— 2 N nn — 0 l. „522„ 5 3 1 1) Rechnungsablage. 2) Definitive Verwilligung der vorgesebenen Beträge für die Industrie— schulen für 1871. 3) Erstattung des Verwaltungsberichts der Mathildenstiftung für ver— wahrloste Kinder im Kreise Friedberg. 4) Festsetzung des Voranschlags für 1872. Friedberg am n a l a Neben 1871. Samstag den 2. September. M 103. e g * 22 1 Wade 0 1 75 7 g 77 . 8 E r e 1 C 1 A II E 1 e r 1 7 4 1 0 Vealschilg 1 25 8 Aden bien led d a — Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag 25 Samstag. — 5 oline 14 Fur den Monat September kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der 3 Verlags-Cxpedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden. Ne der Vet. Uu. e;; A Amtlicher Theil. Einladung. Ia Dieoonnerstag den 7, d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, findet die statuten⸗[ 5) Abänderung des§. 22. der Statuten bezüglich der Verzinsung der 2 8 mäßige Generalversammlung des Mathildenstifts des Kreises Friedberg auf Einlagen. 8 dem Rathhause dahier statt. 6) Aufnahme neuer Mitglieder. nenn I! Zur Verhandlung kommen: 7) Ergänzung des Vorstandes. Die Mitglieder des Vereins, namentlich die Herren Bürger⸗ meister, die Herten Geistlichen und die Herren Lehrer des Kreises werden zu recht zahlreicher Betbeiligung hiermit eingeladen. 1. September 1871. Der Präsident des Mathildenstifts des Kreises Friedberg: F d h p. Deutsches Reich. Darmstadt. Die„H. V.“ schreiben: Nach uns gewordenen Mittheilungen beabsichtigt man einen Theil des sehr bedeutenden Einkommens aus dem„Mainzer Universitäts⸗Fonds“ für Zwecke des hiesigen Polptechnikume beihülssweise zu ver⸗ wenden, und würde hiermit, trotz des jeden wei⸗ teren Staatszuschuß ablehnenden Votums der 2. Coporaussichtlich auch der 1. Kammer) die Fort- ristenz eines Bildung Instituts ermöglichen, wie solches im öffentlichen Interesse des Landes ge— fegen ist. — Nach Beschluß des engeren Ausschusses fadet am 4. und 5. October hierselbst der fünfte deutsche Protestantentag statt. Gegenstände der Tagesordnung werden sein: 1) Die Stellung des keutschen Protestantenvereins gegenüber dem Vor— gehen Roms(Referent Bluntschli); 2) die Stel⸗ lung des Protestantenvereins gegenüber den kleri— jalen Bestrebungen innerhalb der protestantischen Keirche(Referent Baumgarten). 15— Se. K. Hoh. der Großherzog hat am 18. August den Regierungsrath bei dem Ad- ninistrativ-Justizhoͤfe Lud. Strecker zum weltlichen Mitgliede und Rathe bei dem Ober-Consistorium nit Belassung des Amtstitels Regierungsrath er- tannt und dem Kreis⸗Assessor bei dem Kreisamte Darmstadt G. v. Marquard die Stelle eines Mitglieds des Administrativ-⸗Justizhofs als Neben- selle übertragen und ihm den Amtstitel Regierungs- n Alssessor verliehen; an dems. Tage dem Rechner , Leber ft. ter Landeswaisen-Anstalt P. Kehr und dem Rech- ter bei dem Landes⸗Zuchthause J. Ch. Schäfer den Character als Rechnungsrath verliehen; am 23. Aug. genehmigt, daß dem Kreis-Assessor Ernst klauteschläger zu Groß⸗Gerau die Verwaltung des Fr. Lindensels übertragen werde; an dems. Tage den Prof. Dr. Th. Schäffer zum Director der zolht. Schule für die Zeit vom 1. Sept. 1871 bis 31. August 1872 ernannt. — Der von dem Abg. Kraft erstattete Bericht des Finanzausschusses über den Antrag der Abg. zink, Bamberger, Edinger, wegen Aufhebung des brückengeldes ist diesem Antrag im Ganzen inso⸗ fin günstig gestimmt, als er in seinem Schluß ⸗ Antrag empfiehlt, diesen Gegenstand bei der näch⸗ en Budgetberathung in Erwägung zu ziehen und bells die Lage der Staatsfinanzen es gestattet, hese den frelen Verkehr hemmende Abgabe zu be⸗ fitigen. 1 1 1 — Der Finanzausschuß zweiter Kammer bat durch den Abg. Goldmann zwei Berichte über das Schulwesen erstattet. Der erste betrifft den von dem Abg. Curtman gestellten Antrag auf Aufbesserung der aus der Schullehrer-Wittwenkasse zu zahlenden Peusionen. Der Antrag des Aus- schusses geht dahin: die Regierung zu ersuchen, wegen Erhöhung der Wittwenpeustonen der Lehrer und wegen Ausdehnung der Pensionsberechtigung der Waisen bis zum 21. Lebensjahr, insoweit zu derselben, nach angemessener Erhöhung der Bei— träge der Lehrer, ein weiterer Staatszuschuß nöthig ist, den Ständen Vorlage zu machen.— Der zweite Bericht betrifft die Verhältnisse der Real schule zu Alsfeld, welche seither einen Staatszu— schuß von 1500 fl. bezog, den der Abg. Kolb um weitere 1500 fl. zu erhöhen beantragt, während die Regierung einer solch einzelnen Aufbesserung nicht geneigt ist. Der Ausschuß ist darin mit der Regierung einverstanden, daß nicht für eine Real- schule allein der Staatszuschuß zu erhöhen ist, daß vielmehr die verschiedenen in gleichen Ver— hältnessen stehenden Realschulen gleichmäßig be— handelt werden müssen. Der Ausschuß kennt die Bereitwilligkeit der Kammer, für Unterrichtszwecke Verwilligungen eintreten zu lassen, wenn ein Be— dürfniß hierfür vorliegt. Indessen liegt für die Erhöhung der Zuschüsse der Realschulen zu Als— feld, Michelstadt, Friedberg, Alzei, Bingen und Worms eine formelle Vorlage der Regierung nicht vor; überdies lauft die dermalige Finanzperiode in wenig Monaten ab, und es erscheint dem Aus— schuß geeignet, Verhandlungen wegen Erhöhung der Zuschüsse bis zur Budgetberathung auszusetzen. Aus diesen Gründen beantragt der Ausschuß, ohne sich auf das Materielle des Antrags einzulassen: den Antrag des Abgeordneten Kolb für jetzt abzu— lehnen. Offenbach. S. K. H. der Großherzog traf am 27. Aug. per Eisenbahn von Friedberg hier ein, wurde am Bahnhof von den Spitzen der Civil- und Militär⸗Behörden begrüßt, begab sich dann zum Besuch auf Schloß Rumpenheim, von wo der Großherzog gegen 1 Uhr wieder hierher und per Extrazug nach Friedberg zurück— kehrte. b Berlin. Die„Nationalzeitung“ erfährt aus angeblich zuverlässiger Quelle, daß der bisherige deutsche Geschäftsträger in Paris, Graf Walder— see, abberufen und durch Harry v. Arnim als Gesandten in außerordentlicher Mission ersetzt worden ist. Die„Nationalzeitung“ siebt in dem Umstand, daß die deutsche Regierung jetzt einen mit den militärischen Verhältnissen Frankreichs vertrauten Beobachter glaubt entbehren zu können und den Augenblick für geeignet hält, einen Diplo⸗ maten von Fach in Paris seine Thätigkeit be⸗ ginnen zu lassen, die Aussicht auf die Herstellung mehr gesicherter Verhältnisse in erfreulicher Weise näher gerückt. — Die„Provinzialcorrespondenz“ schreibt: „Die Theilnahme der Bevölkerung wendet sich den Zusanmenkünften zu Wels, Ischl und Gastein mit der Hoffnung zu, daß die Begegnung der Herrschet und leitenden Staatsminister dazu dienen werde, den Beziehungen zwischen Deutschland und Oesterreich den Charakter des aufrichtigen, festen Einvernehmens zu verleihen. Alle Anzeichen deu⸗ ten darauf hin, daß diese Hoffnung in den That⸗ sachen ihre Bestätigung gefunden hat, obwohl offenbar zum Abschluß förmlicher Verträge keine Veranlassung vorlag. Das freundschaftliche Ver⸗ hältniß zwischen den Regierungen Deutschlands und Oesterreichs ist durch die von beiden Seiten offen bekannte Ueberzeugung gesichert, daß ihr Einverständniß gleichzeitig dem Wohl der beiden Reiche wie der Erhaltung des allgemeinen euro- päischen Friedens zu Gute kommt.“ — Die„Kreuzzeitung“ erfährt aus Wien, daß die rumänische Regierung den Kammern so⸗ fort bei deren Wiederzusammentritt einen Gesetz— entwurf vorlegen werde, welcher die im Princip bereits zugestandene Entschädigung der Eisenbahn⸗ Obligationsbesitzer regelt. — Der von verschiedenen Seiten gemachte Vorschlag, zur Erinnerung an die glorreichen Er⸗ eignise der Jahre 1870/71 ein patriotisches Volksfest durch ganz Deutschland zu feiern und zu dieser Feier den 2. September zu wählen, findet auch auf Seite der Regierung Unterstützung. So sind die Beamten der verschiedenen Behörden veranlaßt worden, in denjenigen Gemeinden, in welchen dieses Fest gefeiert wird, dasselbe nach Möglichkeit zu fördern und selbst daran Theil zu nehmen. Außerdem ist den Lehrern gestattet, den Schulunterricht an diesem Tage ausfallen zu lassen, um sich mit der Schuljugend an dem Feste zu betheiligen. Die Anregung zu dieser Feier ist indeß zu spät erfolgt, um eine Betheiligung des gesammten deutschen Vaterlandes an dem vor— geschlagenen pattiotischen Feste möglich zu machen. — 30. Aug. Wie der„Karlsr. Zeitung“ offieibs von hier geschrieben wird, ist es die Ab⸗ sicht des Kaisers, um die Mitte der nächsten Woche sich von Gastein nach Baden-Baden u begeben. Der Aufenthalt desselben in Baden dürfte über den Anfang des Monats October hinausdauern. — Der„K. Z.“ zufolge ist von der Absicht, eine Weiterbewilligung des Pauschquantums für den Militär⸗Etat des deutschen Reichs zu fordern, nicht mehr die Rede. Man wird einen vollstän— digen und zwar sehr umfassenden Militär-Etat vorlegen resp. zu berathen haben.— Die„Kreuz- zeitung“ hört, daß der Oberpräsident von Hessen— Nassau, v. Möller, der in Angelegenheiten seiner Provinz seit einigen Tagen hier verweilt, zunächst wenigstens nicht als Oberpräsident nach dem El— saß⸗Lothringen versetzt werde. — Andeutungen, die der„B. Z.“ von zu⸗ verlässiger Seite gemacht werden, bestätigen die bereits früher mitgetheilte Nachricht, daß in den Regierungskreisen die bestimmte Absicht obwaltet, eine gemeinsame deutsche Centralstelle für das ge⸗ sammte Eisenbahnwesen zu errichten und daß be— reits bestimmte Persönlichkeiten hiefür in Aussicht genommen worden sind. — Der Straßburger Correspondent der „Karlr. Zig.“ vernimmt„aus sonst guter Quelle“, daß in nächster Zeit ein Erlaß des Fürsten⸗Reichs⸗ kanzlers zu erwarten wäre, der eine Einberufung der protestantischen Generalsynode von Elsaß⸗ Lothringen behufs Ordnung der kirchlichen Ange- legenheiten verfügt. Gumbinnen. In dem Dorfe Czimochen (Kreis Lock, 479 Einwohner) sind bis jetzt 79 Cholerafälle vorgekommen, wovon 46 einen tödt— lichen Ausgang nahmen. Die Regierung hat die ausgedehntesten Vorsichtsmaßregeln getroffen. Stuttgart Unter den dem Juristentage vorgelegten Berichten ist der der dritten Abtheilung hervorzuheben, welcher die möglichst ausgedehnte Mitwirkung des Laienelements bei Aburtheilung aller Strafrechtsfälle wünscht, und zwar bei Straf⸗ gerichten mittlerer und unterster Instanz in Form des Schöffengerichts. Den Schöffen solle das Richteramt in vollem Umfange übertragen werden. Präsident Gneist schloß den Juristentag mit feu⸗ rigen, patriotischen Worten. Er nannte die Wahl Stuttgarts als Versammlungsort eine höchst glückliche; den Norden ziehe es nach Sü— den, zur Wiege der deutschen Cultur, welche im vorigen Jahre mit Vernichtung bedroht war, aber durch die gemeinsamen deutschen Waffen⸗ thaten gerettet wurde. Straßburg. Die„Straß. 31g.“ skizzirt den Unterrichtsplan für die höberen Schulen des Elsaß. Danach wird die Unterrichtssprache für die untersten Classen die deutsche, für die mittleren und höheren noch möglichst die französische sein. Der Unterricht in der deutschen Sprache wird in por allen Classen wöchentlich sechs Stunden umfassen. Später wird die Unterrichtssprache eine getheilte sein, und zwar für die elsässischen Sprachen, Geschichte und Geographie das Deutsche, für Mathematik, Physik, Chemie und Naturwissenschaf⸗ ien das Französtsche eintreten. Ausland. Oesterreich. Die altkatbolische Bewegung nimmt auch in Ungarn immer größere Dimensionen an. So soll schon in den nächsten Tagen eine von etwa 50 katholischen Weltpriestern, darunter mehrere Domherren, unterschriebene Erklärung er⸗ scheinen, worin dieselben zur Bildung einer ungari— schen Nationalkirche auffordern und sich von Rom vollständig lossagen. Lemberg. In den hiesigen Spitälern sind in den letzten Tagen mehrere Cholerafaälle vorge⸗ kommen. In Radzimilow, einem Städtchen an der galizisch⸗russischen Grenze, soll die Cholera⸗ Epidemie heftig grassiren. Die Sanitäts⸗Organe haben Vorsichtemaßkegeln getroffen. Frankreich. Paris. Die republikanische Linke hat es abgelehnt, dem Antrage der äußersten Linken auf Auflösung der Nationalversammlung beizutreten, da sie denselben als unzeitgemäß und gefährlich betrachtet. bis * — Der„Constitutionnel“ verzeichnet das in der diplomatischen Welt umlaufende Gerücht, wo— nach eine Begegnung zwischen Herrn Thiers und dem Fürsten Gortschakoff in Beaurivage in der Schweiz in Aussicht stebe. Dem General Leflo gebühre das Verdienst, diese Entrevue zu Stande gebracht zu haben.— Demselben Blatt zufolge läßt die französische Regierung in Berlin von dem Kriegsministerium die 550,000 Chassepotgewehre zurückkaufen, die von den Deutschen im Kriege erobert wurden und in Voraussicht eines solchen Rückverkaufs sorgsam vor Schaden geschützt worden wären. — In Algerien dauern die Kämpfe noch fort. Das Land zwischen Cherchell, Zurich und Novi ist von den Colonnen Ponsard und Nicot vollständig paciftcirt und diese Truppen operiren jetzt zwischen Novi und Tenes gegen Stämme, welche seit dem Jahre 1847 keine bewaffnete Macht bei sich gesehen hatten und daher erschreckt um Gnade flehen. Im Westen ist mit dem starken Dorfe Aghil, auch Zeru oder die Medina ge⸗ nannt, die letzte größere Position der aufständi— schen Kabylen ohne Schwertstreich in die Hände des Obersten Nicot gefallen. Dagegen droht Ahmed⸗Bey die Uled⸗Sellem und die Uled-Aliben— Jabar, die sich nicht verleiten lassen wollten, am Aufstande Theil zu nehmen, mit einem Angriffe und die Uled Sultan beginnen auf's Neue ihre Angriffe auf N'gaus. — Der„Siecle“ schreibt:„Samstag Abend traten zwei Personen, ein Vater mit seinem Sohne, in das Café Trudaine an der Ecke der gleich- namigen Avenue und der Rue des Martyrs und verlangten Getränke. Der Herr des Hauses wandte sich an den Vater und sagte:„Sie sind ein Prussien, ich kenne Sie; lassen Sie mich in Rube; ich will Sie nicht bedienen!“ Der Sohn gerieth in Zorn, sagte, daß man seinen Vater insultire und wandte sich in heftigen Ausdrücken an den Caföébesitzer. Die Gäste drängten sich herbei und bald erscholl von allen Seiten der Ruf: Das ist ein Prussien, bringt ihn um!“ Vier oder fünf Individuen stürzten sich auch schon, mit Billiard-Queues bewaffnet, auf den Unglück⸗ lichen; andere Gäste entrissen ihn indeß seinen Henkern, aber schon war sein Gesicht mit Blut bedeckt. Dem Vater gelang es zu entkommen; der Sohn brachte bei dem Polizeicommissär eine Beschwerde vor. Der junge Mann soll allerdings der Sohn eines Preußen, aber selbst in Frank- reich geboren sein und während der Belagerung sogat in den Marschcompagnien gedient haben. Was uns betrifft, so können wir, welches die Nationalität dieses Unglücklichen auch sein mag, nicht umhin, gegen Gewaltthätigkeiten zu protestiren, die des französischen Volks unwürdig sind.“ — Der Prozeß gegen die Insurgenten ist den aufregenden Debatten in der National versammlung ganz in den Hintergrund gerückt. Augenblicklich halten die Advocaten die Verthei⸗ digungsreden für ihre angeklagten Clienten; aber jetzt bat sich noch keine dieser Reden zu dem Schwunge erhoben, welcher die berühmten Reden der Vertheidiger der im Prozeß Blois Angeklag⸗ len so effettvollen Wiederhall in ganz Frankreich finden ließ. — Auf die Beschwerde des deutschen Gesandten, Grafen von Waldersee, hin ist bekanntlich die „Liga für die Befreiung des Elsasses und Loth— ringens“ von der französischen Regierung aufge— löst worden. Man spricht aber davon, daß die— selbe Gesellschaft unter einem anderen Namen, wie z. B.„Liga für das Wohl der Elsässer und Lothringer“, sortbestehen werde, natürlich mit den— selben geheimen Tendenzen, i Versailles, 30. Aug. Sitzung der National- versammlung. Vitet zeigt an, daß die Commission das Amendement Dusaure angenommen habe. Dufaure erklärt hierauf, daß die Regierung dem so amendirten Antrag, wie er im Bericht Vitet enthalten, ibre Zustimmung gebe. Die General— debafte wird hierauf geschlossen. Verschiedene Amendements und Gegenanträge werden zurückge⸗ zogen. Das Amendement Pascal Duprat's, welches das Recht der Nationalversammlung, sich als Con- stituante zu erklären, bekämpft, wird verworfen Gambetta ergreift hierauf das Wort und den ersten Paragraphen der Einleitung, proclamirt. Er sagt, diese Bestätigung sei unnütz, unpolitisch und verwegen. Benoit d' Azy unter⸗ stützt den Paragraphen, welcher mit 433 gegen 227 Stimmen angenommen wird. Am Schluß der Sitzung deponirte Quinet im Namen mehrerer Deputirten einen Antrag, welcher die Auflösung der Nationalversammlung verlangt. Großbritannien.„Daily Telegraph“ meldet, es sei zwischen Italien und Preußen ein neuer Offensiv- und Defensivvertrag abgeschlossen worden.— Die„Times“ veröffentlicht ein Tele⸗ gramm aus Philadelphia über ein bei Winthrop in der Nähe von Boston Sennabend stattgefundenes Eisenbahn-Unglück. Es wurden 25 Persopen ge tödtet und 50 Personen verwundet. Die Wag⸗ gons fingen Feuer und verbrannten mehrere Per— sonen lebendigen Leibes. Rußland. In Litthauen grassirt die Cholera-Epidemie noch immer mit ungeschwächter Heftigkeit. Aus den veröffentlichten amtlichen Be⸗ richten geht hervor, daß von den Erkrankten in der Regel mehr als die Hülfte mit Tode abgeht, In Wilna hat die Seuche in letzter Zeit auch aus den höheren Ständen und wohlhabenden Classen zahlceiche Opfer gefordert, unter denen sich auch die Gemahlin des General- Gouverneurs Polapow befindet. Die größten Verheerungen richtet jedoch die Epivemie unter dem massenhaften bekämpft welcher 9 die constituirende Gewalt der Nationalversammlung jüdischen Proletariat der kleinen Städte und unter der dem Trünk ergebenen und in Elend und Schmutz versunkenen ländlichen Bevölkerung au. Frankfurt, Unter den localen Nachrichten hiesiger Blätter ist zu lesen: Ein hiesiger reicher Bürger, der Feld und Wiesen, sowie Bauplätze besitzt, entschloß sich am Samstag sein Grundeigenthum, das er seit Jahr und Tag nicht gesehen, einer Inspecrion zu unterwerfen. Sprach⸗ los war sein Erstaunen, als er im Westviertel an eine neu angelegte Straße kam, in welcher er einen ihm wohl⸗ bekannten Bauplatz hatte und diesen nicht mehr, wohl aber ein Hans vorfand, welches demnächst bewohnbar wird. Solchen Eingriff in sein Recht konnte der Eigenthümer, wenn auch ein Irrthum vorlag, da der Platz nebenan dem Bauherrn gehörte und dieser nur falsch angewiesen war, nicht dulden und steht nun darob ein seiter Proceß in Aussicht. Frankfurt. Die Zahl der amerikanischen Fa⸗ milien hal sich in letzter Zeit hier so wesentlich vermehrt und erhält jede Woche solchen bedeutenden Zuwachs, daß man mit Recht von einer amerikanischen Colonie sprechen kann. Dieselben bewohnen den schönsten Stadttheil im Westen und hal ein Theil derselken durch Erwerbung von Grundeigenthum sich fest angefiedelt, andere sind im Be⸗ griff, dies zu thun, dritte bauen sich Häuser, welche mit dem neuesten Comfort eingerichtet sind. 5 Darmstadt. Am 30. August stieß auf der Hesf. Ludwigsbahn der 1. Personenzug innerhalb des Rayons des hiesigen Bahnhofs auf einen im Geleise stehenden Güterzug. Einige Personen in jenem Zuge erlitten Con⸗ lusionen, die übrigen Personen kamen mit dem Schrecken Pa Darmstadt. Am 31. Aug. früh gegen 6 Uhr ent⸗ lud sich über unsere Stadt ein furchtbares Gewitter, wie wir es schon lange nicht mehr erlebt, abbrante. Turnerfeuerwehr ist es zu danken, daß sich das Feuer nicht. weiter verbreitete und gegen 8 Übr vollständig gelöscht war. An der Stelle, wo der Blitz einschlug, hielten sich Der Blitz zündete in der hiesigen Gasfabrik im Dache des Essigyauses, das Der sehr rübrigen Hülfe der hiesigen und der etwa ein Dutzend Leute auf, die auf Abgabe von Holz⸗ kohlen warteten und wie durch ein Wunder der Gefahr enigingen. Dennoch sind Menschenleben zu beklagen. Der in der Nieberramstädterstraße wohnhafte Stadigerichtsdienen Ganß, welcher im Begriff war, auszugehen, wurde, am Heerde stehend, wo er sich nur noch Kaffee einschenken wollte, von einem durch den Schornstein eindringenden Blitzstrahl getödiet. Weiter ist zu melden, daß auf der Chaussee zwischen hier und Griesbeim der Blitz in einen 5 Trupp Frauen, welche auf dem Weg zum hiesigen Wochen⸗ 1 markt begriffen waren, einschlug und ein Mädchen zu Bo⸗ den streckte. Zustand als ein bedenklicher geschildert wird. Auf der Arheilger Chaussee wurde ein Mann und das Pferd, auf dem er saß, getödet. Aus Wiesbaden meldet eine Depesche, daß auch dort Dasselbe ißt jedoch nicht todt, obwohl sein 3 am 31. August feüh schwere Gewitter wolkenbruchartige Regengüsse brachten. schlagen. In Oberlahnstein wurde dieser Tage auf dem nettes Gaunerstückchen ausgeführt. Bahnhof ein Ein Portier gewahrte, als der Zug aus Coblenz-Ehren breitstesn daselbst einlief, wie zwei Fremde einem alten Herin bei'm Einsteigen in ein Coups erster Classe behülf⸗ 2 lich waren und der eine Helfer dem anderen eine Brief“ * Der Blitz hat in der Nähe Wies⸗ badens drei unter einem Baume stehende Menschen er⸗ 5 86. del! r e, 1 E 2 3—— ů— Classe begaben. Der Portier, nach Inspiclrung fragte jener, griff der Fremde in die Tasche und erklärte mit Schrecken, daß ihm diese fehle. Portier empfiehlt, sich ruhig zu verhalten; wieder verschaffen. zweiter Classe, anwesenden Gendarmen Der bestoblene Herr ist ein Doctor der seine Brieftasche enthielt 400 Gulden. Kassel. und Leitung der Berliner Bank und es sind alle vorbe⸗ reitenden Schritte bereits so vollständig zum Abschlusse ge⸗ kommen, daß mit der thatsächlichen Realisirung des Pro- jectes in den allernächsten Tagen vorgegangen werden soll. Daß der Andrang zu Veiheiligungen bei dem verhäliniß⸗ tasche darreichte, worauf sich beide in ein Coups zweiter Böses ahnend, ging zu dem alten Herrn und fragte, ob ihm nichts fehle. Als derselbe seiner Essecten mit Nein antwortete, ob er denn auch seine Briestasche habe. Hastig seines zugekaöpften Rockes Der er wolle sie ihm Hierauf begibt er sich an das Coupé wo die beiden Helfer eingestiegen waren, schließt ab und entfernt sich, um den Inspeckor und die zu benachrichtigen. Diese erscheinen und befehlen den beiden Herren, auszusseigen und sich untersuchen zu lassen. Der eine der beiden Gauner sucht zu entflieben, stürzt aber bei'm Lausen über die Schienen und verwundet sich schwer am Gesicht und am Arm. Medicin aus Graz; Nach der„Berl. B. Z.“ ist man mit der Gründung einer neuen Bank dahier beschäftigt, welche die Firma„Hessische Bank“ führen und auf ein Grund— kapital von 1,000,000 Nibtr. basirt sein wird. Das ge⸗ nannte Blatt fügt dieser Mittheilung noch die weitere Ve— merkung zu: Die Gründung geschieht unter Bethelligung mäßig kleinen Kapital ein ziemlich reger ist, darf bei den guten Aussichten des Unternehmens nicht Wunder nehmen. Landau. Dieser Tage wurde hier das 130. En kel⸗ chen einer bereits mit 25 Urenkeln und mehreren Urur⸗ enkeln beglückten, noch rüstigen, erst 75 Jahre alten Witlwe getauft. Hamburg. Am 28. Aug. wurde der erste Cholera— fall in Hamburg constatirt. In Altona sind vom 19. d. 16 Fälle von Cholera und 6 Fälle von Brechruhr, im Ganzen 22 Fälle, mit lödtlichem Ausgange vorgekommen. Ein amerikanisches Blatt bere net, daß jährlich mindestens 40,000 Bürger der Vereinigten Staaten li Europa besuchen. Veranschlagt man die Unkosten eines 2 eden Judividuums während seiner Reise auf 3000 Doll., daß so siellt sich die Gesammtausgabe dieser Touxisten auf Amerika. 120 Millionen Dollars. ankommen, ungefähr 30 Millionen Dollars mit. Andererseits dringen die Aus⸗ unzweifelhaft sehr wanderer, welche alljährlich in den Veretnigten Staaten ö Abzüg lich dieser Summe werden also von Amerikanern jährlich * 3136 6079 6095 4213 7123 22343416311 7710 7262 2130 7751 1637 1241 6241 6474 6363 6286 3071172 1117 2365 5255 329 2423 336 7149 685 753 1271 3292 6231 3489 7698 3969 3326 6108 4753 4186 852 1821 3394 3ʃ67 6433 1498 603 3399 666 6586 242 5009 493 7705 3153 3873 4826 4811 4226 5584 4038 2843 3736 1656 876. Eingesandt. Zur vorläufigen Beruhigung der choleraängst⸗ chen Gemüther möge die Mittheilung dienen, der neulich in dem benachbarten Gießen vor— gekommene angebliche Choleratodesfall nach der berechtigten Anschauung der Gießener Aerzte kein Fall von eigentlicker soge⸗ nannter assatischer Cholera gewesen ist. Trotzdem 400 Millionen Dollars für Reisen in Europa verausgabt. ermahnt dieser Fall in hohem Grade zur Vorsicht, Newyork, 28. August. Der Dampfkessel' des Ocean⸗Dampfers„Wave“ xplodirte bet Mobile, man zählte an 70 Todte und Verwundete. Verloosungen. Karlsruhe, 30. August. Bei der heutigen Serien⸗ ziehung der badischen 35 fl. Loo se wurden folgende indem solche Erkrankungsfälle, wie der fragliche, meist als Vorläufer von Choleraepidemien be—⸗ obachtet werden und das Vorhandensein günstiger Bedingungen für das Auftreten diefer Seuche beweisen. Es verdient bemerkt zu werden, daß auch bei Serien gezogen: Serie 7613 285 6057 2822 1621 1633 uns in letzterer Zeit Diarrhöen sebr häufig siad. Schaafpferche⸗Versteigerung. 2170 Monlag den 4. September d. J., Vormittags 11 Uor, sollen in biesigem Ratbbause 10 bis 15 Schaaf⸗ pferche, welche den 7. Seplember ihren Anfang nehmen, öffentlich meistbletend verfleigert werden. Friedberg den 1. Sepfember 1871. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg. Fouc ar. Grummetgras-Versteigerung. 2165 Montag den 4. September d. J., Vormittags 10 Uhr, soll das der Gemeinde zustebende Grummet⸗ gras mtifibietend versteigert werden. Oder⸗Florstadt den 31 August 1871. Großberzogliche Bürgermeisterei Ober-Florstadt. im Grummetgras-Versteigerung— 2166 Mittwoch den 6. September d. J., Vormsttags 9 Uhr anfangend, soll das der biesigen Gemeinde ge⸗ börige Grummeigras, circa 150 Morgen, auf dem Rash⸗ haus dahier verseigert werden. Staden den 31. August 1871. Großberzoglicht Bürgermeisterei Staden. Da uch. Bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Nauheim ist vorrätbig Neuster Taschen-Jahrplan. Jommer- 2 Mittel Rhein gegend, Hessen, Nossan, Frankfurt, Rhein-Preußen Hilet-Jecken, 8 die neusten und schönsten Muster, verkauft zu sehr lälligen Preisen K. Friedrich mben der Post Wilhelm Berubeck, Colonial, Material-& Farbwaaren-Handlung in Friedberg 8 1487 nächst der Burg. lager in allen Sorten Tabaken und Cigarren. Schüler oder Handlungslehrlinge in Frankfurt a. M. 2140 finden in dem Pause etneg dortigen Gelehrten seundliche Aufnahme, Kost, Peuston und Nachhülfe bet ren Studien in Sprachen und enderen Wissenschaften. Nähere Auskunft durch Herrn Plarrer Roos, kleiner Firschgraben 9. 262 Dienssag den 5. September, Nachmittags 2 Ubr, nerden m Pause des Cör. Jugbard III. am Woll⸗ tor dabier 13 Pferde und 1 goblen öffentlich versteigert. Gleßen den 31. Aagust 1871. die Expedition d. Bi. Nach Homburg 816 V., in Homburg 106 V., Nach Lauterbach 880 V., in Lauterbach 7 N., Nach Altenstadt M. Pilger. wird stets Preisen gekauft. 21600 L. Rodaug. 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Das Renommse der wird auf das strengste beobachtet, die einlaufen— den Offertbriefe werden uneroͤffnet an die be— treffenden Reflectanten, ohne deten Namen prele— zugeben, pünktlichst und obne Provisionsberechnung übec mittel Abgang und Ankunft. Friedberg: aus Homburg 4 N., in Friedverg 6 N. aus Lauterbach 61% V., in Friedberg 350. N. Nach Hungen 7456 N., in Hungen 10% N., aus Hungen 516 V., in Friedberg 70 B. Nach Ortenberg 735 N., in Ortenberg 104 N., aus Ortenberg 435 V., in Friedberg 70 V. Nich Nidda 7% N., in Nidda 1058s N., aus Nidda 45 V., in Friedberg 730 V. Bad⸗ Nauheim: Nach Usingen 98“ V., in Usingen 1135 V., aus Usingen 5 V., in Bad-Nauheim 75 N. Nieder ⸗-Wöllstadt: e e, 76 N,, in 1255 V., 9 N., aus Altenstadt 10.6 V. in Nieder-Wöllstadt 12 V. 3 N. Altenstadt Nach Hanau 6 N., in Hauau 855 N. aus Hanau 7 V., in Nieder-Wöllstad i 958 B. zu annehmbaren verwiethen. Von wem? sag Vorschuß- und Credit-Verein zu Friedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Ausweis pro August 1871. Einnahme. Kasse⸗Bestand pro 1. August 1871 fl. 6066. 12 Wechsel 2. 15001. 12 Depositen E 15 Inkasso-Wechsel 2068. 19 Conto-Correnie 46187. 55 Spar⸗Einlagen 10090. 30 Darlehen 3 84. 40 Auswärtige Correspondenten 5 Stamm-Antbeile, Monaisbeiträge„ 181. 11 Reserve⸗Fond, Beitritt* 12 Reserve-Fond, Jahresbeiträge—— 36 Utensilien, Spar⸗Einlage-⸗Bücher N 1. 18 Wechsel-Zinsen 1 Depositen-Zinsen— 68. 18 Wechsel⸗Spesen 1 7. 45 Unkosten 5 25.— Agio, Gewinn auf Sorten 5 17. 38 fl. 82021. 37 Ausgabe. Wechsel fl. 15481. 33 Depositen 3232 Conto⸗Corrente„ 48159. 41 Auswärtige Correspondenten„1526. 89 Spar⸗Einlagen„ 6081. 2 Mobilien und Utensilien 75 24. 15 Unkosten 7 57. 12 Kasse⸗Bestand pro 1. Sept. 1871„ 7253. 55 fl. 82021. 37 Eingang. Ausgang. fl. 57960. 16 Wechsel in Conto⸗Corrent fl. 61415. 55 „ 2564. 4 Bechsel zum Incasso„e Der Vorstand 2164 Hecht. Weis. Ermus. für die Eisensteinverladun Arbeiter am Bahnhofe Frieddesg finden sofort Beschäftigung und guten Verdienst. Friedberg im Auguft 1871. Die Vetwaltung der Friedberger Bergbau— 2088 Gesellschaft. Herreukragen Main⸗Weser-Bahn. Gießen Frankfurt. Abgang in dei K. Friedrich neben der Post in Friedberg. 310 N., Butzbach: 322 380 7341 87 122 3 88. Bad⸗ Nauheim: 398 67 751 92 12 3 81 852 Friedberg: 381 6.90 88„90 12286 3„82 93 Nieder-Wöllstadt: 44 681 86 12 5s 9 Frankfurt⸗Gießen. Abgang in Nieder-Wöllstadt: 633 1058 1ss 323„628 984 Friedberg: 69 76 1053 222 3„6 9584 5„183 Bad⸗Naubeim: 658 71 11 28s 3„60 101* [Butzbach 7 fs 88 ½ 7 10 K1185 Schnellzüge mii J., II. und III. Klasse. * Courirzüge kent 1. und II. Klassi. e 8 Schwalheimer Mineralbrunnen. Kirchweihfest. 2135 Sonntag den 3. und Montag den 4. September findet auf meinem neu erbauten Tanzboden gut besetzte Tanzmufik statt, wozu freundlichst einladet G. Bailly. Friedrichsdörfer Nachschießen. Sonntag den 3. September in meinem Garten Großes Militär⸗ Concert, ausgeführt von der Capelle des 3. Bataillons Hess. Fuͤsilier Regiments Nr. 80, unter Leitung seines Stabshornisten Heinemann. Nachmittags 3 Anfang uhr. 2153 Uach dem Concert Tanzmusih. Hierzu ladet höflichst ein C. A. Foucar. Den An⸗ und Verkauf von Staatspapieren besorgt gegen billige Provision Friedberg. 2163 S. Hirschhorn. Gesehäfts⸗ Empfehlung. 2159 Mein Lager in Eichen, Roth⸗ und Weißbuchen⸗, Tannen⸗, Apfel-, Birn- und Nuß⸗ baumholz, sowie Eschen⸗ und Pappelholz, empfehlende Erinnerung. in jeder Dimension geschnitten, bringe in Gleichzeitig bemerke allen Holzconsumenten, daß Stämme, Stangen, Brennholz ꝛc. jeden Tag geschnitten und bei vorheriger Anmeldung denseiben Tag wieder verabfolgt werden können. Das Zuschneiden von Bohlen und Brettern für Glaser und Schreiner wird zu sehr billigem Preis bestens besorgt. L. Rod aug, Fournierfabrik. 1518 burgerstrasse 8. Tpileptische Krämpfe(Fallsucht) I heilt brieflich der Speelalarzt für Epilepsie Dr. O. Killiseh in Berlin, jetzt Neuen- — Schon Hunderte vollständig geheilt. 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Derselbe hat folgende Abzeichen: weiße Brust, weißen Placken auf dem Hals, halblangen Schweif. Um Rückgabe desselben wird gebeten. Berstadt. Samuel Stern. Ein Logis im oberen Stock meines Hauses 8 N ist an einen einzelnen Herrn oder an eine kleine Familie zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. 2156 Friedberg. Philipp Engel II. Wittwe. Halsbinden 42 und Shlips in schöner Auswahl, sowie Foulards, seidene Umknöpftücher und schwarze seidene Halstücher bei K. Friedrich neden der Post. Gesucht in Jad-Uauheim 2151 eine Familtenwohnung von 3 Zimmern mit Zu⸗ behör pr. 1. Oktober. Offerten mit Preisangabe beliebe man an Güterbeförderer Venitz in Bad-Nauheim zu richten. Fußboden- Glanz- Luck 1861 bei Wilhelm Sturmfels. Hof ⸗ Apotheker. e ae hn Kinderwägelchen lauen Näheres bei der Expedition d. Bl. 2158 Die Musik 3. Stplember bei günfliger Witterunz einen Ausflug auf den Johannisberg zu machen. 5 Sämmtliche Mitglieder des Turnvereins, der Turner⸗ feuerwehr und sonstige Freunde und Freundinnen werden hierzu höflichst eingeladen. 5 Abmarsch 3 Uhr.— Sammlung an der Nauheimer Chaussee. zu Schwalheim. 2150 Sonntag den 3. und Montag den 4. September findet zur Feier des hiesigen Kirchweihfestes bei mir gut besetzte Harmonie⸗ und Tanzmusik statt, und lade mit dem Bemerken dazu ein, daß für Speisen und Ge⸗ tränke beftens gesorgt sein wird. Schwalheim den 30. August 1871. Conr. Stamm. 7 5 8 Anzeige, 2152 daß mehrere Landwirthe aus der Umgegend auf den am 6. September stattfindenden Bad⸗ Nauheimer Viebmarkt Bullen(Vogelsberger Race) zum Verkauf aufftellen wollen. In Auftrag: Carl Bühlmayer, Oeconom in Rockenberg. Lehrerconferenz. Section Friedberg. 2149 Mittwoch den 6. September, Nachmittags 2 Uhr. Einen Lehrjungen 2117 sucht Jean Nausch, Schubmachermeifser, Kechagasse. g Tannene Züber& Eimer 2102 verkauft G. Eckhold in Reichelsheim. Einen tüchtigen Schreinergesellen sucht i August Franck, 2167 Schreinermeister in Friedberg. Berichtigung. Die in voriger Nr. d. Bl. veröffentlichte Declaration der Fleischpreise für Butzbach ist wie nachstehend zu berichtigen: 75 Für Butzbach: Ochsenfleisch 22 kr. Danksagung. 2168 Allen Denjenigen, welche unsere geliebte Mutter und Schwiegermutter Frau Louise Trapp, Wittwe, zu ihrer letzten Ruhestätte begleitet haben, sagen wir unsern tiefgefühlten Dank. Friedberg den 1. September 1871. Die Hinterbliebenen. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. f Pfarramtswoche: Herr Diakonus Meyer. 13. Sonntag nach Trinitatis. Vormittags: Herr Candidat Trümpert. Nachmittags: Herr Diakonus Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche. Vormittags: Herr Pfarrer Baur. f Nachmittags: Herr Candidat Vogel. Katholische Gemeinde. Samstag um 5 Uhr Nachmittags Beichte. 14. Sonntag nach Pfingsten. Schutzengelfest. Vormittags: ½9 Uhr Hochamt mit Segen und Predigt. Nachmittags: ½2 Uhr Christenlehre und Andacht. Beginn des Gottesdienstes an den Wochentagen Morgens ½7 Uhr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. (Hierzu Unterhaltungs Blatt Nr. 35 und eine Beilage.) 2169 der Turnerfeuerwebr beabsichtigt Sonntag den 5 Kirchweihfest Schweinefleisch 20 kr. Gottesdienst in der Stadtkirche: 5 daa Oberhessischer Anzeiger. nen Grummetgras⸗Versteigerungen. — 5 2145 Das 187er Grummetgras von den Großherzoglichen Domanialwiesen des Rentamts Nidda kommt unter E f N den vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen in folgenden Terminen zur öffentlichen Versteigerung. m. n 8 N 1 8 5 er Jersteigerungstermin. b eee 8 Gemarkung. Wiesen. Rig 1871 Ort d. Zusammenkunft. Ang 8. n en— g 3 Morgen. en und% 71 11 Berstadt(und Echzell) 28 een den 95 September,[ Beundewiese. ö. achmittags 2 Uhr, — 24 Lißberg 89 Montag den 11. September,[Wirth K. Mann III. zu f Vormittags 9 Uhr, Lißberg. Bingenheim 36 Dienstag den 12. September,[ Brühlwiese. e i Vormittags 9 Uhr, 1 Heuchelheim 9 Dienstag den 12. September,[Im Ried. fm M 3 Vormittags 11 Übe, dean Blofeld 30 Dienstag den 12. September,[ Brühlwiese. u n BN f Nachmittags halb 2 Uhr, Leidhecken 6 Dienstag den 12. September,[Am Sauerbrunnen. * Nachmittags 4 Uhr, ibl Ikunter⸗ Schmitten 67 Mittwoch den 13. September,[ Bei der Bruchmühle. mayer, 3 Vormittags 9 Uhr, Kettebergz. Kohden 15 Mittwoch den 13. Septembet,[Am Gesundbrunnen. ———— Vormittage halb 12 Uhr, ken 5 3 Gettenau 5 Donnerstag den 14. September,] Große Korbische Wiese. 5. Vormittags 9 Uhr, Bisses und Echzeller Mark 4 Samstag den 16. September,[ Kindswiese, 9. Nachmittags 4 Uhr, zem tagt 2 IM. Montag den 18. September,] Echzeller Teich. i 7 chen 102 0 Vormittags 9 Uhr, 1 Montag den 18. September,] Wehr wiese. ngen f Nachmittage J ur, 2 8 Nidda 86 77 Dienstag den 19. September,[ Seewiese. tizrstntir, 1 Vormittags balb 10 Uhr, — 0 Bingenheim den 29. August 1871. Großherzogliches Rentamt Nidda. I 1 e. Eimer 1 Directe Post⸗Dampfschifffahrt zwischen 4 rirdderg. 1 1 N HAMBURG& NEW- ToRK vermittelst der Post-Dampfschiffe Saxonia, Sonnabend, 2. Sept. Cimbria, Sonnabend, 13. Sept. Thüringia, Mitwoch, 6. Sept. Morgens. Allemannia, Mittwoch, 16. Sept. Passagepreise: Erste Cajüte Pr. Crt. Rihlr. 165, Zweite Cajüte Pr. Crt. Rihlr. 100, Zwischendeck lg. 1 Declertis g Morgens, t Zach dees! 1 * Pr. Crt. Rihlr. 55. 1 5 1751 Näheres bei geisch 20 f. dem Schiffsmakler August Bolten, Wm. Miller's Nachfolger, Hamburg, — sowie den allein für das Großherzogthum Hessen zum Abschluß von Ueberfahrtsver⸗ ä 7 trägen cencessionirten Vertreter und Generalagenten der Dampfschifflinie F. J. Bothof in Mainz (slrüher Carl Racké& Cie.) — Hamburg-Amerikanische Packetsahrt-Actien-Gesellschast. 5 Friedberg bei Chr. Hecht. Ut cbertr. — — N. R. Levy Katharinenpforte 1 Frankfurt a. M. Iritdöttg. 1679 empfiehtt von seinem vollständig sortirten Lager eigner bester Anfertigung: 8 Winter ⸗Ueberzieher von fl. 12. bis 70 fl., 2 1 25 Anzüge„„ 30.„ 90„ Aten. ö 55 Beinkleider„„ 6.„ 20„ alis. IKnaben⸗ Anzüge, Paletots, Schlafröcke, Joppen und Säckchen in großer ttits“ Auswahl zu den verschiedensten Preisen, Aapert Stoff⸗Lager in französischen, englischen und deutschen Fabrikaten zur Anfertigung nach Maaß, eleganter und modernster Arbeit. 1707170 1. U* 5* 5 1** Die Dr. Steffan'sce Augenheilanstalt in Frankfurt a. M. 3 50(Krögerstraße 8 und Sachsenhausen, Dreikönigstraße) A aus's Bequemste eingerichtet, nimmt jeder Zeit Augenkranke auf. Unbemittelte zu ermäßigtem Preise und unentgeltlich. den * Den früheren Abnehmern der beiden ersten Abtheilungen von 7— Winterfeld, Geschichte des Krieges 187071, diene zur Nachricht, daß nunmehr die III. Abtheilung(Schluß) des Werkes erschienen und Brie 2127 Mittwoch den 6. September 1871, Vormittags 11 Ahr, soll die Lieferung des Brodbedarfs peo 4. Quar⸗ tal 1871 für die Schwadronen zu Butzbach auf dem Büreau der Garnisonsverwaltung nach den daselbst zur Einsicht offen liegenden Bedingungen auf dem Wege der Summission vergeben werden. Butzbach den 26. August 1871. B ecke r, Major und Schwadronschef. Mobiliar-Versteigerung. 2147 Mittwoch den 6. September d. J., Vormittags 9 Uhr, sollen auf freiwilligen Antrag des Philipp Büdel dahler in dessen Wohnung, bei Schreinermeister Schneidt am Usaerthor, verschiedene Mobiliargegen⸗ stände, als: 3 eichene Bettstellen, 1Commode, I Kleiderschrank, verschiedenes Bettwerk, 1 Wanduhr mit Gewicht, 1 Küchenschrank, sowie sonstige Paus- und Küchen⸗ geräthschaften öffentlich melftbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Friedberg den 29. August 1871. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 1 5 F Ne 7 9 Gasthaus-Versteigetung. 2154 Nächslen Dienstag den 5. k. M., Nachmittags 3 Uhr, wird das den Kindern des verlebten Gottlieb Stamm dabier in hlefiger Stadt zuflehende Gasthaus „Zum Darmftaͤdter Pof“: Pab. 1246= 34¼j0 Ruthen Wohnhaus(dreifföckig mit 20 Zimmern), Trinkhalle, Schlachtbaus, Pferde⸗ ställe und Hofraum, in der Reinhardsfiraße neben Jakod und Friedilich Pfeffer, in welchem eine stequente Wiethschaft betrieben wird, öffentlich an den Meistbietenden freiwillig versteigert, wozu Kaufliebhaber hierdurch eingeladen werder. Bad⸗ Nauheim am 28. August 1871. Großherzogliches Ortsgericht Bad-Nauheim. Schutt. Bekanntmachung. 2146 Der nächste biesige Vieh- und Krämermarkt findet am 12. September d. J. statt, was hiermit zur öffentlichen Kenntuiß gebracht wird. Reichelsheim den 28. August 1871. Großherzogliche Bürgermelsteret Reichelsheim. Schmid. Grummetgras-Versteigerung. 2148 Montag den 4. September d. J., Mittags 1 Uhr, wird das Grummetgras von circa 15 Morgen Gemeinde⸗ und 3 Morgen Schäfereiwiesen auf dem Rathhause zu Ober-Rosbach in Abtheilungen öffentlich meistbtetend versteigert. Oder⸗ Rosbach am 30. Aagust 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Rosbach. Ble che er. Grummetgras-Versteigerung. 2155 Mittwoch den 6. September, Vormittags 10 Uhr, soll das der hiesigen Gemeinde zustehende diesjährige Grummetgras in einzelnen Abthetlungen dei Gastwirth Höres dahier öffentlich meistbietend versteigert werden. Bauernheim am 30. Auguft 1871. 5 Großherzogliche Bürgermeisterei Bauernheim. 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