— 8 7 5 — * 2 2 2 1 5 2 4 . — 1 „ 151 8888886 S rrnrenerer essa E reer 2 S2 — Donnerstag den 5. Januar. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg. „ Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Deb und en — — — Amtlicher 5— Betressend: Aufhebung des Portofrellbums berrschaftlicher Postsendungen. Das Großherzogliche Kreisamt an die evang. und kath. Kirchenvorstände, Sie wollen binnen 8 Tagen Verzeichnisse der Ihnen bis jetzt von den Postanstalten creditixten resp. in Ihr Portobetrage für Postsendangen in rein staatlichen negeleeenbeites — wobei Sie die Ihnen mit Amtsblatt Nr. 9 vom 28. Dez. v. J. mit etheilten Aus fügrungsbestimmungen als Friedberg den 31. Dezember 1870. Friedberg die Großherzoglichen Bürgermeistereien, die Großherzogliche Polizel⸗Vetwaltung Bad⸗ Nauheim und den Großherzoglichen Polizei-Commissär zu Wickstadt. lichen Staatskasse zur Conto aufgenommenen erfolgen kann. Wenn bestimmten Frist nicht maßgebend— Betreffend; Die Mitwirkung der Großherzoglichen Bürgermeisterrien bei Negultrung der Einkommensteuer. Das Großherzogliche Steuercommissariat Butzbach an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Steuertommissariats. 1 Berzeichnisse über die Zugänge und Abgänge einkommensteuerpflichiget Personen an uns einzusenden. Wir erinnern diermit an diese Verzeichnisse und machen besonders darauf aufmetksam, ia die Abgangs- Berzeichnisse auch alle diejenigen Namen der einde ⸗ tusenen Soldaten aufnehmen zu wollen, welchen Einkommensteuer im Ansatz if, und in die Zugangs- Berzeichalsse alle seit dem 15. August 1870 in bie Ortsbürgerlisten elngelragenen neuen Ortsbürger sowie die aus dem Auslande zugezogenen Steuerpflichtigen. Last fallen, einsenden. Bei jedem einzelnen Posten ist jedoch 110 Anforderung so zu begründen, daß eme Prüfung von Ihnen solche Verzeichnisse binnen der vor⸗ vorgelegt worden sind, so nehmen wir au, daß Ihnen Portobelräge der fraglichen Art nicht er wachsen, beziehungs⸗ hal en— von denen Sie der An sicht sind, daß sie der Großherzog⸗ I weise nicht notirt worden sind. Tra p p. Butz bach den 3. Januar 1871. Nach det Anweisung sür dle Großherzoglichen Bürgermeilslereien dehufs der Mitwirkung bei Regulirung der Einkommensttuer siab am Schlusse des Jabres Pech ler. einge da e ich te Offietelle milttätische Nachrichten. Darmstadt, 2. Jan. S. K. H. der Groß⸗ derzog hat nachstehendes Telegramm empfangen: Orleans, 1. Jan, 1871, 12 Uhr 47 Min. Zweites Jufanterte- Regiment, zweites Reitet⸗Re⸗ 010 und reitende Batterie unter General von antzau gestern bei Bonny“), südöstlich, gegen überlegenen Feind im Gefechte. Hauptmann Weber todk. Lieutenants 5 upt und Scharg und etwa 222 Ludwig, Prinz von Hessen. *) Auf dem rechten Lotre⸗Ufer, 1½ Meilen südösilich don Briare. Augsburg. Die„Allg. Ztg.“ veröffentlicht folgendes Telegramm:„Bern, 31. Dez. 10,000 Franzosen marschiren von S. Hippolyte auf Pont de Roide(Dep. Doubs); General v. Treskow hat Delle pasßirt. Es soll ein Zusammenstoß bei Herimoncourt(bei Montbeliard) stattgefunden haben“ Versailles, 2. Jan. Der Köntg an die Königin. Auf Deine Anfrage zur Nachricht: Achtes Corps verlor am 23. Dez. einen Tod ten und 28 blessirte Offiziere, unter letzteren ein evangelischer Geistlicher(einer blieb bei Beaugench), 79 tod te, 598 blessirte Mannschaften. Also Gott Lob ein mäßiger Verlust für einen so heißen Kampf. Wilhelm. Bersailles. Der König bielt bei dem am 1. Januar 11½ Uhr Mittags im hiesigen Schlosse slattigehabten Neujahrsempfang folgende Anrede: „Große Ereignisse haben geschehen müssen, um uns an diesem Orte und an diesem Tage zu ver- tinigen, und Ihrem Heldenmuth, Ihrer Ausdauer, sowie der Tapferkeit der von Ihnen geführten Truppen habe ich es zu verdanken, daß es bis zu diesem Ersolge gekommen ist. Aber noch sind wir nicht am Ziele, noch liegen große Aufgaben vor uns, ehe wir zu einem ehrenvollen und dauer- haften Frieden gelangen können. Ein solcher Friede ist uns gewiß, wenn Sie gleiche Thaten, wit sit uns bis zu diesem Punkt geführt haben, auch weiter vollbringen. So können wir getrost in die Zukunst schauen, erwarten, was Gott nach seinem gnädigen Willen über uns entscheidet.“ Bersailles, 3. Jan. Die Anrede des Königs, welche derselbe bei dem Festmahle am 1. Januar gehalten hat, lautet wie solgt:„Ich erhebe mein Glas, um das neue Jahr zu begrüßen. Auf das Vergangene blicken wir mit Dank, auf das Beginnende mit Hoffnungen. Der Dank gebührt dem Heere, das von Sieg zu Sieg ge⸗ zogen ist, mein Dank aber den anwesenden deut- schen Fürsten, die theils Führer diesem Oeere gewesen sind, theils sich ihm angeschlossen hatten. Vie Hoffnungen richten sich auf die Krönung* Werkes: einen ehrenvollen Frieden.“ — In den Außenwerken de- Beisst o schreibt der Correspondent der„Times“ in Versailles sind fortwährend viele Hände beschäftigt. Ueberhaupt wachsen ditse Werke, die ich schon seit einiger Zeit betrachte, fortwährend an Stärke und Bedeutung, und ich bin schließlich zu der Annahme gelangt, die für mich moralische Gewiß⸗ heit besitzt, daß General Trochu ein festes ver- schanztes Lager unter den Geschützen des Forts Valerien anlegt, in welches er sich zurückzuziehen gedenkt, wenn die Stadt beinahe ganz ausgehun⸗- gert ist und die Bevölkerung unangenehm zu werden anfängt. Das Fort ist an sich eine kleine Stadt. Es ist sicher gegen Feuer und beherrscht Paris. — Der„St.-Anz.“ schreibt: Die deutscher⸗ seits in der Ostfront von Paris angelegten Bat terien, haben in zweitägiger Beschießung die seind- lichen Geschütze des Mont Avron zum Schweigen gebracht, am folgenden Tage, den 28., den Bahn- bof von Noisp le Sec wirksam beschossen und die in Bondy cantonnirende feindliche Artillerie durch ihr Feuer vertriebrn. Das nächste Resultat dieses für die diesseitige Belagerungs⸗Artiller ie eben so schnellen wie günstigen Ersolges ist die Besetzung des Mont Avron am 29. durch Abtheilungen des 12.(Ig. sächsischen) Armeecorps gew'sen. Der Bahnbof von Noisp le Sec liegt 4700 Schritt nordwestlich vom Mont Avron; derselbe ist der Knotenpunkt, an welchem sich die Bahnen nach Straßburg und Mühlhausen trennen, und liegt südlich des Canals von Oureg und unter den Kanonen des Forts Romainville. Bondy ist nördlich des Bahnhofes von Noisy gelegen, nörd⸗ lich, der beiden eben genannten Baholinien an der Straße nach le Vert galant und von St. Denis 10, von Pantin 5, von Paris 12 Kilometer entsernt. — Der erste Bericht aus Paris über den Angriff auf Mont Avron: Roche sur- Donne, 1 29. Dez. richten aus Paris sagen: gestern einen wüthenden Argriff gegen Rosen, Nogent und das Plateau Aron, demaskirten Belagerungs batterien und versuchten ein Bombar⸗ dement. Sie wurden mit bedeutenden Verlusten zurückgeschlagen(I). Der moralische Zustand don Paris ist vortrefflich. Bordeaux, 29. Dez. Ein Brief aus Paris vom 26. Morgens meldet: Die Die per Ballon überbrachten Nach Die Preußen richteten Erd- und Schanzarbeiten in den französischen Positionen wurden bis zum 25. d. lebhaft or- gesitzt, daan aber wegen der Härte des Bodens unterbrochen, welcher bis in eine Tiese von 50 Centimeter zugefroren war. Eine so intenf ve Kälte ist seit langer Zeit nicht mehr vorgekommen. Trochu hat deßbalb beschlossen, daß alle zur Ve⸗ wachung der eroberten Positionen nicht noto- wendigen Truppen cantonnirt und die Wachen abgelöst werden sollen. Aus Versailles wird gemeldet: Der Prinz zu Hohenlohe-Ingelsingen ist zum Obertommandeur der gesammten Belagtrungsartillerie, General von Kamecke zum Obercommandeur der Ingenieure ernannt worden. — Ueber die aus Ronen vom General von Manteuffel gemeldete Affaire liegt bereits der sranzösische Bericht vor, der seinerseits ohne Weiteres einen Sieg behauptet. Aus Hadre wird vom 31. Dez. telegraphirt:„Die Armee des General Roy hat gestern die preußischen Positionen auf den Höhen von Bouille, d Orival und des Schlosses Robert im Wald von la Londe genommen. 16 Franzosen und 40 Preußen sind gesechts unfähig. Die Affaire hat von 10 dis 4 Uhr gedauert. Die Preußen halten gegen die Seinemündung din nur noch Grand⸗Couronne besetzt. — Der Fall von Mezieres kam unerwartet schnell. General Wopna, welcher die Belagerung leitete, ist Commandant der 28. IJnfanterie-Brigade. Die 14. Division kann nun zur Armee Man- teuffcl's stoßen, welche den Norden Frankreichs durchzieht und deren Reiterabtheilungen bereits die Eisenbahn zwischen Cambrap und Lille unter⸗ brochen haben. Die andere Division des 7. Corps (die dreizehntt) ist angeblich auf dem Marsche, um zu General Werder zu stoßen, in Chatillen s. S. angekommen. Aus Chaumont meldet die„K. Z.“: Die Eisenbahn von Chaumont nach Tropes ist zun schon drei Mal in der Weise zerstört worden, daß 8 f K N f 12 N. die Schienen abgerissen und sodann so locker wieder aufgelegt wurden, daß man die Zerstörung nicht seben konnte. Es geschah dies auch wieder am 24. Dez. bei Bricon, nicht weit von hier, wobei ein ganzer Militärzug mit 500 Mann aus dem Geleise gerieth. Kaum war dies geschehen, als ein im Walde verborgener Haufen von Frank⸗ tireurs herbeistürzte, um die Soldaten gefangen zu nehmen. Glücklicher Weise hatten die braven Landwehrmänner weiter keinen Schaden gelikten, sammelten sich schnell und empfingen die anstür⸗ menden Franktireurs nun mit einigen so wohl gezielten Salven, daß diese schnell mit Hinterlassung von Todten und Verwundeten die Flucht ergriffen. — Der Straßburger Zeitung wird von einem Manne, der von Lpon zurückgekehrt, berichtet, Schnee liege daselbst weit mehr, als hier, und es sei schon mehrmals vorgekommen, daß man in den Straßen der Stadt erfrorene Soldaken gefunden habe. Pruntrut. Am 1. Januar fand bei Abbe“ villiers und Croix(südlich von Delle dei Heri⸗ montourt an der Schweizer Gränze) ein Kampf zwischen französischen und deutschen Truppen statt. Die Frauzosen zogen sich zurück. Vom Corps der Vengeurs wurden 200 Mann von Schweizertruppen gefangen genommen. Dieselben übernachteten hier. Am 2. Januar große Schlacht bei Delle. Das Gros der Schweizertruppen stand bei Boncourt. Verwundete wurden nach Pruntrut gebracht. — In Belfort wurde von den Franzosen am 25. Dez. ein Pulvermagazin in die Luft ge⸗ schossen, bei welcher Gelegenheit mehrere bayerische Artilleristen verwundet oder getödtet wurden. Bern. Laut neuestem Bericht aus Pruntrut hat der Commandant der Belagerungstruppen bei Belfort den freien Durchpaß der Weiber, Kinder und Greise aus der Festung bewilligt. Es soll sich nur noch um die Feststellung des Tages handeln. Hessen. Darmstadt. Man erwartet, daß die zweite Kammer gegen Mitte diefes Monats wieder zusammentreten wird. „Friedberg. Die hessische Diviston ist nicht, wie auch wir nach dem„Fr. J.“ gemeldet, dem Verbande des achten Armee⸗Corps zugetheilt worden, sondern sie wurde, nachdem sie vorüber⸗ gehend dem 13. Armee ⸗Corps attachirt gewesen, wieder dem 9. Armee-Corps(v. Manstein) zugewie⸗ sen. Mit Bezug auf die richtige Adresstrung der Feld⸗ postsendungen ist diese Berichtigung von Wichtigkeit. Mainz. Nach dem„F. J.“ bat der letzte Monat eine etwas größere Sterblichkeit unter deu französischen Gefangenen, nämlich 251 Ge⸗ storbene, aufzuzeigen; sie betrug vorher ½, jetzt 5 Procent. Die Keime zu diesem unerfreulichen Zustand müssen unter den Gefangenen selbst ge sucht werden, und werden von denselben meistens schon vom Felde miteingeschleppt. Der beste Be⸗ weis für die Vorzüglichkeit der hiesigen Einrichtungen und jener Annahme liegt in der geringen Zahl von 29 der hier gestorbenen deutschen Soldaten, obwohl diese Todesfälle meistens in Folge schwerer Verwundungen erfolgen, wegen deren die Soldaten als nicht mehr transportsähig hier meistens zu⸗ rüdbleiben müssen. Preußen. Berlin. Die Bildung der neu zu errichtenden Garnisonbataillone nimmt ihren ruhigen Lauf. Die Zahl der ehemaligen und aus dem Landwehr Dienstverhältniß dereits aus geschiedenen Offiziere, welche sich freiwillig zum Eintritt melden, ist sehr bedeutend; ebenso ist die Zahl der Freiwilligen aus dem Unteroffizierstande so bedeutend, daß der Bedarf an Offizieren bereits vollkommen gereckt ist. Ueber die Bestimmungen der Bataillone hörte das„B. C. B.“, daß die⸗ selben sofort nach ihrer definitiven Formation in die Festungen zul Besatzung derselden und zur Ueberwachung der französischen Kriegsgefangenen, ebenso nach deujenigen Orten hin abrücken werden, in denen Kriegsgefangene untergebracht sind. Da⸗ für werden diejenigen Landwehrtruppen, welche jetzt die Festungsbesatzung bilden, sefort auf den Kriigeschauplatz obrücken. Um nun endlich die⸗ jenigen größeren Ortschafter, welche keine Fistangen oder Gefangenen repols siud, nicht ohne Schrtz zu sturm zu organisiren. Inne d nd an Rm aus der aus der Lan w aut schiedenen Bür⸗ gerschaft, den alten gedienten Leuten, einen Land⸗ 1 — Einige Fingerzeige über die bisherige Be⸗ handlung der deulschen Gefangenen in Frankreich bringt die„Pos. Ztg.“ in der Abschrift eines Briefes, den der Militärarzt Dr. Schmidt, welcher bei Patay bei Orleans in französische Gefangen⸗ schaft gerathen war, an einen in Ostrowo lebenden Verwandten geschrieben hat, mit dem Bemerken, daß man Herrn Schmidt und seinen mitgefangenen Kollegen in Orleans Uhren, Geld und Werthsachen abgenommen und nicht wieder zurückgegeben hat. Man hat also die Gefangenen ausgeplündert. Das lautet anders, als Gambetta's Tagesbefehl. Köln. Von bier aus sind in den letzten Tagen wieder drei kriegsgefangene französische Offiziere entflohen.— An den Eisenbahnen geht es wieder sehr lebhaft her, indem ältere, bereits dem Landsturm angehörende Mannschaften ein ⸗ berufen wurden, um bei dem Garnisons dienst verwendet zu werden. Dagegen werden die zur Landwehr zählenden Truppen, welche bis dahin die Gefangenen bewachten und den übriten Dienst versahen, in den nächsten Tagen nach den Gränz⸗ festungen, resp. nach Frankreich ausrücken, um da als Besatzung Verwendung zu finden. — Von den in Köln internirten französischen Generalen ist einer, weil er sein Ehrenwort, nicht zu entfliehen, zurückgezogen hat, verhaftet und nach Weichselmünde abgeführt worden. Sachsen. Dresden. Zu den trotz schriftlich gegebenen Ehrenworts von bier entflohenen fran⸗ zösischen Offizieren gehörten auch der Capitän Auberk und der Lieukenank Sengler, die sich be⸗ reits im November von hier aus dem Staube machten. Wie man hört, sind dieselben sofort nach ihrem Wiedereintreffen in Frankreich in die Loire- Armee eingetreten, neuerdings aber dort zum zweiten Male von den deutschen Truppen gefangen genommen worden. Bayern. München. Der König hat dem Präsidenten des Reichsrathes auf dessen An⸗ zeige von dem Resultat, welches die Abstimmung des Reichsrathes über die Versailler Verträge gehabt, eine dankende Antwort zugehen lassen, in welcher der König seine Freude und Befriedigung über die Mittheilung ausdrückt. Oesterreich. Wien. Eine Privatdepesche der„Berliner Börsen⸗Zeitung“ meldet:„Ein Ministerialerlaß untersagt den Behörden die de— monstrative Begünstigung der flüchtigen französi⸗ schen Kriegsgefangenen, und ordnet für die Zu⸗ kunft die Internirung derselben an.“ Schweiz Genf. Fast mit jedem Eisen⸗ bahnzug kommen Mobilgarden, sowohl Ossiziere als Soldaten, in voller Uniform aus Frankreich hier an, um sich in ihre Heimath Savopen zu begeben. Dieß zeigt, daß der Kampfesmuth und die Disz'plin nicht sehr groß bei einzelnen Corps sein müssen.— Von deutschen Ausgewiesenen treffen immer noch einzelne ein, namentlich solche, welche unter der falschen Anklage der preußischen Spionage seit Manaten in französischen Gefäng⸗ nissen geschmachtet hatten. Frankreich. Bordeaux. Aue Paris per Lustballon hier eingetroffene Nachrichten vom 30. b. Abends melten: Der Mont Avron ist gestern früh nach Fortschaffung sämmtlicher Ge schütze geräumt worden. General Trochu leitete die Operation. Die Preußen unterhielten gestern den ganzen Tag eine lebhafte Kanonade gegen die Forts von Noisy, Rosuy und Nogent. Heute ist das Feuer schmächer. Die Bevölkerung von Paris ist durch die Räumung des Mont Avron tief erschüttert. Der Thermometer zeigt 10 Grad Kälte. Die Preußen haben während der zwei Tage tirta 12,000 Projectile geworfen. — Die Regierung hat eine unter dem Titel „Der Frieden“ erschtenene Flugschrift von Royer Lalande(?) mit Beschlag belegen lassen. — Nachrichten aus Paris vom 30. Dec. zu⸗ folge waren die dortigen Maires am 29. unter Vorsitz Favre's zu einer Bespiechung versammelt. lassen, liegt es in der Absicht, für diese Siät te 1—— 1 auf die Vertheidigung von Paris und die Haltung 2 Dieselbe währte 8 Stunden und erstreckte sich 1 914 einiger Mitglieder der. Deleacluze und seine Anhänger nul Favre und allei Picard sehr lebhaft an, Ideen der Mäßigung überwogen(12) Die Versammlung be schränkte sich darauf, den Wunsch auszusprechen, die militärischen Operationen möchten mit größt⸗ möglichster Energie fortgesetzt werden. Die Räu⸗ mung des Mont Avron rief eine gewisse Be⸗ wegung in Paris hervor, hatte aber keine Ruhestörung oder Agitation zur Folge. Wie man versichert, wäre Malmaison durch die Geschütze des Mont Valerien zerstört worden. 1 Paris 30. Dec.(per Ballonpost). Die Regierung erklärt die Räumung des Mont Avron für eine Nothwendigkeit.— Die Kälte ist sehr stark. Lille. Lille wird in Vertheidigungszustand gesetzt. Die Einwohner verproviantiren sich für den Fall der Belagerung. Der Munitipalrath hat seinen früher schon bewilligten Credit um 300,000 Francs vermehrt. Derselbe ist dazu bestimmt, die Verproviantirung der Stadt zu vervollständigen durch Ankauf großer Getreide mengen. Lilte, 31. Dec. Bei Abbeville hat ein kleines Gefecht stattgefunden. Eine 1 mobilisirter Nationalgatde wurde durch die Preuße gefangen genommen. i Der Stadt Caudeber(Dey. Seine in⸗ ferieure, Arrond Avetot) mit 2200 Einwohnern wurde preußischerseits wegen Mißhandlung von Soldaten eine Contribution von 50,000 Fraucs auferlegt. Belgien. Brüssel, 2. Jan. Die„Ju- dependance“ meldet aus Brest vom 30. December, daß zwei Dampfer mit mehr als 12,000(7) Kisten mit Flinten und Karabinern sowie mit mehreren Millionen Patronen dort gelandet seien. Dasselbe Blatt erfährt aus Havre vom 29. Dec., daß zahlreiche Preußen zwischen Duclair und St. Paer steben und dort eine Brücke über die Seine zu schlagen versuchen, 10,000 Preußen sind bei Avetot signalisirt.— Neuere Nachrichten aus Lille bestätigen die Capitulation vor Abbeville bisher nicht. Die Eisenbahnverbindungen zwischen Lille und Cambrai sind unterbrochen, wahrschein⸗ Bresiguy nach einem Kampfe mit den Mobilgarden, worin Letztere zum Rückzuge gezwungen wurden. — Die„Independance belge“ meldet:„Faid⸗ herbe gab plötzlich seine Stellung bei Vitry auf. Unter den Truppen herrscht die größte Demorali⸗ sation; 300 Mobilgardisten in der Gegend von Hazebrouck(Dep. Nord) mußten als warnendes Exempel nach Cherbourg verbracht werden.“ — Aus Havre wird vom 31. Dezember ge⸗ meldet: Der Marineministet detretirt die Aus- rüstung eines neuen Nordseegeschwaders unter Gueyodon mit 7 Panzerschiffen und 6 gewöhnlichen mit dem Centralpunkt in Cherbourg, ferner eines Reservegeschwaders unter Dieudonne mit 5 Panzer- schiffen und 2 gewöhnlichen mit dem Centralpunkt in Brest. Das Noroseegeschwader soll Landungs⸗ Compagnien an Bord mitnehmen. Großbritannien. London. Aus ofsi⸗ ciösen Kreisen verlautet, daß die orientalische Conferenz bis zur Ankurft Fav. e's vertagt sei. Man hofft, daß es mittlerweile den neutralen Mächten gelingen wird, die Erweiterung der Conferenz zu einem Friedenstoncreß anzubahnen. — Die„Times“ meldet aus Pera vom 1. d.: „Zwischen der Pforte und Aegypten sind neue Differenzen wegen der Ausführung des die Ent⸗ waffnung angeordneten Fermans entstanden.“ — Die„Times“ erfährt aus guter Quelle, daß die Capitulation von Paris baldigst bevor⸗ stebe.— Auf die Reclamation der englischen Regierung, datirt 29. Dezember, betreffend die Versenkung englischer Schiffe bei Duclair, soll die Antwort Bismarck's eingegangen sein, welche den Vorfall bedauert und sofortige Untersuchung, sowie entsprechende Entschädigung verheißt. Spanien. Madrid. Der König ick am 2. v. Nachmittags hier eingetroffen. Derselbe begab sich sogleich nach der Kirche Attocha, um Got für seine glückliche Ankunft zu danken und das Andenken Prim's zu ehren. Hlerauf erschien lich in Folge der Besetzung des Stationspunctes — — 1 —. ˙— — — — 2 re ee — — ——————² . L 2 lbe in de rfassung u König aus ger überall, wo er sich zeigte, begeistert begrüßt. * 1 7 4 5 rte e den Ei auf die 1 om l zum Der König wurde vom Volke Italien. Rom. Der König ist von hier abgereist; derselbe hinterließ 200,000 France für die Nothleidenden. Rom. Gewaltige Regengüsse der letzten Woche und ein heftiger Sirocco brachten den Schnee auf den Bergen zum Schmelzen, in Folge dessen die Tiber mit ihrem gelben Wasser die halbe Stadt üherschwemmte. Das Wasser steht an manchen Punkten zwei Meter hoch auf dem Corso bis zum Bolkeplag. In der Campagna sind ganze Heerden von Rindern, Pferden und Schasen mit sortgeschwemmt worden. Ein Eisen⸗ bahnzug nach Neapel mußte bei Montorso wegen der e der Bahn halten bleiben. Am 30. ber schi die Fluthen allgemach zu 1745** 5 N 3B. Friedberg. Den Weibnachts⸗ und Sylvester⸗ abend verbringt der Gesangverein„Frohsinn“ schon seit Jahten im engeren Kreise und in der seit seiner Gründung —— Weise. Diesmal sand nur insoweit eine enderung statt, als die Mitglieder nur die Hälfte bes in lar eschenke bestim trags spendeten, während die an br. e zu Gunsten der Verwundeten r wurde. Durch die zweckmüßige Einrichtung, die Gesammt⸗ summe 00 ung des Gaben A n Weihnachts⸗ abend in eine Hand zu legen, konnten recht ansehnliche Geschenke angekauft werden und man konnte um so beteitz williger auf zie andere Hälste zu Gunsten der Verwun⸗ beten verzichten, als man neben der Freude an diesem schöͤnen Abend zugleich einen Aku des Palrkotismus und der Mildtwätigkeit an den Tag legte. Die ganze Süimmung war durch Gesang, Musik und Declamation, sowie in den Toasten eine rein patriolische.— Der Erlös für die Verwundeten halte an diesem Abend cirta 27 fl. ergeben und am Sylvestet- Abend, der ebenfalls in recht munterer und patriotischer Weise verlief, hatte die Ausspielung einer colotirten plastischen Darstellung der Fortificationen von Paris— eine recht schöne Arbeit von Herrn Ludwig Groß und Anderen— ein schöucg Resultat für denselben Zweck ergeben. So wird in der Stadt bei allen Ver⸗ affungen an das Vaterland und seine Krleger gedacht wäte es nut erwünscht, daß dies aller Oris auch auf Lande, wenn auch in anderet Weise, geschehen mochte. le Mittel der Bahnhofs-Küche zu Friedberg find völlig erschöpft und ist das Bedürfniß, den zum Theil et Verwundeten, die hier vorbei passiren, eine Er⸗ ung zu rtichen, gewiß ein wohlbegründeles— ja les ist eine Pflicht. Tout also Herz und Hand auf und steuert für Alle, die Gesundheit und Leben für das Vaterland in die Schanze ge— schlagen haben. B. Dornassenheim, Pfarrer Gombert dahier, von der kath. Geistlichken des Decahnatsbezirks Usingen als Oecan erwählt, hat als solcher vom bischöflichen Ordinariale zu Limburg 4. d. L. die amtliche Bestätigung erhalten. R. Aus dem Kreise Vilbel. Das landwirth⸗ schaftliche Wanderkränzchen für Rodheim und Umgegend, das in Folge des Krieges sich veranlaßt say, seine regel mäßigen Versammlungen zu sistiren, hat nunmehr seine Thätigk ein wieder begonnen und erfreuen sich seine Ber sammlungen einer kecht zahlreichen Betheiligung. Da es schon seither sich mit dem Ankauf von Hülfsdüngern, Saatfrucht u. del. besaßt, so beabsichtigt cc mil Rücksicht auf seine in Aussicht genommene Betheiligung an der demnächst ins Leben tretenden Bersuchsstatien sich als Con⸗ sumperein zu coustituiten. Auf der am 28. v. M. zu Ober ⸗Erleubach abgehaltenen außrerordentlichen Versamm⸗ lung wurde das Nähere besprochen und soll auf der nächsten Bersammlung zu Pettetrweil Beschluß gefaßt werden. Einen weiteren Gegenstand der lebhaften Discussion bildete die Nachricht von dem Weggang des Gencralsecretärs der landw. Vereine, Herrn Deconomlerath Dr. Krämer. Man kennte sich nicht verhehlen, daß diese, wenn sie zur That⸗ sache würde ee wealg bend neg Folgen für unser engeres Vaterland ver Aügft sei und wurde deßhatb ein 9 solgende Resolution gefaßt: In Erwägung, dab U—* gewiß an sie gestelgerten aller landw. Kränzchen des Landes seln, sich in gleichem Sinne in der Presse zu äußern. II g Frankfurt. In dem Amtsblatie werben alle im diesseitigen Bezirke sich aufhaltenden Mannschaften, welche iter Militärdiensipflicht bereite vollständig genügt haben, aufgefordert, freiwillig bei dem neu zu formitenden Gar⸗ nisonbataillone einzutreten. ar Hiesige Blätter melden: Am 1. Jan. Abends 10 Uhr 5 Min. wurde dle Atmosphäre plögzlich durch ein blitzartiges Licht zelzuchtet. Beim Emporblicken gewahrte man eine, einem langen Comelenschweise ähnliche Lichterscheinung zwischen dem greßen Bären und den Zwillingen. Dieselbe dauerte ungefähr 10 Secunden, allntäplich schwächer werdend und erlöschend, ohne deß eine Vorwärtsbewegung bemerklich war, und unterschied sich dadurch auffallend von tiner gewöhnlichen Surn⸗ schnuppen⸗Erscheinung. Frankfurt. Ein Jubiläum seltener Art beging am 1. Januar der erste und älteste Mitarbeiter des Pauses B. Metzler Söhne& Co. dahier, Herr Louis Pfeiff, welchet vor 50 Jahren, am 2. Januar 1821, in dtiesen seinen Wirkungskreis getreten und in demselben einen Hause ununterbrochen thätig gewesen ist. Die seltene Feier be⸗ schränkte sich auf den füllen Familienkreis, doch wurde der Jubilar durch vielfache ehrende Auszeichnungen überrascht. Von Darmstadt wird berichtet, daß auch dort den interninten französischen Officiexen, ebense wit in Preußen, das Lesen und Halten der Independance delge, eines Blattes, welches sich durch seine prononcirt deuischseindliche Haltung auszeichnet, untersagt worden. Ebenso wurde den verboten sich 5 Blatie zu betheiligen, sowie auch solcht Locase zu besuchen, in welchem dasselde aufliegt. In Pleugen ist ötese An⸗ ordnung bekanntlich bereite seit Jäugeter Zeis erfolgt. Darmstadt. An sämmiliche Kaufleute, welche Schuß⸗ ober Slichwaffen zum Verkauf ausbielen, ist unter Hin⸗ weis auf dit straf rechtlichen Bestimmungen bezüglich des Hoch- oder Landesverraths die amtliche Anweisung er⸗ gangen, keinerlei detar tigt Waffen an Kriegsgefangene zu verkaufen. Mainz. Ein in der Nacht vom Samstag auf Sonn⸗ tag von Fignksurt nach Mainz abgehender Zug petlot unterwegs(in der Nähe von Raunheim) drei, mit Passo⸗ gieren besitzte Wagen 2. Klasse. Die drei Wagen blieben rubig auf dem Geleise, ohne daß weder der Zugführer noch sonst Jemand des Bahnpersonals den Verfust früher merkte als an der nächsten Statton. Den Insassen der Wagen war es zlemlich unerklärlich, warum eigentlich auf offener Bahn Halt gemacht wurde, daß sie vergessen seien, davon hatten sie keine Abnung. Plöplich entstand Be⸗ wegung auf dem Bahnkörper, cs wurde ziemlich laut: Halt! Halt! gerufen, aber auch gleich darauf rannte ein von Frankfurt kommender Muitärzug gegen die drei da⸗ stehenden Wagen. Zum Glück fübr der Zug nur mit balber Kraft und die Insaßen kamen, trotzdem die Bänke durch den Ruck theilweise zerstört waren, nur mit dem Schrecken und einigen Beulen und Schmatten dapon. Der Zugführer des Militärzuges hatte wahrscheinlich das Hinderniß auf der Bahn demerkt und hatte gebreimst; wäre dieses nicht geschehen, dann wäte em gräßlicher Un⸗ glück sfall die Folge gewesen. Mainz. Schon vor einiger Zeit fiel auf mehrere Eisenbahnbedienstete, Arbeiter und Lohnmänner der Ver⸗ dacht, daß sie im Besißze unrechtmäßig angeetgneter fran— zösischer Waffen und Lazarelhgegenstände seien. Eine deßhalb in Weisenau abgehaltene Hausuntersuchung er⸗ gad ein ganz günstiges Resuftal. Chassepols, Decken, Lazateth⸗Utensilten, ja sogar Feldzwieback brachte die un⸗ ermüdsiche haussuchende Mainzer Polizei zum Vorschein. Bei einem der Eisenbahnbeciensteten wurden bei der Unter— suchung unter Anderm nicht weniger als 8 Cyhassepot⸗ gewebre entdeckt. Vom Rbein. In mehreren Zeitungen liest man Folgendes: Der Himmel behüte Jeden vor so surchtbarem Conflict, wie ihn ein junger, Offtcierx,(Hannoveranect)! kürzlich zu destehen hatte. Er batle mit seiner Compagni⸗ 25 Franctireurs im Gefechte zu Gesangenen gemacht und sofort bet dem Obercommando angefragt, was mit ihnen anzufangen sei. Erschießen! lautete der gemessene Befehl. Der Ossizier marschirt mii einem Commando zum Ort 1 8 auf einen Hügel und läßt die Franctireurs nieder— nien. Unter ihnen war eln 18jähriger Jüngling, fein und zart gebildet wie ein Mädchen, dem der Muth sehlte zu sterben; er zitterte, ein Strom von Thränen lief über e Thätigkein des Hertu- Orcenomieraty Dr. Krämer fseine Backen und plötzlich stürzie ex dem Offizier zu Füßen, allenthalben eine sehr segensreiche war und daß durch seinen Weggang manche von ihm ins Leben gerufene Einrichtung in ihrem Bestande erschüttert würde, erklären wir es al“ Pflicht der hohen Staatoregterung wie ber landw. Vereine, Alles aufzubieten, um dessen Thäligkeit auch setner dem Lande zu erhalten.— Angesichts der umklammerte seine Knies und flehte in den ruͤhrendsten Worten um sein Leben. Der Offlzier war tief erschüttert, er schwamm in Thränen, aber die Pflicht gebet. Der Jüngling wurde gesesseln, zurückgeführt und erschossen. Der Offizier sank obnmächtig zu Boden, war wahnsiung, als et wachte, und mußte in ein deutsches Irtenhaus gedrückten Lage der Landwicthschaft und der in der Folge gebracht werden. . dürste es Nufgabe ungen in diesem 5 4 2 2 1 8 Aus Köln wirb ber folgenbe seltsame Fall 4 Als dieser Tage eine iste mit bet Declaration„Cachepe ts“ (elegante Ständer für Blumentöpfe) an einen hiesigen, zur liberalen Partei zählenden Bürger abressitt, eintraf, glaubten die Beamten einen Fang gethan zu haben, indem sit „Thassepots“ lasen. Der Kaufmann wurde sofort zut Mittagszeit in Haft genommen und erst am Abend spät wiedet in Freiheit gesetzt, nachdem man sich von dem Irrthume überzeugt hatte. Neukirchen bei Ziegenhain. Bei Ausbruch bes Krieges verschwand hier ein[jähriger Junge. Alle Nach⸗ sorschungen blieben erfolglos bis die Eltern desselben die Nachricht erhielten, daß ihr Sohn als im Krieg verwundet im Lazareth zu Trier liege. Es flellte sich heraus, daß er dei dem 77. Insanterie-Regiment die Schlacht bei Metz mitgemacht hatte. Kassel. Unter den Auozügen aus dem Standesbuch der katholischen Gemeinde in Kassel finder man folgende Anzeige:„Katholische Gemeinde. Gebotene: 1) Alphons Frangoio Martin Antoine, des Marschalls von Frankteich F. A. Bazaine Excell. Sohn. München. Der Etfinder der bayetischen Kugel⸗ spritzen befindel sich zur Zeit in Versailles. Bom Staate bat er 10,000 fl. erhalten und von der Maschinenfabrlk Augsburg bekommt er für jede Kugelspritze 300 fl. Bie jetzt wurden deren 13 geliefert. Der nämliche Erfinder hal auch ein geurs Gewebr construirt, das das Werder⸗ geweht noch übertreffen soll. 3 Berlin. Zur Beguemlichkat der Reisenden ist durch das Cisenbahnbetriebsreglement füt alle norddeutschen Bahnen die zweckmäßige Einrichtung getroffen, daß Reisende en Zug auf i beliebi i ion verlassen⸗ 120 d ben gel en Ulüe mit einem der nächsie Züge welter fahren können. Es ist nur erforderlich, da dem Slationsvorsteher auf der betreffenden Elsenbahn station sosort beim Verlassen des. Prolongation vorgelegt wird. 4 Zuges das Billet zur „ Das eiserne Kreuz. Dem Briefe eines Unter olfiners eninehmen wir Folgendes: Von unserem Bataillon wurde ein Dorfbewohner decorirt und schrieb seiner Frau, daß et jetzt das eiserne Kreuz trage. In dem nächst Briefe, welchen er von seinet Frau erbielt, stand wörtli Folgendes:„Mit betriptem Herzen babe ich in dein Bri mein berzlibstes Man gelesen, das du mußt tragen ei Gisernes kreuz, ach du armet Mann, es sind ja so ville Leute delt, warum must du den grade daf Eiserne kreuz schlepren was mikst du auch deselwegen gemacht?“ 5 Die Kälte ist im nördlichen und ösilichen Deutsch⸗ land noch immer ziemlich conßant. Die telegraphischen Wiltetungsbetichte vom Splvestertage notiren u. A.: Königsberg 16, Memen 12½, Danzig 11, Stettin 11½, Coͤsun 12, Pesen 12, Ratibor 12½ Breslau 8*. Berlin 7 Grad. In Riga war das Thermometet in dle Höhe gegangen und zeigte an dem genannten Tage laut telegraphischer Meldung nur 11 Grad. Studungen an die Gr. Hess. Pioifon. Unsere Expedition Nr. 11, welche zuzüglich einer größeren Sendung von Gießen, aus 4600 Collis nebst 3700 Sfund Tabak bestand, ging den 29. Dezember von hier ab, und wurden Seitens der bessischen Divine sion beteits Vorkehrungen getroffen, um biese Sendung von Lagny aus sofort nach Orleans zu unsern Truppen zu rerbeingen.— Auch erdtelten wir die Nachricht, daß die seitder noch in Vinny de Francois gelagerten Gepäck⸗ flücke heute gleichfalls nach Lagny gebracht werden und mit obiger Sendung zugleich in Orleans eintreffen sollen. Daemstadt den 31. Dezemder 1870. Comiie zur Versorgung der Hessischen Fel dtruppen. Ohly. Blumenthal. Verleosunge n. Darurstad t. 2. Jan. Bei der heute stattgehabten Zubung der Großh. Hess. 50 ⸗ fl. Loose erhielten nach⸗ fiehende Nummern folgende Peeise: Nr. 54,933, 104,277 je 1000 fl.; Nx. 63,595, 62.724, 78,862, 80 804, 28,126 ie 400 fl Wien, 2. Jan. In der heutigen Sertenziehung det Jer Loose wurden folgende Serien gezogen: 128. 197, 279 358 445 1007, 1120, 1257, 1278, 1281, 1355, 1528, 1735, 1893 2107, 2340, 2570, 2758, 2762, 3110, 3136, 3197, 3317, 3326, 33994, 3708. Wien, 2. Jan. Bei dex heulsgen Ziehung der öster⸗ reichischn Cleduloose von 1858 flel der Haupitresser auf Sctie 2373 Nr. 48; det zweite Treffer guf Serie 2937 Nr. 72; der drülte Treffer auf Serie 3893 Nr. 223 ferner wurden folgende Serien gezogen: 1109, 1276, 1365, 1375, 1652, 1803, 1851, 2679, 3376, 3358, 373, 4080, 4153. Edictalladung. 34 Peter Wolf 11. Wwe von Oppetohosen beab⸗ Achtigt mit Familie nach Amer ka auezuwandern. Rechteansprüche an dleselbe ssud binpen vier Wochen bei Groß herzoglichem Landgefichte Bußdach anzuzeigen Sanden gegerfauls Eullassurg erthellt werden ld. g rene am 1. Jesset 17. Web berzog ite Kretcamt Frterberg Trap p. Alle Sorten 21 Formularien und Stempelpapiere bel Louis Weis den Apotheken gegenüber. — ———— 23 Em in allen häuslichen Arbeiten erfahrenes Dienstmädchen, dag mit Kintern umiugeben versteht, wird gesucht. Aecht bayrischen Malz zucker 2 f 411. Georg Groß. Ein Schuhmachergeselle 3040 findet dauernde Beschüftngung bei. Friedrich Alt, Nieder-Florstadt. Näberee bel der Erped. d. Bl. Ulace-Iandschune e Vorschuß- K Creditverein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) f 24 Spar und Darlehen Zinsen pro 1870 find von heute an bis zum 31. d. M. Ea Vorleigung der betreffenden Spar Einlagen Bücher und Darlehen⸗ chuldscheine an unserer Kasse zu erheben. Friedberg, 4. Januar 1871. Der Vorstand: Hecht. Weis. Ermus. Vier Ulanen nehmen Pesitz von Nanzig. Abbildung im Kalender des Lahrer Hinkenden Boten für 1871. 22 Zu haben bei allen Buchhändlern und Buchbindern. In Friedberg bei Bindernagel 8s Schimpff. 2853 für das Verkaufslokal- ganze Eingeraube, sowie Lungen. Lebern, Herz. Silzen, Därme ce. aus der Königlichen Teldschlächterei am Grindborn befindet sich von hente ab Saalgasse 13, Frankfurt a. M. Linderungsmittel ärztlich empfohlen. bin ich schon beobachtete sch bei anderen Katarrhleidenden. 11 von Stimmberechtigten anerkannt wird. schrekexischen Anpressungen, gedenk sein. Vor Fälschung Brust⸗, Katarrh⸗ und Lungen ⸗Leidenden 20 find die schleimlösenden Johann Hoff'schen Brust Malz Bonbons als besies Heil und on von meinem Lungenleiden wieder bergestellt worden. Durch den Gebrauch Ihrer Brust⸗Malzbonbons, die stärkend auf die Schieimbäute wirken, Aehulich günstige Wirkungen f Dr. Sporer, Protomedieus und K. K. Gubernalrath in Abazzia. f Ich habe in meinen Voflefungen auf den von Ihnen präparirten Malzextract aufmerksg macht und meine Verwunderung geäußert, daß nicht schon vorlängst ein Fabricat wle das erzeugt, indem der Nutzen der Malz ⸗Decocts in asrophischen und zur Atrophle hinneigenden Zufländen Gern will ich daber, obwohl ein geschworener Feind aller malkl⸗ Ibres in dlese Categorie nicht gehorenden Präparates auch in Zukunft ein⸗ Dr. A. A. Feiteles, Professor der Medizin in Olmütz, 1 wird gewarnt. Preise der Johann Hoff'schen Malzpräparate: 1 Flasche Malzertract(Gesundbeitsbler) 18 kr. exclusiv Glas, Malz⸗Gesundhells⸗Cdocolade Nr. II. 1 fl. 10 kr., Nr. I. 1 fl. 45 kr., Malz⸗Chocoloden⸗ Pulver für Kinder als Frsatz der Multermilch ¼ Schachtel 35 kr., ½ Schachtel 18 ke. Brust⸗Malz⸗ Bonbons in Carton 14 kr., Brust⸗Malz⸗ Zucker 14 kr. per Paquet. Johann Hoff's Filiale in Cöln. 5. Niederlagen bel Jos. Hoffmann in Friedberg und Dr. W. Uoth in Bad Nauheim. ersteigerungs Ameigt. testag den 6. Januar l. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, werden in der Behonung des Herrn Konrad Neuß am Fauerbacher Thor verschiedene Mobiliargegenstände, als: 3 Tische, 10 Stühle, 2 Bettstellen, 2 Steinkoblen⸗ ösen mit Rohr, 1 Bllcherbank, 100 Stück Wein- und Bierflaschen, J eiserner Kroppen, 1 Wasserschiff, 1 Feuflertritt und sonstige Geräthschaften wegzugsbalber gegen Baarzahlung meistbietend ver⸗ steigert. Kriegs-& Friedensnummern der Gartenlaube. Die Nr. 1 bringt folgende Beiträge: Pulver und Gold. Den Mittheilungen eines Olfiziers nacherzäblt von Levin Schücking.— Ein bemoosses Haupt. Von Roderich Benedir. Mit Roderich Benedir⸗Por⸗ trait. Origin alzeichnung von Adolf Neumann.— Im Hauptquartier des Prinzen Friedrich Karl.“ Von unserem Berichterstatter Georg Horn. Achter Brief. „An der Loire grünem Strande.“— Eine franzöfische offflatlon im drutschen Walde. Von A. Doering.— den Steppen von Afrika. Von A. Partmann. Mit Abbildung: Antilopen⸗ Schlacht in den Steppen Afrikas. Nach einer Farbenskizze von Prof. R. Hart⸗ mann in Berlin von HD. Leutemann.— Auf unseren Botpoffen vor Parts. Von Ludwig Pietsch. I.— Blätter und Blüthen: Die Kämpfe um Brie und Billkers.— Einiges über den Aberglauben des deutschen Soldalen im Kriege. Von einem preußischen Offigler, — Aus den etsten Tagen des Krieges. Mit Juustratton; Der Bürgermeister von Niedselz und sein Sohn im Verbör. Nach der Natur aufgenommen von Prof. P. Thumann.— Die deutschen Kinder.— Die Europa,— Ein Sohn sucht seine Eltern. Ein neuer Schlitten 12 ßeht zu verkaufen iu der landwirthschaftlichen Maschinen ⸗ und Geräihe Wekfäle von K. Häuser in Zauetbach b. Fr. Erbsen und Linsen in gutkochender Waare dei Georg Groß. Große wollene und seidene Halstücher 2560 für Herren und Damen dußerst billig bei K. Friedrich neben der Post. 2 2 28 a 7 22 8 22 87 25 85 3 2 i 22 5 Die Nr. 14, die neueste 25 28 Krietzsnummer, enthält: 22 22 22 865 8 2 Vokpostendlenst. Zu dem Bilde von K. Schweitzer.— Die Helden der Arbeit. Roman von Max Schlägel. — Vor 200 Jahren im Versalller Schloß und fetzt. Zu dem Bilde von W. Simmler.— Vor und um Paris. II. Von Lagup bis Villeneuve. Von Georg Hiltl.— Die Feldpostämter in Berlin und draußen. Von Dr. d. Blum.— Am Familientische: Budritzky mit der Fahne bei Le Bourget Zu dem Bilde von H. Lüders.— Aus der Bild ermappe unstres Schlachtenmalers. Mit 3 Bildern von W. Frledrich.— Die Armeepiäsetrven. Von Th. Coßmann. e Preis pro Nummer 9 kr. Zu Bestellungen empfehlen sich Bindernagel Schimpff in Friedberg. Entlaufen 28 ein weißgelber Neufoundländer, auf den Namen Sam böten um dessen Rückgabe gebeten wird. Näheres dei A* Arpld. ni rene en Gegen Nerpen-Auftegungen und deren nachtheilige Folgen 37 findet man eln in tausenden von Fällen erprobte s und in dlesen stets als vollkommen bewährt besundenes Verfabren, dessen Wirksam⸗ keit noch von keinem andern erreicht wurde und das allein den einzigen Weg zur sichern Genesung, zeigt, in dem Schriftchen: Die Stärkung der Nerven. Ein Natbgeber für Nervenleidende und Alle, welche geissig frisch und körperlich gesund bleiben wollen von Dr. A. Koch. 14. Aufl. Preis 27 kr. f Vofräthig bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg. Nraunschweiger Flachs 317 billigt bei Georg Groß. Einige Gebrau Craͤber 34 konnen noch abgegeben werden bei f 10 Georg Steinhäußser II. wurden von einem Lehr jungen Verloren ungefähr 3 fl. Der Finder wird gebeten dieselben bei der Exped. abzugeben. 33 Todes- Anzeige und Nanksagung. 36 Dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren geliebten Gatten, Vater und Schwlegervater Hartmann Walz II., ehemgliger Bürgermeister, nach langem Leiden in ein besseres Jenseits ab⸗ zurufen. N a Indem wir um stille Theilnahme bitten, sagen wir zugleich allen Denfenigen, welche den Ver⸗ florbenen zur letzten Ruhestätte geleiteten, unseren innigsten Dauk. Friedberg den 4. Januar 1871. Die trauernden Hinterbliebenen. C.. P · A CCC ͤ KP Todes- Anzeige und Panksagung. 29 Freunden und Bekannten widme ich die Nachricht von dem schmerzlichen Verluste meiner innigstgeliebten Gattin, weiche am 28. Dezember in Nolge eines Wochendettes starb. Gleichzeitig sage ich allen Denen, welche der Verstorbenen und mir bülfreich zur Seite gestan⸗ den und derselben die letzte Ehre erwiesen haben, meinen herzlichsten Dank. Friedberg den 2. Januar 1871. Bach, Gendarm zu Fuß. Fruchtpreise. Per Malter. Friedberg, 4. Januar. Waizen 14 fl. 40 br.; Kor! 10 fl. 20 kr.; Gerste 9 fl.— kr. 3 Hafer 5 fl. 20 kt. Frankfurt, 2. Januar.(200 Zollpfund.) Walzen 14½—15; Korn 11%; Gerste—; Hafer 9½—10½; Rüböl(100 Zollpfd.) ohne Faß 31½; Branntwein(50% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß 31. 5 Grünberg, 2. Januar. Waizen 14 fl. 54 kr. Korn 11 fl. 10 kr.; Gerste 7 fl. 54 kr.; Hafer 5 fl. 28 kr.; Molter 10 fl.— kr.; Erbsen 12 fl. 30 kr.; Linfen— fl. — kr.; Saamen— fl.; Kartoffeln 3 fl. 15 kr. Mainz, 30. Dezember. Waizen 13 fl. 27 kr.; Korn 11 fl. 29 kr.; Gerste 8 fl. 3 kr.; Hafer 6 fl. 2 kr. 3 5 fl. 30 ke.; Rragenstroh per 100 Gebund Geld Cours. Frankfurt am 4. Januar 1871. — ä Preussische Kassenscheine. 1 44%—45½ Preuss. Frledrichsd'or» 9 58½—59½ Fisaen). e„„ e„ 9 46—48 Holländische fl. 10 Stücke„ 9 54—56 Duchtenn!. 4„ 5 37—39 65 al marco.„ 5 38— 40 20 Frenes- Stücke„ 9 31½—32½ Englische Sovereign„11. 55—359 Russ. Imperiales„ 9 47—49 Dollars in GOU d.„ 2 77—28 Ssratlitischer Golttsdienst in Friedberg. W Be Freitag Abends 4 Uhr. Samssag Morgens 8½ Ubr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Binbernagel 4 Schimpff. 7 30 j U 0 Get