iger, die Noth, diet ut, diet 0 k. * 3 1151 6 15 b. 30 k. e 10 k. 1 f. 2 0 f. 1. 2 K Jie kee in zen, vertont zu stht Aber der Poft. ——— erschien sorben nrechner * rens in jpeiler mlun g 1 eng 42. . uchen 1 Groß. fühlen vlügertt Gin 1871. Dienstag den 2. Mai. M 51. Oberhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. Amtlicher Theil. Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publieiren: Nr. 14. Friedberg den 29. April 1871. 3 Narr cen ci a c u sub 1. Bekanntmachung, die durch Einführung des deutschen Strafgesetzbuchs erforderlich werdenden Aenderungen bei den Strafanstalten betreffend. Groß herzogliches Kreisamt Friedberg. . V. d. K.: Da a 6 Kretsassessor. n g. Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß der Forstaccessist Bornemann zum interimistischen Verwalter der Oberförsterei Butzbach widerruflich bestellt worden ist. Friedberg den 28. April 1871. Be Die Polizei. Behörden und Gendarmen des Kreises ersuche ich nach dem Aufenthalte des am 14. Januar 1846 zu Hanau geborenen Militärpflichtigen Johann Heinrich Wilhelm Joseph gefälligst Recherchen anstellen, ev. den Aufenthalt hierher mittheilen zu wollen. Hanau den 17. April 1871. Fan ent em a ch u Großherzogliches Kreisamt Friedberg. J. B. d. K.: Haas, Kreis assessor. n g. Dei Landrath. Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Jacob Dilges von Münster ist als Polizeidiener für die dasige Gemeinde ernannt und verpflichtet worden. Deutsches Reich. Darmstadt. S. K. H. der Großherzog hat am 27. April den Ministerialrath bei dem Ministerium der Finanzen, Geheimenrath Maxi— milian von Biegeleben, unter Enthebung von der Stelle eines landesherrlichen und ersten Mit: gliedes der Direktion der Staatsschulden-Tilgungs⸗ kasse, zum Präsidenten des Ministeriums der Finanzen ernannt, und an demselben Tage den wirklichen Geheimenrath und Minister der Finanzen Friedrich Freiherr v. Schenck zu Schweinsberg auf sein Nachsuchen und unter Bezeigung der vollsten Zufriedenheit mit seiner langjährigen treuen und ausgezeichneten Dienstführung in den Ruhestand versetzt. — Demnächst geht wieder Ersatzmannschaft nach Frankreich ab, um die Heimkehr der älteren Re servisten möglich zu machen. — Bon S. K. H. dem Großherzog wurden ernannt: Heinrich Lindenschmit aus Insbruck zum Lehrer an der Realschule zu Mainz, sowie die Gymnastallehramts⸗Accessisten Gustav Schwabe aus Darmstadt und Dr. August Weckerling aus Friedberg zu Lehrern an der Realschule zu Alzey. — 30. April. Durch Decret vom 25. l. M. wurde der Hofgerichtssecretär bei dem Hofgerichte der Provinz Starkenburg Carl Vogel um Stadt- gerichtsassessor bei dem Stadtgericht Darmstadt ernannt. — Ein hlesiger Correspondent des„Fr. J.“ glaubt versichern zu können, daß mit Pensionirung des Finanzministers v. Schenck die Veränderungen in unseren höchsten Regierungskreisen noch nicht beendigt seien und demnächst noch weitere neue Persönlichkeiten an die Stelle der seitherigen lei— tenden Rathgeber des Großherzogs treten dürften. Was den Rücktritt des Hrn. v. Schenck anlangt, so sei derselbe durch die Verhältnisse nicht bedingt und ein entschieden freiwilliger.— Ein sehr glück- licher Griff sei die Ernennung des Ministerialraths Schleiermacher zum Regterungscommissär am Po- lytechnikum. Herr Schleiermacher ist ein vorzüg— licher Physiker und Mathematiker und berechtigt außerdem sein persönlicher Charakter zu der Er- wartung, daß er das Institut auf das Kräftigste unterstützen wird. — Für die in Frankreich begrabenen Soldaten und Offiztere werden an den verschiedenen Orten Denksteine errichtet. Für die am 18. August bei Verneville gefallenen fünf Offiziere des 1. Jäger- bataillons(Major Lautenberger, Hauptmann Schleuning, Oberlieutenant Seederer, Lieutenants Sartorius und Frank), welche zusammen beerdigt wurden, läßt das Offiziercorps des 1. Jägerba⸗ taillons ein Monument setzen. So viel verlautet, soll für alle Hessischen Soldaten, die an diesem Tage gefallen sind, von Seiten der Regierung ein würdiges Grabmal errichtet werden. Mainz. Die Generalversammlung der Actio— näre der hessischen Ludwigsbahn beschloß, nach Wiederwahl von Dr. Pareus und Werner zum Verwaltungsrath, die Vertheilung einer Dividende von 9½ pCt., wies 250,000 fl. dem Erneuerungs⸗ fonds zu und übertrug 350,000 fl. auf die neue Rechnung. Die Generalversammlung ermächtigte den Verwaltungsrath zur Fortsetzung der Oden— waldbahn in beiden Richtungen nach Eberbach und Hanau, sowie zur Aufnahme der erforderlichen Geldmittel; sie bewilligte außerdem eine Million Thaler für die Herstellung eines Doppelgeleises und für Erweiterungsbauten. Alle Beschlüsse wurden mit Einstimmigkeit gefaßt. Berlin, 28. April. Reichstag. Dritte Be- rathung des Gesetzentwurfs, betreffend die ander— weitige Feststellung der Matrikularbeiträge. Der Antrag der Commission auf unveränderte Annahme wird definitiv angenommen. Hierauf folgt die zweite Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend die Verbindlichkeit zum Schadenersatz bei Eisen— bahnen, Bergwerken ꝛc. 1e Nach Ablehnung des Amendements wird§. 1 der Regierungsvorlage unverändert angenommen. — 29. April. Reichstag. Ueber eine Peti⸗ tion des Elberfelder Consumvereins beantragte die Petitionscommisston, den Reichskanzler zu ersuchen, noch im Laufe dieser Session eine Gesetzesvorlage einzubringen, durch die§. 1 des Gesetzes, be— treffend die privatrechtliche Stellung der Erwerbs- und Wirthschafts-Genossenschaften auch auf solche Genossenschaften Anerkennung finde, bei welchen der gemeinschaftliche Einkauf von Lebensmitteln im Großen zum Verkauf auch an Nichtmitglieder den Gegenstand der Unternehmung bildet. Staats— minister Delbrück erklärt seine Zustimmung zum Antrage der Commission und hofft den verlangten Gesetzentwurf allernächstens einbringen zu können. Der Commissionsantrag wird hierauf angenommen. Fortsetzung der zweiten Berathung des Gesetz⸗ entwurfs, betreffend die Haftpflicht der Eisenbahnen, Bergwerke ic. F. 2 wird, nachdem Bundescom⸗ missar Falk darauf hingewiesen, daß die bezüg- lichen Amendements durch die neue Prozeßord⸗ nung ihre Erledigung finden würden, unverändert angenommen. F. 3 wird mit einer Modification angenommen, wonach im Falle der Tödtung Der⸗ jenige, welchem der Getödtete zur Gewährung des Unterhaltes verpflichtet war, insoweit Ersatz for— dern kann, als ihm in Folge des Todesfalles der Unterhalt entzogen worden. — Mit Bezug auf den Bericht über die Sitzung des Reichstags vom 26. April ist be⸗ richtigend zu bemerken, daß der Antrag Bamberger mit allen gegen 6 Stimmen abgelehnt wurde. — Die„Kreuzztg.“ erfährt, daß die Truppen⸗ sendungen nach Frankreich in soweit wieder auf— genommen werden sollen, als es die dauernde Er- haltung der Schlagfertigkeit unserer dortigen mo⸗ bilen Truppen bedingt. — Auf die vom Reichskanzler angeregte Inter- cession des Generals Fabrice zu Bunsten des Erz- bischofs von Paris hat Cluseret geantwortet, daß er die Freilassung desselben sowie der anderen ver⸗ hafteten Geistlichen bei der Commune beantragen werde, und hoffe er, dieselbe S zu sehen. München. Dem„N..“ schreibt man von hier:„In clericalen n verlautet, der Erzbischof Gregor habe auf dle Benachrichtigung hin, daß Professor Friedrich in einem Gesuche an das Cultusministerium dessen oberhirtliches Recht der Excommunication bestritten habe, dem Pro- fessor Friedrich eröffnen lassen, daß eine weitere Verweigerung der Anerkennung seiner oberhirt- lichen Strafrechte die Versetzung in das Priester- Correctionshaus Dorffen nach sich ziehen würde.“ — Der hiesige Magistrat hat bei der Staats- regierung Beschwerde gegen diejenigen städtischen Religionslehrer erhoben, welche mit dem Unfehl⸗ barkeitsdogma das Gewissen der Schüler beun⸗ ruhigen; auch liegt der Antrag vor, die erledigten Religionslehrerstellen nur an solche Priester zu vergeben, welche das Unsehlbarkeitsdogma nicht anerkennen. a — Die katholische Bewegung im Lande nimmt — e immer größere Dimensionen an. Die Zahl der Zustimmungsadressen an Dr. Döllinger und der Beitrittserklärungen zu der Petition der Alt⸗ katholiken ans Cultusministerium wächst von Tag zu Tag. Andererseits mehren sich die Zustim⸗ mungsadressen der Geistlichkeit zu der Erklärung der Münchener Stadtpfarrer. Der Erzbischof von München⸗Freising erhält von dem Clerus täglich neue Versicherungen des Glaubens und des Ge— horsams, sowie des Beileids über den ihn be⸗ troffenen Kummer.. — Prof. Dr. v. Döllinger hat sich ent⸗ schlossen, zunächst gar keine Vorlesungen zu halten. Im künftigen Wintersemester wird derselbe nicht wie bisher über„Kirchengeschichte“, sondern über „Allgemeine Geschichte der neuesten Zeit“ lesen. Karlsruhe. Auf eine Anfrage deutscher und insbesondere auch badischer Gemeinden über die Anordnung einer alljährlichen Volks⸗ und Kirchenfeier für den Frieden und die Einheit ist vom Kaiser die Antwort ergangen, daß eine obrigkeitliche Anordnung für eine solche Feier, deren wahrer Werth in ihrer Unmittelbarkeit und Freiwilligkeit bestehe, sich nicht empfiehlt und deß⸗ halb auch nicht befohlen werden wolle, so sehr man die gegebene Anregung aus den Volkskreisen zu schätzen wisse. i Straßburg. Mit immer wachsender Thätig⸗ keit wird an der Wiederherstellung der inneren und äußeren Wälle der Festung gearbeitet, und Hunderte von Erdarbeitern, Maurern und Stein- hauern sind allenthalben unter Leitung des Genies damit beschäftigt. An vielen Stellen waren die inneren Wälle förmlich minirt worden, theils von den französischen Soldaten selbst, theils von den vielen durch das Bombardement obdachlos ge— wordenen Familien, welche Schutz in diesen Höhlen suchten. Ausland. Frankreich. Paris, 26. April. Gestern forderte der deuische Commandant die Räumung des von den Föderirten besetzten Ortes St. Quen, Die Commune gehorchte der Aufforderung, wie auch der Desarmirung von Vincennes. Die Pariser Journale versichern, daß in der Tuilerien⸗ straße zwei Batterien errichtet seien und daß der Tuilerienpalast in einen befestigten Platz umge— wandelt werden sollte. — Das„Mot d' Ordre“ schreibt:„Toulouse befindet sich in vollem Aufstande. Keratry wollte die Nationalgarde entwaffnen, stieß jedoch auf Widerstand. Die Stadt ist voll von Barrikaden.“ — Die Südforts haben durch das Bombar— dement beträchtlichen Schaden gelitten. Die Ge⸗ schosse der Versailler fallen mitten in die Forts, Eine große Anzahl von Artilleristen wurden ge tödtet, selbst die Kasematten sind beschädigt.— „Mot d' Ordre“ sagt, die Föderirten würden nöthigenfalls sämmtliche Südforts in die Luft sprengen. Demselben Blatte zufolge hätte das Feuer der Föderirten die von den Regierungs- truppen auf der Terrasse von Meudon errichtete Batterie zum Schweigen gebracht. Von commu⸗ naler Seite wird versichert, daß das 195. Ba- taillon der Föderirten eine Bacrikade in der Rue Petronnet in Neuilly genommen und das Feuer von der Porte Maillot 5 Geschütze der Versailler in Courbevoie demontirt hat. — 27. April, 6 Uhr Abends. Die Batterie von Courbevoie beschießt heute die Porte Maillot und die Barrikade am Triumphbogen. An der Porte des Ternes ist die Kanonade sehr lebhaft. Die Föderirten haben auf der rechten Seite der von Paris nach Asnieres fährenden Straße, un⸗ gefähr 10900 Meter von der Seine, Batterien errichtet, welche bestimmt sind, Gennevilliers, Bois de Colombes und Courbevoie zu beschießen. Das Bombardement der Südforts ist heute viel schwächer. Die Hauptbatterte der Versailler befindet sich zu Moulin Pierre, 500 Meter von Vanvres. Die Kanonenbootflotille der Versailler ist in der Nähe von Bezons eingetroffen. Die Kanonenboote der Föderirten beschießen lebhaft den Mont Valerien. Alle Mittheilungen stimmen darin überein, daß der Kampf immer mörderischer wird.— Nach einem der Commune zugegangenen Bericht hätten die Föderirten an Todten und Verwundeten bis jetzt 9000 verloren, an Gefangenen 3000. — Das„Mot d'Ordre“ berichtet, es sei eine Meuterei auf dem Mont Valerien ausgebrochen. Die Marinesoldaten vernagelten die Geschütze. — Die Commune ließ den Gouverneur des In- validenhauses, General Martimprey, verhaften. — Die Versailler Truppen sollen Unzufriedenheit zeigen. Bei Meudon hätten sich zwei Regimenter geweigert, gegen die Insurgenten zu kämpfen. In Paris soll sich unter der Ordnungspartei eine Reaction in den Gesinnungen gegen Thiers be— merklich machen. Viele Gegner der Commune hätten sich der Partei derselben angeschlossen. — 27. April. Die Organe der Commune unterhalten ihre Leser mit dem Märchen, daß in Versailles Mac⸗Mahon, Canrobert, Vinoy und Galliffet mit ihren Truppen vor das Schloß ge— zogen, die Nationalversammlung umzingelt und gezwungen hätten, Napoleon IV. zum Kaiser der Franzosen auszurufen. — 28. April, Morgens. Offieille Depeschen der Commune melden, daß die Beschießung von Issy, Vanvres und Montrouge die ganze Nacht hindurch angehalten hat. Ein Rapport Dom- browski's von vergangener Nacht sagt: Die Vor— posten wurden heftig angegriffen, das 80. Bataillon wurde nach energischem Widerstand genöthigt, die Barrikade in der Avenue Peyronnet zu verlassen; der Feind wurde jedoch vom 94. Bataillon in der Flanke gefaßt und gezwungen, die eroberte Pofition wieder aufzugeben. In diesem Augen— blicke sind wir wieder im Besitz unserer sämmtlichen Positionen, der Feind zieht sich auf der ganzen Linie zurück. Andere Nachrichten melden, daß im Fort Vanvres ein Geschütz demontirt und Fort Issy von Kugeln durchlöchert sei; jedoch habe die Be; satzung des Letzteren erklärt, sie könne noch feuern. — 28. April, Abends. Der Kampf wurde den ganzen Tag über fortgesetzt, hauptsächlich bei Montrouge, Issy, Chatillon, Clamart, Asnisres, Gennevilliers und Neuilly. Das Geschütz- und Gewehrfeuer, welches gegen Mittag nachgelassen hatte, gewinnt jetzt wieder an Heftigkeit. Der Angriff der Versailler ist ein allgemeiner und be- droht alle Punkte. Die Föderirten sind äußerst thätig in der Errichtung von gewaltigen Bafrika⸗ den zur Vertheidigung der strategisch wichtigen Punkte im Inneren der Stadt. Mit der Eisen⸗ bahn treffen nur noch selten Lebensmittel ein. Die Blätter der Commune versichern, die Ver— sailler Regierung habe mehrere Züge mit für Paris bestimmiem Proviant angehalten. Ein Be- schluß der Commune, datirt vom 27. d., befiehlt, daß die Gesellschaften der Nord-, Ost- und West: bahn, sowie der Bahn nach Orleans und nach Lyon, innerhalb 48 Stunden die Summe von 2 Millionen an die Commune zu zahlen haben. Diese Summe ist unter die Gesellschaften zu re⸗ partiren und von den Abgaben, welche die Ge— sellschaften künftig zu zahlen haben, in Abrechnung zu bringen. — Abends. Das Fort Issy ist heute um 5 Uhr zum Schweigen gebracht worden. Ein heftiges Gewehrfeuer hat sich unterhalb des Forts ent⸗ sponnen. In der ganzen Stadt wird General- marsch geschlagen. Die Bataillone sammeln sich auf dem Concordeplatze. — 29. April, Morgens. Die Kanonade schweigt augenblicklich. Die bombardirten Süd⸗ forts sind stark zerstört. Man glaubt, daß die⸗ selben sich nicht mehr lange halten können. Es heißt, die Commune werde die Forts in die Luft sprengen lassen, wenn sie gezwungen werden sollte, sie aufzugeben. Man errichtet Erdwerke, um die Forts zu ersetzen. 200 Liniensoldaten der Versailler Armee, Deserteure oder Gefangene, trafen gestern hier ein. Dieselben waren ohne Waffen, aber mit Lagergeräth versehen. — Die große Procession der Freimaurer, an welcher sich auch Mitglieder der Commune be⸗ theiligten, setzte sich diesen Morgen vom Hotel de Ville aus in Bewegung. Der Zug war eine halbe Meile lang. Alle Freimaurerlogen waren mit ihren Insignien vertreten. — Eine Depesche des Generals Cluseret vom 28. d. besagt:„Ich komme von Issy und Vandres zurück; dieselben werden heldenmüthig vertheidigt. Die Forts werden buchstäblich von Geschossen bedeckt. Während ich mich zu. efand, war ich Zeuge eines mörderischen dreiviertel Stun⸗ den dauernden Gewehrfeuers.“ — Mehrere Blätter verlangen die Einberufung der Pariser Wähler, um eine Entscheidung mittels absoluter Majorität durch Ja oder Nein darüber abzugeben, ob der Kampf foridauern soll oder nicht. Versailles, 27. April. Eine von Thiers heute erlassene Circulardepesche sagt, daß die Truppen bis auf 200 Meter sich dem Fort Issy genähert haben. — 28. April, 8 Uhr Morgens. Ein Deta⸗ chement Föderirter wurde diese Nacht in der Gegend der Hautes Bruheres in die Flucht ge⸗ schlagen. Die Offiziere wurden zu Gefangenen gemacht. Die Batterien des Forts Issy sind beinahe verstummt. Die Annäherungsarbeiten werden fortgesetzt. — 28. April. Sitzung der Nationalversamm⸗ lung. Pouyer-⸗Quertier legt einen Gesetzentwurf, betreffend die Eröffnung eines neuen Credits zur Unterhaltung der deutschen Truppen in Frankreich, vor. Der Credit ist durch die längere Dauer der Insurrection nothwendig geworden. Pouper⸗ Quertier erklärt mit Bezugnahme auf die vom Fürsten Bismarck kürzlich im Reichstage gemachte Aeußerung: Die Verpflichtungen, welche wir über⸗ nommen haben, werden gewissenhaft nach dem Inhalt der Convention gehalten werden. Die fälligen Zahlungen werden an die preußischen Be— hörden geleistet und für den Unterhalt der deut⸗ schen Truppen wird gesorgt werden. Die einge- gangenen Verpflichtungen, so lästig sie auch sein mögen, werden in lopaler Weise erfüllt werden, wie es einer französischen Regierung zukommt. — 29. April. Das Feuer gegen die Süd⸗ forts war gestern den ganzen Tag über sehr leb, haft. Fort Vanvres antwortete kräftig. Nachts wurden nur einige Kanonenschüsse ausgetauscht. — Aus Paris eingelangte Nachrichten constatiren, daß die unaufhörliche Kanonade die Nationalgarden, deren Effectivbestand sich jeden Tag verringert, stark ermüdet.„Frangais“ behauptet, daß die gesammten activen Streitkräfte der Commune 25,000 Mann nicht überschreiten. — 29. April. In der Nationalversammlung wurde der Vorschlag, welcher Thiers ermächtigen soll, jedes Departement in Belagerungszustand zu erklären, mit großer Majorität angenommen.— Der Angriff der Insurgenten auf Moulin Pierre und die Batterie zwischen Clamart und Chatillon wurde zurückgeschlagen. Issy ist noch nicht ge⸗ nommen. Es wird zeitweilig bombadirt. — Die Truppenmacht der Regierung in Ver⸗ sailles wird von dem Correspondenten des„Daily Telegraph“ auf 138,600 Mann angegeben und dabei bemerkt, daß, soweit man im Stande sei, die Leute zu beurtheilen, ein guter Geist unter denselben herrsche, namentlich seit eine regelmäßige und reichliche Verpflegung eingetreten sei. Wie der Berichterstatter weiterhin mittheilt, besitzt die Armee der Regierung, nachdem es am Anfang sehr an Artillerie gefehlt, jetzt massenhafte Batterien und es treffen fortwährend für Cavallerie und Artillerie Züge von Pferden, meist aus England, ein. Dieppe. Der General-en Chef des 8. deut⸗ schen Armee Corps hat sein Hauptquartier von Amiens hierher verlegt. — 29. April In der Nationalversamm⸗ lung legte Justizminister Dufaure einen Gesetz⸗ entwurf vor, durch welchen alles Seitens der Pariser Machthaber mit Beschlag belegte Eigen thum als unveräußerlich erklärt und den ursprüng⸗ lichen Besitzern das Recht zuerkannt wird, es jeder Zeit zurückzufordern. Alle Personen, welche sich an den Beschlagnahmen betheiligt oder öffentliche Urkunden und gerichtliche, Actenstücke vernichtet haben, sollen den gesetzmäßigen Strafen verfallen sein. Die Kammer genehmigte für den Gesetz— entwurf die Dringlichkeit. — Die durch die Freimaurer hervorgerufene Kundgebung hat heute Nachmittag in Paris statt⸗ ebalegrsamm. daeginwurf, b Crus zur 1 Frankreich, Agtrt Dautr n. porzer auf die von tagt gtmachtt cht wir über · sst nach dem perten. Die tußischen Be au der deut⸗ Dit einge⸗ it auch sein Will werden, zulennt. zen dit Süd ⸗ lber schr leb⸗ ng. Nachts auigttauschl. tenstaliten, nenalgarden, 3 vrrtingert, daß die ant 25 000 Azersamnlung s crnächtigen ag zustand zu cnonntn. Jenin Pierre d Cbatillon ch nicht ge⸗ esu 15ͥ in Ber⸗ det„Dall gegeben und Stande sei, 3 2 Dei ute i z Piat bt rigeldtek Die n ft,. , bestzt bit 1* A140 1% Ballet * und alen.“ 2 ngen n. del 8 zel ant de 70 gefunden. sonen, welche grüne Zweige und weiße Fahnen trugen, bewegte sich durch die Champs Elysces Ein Zug von einigen Tausend Per- nach der Porte Maillot. Dort angekommen, schwieg das Feuer, aber der Zug wurde benach— richtigt, daß er nicht weiter vorrücken dürfe und man nur zwei Parlamentäre empfangen würde. Dieselben wurden darauf abgesandt und werden heute Abend in Versailles eintreffen. Gegenüber den Pariser Berichten, welche von 200 Soldaten in Linienuniform sprechen, die von Versailles nach Paris desertirt seien, wird aus zuverlässiger Quelle erklärt, daß in der Armee von Versailles seit der ersten Woche des April überhaupt keine Deser⸗ tionen vorgekommen sind. Rouen. Der„Nouvelliste“ sagt, daß im deutschen Hauptquartier beabsichtigt werde, Fon— tainebleau wieder zu besetzen. — 30. April. Der„Nouvelliste“ meldet: „Die französische Regierung lieferte am 27. d. in Rouen an das deutsche Generalcommando 36 Millionen Francs für den Unterhalt der deut— schen Truppen ab. In den nächsten Tagen wer— den noch weitere 8 Millionen nachfolgen.“ Aus Algerien sind die beunrrhigendsten Nachrichten angekommen. Die Insurrection in der Provinz Constantine, welche man für unter- drückt hielt, ist mit größerer Stärke wieder aus gebrochen. Der ganze westliche Theil der Provinz und einige Stämme des östlichen Theils der Pro— vinz Algier sind im vollen Aufstande. Belgien. Brüssel. Als Ursache des langsamen Ganges der Friedensverhandlungen werden von unterrichteter Seite die Schwierig⸗ keiten bezeichnet, auf welche die Lösung der Frage Betreffs der seit Abschluß des Waffenstillstandes erhobenen Contributionen und vorgenommenen Requisitionen gestoßen ware.— Brüssel wimmelt von französischen Flüchtlingen. In keinem der zahl- reichen Hotels ist mehr ein Zimmer zu bekommen. Großbritannien. London. Der„Daily⸗ Telegraph“ meldet aus Paris vom 27. d.:„Das Fort Issy ist sehr stark beschädigt und unhaltbar; das Dorf Issy ist nur noch eine Ruine. Eine Abtbeilung Cavalerie von den Regierungstruppen schnitt 4 Föderirte ab, welche die Waffen streckten und sofort erschossen wurden. In einer geheimen Sitzung der Commune wurde der Antrag gestellt an den in den Händen der Föderirten befindlichen Geißeln, namentlich an dem Erzbischofe, Vergeltung zu üben; der Antrag wurde abgelehnt. — Die„Times“ berichten aus Versailles vom 26. Nachts:„Während des Tages fand aus Batterien schwersten Kalibers ein heftiges Feuer gegen Issy und den Point du jour statt. Die Escarpe und Contte-Escarpe von Issy haben so schwer gelitten, daß eine große Bresche geöffnet ist. Bicétre, Montrouge und Vanvres antwor— teten schwach. Ihre Schüsse fielen in Zwischen— räumen von 5 zu 5 Minuten. Von Bagneux, Chatillon, Villejuif und Mont Valerien bombar— dirten die Regierungstruppen Levallois und die Porte Maillot.— Der Correspondent der„Times“ beklagt sich bitter über die Brutaljtät der Versailler Offiziere, welche die achtstündige Waffenruhe den Bewohnern von Neuilly grausam verkümmert hätten. H. Bad⸗Nauheim. Vom schönsten Weiter be⸗ günstigt verlief der dahier am 20. v. Mis. zum ersten Mal abgehaltene Faselviehmarkt in überraschend guter Weise. Es waren im Ganzen 19 Bullen aufgetrieben, davon waren 9 reine Berner Race, 8 Berner Kreuzung, 1 Schweizer Kreuzung und 1 W Race(nicht rein), 15 Thiere wurden mit zusammen 106 fl. prämiirt, die 4 anderen mit einem Trinktzeld von je 1 fl. für den Schwelzer bedachl. Die erste Prämie erhielt ein zwei⸗ jähriger Bullen Berner Race des Herrn Pachter Reif in Steinfurth und ging er in den Besitz der Gemeinde Leidhecken über; die zweite Prämie kam auf einen von der Gemeinde Bab-Nauheim gekauften 1½jährigen Bullen e e des Herrn Heinrich Sroll in Nieder-Wöll⸗ siadt; die dritte und vierte Prämie auf zwei 1 jährtg Bullen Berner Race aus der Zucht des Ee Carl in Bellersheim resp. des Herrn Bürgermeister Stoll in Nieder⸗Wöllstadt und wurden die Thiere an die Gemeinde Berstadt resp. Ober⸗Wöllstadt verkauft. Im Ganzen wur⸗ den außer einem wieder rückgängig gemachten Kauf 10 Thiere zu einem Gesammterlös, soweit er sich übersehen läßt, von 1766 fl. losgeschlagen, und schienen die Ver⸗ käufer mit ihren erzielten Preisen sehr befriedigt, während verschiedene Kauflustige nicht mehr zum Kauf kommen konnten. Der Marktplatz war ein provisorischer und boffen wir, daß bis zum Herbst, wo dem Vernehmen nach der nächste Faselviehmarkt zugleich mit einem allgemeinen Rindviehmarkt dahier abgehalten werden soll, allen Bedürfnissen der Käufer und Verkäufer in ersterer Beziehung Rechnung getragen wird. Mit besonderer Befriedigung wurde außerdem von den Marktbesuchern wahrgenommen, daß weder ein Standgeld, noch ein Auf- und Abtriebsgeld zur Erhebung kam. Mainz. Vor einigen Tagen stieß der von Worms kommende Schnellzug, welcher sich um eine halbe Stunde verspätet hatte, hart an der siehenden Rheinbrücke auf einen aufwärts fahrenden Güterzug. Die Maschine des Schnellzuges rannte in jene des Güterzuges, wobes sie fast ganz zertrümmert wurde. Von den letzten Wagen des Güterzuges wurden 3 fast gänzlich zerschmettert und mehrere ziemlich stark beschädigt. Der Schnellzug erlitt starke Er⸗ schütterungen und einige Verletzungen an den Waggons; die Zertrümmerung der Maschine hatte den Stoß zum großen Theil abgeschwächt. Erhebliche Verletzungen sind nicht vorgekommen. Die Veranlassung des Zusammenstoßes foll das Ausbleiben des den Schnellzug ankündigenden Signals gewesen sein. Holz-Versteigerung in den Gräflich Solms⸗Rödelheim'schen Waldungen. 1067 Freitag den 3. Mai l. J. kommen in dem Forstrevier Bainhards, Distrikt Oberwald und Unter⸗ wald, nachstehende Holzsortimente zur öffentlichen Ver— steigerung: g 20 Stecken Buchen⸗Stammprügelbolz, 20„ Eichen ⸗ 9 10„ Buchen⸗Stockholz, 1„ Eichen ⸗ 5 80„Buchen⸗Reisholz, 34„ Eichen„ 5„ Nadel- 5 3400 Wellen Eichen-„ 200„ Kärchen⸗„ 4 Stecken Odstbaum⸗Scheitbolz, 20 4 Reisholz, * 1500 Gebund Ginstern, 80 Lärchen⸗Stangen von 4—5 Zoll mittlerem Durch— messer, 25—35 Fuß Länge. Zusammenkunft am Forsthaus Bainbards und An- fang der Versteigerung präcis 9 Uhr Vormittags. Wickstadt den 27. April 1871. Gräfliche Oberförsterei Assenheim. Schal las. Oesfentliche Aufforderung. 1087 Der am 6. Februar l. J. kinderlos verßordene Johannes Heinrich Bingel von Dorheim hat in einem gerichtlichen Testamente die drei Kinder, be⸗ ziehungsweise Enkel des verstorbenen Konrad Gerlach von Dorbeim und die Ebefrau des Wilbelm Bingel von da, von den Kindern des in Obet⸗Rosbach verstorbenen hilipp Stork dagegen nur die Ehefrau des Heinrich 1 005 von Dorheim und den Johannes Stork von Frledberg zu Erben seines Nachlasses eingesetzt. Der an bierorts unbekanntem Wohnorte abwesende Bruder der beiden zuletzt gedachten Erben, Georg Philipp Stork, wird daher hiermit aufgefordert, binnen drei Monaten über Anerkennung dieses letzten Willens dahier sich zu erklärten, oder etwaige Erban— sprüche geltend zu wachen, widrigenfalls Anerkennung der Gültigkeit des Testaments seinerseifs unterftellt werde. Bad⸗Naubeim am 20. April 1871. s Großherzogliches Landgericht Bad-Nauheim. Ulrich, Schnittspahn, Landrichter. Landgerichts-Assessor. Arbeits ⸗Versteigerung. 1092 Mittwoch den 3. Mai J. J., Nachmittags 2 Uhr, sollen zu Nieder Welsel im Gemeinedehause nach- solgende Arbeiten und Fuhren unter den vor der Ver steigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen in Arcord gegegeben werden, nämlich: 4 1) Graben und Plantrarbelt, veranschlagt zu 83 19 2) Steinbeifuhr 24— 3) Ebaufsirarbeit 28 48 4) Erdbeisu hr 39— 1084 Vom 1. Nai d. J. an werden auf der Maln⸗ Weser⸗Bahn die in dem Fahrplan vom 1. Juni 1870 aufgeführten Züge mit Ausnahme des Courterzuges Nr. XIX(aus Frankfurt Abends 1113) und des ge⸗ mischten Zuges Nr. XX(aus Cassel Abends 1030) wieder befördert. Die Coutse der Güterzüge mit Personendesötderung 1 und II erleiden jedoch Abänderungen, welche aus den auf den Stautonen ausgehängten Dienfi⸗FJahrplänen zu eisehen sind.— Die übrigen Züge werden zu den im Fahrplan vom 1. Juni 1870 angegebenen Zeiten befördert. Schnellzug XV wird auf Station Bocken— heim, Groß- Karben und Neußadt nicht mehr anhalten Füt die Auft chtbaltung der im Fahrplan vom 1. Juni 1870 verzeichneten Anschlüsse von und nach den Nachbarbahnen wird wegen häufiger Abänderungen keine Gewähr geleicet. Cassel den 27. April 1871. Könipliche Direktion der Main-Weser-Babn. Main⸗Weser⸗Bahn. 1081 ODte Verpachtung der diesjährigen Gras- und Kleeerndie auf den Bahnböschungen findet statt: 1) auf der Strecke Friedberg⸗Nieder⸗Wöllstadt den 11. Mat er., Vormittags 7 Ubr, an der Friedberg⸗ Schwalhermer Grenze beginnend; 2) auf der Strecke Nieder- Woͤllstadt⸗Vilbel den 10. Mai er., Vormittags 7 Uhr, am Bahnhofe Vilbel anfangend; 3) auf der Strecke Friedberg-Butzbach den 12. Mai or., Vormittags 7 Uht, an der Friedberg Schwalhelmer Grenze deginnend. Frankfurt den 25. April 1871. Königliche Beiriebs-Inspektion II. dunke. Grubenholz-Versteigerung. 1085 Donnerstag den 4. Mal d. J., Nachmittags 1 Uhr, sollen auf dem Bergwerk Dorheim 64 Haufen altes Grubenholz und 7 Haufen Zimmierspäne verstelgert werden. Bergwerk Dorheim am 29. April 1871. Großherzogliches Bergamt Dorheim. Tecklenburg. Ver steige rung 1086 Donnerstag den 4. Mai l. J., Mittags 1 Uhr, sollen auf biesigem Rathhaus circa 30 Centner Hafer und 44 Centner Heu meistbletend verstelgert werden. Butzbach am 29. April 1871. 0 Der ien e 0 Griedel den W. Apell 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Griedel. Fenchel Holz= Versteigerung. 1088 Freitag den 5. Mai l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, soll in biesigem Stadtwal de, District Dillen⸗ durg, folgendes Holz meistbietend versseigert werden, als: 10½ Stecken Buchen- und Aspen⸗Prügelholz, 215⁸, N* Stockholz, 11900 Buchen-Wellen, 675 Eichen⸗Wellen und Aspen⸗Reisbolz und 75 Stück Buchen⸗Stangen. Die Zusammenkunft ist in der Espaerstraße am Margrethengraben. Butzbach den 28. April 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach. Küche l. Holz⸗Versteigerung. 1089 Donnerssag den 4. Mat d. J. wird im Gemeinde⸗ wald Ober-Rosbach, Distrikt Junger Busch und bobe Burg, nachverzeichnetes Holz öffentlich meifibietend versteigert: 2½ Stecken Buchen⸗Prügelbotz, 3 9½„ Nadel⸗Prügelbolz, 7226 Wellen Eichen- und Birken⸗Reiserbolz, 3818„ Nadel-⸗Reiserbolz und 360 Stück Bohnenftangen. Die Zusammenkunft ist Morgens 9 Uhr auf der Sang an der steinernen Brücke. Oder Roobach am 29. April 1871. Großberzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Rosdach. Blech er. Holz- Versteigerung. 1093 Freitag den 5. d. M., Vormittags 9 Ühr an⸗ fangend, sollen in hiefigem Gemeindewald folgende Holzsortimente 11½ Stecken Buchen⸗Scheitholz, 2„ Prügelbolz. 36„ Eichen⸗ 5 96 Zuchen Stockßolz, 10½ 1 Eichen⸗ 6575 Stück Buchen-Wellen, dabei 10 Fuß lange, 2350„ Eichen⸗„ 10 Stämme Eichen Werkbolz von 6—15“ Durch⸗ messer und 25—50“ Länge, 2 Stämme Buchen ⸗Werkholz von 16“ Durch⸗ messer und 25“ Länge, 5 Stück Eichen ⸗Deichseln, 15„ Buchen Längwieden öffentuch meistbietend versteigert werden. Bönstadt am 29. April 1871. Großherzogliche Bürgermeisterel Bönstadt. Getdel. 577 Mein für die diesjährige Saison woblassortirtes Tapeten⸗Lager bringe in empfehlende Exingerung. Georg Groß. E i n L o g i s bat zu vermietben 971 Konrad König an der Stadtschule. —— arkt- Verlegung. 1080 Es wird hiermit bekannt gemacht, daß der Markt zu Altenstadt Donnerstag den 11. Mai abgehalten wird und nicht den 12. Mai. Altenstadt am 27. April 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Altenstadt. Kreuder. Ruhrer Flammkohlen 1102 iu bekannter vorzüglicher Qualität à 36 kr. pr. Centner, in Wagenladungen bedeutend biliger. Ph. Dan. Kümmich. Billige Dielen 1058 babe in Folge der bei Laufach stattgehabten Entgleisung eines Güterzugs, wo von der königl. bayr. Bahn sämmtliche gute Dielen, sowie 18 Fuß lange gute Latten vortheilhaft kaufte, abzugeben. Das Lager befindet sich am Bahnhof Nauheim und kann für mich die Ziegelei an Station Nauheim jederzeit sehr billig verkaufen. Montags und Freitags bin persönlich am Bahnhof. S. Moses in Steinfurth. Geschäfts- Empfehlung. 1024 Eine reichhaltige Auswahl in Buckskin zu Herren: und Knabenanzügen, leinenen und baumwollenen Hosenstoffen, Tibet, Lũüstre, leinenen und baum ⸗ wollenen Schürz⸗ und Bettzeugen, Barchend, Zwillich, Cattun, Blaudruck, Hausmacher⸗ und schlesinger Leinen empfiehlt zu sehr billigen Preisen einri artmann 9 1 2 5 Ungarische Prämien fl. 100⸗Loose. 1032 Diese Loose, unßreitig zu den fichersten Lotterie-Papieren gehörend, find von der königlich ung a⸗ rischen Regierung garantirt. Ziehungen am 15. Mai, 15. August, 15. November, 15. Februar. Haupttreffer: fl. 250,000, 200,000, 130,000, 100,000. ꝛc. 2c. Jedes Loos muß mit mindesten fl. 104. gezogen werden. Die Gewinne erleiden keinen Steuerabzug.— Diese Loose sind bei allen Bank- und Wechselhäusern des In- und Auslandes zum jeweiligen Tagescourse zu haben. Vorsckuß- und Credil-Verein zu Kriedberg. (Eingetragene Genossenschaft.) Ausweis pro April 18 71. Ein wohlerzogener Zunge, 1064 welcher die Schreinerprofession erlernen will, kann in die Lehre treten bei Ehristian Valentin. Einnahme. 0 Kasse⸗Bestand pro 1. April 1871 fl. 5238. 41 c I K Wechsel„ 11107. 39 11 he eps 1 en Deypositen„ 640.— Inkasso⸗Wechsel„ 1170. 2 1100 empfiehlt zu herabgesetzten Preisen Conto⸗Corrente e kee Ph. Dan. Kümmich. e b N 5. 555 arlehen 9 500.— 2 Auswärtige Correspondenten 95 50. 11 Portland Cement Stamm⸗Antheile, Monatsbeiträge„ 57. 7 1 Reservefonds, Beitritt 9 1 Wilhelm Bernbeck. Utensilien, Spar⸗Einlage-Bücher i 2 18 1 wege ge„ 35 1 Zimmerleute Depositen⸗Zinsen 5 28. 10 8 Effecten⸗Zinsen 5 48. 48 1083 finden dauernde Beschäftigung bei Wechsel⸗Spesen 2 1. 55 Wilhelm Hancke, fl. 48357 Oberer Sandweg, an der Landwehr, 1.483 in Frankfurt a. M. Ausgabe. 1090 In einen kleinen stillen Haushalt auf dem Lande Wechsel fl. 5618. 54 wird eta solides Dienstmädchen gesucht, das in Haus⸗ Depofiten 5 917. und Küchenarbeit erfahren ist. Franco-Offerten bittet Conto⸗Correnke 28481. 7 man einzusenden sub Chiffre O. 2254 an die Annoncen⸗ Auswärtige Correspondenten 5 1085. 1 10 71 Spar⸗Einlagen„ 6260. 5 1 5 Bae 3 udo Mosse in Frunlefuri u. M Stamm⸗Antheile, Rückzahlung 65 43. 31 0 2 Wechsel⸗Zinsen 5 32. 46 Unkosten 1 32. 40 0D en Kasse⸗-Bestand pro 1. Mai 1871„ 5635. 46 1 48357. 53 100 e 8 Schmiedekohlen, verkauft zu 3 8 igen Preisen die Ziegelei am Bahnhof zu Nauheim. fl. 25434. 13 Wechsel in Conto⸗Corrent fl. 24991. 40 „ 3262. 44 Wechsel zum Incasso„ 247. 12 Der Vorstand 1091 Hecht. Weis. Ermus. Zwei Schreinerlehrlinge 1078 können bei mir in die Lehre treten. Kost und Logis im Dause. Heinrich Wagner, Scheinermeister. Frische Repskuchen Alle Sorten Gemüsepflanzen 1096 billigt bei Ludwig Schultheis in der Poft. 604 dilligst bei Georg Groß. 17 1099 Vom 1. Mat an verkauft n Kuh-& Bindsfleisch das Pfund zu 17 kr. Friedberg den 1. Mai 1871. Joh. Hanstein. Empfehlung. 1095 Einem verehrlichen Publikum, sowie den seit⸗ herigen Kunden meines verstorbenen Mannes die er⸗ gebene Anzeige, daß ich in der Lage bin nach wie vor das Wagnergeschäft fortzubetreiben. Mit der Versicherung solider Arbeit, sowie prompter und reeller Bedienung bitte ich zugleich das meinem seel. Manne geschenkte Vertrauen auch auf mich gütigst übertragen zu wollen. Frledberg am 1. Mai 1871. Wagnermeister K. Ruppel's Wittwe. 1063 55 laufende Fuß N Stegen⸗Geländer billigst zu haben bei CEhristian Valentin. Ein kleines Logis 1098 hat zu vermiethen und ist bis den 1. Juli be⸗ ziehbar Friedrich Briels Wittwe. Ein Bäckerbursche, 1097 guter Arbeiter, wird zum sofortigen Eintritt gegen guten Lohn gesucht. Friedberg. Alle Sorten Oelfarben 821 in bester Qualität empfiehlt Wilhelm Bernbeck. Russische Fardinen, 1101 à fl. 1. 42 kr. pr. Fässel, bet 8 Dan. Kümmich. Main⸗Weser-Bahn. Provisorischer Fahrplan. Station Friedberg. Abgang der Bahnzüge in der Richtung nach eau es 8 el 2 88 6⁴⁰ ** 9·⁰0* 746 12²⁶ 10⁵⁸ 2 15 * 82¹* 5 93 9⁵⁴ Schnellzüge mit I., II. und III. Klasse. * Courirzüge I. und II. Klasse. b Kirchen buchsauszügt. Evangelische Gemeinde. Getraute: 23. April. Wilhelm Schultheiß, Corporal in der Ersatz⸗Compagnie des 1. Jäger⸗Bat. dahler, Sohn des verstorbenen Ortsbürgers, Landwirths und Gastwirths Johann Heinrich Schultheiß VI. zu Echzell, und Johanna Katbarina Elisabeth Holder, Tochter des verftorbenen Metalldrebers Jakob Gottfried Holder aus Flein, Ober⸗ amts Heilbronn im Königreich Würtemberg. Getaufte: 23. April. Ein unehelicher Sohn, Wilhelm Ludwig, geboren den 4. April. 23. April. Eine uneheliche Tochter, Ellsabeth, ge⸗ boren den 3. April. 23. April. Ein unehelicher Sohn, Wilhelm, ge⸗ boren den 14. April. Beerdigte: 23. April. Ein uneheliches Zwillingskind, Konrad, +den 21. April, 7 Monate 1 Tag alt. 24. April. Ambros Konrad Oberländer, hiesiger Bürger und Schmiedemelster, 2 den 22. April, 78 Jahre 8 Monate 24 Tage alt. 28. April. Katharine Mack, geborene Schneider, Ehefrau des hiesigen Bürgers und Schuhmachermelsters Johann Heinrich Mack III., 4 den 26. April, 37 Jahre 7 Monate 6 Tage alt. Nachträglich. 19. April zu Offenbach. Johann Michael Brückmann, hiesiger Bürger und Schreiner, 1 den 17. April, 45 Jahr 5 Monat 21 Tag alt. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. 1 öfen Seisth an d 2 dweit Haft neuer schall ingen falls bersich unbere cheilw loan werde Zieru (Pir die d lugen trat Labkt lach al urteil d in in dem