1871. Wan ie nn stan monie een ede ee een eee en pn en eee eee. n u Dienstag den 3. Januar. 1. 4* E en* ü 8 1 2 g 1. g. Ann LL 1 6 1* 7 5 Bee en aun ei Tai in + 0 2 0 u die amtlichen Erlase far den Kreis Brudberg⸗ 7 N An. Nr 7 7 ff su. 57 Friedberger Intelligenzblalt. esche jeden Dlenßehh/ Denseiag und Sem bag a— 1—* 2 N A n Mit dem 1. Januar beginnt ein neuts Mai N Abonwment auf den O t hes desc en An 3 404 1 15 welcher auch endt wöchen lich dreimal) 5 17 ger. D U 1 * „* — * 7 AN. 7 — Ditnstag, Donnerstag und Samstag, erscheinen wird. Der selbe bringt die kreisamtlichen Erlasse, sodann elne kurze Uebersicht der interessantesten ind demerkenswertlesten Tagesbegebenbeiten, besonders wichtige Neuigkeiten durch Extrablätter, allgemein belehrende und unlerholtende Lussäge, landwirthschaftliche und gewerbliche Mütheilungen, geschäftliche Nachrichten, Markt⸗ und Cours-Berichte, Verloosungen von Staatepapieren d lokale nekdoten, N Das ätbsel, Bild erräthsel ac. f kr. mit Bringerlohn. drlich 47 Inseratgebühren werden die einspaltig 5 W Der Anzeiger kann nach auswärts auch durch Pribatboten dirtet von uns bezogen werden. 7 N brechung eintritt. Abbestebung erfolgt. Bestellungen beliebe man Den veiehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das Blalt auch für das neue Jahr zusenden, wenn nicht ausdrüclliche Die Redaktion. n 6 beire fend: Ole Ob gerne im Jahre 1870. * a Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg Amtlicher Theil. Friedberg am 30. Dezember 1870. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Gambach, Abenstadt, Maibach, Münster, Münzenberg, Steinfurth. Der Erledigung unserer; Verfügung vom 27. v. M., Nr. 142 des Ober hessischen Anzeigers, sehen wir binnen 3 Tagen entgegen. —— bett esend: Die Unterstützung notbleidender Hessischer Soddotensamisien f ä 48 f 2 Kriegs nachrichten. a Offictelle militätische Nachrichten. Versailles, 29. Dez. Der Königin Au⸗ ua in Berlin. Unsere Beschießung des be⸗ Fagun Mont Avro am 27, aus 76 Ge⸗ stüzen bat die feindlichen Geschütze sür gestern nd heute zum Schweigen gebracht. Wilbelm. Berfailles, 29. Dez. Am 27. hatte Oberstlicutenant v. Boltenstern mit 6 Compag⸗ men, 1 Escadron, 2 Geschützen ein lebhaftes Jesicht zwischen Montoire und Lachartre. Der Heind umfaßte schließlich das Detachement. Oberst⸗ lenltnant v. Boltenstern schlug sich jedoch durch und brachte bei einem eigenen Verlust von etwa 100 Mann noch 10 Offiziere und 230 Mann des Feindes als Gefangene zurück. 2 Am 28. gelang es der Belagerungsartillerie, Ader Ostfront von Paris, nachdem der Mont Enron am 27. zum Schweigen gebracht war, den Bahnhof von Noisy le set wirksam zu be⸗ sußen und die in Bondy cantonnkrende seind⸗ Ii Artillerie zu vertreiben. Diesseits 3 Mann Vutlust. f um 29. wurde durch Abtheilungen des 12. Cüchsischen) Armeccorps der Mont Avron be- it Viele Lasetten, Gewehre, Munition und Totte des Feindes wurden daselbst vorgefunden. Wirtuiche Abtheilungen, welche sich noch außer- Jah der Forts befanden, zogen sich nach Paris end. Diesseits kein Verlust. Lon der Nordarmtt wird gemeldet, daß am tie Festung Peronne nach mehreren Gefechten tenirt worden sei. Die Verfolgung der Nord- 1810 wird writer fortgesetzt. v. Podbielskp. Dresden. Folgende Telegramme des Prinzen erg an ben stbnig Johann sind dahier ein- Ieleffen:„La Bert Galant, 29. Dez., 9 Uhr i Win, Rorm. Der Avron bat seit gestern Wlnag sein Ftuet elngestelt, Diisseittger 1— 2— Ter a p p. Friedberg am 30. Dezember 1870. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir erwarten zog den Säumigen unverzügliche Erledigung der Auflage vom 10. J. W. in Nr. 147 des Oberhessischen Anzeigers. f 5 a Tra v p. 2 2 I eee eee eee eee Abends 7½ N Mont Apron urde heute dieser, Orlegenheit getödtete oder verwundete Nachmittag 3 Uhr gönzlich perle nden und Offiziere werden namentlich aufgeführt. von der ersten Compagn N v. Podbielskp. 0 it des 4. Infanterie⸗Re⸗ giments besetzt. Die a4 dat der Feind weggebracht, unter Zurücktassung vieler Lasetten, Gewehre, Munition und Topten. Gegen Mittag waren feindliche Feldgeschüße vom Mont Avron gegen Noisy geeilt und von Roeny 4 Bataillone mit Gepäck nach Paris abgezogen. Heute haben wit keine Verluste gehabt.„Morgen früh von 7 bis ½10 Uhr findet eine starke Besetzung des Mont Avron zum Abräumen slatt, unter Be- schießung von Noisp, Merlan und Bondy.“ Albert, 30. Dez. Am 28. bat Oberst⸗ lieutenant v. Pestel von den Ulanen mit einet fliegenden Colonne von 3 Compagnien und 2 Estadrons bei Longpre(Dep. Somme, Arrond. Abbeville) 3 Bataillone Modilgarden geschlagen und ihnen 3 Fahnen, 10 Offiziere, 230 Mann abgenommen. Diesselts 6 Mann verwundet. v. Sperling. Bersailles, 30. Dez. Vor Paris wurden am 30. auf dem eroberten Mont Avron große Massen Artilleriemunftion vorgefunden und zwei 24. Pfünrer vernagelt. Zwei Compagnten drangen bis Dorf Rosny vot. Diesseits ein Mann ver⸗ wundet. v. Podbielskp. Bersallles, 31. Dez. General Manteuffel beute von Rouen einen Vorstoß auf das linke Briate und Montlimaux und Grand Comonne vorgegangene Streitkräfte. von unseren Truppen erstürmt wurde. Der Feind verlor zahlreiche Todte und 110 Gefangene, darunter angeblich der Chef der dortigen Franktireurs. Ein ossizieller Pariser Bericht ergibt, daß die Beschießung des Mont Avron am, 27. Dezember Wet 3 Mann.“—„La Uert-Galant, 20. Dez., * 1 rem Feinde schwere Verluste zufügte. 17 bei Diese wurden theils v. Keudell, in das Schloß Robert le diable geworfen, welches Boulricoutt, 31. Dez. Nachdem gestern die Festungs- Compagnie und das erforderliche Material eingetroffen sind, hat heute die Beschießung von Mezieres begonnen. Fortwährende kleinere Gefechte der Cernirungstruppen des nördlichen Abschuittes mit Franktireurs. v. Bolgte-Rbetz⸗ Aus Verfailles wird unterm 27. d. M. berichtet:„Der Broßherzog von Mecklenburg weilt auch heute noch bier. An der Loire Ruhe. Der lien, außerdem wöchentlich einmal in dem beigegebenen Unterhaltungs Blatt interessante Novellen und Erzäblungen, Gedichte, r 3 au! 1 f 181 Nane 1 Abonnement beträgt bei der Verlagserpedition ohne Bringerlohn halbjäbrlich 1 fl., durch die Post bezogen fedoch viertel“? * petitzeile oder deren Raum mit& kr. berechnet, bei Tabellen- und gisfersag mit 8 kr. bal dig st zu machen, damit in der Zusendung des Blattes keine Unter. 7 — 1 1 beute begonnene Artiberteangriff gegen den Mont Avron wird vom Prinzen Kraft(von Hohenlohe commandirt. In der französischen Bevölkerung mächt das Zurückweichen der Nordarmet einen tiefen Eindruck, Der Thermometer zeigt 3 Grad Kalte. Starker Schneefall.“ Aus Versailles wird gemeldet: Der neu- lichen Haussuchung ist eine gleiche in den Bezirken des 5. Corps gesolgt. Der Corps befehl desagt, daß seit einiger Zeit versprengte Banden von Franktireurs in den benachbarten Wäldern und Ortschasten sich aufhalten, heimliche Zusammen⸗ künste in Versailles pslegen und das Hauptquartier bei einer günstigen Gelegenheit aufzuheben beab⸗ sichtig'n. Bei der Haussuchung fand u. A. die 8. Compagnie des 46. Regiments im Stalle des meldet: 5, Bataillone der 1. Diviston machten wehre; der stellvertretende Maire würde sofort Seineufer gegen stärkere, aus der Gegend von verhaftet. Graf Biemorck hat am heil. Abend das (tiserne Kreuz 1. Klasse, die Geh Legationsräthe Mairie zu Louviciennes dei Marly 75 neue Ge⸗ Abeken und der Ober postdirektor Zschuchner das 2. Klasse erhalten. Hauptquartier Verfaillee, 27. Dez. Die Forte unterhalten andauernd eine lebhafte Kano- nade; Sonntag(Chrisiftst) den 25, Mittags 2 Uhr, brachen einige Bataillone Linientruppen und Mobilgarde gegen des 4 Corps bei Chaton und Croissp aus dem Fort Valerien hervor. 1 ö N ö .— . * Schon nach einer Stunde wurde jedoch unter Zuziehung der aus St. Germain berbeigeeilten Vardelandwehr der Feind zurückgedrängt. — Einem Privatbriese aus Paris vom 21. Dez. entnimmt der londoner Correspondent der „Köln. Zig“ folgende Angaben: Wir slad, so beißt es dahin, schlechterdings nicht im Stande, Berläßlicheß über den noch vorhandenen Vorrath von Lebensmitteln zu erfahren. Die Regierung verslchert, daß für noch 2 Monate Pferdefleisch, Mehl und Wein vorhanden sei. Diese Angabe kann ich nun allerdings nicht bestimmk als falsch bezeichnen, das jedoch weiß ich, daß ich gestern von meinem Bäcker kein Brod bekommen konnte, da stin gesammter Vorrath schon am frühen Morgen durch die Menge fsortgeschleppt worden war. Die arbeitenden Klassen steben namlich die ganze Nacht hindurch vor den Bäckerladen und demächtigen sich des neugebackenen Brodes in den frühen Morgenstunden. Schon sind werthvolle Reit- und Wagenpferde geschlachtet worden, um zu ¼ Pfund per Kopf als Ration für drei Tage vertheilt zu werden. Von den Droschkenpferden mögen ebenfalls schon zwei Drittel den Weg der Schlachtbank gegangen sein, so daß die Zahl der Droschken bereits merklich zusammengeschrumpft, ist. Penpchst mülssen bi teln bal Wenn es wahr ist, daß die Regierung bereits ein Embargo auf sie 4 bat, wird es mit dem Omnibusfahren demnächst wohl auch zu Ende, und Paris über kurz oder lang zumrist auf Pflanzenkost angewiesen sein. Elnstweilen läßt sich ein Huhn noch immer um 25 Fr. erstehen, eine Gans um 80, ein Truthahn um 100 und ein Kaninchen um 30 Fr. Daß die Ratte be— liebte Normalkost geworden, sei, isty eine Ueber⸗ teibung, aber im lleberfluß schwelgen wir wahr hastig nicht, und hat die erwachsene Bevölkerung bisher noch keinen dringenden Mangel empfunden, leiden Kranke, Greise und nun gar Kinder doch gewaltig. Die Sterblichkeit ist doppell so groß, als sonst um diese Jahreszeit, und die Kinder verkommen zu Hunderten aus Mangel geeigneter Pflege. Trotz allem dem hält die Bevölkerung sich wacker, und wehe dem, der von Capitulation spräche. Lieber verhungern, ist die Losung. Und dem- gemäß bebilft sich Jeder mit dem Wenigen, was er erschwingen kaun. Als Ersatz für die knappe Fleischkost werden kräftige Extrakte aus Knochen, Hörnern und Hufen, nabrhafte Brühen und Gelee's aus den sonst unbenutzten Thiereingeweiden sabriziit, ja selbst die Buttrr versucht man letzt in sehr nothdürftiger Weise durch ein aus Fett und Cocosnußöl bereitetes Präparat zu ersetzen, welches zur Seise allerdings in näherer Ver- wandtschaft als zur echten Butter steht. — Nach Berichten des„Daily News“ Corre- spondenten in Paris sah man sich genöthigt, in den Armetcommando's Aenderungen eintreten zu lassen: Die großen Verluste in den letzten Ge⸗ fechten(man schätzt sie auf 8000 Mann, darunter 1000 Gefangene), find zwar theilweise durch Einstellung von Natlonalgarden ergänzt worden, trotzdem mußte die erste Diviston(Malroy) der zweiten Armee aufgelöst und mit der dritten Diviston verschmolzen werden, während das Corps des Generals Blanchard ganz aufgelöst wurdr. Ferner ist das 147. Bataillon der Nationalgarde wegen Insubordinatton aufgelöst; der zweite Fall dieser Art. Aus Paris liegen Ballon- Nachrichten vom 21. Dez. vor, welche folgende Angaben über die Lebensmittelpreise machen: Eiue Selletiwurzel zwischen 75 Cent. und 1 Fr. 20 Cent., Cham⸗ pignogs 2 Fr. 60 Cent., Kohl der Kepf 1 Fr. 25 Cent. bis 2 Fr., ein wenig Blumenkohl 1 Fr. 50 Cent. bis 4 Fr., kleiner Kohl 1 Fr. das Stück, greßer Kohl 6 Fr.; ein Huhn kostet 25 Fr., Kaninchen 30 Fr drei Tauben warden um 24 Fr. verkauft.— Am Sonntag den 18. Dez. starb in einer Kammer eines„Hotel garni“ den Hunger tod Frau Hamelin, die Wittwe des Botschafters Frankreichs in Konstantinepel unter Louis Philippe, die Schwägerin des Admirals Hamelin. Sie war 06 Jahre alt. Die Todesfälle mehren sich erschredlich. Blatteru blelden siationär. Außer- dem ist diese Vermehrung durch typhöses Fieber, Hals- und a hün pngen Graef 1 — 90 hegten ige We weile Armee hal gegenwärtig Stellungen einge nommen, welche darauf berechnet sind, der Cer⸗ nirungsarmee, sowie dem Feinde gegenüber die Lolrelinie und die ae e zu halten, Die letzten Tage seit der Rückkehr des General Feld- marschalls Prinzen Friedrich Karl nach Orleans sind ruhig vergangen, und wenn die deutschen Truppen auch in Bewegung waren, so hat doch kein Zusammentreffen mit dem Feinde stattgesunden. —— Orleans, 26. Dez. Es wird Sie gewiß interessiren, einiges über die bei Orleans in unsere Hände gefallenen Flußkanonenboote zu erfahren, die jetzt in unserem Interesse benutzt werden sollen. Aber machen Sie sich keine zu große Vorstellungen von diesen Kanonen booten, deun es sind in der That nur Boote, die sich noch nicht einmal unt den kleinen Dampfbooten auf dem Rheine, den sog. Nußschalen, vergleichen lassen. Jedes dieser 4 Boote, von denen eins ganz, das andere halb untergesunken ist, ist nicht länger als etwa 50 Fuß, bei einer Breite von 12—16 Fuß. Auf 71 Vordertheil des ganz offenen Schiff cbt eine messingene Kanone dle scdoc e eco zum Mate 1415 ist. Die kleine Dampsmaschine treibt eine Schraube, die wie gewöhnlich unter dem Steuer angebracht ist. Außzen sind die Boote über dem Wasser schwarz grthrert— Auf dem Hintertheite steten die Namen A e Ve c.. Auf dent ganzen Ding en; im höchsten Falle 8 Mani Platz; 4 am Geschütze, 1 am Dampskessel, 1 am Steukt, der commanditende Offizier and 1 Hater⸗ ofßzier, Bei Eisgang, wie win ahn eben gauf der Loire haben, sind diese Schiffchen gar nicht zu gebrauchen, da sie von den Eisschollen umgeworfen würden, weßhalb sie auch von den Franzosen stehen gelassen wurden, da in jener Nacht als sie abzogen die Loire ebenfalls stark mit Eis ging. Wozu sie eigentlich! gat und nützlich sind, kann ich mir nicht recht erklären, glaube auch laum, deß sie von besonderem Rutzen für uns sein werden. Da die Boote zu leicht sind, wird jeder Schuß aus der Kanone, der bekanntlich immer einen ziemlich heftigen Rückstoß zur Folge hal sie in Gefahr bringen umzuschlagen. Wie ich von Augenzeugen höre, sollen die Kanonenboote auf der Seine vitk größer sein. Doch abgesehen von dem Allem hat mall den Entschluß gefaßt, diese Bovte mik dkutschen Stelcuten zu bemangen, und sind brute deßhal) 120 Malrosen mit. 8 Offizieren und 2 Aerzten hier eingetroffen, pie heute Nachmittag um 2 Utzt an der Lolxe auf⸗ gestellt waren und vom Prinzen Friedrich Karl inspicitt wurden. Dit krästigen, meist untersetzten Gestalten dieser Sekleutr“ mit ihren runden, schwarzen Wachsleinwandhüten, in ihren dunklen Röcken machten auf uns Landsoldgten einen ganz eigenthümlichen Eindruck. Wozu überhaupt diese Masse von Malrosen hierher commandirt ist, ist deuselben selbst nicht klar. Sie hatten sich eine ganz andere Vorstellung von diesen„französischen Spielereien“, wie es einer derselben nannte, ge⸗ macht und waren von dem Anblicke sehr enttäuscht. Von den Vorkommnissen in der letzten Zeit kann ich Ihnen leider nichts berichten, pa ich seit etwa 14 Tagen hier im Laßgreth liege. Gehe jedoch in 2—3 Tagen wieder zu meinem Truppensheile ab. — Die Festungen in Deutschlaud sind schon alle mit franzoͤsischen Gefangenen überfüllt. Der Trausport der letzteren in offenen unbe⸗ deckten Kohleuwagen Tag und Nacht bei einer Kälte von 8 bis 12 Grad, wie dies leider schon mitunter geschehen ist, erzeugt saber Krank⸗ heiten und ist eine Härte, welche die deutsche Humanität selbst gefangenen Gegnern nicht zumuthet. Gedeckte Wagen sind indessen nicht zur Genüge vorhanden, und es sollen deßhalb jetzt auch die großen Forts bei Metz zur Auf— nahme der Gefangenen mit verwandt werden. An 12— 14,000 franzoͤsische Gefangene wird man immerhin in diesen Forts und in den 1 ö 0 Allgemeinen daselbst auch 1 1 größeren Schwie⸗ rigkeiten, als in einer deulschen Festung — Die Räumung Dijon's durch das Werder'sche Corps und desen Zurückgehen auf die Linie Vesoul⸗Belfort iss eine Vorsichtsmaß⸗ regel, Werder ist mit def 4, Reservehlviston und dem noch verfügbaren Glogauer Reserve⸗ corps(in Straßburg) stark genug, dort erfolg⸗ reichen Widerstand zu leistfn. Der Abzug von Dijon erfolgte am 27. d.; leider blieben etwa 700 Verwundete und Klanke zurück. Das Hauptquartier des General v. Werder befindet sich seit dem 28. d. in Vesoul. f pruntrut, 31. Dez. Deutsche Truppen sind in Eilmärschen vor Belfort eingetroffen. General Treskow ist am 29, auf Recognostirung in Delle angekommen. Be Grandvillars sind deutscher Seits Befestigungel errichtet worden. Dem„Sch. M.“ wird von einem würtem⸗ bergischen Kanonler bel der Velagerungsartee von Belfort geschrieben: Dit hiesige Belagerung läßt sich nicht mit der von Straßburg vergleichen. Dort hatte man ganz ebeses Terrain, in dem man nothwendig Parallele unlegen mußte“, auch ging dies dort verhältnißmäßig rasch und leicht. In, dem weichen Boden, koßnte man sich durch das Einschneiden von Laffgräben vortreffliche Deckung verschaffen und sich so der Festung all ⸗ mälig im Zickzack nähern; hier ist dies Alles ganz ole Höhen, welche ven verschüsdenen Fesfüngswerken gegenüberliegen oder diese behsrrschen, zu gewinnen, dort Batterien anzulegen und durch ein wohl- gezieltes Schnellfeuer die feindlichen Werke, sowit die Gebäude, welche einen Zufluchtsort für die Feinde bilden, als Kasernm it, zu vernichten. Alle Grabarbeiten, welche und so weit sie bis jetzt ausgeführt werden konten, beschränken sich, abgesehen von den Batteriet und deren Commu- nikationen, lediglich auf eiifache Schützen- oder Laufgräben. — Der Berner„Bund“ theilt ein Schreiben eines schweizerischen Militärarztes mit, worin Beschwerde geführt wird über unerhörte Ver⸗ letzungen der Genfer Convention, deren sich die Franzosen neuerlich schuldig gmacht, Er schreibt: Die Genfer Conventson ist in den Gefechten in den Wäldern von Orleans vicffach verletzt worden. Ich sah am 30. Novembet einen französischen Militärarzt, von dem nicht nur französische Ge⸗ fangene es behaupteten, sondern der selbst offen es eingestanden, daß er mit sfinem Revolver vele preußische Verwundete eischossen hat. Er wurde vor ein Kriegsgericht gestellt und füsilirt. Viele Franktireurs— so erzählen uns zahlreiche Ver⸗ wundete— zogen bei rückgängigen Bewegungen Genfer Binden aus der Tasche und glaubten so iht Leben zu versichern. Daß Zielen auf Ver⸗ wundete kam öfters vor und Verschiedene wissen von Solchen, die drei bis fünf Schüsse im Leibe haben, und erzählen beredt von dem Vergnügen(J) feindlicher Patrouillen, auf noch lebende Ver— wundete Feuer zu geben. Franzosen aller Truppen⸗ gattungen mit einer Genfer Binde drängten sich in die von den Preußzen besetzten Dörfer, recog- noscirten und informirten sich nach allen Leuten, bis sie endlich verhaftet wurden. Verschiedene von Verwundungs⸗Fällen rühren von Explostons⸗ Flintenkugeln her, deren eine unabgeschossen ich dem Generalaczt übergeben konnte. Patienten fühlen erst einen Schuß und bald darauf einen zweiten stärkern. Sie haben nur eine Schuß⸗ oͤffnurg dabei, aber riesige Zerstörungen. Ich babe z. B. einen Fall: Eintritt der Kugel in der Mitte der Wade und der Schußkanal läuft durch die Kniekehle in die Mitte des Oberschenkels. Bern, 29. Dez. Laut Privatnachrichten aus Besangon, die in Pruntrut eingetroffen, bestaͤtigt sich der Vormarsch eines 25,000 Maun starken französischen Truppencorps über St. Hyppolite, Audincourt und Bourgogne der schweizer Gränze entlang auf Belfort zu, um diese Festung zu entsetzen. In Folge dessen hält man eine Schlacht, in welcher, da auch die Generale v. Werder und v. Tresckow Ver— andern offentlichen Gebäuden von Metz unter⸗ bringen können. Ihre Bewachung macht im stärkungen au sich gezogen haben, 50 bis 60,000 anders, hier handelt es sich vorzugsweise darum, 0 lüb enz 12 dug u g t. 8 229014 u dach 1% ue ada 1 1 — re 1— 18282 1% lohn— 1 1 r r 9 — * Dann n ed ll eee eee — — — städter schreibt hierüber an seine Eltern:„Orleans eee ee orstehend. 15 Hessen. 8 Unsere bessische Division brachte die nachts feiertage in Orleans zu, mußte aber am ersten Feiertag bei der Be⸗ sestigung der Stadt bülfreiche Hand lelsten. Ein im ersten. Infanterle-Regiment dienender Darm⸗ wird verbarrikardirt, die Artillerie baut Batterien. Wir mußten Baume ummachen, Häuser werden abgerissen; die schönsten Baumschulen, Zwergobst⸗ baͤume, Wingerte, kurz Alles, was in der Schuß⸗ linie liegt, wird umgehauen. Wie Frankreich ruinirt wird, ist ein wahrer Jammer. Gott sei Dank, daß dieses Deutschland nicht passirt ist. Es soll bier abgewartet werden, z denn Frankreich scheint nicht eber tuen zu wollen, bis es ganz vernichtet ist. Stets sammeln“ sich ürue Horden bewaffneter Bauern.“ Preußen. Berlin. Der„Staatsanzeiger“ meldet: Die Ratifitation der Verträge de lord⸗, deutschen Bundes mit Baden und Hessall über die Gründung des deulschen Bundes und wit Württemberg über den Beitritt zu dirsem Bunde, sowie der Militärconvention mit Wü e e — ei de 1 ul rung von R e nee ee 400 geschehener Annahmt des Reichsversassungs⸗Enl⸗ wurfs geschehen wird, ersolgt der Zusammentritt des erweitetten Bundes- oder Reichstaths, der sich damit befassen wird, die Vorlagen sestzustellen, welche dem zu wählenden deutschen Reichstage vorgelegt werden sollen. — Der„Staatsanzeiger“ bespricht die Be⸗ setzung des Mont Avron, durch welche für die Offensive ein wichtiges Terrain gewonnen sei. Er erklärt: Bei der Wahl der Angriffsfront auf die Haupfstadt werden lediglich militärssche Rück. sichten maßgebend sein, zunächst wird ees die Auf⸗ gabe sein, die gewonnene Posltion den diesseitigen Zwecken entsprechend defensiv einzurichten und offensiv zu armiren.“ — 31. Dec. Der Rücktritt des Cultusministers von Müßler gilt in Abgcorpnetentreisen für nahe bevorstehend. ö Königsberg. Nach Bestimmung des Unter⸗ richtsministers sollen, wit die„K. H. 3.“ be- richtet, die Doubletten der hiesigen königlichen und Unipersttäts⸗ Bibliothek, cirta 40,000 an der Zahl, und darunter vielfach Werke von großem Werthe, zur Abführung an die neu zu begrün- dende Straßburger Bibliothek bereit gestellt werden. Düffeldorf. Einem Gerücht nach wurde ein Heir aus Paris, der sich hier auf Besuch befand, gefänglich eingezogen, weil er zum Enk⸗ weichen zweier französischer Offiziere behülflich gewesen sein soll. Aachen. Bei dem Nachts 12 Uhr hier von Köln eintteffenden Courterzuge wurde vor elnlgen Tagen eine Reviston für nötbig gehalten. 10 ergab sich, daß auf demselben sich zwei aus Erfurt entsprungene französische Capitäns, Kriegsgefangene auf Ehrenwort, befanden, welche unter der Aeglde eines Erfurters das Weite suchten. Alle Drei wurden verhaftet. Es scheint, daß der die eht⸗ losen Flüchtlinge begleitende Erfurter elnet der im Sommer aus Paris vertriebenen deulschen Arbeiter ist, den selne Kenntusg der sranzösischen Sprache mit den Capitäns bekannt mate. Fulda. Das Jageschloß Bicberstein in der Rhön ist zur Aufnahme von 500 Gefangenen, darunter 20 Ofsiziecen, bestimmt. Sachsen, Leipzig. Auf glesigem Dres- deuer Bahnbofe kam am 29. Dec. früh ein Zug mit 450 gefangenen Franzosen an. Als ausge- stiegen wurde, um bier eine Stunde zu rasten, treignete sich das Unglück, daß sich das Gewehr tines auf dem Perron stebend en, zur Escorte ge⸗ hörenden Landwehrmanncs vom 19. Regiment entlud und der Schuß elnen der Gefangenen, der eben aus dem Wagen aus zustel en im Begriffe stand, auf der Stelle lödtete, einen andern auch Bayern. München. Reicherälhe bat die deulschen mit 37 gegen 3 Stimmen angenommen. Die Kammer der zufolge trägt sich das stallentsche Cabinet mit dem Friedensvermiktelung zwischen Deutschland und Frankreich zu interessiren. Es handelt sich darum, hiefür den Beistand eines oder mehrerer Cabinette sowie die geeignete Form und Grundlage für einen Vorschlag zu finden. Das Lecztere scheint uns schwieriger als das Erstere, jedenfalls aber wünschenswerth, daß der Gedanke sich aus; führbar erweise. Biscontl-Venosta hat übrigens sich bis jetzt darauf beschränkt, die Angelegenheit im Gespräche mit den diplomatischen Vertretern in Florenz zu behandeln. Belgien Brüssel. Ein Schreiben aus Lille vom 27. Dec. in der„Independance Belge“ meldet; Die Dinge verwickeln sich; es ist wahr⸗ scheinlich, daß wir binnen kurzem wichtigen Er- feignissen anwohnen. Die Nordarmet hat sich zwischen Artas und Cambrai vollständig con⸗ centrirt und alles Terrain zwischen letzterer Stadt und Amiens aufgegeben— Die nit fehlenden 1 haben diese Gegenden überfallen, und zwar Tdeel schneller, als man es für möglich gehalten, Cerbie und Albert konnten geräumt werden, Achlel aber nicht, wo die Nordbahn einen Theil ihres Materialg und den Telegraphen 200 Metres vor den zösischen Linien zerstört.. — Das Journal von Fecamp meldet vom 28. Dec.:„Das Lager von Conlie ist aufge⸗ hoben. Die verwendbaren Truppen siud zur Armee Chanzy's dirigirt, die anderen nach Rennes.“ Großbritaunjen. London.„Daily News“ erfährt! aus Bordeaut, dit) ftanzösssche Regterung solle neuerdings beabsichligen, die Be- schickung der Conserenz von der vol hergängigen Anerkennung der Republik durch England ab haͤngig zu machen. — Mehrere Londoner Blätter vom 27. Dec. bringen Telegtamme aus Hadre, Te 0 ö 75 fran die Preußen bei, Du Clair sechs englissat in Beschlag genommen und versenkt haben, um die Schiffahrt auf der Stine zu unterbrechen.— Brsefliche Mittheilungen in englischen Blattern besagen, daß 5 von den 6 versenkten Schiffen obne Geleitschein Rouen verlassen hatten und bei Duclair zum Beilegen gezwungen wurden. Hier ließ nan die Mannschaften ans Land gehen, bohrte die Schiffe an und versenkte sie. Vorher hatte der preußische Ofsieler dieselben übrigens abschätzen lassen und den so ermittelten Werthbe⸗ trag in Requisttionsbonds den englischen Capitänen übermittelt. Diese teclamirten beim englischen Bicctonsul in Rouen, der aber zunächst nicht helfen konnte, da ein Befehl des Generals v. Goeben vorlag. quartier gerichteten Protest des englischen Vice cohsuls ist noch keine Antwort erfolgt. Die Mannschaften wurden»ia DPieppe nach England zurückbefördert. — Graf Bismarck soll Jules Favre durch Vermittelung des amerikanisccen Gesandten in Paris benachrichtigt haben, daß, behufs seiner Reise zur Conferenz nach London, ein Geleitschein zu seiner Verfügung stehe.—„Daily News“ melden, 12 Bomben seien am 27. Dez durch die bel Rainch aufgestellte, Batterie nach Paris ge— schleudert worden. Die Franzosen haben ver— sucht neue Batterien auf der Ebene zwischen Courneude und Dranch in der Richtung nach le Bourget zu errichten. Spanien. Madrid. Prim mußte ein Finger der rechten Hand amputirt werden, vielleicht sind weitere Operationen nothwendig, Der Attentäter ist noch unentbeckt. Die Cortes genehmigten mit 200 Stimmen eine Resolution, welche den Abschen noch leicht verwundete. der Versammlung über das gegen Prim aus- Bersassungsvertraͤge Oesterreich. Wien. Die Presse schreibt: Einer Meldung unseres Correspoudenlen in Florenz Gedanken, die bevorstehende Conferenz für eine L * sse 1605 J Boi 9 falls 4806 n l 17 deutschn N 19 0 gebg ei Kühn belt gegen Auf den an das deutsche Haupt- geführte Attentat ausspricht. Sodann wurde der ee ein Vertrauensvot 1 mit 141 gegen J Stimmen ertheilt. Schl ich erfolgte die Verlesung des Commisslonsberichts welcher sich für die Suspensson der verfassungsmäßigen Garantien ausspricht. L Unter dem Vorsitze des Regenten fand ein Ministerrath statt, dem mehrere hervor · ragende Mitglieder der drei Fractlonen der liberalen Partei beiwohnten. wurde eine vollständige Versöhnung erzielt. Contre⸗Admiral Topete, welcher das Haupt der Partei Mont⸗ pensier gewesen ist, wurde zum Minister des Auswärtigen ernannt und übernahm interi⸗ mistisch das Kriegsministerium und die Präßt⸗ deutschaft des Ministerrathes. Apala ist zum Minister der Colonien ernannt worden. Beide Minister leisteten dem Regenten gestern Abend den Eid und haben heute ihr ad angetreten. — Es beißt, daß dle Regierung den Geseg⸗ entwurf, betr. die Suspenston der verfasfungs⸗ mäßigen Garantten, zurückziehen wird. Die Entwaffnung der tepublikanischen Milizbataillone hat begonnen. Die Provinzen find ruhig. — 31. Dez. Der König ist gestern Mittag 2 ub. im Pasen- von dem Contreadmiral Topete, dem Minister der offentlichen Arbeiten, den Civilbehörden und Gegeralen empfangen worden. Eine unermeßliche Menge begrüßte den König emlich. Derselbe e als 2 5 da inig 11. g A. Charakter angenommen baben. — Prim ist am 30. Dez. Abend 9½ Uhr gestorben. Die Stadt ist ruhig. Italien. Florenz. Der König ist am 30. Dez. Aberds nach 8 r* Consestepraspent, sowie die Minsster des Acuße u, der Finanzen und der Arbeiten beglelleten ihn. Rom. Der König ist am 31. Dez. hier eingetroffen und don, den Behörden empfangen worden. Die Stadt ist erleuchtet. Eine große Volksmenge umdrängt den Qutrinal. Der König erschlen wiederholt grüßend auf dem Balkon. Neue st e 8. Offteielleemtlitärische Nachrichten. Versallles, 2. Januar. Die Beschteßung der feindlichen Posttionen von der Nordostfront von Paris am 31. Dezember und am 1. Januar mit Erfolg fortgesezt. Der Feind hat seine vor⸗ geschobenen Stellungen vor dieser Front eilig geräumt. Das Feuer der Forts Nogent, Roenpy und Noisp ist am 1. Januar verstummt. Die 20. Diolsion wurde am 31. Dezember bei Vendome von überlegenen Kräften angegriffen, wies jedoch den Angriff zurück, wobei General von Lüderitz 4 Geschütze nahm. Oberst v. Wittich mit einer fliegenden Colonne nahm am 30. Dez. bei Soucher zwischen Arras und Beithune 5 Osstziere, 170 Mann gefangen. v. Podblelsky. Boulricourt, 2. Jan. Mezieres hat capitulirt. Einmarsch der preußischen Truppen heute Mittag 12 Uhr. v. Voigts-Rhegz⸗ Eingesandt. Cs gereicht uns zu großer Befriedigung constititen zu können, daß auch ste letzte flak besuchte thea sralische Abendunterbalung aue wobl gelungene gewesen, bei welcher Alles mit großem Beifall aufgenommen worden isl. Be⸗ sonders aber haben das zwene Szück„der geiade Weg der beste? und die in Tyrolet Gostüm ausgesübrten Gesange angesprochen und von den miiwukenden Personen, dle Alle türe Sache aut gemacht, baten sich namentlich die Damen durch ir schönso Spiel ausgezeichnet. Det Sr⸗ lag di ser Abend Unterhaltung wurde zu zweckmäßigen Gbristgeschenken für die im ele stebenden e bone bleslger wenig demitlelter Eltern verwendet. In Fortsetzung iber Sorge für unsete tapferen Krieger gedenkt die Gesellf aft demnächst zum Besten des biestgen Com 40 für Giftschung verwundete und(aktankter Soldaten eine weitere Abend⸗ Unterbaltung wieber mit neuen Stücken zu veranslalten. Da das, bezeichnete Comte dei den eben sich mehrenden Verwundeten und Krankentransporsen einer bedenken den Unterstügung sebr vedürsiig und mau auch ganz vollfcndig 171 „ 4 1 6 A en! — 1 4 diesem Grunde auf einen flarken Besuch der dunter⸗ balbung mit Lenlhgendhet eee nden— Schließlich wollen wir nicht unietlassen, der Gesellschaft für ihre menschenfreundlichen zwar mit großer Mühe ver“ dundenen, aber in böͤchst em der Weise ausgeführten Besirebungen unsere volle Aner eder e So ist's aber recht! Möchte doch Jedermann auf die eine oder dien andert Art ebenssviele ehrenvolle Beweist von Palriotigwus liefern wie sie!— g g 5 Bescheinigung. Bei dem Rechner des Comités für die Unterslützung der verwundeten und erkrankten Soldaten sind weiter ein⸗ gegangen und werden dankbar bescheinigl: fl. kr. von Frau Förster Henkel hier 2— von E. B. 3— durch Herrn Kteisassessor Haas hier: von den Herten Ktiegssuhrenbesitzern 26 24 dei der Hochzeit des Herrn Philipp Tag in Traie⸗Münzenberg durch Herrn C. Supp 8 36 von Herrn Oofapolbeker Görtz hier 5— von Herrn Kaufmann Nauhesm hier 3— Erlös sür Knochen 125 ½½ aus der Gemeindekasse zu Beienheim 30— von Herin Obersörster Rumpf in Ockstadt 5— durch Herrn Bürgermeifler Schmidt von dem Hülfsvertin zu Reichelsheim 50— von Herrn A. Gonder hier 3— Erlös für Spülig 3 36 mit seinem Wirken einverftanden i, so wird schen aus rechen 329 11 1 mm 0 en U N von den Herren Alles a Brüqmann in Florstabt 70— 0 von Frau Kreisrath Dieffenbach hien 1 10— durch Herrn Lehrer Weinberg in Bönstabt; N bel einem Goltesdienst von seiner israelitischen Gemeinde U 117110 Nin 5 von seinen israelitischen Schulkindern 145 von Herrn L. Grünebaum in Langenhain— 36 durch Herrn Pfarrer Möbius Kirchenopfer aus Bönstadt 15 9 45 von den monatlichen Spendern Friedbergs pro December 94 21 aus der Gemeindekasse zu Södel 25— Kirchenopser aus Söͤdel durch Herrn Pfarrer Breidenstein 12 26 von Herrn Major Jäger hier 10 fl., davon 5 fl. für die durchziehenden Truppen 5— von Herrn Pfarrer Bornagius in Fauerbach 1— durch denselben Kirchenopfer aus Fauerbach 2 36 durch Herrn Decan Blumhof Kirchenopfer aus N Mel bach 12 8 durch Herrn Kirchenrath Görtz Kirchenopfer aus Nieder⸗ und Ober⸗Florstadt 18 1½ von Herrn Director Matthias bei dem Eintritt f ins neue Jahr 3 30 An Materialien: von Herrn Kaufmann Fürth hier 1 Paar Unterhosen, 6 Sacktücher; von Frl. Herpel hier 1 Paar Socken, 2 Sacktücher; von Frau Decan Blumhof in Melbach 1 Korb getrocknetes Obst; von Herrn Pfarrer Siebert in Münster aus der Industrieschule daselbst 10 Paar wollene Strümpfe, bestimmt und vertheilt an Frau Beigeordneten Steinhäußer hier Erddel hier! Sch 1 Solbolen; 2 gen. e Ph. a von Frau Bürgermeister Helfrich in 4 Laibe Brod, 1 Korb Aepfel, 2 bach 3 Derne 0 Herren L. Grünebaum in Langenhain 1 Paar, wollene Strümpfe, 1 Päckchen Dörrobst; von Herrn. Kirchenralh Görtz in Florstadt 2 Paar 5( aß 4 Paax Socken, 6 Sacktücher, 2 Kuchen, 1 Flasche Himbeersaft un) Confect; sivon Herrn G. F. Kopp in Ossenheim 1 Ratankuchen, 12 Eier; von Herrn Müller Schudt zu Göcbelheimer⸗ Mühle 6 Pfund Butter, 5 Macß Milch; von Herrn H. 5 1 kägzere Kuchen von vielen Frie ged. Goties Güte wird uns im neuen Jahre bald den ersehnten Frieden geben und bis dahin bitten wir zur Unterftützung unserer nothleidenden Truppen um fernere Kiebesgaben,— Friedberg den 1. Januar 1871. 1 Für das Comils: Verlocsun gen, 05 Braunschweig, 31. Dec. Bei der heutigen Pr wann Serie 9752 Nr. 14 20,000 Thlr., Serie 4220 Setie 4664 Nr. 34 600 Thlr. ziehung der badischen 35 ⸗fl.⸗Loose gewannen solgen 335841, 355843, 293388, 49, 393395, 293399, 37. Soeben ist erschienen und bet Bindernagel& Schimpff in Friedberg zu haben: Geschichte des Krieges von 1870. Von Karl Winterfeld. Mit 14 Karten und mehr als 50 Abbildungen. Preis geh.: 51 kr. Beim Friedensschluß wird noch ein Schluß hest folgen, welches bei einem kmjsang von 5 dis 6 Druckbogen den Preis von 9 kr. nicht übersleigen wird. 50 Holz- Versteigerung. 13 Im Sicher Stadtwalde kommen den 11. u. 12. Jan. in den Districten Eichwald, Schweinstallsherg und Fichtenkopf nachverzeichnele Holzsortimente zur Ver⸗ sleigerung: g Mittwoch den 11. Januar 75 Eichenffämme von 6— 13“ Durchmesser 15—507 Länge. a 0 1 Buchenfsomm von 20½½“ Durchm. u. 18“ Länge, 50 Burkenflämme von 10—16“ Durchmesser und 1635“ Länge(Schnittholz), 16 Fichtenssämme von 6—8“ Durchmesser und 4060“ Länge, 320 Eichen ⸗ Stangen, 10 Birken⸗-„ 1275 Zichten⸗„ Oonnerffag den 12. Januar 30 Stecken Eichen à 157 lang Bau⸗ und Wagner⸗ und 1³„„ a 10“„ belz, 24„ Buchen Scheit⸗ und Prügelholz, 20⁰ Eichen⸗Prugelholz, 1200 Stockholz, a 6500 Wellen. Der jedecmalige Anfang ist Morgens 9 Uhr am Hattenröder Vicinalweg, Eschwald. Lich den 28. Dezember 1870. n 8 Bürgermelsterel Lich Helm. Holz Versteigerung. 12 Ose am 20. und 21. d. M. im hilesigen Gemeinde⸗ walde statigthabte Holzversteigerung ist genehmigt und der erste Fahrtag auf Mittwoch den 4. Januar 1871 sesigesetzt warden. Japrtage sind: Montag, Mittwoch und Freitag, von 8 bis 12 uhr Vormittags, bis zum 20. Januar 1871. Die ortefremden Steigerer können die Abfahrscheine beim Geneinde⸗Einnebmer in Empfang nebmen. Ober Mörlen am 31. Dezember 1870. Großberzogliche b Ober⸗Mörlen e cke l. Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg ist zu haben: 5 (Schriftliche Miuheilungen Gefühle reinster Liebe:) Briefsteller für Liebende, 19 besperlei GEeschlechts.— Enthält 90 Musterbriese über alle Liebesverbälinisse im blubendssen Sipl und in 2 den elegontesten Wendungen, nebst 20 Polterabend⸗ scherzen, Hochzeits gedichten und einer Blumen-, Fa ben⸗ und Zeiche nsprache. f Von G. Wartenstein. Achte verb. Aufl. 34 kr. Glacé-AHandschune, 8e e Ein neuer Schlitten 14 sieht zu verkaufen in der landwirihschaftlichen Maschinen⸗ und Geräthe⸗Werkstätte von 5 Häuser in Fauerbach b. Fr. Sal bandschuhe für Herren und Frauen bei Conrad Heß, gegenüber dem Rathbause. f 3035 17 Eln gut gehaltener, neu gefütterter Pelzmantel, sowie ein großer Pelzfußsack find billig zu verkaufen. Näheres bet der Exped. d. Bl. 5 Kirchen buchsanuszügt. Evangelische Gemeinde. Ge taufte: 25. Dezember. Dem hiesigen Bürger und Meßger⸗ meister Philipp Heinrich Konrar Windecker eine Tochter Wilbelmme Matie Lina, geb. am 21. Nov. 26. Dez. Dem Bürger in Stockstadt, Kr. Groß⸗ Gerau, und Schuhmachermeister dahier, auch Unteroffizier, im 2. Groß berzoglichen Infanterle-Regimente Johannes Jähler ein Sohn Heinrich, geb. am 10. November. 26. Dez. Dem Bürger in der Kreisffadt Wimpfen und Bierbrauer dahier Jacob Vörg eine Tochter Katharine Manie Louise, geb. am 7. Dez. 26. Dez. Dem Bürger in Freienseen, Kr. Scholten, und Kappenmacher daher Johann Heinrich Hofmann ein Sohn Ludwig August Friedrich, geb. am 21. Nov. 26. Dez. Dem Bürger in Assendeim und Schuh⸗ macher daher Heinrich Wilhelm Hofmann ein Sehn Georg Karl, geb. am 26. Nov. 26. Dez. Dem Bürger in Homberg a. v. Ohm, Kr. Als seld, Schreiner und Müblbauer dahter Rudolf Strauch ein Sohn Peter, geb. am 30. Nov. Beerdigte: 58 26, Dez. Johann Heinrich Heß, pensionirter Groß. 2 0, 48 Jabre 4 Monate 25 Tage alt, t am Dez. f 30. Dez. Wilhelmine Bach, geb. Meßger, Ehefrau des Bürgers zu Walleinhausen, Kr. Nidda, und dahier stationirten Gendarmen zu ßuß Heinrich Peter Bach, 31 Jahre 7 Menat 19 Tage alh, T den 28. Dez. 30. Dez. Ein Töchteichen des Bürgers zu Wallern⸗ bausen, Kr. Nidda und dahler flattonstien Gendarmen (Eingetragene Geuosseuschaft.) Ausweis pro Dezember 18 70. egen Einnahme. Kasse⸗Bestand pro 1. Dez. 1870 fl. 4920. 14 Wechsel„ 14984. 10 Depostien„ 1721.— Inkasso⸗Wechsel„ 1455. 12 Conto⸗Corrente„ 31469. 31 Spar⸗Einlagen 400% 8212, 12 S Darlehen e 1118.— Stamme Antheile, Monatsbeiträge„ 1216. 43 Reservesonds, Beitritt Fial Jahresbeiträge 5 1. 48 Wechsel⸗Zinsen„337. 19 Depositen⸗Zinsen 5 49. 27 Conto⸗Corxent⸗Zinsen 4 15.— Conio Cortent⸗Provision 3 2. 30 Unkosten, Spar Einlage⸗Bücher 5 2. 30 Agio⸗Gewinn auf Sorten 8 12. 57 8 fl. 61262. 27 Ausgabe. Effecten, Actien der deutschen Ge⸗ nossenschafts bank in Berlin, IV. und letzte Rate fl. 525.— Wechsel 7„11248. 30 Depositen g„ 1626.— Inkasso⸗Wechsel„ 1545. 14 Conto⸗Corrente„ 38782. 37 Spar⸗Einlagen„ 1404. 59 Darlehen„ 3780.— Reservefonds, Rückzahlung 2 5. 52 Stamm⸗Antbeile⸗Rückzahlung 1 88. 20 Mobilien und Utensilien* 15. 13 Spar⸗Einlage⸗Zinsen 5 4. 9 Datlehen⸗Zinsen 5 1 Wechsel⸗Zinsen 2 3. 29 Wechsel⸗Spesen„ 4031 Unkosten f 12126. 52 Kafse⸗Bestand pro 1. Jan. 1871„ 1907. 46 n fl. 61262. 27 Ein J 5 Ausgang. fl. 25435. 25 Wechsel in Conto⸗Corrent fl. 33209. 21 „ 1680. 4 Wechsel zum Incasso„ 449. 19 Mitgliederzahl am 1. Juli 1870 445 Aufgenommen vom 1. Juli 1870 bis N 1. Januar 1871 12 457 Ausgeschieden vom 1. 1. Januar 1871 wegen Sterbfall 3 0 wegen gerichtlicher Beschlagnahme 1 wegen Nicher füllung der Verbindlichkelt 15 Juli 1870 bis f 19 Mitgliederzahl am 1. Januar 1871 448 f Der Vorsland i Hecht. Ermus. Weis. Kirchliche Anzeigen sür Friedberg. Evangclische Gemeinde. Mittwoch den 4. Januar, Abends 5 Uhr, in der Burgkirche; Betüunde mit Ansprache von Herrn Pfarrer Köhler. 16 Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. zu Zuß Heinrich Peter Bach, lodtgeboren am 28. Ocz. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Nt. 29 5000 Thlr. Serie 4902 Nr. 48 2000 Tylr., nun Paar Socken; Sackt von J. duber, Rechner. mienziehung der Braunschweigischen 20 Thaler⸗Lgose ge⸗ „Karlsru e, 30. Dec. Bei ber heutigen Prämien 15 e 9 Nummern je 1000 fl.: Nr. 249884, 298086, 286486 ö vorschus· und Ertdi- Bertin zu Fritdberg. 00 5 7 oer rend S r h — * 2— een PE. 1