Samstag den 2. Dezember. me Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblakt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag geschehen sein sollte, mit dem Gemeinderath alsbald vorzunehmen, die 1 sehr bid f ö 7 W Fur den Monat Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der 9 g Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. J en b 0—— 5 * N Amtlicher Theil. 5 e Be 8 i ũ ef i ie V ö ebände gege 5 e Siebers an 20. Noseuber 185. N * Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. f Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 28. Dee. 1855, zu veröffentlichen, damit diejenigen, die es berührt, sich vor Strafe ö e Int-Blatt Nr. 1 von 1856 und den§. 1118 von Kächler's Handbuch schützen können. en 4 11 18 k 2. Aufl., beauftragen wir Sie, diejenigen Geschäfte, wenn es noch nicht Art. 178. Die Eigenthümer der Gebäude sind verbunden, bis zum 1. Dee. des Jahres, in welchem der Bau vollendet wurde, oder wenn der Bau erst im —— 15 Ihnen der Art. 11 des rubricirten Gesetzes übertragen hat. Binnen December vollendet wurde, bis zum Ende des Jahres sowohl die Aufnahme nen 1 wertttu l K 5. 8. 2 ertichteter Gebäude in die Brandversicherung, als, wenn die auptdimensionen der 9 acht Tagen sehen wir Ihren Anträgen oder Berichten, daß keine zu stellen[ Gekäude wesentlich erweitert oder vertinzert worden sind, die Ane Revision 1 sind, entgegen. des Versicherungsanschlags zu beantragen. 3 Gleichzeitig empfehlen wir Ibnen, den nachstehend abgedruckten— Die Unterlassung dieser Anzeige ist mit einer Strafe von 1 bie 5 fl. zu ahnden. 0 f Art. 178 des Polizeistrafgesetzes in Ihren Gemeinden auf geeignete Weise) Vergl. Gesetz vom 6. Juni 1853(S. 453 des Regbl., insbesondere Art. 10.) 9 41 6*. 7. f 5 l g Betreffend: Correspondenz in Zollvereinssachen, insbesondere in Angelegenheiten der Volkszählung. Friedberg am 30. November 1871. 2100 fl Die Großherzogliche Kreis⸗Schulcommission an die Schulvorstände des Kreises. Wir machen Sie auf das Ausschreiben Großherzoglichen Kreisamts Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien vom 12. d. M., e e 190 0 Oberhessischer Anzeiger, Nr. 135 aufmerksam. Trapp. 9 5 f 5 „ l,„„—. 4 — Belreffend: Das Reichsgesetz über die Gewährung von Beihülsen an Angehörige der Reserve und Landwehr. 1 18, D.. Es laufen von Seiten Angehöriger der Reserve und Landwehr] zu berücksichtigen. Es wäre dies in beschränktem Maaße erst zu g noch fortwährend Gesuche um Beihülfen aus dem, dem Kreise Friedberg] Anfang des Jahres 1873, zu welcher Zeit die erste Ratenzahlung 6 in Gemäßheit des oben genannten Gesetzes zugewiesenen, Fonds bei von den gegebenen Darlehn stattzufinden hat, möglich. 1 110 0 uns ein. Da derselbe im Betrage von 7682 fl. nach den Beschlüssen Die Großherzoglichen Bürgermeistereien wollen solche Reservisten 5 D„ der Kreisunterstützungs-Commission vom 2. d. M. vollständig zur[und Landwehrmänner, welche etwa noch um Beihülfen nachzusuchen f Verwendung gekemmen und an demselben Tage die, auf die, in Folge beabsichtigen, hiernach verständigen. 9 3 Aunserer dreimaligen öffentlichen Aufforderung rechtzeitig eingereichten, Friedberg, 29. November 1871. 90 — g Gesuche, bewilligten Beihülfen bereits zur Auszahlung gelangt sind, Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 9 W so sehen wir uns außer Stand, die verspätet eingegangenen Gesuche Tyr a pp. 1 15 0 3 Einladung. f 1 8. 4 Die Mitglieder der landwirthschaftlichen Section Butzbach und sonstige sind seit einigen Jahren nicht wieder in Angriff genommen worden e Freunde der Landwirthschaft werden auf Donnerstag den 7. Dezember, und zwar gewiß nur wegen der vielen dabei vorkommenden Formalitäten 5 N* Nachmittags 2 Uhr, nach Butzbach in das Rathhaus daselbst ergebenst, und wegen des großen Kostenpunktes. b A eingeladen. Was ist nach der neuesten Gesetzgebung in beiden Richtungen rent 20 f, Gegenstände unserer Verhandlung werden sein: zu ibun, um Weganlagen und Zusammenlegungen in zweckmäßiger 0 1 H dieselbe ist fortwährend auch für die hiesige Gegend Weise wieder in Gang zu bringen? 14 1) Die Gesindefrage; dieselbe i f li Eingeleitet wird dieses Thema von Herrn Rentamtmann Mengel. 1 f von großer Bedeutung, so daß es von hohem landwirthschaftlichen 40 Auf welche Welse und iult welchen Düngersiossen ist bei ausgesellie 5 1. Interesse sein wird, durchdachte Ansichten zur Abhülfe wenigstens g 121 * 01 2 2 f Wintersaaten in zweckentsprechender Weise nachzuhelfen? 3 72 9 einiger Uebelslände in dieser Hinsicht nmelhen.. Herr Oekonom Kammer wird hierüber die geeigneten Mittheilungen 3 9„ Herr Lehrer Jost wird die Frage einleiten und sich in möglichst odr 14 2 ausführlicher Weise über den wichtigen Gegenstand verbreiten. Butz bach den 28. November 1871. ö 8„ 2) Rationcller Kartoffelbau ist auch für die hiesige Gegend tief eingreifend. Sec i. ö 432. Welche Erfahrungen sind in der letzten Zeit darüber gemacht worden e. 2 1. S5 und welche Kartoffelsorten empfehlen sich je nach den verschiedenen Unter Bezugnahme auf Vorstehendes füge ich noch an, daß Herr 99 Zweden besonders zum Anbau? Dr. Vogel von 8 einen 7 Viehzucht zugesagt hat. 7 a ü i wird gemachte Beobachtungen darüber Friedberg am 30. November 1871. 1. ö *— 1 eee 12 4 Der Director des landwirthschaftlichen Bezirks Friedberg. b nr* 2 1 — 1 K. 3) Zusammenlegungen von ganzen Gemarkungen oder einzelnen Fluren Ter a pp.. 5 12 ke 1 ul 1 5 i 9 . Dea altiges 5 2 1 * 2950 Für bevorstehende Saison erlaube mir mein reichha 100 8 A 0 3 f 9 „ e Alul de Natavis, 1 8* Mum de Jamaica und 1 1 feinste Punschessenzen a* 2834 bet W. Fertsch. 1 8 e en eee N 9 5 2 3 i Eri oeewie bas Neueste n Kappen, Filz. 8 Seidehüten un eupleblende Cangerung Uelzener Hlachs 1* a N Reparaturen der Pelzwaaren werden rasch befördert. zu bringen.. . g A V U t 2761 empfiehlt in bester Qualltät 8 1 G.* E E. Pb. Dan. Kümmich. Kurverein zu Bad⸗Nauheim. 2958 Die diesjährige Generalversammlung findet nächsten Montag den 4. Dezember, Abends 7 Uhr, im Hötel Iburg statt, wozu die Mitglieder und Freunde des Vereins hiermit eingeladen werden. 8 Nauheimer Salzankauf. 2935 Die verehrlichen Consumenten, welche unserem durch sein gröberes Korn, seine Schärfe und seine leichtere Löslichkeit ausgezeichneten Kochsalze gegen solchem anderer Salinen den Vorzug geben, wollen sich bei dessen Ankauf, wenn derselbe nicht direkt auf der Saline geschieht, gefälligst überzeugen, ob die Säcke zur Unterscheidung von anderen Salinen mit unserer Salinenplombe verschlossen sind. Bad- Nauheim den 27. November 1871. Großherzogliches Salinenamt Nauheim. Krampfhusten mit Erbrechen und Schlaflosigkeit gehoben!) 2954 Oer Deposi:ar des L. W. Egers'schen Fenchelhonigextracts in Frankenstein(Herr C. Benedix) empfing folgende Zuschrist:„Ich erlaube mir Ibnen durch diese Zeilen freudig mitzutheilen, daß mein Krampihusten, welcher mich desonders zur Nachtzeit bis zum Erbrechen heftig quälte und den Schlaf f hinderte, durch den Gebrauch 4 0 kiner einzigen Flasche des L. W. Egers'schen Lenchelhonigertracts gänzlich verschwunden iß und kann den Fenchelhonigextratt von L. W. Egers in Breslau jedem an diesem Uebel Leidenden bestens empfehlen. 5 5 f Schodelwitz bei Frankenstein, 19. Auguff 1871. E. Rasch, Gerlchtsschreiber. Man büle sich vor betrügerischen, oft sogar schädlichen Nachahmungen und achte mit besonderer Vor⸗ sicht daranf, daß jede Flasche Siegel, Facsimile, sowie die im Glase eingebrannte Rerma von L. W. Egers in Breslau trägt und dessen alleinige Niederlage sich nur besindet dei J. Hoffmann in Friedberg. N. N. 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Heinrich Wedemann, 1b Schneider und Kappenmacher. n 6 TF 1—.—ũ 3 24— 5 Billige Gelegenheit 1 U ige 9 ö J 0 e f n f 1 2955 Durch besondere Gelegenheit verkaufe ich, so lange Vorrath: schönen Tafelreis pr. Pfund 6 kr., gebrannten Java: Kaffee pr. Pfund 30 kr., bei rößeren Quantitäten noch billiger. g . Ph. J. Weiß. Bad Nauheim. a Neue und letzte Sendung eingetroffen.— Muster nach Auswärts werden auf 1. Verlangen kostenfrei zugesendet. gegen Ver auungsbeschwerde, Bleichsucht, Blutleere, Friedrichshaller Pastillen gegen Magensäure, Aufstossen, Verstopfung, Krankenheiler Pastillen gegen Seropheln, Haut- und Drüsen-Krankheiten, in plum irten Schachteln und Flacons mit Gebrauchs- Anweisung à 30 kr.= 8½ Sgre, nur echt auf Lager in Friedberg bei Hofapotheker Görtz, ferner in fast sämmtlichen Apotheken Deutschlands. 2764 Tapetenhandlung. 272 Vollftändig assortirtes Lager von Tapeten zu den dilligsten Preisen empfiehlt Bad⸗Naubeim. 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Georg Groß in Friedberg sein auf das Reichhaltigste assortirtes 2970 empfiehlt auf bevorstehende Weihnachten Lager in allen Sorten Glas- und Porzellan- Waaren, Gypssiguren in allen Größen, Spiegel mit Rococo und Goldbaroc-Rahmen, Tafel und Hänge ⸗Lampen, bester Construktion, sowie viele andere zu Geschenken passende Gegenstände. Weihnachtsempfehlung. 2968 Auf bevorstehende Publikum folgende Artikel Erinnerung zu bringen: Schreibmappen, Albums, Uhrenhalter, Brieftaschen, Feuerzeuge, Papeterien, Necessaires, Portemonnaies, Damentäschchen, Notizbücher, Cigarrenetuis, eine große Auswahl eleganter Schreibhefte, alle möglichen Schreibmaterialien ic. ic. Gleichzeitig empfehle mich den geehrten Damen im Verfertigen von Gegenständen, die mit Stickereien versehen werden. f Wilhelm Weis neben den Apotheken. Bilderbücher u. 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Tagesordnung: 1) Ueber Saamenwechsel, 2)„ Genossenschaften. Der Vorfitzende: Der Schriftführer: Haas. Rückert. Ball für Israeliten. 2951 Samstag den 9. Dezember findet in meinem Locale ein Ball für Israeliten ftatt, wozu ich freund⸗ lichst einlade. Burg⸗Gräfenrode. K. Hestermann. Schulranzen 296) für Mädchen und Kraben, Reisesäcke, um⸗ häungetaschen 1. ꝛc., zu Weihnachtsgeschenken geeignet, sowie alle sonstigen in mein Fach einschlagende Artikel empfehle bestens. Stickereien werden elegant gefertigt. Gottfried Möeschardt, Sattler& Tapezler. Wobnung bei Herrn Jos. Hoffmann. Jettchen Löwenberg, Jacob Stern, 2976 zeigen hiermit ihre Verlobung an. Laubach. Frtedberg. 2069 Ven beute an 3 b gemästetes Kuh-& Nindsleisch u Pfund 17 kr. Raphael Reichenberg. Neue Frankfurter Latern von Friedrich Stoltze, Nr. 3. Preis 6 kr. 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Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpf. (Hierzu Unterhaltungs- Blatt Nr. 48 und eine Beilage.) ———— til — Be migle d des An rathung herz u linckrod sezentw einbetu gewäh zweiter neffend lien d wird die erf Stärke 1873 Treitsch beck u. spricht Amend treffend Pausch bedenkl für da des. haben, lands die wi eines aufgeg könne des 0 Friede legt, berhin. lage d land! Regie vorhan daß weil. ausge ausge sischen vor, mung die n erfülle schüttt und e jösssch liche! Regier blicke habe, ligen N Kräste zu ge Miquc unann wäre, vor d zu be zwei gegend. 2. Dentatt, Jeet dart netzstl Sesten. Aer lere liten. —— estermanz. ————ß— scsicke, um len gerigrtt, Nagtrdt Ltukel tnt gesrrtigl. * 4 Tocher. denberg. 1 Beilage. Oberhessischer Anzeiger. Deutsches Reich. Berlin, 28. Nov. Der Reichstag geneh- migte den Gesetzentwurf, betreffend die Bestrasung des Amtsmißbrauchs Geistlicher, in dritter Be— rathung mit großer Majorität, nachdem Völck, Herz und Gneist für, Aretin, Münster und Mal⸗ linckrodt gegen die Vorlage gesprochen. Der Ge— setzentwurf, betreffend den Ersatz der den Familien einberufener Reserve- und Landwehrmannschaften gewährten Unterstützungen, wurde in erster und zweiter Berathung angenommen. — 29. Nov. Reichstag. Das Gesetz, be— treffend den Ersatz er Unterstützungen von Fami- lien der Reservisten und Landwehrmannschaften wird in dritter Lesung angenommen. Es folgt die erste Berathung des Gesetzes, betreffend die Stärke der Friedenspräsenz des Heeres für 1872, 1873 und 1874. Für die Vorlage sprechen Treitschke, Bethusp⸗Huc, Kardorff; dagegen: Hover⸗ beck und Lasker. Der Kriegsminister von Roon spricht sich in einer längeren Rede gegen das Amendement Forckenbeck's und Lasker's aus, be⸗ treffend die Herabsetzung des zu bewilligenden Pauschquantuns, da die Verwaltung hierdurch in bedenkliche Stockungen gerathen würde. Auch für das nächste Frühjahr würde die Aufstellung des regelmäßigen Militäretats Schwierigkeiten haben, da die militärischen Verhältnisse Deutsch⸗ lands noch unfertig seien. Es empfehle sich daher die weitere Fortbewilligung. Die Einbringung eines Militärorganisationsplanes sei keineswegs aufgegeben. Die Verminderung des Präsenzstandes könne der Minister gegenwärtig nicht befürworten. — 30. Nov. Reichstag. Zweite Berathung des Gesetz- Entwurfes betreffend die dreijährige Friedenspräsenzstärke. Staatsminister Delbrück legt, da der Reichskanzler durch ein Unwoblsein verhindert sei, die politische Bedeutung der Vor- lage dar. Es sei ungemein wichtig, daß Deutsch⸗ land 1874 ebenso gerüstet dastehe wie heute. Die Regierung glaube nicht, daß eine Kriegsgefahr vorhanden sei, sie glaubt aber auch keineswegs, daß eine Aera des Friedens garantirt sei, eben weil ein wesentlicher Theil des Friedens noch un⸗ ausgeführt wäre und erst bis zum 2. März 1874 ausgeführt zu werden brauche. In dem franzö⸗ sischen Volke berrsche die Strömang nach Revanche vor, die französische Regierung sei dieser Strö⸗ mung völlig fremd und in lopalster Weise bemüht, dit mit Deulschland abgeschlossenen Verträge zu erfüllen, indessen sei das Ende der inneren Er- schütterungen Frankreichs noch nicht zu bestimmen and es liege in unserem Interesse, daß das fran⸗ zösische Volk möglichst bald ohne weitere bedauer⸗ liche Wechselfälle seinen Schwerpunkt finde. Die Regierung habe die Vorlage erst im letzten Augen⸗ blicke eingebracht, weil sie vor Kurzem geglaubt babe, 1872 ein vollständiges Militärbudget vor⸗ legen zu können, wobei die Regierung jedoch ihre Kräfte überschätzt und die Sprödigkeit des Stoffes zu gering angeschlagen habe. Das Amendement Miquel⸗Bamberger'e bezeichnet der Minister als unannebmbar, da es ein großer politischer Fehler wäre, das Militärbudget pre 1873 unmittelbar vor dem letzten Termin der Contributionszablung zu berathen. Auch beraube die Bewilligung auf zwei Jahre aller Vortheile, welche aus dem drei. jährigen Pauschquantum entstehen. Nur eine längere Periode gewähre der Regierung die Mög · lichkeit, die Ausgaben planmäßig zu echelloniren. gtriegsminister v. Roon erklärt das Amendement Bamberger's gleichfalls für unannebmbar. Die Regierung halte vorerst an der Vorlage fest und werde eventuell nach Ablehnung derselben auf ihre früheren Vorschläge(einjähriges Pauschquantum) ückkommen. er, 29. Nov. Abgeordnetenhaus. Zum zweiten Vicepräsidenten wurde v. Bennigsen mit 200 von 264 Stimmen gewählt. Unter den eingebrachten Vorlagen faden sich Verordnungen über die Er. nichtung von Banktommanditen in Elsaß · Loth · 142. ringen, ein Expropriationsgesetz, die Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben von 1870 nebst den Etatüberschreiiungen, eine Vorlage, betreffend die Aufhebung des Staatsschatzes. Ferger Vorlage, betreffend die Consolidation der Anleihen, endlich der Haushaltsetat von 1870. Derselbe ergib' große Mehreinnahmen. Von disponiblen 8,224,700 Thlr. sollen verwendet werden: für Aufbesserung der Beamtengehälter 4,060,000 Thlr., für Erhöhung der Gehälter der Elementarlehrer eine halbe Million Thaler. Desgleichen sollen große, dauernde Ver— besserungen an Universitäten, Aufbesserung der Ge— balte der Professoren der Academie der Künste stattfinden. Eine Million wird zu Steuerreformen reservirt, über deren Einzelheiten das Staats- ministerium noch nicht schlüssig ist. Der gesammte disponible Ueberschuß soll dem Extraordinarium zu Gute kommen, und zwar allen Ministerien gleichmäßig. — Die„Prov. ⸗Corresp.“ bringt einen Ar- tikel, in welchem sie die wiederholten Ermordungen deuischer Soldaten in Frankreich und die Straflosig— keit der Mörder bespricht. Das genannte Blalt sagt am Schlusse des Actikels: Die ehrlose Hal- tung der französischen Bevölkerung und der fran- zösischen Regierung könne nicht blos Gegenstand ernster Betrachtungen sein, sondern sie seien von dringendster praktischer Bedeutung. Die Sicher— heit der deutschen Truppen in Frankreich sei auf das Höchste gefährdet, wenn französische Geschworne und die höchsten richterlichen Beamten solche nichts- würdigen Grundsätze zur Beschönigung des Mordes an Deutschen verkünden können.— Demselben Blatte zufolge wird der Schluß des Reichtages nicht vor Ende dieser Woche eintreten können. — Der Ertrag, den die Abstempelungen der auswärtigen Prämienanleihen der Reichscasse ge— liefert haben, beläuft sich auf 580,000 Thlr. Es wird nun beabsichtigt, von der Einnahme der Einzelstaaten 3 pCt. als Remuneration für die bei dem Verfahren betheiligten Beamten abzu— zweigen, wenigstens gebt dahin die Neigung des Reichskanzlers; es ist darüber noch ein Beschluß zu erwarten. — Hinsichtlich der beabsichtigten Steuerer- mäßigungen, von welchen die Thronrede spricht, ist hervorzuheben, daß bestimmte Entschließungen noch irgend einer Richtung des Steuergebietes bin noch nicht vorliegen. Von den zuständigen Ressorts war die Beseitigung des Zeitungs und Kalenderstempels empfohlen worden, der aber namentlich Fürst Bismarck mit dem Gegenvor— schlage entgegentrat, ob es sich nicht empfehle, zu⸗ nachst die Ermäßigung anderer Steuern ins Auge zu fassen, bei welchen vorzugsweise die Lage der Unbemittelten in Betracht komme. Frankfurt. Ueber den gegenwärtigen Stand der diplomatischen Verhandlungen im Schoße der internationalen Commission erfährt man nachträg⸗ lich, daß die am Ende voriger Woche erfolgte Rückäußerung des kaiserlichen Cabinets auf die französischen Schlußvorschläge in wesentlichen Punk⸗ ten Modificationen verlangt hat, so daß möglicher Weise ein Abbruch der Verbandlungen hätte er- folgen können. Die französistte Regierung hat jedoch Anfangs dieser Woche die vom Kaiser und Reich gewünschten Abänderungen des internatio- nalen Vertrags genebmigt, und es dürfte somit der definitive Abschluß desselben in aller Kürze, jeden falls im Laufe der nächsten Woche, erfolgen. — Es wird jetzt amtlich bekannt gemacht, daß den Herren F. de la Hault und Ernst Donner zu Brüssel vorbehaltlich der Zustimm ung des Magi⸗ strates, die widerrufliche Conzession, eine Pferde- Eisenbahn von der Hauptwache über den Stein; weg, die große Bockendeimer Straße und die Bockenheimer Landstraße bis zur Frankfurter Stadt- gränze anzulegen und in Betrieb zu setzen, ertheill worden ist. Wiesbaden. Der„Mainzer Ztg.“ wird von hier geschrieben: Die altkatholische Bewegung macht überall Fortschritte. Hier in Witsbaden bat sich eine große Zahl namhafter und geachteter Männer von der Infallibiltsten⸗ und Jesuitenpartei losgesagt. Dieselben sind jetzt im Begriffe, ein größeres Aktionscomite für Hessen und Nassau zu constituiren und haben dazu Mitglieder aus Gießen und aus Darmstadt beigezogen; von einem Ver⸗ treter für Mainz hört man dagegen nichts. Bayreuth. Der wegen seines tapferen Ver⸗ haltens(1) bei Weißenburg und Wöith mit dem eisernen Kreuze und dem bahyerischen Verdienst⸗ orden ausgezeichnete Hauptmann Schoch des 7. In- fanterie-Pegiments ist unter Anklage des Ver⸗ brechens der fortgesetzten Feigheit bei Wörth, Sedan und vor Paris zur Verhandlung und Aburtheilung vor das Militär- Bezirksgericht Nürnberg auf den 28. Dec. d. J. verwiesen. Stuttgart, 30. Nov. Heute Vormittag hat zur Erinnerung der Kämpfe der württem⸗ bergischen Truppen am 20. Nov. und 2. Dezem⸗ ber v. J. ein Gottesdienst unter freiem Himmel im Schloßhofe stattgesunden. Der König, der Corpscommandant General Stülpnagel, die ganze Garnison und fast die gesammte Bevölkerung Stuttgarts nahmen daran Theil. Der Prälat Müller hielt die Predigt. Der König besichtigte die Truppen und belobte deren tapfere Haltung im Kriege. Hierauf wurden die Feld zugsmedaillen vertheilt. Heute Abend ist in allen Kirchen Gottes dienst. Das Theater ist geschlossen. Ausland. Oesterreich. Wien. In einer vom 23. Nov. datirten Circulardepesche entwickelt Graf Andrassy aussübrlich sein Programm, welches die Erhaltung des Friedens bezweckt. — Die„Neue freie Presse“ erfährt, daß Fürst Metternich die Enthebunz von dem Pariser Botschafterposten erbeten habe. Eine neuere Nach⸗ richt will wissen, daß Fürst Metternich die erbe⸗ tene Entlassung bereits erhalten habe und nach Paris gereist sei, um seine Abberufung zu notificiren. Schweiz. Der Große Rath des Kanton Wallis hat mit großer Mehrheit einen Gesetzent⸗ wurf angenommen, wodurch den Gemeinden unter⸗ sagt wird, fernerhin Spielhäuser zu concesstontren. Frankreich. Paris. Am 28. November waren in einigen Vierteln von Paris militärische Vorsichtsmaßregeln getroffen, doch wurde die Rude nirgends gestört.— Nach hierher gelangten Privat⸗ depeschen aue Rom hat der Papst bei Entgegen⸗ nahme einer von einigen Personen ihm überreichten Adresse in sörmlicher Weise gegen jeden Gedanken einer Verständigung mit dem Königreiche Italien protestirt. — Die deutsch französischen Postverhandlungen sind zum Ziele gelangt. Das Porto zwischen Norddeutschland und Frankreich wird auf 10 Cen- times oder 3 Sgr. herabgesetzt. — ueber Brüssel sowie über London kommt die Nachricht, daß am Morgen des 28. November Rossel, Ferré und Bourgeois füsilirt worden seien. Sie starben mutbig. Rossel ward sofort getödtet; die beiden Andern mußten noch Gnadenschüsse erhalten. — General Faidberbe ist von Lille in Paris angekommen, um in einer Mission der Regierung, deren Zweck nicht näher bezeichnet wird, eine Rundreise durch Italien, Steilien, Aegypten dis zu den Nilfällen, und von dort durch den Suez⸗ canal, über Triest, Wien und München zu machen. Faidherbe wird bis Mitte März von seiner Mis⸗ sion in Lille zurückerwartet. — Die drei Verurtheilten Rossel, Ferré und Bourgedis(Sergeant im 45. Marsch- Regiment) wurden, nachdem ihnen um 5 Uhr Morgens ihr Todesurtheil verlesen worden war, von 3 Schwa- dronen Cuirassiren eskortirt nach dem Exckutions⸗ Platze abgeführt. Die anwesenden Truppen bestanden aus 1 Genie-Regiment, dem ganzen 45. Regiment, 1 Detachement Gendarmerie, —— 2 Batterien Artillerie, je 1 Compagnie von den zu Satory lagernden 8 Infanterie Regimentern, 1 Train ⸗Detachement und 2 Schwadronen Ka- vallerie. Keiner der Verurtheilten trug Uniform. Alle drei— Ferrs nach einer vorübergehenden Schwäche beim Aussteigen— starben muthig. Sie baten, daß man ihnen nicht die Augen ver⸗ binde, was jedoch verweigert wurde. Rossel fiel sofort todt zu Boden, den beiden Andern wurde der Gnadenschuß gegeben. Die Kälte war grimmig und nach dem üblichen Defils kehrten die Truppen eiligst in ihre Quartiere zurück. Um 8 Uhr wurde das Protokoll der staltgehabten Exekution der Präsidentschaft der Republik übermittelt. Von den 7 Mördern der Generäle Thomas und Letomte werden, glaubt man, 6 sterben.— Zu gleicher Zeit, als in Versailles Rossel bingericktet wurde, wurde in Marseille Cremieux, der Führer der dortigen Communisten, ein weitläusiger Ver— wandter des ehemaligen Deputirten von Tours, erschossen. Belgien. Brüssel. Am 28. Nov., war vor dem Palast der Nation abermals eine an— sehnliche Menschenmenge versammelt, welche die Abdankung des Ministeriums verlangte. Abthei— lungen der Bürgergarde umgaben das Gebäude. — In der Kammer fand die Generaldiscussion des Kriegsbudgets statt. Der Kriegs minister be— fürwortete die allgemeine Wehrpflicht anstatt des Stellvertreter⸗Systems, machte aber keinen beson⸗ deren Vorschlag. Die„Etoile Belge“ meldet vom 29. Nov.: Das Ministerium bot seine Entlassung an. Thönissen hat die Mission, ein neuee Cabinet zu bilden, angenommen; aber kein Mitglied der Rechten will ein Portefeuille aunehmen. Inzwischen ist die Situation so gespannt, daß eine Lösung gezwungener Maßen baldigst eintreten muß. — Aus der Provinz kommen Deputationen mit Fahnen an. Die Regierung vermehrt die Truppen fortwährend. Vier Batterien mit ge— füllten Protzkasten steben hier und in der Umgegend. Nach einem glaubhaften Gerüchte hätte das Ministerium seine Entlassung erhalten und Thönissen wäre mit der Neubildung des Cabinets beauftragt. — 30. Nov. Nachdem die Verhandlungen mit Thönissen sich zerschlagen haben, hat der König den Grafen de Theux und den Chef der Rechten, Schollaert, zu sich beschieden. Man er— wartet eine günstige Lösung der Krisis. Die Aufregung schwindet. Großbritannien. Aus London wird gemeldet: Die Befestigungs werke in Malta werden neuerdings in einen Zustand gebracht, wie er den Anforderungen der Neuzeit angepaßt ist. Nachdem eine bedeutende Anzahl Positionsgeschütze neuester Construttion und schwersten Kalibers bereits dort⸗ hin verschifft wurden, sind nun auch eine Anzahl gewaltiger eiserner Schießscharten, welche nach dem Plane des Obersten Tugli vom Jobe fa corps in Norkshire angefertigt worden, nach dem- selben Bestimmungsorte abgegangen, Diese Schieß⸗ scharten sind 10 Fuß hoch, 20 Fuß lang und etwa 3 Fuß dick, hohlgegossen, und werden an Ort und Stelle aufgestellt und mit Masse gefüllt. Italien. Rom. Der bei Eröffnung des Parlaments vom Papst erhobene Protest besagt, daß nur Alter und Gesundheitsrücksichten ihn hin⸗ derten, nach Schloß Paa zu übersiedeln. — Die„Presse“ meldet: Im Vatican berrscht eine große Aufregung. Der König von Italien hat unmittelbar bei dem Papste anfragen lassen, ob und wang Se. Heiligkeit ihn empfangen wolle Der Papst ist nicht abgeneigt, den König zu empfangen; seine Umgebung widersetzt sich. Frankfurt. Am 28. Nov. verunglückte beim Aus⸗ fahren des Mainzer Zugs in die Neckarbahn der Con⸗ ducteur Lastermann. Demselben wurden die beiden Beine abgefahren und der Kopf durch den Feuerkasten der Loco⸗ motive vollständig zerqueischt, so daß der Tod augenblicklich einirat. Der Verunglückte war Familienvater. Berlin. Nach einer Zusammenstellung wurden von den Staaten des norddeutschen Bundes und Hessen während des deutsch-französischen Krieges im Inieresse der frei willigen Krankenpflege nach dem Kriegsschauplatze 624 Delegirte entsendet, während deren 1328 in der Heimath bei Reserve-, Vereins- und Privatlazarethen, bei Verband⸗ und Erfrischungsstationen thätig waren. Das Pflege⸗ personal, welches von der freiwilligen Krankenpflege ent sendet war, belief sich auf 4431 männliche und 1703 weibliche Personen, wogegen in der Heimath bet den Neserve-Lazaretben 5069, bei den Vereins-Lazarethen, Verbands- und Erftrischungsstattonen 10 360 Personen in Thätigkein waren. Die Zahl der Personen, welche außer— dem im Dienste der fre elligen Krankenpflege winken, z. B. als Transporibegleiter, betrug 4356, so daß die Gesammizahl des zu Zwecken der freiwilligen Kranke n⸗ pflege thäuigen Perso als sich auf 25 940 belief.— An Lazarethen waren 641 Vereins- und 226 Prival⸗Lazarethe vorhanden, in denen 101.788 Personen verpflegt worden sind.— Die Zahl der Erftischungsstationen waren 228 und es wurde eine Truppenwenge im Belaufe von 1,974,380 Mann durch dieselben verpflegt.— Die unge. fähre Gesammtsumme des Geldbetrages, welcher für die Zwecke der freiwilligen Krank npfloge überhaupt verwen⸗ det worden ist, wird bis Ende März mit Enschluß der Ausgaben des deuischen Central⸗-Comue's auf 9,352 000 Thlr. veranschlagt. Berlin. Schultze⸗Delitzsch hat vor Kurzem einen umfassenden Bericht über das Genossenschaftewesen im Jihtre 1870 verösentlicht, welcher viele interessante Mittheilungen und wichtige Ergebnisse dieser Periode bringt. Das Jahr 1870 war den Ge nossenschaften sicher kein günstiges, sondern ein sehr gefährliches Jahr. Neben der Stockung der Geschäste und der Entziehung des Cre— dits wirkten namentlich die Einberufungen zum Heere in höchst bedrohlicher Weise. Allein aus den Vorschuß- und Creditvereinen, welche an 700 000 Mitglieder zählen, be⸗ fanden sich nahe an 30,000 unter den Fahnen. Und dennoch hat die gesunde Grundlage dieser Organisation nicht blos den Erschütterungen mächtig Stand gehalten, sondern die Energie aller Glieder gestählt. Von einer bei Kehl gebildet hatte. errüttung war in keinem einzigen Falle die Rede, viel⸗ Ae ist der kredit der Vereine auch in biesem 1 ge⸗ stiegen, sind ihre Ersparnisse gewachsen, hat di re Zahl und die Anzahl ihrer Mitglieder vermehrt. Statt der 2.644 Vereine, welche bei Beginn des Jahres 1870 unter der Anwalischaft Schulze's standen, fanden sich beim Ab⸗ schluß des bedrohlichen Jahres 2886. Die gesammten Geschäfte derselben berechnen sich auf 350 Millionen Thaler, wovon die den Mit liedern in diesem Jahre ge⸗ An währten Credite an 30 Millionen Thaler betragen. eigenem Capital besitzen dle Genossenschaften nabe an 27 Millionen Thaler und die ihnen anvertrauten fremden Gelder belaufen sich auf ungefähr 62 Millionen Thaler. Die Zahl der jetzigen Mitglieder übersteigt bereits eine Million. Das Alles hat in einer verbälinißmäßig doch nur kurzen Zeit sich vollkommen lebensfähig und uner⸗ meßlich wohlthätig gestaltet und wir glauben, daß das gesiitete Deutschland mit dankbarem Stolze auf dieses großarlige Cu'turwerk blicken kann, das bereits in den Zeiten der Zersplitterung von einem unserer besten Männer geschaffen und zu seinen heutigen Ergebnissen gefübrt wurde. Straßburg. Dieser Tage wagte sich die Kehler Jugend aufs wis, welches sich in einem Arme des Rheins Miltags war schon unter einem Jungen das Eis gebrochen derselbe konnte jedoch wieder gerettet werden; nach 4 Uhr aber batten sich, trotz dieser Warnung, 15— 20 Kinder wieder dort versammelt, das Eis brach und alle fielen hinein. Glücklicherweise brachten bülfteiche Hände eine lange Stange herbei, woran sich die Kinder anklammein und gerettet werden konnten, bis auf ein 10 jähriges Mädchen, welches, schon bewußtlos, nicht mehr die Kraft hatte, sich zu halten; es fiel wieder ins Wasser und konnte seinen Eltern nur als Leiche zu⸗ rückgebracht werden. g Weißenburg. Am 21. Nov. gerieih ein von Mainz kommender Zug durch ein falsches Manöver des Weichen⸗ drehers am Eingange des Bahnhofes auf das zum Maschinenschuppen führende Geleise und stieß heftig gegen zwei Locomotiven, die den Dienst im Bahnhofe versahen. Der Zugführer, der Schaffner und der Mechaniker wurden schwer verletzt, sowie auch eine große Anzahl Reisender. en ist bis jetzt gestorben; der malerielle Verlust ist groß. Bitte. Da wir beabsichtigen auch in diesem Jahre eine Christbescheerung für die Kinder, welche die hiesige Kleinkinderschule besuchen, zu veranstalten, so bitten wir die Bewohner unserer Stadt uns dazu mit Gaben, zu deren Eupfang jede der Unterzeichneten bereit ist, freundlichst unterstützen zu wollen. Zwar sind die Ansprüche an die Barmherzig⸗ keit vielfach, und die hohen Preise der Lebens- mittel werden Manchem das Geben schwerer machen als sonst; aber eben diese hohen Preise lassen auch unsere Christbescheerung doppelt wohl- thätig erscheinen. Die Kleinkinderschule ist zudem eben sehr zahlreich besucht. Deshalb hoffen wir für unsere Kleinen keine Fehlbitte zu thun. Friedberg den 27. November 1871. Th. Dieffenbach. E. Trapp. A. Klipstein. Ch. Werner. Joh. Klipstein. Hofraithe⸗ und Güter⸗Versteigerung. 2943 Montag den 4. Dezember d. J., Vormt'taas 11 Ubr, sollen in biesigem Rathhause die zum Nachlasse des Bürgers und Glasermeiners Ludwig Schulze dahler gehörenden Immobilten: Flur. Nr. Klftr. Gemarkung Friedberg. 2. 366. 13½. Hofralthe in der Stadt, 2. 78. 121. Grabgarten Liebfrauengärten. Pag. Nr. Ruthen. Gemarkung Fauerbach b. F. 59. 26. 65. Acker an der Leimenkaute, 59. 27. 64. desgleichen daselbg erbabthetlungshalber nochmals öffentlich meiftbietend verfteigert werden. Friedberg den B. November 1871. Großherzoglich s Ortsgericht Friedberg. Fo uc ar. Jagd ⸗ Verpachtung. 2971 Donnerfsag den 7. k. M., Nachmittags 3 Ubr⸗ wird auf biesigen Ralbbause die der hiesigen Stadt zu fliehende Jagdgerechtsame, bestehend aus 3213 Casseler Acker Feld- und 619 7„ Waldjagd anderweit auf sechs Jahre öffentlich an den Melflbieten⸗ den verpachtet. 5 Pachtlustige werden hierzu eingeladen. Bad Naubeim am 30. November 1871. Großherzogliche e Bad⸗Nauheim. ut t. Dielen, Latten& Stollen 2084 empfiehlt zu äußerst billigen Prelsen 2 nachstehende Früchte, Heu, Stroh u. s. w. Ph. Pan. Kümmich. Faselochs⸗Versteigerung. 2967 Dienstag den 5. d. Mie., Vormittags 10 Uhr, wird auf hiesigem Ratbhause ein zur Zucht untauglich gewordener, aber zum Schlachten sehr fetter Faselochse da hier öffentlich meiftbietend versteigert. Nleder⸗Rosbach den 30. November 1871. Großherzogliche i Nieder⸗Rosbach. ro h. ** Versteigerungs- Anzeige. 2959 Dienstag den 5. Dezember d. J., Vormittags 9 Ubr anfangend, werden in der Bebausung des Unter⸗ n den Meistbietenden versteigert: 5 Fuder Kornstroh, 10 zuder Watzen⸗, Gersle⸗ und Haserstroh, 5 Fuder Erbsenstroh, 50 Körbe Spreu, 50 Centner Her und Grummet, 15 Malter Korn, 8 Malter Gerste, 20 Mltr. Hafer, 9 Malter Erbsen, 10 Malter Kartoffeln, eln vollständiges Bett, 2 nußbaumene Bettstellen, ein neuer Kleiderschrank, ein Küchenschrank, eine Fruchtmüble, eine Pfuhlpumpe, Bilder und noch sonstige Pausgeräölbschaften. Nieder⸗Mörlen den 1. Dezember 1871. Peter Josoph Möbs V. Für Metzger. 2983 Mtittel⸗, Kranz und Spießdärme in Prima⸗ Waare bei 1 0 a Frledberg. Eduard Grödel. 25882 Es werden größere Quaytitäten eines guten plaftischen Thoues zu kaufen gesucht. Dec halbige Offerten 1 2 I. Collection allgemtin als vorzüglichst anerkannter Präparate: Dr. Livingston's Ameisen⸗Balsam, unäbertrefflich köstlichste Einreibung zur ficheren Debung aller rheuma⸗ tischen Leden, z. B. sog. Herenschuß binnen 15 Minuten, gegen Läbmungen, Bleichsucht ꝛc. à Fl. 2 fl. 6 kr. Dr. Gräfe's Augenwasser heult in kurzer Zeit chronische und alle anderen Augenübez, erbält und flärkt die Seh⸗ kraft, was eine unendliche Zahl dergl. Patienten ehren⸗ voll bestätigt haben. à Fl. 1 fl 45 kr. i Dr. Koch's Specificum gegen Magen-, Nerven und Muskelschwäche. und von Tausenden gepriesen à Fl. 1 fl. 45 kr. Dr. Wakerson's Haar-⸗Balsam, à Büchse 1 fl. 45 kr. 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November 1871 fl. 6152. 44 Stark, Cersicegen, Storr, Uoos und Wechsel„ 1622. 47 Depositen„ 4339.— Inkasso-Wechsel„ 2029. 45 7 4 Conto⸗Correnie„ 36991. 33 Eleg. geb. mit Goldschnitt und Spar⸗Einlagen„ 1656. 2 racht⸗Ausgabe au elin in feinstem Lederband Darlehen„ 1950.— 10 11 9 905 fun Auswärtige Correspondenten 130. 4 Stamm ⸗Antbeile, Mona:sbeiträge„ 401. 44 Reserve-Fond, Beitritt 5 15.— Ubensilien, Spar-Einlage-Bücher 5 2 Wechsel⸗Zinsen„ 444. 45 reicher, unerschöpflicher Quell wahren Trostes geworden. Deposiien-Zinsen— 81. 4 evangelischer Kerngevete für jede Zeit und jedes Verhältniß, wie Wechsel⸗Spesen 7 19. 24 Agio, Gewinn auf Sorten 2 14. 39 — Die Verlagshandlung war bemüht, auch das Aeußere dieses fl. 85050. 439 und ist es ihr gelungen, der neuen Auflage „Fest⸗ und Communiongeschenken“ Ausgabe. Wechsel fl. 18203. 51 Depositen„ 4859.— 2936 E Conto⸗Corrente g„39805. 17 en Auswärlige Correspondenten 2018.* mpfehlung. 1 Unterzeichnete empfiehlt sich als Kleider macherin Same e Nüggabe. NI. 2 in und außer dem Dause und biitet um genetgten Zuspruch. Reserve⸗ Fond, Rück Aae 7 4. 42 Christine Jäckle. Unkosien 5 g 12. 46 wohnhaft im Pause des dert Spenglermelster Söllner. Kasse⸗Bestand pro 1. December 1871, 10641. 50 D Eingang. Ausgang. fl. 32722. 56 Wechsel in Conto⸗Corrent fl. 33485. 24 Anlehens⸗ 2248. 17 Wechsel zum Incasso„ 332. 46 533, 2 Wechsel-Giro⸗Conto 5 449. 31 Der Vorstand 2973 Hecht. Weis. Ermus. a telen eines berühmten Brucharztes mit Belehrung und v 8 100 Zeus nissen bezogen werden, aus welchen mit Be⸗ spimmtheit hervorgeht, daß Unterleibsbrüche geheilt werden können. Oblaten S 3 2 und 3 kr. empfeblen N r. Bindernagel& Schimpf. Preußische Friedrichsd'or. Pistolen. Mien 8 Ducaten al marco, 20⸗Frankenstücke Euglische Sovereigns. Russische Imperiales. Dollars in Gold Holländische fl. 10⸗ Sic 1— U*— 2 ——ů e ee ee e eee f 5— 5 Nl N N ö este Klassiker Ausgabe e. Zu beziehen durch:; 1 e 441 Bindernagel& Schimpff in Friedberg. *„ 2 24½— 25½½[Catalog werden auf Verlengen portofrei veruaudt. Bindernagel 8 Schimpff in Friedberg empfehlen ihr sehr reichhaltiges Lager von Weihnachtsgeschenken. Ensichtssendungen können zu jeder Zeit erfolgen. 1 mem 2986 Auf Weihnachten empfiehlt ihr besonders großes Lager in Porzellan- und Glas ⸗Waaren Louis Simon Wittwe. Weihnachtsausstellung 2977 außerordentlich reichhaltig und zu sehr billigen Preisen bei L. Hirsch. Volschuß- und Credit-Verein zu Kliedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) 2618 Capitalien von fl. 500. an auf halbjährige Kündigung verzinsen wir, von heute an bis auf Weiteres, wieder mit 4½%. Friedberg den 23. Oktober 1871. Der Vorstand: Fr. Hecht. Ermus. Jonas Schloss, Frankfurt à. M., Hauptniederlage 3 Ueuckhrämt 34 dem Praunfels gegenüber, Filiale Fahrgasse 39 neben dem Würtemberger Hof, 2826 empfieblt zu außergewöbnlich billigen Preisen sein reichbaliges Lager en gros et en detail in allen Sorten Leinwand, Bettzeugen, Handtüchern, Taschentüchern, Tbee⸗ und Kaffeedecken, Cachemir⸗, geflickten und Rips⸗Tisch⸗ und Commodedecken./ Betizeusen von 12 kr. an, Barchent von 18 ke. an, Zwillich, Federleinen, Strobsackleinen, Baumwollentuch, weißen und farbigen Rouleaux⸗ floffen, Wattirlefnen, Sorsenets, weißen und farbigen leinenen Taschentüchern, Vorhängen in allen Breiten und 5 3 be 8 2 nach Maß. einenen rusteinsätzen von 18 kr. an, fertigen Herren-, Hemden Damen- und Kinderhemden, Nachis und Arbeiisbemden, aan und ge⸗ stickten Damenbemden, sowie Damenjacken und Hosen in Spirting, Madapolain, Pelz, Piqué, feinen wollenen Jacken und Hosen für Damen und Herren. Flanellhemden von 1 fl 45 kr. an, im Dutzend von 17 fl. 30 kt., Sh erting, Cbiffons, Piqus, Satin, Flockdarckent und Pelzpfqus. Corsetten, Crinolines, Blousen, Kragen und Manchetten(für Damen und Herren), Vorhemden, Sticke⸗ Complette Aus slat:ung. reien ꝛc. ꝛc. 8 Eine große Partie Leinenreste. 34 Neuekräme 34 dem Braunfels gegenüber, Frankfurt a. M. 5. 6. Lür Buchbinder. 2965 Bevorstehender Geschäftsaufgabe wegen gebe nachfolgende Artikel billig ab, als: Liniirtes Schulpapier, Kattunpapier, Masor, Glanzpapier, grie⸗ chische, Agat- und Ledermarmor, Chagrin- gepreßtes und Seiden⸗ papier, Moiréc, Walzendruck, Natutpapier und Glanztaffent. Ferner Glanzdeckel, Goldborden und Goldschaum, sowie eine Partie rothe, gelbe und grüne Aetendeckel. Friedberg. Philipp Garde, Usagasse, neben Herren Becker& Engel. 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Landkalender 4 kr. 1—— durchschossen 6„ Hess. Hausfreund 8„7 Gustav- Adolf Kalender 8„ Lahrer Hinkende Bote, gestempelt 11- Katholischer Bilderkalender 9„ Herriedener Laubfroschkalender 9„ Illustr. Familienkalender 18„ Wand und Notizkalender 4 Kleiner Wandkalender f 2* Vorräthig bei Bindernagel& Schimpff. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangctlische Gemeinde. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. en Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormitlags: Herr Candidat Vogel. Nachmitags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche, Vormittags: Herr Pfarrer Köhler. (Abendmahl.) Nachmittags: Herr Candidat Buch hold. Katholische Gemeinde. Samstag um 4 Uhr Nachmittags Beichte. 1. Sonntag des Advents. Anfang der heiligen Adventszeit und des Kirchenjahres. Vormittags: 10 Uhr Hochamt mit Segen und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht. Die Versammlung der Ordensmitglieder wird nicht am 3. Dezember, sondern Sonntag den 10. Dezember abgehalten. Beginn des Gottesdiensles an den Wochentagen Morgens ½8 Uhr. Beltef Das erinner Betreff Dab zu arrt Bette Belt, ordnun treibe mache die F und bis z zuben bei ei Gewe Eichur und d betrieb nung nach bezeich