M116. zeiger. Dienstag den 3. October. U 1871. . 8 Ur. 12 9 g 2 5 l 1 — 11* nthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstaß 177* 2* 71 * f Ur 15 K 12 hat ein neues Abonnement auf den„Oberhessischen Anzeiger“ begonnen; derselbe wird auch ferner wöchentlich dreimal erscheinen. Das Abonnement beträgt bei den Kais. Reichs-⸗Poststellen vierteljährlich 3s kr., mit Bestellgeld 47 kr. Bei der Verlagsexpedition kostet der„Anzeiger“ pro 4. Quartal An nur ae U. October 30 kr. — cAbonnements-Anmeldungen bitten wir baldigst zu machen, damit vollständige Exemplare geliefert werden können. en stüberen . Amtlicher Theil. — f 8 insen i f bun etreffend e Waisenhausbüchsengelder für— Zeitraum dom 1. N 1870 bis Friedberg am 2. Ottober 1871. U. 5 11 f Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg en bangen in die Großherzoglichen Bürgermeistereien Bönstadt, Dorheim, Gambach, Hausen mit Oes, Melbach, Ober-Wöllstadt, Rockenberg 1 hegt tn, gegen; ein werden om 9 5 und Wisselsbeim. Der sofortigen Erledigung unserer Auflage vom 15. August, Oberhessischer Anzeiger Nr. 96, sehen wir binnen 3 Tagen entgegen. zee daeltt. n Ver derreffend: Vertilgung der Klee⸗ oder Flacheseide. lden 2 Zet run zet 5% Feu me u tes Ui Die vielfachen Klagen über die neuerdings immermehr um sich — greifende Verbreitung der Klee oder Flachsseide, wie bekannt eines 55 buten ithr verheerenden Unkrautes, veranlassen mich auf ein in Nr. 18 Seite 148 der Zeitschrift für die landwirthschaftlichen Vereine des Froßherzogthums von 1869 veröffentlichtes Vertilgungsverfahren das 15 11 bendwirthschaftliche Publikum hinzuweisen. N ö 5 Dieses Vertilgungsverfahren ist auf die Natur der erwähnten gem test, län Schmarstzerpflanze, deren Bodenwurzeln absterben und die sich voll⸗ ee weint mmen vom Boden trennt, sobald die Saugwurzeln die erforderliche ann— 0 Jahrung aus der von ihr umschlungenen Pflanze gewinnen konnen, „anden stützt, und das Ziehen der(chte der von dem Unkraute über⸗ e e pgenen Stellen aus dem Boden upfehlen. Es ist aber ein möglichst kuhzeitiges, sorgfaltiges, ganz tiefes Vusschneiden, am besten Aus- zehen, der mit Seide überzogenen Stellen wie das sorgfältige Weg— bingen und Verbrennen der mit Seide gemischten Nutzpflanzen dringend erforderlich, wenn der Erfolg ein gesicherter sein soll. Nach einer Veröffentlichung in Nr. 31 Seite 281 der erwähnten an Tag tingesthes amt Din. een chene. September diejenigen Stellen, auf welchen sich die Flachs seide zeigt, mit trockenem Raps- oder Roggenstroh handdick belegt, und letzteres in Brand setzt; die Flachsseide würde alsdann mit ihren flachliegenden Wurzeln nebst dem Klee ganz abbrennen, der letztere aber in 8 Tagen wieder ausschlagen, während die erstere getödtet sei. Hierbei sei indessen zu beachten, daß 1) jede Stelle 2 Fuß weiter belegt werde, als die Flachs seide gesehen wird, 2) das Stroh, nachdem es mit der Hand festgedrückt worden, 2 Zoll hoch liegt, damit die durch das Verbrennen desselben erzeugte Hitze die nöthige Kraft zur Vertilgung der Flachsseide hat, anderer— seits aber auch nicht so stark ist, daß die tiefer liegenden Kleewurzeln durch sie beschädigt werden. Mittheilungen über den Erfolg von Versuchen der genannten Arten, wenn solche angestellt werden, würden mir sehr erwünscht sein. Friedberg den 30. September 1871. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Friedberg. 11 1 9 r lg. zeitschrift von 1870 soll die sicherste und leichteste Vertilgung der klachs seide in der Weise auszuführen sein, daß man im Monat e. Deutsches Reich. Darmstadt. Der Flnanzausschuß der ersten gammer bal beschlossen, gleichfalls auf Ablehnung ur von der Regierung beantragten Erhöhung der Dotation des Polptechnikums anzutragen. — Bei der Wahl der evangelischen Kirchen; zorstände dahier sind die Candidaten des Pro- antenvereins mit drei Viertel sämmtlicher ab⸗ gebenen Stimmen gewählt worden. f — Die Abgg. Fink und Edinger haben in der weiten Kammer den Antrag gestellt: die Kammer volle großh. Regierung ersuchen, durch ihren Ge⸗ andten die Errichtung von Po stspar- und Jersicherungskassen, nach dem Muster der uglischen, für das deutsche Reichsgebiet im Bun⸗ Asrath beantragen zu lassen. — Die„H. V.“ melden: „hmen nach hat Hessen von der Artegeentschädigung bis jetzt die„e 4292.600 fl. e erhalten, einschließlich nes Antheils an der Pariser Contribution im betrage von 1,367,000 fl. a 1 Beiltn. Die„Kreuzzeitung“ erklärt die Mit⸗ eilungen über eine bevorstehende Reise des Kaisers turch Elsaß-Lothringen für durchaus unbegründet. Dar Gerücht von einer bevorstehenden Umnestie wird von der„Schles. Ztg.“ bekräftigt, it Hinweis auf die zahlteichen milttärischen Be · bafungen. Die Strenge der Kriegsgerichte soll, Aeußerem Ver- sranzösischen nach Miitheilung der national-liberalen„Deutschen'tillerie- Summe von Reichs⸗Corresp.“, die Zahl der Festungsgefangenen in so hohem Grade vermehrt haben, daß die Zahlen, welche hierüber angegeben werden, kaum glaublich klingen, wenn man nicht erwägt, daß die Kriegsgesetze selbst geringe Vergehen gegen die Subordination mit Festungsstrafe belegen. In- zwischen seien allerdings schon zahlreiche Gefangene entlassen worden, nichtsdestoweniger sei aber die Zahl derselben immer noch so bedeutend, daß sie nach Tausenden(1) gezählt werden können. — Der„Reichsanzeiger“ veröffentlicht den kaiserlichen Erlaß vom 22. Juli 1871, betreffend die Verleihung von Orden und Ehrenzeichen an diejenigen Männer, welche sich während des Krieges von 1870— 71 durch patriotische Handlungen außerhalb des Kriegsschauplatzes besonders aus— gezeichnet haben. — Ueber die Wideraufnahme der Friedens- verhandlungen wird der„K. Z.“ aus Berlin ge- schrieben, daß es sich bei den Verhandlungen in Frankfurt einstweilen nur um technische Angelegen— heiten zu handeln scheine. Der Sitz der wirklichen Verhandlungen dürfte vorerst in Versailles bleiben. — Der„Kreuzztg.“ zufolge wurde das Gesetz, betreffend die Auftahme einer Schuld von einer Million Francs Seitens der Stadt Mühlhausen, allerhöchsten Orts vollzogen. — Das„Militär Wochenblatt“ meldet die Anstellung eines ehemaligen französischen Ar⸗ Hauptmanns Namens Prot de Viéville, als aggreg. Secondelieutenant bei der 11. Artilleriebrigade des deutschen Heeres. — Die vom 15. Oetober in's Leben treten⸗ den Postmandate, mittelst welcher das Incasso von Geldforderungen(Rechnungen, Wechsel, Cou- pons ꝛc.) namentlich auf Nebenplätze in sehr er⸗ leichterter Weise bewirkt werden kann, ist mittelst Verordnung des Reichskanzlers zugleich in Elsaß⸗ Lothringen eingeführt. Wegen Ausdehnung der Einrichtung auf den Verkehr mit Süddeutschland hat das General-Postamt sich bereits mit den be— treffenden Postverwaltungen in Verbindung gesetzt. — Der Priester Kaminski in Kattowitz hat an den Fürst Bismarck eine Petition gerichtet, welche dahin geht: 1) daß die zu Kattowitz noch zur Zeit des Altkatholicismus erbaute und im ver⸗ gangenen Jahre eingeweihte Kirche von den schis⸗ matischen Neukatholiken an die zu Kattowitz noch fortbestehende altkatholische Gemeinde herausgegeben werde; 2) daß dem Kirchenvorstande, oder doch ihm(Kaminski)— als Seelsorger der altkatho— lischen Gemeinde— die Führung der Kirchenbücher gestattet und diesen Büchern wie bisher und noch jetzt bei den Alttatholiken öffentlicher Glauben beigelegt werde; 3) daß die Mitglieder der alt— katholischen Gemeinde von den Abgaben, Beiträgen und Leistungen zur neuen schismatischen Kirche be— freit werden. Fulda. Die kürzlich von der Augsburger „Allgemeinen Zeitung“ gebrachte Nachricht über 1 eine bereits erfolgte Immediateingabe der preu— ßischen Bischöse an den König wird von compe⸗ tenter Seite für unrichtig erklärt. Frankfurt. Am 29. d. traf der Kronprinz mit Gemahlin, von Wilhelmshöhe kommend, dahier ein. Beide begaben sich nach einem in der West— endhalle eingenommenen Dejeuner nach Sachsen⸗ hausen in Dr. Bockenbeimers Klinik, woselbst noch mehrere verwundete Officiere, u. A. Graf Wartens— leben, in Behandlung liegen. Von dort fuhren die Herrschaften direkt zum 1 Uhr⸗Zug nach dem Neckarbahnhof und setzten die Reise nach Baden— Baden fort zur Geburtstagsfeier der Kaiserin. Hamburg. Der biesige Gesundheitsratb hat die Erklärung abgegeben, daß die hier nur schwach aufgetretene Cholera jetzt erloschen sei. Dresden. Das„Dresdener Journal“ be— stätigt, daß die preußische Infanteriebesatzung der Festung Königstein am 1. Oct. durch sächsische Truppen abgelöst wird. Festungs Commandant bleibt der preußische General v. Beeren. München. Dem Landtage wurde durch den Finanzminister das Budget, welches durch die Verträge von Versailles und durch den Frankfurter Frieden wesentlich beeinflußt ist, vorgelegt. Durch erstere sind Ausfälle in den Einnahmen entstanden, da die Zölle und Steuern auf Rübenzucker, Salz und Tabak künftig in die Reichskasse fließen. Der Antheil an der französischen Kriegsentschädigung wird die Rückzahlung der ganzen Kriegsanleihe, eines ansehnlichen Theiles der übrigen Staats- schulden und die erhebliche Besserung der Lage der Schullehrer ermöglichen, doch ist zu letzterem Behufe ein Steuerzuschlag von 1,103,800 fl. er forderlich, was die Erhöhung der Steuern von 10 pCt. nöthig macht. — Das Comite der Altkatholiken hat beschlossen, regelmäßige sonntägliche Gottesdienste abzuhalten, und wird bei der Regierung und den Gemeinde— behörden die Einräumung von Simultankirchen nachsuchen. — Der„Verein zur Unterstützung der katho— lischen Bewegung durch Förderung des auf dem Katholikencongresse vom 22. bis 24. September angenommenen Programms“ hat sich eonstituirt. Derselbe wil seine Zwecke erreichen: 1) durch Förderung der Gründung altkatholischer Kirchen⸗ gemeinden, Unterstützung bedürftiger, wegen ihres Widerstandes gegen die neuen Glaubenssätze des vatikanischen Concils excommunicirter Geistlichen; 2) durch Volks versammlungen, öffentliche Vorträge, Flugschriften und die Presse. Die erforderlichen Geldmittel werden durch Beiträge der Mitglieder aufgebracht, welche sich zur Zahlung eines Jahres- beitrags von mindestens einem Gulden verpflichten. — Sowohl über die vorberathenden Verhandlungen als die öffentlichen Sitzungen des Katholikencon— gresses werden die stenographischen Berichte im Druck erscheinen und zwar in deutscher, englischer und russischer Sprache. Heidelberg. Geh.-Rath Bluntschli wird auf dem Protestantentag in Darmstadt den An- trag einbringen einen allgemeinen deutschen Verein zur Vertreibung der Jesuiten zu gründen. Straßburg. Der neue deutsche Präfett von Straßburg hat nach dem„Impartlal de l'Est“ ein Circular an die katholische Geistlichkeit im Elsaß gerichtet folgenden Inhalts:„Die kaiserl. Regierung hat sich die Ueberzeugung verschafft, daß die katholische Geistlichkeit die Hauptschuld an der Agitation im Elsaß trägt; sie hetzt im Privatgespräch und von der Kanzel die Bevölke- rung gegen die gegenwärtige Lage der Dinge auf. Die Regierung wird daher von nun an den Klerus streng überwachen lassen, um mit dem ganzen Ernst des Gesetzes gegen Die zu verfahren, welche ihre staatsbürgerlichen Pflichten verletzen.“ — Die meisten der kürzlich ernannten richterlichen Personen sind, wie die„Schweizer Grenzpost“ meldet, bereits an ihren Bestimmungsorten ange⸗ langt. Die Gehalte dieser Justizbeamten sind be— deutend höher gestellt als in Norddeutschland. Der Präsident des Appellationsgerichts in Kolmar bezieht 5000 Thlr., die Präsidenten der Landge⸗ richte 3000 Thlr. und die Räthe zwischen 1200 bis 2000 Thlr. — Am 10. Oktober wird außer in den 3 Lyceen in Straßburg, Metz und Colmar in folgen- den 16 Colleges der Unterricht wieder beginnen! Altkirch, Buchsweiler, Forbach, Gebweiler, Ha— genau, Markirch, Mühlhausen, Münster, Ober- ehnheim, Pfalzburg, Saarburg, Saargemünd, Schlettstadt, Thaun, Weißenburg, Zabern. Die neuberufenen Direktoren sind mit einer Ausnahme sämmtlich Deutsche und zwar Männer, welche sich nicht blos durch wissenschaftliche Tüchtigkeit aus- zeichnen, sondern auch in pädagogischer Hinsicht vollständig bewährt sind. Unter den übrigen Lehrern sind fast die Hälfte Elsässer; die andere Hälfte besteht aus Deutschen, welche ebenso wie die Di— rektoren, eine genügende Kenntniß der französischen Sprache besitzen. Die beiden christlichen Haupt- konfessionen sind ohne Unterschied und ziemlich gleichnäßig vertreten; auch israelitische Lehrer haben Anstellung gefunden und sind in Aussicht genommen. f Ausland. Desterreich. Wien. In gut unterrichteten Kreisen wird die vom„Temps“ veröffentlichte Analyse der angeblichen Depesche des Grafen Beust über die Gasteiner Verhandlungen als un— acht bezeichnet. — Auf deßfallsiges Ersuchen der hiesigen Alt- katholiken hat die evangelische Gemeinde in der Vorstadt Gumpendorf denselben ihre schöne Kirche zur Abhaltung des Gottes dienstes eingeräumt. Schweiz. Aus Lausanne wird vom 29. Sept. über den weiteren Verlauf der Sitzungen der Friedens- und Freiheits-Liga berichtet: An der Debatte nahmen Simon(Trier), Gögg, Lemonnier Theil. Es kam zu sehr ernsten Auftritten. Der Antrag auf Schluß der Sitzung wird angenommen. Das Publikum entfernte sich unter dem Rufe: „Nach Cayenne mit der Commune!“ Abends findet Festbanket statt. Frankreich. Paris.„Temps“ veröffent- licht einen Auszug aus der Cireulardepesche des Grafen Beust, betreffend die Zusammenkünfte von Gastein und Salzburg. Die Depesche bestätigt, daß keinerlei Vertrag oder Convention unter— zeichnet worden, und sagt alsdann: Die Erfah⸗ rung der letzten Jahre hat gezeigt, wie ohnmächtig diese papierenen Wälle sind, den Frieden und die Sicherheit des Staates zu vertheidigen. Die Conferenz der beiden Reichskanzler hat die auf⸗ richtige Annäherung zwischen Berlin und Wien besiegelt. Der Kaiser von Oesterreich hat die Ueberzeugung zurückgebracht, daß Preußen nicht weniger als Oesterreich das Bedürfniß eines all⸗ gemeinen Friedens empfindet. In Folge dessen wurde der Beschluß gefaßt, inskünftig vor Allem ein Einvernehmen zwischen Deutschland und Oester⸗ reich über jede auftauchende Frage herbeizuführen. Graf Beust erklärt sich als einen aufrichtigen Freund Frankreichs und als solcher drückt er die Hoffnung aus, daß die verständigen französischen Patrioten alle hoffnungslosen Rachegedanken auf- geben werden. Die Depesche läßt schließlich durch blicken, daß Beschlüsse gegen die anarchistischen Umtriebe gefaßt seien.— Der„Tempe bemerkt zu dem Passus, welcher sich auf Frankreich be— zieht:„Diese Warnung scheint vom Fürsten Bis— marck selbst geschrieben zu sein, von Wien hätten solche Worte nicht zu uns gelangen sollen. Wir haben Niemanden nöthig, den Grafen Beust weniger als jeden Anderen, um die Mittel zu erfahren, durch welche wir uns wieder erheben können, und wer weiß ob an dem Tage, da wir uns wieder aufrecht finden werden, mit Oesterreich dasselbe der Fall ist.(Die oben erwähnte Depesche wird bereits als unächt bezeichnet. Siehe Wien.) — Dem„Standard“ zufolge hat der Kaiser von Oesterreich der Stadt Nanch als Beitrag zum Wiederaufbau des abgebrannten Museums 100,000 Fres. übersandt. Die lokale Presse fließt in Betheuerungen ihrer Dankbarkeit für dieses großmüthige Geschenk über. Das österreichische Kaiserhaus stammt bekanntlich aus Lothringen. — Das„Icural officiel“ veröffentlicht einen Circular-Erlaß des Unterrichtsministers, welcher innert, ihren Einfluß auf die Einwirkung de Generalrathswahlen zu benutzen. — Die angekündigte Anleihe der Stadt Paris soll nach Pariser Blättern um das 15fache über zeichnet sein. Dieselber berichten: Belgien hal den doppelten Betrag, Oesterreich, Italien und die Schweiz je den einfachen Betrag gezeichnes Die Zeichnungen in Paris betragen 9 Millionen Obligationen. Das Syndicat der Wechselagenten zeichnete allein den dreifachen Betrag. Bei der Stadtcasse sind 850 Millionen Anzahlungen deponirt, Aus Algier wird vom 27. Sept. gemeldet: Die Lage von Kabplien ist zufriedenstellend. Dir Einzahlung der Kriegscontributionen in Dellys, Tizi⸗Ouzou und Fort⸗National erreicht 4½ Mil lionen. Nachrichten, die von der tunesischen Grenz hinreichen, die Ruhe herzustellen. Die Journale von Constantine beschuldigen den Obristen Flogny, den Erfolg der mit dem General Saussier combi nirten Expedition compromittirt zu haben, weil er zu eilig die Unterwerfung der Mestaona annahm. Italien. Dem„Tempo“ zufolge erhielt der f König letzter Tage ein eigenhändiges Schreiben des Papstes, worin sich dieser mit dem Gesuch an ihn wendet, die Regierung möchte darauf verzichten, der Kammer den die Abschaffung der religiösen Genossenschaften in der Stadt Rom betreffenden Gesetzesvorschlag vorzulegen. Rußland. Petersburg. Wie bhiesige officiöse Blätter melden, hat der russische Gesandie beim italiegischen Hofe, Graf Uexküll, von seiner Regierung die Weisung erhalten, seinen Wohnsitz dauernd von Florenz nach Rom zu verlegen. Dieser Schritt des Petersburger Cabinets, der Seitens der übrigen Cabinete bald Nachahmung finden wird, ist insofern von weitreichender poli— tischer Bedeutung, als er die rechtliche Anerkennung Roms als Haupt- und Residenzstadt Italiens vor⸗ aussetzt.— Der„Kronst. Bote“ theilt mit, daß Rußland im Laufe der letzten acht Jahre auf seinen Werften 24 Panzerfahrzeuge erbaut und der Bau eiserner Fahrzeuge von großen Dimen— sionen sich ungemein entwickelt hat. — Nach der„Times“ wird Rußland seine Reserven einberufen, um zu sehen, wie rasch es im Stande ist, die ganze Armee zu mobilistren. Asien. Nach den dem russischen Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten neuerdings von den russischen Consuln in Teheran, Täbris, Erzerum und Konstantinopel zugegangenen Nachrichten hat die seit Anfang d. J. im Lande herrschende Hungers⸗ noth mit der größten Heftigkeit in denjenigen Provinzen gewüthet, deren Einwohner mit ihrer Nahrung fast ausschließlich auf Reis angewiesen sind, dessen Ernte gänzlich mißrathen war. So sind z. B. in der Provinz Chorasan über 40,000 Menschen dem Hunger als Opfer gefallen, und mindestens ebenso viele haben die Provinz verlassen. Auch jetzt noch wüthet die Hungersnoth in vielen Gegenden mit kaum geschwächter Kraft fort und in ihrem Gefolge sind verschiedene epidemische Krankheiten aufgetreten, die sich immer weiter ver breiten und die unglückliche Bevölkerung aufs Neue deeimiren. In Staden brach in vergangener Nacht in der Hof⸗ raithe des Oekonomen Nungesser Feuer aus. Es sollen zwei Scheunen niedergebrannt sein.. In Steinbach Kr. Vilbel wurde dieser Tage von Frankfurter Jägern ein weißer Hase geschossen. Gießen. Mit der vom 1. Okt. an in Gießen statt⸗ findenden Ausstellung von Zeichnungen aus inländi⸗ schen Handwerkerschulen ist auch eine Ausstellung von Zeichnungen der Schüler aus sämmtlichen inländischen Gymnasien und Realschulen verbunden. g Soden. Die Frequenz unseres Bades war in dieser Saison stärker als je zuvor. Die letzte dießjährige„Kur⸗ liste“ bringt 3474 Nummern. Die höchste bisher erreichte Ziffer war in 1858 3336. 5 Worms. Die Lutherdenkmalstiftung hat vom Jahre 1872 an von 3 zu 3 Jahren je 4 Slipendien à 500 fl. zu vergeben. Alle Pfacramts⸗Candidaten deutscher Nationalität, welche ihr erstes theologisches Examen„mit Auszeichnung“ bestanden haben, sind zur Bewerbung um diese Stipendien berechtigt. Die Gesuche, mit amtlichen Zeugnissen begleitet, sind spätestens bis zum 1. Juli bel der Verwaltungscommission der Lutherdenkmalstiftung in die Lehrer bei Disciplinarstrafe an das Verbot er— Vorlage zu bringen. kommen, melden Aufregung in diesen Landstrichen. Man glaubt, die Gegenwart von Truppen werde — 2 2 F —— 2 2 1„ . 4. tn dm 5 kandirt — 2 35 nee 8 at* N bg 9* 1* 105. . 1 ven. 1. 7. en 1 annheim. Eine Frau aus Darmstadt befand sich neulich mit ihrem Butterkorb auf dem hiesigen Speise⸗ markte. Ein fremder Herr tritt auf sie zu, erkundigte sich nach dem Preise der Butter, nimmt ein Pfund und gibt der Frau statt der geforderten 44 kr. einen Thaler mit dem Bemerken, sie möge das Uebrige behalten. Die überraschte Verkäuferin sieht betroffen dem Fremden ins Antlitz und erkennt ihren vor 13 Jahren nach Amerika Kan enerzen Sohn. Das Wiedersehen gab eine rührende cene. Fulda. Das meist von ärmeren israelitischen Familien bewohnte Dorf Wehrda, in der Nähe von Hersfeld, ist bei hefligem Sturmwinde theilweise niedergebrannt. Es wird Brandstiftung vermuthet. Coblenz. Als am Mittwoch Abend der von Ober⸗ lahnstein um 6½ Uhr akgelassene Personenzug auf der Station Ehrenbreitstein angelangt war und behufs Ran— girung die Maschine sich von demselben getrennt hatte, stieß ein bald darauf gleichfalls von Oberlahnstein kom— mender, dasselbe Geleise benutzender Güterzug mit solcher Gewalt wider erstern, daß ein diesem anhängender Wag— gon 3. Classe zum Theil zertrümmert wurde und 5 in demselben befindliche Personen Körperverletzungen davon trugen, welche indeß von nicht erheblicher Natur sind. Leipzig. Eine wackere patriotische Dankesäuße⸗ rung eines hiesigen Kaufmannes— keines reichen Mannes — verdient zur allgemeinen Kenntniß gebracht zu werden. Demselben schuldete ein armer, rechtschaffener Handwerker, dessen Sohn als Soldat mit in Frankreich kämpfte, 300 Thlr., welche der Vater in kleinen Raten abzahlte. Bei einem der letzten Gesechte vor Parts wurde des Hand⸗ werkers Sohn erschossen. Wenige Wochen darauf erzielt der Handwerker von seinem Gläubiger eine Zuschrift, worin gesagt wurde:„Ihr Sohn ist für Deutschlands Ehre und Freiheit, für den unangetasteten Wohlstand und Fortbetrieb unseres Handels und Wandels gestorben, und so gehöre auch ich zu seinen Schuldnern. Gönnen Sie mir die Be⸗ sriedigung, meinen Dank dem auf dem Felde der Ehre Gestorbenen dadurch zu bezeugen, daß ich dem Vater die mir noch zustehende Summe von 225 Thlr. erlasse, wo; rüber die Quittung beiliegt.“ Berlin. Hiesige Blätter melden: Eine von ihrem Manne getrennt lebende Frau wurde in der Charite ent⸗ bunden. Sie fuhr nun mit einem andern Frauenzinimer, das ebenfalls dort entbunden worden, zusammen nach Landsberg a. W., wo Beide ihre Kinder zur Pflege unter⸗ bringen wollten. Letztere hatte auch ihr Kind in einem dort gelegenen Dorse untergebracht und Erstere behauptete, dasselbe gethan zu haben. Beibe kehrten dann ohne Kin⸗ der nach Berlin zurück, Es fiel aber in Landsberg auf, daß die Frau wieder abgereist war, ohne daß Jemand wußte, wo das Kind geblieben. Die Staatsanwaltschaft zu Landsberg a. W. machte deßhalb hier Anzeige, worauf die Frau ermittelt und verhaftet wurde. Nach mehreren Aus⸗ flüchten gestand sie denn, ihr Kind bei Landsberg a. W. an einer näher bezeichneten Stelle lebendig begraben zu haben. Moskau. Der Tiger, welcher in den benachbarten Kreisen so viel Unheil angerichtet hat, ist am 24. August in dem Ssukowo'schen Morast bei Petschatniki von dem Moskauer Jäger und ausgezeichneten Schützen Herrn Rabeneck getödtet worden. Der Kreisrichter hat den Leich⸗ nam dieses Thieres im Triumph der Oberbehörde über— bringen lassen. Die Bauern warfen sich unter Thränen Herrn Rabeneck um den Hals und dankten ihm für die Be⸗ freiung von dieser Gefahr. Das Thier hatte in den letzten Tagen noch dret kleine Mädchen und ein erwachsenes zer⸗ rissen. Herr Rabeneck hatte folgendes Mittel gebraucht, um das Raubthier anzulocken. Er hatte in der Nähe der Stelle, wo es zuletzt gesehen worden, warmes Ochsen⸗ blut ausgießen lassen und sich dann in den Hinterhalt gelegt. Der Tiger ging auch dem Blutgeruche nach und wurde von dem kühnen Jäger erschossen. Proel am. 2301 Nachdem die Ueberschuldung des Vermögens des Küfermeisters Philipp Schmalz III. dabier sich er⸗ geben hat, wird zur summarischen Liquidation der Forderungen und zum Guteversuch dehufs Abwendung des förmlichen Concurses, sowie eventuell zur Wahl eines Massecurators Termin auf Freitag den 13. Ohober d. J., Votmittags 10 Uhr(Cont. Zeit), an hiesige Ge⸗ richtsstelle destimmt. Die ausbleibenden Cbirographar— gläubiger werden als dem Mehrheitsbeschlusse der erschtenenen Gläpbiger beitretend angefehen werden. Windecken den 11. Septemder 1871. Königliches Amtsgericht. Schwarzenberg. Hofraithe- und Güter-Versteigerung. 2343 Mittwoch den 4. October d. J., Vormittags 9 Uhr, sollen in biefigem Rathbause auf freiwilligen An- trag der Gottlieb Kettingers Erben dahier die den- selben in biesiger Stadt zustedende Hofraithe, sowie circa 24 Morgen Ackerland und Wiesen in Friedberger Ge— markung unter den für die Käufer sehr vortheilhaften Bedingungen öffentlich meistbietend dersteigert werden; auch soll bei annebmbaren Geboten die Genehmigung sofort ertheilt werden. Das Guterverzeichniß liegt bis zum Versteigerungstermin im Ratbhause dahier zur Einsicht offen; auch werden die Flurschützen etwa ge— wünscht werdende Auskunft ertbeilen. Friedberg am 21. September 1871. 0 Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. . F dienstältester Gerichtosmann. Güter- Versteigerung. 2397 Donnerstag den 5. Oktober d. J., Vormittags 9 Ubr, sollen in hlesigem Rathhause auf freiwilligen Antrag der Karl Friedrich Graff's Erben die den⸗ selben in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung zu⸗ stebenden Güterstücke nochmals unter den früheren Be⸗ dingungen öffentlich meifibtetend versteigert werden unter dem Anfügen, daß bet annehmbaren Geboten die Ge⸗ nehmiguung alsbald erthellt werden soll. zriedberg am 27. September 1871. Großheizogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar. Bekanntmachung. 2414 Die Bezahlung der am 1. September l. 150 fällig gewesenen Holzgelder wird hiermit in Erinnerung gebracht. 5 1 8 0 Zahltage: Donnerstag und Freitag Vormittags. Ockstadt den 29. September 1871. Freihl. von Franckenssein'sches Rentamt. Rabenstein. Bekanntmachung. 387 Diejenigen Steigerer, welche am 80. Junt l. J. 5 dem Nele Bainhards Holz ersteigert und noch im Walde sitzen haben, werden biermit ersucht, dasselbe binnen 10 Tagen um so gewisser abzufahren, als man sich gegenfalls genötbigt sehen würde, dasselbe einer anderweiten Versteigerung auszusetzen.“ a Zugleich werden die Steigerer auf die Versieigerungs⸗ bevingungen 10, 11 und 12 und die hiernach für sie entstehenden Nachtheile im Falle eines anderweiten 2 6 aufmerksam gemacht. ed den 24. September 1871. g Gräfliche Oberförsteret Assenheim. Schallas. ausmädchen 2382 gesucht bis 1. oder 15. Oktober. Wo? sagt die Erpeditson d. Bl. 2 2 2430 Ein akavemisch gebildeter, sprachkundiger Lehrer sucht Pauslehrerftelle vorzugswesse auf dem Lande. Bettteppich⸗Versteigerung. 2427. Mittwoch den 11. Oktober e., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen circa 754 Stück größtentheils gut erhaltene Bettteppiche in der Burgeaserne zu Friedberg gegen gleichbaare Zablung versteigert werden. Die Großberzoglichen Bürgermeistereien werden er— sucht, dieses im Interesse der Gemeindeangehörigen auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Friedberg den 30. Seplember 1871. Großherzogliche Garnison-Verwaltung. eien Oesfentliche Aufforderung. 2432 Forderungen und sonstige Ansprüche an den Nach⸗ laß der dahter verstorbenen Katharina Franz, ledig, von Gunzenau, find innerhalb 14 Tagen bei Meidung der Nichtderücksichtigung bei Regelung der Vermögens— verhältnisse dahter anzumelden. Friedberg den 27. September 1871. Großberzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Hofmann, Landrichter. Landgerichts Assessor. Bekanntmachung. 2433 Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß ge bracht, daß der von der Wittwe des Gaftwirtbs Adam Lortz zu Assenheim mit ihren Gläubigern am 7. Sept. v. J. abgeschlossene Stundungsvertrag gerichtlich be— stäligt worden ißt. Friedberg den 25. September 1871. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Langermann. Landrichter. Landgerichts-Assessor. Arbeits Versteigerung. 2434 Mittwoch den 4. Oktober l. J., Nachmittags 2 Uhr, soll zu Nieder-Wetsel im Gemeindehause für 200 fl. Chaußfirarbeit unter den vor der Versteigerung bekannt! gemacht werdenden Bedingungen versteigert und in Accord gegeben werden. Butzbach den 1. Oktober 1871. Der Bezirks- Bauaufseher Burr k. Versteigerung. 2410 Donnerstag den 5. October, 9 Uhr Morgens, werden verschtebene, zum Nachlasse des verstorbenen Rentners Ludwig Langsdorff gehörige Mobiltargegen⸗ flände, als: Sopha, Commoden, Tische, Stühle, Büchse, Jagdflinten mit Jagdgeräthe, Betten, Bett- und Tisch⸗ leinen in größerer Zahl, 1 großer Kleiderschrank, Kisten, Bütten, Leitern, Küche und anderes dausgeräthe u. s. w. in der Behausung des Herrn Major Bichmann gegen gleichbaare Zahlung öffentlich versteigert werden. Friedberg den 29. September* Son ar T. Petar Keine Modenzeitung hat eine grössere Verbreitung als Die Modenwelt. Preis für das gallze Vierteljahr 36 kr., mit vierteljährlich neun colorirten Modenkupfern 1 fl. 30 kr. An trefflichen Original- Illustratio- nen ist die Modenwelt, ungeachtes ihres überaus niedrigen Preises, wobl das bei Weitem reichhaltigste der- artige Journal, Seit sechs Jahren bestehend, wuchs ihr Ruf fast von Tag zu Tag; als ein unentbehrlicher Rathgeber in allen weiblichen Kreisen wird sie nunmehr in zehn Sprachen übersetzt— Durch anerkannt vorzügliche Schnittmuster und genaue, leicht verständliche Anweisungen macht die Moden welt auch die ungeübteste Hand geschickt, alle Arten von Hand- arbeiten, Garderobe und Wäsche selbst anzufertigen, sowie Getragenes zu modernisiren und dadurch die bedeutendsten Ersparnisse zu erzielen. 0 Abonnements werden jederzeit angenommen bei — — Bindernagel& Sehhmpff in Friedberg. Wilhelm Bernbeck, Colonial⸗, Material-& Farbwaaren-Handlung in Friedberg 1487 nächst der Burg. Lager in allen Sorten Tabaken und Cigarren. Bad Salzhausen. 2395 Donnerstag den 5. Oktober, Vormittags, läßt die Unte zeichnete abzugsbalber einige Pferde, worunter 1 fünfjährige Stute, 12 Stück Rindvieh, worunter 1 ¼öjäbriger Faselstier und verschledene Rinder, Berner Abkunft, 12 Stück Schweine zum Einlegen, verschiedene Oekonomiegeräthe, eine Partie Mist ꝛc. öffentlich ver⸗ steigern und kann das Betreffende jeden Tag eingesehen werden. Salzbausen im September 1871. H. W. Seum's Wittwe. * 7**. Für Gemeinden. 2 Faselochsen(Rotbscheck, Berner Race) 1 ½ und 1¾ Jahrs alt, zu verkaufen bei F. Wendel, Bainhards-Hof. Blauer Vitriol 2240 biuigst bei Georg Groß. Jür Unterleibsbruchleidende. 1326 Die Bruchsalbe von G. Sturzen⸗ egger in Herisau, Schweiz, bat in Folge ihrer vorzüglichen Wirksamkeit bei Unterleibsbrüchen, Multervorfällen und Hämorrhoiden vielseitigsten Dank geerntet. Zahlreiche Atteste destätigen eine vollständige Heilung selbst bei veralteten Fällen. Auf frankirte Anfrage wird Gebrauchs⸗ anweisung gratis versandt.— Zu beziehen in Töpfen zu fl. 3 sowohl durch den Erfinder selbft, als durch J. B. Lindt, Nachfolger, Apotheker, Schnurgasse 58 in Frankfurt a. M. Gesucht 2428 gegen guten Lohn ein Mädchen, welches perfekt kochen kann. Näheres zu erfahren bei Wilhelm Wiemer in Bonames bei Frankfurt a. M. Mühlen ⸗Versteigerung. 2431 Dienstag den 24. Oktober d. J., Vormittags 10 Ubr, soll auf der Bürgermeisterei dahier die Freiherrlich v. Löw'sche Untermühle mit Scheune und Stallungen nebst verschiedenen Aeckern und Wiesen, circa 3 Morgen haltend, öffentlich an den Meistbielenden verffeigert werden. Zlegenberg den 30. September 1871. Kirchner. Wohnungsberänderung. 2430 Ich wohne von heute an in dem dem Herrn Oekonomen Karl Malep gehörenden Hause in der Kirchgasse. Bestellungen find, wenn ich nicht zu Hause bin, bei dem neben mir wohnenden Herrn Schreiner⸗ meister Eckbold abzugeben. Reichelsbeim den 1. Oktober ie Dr. med. Ludwig Schäfer, prakt. Arzt. Zwei Schmiedgesellen 2437 konnen sogleich eintreten in der landwirthschaftlichen Maschinen⸗ und Geräthewerkffätte von 2394 Fauerbach b. F. K. Häuser. —— 3 ä — ——— 2 reichen Betheiligung sich erfreuende. Journal-Lele-Austalt Wir erlauben uns bei herannabender Wintersaison auf unsere seit Jabren besteberde, einer sehr zahl⸗ Korbwaaren J 1 2„ 0 9 1756 empfieblt K. Friedrich neden der Pol. ergeben aufmerksam zu machen. Oteselbe bietet die reiche Auswahl von 22 der beten und beliebtessen 2243 Alle Sorten Unterbaltungsblätter, von denen viele mit schönen und interessanten Illustrationen versehen sind. Der Umtausch der Zeilschriften ersolgt jeden Samstag; eine präelse und geregelte Circulation der Hefte Tafel- und Hängelampen, f ift unsere angefegentlichste Sorge. Das Verzeichniß der eirculirenden Blätfer, sowse die näheren Abonnementobedingungen stehen den] neueffer Coastruktton, sowte auch alle Lampentheile Interessenten mit Vergnügen zu Diensten. Die Betbetligung kann zu jeder Zeit erfolgen, jedoch erlauben wir uns den gegenwärtigen Quartal wechsel als einen sehr geeigneten Zellpunkt zum Eintritt in den Lesezirkel zu bezeichnen. Bindernagel& Schimpff. Großherzogliche Realschule zu Friedberg. 2385 Anmeldungen neu aufzunehmender Schüler(für die Vorschule mit dem 8. und 9. Lebens, jahre) konnen Freitag den 13. Oktober, Morgens von 9 bis 12 Uhr, in dem Conferenz⸗ zimmer des Realschulgebäudes unter Beibringung von Zeugnissen der bisherigen Lehrer bei der unterzeichneten Behörde gemacht werden, worauf Montag den 16. Oktober die Auf, nahmsprüfung statthaben wird.— Das neue Schuljahr nimmt Dienstag den 17. Oktober seinen Anfang. Großherzogliche Direktion der Reglschule. Dr. Möller. & Materiallieferung für das Großherzogliche Braunkohlenbergwerk„Ludwigshoffnung“ bei Melbach. 2426 Die Lieferung nachstehend verzeichneter Materlalien, nämlich: Floß holz, Zehnterstämme 150 Böden, Schreinerdiele, füpflattige 1 Neunterstämme 10. Müböl eichene Pfähle 30,000 Stück, Talg Dachdiele 400 8.55 soll auf dem Submissionsweg vergeben werden. Die Submisstonen find bis zum 12. Oktober d. J, Vormit⸗ tags 10 Ubr, portofret und mit der Bezeichnung»Die Lieferung von betreffend“ einzureichen. Die Eröffnung der Submisslonen findet in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten an genanntem Termine in dem Büreau des Unter zeichneten zu Bad Nauheim ftatt, woselbst auch die Lieferungsbedingungen vom 2. Oktober c. ab Morgens von 8 bis 12 Uhr eingesehen werden konnen. Bad⸗Naubeim den 26. September 1871. Greßherzogliches Bergamt Dorheim. Tecklenburg. Das Neueste in Baschliks und Kapuzen 2439 sowie sonstigen Winterartikel bei K. Friedrich neben der Post in Friedberg. Wohnung gesucht, 2381 welche als Arbeiterquartiex benutzt werden kann und aus 2 bis 3 Zimmern nebst Küche, Holzstall und Kellerraum zu bestehen hat. Die Verwaltung der Friedberger Bergbaugesellschaft. Geschäfts⸗Eröffnung. 2435 Einem geehrten hiesigen, sowie auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich unterm Heutigen in der früheren Jakob Schimpf' schen Behausung dem Rathhause gegenüber ein Spezerei⸗, Kurz⸗ und Porzellauwaaren-Gesehäft eröffnet habe und werde ich durch reelle und billige Bedienung jederzeit suchen, das mir geschenkte Vertrauen zu rechtfertigen. Bad⸗Nauheim den 3. Oktober 1871. 50 Slück, 1200 Liter, 25 Kilogramm Hochachtungsvoll Theodor Andreas. ei Beginn des neuen Quartals empfehlen wir uns Zur Besorgung aller Jour- nale und Zeitschriften wissenschaftlichen und popufären Inhaltes, für deren rasche und regelmässige Zusendung wir bemüht sind. Die Wochenummer der Gartenlaube wird jedesmal Sonntags Vormittags ausgegeben. Alle neuen Erscheinungen der Literatur stehen auf Wunsch zur Ansicht zu Viensten und halten wir uns zu gef. Aufträgen aueh ferner bestens empfohlen. Bindernagel& Schimpf. Ein braver Junge anno nee. 2369 Bei der Unterzeichneten wird eine im Kleider⸗ 2424 kann unter vortheilhaften Be ingung ie S itert ö ä l 2 gen die Speng⸗ machen gewandte Arbeitert 1 peng chen g exin angenommen, sowie Mädchen Conr. May. be zur Lehre. Auch können unter vorthellhaften Bedingungen An Magenkrampf, Verdau⸗- im Nähen schon geübte Mädchen das Kleidermachen unentgeltlich exlernen bei Frau Julie Plitt, geb. Sch einzein, empfiehlt zu billigen Preisen 1 Georg Groß. Vorschuß- und Credit-Verein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft) Ausweis pro September 1871. Einnahme. Kasse⸗Bestand pro 1. September 1871 fl. 7253. 55 Wechsel„ 16263. 54 Depositen 1 Inkasso⸗Wechsel„„ 1874.57 Conto⸗Corrente 1, 31613, 39 Spar⸗Einlagen 2 8 Auswärtige Correspondenten„ 2569. 44 Stamm-Antheile, Monatsbeiträge„ 218. 50 Reserve⸗Fond, Beitritt 15 30.— Utensilien, Spar⸗Einlage⸗Bücher 5 1. 42 Wechsel⸗Zinsen„ 631. 40 Depositen⸗Zinsen 5 4 52. 15 Spar⸗ Einlagen, Zinsen 5 76. 15 33. 7 Agio, Gewinn auf Sorten 0 fl. 69627. 14 Ausgabe. Wechsel fl. 16292. 18 Depositen„ 2384.— Conto⸗Corrente„ 30190. 46 Auswärtige Correspondenten„ 2149. 19 Giro 95 200.— Darlehen„ 5096. 49 Spar⸗Einlagen„ 9800057 Stamm⸗Antheile, Rückzahlung 7 20.— Mobilien und Utensilien f 17. 41 Unkosten 5 27. 32 Wechsel⸗Spesen 7 3.— Kasse⸗Bestand pro 1. Ott. 1871„ 3435. 52 fl. 69627. 14 Eingang. Ausgang. fl. 66581. 18 Wechsel in Conto⸗Corrent fl. 65259. 39 „ 1542. 47 Wechsel zum Incasso„ 518. 5 5 646. 41 Wechsel⸗Giro⸗Conto 1 698. 31 Mitgliederzahl am 1. Juli 1871 459 Aufgenommen von 1. Jult bis 30. Sept. 1871 12 471 Ausgettreten 4 Mitgliederzahl am 1. Oktober 1871 467 Der Vorstand 2429 Hecht. Weis. Ermus. Ein Logis gleicher Erde 2401 ist zu vermicthen. Ca 910 100 8 u ß,. Kirchen buch gan sz üg. Evangelische Gemeinde. Getraute: 21. Sept.(In Düdelsbeim.) Gustav Diegel, Dr. der Theologie, Professor am evang. Predigerseminar und Pfarrer dahier, Sohn des in Alsfeld verstorb-nen peus. Großh. Gestütsmeisters und Kreisveterinärarztes Jobannes Diegel, und Wilbelmine Adelheid Sell, Toch⸗ ter des in Darmstadt verstorbenen Dr. der Theologie, pens. Directors des evang. Predigerseminars und 1. Pfarrers dahier Friedrich Chriuian Wilhelm Karl Sell. 28. Sept. Georg Ludwig Weis, hiesiger Bürger und Kaufmann, Sohn des verstorbenen hlesigen Bürgers und Buchbindermeisters Karl Cheißian Weis, und Marie Auguste Simon, Tochter des hicsigen Bürgers und Gastwirthes Herman Jakob Simon. Getaufte: 24. Sept. Dem hiefigen Bürger, Küfer und Bier brauermeister Georg Steinhäußer eine Tochter, Maria Katharina, geboten den 3. Sept. 24. Sept. Dem dabter wohnenden Bürger zu Lind⸗ heim und Oekonomen Ferdinand Morell eine Tochter, Lina, geboren den 25. Auguft. 24. Sept. Dem hiesigen Bürger Georg Briel ein Sohn, Heinrich Ferdinand, geboren den 11. Sept. Beerdigte: 25. Sept. Friedrich Pammer, des dabter wohnenden Schuhmachers Johann Hammer aus Quädersbach in 2 3 Kleidermacherln in Giegen, wohnhaft im Skrackschen der bapersschen Pfalz eheliches Söhnchen, alt 9 Monate, ungsschwäche etc. elt. Leidenden Hause, Neuftadt. 5 Tage, am 23. Sept. 585 wird das seit beinahe 50 Jahren segensreich 29. Sept. Anna Lind, geborne Winter, Wittwe am 28. Sept. 5 5 benen Großh. Speicherverwalters zu Bingen⸗ wirkende Dr. med. Doecks sche Hellmittel empfohlen. 7 1427 ves verstorbe l du 5! Schrift darüber gratis in der Expedition d. 277 r üuel U lib Ii e een Mittel ist nur direkt zu beziehen durch den Apotheker Doeeks in Harpftedt d. Bremen(wohin derselbe 2333 in schönster Qualität und zu billigstem Preite bei Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. seinen Wohnfitz don Barnfforf verlegt hat). Wilh. Fertsch. * Oruck und Verlag von Bindernggel& Schimpff. . 2 7„7*.— 2 ————