i nad 10g . cem A e A. Gs, und i* dochsteg N die dum Aa Ii tir n die deut Eb de pirge der ende wetbeg et tuner b 55 del in zentn a Pacht alt autre pflicht denatttu, daß et ben zurüc, n Stüter den arb geren 1 N ανEj . t dit gun sse, Donnerstag den 2. März. 26. berhessischer Anzeiger. Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg. Fricdberger Intelligenzblall. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. —— Amtlicher Theil. betreffend: Die Bezahlung der Beiträge zur Kreiskasse für das I. Quartal d. J. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg am 27. Februar 1871. Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nach eiger Anzeige des Kreiskasserechners ist nur von wensgen Gemeinden der Beitrag zur Kreiskasse für das J. Quartal 1871 ungezahlt worden. Unter Bezugnahme auf unsere laß die sofortige Einzohlung erfolgt. Gegen die säumigen Rechner müßten wir sonst mit Zwang vorgehen. Felreffend: Das Lanrgeffüt, hier den Abgang der Landgestütsbeschäler auf die Landgestütsstatlonen. Das Großherzogliche Kreisamt besondere Verfügung an Sie vom 31. October v. J. weisen wir Sie hiermit an, dafür zu sorgen, TA. Friedberg am 28. Februar 1871. Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Lassen Sie in Ihren Bürgermeistereien oͤffentlich bekannt machen, daß die Großherzoglichen Landgestütsbeschäler für die Landgestüts⸗ sationen Berstadt, Grünberg und Nieder⸗Wöllstadt Darmstadt abgegangen sind. O ef fe Die Generalversammlung des landw. Bezirksvereins des Kreises Friedberg dat beschlossen auch in 1871 aus den Mitteln dieses Vereins en Besitzern von Odstbaumschulen im Kreise Friedberg, die 1000 Stück eredelte Obstbäumchen verschiedener Sorten, als: Aepfel, Birnen ic. inmthalten, nach Begutachtung des Ausschusses des landw. Bezirks— nereins wieder Prämien zu geben. am 26. und für die Landgestuͤtsstation Düdelsheim am 27. d. Mis. von Ter a v vp. ntliche Bekanntmachung. Die Besitzer von Obstbaumschulen, welche sich um solche Prämien bewerben können und wöllen, werden aufgefordert, mir ihre Anmel⸗ dungen schriftlich zukommen zu lassen. Friedberg den 25. Februar 1871. f Der Direktor des landw. Bezirksvereins des Kreises Friedberg Kir Kriegs nachrichten. Versailles, 26. Febr. Die Verhandlungen 5 letzte Nacht fort. Die Frage wegen etz war die Hauptschwierigkeit. Thiers ver⸗ langte das Verbleiben der Festung bei Frankreich und bot die Schleifung der Festungswerke an. Dies ward verweigert. Thiers schlug ferner jsolgende Combination vor: Frankreich kauft Luxem- urg und überträgt dasselbe auf Deutschland. luch dieser Vorschlag wurde abgelehnt. Thiers ot dann eine weitere Milliarde Thaler an, was benfalls zurückgewiesen wurde Graf Bismarck rklärte: Die Uebergabe von Metz und der Ein- zug in Paris seien Hauptpunkte. Der Einzug in Daris ist verschoben Den„Daily News“ zufolge verden 40,000 Mann einziehen. — Am 19 Febr. hat man in Paris, mit In Transport der Riesenkanene„La Valerie“, die auf dem Mont Valécien am Bastion von St. Germain aufgepflanzt war, begonnen. Das Geschutz wird bis an die Seine gebracht, hier in tin Kanonenboot verladen, nach St. Denis geführt und dann vermittelst Eisenbahn nach Berlin ge— tracht werden, wo es seine Aufstellung im Ka— tanienwald erhalten soll. — Statt des Besuches des Kaisers in Stutt— dart und München wird wahrscheinlich eine Zusammenkunft sämmtlicher deutschen Fürsten in Karlsruhe stattfinden. So wird dem „Schwäb. Merk.“ aus Versailles berichtet. Reims. Der Palast des Kaisers im Lager zu Chalons ist in der Nacht des 18. Februar kurch eine Feuersbrunst gänzlich zerstört worden. Ueber die Entstehung des Feuers ist nichts bekannt. Det Schaden ist übrigens nicht bedeutend, da tas Gebäude gänzlich aus Holz construirt war und Möbel sich nicht in demselben befanden. — Die in Nord-Frankreich befindlichen deutschen Truppen sollen, wie es heißt, seewärts heimkehren. Aus Dieppe, 22. Febr., wird hierher ge— meldet, es seien bort tausend Mann Mecklenburger ingekommen und„das übrige ante Armeecorps“ perte nachfolgen, um, sobald der Friede verkündet sei,„nach Hamburg eingeschifft“ zu werden. straße von der preußischen Grenze dei Wallers⸗ dorf über Grebenau bis zur Emmündung der Lauterbach Schlitzer Staatestraße. Curtman beantragt Erhöhung der Pensionen der Volks⸗ schullehrerwittwen. Auf der Tagesordnung steht die Berathung über die durch die Einführung des norddeutschen Bundes bedingte Reviston des Polizei- strafgesetzes u. s. w. Die Debatte, von vorwie⸗ gend juristischem Interesse, wird von dem Prä⸗ sidenten der Kammer durch die Mittheilung von der eingelausenen Friedensdepesche unterbrochen. Der Eindruck der Nachricht war ein so gewaltiger, daß die Sitzung sofort abgebrochen und mit einem dreimaligen Hoch auf das ganze Vaterland, das deutsche Reich geschlossen wurde. Vor Bitsch. Der Waffenstillstand ist auch von dem Bitscher Commandanten anerkannt worden. Eine erste Folge desselben war die Frei ⸗ lassung der Correspondenten des„Berliner Börsen⸗ Kuriets“ und des„Daheim“, der Herren von Marschall und M. v. Schlägel. Dieselben be— gaben sich in Begleitung eines gleichfalls aus der Hefangenschaft entlassenen baperischen Hauptmanns Brandt nach Zweibrücken, um von dort die Heim- reise anzutrtten. München. Der König empfing am 27. Febr. von dem deutschen Kaiser nachstehendes Telegramm: „Verssailles, 27. Febr., 10 Uhr 55 Min. Vorm. Mit Dank erfülltem Herzen gegen die Vorsehung zeige ich Ihnen an, daß gestern Nachmittag die Friedenspräliminarien hier unterzeichnet worden— 28. Febr. Die 2. Kammer setzte beute die sind, auf welche der Elsaß, aber ohne Belfort, Berathung über die Revision des Polizeißtafgesetz⸗ Deutsch-Lothringen mit Metz an Deutschland ab- buchs fort. getreten worden sind, 5 Milliarden gezahlt werden— Nachstehenden Angehörigen der Großh. und Theile Frankreichs besetzt bleiben bis zur(25.) Division ist das eiserne Kreuz 2. Classe Abzahlung dieser Summe. Paris wird theilweise verliehen worden: 2 Juf. Regt.: Feldwebel Carl besetzt. Wenn die Ratisication in Bordeaux er- Wolf, 8. Comp.— 1. Jäger-Bal.: Major und solgk, so stehen wir am Ende dieses glorreichen, Batalllons-Commandrur G. Gerlach.— 4. Juf. aber auch blutigen Krieges, der uns mit Frivolität“ Regie: Lieutenant der Reserve Wilhelm Weber, ohne Gleichen aufgezwungen wurde, und an dem Licut. Julius v. Kopp, Gesr. Emil Blum, 1. Ihre Truppen so ehrenvollen Antheil nahmen. Comp., Corp Wild. Pittbahn, 2. Comp., Gefr. Möge Deutschlands Größe sich auch im Frieden Carl Wilh. Specht, 3. Comp., Musk. Michael consolidirten. Wilhelm.“ Mebhlinger, 4. Comp., Feldwebel Heinr. Schwarz, — Die„Karler. Zeitung“ bringt folgende 6. Comp., Feldw. Joh. Fink, 7. Comp., Corp. Depesche aus Berlin, 27. Febr., 11 Uhr 41 Min. Friedr. Mayer, 8. Comp.— 2. Jäger-Bataillon: Borm.:„Ministerium des Aeußern. Gestern Abend Lieutenant der Reserve Joseph Otto, Jäger Conrad 8 Uhr Unterzeichnung des Präliminar⸗Friedens] Munk, 2. Comp, Gest Htinr. Stenner, 3. Comp., durch Graf Bismarck. Thiers und Favre. Grenze] Jäger Job. Peter Eifert, 3. Cowp., Jäger Franz der Abtretungen bisheriges Geuvernement Stras- Kesberg, 3. Comp.— Stab der 25. Cavalerie- burg, einschließlich Metz, aber mit Ausnahme von Brigade: Lieutenant der Reserve Max Frhr. von Belsort; Kriegsentschädigung runde Summe von Gagern.— 1. Reiter-Regt.? Rittmeister v. Dreslp, 5 Millarden, aus welcher Entschädigungensvom Schkles. Dragoner-Regt. Nr. 15, zur Dienst⸗ für Schiffe und Anderes geleistet werden. leistung hierher commandirt, Oberlieutenant Jose Bis zur vollen Auszahlung, welche spätestens inner-[Excquil de Bardales, Wachtmeister Jace. Schnei⸗ balb dreier Jahre stattfindet, fortdauernde Oceupa- der, 1. Schw., Corp. Anton Weickhardt, 3. Schw. tion französischer Gebietstheile und Festungen.— 2. Reiter Regt.: Wachtmeister Josepb Schmeck, v. Frepdorf.“ 4. Schw. Feld-Artillerie; Lieutenant Adolph — Simon, Sergeant Carl Schaaf, 2. schw. Batt., Obergesr. Ernst Cullmann, 2. l. Batt.— Pionnier⸗ Zweite Kammer Compagnie: Corporal Adau Ruppel.— Sodann Deutschland. Darmstadt, 27. Febr. General Manteuffel war am 22. d. mit drei Adlutanten in Dieppe eingetroffen Wadsack interpellirt wegen Baus einer Vieinal-(wurde das eiserne Kreuz 2 Classe mit dem weißen 8 schwarz geränderten Bande dem Major Schimpff, Vorstand der Divisions⸗Intendantur und dem Oberstabsarzt Dr. Faustmann im 1. Inf.-Regt. verliehen. Darmstadt. Das Großberzogliche Regie— rungsblatt Nr. 7 enthält: I. Publikation des Vertrages vom 23. Nov. v. J. über den Beittin Bayerns zur Verfassung des Deutschen Bundes. II. Abänderungen des Reglements zu dem Gesetz über das Postwesen des Norddeutschen Bundes.(Bereits in Wuksamkeit getreten.) f i III. Abwesenbeitserktärung. Durch Urtheil Großy Bezirksgerichts Mainz 1. Section vom 28. Januar 1871 ist zur Constatirung der Abwesenheit des Mathias Hinkel, ohne Gewerbe, gebürtig aus Framersbeim, zuletzt in Hillesbeim wohnhaft gewesen, die im Art. 116 des Civil— gesetzbuchs vorgeschriebene Zeugenvernehmung verordnet worden. 5 IV. Namensveränderung. S. K. H. der Großberzog haben allergnädigst gerubt: am 27. Jau. dem Salomon Jacobi von Klein⸗Hausen zu geslatten, daß derselbe in Zukunft statt des Vornamens Salomon den Vornamen Moses führe. 8 l V. Dienstnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben allergnädigst gerubt: am 25. Januar den von dem Herrn Fürsten zu Menburg und Büdingen auf die erledigte Lehrerstelle an dem Gymnasium zu Büdingen präsentirten Gymnasisillebramts-Accessisten Dr. Ferdinand Bender von Darmsiadt für diese Stelle zu bestäligen;— dem Schul⸗ lehrer Ploch zu Heidelbach die evang. Schulstelle zu Ober⸗ Breidenbach, im Kreise Alsfeld,— sowie am 28. Januar dem Schullehrer Götz zu Oppenrod die zweite evangelisch! Schulstelle zu Alsbach, im Kreise Bensbeim,— zu üder⸗ tragen;— am 4. Febr. den von dem Königl. Bayerischen Kammerherrn Maximilian Freiherrn von Günderode auf die evangelische Pfarrstelle zu Lehrbach, im Decanate Kirtors, präsentirten Pfartamtscandidaten Eisenmeuger aus Reichelsheim, im Kreise Lindenfels, sür diese Stelle zu bestätigen,— und dem Schullebrer an der siebenien evangelischen Schulstelle zu Pfungstadt Heinrich Habn, die dritte Schulstelle daselbst zu übertragen;— am 8. Febr. dem Steueraufseber Planz die Stelle eines Controlcurs bei dem Nedenzollamte 1. Classe Alsseld und Ortsein— nehmers daselbst zu übertragen. i VI. Versetzungen in den Rubestand. S. K. H. der Großherzog haben allergnädiast gerubt: am 1. Jan. den Hofgarten⸗Diener Cbristian Schnitzspan mit Rücksicht auf seine geschwächte Gesundheit,— am 28. Jan, den Schul— lehrer Heinrich Pfannmüller zu Lauterbach, auf sein Nach suchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste,— am 8. Februar den Schullehrer an der israelitischen Elementarschule zu Angerod, Meyer Bamberger, auf sein Nachsuchen,— an demselben Tage den Brückenwärter bei der Rheinüberfabrt zu Gernsheim Jacob Grüll, in den Ruhestand zu vers tzen. VII. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: 1) die zweite evangelische Pfarrstelle zu Michelsadt, im Dekanate Erbach, wit einem Gebalt von 1061 fl. 56 ke.; dem Herrn Grafen zu Erbach⸗Fürstenau stebt das Präsenta⸗ tonsrecht zu dieser Stelle zu;— 2) die ersie evangel. Schulstelle zu Horrweiler, im Kreise Bingen, mit einem Gehalt von 300 fl. und einer Heizungsenischädigung von 35 fl.;— die erste cvangel. Schulstelle zu Beuern, im Kreise Gießen, mit einem Gebalte von 476 fl. nebst einer Vergütung von 24 fl. für Heizung des Schullecals;— die in der Concurrenzzusschreibung vom 17. Sept. 1870 Nr. 45 des Regierungsblaits eiwähnie Besolbdungsabgabe von 50 fl. ist nicht zu entrichten. Mainz. Die Kriegsbeute entspricht voll⸗ kommen der beispiellosen Zahl von Gefangenen, welche in diesem Feldzuge von den Deutschen ge— macht wurden. Nachdem nun von dem Pariser Heer 200,000 Gewebre und 1400 Geschütze ab⸗ geliefert worden, dürfte die Zahl der erbeuteten Handfeuerwaffen 800,000 übersteigen. Französische Geschützee werden gegen 7000 in deutsche Hände gefallen sein. Auf dem Mainzer Bahnhofe sah man dieser Tage ganze Bahnwagen voll der schönsten neuen Gewehre, aus denen noch kein Schuß abgefeuert worden. Manche befanden sich noch eingepackt in den Kisten, wie sie aus den Fabriken gekommen waren. Der größte Theil ist englischen und amerikanischen Ursprungs. In dem hitsigen Zeugbaus und auf der Citadelle liegen schon etwa 230,000 brauchbare französische Oewehre und täglich kommen noch mehr hir zu. Einige hundert Mann sind täglich zum Putzen und Einfetten derselben beschäftigt. Berlin. Durch kaiserliche Verordnung vom 14. Febr. ist der Zusammentritt des Reichstags vom 9. März auf den 16. März verschoben worden. — Der Abschluß der Friedensprälimi⸗ narien wurden durch Englands Einmischungs⸗ bemühungen verzögert, welche der letzte„Times“. Artikel bestätigt. Rußland, Oesterreich und Italien haben jede Intervention abgelehnt. — Die„Deutsche Allg. Ztg.“ spricht anläß⸗ lich der Ankündigung, daß im Königreich Sachsen und im Fürstenthum Reuß ä. L. demnächst nach Eingang der Nachricht vom Friedensschlusse kirch- liche Dankfeste für die genannten Landestheile angeordnet werden sollen, den gewiß angemessenen Wunsch aus, daß ein solches kirchliches Dank⸗ fest für das ganze deutsche Reich an einem und demselben Tage von Reichs- wegen angeordnet werden möchte. — Der„Staatsanzeiger“ veröffentlicht den Wortlaut des Circularschreibens des Grafen Bis- marck vom 17. d. an die Vertreter des nord— deutschen Bundes, in welchem neuerdings der Nachweis geliefert wird, daß französische Truppen wiederholt Sprenggeschosse in Anwendung gebracht haben, und daß auch über anderweitige Ver— letzungen der Genfer Convention neue Beispiele zur Anzeige gebracht worden sind. — Der„N. fr. Pr.“ wird von hier gemeldet, daß folgende Reichstagsvorlagen in Aus- sicht stünden: Aufhebung des Zeitungsstempels und Besteuerung der fremden Börsen- Effekten, ferner für die norddeutschen Staaten die Ein- führung der Fabrikatsteuer don Branntwein, an Stelle der Maischsteuer. Auch soll die Tabak- steuer von fremdem importirten Tabak erhöht wer— den; über die Einführung des Tabakmonopols, die von conservativer Seite sehr befürwortet wird, ist man noch nicht schlüssig. Endlich wird von verschiedenen Seiten die schon mehrmals beim Zollparlament beantragte, aber von diesem ab— gelehnte Petroleumsteuerx auf's Neue in Anregung gebracht. — Dem„Schwäb. Merk.“ wird von hier officiös telegraphirt:„Trotz aller Ableugnungen ist der Verlust Belforts für Deutschland eng⸗ lischer Einmischung zu verdanken, welche Frankreichs Widerstand unausgesetzt unterstützte, während die andern Staaten jede Intervention ablehnen. Auf deutscher Seite war augenscheinlich der Gesichts— punkt maßgebend, daß nach der Uebergabe von Metz Frankreichs Unterwerfung durch Belforts Widerstand nicht verhindert wurde.“ München. Sicherem Vernehmen nach wird der Kronprinz Feldmarschall von Preußen nach erfolgtem Friedensschlusse bierherkommen, um das Obercommando über die bayerischen Truppen in die Hände des Königs zurückzulegen. Karlsruhe. Nach der„N. Bad. Ldsztg.“ soll die allgemeine officielle Friedensfeier im ganzen Reiche am 22. März, dem Geburtstage des Kaiser-Königs, stattsinden. Frankreich. Paris, 27. Februar. Dit Preugzen sind um Mitternacht, 40,000 Mann stark, in Paris eingezogen. Das Garde-Grenadier— Regiment Augusta ist darunter.(Diese Nachricht ist bis jetzt deutscherseits nicht bestätigt, und steht auch im Wide spruche mit anderen Nach- richten aus Paris.) — Der Gesandte der schweizerischen Eidge— nossenschaft Dr, Kern hat Thiers sein Beglaubi— gungsschreiben überreicht.— Die Sterblichkeit nimmt fortwährend ab; die Zahl der Sterbefälle beträgt ungefähr 4000 wöchentlich. An den Blattern starben 200 wöchentlich. An Lebens- mitteln ist Ueberfluß vorhanden. — 27. Febr. Offizielle Bekanntmachung der Regierung. Die feindliche Armee wird in Paris keinerlei Requisitionen vornehmen und in Staats— gebäuden einquartiert werden. Die französischen Truppen werden das linke Seine ⸗Ufer besetzen. Kein Franzose darf bewaffnet oder uniformirt die von den Deutschen occupirten Stadttheile betreten. — 27. Febr. Die Regierung läßt amtlich bekannt machen, daß der Einzug der Dentschen in Paris am Mittwoch, den 1. März, erfolgen wird. Die Deutschen werden den Stadttheil zwischen der Seine, dem Faubourg St. Honore, der Place de la Concorde und Les Ternes be— setzen. Die einmarschirenden deutschen Truppen werden 30,000 Mann nicht überschreiten. Die Wiederräumung der Hauptistadt folgt unmittelbar nach der Natisication der Friedenspräliminarien. — 27. Februar. Das„Journal offiziel“ enthält folgenden von Picard unterzeichneten Bericht: Die Friedeuspräliminarien sind unter— zeichnet worden und werden der Nationalver— sammlung unterbreitet werden. Der Waffen— stillstand ist um vier Tage verlängert worden und Requisitionen fortfallen. in bestimmte Stadtviertel von Paris zu ver— hindern. Wir haben nicht nöthig, den Empfin— dungen Worte zu verleihen, welche diese neue Prüfung in uns erweckt. Die Regierung würde gern Paris geschont haben, indessen die deutschen Unterhändler machten den Vor— schlag, auf das Einrücken in Paris nur zu verzichten, wenn ihnen der wichtige Platz Belfort abgetreten wurde. Es wurde ihnen darauf erwidert, daß, wenn es etwas gebe, was Paris in seinen Leiden trösten könnte, dies der Gedanke wäre, durch seine Leiden dem Lande eines seiner Bollwerke wieder ver— schaffen zu können, welches noch in jüngster Zeit sich durch den Widerstand unserer Sol— daten ausgezeichnet hat. Wir wenden uns an den Patriotismus der Einwohner von Paris und beschwören sie, sich ruhig zu ver⸗ halten. Für Diejenigen, welche das Geschick vertathen hat, bleibt immer noch die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Bordeaux. Die von der Regierung vor— gelegte Militärreorganisation soll auf folgender Basis ausgeführt werden: Die ganze bisher be⸗ standene Armee wird aufgelöst. Offiziere aller Grade können nach stattgehabter Prüsung ihre Stellungen wieder erhalten. Die Altersklasse von 1871 bildet eine neue Armee. Das Avancement findet nicht mehr nach Anciennetät oder Gunst statt; alle Grade, vom höchssen bis niedrigsten, können nur nach einem öffentlichen Examen er— langt werden. Alle Militärschulen werden in Lager verlegt. Auch wird eine vollständige Re— organisation der Verwaltung beabsichtigt, durch welche das System vereinfacht, die Beamtenzahl verringert und die Sinccuren abgeschafft werden würden. — 27. Febr.(Officiell.) Die Präliminarien sind unterzeichnet, alle Feindseligkeiten der Armee suependirt. Die Landesvertretung ist auf heute (Montag Mittags, 1 Uhr) zusammenderufen. Thiers wird erst am Abend eintreffen und des- halb eine Nachtsitzung stattfinden. Bordeaux und der ganze Süden sind vollkommen kubig. — In Bordeaux wird es gleich beim Friedens- schluß zu einer jedenfalls seltsamen Verhandlung kommen. Die Linke will nämlich verlangen, daß man ihr den Gefangenen von Wilhelmshöhe ausliefere, damit er wegen seines Benehmens als Obergeneral der Rheinarmee vor ein Kriegsgericht gestellt werde. f — 27. Februar. Morgen Mittag wird die Nationalversammlung eine geheime Sitzung ab— halten, welcher sich wahrscheinlich eine öffentliche anschließt. Belgien. Brüssel, 26. Februar. Die „Agence Havas-Bullier-Reuter“ erfährt aus Paris vom 25. Febr., Abends: Der Friede ist gesichert. Thiers, Favre und die 15 Friedenscommissäre nahmen die Friedensbedingungen an. Die Kriegs- kosten⸗Entschädigung soll 5 Milliarden Franes betragen. Die deulschen Truppen halten einen Theil des occupirten Gebiete, sowie die Festungen, namentlich Sedan, bis zur Erfüllung der Friedens- bedingungen besetzt. Die deutsche Armee zieht Montag in Paris ein. Die Friedenspräliminarien werden unterzeichnet, sobald die Naltonalver⸗ sammlung die Friedensbedingungen ratifitirt hat. — Eine andere Nachricht fügt noch zu; daß auch Belfort und Mont Valerien besetzt gehalten würden bis zur Zahlung der Kriegscontribution. — 27. Febr., Morgens. Da der Waffen- stillstand in der verflossenen Nacht um 12 Uhr ablief, und die Ratification der gestern unter- zeichneten Friedenspräliminarien Seitens der Na⸗ tionalversammlung in Bordeaux vorbehalten werden und werden von jetzt ab alle Contributionen Trotz aller Be. mühungen ist es jedoch unmöglich gewesen, den Einzug eines Theiles der deutschen Armer 0 97 1 u werden in den Gräflich Lein ingen'schen Wald⸗ 7•1¹ t N. distrieten-Jungfernwald- und„Eicherock⸗ bei Ilbenstadt 460 urch nachstehend verzeichnete Holzquantitäten öffentlich an 1 1 den Meisiblctenden verstesgert? Feasteae 18 Stecken Eichen Scheitholz, dei weite 9„ P.aügelbolz. 1 5 Kirschen⸗ 1 ee 2 ni Birken⸗„ n 8 Erlen⸗ 5 * r un 2 1 gichten⸗ 11 1 1 12 N Eichen⸗Stockholz, * 27 Fichten⸗— — 800 Stück Buchen⸗Wellen, 8 3250 Eichen ben tun 2000„ Birken- 916 1300„ Erlen⸗* 8 2100—Salweiden⸗⸗ 2 400—Fichten⸗ Verde 1000„Kiefern-„ b verlangt, ba 13 Eichenstämme von 11— 20% mittl. Durch⸗ uablrtti messer und 20—30“ Länge, eee K 12 1 Lärcherstamm von 457 känge und 9“ mittl. 1 Sc Dulchmisser, 1 17140 1 riegsgtr 19 Fichtenflämme von 35 62“ Länge und 6-12“ mittl. Durchmesser, 1 100 Stück Kiefern Baumstützen. a aun e, Gegen genügende Bürgschaft wird Zahlungsftist bis * 1. Seplember d. 3. gestattet. 4 ut falls Slot Ilbenfladt den 25. Februar 1871. 69 5 auf die * „ Hol r 22 9 1 iin Ee N J dei ue mußte, so ist eine Verlängerung des Waffenstill— standes bis zum 6. März gleichzeitig mit der Unterzeichnung der Friedenspräliminarien stipulirt worden.— Der Einmarsch der deutschen Truppen in Paris steht bevor. Wie es heißt, werden zunächst zwei deutsche Corps einrücken. Großbritannien London.„Times“ melden aus Versailles, 27 d., früh 12 Uhr 15 Min.: Endlich ist der Friedensvertrag unterzeich- net. Thiers kehrte gestern Nachmittag um 4½ Ubr, unmittelbar nach der Usterzeichnung, nach Paris zurück und berief die Delegation, um ihr Bericht zu erstatten und dann den Vertrag d. der Versammlung in Bordeaux zur Ratifikation . zugeben zu lassen, an welch letzterer Niemand zweifelt. g — Die englischen Blätter geberden sich höchst ungehalten über die von Deutschland geforderten Friedensbedingungen. So sagen die„Times“: 1 unt.„Die Zeit für einen neuen Unterlicutenant, wit . Bonaparte, wird kommen; ein solcher wird dann een, die Franzosen gegen die Deutschen führen, denen . Bismarck und Moltke fehlen wird.“ Die„Daily News“ schließen einen Leitartikel:„Die Deulschen a kehren beutebeladen heim, lassen aber als Andenken Wag bei den Franzesen den Haß gegen ibre Berauber f zurück.“ Der„Daily Telegraph“:„Die deutschen Friedensbedingungen, die absichtlich gesiellt sind, um einen neuen Krieg unvermeidlich zu machen, laden eine furchtbare Schuld auf die Häupter der deutschen Staatslenker.“ „Daily News“ lassen sich unterm gestrigen Tage aus Paris berichten, daß die Bevölkerung dem Einzug der Preußen mit Resignation entgegensehe. Nach einer Pro- clamation Picard's wurde durch das Zuge⸗ stäͤndniß des Einzugs Belfort für Frankreich gerettet.—„Daily Telegraph“ sagt in einem Leitartikel:„Vismarck und Moltke handelten wie Wallenstein und Tilly. Die Deutschen sind seit dem dreißigjährigen Krieg nicht fort⸗ geschritten.“ Frankfurt. In eimer kürzlich stattgehabten Sitzung des bestehenden freiwilligen Truppen-Verpflegungscomiles wurde der Beschluß gefaßt, den bier auf ihret Rückkeht durchpassirenden Truppentheilen wieder eine Bewirthung zukommen zu lassen und wird das Comite, verstärkt durch besondere Theilnahme s. Z. ausgezeichnet, seine Thätigkeit bei der Rückkehe der Truppen wieder beginnen. Darmstadt. Zur Evacuirung der Lazatethe in Orleans und Umgegend, in welchen sich zur Zeit noch eine nicht kleine Anzahl Hessen befindet, ging unter Be— gleitung des Freiherrn v. Löw-Ziegenberg ein trefflich ausgerüsteter Lazarethzug dorthin ab. Darmstadt. Auch dahier ist man mit Bilbung elnes Comiles beschäfligt, um den heimkehrenden, unsere Stadt passirenden Kriegern eine Erfrischung bieten zu können. Aus Darmstadt und anderen Orten der Provinz Starkenburg, sowie aus Aschaffenburg und Lud! wigshasen wird gemeldet, daß am 25. und 26. Febr. abermals ziemlich heftige Erdstöße verspürt worden sind. Aus Calais. Ein gräßliches Schiffsunglück hat sich in der Nacht vom 6. zum 7. Februar zugetragen, während welcher das ftanzösische Trans portschiff„Le Cerf“ auf den Klidpen des Cap de la Hague scheiterte und mit 1080 französischen Verwundeten und Jecconvalescenten wit einer Bemannung von 150 Mann umerging. Von letzterer retteten sich nur 10 auf Ragen und anderen Schiffsuüm⸗ mern. Die Unglücktichen waren von verschiedenen Theilen des nördlichen Frankreichs nach Calais gefandt worden, um nach Cherburg, Brest und Bordeaux verschifft zu wer⸗ den, von wo aus sie in ihre Heimath gesandt werden sollten. Viele von ihnen waren Söhne anständiger Familien Ein gesandt. Wir bören mit Vergnägen, daß uns nächsten Sonntag den 5. d. M. wieder der Genuß einer lheatralischen Abendunterhallung geboten werden soll und unterlassen! nicht, den geehrten Herrn und Damen, welche uns einen lochen Genuß zum fünfteumale bieten, zum Voraus unsere Freude ützer ihr schönes Vorhaben auezusprechen. Daß Herr Musikmeister Schellhaas mit dem unter seiner Lellung rasch sortgeschrittenen Musikrerein für angenehme Abwechssung durch geeignete musikalische Ausführungen sorgen will, begrüßen wir mit besonderer Freude. Aber abgeseben davon, daß uns durch die in Aussicht stehen de theatralische Aufführung ein recht angenehmer Abend be— reitet werden wird, fordert der Zweck, den die Einnahme haben soll, uns auf, unser Juteresse dieser Sache zuzu⸗ wenden. Wiederum wollen die Mitwirkenden die Ein⸗ name dem Comite für Pflege durchkommender Krieger zuwenden. Die Veranstalter des theatralischen Abends nach sicher darauf rechnen, daß man durch zahlreichen Besuch ihr Unternehmen ehren und ihre Bemühungen dankbar anerkennen wird. Durch unsere Verloosung zum Besten der durchkommenden Krieger sind eingegangen: Hf Eintrittsgeld während der Aus⸗ sleung. 20„ 8 Gaben an Geld. 10 7 45 77 Zusammen 1037 fl. 13 Fe. Für Gewinnste wurden ausge⸗ geben 10 fl. 4 kr. Die unvermeidlichen Kosten be⸗ tragen 9 fl. 12 kr. 19 fl. 16 kr. Bleiben 1017 fl. 57 fr. welche wir dem Verpflegungscomite heute über⸗ geben haben. Friedberg, den 28. Februar 1871. Anng CThtobald. Marie Simon Elitt Simon. Ottilie Storch. Mathilde Weis. Emilie Wahl. Emilie Groß. Anna Wahl. Auguste Groß Sophie Ramspeck. Auguste Vsciffer. f * 3 Versteigerung. 405 Dienstag den 7. März l. J., Vormittags 10 Uor, Gräflich Leiningen'sche Rente Bt. u, Die billigste u. beste Modenzeitung ist unstreitig Die Moden- Welt. preis fur das ganze Vieitel- jahr 36 kr. In Deutschland hat die Modeuwelt au, Ruf und Verbreitung allen anderen Modezeitungen den Rang abgelaufen, was sle ibrem vortreft- lichen Inhalte, rer grossen Reich- haltigkeit und ihrem billigen Preise zu verdanken hat. Vornehmlich nimmt 7 die Moden welt Rücksicht auf die Bedürfnisse in der Familie, weniger der giossen Welt. 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Kartoffeln 5 fl. 30 k.; Meggenstroh per 100 Gebund 30 fl 4 5 Geld Our s. Frankfurt am 28. Februar 1871. 2——————— Preussische Kassenschelue fl. j 448— 149% Preuss Friedrichsd'or N 1 57½—58/ Pistolen. dee 5 9 3— 6 Holländische fl. 10 Stücke* 1 1—56 Ducaten,„ 55 1 al mare.„ 5 36-338 20 Franes-Stücke. 9 2 0⁰ͤä—26½ Eaglische Sovereigus. 11 51—57 Russ, Imperiales 1 9 3880 Dollars in Gold 222228 S— 2 N ö .. eee eee . r . 1 1 1 5 1 N 1 4 155 3 2 2 reer 480 Dem Aufruf, welcher die Wahl des Herrn br. Georg von Wedekind zum Reichstagsabgeordntten empfiehlt, treten ferner bei: f Dr. F. Schwabe, Direktor des Prediger Seminars in Friedberg. Dr. K. Köhler, Prosessor der Theologie in Friedberg. L. Meyer, Diakon in Friedberg. Valentin Hahn, Oekonom zu Kaichen. Joh. Bechstein in Friedberg. Joh. Steinhäuser in Friedberg. Muth, Bürgermeister in Beienheim. N. Huber in Bad- Naubeim. An die Wähler des 2. oberhess. Reichstags⸗Wahlbezirks. 468 Der Bischof von Mainz hat ein offenes, in öffentliche Blätter übergegangenes und am letzten Sonntage durch die katholischen Geistlichen öffentlich ausgetheiltes Ausschreiben vom 13. d. erlassen, welches unter Hinweis auf die hohe Wichtigkeit der Reichstags⸗ wahl zu deren allgemeinen Theilnahme auffordert. Der betreffende Passus lautet wörtlich:„Mögen daher unsere katho⸗ lischen Wahlkreise eifrige Katholiken zu Vertretern auswählen und protestantische Wahl⸗ kreise gläubige Protestanten in den Reichstag wählen.“— Wenn nun„ die vereinigten freisinnigen Wahlcomite's des 2. oberhessischen Wahlbezirks“ im Oberhessischen Anzeiger Nr. 25 fälschlich inseriren:„am verflossenen Sonntage sei von den katholischen Geistlichen unseres Wahlbezirks ein bischöfliches Rundschreiben verlesen worden, welches die katholischen Wähler auffordere, Herrn Hofgerichtsrath Buff zu Gießen zu wählen u. s. w.“, so sollte damit offenbar nicht eine„glaubwürdige Mittheilung“, sondern ein stark und kräftig wirkendes Mittel gegeben werden, die Wähler nach dem Commando des sogenannten freisinnigen? Wahlcomite's stimmen zu machen. Daß dieses, wohl nur durch den Zweck geheiligte Mittel bei dem gesunden Sinne der, die Böswilligkeit und Lüge verabscheuenden Wähler nicht verfangen werde, ist gewiß nicht anzuzweifeln. Mehrere Katholiken von Friedberg. An die Mähler des 2. oberhess. Neichstags-Wahlbezirks. 470 Das war keine glaubwürdige Mittheilung, welche den vereinigten freisinnigen Wahlcomite's des 2. oberhessischen Wahlbezirks über das gedruckte Ausschreiben unseres Hochwürdigsten Herrn Bischofs gemacht wurde, sondern eine Mittheilung voller Lüge und Entstellung. Das Schreiben ist an alle Priester und Gläubigen der ganzen Diöcese gerichtet und wurde deßhalb nicht nur in unserem Wahlbezirk, sondern im ganzen Lande den Katholiken mitgetheilt, um sie auf die hohe Wichtigkeit der Wahlen zum deutschen Reichs- tage aufmerksam zu machen. In dem Schreiben wird kein Candidat mit Namen genannt oder empfohlen. Zur vollständigen Beruhigung aller Wähler unseres Wahlbezirks, zur ernsten Erwägung für die Herren der vereinigten freisinnigen Wahlcomite's und zu unserer Rechtfertigung heben wir hier noch folgende Worte aus dem bischöf⸗ lichen Ausschreiben hervor:„Wenn Ihr in der Lage seid, nicht katholischen Candidaten eure Stimmen zu geben, so verschaffet Euch wenigstens Gewißheit darüber, daß sie rechtlich und billig denkend genug sind, um auch Eure rcligiösen Rechte gegen ungerechte und gewaltthätige Angriffe zu schützen. Niemals aber gebet Eure Stimme einem Candidaten, von dem Ihr wisset, daß es ein Feind der katholischen Kirche und ein Verächter des positivenschristlichen Glaubens ist.“ Uns gegenüber aber hat Herr Buff, ohne seiner protestantischen Ueberzeugung etwas zu vergeben, den Standpunkt der Parität und Gerechtigkeit als den seinen erklärt, so daß wir mit gutem Gewissen allen Wählern ohne Unterschied der Confession zurufen können:„Wählet so zahlreich wie nur immer möglich den seitherigen erprobten Abgeordneten Wilhelm Buff, Hofgerichtsrath in Gießen, denn er will die Selbstständigkeit und Freiheit aller Kirchen, er wird Alles dazu beitragen, einen wahren und bleibenden Frieden unter den christlichen Confessionen zu begründen und zu erhalten und mithelfen, dem neuen großen deutschen Reiche Gesetze zu geben, die dem deutschen Volk seine christliche Gesinnung, Gottesfurcht und Sittlichkeit bewahren und dadurch feste Grundlagen für die wahre Größe Deutschlands und die Zukunft dieses neuen großen und mächtigen Reiches sind. Die katholischen Giistlichen des 2. oberhessischen Wahlbezirks. 5 2 br 7 derin Gemeinderechners 5 2 FCC 3 n 2 de e n ed Geschäfts- Empfehlung. Danksagung. seine Einwilligung gegeben habe, daß sein Name bei gefügt und er mit dem Inbalt des Artikels nicht ein— verflanden sel, erllären wir, daß von Sctten des Derin Ferdinand Diel in Dorn-Assenbelm brieflich der Auftrag einltlef, setne eigene, sowte die Upterschristen der Herren R. Weitz und Gemeinderechners Zung dem Aufruf belzusetzen. Wir muüssen es daber Perrn Diel übcrlassen die Angabe des Herrn Jung zu bersch igen. Das Wahleomité in Frledberg. 2 0 2 Huhrer Steinkohlen 474 sind wieder in besser Qua tät eingetroffen und werden heute an der Vabn auegeladen. Ph. Dan. Kümmich. 471 Einem geehrten Publikum brirge biermtt zur Nach⸗ richt, daß ich von jetzt ab das Dachdeckergeschäft für mich betreibe und empfeble mich in allen in dieses Fach einschlagenden Arbetten bestens. Frledberg am 1 März 1871. Wilh. Henneberger, Dachdeckermeilster, wohnhaft bei Wittwe Baumann. 461 Für die bei dem frühen Tode unserer lieben Tochter und Schwester Betta uns bewiesene große Thell⸗ nahme und für die zahlreiche Bethelligung bei deten Beerdigung sagen wir berzlichsten Dank, besonders auch deu Herren Lehrern und Mitschülerinnen der Verstorbenen. Wilhelm Ulrich und Familie. Strohhüte 392 werden gewaschen, gefärbt und nach neuster Jagon geandert dei R. Friedrich, neben der Post. Asraclilischer Gottesdienst in Friedberg. Freitag Abend% Uor. 11 Samstag Morgens 8 ¼½ Ubr. Verantw. Redact.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff. Hlerzr eine Beilage.)