Disposition ihrer mit Oes, Hoch⸗Weisel, Nieder-Weisel, Trais-⸗ Münzenberg. ihren Händen haben. Die Nieder ⸗Florstadt, Ostheim, Nieder-Wöllstadt, Ober-Florstadt, Reichelsheim, Staden, Steinfurth, Weckesheim, Wölfersheim, Wohnbach. B. Auf dem kleinen Exereierplatz bei Butzbach: Am 19. September, Vormittags 8 Uhr, die Mannschaften vorgenannter Kategorien aus den Bürgermeistereien Bodenrod, Butzbach, Fauerbach v. d. H., Gambach, Griedel, Hausen Kirch⸗Göus, Maibach, Muͤnster, Münzenberg, Oppershofen, Pohl-Göns, Rockenberg, Es wird hierzu bemerkt, daß sämmtliche Mannschaften die in befindlichen Militärpapiere Mannschaften, welche nicht überwiesen sind, der Controlversammlung anzumelden. Großherzoglichen sämmtliche Leute ihrer Gemeinden, die den genannten Kategorien ange— hören, obige Bekanntmachung mit der Bemerkung mitzutheilen, sich dieselben pünktlich einzufinden haben. zur Stelle mitzubringen haben sich bei Herren Buͤrgermeister werden ersucht, daß Je g enn Major und Bezirkscommandeur. Abenstadt, Langenhain mit Ziegenberg, Melbach, Deutsches Reich. Darmstadt. Die„Hess. V.“ schreiben: Bekanntlich schwebt zwischen Regierung und Stän— min ein Streit darüber, ob der gegenwärtige bandtag, der bereits zwei Budgets votirt, dessen Mandat aber erst im Jahr 1872 erlischt, noch berufen sei, ein weiteres Budget für die Finanz- nriode 1872— 74 zu vereinbaren. Die über- wiegende Mehrheit der zweiten Kammer verneint Dies und zwar unserer Ansicht nach mit Recht, eh wohl wir nicht verkennen wollen, daß die Ver— Aung in dieser Beziehung sich nicht ganz klar 1 ausspricht, mit andern Worten, eine„Lücke“ vor- handen ist. Nach uns gewordenen Mittheilungen dürfte sich indeß die Sache dahin erledigen, daß die Kammer unter Wahrung der von ihr ver— tretenen Anschauung sich bereit erklärt, auf die Berathung eines einjährigen Budgets(1872) einzugehen, falls die Regierung, wie ja wieder— holt zugesagt, ein neues Wahlgesetz vorlegt. Kommt eine Vereinbarung auf dieser Basis nicht zu Stande, dann dürfte eine Auflösung der Kammer unvermeidlich sein. — Ein Bericht der Oberstudiendireetion be— antregt, den 1500 fl. betragenden Staatszuschuß zu der hiesigen Realschule auf 3700 fl. zu erhöhen, den Anstalten zu Alsfeld, Alzey, Bingen, Friedberg, Michelstadt und Worms aber eine weitere Sub⸗ vention von je 300 fl. zu Theil werden zu lassen. — Wie hiesige Blätter melden, hat Oberhof prediger und Consistorialrath Dr. Schwarz von Gotha definitiv zugesagt, am ersten Verhandlungs- tag des Protestantentages dahier(4. October) die Festpredigt zu halten. Berlin. Hiesigen Blättern zufolge wird die dreiwöchentliche Nachkur des Kaisers in Gastein —— 5 1 ä 3 e am 3. Sept. beendigt. Am 6. d. M. trifft der Kaiser in Salzburg ein, wo das Nachtlager ge- nommen wird. Am 7. erfolgt die Fortsetzung der Rückreise über München. — Daß die deutsche Feldpost im letzten Kriege ganz Außerordentliches geleistet, ist von allen Sei⸗ ten unumschränkt anerkannt worden, doch werden einige statistische Notizen das Factum zur Evidenz beweisen Die Postoerwaltung stellte, unter Hin⸗ zufügung der Zahl der bei den Postanstalten in Elsaß-Lothringen und der bei den Postsammel stellen beschäftigten Beamten ein Personal von über 5000 Köpfen für die Zwecke des Krieges, dann 1933 Pferde und 465 Fahrzeuge. Es wurden auf dem Kriegstheater 411 deutsche Post⸗ anstalten errichtet. Aus den amtlichen Ermitt- lungen über den Feldpostverkehr für den Zeitraum vom 16. Juli 1870 bis 31. März 1871 ergeben sich folgende enorme Resultate: Es wurden be⸗ fördert 89,659,000 gewöhnliche Briefe und Corre⸗ spondenzkarten, 2,354,310 Zeitungen, in Militär- dienstangelegenheiten 43,023,460 Pfund in 36,704 Briefen und Packeten, in Privatangelegenheiten der Militärs 16,842,460 Pfund in 2,379,020 Briefen, 125,916 Packete in Militärdienstange⸗ legenheiten und 1,853,686 Packete in Privatan⸗ gelegenheiten. — Bei den vielfach laut werdenden Klagen über Zurücksetzung der katholischen Kirche in protestantischen Ländern dürsten nachstehende An- gaben über die Ausstattung und besonders über die Gehalts⸗-Dotirung des Clerus in Preußen nicht ohne Interesse sein. Von den acht Kirchen- fürsten, welche an der Spitze der in den acht alten Provinzen des Staates bestehenden ebenso vielen Dibtesen stehen, erhalten, und zwar ledig— lich aus Staatsfonds, die Erzbischöfe von Köln und Posen⸗Gnesen ein jeder ein Jahrgehalt von 12,000 Thalern, ebenso viel die Bischöfe von Breslau und des Ermelandes. Die drei unter dem Erzbischofe von Köln stehenden Bischöfe von Trier, Paderborn und Münster, desgleichen der dem Erzbischof von Posen untergeordnete Bischof von Kulm, erhalten jeder ein staatliches Gehalt von 8000 Thalern. Daneben haben diese acht Herrrn auch noch auf Staatskosten erbaute und erhaltene Palais. Zu den Gehalten der Weih— bischöfe d. h. der Stellvertreter und ersten Ge— hilfen der Erzbischösfe und Bischöfe trägt der Staat ebenfalls ein Erkleckliches bei, nämlich jähr⸗ lich 50,621 Thaler. Dazu die Besoldung der acht Kirchenfürsten mit 80,000 Thaler, ergibt 130,621 Thaler. In dem katholischen Frankreich, wo der Bischof nur 4000 Thaler, der Erzbischof auch nur 5333 Thaler erhält, würden jene acht Herren nicht 80,000, sondern nur 34,666 Thaler dem Staate kosten. Die achtzehn Prälaten, deren die Kapitel zu Köln, Posen, Breslau, Münster, Paderborn, Trier, Frauenburg und Peplin jedes einen„Domdechanten“ haben, die Domstifte zu Gnesen und Aachen aber nur je einen Domprobst, beziehen an Besoldung zusammen 28,680 Thaler, also durchschnittlich jeder 1593 Thaler neben einer comfortabel eingerichteten Amtswohnung. In Frankreich haben Geistliche dieses Ranges gerade halb so viel Gehalt. Zur Besoldung der„Dom⸗ herren“ und der„Domvicare“ trägt der Staat die Summe von 92,893 Thalern bei; auch die Diöcesaninstitute werden zum großen Theile vom Staate unterhalten. Wie bedeutend aber der Staatssäckel für die Bestreitung der Bedürf⸗ nisse der bischöflichen Stühle, det Domkapitel und der Dibcesaninstitute herangezogen wird, geht daraus hervor, daß zur Besttreitung der Bedürf⸗ nisse die Summe von 351,055 Thalern jährlich aus Staatsmitteln hergegeben werden. — 1. Sept. Die durch die Blätter kürzlich gegangene Mittheilung über die Standeserhöhung des Reichskanzlers, daß der Fürstentitel nicht erb⸗ lich verliehen sei, entbehrt nach der„Kreuzzeitung“ jeder Begründung. Der Färstentitel sei erblich nach dem Rechte der Erstgeburt verliehen und die Standeserhhung am Tage der Eröffnung des Reichstages vom Kaiser aus völlig eigener Be— wegung und in einem eigenhändigen Erlaß voll— zogen worden. Der Kanzler sei demnach auch nicht in der Lage gewesen, irgend welche Ansichten darüber vorher zur Sprache zu bringen. — Wie die„D. R. C.“ hört, wird der Reichstag etwa zum 19. oder 20 Oktober zur diesjährigen Session einberufen werden. — Nach der„Krzztg.“ ist über den amtlichen Aufwand an Packet⸗ und Briesportobeträgen ein Aversum aufgenommen worden, welchen Betrag die preußische Staatsregierung fortan jährlich an die Reichskasse zu zahlen gedenkt, um die Porto⸗ freiheit für amtliche Sendungen in früherer Weise wieder herzustellen. — Die„Rhein. Ztg.“ hatte in einem die Einzugsfeierlichkeit in Berlin referirenden Berichte die kurze Mittheilung gemacht, daß den Strapazen bei den Einzugsfeierlichkeiten 18 Mann erlegen seien. Vor Gericht gestellt, wurde das Blatt zwar freigesprochen, aber Seitens des Kriegs— ministeriums constatirt, daß anläßlich dieser Feier auch nicht ein einziger Todesfall vorgekommen ist. — Eine Correspondenz der„Kreuzzeitung“ aus Wien glaubt, daß bei der Gasteiner Be— sprechung auch die österreichischen Beziehungen zu Rußland zur Sprache gekommen seien und daß wohl Anschauungen gewonnen wurden, welche zu— lassen würden, von preußischer Seite dem Peters burger Cabinet über die Auffassung und Stimmung der leitenden österreichischen Kreise Mittheilungen zu machen, die für eine versöhnliche directe Aus einandersetzung die geeignete Brücke bilden können. — Die„Kieuzzeitung“ enthält eine Wiener Correspondenz, in welcher es heißt: Der Gedanke, über den Inhalt und die Ergebnisse der Gasteiner Begegnung den diplomatischen Repräsentanten des Auslandes eine authentische Mittheilung zu eigener Orientirung und geeigneter Benutzung an den betreffenden Höfen zu machen, sei aufgegeben. Man habe geglaubt, sich darauf beschränken zu müssen, Stellen, an denen eine gewisse Beun— ruhigung über die Dinge in Gastein Platz greisen sollte, Aufklärungen zugehen zu lassen. welche keinen Zweifel gestatteten, daß den Besprechungen jede aggressive Tendenz fern gelegen habe und nur eine möglichst umfassende Verständigung im Interesse des Friedens Seitens derjenigen Staaten⸗ gruppen angestrebt worden sei, deren Zusammen⸗ gehen jederzeit als sicherster Hort des Friedens sich bewährt habe. — Nach einer im Kriegsministerium veran- stalteten oberflächlichen Zusammenstellung der während des Krieges von 1870/71 zur Verthei⸗ lung gelangten Eisernen Kreuze beläuft sich die Gesammtzahl derselben auf circa 40,000; es ist das eine Zahl, welche, wenn man sie in Vergleich stellt zu den während des Feldzugs von 1813—15 verliehenen Kreuzen, hinter dieser Verleihung nicht unerheblich zurückbleibt. Denn während die deut— sche Armee in dem letzten Fele zuge mehr als das vierfache derjenigen Zahl betrug, welche in den Jahren 181315 die preußische Armee repräsen⸗ tirte, so betrug die Zahl derjenigen eisernen Kreuze, welche in den Befreiungs kriegen zur Ver⸗ tyeilung gelangten, doch circa 15.700. Ganz be⸗ sonders erheblich tritt aber dieser Umstand bei den Verleihungen der oberen Classen dieses Or- dens in den Vordergrund. So wurde z. B. während der Befreiungskriege das Großkreuz des Eisernen Kreuzes außer an den Kronprinzen von Schweden, an die Generale Fürst Blücher, von Gneisenau, Graf Jork, v. Tanentzien und von Bülow verliehen, während in dem letzten Feld- zuge diese höchste Classe des Ordens nur an sieben hervorragende Generale gegeben wurde, nämlich an die drei prinzlichen Marschälle: Kron⸗ prinz des deutschen Reiches, Prinz Friedrich Karl und Kronprinz von Sachsen, an den Feldmar⸗ schall Graf Moltke und an die Generale von Werder, v. Goeben und v. Manteuffel. In gleicher Weise bietet sich eine geringe Verleihung der Dekoration des Eisernen Kreuzes erster Classe während des letzten Feldzuges dar und hier tritt der Unterschied so auffällig hervor, daß die Zahl der 1870%71 verliehenen Decorationen dieser Classe fast um die Hälfte geringer ist, als die⸗ jenige war, welche 1813 bis 1815 zur Verthei⸗ lung gelangte. Potsdam. Die Mittheilung eines B liner Blattes, der Kronprinz sei vom Pferde ge stürzt, entbehrt jeder Begründung. Der Kron prinz erfreut sich des besten Wohlseins und ist von irgend einem Unfall keine Rede. 1 Eisenach. Die„Weim. Ztg.“ meldet von hier: In einer Sitzung des Kirchengemeindevor⸗ standes ist Pfarrer Marbach aus Obbornhefen bei Gießen mit großer Majorität zum hiesigen Oberpfarcer an Stelle des verstorbenen Kirchen⸗ rathes Dr. Stier gewählt worden. Münster. Seitens des Militärgerichtes der 13. Division werden aus dem Bezirke des ersien westphälischen Landwehr- Regiments Nr. 13. 37, aus dem des fänften westphälischen Landwehr⸗ Regiments Nr. 53 64 Mann, theils Refruten, theils Reservisten, zum 9. December nach Münster vorgeladen, da gegen dieselben der Desertionspro⸗ ceß eingeleitet ist. 1 Marburg. Wie die„Oberhess. Zig.“ ver- nimmt, hat der jüngst in Santiago verstorbene Wilhelm Deichert von hier Denjenigen aus Mar⸗ burg, Kassel und Hanau, welche an dem Kriege gegen Frankreich theilgenommen, für jede dieser drei Städte Eintausend Thaler testamentarisch ausgesetzt. Frankfurt. Die hiesigen Zeitungen melden: Die jungen Leute aus Homburg und Biedenkopf, sowie eine ältere Serie junger Frankfurter, letztere schon einmal durchgefallen, welche sich am 1. Sept. im Examen für den einjährigen Militärdienst be⸗ fanden, hatten entschiedenes Pech, denn sämmtliche, nämlich 17, fielen durch. Von den 60 an diesem Tage Examinirten bestanden überhaupt nur 3. Die von Jahr zu Jahr sich steigernde Strenge in den Prüfungen dürfte den Eltern eine Mahnung sein, ihre Kinder nicht eher aus den höheren Bildungsanstalten zu nehmen, als bis sie dieselben vollständig absolvirt haben. Lübeck. Der hier versammelt gewesene volks wirthschastliche Congreß hat bezüglich der Münz⸗ frage folgende Resolution mit Einstimmigkeit ange⸗ nommen: Dem Reichstage möge in der nächsten Session ein Gesetzentwurf zur Herstellung eines einheitlichen decimalen Münzsystems auf Grundlage der reinen Goldwährung mit der Rechnungseinheit im Werthe von 20 Silbergroschen der gegenwar⸗ tigen Währung vorgelegt werden. Die bisherigen Silbercourantmünzen werden suctessive eingezogen, gelten aber bis auf Weiteres als gesetzliches Zah⸗ lungsmittel. Die Ausprägung von Silbercourant findet nicht mehr statt. Alle provisorischen Maß- regeln ohne Durchführung eines ganzen Reform- plans sind zu vermeiden. Ausland 5 Oesterteich. Gastein. Kaiser Wilhelm reist sicherem Vernehmen nach in Begleitung des Fürsten Bismarck Mittwoch nach Salzburg ab, wo derselde Donnerstag mit dem Kaiser von Oesterreich zusammentrifft.— Frankreich. Paris. 1. Sept. Briefe aus Versailles constatiren, daß das gestrige Votum der Kammer mit allgemeiner Befriedigung in den Departements aufgenommen wurde, und daß man hofft, es werde hierdurch ein allgemeiner Auf⸗ schwung der Geschäfte erzielt werden. Thiers hat Beglückwünschungs Telegramme von allen Regie- rungen erhalten. Man glaubt, die Verhandlungen mit dem Grafen Arnim bezüglich der Räumung der Departements um Paris werde durch das Votum der Versammlung erleichtert. Die Nach- richt, daß Thiers heute eine Botschaft an die Nationalversammlung richten wird, in welcher er seinen Dank ausspricht, wird bestätigt. Das Ge- rücht von Veränderungen im Ministerium wird dementirt Larcy hat seine Demission zurückge- zogen. Die Ferien der Nationalversamnlung werden wahrscheinlich gegen den 15. d. beginnen. — Die Krise im Innern hindert die öffentliche Meinung nicht, den auswärtigen Angelegenheiten ein reges Interesse zu widmen. Die österreichisch⸗ italienisch-deutsche Allianz macht noch immer die Köpfe warm. Der Gasteiner Correspondent der „Verite“ bemüht sich, in anderthalb Spalten nach · 1 zuweisen, die Intentionen des deutschen Reichs ⸗ 3 „ rr er eee ee S K 8 — — 2 2 reer — 2 U detaneslattt tungen ntlen au Biedenkey 74 „ t grwrsent dull ch ker Nin nigltit 4g 1 ktr gächin cmngstindtit dit gigen Dit diazrrizen ert tag ges, galer Wildes begleiunz u Salben 0 Kalt n 0% Brut 0 Bismarck's zu franzosenfeindlichen Intriguen— dagegen aus zuverlässiger Quelle, Alles sei in diesem neuen Kriege werde es nicht nur Deutsch— Bemerkung:„Bismarck fährt fort seine Allianzen vorzubereiten, während Frankreich sich nach wie vor in sich selbst spiegelt. vollendete, ohne es um Eclaubniß zu fragen, mit, man weiß nicht wem, man weiß nicht warum.“ circulirt und findet vielen Anklang eine Petition kanzlers seien an der kalten Höflichkeit Beust's schmählich gescheitert; bis zur Stunde sei kein Allianzvertrag zu Stande gekommen, darauf könne er, der Berichterstatter, sein formellstes Ehrenwort geben, u. s. w. u. s. w. Natürlich, für die Zu⸗ kunft lasse sich— bei dem lasterhaften Hang nicht Ein anderes Blatt garantiren. berichtet Ordnung: binnen zwei Jahren werde Frankreich von einer neuen Invasion bedroht werden, und in land, sondern auch Oesterreich-Ungarn zu be— kämpfen baben. — Die„Opinion“ macht folgende interessante Geschlagen und besiegt möchte es, wenn es nur könnte, sich zugleich messen mit Deutschland, um Revanche zu nehmen, mit Spanien, weil es einen König wählte, der ibm nicht gefällt, mit Italien, weil es seine Einheit — In der weiblichen Bevölkerung von Paris an die Miiglieder der Nationalversammlung zu Versailles, welche in ihrer ergreifenden Kürze wie folgt lautet:„Im Namen der Menschlichkeit, im Namen von Tausenden von Familien, die in Trauer und in das tiesste Elend versetzt sind, im Namen des öffentlichen Friedens, im Namen der Pariser; Industrie, welche hinwelkt, weil sie sich ihrer besten Arbeiter beraubt sieht, bitten wir um die sofortige Freilassung aller Gefangenen, mit Ausnahme der rückfälligen Verbrecher und der sehr Wenigen, in außerordentlicher Mission bei dem Präsidenten der französischen Republik beglaubigt wird. haben, sondern mit einem Volke, welches stets auf welchen direct die Anklage der Brandstiftang, des Mordes oder des Diebstahls lastet.“(Folgen die Unterschriften.) — Das„Journal officiel“ meldet: Der Prä— fident der französischen Republik empfing heute den Grafen Arnim, welcher ihm ein Schreiben des deutschen Kaisers überreichte, durch welches der Graf als bevollmächtigter Minister und Gesandter — Das„Messager de Paris“, das Organ der Pariser„haute finance“ läßt sich folgender- maßen vernehmen:„Lasset uns nicht vergessen, daß wir es nicht mit tapferen Soldaten, mit ehrlichen Leuten, mit loyalen Feinden zu thun nur seine Vergrößerung im Auge hatte und stets seinen Nachbarn Alles nahm(1), was es konnte: Geld, Gebiet, Möbeln und Uhren. Durch solch' unverschämtes Rauben wurde der kleinste und ärmste der Staaten, ohne Produktion und ohne Marine, der mächtigste Staat.... 5 Milliarden und 2 Provinzen müssen uns anspornen, diesen politischen Straßenräubern Böses mit Bösem zu vergelten und das, sobald als nur möglich.“ Versailles, 31. Aug. Die Nationalversamm— lung setzte heute die Debatte über den Antrag Vitet fort. Derselbe wurde von Picard in einer von leb— haftem Beifall begleiteten Rede befürwortet. Vitet erließ an alle Parteien eine warme Mahnung zur Eintracht und führte die Nothwendigkeit aus, eine Regierung der Reorganisirung an die Seite einer Versammlung zu stellen, welche die gesetzgebende Gewalt in vollstem Maße ausübte. Die§. 2, 3 und 4 der Einleitung wurden angenommen und zwar der Zusatzparagraph Dusaure's mit 523 gegen 34 Stimmen. Der erste Artikel des Gesetzes wurde mit 530 gegen 68 Stimmen angenommen. Art. 2 und 3 wurden gleichfalls genehmigt, der ganze Entwurf schließlich mit 480 gegen 93 Stimmen und die Sitzung geschlossen. — 1. Sept. Sitzung der Nationalversamm- lung. Bei Eröffnung der Sitzung gelangt eine Botschaft des Präsidenten der Republik zur Ver⸗ lesung. In dieser Botschaft dankt Thiers der Versammlung für das hohe Vertrauen zu ihm, von welchem dieselbe Zeugniß ablegt, indem sie ihm das böchste obrigk'itliche Amt des Landes anvertraut habt. Wenn volle Hingebung an die Interessen des Landes genüge, dieses Vertrauen zu verdienen, so wage er zu sagen, er sei dessen würdig. Thiers dankt allen Parteien der Ver- sammlung, sich in dem einen gemeinsamen Ge— danken vereinigt zu haben, die Regierung zu be— festigen und sie fähig zu machen, ihre Mission zu erfüllen. Die Botschaft schließt mit den Wocten: „Das Land nach Innen und Außen zu patificiren, es von der fremden Occupation zu befreien, es geehrt und geachtet zu machen, das muß das Ziel unserer Anstrengungen sein. Wenn wir dieses Ziel erreichen können, dann können wir uns mit Vertrauen dem Urtheil des Landes unterwerfen und ihm das Mandat zurückgeben, welches es uns anvertraut hat.“ Der Antrag auf Dring— lichkeit betreffs des Antrags Schölcher auf Auf— hebung des Belagerungszustandes von Paris wurde verworfen. — 2. Sept. Das Kriegsgericht hat heute die Urtheile verkündigt. Es wurden verurtheilt zum Tode Ferré und Lullier, zu lebenslänglicher Zwangs- arbeit Urbain und Trinquet, zur Deportation an einen befestigten Ort Assi, Billioraßg, Champp, Régdre, Groussett, Verdure und Ferrat, zur einfachen Deportation Jourde und Rastoul, zu 6 Monaten Gefängniß und 500 Frs. Geldbuße Courbet, zu 3 Monaten Gefängniß Clément. Freigesprochen wurden Deschamps und Porent. — In der Sitzung der Nationalversammlung machte der Finanzminister die Mittheilung, daß er soeben die letzten 100 Millionen, welche noch an der dritten halben Milliarde der Kriegsentschädigung gefehlt hätten, nach Straßburg gesandt habe. Großbritannien. London. Dem New— Norker Correspondent der„Morning Post“ zufolge dächte der Exkaiser Napoleon daran, eine Be— sitzung in Amerika zu erwerben, um dort den Rest seiner Tage in Rube und Frieden zuzubringen. Die Exkönigin von Spanien beabsichtigt, demselben Berichterstatter zufolge, ebenfalls sich in de Unien niederzulassen. * * K. Rockenberg. Am verflossenen Sonntag, den 27. August, seierte Rockenberg ein Fest, das die beiden Extreme— liefste Trauer und höchste Freude— in seltener Paarung vereinte: die Errichtung eines Denkmales unserer 4 im Kampfe für das Vaterland gefallenen, und die ehren— volle Auszeichnung und öffentliche Anerkennung und Be— lobung unserer aus dem Kriegszuge glücklich wieder heim gekehrten Mübrüder. Die ersie Feier galt gebührend den theuren Todten und zu diesem Zwecke organisirte sich ein Zug vor der Schule. Voran drei Reiter mit der Fahne des hiesigen Gesangvereines, sodann folgten zu je sechs geordnet die Schulkinder, die Jungfrauen, um mit Blumen der Helden Denkmal zu bekränzen, dann der Gesangverein mit Musik begleitet; hierauf die tapfere Schaar der glücklich und siegesgektönt Heimgekehrten, umgeben don einer Ab⸗ theilung des hiesigen Commandos, sodann die Herren Orts— vorstände, schließlich der übrige Theil der Orisbewobner und zahlreich herbeigeströmte Fremde. Unter den dumpfen Schlägen des Trauermarsches bewegte sich der Zug nach dem Denkmale hin. Hier nun bielt unser verehrter Herr Pfarrer eine dem Ernste der Umstänbe entsprechende, tief⸗ ergreifende Ansprache, wobei wenige Augen ihränenlos blieben. Nach Absingung des Liedes:„Wie sie so sanft ruhen“; und nach Verrichtung der kirchlichen Gebete und der Einsegnung des Gedenksteines lösten die begleitenden Soldaten drei Salden und hierauf wandte sich der Zug durch die beflaggten und mit Kränzen geschmückten Straßen. bis er wieder an setinem Ausgangspunkte anlangte. Hier ergriff der Herr Bürgermeister das Wort und sprach im Namen der Gemeinde den wackeren Streitern seine Aner- kennung und seinen Dank aus. Des Abends vereinigte die Krieger unter zahlreicher Betheiligung hiesiger Ge— meindeglieder ein Festessen im Gasthaus zur Gerste, bei welchem viele Betheiligte ihrer Freude in Reden und Hochs auf S. K. H. den Großherzog und die deutschen Truppen ꝛc. Ausdruck verliehen. Hieran schloß sich ein Ball, wodurch noch bis lief in die Nacht die Fesifeier forigesetzt wurde. Lange wird dieser Tag den Bewohnern Rockenbergs ge— denken. Unvergeßlich sind die Eindrücke, die er in Aller Herzen zurückgelassen hat. Möchte das schöne Beispiel, das die Gemeinde Rockenberg durch diese sehr gelungene und würdige Feier gegeben, auch in anderen Gemeinden enisprechende Nachahmung finden. Giessen. Der s. 3. auch im„Oberh. Anzeiger“ er⸗ wähnte Schwindler Johann Krämer, welcher sich Pro⸗ sessor der Magie und Phreuologie nennt und dahier wegen Betrügereien verhaftet wurde, ist in öffentlicher Sitzung des Provinzialstrafgerichts zu 2½ Jahren Zuchthaus ver— urtbeilt worden. Frankfurt. In Betreff des vor einiger Zeit ge⸗ meldeten Vorfalles, daß ein hiesiges Bankgeschäft von einem Berliner Hause ein Geldpaquet empfing, welches 10,000 Thlr. enthalten sollte, statt dieser Summe jedoch nur werthlose Papierschnitzel enthielt, wird mitgetheilt, daß das hiesige Haus telegraphisch von der Entdeckung des Fälschers, eines Auslaufers der Berliner Firma, bei welchem man die ganze entwendete Baarsumme von 8000 Thlr. noch vorgefunden, benachrichtigt worden ist. Frankfurt. Wie wir vernehmen, ist es ber Polizei gelungen, eine Falschmünzerbande, welche sich mit dem Anfertigen von badischem Papiergeld, namentlich Zehn⸗Guldenscheinen, beschäfligte, auszuheben und die Theilnehmer samm! Platten und Steinen hinter Schloß und Riegel zu bringen. Die Falsificate sollen mit einem Fleiß und einer Geschicklichkeit gefertigt sein, daß sie nur höchst schwer von den echten Scheinen zu unterscheiden seien. Wie man mittlerweile vernimmt, soll die entdeckte Falschmünzer⸗ bande sich zur Anfertigung der Falsifikate älterer ächter Platien bedient baben, welche sie bei einem Umzug ent— wendet haben soll. Die im Umlauf gesetzten Scheine, die sich nur mittelst der Länge von den ächten unterscheiden lassen, ollen eine ziemlich hohe Ziffer erreichen. Ein ba⸗ discher Commissär befindet sich hier. Frankfurt. 2. Sept. Von dem am Abend des 1. d. aus dem Ostbahnhose adgehenden Courierzuge stieg der dritte Wagen aus einer bis jetzt unbekannten Ursache aus der Weiche am Ende des Bahnhofes auf. Da sich an der Weiche mehrere Beamte befanden, wurde sofort das Signal zum Halten gegeben und in Folge dessen legte sich nur dieser Wagen auf die Seile. Es wurde bierbei weder einer der Passagiere noch der Beamten verletzt. Im Odenwalde ist nach von dort kommenden Be⸗ richten die Ernte der Cerealien und der Fuitergewächse in der ganzen Gegend überaus zut ausgefallen, und er— fleur man sich doppelt des reichen Segens nach den schlimmen Befürchtungen, welche Frübjahr und Vorsommer erregt hatten. Stuttgart. Die hiesige„Bürgerzeitung“ schreibt: „Im Gebäude der hiesigen Staatshauptkasse kommt jetzt eine noch nie dagewesene Verlegenheit vor: die Millionen⸗ noth, da die zur Aufbewahrung der Staalsgelder be⸗ summten Räumlichkeiten nicht mehr ausreichen. Ein ver⸗ flossenen Samstag bier angekommener Antheil von der jcanzösischen Kriegscontribution mußte deshalb wegen Mangels an Raum uach der königlichen Münze gebrach verd 71 werden. Verloosungeu. Wien, 1. Sept. Bei der heute statitgebabten Gewinn⸗ Ziehung der österreichischen 1864er Loose fiel der Haupt⸗ lreffer auf Serie 1048 Nr. 2. der zweite Treffer auf Serie 542 Nr. 60, der dritte Treffer auf Serie 1897 N.. 50, der vierte Treffer auf Serie 542 Nr. 34; ferner wurden gezogen: Serie 130 522 1838 2146 2661. Hamburger 100 Mark⸗Banco⸗Loose von 1846. Ziehung am 1. September. Nr. 48845 à Banco⸗ Mack 100,000. Nr. 95177 à Banco-Mark 10.000. Nr. 57715 à Banco-Mark 6000. Nr. 48836 und 65331 3 Banco⸗Mark 4000. Nr. 17431 und 64585 à Banco⸗ Mark 2500. Nr. 5803 und 48410 à Banco-⸗Mark 2000. Bukarester Loose. Ziehung 1. Sept. Gezogene Serien: 200 262 390 820 981 982 1228 1358 1387 1520 1525 1551 1597 1675 1712 2129 2672 2674 2709 3069(nach einem Reuter'schen Telegremm 3090) 3077 3229 3433 3523 3552 3922 4015 4172 4319 4640 4743 4794 4921 5522 5530 5642 5929 6023 6116 6117 6237 6658 6694 6848 6970 7184 7303 7434 7440. Hauptpreise: Serie 4640 Nr. 69 50.000 Frs., Serie 2709 Nr. 21 10,000 Frs., Serie 6848 Nr. 53 5000 Frs. Fünfter deulscher Protestantentag zu Darmstadt. Nach Beschluß des Ausschusses des deutschen Protestantan-Vertins wird der fünfte deutsche Protestantentag am A. und 3. Oetober 1. J dahier abgehalten werden. Indem wir das Nähere für das noch bekannt zu machende Programm vorbehalten, laden wir die Mitglieder und Freunde des deutschen Protestanten Vereins zur Theilnahme am Protestanten-Tag freundlichst ein und ersuchen die auswärtigen Theilnehmer, welche auf sichere Wohnungen in Gasthöfen oder auf Privatquartiere reflettiren, ihre Wünsche bis zum 23. d. M. dem Vorsitzenden des Wohnungs- Comité's, Herrn Hofgerichts⸗Advocaten Peumann dahier, mitzutheilen. Ebenso wolle man Anmel- tungen zur Theilnahme an dem am 4. October Nachmittags stattfindenden Fest- Bankett bis zu demselben Termin an genannten Herrn gelangen lassen. a Darmstadt, den 1. September 1871. Namens des Central-Fest-Comite's des fünften deutschen Protestanten-Tags. Karl Merck, A. Ohly, Vorsitzender. Schriftführer. Soeben erschien und ift dei Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Naubeim zu daben; Ueber die Pflege der körperlichen und geistigen Gesundheit des Schulkindes. Eine Mahnung an Eltern, Ledrer und Schuldehoͤrden von Dr. Bock.— Preis: 11 kt. — S Grummetgras⸗Versteigerungen. 2145 Das 187er Grummetgras von den Großherzoglichen Domanialwiesen des Rentamts Nidda kommt unter den vorber bekannt gemacht werdenden Bedingungen in folgenden Terminen zur öffentlichen Verffeigerung. ——— 8 Größe 8 der Versteigerungstermin. 5 Gemarkung. Wiesen. ü 250 Ort d. Zusammenkunft. 2 Morgen. 11 Berstadt(und Echzell) 28 Samstag den 9. September,[ Beundewiese. Nachmittags 2 Uhr, 2 Lißberg 89 Montaßs den 11. September,][ Wirth K. Mann III. zu Vormittags 9 Uhr, Lißberg. Bingenheim 36 Dienstag den 12. September, J Brühlwiese. Vormittags 9 Uhr, ansehe 9 Dienstag den 12. Sepfember,] Im Ried. 3 Vormittags 11 Ühr, Blofeld 30 Dienstag den 12. September,[ Brühlwiese. Nachmittags balb 2 Uhr, 8 Leidhecken 6 Dienstag den 12. September,[Am Sauerbrunnen. Nachmiitags 4 Uhr,. Unter⸗ Schmitten 67 Mittwoch den 13. September,[ Bei der Bruchmühle. 4 Vormittags 9 Uhr, Kohden 15 Mittwoch den 13. September,[Am Gesundbrunnen. Vormittags halb 12 Uhr, 8 f 5 Gettenau 5 Dounerstag den 14. September,[Große Korbische Wiese. Vormittags 9 Uhr, 64 RBisses und Echzeller Mark 5 Samstag den 16. September,[Kinds wiese. Nachmittags 4 Uhr. ö Montag den a ee Echzeller Teich. 5 Vormittags 0 7 Echzel 102 Montag den 18. September,[ Wehrwiese. Nachmittags 3 Ubr, 8 Nidda 86 ½ Dienstag den 19. September,[ Ses wiese. Vormittags halb 10 Uhr, Bingenbeim den 29. August 1871. Großberzogliches Rentamt Nidda. r Bad⸗ statt, wozu freundlichst einladet Nauhe i m. 2172 Bei Abhaltung des ersten Marktes dahier, Mittwoch den 6. d., Tanz mu sik findet in meinem Saale D. Fer i tz. Mobiliar ⸗Versteigerung. 212 Mittwoch den 6. September d. J., Vormittags 9 Uhr, sollen auf freiwilligen Antrag des Phllipp Büdel dahier in dessen Wohnung, bei Schreinermeister Schneidt am Usaerthbor, verschiedene Mobiliargegen— stände, als: 3 etchene Bettstellen, 2 Commode, 1 Kleiderschrank, verschiedenes Bettwerk, 1 Wanduhr mit Gewicht, 1 Küchenschrank, sowie sonstige Haus- und Küchen⸗ gerätbschaften, serner mebrere tausend Kielschreibfedern öffentlich meiffbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg den 29. August 1871. Großberzogliches Ortsgericht S O ue ger. Friedberg. Grummetgras⸗Versteigerung. 2178 Freitag den 8. September d. J., Vormittags 11 Uhr, soll das der Gemeinde Bruchenbrücken gehörige Grummetgras in Abtheilungen an Ort und Stelle öffentlich meifibietend e werden. Bruchenbrücken den September 1871. Großherzogliche e Bruchenbrücken. Wagner. Arbeits ⸗Versteigerung. 2175 Samstag den 9. September Nachmittags 4 Uhr. ollen auf dem Büreau des Großberzoglichen Bürger meifsers zu Münzenberg nachftehende Arbelten einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. 1) Maurerarbeit, lt. Kostenüberschlag 20 fl. Russen⸗ 2) Weißbinderarbeit steinen, Sand, sowie Aufsetzen von Mauer⸗ 3) Liefern von Maucrsteinen, Kalk, steinen und Messen von Sand 57. Gambach den 3. September 1871. Schneider, Bezirks⸗Bauaufseher. Grummetgras-Versteigerung. 2174 Freitag den 8, d. M., von Vormittags 10 Uhr an, soll dahter das Gemeinde-Grummetgras öffentlich meistbietend versteigert werden. Bönstadt den 2. September 1871. Großberzogliche Bürgermeisterti Bönstadt. A Schüler oder Handlungslehrlinge in Frankfurt a. M. 2140 finden in dem Hause eines dortigen Gelehrten freundliche name Kost, Pension und Nachhülse bei ibren Studlen in Sprachen und anderen Wissenschaften. Nähere Auskunft dur Herrn Pfarrer Roos, kleiner Hirschgraben 9. Grummetgras-Versteigerung. 2181 Donnerstag den 7. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen circa 20 Morgen Grummetgras versteigert werden. Rockenberg den 4. September 1871. een e e Bürgermeistecei Rockenberg. ä mer. Tilhelm Pernbech, Colonial, Material-& Farbwaaren-Handlung in Friedberg 1487 nächst der Burg. Lager in allen Sorten Tabaken und Cigarren. Wohnung wird zu miethen gesucht in Bad⸗Nauheim. 2161 Für eine kleine Familie wird eine fteundliche Wohnung gesucht, wesche entbält 4 Zimmer, Magd⸗ kammer, Küche, Abtritt, Keller, Raum zur Aufbewahrung von Brennhoizz sie soll im Dezember d. J. bezogen werden. Von wem? ist bei Herrn Beigeordneten Geberinger zu erfragen. Für Unterleibsbruchleidende. 1326 Die Bruchsalbe von G. Stuerzen⸗ egger in Herisau, Schwetz, hat in Folge lörer vorzüglichen Wirksamkeit bei Unterleibsbrüchen, Muttervorfällen und Hämorrhoiden vielselllgsten Dank geerntet. Zahlreiche Atteste bestätigen eine vollständige Heilung selbst bei veralteten Fällen. Auf frankirte Anfrage wird Gebrauchs⸗ anweisung gratis versandt.— Zu beziehen in Töpfen zu fl. 3. sowohl durch den Erfinder selbft, als durch J. B. Lindt, Nachfolger, Apotheker, Schnurgasse 28 in Frankfurt a. M Die Gartenlaube. N 5. Inbalt: Das Haideprinzeßchen. Erzählung von E. Marlitt.(Fortsetzung.)— Die Zwingburg im See. Mit Illustration: Im Schliteßerstübchen des Schlosses Chillon. Ortginalzeichnung von Pro⸗ sessor Jordan in Düsseldorf.— Pariser Bilder und Geschichten. Aus der Journalistenwelt. Von E. Eckst. — Wasserschatz für den Volkstisch. Eine Elsässer Morgen⸗ gabe an Deutschland. Von H—k Mit zwei Abbil⸗ dungen: Laboratorium, Büreau und Beamten⸗ wohnung der Brutanstalt Huningen;— Ausbrütungs⸗ Apparate in Hüningen.— Quar⸗ liermachers Leiden und Freuden. Aus dem Tageduche eines Artlleristen.— Kleiner Briefkasten. Hofapothekt zum Engel. Sämmtliche Desinfectionsmittel zum Schu gegen die Cholera nebst Gebrauchsanwelsungen 0 den billigsten Preisen. C. G r tz. 2179 8 4 Zur Nachricht. ö 2176 Wegen erfolgter Versetzung nach Groß zerau habe 1 ich Herrn Johs. Hanstein III. in Friedberg General⸗ Vollmacht zur Einnahme meiner Ausstände und zun Bezahlung etwatger Forderungen ertheilt und bitte, sich! an denselben wenden zu wollen. Dorheim. Bauaufseher Johann Stein. Darm st adt. 1 Ein Gymnasiast oder Nealschüler 2143 könnte in einer sehr achtbaren hiesigen Familie, in welcher derselbe als Glied der Familie betrachtet werden würde, freundliche Aufnahme finden. Die Adresse wolle man bei“ der Expedition d. Bl. erfragen. f 900 Gulden liegen, im Ganzen oder auch getrennt, gegen: Wo f 2173 bypothekarische Sicherheit zum Auslelben bereit. sagt die Expedition d. Bl. Anzeige. 2177 Der Unterzeichnete wird den nächsten Na ubeimer 1 Markt mit einer großen Auswahl von Tuch eigenen Fabrikats beziehen. 1 Schotten. Heinrich Meyer. Daheim Die soeben erschienene Nummer 49 enthält: usgelteg nt zhup hoch en a sene nr an Vierteljährlich 18 Sgr. ochentlich 1 Nummer Der Münzthurm. Ein vaterländischer Reman von Georg Hiltl.(Fortsetzung.)— Eine sonderbare Baum⸗ frucht. Nach dem Gemälde von Hiddemann.— Moltke im Schwarzwald. Mit Illustration von Th. Pixis.— Aus der Welt der Börse. V. Franz Richter, Direktor der österreich. Creditanstalt. Ein Nachkbild.— Am Familientische: Zur Erinnerung an Sedan. Mit Illu⸗ stration von W. Friedrich.— Pariser Carrikaturen.— Des deutschen Knaben Gelübde. Gedicht von Ernst Fürste. Compofition von Franz Abt. Zu Bestellungen empfehlen sich Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg und Bad ⸗Naubeim. An Magenkrampf; Perdau ungsschwäche etc. etc. Leidenden 585 wird das seit beinahe 50 Jahren segensreich wickende Dr. med. Doecks' sche Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Expedition d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch den Apotheken Doeeks in Harpstedt b. Bremen(wohin detses? seinen Wohnfitz von Barnstorf verlegt hat) Todes- Anzeige. 2180 Heute früh 7 Uhr ist mein Bruder 4 8 Theodor 1 nach langem und schweren Leiden sanft dem l 9 entschlafen. Friedberg am 4. September 1871. Karl Keim. . Den vielen Freunden des Verblichenen noch die besondere Mittheilung, daß die Beerdigung Mlttwoch den 6. d., Morgens 9 Uhr, stattfindet. 7 8 1 Kirchen buchsaus züge. Evangelische Gemeinde. 3 Beerdigte: 27. Aug. Heinrich Johannes Heß, htefiger Bürger und Handelsgärtner, alt(1 Jahre, 10 Monate, 16 Tage, gest. den 26. 1 30. Aug. Katharine Franz aus Gunzenau, alt 46 Pee gest. den 28. 1 . Sept. Louise Katharine Trapp, geb. Scham bach, 5 Willwe des weiland biesigen Bürgers und Apothekers Theodor Trapp, alt 67 Jahre, 7 Monate, 26 Tage, gest. den 29. Aug. 5 Verantw. Nedact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 2 S 2——2— 1 22 —